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Gedichte - Heinrich Stieglitz


Wohin?

Bächlein, wohin eilst du? Dem Strome
zu! Strom! Wohin entrollest du? Dem
Meere zu! Meer, wohin aufsteigest
du? Dem Himmel zu! Und der Himmel
sendet liebend Wolk
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Taubenpost

Ein Täubchen bringt mir täglich
Grüße Von Teheran nach Ferhabad,
Und tausend Grüße trägt ein andres
Zurück zur großen Kaiserstadt. Die
Täubchen fliegen sich vor
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Melek in der Wüste

Heiß glüht der Pfad; am frühen Tag
War Melek schon zum Wege wach; Nun
zieht er lechzend im Mittagsbrand Von
Durst verfolgt durch den sengenden
Sand. Es heult die Hyän
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Lied eines Vögleins in der Oasis

Ich schaukle leicht mich in grünen
Laub, Und draußen wirbelt der heiße
Staub. Ich sing`, ich singe von Fried`
und Ruh, Von draußen klirren die
Waffen dazu. Ich sing`,
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Maisuna am Brunnen

Ihr habt genug getrunken, Ihr Herden
groß und klein! Die Sonne ist
gesunken, Die Nacht bricht schon
herein. Viel Wetterwolken eilen
Herauf in dunkler Pracht;
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Nachtgesang

So nah, so ferne, so tief, so hell,
erschließt ihr Sterne des Lebens
Quell. Das Auge schließt sich, die
Seele wacht, und Andacht gießt sich
durch`s All der Nacht. Des Lichts G
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Melek am Quell

»O wie du schnaubst aus voller Brust
Und stampfst vor Lust! Hat dich`s
erquickt, mein Roß, Du treuer
Weggenoß? O wie sich nun mein Herz
erneut Des Lebens freut
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