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Gedichte - Hermann Conradi

Lieder eines Sünders. 29. Zwischen-Motiv.

(Fasching am Rhein.)

In ein Wirtshaus bin ich eingekehrt,
Da hat mir Keiner den Wein verwehrt.

Haben mich Alle angenommen,
Als wär` ich zu hohem Roß ... weiterlesen


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Lieder eines Sünders. 17. Gericht der Nacht.

(Olga.)

Es flog der Staub, und die Enge zwang –
Und Alles so grau, verschwommen und kalt! –
Du sprachest: Wo blieb dein stolzer Drang –
Deiner Seele ... weiterlesen


Gericht der Nacht

(Olga.)

Es flog der Staub, und die Enge zwang –
Und Alles so grau, verschwommen und kalt! –
Du sprachest: Wo blieb dein stolzer Drang –
Deiner Seele glühender ... weiterlesen


Meta

Am Donnerstag kam Meta in die Schule,
Am Donnerstag nach Ostern. Wie das Kind
Sich drauf gefreut hat! Wie sein kleines Herz
Der Mädchenträume bunte Fülle träumte!
Die ... weiterlesen


Gloria

Auch ich auch ich, in unseligem Drang,
Hab` mit zuckenden Fingern, so lang, so lang,
Von verzehrendem Fieber zerspalten,
Gehascht nach des Ruhmes Lorbeergezweig,
Mit ... weiterlesen


Gloria

Auch ich auch ich, in unseligem Drang,
Hab` mit zuckenden Fingern, so lang, so lang,
Von verzehrendem Fieber zerspalten,
Gehascht nach des Ruhmes Lorbeergezweig,
... weiterlesen


Lieder eines Sünders. 07. Mitternachts-Vision.

Aus eines Weibes Armen komm` ich her . . .
Hoch brennt mein Blut von seinen wilden Küssen,
Noch zuckt mein Leib – noch flammen meine Pulse . .
Noch ist es mir, als läg` ich ... weiterlesen


Mitternachts-Vision

Aus eines Weibes Armen komm` ich her . . .
Hoch brennt mein Blut von seinen wilden Küssen,
Noch zuckt mein Leib – noch flammen meine Pulse . .
Noch ist es mir, als läg` ich ... weiterlesen


Lieder eines Sünders. 51. Auf Trümmern.

Auszog ich: den Muskel gestrafft, den Blick
So blitzend, so leuchtend, so helle! . . .
Heim kehr` ich – den Traum – den Traum von Glück
Verschlang der Erkenntniß Welle! . . ... weiterlesen


Lieder eines Sünders. 30. Frühlingssehnsucht.

Da nun die Nächte kamen,
Die Nächte wundersüß,
Wo letzter Nachtigallenschlag
Die Stunden feiert früh vor Tag
Und erstes Rosendüften:
Sehnt sich mein Herz nach ... weiterlesen


Lieder eines Sünders. 54. Triumph der Sehnsucht.

Das sind die Wogen der Sehnsucht,
Die fluten mir durch das Herz –
Der Sehnsucht, köstlich berückend,
Wie Knospenbotschaft im März . . .

Das sind die Wogen ... weiterlesen


Lieder eines Sünders. 13. Das war ein lust’ges

Das war ein lust`ges Feiern –
Ein Schwärmen bei Nacht und bei Tag!
Nun liegt`s auf mir so felsenhart –
Jach sind mir Freud und Lust erstarrt:
Nun liegt`s auf mir so ... weiterlesen


Das war ein lust’ges Feiern

Das war ein lust`ges Feiern –
Ein Schwärmen bei Nacht und bei Tag!
Nun liegt`s auf mir so felsenhart –
Jach sind mir Freud und Lust erstarrt:
Nun liegt`s auf mir so ... weiterlesen


Lieder eines Sünders. 20. Herbst.

Der frischgedüngte Acker stinkt herüber,
Braunrotes Laub nickt über die Stackete,
Die letzten Astern kümmern auf dem Beete –
Und täglich wird der Himmel trüb und trüber. ... weiterlesen


Lieder eines Sünders. 37. Todtengesang.

Der Nachtwind heult dir den Todtensang –
Nun schlaf, mein Bruder, nun schlaf!
Und ob deine Seele auch Flammen trank,
Der Hieb des Todes, er traf!
Und ob deine Seele auch ... weiterlesen


Lieder eines Sünders. 58. Zwischenstille.

