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Gedichte - Heinrich Christian Boie


An den Abend

1764. Der du dem hingesunknen
Volke, Das laut dir rufet, dich
versteckst, Und noch mit einer
Azurwolke Dich vor dem Blick des Tages
deckst; Komm, Hesperus, aet
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Schlegels Grabschrift

1764. Er starb der Genius vom
tragischen Cothurne. Noch liegt
Melpomene gebückt auf seiner
Urne, Giebt ihren Lieblingen nur selten
einen Blick Und denkt an Schlegeln
stets z
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Kunz und Hinz

1776. Kunz. Hinz, möchtet Ihr im
Monde leben? Es sollen dort auch Leute
sein. Hinz. Nein! Doch wenn sie
dort Streit erheben, Schickt un
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Kunz und Hinz

1776. Kunz. Hinz, möchtet Ihr im
Monde leben? Es sollen dort auch Leute
sein. Hinz. Nein! Doch wenn sie dort
Streit erheben, Schickt uns der Prin
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Abwesend hat man Unrecht...

A. Abwesend hat man Unrecht. Eine
Reise Zwar von acht Tagen nur, riß aus
Melissens Arm Die er schon lange Zeit
auf nicht gemeine Weise Geliebt, den
Kleon weg. Nichts gleiche
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Die Wahnsinnige

A. Aus elysischen Gefilden,
Myrthenhainen, Wo die abgeschiednen
Geister Liebe weinen, Von kristallnen
Bächen, die der Mond beglänzt Und ein
Frühling ewig jung und lächeln
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Die Gewißenhafte

A. Er plaget mich, ich soll ihn
küssen. Nein, nein! das würd ich
theuer büßen, Denn Mutter sagt, ich
solls nicht thun. Verbeut ihm seine
nichts, ei nun! So kann er
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Verschwiegenheit

A. Grabt dem jungen Buchenhaine Eure
Schäferinnen ein; Tief dem Herzen soll
die meine, Schäfer, eingegraben
sein! Voll der süßesten
Gefühle Schlägt mein B
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Die kluge Wahl

A. Herr Schraper freit um Jungfer
Henning Und Jungfer Hennings baaren
Pfenning, Und altes Silber wählt man
nicht Nach Ansehn sondern nach
Gewicht. B.
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Grabschrift

A. Gehe dies Grab nicht
vorbei! B. Wer liegt da? A. Lykon
der Schwelger. B. Der am Podagra
starb? A.
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Weibertreue A. Abwesend hat man Unrecht

Abwesend hat man Unrecht. Eine
Reise Zwar von acht Tagen nur, riß aus
Melissens Arm Die er schon lange Zeit
auf nicht gemeine Weise Geliebt, den
Kleon weg. Nichts gleichet ihrem Harm. S
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Die Elfenburg

Als König Arthur Engellands Uralten
Heldenruhm belebte, Zur Zeit da oft ein
Elfentanz Den Quell im Mondenlicht
umschwebte, Erschien am Hof ein edler
Knecht, Der Ritter Edwin
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Die Elfenburg

Als König Arthur Engellands Uralten
Heldenruhm belebte, Zur Zeit da oft ein
Elfentanz Den Quell im Mondenlicht
umschwebte, Erschien am Hof ein edler
Knecht, Der Ritter Edwin schli
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Die Statue einer Nymphe

Am plätschernden Geräusch der Welle
Entschlief ich Nymphe dieser Quelle.
Du, der herab zum baden steigt,
Du, der zu trinken, o schweigt!
Mutter und Tochter

Am warmen Juniusabend Wie duftig weht
es, wie labend Von Bohnenblüten und
Heu! Wo durch Kastaniendunkel Erzittert
rothes Gefunkel, Hier lacht die Jugend
und schäkert frei.
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Amors Amme

Amors Ankunft in Cythere Wird ein
allgemeines Fest, Als sich Venus nicht
die Ehre Ihn zu stillen rauben
läßt. Weil er aber nur betrachtet Und,
schon Kind nicht mehr, allein
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Schäferlehren

An Bürger. 1772. Willst du hier in
diesen Gründen Freude sonder Ekel
finden, Freude sanft und
wonniglich, Süßer Freund! so höre
mich. Auf dem saatbekränz
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Schäferlehren

An Bürger. 1772. Willst du hier in
diesen Gründen Freude sonder Ekel
finden, Freude sanft und
wonniglich, Süßer Freund! so höre
mich. Auf dem saatbekränzten Hü
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Triolett

An drei Schwestern. Schöne
Schwestern, von Euch dreien Welcher
huldigt meine Pflicht? Noch gehuldigt
hab ich nicht. - Schöne Schwestern,
von Euch dreien Dürft ich,
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Triolett

An drei Schwestern. Schöne
Schwestern, von Euch dreien Welcher
huldigt meine Pflicht? Noch gehuldigt
hab ich nicht. - Schöne Schwestern, von
Euch dreien Dürft ich,
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Rosette

An Rosettens Blicken
hangend, Schmachtend, seufzend und
verlangend Fleh ich mit vergebner
Müh: Kannst du ewig meinen
Klagen, Meinen Thränen dich
versagen? Lohnst du meine Tr
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Rosette

An Rosettens Blicken
hangend, Schmachtend, seufzend und
verlangend Fleh ich mit vergebner
Müh: Kannst du ewig meinen
Klagen, Meinen Thränen dich
versagen? Lohnst du meine Treue n
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Grabschrift [2]

Auf wem der stolze Marmor raget?
Auf einem wohlgepriesnen Mann,
Der nie ein dummes Wort gesaget
Und nie ein kluges Werk gethan.
Die Wahnsinnige A.

