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Gedichte - Heinrich Heine

Lied der Marketenderin

(Aus dem Dreißigjährigen Krieg)

Und die Husaren lieb ich sehr,
Ich liebe sehr dieselben;
Ich liebe sie ohne Unterschied,
Die blauen und die gelben.

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Die Launen der Verliebten

(Eine wahre Geschichte, nach ältern Dokumenten wiedererzähltund aufs neue in schöne deutsche Reime gebracht.)

Der Käfer saß auf dem Zaun, betrübt;
Er hat sich in eine ... weiterlesen


Päan

(Fragment)

Streiche von der Stirn den Lorbeer,
Der zu lang herunterbammelt,
Und vernimm mit freiem Ohr, Beer,
Was dir meine Lippe stammelt.

Ja, nur ... weiterlesen


Unsere Marine

(Nautisches Gedicht)

Wir träumten von einer Flotte jüngst,
Und segelten schon vergnüglich
Hinaus aufs balkenlose Meer,
Der Wind war ganz vorzüglich.

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Hortense IV

(Sie spricht:)

Steht ein Baum im schönen Garten
Und ein Apfel hängt daran,
Und es ringelt sich am Aste
Eine Schlange, und ich kann
Von den süßen ... weiterlesen


Die Wallfahrt nach Kevlaar

1.

Am Fenster stand die Mutter,
Im Bette lag der Sohn.
`Willst du nicht aufstehn, Wilhelm,
Zu schaun die Prozession?`

`Ich bin so krank, o Mutter,
... weiterlesen


In der Fremde

1.

Es treibt dich fort von Ort zu Ort,
Du weißt nicht mal warum;
Im Winde klingt ein sanftes Wort,
Schaust dich verwundert um.

Die Liebe, die dahinten ... weiterlesen


An meine Mutter

1.

Ich bin`s gewohnt, den Kopf recht hoch zu tragen,
Mein Sinn ist auch ein bißchen starr und zähe;
Wenn selbst der König mir ins Antlitz sähe,
Ich würde nicht die ... weiterlesen


Das Sklavenschiff 1

1

Der Superkargo Mynher van Koek
Sitzt rechnend in seiner Kajüte;
Er kalkuliert der Ladung Betrag
Und die probabeln Profite.

»Der Gummi ist gut, ... weiterlesen


Der Wanzerich 1

1

Es saß ein brauner Wanzerich
Auf einem Pfennig und spreizte sich
Wie ein Rentier, und sprach: »Wer Geld hat,
Auch Ehr und Ansehn in der Welt hat.

... weiterlesen


Lobgesänge auf König Ludwig

1

Das ist Herr Ludwig von Bayerland,
Desgleichen gibt es wenig;
Das Volk der Bavaren verehrt in ihm
Den angestammelten König.

Er liebt die Kunst, und die ... weiterlesen


Der Wanzerich 2

2

Das Ungeziefer jeden Lands,
Es bildet eine heilge Allianz;
Zumal die musikalischen Wanzen,
Die Komponisten von schlechten Romanzen,
(Welche, wie ... weiterlesen


Das Sklavenschiff 2

2

Hoch aus dem blauen Himmelszelt
Viel tausend Sterne schauen,
Sehnsüchtig glänzend, groß und klug,
Wie Augen von schönen Frauen.

Sie blicken ... weiterlesen


Zu »Angelique« II

Ach, wie schön bist du, wenn traulich
Dein Gemüt sich mir erschließet,
Und von nobelster Gesinnung
Deine Rede überfließet!

Wenn du mir erzählst, wie immer
... weiterlesen


Allnächtlich im Traume...

Allnächtlich im Traume seh ich dich,
Und sehe dich freundlich grüßen,
Und lautaufweinend stürz ich mich
Zu deinen süßen Füßen.

Du siehst mich an ... weiterlesen


Rhampsenit

Als der König Rhampsenit
Eintrat in die goldne Halle
Seiner Tochter, lachte diese,
Lachten ihre Zofen alle.

Auch die Schwarzen, die Eunuchen,
Stimmten ... weiterlesen


Kalte Herzen

Als ich dich zum ersten Male
In der Welt von Pappe sah,
Spieltest du in Gold und Seide
Shylocks Tochter: Jessica.

Klar und kalt war deine Stimme,
Kalt und ... weiterlesen


Caput XXIII

Als Republik war Hamburg nie
So groß wie Venedig und Florenz,
Doch Hamburg hat bessere Austern; man speist
Die besten im Keller von Lorenz.

Es war ein schöner ... weiterlesen


Deutschland. Ein Wintermärchen, Caput XXIII

Als Republik war Hamburg nie
So groß wie Venedig und Florenz,
Doch Hamburg hat bessere Austern; man speist
Die besten im Keller von Lorenz.

Es war ein schöner ... weiterlesen


Abenddämmerung

Am blassen Meeresstrande
Saß ich gedankenbekümmert und einsam.
Die Sonne neigte sich tiefer, und warf
Glührote Streifen auf das Wasser,
Und die weißen, weiten ... weiterlesen


Spanische Atriden

Am Hubertustag des Jahres
Dreizehnhundert drei und achtzig
Gab der König uns ein Gastmahl
Zu Segovia im Schlosse.

Hofgastmähler sind dieselben
Überall, ... weiterlesen


Fragen

Am Meer, am wüsten, nächtlichen Meer
Steht ein Jüngling-Mann,
Die Brust voll Wehmut, das Haupt voll Zweifel,
Und mit düstern Lippen fragt er die Wogen:
`O löst mir ... weiterlesen


Anfangs wollt ich fast verzagen

Anfangs wollt ich fast verzagen,
Und ich glaubt, ich trüg es nie;
Und ich hab es doch getragen -
Aber fragt mich nur nicht, wie?


Bergidylle - 1

Auf dem Berge steht die Hütte,
Wo der alte Bergmann wohnt;
Dorten rauscht die grüne Tanne,
Und erglänzt der goldne Mond.

In der Hütte steht ein Lehnstuhl,
... weiterlesen


IV

Auf dem Schloßhof zu Canossa
Stand der deutsche Kaiser Heinrich,
In dem Büßerhemd und barfuß,
Und die Nacht war kalt und regnigt.

Aus dem Fensterlein herab ... weiterlesen


Heinrich

Auf dem Schloßhof zu Canossa
Steht der deutsche Kaiser Heinrich,
Barfuß und im Büßerhemde,
Und die Nacht ist kalt und regnicht.

Droben aus dem Fenster lugen
... weiterlesen


Auf den Flügeln des Gesanges ...

Auf den Flügeln des Gesanges,
Herzliebchen, trag’ ich dich fort,
Fort nach den Fluren des Ganges,
Dort weiß ich den schönsten Ort.
Dort liegt ein rotblühender ... weiterlesen


Auf den Flügeln des Gesanges...

Auf den Flügeln des Gesanges,
Herzliebchen, trag` ich dich fort,
Fort nach den Fluren des Ganges,
Dort weiß ich den schönsten Ort.

Dort liegt ein rotblühender ... weiterlesen


Der sterbende Almansor

Auf die schlafende Zuleima
Fallen Tränen, glühend heiße;
Meiner Tränen Flut benetzet
Ihre Hand, die schwanenweiße.

Auf die schlafende Zuleima
Fällt ... weiterlesen


Pferd und Esel

Auf eisernen Schienen, so schnell wie der Blitz,
Dampfwagen und Dampfkutschen
Mit dem schwarzbewimpelten Rauchfangmast
Prasselnd vorüberrutschen.

Der Troß kam ... weiterlesen


Aus einem »Kitty«-Zyklus VIII

Augen, die ich längst vergessen,
Wollen wieder mich verstricken,
Wieder bin ich wie verzaubert
Von des Mädchens sanften Blicken.

Ihre Lippen küssen wieder
... weiterlesen


Aus meinen großen Schmerzen...

Aus meinen großen Schmerzen
Mach ich die kleinen Lieder;
Die heben ihr klingend Gefieder
Und flattern nach ihrem Herzen.

Sie fanden den Weg zur Trauten;
... weiterlesen


Aus meinen Tränen sprießen

Aus meinen Tränen sprießen
Viel blühende Blumen hervor,
Und meine Seufzer werden
Ein Nachtigallenchor.

Und wenn du mich lieb hast, Kindchen,
Schenk ich ... weiterlesen


Bang hat der Pfaff

Bang hat der Pfaff sich in der Kirch verkrochen,
Der Herrschling zittert auf dem morschen Thrönlein,
Auf seinem Haupte wackelt schon sein Krönlein -
Denn Rousseaus Namen hab ... weiterlesen


Festgedicht

Beeren-Meyer, Meyer-Beer!
Welch ein Lärm, was ist der Mär?
Willst du wirklich jetzt gebären
Und den Heiland uns bescheren,
Der verheißen, der versprochen?
... weiterlesen


Jehuda ben Halevy II

Bei den Wassern Babels saßen
Wir und weinten, unsre Harfen
Lehnten an den Trauerweiden -
Kennst du noch das alte Lied?

Kennst du noch die alte Weise,
Die ... weiterlesen


König Langohr I.

Bei der Königswahl, wie sich versteht,
Hatten die Esel die Majorität,
Und es wurde ein Esel zum König gewählt.
Doch hört, was jetzt die Chronik erzählt:

Der ... weiterlesen


Gott gab uns nur einen Mund

Beine hat uns zwei gegeben
Gott der Herr, um fortzustreben,
wollte nicht, dass an der Scholle
unsre Menschheit kleben solle.
Um ein Stillstandsknecht zu sein,
genügte ... weiterlesen


Berg und Burgen schaun herunter

Berg und Burgen schaun herunter
In den spiegelhellen Rhein,
Und mein Schiffchen segelt munter,
Rings umglänzt von Sonnenschein.

Ruhig seh ich zu dem Spiele
... weiterlesen


Berlin

Berlin! Berlin! du großes Jammertal,
Bei dir ist nichts zu finden als lauter Angst und QuaL
Der Offizier ist hitzig, der Zorn und der ist groß:
Miserabel ist das Leben, das man ... weiterlesen


Mimi

Bin kein sittsam Bürgerkätzchen,
Nicht im frommen Stübchen spinn ich.
Auf dem Dach, in freier Luft,
Eine freie Katze bin ich.

Wenn ich sommernächtlich ... weiterlesen


Der Ex-Lebendige

Brutus, wo ist dein Cassius,
Der Wächter, der nächtliche Rufer,
Der einst mit dir, im Seelenerguß,
Gewandelt am Seineufer?

Ihr schautet manchmal in die Höh,
... weiterlesen


Deutschland. Ein Wintermärchen

Caput I

Im traurigen Monat November war`s,
Die Tage wurden trüber,
Der Wind riß von den Bäumen das Laub,
Da reist ich nach Deutschland hinüber.

Und als ... weiterlesen


Zwei Ritter

Crapülinski und Waschlapski,
Polen aus der Polackei,
Fochten für die Freiheit, gegen
Moskowiter-Tyrannei.

Fochten tapfer und entkamen
Endlich glücklich ... weiterlesen


Das Fräulein stand am Meere

Das Fräulein stand am Meere
Und seufzte lang und bang,
Es rührte sie so sehre
Der Sonnenuntergang.

`Mein Fräulein! Sein Sie munter,
Das ist ein altes ... weiterlesen


Romanzero - Lamentationen

Das Glück ist eine leichte Dirne,
Und weilt nicht gern am selben Ort;
Sie streicht das Haar dir von der Stirne
Und küßt dich rasch und flattert fort.

Frau ... weiterlesen


Lamentationen

Das Glück ist eine leichte Dirne
Und weilt nicht gern am selben Ort;
Sie streicht das Haar dir von der Stirne,
Und küßt dich rasch und flattert fort.
Frau Unglück hat ... weiterlesen


Lamentationen

Das Glück ist eine leichte Dirne
Und weilt nicht gern am selben Ort;
Sie streicht das Haar dir von der Stirne,
Und küßt dich rasch und flattert fort.

Frau Unglück ... weiterlesen


Aus einem »Kitty«-Zyklus VI

Das Glück, das gestern mich geküßt,
Ist heute schon zerronnen,
Und treue Liebe hab ich nie
Auf lange Zeit gewonnen.

Die Neugier hat wohl manches Weib
... weiterlesen


Das Herz ist mir bedrückt

Das Herz ist mir bedrückt, und sehnlich
Gedenke ich der alten Zeit;
Die Welt war damals noch so wöhnlich,
Und ruhig lebten hin die Leut.

Doch jetzt ist alles wie ... weiterlesen


Caput XI

Das ist der Teutoburger Wald,
Den Tacitus beschrieben,
Das ist der klassische Morast,
Wo Varus steckengeblieben.

Hier schlug ihn der Cheruskerfürst,
Der ... weiterlesen


Deutschland. Ein Wintermärchen, Caput XI

Das ist der Teutoburger Wald,
Den Tacitus beschrieben,
Das ist der klassische Morast,
Wo Varus steckengeblieben.

Hier schlug ihn der Cheruskerfürst,
Der ... weiterlesen


Frühlingsfeier

Das ist des Frühlings traurige Lust!
Die blühenden Mädchen, die wilde Schar,
Sie stürmen dahin, mit flatterndem Haar
Und Jammergeheul und entblößter Brust: –
`Adonis! ... weiterlesen


Das macht den Menschen glücklich

Das macht den Menschen glücklich,
Das macht den Menschen matt,
Wenn er drei sehr schöne Geliebte
Und nur zwei Beine hat.

Der einen lauf ich des Morgens,
... weiterlesen


Das Meer erglänzte weit hinaus

Das Meer erglänzte weit hinaus
Im letzten Abendscheine;
Wir saßen am einsamen Fischerhaus,
Wir saßen stumm und alleine.

Der Nebel stieg, das Wasser schwoll,
... weiterlesen


Caput XVI

Das Stoßen des Wagens weckte mich auf,
Doch sanken die Augenlider
Bald wieder zu, und ich entschlief
Und träumte vom Rotbart wieder.

Ging wieder schwatzend mit ... weiterlesen


Deutschland. Ein Wintermärchen, Caput XVI

Das Stoßen des Wagens weckte mich auf,
Doch sanken die Augenlider
Bald wieder zu, und ich entschlief
Und träumte vom Rotbart wieder.

Ging wieder schwatzend mit ... weiterlesen


Citronia

Das war in jener Kinderzeit,
Als ich noch trug ein Flügelkleid
Und in die Kinderschule ging,
Wo ich das Abc anfing -
Ich war das einzge kleine Bübchen
In jenem ... weiterlesen


Der Philanthrop

Das waren zwei liebe Geschwister,
Die Schwester war arm, der Bruder war reich.
Zum Reichen sprach die Arme:
Gib mir ein Stückchen Brot.

Zur Armen sprach der ... weiterlesen


Dass du mich liebst

Dass du mich liebst, das wusst ich,
ich hatte es längst entdeckt;
doch als du mir gestanden,
hat es mich tief erschreckt.

Ich stieg wohl auf die Berge
... weiterlesen


Anno 1829

Daß ich bequem verbluten kann,
Gebt mir ein edles, weites Feld!
Oh, laßt mich nicht ersticken hier
In dieser engen Krämerwelt!

Sie essen gut, sie trinken gut, ... weiterlesen


An J. B. R.

Dein Freundesgruß konnt mir die Brust erschließen,
Die dunkle Herzenskammer mir entriegeln;
Ich bin umfächelt wie von Zauberflügeln,
Und heimatliche Bilder mich ... weiterlesen


Deine weißen Lilienfinger

Deine weißen Lilienfinger,
Könnt ich sie noch einmal küssen,
Und sie drücken an mein Herz,
Und vergehn in stillem Weinen!

Deine klaren Veilchenaugen
Schweben ... weiterlesen


Caput VI

Den Paganini begleitete stets
Ein Spiritus familiaris,
Manchmal als Hund, manchmal in Gestalt
Des seligen Georg Harrys.

Napoleon sah einen roten Mann
Vor ... weiterlesen


Deutschland. Ein Wintermärchen, Caput VI

Den Paganini begleitete stets
Ein Spiritus familiaris,
Manchmal als Hund, manchmal in Gestalt
Des seligen Georg Harrys.

Napoleon sah einen roten Mann
Vor ... weiterlesen


Den Strauß, den mir Mathilde band

Den Strauß, den mir Mathilde band
Und lächelnd brachte, mit bittender Hand
Weis ich ihn ab - Nicht ohne Grauen
Kann ich die blühenden Blumen schauen.

Sie sagen ... weiterlesen


Aus einem »Kitty«-Zyklus I

Den Tag den hab ich so himmlisch verbracht,
Den Abend verbracht ich so göttlich,
Der Wein war gut und Kitty war schön,
Und das Herz war unersättlich.

Die roten ... weiterlesen


Nachtgedanken

Denk ich an Deutschland in der Nacht,
Dann bin ich um den Schlaf gebracht,
Ich kann nicht mehr die Augen schließen,
Und meine heißen Tränen fließen.

Die Jahre ... weiterlesen


Schlachtfeld bei Hastings

Der Abt von Waltham seufzte tief,
Als er die Kunde vernommen,
Daß König Harold elendiglich
Bei Hastings umgekommen.

Zwei Mönche, Asgod und Ailrik genannt,
... weiterlesen


Der Brief, den du geschrieben,...

Der Brief, den du geschrieben,
Er macht mich gar nicht bang;
Du willst mich nicht mehr lieben,
Aber dein Brief ist lang.

Zwölf Seiten, eng und zierlich!
... weiterlesen


Der Brief, den du geschrieben...

Der Brief, den du geschrieben,
er macht mich gar nicht bang;
du willst mich nicht mehr lieben,
aber dein Brief ist lang.

Zwölf Seiten, eng und zierlich!
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Simplizissimus I.

Der eine kann das Unglück nicht,
Der andre nicht das Glück verdauen.
Durch Männerhaß verdirbt der eine,
Der andre durch die Gunst der Frauen.

Als ich dich sah ... weiterlesen


Die Launen der Verliebten

Der Käfer saß auf dem Zaun, betrübt;
Er hat sich in eine Fliege verliebt.

`Du bist, o Fliege meiner Seele,
Die Gattin, die ich auserwähle.

Heirate mich und ... weiterlesen


Der weiße Elefant

Der König von Siam, Mahawasant,
Beherrscht das halbe Indienland,
Zwölf Könge, der große Mogul sogar,
Sind seinem Szepter tributar.

Alljährlich mit ... weiterlesen


Himmelfahrt

Der Leib lag auf der Totenbahr,
Jedoch die arme Seele war,
Entrissen irdischem Getümmel,
Schon auf dem Wege nach dem Himmel.

Dort klopft’ sie an die hohe ... weiterlesen


Götterdämmerung

Der Mai ist da mit seinen goldnen Lichtern
Und seidnen Lüften und gewürzten Düften,
Und freundlich lockt er mit den weißen Blüten,
Und grüßt aus tausend blauen ... weiterlesen


Jammertal

Der Nachtwind durch die Luken pfeift,
Und auf dem Dachstublager
Zwei arme Seelen gebettet sind;
Sie schauen so blaß und mager.

Die eine arme Seele spricht:
... weiterlesen


Jung-Katerverein für Poesie-Musik

Der philharmonische Katerverein
War auf dem Dache versammelt
Heut nacht - doch nicht aus Sinnenbrunst;
Da ward nicht gebuhlt und gerammelt.

Es paßt kein ... weiterlesen


Aus einem »Kitty«-Zyklus V

Der scheidende Sommer

Das gelbe Laub erzittert,
Es fallen die Blätter herab;
Ach! alles was hold und lieblich
Verwelkt und sinkt ins Grab.

Die ... weiterlesen


Der Schmetterling ist in die Rose verliebt

Der Schmetterling ist in die Rose verliebt,
Umflattert sie tausendmal,
Ihn selber aber, goldig zart,
Umflattert der liebende Sonnenstrahl.

Jedoch, in wen ist die ... weiterlesen


Ratcliff

Der Traumgott brachte mich in eine Landschaft,
Wo Trauerweiden mir »Willkommen« winkten
Mit ihren langen, grünen Armen, wo die Blumen
Mit klugen Schwesteraugen still mich ... weiterlesen


Sie erlischt

Der Vorhang fällt, das Stück ist aus,
Und Herrn und Damen gehn nach Haus.
Ob ihnen auch das Stück gefallen?
Ich glaub, ich hörte Beifall schallen.
Ein hochverehrtes ... weiterlesen


Sie erlischt

Der Vorhang fällt, das Stück ist aus,
Und Herrn und Damen gehn nach Haus.
Ob ihnen auch das Stück gefallen?
Ich glaub, ich hörte Beifall schallen.
Ein hochverehrtes ... weiterlesen


Der Weltlauf ists

Der Weltlauf ists: den Würdgen sieht man hudeln,
Der Ernste wird bespöttelt und vexiert,
Der Mutge wird verfolgt von Schnurren, Pudeln,
Und Ich sogar - ich werde konsiliert.
... weiterlesen


Schnapphahn und Schnapphenne

Derweilen auf dem Lotterbette
Mich Lauras Arm umschlang - der Fuchs,
Ihr Herr Gemahl, aus meiner Buchs
Stibitzt er mir die Bankbillette.

Da steh ich nun mit leeren ... weiterlesen


Im Dome

Des Oberkirchners Töchterlein
Führt’ mich in die heiligen Hallen;
Ihr Haar war blond, ihr Wuchs war klein,
Ihr Tuch vom Halse gefallen.

Ich sah für einiger ... weiterlesen


Das Hohelied

Des Weibes Leib ist ein Gedicht,
Das Gott der Herr geschrieben
Ins große Stammbuch der Natur,
Als ihn der Geist getrieben.

Ja, günstig war die Stunde ihm,
... weiterlesen


Das Hohelied

Des Weibes Leib ist ein Gedicht,
Das Gott der Herr geschrieben
Ins große Stammbuch der Natur,
Als ihn der Geist getrieben.

Ja, günstig war die Stunde ihm,
... weiterlesen


Die Tendenz

Deutscher Sänger! Sing und preise
Deutsche Freiheit, daß dein Lied
Unsrer Seelen sich bemeistre
Und zu Taten uns begeistre,
In Marseillerhymnenweise.

Girre ... weiterlesen


Deutschland!

Deutschland ist noch ein kleines Kind,
Doch die Sonne ist seine Amme;
Sie säugt es nicht mit stiller Milch,
Sie säugt es mit wilder Flamme.

Bei solcher Nahrung ... weiterlesen


Deutschland

Deutschlands Ruhm will ich besingen.
Höret meinen schönsten Sang!
Höher will mein Geist sich schwingen,
Mich durchbebet Wonnedrang.

Vor mir liegt das Buch der ... weiterlesen


Dich fesselt mein Gedankenbann

Dich fesselt mein Gedankenbann,
Und was ich dachte, was ich sann,
Das mußt du denken, mußt du sinnen -
Kannst meinem Geiste nicht entrinnen.

Ein gar subtiler ... weiterlesen


Caput X

Dicht hinter Hagen ward es Nacht,
Und ich fühlte in den Gedärmen
Ein seltsames Frösteln. Ich konnte mich erst
Zu Unna, im Wirtshaus, erwärmen.

Ein hübsches ... weiterlesen


Deutschland. Ein Wintermärchen, Caput X

Dicht hinter Hagen ward es Nacht,
Und ich fühlte in den Gedärmen
Ein seltsames Frösteln. Ich konnte mich erst
Zu Unna, im Wirtshaus, erwärmen.

Ein hübsches ... weiterlesen


Die alten, bösen Lieder,...

Die alten, bösen Lieder,
Die Träume schlimm und arg,
Die laßt uns jetzt begraben,
Holt einen grossen Sarg.

Hinein leg ich gar Manches,
Doch sag ich noch ... weiterlesen


Leib und Seele

Die arme Seele spricht zum Leibe:
Ich laß nicht ab von dir, ich bleibe
Bei dir - Ich will mit dir versinken
In Tod und Nacht, Vernichtung trinken!
Du warst ja stets mein ... weiterlesen


Minnegruß

Die du bist so schön und rein,
Wunnevolles Magedein,
Deinem Dienste ganz allein
Möcht ich wohl mein Leben weihn.

Deine süßen Äugelein
Glänzen mild wie ... weiterlesen


Die Eule studierte Pandekten

Die Eule studierte Pandekten,
Kanonisches Recht und die Glossa,
Und als sie kam nach Welschland,
Sie frug: Wo liegt Canossa?

Die alten, matten Raben
Sie ... weiterlesen


Die Flaschen sind leer

Die Flaschen sind leer, das Frühstück war gut,
Die Dämchen sind rosig erhitzet;
Sie lüften das Mieder mit Übermut,
Ich glaube sie sind bespitzet.

Die Schulter ... weiterlesen


Die Wahl-Esel

Die Freiheit hat man satt am End,
Und die Republik der Tiere
Begehrte, daß ein einzger Regent
Sie absolut regiere.

Jedwede Tiergattung versammelte sich,
... weiterlesen


Die Wahlesel

Die Freiheit hat man satt am End,
und die Republik der Tiere
begehrte, dass ein einziger Regent
sie absolut regiere.

Jedwede Tiergattung versammelte sich,
... weiterlesen


Im Mai

Die Freunde, die ich geküßt und geliebt,
Die haben das Schlimmste an mir verübt.
Mein Herze bricht; doch droben die Sonne,
Lachend begrüßt sie den Monat der Wonne.
... weiterlesen


Zum Lazarus 9

Die Gestalt der wahren Sphinx
Weicht nicht ab von der des Weibes;
Faselei ist jener Zusatz
Des betatzten Löwenleibes.

