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Gedichte - Heinrich Heine


Lied der Marketenderin

(Aus dem Dreißigjährigen Krieg) Und
die Husaren lieb ich sehr, Ich liebe
sehr dieselben; Ich liebe sie ohne
Unterschied, Die blauen und die
gelben. Und die M
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Die Launen der Verliebten

(Eine wahre Geschichte, nach ältern
Dokumenten wiedererzähltund aufs neue
in schöne deutsche Reime
gebracht.) Der Käfer saß auf dem
Zaun, betrübt; Er hat sich in eine
Fliege verliebt
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Päan

(Fragment) Streiche von der Stirn den
Lorbeer, Der zu lang
herunterbammelt, Und vernimm mit freiem
Ohr, Beer, Was dir meine Lippe
stammelt. Ja, nur stammeln, s
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Unsere Marine

(Nautisches Gedicht) Wir träumten
von einer Flotte jüngst, Und segelten
schon vergnüglich Hinaus aufs
balkenlose Meer, Der Wind war ganz
vorzüglich. Wir ha
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Hortense IV

(Sie spricht:) Steht ein Baum im
schönen Garten Und ein Apfel hängt
daran, Und es ringelt sich am
Aste Eine Schlange, und ich kann Von
den süßen Schlangenaugen
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Die Wallfahrt nach Kevlaar

1. Am Fenster stand die Mutter, Im
Bette lag der Sohn. `Willst du nicht
aufstehn, Wilhelm, Zu schaun die
Prozession?` `Ich bin so krank, o
Mutter, Daß ich nich
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In der Fremde

1. Es treibt dich fort von Ort zu
Ort, Du weißt nicht mal warum; Im Winde
klingt ein sanftes Wort, Schaust dich
verwundert um. Die Liebe, die dahinten
blieb, S
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An meine Mutter

1. Ich bin`s gewohnt, den Kopf recht
hoch zu tragen, Mein Sinn ist auch ein
bißchen starr und zähe; Wenn selbst
der König mir ins Antlitz sähe, Ich
würde nicht die Augen nied
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Das Sklavenschiff 1

1 Der Superkargo Mynher van
Koek Sitzt rechnend in seiner
Kajüte; Er kalkuliert der Ladung
Betrag Und die probabeln
Profite. »Der Gummi ist gut, der
Pfeffer
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Der Wanzerich 1

1 Es saß ein brauner Wanzerich Auf
einem Pfennig und spreizte sich Wie ein
Rentier, und sprach: »Wer Geld
hat, Auch Ehr und Ansehn in der Welt
hat. Wer Geld
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Lobgesänge auf König Ludwig

1 Das ist Herr Ludwig von
Bayerland, Desgleichen gibt es
wenig; Das Volk der Bavaren verehrt in
ihm Den angestammelten König. Er liebt
die Kunst, und die schönsten
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Der Wanzerich 2

2 Das Ungeziefer jeden Lands, Es
bildet eine heilge Allianz; Zumal die
musikalischen Wanzen, Die Komponisten
von schlechten Romanzen, (Welche, wie
Schlesingers Uhr, ni
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Das Sklavenschiff 2

2 Hoch aus dem blauen
Himmelszelt Viel tausend Sterne
schauen, Sehnsüchtig glänzend, groß
und klug, Wie Augen von schönen
Frauen. Sie blicken hinunter in d
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Zu »Angelique« II

Ach, wie schön bist du, wenn
traulich Dein Gemüt sich mir
erschließet, Und von nobelster
Gesinnung Deine Rede
überfließet! Wenn du mir erzählst,
wie immer Du so
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Allnächtlich im Traume...

Allnächtlich im Traume seh ich
dich, Und sehe dich freundlich
grüßen, Und lautaufweinend stürz ich
mich Zu deinen süßen Füßen. Du
siehst mich an wehmütiglich, Und s
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Rhampsenit

Als der König Rhampsenit Eintrat in
die goldne Halle Seiner Tochter, lachte
diese, Lachten ihre Zofen alle. Auch
die Schwarzen, die Eunuchen, Stimmten
lachend ein, es
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Kalte Herzen

Als ich dich zum ersten Male In der
Welt von Pappe sah, Spieltest du in
Gold und Seide Shylocks Tochter:
Jessica. Klar und kalt war deine
Stimme, Kalt und klar war dei
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Caput XXIII

Als Republik war Hamburg nie So groß
wie Venedig und Florenz, Doch Hamburg
hat bessere Austern; man speist Die
besten im Keller von Lorenz. Es war
ein schöner Abend, als ic
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Deutschland. Ein Wintermärchen, Caput XXIII

Als Republik war Hamburg nie So groß
wie Venedig und Florenz, Doch Hamburg
hat bessere Austern; man speist Die
besten im Keller von Lorenz. Es war
ein schöner Abend, als ic
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Abenddämmerung

Am blassen Meeresstrande Saß ich
gedankenbekümmert und einsam. Die
Sonne neigte sich tiefer, und
warf Glührote Streifen auf das
Wasser, Und die weißen, weiten
Wellen, Von
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Spanische Atriden

Am Hubertustag des
Jahres Dreizehnhundert drei und
achtzig Gab der König uns ein
Gastmahl Zu Segovia im
Schlosse. Hofgastmähler sind
dieselben Überall, es gähnt di
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Fragen

Am Meer, am wüsten, nächtlichen
Meer Steht ein Jüngling-Mann, Die
Brust voll Wehmut, das Haupt voll
Zweifel, Und mit düstern Lippen fragt
er die Wogen: `O löst mir das Rätsel,
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Anfangs wollt ich fast verzagen

Anfangs wollt ich fast verzagen,
Und ich glaubt, ich trüg es nie;
Und ich hab es doch getragen -
Aber fragt mich nur nicht, wie?
Bergidylle - 1

Auf dem Berge steht die Hütte, Wo der
alte Bergmann wohnt; Dorten rauscht die
grüne Tanne, Und erglänzt der goldne
Mond. In der Hütte steht ein
Lehnstuhl, Ausgesch
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IV

Auf dem Schloßhof zu Canossa Stand der
deutsche Kaiser Heinrich, In dem
Büßerhemd und barfuß, Und die Nacht
war kalt und regnigt. Aus dem
Fensterlein herab schaun
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Heinrich

Auf dem Schloßhof zu Canossa Steht der
deutsche Kaiser Heinrich, Barfuß und
im Büßerhemde, Und die Nacht ist kalt
und regnicht. Droben aus dem Fenster
lugen Zwo Ge
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Auf den Flügeln des Gesanges ...

Auf den Flügeln des
Gesanges, Herzliebchen, trag’ ich
dich fort, Fort nach den Fluren des
Ganges, Dort weiß ich den schönsten
Ort. Dort liegt ein rotblühender
Garten Im
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Auf den Flügeln des Gesanges...

Auf den Flügeln des
Gesanges, Herzliebchen, trag` ich dich
fort, Fort nach den Fluren des
Ganges, Dort weiß ich den schönsten
Ort. Dort liegt ein rotblühender
Garten Im
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Der sterbende Almansor

Auf die schlafende Zuleima Fallen
Tränen, glühend heiße; Meiner
Tränen Flut benetzet Ihre Hand, die
schwanenweiße. Auf die schlafende
Zuleima Fällt mein Blut in
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Pferd und Esel

Auf eisernen Schienen, so schnell wie
der Blitz, Dampfwagen und
Dampfkutschen Mit dem
schwarzbewimpelten
Rauchfangmast Prasselnd
vorüberrutschen. Der Troß kam einem
Gehöft
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Aus einem »Kitty«-Zyklus VIII

Augen, die ich längst
vergessen, Wollen wieder mich
verstricken, Wieder bin ich wie
verzaubert Von des Mädchens sanften
Blicken. Ihre Lippen küssen
wieder Mich in j
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Aus meinen großen Schmerzen...

Aus meinen großen Schmerzen Mach ich
die kleinen Lieder; Die heben ihr
klingend Gefieder Und flattern nach
ihrem Herzen. Sie fanden den Weg zur
Trauten; Doch kommen s
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Aus meinen Tränen sprießen

Aus meinen Tränen sprießen Viel
blühende Blumen hervor, Und meine
Seufzer werden Ein
Nachtigallenchor. Und wenn du mich
lieb hast, Kindchen, Schenk ich dir die
Blum
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Bang hat der Pfaff

Bang hat der Pfaff sich in der Kirch
verkrochen, Der Herrschling zittert auf
dem morschen Thrönlein, Auf seinem
Haupte wackelt schon sein Krönlein
- Denn Rousseaus Namen hab ich
ausgespro
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Festgedicht

Beeren-Meyer, Meyer-Beer! Welch ein
Lärm, was ist der Mär? Willst du
wirklich jetzt gebären Und den Heiland
uns bescheren, Der verheißen, der
versprochen? Kommst du wirkli
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Jehuda ben Halevy II

Bei den Wassern Babels saßen Wir und
weinten, unsre Harfen Lehnten an den
Trauerweiden - Kennst du noch das alte
Lied? Kennst du noch die alte
Weise, Die im Anfang so
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König Langohr I.

Bei der Königswahl, wie sich
versteht, Hatten die Esel die
Majorität, Und es wurde ein Esel zum
König gewählt. Doch hört, was jetzt
die Chronik erzählt: Der gekrönte E
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Gott gab uns nur einen Mund

Beine hat uns zwei gegeben Gott der
Herr, um fortzustreben, wollte nicht,
dass an der Scholle unsre Menschheit
kleben solle. Um ein Stillstandsknecht
zu sein, genügte uns ein einz
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Berg und Burgen schaun herunter

Berg und Burgen schaun herunter In den
spiegelhellen Rhein, Und mein Schiffchen
segelt munter, Rings umglänzt von
Sonnenschein. Ruhig seh ich zu dem
Spiele Goldner Wellen,
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Berlin

Berlin! Berlin! du großes
Jammertal, Bei dir ist nichts zu finden
als lauter Angst und QuaL Der Offizier
ist hitzig, der Zorn und der ist
groß: Miserabel ist das Leben, das man
erfahren m
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Mimi

Bin kein sittsam
Bürgerkätzchen, Nicht im frommen
Stübchen spinn ich. Auf dem Dach, in
freier Luft, Eine freie Katze bin
ich. Wenn ich sommernächtlich
schwärme, A
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Der Ex-Lebendige

Brutus, wo ist dein Cassius, Der
Wächter, der nächtliche Rufer, Der
einst mit dir, im
Seelenerguß, Gewandelt am
Seineufer? Ihr schautet manchmal in
die Höh, Wo die
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Deutschland. Ein Wintermärchen

Caput I Im traurigen Monat November
war`s, Die Tage wurden trüber, Der Wind
riß von den Bäumen das Laub, Da reist
ich nach Deutschland hinüber. Und als
ich an die
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Zwei Ritter

Crapülinski und Waschlapski, Polen aus
der Polackei, Fochten für die
Freiheit,
gegen Moskowiter-Tyrannei. Fochten
tapfer und entkamen Endlich glücklich
nach Paris -
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Das Fräulein stand am Meere

Das Fräulein stand am Meere Und seufzte
lang und bang, Es rührte sie so
sehre Der Sonnenuntergang. `Mein
Fräulein! Sein Sie munter, Das ist ein
altes Stück; Hier v
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Romanzero - Lamentationen

Das Glück ist eine leichte Dirne, Und
weilt nicht gern am selben Ort; Sie
streicht das Haar dir von der
Stirne Und küßt dich rasch und
flattert fort. Frau Unglück hat im
... weiterlesen


Lamentationen

Das Glück ist eine leichte Dirne Und
weilt nicht gern am selben Ort; Sie
streicht das Haar dir von der
Stirne, Und küßt dich rasch und
flattert fort. Frau Unglück hat im
Gegentei
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Lamentationen

Das Glück ist eine leichte Dirne Und
weilt nicht gern am selben Ort; Sie
streicht das Haar dir von der
Stirne, Und küßt dich rasch und
flattert fort. Frau Unglück hat im
Gegen
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Aus einem »Kitty«-Zyklus VI

Das Glück, das gestern mich
geküßt, Ist heute schon
zerronnen, Und treue Liebe hab ich
nie Auf lange Zeit gewonnen. Die
Neugier hat wohl manches Weib In meinen
Arm
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Das Herz ist mir bedrückt

Das Herz ist mir bedrückt, und
sehnlich Gedenke ich der alten Zeit; Die
Welt war damals noch so wöhnlich, Und
ruhig lebten hin die Leut. Doch jetzt
ist alles wie verschoben,
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Caput XI

Das ist der Teutoburger Wald, Den
Tacitus beschrieben, Das ist der
klassische Morast, Wo Varus
steckengeblieben. Hier schlug ihn der
Cheruskerfürst, Der Hermann, der
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Deutschland. Ein Wintermärchen, Caput XI

Das ist der Teutoburger Wald, Den
Tacitus beschrieben, Das ist der
klassische Morast, Wo Varus
steckengeblieben. Hier schlug ihn der
Cheruskerfürst, Der Hermann, der
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Frühlingsfeier

Das ist des Frühlings traurige
Lust! Die blühenden Mädchen, die wilde
Schar, Sie stürmen dahin, mit
flatterndem Haar Und Jammergeheul und
entblößter Brust: – `Adonis!
Adonis!`
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Das macht den Menschen glücklich

Das macht den Menschen glücklich, Das
macht den Menschen matt, Wenn er drei
sehr schöne Geliebte Und nur zwei
Beine hat. Der einen lauf ich des
Morgens, Der andern d
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Das Meer erglänzte weit hinaus

Das Meer erglänzte weit hinaus Im
letzten Abendscheine; Wir saßen am
einsamen Fischerhaus, Wir saßen stumm
und alleine. Der Nebel stieg, das
Wasser schwoll, Die Möwe flo
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Caput XVI

Das Stoßen des Wagens weckte mich
auf, Doch sanken die Augenlider Bald
wieder zu, und ich entschlief Und
träumte vom Rotbart wieder. Ging
wieder schwatzend mit ihm herum
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Deutschland. Ein Wintermärchen, Caput XVI

Das Stoßen des Wagens weckte mich
auf, Doch sanken die Augenlider Bald
wieder zu, und ich entschlief Und
träumte vom Rotbart wieder. Ging
wieder schwatzend mit ihm herum
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Citronia

Das war in jener Kinderzeit, Als ich
noch trug ein Flügelkleid Und in die
Kinderschule ging, Wo ich das Abc
anfing - Ich war das einzge kleine
Bübchen In jenem Vogelkäfigst
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Der Philanthrop

Das waren zwei liebe Geschwister, Die
Schwester war arm, der Bruder war
reich. Zum Reichen sprach die
Arme: Gib mir ein Stückchen
Brot. Zur Armen sprach der Reiche:
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Dass du mich liebst

Dass du mich liebst, das wusst ich, ich
hatte es längst entdeckt; doch als du
mir gestanden, hat es mich tief
erschreckt. Ich stieg wohl auf die
Berge und jubelte und sang;
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Anno 1829

Daß ich bequem verbluten kann, Gebt
mir ein edles, weites Feld! Oh, laßt
mich nicht ersticken hier In dieser
engen Krämerwelt! Sie essen gut, sie
trinken gut, Er
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An J. B. R.

Dein Freundesgruß konnt mir die Brust
erschließen, Die dunkle Herzenskammer
mir entriegeln; Ich bin umfächelt wie
von Zauberflügeln, Und heimatliche
Bilder mich begrüßen.
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Deine weißen Lilienfinger

Deine weißen Lilienfinger, Könnt ich
sie noch einmal küssen, Und sie
drücken an mein Herz, Und vergehn in
stillem Weinen! Deine klaren
Veilchenaugen Schweben vor mir Tag
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Caput VI

Den Paganini begleitete stets Ein
Spiritus familiaris, Manchmal als Hund,
manchmal in Gestalt Des seligen Georg
Harrys. Napoleon sah einen roten
Mann Vor jedem wicht
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Deutschland. Ein Wintermärchen, Caput VI

Den Paganini begleitete stets Ein
Spiritus familiaris, Manchmal als Hund,
manchmal in Gestalt Des seligen Georg
Harrys. Napoleon sah einen roten
Mann Vor jedem wicht
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Den Strauß, den mir Mathilde band

Den Strauß, den mir Mathilde band Und
lächelnd brachte, mit bittender
Hand Weis ich ihn ab - Nicht ohne
Grauen Kann ich die blühenden Blumen
schauen. Sie sagen mir, daß i
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Aus einem »Kitty«-Zyklus I

Den Tag den hab ich so himmlisch
verbracht, Den Abend verbracht ich so
göttlich, Der Wein war gut und Kitty
war schön, Und das Herz war
unersättlich. Die roten Lippen die
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Nachtgedanken

Denk ich an Deutschland in der
Nacht, Dann bin ich um den Schlaf
gebracht, Ich kann nicht mehr die Augen
schließen, Und meine heißen Tränen
fließen. Die Jahre kommen und
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Schlachtfeld bei Hastings

Der Abt von Waltham seufzte tief, Als
er die Kunde vernommen, Daß König
Harold elendiglich Bei Hastings
umgekommen. Zwei Mönche, Asgod und
Ailrik genannt, Die schic
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Der Brief, den du geschrieben,...

Der Brief, den du geschrieben, Er macht
mich gar nicht bang; Du willst mich
nicht mehr lieben, Aber dein Brief ist
lang. Zwölf Seiten, eng und
zierlich! Ein kleines M
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Der Brief, den du geschrieben...

Der Brief, den du geschrieben, er macht
mich gar nicht bang; du willst mich
nicht mehr lieben, aber dein Brief ist
lang. Zwölf Seiten, eng und
zierlich! Ein kleines Manuskr
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Simplizissimus I.

Der eine kann das Unglück nicht, Der
andre nicht das Glück verdauen. Durch
Männerhaß verdirbt der eine, Der
andre durch die Gunst der Frauen. Als
ich dich sah zum ersten
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Die Launen der Verliebten

Der Käfer saß auf dem Zaun,
betrübt; Er hat sich in eine Fliege
verliebt. `Du bist, o Fliege meiner
Seele, Die Gattin, die ich
auserwähle. Heirate mich und sei mir
hold
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Der weiße Elefant

Der König von Siam,
Mahawasant, Beherrscht das halbe
Indienland, Zwölf Könge, der große
Mogul sogar, Sind seinem Szepter
tributar. Alljährlich mit
Trommeln,`Posauneo und
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Himmelfahrt

Der Leib lag auf der Totenbahr, Jedoch
die arme Seele war, Entrissen irdischem
Getümmel, Schon auf dem Wege nach dem
Himmel. Dort klopft’ sie an die
hohe Pforte, Un
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Götterdämmerung

Der Mai ist da mit seinen goldnen
Lichtern Und seidnen Lüften und
gewürzten Düften, Und freundlich
lockt er mit den weißen Blüten, Und
grüßt aus tausend blauen
Veilchenaugen,
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Jammertal

Der Nachtwind durch die Luken
pfeift, Und auf dem Dachstublager Zwei
arme Seelen gebettet sind; Sie schauen
so blaß und mager. Die eine arme
Seele spricht: Umschling
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Jung-Katerverein für Poesie-Musik

Der philharmonische Katerverein War auf
dem Dache versammelt Heut nacht - doch
nicht aus Sinnenbrunst; Da ward nicht
gebuhlt und gerammelt. Es paßt kein
Sommernachthochzeits
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Aus einem »Kitty«-Zyklus V

Der scheidende Sommer Das gelbe Laub
erzittert, Es fallen die Blätter
herab; Ach! alles was hold und
lieblich Verwelkt und sinkt ins
Grab. Die Wipfel des Wald
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Der Schmetterling ist in die Rose verliebt

Der Schmetterling ist in die Rose
verliebt, Umflattert sie
tausendmal, Ihn selber aber, goldig
zart, Umflattert der liebende
Sonnenstrahl. Jedoch, in wen ist die
Rose verlieb
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Ratcliff

Der Traumgott brachte mich in eine
Landschaft, Wo Trauerweiden mir
»Willkommen« winkten Mit ihren
langen, grünen Armen, wo die
Blumen Mit klugen Schwesteraugen still
mich ansahn,
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Sie erlischt

Der Vorhang fällt, das Stück ist
aus, Und Herrn und Damen gehn nach
Haus. Ob ihnen auch das Stück
gefallen? Ich glaub, ich hörte Beifall
schallen. Ein hochverehrtes Publikum
... weiterlesen


Sie erlischt

Der Vorhang fällt, das Stück ist
aus, Und Herrn und Damen gehn nach
Haus. Ob ihnen auch das Stück
gefallen? Ich glaub, ich hörte Beifall
schallen. Ein hochverehrtes Publikum Be
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Der Weltlauf ists

Der Weltlauf ists: den Würdgen sieht
man hudeln, Der Ernste wird bespöttelt
und vexiert, Der Mutge wird verfolgt
von Schnurren, Pudeln, Und Ich sogar -
ich werde konsiliert.
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Schnapphahn und Schnapphenne

Derweilen auf dem Lotterbette Mich
Lauras Arm umschlang - der Fuchs, Ihr
Herr Gemahl, aus meiner Buchs Stibitzt
er mir die Bankbillette. Da steh ich
nun mit leeren Taschen!
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Im Dome

Des Oberkirchners
Töchterlein Führt’ mich in die
heiligen Hallen; Ihr Haar war blond,
ihr Wuchs war klein, Ihr Tuch vom Halse
gefallen. Ich sah für einiger
Groschen Prei
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Das Hohelied

Des Weibes Leib ist ein Gedicht, Das
Gott der Herr geschrieben Ins große
Stammbuch der Natur, Als ihn der Geist
getrieben. Ja, günstig war die
Stunde ihm, Der Gott w
... weiterlesen


Das Hohelied

Des Weibes Leib ist ein Gedicht, Das
Gott der Herr geschrieben Ins große
Stammbuch der Natur, Als ihn der Geist
getrieben. Ja, günstig war die Stunde
ihm, Der Gott war hoc
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Die Tendenz

Deutscher Sänger! Sing und
preise Deutsche Freiheit, daß dein
Lied Unsrer Seelen sich bemeistre Und zu
Taten uns begeistre, In
Marseillerhymnenweise. Girre nicht mehr
wie
... weiterlesen


Deutschland!

Deutschland ist noch ein kleines
Kind, Doch die Sonne ist seine
Amme; Sie säugt es nicht mit stiller
Milch, Sie säugt es mit wilder
Flamme. Bei solcher Nahrung wächst
man
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Deutschland

Deutschlands Ruhm will ich
besingen. Höret meinen schönsten
Sang! Höher will mein Geist sich
schwingen, Mich durchbebet
Wonnedrang. Vor mir liegt das Buch
der Zeiten;
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Dich fesselt mein Gedankenbann

Dich fesselt mein Gedankenbann, Und was
ich dachte, was ich sann, Das mußt du
denken, mußt du sinnen - Kannst meinem
Geiste nicht entrinnen. Ein gar
subtiler Spiritus
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Caput X

Dicht hinter Hagen ward es Nacht, Und
ich fühlte in den Gedärmen Ein
seltsames Frösteln. Ich konnte mich
erst Zu Unna, im Wirtshaus,
erwärmen. Ein hübsches Mädchen
fand
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Deutschland. Ein Wintermärchen, Caput X

Dicht hinter Hagen ward es Nacht, Und
ich fühlte in den Gedärmen Ein
seltsames Frösteln. Ich konnte mich
erst Zu Unna, im Wirtshaus,
erwärmen. Ein hübsches Mädchen
fand
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Die alten, bösen Lieder,...

Die alten, bösen Lieder, Die Träume
schlimm und arg, Die laßt uns jetzt
begraben, Holt einen grossen
Sarg. Hinein leg ich gar
Manches, Doch sag ich noch nicht was;
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Leib und Seele

Die arme Seele spricht zum Leibe: Ich
laß nicht ab von dir, ich bleibe Bei
dir - Ich will mit dir versinken In Tod
und Nacht, Vernichtung trinken! Du
warst ja stets mein zweites Ich
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Minnegruß

Die du bist so schön und
rein, Wunnevolles Magedein, Deinem
Dienste ganz allein Möcht ich wohl
mein Leben weihn. Deine süßen
Äugelein Glänzen mild wie Mondessche
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Die Eule studierte Pandekten

Die Eule studierte
Pandekten, Kanonisches Recht und die
Glossa, Und als sie kam nach
Welschland, Sie frug: Wo liegt
Canossa? Die alten, matten Raben Sie
ließen die Fl
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Die Flaschen sind leer

Die Flaschen sind leer, das Frühstück
war gut, Die Dämchen sind rosig
erhitzet; Sie lüften das Mieder mit
Übermut, Ich glaube sie sind
bespitzet. Die Schulter wie weiß,
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Die Wahl-Esel

Die Freiheit hat man satt am End, Und
die Republik der Tiere Begehrte, daß
ein einzger Regent Sie absolut
regiere. Jedwede Tiergattung
versammelte sich, Wahlzettel wu
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Die Wahlesel

Die Freiheit hat man satt am End, und
die Republik der Tiere begehrte, dass
ein einziger Regent sie absolut
regiere. Jedwede Tiergattung
versammelte sich, Wahlzettel wurden
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Im Mai

Die Freunde, die ich geküßt und
geliebt, Die haben das Schlimmste an
mir verübt. Mein Herze bricht; doch
droben die Sonne, Lachend begrüßt sie
den Monat der Wonne. Es bl
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Zum Lazarus 9

Die Gestalt der wahren Sphinx Weicht
nicht ab von der des Weibes; Faselei
ist jener Zusatz Des betatzten
Löwenleibes. Todesdunkel ist das
Rätsel Dieser wahren Sphinx
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Sonnenuntergang

Die glühend rote Sonne steigt Hinab
ins weitaufschauernde, Silbergraue
Weltenmeer; Luftgebilde, rosig
angehaucht, Wallen ihr nach; und
gegenüber, Aus herbstlich dämmernden
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Sonnenuntergang

Die glühend rote Sonne steigt Hinab ins
weitaufschauernde, Silbergraue
Weltenmeer; Luftgebilde, rosig
angehaucht, Wallen ihr nach; und
gegenüber, Aus herbstlich dämmernden
Wolke
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Seekrankheit

Die grauen Nachmittagswolken Senken
sich tiefer hinab auf das Meer, Das
ihnen dunkel entgegensteigt, Und
zwischendurch jagt das Schiff. Seekrank
sitz ich noch immer am Mastbaum,
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Seekrankheit

Die grauen Nachmittagswolken Senken sich
tiefer hinab auf das Meer, Das ihnen
dunkel entgegensteigt, Und zwischendurch
jagt das Schiff. Seekrank sitz ich noch
immer am Mastbaum, Un
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Caput XXV

Die Göttin hat mir Tee gekocht Und Rum
hineingegossen; Sie selber aber hat den
Rum Ganz ohne Tee genossen. An meine
Schulter lehnte sie Ihr Haupt (die
Mauerkrone,
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Deutschland. Ein Wintermärchen, Caput XXV

Die Göttin hat mir Tee gekocht Und Rum
hineingegossen; Sie selber aber hat den
Rum Ganz ohne Tee genossen. An meine
Schulter lehnte sie Ihr Haupt (die
Mauerkrone,
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Die heiligen drei Könige...

