A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

Gedichte - Hermann Rollett


Pfingsthymne

    Komm, heiliger
Geist! Flamme nieder in feurigen
Zungen, — Sturmgetragen,
funkensprühend, — Küsse die
Menschheit heiß auf die Stirn! Und
willst du nicht glühend
... weiterlesen

Anzeigen



Ein Traumbild

(Baden.) So bin ich fortgezogen
Frei in die Welt hinaus, Viel heiße
Wünsche flogen Mir nach vom
Heimathaus. Viel Hoffen und viel
Sehnen Aus manchem
... weiterlesen


Eine Menschenblüte. Lyrische Novelle

1. Was doch eine Menschenblüte Das
Herz berauschen kann, — Der Himmel
dich behüte Vor solchem
Zauberbann. Der Himmel mög dich
bewahren Vor solch
... weiterlesen


Ritornelle

1. Wenn sich der Geist geheimnisvoll
verborgen In Herzensnacht, da feiern
die Gedanken Im Liede ihren
Auferstehungsmorgen. 2. Aus zarten
Blättern ha
... weiterlesen


Wanderjahre

Als ich noch froh, mit junger Lust,
Den Blick ins Leben schwang, Da sang
die lieberfüllte Brust Ein Lied, das
also klang: `Mir ward noch nicht die
Seligkeit, Zu w
... weiterlesen


Nachtschmerz

Als laut an der Grube Der Schmerz
geglüht, Da hat die Sonne Ihn heiß
umsprüht. Sie lachte so stralend,
Sie glühte so hell. Und strömte wie
tröstend
... weiterlesen


Ein Festmal

Am 17. Juli 1844. Wir geben ihm ein
festlich Mal Dem Dichterfürsten aus
Norden, Correggios Sänger, der durch
sein Lied Ein Deutscher, ein Unsrer
geworden.
... weiterlesen


An einem lichten Morgen...

An einem lichten Morgen, Da klingt es
hell im Tal: wach´auf, du liebe
Blume, ich bin der
Sonnenstrahl! Erschließe mit
Vertrauen dein Blütenkämmerlein und
la
... weiterlesen


Ein Festgesang

An Kranz Schuselka. Jena, am 15. August
1845. Wenn Eins im Leben heilig ist,
So ist es der Gesang, Und weil der
Tag mir heilig, An welchem du geboren
bist,
... weiterlesen


Abschied

An Marie. Noch einen heißen, heißen
Kuß, Noch einen tiefen Blick, Weil
ich auf lang verlassen muß Dein
Glück und dein Geschick. Weil ich
dich lang nicht wiede
... weiterlesen


Auf einem grünen Hügel...

Auf einem grünen Hügel, da steht ein
Röslein hell, und wenn ich rot, rot
Röslein seh`, so rot wie lauter
Liebe, möcht´weinen ich zur
Stell´! Auf einem grünen H
... weiterlesen


Geheimniß

Ausgeglühet hat die Flamme,
Ausgeschlagen hat das Herz, An des
Kreuzes dürrem Stamme Weint sich aus
des Lebens Schmerz. Totenstill? —
trübes Schweigen, Und die
... weiterlesen


Auf der Bastei

Bevor ich scheide, dunkles Wien, Aus
deinem schwülen Traum, Muß ich noch
einmal lauschend ziehn Zu jenem
Lindenbaum. Zu jenem Baum, der einst
erklang Im Fluch de
... weiterlesen


Zweifel

Bin ein Sänger Im grünen
Wald, Singe wol jubelnd, Doch — ob
es schallt? Der Baum meiner Lieder
Wol Blüten treibt, Doch ob die
Frucht, Die süße,
... weiterlesen


Die Rosen

Bin in meiner Kindheit Tagen Froh ins
Leben eingegangen, Rosen keimten mir
im Herzen Und entblühten rot den
Wangen. Und ich horchte und ich
lauschte - Hörte viel
... weiterlesen