Todesdunkel ist das Rätsel
Dieser ... weiterlesen


Sonnenuntergang

Die glühend rote Sonne steigt
Hinab ins weitaufschauernde,
Silbergraue Weltenmeer;
Luftgebilde, rosig angehaucht,
Wallen ihr nach; und gegenüber,
Aus herbstlich ... weiterlesen


Sonnenuntergang

Die glühend rote Sonne steigt
Hinab ins weitaufschauernde,
Silbergraue Weltenmeer;
Luftgebilde, rosig angehaucht,
Wallen ihr nach; und gegenüber,
Aus herbstlich ... weiterlesen


Seekrankheit

Die grauen Nachmittagswolken
Senken sich tiefer hinab auf das Meer,
Das ihnen dunkel entgegensteigt,
Und zwischendurch jagt das Schiff.
Seekrank sitz ich noch immer am ... weiterlesen


Seekrankheit

Die grauen Nachmittagswolken
Senken sich tiefer hinab auf das Meer,
Das ihnen dunkel entgegensteigt,
Und zwischendurch jagt das Schiff.
Seekrank sitz ich noch immer am ... weiterlesen


Caput XXV

Die Göttin hat mir Tee gekocht
Und Rum hineingegossen;
Sie selber aber hat den Rum
Ganz ohne Tee genossen.

An meine Schulter lehnte sie
Ihr Haupt (die ... weiterlesen


Deutschland. Ein Wintermärchen, Caput XXV

Die Göttin hat mir Tee gekocht
Und Rum hineingegossen;
Sie selber aber hat den Rum
Ganz ohne Tee genossen.

An meine Schulter lehnte sie
Ihr Haupt (die ... weiterlesen


Die heiligen drei Könige...

Die heiligen drei Könige aus Morgenland,
sie frugen in jedem Städtchen:
Wo geht der Weg nach Bethlehem,
ihr lieben Buben und Mädchen?

Die jungen und Alten, sie ... weiterlesen


Die Heil`gen Drei Könige

Die Heil`gen Drei Könige aus Morgenland,
sie fragten in jedem Städtchen:
`Wo geht der Weg nach Bethlehem,
ihr lieben Buben und Mädchen?`
Die Jungen und Alten, sie wussten`s ... weiterlesen


Die Jahre kommen und gehen

Die Jahre kommen und gehen,
Geschlechter steigen ins Grab,
Doch nimmer vergeht die Liebe,
Die ich im Herzen hab.

Nur einmal noch möcht ich dich sehen,
Und sinken ... weiterlesen


Die Flucht

Die Meeresfluten blitzen,
Bestrahlt vom Mondenschein.
Im schwanken Kahne sitzen
Zwei Buhlen, die schiffen allein.

»Du wirst ja blaß und blasser,
... weiterlesen


Die Flucht

Die Meeresfluten blitzen,
Bestrahlt vom Mondenschein.
Im schwanken Kahne sitzen
Zwei Buhlen, die schiffen allein.

`Du wirst ja blass und blasser,
... weiterlesen


Belsazar

Die Mitternacht zog näher schon;
In stummer Ruh lag Babylon.

Nur oben in des Königs Schloss,
Da flackert’s, da lärmt des Königs Tross.

Dort oben in ... weiterlesen


Belsatzar

Die Mitternacht zog näher schon;
in stummer Ruh lag Babylon.

Nur oben in des Königs Schloss,
das flackerts, da lärmt des Königs Tross.

Dort oben in dem ... weiterlesen


Zur Notiz

Die Philister, die Beschränkten,
Diese geistig Eingeengten,
Darf man nie und nimmer necken.
Aber weite, kluge Herzen
Wissen stets in unsren Scherzen
Lieb und ... weiterlesen


Lumpentum

Die reichen Leute, die gewinnt
man nur durch platte Schmeichelein -
das Geld ist platt, mein liebes Kind,
und will auch platt geschmeichelt sein.

Das Weihrauchfaß, das ... weiterlesen


An Sie

Die roten Blumen hier und auch die bleichen,
Die einst erblüht aus blutgen Herzenswunden,
Die hab ich nun zum schmucken Strauß verbunden,
Und will ihn Dir, du schöne Herrin, ... weiterlesen


Zu den Reisebildern, erster Teil

Die schönsten Blumen - Leiden und Lieben -
Sind längst aus der Seele herausgeschrieben,
Die wenigen Blümchen, die drin geblieben,
Hat der Lenz nun wieder hervorgetrieben -
... weiterlesen


Caput XIII

Die Sonne ging auf bei Paderborn,
Mit sehr verdroßner Gebärde.
Sie treibt in der Tat ein verdrießlich Geschäft -
Beleuchten die dumme Erde!

Hat sie die eine ... weiterlesen


Deutschland. Ein Wintermärchen, Caput XIII

Die Sonne ging auf bei Paderborn,
Mit sehr verdroßner Gebärde.
Sie treibt in der Tat ein verdrießlich Geschäft -
Beleuchten die dumme Erde!

Hat sie die eine ... weiterlesen


Poseidon

Die Sonnenlichter spielten
Über das weithinrollende Meer;
Fern auf der Reede glänzte das Schiff,
Das mich zur Heimat tragen sollte;
Aber es fehlte an gutem Fahrtwind.
... weiterlesen


Poseidon

Die Sonnenlichter spielten
Über das weithinrollende Meer;
Fern auf der Reede glänzte das Schiff,
Das mich zur Heimat tragen sollte;
Aber es fehlte an gutem Fahrtwind.
... weiterlesen


Caput XXI

Die Stadt, zur Hälfte abgebrannt,
Wird aufgebaut allmählich;
Wie ’n Pudel, der halb geschoren ist,
Sieht Hamburg aus, trübselig.

Gar manche Gassen fehlen ... weiterlesen


Deutschland. Ein Wintermärchen, Caput XXI

Die Stadt, zur Hälfte abgebrannt,
Wird aufgebaut allmählich;
Wie ’n Pudel, der halb geschoren ist,
Sieht Hamburg aus, trübselig.

Gar manche Gassen fehlen ... weiterlesen


Die ungetreue Luise

Die ungetreue Luise,
Sie kam mit sanftem Geflüster.
Da saß der arme Ulrich,
Die Kerzen, die brannten so düster.

Sie koste und sie scherzte,
Sie will ihn ... weiterlesen


Die Wallfahrt nach Kevlaar

Die Wallfahrt nach KevlaarHeinrich Heine
Die Wallfahrt nach Kevlaar

1

Am Fenster stand die Mutter,
Im Bette lag der Sohn
»Willst du nicht aufstehn, ... weiterlesen


Caput XXVI

Die Wangen der Göttin glühten so rot
(Ich glaube, in die Krone
Stieg ihr der Rum), und sie sprach zu mir
In sehr wehmütigem Tone:

`Ich werde alt. Geboren bin ... weiterlesen


Deutschland. Ein Wintermärchen, Caput XXVI

Die Wangen der Göttin glühten so rot
(Ich glaube, in die Krone
Stieg ihr der Rum), und sie sprach zu mir
In sehr wehmütigem Tone:

»Ich werde alt. Geboren bin ... weiterlesen


Fresko-Sonett an Christian S.

Die Welt war mir nur eine Marterkammer,
Wo man mich bei den Füßen aufgehangen
Und mir gezwickt den Leib mit glühnden Zangen
Und eingeklemmt in enger Eisenklammer.

... weiterlesen


Affrontenburg

Die Zeit verfließt, jedoch das Schloß,
Das alte Schloß mit Turm und Zinne
Und seinem blöden Menschenvolk,
Es kommt mir nimmer aus dem Sinne.

Ich sehe stets die ... weiterlesen


K.-Jammer

Diese graue Wolkenschar
Stieg aus einem Meer von Freuden;
Heute muß ich dafür leiden,
Daß ich gestern glücklich war.

Ach, in Wermut hat verkehrt
Sich ... weiterlesen


Vorrede

Diese neue Ausgabe des »Buchs der Lieder« kann
ich dem überrheinischen Publikum nicht zuschicken,
ohne sie mit freundlichen Grüßen in ehrlichster Prosa
zu begleiten. Ich ... weiterlesen


Diese schönen Gliedermassen

Diese schönen Gliedermassen
Kolossaler Weiblichkeit
Sind jetzt, ohne Widerstreit,
Meinen Wünschen überlassen.

Wär ich, leidenschaftentzügelt,
... weiterlesen


Diese schönen Gliedermassen

Diese schönen Gliedermassen
Kolossaler Weiblichkeit
Sind jetzt, ohne Widerstreit,
Meinen Wünschen überlassen.

Wär ich, leidenschaftentzügelt,
Eigenkräftig ... weiterlesen


Vermittlung

Du bist begeistert, du hast Mut -
Auch das ist gut!
Doch kann man mit Begeistrungsschätzen
Nicht die Besonnenheit ersetzen.

Der Feind, ich weiß es, kämpfet ... weiterlesen


Altes Lied

Du bist gestorben und weißt es nicht,
Erloschen ist dein Augenlicht,
Erblichen ist dein rotes Mündchen,
Und du bist tot, mein totes Kindchen.

In einer schaurigen ... weiterlesen


Altes Lied

Du bist gestorben und weißt es nicht,
Erloschen ist dein Augenlicht,
Erblichen ist dein rotes Mündchen,
Und du bist tot, mein totes Kindchen.

In einer schaurigen ... weiterlesen


Minnegruss

Du bist so schön und rein,
Wunnevolles Magedein,
Deinem Dienste ganz allein
Möcht ich wohl mein Leben weihn.
Deine süßen Äugelein
Glänzen mild wie ... weiterlesen


Minnegruss

Du bist so schön und rein,
Wunnevolles Magedein,
Deinem Dienste ganz allein
Möcht ich wohl mein Leben weihn.

Deine süßen Äugelein
Glänzen mild wie ... weiterlesen


Du bist wie eine Blume

Du bist wie eine Blume,
So hold und schön und rein;
Ich schau dich an, und Wehmut
Schleicht mir ins Herz hinein.
Mir ist, als ob ich die Hände
Aufs Haupt dir ... weiterlesen


Du hast Diamanten und Perlen

Du hast Diamanten und Perlen,
Hast alles, was Menschenbegehr
Und hast die schönsten Augen -
Mein Liebchen, was willst Du mehr?

Auf Deine schönen Augen
Hab ich ... weiterlesen


An Eduard G.

Du hast nun Titel, Ämter, Würden, Orden,
Hast Wappenschild mit panaschiertem Helm,
Du bist vielleicht auch Exzellenz geworden -
Für mich jedoch bist du ein armer Schelm.
... weiterlesen


Du Lilje meiner Liebe

Du Lilje meiner Liebe,
Du stehst so träumend am Bach,
Und schaust hinein so trübe,
Und flüsterst Weh und Ach!

»Geh fort mit deinem Gekose!
Ich weiß es, ... weiterlesen


An Heinrich Künzel

Du reißt dich los von braunen Hälsen,
Du fliehst die gallischen Brünetten,
Doch hinter Albions weißen Felsen
Schon harren deiner blonde Ketten!
Leb wohl! Erlaubts die ... weiterlesen


An einen politischen Dichter

Du singst wie einst Tyrtäus sang,
Von Heldenmut beseelet,
Doch hast du schlecht dein Publikum
Und deine Zeit gewählet.

Beifällig horchen sie dir zwar,
... weiterlesen


Du sollst mich liebend umschließen

Du sollst mich liebend umschließen,
Geliebtes, schönes Weib!
Umschling mich mit Armen und Füßen,
Und mit dem geschmeidigen Leib.

*

Gewaltig hat ... weiterlesen


Zum Lazarus 6

Du warst ein blondes Jungfräulein, so artig,
So niedlich und so kühl - vergebens harrt ich
Der Stunde, wo dein Herz sich erschlösse
Und sich daraus Begeisterung ergösse -
... weiterlesen


Die Wahlverlobten

Du weinst und siehst mich an, und meinst,
Daß du ob meinem Elend weinst -
Du weißt nicht, Weib! dir selber gilt
Die Trän, die deinem Aug entquillt.

O, sage mir, ... weiterlesen


Der Ungläubige

Du wirst in meinen Armen ruhn!
Von Wonnen sonder Schranken
Erbebt und schwillt mein ganzes Herz
Bei diesem Zaubergedanken.

Du wirst in meinen Armen ruhn!
... weiterlesen


Epilog (Erfahrung)

Ehmals glaubt ich, alle Küsse,
die ein Weib uns gibt und nimmt,
seien uns, durch Schicksalschlüsse,
schon urzeitlich vorbestimmt.

Küsse nahm ich und ich küßte
... weiterlesen


Caput XV

Ein feiner Regen prickelt herab,
Eiskalt, wie Nähnadelspitzen.
Die Pferde bewegen traurig den Schwanz,
Sie waten im Kot und schwitzen.

Der Postillion stößt in ... weiterlesen


Deutschland. Ein Wintermärchen, Caput XV

Ein feiner Regen prickelt herab,
Eiskalt, wie Nähnadelspitzen.
Die Pferde bewegen traurig den Schwanz,
Sie waten im Kot und schwitzen.

Der Postillion stößt in ... weiterlesen


Caput XIV

Ein feuchter Wind, ein kahles Land,
Die Chaise wackelt im Schlamme;
Doch singt es und klingt es in meinem Gemüt:
`Sonne, du klagende Flamme!`

Das ist der ... weiterlesen


Deutschland. Ein Wintermärchen, Caput XIV

Ein feuchter Wind, ein kahles Land,
Die Chaise wackelt im Schlamme;
Doch singt es und klingt es in meinem Gemüt:
»Sonne, du klagende Flamme!«

Das ist der ... weiterlesen


An Edom!

Ein Jahrtausend schon und länger,
Dulden wir uns brüderlich,
Du, du duldest, daß ich atme,
Daß du rasest, dulde Ich.

Manchmal nur, in dunkeln Zeiten,
Ward dir ... weiterlesen


Ein Jüngling liebt ein Mädchen

Ein Jüngling liebt ein Mädchen,
Die hat einen andern erwählt;
Der andre liebt eine andre,
Und hat sich mit dieser vermählt.

Das Mädchen heiratet aus Ärger
... weiterlesen


Lebensfahrt

Ein Lachen und Singen! Es blitzen und gaukeln
Die Sonnenlichter. Die Wellen schaukeln
Den lustigen Kahn. Ich saß darin
Mit lieben Freunden und leichtem Sinn.

Der ... weiterlesen


Der tugendhafte Hund

Ein Pudel, der mit gutem Fug
Den schönen Namen Brutus trug,
War vielberühmt im ganzen Land
Ob seiner Tugend und seinem Verstand.
Er war ein Muster der Sittlichkeit,
... weiterlesen


Die Bergstimm’

Ein Reiter durch das Bergtal zieht
In traurig stillem Trab
`Ach, zieh ich jetzt wohl in Liebchens Arm
Oder zieh ich ins dunkle Grab?`
Die Bergstimm’ Antwort gab:
... weiterlesen


Ein ungeheurer Kalkfelsen

Ein ungeheurer Kalkfelsen, gleich einem schönen, weißenFrauenbusen, erhebt sich über dem Meere, das verliebte Meerdrängt sich an ihn heran, umspielt und bespritzt ihn neckend,und umschlingt ihn ... weiterlesen


Zum Lazarus 8

Ein Wetterstrahl, beleuchtend plötzlich
Des Abgrunds Nacht, war mir dein Brief;
Er zeigte blendend hell, wie tief
Mein Unglück ist, wie tief entsetzlich.

Selbst ... weiterlesen


Die Audienz

Eine alte Fabel.

Ich laß nicht die Kindlein, wie Pharao,
Ersäufen im Nilstromwasser;
Ich bin auch kein Herodestyrann,
Kein Kinderabschlachtenlasser.

... weiterlesen


Alte Rose

Eine Rosenknospe war
Sie, für die mein Herze glühte;
Doch sie wuchs, und wunderbar
Schoß sie auf in voller Blüte.

Ward die schönste Ros im Land,
Und ... weiterlesen


Alte Rose

Eine Rosenknospe war
Sie, für die mein Herz erglühte;
Doch sie wuchs, und wunderbar
Schoss sie auf zu voller Blüte.

Ward die schönste Ros im Land,
Und ich ... weiterlesen


Eingehüllt in graue Wolken

Eingehüllt in graue Wolken,
Schlafen jetzt die großen Götter,
Und ich höre, wie sie schnarchen,
Und wir haben wildes Wetter.

Wildes Wetter! Sturmeswüten
... weiterlesen


Die Weihe

Einsam in der Waldkapelle,
Vor dem Bild der Himmelsjungfrau,
Lag ein frommer, bleicher Knabe
Demutsvoll dahingesunken.

O Madonna! laß mich ewig
Hier auf ... weiterlesen


Minneklage

Einsam klag ich meine Leiden,
Im vertrauten Schoß der Nacht;
Frohe Menschen muß ich meiden,
Fliehen scheu, wo Freude lacht.

Einsam fließen meine Tränen,
... weiterlesen


Zum Lazarus 4

Einst sah ich viele Blumen blühen
An meinem Weg; jedoch zu faul,
Mich pflückend nieder zu bemühen,
Ritt ich vorbei auf stolzem Gaul.

Jetzt, wo ich todessiech ... weiterlesen


Einst sah ich viele Blumen blühen...

Einst sah ich viele Blumen blühen
An meinem Weg; jedoch zu faul,
Mich pflückend nieder zu bemühen,
Ritt ich vorbei auf stolzem Gaul.

Jetzt, wo ich todessiech ... weiterlesen


Emma, sage mir die Wahrheit

Emma, sage mir die Wahrheit:
Ward ich närrisch durch die Liebe?
Oder ist die Liebe selber
Nur die Folge meiner Narrheit?

Ach, mich quälet, teure Emma,
Außer ... weiterlesen


Aus einem »Kitty«-Zyklus XI

Er ist so herzbeweglich,
Der Brief den sie geschrieben:
Sie werde mich ewig lieben,
Ewig, unendlich, unsäglich.

Sie ennuyiere sich täglich,
Ihr sei die ... weiterlesen


Wünnebergiade 1

Erster Gesang

Holde Muse, gib mir Kunde,
Wie einst hergeschoben kommen
Jenes kugelrunde Schweinchen,
Das da Wünneberg geheißen.

Auf den Iserlohner ... weiterlesen


Der Scheidende

Erstorben ist in meiner Brust
Jedwede weltlich eitle Lust,
Schier ist mir auch erstorben drin
Der Haß des Schlechten, sogar der Sinn
Für eigne wie für fremde Not -
... weiterlesen


Es erklingt wie Liedestöne

Es erklingt wie Liedestöne
Alles, was ich denk und fühl.
Ach! da hat der kleine schöne
Liebesgott die Hand im Spiel.

Der Maestro im Theater
Meines ... weiterlesen


Es faßt mich wieder der alte Mut

Es faßt mich wieder der alte Mut,
Mir ist, als jagt ich zu Rosse,
Und jagte wieder mit liebender Glut
Nach meiner Liebsten Schlosse.

Es faßt mich wieder der alte ... weiterlesen


Orpheisch

Es gab den Dolch in deine Hand
Ein böser Dämon in der bösen Stunde -
Ich weiß nicht, wie der Dämon hieß -
Ich weiß nur, daß vergiftet war die Wunde.

... weiterlesen


Es geht am End

Es geht am End, es ist kein Zweifel,
Der Liebe Glut, sie geht zum Teufel.
Sind wir einmal von ihr befreit,
Beginnt für uns die beßre Zeit,
Das Glück der kühlen ... weiterlesen


Die Wanderratten

Es gibt zwei Sorten Ratten:
Die hungrigen und satten.
Die satten bleiben vergnügt zu Haus,
Die hungrigen aber wandern aus.

Sie wandern viel tausend Meilen,
... weiterlesen


Die Wanderratten

Es gibt zwei Sorten Ratten:
Die hungrigen und satten.
Die satten bleiben vergnügt zu Haus,
Die hungrigen aber wandern aus.
Sie wandern viel tausend Meilen,
Ganz ohne ... weiterlesen


Traum und Leben

Es glühte der Tag, es glühte mein Herz,
Still trug ich mit mir herum den Schmerz.
Und als die Nacht kam, schlich ich fort
Zur blühenden Rose am stillen Ort.

Ich ... weiterlesen


Aus einem »Kitty«-Zyklus X

Es glänzt so schön die sinkende Sonne,
Doch schöner ist deiner Augen Schein.
Das Abendrot und deine Augen,
Sie strahlen mir traurig ins Herz hinein.

Das ... weiterlesen


Es hatte mein Haupt die schwarze Frau...

Es hatte mein Haupt die schwarze Frau
Zärtlich ans Herz geschlossen;
Ach! meine Haare wurden grau,
Wo ihre Tränen geflossen.

Sie küßte mich lahm, sie küßte ... weiterlesen


Zum Lazarus 2

Es hatte mein Haupt die schwarze Frau
Zärtlich ans Herz geschlossen;
Ach! meine Haare wurden grau,
Wo ihre Tränen geflossen.

Sie küßte mich lahm, sie küßte ... weiterlesen


Antwort

Es ist der rechte Weg, den du betreten,
Doch in der Zeit magst du dich weidlich irren;
Das sind nicht Düfte von Muskat and Myrrhen,
Die jüngst aus Deutschland mir verletzend ... weiterlesen


Zu »Clarisse« III

Es kommt der Lenz mit dem Hochzeitgeschenk,
Mit Jubel und Musizieren,
Das Bräutchen und den Bräutigam
Kommt er zu gratulieren.

Er bringt Jasmin und Röselein,
... weiterlesen


Es kommt der Tod

Es kommt der Tod - jetzt will ich sagen,
Was zu verschweigen ewiglich
Mein Stolz gebot: für dich, für dich,
Es hat mein Herz für dich geschlagen!

Der Sarg ist ... weiterlesen


Aus einem »Kitty«-Zyklus VII

Es läuft dahin die Barke,
Wie eine flinke Gemse.
Bald sind wir auf der Themse,
Bald sind wir im Regentsparke.

Da wohnet meine Kitty,
Mein allerliebstes ... weiterlesen


Zum Lazarus 10

Es sitzen am Kreuzweg drei Frauen,
Sie grinsen und spinnen,
Sie seufzen und sinnen;
Sie sind gar häßlich anzuschauen.

Die erste trägt den Rocken,
Sie ... weiterlesen


Die Libelle

Es tanzt die schöne Libelle
Wohl auf des Baches Welle;
Sie tanzt daher, sie tanzt dahin,
Die schimmernde, flimmernde Gauklerin.

Gar mancher junge Käfertor
... weiterlesen


Es träumte mir von einer Sommernacht

Es träumte mir von einer Sommernacht,
Wo bleich, verwittert, in des Mondes Glanze
Bauwerke lagen, Reste alter Pracht,
Ruinen aus der Zeit der Renaissance.

Nur hie ... weiterlesen


Es war ein alter König

Es war ein alter König,
Sein Herz war schwer, sein Haupt war grau;
Der arme alte König,
Er nahm eine junge Frau.

Es war ein schöner Page,
Blond war sein Haupt, ... weiterlesen


Lyrisches Intermezzo - Prolog

Es war mal ein Ritter trübselig und stumm,
Mit hohlen, schneeweißen Wangen;
Er schwankte und schlenderte schlotternd herum,
In dumpfen Träumen befangen.
Er war so ... weiterlesen


Nächtliche Fahrt

Es wogte das Meer, aus dem dunklen Gewölk
Der Halbmond lugte scheu;
Und als wir stiegen in den Kahn,
Wir waren unsrer drei.

Es plätschert’ im Wasser des ... weiterlesen


Es ziehen die brausenden Wellen...

Es ziehen die brausenden Wellen
Wohl nach dem Strand;
Sie schwellen und zerschellen
Wohl auf dem Sand.

Sie kommen groß und kräftig,
Ohn Unterlaß;
... weiterlesen


An Franz v. Z.

Es zieht mich nach Nordland ein goldner Stern;
Ade, mein Bruder, denk mein in der Fern!
Bleib treu, bleib treu der Poesie;
Verlaß das süße Bräutchen nie.
Bewahr in der ... weiterlesen


Aus der Zopfzeit

Fabel

Zu Kassel waren zwei Ratten,
Die nichts zu essen hatten.

Sie sahen sich lange hungrig an;
Die eine Ratte zu wispern begann:

»Ich ... weiterlesen


Sterbende

Flogest aus nach Sonn und Glück,
Nackt und schlecht kommst du zurück.
Deutsche Treue, deutsche Hemde,
Die verschleißt man in der Fremde.

Siehst sehr ... weiterlesen


Der Helfer

Frohlockst, Plantagenet, und glaubst,
Daß du die letzte Hoffnung uns raubst,
Weil deine Knechte ein Grabmal fanden,
Worauf der Name »Arthur« gestanden.

Arthur ... weiterlesen


Für eine Grille

Für eine Grille - keckes Wagen! -
Hab ich das Leben eingesetzt;
Und nun das Spiel verloren jetzt,
Mein Herz, du darfst dich nicht beklagen.

Die Sachsen sagen: ... weiterlesen


Zu »Angelique« III

Fürchte nichts, geliebte Seele,
Übersicher bist du hier;
Fürchte nicht, daß man uns stehle,
Ich verriegle schon die Tür.

Wie der Wind auch wütend wehe,
... weiterlesen


Angelique

Fürchte nichts, geliebte Seele,
übersicher bist du hier;
fürchte nicht, dass man uns stehle,
ich verriegle schon die Tür.

