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Gedichte - Heinrich Heine


Lied der Marketenderin

(Aus dem
Dreißigjährigen Krieg) Und die
Husaren lieb ich sehr, Ich liebe sehr
dieselben; Ich liebe sie ohne
Unterschied, Die blauen und die
gelben. Und die M

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Die Launen der Verliebten

(Eine wahre Geschichte,
nach ältern Dokumenten
wiedererzähltund aufs neue in schöne
deutsche Reime gebracht.) Der Käfer
saß auf dem Zaun, betrübt; Er hat
sich in eine Fliege verliebt

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Päan

(Fragment) Streiche
von der Stirn den Lorbeer, Der zu lang
herunterbammelt, Und vernimm mit freiem
Ohr, Beer, Was dir meine Lippe
stammelt. Ja, nur stammeln, s

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Unsere Marine

(Nautisches
Gedicht) Wir träumten von einer
Flotte jüngst, Und segelten schon
vergnüglich Hinaus aufs balkenlose
Meer, Der Wind war ganz
vorzüglich. Wir ha

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Hortense IV

(Sie spricht:) Steht
ein Baum im schönen Garten Und ein
Apfel hängt daran, Und es ringelt sich
am Aste Eine Schlange, und ich
kann Von den süßen
Schlangenaugen

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Die Wallfahrt nach Kevlaar

1. Am Fenster stand die
Mutter, Im Bette lag der Sohn. `Willst
du nicht aufstehn, Wilhelm, Zu schaun
die Prozession?` `Ich bin so krank, o
Mutter, Daß ich nich

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In der Fremde

1. Es treibt dich fort
von Ort zu Ort, Du weißt nicht mal
warum; Im Winde klingt ein sanftes
Wort, Schaust dich verwundert um. Die
Liebe, die dahinten blieb, S

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An meine Mutter

1. Ich bin`s gewohnt,
den Kopf recht hoch zu tragen, Mein Sinn
ist auch ein bißchen starr und
zähe; Wenn selbst der König mir ins
Antlitz sähe, Ich würde nicht die
Augen nied

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Das Sklavenschiff 1

1 Der Superkargo
Mynher van Koek Sitzt rechnend in
seiner Kajüte; Er kalkuliert der
Ladung Betrag Und die probabeln
Profite. »Der Gummi ist gut, der
Pfeffer

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Der Wanzerich 1

1 Es saß ein brauner
Wanzerich Auf einem Pfennig und
spreizte sich Wie ein Rentier, und
sprach: »Wer Geld hat, Auch Ehr und
Ansehn in der Welt hat. Wer Geld

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Lobgesänge auf König Ludwig

1 Das ist Herr Ludwig
von Bayerland, Desgleichen gibt es
wenig; Das Volk der Bavaren verehrt in
ihm Den angestammelten König. Er liebt
die Kunst, und die schönsten

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Der Wanzerich 2

2 Das Ungeziefer jeden
Lands, Es bildet eine heilge
Allianz; Zumal die musikalischen
Wanzen, Die Komponisten von schlechten
Romanzen, (Welche, wie Schlesingers
Uhr, ni

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Das Sklavenschiff 2

2 Hoch aus dem blauen
Himmelszelt Viel tausend Sterne
schauen, Sehnsüchtig glänzend, groß
und klug, Wie Augen von schönen
Frauen. Sie blicken hinunter in
d

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Zu »Angelique« II

Ach, wie schön bist du,
wenn traulich Dein Gemüt sich mir
erschließet, Und von nobelster
Gesinnung Deine Rede
überfließet! Wenn du mir erzählst,
wie immer Du so

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Allnächtlich im Traume...

Allnächtlich im Traume
seh ich dich, Und sehe dich freundlich
grüßen, Und lautaufweinend stürz ich
mich Zu deinen süßen Füßen. Du
siehst mich an wehmütiglich, Und
s

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Rhampsenit

Als der König
Rhampsenit Eintrat in die goldne
Halle Seiner Tochter, lachte
diese, Lachten ihre Zofen alle. Auch
die Schwarzen, die Eunuchen, Stimmten
lachend ein, es

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Kalte Herzen

Als ich dich zum ersten
Male In der Welt von Pappe
sah, Spieltest du in Gold und
Seide Shylocks Tochter:
Jessica. Klar und kalt war deine
Stimme, Kalt und klar war dei

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Caput XXIII

Als Republik war Hamburg
nie So groß wie Venedig und
Florenz, Doch Hamburg hat bessere
Austern; man speist Die besten im
Keller von Lorenz. Es war ein
schöner Abend, als ic

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Deutschland. Ein Wintermärchen, Caput XXIII

Als Republik war Hamburg
nie So groß wie Venedig und
Florenz, Doch Hamburg hat bessere
Austern; man speist Die besten im
Keller von Lorenz. Es war ein
schöner Abend, als ic

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Abenddämmerung

Am blassen
Meeresstrande Saß ich
gedankenbekümmert und einsam. Die
Sonne neigte sich tiefer, und
warf Glührote Streifen auf das
Wasser, Und die weißen, weiten
Wellen, Von

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Spanische Atriden

Am Hubertustag des
Jahres Dreizehnhundert drei und
achtzig Gab der König uns ein
Gastmahl Zu Segovia im
Schlosse. Hofgastmähler sind
dieselben Überall, es gähnt di

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Fragen

Am Meer, am wüsten,
nächtlichen Meer Steht ein
Jüngling-Mann, Die Brust voll Wehmut,
das Haupt voll Zweifel, Und mit
düstern Lippen fragt er die Wogen: `O
löst mir das Rätsel,

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Anfangs wollt ich fast verzagen

Anfangs wollt ich fast verzagen,
Und ich glaubt, ich trüg es nie;
Und ich hab es doch getragen -
Aber fragt mich nur nicht, wie?
Bergidylle - 1

Auf dem Berge steht die
Hütte, Wo der alte Bergmann
wohnt; Dorten rauscht die grüne
Tanne, Und erglänzt der goldne
Mond. In der Hütte steht ein
Lehnstuhl, Ausgesch

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IV

Auf dem Schloßhof zu
Canossa Stand der deutsche Kaiser
Heinrich, In dem Büßerhemd und
barfuß, Und die Nacht war kalt und
regnigt. Aus dem Fensterlein herab
schaun

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Heinrich

Auf dem Schloßhof zu
Canossa Steht der deutsche Kaiser
Heinrich, Barfuß und im
Büßerhemde, Und die Nacht ist kalt
und regnicht. Droben aus dem Fenster
lugen Zwo Ge

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Auf den Flügeln des Gesanges ...

Auf den Flügeln des
Gesanges, Herzliebchen, trag’ ich
dich fort, Fort nach den Fluren des
Ganges, Dort weiß ich den schönsten
Ort. Dort liegt ein rotblühender
Garten Im

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Auf den Flügeln des Gesanges...

Auf den Flügeln des
Gesanges, Herzliebchen, trag` ich dich
fort, Fort nach den Fluren des
Ganges, Dort weiß ich den schönsten
Ort. Dort liegt ein rotblühender
Garten Im

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Der sterbende Almansor

Auf die schlafende
Zuleima Fallen Tränen, glühend
heiße; Meiner Tränen Flut
benetzet Ihre Hand, die
schwanenweiße. Auf die schlafende
Zuleima Fällt mein Blut in

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Pferd und Esel

Auf eisernen Schienen, so
schnell wie der Blitz, Dampfwagen und
Dampfkutschen Mit dem
schwarzbewimpelten
Rauchfangmast Prasselnd
vorüberrutschen. Der Troß kam einem
Gehöft

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Aus einem »Kitty«-Zyklus VIII

Augen, die ich längst
vergessen, Wollen wieder mich
verstricken, Wieder bin ich wie
verzaubert Von des Mädchens sanften
Blicken. Ihre Lippen küssen
wieder Mich in j

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Aus meinen großen Schmerzen...

Aus meinen großen
Schmerzen Mach ich die kleinen
Lieder; Die heben ihr klingend
Gefieder Und flattern nach ihrem
Herzen. Sie fanden den Weg zur
Trauten; Doch kommen s

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Aus meinen Tränen sprießen

Aus meinen Tränen
sprießen Viel blühende Blumen
hervor, Und meine Seufzer werden Ein
Nachtigallenchor. Und wenn du mich
lieb hast, Kindchen, Schenk ich dir die
Blum

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Bang hat der Pfaff

Bang hat der Pfaff sich
in der Kirch verkrochen, Der
Herrschling zittert auf dem morschen
Thrönlein, Auf seinem Haupte wackelt
schon sein Krönlein - Denn Rousseaus
Namen hab ich ausgespro

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Festgedicht

Beeren-Meyer,
Meyer-Beer! Welch ein Lärm, was ist
der Mär? Willst du wirklich jetzt
gebären Und den Heiland uns
bescheren, Der verheißen, der
versprochen? Kommst du wirkli

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Jehuda ben Halevy II

Bei den Wassern Babels
saßen Wir und weinten, unsre
Harfen Lehnten an den Trauerweiden
- Kennst du noch das alte
Lied? Kennst du noch die alte
Weise, Die im Anfang so

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König Langohr I.

Bei der Königswahl, wie
sich versteht, Hatten die Esel die
Majorität, Und es wurde ein Esel zum
König gewählt. Doch hört, was jetzt
die Chronik erzählt: Der gekrönte
E

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Gott gab uns nur einen Mund

Beine hat uns zwei
gegeben Gott der Herr, um
fortzustreben, wollte nicht, dass an der
Scholle unsre Menschheit kleben
solle. Um ein Stillstandsknecht zu
sein, genügte uns ein einz

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Berg und Burgen schaun herunter

Berg und Burgen schaun
herunter In den spiegelhellen Rhein, Und
mein Schiffchen segelt munter, Rings
umglänzt von Sonnenschein. Ruhig seh
ich zu dem Spiele Goldner Wellen,

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Berlin

Berlin! Berlin! du
großes Jammertal, Bei dir ist nichts
zu finden als lauter Angst und QuaL Der
Offizier ist hitzig, der Zorn und der
ist groß: Miserabel ist das Leben, das
man erfahren m

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Mimi

Bin kein sittsam
Bürgerkätzchen, Nicht im frommen
Stübchen spinn ich. Auf dem Dach, in
freier Luft, Eine freie Katze bin
ich. Wenn ich sommernächtlich
schwärme, A

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Der Ex-Lebendige

Brutus, wo ist dein
Cassius, Der Wächter, der nächtliche
Rufer, Der einst mit dir, im
Seelenerguß, Gewandelt am
Seineufer? Ihr schautet manchmal in
die Höh, Wo die

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Deutschland. Ein Wintermärchen

Caput I Im traurigen
Monat November war`s, Die Tage wurden
trüber, Der Wind riß von den Bäumen
das Laub, Da reist ich nach Deutschland
hinüber. Und als ich an die

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Zwei Ritter

Crapülinski und
Waschlapski, Polen aus der
Polackei, Fochten für die Freiheit,
gegen Moskowiter-Tyrannei. Fochten
tapfer und entkamen Endlich glücklich
nach Paris -

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Das Fräulein stand am Meere

Das Fräulein stand am
Meere Und seufzte lang und bang, Es
rührte sie so sehre Der
Sonnenuntergang. `Mein Fräulein! Sein
Sie munter, Das ist ein altes
Stück; Hier v

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Romanzero - Lamentationen

Das Glück ist eine
leichte Dirne, Und weilt nicht gern am
selben Ort; Sie streicht das Haar dir
von der Stirne Und küßt dich rasch
und flattert fort. Frau Unglück hat
im

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Lamentationen

Das Glück ist eine
leichte Dirne Und weilt nicht gern am
selben Ort; Sie streicht das Haar dir
von der Stirne, Und küßt dich rasch
und flattert fort. Frau Unglück hat im
Gegentei

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Lamentationen

Das Glück ist eine
leichte Dirne Und weilt nicht gern am
selben Ort; Sie streicht das Haar dir
von der Stirne, Und küßt dich rasch
und flattert fort. Frau Unglück hat im
Gegen

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Aus einem »Kitty«-Zyklus VI

Das Glück, das gestern
mich geküßt, Ist heute schon
zerronnen, Und treue Liebe hab ich
nie Auf lange Zeit gewonnen. Die
Neugier hat wohl manches Weib In meinen
Arm

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Das Herz ist mir bedrückt

Das Herz ist mir
bedrückt, und sehnlich Gedenke ich der
alten Zeit; Die Welt war damals noch so
wöhnlich, Und ruhig lebten hin die
Leut. Doch jetzt ist alles wie
verschoben,

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Caput XI

Das ist der Teutoburger
Wald, Den Tacitus beschrieben, Das ist
der klassische Morast, Wo Varus
steckengeblieben. Hier schlug ihn der
Cheruskerfürst, Der Hermann, der

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Deutschland. Ein Wintermärchen, Caput XI

Das ist der Teutoburger
Wald, Den Tacitus beschrieben, Das ist
der klassische Morast, Wo Varus
steckengeblieben. Hier schlug ihn der
Cheruskerfürst, Der Hermann, der

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Frühlingsfeier

Das ist des Frühlings
traurige Lust! Die blühenden Mädchen,
die wilde Schar, Sie stürmen dahin, mit
flatterndem Haar Und Jammergeheul und
entblößter Brust: – `Adonis!
Adonis!`

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Das macht den Menschen glücklich

Das macht den Menschen
glücklich, Das macht den Menschen
matt, Wenn er drei sehr schöne
Geliebte Und nur zwei Beine hat. Der
einen lauf ich des Morgens, Der andern
d

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Das Meer erglänzte weit hinaus

Das Meer erglänzte weit
hinaus Im letzten Abendscheine; Wir
saßen am einsamen Fischerhaus, Wir
saßen stumm und alleine. Der Nebel
stieg, das Wasser schwoll, Die Möwe
flo

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Caput XVI

Das Stoßen des Wagens
weckte mich auf, Doch sanken die
Augenlider Bald wieder zu, und ich
entschlief Und träumte vom Rotbart
wieder. Ging wieder schwatzend mit
ihm herum

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Deutschland. Ein Wintermärchen, Caput XVI

Das Stoßen des Wagens
weckte mich auf, Doch sanken die
Augenlider Bald wieder zu, und ich
entschlief Und träumte vom Rotbart
wieder. Ging wieder schwatzend mit
ihm herum

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Citronia

Das war in jener
Kinderzeit, Als ich noch trug ein
Flügelkleid Und in die Kinderschule
ging, Wo ich das Abc anfing - Ich war
das einzge kleine Bübchen In jenem
Vogelkäfigst

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Der Philanthrop

Das waren zwei liebe
Geschwister, Die Schwester war arm, der
Bruder war reich. Zum Reichen sprach
die Arme: Gib mir ein Stückchen
Brot. Zur Armen sprach der
Reiche:

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Dass du mich liebst

Dass du mich liebst, das
wusst ich, ich hatte es längst
entdeckt; doch als du mir gestanden, hat
es mich tief erschreckt. Ich stieg wohl
auf die Berge und jubelte und
sang;

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Anno 1829

Daß ich bequem verbluten
kann, Gebt mir ein edles, weites Feld!
Oh, laßt mich nicht ersticken hier
In dieser engen Krämerwelt! Sie
essen gut, sie trinken gut, Er

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An J. B. R.

Dein Freundesgruß konnt
mir die Brust erschließen, Die dunkle
Herzenskammer mir entriegeln; Ich bin
umfächelt wie von Zauberflügeln, Und
heimatliche Bilder mich
begrüßen.

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Deine weißen Lilienfinger

Deine weißen
Lilienfinger, Könnt ich sie noch einmal
küssen, Und sie drücken an mein
Herz, Und vergehn in stillem
Weinen! Deine klaren
Veilchenaugen Schweben vor mir
Tag

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Caput VI

Den Paganini begleitete
stets Ein Spiritus
familiaris, Manchmal als Hund, manchmal
in Gestalt Des seligen Georg
Harrys. Napoleon sah einen roten
Mann Vor jedem wicht

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Deutschland. Ein Wintermärchen, Caput VI

Den Paganini begleitete
stets Ein Spiritus
familiaris, Manchmal als Hund, manchmal
in Gestalt Des seligen Georg
Harrys. Napoleon sah einen roten
Mann Vor jedem wicht

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Den Strauß, den mir Mathilde band

Den Strauß, den mir
Mathilde band Und lächelnd brachte,
mit bittender Hand Weis ich ihn ab -
Nicht ohne Grauen Kann ich die
blühenden Blumen schauen. Sie sagen
mir, daß i

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Aus einem »Kitty«-Zyklus I

Den Tag den hab ich so
himmlisch verbracht, Den Abend
verbracht ich so göttlich, Der Wein
war gut und Kitty war schön, Und das
Herz war unersättlich. Die roten
Lippen die

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Nachtgedanken

Denk ich an Deutschland
in der Nacht, Dann bin ich um den
Schlaf gebracht, Ich kann nicht mehr
die Augen schließen, Und meine heißen
Tränen fließen. Die Jahre kommen
und

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Schlachtfeld bei Hastings

Der Abt von Waltham
seufzte tief, Als er die Kunde
vernommen, Daß König Harold
elendiglich Bei Hastings
umgekommen. Zwei Mönche, Asgod und
Ailrik genannt, Die schic

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Der Brief, den du geschrieben,...

Der Brief, den du
geschrieben, Er macht mich gar nicht
bang; Du willst mich nicht mehr
lieben, Aber dein Brief ist
lang. Zwölf Seiten, eng und
zierlich! Ein kleines M

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Der Brief, den du geschrieben...

Der Brief, den du
geschrieben, er macht mich gar nicht
bang; du willst mich nicht mehr
lieben, aber dein Brief ist
lang. Zwölf Seiten, eng und
zierlich! Ein kleines Manuskr

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Simplizissimus I.

Der eine kann das
Unglück nicht, Der andre nicht das
Glück verdauen. Durch Männerhaß
verdirbt der eine, Der andre durch die
Gunst der Frauen. Als ich dich sah
zum ersten

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Die Launen der Verliebten

Der Käfer saß auf dem
Zaun, betrübt; Er hat sich in eine
Fliege verliebt. `Du bist, o Fliege
meiner Seele, Die Gattin, die ich
auserwähle. Heirate mich und sei mir
hold

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Der weiße Elefant

Der König von Siam,
Mahawasant, Beherrscht das halbe
Indienland, Zwölf Könge, der große
Mogul sogar, Sind seinem Szepter
tributar. Alljährlich mit
Trommeln,`Posauneo und

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Himmelfahrt

Der Leib lag auf der
Totenbahr, Jedoch die arme Seele
war, Entrissen irdischem
Getümmel, Schon auf dem Wege nach dem
Himmel. Dort klopft’ sie an die
hohe Pforte, Un

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Götterdämmerung

Der Mai ist da mit seinen
goldnen Lichtern Und seidnen Lüften
und gewürzten Düften, Und freundlich
lockt er mit den weißen Blüten, Und
grüßt aus tausend blauen
Veilchenaugen,

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Jammertal

Der Nachtwind durch die
Luken pfeift, Und auf dem
Dachstublager Zwei arme Seelen gebettet
sind; Sie schauen so blaß und
mager. Die eine arme Seele
spricht: Umschling

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Jung-Katerverein für Poesie-Musik

Der philharmonische
Katerverein War auf dem Dache
versammelt Heut nacht - doch nicht aus
Sinnenbrunst; Da ward nicht gebuhlt und
gerammelt. Es paßt kein
Sommernachthochzeits

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Aus einem »Kitty«-Zyklus V

Der scheidende
Sommer Das gelbe Laub erzittert, Es
fallen die Blätter herab; Ach! alles
was hold und lieblich Verwelkt und
sinkt ins Grab. Die Wipfel des
Wald

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Der Schmetterling ist in die Rose verliebt

Der Schmetterling ist in
die Rose verliebt, Umflattert sie
tausendmal, Ihn selber aber, goldig
zart, Umflattert der liebende
Sonnenstrahl. Jedoch, in wen ist die
Rose verlieb

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Ratcliff

Der Traumgott brachte
mich in eine Landschaft, Wo
Trauerweiden mir »Willkommen«
winkten Mit ihren langen, grünen
Armen, wo die Blumen Mit klugen
Schwesteraugen still mich
ansahn,

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Sie erlischt

Der Vorhang fällt, das
Stück ist aus, Und Herrn und Damen
gehn nach Haus. Ob ihnen auch das
Stück gefallen? Ich glaub, ich hörte
Beifall schallen. Ein hochverehrtes
Publikum

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Sie erlischt

Der Vorhang fällt, das
Stück ist aus, Und Herrn und Damen gehn
nach Haus. Ob ihnen auch das Stück
gefallen? Ich glaub, ich hörte Beifall
schallen. Ein hochverehrtes
Publikum Be

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Der Weltlauf ists

Der Weltlauf ists: den
Würdgen sieht man hudeln, Der Ernste
wird bespöttelt und vexiert, Der Mutge
wird verfolgt von Schnurren,
Pudeln, Und Ich sogar - ich werde
konsiliert.

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Schnapphahn und Schnapphenne

Derweilen auf dem
Lotterbette Mich Lauras Arm umschlang -
der Fuchs, Ihr Herr Gemahl, aus meiner
Buchs Stibitzt er mir die
Bankbillette. Da steh ich nun mit
leeren Taschen!

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Im Dome

Des Oberkirchners
Töchterlein Führt’ mich in die
heiligen Hallen; Ihr Haar war blond,
ihr Wuchs war klein, Ihr Tuch vom Halse
gefallen. Ich sah für einiger
Groschen Prei

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Das Hohelied

Des Weibes Leib ist ein
Gedicht, Das Gott der Herr
geschrieben Ins große Stammbuch der
Natur, Als ihn der Geist
getrieben. Ja, günstig war die
Stunde ihm, Der Gott w

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Das Hohelied

Des Weibes Leib ist ein
Gedicht, Das Gott der Herr
geschrieben Ins große Stammbuch der
Natur, Als ihn der Geist getrieben. Ja,
günstig war die Stunde ihm, Der Gott
war hoc

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Die Tendenz

Deutscher Sänger! Sing
und preise Deutsche Freiheit, daß dein
Lied Unsrer Seelen sich bemeistre Und zu
Taten uns begeistre, In
Marseillerhymnenweise. Girre nicht mehr
wie

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Deutschland!

Deutschland ist noch ein
kleines Kind, Doch die Sonne ist seine
Amme; Sie säugt es nicht mit stiller
Milch, Sie säugt es mit wilder
Flamme. Bei solcher Nahrung wächst
man

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Deutschland

Deutschlands Ruhm will
ich besingen. Höret meinen schönsten
Sang! Höher will mein Geist sich
schwingen, Mich durchbebet
Wonnedrang. Vor mir liegt das Buch
der Zeiten;

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Dich fesselt mein Gedankenbann

Dich fesselt mein
Gedankenbann, Und was ich dachte, was
ich sann, Das mußt du denken, mußt du
sinnen - Kannst meinem Geiste nicht
entrinnen. Ein gar subtiler
Spiritus

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Caput X

Dicht hinter Hagen ward
es Nacht, Und ich fühlte in den
Gedärmen Ein seltsames Frösteln. Ich
konnte mich erst Zu Unna, im Wirtshaus,
erwärmen. Ein hübsches Mädchen
fand

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Deutschland. Ein Wintermärchen, Caput X

Dicht hinter Hagen ward
es Nacht, Und ich fühlte in den
Gedärmen Ein seltsames Frösteln. Ich
konnte mich erst Zu Unna, im Wirtshaus,
erwärmen. Ein hübsches Mädchen
fand

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Die alten, bösen Lieder,...

Die alten, bösen
Lieder, Die Träume schlimm und
arg, Die laßt uns jetzt
begraben, Holt einen grossen
Sarg. Hinein leg ich gar
Manches, Doch sag ich noch nicht
was;

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Leib und Seele

Die arme Seele spricht
zum Leibe: Ich laß nicht ab von dir,
ich bleibe Bei dir - Ich will mit dir
versinken In Tod und Nacht, Vernichtung
trinken! Du warst ja stets mein zweites
Ich

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Minnegruß

Die du bist so schön und
rein, Wunnevolles Magedein, Deinem
Dienste ganz allein Möcht ich wohl
mein Leben weihn. Deine süßen
Äugelein Glänzen mild wie
Mondessche

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Die Eule studierte Pandekten

Die Eule studierte
Pandekten, Kanonisches Recht und die
Glossa, Und als sie kam nach
Welschland, Sie frug: Wo liegt
Canossa? Die alten, matten Raben Sie
ließen die Fl

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Die Flaschen sind leer

Die Flaschen sind leer,
das Frühstück war gut, Die Dämchen
sind rosig erhitzet; Sie lüften das
Mieder mit Übermut, Ich glaube sie
sind bespitzet. Die Schulter wie
weiß,

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Die Wahl-Esel

Die Freiheit hat man satt
am End, Und die Republik der
Tiere Begehrte, daß ein einzger
Regent Sie absolut regiere. Jedwede
Tiergattung versammelte
sich, Wahlzettel wu

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Die Wahlesel

Die Freiheit hat man satt
am End, und die Republik der
Tiere begehrte, dass ein einziger
Regent sie absolut regiere. Jedwede
Tiergattung versammelte sich, Wahlzettel
wurden

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Im Mai

Die Freunde, die ich
geküßt und geliebt, Die haben das
Schlimmste an mir verübt. Mein Herze
bricht; doch droben die Sonne, Lachend
begrüßt sie den Monat der Wonne. Es
bl

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Zum Lazarus 9

Die Gestalt der wahren
Sphinx Weicht nicht ab von der des
Weibes; Faselei ist jener Zusatz Des
betatzten Löwenleibes. Todesdunkel
ist das Rätsel Dieser wahren
Sphinx

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Sonnenuntergang

Die glühend rote Sonne
steigt Hinab ins
weitaufschauernde, Silbergraue
Weltenmeer; Luftgebilde, rosig
angehaucht, Wallen ihr nach; und
gegenüber, Aus herbstlich dämmernden

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Sonnenuntergang

Die glühend rote Sonne
steigt Hinab ins
weitaufschauernde, Silbergraue
Weltenmeer; Luftgebilde, rosig
angehaucht, Wallen ihr nach; und
gegenüber, Aus herbstlich dämmernden
Wolke

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Seekrankheit

Die grauen
Nachmittagswolken Senken sich tiefer
hinab auf das Meer, Das ihnen dunkel
entgegensteigt, Und zwischendurch jagt
das Schiff. Seekrank sitz ich noch
immer am Mastbaum,

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Seekrankheit

Die grauen
Nachmittagswolken Senken sich tiefer
hinab auf das Meer, Das ihnen dunkel
entgegensteigt, Und zwischendurch jagt
das Schiff. Seekrank sitz ich noch immer
am Mastbaum, Un

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Caput XXV

Die Göttin hat mir Tee
gekocht Und Rum hineingegossen; Sie
selber aber hat den Rum Ganz ohne Tee
genossen. An meine Schulter lehnte
sie Ihr Haupt (die Mauerkrone,

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Deutschland. Ein Wintermärchen, Caput XXV

Die Göttin hat mir Tee
gekocht Und Rum hineingegossen; Sie
selber aber hat den Rum Ganz ohne Tee
genossen. An meine Schulter lehnte
sie Ihr Haupt (die Mauerkrone,

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Die heiligen drei Könige...