Der Verzweiflung schriller Schrei
Höhnt aus allen Glocken,
Aber ewig streut der Mai
Seine Blütenflocken.

Uferlose Flut des Seins
Dunkler ... weiterlesen


Lieder eines Sünders. 25. Die müde schon verglü

Die müde schon verglühte,
Die leise schon verklang,
Jach ist sie wieder aufgeflammt
In jauchzendem Gesang!
Wie Cymbelton, wie Lautenschlag
Ward meine Liebe wieder ... weiterlesen


Lieder eines Sünders. 27. Elisabeth.

Du bist nicht schön . . . Ich könnte auch nicht sagen,
Daß ich dich liebte . . . Denn oft Stunden, Tage,
Oft ganze Monde denk` ich deiner kaum,
Wenn meine Seele heißere Reize ... weiterlesen


Lieder eines Sünders. 33. Marie Louise.

Du fragst, was mir so herbe, tiefe Falten
In meine junge Stirne gräbt?
Was mich so plötzlich macht erkalten?
Was mich durchbebt,
Daß ich dich an mich reißen will ... weiterlesen


Lieder eines Sünders. 14. Heimkehr.

Du warst so brav, da ich dich einst verlassen, –
Da ich die Heimat mied.
Heut` kehr` ich heim . . . der Sturm durchgellt die Gassen,
Jauchzt sein Rebellenlied . . .

... weiterlesen


Heimkehr

Du warst so brav, da ich dich einst verlassen, –
Da ich die Heimat mied.
Heut` kehr` ich heim . . . der Sturm durchgellt die Gassen,
Jauchzt sein Rebellenlied . . .

... weiterlesen


Lieder eines Sünders. 22. Liebe und Staubverwandt

Ein Strahl der Dichtersonne fiel auf sie –
Ob er ihr auch »Unsterblichkeit« verlieh?
Doch leider waren Immortellen immer
Mir ganz verhaßte Frauenzimmer . . .
So wird ... weiterlesen


Lieder eines Sünders. 16. Das verlorene Paradies.

Es hat die Dirne mich geküßt:
Da ward ich von süßem Taumel trunken, –
Und als ob es Frau Venus selber wär`,
Bin ich ihr an die wildwogenden Brüste gesunken . . .
... weiterlesen


Das verlorene Paradies

Es hat die Dirne mich geküßt:
Da ward ich von süßem Taumel trunken, –
Und als ob es Frau Venus selber wär`,
Bin ich ihr an die wildwogenden Brüste gesunken . . .

... weiterlesen


Lieder eines Sünders. 45. Zuversicht.

Es hat sich wilder Thatendrang
In meiner Brust emporgereckt! . . .
Was soll der zahme, lahme Klang,
Der nimmermehr die Feigen schreckt?

Der nimmermehr die Müden ... weiterlesen


Lieder eines Sünders. 55. Es ist so still geworde

Es ist so still geworden,
Die Flut verlief sich sacht . . .
Mein Wehr und Waffen that ich ab
Und der Gedanken Fracht . . .
Was mich tagüber wild bewegt:
Ich hab` ... weiterlesen


Lieder eines Sünders. 42. Es liegt die Welt in S

Es liegt die Welt in Sünden,
Das Heiligste ist feil –
Aufreckt sich wie der schwarze Tod
Das Laster wollustgeil!
Es werfen seine Flammen
Den Brand in jede Brust ... weiterlesen


Lieder eines Sünders. 21. Sonnenaufgang.

Heim komm` ich taumelnd vom Geschwelg` –
Es ist um`s Morgendämmern –
Bei des Weines blutrot blitzendem Kelch
Hab` ich geschlemmt mit Schlemmern . . .

Hab` ... weiterlesen


Lieder eines Sünders. 01. Vorwort

Hier habt Ihr mein Buch! Euch gehöre es, weil es zugleich ein gutes und markiges, saftgeschwollenes Stück Eures intimsten Seelenlebens darstellt. Kann ich irgend Einen finden, der diesen harten ... weiterlesen


Lieder eines Sünders. 11. Schwarze Blätter.

I.

Sind mir die Schwingen denn gebrochen?
Ist mir die alte Kraft verraucht,
Daß ich nicht mehr des Herzens unstät Pochen,
Und was aus seinen dunklen Tiefen ... weiterlesen


Lieder eines Sünders. 44. Samstags-Bilder.

I.

`S ist Samstag. Heilige Stille geht
Ueber die Erde mit leisen Tritten . . .
In mir ist`s klar wie zum Gebet, –
Und jeder Schmerz, den ich erlitten,
... weiterlesen


Lieder eines Sünders. 59. Wie ich mich auf den Fr

I.