Weihe

Bist du schon einmal ruhevoll gelegen
An einem frischbegrünten Wiesenhang,
An dem durch silberklaren Perlenregen
Des Baches Nymphe aus den Wellen
sprang? Das Aug im Himme
... weiterlesen


Stolzenfels

Da klang ein Lied mit hellem Ton Ins
grüne Land hinein: Das wür ein
wahrer Königsthron, Der Stolzenfels
am Rhein! Im weiten Thal, voll
Majestät, Des Stromes go
... weiterlesen


Unter den Linden

Das also ist das gelobte Land Am
Weisheitswasser der Spree? O streut mir
Ins Auge nur euren Sand Ihr wehrt
nicht, daß ich seh! Diese steifen
Straßen, erfüllt von Wind,
... weiterlesen


Kühle mein Herz!

Das Gras auf der Heide, so grün und
voll, Spricht ewig, daß ich hoffen
soll. Die Rosenflur ruft glühend
rot: Liebe, liebe bis in den
Tod! Und der blaue Himmel ob
... weiterlesen


Das ist ein Tag, der klingen mag...

Das ist ein Tag, der klingen mag - die
Wachtel schlägt im Korn, die Lerche
jauchzt mit Jubelschlag wohl überm
hellen grünen Hag, der Jäger bläst
in´s Horn. Frau
... weiterlesen


Angedenken

Das Kissen, auf dem sie sterbend Ihr
schönes Auge bewegt, Hab ich zum
Angedenken Mir an das Fenster
gelegt. Da seh ich vom hohen Fenster
Hinein in der Menschen Lus
... weiterlesen


Frühlingsgesang

Das Leben ist erstanden Mit Glanz und
Frühlingspracht Das hat aus starren
Banden Die Liebe frei gemacht. Die
Blütenkeime treiben Zum Himmel
unbewußt — We
... weiterlesen


Frühlingsgesang

Das Leben ist erstanden Mit Glanz und
Frühlingspracht Das hat aus starren
Banden Die Liebe frei gemacht. Die
Blütenkeime treiben Zum Himmel
unbewußt — Wer mag zu
... weiterlesen


Ein Sonntag

Das Leben will sich neu gestalten —
Ein unaufhaltbar freier Drang
Zerreißt als Blitz die Nacht der
alten, Versunknen Zeit mit lautem
Klang. Ein Sonntag wars. In stiller
... weiterlesen


Wacher Traum

Das Lied der Nacht war ausgesungen,
Verklungen mit dem Sternenchor, Und
aus des Morgens Dämmerungen Floß
stilles Sonnengold hervor. Noch war
die Knospe mild umrötet,
... weiterlesen


Wacher Traum

Das Lied der Nacht war
ausgesungen, Verklungen mit dem
Sternenchor, Und aus des Morgens
Dämmerungen Floß stilles Sonnengold
hervor. Noch war die Knospe mild
umrötet, Von
... weiterlesen


Brief

Das war ein Balsam für mein wundes
Herz, Das war ein kühler Thau für
meine Seele, Die, schon
verschmachtend, trank den heißen
Schmerz, Daß nicht der kalte Gram zu
Tod sie quäle.
... weiterlesen


Elbefahrt

Das war ein frischer Morgenwind, Mit
dem wir aus der Moldau sind, Der um
des Dampfers Wimpel pfiff, Als in die
Elbe trieb das Schiff. Ich saß
verhüllt auf dem Verdeck
... weiterlesen


Eine Begegnung

Das Wetter zog vorüber — noch ein
Stral Aus fliehendem, besiegtem
Wolkendunkel, — Und siegesfreudig
glänzten Berg und Thal In hellem,
abendlichem Goldgefunkel. Es kam
... weiterlesen