Die heiligen drei Könige
aus Morgenland, sie frugen in jedem
Städtchen: Wo geht der Weg nach
Bethlehem, ihr lieben Buben und
Mädchen? Die jungen und Alten, sie
wußten es

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Die Heil`gen Drei Könige

Die Heil`gen Drei Könige
aus Morgenland, sie fragten in jedem
Städtchen: `Wo geht der Weg nach
Bethlehem, ihr lieben Buben und
Mädchen?` Die Jungen und Alten, sie
wussten`s nicht,

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Die Jahre kommen und gehen

Die Jahre kommen und
gehen, Geschlechter steigen ins
Grab, Doch nimmer vergeht die Liebe, Die
ich im Herzen hab. Nur einmal noch
möcht ich dich sehen, Und sinken vor
dir au

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Die Flucht

Die Meeresfluten
blitzen, Bestrahlt vom
Mondenschein. Im schwanken Kahne
sitzen Zwei Buhlen, die schiffen
allein. »Du wirst ja blaß und
blasser, Du Herzallerliebste

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Die Flucht

Die Meeresfluten
blitzen, Bestrahlt vom Mondenschein. Im
schwanken Kahne sitzen Zwei Buhlen, die
schiffen allein. `Du wirst ja blass und
blasser, Du Herzallerliebste mein!`

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Belsazar

Die Mitternacht zog
näher schon; In stummer Ruh lag
Babylon. Nur oben in des Königs
Schloss, Da flackert’s, da lärmt des
Königs Tross. Dort oben in dem
Königss

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Belsatzar

Die Mitternacht zog
näher schon; in stummer Ruh lag
Babylon. Nur oben in des Königs
Schloss, das flackerts, da lärmt des
Königs Tross. Dort oben in dem
Königssaal

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Zur Notiz

Die Philister, die
Beschränkten, Diese geistig
Eingeengten, Darf man nie und nimmer
necken. Aber weite, kluge
Herzen Wissen stets in unsren
Scherzen Lieb und Freundschaft zu

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Lumpentum

Die reichen Leute, die
gewinnt man nur durch platte
Schmeichelein - das Geld ist platt, mein
liebes Kind, und will auch platt
geschmeichelt sein. Das Weihrauchfaß,
das schwinge k

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An Sie

Die roten Blumen hier und
auch die bleichen, Die einst erblüht
aus blutgen Herzenswunden, Die hab ich
nun zum schmucken Strauß
verbunden, Und will ihn Dir, du schöne
Herrin, reichen.

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Zu den Reisebildern, erster Teil

Die schönsten Blumen -
Leiden und Lieben - Sind längst aus
der Seele herausgeschrieben, Die
wenigen Blümchen, die drin
geblieben, Hat der Lenz nun wieder
hervorgetrieben - Du, Mer

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Caput XIII

Die Sonne ging auf bei
Paderborn, Mit sehr verdroßner
Gebärde. Sie treibt in der Tat ein
verdrießlich Geschäft - Beleuchten
die dumme Erde! Hat sie die eine
Seite erhellt

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Deutschland. Ein Wintermärchen, Caput XIII

Die Sonne ging auf bei
Paderborn, Mit sehr verdroßner
Gebärde. Sie treibt in der Tat ein
verdrießlich Geschäft - Beleuchten
die dumme Erde! Hat sie die eine
Seite erhellt

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Poseidon

Die Sonnenlichter
spielten Über das weithinrollende
Meer; Fern auf der Reede glänzte das
Schiff, Das mich zur Heimat tragen
sollte; Aber es fehlte an gutem
Fahrtwind. Und ic

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Poseidon

Die Sonnenlichter
spielten Über das weithinrollende
Meer; Fern auf der Reede glänzte das
Schiff, Das mich zur Heimat tragen
sollte; Aber es fehlte an gutem
Fahrtwind. Und ich sa

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Caput XXI

Die Stadt, zur Hälfte
abgebrannt, Wird aufgebaut
allmählich; Wie ’n Pudel, der halb
geschoren ist, Sieht Hamburg aus,
trübselig. Gar manche Gassen fehlen
mir, Die

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Deutschland. Ein Wintermärchen, Caput XXI

Die Stadt, zur Hälfte
abgebrannt, Wird aufgebaut
allmählich; Wie ’n Pudel, der halb
geschoren ist, Sieht Hamburg aus,
trübselig. Gar manche Gassen fehlen
mir, Die

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Die ungetreue Luise

Die ungetreue Luise, Sie
kam mit sanftem Geflüster. Da saß der
arme Ulrich, Die Kerzen, die brannten
so düster. Sie koste und sie
scherzte, Sie will ihn heiter
mach

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Die Wallfahrt nach Kevlaar

Die Wallfahrt nach
KevlaarHeinrich Heine Die Wallfahrt
nach Kevlaar 1 Am Fenster stand
die Mutter, Im Bette lag der
Sohn »Willst du nicht aufstehn,
Wilhelm,

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Caput XXVI

Die Wangen der Göttin
glühten so rot (Ich glaube, in die
Krone Stieg ihr der Rum), und sie
sprach zu mir In sehr wehmütigem
Tone: `Ich werde alt. Geboren bin
ich Am

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Deutschland. Ein Wintermärchen, Caput XXVI

Die Wangen der Göttin
glühten so rot (Ich glaube, in die
Krone Stieg ihr der Rum), und sie
sprach zu mir In sehr wehmütigem
Tone: »Ich werde alt. Geboren bin
ich A

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Fresko-Sonett an Christian S.

Die Welt war mir nur eine
Marterkammer, Wo man mich bei den
Füßen aufgehangen Und mir gezwickt
den Leib mit glühnden Zangen Und
eingeklemmt in enger
Eisenklammer. Wild sch

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Affrontenburg

Die Zeit verfließt,
jedoch das Schloß, Das alte Schloß
mit Turm und Zinne Und seinem blöden
Menschenvolk, Es kommt mir nimmer aus
dem Sinne. Ich sehe stets die
Wetterfahn

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K.-Jammer

Diese graue
Wolkenschar Stieg aus einem Meer von
Freuden; Heute muß ich dafür
leiden, Daß ich gestern glücklich
war. Ach, in Wermut hat
verkehrt Sich der Nektar! A

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Vorrede

Diese neue Ausgabe des
»Buchs der Lieder« kann ich dem
überrheinischen Publikum nicht
zuschicken, ohne sie mit freundlichen
Grüßen in ehrlichster Prosa zu
begleiten. Ich weiß nicht

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Diese schönen Gliedermassen

Diese schönen
Gliedermassen Kolossaler
Weiblichkeit Sind jetzt, ohne
Widerstreit, Meinen Wünschen
überlassen. Wär ich,
leidenschaftentzügelt, Eigenkräftig
ihr ge

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Diese schönen Gliedermassen

Diese schönen
Gliedermassen Kolossaler
Weiblichkeit Sind jetzt, ohne
Widerstreit, Meinen Wünschen
überlassen. Wär ich,
leidenschaftentzügelt, Eigenkräftig
ihr genaht,

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Vermittlung

Du bist begeistert, du
hast Mut - Auch das ist gut! Doch kann
man mit Begeistrungsschätzen Nicht die
Besonnenheit ersetzen. Der Feind, ich
weiß es, kämpfet nicht F

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Altes Lied

Du bist gestorben und
weißt es nicht, Erloschen ist dein
Augenlicht, Erblichen ist dein rotes
Mündchen, Und du bist tot, mein totes
Kindchen. In einer schaurigen
Sommernach

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Altes Lied

Du bist gestorben und
weißt es nicht, Erloschen ist dein
Augenlicht, Erblichen ist dein rotes
Mündchen, Und du bist tot, mein totes
Kindchen. In einer schaurigen
Sommernacht

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Minnegruss

Du bist so schön und
rein, Wunnevolles Magedein, Deinem
Dienste ganz allein Möcht ich wohl
mein Leben weihn. Deine süßen
Äugelein Glänzen mild wie
Mondenschein; H

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Minnegruss

Du bist so schön und
rein, Wunnevolles Magedein, Deinem
Dienste ganz allein Möcht ich wohl mein
Leben weihn. Deine süßen
Äugelein Glänzen mild wie
Mondenschein;

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Du bist wie eine Blume

Du bist wie eine Blume,
So hold und schön und rein; Ich schau
dich an, und Wehmut Schleicht mir ins
Herz hinein. Mir ist, als ob ich die
Hände Aufs Haupt dir legen sollt,

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Du hast Diamanten und Perlen

Du hast Diamanten und
Perlen, Hast alles, was
Menschenbegehr Und hast die schönsten
Augen - Mein Liebchen, was willst Du
mehr? Auf Deine schönen Augen Hab ich
ein ganzes H

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An Eduard G.

Du hast nun Titel,
Ämter, Würden, Orden, Hast
Wappenschild mit panaschiertem Helm, Du
bist vielleicht auch Exzellenz geworden
- Für mich jedoch bist du ein armer
Schelm. M

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Du Lilje meiner Liebe

Du Lilje meiner
Liebe, Du stehst so träumend am
Bach, Und schaust hinein so
trübe, Und flüsterst Weh und
Ach! »Geh fort mit deinem
Gekose! Ich weiß es, du falsche

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An Heinrich Künzel

Du reißt dich los von
braunen Hälsen, Du fliehst die
gallischen Brünetten, Doch hinter
Albions weißen Felsen Schon harren
deiner blonde Ketten! Leb wohl!
Erlaubts die neue Herrsc

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An einen politischen Dichter

Du singst wie einst
Tyrtäus sang, Von Heldenmut
beseelet, Doch hast du schlecht dein
Publikum Und deine Zeit
gewählet. Beifällig horchen sie dir
zwar, Und loben sch

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Du sollst mich liebend umschließen

Du sollst mich liebend
umschließen, Geliebtes, schönes
Weib! Umschling mich mit Armen und
Füßen, Und mit dem geschmeidigen
Leib. * Gewaltig hat
umfangen,

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Zum Lazarus 6

Du warst ein blondes
Jungfräulein, so artig, So niedlich
und so kühl - vergebens harrt ich Der
Stunde, wo dein Herz sich
erschlösse Und sich daraus
Begeisterung ergösse -

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Die Wahlverlobten

Du weinst und siehst mich
an, und meinst, Daß du ob meinem Elend
weinst - Du weißt nicht, Weib! dir
selber gilt Die Trän, die deinem Aug
entquillt. O, sage mir, ob nicht
v

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Der Ungläubige

Du wirst in meinen Armen
ruhn! Von Wonnen sonder
Schranken Erbebt und schwillt mein
ganzes Herz Bei diesem
Zaubergedanken. Du wirst in meinen
Armen ruhn! Ich spiele mi

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Epilog (Erfahrung)

Ehmals glaubt ich, alle
Küsse, die ein Weib uns gibt und
nimmt, seien uns, durch
Schicksalschlüsse, schon urzeitlich
vorbestimmt. Küsse nahm ich und ich
küßte so mit Er

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Caput XV

Ein feiner Regen prickelt
herab, Eiskalt, wie
Nähnadelspitzen. Die Pferde bewegen
traurig den Schwanz, Sie waten im Kot
und schwitzen. Der Postillion stößt
in sein Horn,

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Deutschland. Ein Wintermärchen, Caput XV

Ein feiner Regen prickelt
herab, Eiskalt, wie
Nähnadelspitzen. Die Pferde bewegen
traurig den Schwanz, Sie waten im Kot
und schwitzen. Der Postillion stößt
in sein Horn,

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Caput XIV

Ein feuchter Wind, ein
kahles Land, Die Chaise wackelt im
Schlamme; Doch singt es und klingt es
in meinem Gemüt: `Sonne, du klagende
Flamme!` Das ist der Schlußreim des
alt

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Deutschland. Ein Wintermärchen, Caput XIV

Ein feuchter Wind, ein
kahles Land, Die Chaise wackelt im
Schlamme; Doch singt es und klingt es
in meinem Gemüt: »Sonne, du klagende
Flamme!« Das ist der Schlußreim des
a

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An Edom!

Ein Jahrtausend schon und
länger, Dulden wir uns brüderlich, Du,
du duldest, daß ich atme, Daß du
rasest, dulde Ich. Manchmal nur, in
dunkeln Zeiten, Ward dir
wunderlich

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Ein Jüngling liebt ein Mädchen

Ein Jüngling liebt ein
Mädchen, Die hat einen andern
erwählt; Der andre liebt eine
andre, Und hat sich mit dieser
vermählt. Das Mädchen heiratet aus
Ärger Den ersten b

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Lebensfahrt

Ein Lachen und Singen! Es
blitzen und gaukeln Die Sonnenlichter.
Die Wellen schaukeln Den lustigen Kahn.
Ich saß darin Mit lieben Freunden und
leichtem Sinn. Der Kahn zerbra

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Der tugendhafte Hund

Ein Pudel, der mit gutem
Fug Den schönen Namen Brutus
trug, War vielberühmt im ganzen
Land Ob seiner Tugend und seinem
Verstand. Er war ein Muster der
Sittlichkeit, Der Lang

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Die Bergstimm’

Ein Reiter durch das
Bergtal zieht In traurig stillem
Trab `Ach, zieh ich jetzt wohl in
Liebchens Arm Oder zieh ich ins dunkle
Grab?` Die Bergstimm’ Antwort
gab: `Ins dunkle

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Ein ungeheurer Kalkfelsen

Ein ungeheurer
Kalkfelsen, gleich einem schönen,
weißenFrauenbusen, erhebt sich über
dem Meere, das verliebte Meerdrängt
sich an ihn heran, umspielt und
bespritzt ihn neckend,und umschlingt ihn
mit seinen g

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Zum Lazarus 8

Ein Wetterstrahl,
beleuchtend plötzlich Des Abgrunds
Nacht, war mir dein Brief; Er zeigte
blendend hell, wie tief Mein Unglück
ist, wie tief entsetzlich. Selbst
dich ergrei

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Die Audienz

Eine alte Fabel. Ich
laß nicht die Kindlein, wie
Pharao, Ersäufen im
Nilstromwasser; Ich bin auch kein
Herodestyrann, Kein
Kinderabschlachtenlasser. Ich
will

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Alte Rose

Eine Rosenknospe
war Sie, für die mein Herze
glühte; Doch sie wuchs, und
wunderbar Schoß sie auf in voller
Blüte. Ward die schönste Ros im
Land, Und ich wollt die

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Alte Rose

Eine Rosenknospe war Sie,
für die mein Herz erglühte; Doch sie
wuchs, und wunderbar Schoss sie auf zu
voller Blüte. Ward die schönste Ros
im Land, Und ich wollt die Rose

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Eingehüllt in graue Wolken

Eingehüllt in graue
Wolken, Schlafen jetzt die großen
Götter, Und ich höre, wie sie
schnarchen, Und wir haben wildes
Wetter. Wildes Wetter!
Sturmeswüten Will das

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Die Weihe

Einsam in der
Waldkapelle, Vor dem Bild der
Himmelsjungfrau, Lag ein frommer,
bleicher Knabe Demutsvoll
dahingesunken. O Madonna! laß mich
ewig Hier auf dieser Schwel

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Minneklage

Einsam klag ich meine
Leiden, Im vertrauten Schoß der
Nacht; Frohe Menschen muß ich
meiden, Fliehen scheu, wo Freude
lacht. Einsam fließen meine
Tränen, Fließen i

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Zum Lazarus 4

Einst sah ich viele
Blumen blühen An meinem Weg; jedoch zu
faul, Mich pflückend nieder zu
bemühen, Ritt ich vorbei auf stolzem
Gaul. Jetzt, wo ich todessiech und
elend,

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Einst sah ich viele Blumen blühen...

Einst sah ich viele
Blumen blühen An meinem Weg; jedoch zu
faul, Mich pflückend nieder zu
bemühen, Ritt ich vorbei auf stolzem
Gaul. Jetzt, wo ich todessiech und
elend,

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Emma, sage mir die Wahrheit

Emma, sage mir die
Wahrheit: Ward ich närrisch durch die
Liebe? Oder ist die Liebe selber Nur die
Folge meiner Narrheit? Ach, mich
quälet, teure Emma, Außer meiner
tollen

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Aus einem »Kitty«-Zyklus XI

Er ist so
herzbeweglich, Der Brief den sie
geschrieben: Sie werde mich ewig
lieben, Ewig, unendlich,
unsäglich. Sie ennuyiere sich
täglich, Ihr sei die Brust
beklomm

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Wünnebergiade 1

Erster Gesang Holde
Muse, gib mir Kunde, Wie einst
hergeschoben kommen Jenes kugelrunde
Schweinchen, Das da Wünneberg
geheißen. Auf den Iserlohner
Triften

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Der Scheidende

Erstorben ist in meiner
Brust Jedwede weltlich eitle
Lust, Schier ist mir auch erstorben
drin Der Haß des Schlechten, sogar der
Sinn Für eigne wie für fremde Not
- Und in m

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Es erklingt wie Liedestöne

Es erklingt wie
Liedestöne Alles, was ich denk und
fühl. Ach! da hat der kleine
schöne Liebesgott die Hand im
Spiel. Der Maestro im Theater Meines
Herzens ist er je

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Es faßt mich wieder der alte Mut

Es faßt mich wieder der
alte Mut, Mir ist, als jagt ich zu
Rosse, Und jagte wieder mit liebender
Glut Nach meiner Liebsten
Schlosse. Es faßt mich wieder der
alte Mut,

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Orpheisch

Es gab den Dolch in deine
Hand Ein böser Dämon in der bösen
Stunde - Ich weiß nicht, wie der
Dämon hieß - Ich weiß nur, daß
vergiftet war die Wunde. In stillen
Nächt

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Es geht am End

Es geht am End, es ist
kein Zweifel, Der Liebe Glut, sie geht
zum Teufel. Sind wir einmal von ihr
befreit, Beginnt für uns die beßre
Zeit, Das Glück der kühlen
Häuslichkeit.

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Die Wanderratten

Es gibt zwei Sorten
Ratten: Die hungrigen und satten. Die
satten bleiben vergnügt zu Haus, Die
hungrigen aber wandern aus. Sie
wandern viel tausend Meilen, Ganz ohne

... weiterlesen


Die Wanderratten

Es gibt zwei Sorten
Ratten: Die hungrigen und satten. Die
satten bleiben vergnügt zu Haus, Die
hungrigen aber wandern aus. Sie wandern
viel tausend Meilen, Ganz ohne Rasten
und We

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Traum und Leben

Es glühte der Tag, es
glühte mein Herz, Still trug ich mit
mir herum den Schmerz. Und als die
Nacht kam, schlich ich fort Zur
blühenden Rose am stillen Ort. Ich
nahte mich

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Aus einem »Kitty«-Zyklus X

Es glänzt so schön die
sinkende Sonne, Doch schöner ist
deiner Augen Schein. Das Abendrot und
deine Augen, Sie strahlen mir traurig
ins Herz hinein. Das Abendrot
bedeutet

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Es hatte mein Haupt die schwarze Frau...

Es hatte mein Haupt die
schwarze Frau Zärtlich ans Herz
geschlossen; Ach! meine Haare wurden
grau, Wo ihre Tränen geflossen. Sie
küßte mich lahm, sie küßte mich
krank,

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Zum Lazarus 2

Es hatte mein Haupt die
schwarze Frau Zärtlich ans Herz
geschlossen; Ach! meine Haare wurden
grau, Wo ihre Tränen geflossen. Sie
küßte mich lahm, sie küßte mich
krank,

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Antwort

Es ist der rechte Weg,
den du betreten, Doch in der Zeit magst
du dich weidlich irren; Das sind nicht
Düfte von Muskat and Myrrhen, Die
jüngst aus Deutschland mir verletzend
wehten.

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Zu »Clarisse« III

Es kommt der Lenz mit dem
Hochzeitgeschenk, Mit Jubel und
Musizieren, Das Bräutchen und den
Bräutigam Kommt er zu
gratulieren. Er bringt Jasmin und
Röselein, Und Ve

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Es kommt der Tod

Es kommt der Tod - jetzt
will ich sagen, Was zu verschweigen
ewiglich Mein Stolz gebot: für dich,
für dich, Es hat mein Herz für dich
geschlagen! Der Sarg ist fertig, sie

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Aus einem »Kitty«-Zyklus VII

Es läuft dahin die
Barke, Wie eine flinke Gemse. Bald
sind wir auf der Themse, Bald sind wir
im Regentsparke. Da wohnet meine
Kitty, Mein allerliebstes
Weibchen;

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Zum Lazarus 10

Es sitzen am Kreuzweg
drei Frauen, Sie grinsen und
spinnen, Sie seufzen und sinnen; Sie
sind gar häßlich anzuschauen. Die
erste trägt den Rocken, Sie dreht die
Fäd

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Die Libelle

Es tanzt die schöne
Libelle Wohl auf des Baches Welle; Sie
tanzt daher, sie tanzt dahin, Die
schimmernde, flimmernde
Gauklerin. Gar mancher junge
Käfertor Bewundert

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Es träumte mir von einer Sommernacht

Es träumte mir von einer
Sommernacht, Wo bleich, verwittert, in
des Mondes Glanze Bauwerke lagen, Reste
alter Pracht, Ruinen aus der Zeit der
Renaissance. Nur hie und da,
mi

... weiterlesen


Es war ein alter König

Es war ein alter
König, Sein Herz war schwer, sein Haupt
war grau; Der arme alte König, Er nahm
eine junge Frau. Es war ein schöner
Page, Blond war sein Haupt, leicht
war

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Lyrisches Intermezzo - Prolog

Es war mal ein Ritter
trübselig und stumm, Mit hohlen,
schneeweißen Wangen; Er schwankte und
schlenderte schlotternd herum, In
dumpfen Träumen befangen. Er war so
hölzern, so tä

... weiterlesen


Nächtliche Fahrt

Es wogte das Meer, aus
dem dunklen Gewölk Der Halbmond lugte
scheu; Und als wir stiegen in den
Kahn, Wir waren unsrer drei. Es
plätschert’ im Wasser des
Ruderschlags

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Es ziehen die brausenden Wellen...

Es ziehen die brausenden
Wellen Wohl nach dem Strand; Sie
schwellen und zerschellen Wohl auf dem
Sand. Sie kommen groß und
kräftig, Ohn Unterlaß; Sie werden
endlich

... weiterlesen


An Franz v. Z.