Wie ich mich auf den Frühling freue!
Wie mir das Alte und doch so Neue
Schon im tiefsten Winter die Seele bewegt!
Noch ist`s erst Weihnacht! Noch atmet der ... weiterlesen


Lieder eines Sünders. 61. Wir sind die Sieger

I.
Wir sind die Sieger!
(An Johannes Bohne.)

Freund! Noch sproßt uns die Kraft
Und die Liebe ist jung!
Blüten duft`ger Erinnerung
Wird nimmer ... weiterlesen


Schwarze Blätter

I.

Sind mir die Schwingen denn gebrochen?
Ist mir die alte Kraft verraucht,
Daß ich nicht mehr des Herzens unstät Pochen,
Und was aus seinen dunklen Tiefen taucht
... weiterlesen


Frieden

Ich flüchte aus dem Marktgedränge,
Das mich zu Tod hat müd gemacht,
In deine traumumlaubten Gänge,
In deine süße dunkle Enge,
O schattenscheue stille Nacht!
... weiterlesen


Frieden

Ich flüchte aus dem Marktgedränge,
Das mich zu Tod hat müd gemacht,
In deine traumumlaubten Gänge,
In deine süße dunkle Enge,
O schattenscheue stille Nacht!
... weiterlesen


Lieder eines Sünders. 41. Licht den Lebendigen

Ich hab` mich Jenen je und je gesellt,
Die, ausgestoßen, nur des Tempels Stufen
Und nie das Allerheiligste betreten . . .

Umsonst erklingt ihr banges Hülferufen,
... weiterlesen


Lieder eines Sünders. 34. In schlafloser Nacht.

Ich liege schlaflos. – Die Gedanken kreisen
In alten und in neuen Geleisen.

Die Enge drückt mich – es drückt mich die Nacht –
Wehe dem Armen, der einsam wacht! ... weiterlesen


Lieder eines Sünders. 06. Nur ein Mensch.

Ich stand auf sturmbestrichnem, granitnem Bergeshaupt,
Umbrüllt vom Eisorkane, von stechendem Schnee umstaubt –
Tief unter mir, umschlungen vom Nebelgewande der Nacht,
Lag ... weiterlesen


Nur ein Mensch

Ich stand auf sturmbestrichnem, granitnem Bergeshaupt,
Umbrüllt vom Eisorkane, von stechendem Schnee umstaubt –
Tief unter mir, umschlungen vom Nebelgewande der Nacht,
Lag Wahn ... weiterlesen


Maria

Ich war in deinen Kreis getreten, Weib,
Und meine Leidenschaft schrie auf zu dir
Und alles bebte von mir hin zu dir
Und meine Glut warf mich in deinen Staub
Und meine ... weiterlesen


Lieder eines Sünders. 52. Nachtwache.

Ich weiß, manch` eines Traum hat nicht so bösen Schwung,
Ist farblos wie er selbst, wie ewige Dämmerung.
Hopfen.

Aus schweren Träumen hob` ich mich. –– Noch lag ... weiterlesen


Lieder eines Sünders. 32. Sommerrosen.

Ich wollte dich mit Rosen überschütten,
Mit roten Rosen dein goldbraunes Haar
Und deines Mieders Knospenrundung schmücken . . .

Als noch der Lenz mit süßem ... weiterlesen


Im Strudel

Ich wußte nicht ein, ich wußte nicht aus –
Da ging ich verzweiflungszermalmt nach Haus . . .
Ich wußte nicht aus, ich wußte nicht ein –
Da ließ ich die Sünde – Sünde sein.


Nürnberger Tand

Im fremden Gasthofszimmer,
Das unsäglich nüchtern und kalt,
Knistert`s von seidenem Schimmer,
Perlt`s auf von flirrendem Flimmer
Nacht, deine geliebte Gestalt!
... weiterlesen


Lieder eines Sünders. 09. Verlassen

Im Morgengrauen schritt ich fort –
Nebel lag in den Gassen . . .
In Qualen war mir das Herz verdorrt –
Die Lippe sprach kein Abschiedswort –
Sie stöhnte mir leise: ... weiterlesen


Verlassen

Im Morgengrauen schritt ich fort –
Nebel lag in den Gassen . . .
In Qualen war mir das Herz verdorrt –
Die Lippe sprach kein Abschiedswort –
Sie stöhnte mir leise: ... weiterlesen


Lieder eines Sünders. 02. Inferno.