Wie der Wind auch wütend wehe,
... weiterlesen


Gaben mir Rat

Gaben mir Rat und gute Lehren,
Überschütteten mich mit Ehren,
Sagten, daß ich nur warten sollt,
Haben mich protegieren gewollt.
Aber bei all ihrem Protegieren
... weiterlesen


Gaben mir Rat

Gaben mir Rat und gute Lehren,
Überschütteten mich mit Ehren,
Sagten, daß ich nur warten sollt,
Haben mich protegieren gewollt.

Aber bei all ihrem Protegieren
... weiterlesen


Ganz entsetzlich ungesund

Ganz entsetzlich ungesund
Ist die Erde, und zugrund,
Ja, zugrund muß alles gehn,
Was hienieden groß und schön.

Sind es alten Wahns Phantasmen,
Die dem ... weiterlesen


Rote Pantoffeln

Gar böse Katze, so alt und grau,
Sie sagte, sie sei eine Schusterfrau;
Auch stand vor ihrem Fenster ein Lädchen,
Worin Pantoffeln für junge Mädchen,
Pantöffelchen von ... weiterlesen


Geleert hab ich

Geleert hab ich nach Herzenswunsch
Der Liebe Kelch, ganz ausgeleert;
Das ist ein Trank, der uns verzehrt
Wie flammenheißer Kognakpunsch.

Da lob ich mir die laue ... weiterlesen


Aus einem »Kitty«-Zyklus III

Geträumtes Glück

Als die junge Rose blühte
Und die Nachtigall gesungen,
Hast du mich geherzt, geküsset,
Und mit Zärtlichkeit umschlungen.

Nun ... weiterlesen


Celimene

Glaube nicht, daß ich aus Dummheit
Dulde deine Teufeleien;
Glaub auch nicht, ich sei ein Herrgott,
Der gewohnt ist zu verzeihen.

Deine Nücken, deine Tücken
... weiterlesen


Im Hafen

Glücklich der Mann, der den Hafen erreicht hat
Und hinter sich ließ das Meer und die Stürme
Und jetzo warm und ruhig sitzt
Im guten Ratskeller zu Bremen.

Wie ... weiterlesen


Im Hafen

Glücklich der Mann, der den Hafen erreicht hat
Und hinter sich ließ das Meer und die Stürme
Und jetzo warm und ruhig sitzt
Im guten Ratskeller zu Bremen.

Wie doch ... weiterlesen


Morphine

Groß ist die Ähnlichkeit der beiden schönen
Jünglingsgestalten, ob der eine gleich
Viel blässer als der andre, auch viel strenger,
Fast möcht ich sagen viel vornehmer ... weiterlesen


Morphine

Groß ist die Ähnlichkeit der beiden schönen
Jünglingsgestalten, ob der eine gleich
Viel blässer als der andre, auch viel strenger,
Fast möcht` ich sagen viel vornehmer ... weiterlesen


Hast du die Lippen mir wund geküßt

Hast du die Lippen mir wund geküßt,
So küsse sie wieder heil,
Und wenn du bis Abend nicht fertig bist,
So hat es auch keine Eil.

Du hast ja noch die ganze ... weiterlesen


Hast du die Lippen mir

Hast du die Lippen mir wundgeküßt,
So küsse sie wieder heil,
Und wenn du bis Abend nicht fertig bist,
So hat es auch keine Eil.

Du hast ja noch die ganze Nacht,
... weiterlesen


Hast du vertrauten Umgang mit Damen

Hast du vertrauten Umgang mit Damen,
Schweig, Freundchen, stille und nenne nie Namen:
Um ihrentwillen, wenn sie fein sind,
Um deinetwillen, wenn sie gemein sind.

Bonn 1820


Weltlauf

Hat man viel, so wird man bald
Noch viel mehr dazu bekommen.
Wer nur wenig hat, dem wird
Auch das wenige genommen.

Wenn du aber gar nichts hast,
Ach, so ... weiterlesen


Weltlauf

Hat man viel, so wird man bald
Noch viel mehr dazu bekommen.
Wer nur wenig hat, dem wird
auch das wenige genommen.

Wenn du aber gar nichts hast,
Ach, so lasse ... weiterlesen


Lebewohl

Hatte wie ein Pelikan
Dich mit eignem Blut getränket,
Und du hast mir jetzt zum Dank
Gall und Wermut eingeschenket.

Böse war es nicht gemeint,
Und so ... weiterlesen


Auf dem Brocken

Heller wird es schon im Osten
Durch der Sonne kleines Glimmen,
Weit und breit die Bergesgipfel
In dem Nebelmeere schwimmen.

Hätt ich Siebenmeilenstiefel,
... weiterlesen


Erklärung

Herangedämmert kam der Abend,
Wilder toste die Flut,
Und ich saß am Strand, und schaute zu
Dem weißen Tanz der Wellen,
Und meine Brust schwoll auf wie das Meer,
... weiterlesen


Erklärung

Herangedämmert kam der Abend,
Wilder toste die Flut,
Und ich saß am Strand, und schaute zu
Dem weißen Tanz der Wellen,
Und meine Brust schwoll auf wie das Meer,
... weiterlesen


Frau Mette

Herr Peter und Bender saßen beim Wein,
Herr Bender sprach: `Ich wette,
Bezwänge dein Singen die ganze Welt,
Doch nimmer bezwingt es Frau Mette.`

Herr Peter sprach: ... weiterlesen


An Georg Herwegh

Herwegh, du eiserne Lerche,
Mit klirrendem Jubel steigst du empor
Zum heilgen Sonnenlichte!
Ward wirklich der Winter zu nichte?
Steht wirklich Deutschland im ... weiterlesen


Herz, mein Herz, sei nicht beklommen

Herz, mein Herz, sei nicht beklommen,
Und ertrage dein Geschick.
Neuer Frühling gibt zurück,
Was der Winter dir genommen.

Und wie viel ist dir geblieben,
... weiterlesen


In Mathildens Stammbuch

Hier, auf gewalzten Lumpen, soll ich
Mit einer Spule von der Gans
Hinkritzeln ernsthaft halb, halb drollig,
Versifizierten Firlefanz -

Ich, der gewohnt mich ... weiterlesen


Himmel grau und wochentäglich

Himmel grau und wochentäglich!
Auch die Stadt ist noch dieselbe!
Und noch immer blöd und kläglich
Spiegelt sie sich in der Elbe.

Lange Nasen, noch langweilig
... weiterlesen


Himmel, grau und wochentäglich!...

Himmel, grau und wochentäglich!
Auch die Stadt ist noch dieselbe!
Und noch immer blöd und kläglich
Spiegelt sie sich in der Elbe.

Lange Nasen, noch ... weiterlesen


Hoch aus dem blauen Himmelszelt...

Hoch aus dem blauen Himmelszelt
Viel tausend Sterne schauen,
Sehnsüchtig glänzend, groß und klug
Wie Augen von schönen Frauen.

Sie blicken hinunter in das ... weiterlesen


Der Schiffbrüchige

Hoffnung und Liebe! Alles zertrümmert!
Und ich selber, gleich einer Leiche,
Die grollend ausgeworfen das Meer,
Lieg ich am Strande,
Am öden, kahlen Strande.
Vor mir ... weiterlesen


Lazarus

I. Weltlauf

Hat man viel, so wird man bald
Noch viel mehr dazu bekommen.
Wer nur wenig hat, dem wird
Auch das Wenige genommen.

Wenn du aber gar ... weiterlesen


Pomare

I

Alle Liebesgötter jauchzen
Mir im Herzen, und Fanfare
Blasen sie und rufen: Heil!
Heil der Königin Pomare!

Jene nicht von Otahaiti -
... weiterlesen


Der Traurige

I

Allen tut es weh im Herzen,
Die den bleichen Knaben sehn,
Dem die Leiden, dem die Schmerzen
Aufs Gesicht geschrieben stehn.

Mitleidvolle Lüfte ... weiterlesen


Unterwelt I

I

Blieb ich doch ein Junggeselle! -
Seufzet Pluto tausendmal -
Jetzt, in meiner Ehstandsqual,
Merk ich, früher ohne Weib
War die Hölle keine Hölle.
... weiterlesen


Der Apollogott

I

Das Kloster ist hoch auf Felsen gebaut,
Der Rhein vorüberrauschet;
Wohl durch das Gitterfenster schaut
Die junge Nonne und lauschet.

Da fährt ... weiterlesen


Yolante und Marie I

I

Diese Damen, sie verstehen,
Wie man Dichter ehren muß:
Gaben mir ein Mittagessen,
Mir und meinem Genius.

Ach! die Suppe war vortrefflich,
... weiterlesen


Diana I

I

Diese schönen Gliedermassen
Kolossaler Weiblichkeit
Sind jetzt, ohne Widerstreit,
Meinen Wünschen überlassen.

Wär ich, ... weiterlesen


Zeitgedichte I

I

Doktrin

Schlage die Trommel und fürchte dich nicht,
Und küsse die Marketenderin!
Das ist die ganze Wissenschaft,
Das ist der Bücher tiefster ... weiterlesen


Hortense I

I

Ehmals glaubt ich, alle Küsse,
Die ein Weib uns gibt und nimmt,
Seien uns, durch Schicksalsschlüsse,
Schon urzeitlich vorbestimmt.

Küsse nahm ... weiterlesen


Katharina I

I

Ein schöner Stern geht auf in meiner Nacht,
Ein Stern, der süßen Trost herniederlacht
Und neues Leben mir verspricht -
O, lüge nicht!

... weiterlesen


Romanzen I

I

Ein Weib

Sie hatten sich beide so herzlich lieb,
Spitzbübin war sie, er war ein Dieb.
Wenn er Schelmenstreiche machte,
Sie warf sich aufs Bett ... weiterlesen


Tragödie I

I

Entflieh mit mir und sei mein Weib,
Und ruh an meinem Herzen aus;
Fern in der Fremde sei mein Herz
Dein Vaterland und Vaterhaus.

Gehst du nicht ... weiterlesen


Emma I

I

Er steht so starr wie ein Baumstamm,
In Hitz und Frost und Wind,
Im Boden wurzelt die Fußzeh,
Die Arme erhoben sind.

So quält sich Bagiratha ... weiterlesen


Der neue Alexander I

I

Es ist ein König in Thule, der trinkt
Champagner, es geht ihm nichts drüber;
Und wenn er seinen Champagner trinkt,
Dann gehen die Augen ihm über.

... weiterlesen


In der Fremde I

I

Es treibt dich fort von Ort zu Ort,
Du weißt nicht mal warum;
Im Winde klingt ein sanftes Wort,
Schaust dich verwundert um.

Die Liebe, die ... weiterlesen


Der Dichter Firdusi

I

Goldne Menschen, Silbermenschen!
Spricht ein Lump von einem Thoman,
Ist die Rede nur von Silber,
Ist gemeint ein Silberthoman.

Doch im Munde eines ... weiterlesen


Der Tannhäuser I

I

Ihr guten Christen, laßt euch nicht
Von Satans List umgarnen!
Ich sing euch das Tannhäuserlied,
Um eure Seelen zu warnen.

Der edle Tannhäuser, ... weiterlesen


Im wunderschönen Monat Mai

I

Im wunderschönen Monat Mai,
  Als alle Knospen sprangen,
  Da ist in meinem Herzen
  Die Liebe aufgegangen.

... weiterlesen


Krönung

I

KrönungIhr Lieder! Ihr meine guten Lieder!
Auf, auf! und wappnet euch!
Laßt die Trompeten klingen,
Und hebt mir auf den Schild
Dies junge Mädchen,
... weiterlesen


Jehuda ben Halevy I

I

Lechzend klebe mir die Zunge
An dem Gaumen, und es welke
Meine rechte Hand, vergäß ich
Jemals dein, Jerusalem -«

Wort und Weise, ... weiterlesen


Zur Ollea I

I

Maultiertum

Dein Vater, wie ein jeder weiß,
Ein Esel leider war der Gute;
Doch deine Mutter, hochgesinnt,
War eine edle Vollblutstute.

... weiterlesen


Mir träumte einst

I

Mir träumte einst von wildem Liebesglühn,
Von hübschen Locken, Myrten und Resede,
Von süßen Lippen und von bittrer Rede,
Von düstrer Lieder düstern ... weiterlesen


Träumereien I

I

Mir träumte von einem schönen Kind,
Sie trug das Haar in Flechten;
Wir saßen unter der grünen Lind,
In blauen Sommernächten.

Wir hatten uns ... weiterlesen


Zum Polterabend I

I

Mit deinen großen, allwissenden Augen
Schaust du mich an, und du hast Recht:
Wie konnten wir zusammen taugen,
Da du so gut, und ich so schlecht!

... weiterlesen


Neuer Frühling I

I

Unterm weißen Baume sitzend,
Hörst du fern die Winde schrillen,
Siehst, wie oben stumme Wolken
Sich in Nebeldecken hüllen;

Siehst, wie unten ... weiterlesen


Friederike I

I

Verlaß Berlin, mit seinem dicken Sande
Und dünnen Tee und überwitzgen Leuten,
Die Gott und Welt, und was sie selbst bedeuten,
Begriffen längst mit Hegelschem ... weiterlesen


Seraphine I

I

Wandl ich in dem Wald des Abends,
In dem träumerischen Wald,
Immer wandelt mir zur Seite
Deine zärtliche Gestalt.

Ist es nicht dein weißer ... weiterlesen


Hymnus

Ich bin das Schwert, ich bin die Flamme.
Ich habe euch erleuchtet in der Dunkelheit, und als die Schiacht begann, focht ich voran, in der ersten Reihe.

Rand um mich her liegen ... weiterlesen


Die Ilse

Ich bin die Prinzessin Ilse,
Und wohne im Ilsenstein;
Komm mit nach meinem Schlosse,
Wir wollen selig sein.

Dein Haupt will ich benetzen
Mit meiner klaren ... weiterlesen


An Jenny

Ich bin nun fünfunddreißig Jahr alt,
Und du bist fünfzehnjährig kaum ...
O Jenny, wenn ich dich betrachte,
Erwacht in mir der alte Traum!

Im Jahre ... weiterlesen


Caput VII

Ich ging nach Haus und schlief, als ob
Die Engel gewiegt mich hätten.
Man ruht in deutschen Betten so weich,
Denn das sind Federbetten.

Wie sehnt ich mich oft ... weiterlesen


Deutschland. Ein Wintermärchen, Caput VII

Ich ging nach Haus und schlief, als ob
Die Engel gewiegt mich hätten.
Man ruht in deutschen Betten so weich,
Denn das sind Federbetten.

Wie sehnt ich mich oft ... weiterlesen


Ich grolle nicht...

Ich grolle nicht, und wenn das Herz auch bricht,
Ewig verlornes Lieb! Ich grolle nicht.
Wie du auch strahlst in Diamantenpracht,
Es fällt kein Strahl in deines Herzens Nacht.
... weiterlesen


Waldeinsamkeit

Ich hab in meinen Jugendtagen
Wohl auf dem Haupt einen Kranz getragen;
Die Blumen glänzten wunderbar,
Ein Zauber in dem Kranze war.

Der schöne Kranz gefiel wohl ... weiterlesen


Zum William Ratcliff 2

Ich habe die süße Liebe gesucht,
Und hab den bittern Haß gefunden,
Ich habe geseufzt, ich habe geflucht,
Ich habe geblutet aus tausend Wunden.

Auch hab ich mich ... weiterlesen


Rückschau

Ich habe gerochen alle Gerüche
In dieser holden Erdenküche;
Was man genießen kann in der Welt,
Das hab ich genossen wie je ein Held!
Hab Kaffee getrunken, hab Kuchen ... weiterlesen


Caput XVII

Ich habe mich mit dem Kaiser gezankt
Im Traum, im Traum versteht sich -
Im wachenden Zustand sprechen wir nicht
Mit Fürsten so widersetzig.

Nur träumend, im ... weiterlesen


Deutschland. Ein Wintermärchen, Caput XVII

Ich habe mich mit dem Kaiser gezankt
Im Traum, im Traum versteht sich -
Im wachenden Zustand sprechen wir nicht
Mit Fürsten so widersetzig.

Nur träumend, im ... weiterlesen


Ich habe verlacht

Ich habe verlacht, bei Tag und bei Nacht,
So Männer wie Frauenzimmer,
Ich habe große Dummheiten gemacht -
Die Klugheit bekam mir noch schlimmer.

Die Magd ward ... weiterlesen


Ich halte ihr die Augen zu

Ich halte ihr die Augen zu
Und küß sie auf den Mund;
Nun läßt sie mich nicht mehr in Ruh,
Sie fragt mich um den Grund.

Von Abend spät bis Morgens fruh,
... weiterlesen


In der Fremde

Ich hatte einst ein schönes Vaterland.
Der Eichenbaum
Wuchs dort so hoch, die Veilchen nickten sanft.
Es war ein Traum.

Das küßte mich auf deutsch und sprach
... weiterlesen


Ich hatte einst ein schönes Vaterland....

Ich hatte einst ein schönes Vaterland.
Der Eichenbaum
Wuchs dort so hoch, die Veilchen nickten sanft.
Es war ein Traum.

Das küßte mich auf deutsch, und sprach ... weiterlesen


Traumbild Nr. 8

Ich kam von meiner Herrin Haus
Und wandelt in Wahnsinn und Mitternachtgraus.
Und wie ich am Kirchhof vorübergehn will,
Da winken die Gräber ernst und still.

Da winkts ... weiterlesen


Ich kann es nicht vergessen

Ich kann es nicht vergessen,
Geliebtes, holdes Weib,
Daß ich dich einst besessen,
Die Seele und den Leib.

Den Leib möcht ich noch haben,
Den Leib so zart und ... weiterlesen


Ich liebe solche weiße Glieder

Ich liebe solche weiße Glieder,
Der zarten Seele schlanke Hülle,
Wildgroße Augen und die Stirne
Umwogt von schwarzer Lockenfülle!

Du bist so recht die rechte ... weiterlesen


Ich mache die kleinen Lieder...

Ich mache die kleinen Lieder
Der Herzallerliebsten mein,
Die heben ihr klingend Gefieder
Und fliegen zu dir hinein.

Es stammen die kleinen Jungen
Vom schnalzenden ... weiterlesen


Testament

Ich mache jetzt mein Testament,
Es geht nun bald mit mir zu End.
Nur wundre ich mich, daß nicht schon längstens
Mein Herz gebrochen vor Gram und Ängsten.

... weiterlesen


Ich sag ihr nicht, weshalb ichs tu

Ich sag ihr nicht, weshalb ichs tu,
Weiß selber nicht den Grund -
Ich halte ihr die Augen zu
Und küß sie auf den Mund.

In welche soll ich mich verlieben,
... weiterlesen


Zum Lazarus 5

Ich sah sie lachen, sah sie lächeln,
Ich sah sie ganz zugrunde gehn;
Ich hört ihr Weinen und ihr Röcheln,
Und habe ruhig zugesehn.

Leidtragend folgt ich ihren ... weiterlesen


Für das Album von Elisabeth Friedländer

Ich seh dich an und glaub es kaum -
Es war ein schöner Rosenbaum -
Die Lüfte stiegen mir lockend zu Häupten,
Daß sie mir zuweilen das Hirn betäubten -
Es blüht ... weiterlesen


Ich war, o Lamm, als Hirt bestellt

Ich war, o Lamm, als Hirt bestellt,
Zu hüten dich auf dieser Welt;
Hab dich mit meinem Brot geätzt,
Mit Wasser aus dem Born geletzt.
Wenn kalt der Wintersturm ... weiterlesen


II

Ich weiss nicht was soll es bedeuten,
Daß ich so traurig bin;
Ein Märchen aus alten Zeiten,
Das kommt mir nicht aus dem Sinn.

Die Luft ist kühl und es ... weiterlesen


Die Lorelei

Ich weiß nicht, was soll es bedeuten,
Das ich so traurig bin;
Ein Märchen aus alten Zeiten,
Das kommt mir nicht aus dem Sinn.

Die Luft ist kühl und es dunkelt,
... weiterlesen


Ich will mich im grünen Wald ergehn

Ich will mich im grünen Wald ergehn,
Wo Blumen sprießen und Vögel singen;
Denn wenn ich im Grabe einst liegen werde,
Ist Aug und Ohr bedeckt mit Erde,
Die Blumen kann ... weiterlesen


Ich wollte, meine Lieder

Ich wollte, meine Lieder
Das wären Blümelein:
Ich schickte sie zu riechen
Der Herzallerliebsten mein.

Ich wollte, meine Lieder
Das wären Küsse fein:
... weiterlesen


Die Lore-Ley

II 

Ich weiß nicht was soll es bedeuten,
  Daß ich so traurig bin;
  Ein Märchen aus alten Zeiten,
  Das kommt mir nicht aus dem Sinn.
... weiterlesen


Tragödie II

II

(Dieses ist ein wirkliches Volkslied, welches ich am Rheine gehört)

Es fiel ein Reif in der Frühlingsnacht,
Es fiel auf die zarten Blaublümelein,
Sie ... weiterlesen


Zeitgedichte II

II

Adam der Erste

Du schicktest mit dem Flammenschwert
Den himmlischen Gendarmen,
Und jagtest mich aus dem Paradies,
Ganz ohne Recht und ... weiterlesen


Diana II

II

Am Golfe von Biskaya
Hat sie den Tag erblickt;
Sie hat schon in der Wiege
Zwei junge Katzen erdrückt.

Sie lief mit bloßen Füßen
Wohl ... weiterlesen


Seraphine II

II

An dem stillen Meeresstrande
Ist die Nacht heraufgezogen,
Und der Mond bricht aus den Wolken,
Und es flüstert aus den Wogen:

Jener Mensch dort, ... weiterlesen


Unterwelt II

II

Auf goldenem Stuhl, im Reiche der Schatten,
Zur Seite des königlichen Gatten,
Sitzt Proserpine
Mit finstrer Miene.
Und im Herzen seufzet sie traurig:
... weiterlesen


Friederike II

II

Der Ganges rauscht, mit klugen Augen schauen
Die Antilopen aus dem Laub, sie springen
Herbei mutwillig, ihre bunten Schwingen
Entfaltend, wandeln ... weiterlesen


In der Fremde II

II

Du bist ja heut so grambefangen,
Wie ich dich lange nicht geschaut!
Es perlet still von deinen Wangen,
Und deine Seufzer werden laut.

Denkst du ... weiterlesen


Gewitter

II

Dumpf liegt auf dem Meer das Gewitter,
Und durch die schwarze Wolkenwand
Zuckt der zackige Wetterstrahl,
Rasch aufleuchtend und rasch verschwindend,
Wie ... weiterlesen


Die Bergstimme

II

Ein Reiter durch das Bergtal zieht,
Im traurig stillen Trab:
Ach! zieh ich jetzt wohl in Liebchens Arm,
Oder zieh ich ins dunkle Grab?
Die Bergstimm ... weiterlesen


Ein Traum, gar seltsam schauerlich

II

Ein Traum, gar seltsam schauerlich,
Ergötzte und erschreckte mich.
Noch schwebt mir vor manch grausig Bild,
Und in dem Herzen wogt es wild.

Das ... weiterlesen


Der neue Alexander II

II

Erster Feldzug

Da sitzt er und schwatzt, mit lallender Zung,
Der neue Alexander;
Den Plan der Welteroberung,
Den setzt er auseinander:

... weiterlesen


Es treibt mich hin, es treibt mich her

II

Es treibt mich hin, es treibt mich her!
Noch wenige Stunden, dann soll ich sie schauen,
Sie selber, die Schönste der schönen Jungfrauen; -
Du treues Herz, was ... weiterlesen


Romanzen II

II

Frühlingsfeier

Das ist des Frühlings traurige Lust!
Die blühenden Mädchen, die wilde Schar,
Sie stürmen dahin, mit flatterndem Haar
Und ... weiterlesen


Neuer Frühling II

II

In dem Walde sprießt und grünt es
Fast jungfräulich lustbeklommen;
Doch die Sonne lacht herunter:
Junger Frühling, sei willkommen!

... weiterlesen


Yolante und Marie II

II

In welche soll ich mich verlieben,
Da beide liebenswürdig sind?
Ein schönes Weib ist noch die Mutter,
Die Tochter ist ein schönes Kind.

Die ... weiterlesen


Schöpfungslieder I

II

m Beginn schuf Gott die Sonne,
Dann die nächtlichen Gestirne;
Hierauf schuf er auch die Ochsen,
Aus dem Schweiße seiner Stirne.

Später schuf ... weiterlesen


Zum Polterabend II

II

O, du kanntest Koch und Küche,
Loch und Schliche, Tür und Tor!
Wo wir nur zusammen strebten,
Kamst du immer mir zuvor.

Jetzt heiratest du mein ... weiterlesen


Zur Ollea II

II

Symbolik des Unsinns

Wir heben nun zu singen an
Das Lied von einer Nummer,
Die ist geheißen Nummer Drei;
Nach Freuden kommt der Kummer.
... weiterlesen


Schöpfungslieder II

II

Und der Gott sprach zu dem Teufel:
Ich, der Herr, kopier mich selber,
Nach der Sonne mach ich Sterne,
Nach den Ochsen mach ich Kälber,
Nach den Löwen ... weiterlesen


Emma II

II

Vierundzwanzig Stunden soll ich
Warten auf das höchste Glück,
Das mir blinzelnd süß verkündet,
Blinzelnd süß der Seitenblick.

Oh! die ... weiterlesen


Angélique II

II

Wie rasch du auch vorüberschrittest,
Noch einmal schautest du zurück,
Der Mund, wie fragend, kühngeöffnet,
Stürmischer Hochmut in dem Blick.