Aus elysischen Gefilden,
Myrthenhainen, Wo die abgeschiednen
Geister Liebe weinen, Von kristallnen
Bächen, die der Mond beglänzt Und ein
Frühling ewig jung und lächelnd
kränzt, Will
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Die Wahnsinnige B.

Aus elysischen Myrtenhainen, Wo
abgeschiedne Liebende weinen, Von
stillen Bächen mondbeglänzt, Die ewig
blühender Frühling kränzt, Kommt mit
Grabeslumpen umhangen, Kommt die a
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Der Kürbiss

Behängt mich nur mit den Ornaten,
So fehlt mir nichts zum würdigsten Prälaten.
Die Gewißenhafte B.

Bärbchen küsse mich! sprach
Peter; Aber schreiend Weh und
Zeter, Beide Hände vors Gesicht Sagte
Barb`: »Ich darf ja nicht! Kömmst
du?« - alle Nägel drohten - »Meine
Mutter
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Dr. Stauzius an seine Collegen.

Das, meine Herren Brüder, ist Des
Satanas infamste List Daß just die
Ketzer, die wir ihm ergeben, So
tugendhaft, ja fast gottesfürchtig
leben, Wodurch der Schalk manch
unverwahrt Gem
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An einen Liebesdichter

Dein Lied ist Morgenthau der über Rosen fließt.
Doch weißt du, Freund, daß Thau auch Waßer ist?
An Werner

Deinen Geburtstag feirt als Gast der
beschüßelten Tafel Mancher gnädiger
Herr Ritter und Graf und
Baron. Bürgerlich all anklingend
befeuchten sie deinen
Geburtstag: Keinem, o Werner, indes
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Klagen

Deines Haines Finsternisse, Oede
Wildniss, sucht mein Schmerz. Lindrung,
ach! und Ruhe gieße Dieses grauen mir
ins Herz. Jeder Freude bin ich
müde, Jedes Glück ist
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Klagen

Deines Haines Finsternisse, Oede
Wildniss, sucht mein Schmerz. Lindrung,
ach! und Ruhe gieße Dieses grauen mir
ins Herz. Jeder Freude bin ich
müde, Jedes Glück ist mir ve
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An den Abend

Der du dem hingesunknen Volke, Das laut
dir rufet, dich versteckst, Und noch mit
einer Azurwolke Dich vor dem Blick des
Tages deckst; Komm, Hesperus,
aetherisch milde, Komm,
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An den Bach

Der du immerdar die Fläche Dieser Auen
strömst entlang, Mich, du lieblichster
der Bäche! Zieht auch stets derselbe
Hang. Deines Murmelns sanfte
Klage Uebertäubt nicht di
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Phöbus im Wein

Der Gott des Lichts, der seinen Lauf Im
Schooß der Fluten täglich endet, Steht
immer, wenn die Nacht sich wendet, Aus
feuchtem Bette wieder auf. Ging er im
Weine nur wie jezt im Waßer
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Wie es war und ist

Der Herzen gibts nicht mehr in unsern
Tagen, Die voll Gefühl auf Erden weit
und breit Mit keinem Wunsch als nach der
Einen fragen, Der sie sich ganz und
lebenslang geweiht; Gern jedem G
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Zwei Seestücke - 2. Suschen

Der Ozean stieg schaurig Vom Sturmwind
aufgeschreckt. Da seufzte Suschen
traurig, Am Felsenbach gestreckt. Ihr
Auge weithin spähend Durchflog den
Wogendrang, Indes die Stirn
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Lied

Des Morgens wache Königin Hört schon
mein frühes Lied; Sie weiß wie
liebevoll ich bin Und wie die Spröde
flieht. Und Phoebus von dem ersten
Strahl Bis er zur Ruhe
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Lied

Des Morgens wache Königin Hört schon
mein frühes Lied; Sie weiß wie
liebevoll ich bin Und wie die Spröde
flieht. Und Phoebus von dem ersten
Strahl Bis er zur Ruhe geht
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Auf einen Hexametristen

Des niedern Fluges Feind, des armen Reimes Haßer
Fliegt dunkel schwülstig in die Höh
Sein Lied. - Es schimmert wie der Schnee,
Doch löse beide auf, was bleibet übrig? - Waßer.
Der trinkende Bauer

Des Schulzen kichernde Hanne Neckt nur
und spottet der Kanne, Die gegenüber
mir steht. Wie knapp auch immer sie
geht, Ich laße, mag sie sich
brüsten, Mich ihrer traun! nicht gel
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Penelope

Die List Penelopens des frommen Weibchens lebe!
Um ihre Tugend her zog sie ein Schutzgewebe;
Doch das was sie bei Tage gut gemacht,
Verdarb sie wieder bei der Nacht.
Auf einen Palast mit Statuen