Im Übrigen ist Alles Dreck
Und hat wahrhaftig keinen Zweck!
Magst du das Höchste ahnend streifen:
Du kannst nicht deinen Schatten begreifen.
H. C.

... weiterlesen


Lieder eines Sünders. 36. Anathem

In flammender Empörung
Sprech` ich der Lüge Hohn!
Und wenn du tausend Nacken beugst
Und tausend Sclavenseelen säugst
Mit feilem Judaslohn:
Ich trotze deinen ... weiterlesen


Trauer

Inferno

Vanitas! Vanitatum Vanitas!

Im übrigen ist alles Dreck
Und hat wahrhaftig keinen Zweck!
Magst du das Höchste ahnend streifen:
... weiterlesen


Lieder eines Sünders. 38. Kaum dunkelts

Kaum dunkelts – und die nackte Schande würmt
Goldhungrig wieder durch die Gassen . . .
In mir war`s still. als hätt` es ausgestürmt –
Als hätt` ich allen Zwiestreit ... weiterlesen


Lieder eines Sünders. 46. Stimmen der Nacht.

Kennst du der Nacht geheimnißschweres Raunen?
Wie ein verlorner Klang aus Jugendtagen,
Der jäh in deine Seele eingeschlagen –
Der jäh erwacht nach jahrelangem Schweigen:
... weiterlesen


Motto zu »Adam Mensch«

Laß fahren, was dich traurig macht,
Und was die Enge dir geboren
In dieser großen Freudennacht
Bleibt dir dein Genius unverloren.

Wir leben, mein geliebtes Weib ... weiterlesen


Lieder eines Sünders. 57. Punktum.

Losgelöst aus eurer Mitten
Hab` ich nun mein ganzes Sein . . .
Alles, was mein Herz gelitten,
Alles, Alles sargt` ich ein . . .

Wusch mir flugs die Augen ... weiterlesen


Lieder eines Sünders. 39. Empörung

Manchmal ist`s mir, als packte mich ein Krampf,
Wenn ich halb müde, halb verdrossen,
Verträumt, mechanisch dem Gewölk nachstarre,
Das sich in zarten, bläulich krausen ... weiterlesen


Der verlorene Sohn

Mein Mütterlein, zu dieser Stund`,
Zu dieser Stund` in tiefer Nacht
Bist du aus leisem, kurzem Schlaf
Wohl jählings, jählings aufgewacht!
Du fährst empor und starrst ... weiterlesen


Der verlorene Sohn

Mein Mütterlein, zu dieser Stund`,
Zu dieser Stund` in tiefer Nacht
Bist du aus leisem, kurzem Schlaf
Wohl jählings, jählings aufgewacht!
Du fährst empor und starrst und ... weiterlesen


Gold

Meine bebenden Finger halten das blutrote Gold umspannt –
Es liegt wie brennende Schande in meiner eiskalten Hand –
Die gierigen Augen stürzen auf seinen grellgleißenden Glanz – ... weiterlesen


Lieder eines Sünders. 03. Trauer.

Meine Seele ist traurig . . .
Warum bist du traurig, meine Seele?

Und sie spricht zu mir:
Vorüber ging ich mit dir
An rauschenden Wassern –
Und die ... weiterlesen


Lieder eines Sünders. 08. Im Vorüberfluge.

Mit metallhartem Rotgelb
Hat sich des Himmels
Westliche Wölbung beflammt.

Mein Auge starrt staunend
In die leuchtende Blende,
Die wachsend fortglüht,
... weiterlesen


Im Vorüberfluge

Mit metallhartem Rotgelb
Hat sich des Himmels
Westliche Wölbung beflammt.

Mein Auge starrt staunend
In die leuchtende Blende,
Die wachsend fortglüht,
... weiterlesen


Lieder eines Sünders. 56. Nicht mit Trauben

Nicht mit Trauben, nicht mit Rosen
Ward die Laute mir umwunden –
Nicht zum Reigen, nicht zum Kosen
Hab` ich Ton und Wort gefunden.
Was die Seele mir erfüllt hat,
... weiterlesen


Lieder eines Sünders. 19. Verkauft.

Nicht war mir zu Willen
Deine lebendige Seele!
Und nicht umtönte mich
Ihrer tiefsinnigen Sprache
Ergreifender Urlaut . . .