Die heiligen drei Könige aus
Morgenland, sie frugen in jedem
Städtchen: Wo geht der Weg nach
Bethlehem, ihr lieben Buben und
Mädchen? Die jungen und Alten, sie
wußten es
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Die Heil`gen Drei Könige

Die Heil`gen Drei Könige aus
Morgenland, sie fragten in jedem
Städtchen: `Wo geht der Weg nach
Bethlehem, ihr lieben Buben und
Mädchen?` Die Jungen und Alten, sie
wussten`s nicht,
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Die Jahre kommen und gehen

Die Jahre kommen und gehen, Geschlechter
steigen ins Grab, Doch nimmer vergeht
die Liebe, Die ich im Herzen hab. Nur
einmal noch möcht ich dich sehen, Und
sinken vor dir au
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Die Flucht

Die Meeresfluten blitzen, Bestrahlt vom
Mondenschein. Im schwanken Kahne
sitzen Zwei Buhlen, die schiffen
allein. »Du wirst ja blaß und
blasser, Du Herzallerliebste
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Die Flucht

Die Meeresfluten blitzen, Bestrahlt vom
Mondenschein. Im schwanken Kahne
sitzen Zwei Buhlen, die schiffen
allein. `Du wirst ja blass und
blasser, Du Herzallerliebste mein!`
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Belsazar

Die Mitternacht zog näher schon; In
stummer Ruh lag Babylon. Nur oben in
des Königs Schloss, Da flackert’s,
da lärmt des Königs Tross. Dort
oben in dem Königss
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Belsatzar

Die Mitternacht zog näher schon; in
stummer Ruh lag Babylon. Nur oben in
des Königs Schloss, das flackerts, da
lärmt des Königs Tross. Dort oben in
dem Königssaal
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Zur Notiz

Die Philister, die Beschränkten, Diese
geistig Eingeengten, Darf man nie und
nimmer necken. Aber weite, kluge
Herzen Wissen stets in unsren
Scherzen Lieb und Freundschaft zu
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Lumpentum

Die reichen Leute, die gewinnt man nur
durch platte Schmeichelein - das Geld
ist platt, mein liebes Kind, und will
auch platt geschmeichelt sein. Das
Weihrauchfaß, das schwinge k
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An Sie

Die roten Blumen hier und auch die
bleichen, Die einst erblüht aus
blutgen Herzenswunden, Die hab ich nun
zum schmucken Strauß verbunden, Und
will ihn Dir, du schöne Herrin,
reichen.
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Zu den Reisebildern, erster Teil

Die schönsten Blumen - Leiden und
Lieben - Sind längst aus der Seele
herausgeschrieben, Die wenigen
Blümchen, die drin geblieben, Hat der
Lenz nun wieder hervorgetrieben - Du,
Mer
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Caput XIII

Die Sonne ging auf bei Paderborn, Mit
sehr verdroßner Gebärde. Sie treibt
in der Tat ein verdrießlich Geschäft
- Beleuchten die dumme Erde! Hat sie
die eine Seite erhellt
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Deutschland. Ein Wintermärchen, Caput XIII

Die Sonne ging auf bei Paderborn, Mit
sehr verdroßner Gebärde. Sie treibt
in der Tat ein verdrießlich Geschäft
- Beleuchten die dumme Erde! Hat sie
die eine Seite erhellt
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Poseidon

Die Sonnenlichter spielten Über das
weithinrollende Meer; Fern auf der
Reede glänzte das Schiff, Das mich zur
Heimat tragen sollte; Aber es fehlte an
gutem Fahrtwind. Und ic
... weiterlesen


Poseidon

Die Sonnenlichter spielten Über das
weithinrollende Meer; Fern auf der Reede
glänzte das Schiff, Das mich zur Heimat
tragen sollte; Aber es fehlte an gutem
Fahrtwind. Und ich sa
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Caput XXI

Die Stadt, zur Hälfte abgebrannt, Wird
aufgebaut allmählich; Wie ’n Pudel,
der halb geschoren ist, Sieht Hamburg
aus, trübselig. Gar manche Gassen
fehlen mir, Die
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Deutschland. Ein Wintermärchen, Caput XXI

Die Stadt, zur Hälfte abgebrannt, Wird
aufgebaut allmählich; Wie ’n Pudel,
der halb geschoren ist, Sieht Hamburg
aus, trübselig. Gar manche Gassen
fehlen mir, Die
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Die ungetreue Luise

Die ungetreue Luise, Sie kam mit
sanftem Geflüster. Da saß der arme
Ulrich, Die Kerzen, die brannten so
düster. Sie koste und sie
scherzte, Sie will ihn heiter mach
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Die Wallfahrt nach Kevlaar

Die Wallfahrt nach KevlaarHeinrich
Heine Die Wallfahrt nach
Kevlaar 1 Am Fenster stand die
Mutter, Im Bette lag der Sohn »Willst
du nicht aufstehn, Wilhelm,
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Caput XXVI

Die Wangen der Göttin glühten so
rot (Ich glaube, in die Krone Stieg
ihr der Rum), und sie sprach zu mir In
sehr wehmütigem Tone: `Ich werde
alt. Geboren bin ich Am
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Deutschland. Ein Wintermärchen, Caput XXVI

Die Wangen der Göttin glühten so
rot (Ich glaube, in die Krone Stieg
ihr der Rum), und sie sprach zu mir In
sehr wehmütigem Tone: »Ich werde
alt. Geboren bin ich A
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Fresko-Sonett an Christian S.

Die Welt war mir nur eine
Marterkammer, Wo man mich bei den
Füßen aufgehangen Und mir gezwickt
den Leib mit glühnden Zangen Und
eingeklemmt in enger
Eisenklammer. Wild sch
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Affrontenburg

Die Zeit verfließt, jedoch das
Schloß, Das alte Schloß mit Turm und
Zinne Und seinem blöden
Menschenvolk, Es kommt mir nimmer aus
dem Sinne. Ich sehe stets die
Wetterfahn
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K.-Jammer

Diese graue Wolkenschar Stieg aus einem
Meer von Freuden; Heute muß ich dafür
leiden, Daß ich gestern glücklich
war. Ach, in Wermut hat
verkehrt Sich der Nektar! A
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Vorrede

Diese neue Ausgabe des »Buchs der
Lieder« kann ich dem überrheinischen
Publikum nicht zuschicken, ohne sie
mit freundlichen Grüßen in ehrlichster
Prosa zu begleiten. Ich weiß nicht
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Diese schönen Gliedermassen

Diese schönen Gliedermassen Kolossaler
Weiblichkeit Sind jetzt, ohne
Widerstreit, Meinen Wünschen
überlassen. Wär ich,
leidenschaftentzügelt, Eigenkräftig
ihr ge
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Diese schönen Gliedermassen

Diese schönen Gliedermassen Kolossaler
Weiblichkeit Sind jetzt, ohne
Widerstreit, Meinen Wünschen
überlassen. Wär ich,
leidenschaftentzügelt, Eigenkräftig
ihr genaht,
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Vermittlung

Du bist begeistert, du hast Mut - Auch
das ist gut! Doch kann man mit
Begeistrungsschätzen Nicht die
Besonnenheit ersetzen. Der Feind, ich
weiß es, kämpfet nicht F
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Altes Lied

Du bist gestorben und weißt es
nicht, Erloschen ist dein
Augenlicht, Erblichen ist dein rotes
Mündchen, Und du bist tot, mein totes
Kindchen. In einer schaurigen
Sommernach
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Altes Lied

Du bist gestorben und weißt es
nicht, Erloschen ist dein
Augenlicht, Erblichen ist dein rotes
Mündchen, Und du bist tot, mein totes
Kindchen. In einer schaurigen
Sommernacht
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Minnegruss

Du bist so schön und rein, Wunnevolles
Magedein, Deinem Dienste ganz
allein Möcht ich wohl mein Leben
weihn. Deine süßen
Äugelein Glänzen mild wie
Mondenschein; H
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Minnegruss

Du bist so schön und rein, Wunnevolles
Magedein, Deinem Dienste ganz
allein Möcht ich wohl mein Leben
weihn. Deine süßen Äugelein Glänzen
mild wie Mondenschein;
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Du bist wie eine Blume

Du bist wie eine Blume, So hold und
schön und rein; Ich schau dich an, und
Wehmut Schleicht mir ins Herz hinein.
Mir ist, als ob ich die Hände Aufs
Haupt dir legen sollt,
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Du hast Diamanten und Perlen

Du hast Diamanten und Perlen, Hast
alles, was Menschenbegehr Und hast die
schönsten Augen - Mein Liebchen, was
willst Du mehr? Auf Deine schönen
Augen Hab ich ein ganzes H
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An Eduard G.

Du hast nun Titel, Ämter, Würden,
Orden, Hast Wappenschild mit
panaschiertem Helm, Du bist vielleicht
auch Exzellenz geworden - Für mich
jedoch bist du ein armer Schelm. M
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Du Lilje meiner Liebe

Du Lilje meiner Liebe, Du stehst so
träumend am Bach, Und schaust hinein
so trübe, Und flüsterst Weh und
Ach! »Geh fort mit deinem
Gekose! Ich weiß es, du falsche
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An Heinrich Künzel

Du reißt dich los von braunen
Hälsen, Du fliehst die gallischen
Brünetten, Doch hinter Albions weißen
Felsen Schon harren deiner blonde
Ketten! Leb wohl! Erlaubts die neue
Herrsc
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An einen politischen Dichter

Du singst wie einst Tyrtäus sang, Von
Heldenmut beseelet, Doch hast du
schlecht dein Publikum Und deine Zeit
gewählet. Beifällig horchen sie dir
zwar, Und loben sch
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Du sollst mich liebend umschließen

Du sollst mich liebend
umschließen, Geliebtes, schönes
Weib! Umschling mich mit Armen und
Füßen, Und mit dem geschmeidigen
Leib. * Gewaltig hat umfangen,
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Zum Lazarus 6

Du warst ein blondes Jungfräulein, so
artig, So niedlich und so kühl -
vergebens harrt ich Der Stunde, wo dein
Herz sich erschlösse Und sich daraus
Begeisterung ergösse -
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Die Wahlverlobten

Du weinst und siehst mich an, und
meinst, Daß du ob meinem Elend weinst
- Du weißt nicht, Weib! dir selber
gilt Die Trän, die deinem Aug
entquillt. O, sage mir, ob nicht v
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Der Ungläubige

Du wirst in meinen Armen ruhn! Von
Wonnen sonder Schranken Erbebt und
schwillt mein ganzes Herz Bei diesem
Zaubergedanken. Du wirst in meinen
Armen ruhn! Ich spiele mi
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Epilog (Erfahrung)

Ehmals glaubt ich, alle Küsse, die ein
Weib uns gibt und nimmt, seien uns,
durch Schicksalschlüsse, schon
urzeitlich vorbestimmt. Küsse nahm ich
und ich küßte so mit Er
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Caput XV

Ein feiner Regen prickelt
herab, Eiskalt, wie
Nähnadelspitzen. Die Pferde bewegen
traurig den Schwanz, Sie waten im Kot
und schwitzen. Der Postillion stößt
in sein Horn,
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Deutschland. Ein Wintermärchen, Caput XV

Ein feiner Regen prickelt
herab, Eiskalt, wie
Nähnadelspitzen. Die Pferde bewegen
traurig den Schwanz, Sie waten im Kot
und schwitzen. Der Postillion stößt
in sein Horn,
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Caput XIV

Ein feuchter Wind, ein kahles Land, Die
Chaise wackelt im Schlamme; Doch singt
es und klingt es in meinem
Gemüt: `Sonne, du klagende
Flamme!` Das ist der Schlußreim des
alt
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Deutschland. Ein Wintermärchen, Caput XIV

Ein feuchter Wind, ein kahles Land, Die
Chaise wackelt im Schlamme; Doch singt
es und klingt es in meinem
Gemüt: »Sonne, du klagende
Flamme!« Das ist der Schlußreim des
a
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An Edom!

Ein Jahrtausend schon und
länger, Dulden wir uns brüderlich, Du,
du duldest, daß ich atme, Daß du
rasest, dulde Ich. Manchmal nur, in
dunkeln Zeiten, Ward dir wunderlich
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Ein Jüngling liebt ein Mädchen

Ein Jüngling liebt ein Mädchen, Die
hat einen andern erwählt; Der andre
liebt eine andre, Und hat sich mit
dieser vermählt. Das Mädchen heiratet
aus Ärger Den ersten b
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Lebensfahrt

Ein Lachen und Singen! Es blitzen und
gaukeln Die Sonnenlichter. Die Wellen
schaukeln Den lustigen Kahn. Ich saß
darin Mit lieben Freunden und leichtem
Sinn. Der Kahn zerbra
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Der tugendhafte Hund

Ein Pudel, der mit gutem Fug Den
schönen Namen Brutus trug, War
vielberühmt im ganzen Land Ob seiner
Tugend und seinem Verstand. Er war ein
Muster der Sittlichkeit, Der Lang
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Die Bergstimm’

Ein Reiter durch das Bergtal zieht In
traurig stillem Trab `Ach, zieh ich
jetzt wohl in Liebchens Arm Oder zieh
ich ins dunkle Grab?` Die Bergstimm’
Antwort gab: `Ins dunkle
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Ein ungeheurer Kalkfelsen

Ein ungeheurer Kalkfelsen, gleich einem
schönen, weißenFrauenbusen, erhebt
sich über dem Meere, das verliebte
Meerdrängt sich an ihn heran, umspielt
und bespritzt ihn neckend,und umschlingt
ihn mit seinen g
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Zum Lazarus 8

Ein Wetterstrahl, beleuchtend
plötzlich Des Abgrunds Nacht, war mir
dein Brief; Er zeigte blendend hell,
wie tief Mein Unglück ist, wie tief
entsetzlich. Selbst dich ergrei
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Die Audienz

Eine alte Fabel. Ich laß nicht die
Kindlein, wie Pharao, Ersäufen im
Nilstromwasser; Ich bin auch kein
Herodestyrann, Kein
Kinderabschlachtenlasser. Ich will
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Alte Rose

Eine Rosenknospe war Sie, für die mein
Herze glühte; Doch sie wuchs, und
wunderbar Schoß sie auf in voller
Blüte. Ward die schönste Ros im
Land, Und ich wollt die
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Alte Rose

Eine Rosenknospe war Sie, für die mein
Herz erglühte; Doch sie wuchs, und
wunderbar Schoss sie auf zu voller
Blüte. Ward die schönste Ros im
Land, Und ich wollt die Rose
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Eingehüllt in graue Wolken

Eingehüllt in graue Wolken, Schlafen
jetzt die großen Götter, Und ich
höre, wie sie schnarchen, Und wir
haben wildes Wetter. Wildes Wetter!
Sturmeswüten Will das
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Die Weihe

Einsam in der Waldkapelle, Vor dem Bild
der Himmelsjungfrau, Lag ein frommer,
bleicher Knabe Demutsvoll
dahingesunken. O Madonna! laß mich
ewig Hier auf dieser Schwel
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Minneklage

Einsam klag ich meine Leiden, Im
vertrauten Schoß der Nacht; Frohe
Menschen muß ich meiden, Fliehen
scheu, wo Freude lacht. Einsam
fließen meine Tränen, Fließen i
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Zum Lazarus 4

Einst sah ich viele Blumen blühen An
meinem Weg; jedoch zu faul, Mich
pflückend nieder zu bemühen, Ritt ich
vorbei auf stolzem Gaul. Jetzt, wo
ich todessiech und elend,
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Einst sah ich viele Blumen blühen...

Einst sah ich viele Blumen blühen An
meinem Weg; jedoch zu faul, Mich
pflückend nieder zu bemühen, Ritt ich
vorbei auf stolzem Gaul. Jetzt, wo
ich todessiech und elend,
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Emma, sage mir die Wahrheit

Emma, sage mir die Wahrheit: Ward ich
närrisch durch die Liebe? Oder ist die
Liebe selber Nur die Folge meiner
Narrheit? Ach, mich quälet, teure
Emma, Außer meiner tollen
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Aus einem »Kitty«-Zyklus XI

Er ist so herzbeweglich, Der Brief den
sie geschrieben: Sie werde mich ewig
lieben, Ewig, unendlich,
unsäglich. Sie ennuyiere sich
täglich, Ihr sei die Brust beklomm
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Wünnebergiade 1

Erster Gesang Holde Muse, gib mir
Kunde, Wie einst hergeschoben
kommen Jenes kugelrunde
Schweinchen, Das da Wünneberg
geheißen. Auf den Iserlohner Triften
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Der Scheidende

Erstorben ist in meiner Brust Jedwede
weltlich eitle Lust, Schier ist mir
auch erstorben drin Der Haß des
Schlechten, sogar der Sinn Für eigne
wie für fremde Not - Und in m
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Es erklingt wie Liedestöne

Es erklingt wie Liedestöne Alles, was
ich denk und fühl. Ach! da hat der
kleine schöne Liebesgott die Hand im
Spiel. Der Maestro im Theater Meines
Herzens ist er je
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Es faßt mich wieder der alte Mut

Es faßt mich wieder der alte Mut, Mir
ist, als jagt ich zu Rosse, Und jagte
wieder mit liebender Glut Nach meiner
Liebsten Schlosse. Es faßt mich
wieder der alte Mut,
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Orpheisch

Es gab den Dolch in deine Hand Ein
böser Dämon in der bösen Stunde
- Ich weiß nicht, wie der Dämon hieß
- Ich weiß nur, daß vergiftet war die
Wunde. In stillen Nächt
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Es geht am End

Es geht am End, es ist kein
Zweifel, Der Liebe Glut, sie geht zum
Teufel. Sind wir einmal von ihr
befreit, Beginnt für uns die beßre
Zeit, Das Glück der kühlen
Häuslichkeit.
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Die Wanderratten

Es gibt zwei Sorten Ratten: Die
hungrigen und satten. Die satten
bleiben vergnügt zu Haus, Die
hungrigen aber wandern aus. Sie
wandern viel tausend Meilen, Ganz ohne
... weiterlesen


Die Wanderratten

Es gibt zwei Sorten Ratten: Die
hungrigen und satten. Die satten bleiben
vergnügt zu Haus, Die hungrigen aber
wandern aus. Sie wandern viel tausend
Meilen, Ganz ohne Rasten und We
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Traum und Leben

Es glühte der Tag, es glühte mein
Herz, Still trug ich mit mir herum den
Schmerz. Und als die Nacht kam, schlich
ich fort Zur blühenden Rose am stillen
Ort. Ich nahte mich
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Aus einem »Kitty«-Zyklus X

Es glänzt so schön die sinkende
Sonne, Doch schöner ist deiner Augen
Schein. Das Abendrot und deine
Augen, Sie strahlen mir traurig ins
Herz hinein. Das Abendrot bedeutet
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Es hatte mein Haupt die schwarze Frau...

Es hatte mein Haupt die schwarze
Frau Zärtlich ans Herz
geschlossen; Ach! meine Haare wurden
grau, Wo ihre Tränen geflossen. Sie
küßte mich lahm, sie küßte mich
krank,
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Zum Lazarus 2

Es hatte mein Haupt die schwarze
Frau Zärtlich ans Herz
geschlossen; Ach! meine Haare wurden
grau, Wo ihre Tränen geflossen. Sie
küßte mich lahm, sie küßte mich
krank,
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Antwort

Es ist der rechte Weg, den du
betreten, Doch in der Zeit magst du
dich weidlich irren; Das sind nicht
Düfte von Muskat and Myrrhen, Die
jüngst aus Deutschland mir verletzend
wehten.
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Zu »Clarisse« III

Es kommt der Lenz mit dem
Hochzeitgeschenk, Mit Jubel und
Musizieren, Das Bräutchen und den
Bräutigam Kommt er zu
gratulieren. Er bringt Jasmin und
Röselein, Und Ve
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Es kommt der Tod

Es kommt der Tod - jetzt will ich
sagen, Was zu verschweigen
ewiglich Mein Stolz gebot: für dich,
für dich, Es hat mein Herz für dich
geschlagen! Der Sarg ist fertig, sie
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Aus einem »Kitty«-Zyklus VII

Es läuft dahin die Barke, Wie eine
flinke Gemse. Bald sind wir auf der
Themse, Bald sind wir im
Regentsparke. Da wohnet meine
Kitty, Mein allerliebstes Weibchen;
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Zum Lazarus 10

Es sitzen am Kreuzweg drei Frauen, Sie
grinsen und spinnen, Sie seufzen und
sinnen; Sie sind gar häßlich
anzuschauen. Die erste trägt den
Rocken, Sie dreht die Fäd
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Die Libelle

Es tanzt die schöne Libelle Wohl auf
des Baches Welle; Sie tanzt daher, sie
tanzt dahin, Die schimmernde,
flimmernde Gauklerin. Gar mancher
junge Käfertor Bewundert
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Es träumte mir von einer Sommernacht

Es träumte mir von einer
Sommernacht, Wo bleich, verwittert, in
des Mondes Glanze Bauwerke lagen, Reste
alter Pracht, Ruinen aus der Zeit der
Renaissance. Nur hie und da, mi
... weiterlesen


Es war ein alter König

Es war ein alter König, Sein Herz war
schwer, sein Haupt war grau; Der arme
alte König, Er nahm eine junge
Frau. Es war ein schöner Page, Blond
war sein Haupt, leicht war
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Lyrisches Intermezzo - Prolog

Es war mal ein Ritter trübselig und
stumm, Mit hohlen, schneeweißen
Wangen; Er schwankte und schlenderte
schlotternd herum, In dumpfen Träumen
befangen. Er war so hölzern, so tä
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Nächtliche Fahrt

Es wogte das Meer, aus dem dunklen
Gewölk Der Halbmond lugte scheu; Und
als wir stiegen in den Kahn, Wir waren
unsrer drei. Es plätschert’ im
Wasser des Ruderschlags
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Es ziehen die brausenden Wellen...

Es ziehen die brausenden Wellen Wohl
nach dem Strand; Sie schwellen und
zerschellen Wohl auf dem Sand. Sie
kommen groß und kräftig, Ohn
Unterlaß; Sie werden endlich
... weiterlesen


An Franz v. Z.