Siegespreise

Das Zeichen war erklungen — Da
sprengten sie herbei. Die Lanzen hoch
geschwungen, Zum festlichen
Turnei. Es waren rings im Kreise
Der schmucken Gäste viel,
... weiterlesen


Liebesgruß

Dein dunkles Auge hat mich angelacht,
So wie die zaubervollste
Frühlingsnacht. In deinem Antlitz
eine Helle lag, So wie im
allerschönsten Frühlingstag. Dein
lang
... weiterlesen


Liebesgruß

Dein dunkles Auge hat mich angelacht, So
wie die zaubervollste
Frühlingsnacht. In deinem Antlitz eine
Helle lag, So wie im allerschönsten
Frühlingstag. Dein langes Haar
... weiterlesen


Marie

Der Abend sank hernieder Ins grüne,
stille Thal, Die Glocken sangen leise
Mit liebevollem Schall. Marie, sei
nicht so traurig, Schließ auf den
bleichen Mund,
... weiterlesen


Erröten

Der dunkle Raum, in den die Sonne
steigt, Errötet in des Lichtes ersten
Stralen, Und wenn im Herzen sich die
Liebe zeigt, Muß sie ihr Glück mit
roten Wangen zahlen. Und
... weiterlesen


Die Blume

Der Frühling war im Thale, Es blühte
im grünen Hag, Und Alles vom
Sonnenstrale Glühend umfangen
lag. Da kam ein stilles Mädchen
Traurig ins Wiesengrün,
... weiterlesen


Die Blume

Der Frühling war im Thale, Es blühte
im grünen Hag, Und Alles vom
Sonnenstrale Glühend umfangen lag. Da
kam ein stilles Mädchen Traurig ins
Wiesengrün, Und manch
... weiterlesen


Natur und Leben

Der Himmel weiß nichts Schöneres zu
geben. Als seiner Sterne zauberhafte
Glut, Als schönster Schmuck der
Meerestiefe heben Sich Perlen aus
geheimnisvoller Flut. Der Frü
... weiterlesen


Begräbniß

Der Leichenträger schwarze Schaar
Zieht trauernd aus dem Haus, Sie
trägt ein Mädchen auf der Bahr Ins
stille Grab hinaus. Mit schwerem
Herzen, trüb und bleich
... weiterlesen


Mondliebchen

Der Mond hat ein Liebchen, Ich hab ihn
belauscht, Jüngst hat es ein Abend
Im Walde gerauscht. Es sproß aus
den Blättern Ein Blümchen empor, Da
schlich er
... weiterlesen


Jahrestag

Der Morgen dämmert trüb empor, Der
Blick ist kaum erhellt, — Ein Jahr
ist hin, seit ich verlor Mein Liebstes
in der Welt. Das war ein trübes,
banges Jahr, War
... weiterlesen


Im Bahnhof

Der Reisebündel war geschnürt, Es
dampfte schon der Wagen, Der aus der
Heimat mich entführt, Der mich ins
Leben getragen. Ich stieg beklommen
in den Raum Des bra
... weiterlesen


Rast

Der Sänger schließt sein Wanderbuch
— Doch bricht zu guter Stunde Wol
einst noch manch ein Wanderspruch, Und
manch ein Preis und manch ein
Fluch Hervor aus des Herzens Grunde.
... weiterlesen


Einer Jungfrau

Der Zauber, der in einer Knospe ruht,
Der stille Drang zu vollem
Blütenleben, Der Ahnungstraum von
naher Lebensglut, Ist wol im Lenz das
heiligste Erheben. Vor einer Knos
... weiterlesen


Sternblumen

Die Augen sind Bienen, Die Sterne sind
Blumen Im nächtlichen Blau. Da
fliegen die Blicke Wie Bienen zu
Blumen Zur himmlischen Au. Und
oftmal entflattert
... weiterlesen


Idylle

Die Hirtin geht im Thale, Das braune
Köpfchen gesenkt, Und singt ein Lied
von der Liebe, Die an ewige Treue
denkt. Im Walde singt der Jäger
Ein weithinschallendes
... weiterlesen