Doch deinen Leib – doch ... weiterlesen


Verkauft

Nicht war mir zu Willen
Deine lebendige Seele!
Und nicht umtönte mich
Ihrer tiefsinnigen Sprache
Ergreifender Urlaut . . .

Doch deinen Leib – doch deinen ... weiterlesen


Noch einmal! ...

Nun knospet`s in den Linden wieder,
Die unter meinem Fenster stehn ...
Ich sah sie blühn und sich entblättern,
In pfeifenden Oktoberwettern
Ihr letztes Blatt verloren ... weiterlesen


Lieder eines Sünders. 43. Emporstieg.

Nur das ist Glück, wenn alle Fähigkeiten
Nach hohem Ziel bis auf das Letzte streiten.
Nur so in äußerm Sturm ist innrer Frieden
Der rätselvollen Menschenbrust beschieden. ... weiterlesen


Lieder eines Sünders. 05. Erdeinsamkeit.

O wir sind einsam –
Grenzenlos einsam!

Brüder! Meine Brüder!
Habt ihr bedacht schon:
Wie einsam wir sind?

Wir rollen dahin
In engen ... weiterlesen


Erdeinsamkeit

O wir sind einsam –
Grenzenlos einsam!

Brüder! Meine Brüder!
Habt ihr bedacht schon:
Wie einsam wir sind?

Wir rollen dahin
In engen Bezirken,
... weiterlesen


Lieder eines Sünders. 60. Gipfelgesänge.

Ob Nichts den Feuerfraß der Schmerzen kühlt –
Ob dir kein Gott den Sieg wird gönnen:
Die Schranken nur, die du ganz durchgefühlt –
Die wirst du überwinden können!
... weiterlesen


Lieder eines Sünders. 15. Einem Kinde der Sünde.

Ob`s deine Augen auch verneinen
Mit ihrem hellen, klaren Licht,
Ob auch auf deinem zarten, feinen,
Madonnenschönen Angesicht
Es liegt, als wäre deine Seele
Ein ... weiterlesen


Einem Kinde der Sünde

Ob`s deine Augen auch verneinen
Mit ihrem hellen, klaren Licht,
Ob auch auf deinem zarten, feinen,
Madonnenschönen Angesicht
Es liegt, als wäre deine Seele
Ein seltner ... weiterlesen


Lieder eines Sünders. 48. Oft schweif ich

Oft schweif` ich durch der Menschen Reihen hin
Und spüre Keinen . . .
Ahne traumumflirrt nur,
Wie ein gewaltig Chaos mich umbraust,
Wie ein verwirrtes Tönen zu mir ... weiterlesen


Widmungsgedicht zu »Adam Mensch«

Oskar Hänichen zugeeignet.
Von einem Grabe komm` ich her.  Du weißt,
Mein lieber Freund: von welchem Grabe
Du weißt : wie viele Träume, wie viel Glück
Wie ... weiterlesen


Lieder eines Sünders. 35. Revolution.

Reich geborne Müßiggänger, die des Lebens wärmster Kuß
Nicht entflammt zu kühner Sehnsucht, nicht bewahrt vor Überdruß,
Ihr verlacht die heil`ge Flamme, die in meinem Herzen ... weiterlesen


Lieder eines Sünders. 40. Sohn der Zeit.

Schon floh die Mitternacht. – Noch aber pocht`s –
Durch meine Brust wie ein titanisch Wollen,
Das nach der That wie nach Erlösung dürstet –
Das vor der That wie vor der ... weiterlesen


Lieder eines Sünders. 24. Trüb schleicht die Zei

Trüb schleicht die Zeit und nüchtern . . .
Und glanzlos liegt die Welt,
Von keinem goldnen Sonnenblick
Durchleuchtet und erhellt.
Wie Felsen lastet`s mir die Brust,
... weiterlesen


Das Ende vom Liede

Vergessen können ja! Das ist die Kunst,
Von allen Künsten dieser Welt die erste
Von allen Künsten dieser Welt die schwerste,
Und bist du ihrer Herr, ist alles Dunst.

... weiterlesen


Das Ende vom Liede

Vergessen können  ja! Das ist die Kunst,
Von allen Künsten dieser Welt die erste
Von allen Künsten dieser Welt die schwerste,
Und bist du ihrer Herr, ist alles Dunst.
... weiterlesen


Erfüllung

Verhaltenes Geigengeriesel
Zittert in mein Gemach
Ich horche auf ... und denke
Den stillen Tönen nach ...