Es zieht mich nach Nordland ein goldner
Stern; Ade, mein Bruder, denk mein in
der Fern! Bleib treu, bleib treu der
Poesie; Verlaß das süße Bräutchen
nie. Bewahr in der Brust wie
... weiterlesen


Aus der Zopfzeit

Fabel Zu Kassel waren zwei
Ratten, Die nichts zu essen
hatten. Sie sahen sich lange hungrig
an; Die eine Ratte zu wispern
begann: »Ich weiß einen Top
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Sterbende

Flogest aus nach Sonn und Glück, Nackt
und schlecht kommst du
zurück. Deutsche Treue, deutsche
Hemde, Die verschleißt man in der
Fremde. Siehst sehr sterbebläßlich
aus,
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Der Helfer

Frohlockst, Plantagenet, und
glaubst, Daß du die letzte Hoffnung
uns raubst, Weil deine Knechte ein
Grabmal fanden, Worauf der Name
»Arthur« gestanden. Arthur ist
nicht ge
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Für eine Grille

Für eine Grille - keckes Wagen! - Hab
ich das Leben eingesetzt; Und nun das
Spiel verloren jetzt, Mein Herz, du
darfst dich nicht beklagen. Die
Sachsen sagen: »Minschenwill
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Zu »Angelique« III

Fürchte nichts, geliebte
Seele, Übersicher bist du
hier; Fürchte nicht, daß man uns
stehle, Ich verriegle schon die
Tür. Wie der Wind auch wütend
wehe, Er gefäh
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Angelique

Fürchte nichts, geliebte
Seele, übersicher bist du
hier; fürchte nicht, dass man uns
stehle, ich verriegle schon die
Tür. Wie der Wind auch wütend
wehe, er gefährdet n
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Gaben mir Rat

Gaben mir Rat und gute
Lehren, Überschütteten mich mit
Ehren, Sagten, daß ich nur warten
sollt, Haben mich protegieren
gewollt. Aber bei all ihrem
Protegieren Hätte ich k
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Gaben mir Rat

Gaben mir Rat und gute
Lehren, Überschütteten mich mit
Ehren, Sagten, daß ich nur warten
sollt, Haben mich protegieren
gewollt. Aber bei all ihrem
Protegieren Hätte ich
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Ganz entsetzlich ungesund

Ganz entsetzlich ungesund Ist die Erde,
und zugrund, Ja, zugrund muß alles
gehn, Was hienieden groß und
schön. Sind es alten Wahns
Phantasmen, Die dem Boden als Mia
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Rote Pantoffeln

Gar böse Katze, so alt und grau, Sie
sagte, sie sei eine Schusterfrau; Auch
stand vor ihrem Fenster ein
Lädchen, Worin Pantoffeln für junge
Mädchen, Pantöffelchen von Maroquin,
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Geleert hab ich

Geleert hab ich nach Herzenswunsch Der
Liebe Kelch, ganz ausgeleert; Das ist
ein Trank, der uns verzehrt Wie
flammenheißer Kognakpunsch. Da lob
ich mir die laue Wärme
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Aus einem »Kitty«-Zyklus III

Geträumtes Glück Als die junge Rose
blühte Und die Nachtigall
gesungen, Hast du mich geherzt,
geküsset, Und mit Zärtlichkeit
umschlungen. Nun der Herbst d
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Celimene

Glaube nicht, daß ich aus
Dummheit Dulde deine Teufeleien; Glaub
auch nicht, ich sei ein Herrgott, Der
gewohnt ist zu verzeihen. Deine
Nücken, deine Tücken Hab ich
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Im Hafen

Glücklich der Mann, der den Hafen
erreicht hat Und hinter sich ließ das
Meer und die Stürme Und jetzo warm und
ruhig sitzt Im guten Ratskeller zu
Bremen. Wie doch die Welt
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Im Hafen

Glücklich der Mann, der den Hafen
erreicht hat Und hinter sich ließ das
Meer und die Stürme Und jetzo warm und
ruhig sitzt Im guten Ratskeller zu
Bremen. Wie doch die Welt so t
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Morphine

Groß ist die Ähnlichkeit der beiden
schönen Jünglingsgestalten, ob der
eine gleich Viel blässer als der
andre, auch viel strenger, Fast möcht
ich sagen viel vornehmer aussieht
... weiterlesen


Morphine

Groß ist die Ähnlichkeit der beiden
schönen Jünglingsgestalten, ob der
eine gleich Viel blässer als der andre,
auch viel strenger, Fast möcht` ich
sagen viel vornehmer aussieht - A
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Hast du die Lippen mir wund geküßt

Hast du die Lippen mir wund
geküßt, So küsse sie wieder
heil, Und wenn du bis Abend nicht
fertig bist, So hat es auch keine
Eil. Du hast ja noch die ganze
Nacht, Du
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Hast du die Lippen mir

Hast du die Lippen mir wundgeküßt, So
küsse sie wieder heil, Und wenn du bis
Abend nicht fertig bist, So hat es auch
keine Eil. Du hast ja noch die ganze
Nacht, Du Herzal
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Hast du vertrauten Umgang mit Damen

Hast du vertrauten Umgang mit Damen,
Schweig, Freundchen, stille und nenne nie Namen:
Um ihrentwillen, wenn sie fein sind,
Um deinetwillen, wenn sie gemein sind.

Bonn 1820
Weltlauf

Hat man viel, so wird man bald Noch
viel mehr dazu bekommen. Wer nur wenig
hat, dem wird Auch das wenige
genommen. Wenn du aber gar nichts
hast, Ach, so lasse dich beg
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Weltlauf

Hat man viel, so wird man bald Noch viel
mehr dazu bekommen. Wer nur wenig hat,
dem wird auch das wenige genommen. Wenn
du aber gar nichts hast, Ach, so lasse
dich begraben
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Lebewohl

Hatte wie ein Pelikan Dich mit eignem
Blut getränket, Und du hast mir jetzt
zum Dank Gall und Wermut
eingeschenket. Böse war es nicht
gemeint, Und so heiter blieb di
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Auf dem Brocken

Heller wird es schon im Osten Durch der
Sonne kleines Glimmen, Weit und breit
die Bergesgipfel In dem Nebelmeere
schwimmen. Hätt ich
Siebenmeilenstiefel, Lief ich, mi
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Erklärung

Herangedämmert kam der Abend, Wilder
toste die Flut, Und ich saß am Strand,
und schaute zu Dem weißen Tanz der
Wellen, Und meine Brust schwoll auf wie
das Meer, Und sehnend
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Erklärung

Herangedämmert kam der Abend, Wilder
toste die Flut, Und ich saß am Strand,
und schaute zu Dem weißen Tanz der
Wellen, Und meine Brust schwoll auf wie
das Meer, Und sehnend ergr
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Frau Mette

Herr Peter und Bender saßen beim
Wein, Herr Bender sprach: `Ich
wette, Bezwänge dein Singen die ganze
Welt, Doch nimmer bezwingt es Frau
Mette.` Herr Peter sprach: `Ich wette
me
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An Georg Herwegh

Herwegh, du eiserne Lerche, Mit
klirrendem Jubel steigst du empor Zum
heilgen Sonnenlichte! Ward wirklich der
Winter zu nichte? Steht wirklich
Deutschland im Frühlingsflor?
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Herz, mein Herz, sei nicht beklommen

Herz, mein Herz, sei nicht
beklommen, Und ertrage dein
Geschick. Neuer Frühling gibt
zurück, Was der Winter dir
genommen. Und wie viel ist dir
geblieben, Und wie schön is
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In Mathildens Stammbuch

Hier, auf gewalzten Lumpen, soll
ich Mit einer Spule von der
Gans Hinkritzeln ernsthaft halb, halb
drollig, Versifizierten Firlefanz
- Ich, der gewohnt mich auszusprechen
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Himmel grau und wochentäglich

Himmel grau und wochentäglich! Auch die
Stadt ist noch dieselbe! Und noch immer
blöd und kläglich Spiegelt sie sich in
der Elbe. Lange Nasen, noch
langweilig Werden sie w
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Himmel, grau und wochentäglich!...

Himmel, grau und wochentäglich! Auch
die Stadt ist noch dieselbe! Und noch
immer blöd und kläglich Spiegelt sie
sich in der Elbe. Lange Nasen, noch
langweilig Werde
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Hoch aus dem blauen Himmelszelt...

Hoch aus dem blauen Himmelszelt Viel
tausend Sterne schauen, Sehnsüchtig
glänzend, groß und klug Wie Augen von
schönen Frauen. Sie blicken hinunter
in das Meer, Da
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Der Schiffbrüchige

Hoffnung und Liebe! Alles
zertrümmert! Und ich selber, gleich
einer Leiche, Die grollend ausgeworfen
das Meer, Lieg ich am Strande, Am öden,
kahlen Strande. Vor mir woget die Was
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Lazarus

I. Weltlauf Hat man viel, so wird man
bald Noch viel mehr dazu bekommen. Wer
nur wenig hat, dem wird Auch das Wenige
genommen. Wenn du aber gar nichts
hast,
... weiterlesen


Pomare

I Alle Liebesgötter jauchzen Mir im
Herzen, und Fanfare Blasen sie und
rufen: Heil! Heil der Königin
Pomare! Jene nicht von Otahaiti
- Missionärisier
... weiterlesen


Der Traurige

I Allen tut es weh im Herzen, Die
den bleichen Knaben sehn, Dem die
Leiden, dem die Schmerzen Aufs Gesicht
geschrieben stehn. Mitleidvolle
Lüfte fächeln
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Unterwelt I

I Blieb ich doch ein Junggeselle!
- Seufzet Pluto tausendmal - Jetzt, in
meiner Ehstandsqual, Merk ich, früher
ohne Weib War die Hölle keine
Hölle. B
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Der Apollogott

I Das Kloster ist hoch auf Felsen
gebaut, Der Rhein
vorüberrauschet; Wohl durch das
Gitterfenster schaut Die junge Nonne
und lauschet. Da fährt ein Schifflei
... weiterlesen


Yolante und Marie I

I Diese Damen, sie verstehen, Wie
man Dichter ehren muß: Gaben mir ein
Mittagessen, Mir und meinem
Genius. Ach! die Suppe war
vortrefflich, Und der Wei
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Diana I

I Diese schönen
Gliedermassen Kolossaler
Weiblichkeit Sind jetzt, ohne
Widerstreit, Meinen Wünschen
überlassen. Wär ich,
leidenschaftentzügelt, Eig
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Zeitgedichte I

I Doktrin Schlage die Trommel und
fürchte dich nicht, Und küsse die
Marketenderin! Das ist die ganze
Wissenschaft, Das ist der Bücher
tiefster Sinn.
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Hortense I

I Ehmals glaubt ich, alle
Küsse, Die ein Weib uns gibt und
nimmt, Seien uns, durch
Schicksalsschlüsse, Schon urzeitlich
vorbestimmt. Küsse nahm ich, und ich
... weiterlesen


Katharina I

I Ein schöner Stern geht auf in
meiner Nacht, Ein Stern, der süßen
Trost herniederlacht Und neues Leben
mir verspricht - O, lüge
nicht! Gleichwie das Meer
... weiterlesen


Romanzen I

I Ein Weib Sie hatten sich beide
so herzlich lieb, Spitzbübin war sie,
er war ein Dieb. Wenn er
Schelmenstreiche machte, Sie warf sich
aufs Bett und lachte.
... weiterlesen


Tragödie I

I Entflieh mit mir und sei mein
Weib, Und ruh an meinem Herzen
aus; Fern in der Fremde sei mein
Herz Dein Vaterland und
Vaterhaus. Gehst du nicht mit, so
sterb
... weiterlesen


Emma I

I Er steht so starr wie ein
Baumstamm, In Hitz und Frost und
Wind, Im Boden wurzelt die
Fußzeh, Die Arme erhoben sind. So
quält sich Bagiratha lange,
... weiterlesen


Der neue Alexander I

I Es ist ein König in Thule, der
trinkt Champagner, es geht ihm nichts
drüber; Und wenn er seinen Champagner
trinkt, Dann gehen die Augen ihm
über. Die Ritt
... weiterlesen


In der Fremde I

I Es treibt dich fort von Ort zu
Ort, Du weißt nicht mal warum; Im
Winde klingt ein sanftes Wort, Schaust
dich verwundert um. Die Liebe, die
dahinten blieb,
... weiterlesen


Der Dichter Firdusi

I Goldne Menschen,
Silbermenschen! Spricht ein Lump von
einem Thoman, Ist die Rede nur von
Silber, Ist gemeint ein
Silberthoman. Doch im Munde eines
Fürsten,
... weiterlesen


Der Tannhäuser I

I Ihr guten Christen, laßt euch
nicht Von Satans List umgarnen! Ich
sing euch das Tannhäuserlied, Um eure
Seelen zu warnen. Der edle
Tannhäuser, ein Ritter
... weiterlesen


Im wunderschönen Monat Mai

I Im wunderschönen Monat Mai,
  Als alle Knospen sprangen,
  Da ist in meinem Herzen
  Die Liebe aufgegangen. Im
wunderschönen Monat Mai
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Krönung

I KrönungIhr Lieder! Ihr meine guten
Lieder! Auf, auf! und wappnet
euch! Laßt die Trompeten klingen, Und
hebt mir auf den Schild Dies junge
Mädchen, Das jetz
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Jehuda ben Halevy I

I Lechzend klebe mir die Zunge An
dem Gaumen, und es welke Meine rechte
Hand, vergäß ich Jemals dein,
Jerusalem -« Wort und Weise,
unaufhörlich Schw
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Zur Ollea I

I Maultiertum Dein Vater, wie ein
jeder weiß, Ein Esel leider war der
Gute; Doch deine Mutter,
hochgesinnt, War eine edle
Vollblutstute. Tatsac
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Mir träumte einst

I Mir träumte einst von wildem
Liebesglühn, Von hübschen Locken,
Myrten und Resede, Von süßen Lippen
und von bittrer Rede, Von düstrer
Lieder düstern Melodien.
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Träumereien I

I Mir träumte von einem schönen
Kind, Sie trug das Haar in
Flechten; Wir saßen unter der grünen
Lind, In blauen Sommernächten. Wir
hatten uns lieb und kü
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Zum Polterabend I

I Mit deinen großen, allwissenden
Augen Schaust du mich an, und du hast
Recht: Wie konnten wir zusammen
taugen, Da du so gut, und ich so
schlecht! Ich bin so
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Neuer Frühling I

I Unterm weißen Baume sitzend,
Hörst du fern die Winde schrillen,
Siehst, wie oben stumme Wolken Sich
in Nebeldecken hüllen; Siehst, wie
unten ausgestorbe
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Friederike I

I Verlaß Berlin, mit seinem dicken
Sande Und dünnen Tee und überwitzgen
Leuten, Die Gott und Welt, und was sie
selbst bedeuten, Begriffen längst mit
Hegelschem Verstande.
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Seraphine I

I Wandl ich in dem Wald des
Abends, In dem träumerischen
Wald, Immer wandelt mir zur
Seite Deine zärtliche Gestalt. Ist
es nicht dein weißer Schleier?
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Hymnus

Ich bin das Schwert, ich bin die
Flamme. Ich habe euch erleuchtet in der
Dunkelheit, und als die Schiacht begann,
focht ich voran, in der ersten
Reihe. Rand um mich her liegen die
Leichen
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Die Ilse

Ich bin die Prinzessin Ilse, Und wohne
im Ilsenstein; Komm mit nach meinem
Schlosse, Wir wollen selig
sein. Dein Haupt will ich
benetzen Mit meiner klaren Well,
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An Jenny

Ich bin nun fünfunddreißig Jahr
alt, Und du bist fünfzehnjährig kaum
... O Jenny, wenn ich dich
betrachte, Erwacht in mir der alte
Traum! Im Jahre achtzehnhundert
siebzeh
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Caput VII

Ich ging nach Haus und schlief, als
ob Die Engel gewiegt mich hätten. Man
ruht in deutschen Betten so weich, Denn
das sind Federbetten. Wie sehnt ich
mich oft nach der Süß
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Deutschland. Ein Wintermärchen, Caput VII

Ich ging nach Haus und schlief, als
ob Die Engel gewiegt mich hätten. Man
ruht in deutschen Betten so weich, Denn
das sind Federbetten. Wie sehnt ich
mich oft nach der Süß
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Ich grolle nicht...

Ich grolle nicht, und wenn das Herz auch
bricht, Ewig verlornes Lieb! Ich grolle
nicht. Wie du auch strahlst in
Diamantenpracht, Es fällt kein Strahl
in deines Herzens Nacht. Das
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Waldeinsamkeit

Ich hab in meinen Jugendtagen Wohl auf
dem Haupt einen Kranz getragen; Die
Blumen glänzten wunderbar, Ein Zauber
in dem Kranze war. Der schöne Kranz
gefiel wohl Allen,
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Zum William Ratcliff 2

Ich habe die süße Liebe gesucht, Und
hab den bittern Haß gefunden, Ich habe
geseufzt, ich habe geflucht, Ich habe
geblutet aus tausend Wunden. Auch hab
ich mich ehrlich Ta
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Rückschau

Ich habe gerochen alle Gerüche In
dieser holden Erdenküche; Was man
genießen kann in der Welt, Das hab ich
genossen wie je ein Held! Hab Kaffee
getrunken, hab Kuchen gegessen,
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Caput XVII

Ich habe mich mit dem Kaiser gezankt Im
Traum, im Traum versteht sich - Im
wachenden Zustand sprechen wir
nicht Mit Fürsten so
widersetzig. Nur träumend, im
idealen Traum,
... weiterlesen


Deutschland. Ein Wintermärchen, Caput XVII

Ich habe mich mit dem Kaiser gezankt Im
Traum, im Traum versteht sich - Im
wachenden Zustand sprechen wir
nicht Mit Fürsten so
widersetzig. Nur träumend, im
idealen Traum,
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Ich habe verlacht

Ich habe verlacht, bei Tag und bei
Nacht, So Männer wie
Frauenzimmer, Ich habe große
Dummheiten gemacht - Die Klugheit bekam
mir noch schlimmer. Die Magd ward
schwanger und
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Ich halte ihr die Augen zu

Ich halte ihr die Augen zu Und küß sie
auf den Mund; Nun läßt sie mich nicht
mehr in Ruh, Sie fragt mich um den
Grund. Von Abend spät bis Morgens
fruh, Sie fragt zu jed
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In der Fremde

Ich hatte einst ein schönes
Vaterland. Der Eichenbaum Wuchs dort
so hoch, die Veilchen nickten sanft. Es
war ein Traum. Das küßte mich auf
deutsch und sprach auf de
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Ich hatte einst ein schönes Vaterland....

Ich hatte einst ein schönes
Vaterland. Der Eichenbaum Wuchs dort
so hoch, die Veilchen nickten sanft. Es
war ein Traum. Das küßte mich auf
deutsch, und sprach auf deutsch
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Traumbild Nr. 8

Ich kam von meiner Herrin Haus Und
wandelt in Wahnsinn und
Mitternachtgraus. Und wie ich am
Kirchhof vorübergehn will, Da winken
die Gräber ernst und still. Da winkts
von des Sp
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Ich kann es nicht vergessen

Ich kann es nicht vergessen, Geliebtes,
holdes Weib, Daß ich dich einst
besessen, Die Seele und den Leib. Den
Leib möcht ich noch haben, Den Leib so
zart und jung; D
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Ich liebe solche weiße Glieder

Ich liebe solche weiße Glieder, Der
zarten Seele schlanke Hülle, Wildgroße
Augen und die Stirne Umwogt von
schwarzer Lockenfülle! Du bist so
recht die rechte Sorte, Die
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Ich mache die kleinen Lieder...

Ich mache die kleinen Lieder Der
Herzallerliebsten mein, Die heben ihr
klingend Gefieder Und fliegen zu dir
hinein. Es stammen die kleinen
Jungen Vom schnalzenden Herrn Gema
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Testament

Ich mache jetzt mein Testament, Es geht
nun bald mit mir zu End. Nur wundre ich
mich, daß nicht schon längstens Mein
Herz gebrochen vor Gram und
Ängsten. Du aller Frauen H
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Ich sag ihr nicht, weshalb ichs tu

Ich sag ihr nicht, weshalb ichs
tu, Weiß selber nicht den Grund -
Ich halte ihr die Augen zu Und küß
sie auf den Mund. In welche soll ich
mich verlieben, Da beide
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Zum Lazarus 5

Ich sah sie lachen, sah sie
lächeln, Ich sah sie ganz zugrunde
gehn; Ich hört ihr Weinen und ihr
Röcheln, Und habe ruhig
zugesehn. Leidtragend folgt ich ihren
Särgen,
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Für das Album von Elisabeth Friedländer

Ich seh dich an und glaub es kaum - Es
war ein schöner Rosenbaum - Die Lüfte
stiegen mir lockend zu Häupten, Daß
sie mir zuweilen das Hirn betäubten
- Es blüht hervor die Erinn
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Ich war, o Lamm, als Hirt bestellt

Ich war, o Lamm, als Hirt bestellt, Zu
hüten dich auf dieser Welt; Hab dich
mit meinem Brot geätzt, Mit Wasser aus
dem Born geletzt. Wenn kalt der
Wintersturm gelärmt, Hab
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II

Ich weiss nicht was soll es
bedeuten, Daß ich so traurig bin; Ein
Märchen aus alten Zeiten, Das kommt
mir nicht aus dem Sinn. Die Luft ist
kühl und es dunkelt, Und
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Die Lorelei

Ich weiß nicht, was soll es
bedeuten, Das ich so traurig bin; Ein
Märchen aus alten Zeiten, Das kommt mir
nicht aus dem Sinn. Die Luft ist kühl
und es dunkelt, Und ruhig
... weiterlesen


Ich will mich im grünen Wald ergehn

Ich will mich im grünen Wald
ergehn, Wo Blumen sprießen und Vögel
singen; Denn wenn ich im Grabe einst
liegen werde, Ist Aug und Ohr bedeckt
mit Erde, Die Blumen kann ich nicht sp
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Ich wollte, meine Lieder

Ich wollte, meine Lieder Das wären
Blümelein: Ich schickte sie zu
riechen Der Herzallerliebsten
mein. Ich wollte, meine Lieder Das
wären Küsse fein: Ich sch
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Die Lore-Ley

II  Ich weiß nicht was soll es
bedeuten,   Daß ich so traurig
bin;   Ein Märchen aus alten
Zeiten,   Das kommt mir nicht aus
dem Sinn.
... weiterlesen


Tragödie II

II (Dieses ist ein wirkliches
Volkslied, welches ich am Rheine
gehört) Es fiel ein Reif in der
Frühlingsnacht, Es fiel auf die zarten
Blaublümelein, Sie sind verwe
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Zeitgedichte II

II Adam der Erste Du schicktest
mit dem Flammenschwert Den himmlischen
Gendarmen, Und jagtest mich aus dem
Paradies, Ganz ohne Recht und
Erbarmen!
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Diana II

II Am Golfe von Biskaya Hat sie den
Tag erblickt; Sie hat schon in der
Wiege Zwei junge Katzen
erdrückt. Sie lief mit bloßen
Füßen Wohl über die P
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Seraphine II

II An dem stillen Meeresstrande Ist
die Nacht heraufgezogen, Und der Mond
bricht aus den Wolken, Und es flüstert
aus den Wogen: Jener Mensch dort, ist
er när
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Unterwelt II

II Auf goldenem Stuhl, im Reiche der
Schatten, Zur Seite des königlichen
Gatten, Sitzt Proserpine Mit finstrer
Miene. Und im Herzen seufzet sie
traurig:
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Friederike II

II Der Ganges rauscht, mit klugen
Augen schauen Die Antilopen aus dem
Laub, sie springen Herbei mutwillig,
ihre bunten Schwingen Entfaltend,
wandeln stolzgespreizte Pfauen.
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In der Fremde II

II Du bist ja heut so
grambefangen, Wie ich dich lange nicht
geschaut! Es perlet still von deinen
Wangen, Und deine Seufzer werden
laut. Denkst du der Heimat,
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Gewitter

II Dumpf liegt auf dem Meer das
Gewitter, Und durch die schwarze
Wolkenwand Zuckt der zackige
Wetterstrahl, Rasch aufleuchtend und
rasch verschwindend, Wie ein Witz au
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Die Bergstimme

II Ein Reiter durch das Bergtal
zieht, Im traurig stillen Trab: Ach!
zieh ich jetzt wohl in Liebchens
Arm, Oder zieh ich ins dunkle
Grab? Die Bergstimm Antwort gab:
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Ein Traum, gar seltsam schauerlich

II Ein Traum, gar seltsam
schauerlich, Ergötzte und erschreckte
mich. Noch schwebt mir vor manch
grausig Bild, Und in dem Herzen wogt es
wild. Das war ein Gar
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Der neue Alexander II

II Erster Feldzug Da sitzt er und
schwatzt, mit lallender Zung, Der neue
Alexander; Den Plan der
Welteroberung, Den setzt er
auseinander: »Loth
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Es treibt mich hin, es treibt mich her

II Es treibt mich hin, es treibt mich
her! Noch wenige Stunden, dann soll ich
sie schauen, Sie selber, die Schönste
der schönen Jungfrauen; - Du treues
Herz, was pochst du
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Romanzen II

II Frühlingsfeier Das ist des
Frühlings traurige Lust! Die
blühenden Mädchen, die wilde
Schar, Sie stürmen dahin, mit
flatterndem Haar Und Jammergeheul un
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Neuer Frühling II

II In dem Walde sprießt und grünt
es Fast jungfräulich
lustbeklommen; Doch die Sonne lacht
herunter: Junger Frühling, sei
willkommen! Nachtigall! auch di
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Yolante und Marie II

II In welche soll ich mich
verlieben, Da beide liebenswürdig
sind? Ein schönes Weib ist noch die
Mutter, Die Tochter ist ein schönes
Kind. Die weißen, uner
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Schöpfungslieder I

II m Beginn schuf Gott die
Sonne, Dann die nächtlichen
Gestirne; Hierauf schuf er auch die
Ochsen, Aus dem Schweiße seiner
Stirne. Später schuf er wilde Bes
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Zum Polterabend II

II O, du kanntest Koch und
Küche, Loch und Schliche, Tür und
Tor! Wo wir nur zusammen
strebten, Kamst du immer mir
zuvor. Jetzt heiratest du mein
Mädchen,
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Zur Ollea II

II Symbolik des Unsinns Wir heben
nun zu singen an Das Lied von einer
Nummer, Die ist geheißen Nummer
Drei; Nach Freuden kommt der
Kummer. Arab
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Schöpfungslieder II

II Und der Gott sprach zu dem
Teufel: Ich, der Herr, kopier mich
selber, Nach der Sonne mach ich
Sterne, Nach den Ochsen mach ich
Kälber, Nach den Löwen mit den Tatz
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Emma II

II Vierundzwanzig Stunden soll
ich Warten auf das höchste
Glück, Das mir blinzelnd süß
verkündet, Blinzelnd süß der
Seitenblick. Oh! die Sprache ist so
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Angélique II