Den Fürsten

Die Krone wankt, der Purpurmantel sinkt
— Ein Sturm der Freiheit noch —
und beide fallen, Des neuen Tages neue
Sonne blinkt, Des neuen Frühlings
neue Lieder schallen.
... weiterlesen


Den Fürsten

Die Krone wankt, der Purpurmantel sinkt
— Ein Sturm der Freiheit noch — und
beide fallen, Des neuen Tages neue Sonne
blinkt, Des neuen Frühlings neue Lieder
schallen. Und wie
... weiterlesen


Das letzte Wort

Die Mutter lag im Sterben — Sie
sprach ihr letztes Gebet: Mein Sohn,
bewahre die Liebe, Die ich dir ins
Herz gesät. Denn Liebe ist das
Leben, Denn Liebe ist das
... weiterlesen


Schwanengesang

Die Rose deiner Liebe ist verblüht,
Doch hat mein Sang sie klagend
überdauert, Und Eins erhebt im
Schmerze mein Gemüt, Daß dir mein
Lied die Seele tief durchschauert.
... weiterlesen


Antwort

Die Sonne stieg zum Himmelsraum Mit
heller Glut hinauf, Und alles wacht
aus stillem Traum Zu lautem Leben
auf. Woher hast du die
Feuerpracht, Du lichte Sonnenglut,
... weiterlesen


Antwort

Die Sonne stieg zum Himmelsraum Mit
heller Glut hinauf, Und alles wacht aus
stillem Traum Zu lautem Leben
auf. Woher hast du die Feuerpracht, Du
lichte Sonnenglut, Und
... weiterlesen


Die stolze Eiche

Die stolze Olche. Arme Blume - Spricht
der Baum Bald vorüber Ist dein
Traum. Meiner Zweige Grüne
Kraft Ewig blüht und Ewig
schafft. K
... weiterlesen


Der hohe See

Die Welle sprang munter ans
Ufergrün, Sie wußte der Abend sei
nah, Weil glühend ein goldenes
Sternlein erblühn, Den Mond am Himmel
sie sah. Am grünen Ufer da trieb ein

... weiterlesen


Drei Husaren

Drei Husaren auf öder Haid Singen im
Reiten von Lust und Leid, Singen ein
Lied vom Ungarwein, Von Schlacht und
Liebchen fein. Der Eine, der vom
Lieben sang, Im na
... weiterlesen


Scheidespruch

Du banges Herz! du möchtest wol noch
gern Im letzten Liede froh zum Himmel
schlagen, Und hoffend spähn nach
einem goldnen Stern. Du möchtest wol
im hellen Sonnenwagen Der Zuver
... weiterlesen


Herbstlied

Du hast den Frieden mir geraubt, Du
Herbstwind trüb und kalt, Die
grünsten Bäume hast entlaubt, Das
Jüngste wurde alt. Die Blumen hast
du totgeküßt, Die Vögel
... weiterlesen


Herbstlied

Du hast den Frieden mir geraubt, Du
Herbstwind trüb und kalt, Die grünsten
Bäume hast entlaubt, Das Jüngste wurde
alt. Die Blumen hast du
totgeküßt, Die Vögel wurden
... weiterlesen


Am Grabe Frauenlobs

Du hast den Namen `Frauenlob` Durch
Singen dir erworben, Und es trugen dich
zarte Frauen drob In die Gruft, als du
gestorben. So möcht ich den Namen
`Männerlob` Du
... weiterlesen


Drang

Du hohe Macht, die mir im Herzen waltet!
Du Feuerglut der ewigen Liederlust!
Du glühst wol fort, bis mir das Herz
erkaltet, Bis nimmer schlägt des
Sängers treue Brust.
... weiterlesen