... weiterlesen


Hortense II

II

Wir standen an der Straßeneck
Wohl über eine Stunde;
Wir sprachen voller Zärtlichkeit
Von unsrem Seelenbunde.

Wir sagten uns ... weiterlesen


Clarisse II

II

Überall, wo du auch wandelst,
Schaust du mich zu allen Stunden,
Und je mehr du mich mißhandelst,
Treuer bleib ich dir verbunden.

Denn mich ... weiterlesen


Der Tannhäuser II

II

Zu Rom, zu Rom, in der heiligen Stadt,
Da singt es und klingelt und läutet:
Da zieht einher die Prozession,
Der Papst in der Mitte schreitet.

... weiterlesen


Katharina II

II

»Wollen Sie ihr nicht vorgestellt sein?«
Flüsterte mir die Herzogin. -
»Beileibe nicht, ich müßt ein Held sein,
Ihr Anblick schon wirrt mir den Sinn.«
... weiterlesen


Unterwelt III

III


Während solcherlei Beschwerde
In der Unterwelt sich häuft,
Jammert Ceres auf der Erde.
Die verrückte Göttin läuft,
Ohne Haube, ohne ... weiterlesen


Tragödie III

III

Auf ihrem Grab, da steht eine Linde,
Drin pfeifen die Vögel und Abendwinde,
Und drunter sitzt, auf dem grünen Platz,
Der Müllersknecht mit seinem Schatz.
... weiterlesen


Romanzen III

III

Childe Harold

Eine starke, schwarze Barke
Segelt trauervoll dahin.
Die vermummten und verstummten
Leichenhüter sitzen drin.

... weiterlesen


Seraphine III

III

Das ist eine weiße Möwe,
Die ich dort flattern seh
Wohl über die dunklen Fluten;
Der Mond steht hoch in der Höh.

Der Haifisch und der ... weiterlesen


Friederike III

III

Der Ganges rauscht, der große Ganges schwillt,
Der Himalaja strahlt im Abendscheine,
Und aus der Nacht der Banianenhaine
Die Elefantenherde stürzt und ... weiterlesen


Der Tannhäuser III

III

Der Ritter Tannhäuser, er wandelt so rasch,
Die Füße, die wurden ihm wunde.
Er kam zurück in den Venusberg
Wohl um die Mitternachtstunde.

... weiterlesen


Yolante und Marie III

III

Die Flaschen sind leer, das Frühstück ist gut,
Die Dämchen sind rosig erhitzet;
Sie lüften das Mieder mit Übermut,
Ich glaube, sie sind bespitzet.
... weiterlesen


Die Rose, die Lilje

III

Die Rose, die Lilje, die Taube, die Sonne,
Die liebt ich einst alle in Liebeswonne.
Ich lieb sie nicht mehr, ich liebe alleine
Die Kleine, die Feine, die ... weiterlesen


Neuer Frühling III

III

Die schönen Augen der Frühlingsnacht,
Sie schauen so tröstend nieder:
Hat dich die Liebe so kleinlich gemacht,
Die Liebe, sie hebt dich wieder.
... weiterlesen


Zur Ollea III

III

Hoffart

O Gräfin Gudel von Gudelfeld,
Dir huldigt die Menschheit, denn du hast Geld!
Du wirst mit Vieren kutschieren,
Man wird dich bei Hof ... weiterlesen


Der Schiffbrüchige

III

Hoffnung und Liebe! Alles zertrümmert!
Und ich selber, gleich einer Leiche,
Die grollend ausgeworfen das Meer,
Lieg ich am Strande,
Am öden, kahlen ... weiterlesen


Clarisse III

III

Hol der Teufel deine Mutter,
Hol der Teufel deinen Vater,
Die so grausam mich verhindert,
Dich zu schauen im Theater.

Denn sie saßen da und ... weiterlesen


Schöpfungslieder III

III

Ich hab mir zu Ruhm und Preis erschaffen
Die Menschen, Löwen, Ochsen, Sonne;
Doch Sterne, Kälber, Katzen, Affen
Erschuf ich zu meiner eigenen Wonne.


In der Fremde III

III

Ich hatte einst ein schönes Vaterland.
Der Eichenbaum
Wuchs dort so hoch, die Veilchen nickten sanft.
Es war ein Traum.

Das küßte mich auf ... weiterlesen


Im nächtgen Traum

III

Im nächtgen Traum hab ich mich selbst geschaut,
In schwarzem Galafrack und seidner Weste,
Manschetten an der Hand, als gings zum Feste,
Und vor mir stand mein ... weiterlesen


Hortense III

III

In meinen Tagesträumen,
In meinem nächtlichen Wachen,
Stets klingt mir in der Seele
Dein allerliebstes Lachen.

Denkst du noch Montmorencys,
... weiterlesen


Diana III

III

Manchmal, wenn ich bei Euch bin,
Großgeliebte, edle Doña,
Wie erinnernd schweift mein Sinn
Nach dem Marktplatz zu Bologna.

Dorten ist ein ... weiterlesen


Mein Herz, mein Herz ist traurig

III

Mein Herz, mein Herz ist traurig,
Doch lustig leuchtet der Mai;
Ich stehe, gelehnt an der Linde,
Hoch auf der alten Bastei.

Da drunten fließt ... weiterlesen


Emma III

III

Nicht mal einen einzgen Kuß,
Nach so monatlangem Lieben!
Und so bin ich Allerärmster
Trocknen Mundes stehngeblieben.

Einmal kam das Glück mir ... weiterlesen


Angélique III

III

Nimmer glaub ich, junge Schöne,
Was die spröde Lippe spricht;
Solche große schwarze Augen,
Solche hat die Tugend nicht.

Diese braungestreifte ... weiterlesen


Zwei Brüder

III

Oben auf der Bergesspitze
Liegt das Schloß in Nacht gehüllt;
Doch im Tale leuchten Blitze,
Helle Schwerter klirren wild.

Das sind Brüder, die ... weiterlesen


Zeitgedichte III

III

Warnung

Solche Bücher läßt du drucken!
Teurer Freund, du bist verloren!
Willst du Geld und Ehre haben,
Mußt du dich gehörig ducken.
... weiterlesen


Katharina III

III

Wie Merlin, der eitle Weise,
Bin ich armer Nekromant
Nun am Ende festgebannt
In die eignen Zauberkreise.

Festgebannt zu ihren Füßen
... weiterlesen


Der neue Alexander III

III

»Mein Lehrer, mein Aristoteles,
Der war zuerst ein Pfäffchen
Von der französischen Kolonie,
Und trug ein weißes Beffchen.

Er hat nachher als ... weiterlesen


Zum Polterabend III

III

»O, die Liebe macht uns selig,
O, die Liebe macht uns reich!«
Also singt man tausendkehlig
In dem heilgen römschen Reich.

Du, du fühlst den ... weiterlesen


Plateniden

Iliaden, Odysseen
Kündigst du uns prahlend an,
Und wir wollen in dir sehen
Deutscher Zukunft größten Mann.

Eine große Tat in Worten,
Die du einst zu tun ... weiterlesen


Die schlesischen Weber

Im düstern Auge keine Träne,
Sie sitzen am Webstuhl und fletschen die Zähne:
Deutschland, wir weben dein Leichentuch,
Wir weben hinein den dreifachen Fluch -
Wir weben, ... weiterlesen


Die schlesischen Weber

Im düstern Auge keine Träne,
Sie sitzen am Webstuhl und fletschen die Zähne:
Deutschland, wir weben dein Leichentuch,
Wir weben hinein den dreifachen Fluch -
Wir weben, wir ... weiterlesen


Kobes I.

Im Jahre achtundvierzig hielt,
Zur Zeit der großen Erhitzung,
Das Parlament des deutschen Volks
Zu Frankfurt seine Sitzung.

Damals ließ auch auf dem Römer ... weiterlesen


Im lieben Deutschland daheime

Im lieben Deutschland daheime,
Da wachsen viel Lebensbäume;
Doch lockt die Kirsche noch so sehr,
Die Vogelscheuche schreckt noch mehr.

Wir lassen uns wie ... weiterlesen


Im lieben Deutschland

Im lieben Deutschland daheime,
da wachsen viele Lebensbäume;
doch lockt die Kirsche noch so sehr,
die Vogelscheuche schreckt noch mehr.

Wir lassen uns wie Spatzen
... weiterlesen


Caput XII

Im nächtlichen Walde humpelt dahin
Die Chaise. Da kracht es plötzlich -
Ein Rad ging los. Wir halten still.
Das ist nicht sehr ergötzlich.

Der Postillion steigt ... weiterlesen


Deutschland. Ein Wintermärchen, Caput XII

Im nächtlichen Walde humpelt dahin
Die Chaise. Da kracht es plötzlich -
Ein Rad ging los. Wir halten still.
Das ist nicht sehr ergötzlich.

Der Postillion steigt ... weiterlesen


Schelm von Bergen

Im Schloß zu Düsseldorf am Rhein
wird Mummenschanz gehalten;
Da flimmern die Kerzen, da rauscht die Musik,
Da tanzen die bunten Gestalten.

Da tanzt die schöne ... weiterlesen


Schelm von Bergen

Im Schloß zu Düsseldorf am Rhein
Wird Mummenschanz gehalten;
Da flimmern die Kerzen, da rauscht die Musik,
Da tanzen die bunten Gestalten.

Da tanzt die schöne ... weiterlesen


Caput I

Im traurigen Monat November war’s,
Die Tage wurden trüber,
Der Wind riß von den Bäumen das Laub,
Da reist ich nach Deutschland hinüber.

Und als ich an die ... weiterlesen


Karl I.

Im Wald, in der Köhlerhütte, sitzt
Trübsinnig allein der König;
Er sitzt an der Wiege des Köhlerkinds
Und wiegt und singt eintönig:

Eiapopeia, was raschelt ... weiterlesen


Lyrisches Intermezzo

Im wunderschönen Monat Mai,
Als alle Knospen sprangen,
Da ist in meinem Herzen
Die Liebe aufgegangen.

Im wunderschönen Monat Mai,
Als alle Vögel sangen,
... weiterlesen


Prinzessin Sabbath

In Arabiens Märchenbuche
Sehen wir verwünschte Prinzen,
Die zu Zeiten ihre schöne
Urgestalt zurückgewinnen:

Das behaarte Ungeheuer
Ist ein Königsohn ... weiterlesen


Bamberg und Würzburg

In beider Weichbild fließt der Gnaden Quelle,
Und tausend Wunder täglich dort geschehen.
Umlagert sieht man dort von Kranken stehen
Den Fürsten, der da heilet auf der ... weiterlesen


Donna Clara

In dem abendlichen Garten
Wandelt des Alkaden Tochter
Pauken- und Trommetenjubel
Klingt herunter von dem Schlosse

»Lästig werden mir die Tänze
Und die ... weiterlesen


Almansor

In dem Dome zu Corduva
Stehen Säulen, dreizehnhundert,
Dreizehnhundert Riesensäulen
Tragen die gewaltge Kuppel.

Und auf Säulen, Kuppel, Wänden
Ziehn von ... weiterlesen


Disputation

In der Aula zu Toledo
Klingen schmetternd die Fanfaren;
Zu dem geistlichen Turnei
Wallt das Volk in bunten Scharen.

Das ist nicht ein weltlich Stechen,
... weiterlesen


Kleines Volk

In einem Pißpott kam er geschwommen,
Hochzeitlich geputzt, hinab den Rhein.
Und als er nach Rotterdam gekommen,
Da sprach er: »Juffräuken, willst du mich frein?

... weiterlesen


Clarisse I

In einen schönsten Liebesantrag
Suchst du ängstlich zu verneinen;
Frag ich dann: ob das ein Korb sei?
Fängst du plötzlich an zu weinen.

Selten bet ich, drum ... weiterlesen


I

In mein gar zu dunkles Leben
Strahlte einst ein süßes Bild;
Nun das süße Bild erblichen,
Bin ich gänzlich nachtumhüllt.

Wenn die Kinder sind im Dunkeln,
... weiterlesen


In mein gar zu dunkles Leben

In mein gar zu dunkles Leben
Strahlte einst ein süßes Bild;
Nun das süße Bild erblichen,
Bin ich gänzlich nachtumhüllt.

Wenn die Kinder sind im Dunkeln
Wird ... weiterlesen


Frau Sorge

In meines Glückes Sonnenglanz,
Da gaukelte fröhlich der Mückentanz.
Die lieben Freunde liebten mich
Und teilten mit mir brüderlich
Wohl meinen besten Braten
Und ... weiterlesen


Die weiße Blume

In Vaters Garten heimlich steht
Ein Blümchen traurig und bleich;
Der Winter zieht fort, der Frühling weht,
Bleich Blümchen bleibt immer so bleich.
Die bleiche Blume ... weiterlesen


Die weisse Blume

In Vaters Garten heimlich steht
Ein Blümchen traurig und bleich;
Der Winter zieht fort, der Frühling weht,
Bleich Blümchen bleibt immer so bleich.
Die bleiche Blume ... weiterlesen


Der Mohrenkönig

Ins Exil der Alpuxarren
Zog der junge Mohrenkönig;
Schweigsam und das Herz voll Kummer
Ritt er an des Zuges Spitze.

Hinter ihm auf hohen Zeltern
Oder auch ... weiterlesen


An Fritz St.

Ins Stammbuch

Die Schlechten siegen, untergehn die Wackern,
Statt Myrten lobt man nur die dürren Pappeln,
Worein die Abendwinde tüchtig rappeln,
Statt stiller ... weiterlesen


Angélique I

Inun der Gott mir günstig nicket,
Soll ich schweigen wie ein Stummer,
Ich, der, als ich unbeglücket,
Soviel sang von meinem Kummer,

Daß mir tausend arme ... weiterlesen


Zeitgedichte IV

IV

An einen ehemaligen Goetheaner

Hast du wirklich dich erhoben
Aus dem müßig kalten Dunstkreis,
Womit einst der kluge Kunstgreis
Dich von Weimar ... weiterlesen


Seraphine IV

IV

Daß du mich liebst, das wußt ich,
Ich hatt es längst entdeckt;
Doch als du mirs gestanden,
Hat es mich tief erschreckt.

Ich stieg wohl auf die ... weiterlesen


Der arme Peter

IV

Der Hans und die Grete tanzen herum,
Und jauchzen vor lauter Freude.
Der Peter steht so still und stumm,
Und ist so blaß wie Kreide.

Der Hans ... weiterlesen


Zum Polterabend IV

IV

Der weite Boden ist überzogen
Mit Blumendecken, der grüne Wald
Er wölbt sich hoch zu Siegesbogen,
Gefiederte Einzugmusik erschallt.

Es kommt ... weiterlesen


Romanzen IV

IV

Die Beschwörung

Der junge Franziskaner sitzt
Einsam in der Klosterzelle,
Er liest im alten Zauberbuch,
Genannt der Zwang der Hölle.

... weiterlesen


Die Nacht am Strande

IV

Die Nacht am Strande

Sternlos und kalt ist die Nacht,
Es gärt das Meer;
Und über dem Meer, platt auf dem Bauch,
Liegt der ungestalte ... weiterlesen


Katharina IV

IV

Du liegst mir so gern im Arme,
Du liegst mir am Herzen so gern!
Ich bin dein ganzer Himmel,
Du bist mein liebster Stern.

Tief unter uns, da ... weiterlesen


Emma IV

IV

Emma, sage mir die Wahrheit:
Ward ich närrisch durch die Liebe?
Oder ist die Liebe selber
Nur die Folge meiner Narrheit?

Ach! mich quälet, ... weiterlesen


Fresko-Sonette an Christian S. - 1

IV

Fresko-Sonette an Christian

Ich tanz nicht mit, ich räuchre nicht den Klötzen,
Die außen goldig sind, inwendig Sand;
Ich schlag nicht ein, reicht mir ... weiterlesen


Clarisse IV

IV

Geh nicht durch die böse Straße,
Wo die schönen Augen wohnen -
Ach! sie wollen allzugütig
Dich mit ihrem Blitz verschonen.

Grüßen ... weiterlesen


Angélique IV

IV

Ich halte ihr die Augen zu
Und küß sie auf den Mund;
Nun läßt sie mich nicht mehr in Ruh,
Sie fragt mich um den Grund.

Von Abend spät bis ... weiterlesen


Neuer Frühling IV

IV

Ich lieb eine Blume, doch weiß ich nicht welche;
Das macht mir Schmerz.
Ich schau in alle Blumenkelche,
Und such ein Herz.

Es duften die Blumen ... weiterlesen


Yolante und Marie IV

IV

Jugend, die mir täglich schwindet,
Wird durch raschen Mut ersetzt,
Und mein kühnrer Arm umwindet
Noch viel schlankre Hüften jetzt.

Tat auch ... weiterlesen


Schöpfungslieder IV

IV

Kaum hab ich die Welt zu schaffen begonnen,
In einer Woche wars abgetan.
Doch hatt ich vorher tief ausgesonnen
Jahrtausendlang den Schöpfungsplan.

... weiterlesen


Lieb Liebchen, legs Händchen

IV

Lieb Liebchen, legs Händchen aufs Herze mein; -
Ach, hörst du, wies pochet im Kämmerlein?
Da hauset ein Zimmermann schlimm und arg,
Der zimmert mir einen ... weiterlesen


Unterwelt IV

IV

Meine Schwiegermutter Ceres!
Laß die Klagen, laß die Bitten!
Dein Verlangen, ich gewähr es -
Habe selbst soviel gelitten!

Tröste dich, wir ... weiterlesen


Untergang der Sonne

IV

Untergang der SonneDie schöne Sonne
Ist ruhig hinabgestiegen ins Meer;
Die wogenden Wasser sind schon gefärbt
Von der dunkeln Nacht,
Nur noch die ... weiterlesen


Zur Ollea IV

IV

Wandere!

Wenn dich ein Weib verraten hat,
So liebe flink eine Andre;
Noch besser wär es, du ließest die Stadt -
Schnüre den Ranzen und ... weiterlesen


Auf Flügeln des Gesanges

IX

Auf Flügeln des Gesanges,
Herzliebchen, trag ich dich fort,
Fort nach den Fluren des Ganges,
Dort weiß ich den schönsten Ort.

Dort liegt ein ... weiterlesen


Der Mond ist aufgegangen

IX

Der Mond ist aufgegangen
Und überstrahlt die Welln;
Ich halte mein Liebchen umfangen,
Und unsre Herzen schwelln.

Im Arm des holden Kindes
... weiterlesen


Angélique IX

IX

Dieser Liebe toller Fasching,
Dieser Taumel unsrer Herzen,
Geht zu Ende, und ernüchtert
Gähnen wir einander an!

Ausgetrunken ist der Kelch,
... weiterlesen


Don Ramiro

IX

Don Ramiro»Donna Clara! Donna Clara!
Heißgeliebte langer Jahre!
Hast beschlossen mein Verderben,
Und beschlossen ohn Erbarmen.

Donna Clara! ... weiterlesen


Katharina IX

IX

Gesanglos war ich und beklommen
So lange Zeit - nun dicht ich wieder!
Wie Tränen, die uns plötzlich kommen,
So kommen plötzlich auch die Lieder.

... weiterlesen


Zeitgedichte IX

IX

Heinrich

Auf dem Schloßhof zu Canossa
Steht der deutsche Kaiser Heinrich,
Barfuß und im Büßerhemde,
Und die Nacht ist kalt und regnicht.
... weiterlesen


Ich lag und schlief

IX

Ich lag und schlief, und schlief recht mild,
Verscheucht war Gram und Leid;
Da kam zu mir ein Traumgebild,
Die allerschönste Maid.

Sie war wie ... weiterlesen


Romanzen IX

IX

In der Frühe

Auf dem Faubourg Saint-Marceau
Lag der Nebel heute morgen,
Spätherbstnebel, dicht und schwer,
Einer weißen Nacht vergleichbar.
... weiterlesen


Zur Ollea IX

IX

Kluge Sterne

Die Blumen erreicht der Fuß so leicht,
Auch werden zertreten die meisten;
Man geht vorbei und tritt entzwei
Die blöden wie die ... weiterlesen


Meeresstille

IX

MeeresstilleMeeresstille! Ihre Strahlen
Wirft die Sonne auf das Wasser,
Und im wogenden Geschmeide
Zieht das Schiff die grünen Furchen.

Bei dem ... weiterlesen


Mit Rosen, Zypressen und Flittergold

IX

Mit Rosen, Zypressen und Flittergold
Möcht ich verzieren, lieblich und hold,
Dies Buch wie einen Totenschrein,
Und sargen meine Lieder hinein.

... weiterlesen


Seraphine IX

IX

Schattenküsse, Schattenliebe,
Schattenleben, wunderbar!
Glaubst du, Närrin, alles bliebe
Unverändert, ewig wahr?

Was wir lieblich fest ... weiterlesen


Neuer Frühling IX

IX

»Im Anfang war die Nachtigall
Und sang das Wort: Züküht! Züküht!
Und wie sie sang, sproß überall
Grüngras, Violen, Apfelblüt.

Sie ... weiterlesen


Mythologie

Ja, Europa ist erlegen -
Wer kann Ochsen widerstehen?
Wir verzeihen auch Danäen -
Sie erlag dem goldnen Regen!

Semele ließ sich verführen -
Denn sie ... weiterlesen


Sehnsucht

Jedweder Geselle, sein Mädel am Arm,
Durchwandelt die Lindenreihn;
Ich aber, ich wandle, daß Gott erbarm,
Ganz mutterseelallein.

Mein Herz wird beengt, mein Auge ... weiterlesen


Sehnsucht

Jedweder Geselle, sein Mädel am Arm,
Durchwandelt die Lindenreihn;
Ich aber, ich wandle, daß Gott erbarm,
Ganz mutterseelenallein.

Mein Herz wird beengt, mein Auge ... weiterlesen


Jegliche Gestalt bekleidend

Jegliche Gestalt bekleidend,
Bin ich stets in deiner Nähe,
Aber immer bin ich leidend,
Und du tust mir immer wehe.

Wenn du, zwischen Blumenbeeten
Wandelnd ... weiterlesen


Zu »Clarisse« V

Jetzt kannst du mit vollem Recht,
Gutes Mädchen, von mir denken:
Dieser Mensch ist wirklich schlecht,
Mich sogar sucht er zu kränken -

Mich, die niemals ihm ... weiterlesen


Zu »Clarisse« I

Jetzt verwundet, krank und leidend,
In den schönsten Sommertagen,
Trag ich wieder, Menschen meidend,
Nach dem Wald die bittern Klagen.

Die geschwätzgen Vögel ... weiterlesen


Jetzt wohin

Jetzt wohin? Der dumme Fuß
Will mich gern nach Deutschland tragen;
Doch es schüttelt klug das Haupt
Mein Verstand und scheint zu sagen:

Zwar beendigt ist der ... weiterlesen


Jetzt wohin?

Jetzt wohin? Der dumme Fuß
will mich gern nach Deutschland tragen;
doch es schüttelt klug das Haupt mein Verstand
und scheint zu sagen:

Zwar beendigt ist der ... weiterlesen


Jugend, die mir täglich schwindet

Jugend, die mir täglich schwindet,
Wird durch raschen Mut ersetzt,
Und mein kühnrer Arm umwindet
Noch viel schlankre Hüften jetzt.

Tat auch manche sehr ... weiterlesen


Jugend

Jugend, die mir täglich schwindet,
Wird durch raschen Mut ersetzt,
Und mein kühnrer Arm umwindet
Noch viel schlankre Hüften jetzt.
Tat auch manche sehr erschrocken,
... weiterlesen


Kein Stammbuch

Kein Stammbuch?! - da hab ich nachgedacht,
Doch kaum wird es Denkens bedürfen;
Es gleichet gar bald dem verschütteten Schacht,
Weils trostlos war, weiter zu schürfen.
... weiterlesen


Aus einem »Kitty«-Zyklus IV

Kitty stirbt! und ihre Wangen
Seh ich immer mehr erblassen.
Dennoch kurz vor ihrem Tode
Muß ich Ärmster sie verlassen.

Kitty stirbt! und kaltgebettet
... weiterlesen


Küsse, die man stiehlt im Dunkeln

Küsse, die man stiehlt im Dunkeln
Und im Dunkeln wiedergibt,
Solche Küsse, wie besel`gen
Sie die Seele, wenn sie liebt!

Ahnend und erinnrungsüchtig
Denkt die ... weiterlesen


Der Hirtenknabe

König ist der Hirtenknabe,
Grüner Hügel ist sein Thron;
Über seinem Haupt die Sonne
Ist die große, goldne Kron.
Ihm zu Füßen liegen Schafe,
Weiche ... weiterlesen


Der Hirtenknabe

König ist der Hirtenknabe,
Grüner Hügel ist sein Thron;
Über seinem Haupt die Sonne
Ist die große, goldne Kron.

Ihm zu Füßen liegen Schafe,
Weiche ... weiterlesen


Ruhelechzend

Laß bluten deine Wunden, laß
Die Tränen fließen unaufhaltsam -
Geheime Wollust schwelgt im Schmerz,
Und Weinen ist ein süßer Balsam.

Verwundet dich nicht ... weiterlesen


Guter Rat

Laß dein Grämen und dein Schämen!
Werbe keck und fordre laut,
Und man wird sich dir bequemen,
Und du führest heim die Braut.

Wirf dein Gold den Musikanten,
... weiterlesen


Guter Rat

Laß dein Grämen und dein Schämen!
Werbe keck und fordre laut,
und man wird sich dir bequemen,
und du führest heim die Braut.