II Wie rasch du auch
vorüberschrittest, Noch einmal
schautest du zurück, Der Mund, wie
fragend, kühngeöffnet, Stürmischer
Hochmut in dem Blick. O, daß ic
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Hortense II

II Wir standen an der
Straßeneck Wohl über eine
Stunde; Wir sprachen voller
Zärtlichkeit Von unsrem
Seelenbunde. Wir sagten uns
vielhundertmal, Daß
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Clarisse II

II Überall, wo du auch
wandelst, Schaust du mich zu allen
Stunden, Und je mehr du mich
mißhandelst, Treuer bleib ich dir
verbunden. Denn mich fesselt holde B
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Der Tannhäuser II

II Zu Rom, zu Rom, in der heiligen
Stadt, Da singt es und klingelt und
läutet: Da zieht einher die
Prozession, Der Papst in der Mitte
schreitet. Das ist der f
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Katharina II

II »Wollen Sie ihr nicht vorgestellt
sein?« Flüsterte mir die Herzogin.
- »Beileibe nicht, ich müßt ein Held
sein, Ihr Anblick schon wirrt mir den
Sinn.«
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Unterwelt III

III Während solcherlei
Beschwerde In der Unterwelt sich
häuft, Jammert Ceres auf der
Erde. Die verrückte Göttin
läuft, Ohne Haube, ohne Kragen, Sch
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Tragödie III

III Auf ihrem Grab, da steht eine
Linde, Drin pfeifen die Vögel und
Abendwinde, Und drunter sitzt, auf dem
grünen Platz, Der Müllersknecht mit
seinem Schatz.
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Romanzen III

III Childe Harold Eine starke,
schwarze Barke Segelt trauervoll
dahin. Die vermummten und
verstummten Leichenhüter sitzen
drin. Toter Dichter,
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Seraphine III

III Das ist eine weiße Möwe, Die
ich dort flattern seh Wohl über die
dunklen Fluten; Der Mond steht hoch in
der Höh. Der Haifisch und der
Roche, Die
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Friederike III

III Der Ganges rauscht, der große
Ganges schwillt, Der Himalaja strahlt
im Abendscheine, Und aus der Nacht der
Banianenhaine Die Elefantenherde
stürzt und brüllt -
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Der Tannhäuser III

III Der Ritter Tannhäuser, er
wandelt so rasch, Die Füße, die
wurden ihm wunde. Er kam zurück in den
Venusberg Wohl um die
Mitternachtstunde. Frau Venus er
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Yolante und Marie III

III Die Flaschen sind leer, das
Frühstück ist gut, Die Dämchen sind
rosig erhitzet; Sie lüften das Mieder
mit Übermut, Ich glaube, sie sind
bespitzet. Die
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Die Rose, die Lilje

III Die Rose, die Lilje, die Taube,
die Sonne, Die liebt ich einst alle in
Liebeswonne. Ich lieb sie nicht mehr,
ich liebe alleine Die Kleine, die
Feine, die Reine, die Eine;
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Neuer Frühling III

III Die schönen Augen der
Frühlingsnacht, Sie schauen so
tröstend nieder: Hat dich die Liebe
so kleinlich gemacht, Die Liebe, sie
hebt dich wieder. Auf g
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Zur Ollea III

III Hoffart O Gräfin Gudel von
Gudelfeld, Dir huldigt die Menschheit,
denn du hast Geld! Du wirst mit Vieren
kutschieren, Man wird dich bei Hof
präsentieren.
... weiterlesen


Der Schiffbrüchige

III Hoffnung und Liebe! Alles
zertrümmert! Und ich selber, gleich
einer Leiche, Die grollend ausgeworfen
das Meer, Lieg ich am Strande, Am
öden, kahlen Strande,
... weiterlesen


Clarisse III

III Hol der Teufel deine Mutter, Hol
der Teufel deinen Vater, Die so grausam
mich verhindert, Dich zu schauen im
Theater. Denn sie saßen da und
gaben,
... weiterlesen


Schöpfungslieder III

III

Ich hab mir zu Ruhm und Preis erschaffen
Die Menschen, Löwen, Ochsen, Sonne;
Doch Sterne, Kälber, Katzen, Affen
Erschuf ich zu meiner eigenen Wonne.
In der Fremde III

III Ich hatte einst ein schönes
Vaterland. Der Eichenbaum Wuchs dort
so hoch, die Veilchen nickten sanft. Es
war ein Traum. Das küßte mich auf
deutsch, und
... weiterlesen


Im nächtgen Traum

III Im nächtgen Traum hab ich mich
selbst geschaut, In schwarzem Galafrack
und seidner Weste, Manschetten an der
Hand, als gings zum Feste, Und vor mir
stand mein Liebchen,
... weiterlesen


Hortense III

III In meinen Tagesträumen, In
meinem nächtlichen Wachen, Stets
klingt mir in der Seele Dein
allerliebstes Lachen. Denkst du noch
Montmorencys, Wie du
... weiterlesen


Diana III

III Manchmal, wenn ich bei Euch
bin, Großgeliebte, edle Doña, Wie
erinnernd schweift mein Sinn Nach dem
Marktplatz zu Bologna. Dorten ist ein
großer Brunn
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Mein Herz, mein Herz ist traurig

III Mein Herz, mein Herz ist
traurig, Doch lustig leuchtet der
Mai; Ich stehe, gelehnt an der
Linde, Hoch auf der alten Bastei. Da
drunten fließt der blaue
... weiterlesen


Emma III

III Nicht mal einen einzgen
Kuß, Nach so monatlangem Lieben! Und
so bin ich Allerärmster Trocknen
Mundes stehngeblieben. Einmal kam das
Glück mir nah -
... weiterlesen


Angélique III

III Nimmer glaub ich, junge
Schöne, Was die spröde Lippe
spricht; Solche große schwarze
Augen, Solche hat die Tugend
nicht. Diese braungestreifte Lüge,
... weiterlesen


Zwei Brüder

III Oben auf der Bergesspitze Liegt
das Schloß in Nacht gehüllt; Doch im
Tale leuchten Blitze, Helle Schwerter
klirren wild. Das sind Brüder, die
dort fecht
... weiterlesen


Zeitgedichte III

III Warnung Solche Bücher läßt
du drucken! Teurer Freund, du bist
verloren! Willst du Geld und Ehre
haben, Mußt du dich gehörig
ducken. Nim
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Katharina III

III Wie Merlin, der eitle Weise, Bin
ich armer Nekromant Nun am Ende
festgebannt In die eignen
Zauberkreise. Festgebannt zu ihren
Füßen Lieg ich nun,
... weiterlesen


Der neue Alexander III

III »Mein Lehrer, mein
Aristoteles, Der war zuerst ein
Pfäffchen Von der französischen
Kolonie, Und trug ein weißes
Beffchen. Er hat nachher als
Philosoph
... weiterlesen


Zum Polterabend III

III »O, die Liebe macht uns
selig, O, die Liebe macht uns
reich!« Also singt man
tausendkehlig In dem heilgen römschen
Reich. Du, du fühlst den Sinn der Li
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Plateniden

Iliaden, Odysseen Kündigst du uns
prahlend an, Und wir wollen in dir
sehen Deutscher Zukunft größten
Mann. Eine große Tat in Worten, Die
du einst zu tun gedenkst!
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Die schlesischen Weber

Im düstern Auge keine Träne, Sie
sitzen am Webstuhl und fletschen die
Zähne: Deutschland, wir weben dein
Leichentuch, Wir weben hinein den
dreifachen Fluch - Wir weben, wir
weben!
... weiterlesen


Die schlesischen Weber

Im düstern Auge keine Träne, Sie
sitzen am Webstuhl und fletschen die
Zähne: Deutschland, wir weben dein
Leichentuch, Wir weben hinein den
dreifachen Fluch - Wir weben, wir weben!
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Kobes I.

Im Jahre achtundvierzig hielt, Zur Zeit
der großen Erhitzung, Das Parlament
des deutschen Volks Zu Frankfurt seine
Sitzung. Damals ließ auch auf dem
Römer dort Sich
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Im lieben Deutschland daheime

Im lieben Deutschland daheime, Da
wachsen viel Lebensbäume; Doch lockt
die Kirsche noch so sehr, Die
Vogelscheuche schreckt noch mehr. Wir
lassen uns wie Spatzen Eins
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Im lieben Deutschland

Im lieben Deutschland daheime, da
wachsen viele Lebensbäume; doch lockt
die Kirsche noch so sehr, die
Vogelscheuche schreckt noch mehr. Wir
lassen uns wie Spatzen einschüc
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Caput XII

Im nächtlichen Walde humpelt dahin Die
Chaise. Da kracht es plötzlich - Ein
Rad ging los. Wir halten still. Das ist
nicht sehr ergötzlich. Der
Postillion steigt ab und eil
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Deutschland. Ein Wintermärchen, Caput XII

Im nächtlichen Walde humpelt dahin Die
Chaise. Da kracht es plötzlich - Ein
Rad ging los. Wir halten still. Das ist
nicht sehr ergötzlich. Der
Postillion steigt ab und eil
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Schelm von Bergen

Im Schloß zu Düsseldorf am Rhein wird
Mummenschanz gehalten; Da flimmern die
Kerzen, da rauscht die Musik, Da tanzen
die bunten Gestalten. Da tanzt die
schöne Herzogin,
... weiterlesen


Schelm von Bergen

Im Schloß zu Düsseldorf am Rhein Wird
Mummenschanz gehalten; Da flimmern die
Kerzen, da rauscht die Musik, Da tanzen
die bunten Gestalten. Da tanzt die
schöne Herzogin, S
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Caput I

Im traurigen Monat November
war’s, Die Tage wurden trüber, Der
Wind riß von den Bäumen das Laub, Da
reist ich nach Deutschland
hinüber. Und als ich an die Grenze
kam,
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Karl I.

Im Wald, in der Köhlerhütte,
sitzt Trübsinnig allein der
König; Er sitzt an der Wiege des
Köhlerkinds Und wiegt und singt
eintönig: Eiapopeia, was raschelt im
Stroh?
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Lyrisches Intermezzo

Im wunderschönen Monat Mai, Als alle
Knospen sprangen, Da ist in meinem
Herzen Die Liebe aufgegangen. Im
wunderschönen Monat Mai, Als alle
Vögel sangen, Da hab ich
... weiterlesen


Prinzessin Sabbath

In Arabiens Märchenbuche Sehen wir
verwünschte Prinzen, Die zu Zeiten
ihre schöne Urgestalt
zurückgewinnen: Das behaarte
Ungeheuer Ist ein Königsohn geworden;
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Bamberg und Würzburg

In beider Weichbild fließt der Gnaden
Quelle, Und tausend Wunder täglich
dort geschehen. Umlagert sieht man dort
von Kranken stehen Den Fürsten, der da
heilet auf der Stelle.
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Donna Clara

In dem abendlichen Garten Wandelt des
Alkaden Tochter Pauken- und
Trommetenjubel Klingt herunter von dem
Schlosse »Lästig werden mir die
Tänze Und die süßen Schme
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Almansor

In dem Dome zu Corduva Stehen Säulen,
dreizehnhundert, Dreizehnhundert
Riesensäulen Tragen die gewaltge
Kuppel. Und auf Säulen, Kuppel,
Wänden Ziehn von oben sich
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Disputation

In der Aula zu Toledo Klingen
schmetternd die Fanfaren; Zu dem
geistlichen Turnei Wallt das Volk in
bunten Scharen. Das ist nicht ein
weltlich Stechen, Keine Eisenwaff
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Kleines Volk

In einem Pißpott kam er
geschwommen, Hochzeitlich geputzt,
hinab den Rhein. Und als er nach
Rotterdam gekommen, Da sprach er:
»Juffräuken, willst du mich
frein? »Ich füh
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Clarisse I

In einen schönsten Liebesantrag Suchst
du ängstlich zu verneinen; Frag ich
dann: ob das ein Korb sei? Fängst du
plötzlich an zu weinen. Selten bet
ich, drum erhör mich,
... weiterlesen


I

In mein gar zu dunkles Leben Strahlte
einst ein süßes Bild; Nun das süße
Bild erblichen, Bin ich gänzlich
nachtumhüllt. Wenn die Kinder sind
im Dunkeln, Wird bek
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In mein gar zu dunkles Leben

In mein gar zu dunkles Leben Strahlte
einst ein süßes Bild; Nun das süße
Bild erblichen, Bin ich gänzlich
nachtumhüllt. Wenn die Kinder sind im
Dunkeln Wird beklommen
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Frau Sorge

In meines Glückes Sonnenglanz, Da
gaukelte fröhlich der Mückentanz. Die
lieben Freunde liebten mich Und teilten
mit mir brüderlich Wohl meinen besten
Braten Und meinen let
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Die weiße Blume

In Vaters Garten heimlich steht Ein
Blümchen traurig und bleich; Der
Winter zieht fort, der Frühling
weht, Bleich Blümchen bleibt immer so
bleich. Die bleiche Blume schaut
... weiterlesen


Die weisse Blume

In Vaters Garten heimlich steht Ein
Blümchen traurig und bleich; Der Winter
zieht fort, der Frühling weht, Bleich
Blümchen bleibt immer so bleich. Die
bleiche Blume schaut Wie e
... weiterlesen


Der Mohrenkönig

Ins Exil der Alpuxarren Zog der junge
Mohrenkönig; Schweigsam und das Herz
voll Kummer Ritt er an des Zuges
Spitze. Hinter ihm auf hohen
Zeltern Oder auch in güldnen
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An Fritz St.

Ins Stammbuch Die Schlechten siegen,
untergehn die Wackern, Statt Myrten
lobt man nur die dürren
Pappeln, Worein die Abendwinde tüchtig
rappeln, Statt stiller Glut lobt man
... weiterlesen


Angélique I

Inun der Gott mir günstig nicket, Soll
ich schweigen wie ein Stummer, Ich,
der, als ich unbeglücket, Soviel sang
von meinem Kummer, Daß mir tausend
arme Jungen Gar
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Zeitgedichte IV

IV An einen ehemaligen
Goetheaner Hast du wirklich dich
erhoben Aus dem müßig kalten
Dunstkreis, Womit einst der kluge
Kunstgreis Dich von Weimar aus umwoben
... weiterlesen


Seraphine IV

IV Daß du mich liebst, das wußt
ich, Ich hatt es längst
entdeckt; Doch als du mirs
gestanden, Hat es mich tief
erschreckt. Ich stieg wohl auf die
Berge
... weiterlesen


Der arme Peter

IV Der Hans und die Grete tanzen
herum, Und jauchzen vor lauter
Freude. Der Peter steht so still und
stumm, Und ist so blaß wie
Kreide. Der Hans und die Grete
... weiterlesen


Zum Polterabend IV

IV Der weite Boden ist
überzogen Mit Blumendecken, der grüne
Wald Er wölbt sich hoch zu
Siegesbogen, Gefiederte Einzugmusik
erschallt. Es kommt der schöne
... weiterlesen


Romanzen IV

IV Die Beschwörung Der junge
Franziskaner sitzt Einsam in der
Klosterzelle, Er liest im alten
Zauberbuch, Genannt der Zwang der
Hölle. Und als
... weiterlesen


Die Nacht am Strande

IV Die Nacht am Strande Sternlos
und kalt ist die Nacht, Es gärt das
Meer; Und über dem Meer, platt auf dem
Bauch, Liegt der ungestalte
Nordwind, Und
... weiterlesen


Katharina IV

IV Du liegst mir so gern im Arme, Du
liegst mir am Herzen so gern! Ich bin
dein ganzer Himmel, Du bist mein
liebster Stern. Tief unter uns, da
wimmelt D
... weiterlesen


Emma IV

IV Emma, sage mir die Wahrheit: Ward
ich närrisch durch die Liebe? Oder ist
die Liebe selber Nur die Folge meiner
Narrheit? Ach! mich quälet, teure
Emma,
... weiterlesen


Fresko-Sonette an Christian S. - 1

IV Fresko-Sonette an Christian Ich
tanz nicht mit, ich räuchre nicht den
Klötzen, Die außen goldig sind,
inwendig Sand; Ich schlag nicht ein,
reicht mir ein Bub di
... weiterlesen


Clarisse IV

IV Geh nicht durch die böse
Straße, Wo die schönen Augen wohnen
- Ach! sie wollen allzugütig Dich mit
ihrem Blitz verschonen. Grüßen
allerliebst herunter
... weiterlesen


Angélique IV

IV Ich halte ihr die Augen zu Und
küß sie auf den Mund; Nun läßt sie
mich nicht mehr in Ruh, Sie fragt mich
um den Grund. Von Abend spät bis
Morgens fruh,
... weiterlesen


Neuer Frühling IV

IV Ich lieb eine Blume, doch weiß
ich nicht welche; Das macht mir
Schmerz. Ich schau in alle
Blumenkelche, Und such ein Herz. Es
duften die Blumen im Abendsch
... weiterlesen


Yolante und Marie IV

IV Jugend, die mir täglich
schwindet, Wird durch raschen Mut
ersetzt, Und mein kühnrer Arm
umwindet Noch viel schlankre Hüften
jetzt. Tat auch manche sehr e
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Schöpfungslieder IV

IV Kaum hab ich die Welt zu schaffen
begonnen, In einer Woche wars
abgetan. Doch hatt ich vorher tief
ausgesonnen Jahrtausendlang den
Schöpfungsplan. Das Scha
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Lieb Liebchen, legs Händchen

IV Lieb Liebchen, legs Händchen aufs
Herze mein; - Ach, hörst du, wies
pochet im Kämmerlein? Da hauset ein
Zimmermann schlimm und arg, Der zimmert
mir einen Totensarg.
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Unterwelt IV

IV Meine Schwiegermutter Ceres! Laß
die Klagen, laß die Bitten! Dein
Verlangen, ich gewähr es - Habe selbst
soviel gelitten! Tröste dich, wir
wollen ehrlic
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Untergang der Sonne

IV Untergang der SonneDie schöne
Sonne Ist ruhig hinabgestiegen ins
Meer; Die wogenden Wasser sind schon
gefärbt Von der dunkeln Nacht, Nur
noch die Abendröte
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Zur Ollea IV

IV Wandere! Wenn dich ein Weib
verraten hat, So liebe flink eine
Andre; Noch besser wär es, du ließest
die Stadt - Schnüre den Ranzen und
wandre!
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Auf Flügeln des Gesanges

IX Auf Flügeln des
Gesanges, Herzliebchen, trag ich dich
fort, Fort nach den Fluren des
Ganges, Dort weiß ich den schönsten
Ort. Dort liegt ein rotblühende
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Der Mond ist aufgegangen

IX Der Mond ist aufgegangen Und
überstrahlt die Welln; Ich halte mein
Liebchen umfangen, Und unsre Herzen
schwelln. Im Arm des holden
Kindes ruh ich al
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Angélique IX

IX Dieser Liebe toller
Fasching, Dieser Taumel unsrer
Herzen, Geht zu Ende, und
ernüchtert Gähnen wir einander
an! Ausgetrunken ist der Kelch, Der
mi
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Don Ramiro

IX Don Ramiro»Donna Clara! Donna
Clara! Heißgeliebte langer
Jahre! Hast beschlossen mein
Verderben, Und beschlossen ohn
Erbarmen. Donna Clara! Donna Clara!
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Katharina IX

IX Gesanglos war ich und
beklommen So lange Zeit - nun dicht ich
wieder! Wie Tränen, die uns plötzlich
kommen, So kommen plötzlich auch die
Lieder. Melodisc
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Zeitgedichte IX

IX Heinrich Auf dem Schloßhof zu
Canossa Steht der deutsche Kaiser
Heinrich, Barfuß und im
Büßerhemde, Und die Nacht ist kalt
und regnicht.
... weiterlesen


Ich lag und schlief

IX Ich lag und schlief, und schlief
recht mild, Verscheucht war Gram und
Leid; Da kam zu mir ein
Traumgebild, Die allerschönste
Maid. Sie war wie Marmelstein
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Romanzen IX

IX In der Frühe Auf dem Faubourg
Saint-Marceau Lag der Nebel heute
morgen, Spätherbstnebel, dicht und
schwer, Einer weißen Nacht
vergleichbar.
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Zur Ollea IX

IX Kluge Sterne Die Blumen
erreicht der Fuß so leicht, Auch
werden zertreten die meisten; Man geht
vorbei und tritt entzwei Die blöden
wie die dreisten.
... weiterlesen


Meeresstille

IX MeeresstilleMeeresstille! Ihre
Strahlen Wirft die Sonne auf das
Wasser, Und im wogenden
Geschmeide Zieht das Schiff die grünen
Furchen. Bei dem Steuer lieg
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Mit Rosen, Zypressen und Flittergold

IX Mit Rosen, Zypressen und
Flittergold Möcht ich verzieren,
lieblich und hold, Dies Buch wie einen
Totenschrein, Und sargen meine Lieder
hinein. O könnt ich
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Seraphine IX

IX Schattenküsse,
Schattenliebe, Schattenleben,
wunderbar! Glaubst du, Närrin, alles
bliebe Unverändert, ewig wahr? Was
wir lieblich fest besessen, S
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Neuer Frühling IX

IX »Im Anfang war die Nachtigall
Und sang das Wort: Züküht! Züküht!
Und wie sie sang, sproß überall
Grüngras, Violen, Apfelblüt. Sie
biß sich in d
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Mythologie

Ja, Europa ist erlegen - Wer kann
Ochsen widerstehen? Wir verzeihen auch
Danäen - Sie erlag dem goldnen
Regen! Semele ließ sich verführen
- Denn sie dachte: eine Wo
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Sehnsucht

Jedweder Geselle, sein Mädel am
Arm, Durchwandelt die Lindenreihn; Ich
aber, ich wandle, daß Gott
erbarm, Ganz mutterseelallein. Mein
Herz wird beengt, mein Auge wird trüb
... weiterlesen


Sehnsucht

Jedweder Geselle, sein Mädel am
Arm, Durchwandelt die Lindenreihn; Ich
aber, ich wandle, daß Gott erbarm, Ganz
mutterseelenallein. Mein Herz wird
beengt, mein Auge wird trüb,
... weiterlesen


Jegliche Gestalt bekleidend

Jegliche Gestalt bekleidend, Bin ich
stets in deiner Nähe, Aber immer bin
ich leidend, Und du tust mir immer
wehe. Wenn du, zwischen
Blumenbeeten Wandelnd in des Somm
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Zu »Clarisse« V

Jetzt kannst du mit vollem Recht, Gutes
Mädchen, von mir denken: Dieser Mensch
ist wirklich schlecht, Mich sogar sucht
er zu kränken - Mich, die niemals
ihm gesagt,
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Zu »Clarisse« I

Jetzt verwundet, krank und leidend, In
den schönsten Sommertagen, Trag ich
wieder, Menschen meidend, Nach dem Wald
die bittern Klagen. Die geschwätzgen
Vögel schweigen
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Jetzt wohin

Jetzt wohin? Der dumme Fuß Will mich
gern nach Deutschland tragen; Doch es
schüttelt klug das Haupt Mein Verstand
und scheint zu sagen: Zwar beendigt
ist der Krieg,
... weiterlesen


Jetzt wohin?

Jetzt wohin? Der dumme Fuß will mich
gern nach Deutschland tragen; doch es
schüttelt klug das Haupt mein
Verstand und scheint zu sagen: Zwar
beendigt ist der Krieg, doch d
... weiterlesen


Jugend, die mir täglich schwindet

Jugend, die mir täglich
schwindet, Wird durch raschen Mut
ersetzt, Und mein kühnrer Arm
umwindet Noch viel schlankre Hüften
jetzt. Tat auch manche sehr
erschrocken,
... weiterlesen


Jugend

Jugend, die mir täglich schwindet, Wird
durch raschen Mut ersetzt, Und mein
kühnrer Arm umwindet Noch viel
schlankre Hüften jetzt. Tat auch manche
sehr erschrocken, Hat sie doch
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Kein Stammbuch

Kein Stammbuch?! - da hab ich
nachgedacht, Doch kaum wird es Denkens
bedürfen; Es gleichet gar bald dem
verschütteten Schacht, Weils trostlos
war, weiter zu schürfen. Betr
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Aus einem »Kitty«-Zyklus IV

Kitty stirbt! und ihre Wangen Seh ich
immer mehr erblassen. Dennoch kurz vor
ihrem Tode Muß ich Ärmster sie
verlassen. Kitty stirbt! und
kaltgebettet Liegt sie bald
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Küsse, die man stiehlt im Dunkeln

Küsse, die man stiehlt im Dunkeln Und
im Dunkeln wiedergibt, Solche Küsse,
wie besel`gen Sie die Seele, wenn sie
liebt! Ahnend und
erinnrungsüchtig Denkt die Seele sich d
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Der Hirtenknabe

König ist der Hirtenknabe, Grüner
Hügel ist sein Thron; Über seinem
Haupt die Sonne Ist die große, goldne
Kron. Ihm zu Füßen liegen
Schafe, Weiche Schmeichler, rotbekre
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Der Hirtenknabe

König ist der Hirtenknabe, Grüner
Hügel ist sein Thron; Über seinem
Haupt die Sonne Ist die große, goldne
Kron. Ihm zu Füßen liegen
Schafe, Weiche Schmeichler, rotbek
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Ruhelechzend

Laß bluten deine Wunden, laß Die
Tränen fließen unaufhaltsam - Geheime
Wollust schwelgt im Schmerz, Und Weinen
ist ein süßer Balsam. Verwundet
dich nicht fremde Hand,
... weiterlesen


Guter Rat

Laß dein Grämen und dein
Schämen! Werbe keck und fordre
laut, Und man wird sich dir
bequemen, Und du führest heim die
Braut. Wirf dein Gold den
Musikanten, Denn di
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Guter Rat

Laß dein Grämen und dein
Schämen! Werbe keck und fordre
laut, und man wird sich dir
bequemen, und du führest heim die
Braut. Wirf dein Geld den
Musikanten, denn die Fied
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An die Jungen

Laß dich nicht kirren, laß dich nicht
wirren Durch goldne Äpfel in deinem
Lauf! Die Schwerter klirren, die Pfeile
schwirren, Doch halten sie nicht den
Helden auf. Ein küh
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Laß die heilgen Parabolen,...