Metternich

Du sollst dein Leben fristen noch Bis
zu des Volks Erstehn, Bis laut es
ruft: Wir siegten doch Trotz deines
Athems Wehn! Ja leb`, so lang noch
mag dein Herz Verdorr
... weiterlesen


Heiligenschein

Dunkle Wolken in der Luft — Und des
Waldes Bäume schweigen, Und die
Blumen alle neigen Tief ihr Haupt voll
süßem Duft. Und die Erde schwebt im
Traum - Nur das h
... weiterlesen


Wasserfall

Durch den dunklen Fichtenwald Führt
der Weg so grün und still, Leise nur
die Luft erschallt Wie ein Kind; das
reden will. Dunkler wird der
Waldesraum, Aber helle
... weiterlesen


Ein Wunsch

Ehe noch mein irdisch Leben Kehret in
den Staub zurück, Möcht ich Eines
noch erstreben Als ein eignes, stilles
Glück. Mtöcht an einen Strand
gelangen, Von der M
... weiterlesen


Offenbarung.

Ein jeder Baum, der braust in
Wettern, Und jede Blume auf der
Flur, Und jeder Zweig ist voll von
Blättern Der Offenbarung der
Natur. Auf jedem Blatt steht licht
und offen:
... weiterlesen


Aus dem Koran

Ein Lied im Koran meines Herzens steht,
Geschrieben wie mit blutigroten
Lettern, Ich weine immer, wenn mein
Auge geht Im Schmerzensbuche
wehmutvoll zu blättern: „Der Li
... weiterlesen


Rosenmärchen

Ein Märchen hört — den Lüften
abgelauscht, Die uns umklingen oft an
hellen Tagen — Vielleicht hat es der
grüne Wald gerauscht, Ders Niemand
konnte als den Lüften sagen.
... weiterlesen


Lyrische Epistel

Einem Beurtheiler meiner
`Liederkränze.` Hast geschaut in
meines Herzens Grund, Und sahst den
Frühling meiner Lieder schweben, Und
liebend gabst du deine Freude kund, Ob
... weiterlesen


Abschied

Einen Druck noch deiner Hand, Einen
Blick noch tief und schwer, Und du
ziehst vom Vaterland, Wandernd an das
weite Meer. Freund! du mußt mir viel
besorgen, Manchen
... weiterlesen


Ein Dichtergreis

Er nahm die Harf in seine welken Hände
Und griff begeistert in die straffen
Saiten, Von Jubel widerhallten laut
die Wände, Und Engel sich er licht
durch Blumen schreiten.
... weiterlesen


Wanderlied

Es bricht aus allen Zweigen Des Lebens
voller Drang, Entzückte Lerchen
steigen Mit Auferstehungsgesang.
Erwachende Keime streben Freudig zum
Licht empor, Und es qui
... weiterlesen


Ein Schmerzgesang

Es hat ein wehmutvolles Lied Den
stillen Wald durchklungen, Das hat
voll Trauer, als sie schied, Die
Nachtigall gesungen: Leb wol, leb
wol, du kühler Wald, Die wel
... weiterlesen


Ein Schmerzgesang

Es hat ein wehmutvolles Lied Den stillen
Wald durchklungen, Das hat voll Trauer,
als sie schied, Die Nachtigall
gesungen: Leb wol, leb wol, du kühler
Wald, Die welken Blät
... weiterlesen


Neue Weise

Es klang in deutschen Landen  
  Ein lieblicher Gesang Von
süßen Liebesbanden,    
Von grünem Frühlingsdrang. Das war
ein sorglos Reimen, &
... weiterlesen


Neue Weise

Es klang in deutschen Landen Ein
lieblicher Gesang Von süßen
Liebesbanden, Von grünem
Frühlingsdrang. Das war ein sorglos
Reimen, Da kam nur `Herz` auf `Schm
... weiterlesen


