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Gedichte - Heinrich Vierordt


Winterdämmerung

(Auf dem Felde bei
Bulach.) Schneewolkig drückt und
nebelgrau Des Winterhimmels Last, Der
Wind aus Ost fegt schneidig rauh Den
Reif vom nackten Ast. Aus Duft
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Im Zwielicht

Altmodisch düster Zimmer, Du blickst
mich an so traut, Wenn leis der
Abendschimmer Herein zum Fenster
schaut: Es stört die Stille
traulich Kein Stadtlärm, kein Gebell

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Die Reisenden

Am Orinoko in der blüh`nden
Wildniß, Wo Fels und Bucht zum
Lagerplätze lockt, Da spiegelt eine
Hütt` im Strom ihr Bildniß, Aus
Palmenstämmen, Schilf und Moos
geblockt.
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Scheibenhard

Aus dem sumpfgetränkten Bruchland sich
das Inselschlößlein hebt, Wo des
Hardtwalds Wipfelschauern leis, wie
Geisterchöre, schwebt; Alte Mauern,
breiter Graben, unter Wasser einst
gesetzt —
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Todtenhausen

Bei Tag und Nacht ein Traum mich
quält, Die Sage unvergessen, Die sich
das Landvolk bang erzählt Zu Elberberg
in Hessen: Wo leis das Kornfeld wogt
und wellt, Der Fel
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Der Gastfreund

Der Vater Boß, homerberühmt, Im
Lehnstuhl sitzt und raucht, Im Hausrock
weit und großgeblümt Sein Türkenrohr
er schmaucht. Frau Ernestine fleißig
spinnt, Das Rä
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Die Schildwache

Der Wachtdienst ist so öde, So klein
die Garnison, Stockprügel giebt`s und
schnöde Geknausert wird am
Lohn; Begeisterung muß rosten — Die
Waff` am Bandelier, Steh
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Der Mutter Trauring

Du schmaler Reif, du goldner Reif, Du
Ring, der eigen mich bewegt, Du
schmücktest ja die treue Hand, Die
meine Kindheit sanft gehegt. Wie du
in Aug` und Seele mir Mit
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Nachtbildchen

Es kreuzen sich drei Gassen Am alten
Lindenbaum, Der Vollmond gießt den
blassen Goldschein aus blauem
Raum. Die Menschen in den
spitzen Schlafmützen kommen
für, Gesp
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Besuch in Wertheim

Es war zur Zeit der Schlehenblüthe, Es
war im lieblichen April, Die
Frühlingsabendsonne sprühte Ihr Gold
auf Matten warm und still; Die
Bockenrother Steige nieder Schritt i
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Versteigerung

Hab solch ein Durcheinander Mein Lebtag
nicht gesehn, Die Stiegen auf und
nieder Ein Kommen und ein Gehn; Der
Trödler wirres Feilschen Tönt wie ein
dumpf‘ Gebraus I
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Ostereier

Hinter meines Ohmes Haus Lag ein
lust`ger Wiesengarten; Von dem Dach des
Giebelbaus Drachenköpfe
niederstarrten. Schwellend junger
Knospen Kraft Sah man sich im Wind
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Clemens Brentano

In den schönen Sommertagen, Wenn die
Traube bräunt am Stock, Zieht mit
altdeutsch breitem Kragen, Im Barett
und sammtnen Rock Her und hin am
Rheinesstrande Auf des Sanges li
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Hebels Trost

In einem Schwarzwaldstädtlein spat Ist
Meister Hebel eingekehrt, Als Dichter
und als Kirchenrath Vom Land der Heimat
heiß verehrt. Ein Feuer wird noch
hell geschürt,
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Idylle vom Ugley

Kleiner See, umrahmt von
Buchwaldhügeln, Wie mit Händen
greifbar nah das Ufer; Auf dem stillen
Wasser blitzt die Sonne; Tiefe,
feiervolle Morgenstille, Auch der Ugley
feiert seinen
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Ans Land Baden

Mein Vaterland, mein Baden Am
jugendfrischen Rhein! Zu deinem Mahle
laden Die Aehren und der Wein: An
deines Brodes Marke Der Leib gesund
sich speist. Dein Rebentrank,
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Elisabeth Charlottens Klagelied

um die verwüstete
Pfalz. 1689. `Wer das Lachen
vertreiben will, mag sich nur in
Frank- reich heirathen, es wird
einem bald genug vergehen.` (Au
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Spohr

Von dem blauen Himmelsbogen Blitzt der
Sommersonne Schein Rausche, Herz, in
vollern Wogen, Tauch` in Gottes Pracht
hinein, Laß, erlöst von dumpfen
Lüften, Athmen die befrei
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Des Handwerksburschen Einkehr

Zu Weinsberg steht im
Schwabenland Justinus Kerners
Dichterhaus, Zu schütteln ihm die
wackre Hand, Viel Wandrer gehen ein und
aus. Heil dem, der solche Schwell`
erreicht!
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