Laß die heilgen Parabolen, Laß die
frommen Hypothesen - Suche die
verdammten Fragen Ohne Umschweif uns zu
lösen. Warum schleppt sich blutend,
elend, Unter Kreuzlast
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Laß mich mit glühnden Zangen kneipen

Laß mich mit glühnden Zangen
kneipen, Laß grausam schinden mein
Gesicht, Laß mich mit Ruten peitschen,
stäupen - Nur warten, warten laß mich
nicht! Laß mit Torturen al
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Laß mich mit glühnden Zangen kneipen

Laß mich mit glühnden Zangen
kneipen, Laß grausam schinden mein
Gesicht, Laß mich mit Ruten peitschen,
stäupen - Nur warten, warten laß mich
nicht! Laß mit Torturen aller A
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Hans ohne Land

Leb wohl, mein Weib, sprach Hans ohne
Land, Mich rufen hohe Zwecke; Ein
andres Weidwerk harret mein, Ich
schieße jetzt andre Böcke. Ich laß
dir mein Jagdhorn zurück, du k
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Frühlingsbotschaft

Leise zieht durch mein
Gemüt Liebliches Geläute. Klinge,
kleines Frühlingslied, Kling hinaus
ins Weite. Kling hinaus, bis an das
Haus, Wo die Blumen sprießen.
... weiterlesen


Frühlingsbotschaft

Leise zieht durch mein Gemüt Liebliches
Geläute. Klinge, kleines
Frühlingslied, Kling hinaus ins
Weite. Kling hinaus, bis an das
Haus, Wo die Blumen sprießen. Wenn
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Leise zieht durch mein Gemüt

Leise zieht durch mein Gemüt Liebliches
Geläute. Klinge, kleines
Frühlingslied. Kling hinaus ins
Weite. Kling hinaus, bis an das
Haus, Wo die Blumen sprießen. Wenn
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Mag da draußen Schnee sich türmen

LI Mag da draußen Schnee sich
türmen, Mag es hageln, mag es
stürmen, Klirrend mir ans Fenster
schlagen, Nimmer will ich mich
beklagen, Denn ich trage in der Brust
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Vergiftet sind meine Lieder

LI Vergiftet sind meine Lieder;
-   Wie könnte es anders
sein?   Du hast mir ja Gift
gegossen   Ins blühende Leben
hinein. Vergiftet sind mein
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Solidität

Liebe sprach zum Gott der Lieder, Sie
verlange Sicherheiten, Ehe sie sich
ganz ergebe, Denn es wären schlechte
Zeiten. Lachend gab der Gott zur
Antwort: Ja, die Zeite
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Solidität

Liebe sprach zum Gott der Lieder, sie
verlange Sicherheiten, ehe sie sich ganz
ergebe denn es wären schlechte
Zeiten. Lachend gab der Gott zur
Antwort: Ja, die Zeiten sich
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Andre beten zur Madonne

LII Andre beten zur Madonne, Andre
auch zu Paul und Peter; Ich jedoch, ich
will nur beten, Nur zu dir, du schöne
Sonne. Gib mir Küsse, gib mir
Wonne,
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Mir träumte wieder der alte Traum

LII Mir träumte wieder der alte
Traum: Es war eine Nacht im Maie, Wir
saßen unter dem Lindenbaum, Und
schwuren uns ewige Treue. Das war ein
Schwören und Sch
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Verriet mein blasses Angesicht

LIII Verriet mein blasses
Angesicht Dir nicht mein
Liebeswehe? Und willst du, daß der
stolze Mund Das Bettelwort
gestehe? O, dieser Mund ist viel zu
stolz,
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Mein Wagen rollet langsam

LIV Mein Wagen rollet langsam  
Durch lustiges Waldesgrün,  
Durch blumige Täler, die
zaubrisch   Im Sonnenglanze
blühn. Ich sitze und sinne
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Ich hab mir lang den Kopf zerbrochen

LIX Ich hab mir lang den Kopf
zerbrochen, Mit Denken und Sinnen, Tag
und Nacht, Doch deine liebenswürdigen
Augen, Sie haben mich zum Entschluß
gebracht. Jetz
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Allnächtlich im Traume

LVI Allnächtlich im Traume seh ich
dich, Und sehe dich freundlich
grüßen, Und lautaufweinend stürz ich
mich Zu deinen süßen Füßen. Du
siehst mich an we
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Habe mich mit Liebesreden

LVII Habe mich mit
Liebesreden Festgelogen an dein
Herz, Und, verstrickt in eigne
Fäden, Wird zum Ernste mir mein
Scherz. Wenn du dich, mit vollem
Rechte,
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Zu fragmentarisch ist Welt und Leben!

LVIII Zu fragmentarisch ist Welt und
Leben! Ich will mich zum deutschen
Professor begeben. Der weiß das Leben
zusammenzusetzen, Und er macht ein
verständlich System daraus;
... weiterlesen


Der Traumgott bracht mich

LX Der Traumgott bracht mich in ein
Riesenschloß, Wo schwüler Zauberduft
und Lichterschimmer, Und bunte
Menschenwoge sich ergoß Durch
labyrinthisch vielverschlungne Zimmer
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Sie haben heut abend Gesellschaft

LX Sie haben heut abend
Gesellschaft, Und das Haus ist
lichterfüllt. Dort oben am hellen
Fenster Bewegt sich ein
Schattenbild. Du schaust mich nicht,
im Dunke
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Ich wollt, meine Schmerzen ergössen

LXI Ich wollt, meine Schmerzen
ergössen Sich all in ein einziges
Wort, Das gäb ich den lustigen
Winden, Die trügen es lustig
fort. Sie tragen zu dir, Gelieb
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Am Kreuzweg wird begraben

LXII Am Kreuzweg wird begraben Wer
selber sich brachte um; Dort wächst
eine blaue Blume, Die
Armesünderblum. Am Kreuzweg stand
ich und seufzte; Die Na
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Wo ich bin

LXIII Wo ich bin, mich rings
umdunkelt Finsternis, so dumpf und
dicht, Seit mir nicht mehr leuchtend
funkelt, Liebste, deiner Augen
Licht. Mir erloschen ist de
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Wir fuhren allein

LXIX Wir fuhren allein im
dunkeln Postwagen die ganze Nacht; Wir
ruhten einander am Herzen, Wir haben
gescherzt und gelacht. Doch als es
morgens tagte,
... weiterlesen


Die alten, bösen Lieder

LXV Die alten bösen Lieder Die
Träume schlimm und arg, Die laßt uns
jetzt begraben, Holt einen großen
Sarg. Hinein leg ich gar
Manches, Doch sag ich
... weiterlesen


Diesen liebenswürdgen Jüngling

LXV Diesen liebenswürdgen
Jüngling Kann man nicht genug
verehren; Oft traktiert er mich mit
Austern, Und mit Rheinwein und
Likören. Zierlich sitzt ihm Rock
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Mir träumt’ ich bin der liebe Gott

LXVI Mir träumt’: ich bin der
liebe Gott, Und sitz im Himmel
droben, Und Englein sitzen um mich
her, Die meine Verse loben. Und
Kuchen ess ich und Konfekt
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Ich hab Euch im besten Juli verlassen

LXVII Ich hab Euch im besten Juli
verlassen, Und finde Euch wieder im
Januar; Ihr saßet damals so recht in
der Hitze, Jetzt seid Ihr gekühlt und
kalt sogar.
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Von schönen Lippen fortgedrängt

LXVIII Von schönen Lippen
fortgedrängt, getrieben Aus schönen
Armen, die uns fest umschlossen! Ich
wäre gern noch einen Tag geblieben, Da
kam der Schwager schon mit seine
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Das weiß Gott

LXX Das weiß Gott, wo sich die
tolle Dirne einquartieret
hat; Fluchend, in dem
Regenwetter, Lauf ich durch die ganze
Stadt. Bin ich doch von einem Gasthof
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Wie dunkle Träme stehen

LXXI Wie dunkle Träume stehen Die
Häuser in langer Reih; Tief
eingehüllt im Mantel, Schreite ich
schweigend vorbei. Der Turm der
Kathedrale Verkünde
... weiterlesen


An deine schneeweiße Schulter

LXXIII An deine schneeweiße
Schulter Hab ich mein Haupt
gelehnt, Und heimlich kann ich
behorchen, Wonach dein Herz sich
sehnt. Es blasen die blauen Husaren,
... weiterlesen


Doch die Kastraten klagten

LXXIX Doch die Kastraten
klagten, Als ich meine Stimm
erhob; Sie klagten und sie sagten: Ich
sänge viel zu grob. Und lieblich
erhoben sie alle Die klei
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Bist du wirklich mir so feindlich

LXXVI Bist du wirklich mir so
feindlich, Bist du wirklich ganz
verwandelt? Aller Welt will ich es
klagen, Daß du mich so schlecht
behandelt. O ihr undankbaren
... weiterlesen


Auf den Wällen Salamankas

LXXX Auf den Wällen Salamankas Sind
die Lüfte lind und labend; Dort, mit
meiner holden Donna, Wandle ich am
Sommerabend. Um den schlanken Leib
der Schönen
... weiterlesen


Kaum sahen wir uns

LXXXII Kaum sahen wir uns, und an
Augen und Stimme Merkt ich, daß du mir
gewogen bist; Stand nicht dabei die
Mutter, die schlimme, Ich glaube, wir
hätten uns gleich geküß
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Über die Berge steigt schon die Sonne

LXXXIII Über die Berge steigt schon
die Sonne, Die Lämmerherde läutet
fern; Mein Liebchen, mein Lamm, meine
Sonne und Wonne, Noch einmal säh ich
dich gar zu gern!
... weiterlesen


Dämmernd liegt der Sommerabend

LXXXV Dämmernd liegt der
Sommerabend Über Wald und grünen
Wiesen; Goldner Mond, im blauen
Himmel, Strahlt herunter, duftig
labend. An dem Bache zirpt die Gr
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Nacht liegt auf den fremden Wegen

LXXXVI Nacht liegt auf den fremden
Wegen, Krankes Herz und müde Glieder;
- Ach, da fließt, wie stiller
Segen, Süßer Mond, dein Licht
hernieder. Süßer Mon
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Sag, wo ist dein schönes Liebchen

LXXXVIII »Sag, wo ist dein schönes
Liebchen, Das du einst so schön
besungen, Als die zaubermächtgen
Flammen Wunderbar dein Herz
durchdrungen?« Jene Flamme
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König David

Lächelnd scheidet der Despot, Denn er
weiß, nach seinem Tod Wechselt
Willkür nur die Hände, Und die
Knechtschaft hat kein Ende. Armes
Volk! wie Pferd und Farrn Ble
... weiterlesen


König David

Lächelnd scheidet der Despot, denn er
weiß, nach seinem Tod wechselt Willkür
nur die Hände, und die Knechtschaft hat
kein Ende. Armes Volk! wie Pferd und
Farrn bleibt es
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Mag da draußen

Mag da draußen Schnee sich
türmen, Mag es hageln, mag es
stürmen, Klirrend mir ans Fenster
schlagen, Nimmer will ich mich
beklagen, Denn ich trage in der
Brust Liebchens Bi
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Mag da draußen

Mag da draußen Schnee sich türmen, Mag
es hageln, mag es stürmen, Klirrend mir
ans Fenster schlagen, Nimmer will ich
mich beklagen, Denn ich trage in der
Brust Liebchens Bild un
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Manch kostbar edle Perle

Manch kostbar edle Perle birgt Der
Ozean; manch schöne Blume Küßt nie
ein Menschenblick, nur
stumme Waldeinsamkeit schaut ihr
Erröten, Und trostlos in der
Wildnisöde Verg
... weiterlesen


An meinen Bruder Max

Max! Du kehrst zurück nach
Rußlands Steppen, doch ein großer
Kuhschwanz Ist für dich die Welt:
Pläsier Bietet jede Schenke dir. Du
ergreifst die nächste Grete, U
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An Fritz von Beughem!

Mein Fritz lebt nun im Vaterland der
Schinken, Im Zauberland, wo
Schweinebohnen blühen, Im dunkeln Ofen
Pumpernickel glühen, Wo Dichtergeist
erlahmt, und Verse hinken. Mein
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III

Mein Herz, mein Herz ist traurig, Doch
lustig leuchtet der Mai; Ich stehe,
gelehnt an der Linde, Hoch auf der
alten Bastei. Dort drunten fließt
der blaue Stadtgraben
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Die Heimkehr

Mein Herz, mein Herz ist traurig, doch
lustig leuchtet der Mai; ich stehe,
gelehnt an der Linde, hoch auf der
alten Bastei. Da drunten fließt der
blaue Stadtgraben in stiller
... weiterlesen


Die Heimkehr

Mein Herz, mein Herz ist traurig, doch
lustig leuchtet der Mai; ich stehe,
gelehnt an der Linde, hoch auf der alten
Bastei. Da drunten fließt der
blaue Stadtgraben in still
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Mein Herz ist traurig

Mein Herz, mein Herz ist traurig, Doch
lustig leuchtet der Mai; Ich stehe,
gelehnt an der Linde, Hoch auf der alten
Bastei. Da drunten fließt der
blaue Stadtgraben in stiller Ruh`
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Die Botschaft

Mein Knecht! steh auf und sattle
schnell, Und wirf dich auf dein
Roß, Und jage rasch durch Wald und
Feld Nach König Dunkans
Schloß. Dort schleiche in den Stall,
und wart,
... weiterlesen


Die Botschaft

Mein Knecht! steh auf und sattle
schnell, Und wirf dich auf dein
Roß, Und jage rasch durch Wald und
Feld Nach König Dunkans Schloß. Dort
schleich dich in den Stall, und wart,
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Mein Tag war heiter

Mein Tag war heiter, glücklich meine
Nacht. Mir jauchzte stets mein Volk,
wenn ich die Leier Der Dichtkunst
schlug. Mein Lied war Lust und
Feuer, Hat manche schöne Gluten
angefacht.
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Jehuda ben Halevy IV

Meine Frau ist nicht zufrieden Mit dem
vorigen Kapitel, Ganz besonders in
Bezug Auf das Kästchen des
Darius. Fast mit Bitterkeit bemerkt
sie: Daß ein Ehemann, der wa
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In der Frühe

Meine gute, liebe Frau, Meine gütge
Frau Geliebte, Hielt bereit den
Morgenimbiß Braunen Kaffee, weiße
Sahne. Und sie schenkt ihn selber
ein, scherzend, kosend, lieb
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Meinen schönsten Liebesantrag...

Meinen schönsten Liebesantrag Suchst
du ängstlich zu verneinen; Frag ich
dann: ob das ein Korb sei? Fängst du
plötzlich an zu weinen. Selten bet
ich, drum erhör mich,
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Clarisse

Meinen schönsten Liebesantrag suchst du
ängstlich zu verneinen; frag ich dann:
ob das ein Korb sei? fängst du
plötzlich an zu weinen. Selten bet
ich, drum erhör mich, l
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Ständchen eines Mauren

Meiner schlafenden Zuleima Rinnt aufs
Herz, ihr Tränentropfen; Dann wird ja
das süße Herzchen Sehnsuchtvoll nach
Abdul klopfen. Meiner schlafenden
Zuleima Spielt um
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Mich locken nicht die Himmelsauen...

Mich locken nicht die Himmelsauen Im
Paradies, im selgen Land; Dort find ich
keine schönre Frauen Als ich bereits
auf Erden fand. Kein Engel mit den
feinsten Schwingen
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Zum Lazarus 11

Mich locken nicht die Himmelsauen Im
Paradies, im selgen Land; Dort find ich
keine schönre Frauen Als ich bereits
auf Erden fand. Kein Engel mit den
feinsten Schwingen
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Babylonische Sorgen

Mich ruft der Tod - Ich wollt, o
Süße, Daß ich dich in einem Wald
verließe, In einem jener
Tannenforsten, Wo Wölfe heulen, Geier
horsten Und schrecklich grunzt die
wilde Sau,
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Babylonische Sorgen

Mich ruft der Tod - Ich wollt`, o
Süße, Daß ich dich in einem Wald
verließe, In einem jener
Tannenforsten, Wo Wölfe heulen, Geier
horsten Und schrecklich grunzt die wilde
Sau,
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Caput XVIII

Minden ist eine feste Burg, Hat gute
Wehr und Waffen! Mit preußischen
Festungen hab ich jedoch Nicht gerne
was zu schaffen. Wir kamen dort an
zur Abendzeit. Die Plank
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Deutschland. Ein Wintermärchen, Caput XVIII

Minden ist eine feste Burg, Hat gute
Wehr und Waffen! Mit preußischen
Festungen hab ich jedoch Nicht gerne
was zu schaffen. Wir kamen dort an
zur Abendzeit. Die Plank
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Aus einem »Kitty«-Zyklus IX

Mir redet ein die Eitelkeit, Daß du
mich heimlich liebest; Doch klügre
Einsicht flüstert mir, Daß du nur
Großmut übest; Daß du den Mann zu
würdgen strebst, Den
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Mit dummen Mädchen, hab ich ge...

Mit dummen Mädchen, hab ich
gedacht, Nichts ist mit dummen
anzufangen; Doch als ich mich an die
klugen gemacht, Da ist es mir noch
schlimmer ergangen. Die klugen waren
mir v
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Zum William Ratcliff 1

Mit starken Händen schob ich von den
Pforten Des dunkeln Geisterreichs die
rostgen Eisenriegel; Vom roten Buch der
Liebe riß ich dorten Die
urgeheimnisvollen sieben Siegel; Und
was
... weiterlesen


Der Ex-Nachtwächter

Mißgelaunt, sagt man, verließ
er Stuttgart an dem Neckarstrand, Und
zu München an der Isar Ward er
Schauspielintendant. Das ist eine
schöne Gegend Ebenfalls, es sc
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Morgens steh ich auf

Morgens steh ich auf und frage: Kommt
feins Liebchen heut, Abends sink ich hin
und klage: Ausblieb sie auch heut. In
der Nacht in meinem Kummer Lieg ich
schlaflos, wach;
... weiterlesen


Die Lehre

Mutter zum Bienelein: »Hüt dich vor
Kerzenschein!« Doch was die Mutter
spricht, Bienelein achtet
nicht; Schwirret ums Licht
herum, Schwirret mit Sum-sum-sum,
... weiterlesen


Die Lehre

Mutter zum Bienelein: `Hüt dich vor
Kerzenschein!` Doch was die Mutter
spricht, Bienelein achtet
nicht; Schwirret ums Licht
herum, Schwirret mit Sum-sum-sum, Hört
nicht die
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Jehuda ben Halevy III

Nach der Schlacht bei Arabella Hat der
große Alexander Land und Leute des
Darius, Hof und Harem, Pferde,
Weiber, Elefanten und Dariken, Kron
und Szepter, goldnen Plun
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Die Grenadiere

Nach Frankreich zogen zwei
Grenadier, Die waren in Rußland
gefangen, Und als sie kamen ins
deutsche Quartier, Sie ließen die
Köpfe hangen. Da hörten sie beide
die traurig
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Die Grenadiere

Nach Frankreich zogen zwei
Grenadier, Die waren in Rußland
gefangen. Und als sie kamen ins deutsche
Quartier, Sie ließen die Köpfe
hangen. Da hörten sie beide die
traurige Mä
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Nachts, erfaßt vom wilden Geiste

Nachts, erfaßt vom wilden
Geiste, Streck ich die geballten
Fäuste Drohend aus - jedoch
erschlafft Sinkt der Arm, mir fehlt die
Kraft. Leib und Seele sind
gebrochen,
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Verheißung

Nicht mehr barfuß sollst du
traben, Deutsche Freiheit, durch die
Sümpfe, Endlich kommst du auf die
Strümpfe, Und auch Stiefel sollst du
haben! Auf dem Haupte sollst du tra
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Rationalistische Exegese

Nicht von Raben, nein mit Raben Wurde
Elias ernähret - Also ohne Wunder
haben Wir die Stelle uns
erkläret. Ja anstatt gebratner
Tauben, Gab man ihm gebratne Raben,
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Nimmer glaub ich, junge Schöne,...

Nimmer glaub ich, junge Schöne, Was
die spröde Lippe spricht; Solche
große schwarze Augen Solche hat die
Tugend nicht. Diese braungestreifte
Lüge, Streif sie ab; i
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Caput XXII

Noch mehr verändert als die Stadt Sind
mir die Menschen erschienen, Sie gehn
so betrübt und gebrochen herum, Wie
wandelnde Ruinen. Die Mageren sind
noch dünner jetzt,
... weiterlesen


Deutschland. Ein Wintermärchen, Caput XXII

Noch mehr verändert als die Stadt Sind
mir die Menschen erschienen, Sie gehn
so betrübt und gebrochen herum, Wie
wandelnde Ruinen. Die Mageren sind
noch dünner jetzt,
... weiterlesen


Einem Abtrünnigen

O des heilgen Jugendmutes! O, wie
schnell bist du gebändigt! Und du hast
dich, kühlern Blutes, Mit den lieben
Herrn verständigt. Und du bist zu
Kreuz gekrochen, Zu
... weiterlesen


An Hoffmann von Fallersleben

O Hoffmann, deutscher Brutus, Wie bist
du mutig und kühn, Du setzest Läuse
den Fürsten In den Pelz, in den
Hermelin. Und wen es juckt, der
kratzt sich, Sie kratzen
... weiterlesen


Romanzero - Hebräische Melodien

O laß nicht ohne Lebensgenuß Dein
Leben verfließen! Und bist du sicher
vor dem Schuß, So laß sie nur
schießen. Fliegt dir das Glück
vorbei einmal, So faß es am
... weiterlesen


Anno 1839

O, Deutschland, meine ferne
Liebe, Gedenk ich deiner, wein ich
fast! Das muntre Frankreich scheint mir
trübe, Das leichte Volk wird mir zur
Last. Nur der Verstand, so kalt u
... weiterlesen


O, habt ihr über Glück und Unglück

O, habt ihr über Glück und Unglück
noch Gewalt Ihr Götter! - Gebt dem
Glück auf heute viel’ Befehle. Denn
Vater und Mutter, die schöne
Seele Feiern heute, ihren schönsten
Tag.
... weiterlesen


O, mein genädiges Fräulein, erlaubt

O, mein genädiges Fräulein,
erlaubt Mir kranken Sohn der
Musen, Daß schlummernd ruhe mein
Sängerhaupt Auf Eurem
Schwanenbusen! »Mein Herr! wie
können Sie es wagen,
... weiterlesen


Oben auf dem Rolandseck

Oben auf dem Rolandseck Saß einmal ein
Liebesgeck, Seufzt’ sich fast das
Herz heraus, Kuckt’ sich fast die
Augen aus Nach dem hübschen
Klösterlein, Das da liegt im stil
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Ahnung

Oben, wo die Sterne glühen, Müssen
uns die Freuden blühen, Die uns unten
sind versagt; In des Todes kalten
Armen Kann das Leben erst
erwarmen, Und das Licht der Nacht entta
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Caput XIX

Oh, Danton, du hast dich sehr
geirrt Und mußtest den Irrtum
büßen! Mitnehmen kann man das
Vaterland An den Sohlen, an den
Füßen. Das halbe Fürstentum
Bückeburg
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Deutschland. Ein Wintermärchen, Caput XIX

Oh, Danton, du hast dich sehr
geirrt Und mußtest den Irrtum
büßen! Mitnehmen kann man das
Vaterland An den Sohlen, an den
Füßen. Das halbe Fürstentum
Bückeburg
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Das goldne Kalb

oppelflöten, Hörner, Geigen Spielen
auf zum Götzenreigen, Und es tanzen
Jakobs Töchter Um das goldne Kalb
herum - Brum - brum - brum
- Paukenschläge und Gelächter!
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Eduard

Panaschierter
Leichenwagen, Schwarzbehängte
Trauerpferde! Ihm, den sie zu Grabe
tragen, Glückte nichts auf dieser
Erde. War ein junger Mann. Er
hätte Gern wie andre
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Pfalzgräfin Jutta

Pfalzgräfin Jutta fuhr über den
Rhein, Im leichten Kahn, bei
Mondenschein. Die Zofe rudert, die
Gräfin spricht: »Siehst du die sieben
Leichen nicht, Die hinter uns kommen
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Auferstehung

Posaunenruf erfüllt die Luft, Und
furchtbar schallt es wider; Die Toten
steigen aus der Gruft, Und schütteln
und rütteln die Glieder. Was Beine
hat, das trollt sich fort,
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Neuer Frühling - Prolog

Prolog In Gemäldegalerien Siehst du
oft das Bild des Manns, Der zum Kampfe
wollte ziehen, Wohlbewehrt mit Schild
und Lanz. Doch ihn necken Amoretten,
Rauben Lanze
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Vitzliputzli

Präludium Dieses ist
Amerika! Dieses ist die neue
Welt! Nicht die heutige, die
schon Europäisieret abwelkt.
- Dieses ist die neue Welt! Wie sie
Christ
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Vitzliputzli