Die Mauern sind dick, die Diener sind dünn,
Die Götter draußen, der Teufel drin.
Das Magisterexamen

Die Zier der Universität, Ob an der
Sal`, ob an der Leine? Trat aus der
Weisheit Lorbeerhaine Vor eine weise
Fakultät, Daß sie sein Geld gehörig
wäge Und zum Magister dan
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Das Magisterexamen

Die Zier der Universität, Ob an der
Sal`, ob an der Leine? Trat aus der
Weisheit Lorbeerhaine Vor eine weise
Fakultät, Daß sie sein Geld gehörig
wäge Und zum Magister dann ihn
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Richtet nicht

Du gehst sehr ordentlich zu Kirch und
Abendmahl; Er etwa dann und wann
einmal. Du wartest des Gesangs, des
Lesens und Gebets; Er seiner Pflicht
und Arbeit stets. Du hörest,
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Richtet nicht

Du gehst sehr ordentlich zu Kirch und
Abendmahl; Er etwa dann und wann
einmal. Du wartest des Gesangs, des
Lesens und Gebets; Er seiner Pflicht und
Arbeit stets. Du hörest, denks
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Der Galgen

Ein Kaufmann, welchen Lug und Trug Und
gutes Glück zum Ritter schlug, Ließ
einen Galgen jüngst auf seinen Gütern
bauen Und stand mit stolzem Blick, der
Arbeit zuzuschauen. »O we
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Der Galgen

Ein Kaufmann, welchen Lug und Trug Und
gutes Glück zum Ritter schlug, Ließ
einen Galgen jüngst auf seinen Gütern
bauen Und stand mit stolzem Blick, der
Arbeit zuzuschauen. »O welche
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Das Vergnügen

Ein zartes Kind ist das Vergnügen, Das
man umarmt und niemals frägt, Obs
Ähnlichkeit in Aug` und Zügen Mit
Vater oder Mutter trägt. Woher
entsproßen? wo geboren? Stets
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Die Eine

Eine holde kenn` ich, Eine (Weiter auf
der ganzen Welt Giebt es solcher Frauen
keine!) Die gefangen nimmt und hält Was
vor Augen ihr sich stellt. Glänztest du
in Silberhaaren,
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Die Wittwe

Eine Romanze Dem Herrn Kanonikus Gleim
gewidmet. »Grausamer Tod für feige
Seelen, Dich fleh ich an! Zu früh
kannst du mich nicht vermählen Mit
meinem Mann.
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Die Wittwe

Eine Romanze Dem Herrn Kanonikus Gleim
gewidmet. »Grausamer Tod für feige
Seelen, Dich fleh ich an! Zu früh
kannst du mich nicht vermählen Mit
meinem Mann.
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Der Unentschiedene

Einen Zauber in dem Klang Ihrer Stimme
hat Filinde, Daß ich immer nur mit
Zwang Mich dem süßen Ton
entwinde. Einen Zauber in dem
Blick Ihrer Augen hat Agathe,
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Der Unentschiedene

Einen Zauber in dem Klang Ihrer Stimme
hat Filinde, Daß ich immer nur mit
Zwang Mich dem süßen Ton
entwinde. Einen Zauber in dem
Blick Ihrer Augen hat Agathe, Daß
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Standesmäßig

Einst reist ich durch ein Städtchen
fein. Ein schöner Morgen. Die Uhr
schlug neun. Das Städtchen fein wolt
ich besehn, Hub an Straß auf Straß ab
zu gehn. Arbeitsam lärmt der ga
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Standesmäßig

Einst reist ich durch ein Städtchen
fein. Ein schöner Morgen. Die Uhr
schlug neun. Das Städtchen fein wolt
ich besehn, Hub an Straß auf Straß ab
zu gehn. Arbeitsam lärmt der ganze
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Die Gewißenhafte A.

Er plaget mich, ich soll ihn
küssen. Nein, nein! das würd ich
theuer büßen, Denn Mutter sagt, ich
solls nicht thun. Verbeut ihm seine
nichts, ei nun! So kann er mich ja
küssen!
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Schlegels Grabschrift

Er starb der Genius vom tragischen Cothurne.
Noch liegt Melpomene gebückt auf seiner Urne,
Giebt ihren Lieblingen nur selten einen Blick
Und denkt an Schlegeln stets zurück.
Nänie

Ergo Quinctilium perpetuus sopor Urguet?
cui pudor et justitiae soror, Incorrupta
fides, nudaque veritas Quando ullum
inveniet parem? Horat. od. I. 24,
5-8. St
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Andragoras

Fröhlich schmauste mit uns Andragoras,
fröhlich auch wünscht er Gute Nacht,
und früh fand man im Lager ihn
todt. Was so schnell ihn getödtet, den
blühenden Jüngling, das fragst
Du? Freu
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Zwei Seestücke - 1. Wilhelm

Getakelt lag das Schiff am Port, Die
Wimpel floßen roth im
Winde. Schwarzäugig Suschen kam an
Bord: »O sagt mir, wo ich Wilhelm
finde! Ihr weidlichen Matrosen, sagt mir
wahr: Ge
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Des Seemanns Zechlied

Gewähre mir Bacchus Preiswürdig und
hehr Des Weines nicht Tonnen, Ein
völliges Meer! Im Weinozeane Bemannen
ein Schiff Mir Brüder, wie Lust
hier Zusammen sie rief.
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Der sterbende Landjunker

Gott tröste Sie, gestrenger
Herr! Sprach jüngst des Dorfes
Prediger, Und weihe Sie nach solchem
Leid Zum Bürger seiner
Herrlichkeit! »Zum Bürger? was?«
fing jener an: »
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Der sterbende Landjunker

Gott tröste Sie, gestrenger
Herr! Sprach jüngst des Dorfes
Prediger, Und weihe Sie nach solchem
Leid Zum Bürger seiner
Herrlichkeit! »Zum Bürger? was?« fing
jener an: »Ich b
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Verschwiegenheit B.