Es zieht mich nach
Nordland ein goldner Stern; Ade, mein
Bruder, denk mein in der Fern! Bleib
treu, bleib treu der Poesie; Verlaß
das süße Bräutchen nie. Bewahr in
der Brust wie

... weiterlesen


Aus der Zopfzeit

Fabel Zu Kassel waren
zwei Ratten, Die nichts zu essen
hatten. Sie sahen sich lange hungrig
an; Die eine Ratte zu wispern
begann: »Ich weiß einen Top

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Sterbende

Flogest aus nach Sonn und
Glück, Nackt und schlecht kommst du
zurück. Deutsche Treue, deutsche
Hemde, Die verschleißt man in der
Fremde. Siehst sehr sterbebläßlich
aus,

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Der Helfer

Frohlockst, Plantagenet,
und glaubst, Daß du die letzte
Hoffnung uns raubst, Weil deine Knechte
ein Grabmal fanden, Worauf der Name
»Arthur« gestanden. Arthur ist
nicht ge

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Für eine Grille

Für eine Grille - keckes
Wagen! - Hab ich das Leben
eingesetzt; Und nun das Spiel verloren
jetzt, Mein Herz, du darfst dich nicht
beklagen. Die Sachsen sagen:
»Minschenwill

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Zu »Angelique« III

Fürchte nichts, geliebte
Seele, Übersicher bist du
hier; Fürchte nicht, daß man uns
stehle, Ich verriegle schon die
Tür. Wie der Wind auch wütend
wehe, Er gefäh

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Angelique

Fürchte nichts, geliebte
Seele, übersicher bist du
hier; fürchte nicht, dass man uns
stehle, ich verriegle schon die
Tür. Wie der Wind auch wütend
wehe, er gefährdet n

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Gaben mir Rat

Gaben mir Rat und gute
Lehren, Überschütteten mich mit
Ehren, Sagten, daß ich nur warten
sollt, Haben mich protegieren
gewollt. Aber bei all ihrem
Protegieren Hätte ich k

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Gaben mir Rat

Gaben mir Rat und gute
Lehren, Überschütteten mich mit
Ehren, Sagten, daß ich nur warten
sollt, Haben mich protegieren
gewollt. Aber bei all ihrem
Protegieren Hätte ich

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Ganz entsetzlich ungesund

Ganz entsetzlich
ungesund Ist die Erde, und
zugrund, Ja, zugrund muß alles
gehn, Was hienieden groß und
schön. Sind es alten Wahns
Phantasmen, Die dem Boden als
Mia

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Rote Pantoffeln

Gar böse Katze, so alt
und grau, Sie sagte, sie sei eine
Schusterfrau; Auch stand vor ihrem
Fenster ein Lädchen, Worin Pantoffeln
für junge Mädchen, Pantöffelchen von
Maroquin,

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Geleert hab ich

Geleert hab ich nach
Herzenswunsch Der Liebe Kelch, ganz
ausgeleert; Das ist ein Trank, der uns
verzehrt Wie flammenheißer
Kognakpunsch. Da lob ich mir die laue
Wärme

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Aus einem »Kitty«-Zyklus III

Geträumtes Glück Als
die junge Rose blühte Und die
Nachtigall gesungen, Hast du mich
geherzt, geküsset, Und mit
Zärtlichkeit umschlungen. Nun der
Herbst d

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Celimene

Glaube nicht, daß ich
aus Dummheit Dulde deine
Teufeleien; Glaub auch nicht, ich sei
ein Herrgott, Der gewohnt ist zu
verzeihen. Deine Nücken, deine
Tücken Hab ich

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Im Hafen

Glücklich der Mann, der
den Hafen erreicht hat Und hinter sich
ließ das Meer und die Stürme Und
jetzo warm und ruhig sitzt Im guten
Ratskeller zu Bremen. Wie doch die
Welt

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Im Hafen

Glücklich der Mann, der
den Hafen erreicht hat Und hinter sich
ließ das Meer und die Stürme Und jetzo
warm und ruhig sitzt Im guten Ratskeller
zu Bremen. Wie doch die Welt so
t

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Morphine

Groß ist die
Ähnlichkeit der beiden
schönen Jünglingsgestalten, ob der
eine gleich Viel blässer als der
andre, auch viel strenger, Fast möcht
ich sagen viel vornehmer
aussieht

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Morphine

Groß ist die
Ähnlichkeit der beiden
schönen Jünglingsgestalten, ob der
eine gleich Viel blässer als der andre,
auch viel strenger, Fast möcht` ich
sagen viel vornehmer aussieht - A

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Hast du die Lippen mir wund geküßt

Hast du die Lippen mir
wund geküßt, So küsse sie wieder
heil, Und wenn du bis Abend nicht
fertig bist, So hat es auch keine
Eil. Du hast ja noch die ganze
Nacht, Du

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Hast du die Lippen mir

Hast du die Lippen mir
wundgeküßt, So küsse sie wieder
heil, Und wenn du bis Abend nicht fertig
bist, So hat es auch keine Eil. Du hast
ja noch die ganze Nacht, Du
Herzal

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Hast du vertrauten Umgang mit Damen

Hast du vertrauten Umgang mit Damen,
Schweig, Freundchen, stille und nenne nie Namen:
Um ihrentwillen, wenn sie fein sind,
Um deinetwillen, wenn sie gemein sind.

Bonn 1820
Weltlauf

Hat man viel, so wird man
bald Noch viel mehr dazu bekommen. Wer
nur wenig hat, dem wird Auch das wenige
genommen. Wenn du aber gar nichts
hast, Ach, so lasse dich beg

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Weltlauf

Hat man viel, so wird man
bald Noch viel mehr dazu bekommen. Wer
nur wenig hat, dem wird auch das wenige
genommen. Wenn du aber gar nichts
hast, Ach, so lasse dich begraben

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Lebewohl

Hatte wie ein
Pelikan Dich mit eignem Blut
getränket, Und du hast mir jetzt zum
Dank Gall und Wermut
eingeschenket. Böse war es nicht
gemeint, Und so heiter blieb di

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Auf dem Brocken

Heller wird es schon im
Osten Durch der Sonne kleines
Glimmen, Weit und breit die
Bergesgipfel In dem Nebelmeere
schwimmen. Hätt ich
Siebenmeilenstiefel, Lief ich,
mi

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Erklärung

Herangedämmert kam der
Abend, Wilder toste die Flut, Und ich
saß am Strand, und schaute zu Dem
weißen Tanz der Wellen, Und meine
Brust schwoll auf wie das Meer, Und
sehnend

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Erklärung

Herangedämmert kam der
Abend, Wilder toste die Flut, Und ich
saß am Strand, und schaute zu Dem
weißen Tanz der Wellen, Und meine Brust
schwoll auf wie das Meer, Und sehnend
ergr

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Frau Mette

Herr Peter und Bender
saßen beim Wein, Herr Bender sprach:
`Ich wette, Bezwänge dein Singen die
ganze Welt, Doch nimmer bezwingt es Frau
Mette.` Herr Peter sprach: `Ich wette
me

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An Georg Herwegh

Herwegh, du eiserne
Lerche, Mit klirrendem Jubel steigst du
empor Zum heilgen Sonnenlichte! Ward
wirklich der Winter zu nichte? Steht
wirklich Deutschland im
Frühlingsflor?

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Herz, mein Herz, sei nicht beklommen

Herz, mein Herz, sei
nicht beklommen, Und ertrage dein
Geschick. Neuer Frühling gibt
zurück, Was der Winter dir
genommen. Und wie viel ist dir
geblieben, Und wie schön is

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In Mathildens Stammbuch

Hier, auf gewalzten
Lumpen, soll ich Mit einer Spule von
der Gans Hinkritzeln ernsthaft halb,
halb drollig, Versifizierten Firlefanz
- Ich, der gewohnt mich
auszusprechen

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Himmel grau und wochentäglich

Himmel grau und
wochentäglich! Auch die Stadt ist noch
dieselbe! Und noch immer blöd und
kläglich Spiegelt sie sich in der
Elbe. Lange Nasen, noch
langweilig Werden sie w

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Himmel, grau und wochentäglich!...

Himmel, grau und
wochentäglich! Auch die Stadt ist noch
dieselbe! Und noch immer blöd und
kläglich Spiegelt sie sich in der
Elbe. Lange Nasen, noch
langweilig Werde

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Hoch aus dem blauen Himmelszelt...

Hoch aus dem blauen
Himmelszelt Viel tausend Sterne
schauen, Sehnsüchtig glänzend, groß
und klug Wie Augen von schönen
Frauen. Sie blicken hinunter in das
Meer, Da

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Der Schiffbrüchige

Hoffnung und Liebe! Alles
zertrümmert! Und ich selber, gleich
einer Leiche, Die grollend ausgeworfen
das Meer, Lieg ich am Strande, Am öden,
kahlen Strande. Vor mir woget die
Was

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Lazarus

I. Weltlauf Hat man
viel, so wird man bald Noch viel mehr
dazu bekommen. Wer nur wenig hat, dem
wird Auch das Wenige genommen. Wenn
du aber gar nichts hast,

... weiterlesen


Pomare

I Alle Liebesgötter
jauchzen Mir im Herzen, und
Fanfare Blasen sie und rufen:
Heil! Heil der Königin Pomare! Jene
nicht von Otahaiti
- Missionärisier

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Der Traurige

I Allen tut es weh im
Herzen, Die den bleichen Knaben
sehn, Dem die Leiden, dem die
Schmerzen Aufs Gesicht geschrieben
stehn. Mitleidvolle Lüfte
fächeln

... weiterlesen


Unterwelt I

I Blieb ich doch ein
Junggeselle! - Seufzet Pluto tausendmal
- Jetzt, in meiner Ehstandsqual, Merk
ich, früher ohne Weib War die Hölle
keine Hölle. B

... weiterlesen


Der Apollogott

I Das Kloster ist hoch
auf Felsen gebaut, Der Rhein
vorüberrauschet; Wohl durch das
Gitterfenster schaut Die junge Nonne
und lauschet. Da fährt ein
Schifflei

... weiterlesen


Yolante und Marie I

I Diese Damen, sie
verstehen, Wie man Dichter ehren
muß: Gaben mir ein Mittagessen, Mir
und meinem Genius. Ach! die Suppe war
vortrefflich, Und der Wei

... weiterlesen


Diana I

I Diese schönen
Gliedermassen Kolossaler
Weiblichkeit Sind jetzt, ohne
Widerstreit, Meinen Wünschen
überlassen. Wär ich,
leidenschaftentzügelt, Eig

... weiterlesen


Zeitgedichte I

I Doktrin Schlage
die Trommel und fürchte dich
nicht, Und küsse die
Marketenderin! Das ist die ganze
Wissenschaft, Das ist der Bücher
tiefster Sinn.

... weiterlesen


Hortense I

I Ehmals glaubt ich,
alle Küsse, Die ein Weib uns gibt und
nimmt, Seien uns, durch
Schicksalsschlüsse, Schon urzeitlich
vorbestimmt. Küsse nahm ich, und
ich

... weiterlesen


Katharina I

I Ein schöner Stern
geht auf in meiner Nacht, Ein Stern,
der süßen Trost herniederlacht Und
neues Leben mir verspricht - O, lüge
nicht! Gleichwie das Meer

... weiterlesen


Romanzen I

I Ein Weib Sie
hatten sich beide so herzlich
lieb, Spitzbübin war sie, er war ein
Dieb. Wenn er Schelmenstreiche
machte, Sie warf sich aufs Bett und
lachte.

... weiterlesen


Tragödie I

I Entflieh mit mir und
sei mein Weib, Und ruh an meinem Herzen
aus; Fern in der Fremde sei mein
Herz Dein Vaterland und
Vaterhaus. Gehst du nicht mit, so
sterb

... weiterlesen


Emma I

I Er steht so starr
wie ein Baumstamm, In Hitz und Frost
und Wind, Im Boden wurzelt die
Fußzeh, Die Arme erhoben sind. So
quält sich Bagiratha lange,

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Der neue Alexander I

I Es ist ein König in
Thule, der trinkt Champagner, es geht
ihm nichts drüber; Und wenn er seinen
Champagner trinkt, Dann gehen die Augen
ihm über. Die Ritt

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In der Fremde I

I Es treibt dich fort
von Ort zu Ort, Du weißt nicht mal
warum; Im Winde klingt ein sanftes
Wort, Schaust dich verwundert
um. Die Liebe, die dahinten
blieb,

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Der Dichter Firdusi

I Goldne Menschen,
Silbermenschen! Spricht ein Lump von
einem Thoman, Ist die Rede nur von
Silber, Ist gemeint ein
Silberthoman. Doch im Munde eines
Fürsten,

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Der Tannhäuser I

I Ihr guten Christen,
laßt euch nicht Von Satans List
umgarnen! Ich sing euch das
Tannhäuserlied, Um eure Seelen zu
warnen. Der edle Tannhäuser, ein
Ritter

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Im wunderschönen Monat Mai

I Im wunderschönen
Monat Mai,   Als alle Knospen
sprangen,   Da ist in meinem
Herzen   Die Liebe
aufgegangen. Im wunderschönen Monat
Mai

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Krönung

I KrönungIhr Lieder!
Ihr meine guten Lieder! Auf, auf! und
wappnet euch! Laßt die Trompeten
klingen, Und hebt mir auf den
Schild Dies junge Mädchen, Das
jetz

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Jehuda ben Halevy I

I Lechzend klebe mir
die Zunge An dem Gaumen, und es
welke Meine rechte Hand, vergäß
ich Jemals dein, Jerusalem -« Wort
und Weise, unaufhörlich Schw

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Zur Ollea I

I Maultiertum Dein
Vater, wie ein jeder weiß, Ein Esel
leider war der Gute; Doch deine Mutter,
hochgesinnt, War eine edle
Vollblutstute. Tatsac

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Mir träumte einst

I Mir träumte einst
von wildem Liebesglühn, Von hübschen
Locken, Myrten und Resede, Von süßen
Lippen und von bittrer Rede, Von
düstrer Lieder düstern
Melodien.

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Träumereien I

I Mir träumte von
einem schönen Kind, Sie trug das Haar
in Flechten; Wir saßen unter der
grünen Lind, In blauen
Sommernächten. Wir hatten uns lieb
und kü

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Zum Polterabend I

I Mit deinen großen,
allwissenden Augen Schaust du mich an,
und du hast Recht: Wie konnten wir
zusammen taugen, Da du so gut, und ich
so schlecht! Ich bin so

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Neuer Frühling I

I Unterm weißen Baume
sitzend, Hörst du fern die Winde
schrillen, Siehst, wie oben stumme
Wolken Sich in Nebeldecken
hüllen; Siehst, wie unten
ausgestorbe

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Friederike I

I Verlaß Berlin, mit
seinem dicken Sande Und dünnen Tee und
überwitzgen Leuten, Die Gott und Welt,
und was sie selbst bedeuten, Begriffen
längst mit Hegelschem Verstande.

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Seraphine I

I Wandl ich in dem
Wald des Abends, In dem träumerischen
Wald, Immer wandelt mir zur
Seite Deine zärtliche Gestalt. Ist
es nicht dein weißer Schleier?

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Hymnus

Ich bin das Schwert, ich
bin die Flamme. Ich habe euch
erleuchtet in der Dunkelheit, und als
die Schiacht begann, focht ich voran, in
der ersten Reihe. Rand um mich her
liegen die Leichen

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Die Ilse

Ich bin die Prinzessin
Ilse, Und wohne im Ilsenstein; Komm
mit nach meinem Schlosse, Wir wollen
selig sein. Dein Haupt will ich
benetzen Mit meiner klaren
Well,

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An Jenny

Ich bin nun
fünfunddreißig Jahr alt, Und du bist
fünfzehnjährig kaum ... O Jenny, wenn
ich dich betrachte, Erwacht in mir der
alte Traum! Im Jahre achtzehnhundert
siebzeh

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Caput VII

Ich ging nach Haus und
schlief, als ob Die Engel gewiegt mich
hätten. Man ruht in deutschen Betten
so weich, Denn das sind
Federbetten. Wie sehnt ich mich oft
nach der Süß

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Deutschland. Ein Wintermärchen, Caput VII

Ich ging nach Haus und
schlief, als ob Die Engel gewiegt mich
hätten. Man ruht in deutschen Betten
so weich, Denn das sind
Federbetten. Wie sehnt ich mich oft
nach der Süß

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Ich grolle nicht...

Ich grolle nicht, und
wenn das Herz auch bricht, Ewig
verlornes Lieb! Ich grolle nicht. Wie du
auch strahlst in Diamantenpracht, Es
fällt kein Strahl in deines Herzens
Nacht. Das

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Waldeinsamkeit

Ich hab in meinen
Jugendtagen Wohl auf dem Haupt einen
Kranz getragen; Die Blumen glänzten
wunderbar, Ein Zauber in dem Kranze
war. Der schöne Kranz gefiel wohl
Allen,

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Zum William Ratcliff 2

Ich habe die süße Liebe
gesucht, Und hab den bittern Haß
gefunden, Ich habe geseufzt, ich habe
geflucht, Ich habe geblutet aus tausend
Wunden. Auch hab ich mich ehrlich
Ta

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Rückschau

Ich habe gerochen alle
Gerüche In dieser holden
Erdenküche; Was man genießen kann in
der Welt, Das hab ich genossen wie je
ein Held! Hab Kaffee getrunken, hab
Kuchen gegessen,

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Caput XVII

Ich habe mich mit dem
Kaiser gezankt Im Traum, im Traum
versteht sich - Im wachenden Zustand
sprechen wir nicht Mit Fürsten so
widersetzig. Nur träumend, im
idealen Traum,

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Deutschland. Ein Wintermärchen, Caput XVII

Ich habe mich mit dem
Kaiser gezankt Im Traum, im Traum
versteht sich - Im wachenden Zustand
sprechen wir nicht Mit Fürsten so
widersetzig. Nur träumend, im
idealen Traum,

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Ich habe verlacht

Ich habe verlacht, bei
Tag und bei Nacht, So Männer wie
Frauenzimmer, Ich habe große
Dummheiten gemacht - Die Klugheit bekam
mir noch schlimmer. Die Magd ward
schwanger und

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Ich halte ihr die Augen zu

Ich halte ihr die Augen
zu Und küß sie auf den Mund; Nun
läßt sie mich nicht mehr in Ruh, Sie
fragt mich um den Grund. Von Abend
spät bis Morgens fruh, Sie fragt zu
jed

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In der Fremde

Ich hatte einst ein
schönes Vaterland. Der
Eichenbaum Wuchs dort so hoch, die
Veilchen nickten sanft. Es war ein
Traum. Das küßte mich auf deutsch
und sprach auf de

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Ich hatte einst ein schönes Vaterland....

Ich hatte einst ein
schönes Vaterland. Der
Eichenbaum Wuchs dort so hoch, die
Veilchen nickten sanft. Es war ein
Traum. Das küßte mich auf deutsch,
und sprach auf deutsch

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Traumbild Nr. 8

Ich kam von meiner Herrin
Haus Und wandelt in Wahnsinn und
Mitternachtgraus. Und wie ich am
Kirchhof vorübergehn will, Da winken
die Gräber ernst und still. Da winkts
von des Sp

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Ich kann es nicht vergessen

Ich kann es nicht
vergessen, Geliebtes, holdes Weib, Daß
ich dich einst besessen, Die Seele und
den Leib. Den Leib möcht ich noch
haben, Den Leib so zart und
jung; D

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Ich liebe solche weiße Glieder

Ich liebe solche weiße
Glieder, Der zarten Seele schlanke
Hülle, Wildgroße Augen und die
Stirne Umwogt von schwarzer
Lockenfülle! Du bist so recht die
rechte Sorte, Die

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Ich mache die kleinen Lieder...

Ich mache die kleinen
Lieder Der Herzallerliebsten mein, Die
heben ihr klingend Gefieder Und fliegen
zu dir hinein. Es stammen die kleinen
Jungen Vom schnalzenden Herrn
Gema

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Testament

Ich mache jetzt mein
Testament, Es geht nun bald mit mir zu
End. Nur wundre ich mich, daß nicht
schon längstens Mein Herz gebrochen
vor Gram und Ängsten. Du aller
Frauen H

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Ich sag ihr nicht, weshalb ichs tu

Ich sag ihr nicht,
weshalb ichs tu, Weiß selber nicht den
Grund - Ich halte ihr die Augen
zu Und küß sie auf den Mund. In
welche soll ich mich verlieben, Da
beide

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Zum Lazarus 5

Ich sah sie lachen, sah
sie lächeln, Ich sah sie ganz zugrunde
gehn; Ich hört ihr Weinen und ihr
Röcheln, Und habe ruhig
zugesehn. Leidtragend folgt ich ihren
Särgen,

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Für das Album von Elisabeth Friedländer

Ich seh dich an und glaub
es kaum - Es war ein schöner Rosenbaum
- Die Lüfte stiegen mir lockend zu
Häupten, Daß sie mir zuweilen das
Hirn betäubten - Es blüht hervor die
Erinn

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Ich war, o Lamm, als Hirt bestellt

Ich war, o Lamm, als Hirt
bestellt, Zu hüten dich auf dieser
Welt; Hab dich mit meinem Brot
geätzt, Mit Wasser aus dem Born
geletzt. Wenn kalt der Wintersturm
gelärmt, Hab

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II

Ich weiss nicht was soll
es bedeuten, Daß ich so traurig
bin; Ein Märchen aus alten
Zeiten, Das kommt mir nicht aus dem
Sinn. Die Luft ist kühl und es
dunkelt, Und

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Die Lorelei

Ich weiß nicht, was soll
es bedeuten, Das ich so traurig bin; Ein
Märchen aus alten Zeiten, Das kommt mir
nicht aus dem Sinn. Die Luft ist kühl
und es dunkelt, Und ruhig

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Ich will mich im grünen Wald ergehn

Ich will mich im grünen
Wald ergehn, Wo Blumen sprießen und
Vögel singen; Denn wenn ich im Grabe
einst liegen werde, Ist Aug und Ohr
bedeckt mit Erde, Die Blumen kann ich
nicht sp

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Ich wollte, meine Lieder

Ich wollte, meine
Lieder Das wären Blümelein: Ich
schickte sie zu riechen Der
Herzallerliebsten mein. Ich wollte,
meine Lieder Das wären Küsse
fein: Ich sch

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Die Lore-Ley

II  Ich weiß
nicht was soll es bedeuten,   Daß
ich so traurig bin;   Ein Märchen
aus alten Zeiten,   Das kommt mir
nicht aus dem Sinn.

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Tragödie II

II (Dieses ist ein
wirkliches Volkslied, welches ich am
Rheine gehört) Es fiel ein Reif in
der Frühlingsnacht, Es fiel auf die
zarten Blaublümelein, Sie sind
verwe

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Zeitgedichte II

II Adam der
Erste Du schicktest mit dem
Flammenschwert Den himmlischen
Gendarmen, Und jagtest mich aus dem
Paradies, Ganz ohne Recht und
Erbarmen!

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Diana II

II Am Golfe von
Biskaya Hat sie den Tag erblickt; Sie
hat schon in der Wiege Zwei junge
Katzen erdrückt. Sie lief mit
bloßen Füßen Wohl über die
P

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Seraphine II

II An dem stillen
Meeresstrande Ist die Nacht
heraufgezogen, Und der Mond bricht aus
den Wolken, Und es flüstert aus den
Wogen: Jener Mensch dort, ist er
när

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Unterwelt II

II Auf goldenem Stuhl,
im Reiche der Schatten, Zur Seite des
königlichen Gatten, Sitzt
Proserpine Mit finstrer Miene. Und im
Herzen seufzet sie traurig:

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Friederike II

II Der Ganges rauscht,
mit klugen Augen schauen Die Antilopen
aus dem Laub, sie springen Herbei
mutwillig, ihre bunten
Schwingen Entfaltend, wandeln
stolzgespreizte Pfauen.

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In der Fremde II

II Du bist ja heut so
grambefangen, Wie ich dich lange nicht
geschaut! Es perlet still von deinen
Wangen, Und deine Seufzer werden
laut. Denkst du der Heimat,

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Gewitter

II Dumpf liegt auf dem
Meer das Gewitter, Und durch die
schwarze Wolkenwand Zuckt der zackige
Wetterstrahl, Rasch aufleuchtend und
rasch verschwindend, Wie ein Witz
au

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Die Bergstimme

II Ein Reiter durch
das Bergtal zieht, Im traurig stillen
Trab: Ach! zieh ich jetzt wohl in
Liebchens Arm, Oder zieh ich ins dunkle
Grab? Die Bergstimm Antwort gab:

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Ein Traum, gar seltsam schauerlich

II Ein Traum, gar
seltsam schauerlich, Ergötzte und
erschreckte mich. Noch schwebt mir vor
manch grausig Bild, Und in dem Herzen
wogt es wild. Das war ein Gar

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Der neue Alexander II

II Erster
Feldzug Da sitzt er und schwatzt, mit
lallender Zung, Der neue
Alexander; Den Plan der
Welteroberung, Den setzt er
auseinander: »Loth

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Es treibt mich hin, es treibt mich her

II Es treibt mich hin,
es treibt mich her! Noch wenige
Stunden, dann soll ich sie schauen, Sie
selber, die Schönste der schönen
Jungfrauen; - Du treues Herz, was
pochst du

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Romanzen II

size='4'>II Frühlingsfeier Das
ist des Frühlings traurige Lust! Die
blühenden Mädchen, die wilde
Schar, Sie stürmen dahin, mit
flatterndem Haar Und Jammergeheul
un
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Neuer Frühling II

II In dem Walde
sprießt und grünt es Fast
jungfräulich lustbeklommen; Doch die
Sonne lacht herunter: Junger
Frühling, sei
willkommen! Nachtigall! auch
di

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Yolante und Marie II

II In welche soll ich
mich verlieben, Da beide liebenswürdig
sind? Ein schönes Weib ist noch die
Mutter, Die Tochter ist ein schönes
Kind. Die weißen, uner

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Schöpfungslieder I

II m Beginn schuf Gott
die Sonne, Dann die nächtlichen
Gestirne; Hierauf schuf er auch die
Ochsen, Aus dem Schweiße seiner
Stirne. Später schuf er wilde
Bes

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Zum Polterabend II

II O, du kanntest Koch
und Küche, Loch und Schliche, Tür und
Tor! Wo wir nur zusammen
strebten, Kamst du immer mir
zuvor. Jetzt heiratest du mein
Mädchen,

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Zur Ollea II

II Symbolik des
Unsinns Wir heben nun zu singen
an Das Lied von einer Nummer, Die ist
geheißen Nummer Drei; Nach Freuden
kommt der Kummer. Arab

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Schöpfungslieder II

II Und der Gott sprach
zu dem Teufel: Ich, der Herr, kopier
mich selber, Nach der Sonne mach ich
Sterne, Nach den Ochsen mach ich
Kälber, Nach den Löwen mit den
Tatz

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Emma II

II Vierundzwanzig
Stunden soll ich Warten auf das
höchste Glück, Das mir blinzelnd
süß verkündet, Blinzelnd süß der
Seitenblick. Oh! die Sprache ist so

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Angélique II

II Wie rasch du auch
vorüberschrittest, Noch einmal
schautest du zurück, Der Mund, wie
fragend, kühngeöffnet, Stürmischer
Hochmut in dem Blick. O, daß
ic

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Hortense II

II Wir standen an der
Straßeneck Wohl über eine
Stunde; Wir sprachen voller
Zärtlichkeit Von unsrem
Seelenbunde. Wir sagten uns
vielhundertmal, Daß

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Clarisse II

II Überall, wo du
auch wandelst, Schaust du mich zu allen
Stunden, Und je mehr du mich
mißhandelst, Treuer bleib ich dir
verbunden. Denn mich fesselt holde
B

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Der Tannhäuser II

II Zu Rom, zu Rom, in
der heiligen Stadt, Da singt es und
klingelt und läutet: Da zieht einher
die Prozession, Der Papst in der Mitte
schreitet. Das ist der f

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Katharina II

II »Wollen Sie ihr
nicht vorgestellt sein?« Flüsterte
mir die Herzogin. - »Beileibe nicht,
ich müßt ein Held sein, Ihr Anblick
schon wirrt mir den Sinn.«

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Unterwelt III

III Während
solcherlei Beschwerde In der Unterwelt
sich häuft, Jammert Ceres auf der
Erde. Die verrückte Göttin
läuft, Ohne Haube, ohne
Kragen, Sch

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Tragödie III

III Auf ihrem Grab, da
steht eine Linde, Drin pfeifen die
Vögel und Abendwinde, Und drunter
sitzt, auf dem grünen Platz, Der
Müllersknecht mit seinem
Schatz.

