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Gedichte - Heinrich Hart


Meinem Bruder Julius

Aus einem Stamm entsprossen, Von einer
Erde genährt, Auf Leben und Tod
Genossen, Von einer Gluth verklärt
– So stehen wir beieinander Schulter
an Schulter gelehnt,
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Gott

Der Du nicht Stein bist, doch des
Steines Kraft, Die Kern und Schale
hält in enger Haft. Der Du nicht
Rose bist, doch ihre Pracht, Ihr Duft,
ihr Auge, das zur Sonne lacht.
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Fluch diesem Leibe

Fluch diesem Leibe, Dem unersättlich
lüsternen, Mit seinen Banden Schnürt
er die Seele ein Und reißt in den
Koth Die Sonnendurstige. Aus allen
Poren Schrei i
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Die letzte Nacht

Ich hab` zur Nacht gesessen Mit euch im
goldnen Saal; Aus blanken Römern
schoß der Wein, Süß duftete das
Mahl. Die Luft ging schwer, die Ampel
warf Trüb ihren letzten Sch
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Gespräch mit dem Tode

Ich: Wer bist Du
Mondesleuchtender? Er: Der
Tod, Den Deiner Seele dumpfer Schrei
entbot; Ich sah wie Dich der Erde Noth
umdrängt, Auf, folge mi
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Alleins

Nacht fließt in Tag und Tag in
Nacht, Der Bach zum Strom, der Strom
zum Meer – In Tod zerrinnt des Lebens
Pracht, Und Tod zeugt Leben licht und
hehr. Und jeder Geist, der
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Natur

Nacht fließt in Tag und Tag in
Nacht, Der Bach zum Strom, der Strom
zum Meer- Im Tod zerrinnt des Lebens
Pracht, Und Tod zeugt Leben, licht und
hehr. Und jeder Geist, der br
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Märznacht

Nacht, in Deinem Mutterschoße Ruht der
Lenz, ein stilles Kind, Weiß noch
nicht, wie herrlich große Wonnen ihm
beschieden sind. Seine Augen blicken
staunend Auf die
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Abendgang zur Geliebten

Nun ist der Abend kommen, Die Sterne
sind entglommen, Die Straßen
schlummern mählig ein. Abwerf` ich
all` mein Mühen Und laß in mir
erblühen Der Liebe Sehnsucht ganz alle
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Müde

O bange Stunden, Wo alles Qual ist Und
was empfunden, Verrucht und schal
ist. Bald möcht` in Thränen Das
Aug` zerfließen, Bald trotzig
Wähnen Das Her
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Das Lied der Menschheit

Vorgesang. Einst war die Welt ein
endlos tiefes Meer Von Finsternissen
– todt und stumm und leer. Kein
Hauch, kein Athem, weder Fluth noch
Schaum, Zeit ohne Werden, Schlafe
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Wacht auf

Was drängt ihr Felsen in die Wolken
ein, Schon rast das Meer und rüttelt
Stein von Stein. Was prahlt ihr
Wälder stolz mit eurem Grün, Schon
seh` im West den Wetterstrahl ich gl
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Cäcilie

Wenn Du es wüßtest, Was träumen
heißt Von brennenden Küssen, Vom
Wandern und Ruhen Mit der
Geliebten, Aug` in Auge Und kosend und
plaudernd – Wenn Du es w
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An das 20. Jahrhundert

Wirf die Thore auf, Jahrhundert, Komm
herab begrüßt,
bewundert, Sonnenleuchtend,
Morgenklar. Keine Krone trägst du
golden, Doch ein Kranz von
duftigholden Frühlingsrosen s
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