Präludium Dieses ist Amerika! Dieses
ist die Neue Welt! Nicht die heutige,
die schon Europäisieret abwelkt.
- Dieses ist die Neue Welt, Wie sie
Christo
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Diesseits und jenseits des Rheins

Sanftes Rasen, wildes Kosen, Tändeln
mit den glühnden Rosen, Holde Lüge,
süßer Dunst, Die Veredlung roher
Brunst, Kurz, der Liebe heitre Kunst
- Da seid Meister ihr, Fran
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Saphire sind die Augen

Saphire sind die Augen dein, Die
lieblichen, die süßen. O, dreimal
glücklich ist der Mann, Den sie mit
Liebe grüßen. Dein Herz, es ist ein
Diamant, Der edle Lichter spr
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Schattenküsse, Schattenliebe

Schattenküsse,
Schattenliebe, Schattenleben,
wunderbar! Glaubst du, Närrin, alles
bliebe Unverändert, ewig wahr? Was wir
lieblich fest besessen, Schwindet hin,
wie Träum
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Widmung zu den »Reisebildern« III

Schau hinein ins Buch, da
drinnen Siehst du Nebelmenschen
schwanken, Siehst wie blutende
Gedanken Durch die weißen Herzen
rinnen. Aber auch lebendge
Rosen Lachen blü
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Doktrin

Schlage die Trommel und fürchte dich
nicht, Und küsse die
Marketenderin! Das ist die ganze
Wissenschaft, Das ist der Bücher
tiefster Sinn. Trommle die Leute aus
dem Schlaf
... weiterlesen


Doktrin

Schlage die Trommel und fürchte dich
nicht, und küsse die Marketenderin! Das
ist die ganze Wissenschaft, das ist der
Bücher tiefster Sinn. Trommle die
Leute aus dem Schlaf,
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Schwarze Röcke

Schwarze Röcke, Seidenstrümpfe weiße,
höfliche Manschetten, sanfte Reden,
embrassieren, wenn sie doch nur Herzen
hätten. Herzen in der Brust und
Liebe, warme Liebe in d
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Zu »Clarisse« IV

Schütz Euch Gott vor
Überhitzung, Allzu starke
Herzensklopfung, Allzu riechbarliche
Schwitzung, Und vor
Magenüberstopfung. Wie am Tage Eurer
Hochzeit, Sei die Liebe
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Schöne, wirtschaftliche Dame

Schöne, wirtschaftliche Dame, Haus und
Hof ist wohlbestellt, Wohlversorgt ist
Stall und Keller, Wohlbeackert ist das
Feld. Jeder Winkel in dem Garten Ist
gereutet und
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Sei mir gegrüßt, du große

Sei mir gegrüßt, du
große, Geheimnisvolle Stadt, Die einst
in ihrem Schoße Mein Liebchen
umschlossen hat. Sagt an, ihr Türme
und Tore, Wo ist die Liebste mein? Eu
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Selig dämmernd, sonder Harm

Selig dämmernd, sonder Harm, Liegt der
Mensch in Freundes Arm; Da kommt
plötzlich wies Verhängnis Des
Consiliums Bedrängnis, Und weit fort
von seinen Lieben, Muß der Mens
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Sie haben mich gequält

Sie haben mich gequälet, Geärgert blau
und blaß, Die einen mit ihrer
Liebe, Die andern mit ihrem Haß. Sie
haben das Brot mir vergiftet, Sie gossen
mir Gift ins Glas,
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Ein Weib

Sie hatten sich beide so herzlich
lieb, Spitzbübin war sie, er war ein
Dieb. Wenn er Schelmenstreiche
machte, Sie warf sich aufs Bett und
lachte. Der Tag verging in Freud un
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Ein Weib

Sie hatten sich beide so herzlich
lieb, Spitzbübin war sie, er war ein
Dieb. Wenn er Schelmenstreiche
machte, Sie warf sich aufs Bett und
lachte. Der Tag verging in Freud und
Lus
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Sie küßten mich mit ihren falschen Lippen

Sie küßten mich mit ihren falschen
Lippen, Sie haben mir kredenzt den Saft
der Reben, Sie haben mich dabei mit
Gift vergeben - Das taten mir die Magen
und die Sippen. Es sc
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Am Teetisch

Sie saßen und tranken am Teetisch, und
sprachen von Liebe viel. Die Herren,
die waren ästhetisch, die Damen von
zartem Gefühl. `Die Liebe muss sein
platonisch`, der
... weiterlesen


Sie saßen und tranken am Teetisch...

Sie saßen und tranken am Teetisch und
sprachen von Liebe viel. Die Herren, die
waren ästhetisch, die Damen von zartem
Gefühl. `Die Liebe muß sein
platonisch`, der dürre
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Bertha

Sie tat so fromm, sie tat so gut, Ich
glaubt einen Engel zu lieben; Sie
schrieb die schönsten Briefe mir, Und
konnt keine Blume betrüben. In
Bälde sollte Hochzeit sein,
... weiterlesen


Michel nach dem März

Solang ich den deutschen Michel
gekannt, War er ein Bärenhäuter; Ich
dachte im März, er hat sich
ermannt Und handelt fürder
gescheuter. Wie stolz erhob er das
blonde Haup
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Warnung

Solche Bücher läßt du drucken! Teurer
Freund, du bist verloren! Willst du Geld
und Ehre haben, Mußt du dich gehörig
ducken. Nimmer hätt ich dir
geraten, So zu sprechen
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Sonnenaufgang

Sonne, purpurgeborene, Glänzend im
Glanz der Rubinenkron Und des goldenen
Mantels, Steigest Du empor Aus Deinem
Palast von Kristall; Vor Dir, wie
Blumenmädchen am Fe
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Neuer Frühling

Sorge nie, daß ich verrate Meine Liebe
vor der Welt, Wenn mein Mund ob deiner
Schönheit Von Metaphern
überquellt. Unter einem Wald von
Blumen Liegt, in still verborgner H
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Sterne mit den goldnen Füßchen...

Sterne mit den goldnen Füßchen
Wandeln droben bang und sacht,
Daß sie nicht die Erde wecken,
Die da schläft im Schoß der Nacht.
Der Berliner Musenalmanach für 1830

Stieglitz Singe nur fort, wir hören
Dich gern. Wie die treffliche
Gattin Liebe die Muse; sie liebt innig,
wie jene, Dich fast. Chamisso Bist
Du der Alte doch stets, des Pega
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Bergidylle - 3

Still versteckt der Mond sich
draußen Hinterm grünen
Tannenbaum, Und im Zimmer unsre
Lampe Flackert matt und leuchtet
kaum. Aber meine blauen
Sterne Strahlen auf in
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An den Hofrat Georg S. in Göttingen

Stolz und gebietend ist des Leibes
Haltung, Doch Sanftmut sieht man um die
Lippen schweben, Das Auge blitzt, und
alle Muskeln beben, Doch bleibt im
Reden ruhige Entfaltung. S
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Stunden, Tage, Ewigkeiten

Stunden, Tage, Ewigkeiten Sind es, die
wie Schnecken gleiten; Diese grauen
Riesenschnecken Ihre Hörner weit
ausrecken. Manchmal in der öden
Leere, Manchmal in dem Ne
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Bergidylle - 2

Tannenbaum, mit grünen Fingern, Pocht
ans niedre Fensterlein, Und der Mond,
der stille Lauscher, Wirft sein goldnes
Licht herein. Vater, Mutter
schnarchen leise In de
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Meergruß

Thalatta! Thalatta! Sei mir gegrüßt,
du ewiges Meer! Sei mir gegrüßt
zehntausendmal, Aus jauchzendem
Herzen, Wie einst dich
begrüßten Zehntausend
Griechenherzen,
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Der Asra

Täglich ging die
wunderschöne Sultanstochter auf und
nieder Um die Abendzeit am
Springbrunn, Wo die weißen Wasser
plätschern. Täglich stand der junge
Sklave Um di
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Der Asra

Täglich ging die
Wunderschöne Sultanstochter auf und
nieder Um die Abendzeit am
Springbrunn, wo die weißen Wasser
Plätschern. Täglich stand der junge
Sklave Um die Aben
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Stoßseufzer

Unbequemer neuer Glauben! Wenn sie uns
den Herrgott rauben, Hat das Fluchen
auch ein End
- Himmel-Herrgott-Sakrament! Wir
entbehren leicht das Beten, Doch das
Fluchen
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Caput V

Und als ich an die Rheinbrück’
kam, Wohl an die Hafenschanze, Da sah
ich fließen den Vater Rhein Im stillen
Mondenglanze. `Sei mir gegrüßt,
mein Vater Rhein, Wie
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Deutschland. Ein Wintermärchen, Caput V

Und als ich an die Rheinbrück’
kam, Wohl an die Hafenschanze, Da sah
ich fließen den Vater Rhein Im stillen
Mondenglanze. »Sei mir gegrüßt,
mein Vater Rhein, Wi
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Und bist du erst mein ehlich Weib

Und bist du erst mein ehlich Weib, Dann
bist du zu beneiden, Dann lebst du in
lauter Zeitvertreib, In lauter Pläsier
und Freuden. Und wenn du schiltst und
wenn du tobst, Ich
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Und bist du erst mein ehlich Weib

Und bist du erst mein ehlich Weib, Dann
bist du zu beneiden, Dann lebst du in
lauter Zeitvertreib, In lauter Pläsier
und Freuden. Und wenn du schiltst und
wenn du tobst, Ic
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Aus einem »Kitty«-Zyklus II

Unsre Seelen bleiben freilich, In
platonischer Empfindung, Fest
vereinigt, unzerstörbar Ist die
geistige Verbindung. Ja sogar im
Trennungsfalle Fänden sie doch leich
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Valkyren

Unten Schlacht. Doch oben
schossen Durch die Luft auf
Wolkenrossen Drei Valkyren, und es
klang Schilderklirrend ihr
Gesang: Fürsten hadern, Völker
streiten, Jeder wi
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Der Gesang der Okeaniden

V Abendlich blasser wird es am
Meer, Und einsam, mit seiner einsamen
Seele, Sitzt dort ein Mann auf dem
kahlen Strand, Und schaut, todkalten
Blickes, hinauf Nach der w
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Lied des Gefangenen

V Als meine Großmutter die Lise
behext, Da wollten die Leut sie
verbrennen. Schon hatte der Amtmann
viel Dinte verklext, Doch wollte sie
nicht bekennen. Und a
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Romanzen V

V Aus einem Briefe (Die Sonne
spricht:) Was gehn dich meine Blicke
an? Das ist der Sonne gutes Recht, Sie
strahlt auf den Herrn wie auf den
Knecht;
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Emma V

V Bin ich bei dir, Zank und Not! Und
ich will mich fortbegeben! Doch das
Leben ist kein Leben Fern von dir, es
ist der Tod. Grübelnd lieg ich in
der Nacht,
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Dein Angesicht so lieb und schön

V Dein Angesicht so lieb und
schön, Das hab ich jüngst im Traum
gesehn, Es ist so mild und
engelgleich, Und doch so bleich, so
schmerzenbleich. Und nur die L
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Die Nacht ist feucht und stürmisch

V Die Nacht ist feucht und
stürmisch, Der Himmel sternenleer; Im
Wald unter rauschenden Bäumen, Wandle
ich schweigend einher. Es flimmert
fern ein Lichtchen
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Clarisse V

V Es kommt zu spät, was du mir
lächelst, Was du mir seufzest, kommt
zu spät! Längst sind gestorben die
Gefühle, Die du so grausam einst
verschmäht. Zu sp
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Zeitgedichte V

V Geheimnis Wir seufzen nicht, das
Aug ist trocken, Wir lächeln oft, wir
lachen gar! In keinem Blick, in keiner
Miene, Wird das Geheimnis offenbar.
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Neuer Frühling V

V Gekommen ist der Maie, Die Blumen
und Bäume blühn, Und durch die
Himmelsbläue Die rosigen Wolken
ziehn. Die Nachtigallen singen
Herab aus der l
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Katharina V

V Ich liebe solche weiße
Glieder, Der zarten Seele schlanke
Hülle, Wildgroße Augen und die
Stirne Umwogt von schwarzer
Lockenfülle! Du bist so recht die re
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Zur Ollea V

V inter Die Kälte kann wahrlich
brennen Wie Feuer. Die
Menschenkinder Im Schneegestöber
rennen Und laufen immer
geschwinder. O, bittre Winterh
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Hortense V

V Neue Melodien spiel ich Auf der
neugestimmten Zither. Alt ist der Text!
Es sind die Worte Salomos: Das Weib ist
bitter. Ungetreu ist sie dem
Freunde,
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Schöpfungslieder V

V Sprach der Herr am sechsten
Tage: Hab am Ende nun vollbracht Diese
große, schöne Schöpfung, Und hab
alles gut gemacht. Wie die Sonne
rosengoldig In
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Was treibt und tobt mein tolles Blut

V Was treibt und tobt mein tolles
Blut? Was flammt mein Herz in wilder
Glut? Es kocht mein Blut und schäumt
und gärt, Und grimme Glut mein Herz
verzehrt. Das
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Angélique V

V Wenn ich, beseligt von schönen
Küssen, In deinen Armen mich wohl
befinde, Dann mußt du mir nie von
Deutschland reden; - Ich kanns nicht
vertragen - es hat seine Gründe.
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Seraphine V

V Wie neubegierig die Möwe Nach uns
herüberblickt, Weil ich an deine
Lippen So fest mein Ohr
gedrückt! Sie möchte gerne
wissen, Was deinem Mund entq
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Unterwelt V

V »Zuweilen dünkt es mich, als
trübe Geheime Sehnsucht deinen Blick
- Ich kenn es wohl, dein
Mißgeschick: Verfehltes Leben,
verfehlte Liebe! Du nickst so t
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Verdroßnen Sinn im kalten Herzen...

Verdroßnen Sinn im kalten Herzen
hegend, Reis ich verdrießlich durch die
kalte Welt, Zu Ende geht der Herbst, ein
Nebel hält Feuchteingehüllt die
abgestorbne Gegend. Die Winde
... weiterlesen


Verlaß Berlin

Verlaß Berlin, mit seinem dicken
Sande Und dünnen Tee und überwitzgen
Leuten, Die Gott und Welt, und was sie
selbst bedeuten, Begriffen längst mit
Hegelschem Verstande. Komm m
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Warnung

Verletze nicht durch kalten Ton Den
Jüngling, welcher dürfrig, fremd, Um
Hilfe bittend, zu dir kömmt - Er ist
vielleicht ein Göttersohn. Siehst du
ihn wieder einst, sodan
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Zur Ollea VI

VI Altes Kaminstück Draußen
ziehen weiße Flocken Durch die Nacht,
der Sturm ist laut; Hier im Stübchen
ist es trocken, Warm und einsam,
stillvertraut.
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Zeitgedichte VI

VI Bei des Nachtwächters Ankunft zu
Paris »Nachtwächter mit langen
Fortschrittsbeinen, Du kommst so
verstört einhergerannt! Wie geht es
daheim den lieben Meinen,
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Katharina VI

VI Der Frühling schien schon an dem
Tor Mich freundlich zu erwarten. Die
ganze Gegend steht im Flor Als wie ein
Blumengarten. Die Liebste sitzt an
meiner Seit
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Schöpfungslieder VI

VI Der Stoff, das Material des
Gedichts, Das saugt sich nicht aus dem
Finger; Kein Gott erschafft die Welt
aus nichts, So wenig wie irdische
Singer. Aus vorgef
... weiterlesen


Im süßen Traum, bei stiller Nacht

VI Im süßen Traum, bei stiller
Nacht, Da kam zu mir, mit
Zaubermacht, Mit Zaubermacht, die
Liebste mein, Sie kam zu mir ins
Kämmerlein. Ich schau sie an, da
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Neuer Frühling VI

VI Leise zieht durch mein
Gemüt Liebliches Geläute. Klinge,
kleines Frühlingslied, Kling hinaus
ins Weite. Kling hinaus, bis an das
Haus, Wo die Blum
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Hortense VI

VI Nicht lange täuschte mich das
Glück, Das du mir zugelogen, Dein
Bild ist wie ein falscher Traum Mir
durch das Herz gezogen. Der Morgen
kam, die Sonne schi
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Emma VI

VI Schon mit ihren schlimmsten
Schatten Schleicht die böse Nacht
heran; Unsre Seelen, sie
ermatten, Gähnend schauen wir uns
an. Du wirst alt und ich noch äl
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Seraphine VI

VI Sie floh vor mir wie ’n Reh so
scheu, Und wie ein Reh geschwinde! Sie
kletterte von Klipp zu Klipp, Ihr Haar,
das flog im Winde. Wo sich zum Meer
der Fels
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Romanzen VI

VI Unstern Der Stern erstrahlte so
munter, Da fiel er vom Himmel
herunter. Du fragst mich, Kind, was
Liebe ist? Ein Stern in einem Haufen
Mist.
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Die Götter Griechenlands

VI Vollblühender Mond! In deinem
Licht, Wie fließendes Gold, erglänzt
das Meer; Wie Tagesklarheit, doch
dämmrig verzaubert, Liegts über der
weiten Strandesfläche;
... weiterlesen


Warte, warte, wilder Schiffsmann

VI Warte, warte, wilde
Schiffsmann, Gleich folg ich zum Hafen
dir; Von zwei Jungfraun nehm ich
Abschied, Von Europa und von
Ihr. Blutquell, rinn aus meinen Aug
... weiterlesen


Angélique VI

VI Während ich nach andrer
Leute, Andrer Leute Schätze
spähe, Und vor fremden
Liebestüren Schmachtend auf- und
nieder gehe: Treibts vielleicht die
andren L
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Zum Hausfrieden

Viele Weiber, viele Flöhe, Viele
Flöhe, vieles Jucken - Tun sie
heimlich dir ein Wehe, Darfst du
dennoch dich nicht mucken. Denn sie
rächen, schelmisch lächelnd, S
... weiterlesen


Zum Hausfrieden

Viele Weiber, viele Flöhe, Viele
Flöhe, vieles Jucken - Tun sie heimlich
dir ein Wehe, Darfst du dennoch dich
nicht mucken, Denn sie rächen,
schelmisch lächelnd, Sich zu
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Romanzen VII

VII Anno 1829 Daß ich bequem
verbluten kann, Gebt mir ein edles,
weites Feld! Oh, laßt mich nicht
ersticken hier In dieser engen
Krämerwelt!
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Seraphine VII

VII Auf diesem Felsen bauen wir Die
Kirche von dem dritten, Dem dritten
neuen Testament; Das Leid ist
ausgelitten. Vernichtet ist das
Zweierlei, Das uns
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Neuer Frühling VII

VII Der Schmetterling ist in die Rose
verliebt, Umflattert sie
tausendmal, Ihn selber aber, goldig
zart, Umflattert der liebende
Sonnenstrahl. Jedoch, in wen i
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Zeitgedichte VII

VII Der Tambourmajor Das ist der
alte Tambourmajor, Wie ist er jetzt
herunter! Zur Kaiserzeit stand er in
Flor, Da war er glücklich und
munter.
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Angélique VII

VII Ja freilich, du bist mein
Ideal, Habs dir ja oft bekräftigt Mit
Küssen und Eiden sonder Zahl; Doch
heute bin ich beschäftigt. Komm
morgen zwischen zwei
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Katharina VII

VII Jüngstens träumte mir:
spazieren In dem Himmelreiche ging
ich, Ich mit dir - denn ohne dich Wär
der Himmel eine Hölle. Dort sah ich
die Auserwählten,
... weiterlesen


Nachts in der Kajüte

VII Nachts in der KajüteDas Meer hat
seine Perlen, Der Himmel hat seine
Sterne, Aber mein Herz, mein
Herz, Mein Herz hat seine
Liebe. Groß ist das Meer und d
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Zur Ollea VII

VII Sehnsüchtelei In dem Traum
siehst du die stillen Fabelhaften
Blumen prangen; Und mit Sehnsucht und
Verlangen Ihre Düfte dich
erfüllen. Do
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Schöpfungslieder VII

VII Warum ich eigentlich erschuf Die
Welt, ich will es gern bekennen: Ich
fühlte in der Seele brennen Wie
Flammenwahnsinn, den Beruf. Krankheit
ist wohl der l
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Wir saßen am Fischerhause

VII Wir saßen am Fischerhause, Und
schauten nach der See; Die Abendnebel
kamen, Und stiegen in die Höh. Im
Leuchtturm wurden die
Lichter Allmählig an
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Laß die heilgen Parabolen...

VIII Zum Lazarus Laß die heilgen
Parabolen, Laß die frommen Hypothesen
- Suche die verdammten Fragen Ohne
Umschweif uns zu lösen. Warum
schleppt sich bluten
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Mich locken nicht die Himmelsa...

VIII. Zum Lazarus Mich locken nicht
die Himmelsauen Im Paradies, im selgen
Land; Dort find ich keine schönre
Frauen Als ich bereits auf Erden
fand. Kein Engel
... weiterlesen


Romanzen VIII

VIII Anno 1839 O, Deutschland,
meine ferne Liebe, Gedenk ich deiner,
wein ich fast! Das muntre Frankreich
scheint mir trübe, Das leichte Volk
wird mir zur Las
... weiterlesen


Die Heimführung

VIII Die HeimführungIch geh nicht
allein, mein feines Lieb, Du mußt mit
mir wandern Nach der lieben, alten,
schaurigen Klause, In dem trüben,
kalten, traurigen Hause,
... weiterlesen


Du schönes Fischermädchen

VIII Du schönes
Fischermädchen, Treibe den Kahn ans
Land; Komm zu mir und setz dich
nieder, Wir kosen Hand in Hand. Leg
an mein Herz dein Köpfchen, U
... weiterlesen


Zeitgedichte VIII

VIII Entartung Hat die Natur sich
auch verschlechtert, Und nimmt sie
Menschenfehler an? Mich dünkt, die
Pflanzen und die Tiere, Sie lügen
jetzt wie jedermann
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Neuer Frühling VIII

VIII Es erklingen alle Bäume, Und
es singen alle Nester - Wer ist der
Kapellenmeister In dem grünen
Waldorchester? Ist es dort der graue
Kiebitz,
... weiterlesen


Der Phönix

VIII Es kommt ein Vogel geflogen aus
Westen, Er fliegt gen Osten, Nach der
östlichen Gartenheimat, Wo Spezereien
duften und wachsen, Und Palmen rauschen
und Brunnen k
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Es stehen unbeweglich

VIII Es stehen unbeweglich  
Die Sterne in der Höh,   Viel
tausend Jahr, und schauen   Sich
an mit Liebesweh. Sie sprechen eine
Sprache,
... weiterlesen


Sturm

VIII Es wütet der Sturm, Und er
peitscht die Wellen, Und die Welln,
wutschäumend und bäumend, Türmen
sich auf, und es wogen lebendig Die
weißen Wasserberge,
... weiterlesen


Seraphine VIII

VIII Graue Nacht liegt auf dem
Meere, Und die kleinen Sterne
glimmen. Manchmal tönen in dem
Wasser Lange hingezogne
Stimmen. Dorten spielt der alte
Nordwind
... weiterlesen


Zur Ollea VIII

VIII Helena Du hast mich
beschworen aus dem Grab Durch deinen
Zauberwillen, Belebtest mich mit
Wollustglut - Jetzt kannst du die Glut
nicht stillen.
... weiterlesen


Katharina VIII

VIII in jeder hat zu diesem
Feste Sein liebes Liebchen
mitgebracht, Und freut sich der
blühenden Sommernacht; - Ich wandle
allein, mir fehlt das Beste. Ich wa
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Angélique VIII

VIII Schaff mich nicht ab, wenn auch
den Durst Gelöscht der holde
Trunk; Behalt mich noch ein
Vierteljahr, Dann hab auch ich
genung. Kannst du nicht mehr Geli
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Zum Lazarus 7

Vom Schöppenstuhle der Vernunft Bist
du vollständig freigesprochen; Das
Urteil sagt: die Kleine hat Durch Tun
und Reden nichts verbrochen. Ja,
stumm und tatlos standest du,
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Caput XX

Von Harburg fuhr ich in einer
Stund’ Nach Hamburg. Es war schon
Abend. Die Sterne am Himmel grüßten
mich, Die Luft war lind und
labend. Und als ich zu meiner Frau
Mutter
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Deutschland. Ein Wintermärchen, Caput XX

Von Harburg fuhr ich in einer
Stund’ Nach Hamburg. Es war schon
Abend. Die Sterne am Himmel grüßten
mich, Die Luft war lind und
labend. Und als ich zu meiner Frau
Mutter
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Caput VIII

Von Köllen bis Hagen kostet die
Post Fünf Taler sechs Groschen
preußisch. Die Diligence war leider
besetzt, Und ich kam in die offene
Beichais’. Ein Spätherbstmorgen fe
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Deutschland. Ein Wintermärchen, Caput VIII

Von Köllen bis Hagen kostet die
Post Fünf Taler sechs Groschen
preußisch. Die Diligence war leider
besetzt, Und ich kam in die offene
Beichais’. Ein Spätherbstmorgen, f
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Caput IX

Von Köllen war ich drei Viertel auf
acht Des Morgens fortgereiset; Wir
kamen nach Hagen schon gegen drei, Da
ward zu Mittag gespeiset. Der Tisch
war gedeckt. Hier fand ich g
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Deutschland. Ein Wintermärchen, Caput IX

Von Köllen war ich drei Viertel auf
acht Des Morgens fortgereiset; Wir
kamen nach Hagen schon gegen drei, Da
ward zu Mittag gespeiset. Der Tisch
war gedeckt. Hier fand ich g
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Zu »Yolanthe und Marie«

Vor der Brust die trikoloren Blumen,
sie bedeuten: frei, Dieses Herz ist
frei geboren, Und es haßt die
Sklaverei. Königin Marie, die
Vierte Meines Herzens, höre jet
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Schöne Wiege meiner Leiden

VSchöne Wiege meiner Leiden, Schönes
Grabmal meiner Ruh, Schöne Stadt, wir
müssen scheiden, - Lebe wohl! ruf ich
dir zu. Lebe wohl, du heilge
Schwelle, Wo da wande
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Lotosblume

Wahrhaftig, wir beide bilden Ein
kurioses Paar, Die Liebste ist schwach
auf den Beinen, Der Liebhaber lahm
sogar. Sie ist ein leidendes
Kätzchen, Und er ist krank wie
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Lotosblume

Wahrhaftig, wir beide bilden Ein
kurioses Paar, Die Liebste ist schwach
auf den Beinen, Der Liebhaber lahm
sogar. Sie ist ein leidendes
Kätzchen, Und er ist krank wie ein H
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Erinnerung an Hammonia

Waisenkinder, zwei und zwei, Wallen
fromm und froh vorbei, Tragen alle
blaue Röckchen, Haben alle rote
Bäckchen - O, die hübschen
Waisenkinder! Jeder sieht sie an g
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Warte, wilder Schiffmann

Warte, warte, wilder Schiffmann, gleich
folg` ich zum Hafen dir; von zwei
Jungfraun nehm` ich Abschied, von Europa
und von ihr. Blutquell, rinn` aus
meinen Augen, Blutquell,
... weiterlesen


Caput XXVII

Was sich in jener Wundernacht Des
weitern zugetragen, Erzähl ich euch
ein andermal, In warmen
Sommertagen. Das alte Geschlecht der
Heuchelei Verschwindet, Gott sei Da
... weiterlesen


Deutschland. Ein Wintermärchen, Caput XXVII

Was sich in jener Wundernacht Des
weitern zugetragen, Erzähl ich euch
ein andermal, In warmen
Sommertagen. Das alte Geschlecht der
Heuchelei Verschwindet, Gott sei Da
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Mittelalterliche Roheit

Weicht dem Aufschwung schöner
Künste: Instrument moderner
Bildung Ist vorzüglich das
Klavier. Auch die Eisenbahnen
wirken Heilsam aufs
Familienleben, Sintemal sie u
... weiterlesen


Wartet nur

Weil ich so ganz vorzüglich
blitze, Glaubt Ihr, daß ich nicht
donnert könnt! Ihr irrt Euch sehr,
denn ich besitze Gleichfalls fürs
Donnern ein Talent. Es wird sich
grause
... weiterlesen


Welch ein zierlich Ebenmaß

Welch ein zierlich Ebenmaß In den
hochgeschossnen Gliedern! Auf dem
schlanken Hälschen wiegt sich Ein
bezaubernd kleines Köpfchen. Reizend
halb und halb auch rührend
... weiterlesen


Welcher Frevel

Welcher Frevel, Freund!
Abtrünnig Wirst du deiner fetten
Hanne, Und du liebst jetzt jene
spinnig Dürre, magre
Marianne! Läßt man sich vom
Fleische locken, Das ist
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Welcher Frevel...