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Romanzen III

III Childe
Harold Eine starke, schwarze
Barke Segelt trauervoll dahin. Die
vermummten und
verstummten Leichenhüter sitzen
drin. Toter Dichter,

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Seraphine III

III Das ist eine
weiße Möwe, Die ich dort flattern
seh Wohl über die dunklen Fluten; Der
Mond steht hoch in der Höh. Der
Haifisch und der Roche, Die

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Friederike III

III Der Ganges
rauscht, der große Ganges
schwillt, Der Himalaja strahlt im
Abendscheine, Und aus der Nacht der
Banianenhaine Die Elefantenherde
stürzt und brüllt -

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Der Tannhäuser III

III Der Ritter
Tannhäuser, er wandelt so rasch, Die
Füße, die wurden ihm wunde. Er kam
zurück in den Venusberg Wohl um die
Mitternachtstunde. Frau Venus
er

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Yolante und Marie III

III Die Flaschen sind
leer, das Frühstück ist gut, Die
Dämchen sind rosig erhitzet; Sie
lüften das Mieder mit Übermut, Ich
glaube, sie sind
bespitzet. Die

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Die Rose, die Lilje

III Die Rose, die
Lilje, die Taube, die Sonne, Die liebt
ich einst alle in Liebeswonne. Ich lieb
sie nicht mehr, ich liebe alleine Die
Kleine, die Feine, die Reine, die
Eine;

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Neuer Frühling III

III Die schönen Augen
der Frühlingsnacht, Sie schauen so
tröstend nieder: Hat dich die Liebe
so kleinlich gemacht, Die Liebe, sie
hebt dich wieder. Auf g

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Zur Ollea III

III Hoffart O
Gräfin Gudel von Gudelfeld, Dir
huldigt die Menschheit, denn du hast
Geld! Du wirst mit Vieren
kutschieren, Man wird dich bei Hof
präsentieren.

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Der Schiffbrüchige

III Hoffnung und
Liebe! Alles zertrümmert! Und ich
selber, gleich einer Leiche, Die
grollend ausgeworfen das Meer, Lieg ich
am Strande, Am öden, kahlen
Strande,

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Clarisse III

III Hol der Teufel
deine Mutter, Hol der Teufel deinen
Vater, Die so grausam mich
verhindert, Dich zu schauen im
Theater. Denn sie saßen da und
gaben,

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Schöpfungslieder III

III

Ich hab mir zu Ruhm und Preis erschaffen
Die Menschen, Löwen, Ochsen, Sonne;
Doch Sterne, Kälber, Katzen, Affen
Erschuf ich zu meiner eigenen Wonne.
In der Fremde III

III Ich hatte einst
ein schönes Vaterland. Der
Eichenbaum Wuchs dort so hoch, die
Veilchen nickten sanft. Es war ein
Traum. Das küßte mich auf deutsch,
und

... weiterlesen


Im nächtgen Traum

III Im nächtgen Traum
hab ich mich selbst geschaut, In
schwarzem Galafrack und seidner
Weste, Manschetten an der Hand, als
gings zum Feste, Und vor mir stand mein
Liebchen,

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Hortense III

III In meinen
Tagesträumen, In meinem nächtlichen
Wachen, Stets klingt mir in der
Seele Dein allerliebstes
Lachen. Denkst du noch
Montmorencys, Wie du

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Diana III

III Manchmal, wenn ich
bei Euch bin, Großgeliebte, edle
Doña, Wie erinnernd schweift mein
Sinn Nach dem Marktplatz zu
Bologna. Dorten ist ein großer
Brunn

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Mein Herz, mein Herz ist traurig

III Mein Herz, mein
Herz ist traurig, Doch lustig leuchtet
der Mai; Ich stehe, gelehnt an der
Linde, Hoch auf der alten Bastei. Da
drunten fließt der blaue

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Emma III

III Nicht mal einen
einzgen Kuß, Nach so monatlangem
Lieben! Und so bin ich
Allerärmster Trocknen Mundes
stehngeblieben. Einmal kam das Glück
mir nah -

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Angélique III

III Nimmer glaub ich,
junge Schöne, Was die spröde Lippe
spricht; Solche große schwarze
Augen, Solche hat die Tugend
nicht. Diese braungestreifte
Lüge,

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Zwei Brüder

III Oben auf der
Bergesspitze Liegt das Schloß in Nacht
gehüllt; Doch im Tale leuchten
Blitze, Helle Schwerter klirren
wild. Das sind Brüder, die dort
fecht

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Zeitgedichte III

III Warnung Solche
Bücher läßt du drucken! Teurer
Freund, du bist verloren! Willst du
Geld und Ehre haben, Mußt du dich
gehörig ducken. Nim

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Katharina III

III Wie Merlin, der
eitle Weise, Bin ich armer
Nekromant Nun am Ende festgebannt In
die eignen Zauberkreise. Festgebannt
zu ihren Füßen Lieg ich nun,

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Der neue Alexander III

III »Mein Lehrer,
mein Aristoteles, Der war zuerst ein
Pfäffchen Von der französischen
Kolonie, Und trug ein weißes
Beffchen. Er hat nachher als
Philosoph

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Zum Polterabend III

III »O, die Liebe
macht uns selig, O, die Liebe macht uns
reich!« Also singt man
tausendkehlig In dem heilgen römschen
Reich. Du, du fühlst den Sinn der
Li

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Plateniden

Iliaden,
Odysseen Kündigst du uns prahlend
an, Und wir wollen in dir
sehen Deutscher Zukunft größten
Mann. Eine große Tat in Worten, Die
du einst zu tun gedenkst!

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Die schlesischen Weber

Im düstern Auge keine
Träne, Sie sitzen am Webstuhl und
fletschen die Zähne: Deutschland, wir
weben dein Leichentuch, Wir weben
hinein den dreifachen Fluch - Wir
weben, wir weben!

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Die schlesischen Weber

Im düstern Auge keine
Träne, Sie sitzen am Webstuhl und
fletschen die Zähne: Deutschland, wir
weben dein Leichentuch, Wir weben hinein
den dreifachen Fluch - Wir weben, wir
weben!

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Kobes I.

Im Jahre achtundvierzig
hielt, Zur Zeit der großen
Erhitzung, Das Parlament des deutschen
Volks Zu Frankfurt seine
Sitzung. Damals ließ auch auf dem
Römer dort Sich

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Im lieben Deutschland daheime

Im lieben Deutschland
daheime, Da wachsen viel
Lebensbäume; Doch lockt die Kirsche
noch so sehr, Die Vogelscheuche
schreckt noch mehr. Wir lassen uns
wie Spatzen Eins

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Im lieben Deutschland

Im lieben Deutschland
daheime, da wachsen viele
Lebensbäume; doch lockt die Kirsche
noch so sehr, die Vogelscheuche schreckt
noch mehr. Wir lassen uns wie
Spatzen einschüc

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Caput XII

Im nächtlichen Walde
humpelt dahin Die Chaise. Da kracht es
plötzlich - Ein Rad ging los. Wir
halten still. Das ist nicht sehr
ergötzlich. Der Postillion steigt ab
und eil

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Deutschland. Ein Wintermärchen, Caput XII

Im nächtlichen Walde
humpelt dahin Die Chaise. Da kracht es
plötzlich - Ein Rad ging los. Wir
halten still. Das ist nicht sehr
ergötzlich. Der Postillion steigt ab
und eil

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Schelm von Bergen

Im Schloß zu Düsseldorf
am Rhein wird Mummenschanz
gehalten; Da flimmern die Kerzen, da
rauscht die Musik, Da tanzen die bunten
Gestalten. Da tanzt die schöne
Herzogin,

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Schelm von Bergen

Im Schloß zu Düsseldorf
am Rhein Wird Mummenschanz gehalten; Da
flimmern die Kerzen, da rauscht die
Musik, Da tanzen die bunten
Gestalten. Da tanzt die schöne
Herzogin, S

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Caput I

Im traurigen Monat
November war’s, Die Tage wurden
trüber, Der Wind riß von den Bäumen
das Laub, Da reist ich nach Deutschland
hinüber. Und als ich an die Grenze
kam,

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Karl I.

Im Wald, in der
Köhlerhütte, sitzt Trübsinnig allein
der König; Er sitzt an der Wiege des
Köhlerkinds Und wiegt und singt
eintönig: Eiapopeia, was raschelt im
Stroh?

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Lyrisches Intermezzo

Im wunderschönen Monat
Mai, Als alle Knospen sprangen, Da ist
in meinem Herzen Die Liebe
aufgegangen. Im wunderschönen Monat
Mai, Als alle Vögel sangen, Da hab ich

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Prinzessin Sabbath

In Arabiens
Märchenbuche Sehen wir verwünschte
Prinzen, Die zu Zeiten ihre
schöne Urgestalt
zurückgewinnen: Das behaarte
Ungeheuer Ist ein Königsohn
geworden;

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Bamberg und Würzburg

In beider Weichbild
fließt der Gnaden Quelle, Und tausend
Wunder täglich dort
geschehen. Umlagert sieht man dort von
Kranken stehen Den Fürsten, der da
heilet auf der Stelle.

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Donna Clara

In dem abendlichen
Garten Wandelt des Alkaden
Tochter Pauken- und
Trommetenjubel Klingt herunter von dem
Schlosse »Lästig werden mir die
Tänze Und die süßen Schme

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Almansor

In dem Dome zu
Corduva Stehen Säulen,
dreizehnhundert, Dreizehnhundert
Riesensäulen Tragen die gewaltge
Kuppel. Und auf Säulen, Kuppel,
Wänden Ziehn von oben sich

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Disputation

In der Aula zu
Toledo Klingen schmetternd die
Fanfaren; Zu dem geistlichen
Turnei Wallt das Volk in bunten
Scharen. Das ist nicht ein weltlich
Stechen, Keine Eisenwaff

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Kleines Volk

In einem Pißpott kam er
geschwommen, Hochzeitlich geputzt,
hinab den Rhein. Und als er nach
Rotterdam gekommen, Da sprach er:
»Juffräuken, willst du mich
frein? »Ich füh

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Clarisse I

In einen schönsten
Liebesantrag Suchst du ängstlich zu
verneinen; Frag ich dann: ob das ein
Korb sei? Fängst du plötzlich an zu
weinen. Selten bet ich, drum erhör
mich,

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I

In mein gar zu dunkles
Leben Strahlte einst ein süßes
Bild; Nun das süße Bild
erblichen, Bin ich gänzlich
nachtumhüllt. Wenn die Kinder sind
im Dunkeln, Wird bek

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In mein gar zu dunkles Leben

In mein gar zu dunkles
Leben Strahlte einst ein süßes
Bild; Nun das süße Bild erblichen, Bin
ich gänzlich nachtumhüllt. Wenn die
Kinder sind im Dunkeln Wird beklommen

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Frau Sorge

In meines Glückes
Sonnenglanz, Da gaukelte fröhlich der
Mückentanz. Die lieben Freunde liebten
mich Und teilten mit mir
brüderlich Wohl meinen besten
Braten Und meinen let

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Die weiße Blume

In Vaters Garten heimlich
steht Ein Blümchen traurig und
bleich; Der Winter zieht fort, der
Frühling weht, Bleich Blümchen bleibt
immer so bleich. Die bleiche Blume
schaut

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Die weisse Blume

In Vaters Garten heimlich
steht Ein Blümchen traurig und
bleich; Der Winter zieht fort, der
Frühling weht, Bleich Blümchen bleibt
immer so bleich. Die bleiche Blume
schaut Wie e

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Der Mohrenkönig

Ins Exil der
Alpuxarren Zog der junge
Mohrenkönig; Schweigsam und das Herz
voll Kummer Ritt er an des Zuges
Spitze. Hinter ihm auf hohen
Zeltern Oder auch in güldnen

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An Fritz St.

Ins Stammbuch Die
Schlechten siegen, untergehn die
Wackern, Statt Myrten lobt man nur die
dürren Pappeln, Worein die Abendwinde
tüchtig rappeln, Statt stiller Glut
lobt man

... weiterlesen


Angélique I

Inun der Gott mir
günstig nicket, Soll ich schweigen wie
ein Stummer, Ich, der, als ich
unbeglücket, Soviel sang von meinem
Kummer, Daß mir tausend arme
Jungen Gar

... weiterlesen


Zeitgedichte IV

IV An einen ehemaligen
Goetheaner Hast du wirklich dich
erhoben Aus dem müßig kalten
Dunstkreis, Womit einst der kluge
Kunstgreis Dich von Weimar aus
umwoben

... weiterlesen


Seraphine IV

IV Daß du mich
liebst, das wußt ich, Ich hatt es
längst entdeckt; Doch als du mirs
gestanden, Hat es mich tief
erschreckt. Ich stieg wohl auf die
Berge

... weiterlesen


Der arme Peter

IV Der Hans und die
Grete tanzen herum, Und jauchzen vor
lauter Freude. Der Peter steht so still
und stumm, Und ist so blaß wie
Kreide. Der Hans und die Grete

... weiterlesen


Zum Polterabend IV

IV Der weite Boden ist
überzogen Mit Blumendecken, der grüne
Wald Er wölbt sich hoch zu
Siegesbogen, Gefiederte Einzugmusik
erschallt. Es kommt der schöne

... weiterlesen


Romanzen IV

IV Die
Beschwörung Der junge Franziskaner
sitzt Einsam in der Klosterzelle, Er
liest im alten Zauberbuch, Genannt der
Zwang der Hölle. Und als

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Die Nacht am Strande

IV Die Nacht am
Strande Sternlos und kalt ist die
Nacht, Es gärt das Meer; Und über
dem Meer, platt auf dem Bauch, Liegt
der ungestalte Nordwind, Und

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Katharina IV

IV Du liegst mir so
gern im Arme, Du liegst mir am Herzen
so gern! Ich bin dein ganzer
Himmel, Du bist mein liebster
Stern. Tief unter uns, da
wimmelt D

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Emma IV

IV Emma, sage mir die
Wahrheit: Ward ich närrisch durch die
Liebe? Oder ist die Liebe selber Nur
die Folge meiner Narrheit? Ach! mich
quälet, teure Emma,

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Fresko-Sonette an Christian S. - 1

IV Fresko-Sonette an
Christian Ich tanz nicht mit, ich
räuchre nicht den Klötzen, Die außen
goldig sind, inwendig Sand; Ich schlag
nicht ein, reicht mir ein Bub di

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Clarisse IV

IV Geh nicht durch die
böse Straße, Wo die schönen Augen
wohnen - Ach! sie wollen
allzugütig Dich mit ihrem Blitz
verschonen. Grüßen allerliebst
herunter

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Angélique IV

IV Ich halte ihr die
Augen zu Und küß sie auf den
Mund; Nun läßt sie mich nicht mehr in
Ruh, Sie fragt mich um den
Grund. Von Abend spät bis Morgens
fruh,

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Neuer Frühling IV

IV Ich lieb eine
Blume, doch weiß ich nicht welche; Das
macht mir Schmerz. Ich schau in alle
Blumenkelche, Und such ein Herz. Es
duften die Blumen im Abendsch

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Yolante und Marie IV

IV Jugend, die mir
täglich schwindet, Wird durch raschen
Mut ersetzt, Und mein kühnrer Arm
umwindet Noch viel schlankre Hüften
jetzt. Tat auch manche sehr e

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Schöpfungslieder IV

IV Kaum hab ich die
Welt zu schaffen begonnen, In einer
Woche wars abgetan. Doch hatt ich
vorher tief ausgesonnen Jahrtausendlang
den Schöpfungsplan. Das Scha

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Lieb Liebchen, legs Händchen

IV Lieb Liebchen, legs
Händchen aufs Herze mein; - Ach,
hörst du, wies pochet im
Kämmerlein? Da hauset ein Zimmermann
schlimm und arg, Der zimmert mir einen
Totensarg.

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Unterwelt IV

IV Meine
Schwiegermutter Ceres! Laß die Klagen,
laß die Bitten! Dein Verlangen, ich
gewähr es - Habe selbst soviel
gelitten! Tröste dich, wir wollen
ehrlic

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Untergang der Sonne

IV Untergang der
SonneDie schöne Sonne Ist ruhig
hinabgestiegen ins Meer; Die wogenden
Wasser sind schon gefärbt Von der
dunkeln Nacht, Nur noch die
Abendröte

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Zur Ollea IV

IV Wandere! Wenn
dich ein Weib verraten hat, So liebe
flink eine Andre; Noch besser wär es,
du ließest die Stadt - Schnüre den
Ranzen und wandre!

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Auf Flügeln des Gesanges

IX Auf Flügeln des
Gesanges, Herzliebchen, trag ich dich
fort, Fort nach den Fluren des
Ganges, Dort weiß ich den schönsten
Ort. Dort liegt ein
rotblühende

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Der Mond ist aufgegangen

IX Der Mond ist
aufgegangen Und überstrahlt die
Welln; Ich halte mein Liebchen
umfangen, Und unsre Herzen
schwelln. Im Arm des holden
Kindes ruh ich al

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Angélique IX

IX Dieser Liebe toller
Fasching, Dieser Taumel unsrer
Herzen, Geht zu Ende, und
ernüchtert Gähnen wir einander
an! Ausgetrunken ist der Kelch, Der
mi

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Don Ramiro

IX Don Ramiro»Donna
Clara! Donna Clara! Heißgeliebte
langer Jahre! Hast beschlossen mein
Verderben, Und beschlossen ohn
Erbarmen. Donna Clara! Donna Clara!

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Katharina IX

IX Gesanglos war ich
und beklommen So lange Zeit - nun dicht
ich wieder! Wie Tränen, die uns
plötzlich kommen, So kommen plötzlich
auch die Lieder. Melodisc

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Zeitgedichte IX

IX Heinrich Auf dem
Schloßhof zu Canossa Steht der
deutsche Kaiser Heinrich, Barfuß und
im Büßerhemde, Und die Nacht ist kalt
und regnicht.

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Ich lag und schlief

IX Ich lag und
schlief, und schlief recht
mild, Verscheucht war Gram und
Leid; Da kam zu mir ein
Traumgebild, Die allerschönste
Maid. Sie war wie Marmelstein

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Romanzen IX

IX In der
Frühe Auf dem Faubourg
Saint-Marceau Lag der Nebel heute
morgen, Spätherbstnebel, dicht und
schwer, Einer weißen Nacht
vergleichbar.

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Zur Ollea IX

IX Kluge Sterne Die
Blumen erreicht der Fuß so
leicht, Auch werden zertreten die
meisten; Man geht vorbei und tritt
entzwei Die blöden wie die
dreisten.

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Meeresstille

size='4'>IX MeeresstilleMeeresstille!
Ihre Strahlen Wirft die Sonne auf das
Wasser, Und im wogenden
Geschmeide Zieht das Schiff die grünen
Furchen. Bei dem Steuer lieg
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Mit Rosen, Zypressen und Flittergold

IX Mit Rosen,
Zypressen und Flittergold Möcht ich
verzieren, lieblich und hold, Dies Buch
wie einen Totenschrein, Und sargen
meine Lieder hinein. O könnt
ich

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Seraphine IX

IX Schattenküsse,
Schattenliebe, Schattenleben,
wunderbar! Glaubst du, Närrin, alles
bliebe Unverändert, ewig wahr? Was
wir lieblich fest besessen, S

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Neuer Frühling IX

IX »Im Anfang war die
Nachtigall Und sang das Wort:
Züküht! Züküht! Und wie sie sang,
sproß überall Grüngras, Violen,
Apfelblüt. Sie biß sich in d

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Mythologie

Ja, Europa ist erlegen
- Wer kann Ochsen widerstehen? Wir
verzeihen auch Danäen - Sie erlag dem
goldnen Regen! Semele ließ sich
verführen - Denn sie dachte: eine
Wo

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Sehnsucht

Jedweder Geselle, sein
Mädel am Arm, Durchwandelt die
Lindenreihn; Ich aber, ich wandle, daß
Gott erbarm, Ganz
mutterseelallein. Mein Herz wird
beengt, mein Auge wird trüb

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Sehnsucht

Jedweder Geselle, sein
Mädel am Arm, Durchwandelt die
Lindenreihn; Ich aber, ich wandle, daß
Gott erbarm, Ganz
mutterseelenallein. Mein Herz wird
beengt, mein Auge wird trüb,

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Jegliche Gestalt bekleidend

Jegliche Gestalt
bekleidend, Bin ich stets in deiner
Nähe, Aber immer bin ich leidend, Und
du tust mir immer wehe. Wenn du,
zwischen Blumenbeeten Wandelnd in des
Somm

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Zu »Clarisse« V

Jetzt kannst du mit
vollem Recht, Gutes Mädchen, von mir
denken: Dieser Mensch ist wirklich
schlecht, Mich sogar sucht er zu
kränken - Mich, die niemals ihm
gesagt,

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Zu »Clarisse« I

Jetzt verwundet, krank
und leidend, In den schönsten
Sommertagen, Trag ich wieder, Menschen
meidend, Nach dem Wald die bittern
Klagen. Die geschwätzgen Vögel
schweigen

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Jetzt wohin

Jetzt wohin? Der dumme
Fuß Will mich gern nach Deutschland
tragen; Doch es schüttelt klug das
Haupt Mein Verstand und scheint zu
sagen: Zwar beendigt ist der
Krieg,

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Jetzt wohin?

Jetzt wohin? Der dumme
Fuß will mich gern nach Deutschland
tragen; doch es schüttelt klug das
Haupt mein Verstand und scheint zu
sagen: Zwar beendigt ist der
Krieg, doch d

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Jugend, die mir täglich schwindet

Jugend, die mir täglich
schwindet, Wird durch raschen Mut
ersetzt, Und mein kühnrer Arm
umwindet Noch viel schlankre Hüften
jetzt. Tat auch manche sehr
erschrocken,

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Jugend

Jugend, die mir täglich
schwindet, Wird durch raschen Mut
ersetzt, Und mein kühnrer Arm
umwindet Noch viel schlankre Hüften
jetzt. Tat auch manche sehr
erschrocken, Hat sie doch

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Kein Stammbuch

Kein Stammbuch?! - da hab
ich nachgedacht, Doch kaum wird es
Denkens bedürfen; Es gleichet gar bald
dem verschütteten Schacht, Weils
trostlos war, weiter zu
schürfen. Betr

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Aus einem »Kitty«-Zyklus IV

Kitty stirbt! und ihre
Wangen Seh ich immer mehr
erblassen. Dennoch kurz vor ihrem
Tode Muß ich Ärmster sie
verlassen. Kitty stirbt! und
kaltgebettet Liegt sie bald

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Küsse, die man stiehlt im Dunkeln

Küsse, die man stiehlt
im Dunkeln Und im Dunkeln
wiedergibt, Solche Küsse, wie
besel`gen Sie die Seele, wenn sie
liebt! Ahnend und
erinnrungsüchtig Denkt die Seele sich
d

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Der Hirtenknabe

König ist der
Hirtenknabe, Grüner Hügel ist sein
Thron; Über seinem Haupt die
Sonne Ist die große, goldne Kron. Ihm
zu Füßen liegen Schafe, Weiche
Schmeichler, rotbekre

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Der Hirtenknabe

König ist der
Hirtenknabe, Grüner Hügel ist sein
Thron; Über seinem Haupt die Sonne Ist
die große, goldne Kron. Ihm zu Füßen
liegen Schafe, Weiche Schmeichler,
rotbek

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Ruhelechzend

Laß bluten deine Wunden,
laß Die Tränen fließen unaufhaltsam
- Geheime Wollust schwelgt im
Schmerz, Und Weinen ist ein süßer
Balsam. Verwundet dich nicht fremde
Hand,

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Guter Rat

Laß dein Grämen und
dein Schämen! Werbe keck und fordre
laut, Und man wird sich dir
bequemen, Und du führest heim die
Braut. Wirf dein Gold den
Musikanten, Denn di

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Guter Rat

Laß dein Grämen und
dein Schämen! Werbe keck und fordre
laut, und man wird sich dir
bequemen, und du führest heim die
Braut. Wirf dein Geld den
Musikanten, denn die Fied

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An die Jungen

Laß dich nicht kirren,
laß dich nicht wirren Durch goldne
Äpfel in deinem Lauf! Die Schwerter
klirren, die Pfeile schwirren, Doch
halten sie nicht den Helden auf. Ein
küh

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Laß die heilgen Parabolen,...