Wirf dein Geld den Musikanten,
... weiterlesen


An die Jungen

Laß dich nicht kirren, laß dich nicht wirren
Durch goldne Äpfel in deinem Lauf!
Die Schwerter klirren, die Pfeile schwirren,
Doch halten sie nicht den Helden auf.

... weiterlesen


Laß die heilgen Parabolen,...

Laß die heilgen Parabolen,
Laß die frommen Hypothesen -
Suche die verdammten Fragen
Ohne Umschweif uns zu lösen.

Warum schleppt sich blutend, elend,
... weiterlesen


Laß mich mit glühnden Zangen kneipen

Laß mich mit glühnden Zangen kneipen,
Laß grausam schinden mein Gesicht,
Laß mich mit Ruten peitschen, stäupen -
Nur warten, warten laß mich nicht!

Laß mit ... weiterlesen


Laß mich mit glühnden Zangen kneipen

Laß mich mit glühnden Zangen kneipen,
Laß grausam schinden mein Gesicht,
Laß mich mit Ruten peitschen, stäupen -
Nur warten, warten laß mich nicht!

Laß mit ... weiterlesen


Hans ohne Land

Leb wohl, mein Weib, sprach Hans ohne Land,
Mich rufen hohe Zwecke;
Ein andres Weidwerk harret mein,
Ich schieße jetzt andre Böcke.

Ich laß dir mein Jagdhorn ... weiterlesen


Frühlingsbotschaft

Leise zieht durch mein Gemüt
Liebliches Geläute.
Klinge, kleines Frühlingslied,
Kling hinaus ins Weite.

Kling hinaus, bis an das Haus,
Wo die Blumen ... weiterlesen


Frühlingsbotschaft

Leise zieht durch mein Gemüt
Liebliches Geläute.
Klinge, kleines Frühlingslied,
Kling hinaus ins Weite.

Kling hinaus, bis an das Haus,
Wo die Blumen ... weiterlesen


Leise zieht durch mein Gemüt

Leise zieht durch mein Gemüt
Liebliches Geläute.
Klinge, kleines Frühlingslied.
Kling hinaus ins Weite.

Kling hinaus, bis an das Haus,
Wo die Blumen ... weiterlesen


Mag da draußen Schnee sich türmen

LI

Mag da draußen Schnee sich türmen,
Mag es hageln, mag es stürmen,
Klirrend mir ans Fenster schlagen,
Nimmer will ich mich beklagen,
Denn ich trage in ... weiterlesen


Vergiftet sind meine Lieder

LI

Vergiftet sind meine Lieder; -
  Wie könnte es anders sein?
  Du hast mir ja Gift gegossen
  Ins blühende Leben hinein.

... weiterlesen


Solidität

Liebe sprach zum Gott der Lieder,
Sie verlange Sicherheiten,
Ehe sie sich ganz ergebe,
Denn es wären schlechte Zeiten.

Lachend gab der Gott zur Antwort:
... weiterlesen


Solidität

Liebe sprach zum Gott der Lieder,
sie verlange Sicherheiten,
ehe sie sich ganz ergebe
denn es wären schlechte Zeiten.

Lachend gab der Gott zur Antwort:
Ja, die ... weiterlesen


Andre beten zur Madonne

LII

Andre beten zur Madonne,
Andre auch zu Paul und Peter;
Ich jedoch, ich will nur beten,
Nur zu dir, du schöne Sonne.

Gib mir Küsse, gib mir ... weiterlesen


Mir träumte wieder der alte Traum

LII

Mir träumte wieder der alte Traum:
Es war eine Nacht im Maie,
Wir saßen unter dem Lindenbaum,
Und schwuren uns ewige Treue.

Das war ein ... weiterlesen


Verriet mein blasses Angesicht

LIII

Verriet mein blasses Angesicht
Dir nicht mein Liebeswehe?
Und willst du, daß der stolze Mund
Das Bettelwort gestehe?

O, dieser Mund ist viel ... weiterlesen


Mein Wagen rollet langsam

LIV

Mein Wagen rollet langsam
  Durch lustiges Waldesgrün,
  Durch blumige Täler, die zaubrisch
  Im Sonnenglanze blühn.

Ich sitze ... weiterlesen


Ich hab mir lang den Kopf zerbrochen

LIX

Ich hab mir lang den Kopf zerbrochen,
Mit Denken und Sinnen, Tag und Nacht,
Doch deine liebenswürdigen Augen,
Sie haben mich zum Entschluß gebracht.
... weiterlesen


Allnächtlich im Traume

LVI

Allnächtlich im Traume seh ich dich,
Und sehe dich freundlich grüßen,
Und lautaufweinend stürz ich mich
Zu deinen süßen Füßen.

Du siehst ... weiterlesen


Habe mich mit Liebesreden

LVII

Habe mich mit Liebesreden
Festgelogen an dein Herz,
Und, verstrickt in eigne Fäden,
Wird zum Ernste mir mein Scherz.

Wenn du dich, mit vollem ... weiterlesen


Zu fragmentarisch ist Welt und Leben!

LVIII

Zu fragmentarisch ist Welt und Leben!
Ich will mich zum deutschen Professor begeben.
Der weiß das Leben zusammenzusetzen,
Und er macht ein verständlich ... weiterlesen


Der Traumgott bracht mich

LX

Der Traumgott bracht mich in ein Riesenschloß,
Wo schwüler Zauberduft und Lichterschimmer,
Und bunte Menschenwoge sich ergoß
Durch labyrinthisch ... weiterlesen


Sie haben heut abend Gesellschaft

LX

Sie haben heut abend Gesellschaft,
Und das Haus ist lichterfüllt.
Dort oben am hellen Fenster
Bewegt sich ein Schattenbild.

Du schaust mich ... weiterlesen


Ich wollt, meine Schmerzen ergössen

LXI

Ich wollt, meine Schmerzen ergössen
Sich all in ein einziges Wort,
Das gäb ich den lustigen Winden,
Die trügen es lustig fort.

Sie tragen zu ... weiterlesen


Am Kreuzweg wird begraben

LXII

Am Kreuzweg wird begraben
Wer selber sich brachte um;
Dort wächst eine blaue Blume,
Die Armesünderblum.

Am Kreuzweg stand ich und seufzte;
... weiterlesen


Wo ich bin

LXIII

Wo ich bin, mich rings umdunkelt
Finsternis, so dumpf und dicht,
Seit mir nicht mehr leuchtend funkelt,
Liebste, deiner Augen Licht.

Mir ... weiterlesen


Wir fuhren allein

LXIX

Wir fuhren allein im dunkeln
Postwagen die ganze Nacht;
Wir ruhten einander am Herzen,
Wir haben gescherzt und gelacht.

Doch als es morgens ... weiterlesen


Die alten, bösen Lieder

LXV

Die alten bösen Lieder
Die Träume schlimm und arg,
Die laßt uns jetzt begraben,
Holt einen großen Sarg.

Hinein leg ich gar Manches,
... weiterlesen


Diesen liebenswürdgen Jüngling

LXV

Diesen liebenswürdgen Jüngling
Kann man nicht genug verehren;
Oft traktiert er mich mit Austern,
Und mit Rheinwein und Likören.

Zierlich ... weiterlesen


Mir träumt’ ich bin der liebe Gott

LXVI

Mir träumt’: ich bin der liebe Gott,
Und sitz im Himmel droben,
Und Englein sitzen um mich her,
Die meine Verse loben.

Und Kuchen ess ich ... weiterlesen


Ich hab Euch im besten Juli verlassen

LXVII

Ich hab Euch im besten Juli verlassen,
Und finde Euch wieder im Januar;
Ihr saßet damals so recht in der Hitze,
Jetzt seid Ihr gekühlt und kalt sogar.
... weiterlesen


Von schönen Lippen fortgedrängt

LXVIII

Von schönen Lippen fortgedrängt, getrieben
Aus schönen Armen, die uns fest umschlossen!
Ich wäre gern noch einen Tag geblieben,
Da kam der Schwager ... weiterlesen


Das weiß Gott

LXX

Das weiß Gott, wo sich die tolle
Dirne einquartieret hat;
Fluchend, in dem Regenwetter,
Lauf ich durch die ganze Stadt.

Bin ich doch von einem ... weiterlesen


Wie dunkle Träme stehen

LXXI

Wie dunkle Träume stehen
Die Häuser in langer Reih;
Tief eingehüllt im Mantel,
Schreite ich schweigend vorbei.

Der Turm der Kathedrale
... weiterlesen


An deine schneeweiße Schulter

LXXIII

An deine schneeweiße Schulter
Hab ich mein Haupt gelehnt,
Und heimlich kann ich behorchen,
Wonach dein Herz sich sehnt.

Es blasen die blauen ... weiterlesen


Doch die Kastraten klagten

LXXIX

Doch die Kastraten klagten,
Als ich meine Stimm erhob;
Sie klagten und sie sagten:
Ich sänge viel zu grob.

Und lieblich erhoben sie alle
... weiterlesen


Bist du wirklich mir so feindlich

LXXVI

Bist du wirklich mir so feindlich,
Bist du wirklich ganz verwandelt?
Aller Welt will ich es klagen,
Daß du mich so schlecht behandelt.

O ihr ... weiterlesen


Auf den Wällen Salamankas

LXXX

Auf den Wällen Salamankas
Sind die Lüfte lind und labend;
Dort, mit meiner holden Donna,
Wandle ich am Sommerabend.

Um den schlanken Leib der ... weiterlesen


Kaum sahen wir uns

LXXXII

Kaum sahen wir uns, und an Augen und Stimme
Merkt ich, daß du mir gewogen bist;
Stand nicht dabei die Mutter, die schlimme,
Ich glaube, wir hätten uns ... weiterlesen


Über die Berge steigt schon die Sonne

LXXXIII

Über die Berge steigt schon die Sonne,
Die Lämmerherde läutet fern;
Mein Liebchen, mein Lamm, meine Sonne und Wonne,
Noch einmal säh ich dich gar zu ... weiterlesen


Dämmernd liegt der Sommerabend

LXXXV

Dämmernd liegt der Sommerabend
Über Wald und grünen Wiesen;
Goldner Mond, im blauen Himmel,
Strahlt herunter, duftig labend.

An dem Bache ... weiterlesen


Nacht liegt auf den fremden Wegen

LXXXVI

Nacht liegt auf den fremden Wegen,
Krankes Herz und müde Glieder; -
Ach, da fließt, wie stiller Segen,
Süßer Mond, dein Licht hernieder.

... weiterlesen


Sag, wo ist dein schönes Liebchen

LXXXVIII

»Sag, wo ist dein schönes Liebchen,
Das du einst so schön besungen,
Als die zaubermächtgen Flammen
Wunderbar dein Herz durchdrungen?«

... weiterlesen


König David

Lächelnd scheidet der Despot,
Denn er weiß, nach seinem Tod
Wechselt Willkür nur die Hände,
Und die Knechtschaft hat kein Ende.

Armes Volk! wie Pferd und ... weiterlesen


König David

Lächelnd scheidet der Despot,
denn er weiß, nach seinem Tod
wechselt Willkür nur die Hände,
und die Knechtschaft hat kein Ende.

Armes Volk! wie Pferd und Farrn
... weiterlesen


Mag da draußen

Mag da draußen Schnee sich türmen,
Mag es hageln, mag es stürmen,
Klirrend mir ans Fenster schlagen,
Nimmer will ich mich beklagen,
Denn ich trage in der Brust
... weiterlesen


Mag da draußen

Mag da draußen Schnee sich türmen,
Mag es hageln, mag es stürmen,
Klirrend mir ans Fenster schlagen,
Nimmer will ich mich beklagen,
Denn ich trage in der Brust
... weiterlesen


Manch kostbar edle Perle

Manch kostbar edle Perle birgt
Der Ozean; manch schöne Blume
Küßt nie ein Menschenblick, nur stumme
Waldeinsamkeit schaut ihr Erröten,
Und trostlos in der ... weiterlesen


An meinen Bruder Max

Max! Du kehrst zurück nach Rußlands
Steppen, doch ein großer Kuhschwanz
Ist für dich die Welt: Pläsier
Bietet jede Schenke dir.

Du ergreifst die nächste ... weiterlesen


An Fritz von Beughem!

Mein Fritz lebt nun im Vaterland der Schinken,
Im Zauberland, wo Schweinebohnen blühen,
Im dunkeln Ofen Pumpernickel glühen,
Wo Dichtergeist erlahmt, und Verse hinken.
... weiterlesen


III

Mein Herz, mein Herz ist traurig,
Doch lustig leuchtet der Mai;
Ich stehe, gelehnt an der Linde,
Hoch auf der alten Bastei.

Dort drunten fließt der blaue
... weiterlesen


Die Heimkehr

Mein Herz, mein Herz ist traurig,
doch lustig leuchtet der Mai;
ich stehe, gelehnt an der Linde,
hoch auf der alten Bastei.
Da drunten fließt der blaue
Stadtgraben ... weiterlesen


Die Heimkehr

Mein Herz, mein Herz ist traurig,
doch lustig leuchtet der Mai;
ich stehe, gelehnt an der Linde,
hoch auf der alten Bastei.

Da drunten fließt der blaue
... weiterlesen


Mein Herz ist traurig

Mein Herz, mein Herz ist traurig,
Doch lustig leuchtet der Mai;
Ich stehe, gelehnt an der Linde,
Hoch auf der alten Bastei.
Da drunten fließt der blaue
Stadtgraben in ... weiterlesen


Die Botschaft

Mein Knecht! steh auf und sattle schnell,
Und wirf dich auf dein Roß,
Und jage rasch durch Wald und Feld
Nach König Dunkans Schloß.

Dort schleiche in den Stall, ... weiterlesen


Die Botschaft

Mein Knecht! steh auf und sattle schnell,
Und wirf dich auf dein Roß,
Und jage rasch durch Wald und Feld
Nach König Dunkans Schloß.

Dort schleich dich in den Stall, ... weiterlesen


Mein Tag war heiter

Mein Tag war heiter, glücklich meine Nacht.
Mir jauchzte stets mein Volk, wenn ich die Leier
Der Dichtkunst schlug. Mein Lied war Lust und Feuer,
Hat manche schöne Gluten ... weiterlesen


Jehuda ben Halevy IV

Meine Frau ist nicht zufrieden
Mit dem vorigen Kapitel,
Ganz besonders in Bezug
Auf das Kästchen des Darius.

Fast mit Bitterkeit bemerkt sie:
Daß ein ... weiterlesen


In der Frühe

Meine gute, liebe Frau,
Meine gütge Frau Geliebte,
Hielt bereit den Morgenimbiß
Braunen Kaffee, weiße Sahne.

Und sie schenkt ihn selber ein,
scherzend, ... weiterlesen


Meinen schönsten Liebesantrag...

Meinen schönsten Liebesantrag
Suchst du ängstlich zu verneinen;
Frag ich dann: ob das ein Korb sei?
Fängst du plötzlich an zu weinen.

Selten bet ich, drum ... weiterlesen


Clarisse

Meinen schönsten Liebesantrag
suchst du ängstlich zu verneinen;
frag ich dann: ob das ein Korb sei?
fängst du plötzlich an zu weinen.

Selten bet ich, drum erhör ... weiterlesen


Ständchen eines Mauren

Meiner schlafenden Zuleima
Rinnt aufs Herz, ihr Tränentropfen;
Dann wird ja das süße Herzchen
Sehnsuchtvoll nach Abdul klopfen.

Meiner schlafenden Zuleima
... weiterlesen


Mich locken nicht die Himmelsauen...

Mich locken nicht die Himmelsauen
Im Paradies, im selgen Land;
Dort find ich keine schönre Frauen
Als ich bereits auf Erden fand.

Kein Engel mit den feinsten ... weiterlesen


Zum Lazarus 11

Mich locken nicht die Himmelsauen
Im Paradies, im selgen Land;
Dort find ich keine schönre Frauen
Als ich bereits auf Erden fand.

Kein Engel mit den feinsten ... weiterlesen


Babylonische Sorgen

Mich ruft der Tod - Ich wollt, o Süße,
Daß ich dich in einem Wald verließe,
In einem jener Tannenforsten,
Wo Wölfe heulen, Geier horsten
Und schrecklich grunzt die ... weiterlesen


Babylonische Sorgen

Mich ruft der Tod - Ich wollt`, o Süße,
Daß ich dich in einem Wald verließe,
In einem jener Tannenforsten,
Wo Wölfe heulen, Geier horsten
Und schrecklich grunzt die wilde ... weiterlesen


Caput XVIII

Minden ist eine feste Burg,
Hat gute Wehr und Waffen!
Mit preußischen Festungen hab ich jedoch
Nicht gerne was zu schaffen.

Wir kamen dort an zur Abendzeit.
... weiterlesen


Deutschland. Ein Wintermärchen, Caput XVIII

Minden ist eine feste Burg,
Hat gute Wehr und Waffen!
Mit preußischen Festungen hab ich jedoch
Nicht gerne was zu schaffen.

Wir kamen dort an zur Abendzeit.
... weiterlesen


Aus einem »Kitty«-Zyklus IX

Mir redet ein die Eitelkeit,
Daß du mich heimlich liebest;
Doch klügre Einsicht flüstert mir,
Daß du nur Großmut übest;

Daß du den Mann zu würdgen ... weiterlesen


Mit dummen Mädchen, hab ich ge...

Mit dummen Mädchen, hab ich gedacht,
Nichts ist mit dummen anzufangen;
Doch als ich mich an die klugen gemacht,
Da ist es mir noch schlimmer ergangen.

Die klugen ... weiterlesen


Zum William Ratcliff 1

Mit starken Händen schob ich von den Pforten
Des dunkeln Geisterreichs die rostgen Eisenriegel;
Vom roten Buch der Liebe riß ich dorten
Die urgeheimnisvollen sieben Siegel;
... weiterlesen


Der Ex-Nachtwächter

Mißgelaunt, sagt man, verließ er
Stuttgart an dem Neckarstrand,
Und zu München an der Isar
Ward er Schauspielintendant.

Das ist eine schöne Gegend
... weiterlesen


Morgens steh ich auf

Morgens steh ich auf und frage:
Kommt feins Liebchen heut,
Abends sink ich hin und klage:
Ausblieb sie auch heut.

In der Nacht in meinem Kummer
Lieg ich ... weiterlesen


Die Lehre

Mutter zum Bienelein:
»Hüt dich vor Kerzenschein!«
Doch was die Mutter spricht,
Bienelein achtet nicht;

Schwirret ums Licht herum,
Schwirret mit ... weiterlesen


Die Lehre

Mutter zum Bienelein:
`Hüt dich vor Kerzenschein!`
Doch was die Mutter spricht,
Bienelein achtet nicht;
Schwirret ums Licht herum,
Schwirret mit Sum-sum-sum,
... weiterlesen


Jehuda ben Halevy III

Nach der Schlacht bei Arabella
Hat der große Alexander
Land und Leute des Darius,
Hof und Harem, Pferde, Weiber,

Elefanten und Dariken,
Kron und Szepter, ... weiterlesen


Die Grenadiere

Nach Frankreich zogen zwei Grenadier,
Die waren in Rußland gefangen,
Und als sie kamen ins deutsche Quartier,
Sie ließen die Köpfe hangen.

Da hörten sie beide ... weiterlesen


Die Grenadiere

Nach Frankreich zogen zwei Grenadier,
Die waren in Rußland gefangen.
Und als sie kamen ins deutsche Quartier,
Sie ließen die Köpfe hangen.

Da hörten sie beide die ... weiterlesen


Nachts, erfaßt vom wilden Geiste

Nachts, erfaßt vom wilden Geiste,
Streck ich die geballten Fäuste
Drohend aus - jedoch erschlafft
Sinkt der Arm, mir fehlt die Kraft.

Leib und Seele sind ... weiterlesen


Verheißung

Nicht mehr barfuß sollst du traben,
Deutsche Freiheit, durch die Sümpfe,
Endlich kommst du auf die Strümpfe,
Und auch Stiefel sollst du haben!

Auf dem Haupte ... weiterlesen


Rationalistische Exegese

Nicht von Raben, nein mit Raben
Wurde Elias ernähret -
Also ohne Wunder haben
Wir die Stelle uns erkläret.

Ja anstatt gebratner Tauben,
Gab man ihm ... weiterlesen


Nimmer glaub ich, junge Schöne,...

Nimmer glaub ich, junge Schöne,
Was die spröde Lippe spricht;
Solche große schwarze Augen
Solche hat die Tugend nicht.

Diese braungestreifte Lüge,
... weiterlesen


Caput XXII

Noch mehr verändert als die Stadt
Sind mir die Menschen erschienen,
Sie gehn so betrübt und gebrochen herum,
Wie wandelnde Ruinen.

Die Mageren sind noch dünner ... weiterlesen


Deutschland. Ein Wintermärchen, Caput XXII

Noch mehr verändert als die Stadt
Sind mir die Menschen erschienen,
Sie gehn so betrübt und gebrochen herum,
Wie wandelnde Ruinen.

Die Mageren sind noch dünner ... weiterlesen


Einem Abtrünnigen

O des heilgen Jugendmutes!
O, wie schnell bist du gebändigt!
Und du hast dich, kühlern Blutes,
Mit den lieben Herrn verständigt.

Und du bist zu Kreuz ... weiterlesen


An Hoffmann von Fallersleben

O Hoffmann, deutscher Brutus,
Wie bist du mutig und kühn,
Du setzest Läuse den Fürsten
In den Pelz, in den Hermelin.

Und wen es juckt, der kratzt sich,
... weiterlesen


Romanzero - Hebräische Melodien

O laß nicht ohne Lebensgenuß
Dein Leben verfließen!
Und bist du sicher vor dem Schuß,
So laß sie nur schießen.

Fliegt dir das Glück vorbei einmal,
... weiterlesen


Anno 1839

O, Deutschland, meine ferne Liebe,
Gedenk ich deiner, wein ich fast!
Das muntre Frankreich scheint mir trübe,
Das leichte Volk wird mir zur Last.

Nur der ... weiterlesen


O, habt ihr über Glück und Unglück

O, habt ihr über Glück und Unglück noch Gewalt
Ihr Götter! - Gebt dem Glück auf heute viel’ Befehle.
Denn Vater und Mutter, die schöne Seele
Feiern heute, ihren ... weiterlesen


O, mein genädiges Fräulein, erlaubt

O, mein genädiges Fräulein, erlaubt
Mir kranken Sohn der Musen,
Daß schlummernd ruhe mein Sängerhaupt
Auf Eurem Schwanenbusen!

»Mein Herr! wie können Sie es ... weiterlesen


Oben auf dem Rolandseck

Oben auf dem Rolandseck
Saß einmal ein Liebesgeck,
Seufzt’ sich fast das Herz heraus,
Kuckt’ sich fast die Augen aus
Nach dem hübschen Klösterlein,
Das da ... weiterlesen


Ahnung

Oben, wo die Sterne glühen,
Müssen uns die Freuden blühen,
Die uns unten sind versagt;
In des Todes kalten Armen
Kann das Leben erst erwarmen,
Und das Licht der ... weiterlesen


Caput XIX

Oh, Danton, du hast dich sehr geirrt
Und mußtest den Irrtum büßen!
Mitnehmen kann man das Vaterland
An den Sohlen, an den Füßen.

Das halbe Fürstentum ... weiterlesen


Deutschland. Ein Wintermärchen, Caput XIX

Oh, Danton, du hast dich sehr geirrt
Und mußtest den Irrtum büßen!
Mitnehmen kann man das Vaterland
An den Sohlen, an den Füßen.

Das halbe Fürstentum ... weiterlesen


Das goldne Kalb

oppelflöten, Hörner, Geigen
Spielen auf zum Götzenreigen,
Und es tanzen Jakobs Töchter
Um das goldne Kalb herum -
Brum - brum - brum -
Paukenschläge und ... weiterlesen


Eduard

Panaschierter Leichenwagen,
Schwarzbehängte Trauerpferde!
Ihm, den sie zu Grabe tragen,
Glückte nichts auf dieser Erde.

War ein junger Mann. Er hätte
... weiterlesen


Pfalzgräfin Jutta

Pfalzgräfin Jutta fuhr über den Rhein,
Im leichten Kahn, bei Mondenschein.
Die Zofe rudert, die Gräfin spricht:
»Siehst du die sieben Leichen nicht,
Die hinter uns ... weiterlesen


Auferstehung

Posaunenruf erfüllt die Luft,
Und furchtbar schallt es wider;
Die Toten steigen aus der Gruft,
Und schütteln und rütteln die Glieder.

Was Beine hat, das trollt ... weiterlesen


Neuer Frühling - Prolog

Prolog In Gemäldegalerien
Siehst du oft das Bild des Manns,
Der zum Kampfe wollte ziehen,
Wohlbewehrt mit Schild und Lanz.

Doch ihn necken Amoretten,
... weiterlesen


Vitzliputzli

Präludium

Dieses ist Amerika!
Dieses ist die neue Welt!
Nicht die heutige, die schon
Europäisieret abwelkt. -

Dieses ist die neue Welt!
Wie ... weiterlesen


Vitzliputzli

Präludium


Dieses ist Amerika!
Dieses ist die Neue Welt!
Nicht die heutige, die schon
Europäisieret abwelkt. -

Dieses ist die Neue Welt,
... weiterlesen


Diesseits und jenseits des Rheins

Sanftes Rasen, wildes Kosen,
Tändeln mit den glühnden Rosen,
Holde Lüge, süßer Dunst,
Die Veredlung roher Brunst,
Kurz, der Liebe heitre Kunst -
Da seid ... weiterlesen


Saphire sind die Augen

Saphire sind die Augen dein,
Die lieblichen, die süßen.
O, dreimal glücklich ist der Mann,
Den sie mit Liebe grüßen.