Grabe, wems behagt, der Rinde Der
Geliebten Namen ein; Welcher Hirtin ich
empfinde, Flüstert keine Buch` im
Hain. Unsers Bundes Knoten
schlangen Jahre fester, doch verrieth
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Verschwiegenheit A.

Grabt dem jungen Buchenhaine Eure
Schäferinnen ein; Tief dem Herzen soll
die meine, Schäfer, eingegraben
sein! Voll der süßesten
Gefühle Schlägt mein Busen; doch der
Mund
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Haruns Traum

Harun al Raschid, der Khalif, Verzückt
zur Höll` im bangen Traume, Fand als
sein Blick sie schnell durchlief, In
ihrem matervollsten Raume An eines
Königes die Hand Von einem De
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Aufrichtiges Geständniß

Herr Schlemm verkauft sein Haus, und spricht, er hab es satt.
Natürlich, denn man weiß daß ers gefreßen hat.

Die kluge Wahl A.

Herr Schraper freit um Jungfer Henning
Und Jungfer Hennings baaren Pfenning,
Und altes Silber wählt man nicht
Nach Ansehn sondern nach Gewicht.
Burkens Denkmal

Hier, Wanderer, nach Hader Zank und
Strauß Ruht unser guter Edmund
aus. Sein Geist durch Scharfsinn Witz
und Genius geadelt, Wird kaum zu sehr
gepriesen und getadelt. Sein
allumfaßend
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Schmierax

Hätt ihm sein böser Stern nur wenig Scham geschenkt,
Längst hätte Schmierax sich erhenkt.
Doch einem Hund an Unverschämtheit gleich,
Lebt er und bellt und kriecht sich adelich und reich.
Eselsurtheil

Ich bin, sprach Herr von Pilz, vom
ältesten Geschlechte! Und stemmt an
seinen Wanst die Linke und die
Rechte. Sein Esel warf die Schnauz und
schrie Iha! Ich bin von älterem
Geschlechte,
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Romanze

Ihr Dirnen, die ihr spröde
thut, Schäumt euer jüngferliches
Blut Gleich oft zum
überkochen, Hört, wie in Schönbeck
lästerlich An einem Kammerkätzchen
sich Das sprödet
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Romanze

Ihr Dirnen, die ihr spröde
thut, Schäumt euer jüngferliches
Blut Gleich oft zum überkochen, Hört,
wie in Schönbeck lästerlich An einem
Kammerkätzchen sich Das sprödethun g
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Stoßseufzerlein eines Ehemannes

Ihr Götter schenktet mir ein
Weib Kraft eurer hohen Gnade Zu meines
Lebens Zeitvertreib, Auch war es nicht
mein Schade. Sollt` eure hohe Gnad`
indeß Für sie was be
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Stoßseufzerlein eines Ehemannes

Ihr Götter schenktet mir ein Weib Kraft
eurer hohen Gnade Zu meines Lebens
Zeitvertreib, Auch war es nicht mein
Schade. Sollt` eure hohe Gnad`
indeß Für sie was beßers w
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Die kluge Wahl B.

Ihr stuzt warum der junge Veit
Die alte lahme Jungfer freit?
Der Schönheit wegen kauft man nicht
Alt Silberzeug, bloß nach Gewicht.
Die Schlummernde

Im Gelispel athmet Flöten! Leis
entschlummert sinkt das Haupt Meiner
Freundin, das zu röthen Sich ein
süßer Traum erlaubt, Und von
Maienkühl` umfächelt Liebe hauchet,
Liebe l
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Die Erleichterung

Im Sturme suchte sich der Sünden Zuerst
das Schiffsvolk zu entbinden, Bekannte
sie und hatte schon Vom Priester
Absolution, Als an den zweiten Punct man
dachte, Und was denn zur E
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Morgen und Mittag

In erster Dämmrung aufgegangen Sah ich
an deinen zarten Wangen Der Schönheit
Morgenroth; Und sank allmächtig
hingerißen Und zitternd schon zu
deinen Füßen Und ehrte dein
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Morgen und Mittag

In erster Dämmrung aufgegangen Sah ich
an deinen zarten Wangen Der Schönheit
Morgenroth; Und sank allmächtig
hingerißen Und zitternd schon zu deinen
Füßen Und ehrte dein Gebo
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Der Wein keine Panacee

In jedem Kummer, jedem Schmerz Preist
immerhin den Wein als einen
Wunderthäter, Sagt, er erhellt den
Geist, entführt ihn himmelwärts, Gibt
kranken Seelen Schwung, macht leicht das
Blut w
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Der Wein keine Panacee