Laß die heilgen
Parabolen, Laß die frommen Hypothesen
- Suche die verdammten Fragen Ohne
Umschweif uns zu lösen. Warum
schleppt sich blutend, elend, Unter
Kreuzlast

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Laß mich mit glühnden Zangen kneipen

Laß mich mit glühnden
Zangen kneipen, Laß grausam schinden
mein Gesicht, Laß mich mit Ruten
peitschen, stäupen - Nur warten,
warten laß mich nicht! Laß mit
Torturen al

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Laß mich mit glühnden Zangen kneipen

Laß mich mit glühnden
Zangen kneipen, Laß grausam schinden
mein Gesicht, Laß mich mit Ruten
peitschen, stäupen - Nur warten, warten
laß mich nicht! Laß mit Torturen
aller A

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Hans ohne Land

Leb wohl, mein Weib,
sprach Hans ohne Land, Mich rufen hohe
Zwecke; Ein andres Weidwerk harret
mein, Ich schieße jetzt andre
Böcke. Ich laß dir mein Jagdhorn
zurück, du k

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Frühlingsbotschaft

Leise zieht durch mein
Gemüt Liebliches Geläute. Klinge,
kleines Frühlingslied, Kling hinaus
ins Weite. Kling hinaus, bis an das
Haus, Wo die Blumen sprießen.

... weiterlesen


Frühlingsbotschaft

Leise zieht durch mein
Gemüt Liebliches Geläute. Klinge,
kleines Frühlingslied, Kling hinaus ins
Weite. Kling hinaus, bis an das
Haus, Wo die Blumen
sprießen. Wenn

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Leise zieht durch mein Gemüt

Leise zieht durch mein
Gemüt Liebliches Geläute. Klinge,
kleines Frühlingslied. Kling hinaus ins
Weite. Kling hinaus, bis an das
Haus, Wo die Blumen
sprießen. Wenn

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Mag da draußen Schnee sich türmen

LI Mag da draußen
Schnee sich türmen, Mag es hageln, mag
es stürmen, Klirrend mir ans Fenster
schlagen, Nimmer will ich mich
beklagen, Denn ich trage in der
Brust

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Vergiftet sind meine Lieder

LI Vergiftet sind
meine Lieder; -   Wie könnte es
anders sein?   Du hast mir ja Gift
gegossen   Ins blühende Leben
hinein. Vergiftet sind mein

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Solidität

Liebe sprach zum Gott der
Lieder, Sie verlange Sicherheiten, Ehe
sie sich ganz ergebe, Denn es wären
schlechte Zeiten. Lachend gab der
Gott zur Antwort: Ja, die Zeite

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Solidität

Liebe sprach zum Gott der
Lieder, sie verlange Sicherheiten, ehe
sie sich ganz ergebe denn es wären
schlechte Zeiten. Lachend gab der Gott
zur Antwort: Ja, die Zeiten sich

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Andre beten zur Madonne

LII Andre beten zur
Madonne, Andre auch zu Paul und
Peter; Ich jedoch, ich will nur
beten, Nur zu dir, du schöne
Sonne. Gib mir Küsse, gib mir
Wonne,

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Mir träumte wieder der alte Traum

LII Mir träumte
wieder der alte Traum: Es war eine
Nacht im Maie, Wir saßen unter dem
Lindenbaum, Und schwuren uns ewige
Treue. Das war ein Schwören und
Sch

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Verriet mein blasses Angesicht

LIII Verriet mein
blasses Angesicht Dir nicht mein
Liebeswehe? Und willst du, daß der
stolze Mund Das Bettelwort
gestehe? O, dieser Mund ist viel zu
stolz,

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Mein Wagen rollet langsam

LIV Mein Wagen rollet
langsam   Durch lustiges
Waldesgrün,   Durch blumige
Täler, die zaubrisch   Im
Sonnenglanze blühn. Ich sitze und
sinne

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Ich hab mir lang den Kopf zerbrochen

LIX Ich hab mir lang
den Kopf zerbrochen, Mit Denken und
Sinnen, Tag und Nacht, Doch deine
liebenswürdigen Augen, Sie haben mich
zum Entschluß gebracht. Jetz

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Allnächtlich im Traume

LVI Allnächtlich im
Traume seh ich dich, Und sehe dich
freundlich grüßen, Und lautaufweinend
stürz ich mich Zu deinen süßen
Füßen. Du siehst mich an we

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Habe mich mit Liebesreden

LVII Habe mich mit
Liebesreden Festgelogen an dein
Herz, Und, verstrickt in eigne
Fäden, Wird zum Ernste mir mein
Scherz. Wenn du dich, mit vollem
Rechte,

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Zu fragmentarisch ist Welt und Leben!

LVIII Zu
fragmentarisch ist Welt und Leben! Ich
will mich zum deutschen Professor
begeben. Der weiß das Leben
zusammenzusetzen, Und er macht ein
verständlich System daraus;

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Der Traumgott bracht mich

LX Der Traumgott
bracht mich in ein Riesenschloß, Wo
schwüler Zauberduft und
Lichterschimmer, Und bunte Menschenwoge
sich ergoß Durch labyrinthisch
vielverschlungne Zimmer

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Sie haben heut abend Gesellschaft

LX Sie haben heut
abend Gesellschaft, Und das Haus ist
lichterfüllt. Dort oben am hellen
Fenster Bewegt sich ein
Schattenbild. Du schaust mich nicht,
im Dunke

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Ich wollt, meine Schmerzen ergössen

LXI Ich wollt, meine
Schmerzen ergössen Sich all in ein
einziges Wort, Das gäb ich den
lustigen Winden, Die trügen es lustig
fort. Sie tragen zu dir,
Gelieb

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Am Kreuzweg wird begraben

LXII Am Kreuzweg wird
begraben Wer selber sich brachte
um; Dort wächst eine blaue Blume, Die
Armesünderblum. Am Kreuzweg stand
ich und seufzte; Die Na

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Wo ich bin

LXIII Wo ich bin, mich
rings umdunkelt Finsternis, so dumpf
und dicht, Seit mir nicht mehr
leuchtend funkelt, Liebste, deiner
Augen Licht. Mir erloschen ist
de

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Wir fuhren allein

LXIX Wir fuhren allein
im dunkeln Postwagen die ganze
Nacht; Wir ruhten einander am
Herzen, Wir haben gescherzt und
gelacht. Doch als es morgens
tagte,

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Die alten, bösen Lieder

LXV Die alten bösen
Lieder Die Träume schlimm und
arg, Die laßt uns jetzt
begraben, Holt einen großen
Sarg. Hinein leg ich gar
Manches, Doch sag ich

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Diesen liebenswürdgen Jüngling

LXV Diesen
liebenswürdgen Jüngling Kann man
nicht genug verehren; Oft traktiert er
mich mit Austern, Und mit Rheinwein und
Likören. Zierlich sitzt ihm Rock

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Mir träumt’ ich bin der liebe Gott

LXVI Mir träumt’:
ich bin der liebe Gott, Und sitz im
Himmel droben, Und Englein sitzen um
mich her, Die meine Verse loben. Und
Kuchen ess ich und Konfekt

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Ich hab Euch im besten Juli verlassen

LXVII Ich hab Euch im
besten Juli verlassen, Und finde Euch
wieder im Januar; Ihr saßet damals so
recht in der Hitze, Jetzt seid Ihr
gekühlt und kalt sogar.

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Von schönen Lippen fortgedrängt

LXVIII Von schönen
Lippen fortgedrängt, getrieben Aus
schönen Armen, die uns fest
umschlossen! Ich wäre gern noch einen
Tag geblieben, Da kam der Schwager
schon mit seine

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Das weiß Gott

LXX Das weiß Gott, wo
sich die tolle Dirne einquartieret
hat; Fluchend, in dem
Regenwetter, Lauf ich durch die ganze
Stadt. Bin ich doch von einem
Gasthof

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Wie dunkle Träme stehen

LXXI Wie dunkle
Träume stehen Die Häuser in langer
Reih; Tief eingehüllt im
Mantel, Schreite ich schweigend
vorbei. Der Turm der
Kathedrale Verkünde

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An deine schneeweiße Schulter

LXXIII An deine
schneeweiße Schulter Hab ich mein
Haupt gelehnt, Und heimlich kann ich
behorchen, Wonach dein Herz sich
sehnt. Es blasen die blauen
Husaren,

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Doch die Kastraten klagten

LXXIX Doch die
Kastraten klagten, Als ich meine Stimm
erhob; Sie klagten und sie sagten: Ich
sänge viel zu grob. Und lieblich
erhoben sie alle Die klei

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Bist du wirklich mir so feindlich

LXXVI Bist du wirklich
mir so feindlich, Bist du wirklich ganz
verwandelt? Aller Welt will ich es
klagen, Daß du mich so schlecht
behandelt. O ihr undankbaren

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Auf den Wällen Salamankas

LXXX Auf den Wällen
Salamankas Sind die Lüfte lind und
labend; Dort, mit meiner holden
Donna, Wandle ich am Sommerabend. Um
den schlanken Leib der Schönen

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Kaum sahen wir uns

LXXXII Kaum sahen wir
uns, und an Augen und Stimme Merkt ich,
daß du mir gewogen bist; Stand nicht
dabei die Mutter, die schlimme, Ich
glaube, wir hätten uns gleich
geküß

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Über die Berge steigt schon die Sonne

LXXXIII Über die
Berge steigt schon die Sonne, Die
Lämmerherde läutet fern; Mein
Liebchen, mein Lamm, meine Sonne und
Wonne, Noch einmal säh ich dich gar zu
gern!

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Dämmernd liegt der Sommerabend

LXXXV Dämmernd liegt
der Sommerabend Über Wald und grünen
Wiesen; Goldner Mond, im blauen
Himmel, Strahlt herunter, duftig
labend. An dem Bache zirpt die
Gr

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Nacht liegt auf den fremden Wegen

LXXXVI Nacht liegt auf
den fremden Wegen, Krankes Herz und
müde Glieder; - Ach, da fließt, wie
stiller Segen, Süßer Mond, dein Licht
hernieder. Süßer Mon

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Sag, wo ist dein schönes Liebchen

LXXXVIII »Sag, wo ist
dein schönes Liebchen, Das du einst so
schön besungen, Als die
zaubermächtgen Flammen Wunderbar dein
Herz durchdrungen?« Jene
Flamme

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König David

Lächelnd scheidet der
Despot, Denn er weiß, nach seinem
Tod Wechselt Willkür nur die
Hände, Und die Knechtschaft hat kein
Ende. Armes Volk! wie Pferd und
Farrn Ble

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König David

Lächelnd scheidet der
Despot, denn er weiß, nach seinem
Tod wechselt Willkür nur die
Hände, und die Knechtschaft hat kein
Ende. Armes Volk! wie Pferd und
Farrn bleibt es

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Mag da draußen

Mag da draußen Schnee
sich türmen, Mag es hageln, mag es
stürmen, Klirrend mir ans Fenster
schlagen, Nimmer will ich mich
beklagen, Denn ich trage in der
Brust Liebchens Bi

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Mag da draußen

Mag da draußen Schnee
sich türmen, Mag es hageln, mag es
stürmen, Klirrend mir ans Fenster
schlagen, Nimmer will ich mich
beklagen, Denn ich trage in der
Brust Liebchens Bild un

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Manch kostbar edle Perle

Manch kostbar edle Perle
birgt Der Ozean; manch schöne
Blume Küßt nie ein Menschenblick, nur
stumme Waldeinsamkeit schaut ihr
Erröten, Und trostlos in der
Wildnisöde Verg

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An meinen Bruder Max

Max! Du kehrst zurück
nach Rußlands Steppen, doch ein
großer Kuhschwanz Ist für dich die
Welt: Pläsier Bietet jede Schenke
dir. Du ergreifst die nächste
Grete, U

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An Fritz von Beughem!

Mein Fritz lebt nun im
Vaterland der Schinken, Im Zauberland,
wo Schweinebohnen blühen, Im dunkeln
Ofen Pumpernickel glühen, Wo
Dichtergeist erlahmt, und Verse
hinken. Mein

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III

Mein Herz, mein Herz ist
traurig, Doch lustig leuchtet der
Mai; Ich stehe, gelehnt an der
Linde, Hoch auf der alten
Bastei. Dort drunten fließt der
blaue Stadtgraben

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Die Heimkehr

Mein Herz, mein Herz ist
traurig, doch lustig leuchtet der
Mai; ich stehe, gelehnt an der
Linde, hoch auf der alten Bastei. Da
drunten fließt der blaue Stadtgraben
in stiller

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Die Heimkehr

Mein Herz, mein Herz ist
traurig, doch lustig leuchtet der
Mai; ich stehe, gelehnt an der
Linde, hoch auf der alten Bastei. Da
drunten fließt der blaue Stadtgraben in
still

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Mein Herz ist traurig

Mein Herz, mein Herz ist
traurig, Doch lustig leuchtet der
Mai; Ich stehe, gelehnt an der
Linde, Hoch auf der alten Bastei. Da
drunten fließt der blaue Stadtgraben in
stiller Ruh`

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Die Botschaft

Mein Knecht! steh auf und
sattle schnell, Und wirf dich auf dein
Roß, Und jage rasch durch Wald und
Feld Nach König Dunkans
Schloß. Dort schleiche in den Stall,
und wart,

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Die Botschaft

Mein Knecht! steh auf und
sattle schnell, Und wirf dich auf dein
Roß, Und jage rasch durch Wald und
Feld Nach König Dunkans Schloß. Dort
schleich dich in den Stall, und
wart,

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Mein Tag war heiter

Mein Tag war heiter,
glücklich meine Nacht. Mir jauchzte
stets mein Volk, wenn ich die Leier Der
Dichtkunst schlug. Mein Lied war Lust
und Feuer, Hat manche schöne Gluten
angefacht.

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Jehuda ben Halevy IV

Meine Frau ist nicht
zufrieden Mit dem vorigen
Kapitel, Ganz besonders in Bezug Auf
das Kästchen des Darius. Fast mit
Bitterkeit bemerkt sie: Daß ein
Ehemann, der wa

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In der Frühe

Meine gute, liebe
Frau, Meine gütge Frau
Geliebte, Hielt bereit den
Morgenimbiß Braunen Kaffee, weiße
Sahne. Und sie schenkt ihn selber
ein, scherzend, kosend, lieb

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Meinen schönsten Liebesantrag...

Meinen schönsten
Liebesantrag Suchst du ängstlich zu
verneinen; Frag ich dann: ob das ein
Korb sei? Fängst du plötzlich an zu
weinen. Selten bet ich, drum erhör
mich,

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Clarisse

Meinen schönsten
Liebesantrag suchst du ängstlich zu
verneinen; frag ich dann: ob das ein
Korb sei? fängst du plötzlich an zu
weinen. Selten bet ich, drum erhör
mich, l

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Ständchen eines Mauren

Meiner schlafenden
Zuleima Rinnt aufs Herz, ihr
Tränentropfen; Dann wird ja das süße
Herzchen Sehnsuchtvoll nach Abdul
klopfen. Meiner schlafenden
Zuleima Spielt um

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Mich locken nicht die Himmelsauen...

Mich locken nicht die
Himmelsauen Im Paradies, im selgen
Land; Dort find ich keine schönre
Frauen Als ich bereits auf Erden
fand. Kein Engel mit den feinsten
Schwingen

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Zum Lazarus 11

Mich locken nicht die
Himmelsauen Im Paradies, im selgen
Land; Dort find ich keine schönre
Frauen Als ich bereits auf Erden
fand. Kein Engel mit den feinsten
Schwingen

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Babylonische Sorgen

Mich ruft der Tod - Ich
wollt, o Süße, Daß ich dich in einem
Wald verließe, In einem jener
Tannenforsten, Wo Wölfe heulen, Geier
horsten Und schrecklich grunzt die
wilde Sau,

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Babylonische Sorgen

Mich ruft der Tod - Ich
wollt`, o Süße, Daß ich dich in einem
Wald verließe, In einem jener
Tannenforsten, Wo Wölfe heulen, Geier
horsten Und schrecklich grunzt die wilde
Sau,

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Caput XVIII

Minden ist eine feste
Burg, Hat gute Wehr und Waffen! Mit
preußischen Festungen hab ich
jedoch Nicht gerne was zu
schaffen. Wir kamen dort an zur
Abendzeit. Die Plank

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Deutschland. Ein Wintermärchen, Caput XVIII

Minden ist eine feste
Burg, Hat gute Wehr und Waffen! Mit
preußischen Festungen hab ich
jedoch Nicht gerne was zu
schaffen. Wir kamen dort an zur
Abendzeit. Die Plank

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Aus einem »Kitty«-Zyklus IX

Mir redet ein die
Eitelkeit, Daß du mich heimlich
liebest; Doch klügre Einsicht
flüstert mir, Daß du nur Großmut
übest; Daß du den Mann zu würdgen
strebst, Den

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Mit dummen Mädchen, hab ich ge...

Mit dummen Mädchen, hab
ich gedacht, Nichts ist mit dummen
anzufangen; Doch als ich mich an die
klugen gemacht, Da ist es mir noch
schlimmer ergangen. Die klugen waren
mir v

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Zum William Ratcliff 1

Mit starken Händen schob
ich von den Pforten Des dunkeln
Geisterreichs die rostgen
Eisenriegel; Vom roten Buch der Liebe
riß ich dorten Die urgeheimnisvollen
sieben Siegel; Und was

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Der Ex-Nachtwächter

Mißgelaunt, sagt man,
verließ er Stuttgart an dem
Neckarstrand, Und zu München an der
Isar Ward er
Schauspielintendant. Das ist eine
schöne Gegend Ebenfalls, es sc

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Morgens steh ich auf

Morgens steh ich auf und
frage: Kommt feins Liebchen heut, Abends
sink ich hin und klage: Ausblieb sie
auch heut. In der Nacht in meinem
Kummer Lieg ich schlaflos, wach;

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Die Lehre

Mutter zum
Bienelein: »Hüt dich vor
Kerzenschein!« Doch was die Mutter
spricht, Bienelein achtet
nicht; Schwirret ums Licht
herum, Schwirret mit
Sum-sum-sum,

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Die Lehre

Mutter zum
Bienelein: `Hüt dich vor
Kerzenschein!` Doch was die Mutter
spricht, Bienelein achtet
nicht; Schwirret ums Licht
herum, Schwirret mit Sum-sum-sum, Hört
nicht die

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Jehuda ben Halevy III

Nach der Schlacht bei
Arabella Hat der große Alexander Land
und Leute des Darius, Hof und Harem,
Pferde, Weiber, Elefanten und
Dariken, Kron und Szepter, goldnen
Plun

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Die Grenadiere

Nach Frankreich zogen
zwei Grenadier, Die waren in Rußland
gefangen, Und als sie kamen ins
deutsche Quartier, Sie ließen die
Köpfe hangen. Da hörten sie beide
die traurig

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Die Grenadiere

Nach Frankreich zogen
zwei Grenadier, Die waren in Rußland
gefangen. Und als sie kamen ins deutsche
Quartier, Sie ließen die Köpfe
hangen. Da hörten sie beide die
traurige Mä

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Nachts, erfaßt vom wilden Geiste

Nachts, erfaßt vom
wilden Geiste, Streck ich die geballten
Fäuste Drohend aus - jedoch
erschlafft Sinkt der Arm, mir fehlt die
Kraft. Leib und Seele sind
gebrochen,

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Verheißung

Nicht mehr barfuß sollst
du traben, Deutsche Freiheit, durch die
Sümpfe, Endlich kommst du auf die
Strümpfe, Und auch Stiefel sollst du
haben! Auf dem Haupte sollst du
tra

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Rationalistische Exegese

Nicht von Raben, nein mit
Raben Wurde Elias ernähret - Also
ohne Wunder haben Wir die Stelle uns
erkläret. Ja anstatt gebratner
Tauben, Gab man ihm gebratne
Raben,

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Nimmer glaub ich, junge Schöne,...

Nimmer glaub ich, junge
Schöne, Was die spröde Lippe
spricht; Solche große schwarze
Augen Solche hat die Tugend
nicht. Diese braungestreifte
Lüge, Streif sie ab; i

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Caput XXII

Noch mehr verändert als
die Stadt Sind mir die Menschen
erschienen, Sie gehn so betrübt und
gebrochen herum, Wie wandelnde
Ruinen. Die Mageren sind noch dünner
jetzt,

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Deutschland. Ein Wintermärchen, Caput XXII

Noch mehr verändert als
die Stadt Sind mir die Menschen
erschienen, Sie gehn so betrübt und
gebrochen herum, Wie wandelnde
Ruinen. Die Mageren sind noch dünner
jetzt,

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Einem Abtrünnigen

O des heilgen
Jugendmutes! O, wie schnell bist du
gebändigt! Und du hast dich, kühlern
Blutes, Mit den lieben Herrn
verständigt. Und du bist zu Kreuz
gekrochen, Zu

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An Hoffmann von Fallersleben

O Hoffmann, deutscher
Brutus, Wie bist du mutig und
kühn, Du setzest Läuse den
Fürsten In den Pelz, in den
Hermelin. Und wen es juckt, der
kratzt sich, Sie kratzen

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Romanzero - Hebräische Melodien

O laß nicht ohne
Lebensgenuß Dein Leben
verfließen! Und bist du sicher vor dem
Schuß, So laß sie nur
schießen. Fliegt dir das Glück
vorbei einmal, So faß es am

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Anno 1839

O, Deutschland, meine
ferne Liebe, Gedenk ich deiner, wein
ich fast! Das muntre Frankreich scheint
mir trübe, Das leichte Volk wird mir
zur Last. Nur der Verstand, so kalt
u

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O, habt ihr über Glück und Unglück

O, habt ihr über Glück
und Unglück noch Gewalt Ihr Götter! -
Gebt dem Glück auf heute viel’
Befehle. Denn Vater und Mutter, die
schöne Seele Feiern heute, ihren
schönsten Tag.

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O, mein genädiges Fräulein, erlaubt

O, mein genädiges
Fräulein, erlaubt Mir kranken Sohn der
Musen, Daß schlummernd ruhe mein
Sängerhaupt Auf Eurem
Schwanenbusen! »Mein Herr! wie
können Sie es wagen,

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Oben auf dem Rolandseck

Oben auf dem
Rolandseck Saß einmal ein
Liebesgeck, Seufzt’ sich fast das
Herz heraus, Kuckt’ sich fast die
Augen aus Nach dem hübschen
Klösterlein, Das da liegt im
stil

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Ahnung

Oben, wo die Sterne
glühen, Müssen uns die Freuden
blühen, Die uns unten sind
versagt; In des Todes kalten
Armen Kann das Leben erst
erwarmen, Und das Licht der Nacht
entta

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Caput XIX

Oh, Danton, du hast dich
sehr geirrt Und mußtest den Irrtum
büßen! Mitnehmen kann man das
Vaterland An den Sohlen, an den
Füßen. Das halbe Fürstentum
Bückeburg

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Deutschland. Ein Wintermärchen, Caput XIX

Oh, Danton, du hast dich
sehr geirrt Und mußtest den Irrtum
büßen! Mitnehmen kann man das
Vaterland An den Sohlen, an den
Füßen. Das halbe Fürstentum
Bückeburg

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Das goldne Kalb

oppelflöten, Hörner,
Geigen Spielen auf zum
Götzenreigen, Und es tanzen Jakobs
Töchter Um das goldne Kalb herum
- Brum - brum - brum - Paukenschläge
und Gelächter!