Welcher Frevel, Freund! Abtrünnig Wirst
du deiner fetten Hanne, Und du liebst
jetzt jene spinnig Dürre, magre
Marianne! Läßt man sich vom Fleische
locken, Das ist immer
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Wahrhaftig

Wenn der Frühling kommt mit dem
Sonnenschein, dann knospen und blühen
die Blümlein auf; Wenn der Mond
beginnt seinen Strahlenlauf, Dann
schwimmen die Sternlein
hintendrein; Wenn d
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Wenn der Frühling kommt

Wenn der Frühling kommt mit dem
Sonnenschein, Dann knospen und blühen
die Blümlein auf; Wenn der Mond
beginnt seinen Strahlenlauf, Dann
schwimmen die Sternlein
hinterdrein; Wenn d
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Wenn ich an deinem Hause

Wenn ich an deinem Hause Des Morgens
vorübergeh, So freut`s mich, du liebe
Kleine, Wenn ich dich am Fenster
seh. Mit deinen schwarzbraunen
Augen Siehst du mich forschend an
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Wenn ich auf dem Lager

Wenn ich auf dem Lager liege, In Nacht
und Kissen gehüllt, So schwebt mir vor
ein süßes, Anmutig liebes Bild. Wenn
mir der stille Schlummer Geschlossen die
Augen kaum,
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Wenn ich bei meiner Liebsten bin

Wenn ich bei meiner Liebsten bin Dann
geht das Herz mir auf Dann dünk ich
mich reich in meinem Sinn Und frag: ob
die Welt zu Kauf? Doch wenn ich
wieder scheiden tu Au
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Wenn ich in deine Augen seh

Wenn ich in deine Augen seh, So
schwindet all mein Leid und Weh; Doch
wenn ich küsse deinen Mund, So werd ich
ganz und gar gesund. Wenn ich mich lehn
an deine Brust, Kommts
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Wenn ich, beseligt von schönen Küssen,...

Wenn ich, beseligt von schönen
Küssen, In deinen Armen mich wohl
befinde, Dann mußt du mir nie von
Deutschland reden; ­ Ich kanns nicht
vertragen ­ es hat seine Gründe.
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Wenn ich...

Wenn ich, beseligt von schönen
Küssen, In deinen Armen mich wohl
befinde, Dann mußt du mir nie von
Deutschland reden, – Ich kanns
nicht vertragen – es hat seine
Gründe.
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Wenn junge Herzen brechen

Wenn junge Herzen brechen, So lachen
drob die Sterne, Sie lachen und sie
sprechen Herab aus der blauen
Ferne: »Die armen Menschen
lieben Sich zwar mit vollen Seelen,
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Romanzero - Historien

Wenn man an dir Verrat geübt, Sei du
um so treuer; Und ist deine Seele zu
Tode betrübt, So greife zur Leier.Die
Saiten klingen! Ein Heldenlied, Voll
Flammen und Gluten! Da s
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Wenn sich die Blutegel vollgesogen

Wenn sich die Blutegel vollgesogen, Man
streut auf ihren Rücken bloß Ein
bißchen Salz, und sie fallen ab - Doch
dich, mein Freund, wie werd ich dich
los? Mein Freund, mein
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Himmelsbräute

Wer dem Kloster geht
vorbei Mitternächtlich, sieht die
Fenster Hell erleuchtet. Ihren
Umgang Halten dorten die
Gespenster. Eine düstre
Prozession Toter Ursulinerinne
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Wer ein Herz hat

Wer ein Herz hat und im Herzen Liebe
trägt, ist überwunden Schon zur
Hälfte; und so lieg ich Jetzt
geknebelt und gebunden - - - Wenn ich
sterbe, wird die Zunge Ausg
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Epilog

Wie auf dem Felde die Weizenhalmen, So
wachsen und wogen im Menschengeist Die
Gedanken. Aber die zarten Gedanken der
Liebe Sind wie lustig
dazwischenblühende, Rot und blaue
Blumen
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Zu »Clarisse« VI

Wie du knurrst und lachst und
brütest, Wie du dich verdrießlich
windest, Wenn du ohne selbst zu
lieben Dennoch Eifersucht
empfindest! Nicht die duftig rote
Rose Will
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Zu »Angelique« I

Wie entwickeln sich doch schnelle, Aus
der flüchtigsten
Empfindung, Leidenschaften ohne
Grenzen Und die zärtlichste
Verbindung! Täglich wächst zu
dieser Dame Meine
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Maria Antoinette

Wie heiter im Tuilerienschloß Blinken
die Spiegelfenster, Und dennoch dort am
hellen Tag Gehn um die alten
Gespenster. Es spukt im Pavillon de
Flor’ Maria Antoinett
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Caput XXIV

Wie ich die enge Sahltrepp’
hinauf- Gekommen, ich kann es nicht
sagen; Es haben unsichtbare Geister
mich Vielleicht
hinaufgetragen. Hier, in Hammonias
Kämmerlein, V
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Deutschland. Ein Wintermärchen, Caput XXIV

Wie ich die enge Sahltrepp’
hinauf- Gekommen, ich kann es nicht
sagen; Es haben unsichtbare Geister
mich Vielleicht
hinaufgetragen. Hier, in Hammonias
Kämmerlein, V
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Wie langsam kriechet sie dahin,...

Wie langsam kriechet sie dahin, Die
Zeit, die schauderhafte Schnecke! Ich
aber, ganz bewegungslos Blieb ich hier
auf demselben Flecke. In meine dunkle
Zelle dringt Kei
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Zum Lazarus 3

Wie langsam kriechet sie dahin, Die
Zeit, die schauderhafte Schnecke! Ich
aber, ganz bewegungslos Blieb ich hier
auf demselben Flecke. In meine dunkle
Zelle dringt Kei
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Wie neubegierig die Möwe

Wie neubegierig die Möwe Nach uns
herüberblickt, Weil ich an deine
Lippen So fest mein Ohr gedrückt! Sie
möchte gerne wissen, Was deinem Mund
entquillt, Ob du mein
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Burleskes Sonett

Wie nähm die Armut bald bei mir ein
Ende, Wüßt ich den Pinsel
kunstgerecht zu führen Und hübsch mit
bunten Bildern zu verzieren Der Kirchen
und der Schlösser stolze Wände.
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Wie schändlich du gehandelt...

Wie schändlich du gehandelt, Ich hab es
den Menschen verhehlet, Und bin
hinausgefahren aufs Meer, Und hab es den
Fischen erzählet. Ich laß dir den
guten Namen Nur auf dem
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Wie schön er ist

Wie schön er ist, so qualvoll auch Mit
seinen Feuerbränden, Ist dieses Lebens
Fiebertraum - Laß bald, o Gott, ihn
enden. Erschließe mir dein
Schattenland, Ich will
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Erinnerung aus Krähwinkels Schreckenstagen

Wir Bürgermeister und Senat, Wir haben
folgendes Mandat Stadtväterlichst an
alle Klassen Der treuen Bürgerschaft
erlassen. Ausländer, Fremde, sind es
meist, Die un
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Wir haben viel füreinander gefühlt...

Wir haben viel füreinander
gefühlt, und dennoch uns gar
vortrefflich vertragen, wir haben oft
`Mann und Frau` gespielt, und dennoch
uns nicht gerauft und geschlagen. Wir
haben zusammen
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Wir müssen zugleich uns betrüben

Wir müssen zugleich uns betrüben Und
lachen, wenn wir schaun, Daß sich die
Herzen lieben Und sich die Köpfe nicht
traun. Fühlst du, mein süßes
Liebchen, Wie lie
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Wir saßen am Fischerhause

Wir saßen am Fischerhause, Und schauten
nach der See; Die Abendnebel kamen, Und
stiegen in die Höh`. Im Leuchtturm
wurden die Lichter Allmählich
angesteckt, Und in
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Zur Beruhigung

Wir schlafen ganz, wie Brutus schlief
- Doch jener erwachte und bohrte tief In
Cäsars Brust das kalte Messer! Die
Römer waren Tyrannenfresser. Wir sind
keine Römer, wir rauchen
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Wo

Wo wird einst des Wandermüden Letzte
Ruhestätte sein? Unter Palmen in dem
Süden? Unter Linden an dem
Rhein? Werd ich wo in einer
Wüste Eingescharrt von fremder Han
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König Richard

Wohl durch der Wälder einödige
Pracht Jagt ungestüm ein Reiter; Er
bläst ins Horn, er singt und lacht Gar
seelenvergnügt und heiter. Sein
Harnisch ist von starkem Erz,
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Worte! Worte! keine Taten!

Worte! Worte! keine Taten! Niemals
Fleisch, geliebte Puppe, Immer Geist
und keinen Braten, Keine Knödel in der
Suppe! Doch vielleicht ist dir
zuträglich Nicht die wi
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Caput II

Während die Kleine von
Himmelslust Getrillert und
musizieret, Ward von den preußischen
Douaniers Mein Koffer
visitieret. Beschnüffelten alles,
kramten herum In Hemd
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Deutschland. Ein Wintermärchen, Caput II

Während die Kleine von
Himmelslust Getrillert und
musizieret, Ward von den preußischen
Douaniers Mein Koffer
visitieret. Beschnüffelten alles,
kramten herum In Hemd
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Zu »Clarisse« II

Wälderfreie Nachtigallen Singen wild
und ohne Regel, Besser müssen dir
gefallen Flatternde
Kanarienvögel. Diese gelben zahmen
Dinger Seh ich dich im Käfig füttern
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Seraphine X

X Das Fräulein stand am Meere Und
seufzte lang und bang, Es rührte sie
so sehre Der Sonnenuntergang. Mein
Fräulein! sein Sie munter, Das ist ein
alte
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Zur Ollea X

X Die Engel Freilich, ein
ungläubger Thomas, Glaub ich an den
Himmel nicht, Den die Kirchenlehre
Romas Und Jerusalems
verspricht. Doch die Exis
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Die Lotosblume ängstigt

X Die Lotosblume ängstigt Sich vor
der Sonne Pracht, Und mit gesenktem
Haupte Erwartet sie träumend die
Nacht. Der Mond, der ist ihr
Buhle, Er weckt s
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Neuer Frühling X

X Es hat die warme Frühlingsnacht
Die Blumen hervorgetrieben, Und
nimmt mein Herz sich nicht in acht, So
wird es sich wieder verlieben. Doch
welche von den
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Zeitgedichte X

X Lebensfahrt Ein Lachen und
Singen! Es blitzen und gaukeln Die
Sonnenlichter. Die Wellen schaukeln Den
lustigen Kahn. Ich saß darin Mit
lieben Freunden und l
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Romanzen X

X Ritter Olaf 1 Vor dem Dome
stehn zwei Männer, Tragen beide rote
Röcke, Und der eine ist der
König, Und der Henker ist der andre.
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Seegespenst

X Ich aber lag am Rande des
Schiffes, Und schaute, träumenden
Auges, Hinab in das spiegelklare
Wasser, Und schaute tiefer und tiefer
- Bis tief, im Meeresgrunde, Anfan
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Zeitgedichte XI

XI Das neue israelitische Hospital zu
Hamburg Ein Hospital für arme,
kranke Juden, Für Menschenkinder,
welche dreifach elend, Behaftet mit den
bösen drei Gebresten
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Die Minnesänger

XI Die MinnesängerZu dem Wettgesange
schreiten Minnesänger jetzt
herbei; Ei, das gibt ein seltsam
Streiten, Ein gar seltsames
Turnei! Phantasie, die schäume
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Romanzen XI

XI Die Nixen Am einsamen Strande
plätschert die Flut, Der Mond ist
aufgegangen, Auf weißer Düne der
Ritter ruht, Von bunten Träumen
befangen.
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Neuer Frühling XI

XI Es drängt die Not, es läuten die
Glocken, Und ach! ich hab den Kopf
verloren! Der Frühling und zwei
schöne Augen, Sie haben sich wider
mein Herz verschworen.
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Seraphine XI

XI Mit schwarzen Segeln segelt mein
Schiff Wohl über das wilde Meer; Du
weißt, wie sehr ich traurig bin, Und
kränkst mich doch so schwer. Dein
Herz ist treu
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Reinigung

XI ReinigungBleib du in deiner
Meerestiefe, Wahnsinniger Traum, Der
du einst so manche Nacht Mein Herz mit
falschem Glück gequält hast, Und
jetzt, als Seegespenst,
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Neuer Frühling XII

XII Ach, ich sehne mich nach
Tränen, Liebestränen,
schmerzenmild, Und ich fürchte, dieses
Sehnen Wird am Ende noch
erfüllt. Ach, der Liebe süßes
Elend
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Romanzen XII

XII Bertrand de Born Ein edler
Stolz in allen Zügen, Auf seiner Stirn
Gedankenspur, Er konnte jedes Herz
besiegen, Bertrand de Born, der
Troubadour.
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Der Abend kommt gezogen

XII Der Abend kommt gezogen, Der
Nebel bedeckt die See; Geheimnisvoll
rauschen die Wogen, Da steigt es weiß
in die Höh. Die Meerfrau steigt aus
den Wellen,
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Die Fensterschau

XII Der bleiche Heinrich ging
vorbei, Schön Hedwig lag am
Fenster. Sie sprach halblaut: Gott steh
mir bei, Der unten schaut bleich wie
Gespenster! Der unten e
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Du liebst mich nicht

XII Du liebst mich nicht, du liebst
mich nicht, Das kümmert mich gar
wenig; Schau ich dir nur ins
Angesicht, So bin ich froh wie ’n
König. Du hassest, hass
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Zeitgedichte XII

XII Georg Herwegh Mein Deutschland
trank sich einen Zopf, Und du, du
glaubtest den Toasten! Du glaubtest
jedem Pfeifenkopf Und seinen
schwarz-rot-goldnen Quast
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Frieden

XII Hoch am Himmel stand die
Sonne, Von weißen Wolken umwogt, Das
Meer war still, Und sinnend lag ich am
Steuer des Schiffes, Träumerisch
sinnend, - und halb im Wach
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Seraphine XII

XII Wie schändlich du
gehandelt, Ich hab es den Menschen
verhehlet, Und bin hinausgefahren aufs
Meer, Und hab es den Fischen
erzählet. Ich laß dir den guten
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Neuer Frühling XIII

XIII Die blauen
Frühlingsaugen Schaun aus dem Gras
hervor; Das sind die lieben
Veilchen, Die ich zum Strauß
erkor. Ich pflücke sie und
denke, Und die
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Zeitgedichte XIII

XIII Die Tendenz Deutscher
Sänger! sing und preise Deutsche
Freiheit, daß dein Lied Unsrer Seelen
sich bemeistre Und zu Taten uns
begeistre, In Marsei
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Seraphine XIII

XIII Es ziehen die brausenden
Wellen Wohl nach dem Strand; Sie
schwellen und zerschellen Wohl auf dem
Sand. Sie kommen groß und
kräftig, Ohn Unterlaß
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Romanzen XIII

XIII Frühling Die Wellen blinken
und fließen dahin - Es liebt sich so
lieblich im Lenze! Am Flusse sitzt die
Schäferin Und windet die zärtlichsten
Kränze.
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Der wunde Ritter

XIII Ich weiß eine alte Kunde, Die
hallet dumpf und trüb: Ein Ritter
liegt liebeswunde, Doch treulos ist
sein Lieb. Als treulos muß er
verachten Die
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O schwöre nicht

XIII O schwöre nicht und küsse
nur, Ich glaube keinem
Weiberschwur! Dein Wort ist süß, doch
süßer ist Der Kuß, den ich dir
abgeküßt! Den hab ich, und dran gla
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XIII

XIII Wenn ich an deinem Hause Des
Morgens vorüber geh, So freuts mich,
du liebe Kleine, Wenn ich dich am
Fenster seh, Mit deinen
schwarzbraunen Augen S
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Romanzen XIV

XIV Ali Bey Ali Bey, der Held des
Glaubens, Liegt beglückt in
Mädchenarmen. Vorgeschmack des
Paradieses Gönnt ihm Allah schon auf
Erden. Odal
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Auf meiner Herzliebsten äugelein

XIV Auf meiner Herzliebsten
Äugelein Mach ich die schönsten
Kanzonen. Auf meiner Herzliebsten
Mündchen klein Mach ich die besten
Terzinen. Auf meiner Herzliebsten W
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Zeitgedichte XIV

XIV Das Kind Den Frommen schenkts
der Herr im Traum, Weißt nicht, wie
dir geschah! Du kriegst ein Kind und
merkst es kaum, Jungfrau Germania. E
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Seraphine XIV

XIV Es ragt ins Meer der
Runenstein, Da sitz ich mit meinen
Träumen. Es pfeift der Wind, die
Möwen schrein, Die Wellen, die wandern
und schäumen. Ich habe g
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Wasserfahrt

XIV WasserfahrtIch stand gelehnet an
den Mast, Und zählte jede Welle. Ade!
mein schönes Vaterland! Mein Schiff,
das segelt schnelle! Ich kam schön
Liebchens
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Neuer Frühling XIV

XIV Wenn du mir
vorüberwandelst, Und dein Kleid
berührt mich nur, Jubelt dir mein
Herz, und stürmisch Folgt es deiner
schönen Spur. Dann drehst du dich
um,
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Zeitgedichte XIX

XIX An den Nachtwächter (Bei
späterer Gelegenheit) Verschlechtert
sich nicht dein Herz und dein Stil, So
magst du treiben jedwedes Spiel; Mein
Freund
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Ja, du bist elend

XIX Ja, du bist elend, und ich grolle
nicht; - Mein Lieb, wir sollen beide
elend sein! Bis uns der Tod das kranke
Herze bricht, Mein Lieb, wir sollen
beide elend sein!
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Romanzen XIX

XIX Klagelied eines altdevtschen
Jünglings Wohl dem, dem noch die
Tugend lacht, Weh dem, der sie
verlieret! Es haben mich armen
Jüngling Die bösen Gesellen
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Lebensgruß

XIX Lebensgruß
(Stammbuchblatt) Eine große
Landstraß ist unsere Erd, Wir Menschen
sind Passagiere; Man rennet und jaget,
zu Fuß und zu Pferd, Wie Läufer o
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Neuer Frühling XIX

XIX Wieder ist das Herz bezwungen,
Und der öde Groll verrauchet,
Wieder zärtliche Gefühle Hat der
Mai mir eingehauchet. Spät und früh
durcheil ich wied
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Neuer Frühling XL

XL Die holden Wünsche blühen, Und
welken wieder ab, Und blühen und
welken wieder - So geht es bis ans
Grab. Das weiß ich, und das
vertrübet Mir al
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Wie der Mond sich leuchtend dränget

XL Wie der Mond sich leuchtend
dränget Durch den dunkeln
Wolkenflor, Also taucht aus dunkeln
Zeiten Mir ein lichtes Bild
hervor. Saßen all auf dem Verdecke,
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Mir träumte von einem Königskind

XLI Mir träumte von einem
Königskind, Mit nassen, blassen
Wangen; Wir saßen unter der grünen
Lind, Und hielten uns
liebumfangen. »Ich will nicht deines
Va
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Neuer Frühling XLI

XLI Wie ein Greisenantlitz droben
Ist der Himmel
anzuschauen, Roteinäugig und umwoben
Von dem Wolkenhaar, dem
grauen. Blickt er auf die Erde
nieder,
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Mein Liebchen, wir saßen beisammen

XLII Mein Liebchen, wir saßen
beisammen, Traulich im leichten
Kahn. Die Nacht war still, und wir
schwammen Auf weiter Wasserbahn. Die
Geisterinsel, die schön
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Neuer Frühling XLII

XLII Verdroßnen Sinn im kalten
Herzen hegend, Reis ich verdrießlich
durch die kalte Welt, Zu Ende geht der
Herbst, ein Nebel
hält Feuchteingehüllt die abgestorbne
Gegend.
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Teurer Freund! Was soll es nützen

XLII »Teurer Freund! Was soll es
nützen, Stets da alte Lied zu
leiern? Willst du ewig brütend
sitzen Auf den alten
Liebes-Eiern? Ach! das ist ein ewig
Gatte
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Neuer Frühling XLIII

XLIII Spätherbstnebel, kalte
Träume, Überfloren Berg und Tal,
Sturm entblättert schon die Bäume,
Und sie schaun gespenstisch
kahl. Nur ein einzger, trau
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Werdet nur nicht ungeduldig

XLIII Werdet nur nicht
ungeduldig, Wenn von alten
Leidensklängen Manche noch vernehmlich
tönen In den neuesten
Gesängen. Wartet nur, es wird
verhallen
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Neuer Frühling XLIV

XLIV Himmel grau und
wochentäglich! Auch die Stadt ist noch
dieselbe! Und noch immer blöd und
kläglich Spiegelt sie sich in der
Elbe. Lange Nasen, noch la
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Nun ist es Zeit

XLIV Nun ist es Zeit, daß ich mit
Verstand Mich aller Torheit
entledge; Ich hab so lang als ein
Komödiant Mit dir gespielt die
Komödie. Die prächtgen Kulis
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Wenn zwei voneinander scheiden

XLIX Wenn zwei voneinander
scheiden,   So geben sie sich die
Händ,   Und fangen an zu
weinen,   Und seufzen ohne
End. Wir haben nicht geweinet,
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Am leuchtenden Sommermorgen

XLV Am leuchtenden Sommermorgen Geh
ich im Garten herum. Es flüstern und
sprechen die Blumen, Ich aber, ich
wandle stumm. Es flüstern und
sprechen die Blumen
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Den König Wiswamitra

XLV Den König Wiswamitra, Den
treibts ohne Rast und Ruh, Er will
durch Kampf und Büßung Erwerben
Wasischtas Kuh. O, König
Wiswamitra, O, welch ein O
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Es leuchtet meine Liebe

XLVI Es leuchtet meine Liebe, In
ihrer dunklen Pracht, Wie’n Märchen
traurig und trübe, Erzählt in der
Sommernacht. »Im Zaubergarten
wallen Zwei B
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Herz, mein Herz, sei nicht beklommen

XLVI Herz, mein Herz, sei nicht
beklommen, Und ertrage dein
Geschick, Neuer Frühling gibt
zurück, Was der Winter dir
genommen. Und wie viel ist dir
geblieben
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Sie haben mich gequälet