In jedem Kummer, jedem Schmerz Preist
immerhin den Wein als einen
Wunderthäter, Sagt, er erhellt den
Geist, entführt ihn himmelwärts, Gibt
kranken Seelen Schwung, macht leicht das
Blut wie
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Das Mädchen von dreizehn

Jung bin ich und unerfahren, Wie man
fangen und bewahren Und der losen
Ränke voll Weilen nun, dann fliehen
soll. Noch kann ich mich nicht
verstellen, Weiß mit Blicke
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Das Mädchen von dreizehn

Jung bin ich und unerfahren, Wie man
fangen und bewahren Und der losen Ränke
voll Weilen nun, dann fliehen
soll. Noch kann ich mich nicht
verstellen, Weiß mit Blicken trü
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Nicht für Einen

Jung und hold und sanft und
fröhlich Tanzte, spielte sie und
selig Pries sich jeder, der sie
sah, Jeder stand voll Liebe da. Aber
keine Hoffnung scheinen Sah ich mir und
irrt
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Nicht für Einen

Jung und hold und sanft und
fröhlich Tanzte, spielte sie und
selig Pries sich jeder, der sie
sah, Jeder stand voll Liebe da. Aber
keine Hoffnung scheinen Sah ich mir und
irrt` in
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An Daphne

Kannst du den Schimmer deiner Stadt Mit
mir, o meine Daphne, fliehen? Aus
Sälen voller Prunk und Staat In eine
kleine Hütte ziehen? Kannst du für
Thorenlob zu groß Der eit
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An Daphne

Kannst du den Schimmer deiner Stadt Mit
mir, o meine Daphne, fliehen? Aus Sälen
voller Prunk und Staat In eine kleine
Hütte ziehen? Kannst du für Thorenlob
zu groß Der eitlen Z
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An die Gräfin Julie Reventlow geb. Schimmelmann

Kopenhagen, 16. August 1780. Nicht
Menschen nur, Du lenkst auch Götter, O
Julia, und Wind und Wetter! Mit
holdem Zauberlicht umgoßen War schon
ein Mond bei Dir verf
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An die Gräfin Julie Reventlow geb. Schimmelmann

Kopenhagen, 16. August 1780. Nicht
Menschen nur, Du lenkst auch Götter, O
Julia, und Wind und Wetter! Mit holdem
Zauberlicht umgoßen War schon ein Mond
bei Dir ver
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Tafellied

Kränzt, edler Lust Gleich edel lieb zu
kosen, Kränzt Haar und Brust Mit
ihren jüngsten Rosen! Menschlicher
Frühling, schön und kurz, Tropfet
Genuß nur auf Tage; F
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Tafellied

Kränzt, edler Lust Gleich edel lieb zu
kosen, Kränzt Haar und Brust Mit ihren
jüngsten Rosen! Menschlicher Frühling,
schön und kurz, Tropfet Genuß nur auf
Tage; Fliehen
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Leser oder Kritiker

Lied gefällt, was Meister Feil auch spreche.
Für Gäste kocht ich zu: was kümmern mich die Köche?
In des Königs Namen

Man warb ihn mit Gewalt und riß ihn
von Dem jungen Weib und lieben
Sohn Zum blut- und thränenvollen
Frohn. Man zwang ihn zur
Kapitulation Auf sieben Jahr. Die hat
er treu gedient
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In des Königs Namen

Man warb ihn mit Gewalt und riß ihn
von Dem jungen Weib und lieben Sohn Zum
blut- und thränenvollen Frohn. Man
zwang ihn zur Kapitulation Auf sieben
Jahr. Die hat er treu gedient
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Mein Barbier

Mein Herr Barbier hat eigne Gaben:
Er thut so gravitätisch langsam schaben,
Daß während er zur linken ist,
Der Bart zur rechten wieder sprießt.
Agathe

Mein ist der Sieg! Agathe liebet mich,
Sie war zu schwach bei unserm Streite.
Wir waren ganz allein: Gott Amor, sie und ich,
Und Amor war auf meiner Seite.
Vergleichung

Mein Mädchen, meine Uhr,
Worin vergleich ich die? -
Die zeigt die Stunden an,
Bei der vergeß ich sie.
Minette

Minettens helle Blicke
fodern Gebietrisch auf zur
Huldigung, Sie reizet, lockt, hat nie
genug, Als bis ihr aller Herzen
lodern. Ihr Witz, der wie das Auge
glüht, Nur Blitze schie
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An die Gräfin Caroline von Baudissin geb. Gr. Sch

Mit einem Blumenkranze. In süßern
heiligern entzückensvollern
Stunden Hat Liebe Dir den Kranz
gewunden: Doch du verschmähest auch
den Kranz der Freundschaft nicht, In
wel
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An die Gräfin Caroline von Baudissin geb. Gr. Sch

Mit einem Blumenkranze. In süßern
heiligern entzückensvollern Stunden Hat
Liebe Dir den Kranz gewunden: Doch du
verschmähest auch den Kranz der
Freundschaft nicht, In welchen
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An die Freude