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Eduard

Panaschierter
Leichenwagen, Schwarzbehängte
Trauerpferde! Ihm, den sie zu Grabe
tragen, Glückte nichts auf dieser
Erde. War ein junger Mann. Er
hätte Gern wie andre

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Pfalzgräfin Jutta

Pfalzgräfin Jutta fuhr
über den Rhein, Im leichten Kahn, bei
Mondenschein. Die Zofe rudert, die
Gräfin spricht: »Siehst du die sieben
Leichen nicht, Die hinter uns
kommen

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Auferstehung

Posaunenruf erfüllt die
Luft, Und furchtbar schallt es
wider; Die Toten steigen aus der
Gruft, Und schütteln und rütteln die
Glieder. Was Beine hat, das trollt
sich fort,

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Neuer Frühling - Prolog

Prolog In
Gemäldegalerien Siehst du oft das
Bild des Manns, Der zum Kampfe wollte
ziehen, Wohlbewehrt mit Schild und
Lanz. Doch ihn necken Amoretten,
Rauben Lanze

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Vitzliputzli

Präludium Dieses ist
Amerika! Dieses ist die neue
Welt! Nicht die heutige, die
schon Europäisieret abwelkt.
- Dieses ist die neue Welt! Wie sie
Christ

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Vitzliputzli

Präludium Dieses ist
Amerika! Dieses ist die Neue Welt! Nicht
die heutige, die schon Europäisieret
abwelkt. - Dieses ist die Neue
Welt, Wie sie Christo

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Diesseits und jenseits des Rheins

Sanftes Rasen, wildes
Kosen, Tändeln mit den glühnden
Rosen, Holde Lüge, süßer Dunst, Die
Veredlung roher Brunst, Kurz, der Liebe
heitre Kunst - Da seid Meister ihr,
Fran

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Saphire sind die Augen

Saphire sind die Augen
dein, Die lieblichen, die süßen. O,
dreimal glücklich ist der Mann, Den sie
mit Liebe grüßen. Dein Herz, es ist
ein Diamant, Der edle Lichter spr

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Schattenküsse, Schattenliebe

Schattenküsse,
Schattenliebe, Schattenleben,
wunderbar! Glaubst du, Närrin, alles
bliebe Unverändert, ewig wahr? Was wir
lieblich fest besessen, Schwindet hin,
wie Träum

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Widmung zu den »Reisebildern« III

Schau hinein ins Buch, da
drinnen Siehst du Nebelmenschen
schwanken, Siehst wie blutende
Gedanken Durch die weißen Herzen
rinnen. Aber auch lebendge
Rosen Lachen blü

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Doktrin

Schlage die Trommel und
fürchte dich nicht, Und küsse die
Marketenderin! Das ist die ganze
Wissenschaft, Das ist der Bücher
tiefster Sinn. Trommle die Leute aus
dem Schlaf

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Doktrin

Schlage die Trommel und
fürchte dich nicht, und küsse die
Marketenderin! Das ist die ganze
Wissenschaft, das ist der Bücher
tiefster Sinn. Trommle die Leute aus
dem Schlaf,

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Schwarze Röcke

Schwarze Röcke,
Seidenstrümpfe weiße, höfliche
Manschetten, sanfte Reden,
embrassieren, wenn sie doch nur Herzen
hätten. Herzen in der Brust und
Liebe, warme Liebe in d

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Zu »Clarisse« IV

Schütz Euch Gott vor
Überhitzung, Allzu starke
Herzensklopfung, Allzu riechbarliche
Schwitzung, Und vor
Magenüberstopfung. Wie am Tage Eurer
Hochzeit, Sei die Liebe

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Schöne, wirtschaftliche Dame

Schöne, wirtschaftliche
Dame, Haus und Hof ist
wohlbestellt, Wohlversorgt ist Stall
und Keller, Wohlbeackert ist das
Feld. Jeder Winkel in dem Garten Ist
gereutet und

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Sei mir gegrüßt, du große

Sei mir gegrüßt, du
große, Geheimnisvolle Stadt, Die einst
in ihrem Schoße Mein Liebchen
umschlossen hat. Sagt an, ihr Türme
und Tore, Wo ist die Liebste
mein? Eu

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Selig dämmernd, sonder Harm

Selig dämmernd, sonder
Harm, Liegt der Mensch in Freundes
Arm; Da kommt plötzlich wies
Verhängnis Des Consiliums
Bedrängnis, Und weit fort von seinen
Lieben, Muß der Mens

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Sie haben mich gequält

Sie haben mich
gequälet, Geärgert blau und blaß, Die
einen mit ihrer Liebe, Die andern mit
ihrem Haß. Sie haben das Brot mir
vergiftet, Sie gossen mir Gift ins
Glas,

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Ein Weib

Sie hatten sich beide so
herzlich lieb, Spitzbübin war sie, er
war ein Dieb. Wenn er Schelmenstreiche
machte, Sie warf sich aufs Bett und
lachte. Der Tag verging in Freud
un

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Ein Weib

Sie hatten sich beide so
herzlich lieb, Spitzbübin war sie, er
war ein Dieb. Wenn er Schelmenstreiche
machte, Sie warf sich aufs Bett und
lachte. Der Tag verging in Freud und
Lus

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Sie küßten mich mit ihren falschen Lippen

Sie küßten mich mit
ihren falschen Lippen, Sie haben mir
kredenzt den Saft der Reben, Sie haben
mich dabei mit Gift vergeben - Das
taten mir die Magen und die
Sippen. Es sc

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Am Teetisch

Sie saßen und tranken am
Teetisch, und sprachen von Liebe
viel. Die Herren, die waren
ästhetisch, die Damen von zartem
Gefühl. `Die Liebe muss sein
platonisch`, der

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Sie saßen und tranken am Teetisch...

Sie saßen und tranken am
Teetisch und sprachen von Liebe
viel. Die Herren, die waren
ästhetisch, die Damen von zartem
Gefühl. `Die Liebe muß sein
platonisch`, der dürre

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Bertha

Sie tat so fromm, sie tat
so gut, Ich glaubt einen Engel zu
lieben; Sie schrieb die schönsten
Briefe mir, Und konnt keine Blume
betrüben. In Bälde sollte Hochzeit
sein,

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Michel nach dem März

Solang ich den deutschen
Michel gekannt, War er ein
Bärenhäuter; Ich dachte im März, er
hat sich ermannt Und handelt fürder
gescheuter. Wie stolz erhob er das
blonde Haup

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Warnung

Solche Bücher läßt du
drucken! Teurer Freund, du bist
verloren! Willst du Geld und Ehre
haben, Mußt du dich gehörig
ducken. Nimmer hätt ich dir
geraten, So zu sprechen

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Sonnenaufgang

Sonne,
purpurgeborene, Glänzend im Glanz der
Rubinenkron Und des goldenen
Mantels, Steigest Du empor Aus Deinem
Palast von Kristall; Vor Dir, wie
Blumenmädchen am Fe

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Neuer Frühling

Sorge nie, daß ich
verrate Meine Liebe vor der Welt, Wenn
mein Mund ob deiner Schönheit Von
Metaphern überquellt. Unter einem Wald
von Blumen Liegt, in still verborgner
H

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Sterne mit den goldnen Füßchen...

Sterne mit den goldnen Füßchen
Wandeln droben bang und sacht,
Daß sie nicht die Erde wecken,
Die da schläft im Schoß der Nacht.
Der Berliner Musenalmanach für 1830

Stieglitz Singe nur
fort, wir hören Dich gern. Wie die
treffliche Gattin Liebe die Muse; sie
liebt innig, wie jene, Dich
fast. Chamisso Bist Du der Alte doch
stets, des Pega

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Bergidylle - 3

Still versteckt der Mond
sich draußen Hinterm grünen
Tannenbaum, Und im Zimmer unsre
Lampe Flackert matt und leuchtet
kaum. Aber meine blauen
Sterne Strahlen auf in

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An den Hofrat Georg S. in Göttingen

Stolz und gebietend ist
des Leibes Haltung, Doch Sanftmut sieht
man um die Lippen schweben, Das Auge
blitzt, und alle Muskeln beben, Doch
bleibt im Reden ruhige
Entfaltung. S

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Stunden, Tage, Ewigkeiten

Stunden, Tage,
Ewigkeiten Sind es, die wie Schnecken
gleiten; Diese grauen
Riesenschnecken Ihre Hörner weit
ausrecken. Manchmal in der öden
Leere, Manchmal in dem Ne

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Bergidylle - 2

Tannenbaum, mit grünen
Fingern, Pocht ans niedre
Fensterlein, Und der Mond, der stille
Lauscher, Wirft sein goldnes Licht
herein. Vater, Mutter schnarchen
leise In de

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Meergruß

Thalatta! Thalatta! Sei
mir gegrüßt, du ewiges Meer! Sei mir
gegrüßt zehntausendmal, Aus
jauchzendem Herzen, Wie einst dich
begrüßten Zehntausend
Griechenherzen,

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Der Asra

Täglich ging die
wunderschöne Sultanstochter auf und
nieder Um die Abendzeit am
Springbrunn, Wo die weißen Wasser
plätschern. Täglich stand der junge
Sklave Um di

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Der Asra

Täglich ging die
Wunderschöne Sultanstochter auf und
nieder Um die Abendzeit am
Springbrunn, wo die weißen Wasser
Plätschern. Täglich stand der junge
Sklave Um die Aben

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Stoßseufzer

Unbequemer neuer
Glauben! Wenn sie uns den Herrgott
rauben, Hat das Fluchen auch ein End
- Himmel-Herrgott-Sakrament! Wir
entbehren leicht das Beten, Doch das
Fluchen

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Caput V

Und als ich an die
Rheinbrück’ kam, Wohl an die
Hafenschanze, Da sah ich fließen den
Vater Rhein Im stillen
Mondenglanze. `Sei mir gegrüßt,
mein Vater Rhein, Wie

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Deutschland. Ein Wintermärchen, Caput V

Und als ich an die
Rheinbrück’ kam, Wohl an die
Hafenschanze, Da sah ich fließen den
Vater Rhein Im stillen
Mondenglanze. »Sei mir gegrüßt,
mein Vater Rhein, Wi

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Und bist du erst mein ehlich Weib

Und bist du erst mein
ehlich Weib, Dann bist du zu
beneiden, Dann lebst du in lauter
Zeitvertreib, In lauter Pläsier und
Freuden. Und wenn du schiltst und wenn
du tobst, Ich

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Und bist du erst mein ehlich Weib

Und bist du erst mein
ehlich Weib, Dann bist du zu
beneiden, Dann lebst du in lauter
Zeitvertreib, In lauter Pläsier und
Freuden. Und wenn du schiltst und wenn
du tobst, Ic

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Aus einem »Kitty«-Zyklus II

Unsre Seelen bleiben
freilich, In platonischer
Empfindung, Fest vereinigt,
unzerstörbar Ist die geistige
Verbindung. Ja sogar im
Trennungsfalle Fänden sie doch
leich

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Valkyren

Unten Schlacht. Doch oben
schossen Durch die Luft auf
Wolkenrossen Drei Valkyren, und es
klang Schilderklirrend ihr
Gesang: Fürsten hadern, Völker
streiten, Jeder wi

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Der Gesang der Okeaniden

V Abendlich blasser
wird es am Meer, Und einsam, mit seiner
einsamen Seele, Sitzt dort ein Mann auf
dem kahlen Strand, Und schaut,
todkalten Blickes, hinauf Nach der
w

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Lied des Gefangenen

V Als meine
Großmutter die Lise behext, Da wollten
die Leut sie verbrennen. Schon hatte
der Amtmann viel Dinte verklext, Doch
wollte sie nicht bekennen. Und
a

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Romanzen V

V Aus einem
Briefe (Die Sonne spricht:) Was
gehn dich meine Blicke an? Das ist der
Sonne gutes Recht, Sie strahlt auf den
Herrn wie auf den Knecht;

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Emma V

V Bin ich bei dir,
Zank und Not! Und ich will mich
fortbegeben! Doch das Leben ist kein
Leben Fern von dir, es ist der
Tod. Grübelnd lieg ich in der
Nacht,

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Dein Angesicht so lieb und schön

V Dein Angesicht so
lieb und schön, Das hab ich jüngst im
Traum gesehn, Es ist so mild und
engelgleich, Und doch so bleich, so
schmerzenbleich. Und nur die L

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Die Nacht ist feucht und stürmisch

V Die Nacht ist feucht
und stürmisch, Der Himmel
sternenleer; Im Wald unter rauschenden
Bäumen, Wandle ich schweigend
einher. Es flimmert fern ein
Lichtchen

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Clarisse V

V Es kommt zu spät,
was du mir lächelst, Was du mir
seufzest, kommt zu spät! Längst sind
gestorben die Gefühle, Die du so
grausam einst verschmäht. Zu
sp

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Zeitgedichte V

V Geheimnis Wir
seufzen nicht, das Aug ist trocken, Wir
lächeln oft, wir lachen gar! In keinem
Blick, in keiner Miene, Wird das
Geheimnis offenbar.

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Neuer Frühling V

V Gekommen ist der
Maie, Die Blumen und Bäume blühn,
Und durch die Himmelsbläue Die
rosigen Wolken ziehn. Die
Nachtigallen singen Herab aus der
l

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Katharina V

V Ich liebe solche
weiße Glieder, Der zarten Seele
schlanke Hülle, Wildgroße Augen und
die Stirne Umwogt von schwarzer
Lockenfülle! Du bist so recht die
re

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Zur Ollea V

V inter Die Kälte
kann wahrlich brennen Wie Feuer. Die
Menschenkinder Im Schneegestöber
rennen Und laufen immer
geschwinder. O, bittre Winterh

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Hortense V

V Neue Melodien spiel
ich Auf der neugestimmten Zither. Alt
ist der Text! Es sind die
Worte Salomos: Das Weib ist
bitter. Ungetreu ist sie dem
Freunde,

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Schöpfungslieder V

V Sprach der Herr am
sechsten Tage: Hab am Ende nun
vollbracht Diese große, schöne
Schöpfung, Und hab alles gut
gemacht. Wie die Sonne
rosengoldig In

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Was treibt und tobt mein tolles Blut

V Was treibt und tobt
mein tolles Blut? Was flammt mein Herz
in wilder Glut? Es kocht mein Blut und
schäumt und gärt, Und grimme Glut
mein Herz verzehrt. Das

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Angélique V

V Wenn ich, beseligt
von schönen Küssen, In deinen Armen
mich wohl befinde, Dann mußt du mir
nie von Deutschland reden; - Ich kanns
nicht vertragen - es hat seine
Gründe.

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Seraphine V

V Wie neubegierig die
Möwe Nach uns herüberblickt, Weil
ich an deine Lippen So fest mein Ohr
gedrückt! Sie möchte gerne
wissen, Was deinem Mund entq

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Unterwelt V

V »Zuweilen dünkt es
mich, als trübe Geheime Sehnsucht
deinen Blick - Ich kenn es wohl, dein
Mißgeschick: Verfehltes Leben,
verfehlte Liebe! Du nickst so
t

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Verdroßnen Sinn im kalten Herzen...

Verdroßnen Sinn im
kalten Herzen hegend, Reis ich
verdrießlich durch die kalte Welt, Zu
Ende geht der Herbst, ein Nebel
hält Feuchteingehüllt die abgestorbne
Gegend. Die Winde

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Verlaß Berlin

Verlaß Berlin, mit
seinem dicken Sande Und dünnen Tee und
überwitzgen Leuten, Die Gott und Welt,
und was sie selbst bedeuten, Begriffen
längst mit Hegelschem Verstande. Komm
m

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Warnung

Verletze nicht durch
kalten Ton Den Jüngling, welcher
dürfrig, fremd, Um Hilfe bittend, zu
dir kömmt - Er ist vielleicht ein
Göttersohn. Siehst du ihn wieder
einst, sodan

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Zur Ollea VI

VI Altes
Kaminstück Draußen ziehen weiße
Flocken Durch die Nacht, der Sturm ist
laut; Hier im Stübchen ist es
trocken, Warm und einsam,
stillvertraut.

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Zeitgedichte VI

VI Bei des
Nachtwächters Ankunft zu
Paris »Nachtwächter mit langen
Fortschrittsbeinen, Du kommst so
verstört einhergerannt! Wie geht es
daheim den lieben Meinen,

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Katharina VI

VI Der Frühling
schien schon an dem Tor Mich freundlich
zu erwarten. Die ganze Gegend steht im
Flor Als wie ein Blumengarten. Die
Liebste sitzt an meiner Seit

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Schöpfungslieder VI

VI Der Stoff, das
Material des Gedichts, Das saugt sich
nicht aus dem Finger; Kein Gott
erschafft die Welt aus nichts, So wenig
wie irdische Singer. Aus
vorgef

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Im süßen Traum, bei stiller Nacht

VI Im süßen Traum,
bei stiller Nacht, Da kam zu mir, mit
Zaubermacht, Mit Zaubermacht, die
Liebste mein, Sie kam zu mir ins
Kämmerlein. Ich schau sie an,
da

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Neuer Frühling VI

VI Leise zieht durch
mein Gemüt Liebliches
Geläute. Klinge, kleines
Frühlingslied, Kling hinaus ins
Weite. Kling hinaus, bis an das
Haus, Wo die Blum

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Hortense VI

VI Nicht lange
täuschte mich das Glück, Das du mir
zugelogen, Dein Bild ist wie ein
falscher Traum Mir durch das Herz
gezogen. Der Morgen kam, die Sonne
schi

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Emma VI

VI Schon mit ihren
schlimmsten Schatten Schleicht die
böse Nacht heran; Unsre Seelen, sie
ermatten, Gähnend schauen wir uns
an. Du wirst alt und ich noch
äl

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Seraphine VI

VI Sie floh vor mir
wie ’n Reh so scheu, Und wie ein Reh
geschwinde! Sie kletterte von Klipp zu
Klipp, Ihr Haar, das flog im
Winde. Wo sich zum Meer der
Fels

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Romanzen VI

VI Unstern Der
Stern erstrahlte so munter, Da fiel er
vom Himmel herunter. Du fragst mich,
Kind, was Liebe ist? Ein Stern in einem
Haufen Mist.

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Die Götter Griechenlands

VI Vollblühender
Mond! In deinem Licht, Wie fließendes
Gold, erglänzt das Meer; Wie
Tagesklarheit, doch dämmrig
verzaubert, Liegts über der weiten
Strandesfläche;

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Warte, warte, wilder Schiffsmann

VI Warte, warte, wilde
Schiffsmann, Gleich folg ich zum Hafen
dir; Von zwei Jungfraun nehm ich
Abschied, Von Europa und von
Ihr. Blutquell, rinn aus meinen
Aug

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Angélique VI

VI Während ich nach
andrer Leute, Andrer Leute Schätze
spähe, Und vor fremden
Liebestüren Schmachtend auf- und
nieder gehe: Treibts vielleicht die
andren L

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Zum Hausfrieden

Viele Weiber, viele
Flöhe, Viele Flöhe, vieles Jucken
- Tun sie heimlich dir ein
Wehe, Darfst du dennoch dich nicht
mucken. Denn sie rächen, schelmisch
lächelnd, S

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Zum Hausfrieden

Viele Weiber, viele
Flöhe, Viele Flöhe, vieles Jucken
- Tun sie heimlich dir ein Wehe, Darfst
du dennoch dich nicht mucken, Denn sie
rächen, schelmisch lächelnd, Sich
zu

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Romanzen VII

VII Anno 1829 Daß
ich bequem verbluten kann, Gebt mir ein
edles, weites Feld! Oh, laßt mich
nicht ersticken hier In dieser engen
Krämerwelt!

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Seraphine VII

VII Auf diesem Felsen
bauen wir Die Kirche von dem
dritten, Dem dritten neuen
Testament; Das Leid ist
ausgelitten. Vernichtet ist das
Zweierlei, Das uns

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Neuer Frühling VII

VII Der Schmetterling
ist in die Rose verliebt, Umflattert
sie tausendmal, Ihn selber aber, goldig
zart, Umflattert der liebende
Sonnenstrahl. Jedoch, in wen i

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Zeitgedichte VII

VII Der
Tambourmajor Das ist der alte
Tambourmajor, Wie ist er jetzt
herunter! Zur Kaiserzeit stand er in
Flor, Da war er glücklich und
munter.

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Angélique VII

VII Ja freilich, du
bist mein Ideal, Habs dir ja oft
bekräftigt Mit Küssen und Eiden
sonder Zahl; Doch heute bin ich
beschäftigt. Komm morgen zwischen
zwei

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Katharina VII

VII Jüngstens
träumte mir: spazieren In dem
Himmelreiche ging ich, Ich mit dir -
denn ohne dich Wär der Himmel eine
Hölle. Dort sah ich die
Auserwählten,

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Nachts in der Kajüte

VII Nachts in der
KajüteDas Meer hat seine Perlen, Der
Himmel hat seine Sterne, Aber mein
Herz, mein Herz, Mein Herz hat seine
Liebe. Groß ist das Meer und
d

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Zur Ollea VII

size='4'>VII Sehnsüchtelei In dem
Traum siehst du die stillen Fabelhaften
Blumen prangen; Und mit Sehnsucht und
Verlangen Ihre Düfte dich
erfüllen. Do
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Schöpfungslieder VII

VII Warum ich
eigentlich erschuf Die Welt, ich will
es gern bekennen: Ich fühlte in der
Seele brennen Wie Flammenwahnsinn, den
Beruf. Krankheit ist wohl der
l

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Wir saßen am Fischerhause

VII Wir saßen am
Fischerhause, Und schauten nach der
See; Die Abendnebel kamen, Und stiegen
in die Höh. Im Leuchtturm wurden die
Lichter Allmählig an

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Laß die heilgen Parabolen...

VIII Zum Lazarus Laß
die heilgen Parabolen, Laß die frommen
Hypothesen - Suche die verdammten
Fragen Ohne Umschweif uns zu
lösen. Warum schleppt sich
bluten

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Mich locken nicht die Himmelsa...

VIII. Zum Lazarus Mich
locken nicht die Himmelsauen Im
Paradies, im selgen Land; Dort find ich
keine schönre Frauen Als ich bereits
auf Erden fand. Kein Engel

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Romanzen VIII

VIII Anno 1839 O,
Deutschland, meine ferne Liebe, Gedenk
ich deiner, wein ich fast! Das muntre
Frankreich scheint mir trübe, Das
leichte Volk wird mir zur Las

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Die Heimführung

VIII Die
HeimführungIch geh nicht allein, mein
feines Lieb, Du mußt mit mir
wandern Nach der lieben, alten,
schaurigen Klause, In dem trüben,
kalten, traurigen Hause,

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Du schönes Fischermädchen

VIII Du schönes
Fischermädchen, Treibe den Kahn ans
Land; Komm zu mir und setz dich
nieder, Wir kosen Hand in Hand. Leg
an mein Herz dein Köpfchen, U

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Zeitgedichte VIII

VIII Entartung Hat
die Natur sich auch verschlechtert, Und
nimmt sie Menschenfehler an? Mich
dünkt, die Pflanzen und die Tiere, Sie
lügen jetzt wie jedermann

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Neuer Frühling VIII

VIII Es erklingen alle
Bäume, Und es singen alle Nester -
Wer ist der Kapellenmeister In dem
grünen Waldorchester? Ist es dort
der graue Kiebitz,

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Der Phönix

VIII Es kommt ein
Vogel geflogen aus Westen, Er fliegt
gen Osten, Nach der östlichen
Gartenheimat, Wo Spezereien duften und
wachsen, Und Palmen rauschen und
Brunnen k

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Es stehen unbeweglich

VIII Es stehen
unbeweglich   Die Sterne in der
Höh,   Viel tausend Jahr, und
schauen   Sich an mit
Liebesweh. Sie sprechen eine
Sprache,

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Sturm

VIII Es wütet der
Sturm, Und er peitscht die Wellen, Und
die Welln, wutschäumend und
bäumend, Türmen sich auf, und es
wogen lebendig Die weißen
Wasserberge,

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Seraphine VIII

VIII Graue Nacht liegt
auf dem Meere, Und die kleinen Sterne
glimmen. Manchmal tönen in dem
Wasser Lange hingezogne
Stimmen. Dorten spielt der alte
Nordwind

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Zur Ollea VIII

VIII Helena Du hast
mich beschworen aus dem Grab Durch
deinen Zauberwillen, Belebtest mich mit
Wollustglut - Jetzt kannst du die Glut
nicht stillen.