XLVII Sie haben mich
gequälet, Geärgert blau und
blaß. Die Einen mit ihrer Liebe, Die
Andern mit ihrem Haß. Sie haben das
Brot mir vergiftet, Sie go
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Neuer Frühling XV

XV Die schlanke Wasserlilje Schaut
träumend empor aus dem See; Da
grüßt der Mond herunter Mit lichtem
Liebesweh. Verschämt senkt sie das
Köpfchen
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Die Welt ist dumm

XV Die Welt ist dumm, die Welt ist
blind, Wird täglich
abgeschmackter! Sie spricht von dir,
mein schönes Kind, Du hast keinen
guten Charakter. Die Welt ist d
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Romanzen XV

XV Psyche In der Hand die kleine
Lampe, In der Brust die große
Glut, Schleichet Psyche zu dem
Lager, Wo der holde Schläfer
ruht. Sie errötet
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Zeitgedichte XV

XV Verheißung Nicht mehr barfuß
sollst du traben, Deutsche Freiheit,
durch die Sümpfe, Endlich kommst du
auf die Strümpfe, Und auch Stiefeln
sollst du habe
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Seraphine XV

XVDas Meer erstrahlt im
Sonnenschein, Als ob es golden
wär. Ihr Brüder, wenn ich
sterbe, Versenkt mich in das
Meer. Hab immer das Meer so
liebgehabt,
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Am fernen Horizonte

XVI Am fernen Horizonte Erscheint,
wie ein Nebelbild, Die Stadt mit ihren
Türmen, In Abenddämmrung
gehüllt. Ein feuchter Windzug
kräuselt Die graue
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An eine Sängerin

XVI An eine Sängerin Als sie eine
alte Romanze sang Ich denke noch der
Zaubervollen, Wie sie zuerst mein Auge
sah! Wie ihre Töne lieblich
klangen Und
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Zeitgedichte XVI

XVI Der Wechselbalg Ein Kind mit
großem Kürbiskopf, Hellblondem
Schnurrbart, greisem Zopf, Mit spinnig
langen, doch starken Ärmchen, Mit
Riesenmagen, doch k
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Romanzen XVI

XVI Die Unbekannte Meiner
goldgelockten Schönen Weiß ich
täglich zu begegnen, In dem
Tuileriengarten, Unter den
Kastanienbäumen. Täglich ge
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Neuer Frühling XVI

XVI Wenn du gute Augen hast, Und du
schaust in meine Lieder, Siehst du
eine junge Schöne Drinnen wandeln auf
und nieder. Wenn du gute Ohren hast,
K
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Zeitgedichte XVII

XVII Der Kaiser von China Mein
Vater war ein trockner Taps, Ein
nüchterner Duckmäuser, Ich aber
trinke meinen Schnaps Und bin ein
großer Kaiser.
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Sei mir gegrüßt

XVII Sei mir gegrüßt, du
große, Geheimnisvolle Stadt, Die
einst in ihrem Schoße Mein Liebchen
umschlossen hat. Sagt an, ihr Türme
und Tore, Wo ist
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Neuer Frühling XVII

XVII Was treibt dich umher, in der
Frühlingsnacht? Du hast die Blumen
toll gemacht, Die Veilchen, sie sind
erschrocken! Die Rosen, sie sind vor
Scham so rot, Die Lilj
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Romanzen XVII

XVII Wechsel Mit Brünetten hats
eine Ende! Ich gerate dieses
Jahr Wieder in die blauen
Augen, Wieder in das blonde
Haar. Die Blondine, die ich
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Wie die Wellenschaumgeborene

XVII Wie die
Wellenschaumgeborene Strahlt mein Lieb
im Schönheitsglanz, Denn sie ist das
auserkorene Bräutchen eines fremden
Manns. Herz, mein Herz, du vielg
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Romanzen XVIII

XVIII Fortuna Frau Fortuna, ganz
umsunst Tust du spröde! deine
Gunst Weiß ich mir, durch Kampf und
Ringen, Zu erbeuten, zu
erzwingen. Überwä
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Gespräch auf der Paderborner Heide

XVIII Gespräch auf der Paderborner
Heide Hörst du nicht die fernen
Töne, Wie von Brummbaß und von
Geigen? Dorten tanzt wohl manche
Schöne Den geflügelt l
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Ich grolle nicht

XVIII Ich grolle nicht, und wenn das
Herz auch bricht, Ewig verlornes Lieb!
ich grolle nicht. Wie du auch strahlst
in Diamantenpracht, Es fällt kein
Strahl in deines Herzens
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Zeitgedichte XVIII

XVIII Kirchenrat Prometheus Ritter
Paulus, edler Räuber, Mit gerunzelt
düstren Stirnen Schaun die Götter
auf dich nieder, Dich bedroht das
höchste Zürne
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Neuer Frühling XVIII

XVIII Mit deinen blauen Augen
Siehst du mich lieblich an, Da wird
mir so träumend zu Sinne, Daß ich
nicht sprechen kann. An deine blauen
Augen Ged
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So wandl ich wieder den alten Weg

XVIII So wandl ich wieder den alten
Weg, Die wohlbekannten Gassen; Ich
komme vor meiner Liebsten Haus, Das
steht so leer und verlassen. Die
Straßen sind doch
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Neuer Frühling XX

XX Die Rose duftet - doch ob sie
empfindet Das, was sie duftet, ob die
Nachtigall Selbst fühlt, was sich
durch unsre Seele windet Bei ihres
Liedes süßem Widerhall; -
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Romanzen XX

XX Laß ab! Der Tag ist in die
Nacht verliebt, Der Frühling in den
Winter, Das Leben verliebt in den Tod
- Und du, du liebest mich! Du liebst
m
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Still ist die Nacht

XX Still ist die Nacht, es ruhen die
Gassen, In diesem Hause wohnte mein
Schatz; Sie hat schon längst die Stadt
verlassen, Doch steht noch das Haus auf
demselben Platz.
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Zeitgedichte XX

XX Zur Beruhigung Wir schlafen
ganz, wie Brutus schlief - Doch jener
erwachte und bohrte tief In Cäsars
Brust das kalte Messer! Die Römer
waren Tyrannenfress
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Romanzen XXI

XXI Frau Mette (Nach dem
Dänischen) Herr Peter und Bender
saßen beim Wein, Herr Bender sprach:
Ich wette, Bezwänge dein Singen die
ganze Welt,
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Zeitgedichte XXI

XXI Verkehrte Welt Das ist ja die
verkehrte Welt, Wir gehen auf den
Köpfen! Die Jäger werden
dutzendweis Erschossen von den
Schnepfen. Die Kä
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Neuer Frühling XXI

XXI Weil ich dich liebe, muß ich
fliehend Dein Antlitz meiden - zürne
nicht. Wie paßt dein Antlitz, schön
und blühend, Zu meinem traurigen
Gesicht! Weil i
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So hast du ganz und gar vergessen

XXI So hast du ganz und gar
vergessen, Daß ich so lang dein Herz
besessen, Dein Herzchen so süß und so
falsch und so klein, Es kann nirgend
was süßres und falscheres sein.
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Romanzen XXII

XXII Begegnung Wohl unter der
Linde erklingt die Musik, Da tanzen die
Burschen und Mädel, Da tanzen zwei,
die niemand kennt, Sie schaun so
schlank und edel.
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Zeitgedichte XXII

XXII Erleuchtung Michel! fallen
dir die Schuppen Von den Augen? Merkst
du itzt, Daß man dir die besten
Suppen Vor dem Maule
wegstibitzt? Als Er
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Neuer Frühling XXII

XXII Ich wandle unter Blumen Und
blühe selber mit; Ich wandle wie im
Traume, Und schwanke bei jedem
Schritt. O, halt mich fest,
Geliebte! Vor Liebestru
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Und wüßtens die Blumen

XXII Und wüßtens die Blumen, die
kleinen, Wie tief verwundet mein
Herz, Sie würden mit mir weinen, Zu
heilen meinen Schmerz. Und wüßtens
die Nachtigallen,
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Die Jungfrau schläft in der Kammer

XXII »Die Jungfrau schläft in der
Kammer, Der Mond schaut zitternd
hinein; Da draußen singt es und klingt
es, Wie Walzermelodein. Ich will mal
schaun aus de
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Romanzen XXIII

XXIII König Harald Harfagar Der
König Harald Harfagar Sitzt unten in
Meeresgründen Bei seiner schönen
Wasserfee; Die Jahre kommen und
schwinden.
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Zeitgedichte XXIII

XXIII Wartet nur Weil ich so ganz
vorzüglich blitze, Glaubt ihr, daß
ich nicht donnern könnt! Ihr irrt euch
sehr, denn ich besitze Gleichfalls
fürs Donnern
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Warum sind denn die Rosen so blaß

XXIII Warum sind denn die Rosen so
blaß, O sprich, mein Lieb,
warum? Warum sind denn im grünen
Gras Die blauen Veilchen so
stumm? Warum singt denn mit so kl
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Neuer Frühling XXIII

XXIII Wie des Mondes Abbild zittert
In den wilden Meereswogen, Und er
selber still und sicher Wandelt an dem
Himmelsbogen: Also wandelst du,
Geliebte,
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Neuer Frühling XXIV

XXIV Es haben unsre
Herzen Geschlossen die heilge
Allianz; Sie lagen fest
aneinander, Und sie verstanden sich
ganz. Ach, nur die junge Rose, Die
deine B
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Ich unglückselger Atlas

XXIV Ich unglückselger Atlas! eine
Welt, Die ganze Welt der Schmerzen,
muß ich tragen, Ich trage
Unerträgliches, und brechen Will mir
das Herz im Leibe. Du
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Zeitgedichte XXIV

XXIV Nachtgedanken Denk ich an
Deutschland in der Nacht, Dann bin ich
um den Schlaf gebracht, Ich kann nicht
mehr die Augen schließen. Und meine
heißen Trän
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Neuer Frühling XXIX

XXIX Es war ein alter König, Sein
Herz war schwer, sein Haupt war
grau; Der arme alte König, Er nahm
eine junge Frau. Es war ein schöner
Page, Blond
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Und als ich so lange, so lange gesäumt

XXIX Und als ich so lange, so lange
gesäumt, In fremden Landen geschwärmt
und geträumt; Da ward meiner Liebsten
zu lang die Zeit, Und sie nähete sich
ein Hochzeitskleid,
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Die Linde blühte

XXV Die Linde blühte, die Nachtigall
sang, Die Sonne lachte mit freundlicher
Lust; Da küßtest du mich, und dein
Arm mich umschlang, Da presstest du
mich an die schwellende
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Neuer Frühling XXV

XXV Sag mir, wer einst die Uhren
erfund, Die Zeitabteilung, Minute und
Stund? Das war ein frierend trauriger
Mann. Er saß in der Winternacht und
sann, Und zählte der
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Mir träumte traurig schaute der Mond

XXVI Mir träumte: traurig schaute
der Mond, Und traurig schienen die
Sterne; Es trug mich zur Stadt, wo
Liebchen wohnt, Viel hundert Meilen
ferne. Es hat mich
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Neuer Frühling XXVI

XXVI Wie die Nelken duftig atmen!
Wie die Sterne, ein Gewimmel Goldner
Bienen, ängstlich schimmern An dem
veilchenblauen Himmel! Aus dem Dunkel
der Kastani
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Wir haben viel füreinander gefühlt

XXVI Wir haben viel füreinander
gefühlt, Und dennoch uns gar
vortrefflich vertragen. Wir haben oft
»Mann und Frau« gespielt, Und dennoch
uns nicht gerauft und geschlagen.
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Du bliebest mir treu am längsten

XXVII Du bliebest mir treu am
längsten, Und hast dich für mich
verwendet, Und hast mir Trost
gespendet In meinen Nöten und
Ängsten. Du gabest mir Trank und
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Neuer Frühling XXVII

XXVII Hab ich nicht dieselben Träume
Schon geträumt von diesem Glücke?
Warens nicht dieselben Bäume,
Blumen, Küsse,
Liebesblicke? Schien der Mond nicht
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Der bleiche, herbstliche Halbmond

XXVIII Der bleiche, herbstliche
Halbmond Lugt aus den Wolken
heraus; Ganz einsam liegt auf dem
Kirchhof Das stille Pfarrerhaus. Die
Mutter liest in der Bibel,
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Neuer Frühling XXVIII

XXVIII Küsse, die man stiehlt im
Dunkeln Und im Dunkeln wiedergibt,
Solche Küsse, wie beselgen Sie die
Seele, wenn sie liebt! Ahnend und
erinnrungsüchtig
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Neuer Frühling XXX

XXX In meiner Erinnrung erblühen
Die Bilder, die längst verwittert
- Was ist in deiner Stimme, Das mich
so tief erschüttert? Sag nicht, daß
du mich liebs
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Deine weißen Liljenfinger

XXXI Deine weißen
Liljenfinger, Könnt ich sie noch
einmal küssen, Und sie drücken an
mein Herz, Und vergehn in stillem
Weinen! Deine klaren Veilchenaugen
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Neuer Frühling XXXI

XXXI »Mondscheintrunkne
Lindenblüten, Sie ergießen ihre
Düfte, Und von Nachtigallenliedern
Sind erfüllet Laub und
Lüfte. Lieblich läßt es sich, Geli
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Neuer Frühling XXXII

XXXII Durch den Wald, im
Mondenscheine, Sah ich jüngst die
Elfen reuten; Ihre Hörner hört ich
klingen, Ihre Glöckchen hört ich
läuten. Ihre weißen R
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Mein süßes Lieb

XXXII Mein süßes Lieb, wenn du im
Grab, Im dunkeln Grab wirst
liegen, Dann will ich steigen zur dir
hinab, Und will mich an dich
schmiegen. Ich küsse, umsch
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Ein Fichtenbaum steht einsam

XXXIII Ein Fichtenbaum steht
einsam Im Norden auf kahler Höh. Ihn
schläfert; mit weißer Decke Umhüllen
ihn Eis und Schnee. Er träumt von
einer Palme,
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Neuer Frühling XXXIII

XXXIII Morgens send ich dir die
Veilchen, Die ich früh im Wald
gefunden, Und des Abends bring ich
Rosen, Die ich brach in
Dämmrungstunden. Weißt du, was d
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Sie liebten sich beide

XXXIII Sie liebten sich beide, doch
keiner Wollt es dem andern
gestehn; Sie sahen sich an so
feindlich, Und wollten vor Liebe
vergehn. Sie trennten sich endlic
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Ach, wenn ich nur der Schemel wär

XXXIV (Der Kopf spricht:) Ach,
wenn ich nur der Schemel wär, Worauf
der Liebsten Füße ruhn! Und stampfte
sie mich noch so sehr, Ich wollte doch
nicht klagen
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Neuer Frühling XXXIV

XXXIV Der Brief, den du geschrieben,
Er macht mich gar nicht bang; Du
willst mich nicht mehr lieben, Aber
dein Brief ist lang. Zwölf Seiten,
eng und zierli
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Neuer Frühling XXXIX

XXXIX Schon wieder bin ich
fortgerissen Vom Herzen, das ich innig
liebe, Schon wieder bin ich
fortgerissen - O wüßtest du, wie
gern ich bliebe. Der Wagen
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Ich rief den Teufel

XXXV Ich rief den Teufel und er
kam, Und ich sah ihn mit Verwundrung
an. Er ist nicht häßlich und ist
nicht lahm, Er ist ein lieber,
scharmanter Mann, Ein Mann in se
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Neuer Frühling XXXV

XXXV Sorge nie, daß ich verrate
Meine Liebe vor der Welt, Wenn mein
Mund ob deiner Schönheit Von
Metaphern überquellt. Unter einem
Wald von Blumen
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Aus meinen großen Schmerzen

XXXVI Aus meinen großen
Schmerzen Mach ich die kleinen
Lieder; Die heben ihr klingend
Gefieder Und flattern nach ihrem
Herzen. Sie fanden den Weg zur
Trauten,
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Mensch, verspotte nicht den Teufel

XXXVI Mensch, verspotte nicht den
Teufel, Kurz ist ja die
Lebensbahn, Und die ewige
Verdammnis Ist kein bloßer
Pöbelwahn. Mensch, bezahle deine
Schulden,
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Neuer Frühling XXXVI

XXXVI Wie die Tage macht der
Frühling Auch die Nächte mir
erklingen; Als ein grünes Echo kann
er Bis in meine Träume
dringen. Nur noch märchensüßer f
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Die heilgen drei Könige

XXXVII Die heilgen drei Könige aus
Morgenland, Sie frugen in jedem
Städtchen: Wo geht der Weg nach
Bethlehem, Ihr lieben Buben und
Mädchen? Die Jungen und A
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Philister in Sonntagsröcklein

XXXVII Philister in
Sonntagsröcklein Spazieren durch Wald
und Flur; Sie jauchzen, sie hüpfen wie
Böcklein, Begrüßen die schöne
Natur. Betrachten mit blin
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Neuer Frühling XXXVII

XXXVII Sterne mit den goldnen
Füßchen Wandeln droben bang und
sacht, Daß sie nicht die Erde wecken,
Die da schläft im Schoß der
Nacht. Horchend stehn d
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Neuer Frühling XXXVIII

XXXVIII Ernst ist der Frühling,
seine Träume Sind traurig, jede Blume
schaut Von Schmerz bewegt, es bebt
geheime Wehmut im
Nachtigallenlaut. O lächle nic
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Manch Bild vergessener Zeiten

XXXVIII Manch Bild vergessener
Zeiten Steigt auf aus seinem Grab, Und
zeigt, wie in deiner Nähe Ich einst
gelebet hab. Am Tage schwankte ich
träumend
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Erinnerung

Übersetzt aus dem Englischen. Was
willst du, traurig liebes
Traumgebilde? Ich sehe dich, ich fühle
deinen Hauch! Du schaust mich an mit
wehmutvoller Milde; Ich kenne dich,
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Caput III

Zu Aachen, im alten Dome, liegt Carolus
Magnus begraben. (Man muß ihn nicht
verwechseln mit Karl Mayer, der lebt in
Schwaben.) Ich möchte nicht tot und
begraben sein
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Deutschland. Ein Wintermärchen, Caput III

Zu Aachen, im alten Dome, liegt Carolus
Magnus begraben. (Man muß ihn nicht
verwechseln mit Karl Mayer, der lebt in
Schwaben.) Ich möchte nicht tot und
begraben sein
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Schloßlegende

Zu Berlin im alten Schlosse, Sehen wir,
aus Stein gemetzt, Wie ein Weib mit
einem Rosse Sodomitisch sich
ergötzt. Und es heißt: daß jene
Dame Die erlauchte Mutter w
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Schlosslegende

Zu Berlin im alten Schlosse sehen wir
aus Stein gemetzt wie ein Weib mit einem
Rosse sodomitisch sich ergetzt. Und es
heißt, dass jene Dame die erlauchte
Mutter ward
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Zu fragmentarisch

Zu fragmentarisch ist Welt und
Leben! Ich will mich zum deutschen
Professor begeben, Der weiß das Leben
zusammenzusetzen, Und er macht ein
verständlich System daraus; Mit seinen
Na
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Zu fragmentarisch

Zu fragmentarisch ist Welt und
Leben! Ich will mich zum deutschen
Professor begeben, Der weiß das Leben
zusammenzusetzen, Und er macht ein
verständlich System daraus; Mit seinen
Nachtm
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Caput IV

Zu Köllen kam ich spätabends an, Da
hörte ich rauschen den Rheinfluß, Da
fächelte mich schon deutsche Luft, Da
fühlt ich ihren Einfluß - Auf
meinen Appetit. Ich aß
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Deutschland. Ein Wintermärchen, Caput IV

Zu Köllen kam ich spätabends an, Da
hörte ich rauschen den Rheinfluß, Da
fächelte mich schon deutsche Luft, Da
fühlt ich ihren Einfluß - Auf
meinen Appetit. Ich aß
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An August Wilhelm Schlegel

Zufrieden nicht mit deinem
Eigentume, Sollt noch des Rheines
Niblungshort dich laben, Nahmst du vom
Themsestrand die Wundergaben, Und
pflücktest kühn des Tago-Ufers
Blume.
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Epilog

zum Loblied auf den celeberrimo maestro
Fiascomo Die Neger berichten: der
König der Tiere, Der Löwe, wenn er
erkrankt ist, kuriere Sich dadurch,
daß er einen Affen zerreißt
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Zum Ostwind sprach ich

Zum Ostwind sprach ich: Ostwind schere
dich, Nur deinen Vetter Westwind kann
ich brauchen, Und mag er stürmen,
brüllen, flöten, hauchen, Gleichviel,
doch zu der Liebsten bring er mich.
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Duelle

Zwei Ochsen disputierten sich Auf einem
Hofe fürchterlich. Sie waren beide
zornigen Blutes, Und in der Hitze des
Disputes Hat einer von ihnen,
zornentbrannt, Den andern einen
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Wünnebergiade 2

Zweiter Gesang Schnarchend lag der
Hausknecht Tröffel, Bis der Tag
herangebrochen, Endlich rieb er sich
die Augen, Und verließ sein weiches
Lager. Und im Hof
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Aucassin und Nicolette

[An J. F. Koreff] Hast einen bunten
Teppich ausgebreitet, Worauf gestickt
sind leuchtende Figuren. Es ist der
Kampf feindseliger Naturen, Der halbe
Mond, der mit dem Kreuze s
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An H. S.

[III] An H. S.Wie ich dein Büchlein
hastig aufgeschlagen, Da grüßen mir
entgegen viel vertraute, Viel goldne
Bilder, die ich weiland schaute Im
Knabentraum und in den Kind
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Fresko-Sonette an Christian S. - 8

[IV] Fresko-Sonette an
Christian Du sahst mich oft im Kampf
mit jenen Schlingeln, Geschminkten
Katzen und bebrillten Pudeln, Die mir
den blanken Namen gern besudeln,
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Fresko-Sonette an Christian S. - 2

[IV] Fresko-Sonette an
Christian Gib her die Larv, ich will
mich jetzt maskieren In einen
Lumpenkerl, damit Halunken, Die
prächtig in Charaktermasken prunken,
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Fresko-Sonette an Christian S. - 7

[IV] Fresko-Sonette an
Christian Hüt dich, mein Freund, vor
grimmen Teufelsfratzen, Doch schlimmer
sind die sanften Engelsfrätzchen. Ein
solches bot mir einst ein s
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Fresko-Sonette an Christian S. - 3

[IV] Fresko-Sonette an
Christian Ich lache ob den
abgeschmackten Laffen, Die mich
anglotzen mit den Bocksgesichtern; Ich
lache ob den Füchsen, die so nüchtern
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Fresko-Sonette an Christian S. - 9

[IV] Fresko-Sonette an
Christian Ich möchte weinen, doch
ich kann es nicht; Ich möcht mich
rüstig in die Höhe heben, Doch kann
ichs nicht; am Boden muß ich klebe
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Fresko-Sonette an Christian S. - 4

[IV] Fresko-Sonette an
Christian Im Hirn spukt mir ein
Märchen wunderfein, Und in dem
Märchen klingt ein feines Lied, Und in
dem Liede lebt und webt und blüht
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Fresko-Sonette an Christian S. - 5

[IV] Fresko-Sonette an
Christian In stiller, wehmutweicher
Abendstunde Umklingen mich die längst
verschollnen Lieder, Und Tränen
fließen von der Wange nieder,
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Fresko-Sonette an Christian S. - 6

[IV] Fresko-Sonette an
Christian »Als ich vor einem Jahr
dich wiederblickte, Küßtest du mich
nicht in der Willkommstund.« So sprach
ich, und der Liebsten roter Mu
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Mimi

`Bin kein sittsam
Bürgerkätzchen, Nicht im frommen
Stübchen spinn ich. Auf dem Dach in
freier Luft, Eine freie Katze bin
ich. Wenn ich sommernächtlich
schwärme, Auf dem
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Flammen

`Wollen sie ihr nicht vorgestellt
sein?` flüsterte mir die
Herzogin.- `Beileibe nicht, ich müßt
ein Held sein ihr Anblick schon wirrt
mir den Sinn.` Das schöne Weib macht
mich
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Augen, sterblich schöne Sterne

»Augen, sterblich schöne
Sterne!« Also mag das Liedchen
klingen, Das ich weiland in Toskana An
dem Meere hörte singen. Eine kleine
Dirne sang es, Die am Meere Netz
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Die Menge tut es

»Die Pfannekuchen, die ich gegeben
bisher fürdrei Silbergroschen, ich geb
sie nunmehr fürzwei Silbergroschen; die
Menge tut es.« Nie löscht, als wär
sie gegossen in Bronze, Mir im Ge
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Die Hexe

»Liebe Nachbarn, mit Vergunst! Eine
Hex, durch Zauberkunst, Kann sich in
ein Tier verwandeln, Um die Menschen zu
mißhandeln. Eure Katz ist meine
Frau; Ich erkenne si
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Nicht gedacht soll seiner werden

»Nicht gedacht soll seiner
werden!« Aus dem Mund der armen
alten Esther Wolf hört ich die
Worte, Die ich treu im Sinn
behalten. Ausgelöscht sein aus der
Menschen A
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Erlauschtes

»O kluger Jekef, wieviel hat dir Der
lange Christ gekostet, Der Gatte deines
Töchterleins? Sie war schon ein
bißchen verrostet. Du zahltest
sechzig tausend Mark? Du
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Ramsgate I

»O, des liebenswürdgen
Dichters, Dessen Lieder uns
entzücken! Hätten wir ihn in der
Nähe, Seine Lippen zu
beglücken!« Während liebenswürdge
Damen Also liebens
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