Must du, sagt ich zu der Freude, Must
du denn so flüchtig seyn? Du
entfliehst zu unserm Leide! Holt man
dich nur eben ein? »Alles ist auf
Erden nichtig,« Sprach sie
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An die Freude

Must du, sagt ich zu der Freude, Must du
denn so flüchtig seyn? Du entfliehst zu
unserm Leide! Holt man dich nur eben
ein? »Alles ist auf Erden
nichtig,« Sprach sie: »Es
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Der Vetter

O der verwünschte böse Vetter! Kaum
geben mir die guten Götter Den Anblick
meiner Sylvia, So ist auch gleich der
Vetter da. Zum Unglück mußte der auf
Erden Just meiner Sc
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Der Vetter

O der verwünschte böse Vetter! Kaum
geben mir die guten Götter Den Anblick
meiner Sylvia, So ist auch gleich der
Vetter da. Zum Unglück mußte der auf
Erden Just meiner Schöne
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Die Zeche

Ob laut an uns der Grämler
Zunft Entbehrte Freuden räche, Und viel
von Weisheit spreche Die alles
meisternde Vernunft, Doch juble bis zur
Wiederkunft Des Tages unsre Zeche!
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Der Originaldichter

Original? Original? Potz Daus! -
Doch nicht fürs Narrenhaus?
Auf Herrn Kakadu den Alterthumskenner

Potz! sprach die Zeit zu Kakadu,
Was ich vergeße, lernest Du!
Druckfehler

Rolf, rüge doch des Setzers Fehler nicht!
Druckfehler ist dein ganz Gedicht.
Das Schlachtfeld

Sanft schläft der Helden Schaar, die
hier zur Ruhe sank; Es segnet Ihre Gruft
des Vaterlandes Dank. So oft der Lenz
mit Thau bethränet Ihr heiliges Gebein
verschönet, Entblüht mehr A
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Der Himmel

Sechs Fromme von verschiedner
Innung Doch gleich unsträflicher
Gesinnung Begegnen, wo nicht Zeit noch
Raum Mehr engt, sich - an des Himmels
Saum. Schnell blizt der Eingang aufges
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Liebeslaune

Sie liebte mich die wunderholde
Braune, Und mich umgab was Glück nur
heißen mag. Sie liebte mich, das war
nun ihre Laune, Doch Laune nur für
einen Frühlingstag. Mit andern bal
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Als sie Blindekuh spielte

So gern er auch verborgen bliebe,
Entzückt dein Reiz doch jedermann.
Verbunden siehet man dich für den Gott der Liebe,
Mit offnen Augen izt für seine Mutter an.
An ein Mädchen das in der Kirche plauderte

So sehr dich Jugend, Reiz, Witz und Verstand erheben,
So ziemt das plaudern dir an diesem Orte nicht.
Dorinde, du vergißt, indem dein Mund so spricht,
Daß selbst vor Gott die Engel beben.
Der Irrwisch

Spiele nur immer, gaukelnder
Betrüger, Spiele nur immer deine
leichten Tänze, Flüchtiges Dunstkind,
das des Wandrers Füße Brünstig
heranlockt, Spröde dann fliehet, end
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Der Irrwisch

Spiele nur immer, gaukelnder
Betrüger, Spiele nur immer deine
leichten Tänze, Flüchtiges Dunstkind,
das des Wandrers Füße Brünstig
heranlockt, Spröde dann fliehet,
endlich
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An die Rose

Sprößling einer Thrän`
Aurorens, Oder ob dich Amor schuf, O
vernimm, geweihte Florens, Eines
Herzens leisen Ruf! Schleuß, o Rose!
- Nein, versag` es Meiner Sehnsuc
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An die Rose

Sprößling einer Thrän` Aurorens, Oder
ob dich Amor schuf, O vernimm, geweihte
Florens, Eines Herzens leisen
Ruf! Schleuß, o Rose! - Nein, versag`
es Meiner Sehnsucht Bit
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Verschiedener Stolz

Still, ohne Pracht, doch sicher daß
mans merke, So schreiten Prinz und Dogg
einher in ihrer Stärke. In Seid und
Schellen prunkt, und bellt und flucht
mit Zeter Der Junker und sein Köter.
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Liebe

Süße Liebe! Morgenrosen Athmen reiner
nicht den Duft, Sanfter ihnen
liebzukosen Fächelt Zephyr nicht die
Luft. Voller nicht aus krausem
Laube Reizt den Durst die Nektartrau
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Liebe

Süße Liebe! Morgenrosen Athmen reiner
nicht den Duft, Sanfter ihnen
liebzukosen Fächelt Zephyr nicht die
Luft. Voller nicht aus krausem
Laube Reizt den Durst die Nektartraube,
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Trinklied

Trinkt Brüder der Reben Entflammten
Saft! Er würzet das Leben Und schenkt
uns Kraft. Die Waßertrinker die
keuchen, Sehn wie Gespenster und
Leichen Und werden mit mü
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Trinklied

Trinkt Brüder der Reben Entflammten
Saft! Er würzet das Leben Und schenkt
uns Kraft. Die Waßertrinker die
keuchen, Sehn wie Gespenster und
Leichen Und werden mit mürrisch
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Trinklied [2]