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Katharina VIII

VIII in jeder hat zu
diesem Feste Sein liebes Liebchen
mitgebracht, Und freut sich der
blühenden Sommernacht; - Ich wandle
allein, mir fehlt das Beste. Ich
wa

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Angélique VIII

VIII Schaff mich nicht
ab, wenn auch den Durst Gelöscht der
holde Trunk; Behalt mich noch ein
Vierteljahr, Dann hab auch ich
genung. Kannst du nicht mehr
Geli

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Zum Lazarus 7

Vom Schöppenstuhle der
Vernunft Bist du vollständig
freigesprochen; Das Urteil sagt: die
Kleine hat Durch Tun und Reden nichts
verbrochen. Ja, stumm und tatlos
standest du,

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Caput XX

Von Harburg fuhr ich in
einer Stund’ Nach Hamburg. Es war
schon Abend. Die Sterne am Himmel
grüßten mich, Die Luft war lind und
labend. Und als ich zu meiner Frau
Mutter

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Deutschland. Ein Wintermärchen, Caput XX

Von Harburg fuhr ich in
einer Stund’ Nach Hamburg. Es war
schon Abend. Die Sterne am Himmel
grüßten mich, Die Luft war lind und
labend. Und als ich zu meiner Frau
Mutter

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Caput VIII

Von Köllen bis Hagen
kostet die Post Fünf Taler sechs
Groschen preußisch. Die Diligence war
leider besetzt, Und ich kam in die
offene Beichais’. Ein
Spätherbstmorgen fe

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Deutschland. Ein Wintermärchen, Caput VIII

Von Köllen bis Hagen
kostet die Post Fünf Taler sechs
Groschen preußisch. Die Diligence war
leider besetzt, Und ich kam in die
offene Beichais’. Ein
Spätherbstmorgen, f

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Caput IX

Von Köllen war ich drei
Viertel auf acht Des Morgens
fortgereiset; Wir kamen nach Hagen
schon gegen drei, Da ward zu Mittag
gespeiset. Der Tisch war gedeckt.
Hier fand ich g

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Deutschland. Ein Wintermärchen, Caput IX

Von Köllen war ich drei
Viertel auf acht Des Morgens
fortgereiset; Wir kamen nach Hagen
schon gegen drei, Da ward zu Mittag
gespeiset. Der Tisch war gedeckt.
Hier fand ich g

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Zu »Yolanthe und Marie«

Vor der Brust die
trikoloren Blumen, sie bedeuten:
frei, Dieses Herz ist frei
geboren, Und es haßt die
Sklaverei. Königin Marie, die
Vierte Meines Herzens, höre jet

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Schöne Wiege meiner Leiden

VSchöne Wiege meiner
Leiden, Schönes Grabmal meiner
Ruh, Schöne Stadt, wir müssen
scheiden, - Lebe wohl! ruf ich dir
zu. Lebe wohl, du heilge
Schwelle, Wo da wande

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Lotosblume

Wahrhaftig, wir beide
bilden Ein kurioses Paar, Die Liebste
ist schwach auf den Beinen, Der
Liebhaber lahm sogar. Sie ist ein
leidendes Kätzchen, Und er ist krank
wie

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Lotosblume

Wahrhaftig, wir beide
bilden Ein kurioses Paar, Die Liebste
ist schwach auf den Beinen, Der
Liebhaber lahm sogar. Sie ist ein
leidendes Kätzchen, Und er ist krank
wie ein H

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Erinnerung an Hammonia

Waisenkinder, zwei und
zwei, Wallen fromm und froh
vorbei, Tragen alle blaue
Röckchen, Haben alle rote Bäckchen
- O, die hübschen
Waisenkinder! Jeder sieht sie an
g

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Warte, wilder Schiffmann

Warte, warte, wilder
Schiffmann, gleich folg` ich zum Hafen
dir; von zwei Jungfraun nehm` ich
Abschied, von Europa und von
ihr. Blutquell, rinn` aus meinen
Augen, Blutquell,

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Caput XXVII

Was sich in jener
Wundernacht Des weitern
zugetragen, Erzähl ich euch ein
andermal, In warmen Sommertagen. Das
alte Geschlecht der
Heuchelei Verschwindet, Gott sei
Da

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Deutschland. Ein Wintermärchen, Caput XXVII

Was sich in jener
Wundernacht Des weitern
zugetragen, Erzähl ich euch ein
andermal, In warmen Sommertagen. Das
alte Geschlecht der
Heuchelei Verschwindet, Gott sei
Da

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Mittelalterliche Roheit

Weicht dem Aufschwung
schöner Künste: Instrument moderner
Bildung Ist vorzüglich das
Klavier. Auch die Eisenbahnen
wirken Heilsam aufs
Familienleben, Sintemal sie u

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Wartet nur

Weil ich so ganz
vorzüglich blitze, Glaubt Ihr, daß
ich nicht donnert könnt! Ihr irrt Euch
sehr, denn ich besitze Gleichfalls
fürs Donnern ein Talent. Es wird
sich grause

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Welch ein zierlich Ebenmaß

Welch ein zierlich
Ebenmaß In den hochgeschossnen
Gliedern! Auf dem schlanken Hälschen
wiegt sich Ein bezaubernd kleines
Köpfchen. Reizend halb und halb auch
rührend

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Welcher Frevel

Welcher Frevel, Freund!
Abtrünnig Wirst du deiner fetten
Hanne, Und du liebst jetzt jene
spinnig Dürre, magre
Marianne! Läßt man sich vom
Fleische locken, Das ist

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Welcher Frevel...

Welcher Frevel, Freund!
Abtrünnig Wirst du deiner fetten
Hanne, Und du liebst jetzt jene
spinnig Dürre, magre Marianne! Läßt
man sich vom Fleische locken, Das ist
immer

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Wahrhaftig

Wenn der Frühling kommt
mit dem Sonnenschein, dann knospen und
blühen die Blümlein auf; Wenn der
Mond beginnt seinen Strahlenlauf, Dann
schwimmen die Sternlein
hintendrein; Wenn d

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Wenn der Frühling kommt

Wenn der Frühling kommt
mit dem Sonnenschein, Dann knospen und
blühen die Blümlein auf; Wenn der
Mond beginnt seinen Strahlenlauf, Dann
schwimmen die Sternlein
hinterdrein; Wenn d

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Wenn ich an deinem Hause

Wenn ich an deinem
Hause Des Morgens vorübergeh, So
freut`s mich, du liebe Kleine, Wenn ich
dich am Fenster seh. Mit deinen
schwarzbraunen Augen Siehst du mich
forschend an

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Wenn ich auf dem Lager

Wenn ich auf dem Lager
liege, In Nacht und Kissen gehüllt, So
schwebt mir vor ein süßes, Anmutig
liebes Bild. Wenn mir der stille
Schlummer Geschlossen die Augen
kaum,

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Wenn ich bei meiner Liebsten bin

Wenn ich bei meiner
Liebsten bin Dann geht das Herz mir
auf Dann dünk ich mich reich in meinem
Sinn Und frag: ob die Welt zu
Kauf? Doch wenn ich wieder scheiden
tu Au

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Wenn ich in deine Augen seh

Wenn ich in deine Augen
seh, So schwindet all mein Leid und
Weh; Doch wenn ich küsse deinen
Mund, So werd ich ganz und gar
gesund. Wenn ich mich lehn an deine
Brust, Kommts

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Wenn ich, beseligt von schönen Küssen,...

Wenn ich, beseligt von
schönen Küssen, In deinen Armen mich
wohl befinde, Dann mußt du mir nie von
Deutschland reden; ­ Ich kanns nicht
vertragen ­ es hat seine
Gründe.

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Wenn ich...

Wenn ich, beseligt von
schönen Küssen, In deinen Armen mich
wohl befinde, Dann mußt du mir nie von
Deutschland reden, – Ich kanns
nicht vertragen – es hat seine
Gründe.

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Wenn junge Herzen brechen

Wenn junge Herzen
brechen, So lachen drob die
Sterne, Sie lachen und sie
sprechen Herab aus der blauen
Ferne: »Die armen Menschen
lieben Sich zwar mit vollen
Seelen,

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Romanzero - Historien

Wenn man an dir Verrat
geübt, Sei du um so treuer; Und ist
deine Seele zu Tode betrübt, So greife
zur Leier.Die Saiten klingen! Ein
Heldenlied, Voll Flammen und
Gluten! Da s

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Wenn sich die Blutegel vollgesogen

Wenn sich die Blutegel
vollgesogen, Man streut auf ihren
Rücken bloß Ein bißchen Salz, und
sie fallen ab - Doch dich, mein Freund,
wie werd ich dich los? Mein Freund,
mein

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Himmelsbräute

Wer dem Kloster geht
vorbei Mitternächtlich, sieht die
Fenster Hell erleuchtet. Ihren
Umgang Halten dorten die
Gespenster. Eine düstre
Prozession Toter Ursulinerinne

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Wer ein Herz hat

Wer ein Herz hat und im
Herzen Liebe trägt, ist
überwunden Schon zur Hälfte; und so
lieg ich Jetzt geknebelt und gebunden -
- - Wenn ich sterbe, wird die
Zunge Ausg

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Epilog

Wie auf dem Felde die
Weizenhalmen, So wachsen und wogen im
Menschengeist Die Gedanken. Aber die
zarten Gedanken der Liebe Sind wie
lustig dazwischenblühende, Rot und
blaue Blumen

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Zu »Clarisse« VI

Wie du knurrst und lachst
und brütest, Wie du dich verdrießlich
windest, Wenn du ohne selbst zu
lieben Dennoch Eifersucht
empfindest! Nicht die duftig rote
Rose Will

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Zu »Angelique« I

Wie entwickeln sich doch
schnelle, Aus der flüchtigsten
Empfindung, Leidenschaften ohne
Grenzen Und die zärtlichste
Verbindung! Täglich wächst zu
dieser Dame Meine

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Maria Antoinette

Wie heiter im
Tuilerienschloß Blinken die
Spiegelfenster, Und dennoch dort am
hellen Tag Gehn um die alten
Gespenster. Es spukt im Pavillon de
Flor’ Maria Antoinett

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Caput XXIV

Wie ich die enge
Sahltrepp’ hinauf- Gekommen, ich kann
es nicht sagen; Es haben unsichtbare
Geister mich Vielleicht
hinaufgetragen. Hier, in Hammonias
Kämmerlein, V

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Deutschland. Ein Wintermärchen, Caput XXIV

Wie ich die enge
Sahltrepp’ hinauf- Gekommen, ich kann
es nicht sagen; Es haben unsichtbare
Geister mich Vielleicht
hinaufgetragen. Hier, in Hammonias
Kämmerlein, V

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Wie langsam kriechet sie dahin,...

Wie langsam kriechet sie
dahin, Die Zeit, die schauderhafte
Schnecke! Ich aber, ganz
bewegungslos Blieb ich hier auf
demselben Flecke. In meine dunkle
Zelle dringt Kei

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Zum Lazarus 3

Wie langsam kriechet sie
dahin, Die Zeit, die schauderhafte
Schnecke! Ich aber, ganz
bewegungslos Blieb ich hier auf
demselben Flecke. In meine dunkle
Zelle dringt Kei

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Wie neubegierig die Möwe

Wie neubegierig die
Möwe Nach uns herüberblickt, Weil ich
an deine Lippen So fest mein Ohr
gedrückt! Sie möchte gerne
wissen, Was deinem Mund entquillt, Ob du
mein

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Burleskes Sonett

Wie nähm die Armut bald
bei mir ein Ende, Wüßt ich den Pinsel
kunstgerecht zu führen Und hübsch mit
bunten Bildern zu verzieren Der Kirchen
und der Schlösser stolze
Wände.

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Wie schändlich du gehandelt...

Wie schändlich du
gehandelt, Ich hab es den Menschen
verhehlet, Und bin hinausgefahren aufs
Meer, Und hab es den Fischen
erzählet. Ich laß dir den guten
Namen Nur auf dem

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Wie schön er ist

Wie schön er ist, so
qualvoll auch Mit seinen
Feuerbränden, Ist dieses Lebens
Fiebertraum - Laß bald, o Gott, ihn
enden. Erschließe mir dein
Schattenland, Ich will

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Erinnerung aus Krähwinkels Schreckenstagen

Wir Bürgermeister und
Senat, Wir haben folgendes
Mandat Stadtväterlichst an alle
Klassen Der treuen Bürgerschaft
erlassen. Ausländer, Fremde, sind es
meist, Die un

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Wir haben viel füreinander gefühlt...

Wir haben viel
füreinander gefühlt, und dennoch uns
gar vortrefflich vertragen, wir haben
oft `Mann und Frau` gespielt, und
dennoch uns nicht gerauft und
geschlagen. Wir haben zusammen

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Wir müssen zugleich uns betrüben

Wir müssen zugleich uns
betrüben Und lachen, wenn wir
schaun, Daß sich die Herzen
lieben Und sich die Köpfe nicht
traun. Fühlst du, mein süßes
Liebchen, Wie lie

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Wir saßen am Fischerhause

Wir saßen am
Fischerhause, Und schauten nach der
See; Die Abendnebel kamen, Und stiegen
in die Höh`. Im Leuchtturm wurden die
Lichter Allmählich angesteckt, Und in

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Zur Beruhigung

Wir schlafen ganz, wie
Brutus schlief - Doch jener erwachte und
bohrte tief In Cäsars Brust das kalte
Messer! Die Römer waren
Tyrannenfresser. Wir sind keine Römer,
wir rauchen

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Wo

Wo wird einst des
Wandermüden Letzte Ruhestätte
sein? Unter Palmen in dem
Süden? Unter Linden an dem
Rhein? Werd ich wo in einer
Wüste Eingescharrt von fremder
Han

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König Richard

Wohl durch der Wälder
einödige Pracht Jagt ungestüm ein
Reiter; Er bläst ins Horn, er singt
und lacht Gar seelenvergnügt und
heiter. Sein Harnisch ist von starkem
Erz,

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Worte! Worte! keine Taten!

Worte! Worte! keine
Taten! Niemals Fleisch, geliebte
Puppe, Immer Geist und keinen
Braten, Keine Knödel in der
Suppe! Doch vielleicht ist dir
zuträglich Nicht die wi

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Caput II

Während die Kleine von
Himmelslust Getrillert und
musizieret, Ward von den preußischen
Douaniers Mein Koffer
visitieret. Beschnüffelten alles,
kramten herum In Hemd

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Deutschland. Ein Wintermärchen, Caput II

Während die Kleine von
Himmelslust Getrillert und
musizieret, Ward von den preußischen
Douaniers Mein Koffer
visitieret. Beschnüffelten alles,
kramten herum In Hemd

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Zu »Clarisse« II

Wälderfreie
Nachtigallen Singen wild und ohne
Regel, Besser müssen dir
gefallen Flatternde
Kanarienvögel. Diese gelben zahmen
Dinger Seh ich dich im Käfig
füttern

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Seraphine X

X Das Fräulein stand
am Meere Und seufzte lang und bang, Es
rührte sie so sehre Der
Sonnenuntergang. Mein Fräulein! sein
Sie munter, Das ist ein alte

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Zur Ollea X

X Die
Engel Freilich, ein ungläubger
Thomas, Glaub ich an den Himmel
nicht, Den die Kirchenlehre Romas Und
Jerusalems verspricht. Doch die
Exis

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Die Lotosblume ängstigt

X Die Lotosblume
ängstigt Sich vor der Sonne
Pracht, Und mit gesenktem
Haupte Erwartet sie träumend die
Nacht. Der Mond, der ist ihr
Buhle, Er weckt s

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Neuer Frühling X

X Es hat die warme
Frühlingsnacht Die Blumen
hervorgetrieben, Und nimmt mein Herz
sich nicht in acht, So wird es sich
wieder verlieben. Doch welche von
den

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Zeitgedichte X

X Lebensfahrt Ein
Lachen und Singen! Es blitzen und
gaukeln Die Sonnenlichter. Die Wellen
schaukeln Den lustigen Kahn. Ich saß
darin Mit lieben Freunden und l

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Romanzen X

X Ritter
Olaf 1 Vor dem Dome stehn zwei
Männer, Tragen beide rote Röcke, Und
der eine ist der König, Und der Henker
ist der andre.

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Seegespenst

X Ich aber lag am Rande
des Schiffes, Und schaute, träumenden
Auges, Hinab in das spiegelklare
Wasser, Und schaute tiefer und tiefer
- Bis tief, im
Meeresgrunde, Anfan

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Zeitgedichte XI

XI Das neue
israelitische Hospital zu Hamburg Ein
Hospital für arme, kranke Juden, Für
Menschenkinder, welche dreifach
elend, Behaftet mit den bösen drei
Gebresten

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Die Minnesänger

XI Die MinnesängerZu
dem Wettgesange schreiten Minnesänger
jetzt herbei; Ei, das gibt ein seltsam
Streiten, Ein gar seltsames
Turnei! Phantasie, die
schäume

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Romanzen XI

XI Die Nixen Am
einsamen Strande plätschert die
Flut, Der Mond ist aufgegangen, Auf
weißer Düne der Ritter ruht, Von
bunten Träumen befangen.

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Neuer Frühling XI

XI Es drängt die Not,
es läuten die Glocken, Und ach! ich
hab den Kopf verloren! Der Frühling
und zwei schöne Augen, Sie haben sich
wider mein Herz verschworen.

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Seraphine XI

XI Mit schwarzen
Segeln segelt mein Schiff Wohl über
das wilde Meer; Du weißt, wie sehr ich
traurig bin, Und kränkst mich doch so
schwer. Dein Herz ist treu

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Reinigung

XI ReinigungBleib du
in deiner Meerestiefe, Wahnsinniger
Traum, Der du einst so manche
Nacht Mein Herz mit falschem Glück
gequält hast, Und jetzt, als
Seegespenst,

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Neuer Frühling XII

XII Ach, ich sehne
mich nach Tränen, Liebestränen,
schmerzenmild, Und ich fürchte, dieses
Sehnen Wird am Ende noch
erfüllt. Ach, der Liebe süßes
Elend

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Romanzen XII

XII Bertrand de
Born Ein edler Stolz in allen
Zügen, Auf seiner Stirn
Gedankenspur, Er konnte jedes Herz
besiegen, Bertrand de Born, der
Troubadour.

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Der Abend kommt gezogen

XII Der Abend kommt
gezogen, Der Nebel bedeckt die
See; Geheimnisvoll rauschen die
Wogen, Da steigt es weiß in die
Höh. Die Meerfrau steigt aus den
Wellen,

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Die Fensterschau

XII Der bleiche
Heinrich ging vorbei, Schön Hedwig lag
am Fenster. Sie sprach halblaut: Gott
steh mir bei, Der unten schaut bleich
wie Gespenster! Der unten e

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Du liebst mich nicht

XII Du liebst mich
nicht, du liebst mich nicht, Das
kümmert mich gar wenig; Schau ich dir
nur ins Angesicht, So bin ich froh wie
’n König. Du hassest, hass

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Zeitgedichte XII

XII Georg
Herwegh Mein Deutschland trank sich
einen Zopf, Und du, du glaubtest den
Toasten! Du glaubtest jedem
Pfeifenkopf Und seinen
schwarz-rot-goldnen Quast

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Frieden

XII Hoch am Himmel
stand die Sonne, Von weißen Wolken
umwogt, Das Meer war still, Und
sinnend lag ich am Steuer des
Schiffes, Träumerisch sinnend, - und
halb im Wach

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Seraphine XII

XII Wie schändlich du
gehandelt, Ich hab es den Menschen
verhehlet, Und bin hinausgefahren aufs
Meer, Und hab es den Fischen
erzählet. Ich laß dir den
guten

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Neuer Frühling XIII

XIII Die blauen
Frühlingsaugen Schaun aus dem Gras
hervor; Das sind die lieben
Veilchen, Die ich zum Strauß
erkor. Ich pflücke sie und
denke, Und die

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Zeitgedichte XIII

XIII Die
Tendenz Deutscher Sänger! sing und
preise Deutsche Freiheit, daß dein
Lied Unsrer Seelen sich bemeistre Und
zu Taten uns begeistre, In
Marsei

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Seraphine XIII

XIII Es ziehen die
brausenden Wellen Wohl nach dem
Strand; Sie schwellen und
zerschellen Wohl auf dem Sand. Sie
kommen groß und kräftig, Ohn
Unterlaß

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Romanzen XIII

XIII Frühling Die
Wellen blinken und fließen dahin - Es
liebt sich so lieblich im Lenze! Am
Flusse sitzt die Schäferin Und windet
die zärtlichsten Kränze.

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Der wunde Ritter

XIII Ich weiß eine
alte Kunde, Die hallet dumpf und
trüb: Ein Ritter liegt
liebeswunde, Doch treulos ist sein
Lieb. Als treulos muß er
verachten Die

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O schwöre nicht

XIII O schwöre nicht
und küsse nur, Ich glaube keinem
Weiberschwur! Dein Wort ist süß, doch
süßer ist Der Kuß, den ich dir
abgeküßt! Den hab ich, und dran
gla

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XIII

XIII Wenn ich an
deinem Hause Des Morgens vorüber
geh, So freuts mich, du liebe
Kleine, Wenn ich dich am Fenster
seh, Mit deinen schwarzbraunen
Augen S

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Romanzen XIV

XIV Ali Bey Ali
Bey, der Held des Glaubens, Liegt
beglückt in
Mädchenarmen. Vorgeschmack des
Paradieses Gönnt ihm Allah schon auf
Erden. Odal

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Auf meiner Herzliebsten äugelein

XIV Auf meiner
Herzliebsten Äugelein Mach ich die
schönsten Kanzonen. Auf meiner
Herzliebsten Mündchen klein Mach ich
die besten Terzinen. Auf meiner
Herzliebsten W

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Zeitgedichte XIV

XIV Das Kind Den
Frommen schenkts der Herr im
Traum, Weißt nicht, wie dir
geschah! Du kriegst ein Kind und merkst
es kaum, Jungfrau Germania. E

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Seraphine XIV

XIV Es ragt ins Meer
der Runenstein, Da sitz ich mit meinen
Träumen. Es pfeift der Wind, die
Möwen schrein, Die Wellen, die wandern
und schäumen. Ich habe g

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Wasserfahrt

XIV WasserfahrtIch
stand gelehnet an den Mast, Und zählte
jede Welle. Ade! mein schönes
Vaterland! Mein Schiff, das segelt
schnelle! Ich kam schön
Liebchens

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Neuer Frühling XIV

XIV Wenn du mir
vorüberwandelst, Und dein Kleid
berührt mich nur, Jubelt dir mein
Herz, und stürmisch Folgt es deiner
schönen Spur. Dann drehst du dich
um,

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Zeitgedichte XIX

XIX An den
Nachtwächter (Bei späterer
Gelegenheit) Verschlechtert sich
nicht dein Herz und dein Stil, So magst
du treiben jedwedes Spiel; Mein
Freund

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Ja, du bist elend

XIX Ja, du bist elend,
und ich grolle nicht; - Mein Lieb, wir
sollen beide elend sein! Bis uns der
Tod das kranke Herze bricht, Mein Lieb,
wir sollen beide elend sein!

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Romanzen XIX

XIX Klagelied eines
altdevtschen Jünglings Wohl dem, dem
noch die Tugend lacht, Weh dem, der sie
verlieret! Es haben mich armen
Jüngling Die bösen Gesellen

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Lebensgruß

XIX Lebensgruß
(Stammbuchblatt) Eine große
Landstraß ist unsere Erd, Wir Menschen
sind Passagiere; Man rennet und jaget,
zu Fuß und zu Pferd, Wie Läufer
o

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Neuer Frühling XIX

XIX Wieder ist das
Herz bezwungen, Und der öde Groll
verrauchet, Wieder zärtliche Gefühle
Hat der Mai mir eingehauchet. Spät
und früh durcheil ich wied

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Neuer Frühling XL

XL Die holden Wünsche
blühen, Und welken wieder ab, Und
blühen und welken wieder - So geht es
bis ans Grab. Das weiß ich, und das
vertrübet Mir al

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Wie der Mond sich leuchtend dränget

XL Wie der Mond sich
leuchtend dränget Durch den dunkeln
Wolkenflor, Also taucht aus dunkeln
Zeiten Mir ein lichtes Bild
hervor. Saßen all auf dem
Verdecke,

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Mir träumte von einem Königskind

XLI Mir träumte von
einem Königskind, Mit nassen, blassen
Wangen; Wir saßen unter der grünen
Lind, Und hielten uns
liebumfangen. »Ich will nicht deines
Va

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Neuer Frühling XLI

XLI Wie ein
Greisenantlitz droben Ist der Himmel
anzuschauen, Roteinäugig und umwoben
Von dem Wolkenhaar, dem
grauen. Blickt er auf die Erde
nieder,

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Mein Liebchen, wir saßen beisammen

XLII Mein Liebchen,
wir saßen beisammen, Traulich im
leichten Kahn. Die Nacht war still, und
wir schwammen Auf weiter
Wasserbahn. Die Geisterinsel, die
schön

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Neuer Frühling XLII

XLII Verdroßnen Sinn
im kalten Herzen hegend, Reis ich
verdrießlich durch die kalte Welt, Zu
Ende geht der Herbst, ein Nebel
hält Feuchteingehüllt die abgestorbne
Gegend.

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Teurer Freund! Was soll es nützen

XLII »Teurer Freund!
Was soll es nützen, Stets da alte Lied
zu leiern? Willst du ewig brütend
sitzen Auf den alten
Liebes-Eiern? Ach! das ist ein ewig
Gatte

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Neuer Frühling XLIII

size='4'>XLIII Spätherbstnebel,
kalte Träume, Überfloren Berg und
Tal, Sturm entblättert schon die
Bäume, Und sie schaun gespenstisch
kahl. Nur ein einzger, trau
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Werdet nur nicht ungeduldig

XLIII Werdet nur nicht
ungeduldig, Wenn von alten
Leidensklängen Manche noch vernehmlich
tönen In den neuesten
Gesängen. Wartet nur, es wird
verhallen

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Neuer Frühling XLIV

XLIV Himmel grau und
wochentäglich! Auch die Stadt ist noch
dieselbe! Und noch immer blöd und
kläglich Spiegelt sie sich in der
Elbe. Lange Nasen, noch la

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Nun ist es Zeit

XLIV Nun ist es Zeit,
daß ich mit Verstand Mich aller
Torheit entledge; Ich hab so lang als
ein Komödiant Mit dir gespielt die
Komödie. Die prächtgen Kulis

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Wenn zwei voneinander scheiden

XLIX Wenn zwei
voneinander scheiden,   So geben
sie sich die Händ,   Und fangen
an zu weinen,   Und seufzen ohne
End. Wir haben nicht geweinet,

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Am leuchtenden Sommermorgen

XLV Am leuchtenden
Sommermorgen Geh ich im Garten
herum. Es flüstern und sprechen die
Blumen, Ich aber, ich wandle
stumm. Es flüstern und sprechen die
Blumen

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Den König Wiswamitra

XLV Den König
Wiswamitra, Den treibts ohne Rast und
Ruh, Er will durch Kampf und
Büßung Erwerben Wasischtas Kuh. O,
König Wiswamitra, O, welch ein
O

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Es leuchtet meine Liebe

XLVI Es leuchtet meine
Liebe, In ihrer dunklen
Pracht, Wie’n Märchen traurig und
trübe, Erzählt in der
Sommernacht. »Im Zaubergarten
wallen Zwei B

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Herz, mein Herz, sei nicht beklommen

XLVI Herz, mein Herz,
sei nicht beklommen, Und ertrage dein
Geschick, Neuer Frühling gibt
zurück, Was der Winter dir
genommen. Und wie viel ist dir
geblieben

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Sie haben mich gequälet

XLVII Sie haben mich
gequälet, Geärgert blau und
blaß. Die Einen mit ihrer Liebe, Die
Andern mit ihrem Haß. Sie haben das
Brot mir vergiftet, Sie go

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Neuer Frühling XV

XV Die schlanke
Wasserlilje Schaut träumend empor aus
dem See; Da grüßt der Mond
herunter Mit lichtem
Liebesweh. Verschämt senkt sie das
Köpfchen

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Die Welt ist dumm

XV Die Welt ist dumm,
die Welt ist blind, Wird täglich
abgeschmackter! Sie spricht von dir,
mein schönes Kind, Du hast keinen
guten Charakter. Die Welt ist
d

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Romanzen XV

XV Psyche In der
Hand die kleine Lampe, In der Brust die
große Glut, Schleichet Psyche zu dem
Lager, Wo der holde Schläfer
ruht. Sie errötet

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Zeitgedichte XV

size='4'>XV Verheißung Nicht mehr
barfuß sollst du traben, Deutsche
Freiheit, durch die Sümpfe, Endlich
kommst du auf die Strümpfe, Und auch
Stiefeln sollst du habe
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Seraphine XV

XVDas Meer erstrahlt im
Sonnenschein, Als ob es golden
wär. Ihr Brüder, wenn ich
sterbe, Versenkt mich in das
Meer. Hab immer das Meer so
liebgehabt,

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Am fernen Horizonte

XVI Am fernen
Horizonte Erscheint, wie ein
Nebelbild, Die Stadt mit ihren
Türmen, In Abenddämmrung
gehüllt. Ein feuchter Windzug
kräuselt Die graue

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An eine Sängerin

XVI An eine
Sängerin Als sie eine alte Romanze
sang Ich denke noch der
Zaubervollen, Wie sie zuerst mein Auge
sah! Wie ihre Töne lieblich
klangen Und

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Zeitgedichte XVI

XVI Der
Wechselbalg Ein Kind mit großem
Kürbiskopf, Hellblondem Schnurrbart,
greisem Zopf, Mit spinnig langen, doch
starken Ärmchen, Mit Riesenmagen, doch
k

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Romanzen XVI

XVI Die
Unbekannte Meiner goldgelockten
Schönen Weiß ich täglich zu
begegnen, In dem
Tuileriengarten, Unter den
Kastanienbäumen. Täglich ge

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Neuer Frühling XVI

XVI Wenn du gute Augen
hast, Und du schaust in meine Lieder,
Siehst du eine junge Schöne Drinnen
wandeln auf und nieder. Wenn du gute
Ohren hast, K

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Zeitgedichte XVII

XVII Der Kaiser von
China Mein Vater war ein trockner
Taps, Ein nüchterner Duckmäuser, Ich
aber trinke meinen Schnaps Und bin ein
großer Kaiser.