Sie betasten meine Seele
Liebkosend, scheu und ... weiterlesen


Erfüllung

Verhaltenes Geigengeriesel
Zittert in mein Gemach
Ich horche auf ... und denke
Den stillen Tönen nach ...

Sie betasten meine Seele
Liebkosend, scheu und mild
... weiterlesen


Lieder eines Sünders. 50. An die Todten im Frühl

Vieles habt ihr voraus, ihr Todten,
Vieles vor uns,
Die wir noch atmen
In des Lichtes quellender Vollflut . . .

Willig –
O so willig! –
Ließet ... weiterlesen


Lieder eines Sünders. 18. Was frag ich

Was frag` ich nach Zeit und Stunde,
Wenn an deiner Brust ich lieg` –
Wenn ich küsse von deinem Munde
Der Liebe süßseligen Sieg!
Wenn ich küsse die weißen ... weiterlesen


Was frag ich

Was frag` ich nach Zeit und Stunde,
Wenn an deiner Brust ich lieg` –
Wenn ich küsse von deinem Munde
Der Liebe süßseligen Sieg!
Wenn ich küsse die weißen Brüste,
... weiterlesen


Lieder eines Sünders. 23. Marie Louise.

Wenn du mich liebtest –
Nein! Ich verdiente es nicht!

Denn siehe, du Weib,
Das ich liebe mit dem Flammensturm meiner Jugend,
In dem allein
Seit Stunden ... weiterlesen


Heimkehr?

Wie bin ich nur so jäh hierher verschlagen
In dein entfremdet Reich, Waldeinsamkeit?
Zu Gast war ich in schicksalskühnen Tagen
Des Südens formgewalt`ger Heiterkeit!
... weiterlesen


Heimkehr?

Wie bin ich nur so jäh hierher verschlagen
In dein entfremdet Reich, Waldeinsamkeit?
Zu Gast war ich in schicksalskühnen Tagen
Des Südens formgewalt`ger Heiterkeit!

... weiterlesen


Psalm der Leidenschaft

Wie du mich lange, lange verlassen hattest,
Meiner Phantasie und meiner Kraft gewaltige Tochter,
Leidenschaft!
Die du von mir gewichen warest und von mir geflohen
... weiterlesen


Erste Sonne

Wie gerne lass` ich von der ersten Sonne
Mich bescheinen! – Wenn der Januar
Mit seiner Atemzüge Eishauch wich
Wenn in der Monde Schnur die zweite Perle
Sich ... weiterlesen


Erste Sonne

Wie gerne lass` ich von der ersten Sonne
Mich bescheinen! – Wenn der Januar
Mit seiner Atemzüge Eishauch wich
Wenn in der Monde Schnur die zweite Perle
Sich übertropfen ... weiterlesen


Lieder eines Sünders. 49. Nachtzauber.

Wie wag` ich`s nur, mein junger Tag,
In`s helle Antlitz dir zu schauen?
Der ich der Nacht zu Füßen lag
In sündesüßem Wollustgrauen!

Die Nacht war meine ... weiterlesen


Lieder eines Sünders. 26. Fragment.

Wir gehen so stumm neb`einander
Und haben das Herz doch so voll . . .
Süß duftet der Oleander
Aus deiner Locken Geroll . . .

Mit ihren schwellenden Armen
... weiterlesen


Lieder eines Sünders. 10. Klage des Jünglings.

Wo seid ihr hingegangen,
Meine frommen, unschuldigen Kinderaugen?
Wo seid ihr hingegangen,
Die ihr in prangenden Reizen
Die Welt mir verkündigt
In meines Lebens ... weiterlesen


Klage des Jünglings

Wo seid ihr hingegangen,
Meine frommen, unschuldigen Kinderaugen?
Wo seid ihr hingegangen,
Die ihr in prangenden Reizen
Die Welt mir verkündigt
In meines Lebens erster ... weiterlesen


Lieder eines Sünders. 53. Offenbarung.

Zur Nacht, zur Nacht an den Wassern ich ging –
Die Nacht lag schwarz, zerlastend, schwül . . .
Und meiner Seele Angstgefühl
Mit zuckendem Finger die Engniß umfing . . .
... weiterlesen


Lieder eines Sünders. 62. Triumphgesang der Leben

»Das Lebend`ge will ich preisen,
Das nach Flammentod sich sehnet.«
Goethe

Nun wogt einher in mächt`gem Geroll,
Der Genesung freistirnige Boten!
Den wir ... weiterlesen



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Gedichte vom Autor Hermann Conradi

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