Dein Herz, es ist ein Diamant,
Der edle ... weiterlesen


Schattenküsse, Schattenliebe

Schattenküsse, Schattenliebe,
Schattenleben, wunderbar!
Glaubst du, Närrin, alles bliebe
Unverändert, ewig wahr?

Was wir lieblich fest besessen,
Schwindet hin, ... weiterlesen


Widmung zu den »Reisebildern« III

Schau hinein ins Buch, da drinnen
Siehst du Nebelmenschen schwanken,
Siehst wie blutende Gedanken
Durch die weißen Herzen rinnen.

Aber auch lebendge Rosen
... weiterlesen


Doktrin

Schlage die Trommel und fürchte dich nicht,
Und küsse die Marketenderin!
Das ist die ganze Wissenschaft,
Das ist der Bücher tiefster Sinn.

Trommle die Leute aus ... weiterlesen


Doktrin

Schlage die Trommel und fürchte dich nicht,
und küsse die Marketenderin!
Das ist die ganze Wissenschaft,
das ist der Bücher tiefster Sinn.

Trommle die Leute aus dem ... weiterlesen


Schwarze Röcke

Schwarze Röcke, Seidenstrümpfe
weiße, höfliche Manschetten,
sanfte Reden, embrassieren,
wenn sie doch nur Herzen hätten.

Herzen in der Brust und Liebe,
warme ... weiterlesen


Zu »Clarisse« IV

Schütz Euch Gott vor Überhitzung,
Allzu starke Herzensklopfung,
Allzu riechbarliche Schwitzung,
Und vor Magenüberstopfung.

Wie am Tage Eurer Hochzeit,
... weiterlesen


Schöne, wirtschaftliche Dame

Schöne, wirtschaftliche Dame,
Haus und Hof ist wohlbestellt,
Wohlversorgt ist Stall und Keller,
Wohlbeackert ist das Feld.

Jeder Winkel in dem Garten
Ist ... weiterlesen


Sei mir gegrüßt, du große

Sei mir gegrüßt, du große,
Geheimnisvolle Stadt,
Die einst in ihrem Schoße
Mein Liebchen umschlossen hat.

Sagt an, ihr Türme und Tore,
Wo ist die Liebste ... weiterlesen


Selig dämmernd, sonder Harm

Selig dämmernd, sonder Harm,
Liegt der Mensch in Freundes Arm;
Da kommt plötzlich wies Verhängnis
Des Consiliums Bedrängnis,
Und weit fort von seinen Lieben,
... weiterlesen


Sie haben mich gequält

Sie haben mich gequälet,
Geärgert blau und blaß,
Die einen mit ihrer Liebe,
Die andern mit ihrem Haß.

Sie haben das Brot mir vergiftet,
Sie gossen mir Gift ... weiterlesen


Ein Weib

Sie hatten sich beide so herzlich lieb,
Spitzbübin war sie, er war ein Dieb.
Wenn er Schelmenstreiche machte,
Sie warf sich aufs Bett und lachte.

Der Tag verging ... weiterlesen


Ein Weib

Sie hatten sich beide so herzlich lieb,
Spitzbübin war sie, er war ein Dieb.
Wenn er Schelmenstreiche machte,
Sie warf sich aufs Bett und lachte.

Der Tag verging in ... weiterlesen


Sie küßten mich mit ihren falschen Lippen

Sie küßten mich mit ihren falschen Lippen,
Sie haben mir kredenzt den Saft der Reben,
Sie haben mich dabei mit Gift vergeben -
Das taten mir die Magen und die Sippen.
... weiterlesen


Am Teetisch

Sie saßen und tranken am Teetisch,
und sprachen von Liebe viel.
Die Herren, die waren ästhetisch,
die Damen von zartem Gefühl.

`Die Liebe muss sein ... weiterlesen


Sie saßen und tranken am Teetisch...

Sie saßen und tranken am Teetisch
und sprachen von Liebe viel.
Die Herren, die waren ästhetisch,
die Damen von zartem Gefühl.

`Die Liebe muß sein platonisch`,
... weiterlesen


Bertha

Sie tat so fromm, sie tat so gut,
Ich glaubt einen Engel zu lieben;
Sie schrieb die schönsten Briefe mir,
Und konnt keine Blume betrüben.

In Bälde sollte ... weiterlesen


Michel nach dem März

Solang ich den deutschen Michel gekannt,
War er ein Bärenhäuter;
Ich dachte im März, er hat sich ermannt
Und handelt fürder gescheuter.

Wie stolz erhob er das ... weiterlesen


Warnung

Solche Bücher läßt du drucken!
Teurer Freund, du bist verloren!
Willst du Geld und Ehre haben,
Mußt du dich gehörig ducken.

Nimmer hätt ich dir geraten,
... weiterlesen


Sonnenaufgang

Sonne, purpurgeborene,
Glänzend im Glanz der Rubinenkron
Und des goldenen Mantels,
Steigest Du empor
Aus Deinem Palast von Kristall;

Vor Dir, wie ... weiterlesen


Neuer Frühling

Sorge nie, daß ich verrate
Meine Liebe vor der Welt,
Wenn mein Mund ob deiner Schönheit
Von Metaphern überquellt.

Unter einem Wald von Blumen
Liegt, in still ... weiterlesen


Sterne mit den goldnen Füßchen...

Sterne mit den goldnen Füßchen
Wandeln droben bang und sacht,
Daß sie nicht die Erde wecken,
Die da schläft im Schoß der Nacht.


Der Berliner Musenalmanach für 1830

Stieglitz
Singe nur fort, wir hören Dich gern. Wie die treffliche Gattin
Liebe die Muse; sie liebt innig, wie jene, Dich fast.

Chamisso
Bist Du der Alte doch ... weiterlesen


Bergidylle - 3

Still versteckt der Mond sich draußen
Hinterm grünen Tannenbaum,
Und im Zimmer unsre Lampe
Flackert matt und leuchtet kaum.

Aber meine blauen Sterne
... weiterlesen


An den Hofrat Georg S. in Göttingen

Stolz und gebietend ist des Leibes Haltung,
Doch Sanftmut sieht man um die Lippen schweben,
Das Auge blitzt, und alle Muskeln beben,
Doch bleibt im Reden ruhige Entfaltung.
... weiterlesen


Stunden, Tage, Ewigkeiten

Stunden, Tage, Ewigkeiten
Sind es, die wie Schnecken gleiten;
Diese grauen Riesenschnecken
Ihre Hörner weit ausrecken.

Manchmal in der öden Leere,
... weiterlesen


Bergidylle - 2

Tannenbaum, mit grünen Fingern,
Pocht ans niedre Fensterlein,
Und der Mond, der stille Lauscher,
Wirft sein goldnes Licht herein.

Vater, Mutter schnarchen ... weiterlesen


Meergruß

Thalatta! Thalatta!
Sei mir gegrüßt, du ewiges Meer!
Sei mir gegrüßt zehntausendmal,
Aus jauchzendem Herzen,
Wie einst dich begrüßten
Zehntausend ... weiterlesen


Der Asra

Täglich ging die wunderschöne
Sultanstochter auf und nieder
Um die Abendzeit am Springbrunn,
Wo die weißen Wasser plätschern.

Täglich stand der junge ... weiterlesen


Der Asra

Täglich ging die Wunderschöne
Sultanstochter auf und nieder
Um die Abendzeit am Springbrunn,
wo die weißen Wasser Plätschern.

Täglich stand der junge Sklave
... weiterlesen


Stoßseufzer

Unbequemer neuer Glauben!
Wenn sie uns den Herrgott rauben,
Hat das Fluchen auch ein End -
Himmel-Herrgott-Sakrament!

Wir entbehren leicht das Beten,
Doch ... weiterlesen


Caput V

Und als ich an die Rheinbrück’ kam,
Wohl an die Hafenschanze,
Da sah ich fließen den Vater Rhein
Im stillen Mondenglanze.

`Sei mir gegrüßt, mein Vater ... weiterlesen


Deutschland. Ein Wintermärchen, Caput V

Und als ich an die Rheinbrück’ kam,
Wohl an die Hafenschanze,
Da sah ich fließen den Vater Rhein
Im stillen Mondenglanze.

»Sei mir gegrüßt, mein Vater ... weiterlesen


Und bist du erst mein ehlich Weib

Und bist du erst mein ehlich Weib,
Dann bist du zu beneiden,
Dann lebst du in lauter Zeitvertreib,
In lauter Pläsier und Freuden.
Und wenn du schiltst und wenn du ... weiterlesen


Und bist du erst mein ehlich Weib

Und bist du erst mein ehlich Weib,
Dann bist du zu beneiden,
Dann lebst du in lauter Zeitvertreib,
In lauter Pläsier und Freuden.

Und wenn du schiltst und wenn du ... weiterlesen


Aus einem »Kitty«-Zyklus II

Unsre Seelen bleiben freilich,
In platonischer Empfindung,
Fest vereinigt, unzerstörbar
Ist die geistige Verbindung.

Ja sogar im Trennungsfalle
Fänden sie ... weiterlesen


Valkyren

Unten Schlacht. Doch oben schossen
Durch die Luft auf Wolkenrossen
Drei Valkyren, und es klang
Schilderklirrend ihr Gesang:

Fürsten hadern, Völker streiten,
... weiterlesen


Der Gesang der Okeaniden

V

Abendlich blasser wird es am Meer,
Und einsam, mit seiner einsamen Seele,
Sitzt dort ein Mann auf dem kahlen Strand,
Und schaut, todkalten Blickes, hinauf
... weiterlesen


Lied des Gefangenen

V

Als meine Großmutter die Lise behext,
Da wollten die Leut sie verbrennen.
Schon hatte der Amtmann viel Dinte verklext,
Doch wollte sie nicht bekennen.
... weiterlesen


Romanzen V

V

Aus einem Briefe

(Die Sonne spricht:)

Was gehn dich meine Blicke an?
Das ist der Sonne gutes Recht,
Sie strahlt auf den Herrn wie auf den ... weiterlesen


Emma V

V

Bin ich bei dir, Zank und Not!
Und ich will mich fortbegeben!
Doch das Leben ist kein Leben
Fern von dir, es ist der Tod.

Grübelnd lieg ich in ... weiterlesen


Dein Angesicht so lieb und schön

V

Dein Angesicht so lieb und schön,
Das hab ich jüngst im Traum gesehn,
Es ist so mild und engelgleich,
Und doch so bleich, so schmerzenbleich.

... weiterlesen


Die Nacht ist feucht und stürmisch

V

Die Nacht ist feucht und stürmisch,
Der Himmel sternenleer;
Im Wald unter rauschenden Bäumen,
Wandle ich schweigend einher.

Es flimmert fern ein ... weiterlesen


Clarisse V

V

Es kommt zu spät, was du mir lächelst,
Was du mir seufzest, kommt zu spät!
Längst sind gestorben die Gefühle,
Die du so grausam einst verschmäht.
... weiterlesen


Zeitgedichte V

V

Geheimnis

Wir seufzen nicht, das Aug ist trocken,
Wir lächeln oft, wir lachen gar!
In keinem Blick, in keiner Miene,
Wird das Geheimnis ... weiterlesen


Neuer Frühling V

V

Gekommen ist der Maie,
Die Blumen und Bäume blühn,
Und durch die Himmelsbläue
Die rosigen Wolken ziehn.

Die Nachtigallen singen
... weiterlesen


Katharina V

V

Ich liebe solche weiße Glieder,
Der zarten Seele schlanke Hülle,
Wildgroße Augen und die Stirne
Umwogt von schwarzer Lockenfülle!

Du bist so ... weiterlesen


Zur Ollea V

V

inter

Die Kälte kann wahrlich brennen
Wie Feuer. Die Menschenkinder
Im Schneegestöber rennen
Und laufen immer geschwinder.

... weiterlesen


Hortense V

V

Neue Melodien spiel ich
Auf der neugestimmten Zither.
Alt ist der Text! Es sind die Worte
Salomos: Das Weib ist bitter.

Ungetreu ist sie dem ... weiterlesen


Schöpfungslieder V

V

Sprach der Herr am sechsten Tage:
Hab am Ende nun vollbracht
Diese große, schöne Schöpfung,
Und hab alles gut gemacht.

Wie die Sonne ... weiterlesen


Was treibt und tobt mein tolles Blut

V

Was treibt und tobt mein tolles Blut?
Was flammt mein Herz in wilder Glut?
Es kocht mein Blut und schäumt und gärt,
Und grimme Glut mein Herz verzehrt.
... weiterlesen


Angélique V

V

Wenn ich, beseligt von schönen Küssen,
In deinen Armen mich wohl befinde,
Dann mußt du mir nie von Deutschland reden; -
Ich kanns nicht vertragen - es hat ... weiterlesen


Seraphine V

V

Wie neubegierig die Möwe
Nach uns herüberblickt,
Weil ich an deine Lippen
So fest mein Ohr gedrückt!

Sie möchte gerne wissen,
Was ... weiterlesen


Unterwelt V

V

»Zuweilen dünkt es mich, als trübe
Geheime Sehnsucht deinen Blick -
Ich kenn es wohl, dein Mißgeschick:
Verfehltes Leben, verfehlte Liebe!

... weiterlesen


Verdroßnen Sinn im kalten Herzen...

Verdroßnen Sinn im kalten Herzen hegend,
Reis ich verdrießlich durch die kalte Welt,
Zu Ende geht der Herbst, ein Nebel hält
Feuchteingehüllt die abgestorbne Gegend.

... weiterlesen


Verlaß Berlin

Verlaß Berlin, mit seinem dicken Sande
Und dünnen Tee und überwitzgen Leuten,
Die Gott und Welt, und was sie selbst bedeuten,
Begriffen längst mit Hegelschem Verstande.
... weiterlesen


Warnung

Verletze nicht durch kalten Ton
Den Jüngling, welcher dürfrig, fremd,
Um Hilfe bittend, zu dir kömmt -
Er ist vielleicht ein Göttersohn.

Siehst du ihn wieder ... weiterlesen


Zur Ollea VI

VI

Altes Kaminstück

Draußen ziehen weiße Flocken
Durch die Nacht, der Sturm ist laut;
Hier im Stübchen ist es trocken,
Warm und einsam, ... weiterlesen


Zeitgedichte VI

VI

Bei des Nachtwächters Ankunft zu Paris

»Nachtwächter mit langen Fortschrittsbeinen,
Du kommst so verstört einhergerannt!
Wie geht es daheim den ... weiterlesen


Katharina VI

VI

Der Frühling schien schon an dem Tor
Mich freundlich zu erwarten.
Die ganze Gegend steht im Flor
Als wie ein Blumengarten.

Die Liebste sitzt an ... weiterlesen


Schöpfungslieder VI

VI

Der Stoff, das Material des Gedichts,
Das saugt sich nicht aus dem Finger;
Kein Gott erschafft die Welt aus nichts,
So wenig wie irdische Singer.

... weiterlesen


Im süßen Traum, bei stiller Nacht

VI

Im süßen Traum, bei stiller Nacht,
Da kam zu mir, mit Zaubermacht,
Mit Zaubermacht, die Liebste mein,
Sie kam zu mir ins Kämmerlein.

Ich schau ... weiterlesen


Neuer Frühling VI

VI

Leise zieht durch mein Gemüt
Liebliches Geläute.
Klinge, kleines Frühlingslied,
Kling hinaus ins Weite.

Kling hinaus, bis an das Haus,
... weiterlesen


Hortense VI

VI

Nicht lange täuschte mich das Glück,
Das du mir zugelogen,
Dein Bild ist wie ein falscher Traum
Mir durch das Herz gezogen.

Der Morgen kam, die ... weiterlesen


Emma VI

VI

Schon mit ihren schlimmsten Schatten
Schleicht die böse Nacht heran;
Unsre Seelen, sie ermatten,
Gähnend schauen wir uns an.

Du wirst alt und ... weiterlesen


Seraphine VI

VI

Sie floh vor mir wie ’n Reh so scheu,
Und wie ein Reh geschwinde!
Sie kletterte von Klipp zu Klipp,
Ihr Haar, das flog im Winde.

Wo sich zum ... weiterlesen


Romanzen VI

VI

Unstern

Der Stern erstrahlte so munter,
Da fiel er vom Himmel herunter.
Du fragst mich, Kind, was Liebe ist?
Ein Stern in einem Haufen Mist.
... weiterlesen


Die Götter Griechenlands

VI

Vollblühender Mond! In deinem Licht,
Wie fließendes Gold, erglänzt das Meer;
Wie Tagesklarheit, doch dämmrig verzaubert,
Liegts über der weiten ... weiterlesen


Warte, warte, wilder Schiffsmann

VI

Warte, warte, wilde Schiffsmann,
Gleich folg ich zum Hafen dir;
Von zwei Jungfraun nehm ich Abschied,
Von Europa und von Ihr.

Blutquell, rinn aus ... weiterlesen


Angélique VI

VI

Während ich nach andrer Leute,
Andrer Leute Schätze spähe,
Und vor fremden Liebestüren
Schmachtend auf- und nieder gehe:

Treibts vielleicht ... weiterlesen


Zum Hausfrieden

Viele Weiber, viele Flöhe,
Viele Flöhe, vieles Jucken -
Tun sie heimlich dir ein Wehe,
Darfst du dennoch dich nicht mucken.

Denn sie rächen, schelmisch ... weiterlesen


Zum Hausfrieden

Viele Weiber, viele Flöhe,
Viele Flöhe, vieles Jucken -
Tun sie heimlich dir ein Wehe,
Darfst du dennoch dich nicht mucken,

Denn sie rächen, schelmisch lächelnd,
... weiterlesen


Romanzen VII

VII

Anno 1829

Daß ich bequem verbluten kann,
Gebt mir ein edles, weites Feld!
Oh, laßt mich nicht ersticken hier
In dieser engen Krämerwelt!
... weiterlesen


Seraphine VII

VII

Auf diesem Felsen bauen wir
Die Kirche von dem dritten,
Dem dritten neuen Testament;
Das Leid ist ausgelitten.

Vernichtet ist das Zweierlei,
... weiterlesen


Neuer Frühling VII

VII

Der Schmetterling ist in die Rose verliebt,
Umflattert sie tausendmal,
Ihn selber aber, goldig zart,
Umflattert der liebende Sonnenstrahl.

... weiterlesen


Zeitgedichte VII

VII

Der Tambourmajor

Das ist der alte Tambourmajor,
Wie ist er jetzt herunter!
Zur Kaiserzeit stand er in Flor,
Da war er glücklich und munter.
... weiterlesen


Angélique VII

VII

Ja freilich, du bist mein Ideal,
Habs dir ja oft bekräftigt
Mit Küssen und Eiden sonder Zahl;
Doch heute bin ich beschäftigt.

Komm morgen ... weiterlesen


Katharina VII

VII

Jüngstens träumte mir: spazieren
In dem Himmelreiche ging ich,
Ich mit dir - denn ohne dich
Wär der Himmel eine Hölle.

Dort sah ich die ... weiterlesen


Nachts in der Kajüte

VII

Nachts in der KajüteDas Meer hat seine Perlen,
Der Himmel hat seine Sterne,
Aber mein Herz, mein Herz,
Mein Herz hat seine Liebe.

Groß ist das ... weiterlesen


Zur Ollea VII

VII

Sehnsüchtelei

In dem Traum siehst du die stillen
Fabelhaften Blumen prangen;
Und mit Sehnsucht und Verlangen
Ihre Düfte dich erfüllen.
... weiterlesen


Schöpfungslieder VII

VII

Warum ich eigentlich erschuf
Die Welt, ich will es gern bekennen:
Ich fühlte in der Seele brennen
Wie Flammenwahnsinn, den Beruf.

Krankheit ist ... weiterlesen


Wir saßen am Fischerhause

VII

Wir saßen am Fischerhause,
Und schauten nach der See;
Die Abendnebel kamen,
Und stiegen in die Höh.

Im Leuchtturm wurden die Lichter
... weiterlesen


Laß die heilgen Parabolen...

VIII Zum Lazarus

Laß die heilgen Parabolen,
Laß die frommen Hypothesen -
Suche die verdammten Fragen
Ohne Umschweif uns zu lösen.

Warum schleppt ... weiterlesen


Mich locken nicht die Himmelsa...

VIII. Zum Lazarus

Mich locken nicht die Himmelsauen
Im Paradies, im selgen Land;
Dort find ich keine schönre Frauen
Als ich bereits auf Erden fand.

... weiterlesen


Romanzen VIII

VIII

Anno 1839

O, Deutschland, meine ferne Liebe,
Gedenk ich deiner, wein ich fast!
Das muntre Frankreich scheint mir trübe,
Das leichte Volk wird ... weiterlesen


Die Heimführung

VIII

Die HeimführungIch geh nicht allein, mein feines Lieb,
Du mußt mit mir wandern
Nach der lieben, alten, schaurigen Klause,
In dem trüben, kalten, traurigen ... weiterlesen


Du schönes Fischermädchen

VIII

Du schönes Fischermädchen,
Treibe den Kahn ans Land;
Komm zu mir und setz dich nieder,
Wir kosen Hand in Hand.

Leg an mein Herz dein ... weiterlesen


Zeitgedichte VIII

VIII

Entartung

Hat die Natur sich auch verschlechtert,
Und nimmt sie Menschenfehler an?
Mich dünkt, die Pflanzen und die Tiere,
Sie lügen jetzt ... weiterlesen


Neuer Frühling VIII

VIII

Es erklingen alle Bäume,
Und es singen alle Nester -
Wer ist der Kapellenmeister
In dem grünen Waldorchester?

Ist es dort der graue ... weiterlesen


Der Phönix

VIII

Es kommt ein Vogel geflogen aus Westen,
Er fliegt gen Osten,
Nach der östlichen Gartenheimat,
Wo Spezereien duften und wachsen,
Und Palmen rauschen ... weiterlesen


Es stehen unbeweglich

VIII

Es stehen unbeweglich
  Die Sterne in der Höh,
  Viel tausend Jahr, und schauen
  Sich an mit Liebesweh.

Sie sprechen eine ... weiterlesen


Sturm

VIII

Es wütet der Sturm,
Und er peitscht die Wellen,
Und die Welln, wutschäumend und bäumend,
Türmen sich auf, und es wogen lebendig
Die weißen ... weiterlesen


Seraphine VIII

VIII

Graue Nacht liegt auf dem Meere,
Und die kleinen Sterne glimmen.
Manchmal tönen in dem Wasser
Lange hingezogne Stimmen.

Dorten spielt der alte ... weiterlesen


Zur Ollea VIII

VIII

Helena

Du hast mich beschworen aus dem Grab
Durch deinen Zauberwillen,
Belebtest mich mit Wollustglut -
Jetzt kannst du die Glut nicht ... weiterlesen


Katharina VIII

VIII

in jeder hat zu diesem Feste
Sein liebes Liebchen mitgebracht,
Und freut sich der blühenden Sommernacht; -
Ich wandle allein, mir fehlt das Beste.

... weiterlesen


Angélique VIII

VIII

Schaff mich nicht ab, wenn auch den Durst
Gelöscht der holde Trunk;
Behalt mich noch ein Vierteljahr,
Dann hab auch ich genung.

Kannst du ... weiterlesen


Zum Lazarus 7

Vom Schöppenstuhle der Vernunft
Bist du vollständig freigesprochen;
Das Urteil sagt: die Kleine hat
Durch Tun und Reden nichts verbrochen.

Ja, stumm und tatlos ... weiterlesen


Caput XX

Von Harburg fuhr ich in einer Stund’
Nach Hamburg. Es war schon Abend.
Die Sterne am Himmel grüßten mich,
Die Luft war lind und labend.

Und als ich zu meiner ... weiterlesen


Deutschland. Ein Wintermärchen, Caput XX

Von Harburg fuhr ich in einer Stund’
Nach Hamburg. Es war schon Abend.
Die Sterne am Himmel grüßten mich,
Die Luft war lind und labend.

Und als ich zu meiner ... weiterlesen


Caput VIII

Von Köllen bis Hagen kostet die Post
Fünf Taler sechs Groschen preußisch.
Die Diligence war leider besetzt,
Und ich kam in die offene Beichais’.

Ein ... weiterlesen


Deutschland. Ein Wintermärchen, Caput VIII

Von Köllen bis Hagen kostet die Post
Fünf Taler sechs Groschen preußisch.
Die Diligence war leider besetzt,
Und ich kam in die offene Beichais’.

Ein ... weiterlesen


Caput IX

Von Köllen war ich drei Viertel auf acht
Des Morgens fortgereiset;
Wir kamen nach Hagen schon gegen drei,
Da ward zu Mittag gespeiset.

Der Tisch war gedeckt. Hier ... weiterlesen


Deutschland. Ein Wintermärchen, Caput IX

Von Köllen war ich drei Viertel auf acht
Des Morgens fortgereiset;
Wir kamen nach Hagen schon gegen drei,
Da ward zu Mittag gespeiset.

Der Tisch war gedeckt. Hier ... weiterlesen


Zu »Yolanthe und Marie«

Vor der Brust die trikoloren
Blumen, sie bedeuten: frei,
Dieses Herz ist frei geboren,
Und es haßt die Sklaverei.

Königin Marie, die Vierte
Meines ... weiterlesen


Schöne Wiege meiner Leiden

VSchöne Wiege meiner Leiden,
Schönes Grabmal meiner Ruh,
Schöne Stadt, wir müssen scheiden, -
Lebe wohl! ruf ich dir zu.