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Sei mir gegrüßt

XVII Sei mir
gegrüßt, du große, Geheimnisvolle
Stadt, Die einst in ihrem Schoße Mein
Liebchen umschlossen hat. Sagt an,
ihr Türme und Tore, Wo ist

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Neuer Frühling XVII

XVII Was treibt dich
umher, in der Frühlingsnacht? Du hast
die Blumen toll gemacht, Die Veilchen,
sie sind erschrocken! Die Rosen, sie
sind vor Scham so rot, Die Lilj

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Romanzen XVII

XVII Wechsel Mit
Brünetten hats eine Ende! Ich gerate
dieses Jahr Wieder in die blauen
Augen, Wieder in das blonde
Haar. Die Blondine, die ich

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Wie die Wellenschaumgeborene

XVII Wie die
Wellenschaumgeborene Strahlt mein Lieb
im Schönheitsglanz, Denn sie ist das
auserkorene Bräutchen eines fremden
Manns. Herz, mein Herz, du
vielg

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Romanzen XVIII

XVIII Fortuna Frau
Fortuna, ganz umsunst Tust du spröde!
deine Gunst Weiß ich mir, durch Kampf
und Ringen, Zu erbeuten, zu
erzwingen. Überwä

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Gespräch auf der Paderborner Heide

XVIII Gespräch auf
der Paderborner Heide Hörst du nicht
die fernen Töne, Wie von Brummbaß und
von Geigen? Dorten tanzt wohl manche
Schöne Den geflügelt l

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Ich grolle nicht

XVIII Ich grolle
nicht, und wenn das Herz auch
bricht, Ewig verlornes Lieb! ich grolle
nicht. Wie du auch strahlst in
Diamantenpracht, Es fällt kein Strahl
in deines Herzens

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Zeitgedichte XVIII

XVIII Kirchenrat
Prometheus Ritter Paulus, edler
Räuber, Mit gerunzelt düstren Stirnen
Schaun die Götter auf dich nieder,
Dich bedroht das höchste
Zürne

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Neuer Frühling XVIII

XVIII Mit deinen
blauen Augen Siehst du mich lieblich
an, Da wird mir so träumend zu Sinne,
Daß ich nicht sprechen kann. An
deine blauen Augen Ged

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So wandl ich wieder den alten Weg

XVIII So wandl ich
wieder den alten Weg, Die wohlbekannten
Gassen; Ich komme vor meiner Liebsten
Haus, Das steht so leer und
verlassen. Die Straßen sind doch

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Neuer Frühling XX

XX Die Rose duftet -
doch ob sie empfindet Das, was sie
duftet, ob die Nachtigall Selbst
fühlt, was sich durch unsre Seele
windet Bei ihres Liedes süßem
Widerhall; -

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Romanzen XX

XX Laß ab! Der Tag
ist in die Nacht verliebt, Der
Frühling in den Winter, Das Leben
verliebt in den Tod - Und du, du
liebest mich! Du liebst m

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Still ist die Nacht

XX Still ist die
Nacht, es ruhen die Gassen, In diesem
Hause wohnte mein Schatz; Sie hat schon
längst die Stadt verlassen, Doch steht
noch das Haus auf demselben
Platz.

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Zeitgedichte XX

XX Zur
Beruhigung Wir schlafen ganz, wie
Brutus schlief - Doch jener erwachte
und bohrte tief In Cäsars Brust das
kalte Messer! Die Römer waren
Tyrannenfress

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Romanzen XXI

XXI Frau
Mette (Nach dem Dänischen) Herr
Peter und Bender saßen beim Wein, Herr
Bender sprach: Ich wette, Bezwänge
dein Singen die ganze Welt,

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Zeitgedichte XXI

XXI Verkehrte
Welt Das ist ja die verkehrte
Welt, Wir gehen auf den Köpfen! Die
Jäger werden dutzendweis Erschossen
von den Schnepfen. Die Kä

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Neuer Frühling XXI

XXI Weil ich dich
liebe, muß ich fliehend Dein Antlitz
meiden - zürne nicht. Wie paßt dein
Antlitz, schön und blühend, Zu meinem
traurigen Gesicht! Weil i

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So hast du ganz und gar vergessen

XXI So hast du ganz und
gar vergessen, Daß ich so lang dein
Herz besessen, Dein Herzchen so süß
und so falsch und so klein, Es kann
nirgend was süßres und falscheres
sein.

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Romanzen XXII

XXII Begegnung Wohl
unter der Linde erklingt die Musik, Da
tanzen die Burschen und Mädel, Da
tanzen zwei, die niemand kennt, Sie
schaun so schlank und edel.

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Zeitgedichte XXII

size='4'>XXII Erleuchtung Michel!
fallen dir die Schuppen Von den Augen?
Merkst du itzt, Daß man dir die besten
Suppen Vor dem Maule
wegstibitzt? Als Er
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Neuer Frühling XXII

XXII Ich wandle unter
Blumen Und blühe selber mit; Ich
wandle wie im Traume, Und schwanke bei
jedem Schritt. O, halt mich fest,
Geliebte! Vor Liebestru

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Und wüßtens die Blumen

XXII Und wüßtens die
Blumen, die kleinen, Wie tief verwundet
mein Herz, Sie würden mit mir
weinen, Zu heilen meinen
Schmerz. Und wüßtens die
Nachtigallen,

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Die Jungfrau schläft in der Kammer

XXII »Die Jungfrau
schläft in der Kammer, Der Mond schaut
zitternd hinein; Da draußen singt es
und klingt es, Wie
Walzermelodein. Ich will mal schaun
aus de

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Romanzen XXIII

XXIII König Harald
Harfagar Der König Harald
Harfagar Sitzt unten in
Meeresgründen Bei seiner schönen
Wasserfee; Die Jahre kommen und
schwinden.

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Zeitgedichte XXIII

XXIII Wartet
nur Weil ich so ganz vorzüglich
blitze, Glaubt ihr, daß ich nicht
donnern könnt! Ihr irrt euch sehr,
denn ich besitze Gleichfalls fürs
Donnern

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Warum sind denn die Rosen so blaß

XXIII Warum sind denn
die Rosen so blaß, O sprich, mein
Lieb, warum? Warum sind denn im grünen
Gras Die blauen Veilchen so
stumm? Warum singt denn mit so
kl

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Neuer Frühling XXIII

XXIII Wie des Mondes
Abbild zittert In den wilden
Meereswogen, Und er selber still und
sicher Wandelt an dem
Himmelsbogen: Also wandelst du,
Geliebte,

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Neuer Frühling XXIV

XXIV Es haben unsre
Herzen Geschlossen die heilge
Allianz; Sie lagen fest
aneinander, Und sie verstanden sich
ganz. Ach, nur die junge Rose, Die
deine B

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Ich unglückselger Atlas

XXIV Ich
unglückselger Atlas! eine Welt, Die
ganze Welt der Schmerzen, muß ich
tragen, Ich trage Unerträgliches, und
brechen Will mir das Herz im
Leibe. Du

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Zeitgedichte XXIV

size='4'>XXIV Nachtgedanken Denk
ich an Deutschland in der Nacht, Dann
bin ich um den Schlaf gebracht, Ich
kann nicht mehr die Augen
schließen. Und meine heißen
Trän
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Neuer Frühling XXIX

XXIX Es war ein alter
König, Sein Herz war schwer, sein
Haupt war grau; Der arme alte
König, Er nahm eine junge Frau. Es
war ein schöner Page, Blond

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Und als ich so lange, so lange gesäumt

XXIX Und als ich so
lange, so lange gesäumt, In fremden
Landen geschwärmt und geträumt; Da
ward meiner Liebsten zu lang die
Zeit, Und sie nähete sich ein
Hochzeitskleid,

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Die Linde blühte

XXV Die Linde blühte,
die Nachtigall sang, Die Sonne lachte
mit freundlicher Lust; Da küßtest du
mich, und dein Arm mich umschlang, Da
presstest du mich an die
schwellende

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Neuer Frühling XXV

XXV Sag mir, wer einst
die Uhren erfund, Die Zeitabteilung,
Minute und Stund? Das war ein frierend
trauriger Mann. Er saß in der
Winternacht und sann, Und zählte
der

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Mir träumte traurig schaute der Mond

XXVI Mir träumte:
traurig schaute der Mond, Und traurig
schienen die Sterne; Es trug mich zur
Stadt, wo Liebchen wohnt, Viel hundert
Meilen ferne. Es hat mich

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Neuer Frühling XXVI

XXVI Wie die Nelken
duftig atmen! Wie die Sterne, ein
Gewimmel Goldner Bienen, ängstlich
schimmern An dem veilchenblauen
Himmel! Aus dem Dunkel der
Kastani

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Wir haben viel füreinander gefühlt

XXVI Wir haben viel
füreinander gefühlt, Und dennoch uns
gar vortrefflich vertragen. Wir haben
oft »Mann und Frau« gespielt, Und
dennoch uns nicht gerauft und
geschlagen.

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Du bliebest mir treu am längsten

XXVII Du bliebest mir
treu am längsten, Und hast dich für
mich verwendet, Und hast mir Trost
gespendet In meinen Nöten und
Ängsten. Du gabest mir Trank
und

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Neuer Frühling XXVII

XXVII Hab ich nicht
dieselben Träume Schon geträumt von
diesem Glücke? Warens nicht dieselben
Bäume, Blumen, Küsse,
Liebesblicke? Schien der Mond
nicht

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Der bleiche, herbstliche Halbmond

XXVIII Der bleiche,
herbstliche Halbmond Lugt aus den
Wolken heraus; Ganz einsam liegt auf
dem Kirchhof Das stille
Pfarrerhaus. Die Mutter liest in der
Bibel,

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Neuer Frühling XXVIII

XXVIII Küsse, die man
stiehlt im Dunkeln Und im Dunkeln
wiedergibt, Solche Küsse, wie
beselgen Sie die Seele, wenn sie
liebt! Ahnend und
erinnrungsüchtig

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Neuer Frühling XXX

XXX In meiner
Erinnrung erblühen Die Bilder, die
längst verwittert - Was ist in deiner
Stimme, Das mich so tief
erschüttert? Sag nicht, daß du mich
liebs

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Deine weißen Liljenfinger

XXXI Deine weißen
Liljenfinger, Könnt ich sie noch
einmal küssen, Und sie drücken an
mein Herz, Und vergehn in stillem
Weinen! Deine klaren
Veilchenaugen

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Neuer Frühling XXXI

size='4'>XXXI »Mondscheintrunkne
Lindenblüten, Sie ergießen ihre
Düfte, Und von Nachtigallenliedern
Sind erfüllet Laub und
Lüfte. Lieblich läßt es sich,
Geli
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Neuer Frühling XXXII

XXXII Durch den Wald,
im Mondenscheine, Sah ich jüngst die
Elfen reuten; Ihre Hörner hört ich
klingen, Ihre Glöckchen hört ich
läuten. Ihre weißen R

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Mein süßes Lieb

XXXII Mein süßes
Lieb, wenn du im Grab, Im dunkeln Grab
wirst liegen, Dann will ich steigen zur
dir hinab, Und will mich an dich
schmiegen. Ich küsse, umsch

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Ein Fichtenbaum steht einsam

XXXIII Ein Fichtenbaum
steht einsam Im Norden auf kahler
Höh. Ihn schläfert; mit weißer
Decke Umhüllen ihn Eis und
Schnee. Er träumt von einer
Palme,

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Neuer Frühling XXXIII

XXXIII Morgens send
ich dir die Veilchen, Die ich früh im
Wald gefunden, Und des Abends bring ich
Rosen, Die ich brach in
Dämmrungstunden. Weißt du, was
d

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Sie liebten sich beide

XXXIII Sie liebten
sich beide, doch keiner Wollt es dem
andern gestehn; Sie sahen sich an so
feindlich, Und wollten vor Liebe
vergehn. Sie trennten sich
endlic

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Ach, wenn ich nur der Schemel wär

XXXIV (Der Kopf
spricht:) Ach, wenn ich nur der
Schemel wär, Worauf der Liebsten
Füße ruhn! Und stampfte sie mich noch
so sehr, Ich wollte doch nicht
klagen

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Neuer Frühling XXXIV

XXXIV Der Brief, den
du geschrieben, Er macht mich gar
nicht bang; Du willst mich nicht mehr
lieben, Aber dein Brief ist
lang. Zwölf Seiten, eng und
zierli

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Neuer Frühling XXXIX

XXXIX Schon wieder bin
ich fortgerissen Vom Herzen, das ich
innig liebe, Schon wieder bin ich
fortgerissen - O wüßtest du, wie
gern ich bliebe. Der Wagen

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Ich rief den Teufel

XXXV Ich rief den
Teufel und er kam, Und ich sah ihn mit
Verwundrung an. Er ist nicht häßlich
und ist nicht lahm, Er ist ein lieber,
scharmanter Mann, Ein Mann in se

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Neuer Frühling XXXV

XXXV Sorge nie, daß
ich verrate Meine Liebe vor der Welt,
Wenn mein Mund ob deiner Schönheit
Von Metaphern überquellt. Unter
einem Wald von Blumen

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Aus meinen großen Schmerzen

XXXVI Aus meinen
großen Schmerzen Mach ich die kleinen
Lieder; Die heben ihr klingend
Gefieder Und flattern nach ihrem
Herzen. Sie fanden den Weg zur
Trauten,

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Mensch, verspotte nicht den Teufel

XXXVI Mensch,
verspotte nicht den Teufel, Kurz ist ja
die Lebensbahn, Und die ewige
Verdammnis Ist kein bloßer
Pöbelwahn. Mensch, bezahle deine
Schulden,

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Neuer Frühling XXXVI

XXXVI Wie die Tage
macht der Frühling Auch die Nächte
mir erklingen; Als ein grünes Echo
kann er Bis in meine Träume
dringen. Nur noch märchensüßer
f

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Die heilgen drei Könige

XXXVII Die heilgen
drei Könige aus Morgenland, Sie frugen
in jedem Städtchen: Wo geht der Weg
nach Bethlehem, Ihr lieben Buben und
Mädchen? Die Jungen und A

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Philister in Sonntagsröcklein

XXXVII Philister in
Sonntagsröcklein Spazieren durch Wald
und Flur; Sie jauchzen, sie hüpfen wie
Böcklein, Begrüßen die schöne
Natur. Betrachten mit blin

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Neuer Frühling XXXVII

XXXVII Sterne mit den
goldnen Füßchen Wandeln droben bang
und sacht, Daß sie nicht die Erde
wecken, Die da schläft im Schoß der
Nacht. Horchend stehn d

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Neuer Frühling XXXVIII

XXXVIII Ernst ist der
Frühling, seine Träume Sind traurig,
jede Blume schaut Von Schmerz bewegt,
es bebt geheime Wehmut im
Nachtigallenlaut. O lächle
nic

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Manch Bild vergessener Zeiten

XXXVIII Manch Bild
vergessener Zeiten Steigt auf aus
seinem Grab, Und zeigt, wie in deiner
Nähe Ich einst gelebet hab. Am Tage
schwankte ich träumend

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Erinnerung

Übersetzt aus dem
Englischen. Was willst du, traurig
liebes Traumgebilde? Ich sehe dich, ich
fühle deinen Hauch! Du schaust mich an
mit wehmutvoller Milde; Ich kenne dich,

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Caput III

Zu Aachen, im alten Dome,
liegt Carolus Magnus begraben. (Man
muß ihn nicht verwechseln mit
Karl Mayer, der lebt in
Schwaben.) Ich möchte nicht tot und
begraben sein

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Deutschland. Ein Wintermärchen, Caput III

Zu Aachen, im alten Dome,
liegt Carolus Magnus begraben. (Man
muß ihn nicht verwechseln mit
Karl Mayer, der lebt in
Schwaben.) Ich möchte nicht tot und
begraben sein

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Schloßlegende

Zu Berlin im alten
Schlosse, Sehen wir, aus Stein
gemetzt, Wie ein Weib mit einem
Rosse Sodomitisch sich ergötzt. Und
es heißt: daß jene Dame Die erlauchte
Mutter w

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Schlosslegende

Zu Berlin im alten
Schlosse sehen wir aus Stein gemetzt wie
ein Weib mit einem Rosse sodomitisch
sich ergetzt. Und es heißt, dass jene
Dame die erlauchte Mutter ward

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Zu fragmentarisch

Zu fragmentarisch ist
Welt und Leben! Ich will mich zum
deutschen Professor begeben, Der weiß
das Leben zusammenzusetzen, Und er
macht ein verständlich System
daraus; Mit seinen Na

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Zu fragmentarisch

Zu fragmentarisch ist
Welt und Leben! Ich will mich zum
deutschen Professor begeben, Der weiß
das Leben zusammenzusetzen, Und er macht
ein verständlich System daraus; Mit
seinen Nachtm

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Caput IV

Zu Köllen kam ich
spätabends an, Da hörte ich rauschen
den Rheinfluß, Da fächelte mich schon
deutsche Luft, Da fühlt ich ihren
Einfluß - Auf meinen Appetit. Ich

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Deutschland. Ein Wintermärchen, Caput IV

Zu Köllen kam ich
spätabends an, Da hörte ich rauschen
den Rheinfluß, Da fächelte mich schon
deutsche Luft, Da fühlt ich ihren
Einfluß - Auf meinen Appetit. Ich

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An August Wilhelm Schlegel

Zufrieden nicht mit
deinem Eigentume, Sollt noch des
Rheines Niblungshort dich laben, Nahmst
du vom Themsestrand die
Wundergaben, Und pflücktest kühn des
Tago-Ufers Blume.

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Epilog

zum Loblied auf den
celeberrimo maestro Fiascomo Die
Neger berichten: der König der
Tiere, Der Löwe, wenn er erkrankt ist,
kuriere Sich dadurch, daß er einen
Affen zerreißt

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Zum Ostwind sprach ich

Zum Ostwind sprach ich:
Ostwind schere dich, Nur deinen Vetter
Westwind kann ich brauchen, Und mag er
stürmen, brüllen, flöten,
hauchen, Gleichviel, doch zu der
Liebsten bring er mich.

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Duelle

Zwei Ochsen disputierten
sich Auf einem Hofe fürchterlich. Sie
waren beide zornigen Blutes, Und in der
Hitze des Disputes Hat einer von ihnen,
zornentbrannt, Den andern einen

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Wünnebergiade 2

Zweiter
Gesang Schnarchend lag der Hausknecht
Tröffel, Bis der Tag
herangebrochen, Endlich rieb er sich
die Augen, Und verließ sein weiches
Lager. Und im Hof

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Aucassin und Nicolette

[An J. F. Koreff] Hast
einen bunten Teppich
ausgebreitet, Worauf gestickt sind
leuchtende Figuren. Es ist der Kampf
feindseliger Naturen, Der halbe Mond,
der mit dem Kreuze s

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An H. S.

[III] An H. S.Wie ich
dein Büchlein hastig aufgeschlagen, Da
grüßen mir entgegen viel
vertraute, Viel goldne Bilder, die ich
weiland schaute Im Knabentraum und in
den Kind

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Fresko-Sonette an Christian S. - 8

[IV] Fresko-Sonette an
Christian Du sahst mich oft im Kampf
mit jenen Schlingeln, Geschminkten
Katzen und bebrillten Pudeln, Die mir
den blanken Namen gern besudeln,

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Fresko-Sonette an Christian S. - 2

[IV] Fresko-Sonette an
Christian Gib her die Larv, ich will
mich jetzt maskieren In einen
Lumpenkerl, damit Halunken, Die
prächtig in Charaktermasken
prunken,

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Fresko-Sonette an Christian S. - 7

[IV] Fresko-Sonette an
Christian Hüt dich, mein Freund, vor
grimmen Teufelsfratzen, Doch schlimmer
sind die sanften Engelsfrätzchen. Ein
solches bot mir einst ein s

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Fresko-Sonette an Christian S. - 3

[IV] Fresko-Sonette an
Christian Ich lache ob den
abgeschmackten Laffen, Die mich
anglotzen mit den Bocksgesichtern; Ich
lache ob den Füchsen, die so
nüchtern

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Fresko-Sonette an Christian S. - 9

[IV] Fresko-Sonette an
Christian Ich möchte weinen, doch
ich kann es nicht; Ich möcht mich
rüstig in die Höhe heben, Doch kann
ichs nicht; am Boden muß ich
klebe

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Fresko-Sonette an Christian S. - 4

[IV] Fresko-Sonette an
Christian Im Hirn spukt mir ein
Märchen wunderfein, Und in dem
Märchen klingt ein feines Lied, Und in
dem Liede lebt und webt und
blüht

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Fresko-Sonette an Christian S. - 5

[IV] Fresko-Sonette an
Christian In stiller, wehmutweicher
Abendstunde Umklingen mich die längst
verschollnen Lieder, Und Tränen
fließen von der Wange nieder,

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Fresko-Sonette an Christian S. - 6

[IV] Fresko-Sonette an
Christian »Als ich vor einem Jahr
dich wiederblickte, Küßtest du mich
nicht in der Willkommstund.« So sprach
ich, und der Liebsten roter Mu

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Mimi

`Bin kein sittsam
Bürgerkätzchen, Nicht im frommen
Stübchen spinn ich. Auf dem Dach in
freier Luft, Eine freie Katze bin
ich. Wenn ich sommernächtlich
schwärme, Auf dem

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Flammen

`Wollen sie ihr nicht
vorgestellt sein?` flüsterte mir die
Herzogin.- `Beileibe nicht, ich müßt
ein Held sein ihr Anblick schon wirrt
mir den Sinn.` Das schöne Weib macht
mich

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Augen, sterblich schöne Sterne

»Augen, sterblich
schöne Sterne!« Also mag das Liedchen
klingen, Das ich weiland in Toskana An
dem Meere hörte singen. Eine kleine
Dirne sang es, Die am Meere Netz

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Die Menge tut es

»Die Pfannekuchen, die
ich gegeben bisher fürdrei
Silbergroschen, ich geb sie nunmehr
fürzwei Silbergroschen; die Menge tut
es.« Nie löscht, als wär sie
gegossen in Bronze, Mir im Ge

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Die Hexe

»Liebe Nachbarn, mit
Vergunst! Eine Hex, durch
Zauberkunst, Kann sich in ein Tier
verwandeln, Um die Menschen zu
mißhandeln. Eure Katz ist meine
Frau; Ich erkenne si

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Nicht gedacht soll seiner werden

»Nicht gedacht soll
seiner werden!« Aus dem Mund der armen
alten Esther Wolf hört ich die
Worte, Die ich treu im Sinn
behalten. Ausgelöscht sein aus der
Menschen A

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Erlauschtes

»O kluger Jekef, wieviel
hat dir Der lange Christ gekostet, Der
Gatte deines Töchterleins? Sie war
schon ein bißchen verrostet. Du
zahltest sechzig tausend
Mark? Du

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Ramsgate I

»O, des liebenswürdgen
Dichters, Dessen Lieder uns
entzücken! Hätten wir ihn in der
Nähe, Seine Lippen zu
beglücken!« Während liebenswürdge
Damen Also liebens

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