Trinkt und füllt ohn UnterlaßDen
Pokal, den Rosen kränzen,Bis wir gleich
dem Wein im Glas,Gleich des Kranzes
Rosen glänzen!So verachten wollen
wirAlles Gold in Schicht und Scha
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An einen jungen Dichter

Verstecke dich und statt zu fliegen
krieche! So sprach mit Recht ein weiser
alter Grieche, Und traun! der Mann sah
tief in unser Herz. Des Bruders Glück
ist seinem Bruder Schmerz; Stets
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Das Brünnchen der Vergeßenheit

Verzehrt von Schwermuth und von
Liebe Floß immer seufzend, immer
trübe Selindor in ein Brünnchen
hin; Und alle, die zu diesem
kamen, Vergaßen trinkend selbst den
Namen Der
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Das Brünnchen der Vergeßenheit

Verzehrt von Schwermuth und von
Liebe Floß immer seufzend, immer
trübe Selindor in ein Brünnchen
hin; Und alle, die zu diesem
kamen, Vergaßen trinkend selbst den
Namen Der unge
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Cythereens Fest

Von erhabnen Marmorstufen Seiner
Tempelhalle läßt Amor Cythereens
Fest Aus in alle Winde rufen. Musen,
Chariten, Najaden, Was von göttlicher
Natur In Olymp und Meer
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Freundschaft

Von Freundschaft, Chloe, soll ich
singen? Wann gab ein Dichter der sein
Lied? Die um ihr ganzes Recht zu
bringen, Brauchts nur daß man dich
lächeln sieht. Bewundrer hat in
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Freundschaft

Von Freundschaft, Chloe, soll ich
singen? Wann gab ein Dichter der sein
Lied? Die um ihr ganzes Recht zu
bringen, Brauchts nur daß man dich
lächeln sieht. Bewundrer hat in ihrem
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Das Veilchen

Von Moos und Blättern fast erdrückt
Kroch einst der Demut Bild dies Veilchen nah der Erde,
Das für die schönste Brust gepflückt
Aus der vergeßensten der Blumen Stolz nun werde.
Der Schuhknecht

Vor allen Dirnen so flink und so
glatt Lacht mir die lachende Lore. Vor
allen prunkenden Plätzen der
Stadt Prunkt mir der Winkel am
Thore. Des Hofes Dame, wie schmuck sie
sich macht,
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Zu später Lohn

Wann nach des Tages Sorg und Frohne Mich
Abends nun entläßt die Pflicht, Und
ich der Chinarose nicht Und nicht des
Oleanders schone, Die Hand zur stolzen
Anemone Bescheidenes Ver
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Immer Sie

Warest du nicht die Armide, Die den
wackern Reinhold zwang? Tönte dir nicht
der Ovide, Nicht der Gleime
Liebessang? Legtest du in
Rosenbande Nicht des Zephyrs Wankelmut?
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An einen Knicker

Wart, ich werde mich rächen, Freund Lupercus,
Daß Du ohne mich einzuladen schmausest!
Künftig nöthige, fleh und schicke neunmal,
Neunmal werd ich im Zorn - und was denn? - kommen!
Der Säufer an den Vollmond

Warum mein lieber Mond, sieht Er So hoch
und kalt auf mich daher? Doch wol nicht
seiner Völle wegen? O da bin ich ihm
überlegen: Denn Er, mein lieber, weiß
Er wol? Ist Einmal nu
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Molly fehlt

Warum reizt dieser Hain, warum die
schöne Wiese, Die er bekränzt, uns
halb nur? fragen wir. Nicht viel
entbehrt zu einem Paradiese Dies
Lustgebüsch - doch Molly fehlet
hier. De
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An Doris

Was kaum mein Mund und schüchtern wagt,
Ein zärtliches Geständnis, kann Dich kränken?
Wohlan, was mancher Dir ohn` es zu denken sagt,
Will ich ohn es zu sagen denken.
Klein und artig

Was klein ist, das wird artig oft genannt:
Stax hat gewiss recht artigen Verstand.
Dr. Stauz als er Steinbarten las.

Was rast der Mann? Wo bleibt denn das
Verderben Das wir von Adam
erben? Wohlwollen,
Menschenliebe, Geselligkeit und andre
gute Triebe Im Menschen von Natur? Wie
kann der Kerl auf s
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Die trinkende Doris

Wenn Doris trinkt, steht Bachus tief
entzückt, Als wenn zu seinem Ruhm es
wäre. Doch Amor, der indess bescheiden
nieder blickt, Hat ganz allein davon
die Ehre: Denn wenn sie trinkt
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Die trinkende Doris

Wenn Doris trinkt, steht Bachus tief
entzückt, Als wenn zu seinem Ruhm es
wäre. Doch Amor, der indess bescheiden
nieder blickt, Hat ganz allein davon die
Ehre: Denn wenn sie trinkt,
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Gegenliebe

Wenn ich wüßte daß du mich Lieb und
werth ein bischen hieltest Und von dem,
was ich für dich, Nur ein
Hunderttheilchen fühltest; Wenn dein
Danken meinem Gruß Hal
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Gegenliebe

Wenn ich wüßte daß du mich Lieb und
werth ein bischen hieltest Und von dem,
was ich für dich, Nur ein
Hunderttheilchen fühltest; Wenn dein
Danken meinem Gruß Halbes We
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Amor