Lebe wohl, du heilge Schwelle,
... weiterlesen


Lotosblume

Wahrhaftig, wir beide bilden
Ein kurioses Paar,
Die Liebste ist schwach auf den Beinen,
Der Liebhaber lahm sogar.

Sie ist ein leidendes Kätzchen,
Und er ... weiterlesen


Lotosblume

Wahrhaftig, wir beide bilden
Ein kurioses Paar,
Die Liebste ist schwach auf den Beinen,
Der Liebhaber lahm sogar.

Sie ist ein leidendes Kätzchen,
Und er ist ... weiterlesen


Erinnerung an Hammonia

Waisenkinder, zwei und zwei,
Wallen fromm und froh vorbei,
Tragen alle blaue Röckchen,
Haben alle rote Bäckchen -
O, die hübschen Waisenkinder!

Jeder ... weiterlesen


Warte, wilder Schiffmann

Warte, warte, wilder Schiffmann,
gleich folg` ich zum Hafen dir;
von zwei Jungfraun nehm` ich Abschied,
von Europa und von ihr.

Blutquell, rinn` aus meinen Augen,
... weiterlesen


Caput XXVII

Was sich in jener Wundernacht
Des weitern zugetragen,
Erzähl ich euch ein andermal,
In warmen Sommertagen.

Das alte Geschlecht der Heuchelei
Verschwindet, ... weiterlesen


Deutschland. Ein Wintermärchen, Caput XXVII

Was sich in jener Wundernacht
Des weitern zugetragen,
Erzähl ich euch ein andermal,
In warmen Sommertagen.

Das alte Geschlecht der Heuchelei
Verschwindet, ... weiterlesen


Mittelalterliche Roheit

Weicht dem Aufschwung schöner Künste:
Instrument moderner Bildung
Ist vorzüglich das Klavier.

Auch die Eisenbahnen wirken
Heilsam aufs Familienleben,
... weiterlesen


Wartet nur

Weil ich so ganz vorzüglich blitze,
Glaubt Ihr, daß ich nicht donnert könnt!
Ihr irrt Euch sehr, denn ich besitze
Gleichfalls fürs Donnern ein Talent.

Es wird ... weiterlesen


Welch ein zierlich Ebenmaß

Welch ein zierlich Ebenmaß
In den hochgeschossnen Gliedern!
Auf dem schlanken Hälschen wiegt sich
Ein bezaubernd kleines Köpfchen.

Reizend halb und halb auch ... weiterlesen


Welcher Frevel

Welcher Frevel, Freund! Abtrünnig
Wirst du deiner fetten Hanne,
Und du liebst jetzt jene spinnig
Dürre, magre Marianne!

Läßt man sich vom Fleische locken,
... weiterlesen


Welcher Frevel...

Welcher Frevel, Freund! Abtrünnig
Wirst du deiner fetten Hanne,
Und du liebst jetzt jene spinnig
Dürre, magre Marianne!

Läßt man sich vom Fleische locken,
... weiterlesen


Wahrhaftig

Wenn der Frühling kommt mit dem Sonnenschein,
dann knospen und blühen die Blümlein auf;
Wenn der Mond beginnt seinen Strahlenlauf,
Dann schwimmen die Sternlein hintendrein;
... weiterlesen


Wenn der Frühling kommt

Wenn der Frühling kommt mit dem Sonnenschein,
Dann knospen und blühen die Blümlein auf;
Wenn der Mond beginnt seinen Strahlenlauf,
Dann schwimmen die Sternlein hinterdrein;
... weiterlesen


Wenn ich an deinem Hause

Wenn ich an deinem Hause
Des Morgens vorübergeh,
So freut`s mich, du liebe Kleine,
Wenn ich dich am Fenster seh.

Mit deinen schwarzbraunen Augen
Siehst du mich ... weiterlesen


Wenn ich auf dem Lager

Wenn ich auf dem Lager liege,
In Nacht und Kissen gehüllt,
So schwebt mir vor ein süßes,
Anmutig liebes Bild.

Wenn mir der stille Schlummer
Geschlossen die ... weiterlesen


Wenn ich bei meiner Liebsten bin

Wenn ich bei meiner Liebsten bin
Dann geht das Herz mir auf
Dann dünk ich mich reich in meinem Sinn
Und frag: ob die Welt zu Kauf?

Doch wenn ich wieder scheiden ... weiterlesen


Wenn ich in deine Augen seh

Wenn ich in deine Augen seh,
So schwindet all mein Leid und Weh;
Doch wenn ich küsse deinen Mund,
So werd ich ganz und gar gesund.

Wenn ich mich lehn an deine ... weiterlesen


Wenn ich, beseligt von schönen Küssen,...

Wenn ich, beseligt von schönen Küssen,
In deinen Armen mich wohl befinde,
Dann mußt du mir nie von Deutschland reden; ­
Ich kanns nicht vertragen ­ es hat seine Gründe.
... weiterlesen


Wenn ich...

Wenn ich, beseligt von schönen Küssen,
In deinen Armen mich wohl befinde,
Dann mußt du mir nie von Deutschland reden, –
Ich kanns nicht vertragen – es hat seine ... weiterlesen


Wenn junge Herzen brechen

Wenn junge Herzen brechen,
So lachen drob die Sterne,
Sie lachen und sie sprechen
Herab aus der blauen Ferne:

»Die armen Menschen lieben
Sich zwar mit ... weiterlesen


Romanzero - Historien

Wenn man an dir Verrat geübt,
Sei du um so treuer;
Und ist deine Seele zu Tode betrübt,
So greife zur Leier.Die Saiten klingen! Ein Heldenlied,
Voll Flammen und ... weiterlesen


Wenn sich die Blutegel vollgesogen

Wenn sich die Blutegel vollgesogen,
Man streut auf ihren Rücken bloß
Ein bißchen Salz, und sie fallen ab -
Doch dich, mein Freund, wie werd ich dich los?

Mein ... weiterlesen


Himmelsbräute

Wer dem Kloster geht vorbei
Mitternächtlich, sieht die Fenster
Hell erleuchtet. Ihren Umgang
Halten dorten die Gespenster.

Eine düstre Prozession
Toter ... weiterlesen


Wer ein Herz hat

Wer ein Herz hat und im Herzen
Liebe trägt, ist überwunden
Schon zur Hälfte; und so lieg ich
Jetzt geknebelt und gebunden - - -

Wenn ich sterbe, wird die ... weiterlesen


Epilog

Wie auf dem Felde die Weizenhalmen,
So wachsen und wogen im Menschengeist
Die Gedanken.
Aber die zarten Gedanken der Liebe
Sind wie lustig dazwischenblühende,
Rot und ... weiterlesen


Zu »Clarisse« VI

Wie du knurrst und lachst und brütest,
Wie du dich verdrießlich windest,
Wenn du ohne selbst zu lieben
Dennoch Eifersucht empfindest!

Nicht die duftig rote ... weiterlesen


Zu »Angelique« I

Wie entwickeln sich doch schnelle,
Aus der flüchtigsten Empfindung,
Leidenschaften ohne Grenzen
Und die zärtlichste Verbindung!

Täglich wächst zu dieser ... weiterlesen


Maria Antoinette

Wie heiter im Tuilerienschloß
Blinken die Spiegelfenster,
Und dennoch dort am hellen Tag
Gehn um die alten Gespenster.

Es spukt im Pavillon de Flor’
... weiterlesen


Caput XXIV

Wie ich die enge Sahltrepp’ hinauf-
Gekommen, ich kann es nicht sagen;
Es haben unsichtbare Geister mich
Vielleicht hinaufgetragen.

Hier, in Hammonias ... weiterlesen


Deutschland. Ein Wintermärchen, Caput XXIV

Wie ich die enge Sahltrepp’ hinauf-
Gekommen, ich kann es nicht sagen;
Es haben unsichtbare Geister mich
Vielleicht hinaufgetragen.

Hier, in Hammonias ... weiterlesen


Wie langsam kriechet sie dahin,...

Wie langsam kriechet sie dahin,
Die Zeit, die schauderhafte Schnecke!
Ich aber, ganz bewegungslos
Blieb ich hier auf demselben Flecke.

In meine dunkle Zelle ... weiterlesen


Zum Lazarus 3

Wie langsam kriechet sie dahin,
Die Zeit, die schauderhafte Schnecke!
Ich aber, ganz bewegungslos
Blieb ich hier auf demselben Flecke.

In meine dunkle Zelle ... weiterlesen


Wie neubegierig die Möwe

Wie neubegierig die Möwe
Nach uns herüberblickt,
Weil ich an deine Lippen
So fest mein Ohr gedrückt!

Sie möchte gerne wissen,
Was deinem Mund entquillt,
... weiterlesen


Burleskes Sonett

Wie nähm die Armut bald bei mir ein Ende,
Wüßt ich den Pinsel kunstgerecht zu führen
Und hübsch mit bunten Bildern zu verzieren
Der Kirchen und der Schlösser stolze ... weiterlesen


Wie schändlich du gehandelt...

Wie schändlich du gehandelt,
Ich hab es den Menschen verhehlet,
Und bin hinausgefahren aufs Meer,
Und hab es den Fischen erzählet.

Ich laß dir den guten Namen
... weiterlesen


Wie schön er ist

Wie schön er ist, so qualvoll auch
Mit seinen Feuerbränden,
Ist dieses Lebens Fiebertraum -
Laß bald, o Gott, ihn enden.

Erschließe mir dein Schattenland,
... weiterlesen


Erinnerung aus Krähwinkels Schreckenstagen

Wir Bürgermeister und Senat,
Wir haben folgendes Mandat
Stadtväterlichst an alle Klassen
Der treuen Bürgerschaft erlassen.

Ausländer, Fremde, sind es meist,
... weiterlesen


Wir haben viel füreinander gefühlt...

Wir haben viel füreinander gefühlt,
und dennoch uns gar vortrefflich vertragen,
wir haben oft `Mann und Frau` gespielt,
und dennoch uns nicht gerauft und geschlagen.
... weiterlesen


Wir müssen zugleich uns betrüben

Wir müssen zugleich uns betrüben
Und lachen, wenn wir schaun,
Daß sich die Herzen lieben
Und sich die Köpfe nicht traun.

Fühlst du, mein süßes Liebchen,
... weiterlesen


Wir saßen am Fischerhause

Wir saßen am Fischerhause,
Und schauten nach der See;
Die Abendnebel kamen,
Und stiegen in die Höh`.

Im Leuchtturm wurden die Lichter
Allmählich angesteckt,
... weiterlesen


Zur Beruhigung

Wir schlafen ganz, wie Brutus schlief -
Doch jener erwachte und bohrte tief
In Cäsars Brust das kalte Messer!
Die Römer waren Tyrannenfresser.

Wir sind keine Römer, ... weiterlesen


Wo

Wo wird einst des Wandermüden
Letzte Ruhestätte sein?
Unter Palmen in dem Süden?
Unter Linden an dem Rhein?

Werd ich wo in einer Wüste
Eingescharrt von ... weiterlesen


König Richard

Wohl durch der Wälder einödige Pracht
Jagt ungestüm ein Reiter;
Er bläst ins Horn, er singt und lacht
Gar seelenvergnügt und heiter.

Sein Harnisch ist von ... weiterlesen


Worte! Worte! keine Taten!

Worte! Worte! keine Taten!
Niemals Fleisch, geliebte Puppe,
Immer Geist und keinen Braten,
Keine Knödel in der Suppe!

Doch vielleicht ist dir zuträglich
... weiterlesen


Caput II

Während die Kleine von Himmelslust
Getrillert und musizieret,
Ward von den preußischen Douaniers
Mein Koffer visitieret.

Beschnüffelten alles, kramten herum
... weiterlesen


Deutschland. Ein Wintermärchen, Caput II

Während die Kleine von Himmelslust
Getrillert und musizieret,
Ward von den preußischen Douaniers
Mein Koffer visitieret.

Beschnüffelten alles, kramten herum
... weiterlesen


Zu »Clarisse« II

Wälderfreie Nachtigallen
Singen wild und ohne Regel,
Besser müssen dir gefallen
Flatternde Kanarienvögel.

Diese gelben zahmen Dinger
Seh ich dich im ... weiterlesen


Seraphine X

X

Das Fräulein stand am Meere
Und seufzte lang und bang,
Es rührte sie so sehre
Der Sonnenuntergang.

Mein Fräulein! sein Sie munter,
Das ... weiterlesen


Zur Ollea X

X

Die Engel

Freilich, ein ungläubger Thomas,
Glaub ich an den Himmel nicht,
Den die Kirchenlehre Romas
Und Jerusalems verspricht.

... weiterlesen


Die Lotosblume ängstigt

X

Die Lotosblume ängstigt
Sich vor der Sonne Pracht,
Und mit gesenktem Haupte
Erwartet sie träumend die Nacht.

Der Mond, der ist ihr Buhle,
... weiterlesen


Neuer Frühling X

X

Es hat die warme Frühlingsnacht
Die Blumen hervorgetrieben,
Und nimmt mein Herz sich nicht in acht,
So wird es sich wieder verlieben.

Doch ... weiterlesen


Zeitgedichte X

X

Lebensfahrt

Ein Lachen und Singen! Es blitzen und gaukeln
Die Sonnenlichter. Die Wellen schaukeln
Den lustigen Kahn. Ich saß darin
Mit lieben ... weiterlesen


Romanzen X

X

Ritter Olaf

1

Vor dem Dome stehn zwei Männer,
Tragen beide rote Röcke,
Und der eine ist der König,
Und der Henker ist der ... weiterlesen


Seegespenst

X
Ich aber lag am Rande des Schiffes,
Und schaute, träumenden Auges,
Hinab in das spiegelklare Wasser,
Und schaute tiefer und tiefer -
Bis tief, im ... weiterlesen


Zeitgedichte XI

XI

Das neue israelitische Hospital zu Hamburg

Ein Hospital für arme, kranke Juden,
Für Menschenkinder, welche dreifach elend,
Behaftet mit den bösen ... weiterlesen


Die Minnesänger

XI

Die MinnesängerZu dem Wettgesange schreiten
Minnesänger jetzt herbei;
Ei, das gibt ein seltsam Streiten,
Ein gar seltsames Turnei!

Phantasie, ... weiterlesen


Romanzen XI

XI

Die Nixen

Am einsamen Strande plätschert die Flut,
Der Mond ist aufgegangen,
Auf weißer Düne der Ritter ruht,
Von bunten Träumen befangen.
... weiterlesen


Neuer Frühling XI

XI

Es drängt die Not, es läuten die Glocken,
Und ach! ich hab den Kopf verloren!
Der Frühling und zwei schöne Augen,
Sie haben sich wider mein Herz ... weiterlesen


Seraphine XI

XI

Mit schwarzen Segeln segelt mein Schiff
Wohl über das wilde Meer;
Du weißt, wie sehr ich traurig bin,
Und kränkst mich doch so schwer.

Dein ... weiterlesen


Reinigung

XI

ReinigungBleib du in deiner Meerestiefe,
Wahnsinniger Traum,
Der du einst so manche Nacht
Mein Herz mit falschem Glück gequält hast,
Und jetzt, als ... weiterlesen


Neuer Frühling XII

XII

Ach, ich sehne mich nach Tränen,
Liebestränen, schmerzenmild,
Und ich fürchte, dieses Sehnen
Wird am Ende noch erfüllt.

Ach, der Liebe ... weiterlesen


Romanzen XII

XII

Bertrand de Born

Ein edler Stolz in allen Zügen,
Auf seiner Stirn Gedankenspur,
Er konnte jedes Herz besiegen,
Bertrand de Born, der ... weiterlesen


Der Abend kommt gezogen

XII

Der Abend kommt gezogen,
Der Nebel bedeckt die See;
Geheimnisvoll rauschen die Wogen,
Da steigt es weiß in die Höh.

Die Meerfrau steigt aus ... weiterlesen


Die Fensterschau

XII

Der bleiche Heinrich ging vorbei,
Schön Hedwig lag am Fenster.
Sie sprach halblaut: Gott steh mir bei,
Der unten schaut bleich wie Gespenster!

... weiterlesen


Du liebst mich nicht

XII

Du liebst mich nicht, du liebst mich nicht,
Das kümmert mich gar wenig;
Schau ich dir nur ins Angesicht,
So bin ich froh wie ’n König.

... weiterlesen


Zeitgedichte XII

XII

Georg Herwegh

Mein Deutschland trank sich einen Zopf,
Und du, du glaubtest den Toasten!
Du glaubtest jedem Pfeifenkopf
Und seinen ... weiterlesen


Frieden

XII

Hoch am Himmel stand die Sonne,
Von weißen Wolken umwogt,
Das Meer war still,
Und sinnend lag ich am Steuer des Schiffes,
Träumerisch sinnend, - und ... weiterlesen


Seraphine XII

XII

Wie schändlich du gehandelt,
Ich hab es den Menschen verhehlet,
Und bin hinausgefahren aufs Meer,
Und hab es den Fischen erzählet.

Ich laß ... weiterlesen


Neuer Frühling XIII

XIII

Die blauen Frühlingsaugen
Schaun aus dem Gras hervor;
Das sind die lieben Veilchen,
Die ich zum Strauß erkor.

Ich pflücke sie und denke,
... weiterlesen


Zeitgedichte XIII

XIII

Die Tendenz

Deutscher Sänger! sing und preise
Deutsche Freiheit, daß dein Lied
Unsrer Seelen sich bemeistre
Und zu Taten uns begeistre,
... weiterlesen


Seraphine XIII

XIII

Es ziehen die brausenden Wellen
Wohl nach dem Strand;
Sie schwellen und zerschellen
Wohl auf dem Sand.

Sie kommen groß und kräftig,
... weiterlesen


Romanzen XIII

XIII

Frühling

Die Wellen blinken und fließen dahin -
Es liebt sich so lieblich im Lenze!
Am Flusse sitzt die Schäferin
Und windet die ... weiterlesen


Der wunde Ritter

XIII

Ich weiß eine alte Kunde,
Die hallet dumpf und trüb:
Ein Ritter liegt liebeswunde,
Doch treulos ist sein Lieb.

Als treulos muß er ... weiterlesen


O schwöre nicht

XIII

O schwöre nicht und küsse nur,
Ich glaube keinem Weiberschwur!
Dein Wort ist süß, doch süßer ist
Der Kuß, den ich dir abgeküßt!
Den hab ich, ... weiterlesen


XIII

XIII

Wenn ich an deinem Hause
Des Morgens vorüber geh,
So freuts mich, du liebe Kleine,
Wenn ich dich am Fenster seh,

Mit deinen schwarzbraunen ... weiterlesen


Romanzen XIV

XIV

Ali Bey

Ali Bey, der Held des Glaubens,
Liegt beglückt in Mädchenarmen.
Vorgeschmack des Paradieses
Gönnt ihm Allah schon auf Erden.
... weiterlesen


Auf meiner Herzliebsten äugelein

XIV

Auf meiner Herzliebsten Äugelein
Mach ich die schönsten Kanzonen.
Auf meiner Herzliebsten Mündchen klein
Mach ich die besten Terzinen.
Auf meiner ... weiterlesen


Zeitgedichte XIV

XIV

Das Kind

Den Frommen schenkts der Herr im Traum,
Weißt nicht, wie dir geschah!
Du kriegst ein Kind und merkst es kaum,
Jungfrau Germania.
... weiterlesen


Seraphine XIV

XIV

Es ragt ins Meer der Runenstein,
Da sitz ich mit meinen Träumen.
Es pfeift der Wind, die Möwen schrein,
Die Wellen, die wandern und schäumen.

... weiterlesen


Wasserfahrt

XIV

WasserfahrtIch stand gelehnet an den Mast,
Und zählte jede Welle.
Ade! mein schönes Vaterland!
Mein Schiff, das segelt schnelle!

Ich kam ... weiterlesen


Neuer Frühling XIV

XIV

Wenn du mir vorüberwandelst,
Und dein Kleid berührt mich nur,
Jubelt dir mein Herz, und stürmisch
Folgt es deiner schönen Spur.

Dann drehst ... weiterlesen


Zeitgedichte XIX

XIX

An den Nachtwächter

(Bei späterer Gelegenheit)

Verschlechtert sich nicht dein Herz und dein Stil,
So magst du treiben jedwedes Spiel;
... weiterlesen


Ja, du bist elend

XIX

Ja, du bist elend, und ich grolle nicht; -
Mein Lieb, wir sollen beide elend sein!
Bis uns der Tod das kranke Herze bricht,
Mein Lieb, wir sollen beide elend ... weiterlesen


Romanzen XIX

XIX

Klagelied eines altdevtschen Jünglings

Wohl dem, dem noch die Tugend lacht,
Weh dem, der sie verlieret!
Es haben mich armen Jüngling
Die ... weiterlesen


Lebensgruß

XIX

Lebensgruß (Stammbuchblatt)

Eine große Landstraß ist unsere Erd,
Wir Menschen sind Passagiere;
Man rennet und jaget, zu Fuß und zu Pferd,
... weiterlesen


Neuer Frühling XIX

XIX

Wieder ist das Herz bezwungen,
Und der öde Groll verrauchet,
Wieder zärtliche Gefühle
Hat der Mai mir eingehauchet.

Spät und früh ... weiterlesen


Neuer Frühling XL

XL

Die holden Wünsche blühen,
Und welken wieder ab,
Und blühen und welken wieder -
So geht es bis ans Grab.

Das weiß ich, und das vertrübet
... weiterlesen


Wie der Mond sich leuchtend dränget

XL

Wie der Mond sich leuchtend dränget
Durch den dunkeln Wolkenflor,
Also taucht aus dunkeln Zeiten
Mir ein lichtes Bild hervor.

Saßen all auf dem ... weiterlesen


Mir träumte von einem Königskind

XLI

Mir träumte von einem Königskind,
Mit nassen, blassen Wangen;
Wir saßen unter der grünen Lind,
Und hielten uns liebumfangen.

»Ich will ... weiterlesen


Neuer Frühling XLI

XLI

Wie ein Greisenantlitz droben
Ist der Himmel anzuschauen,
Roteinäugig und umwoben
Von dem Wolkenhaar, dem grauen.

Blickt er auf die Erde ... weiterlesen


Mein Liebchen, wir saßen beisammen

XLII

Mein Liebchen, wir saßen beisammen,
Traulich im leichten Kahn.
Die Nacht war still, und wir schwammen
Auf weiter Wasserbahn.

Die Geisterinsel, ... weiterlesen


Neuer Frühling XLII

XLII

Verdroßnen Sinn im kalten Herzen hegend,
Reis ich verdrießlich durch die kalte Welt,
Zu Ende geht der Herbst, ein Nebel hält
Feuchteingehüllt die ... weiterlesen


Teurer Freund! Was soll es nützen

XLII

»Teurer Freund! Was soll es nützen,
Stets da alte Lied zu leiern?
Willst du ewig brütend sitzen
Auf den alten Liebes-Eiern?

Ach! das ist ein ... weiterlesen


Neuer Frühling XLIII

XLIII

Spätherbstnebel, kalte Träume,
Überfloren Berg und Tal,
Sturm entblättert schon die Bäume,
Und sie schaun gespenstisch kahl.

Nur ein ... weiterlesen


Werdet nur nicht ungeduldig

XLIII

Werdet nur nicht ungeduldig,
Wenn von alten Leidensklängen
Manche noch vernehmlich tönen
In den neuesten Gesängen.

Wartet nur, es wird ... weiterlesen


Neuer Frühling XLIV

XLIV

Himmel grau und wochentäglich!
Auch die Stadt ist noch dieselbe!
Und noch immer blöd und kläglich
Spiegelt sie sich in der Elbe.

Lange ... weiterlesen


Nun ist es Zeit

XLIV

Nun ist es Zeit, daß ich mit Verstand
Mich aller Torheit entledge;
Ich hab so lang als ein Komödiant
Mit dir gespielt die Komödie.

Die ... weiterlesen


Wenn zwei voneinander scheiden

XLIX

Wenn zwei voneinander scheiden,
  So geben sie sich die Händ,
  Und fangen an zu weinen,
  Und seufzen ohne End.

Wir haben ... weiterlesen


Am leuchtenden Sommermorgen

XLV

Am leuchtenden Sommermorgen
Geh ich im Garten herum.
Es flüstern und sprechen die Blumen,
Ich aber, ich wandle stumm.

Es flüstern und sprechen ... weiterlesen


Den König Wiswamitra

XLV

Den König Wiswamitra,
Den treibts ohne Rast und Ruh,
Er will durch Kampf und Büßung
Erwerben Wasischtas Kuh.

O, König Wiswamitra,
... weiterlesen


Es leuchtet meine Liebe

XLVI

Es leuchtet meine Liebe,
In ihrer dunklen Pracht,
Wie’n Märchen traurig und trübe,
Erzählt in der Sommernacht.

»Im Zaubergarten wallen
... weiterlesen


Herz, mein Herz, sei nicht beklommen

XLVI

Herz, mein Herz, sei nicht beklommen,
Und ertrage dein Geschick,
Neuer Frühling gibt zurück,
Was der Winter dir genommen.

Und wie viel ist ... weiterlesen


Sie haben mich gequälet

XLVII

Sie haben mich gequälet,
Geärgert blau und blaß.
Die Einen mit ihrer Liebe,
Die Andern mit ihrem Haß.

Sie haben das Brot mir vergiftet,
... weiterlesen


Neuer Frühling XV

XV

Die schlanke Wasserlilje
Schaut träumend empor aus dem See;
Da grüßt der Mond herunter
Mit lichtem Liebesweh.