Wer Amor ist? Er ist ein Kind,
Belinde. Doch unterwerfen diesem
Kinde Der König und der Sclave
sich. Ihm bauen Götter selbst
Altäre, An Reizen übertrift er
dich, Er denkt
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Amor

Wer Amor ist? Er ist ein Kind,
Belinde. Doch unterwerfen diesem
Kinde Der König und der Sclave
sich. Ihm bauen Götter selbst
Altäre, An Reizen übertrift er
dich, Er denkt wie i
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Der Beseßene

Wie Klaus doch zu bedauern ist! Sobald
er etwas kluges liest, Wird er geplagt
von höllischen Dämonen. Sein Herz
wird kalt, sein Auge starrt, Der Geifer
fleußt ihm in den Bart,
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Der Beseßene

Wie Klaus doch zu bedauern ist! Sobald
er etwas kluges liest, Wird er geplagt
von höllischen Dämonen. Sein Herz wird
kalt, sein Auge starrt, Der Geifer
fleußt ihm in den Bart, A
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Der junge Dichter

Wie mach ichs, daß man weit und breit
mich kennet Und wenn ich nicht mehr bin,
noch meinen Namen nennet? Sprach Bav zu
mir. - »Dafür, antwortet ich, Weiß
ich nur einen Rath: eil und erhenk
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Erinnerung

Will die Gegenwart genung Meinem trüben
Sinn nicht lächeln, O so komm mich
anzulächeln Beßrer Zeit
Erinnerung! Führe du, o führe mich In
der Phatansie Gefilde, Und dem
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Aufmunterung zum Trinken

Willst du der Klagen Dich ganz
entschlagen, Trink Wein mein
Sohn! Folgst du der Lehre, Dann eilt,
ich schwöre, Der Gram davon. Beym
vollen Becher Verlac
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Aufmunterung zum Trinken

Willst du der Klagen Dich ganz
entschlagen, Trink Wein mein
Sohn! Folgst du der Lehre, Dann eilt,
ich schwöre, Der Gram davon. Beym
vollen Becher Verlacht der Z
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Die Kinderjahre

Wir waren noch in jenen frohen Tagen Wo
man von keiner Pflicht, Von keiner
Liebe spricht. Man hat sich immer was
zu sagen Und sieht man sich, so
wünscht man weiter nicht.
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Die Kinderjahre

Wir waren noch in jenen frohen Tagen Wo
man von keiner Pflicht, Von keiner Liebe
spricht. Man hat sich immer was zu
sagen Und sieht man sich, so wünscht
man weiter nicht. E
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Weibertreue B.

Wohl aus dem Aug, wohl aus dem Sinn!Das
zeuget meine Nachbarin.Ihr Medor, der
sie ganz mit Seel und Leib
beseßen,Verreist auf vierzehn Tage
nur.Ein andrer kam - und Medor war
vergeßen.
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Hanne und Hannchen

Wohl keine Frau ist ihrem Manne Was du
dem deinen, gute Hanne! Ein Hannchen,
eine Hanne macht In dir ihn glücklich
Tag und Nacht. Will Liebe zu der Hanne
stocken, Das Hannche
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Hanne und Hannchen

Wohl keine Frau ist ihrem Manne Was du
dem deinen, gute Hanne! Ein Hannchen,
eine Hanne macht In dir ihn glücklich
Tag und Nacht. Will Liebe zu der Hanne
stocken, Das Hannchen wei
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An Fontin

Zehntausend Thaler schlägst du baar Zum
Kapitale Jahr für Jahr, Und gleichwohl
immer starren Mutes Thust du für keinen
Schilling gutes? Sei mild, Fontin! Du
hast ja doch Zu lebe
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Auf einen Maler

Zwanzig Söhn` erzeugte der Bildnismaler Diokles.
Unter den Söhnen sogar hat er nicht einen der gleicht.

Die Zerstreuten

Zween tiefsinnige Freunde besprechen
sich, Peter und Otto, Und in Gedanken
krazt Otto den Peter am Arm. Peter fragt
in Gedanken: »Was kratzest Du?«
Kratzend erwidert Otto: Mir juckte der
Arm
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Das Gewitter

»Chloe, siehst du nicht voll
Grausen Dort die Donnerwolken
ziehn? Hörst du nicht die Winde
brausen? Laß, Geliebte, laß uns
fliehn. Wo das breite Dach der
Buchen Eine Zuflu
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Das Gewitter

»Chloe, siehst du nicht voll
Grausen Dort die Donnerwolken
ziehn? Hörst du nicht die Winde
brausen? Laß, Geliebte, laß uns
fliehn. Wo das breite Dach der
Buchen Eine Zuflucht u
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Der Tausch

»Hier sollt ich sie erwarten! Vergaß
sie Schwur und Pflicht? Find ich im
ganzen Garten Eleonoren nicht? Läßt
dieser Schatten Hülle Mich keinen
Fußtritt sehn? Drin
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Der Tausch

»Hier sollt ich sie erwarten! Vergaß
sie Schwur und Pflicht? Find ich im
ganzen Garten Eleonoren nicht? Läßt
dieser Schatten Hülle Mich keinen
Fußtritt sehn? Dringt dur
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