Verschämt senkt sie das ... weiterlesen


Die Welt ist dumm

XV

Die Welt ist dumm, die Welt ist blind,
Wird täglich abgeschmackter!
Sie spricht von dir, mein schönes Kind,
Du hast keinen guten Charakter.

Die ... weiterlesen


Romanzen XV

XV

Psyche

In der Hand die kleine Lampe,
In der Brust die große Glut,
Schleichet Psyche zu dem Lager,
Wo der holde Schläfer ruht.

... weiterlesen


Zeitgedichte XV

XV

Verheißung

Nicht mehr barfuß sollst du traben,
Deutsche Freiheit, durch die Sümpfe,
Endlich kommst du auf die Strümpfe,
Und auch Stiefeln ... weiterlesen


Seraphine XV

XVDas Meer erstrahlt im Sonnenschein,
Als

ob es golden wär.
Ihr Brüder, wenn ich sterbe,
Versenkt mich in das Meer.

Hab immer das Meer so ... weiterlesen


Am fernen Horizonte

XVI

Am fernen Horizonte
Erscheint, wie ein Nebelbild,
Die Stadt mit ihren Türmen,
In Abenddämmrung gehüllt.

Ein feuchter Windzug kräuselt
... weiterlesen


An eine Sängerin

XVI

An eine Sängerin

Als sie eine alte Romanze sang
Ich denke noch der Zaubervollen,
Wie sie zuerst mein Auge sah!
Wie ihre Töne lieblich ... weiterlesen


Zeitgedichte XVI

XVI

Der Wechselbalg

Ein Kind mit großem Kürbiskopf,
Hellblondem Schnurrbart, greisem Zopf,
Mit spinnig langen, doch starken Ärmchen,
Mit ... weiterlesen


Romanzen XVI

XVI

Die Unbekannte

Meiner goldgelockten Schönen
Weiß ich täglich zu begegnen,
In dem Tuileriengarten,
Unter den Kastanienbäumen.

... weiterlesen


Neuer Frühling XVI

XVI

Wenn du gute Augen hast,
Und du schaust in meine Lieder,
Siehst du eine junge Schöne
Drinnen wandeln auf und nieder.

Wenn du gute Ohren ... weiterlesen


Zeitgedichte XVII

XVII

Der Kaiser von China

Mein Vater war ein trockner Taps,
Ein nüchterner Duckmäuser,
Ich aber trinke meinen Schnaps
Und bin ein großer ... weiterlesen


Sei mir gegrüßt

XVII

Sei mir gegrüßt, du große,
Geheimnisvolle Stadt,
Die einst in ihrem Schoße
Mein Liebchen umschlossen hat.

Sagt an, ihr Türme und Tore,
... weiterlesen


Neuer Frühling XVII

XVII

Was treibt dich umher, in der Frühlingsnacht?
Du hast die Blumen toll gemacht,
Die Veilchen, sie sind erschrocken!
Die Rosen, sie sind vor Scham so rot,
... weiterlesen


Romanzen XVII

XVII

Wechsel

Mit Brünetten hats eine Ende!
Ich gerate dieses Jahr
Wieder in die blauen Augen,
Wieder in das blonde Haar.

Die ... weiterlesen


Wie die Wellenschaumgeborene

XVII

Wie die Wellenschaumgeborene
Strahlt mein Lieb im Schönheitsglanz,
Denn sie ist das auserkorene
Bräutchen eines fremden Manns.

Herz, mein ... weiterlesen


Romanzen XVIII

XVIII

Fortuna

Frau Fortuna, ganz umsunst
Tust du spröde! deine Gunst
Weiß ich mir, durch Kampf und Ringen,
Zu erbeuten, zu erzwingen.

... weiterlesen


Gespräch auf der Paderborner Heide

XVIII

Gespräch auf der Paderborner Heide

Hörst du nicht die fernen Töne,
Wie von Brummbaß und von Geigen?
Dorten tanzt wohl manche Schöne
Den ... weiterlesen


Ich grolle nicht

XVIII

Ich grolle nicht, und wenn das Herz auch bricht,
Ewig verlornes Lieb! ich grolle nicht.
Wie du auch strahlst in Diamantenpracht,
Es fällt kein Strahl in ... weiterlesen


Zeitgedichte XVIII

XVIII

Kirchenrat Prometheus

Ritter Paulus, edler Räuber,
Mit gerunzelt düstren Stirnen
Schaun die Götter auf dich nieder,
Dich bedroht das ... weiterlesen


Neuer Frühling XVIII

XVIII

Mit deinen blauen Augen
Siehst du mich lieblich an,
Da wird mir so träumend zu Sinne,
Daß ich nicht sprechen kann.

An deine blauen Augen ... weiterlesen


So wandl ich wieder den alten Weg

XVIII

So wandl ich wieder den alten Weg,
Die wohlbekannten Gassen;
Ich komme vor meiner Liebsten Haus,
Das steht so leer und verlassen.

Die Straßen ... weiterlesen


Neuer Frühling XX

XX

Die Rose duftet - doch ob sie empfindet
Das, was sie duftet, ob die Nachtigall
Selbst fühlt, was sich durch unsre Seele windet
Bei ihres Liedes süßem ... weiterlesen


Romanzen XX

XX

Laß ab!

Der Tag ist in die Nacht verliebt,
Der Frühling in den Winter,
Das Leben verliebt in den Tod -
Und du, du liebest mich!

... weiterlesen


Still ist die Nacht

XX

Still ist die Nacht, es ruhen die Gassen,
In diesem Hause wohnte mein Schatz;
Sie hat schon längst die Stadt verlassen,
Doch steht noch das Haus auf demselben ... weiterlesen


Zeitgedichte XX

XX

Zur Beruhigung

Wir schlafen ganz, wie Brutus schlief -
Doch jener erwachte und bohrte tief
In Cäsars Brust das kalte Messer!
Die Römer waren ... weiterlesen


Romanzen XXI

XXI

Frau Mette

(Nach dem Dänischen)

Herr Peter und Bender saßen beim Wein,
Herr Bender sprach: Ich wette,
Bezwänge dein Singen die ganze ... weiterlesen


Zeitgedichte XXI

XXI

Verkehrte Welt

Das ist ja die verkehrte Welt,
Wir gehen auf den Köpfen!
Die Jäger werden dutzendweis
Erschossen von den Schnepfen.

... weiterlesen


Neuer Frühling XXI

XXI

Weil ich dich liebe, muß ich fliehend
Dein Antlitz meiden - zürne nicht.
Wie paßt dein Antlitz, schön und blühend,
Zu meinem traurigen Gesicht!

... weiterlesen


So hast du ganz und gar vergessen

XXI
So hast du ganz und gar vergessen,
Daß ich so lang dein Herz besessen,
Dein Herzchen so süß und so falsch und so klein,
Es kann nirgend was süßres und falscheres ... weiterlesen


Romanzen XXII

XXII

Begegnung

Wohl unter der Linde erklingt die Musik,
Da tanzen die Burschen und Mädel,
Da tanzen zwei, die niemand kennt,
Sie schaun so schlank ... weiterlesen


Zeitgedichte XXII

XXII

Erleuchtung

Michel! fallen dir die Schuppen
Von den Augen? Merkst du itzt,
Daß man dir die besten Suppen
Vor dem Maule wegstibitzt?

... weiterlesen


Neuer Frühling XXII

XXII

Ich wandle unter Blumen
Und blühe selber mit;
Ich wandle wie im Traume,
Und schwanke bei jedem Schritt.

O, halt mich fest, Geliebte!
... weiterlesen


Und wüßtens die Blumen

XXII

Und wüßtens die Blumen, die kleinen,
Wie tief verwundet mein Herz,
Sie würden mit mir weinen,
Zu heilen meinen Schmerz.

Und wüßtens die ... weiterlesen


Die Jungfrau schläft in der Kammer

XXII

»Die Jungfrau schläft in der Kammer,
Der Mond schaut zitternd hinein;
Da draußen singt es und klingt es,
Wie Walzermelodein.

Ich will mal ... weiterlesen


Romanzen XXIII

XXIII

König Harald Harfagar

Der König Harald Harfagar
Sitzt unten in Meeresgründen
Bei seiner schönen Wasserfee;
Die Jahre kommen und ... weiterlesen


Zeitgedichte XXIII

XXIII

Wartet nur

Weil ich so ganz vorzüglich blitze,
Glaubt ihr, daß ich nicht donnern könnt!
Ihr irrt euch sehr, denn ich besitze
Gleichfalls ... weiterlesen


Warum sind denn die Rosen so blaß

XXIII

Warum sind denn die Rosen so blaß,
O sprich, mein Lieb, warum?
Warum sind denn im grünen Gras
Die blauen Veilchen so stumm?

Warum singt denn ... weiterlesen


Neuer Frühling XXIII

XXIII

Wie des Mondes Abbild zittert
In den wilden Meereswogen,
Und er selber still und sicher
Wandelt an dem Himmelsbogen:

Also wandelst du, ... weiterlesen


Neuer Frühling XXIV

XXIV

Es haben unsre Herzen
Geschlossen die heilge Allianz;
Sie lagen fest aneinander,
Und sie verstanden sich ganz.

Ach, nur die junge Rose,
... weiterlesen


Ich unglückselger Atlas

XXIV

Ich unglückselger Atlas! eine Welt,
Die ganze Welt der Schmerzen, muß ich tragen,
Ich trage Unerträgliches, und brechen
Will mir das Herz im Leibe.
... weiterlesen


Zeitgedichte XXIV

XXIV

Nachtgedanken

Denk ich an Deutschland in der Nacht,
Dann bin ich um den Schlaf gebracht,
Ich kann nicht mehr die Augen schließen.
Und meine ... weiterlesen


Neuer Frühling XXIX

XXIX

Es war ein alter König,
Sein Herz war schwer, sein Haupt war grau;
Der arme alte König,
Er nahm eine junge Frau.

Es war ein schöner Page,
... weiterlesen


Und als ich so lange, so lange gesäumt

XXIX

Und als ich so lange, so lange gesäumt,
In fremden Landen geschwärmt und geträumt;
Da ward meiner Liebsten zu lang die Zeit,
Und sie nähete sich ein ... weiterlesen


Die Linde blühte

XXV

Die Linde blühte, die Nachtigall sang,
Die Sonne lachte mit freundlicher Lust;
Da küßtest du mich, und dein Arm mich umschlang,
Da presstest du mich an die ... weiterlesen


Neuer Frühling XXV

XXV

Sag mir, wer einst die Uhren erfund,
Die Zeitabteilung, Minute und Stund?
Das war ein frierend trauriger Mann.
Er saß in der Winternacht und sann,
Und ... weiterlesen


Mir träumte traurig schaute der Mond

XXVI

Mir träumte: traurig schaute der Mond,
Und traurig schienen die Sterne;
Es trug mich zur Stadt, wo Liebchen wohnt,
Viel hundert Meilen ferne.

... weiterlesen


Neuer Frühling XXVI

XXVI

Wie die Nelken duftig atmen!
Wie die Sterne, ein Gewimmel
Goldner Bienen, ängstlich schimmern
An dem veilchenblauen Himmel!

Aus dem Dunkel ... weiterlesen


Wir haben viel füreinander gefühlt

XXVI

Wir haben viel füreinander gefühlt,
Und dennoch uns gar vortrefflich vertragen.
Wir haben oft »Mann und Frau« gespielt,
Und dennoch uns nicht gerauft und ... weiterlesen


Du bliebest mir treu am längsten

XXVII

Du bliebest mir treu am längsten,
Und hast dich für mich verwendet,
Und hast mir Trost gespendet
In meinen Nöten und Ängsten.

Du gabest ... weiterlesen


Neuer Frühling XXVII

XXVII

Hab ich nicht dieselben Träume
Schon geträumt von diesem Glücke?
Warens nicht dieselben Bäume,
Blumen, Küsse, Liebesblicke?

Schien der ... weiterlesen


Der bleiche, herbstliche Halbmond

XXVIII

Der bleiche, herbstliche Halbmond
Lugt aus den Wolken heraus;
Ganz einsam liegt auf dem Kirchhof
Das stille Pfarrerhaus.

Die Mutter liest in ... weiterlesen


Neuer Frühling XXVIII

XXVIII

Küsse, die man stiehlt im Dunkeln
Und im Dunkeln wiedergibt,
Solche Küsse, wie beselgen
Sie die Seele, wenn sie liebt!

Ahnend und ... weiterlesen


Neuer Frühling XXX

XXX

In meiner Erinnrung erblühen
Die Bilder, die längst verwittert -
Was ist in deiner Stimme,
Das mich so tief erschüttert?

Sag nicht, daß du ... weiterlesen


Deine weißen Liljenfinger

XXXI

Deine weißen Liljenfinger,
Könnt ich sie noch einmal küssen,
Und sie drücken an mein Herz,
Und vergehn in stillem Weinen!

Deine klaren ... weiterlesen


Neuer Frühling XXXI

XXXI

»Mondscheintrunkne Lindenblüten,
Sie ergießen ihre Düfte,
Und von Nachtigallenliedern
Sind erfüllet Laub und Lüfte.

Lieblich läßt es ... weiterlesen


Neuer Frühling XXXII

XXXII

Durch den Wald, im Mondenscheine,
Sah ich jüngst die Elfen reuten;
Ihre Hörner hört ich klingen,
Ihre Glöckchen hört ich läuten.

Ihre ... weiterlesen


Mein süßes Lieb

XXXII

Mein süßes Lieb, wenn du im Grab,
Im dunkeln Grab wirst liegen,
Dann will ich steigen zur dir hinab,
Und will mich an dich schmiegen.

Ich ... weiterlesen


Ein Fichtenbaum steht einsam

XXXIII

Ein Fichtenbaum steht einsam
Im Norden auf kahler Höh.
Ihn schläfert; mit weißer Decke
Umhüllen ihn Eis und Schnee.

Er träumt von einer ... weiterlesen


Neuer Frühling XXXIII

XXXIII

Morgens send ich dir die Veilchen,
Die ich früh im Wald gefunden,
Und des Abends bring ich Rosen,
Die ich brach in Dämmrungstunden.

... weiterlesen


Sie liebten sich beide

XXXIII

Sie liebten sich beide, doch keiner
Wollt es dem andern gestehn;
Sie sahen sich an so feindlich,
Und wollten vor Liebe vergehn.

Sie trennten ... weiterlesen


Ach, wenn ich nur der Schemel wär

XXXIV

(Der Kopf spricht:)

Ach, wenn ich nur der Schemel wär,
Worauf der Liebsten Füße ruhn!
Und stampfte sie mich noch so sehr,
Ich wollte doch ... weiterlesen


Neuer Frühling XXXIV

XXXIV

Der Brief, den du geschrieben,
Er macht mich gar nicht bang;
Du willst mich nicht mehr lieben,
Aber dein Brief ist lang.

Zwölf Seiten, eng ... weiterlesen


Neuer Frühling XXXIX

XXXIX

Schon wieder bin ich fortgerissen
Vom Herzen, das ich innig liebe,
Schon wieder bin ich fortgerissen -
O wüßtest du, wie gern ich bliebe.

... weiterlesen


Ich rief den Teufel

XXXV

Ich rief den Teufel und er kam,
Und ich sah ihn mit Verwundrung an.
Er ist nicht häßlich und ist nicht lahm,
Er ist ein lieber, scharmanter Mann,
Ein ... weiterlesen


Neuer Frühling XXXV

XXXV

Sorge nie, daß ich verrate
Meine Liebe vor der Welt,
Wenn mein Mund ob deiner Schönheit
Von Metaphern überquellt.

Unter einem Wald von ... weiterlesen


Aus meinen großen Schmerzen

XXXVI

Aus meinen großen Schmerzen
Mach ich die kleinen Lieder;
Die heben ihr klingend Gefieder
Und flattern nach ihrem Herzen.

Sie fanden den Weg ... weiterlesen


Mensch, verspotte nicht den Teufel

XXXVI

Mensch, verspotte nicht den Teufel,
Kurz ist ja die Lebensbahn,
Und die ewige Verdammnis
Ist kein bloßer Pöbelwahn.

Mensch, bezahle deine ... weiterlesen


Neuer Frühling XXXVI

XXXVI

Wie die Tage macht der Frühling
Auch die Nächte mir erklingen;
Als ein grünes Echo kann er
Bis in meine Träume dringen.

Nur noch ... weiterlesen


Die heilgen drei Könige

XXXVII

Die heilgen drei Könige aus Morgenland,
Sie frugen in jedem Städtchen:
Wo geht der Weg nach Bethlehem,
Ihr lieben Buben und Mädchen?

Die ... weiterlesen


Philister in Sonntagsröcklein

XXXVII

Philister in Sonntagsröcklein
Spazieren durch Wald und Flur;
Sie jauchzen, sie hüpfen wie Böcklein,
Begrüßen die schöne Natur.

... weiterlesen


Neuer Frühling XXXVII

XXXVII

Sterne mit den goldnen Füßchen
Wandeln droben bang und sacht,
Daß sie nicht die Erde wecken,
Die da schläft im Schoß der Nacht.

... weiterlesen


Neuer Frühling XXXVIII

XXXVIII

Ernst ist der Frühling, seine Träume
Sind traurig, jede Blume schaut
Von Schmerz bewegt, es bebt geheime
Wehmut im Nachtigallenlaut.

... weiterlesen


Manch Bild vergessener Zeiten

XXXVIII

Manch Bild vergessener Zeiten
Steigt auf aus seinem Grab,
Und zeigt, wie in deiner Nähe
Ich einst gelebet hab.

Am Tage schwankte ich ... weiterlesen


Erinnerung

Übersetzt aus dem Englischen.

Was willst du, traurig liebes Traumgebilde?
Ich sehe dich, ich fühle deinen Hauch!
Du schaust mich an mit wehmutvoller Milde;
Ich ... weiterlesen


Caput III

Zu Aachen, im alten Dome, liegt
Carolus Magnus begraben.
(Man muß ihn nicht verwechseln mit Karl
Mayer, der lebt in Schwaben.)

Ich möchte nicht tot und begraben ... weiterlesen


Deutschland. Ein Wintermärchen, Caput III

Zu Aachen, im alten Dome, liegt
Carolus Magnus begraben.
(Man muß ihn nicht verwechseln mit Karl
Mayer, der lebt in Schwaben.)

Ich möchte nicht tot und begraben ... weiterlesen


Schloßlegende

Zu Berlin im alten Schlosse,
Sehen wir, aus Stein gemetzt,
Wie ein Weib mit einem Rosse
Sodomitisch sich ergötzt.

Und es heißt: daß jene Dame
Die ... weiterlesen


Schlosslegende

Zu Berlin im alten Schlosse
sehen wir aus Stein gemetzt
wie ein Weib mit einem Rosse
sodomitisch sich ergetzt.

Und es heißt, dass jene Dame
die erlauchte Mutter ... weiterlesen


Zu fragmentarisch

Zu fragmentarisch ist Welt und Leben!
Ich will mich zum deutschen Professor begeben,
Der weiß das Leben zusammenzusetzen,
Und er macht ein verständlich System daraus;
... weiterlesen


Zu fragmentarisch

Zu fragmentarisch ist Welt und Leben!
Ich will mich zum deutschen Professor begeben,
Der weiß das Leben zusammenzusetzen,
Und er macht ein verständlich System daraus;
... weiterlesen


Caput IV

Zu Köllen kam ich spätabends an,
Da hörte ich rauschen den Rheinfluß,
Da fächelte mich schon deutsche Luft,
Da fühlt ich ihren Einfluß -

Auf meinen Appetit. ... weiterlesen


Deutschland. Ein Wintermärchen, Caput IV

Zu Köllen kam ich spätabends an,
Da hörte ich rauschen den Rheinfluß,
Da fächelte mich schon deutsche Luft,
Da fühlt ich ihren Einfluß -

Auf meinen Appetit. ... weiterlesen


An August Wilhelm Schlegel

Zufrieden nicht mit deinem Eigentume,
Sollt noch des Rheines Niblungshort dich laben,
Nahmst du vom Themsestrand die Wundergaben,
Und pflücktest kühn des Tago-Ufers Blume.
... weiterlesen


Epilog

zum Loblied auf den celeberrimo maestro Fiascomo

Die Neger berichten: der König der Tiere,
Der Löwe, wenn er erkrankt ist, kuriere
Sich dadurch, daß er einen Affen ... weiterlesen


Zum Ostwind sprach ich

Zum Ostwind sprach ich: Ostwind schere dich,
Nur deinen Vetter Westwind kann ich brauchen,
Und mag er stürmen, brüllen, flöten, hauchen,
Gleichviel, doch zu der Liebsten bring ... weiterlesen


Duelle

Zwei Ochsen disputierten sich
Auf einem Hofe fürchterlich.
Sie waren beide zornigen Blutes,
Und in der Hitze des Disputes
Hat einer von ihnen, zornentbrannt,
Den ... weiterlesen


Wünnebergiade 2

Zweiter Gesang

Schnarchend lag der Hausknecht Tröffel,
Bis der Tag herangebrochen,
Endlich rieb er sich die Augen,
Und verließ sein weiches Lager.

... weiterlesen


Aucassin und Nicolette

[An J. F. Koreff]

Hast einen bunten Teppich ausgebreitet,
Worauf gestickt sind leuchtende Figuren.
Es ist der Kampf feindseliger Naturen,
Der halbe Mond, der mit ... weiterlesen


An H. S.

[III]

An H. S.Wie ich dein Büchlein hastig aufgeschlagen,
Da grüßen mir entgegen viel vertraute,
Viel goldne Bilder, die ich weiland schaute
Im Knabentraum und ... weiterlesen


Fresko-Sonette an Christian S. - 8

[IV]

Fresko-Sonette an Christian

Du sahst mich oft im Kampf mit jenen Schlingeln,
Geschminkten Katzen und bebrillten Pudeln,
Die mir den blanken Namen gern ... weiterlesen


Fresko-Sonette an Christian S. - 2

[IV]

Fresko-Sonette an Christian

Gib her die Larv, ich will mich jetzt maskieren
In einen Lumpenkerl, damit Halunken,
Die prächtig in Charaktermasken ... weiterlesen


Fresko-Sonette an Christian S. - 7

[IV]

Fresko-Sonette an Christian

Hüt dich, mein Freund, vor grimmen Teufelsfratzen,
Doch schlimmer sind die sanften Engelsfrätzchen.
Ein solches bot mir ... weiterlesen


Fresko-Sonette an Christian S. - 3

[IV]

Fresko-Sonette an Christian

Ich lache ob den abgeschmackten Laffen,
Die mich anglotzen mit den Bocksgesichtern;
Ich lache ob den Füchsen, die so ... weiterlesen


Fresko-Sonette an Christian S. - 9

[IV]

Fresko-Sonette an Christian

Ich möchte weinen, doch ich kann es nicht;
Ich möcht mich rüstig in die Höhe heben,
Doch kann ichs nicht; am Boden ... weiterlesen


Fresko-Sonette an Christian S. - 4

[IV]

Fresko-Sonette an Christian

Im Hirn spukt mir ein Märchen wunderfein,
Und in dem Märchen klingt ein feines Lied,
Und in dem Liede lebt und webt und ... weiterlesen


Fresko-Sonette an Christian S. - 5

[IV]

Fresko-Sonette an Christian

In stiller, wehmutweicher Abendstunde
Umklingen mich die längst verschollnen Lieder,
Und Tränen fließen von der Wange ... weiterlesen


Fresko-Sonette an Christian S. - 6

[IV]

Fresko-Sonette an Christian

»Als ich vor einem Jahr dich wiederblickte,
Küßtest du mich nicht in der Willkommstund.«
So sprach ich, und der ... weiterlesen


Mimi

`Bin kein sittsam Bürgerkätzchen,
Nicht im frommen Stübchen spinn ich.
Auf dem Dach in freier Luft,
Eine freie Katze bin ich.

Wenn ich sommernächtlich schwärme,
... weiterlesen


Flammen

`Wollen sie ihr nicht vorgestellt sein?`
flüsterte mir die Herzogin.-
`Beileibe nicht, ich müßt ein Held sein
ihr Anblick schon wirrt mir den Sinn.`

Das schöne Weib ... weiterlesen


Augen, sterblich schöne Sterne

»Augen, sterblich schöne Sterne!«
Also mag das Liedchen klingen,
Das ich weiland in Toskana
An dem Meere hörte singen.

Eine kleine Dirne sang es,
Die am ... weiterlesen


Die Menge tut es

»Die Pfannekuchen, die ich gegeben bisher fürdrei Silbergroschen, ich geb sie nunmehr fürzwei Silbergroschen; die Menge tut es.«

Nie löscht, als wär sie gegossen in Bronze,
... weiterlesen


Die Hexe

»Liebe Nachbarn, mit Vergunst!
Eine Hex, durch Zauberkunst,
Kann sich in ein Tier verwandeln,
Um die Menschen zu mißhandeln.

Eure Katz ist meine Frau;
Ich ... weiterlesen


Nicht gedacht soll seiner werden

»Nicht gedacht soll seiner werden!«
Aus dem Mund der armen alten
Esther Wolf hört ich die Worte,
Die ich treu im Sinn behalten.

Ausgelöscht sein aus der ... weiterlesen


Erlauschtes

»O kluger Jekef, wieviel hat dir
Der lange Christ gekostet,
Der Gatte deines Töchterleins?
Sie war schon ein bißchen verrostet.

Du zahltest sechzig tausend ... weiterlesen


Ramsgate I

»O, des liebenswürdgen Dichters,
Dessen Lieder uns entzücken!
Hätten wir ihn in der Nähe,
Seine Lippen zu beglücken!«

Während liebenswürdge Damen
... weiterlesen



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