Ein Königsgrab

Es klingt ewe alte Sage, Die lange
vergessen schlief — Von einem guten
König, Der also im Sterben
rief: Wenn jch erbleichet liege Im
stillen Totenschrein,
... weiterlesen


Thränenlust

Es kommt die Nacht im schwarzen
Kleid So düster hergegangen, Im
Herzen Qual, und Schmerz und Leid Auf
mondesbleichen Wangen. Ins
Sternentuch gehüllt den Leib — D
... weiterlesen


Für Jordan

Es lag in stillem Grimme Das deutsche
Vaterland, Der Zorn als heiße Thräne
In jedem Auge stand. Du hast das
Volk betrogen, Du lügend Fürstenwort
— So s
... weiterlesen


Für Jordan

Es lag in stillem Grimme Das deutsche
Vaterland, Der Zorn als heiße
Thräne In jedem Auge stand. Du hast
das Volk betrogen, Du lügend
Fürstenwort — So scholls von
... weiterlesen


Lebenstraum

Es saß ein Kind, ein Jüngling und ein
Greis In einer Laube,
abendscheinumflossen, Die
Frühlingslüfte wehten schlummerleis
Durch des Geheges lebensgrüne
Sprossen. Der
... weiterlesen


In der Schenke

Es trat in die dunkle Schenke Ein
Wanderer müd hinein, Der sprach zum
Wirt: Ich tränke, O lieber Wirt, ich
tränke So gern einen Becher
Wein! Der Wirt füllt ein
... weiterlesen


Siegeslied

Es ward der Geist Gedanke, Der aber
ward zum Wort, Das Wort brach seine
Schranke Und wuchs zum Liede
fort. Das Lied ward laut gesungen
Und formte sich zur That,
... weiterlesen


Siegeslied

Es ward der Geist Gedanke, Der aber ward
zum Wort, Das Wort brach seine
Schranke Und wuchs zum Liede fort. Das
Lied ward laut gesungen Und formte sich
zur That, Die al
... weiterlesen


Sängers Grab

Es ward ein Sänger begraben, Der sang
mit treuem Mut, Doch fiel keine
einzige Thräne Aufs Grab, in dem er
ruht. Da steigt aus dem grünen
Hügel Ein Rosenbäumch
... weiterlesen


Godesberg

Es will der Rhein bei Drachenfels Den
Bergeshöhn entfliehn, Und
freihinwogend in den Schoos Des
deutschen Meeres ziehn. Doch manch ein
Hügel steigt noch auf, Mit Rebengrün
... weiterlesen


Dämmerung

Es wird ein Tag erscheinen,—  
  Und er ist nimmer weit - An dem
wir uns vereinen     Zu
einer Seligkeit. An dem wir froh
begehen    
... weiterlesen


Dämmerung

Es wird ein Tag erscheinen,— Und
er ist nimmer weit - An dem wir uns
vereinen Zu einer Seligkeit. An dem
wir froh begehen Ein Fest in guter
Rund: Der Fre
... weiterlesen


Froher Empfang

Es zog ein wandernder Sänger Nach
seinem Heimathaus — Sein Mütterlein
trug schon lange Der Tod zum Friedhof
hinaus. Sein Liebchen schlief schon
lange, Grün Kr
... weiterlesen


Gottesacker

Ewige Stille, Ewiges Schweigen Weht um
der Leiche Modernden Sarg; Ob sie
auch einst Ein glühendes Leben, Ob
sie ein Herz Voll Liebe auch barg.
... weiterlesen


Heiliges Feuer

Fest den Blick hinaufgerichtet, Wenn
das Leben trüb und kalt, Bald ist Herz
und Flur gelichtet, Wenn die
Frühlingsglocke schallt. Rosen
blühen in den Wäldern, B
... weiterlesen


Heiliges Feuer

Fest den Blick hinaufgerichtet, Wenn das
Leben trüb und kalt, Bald ist Herz und
Flur gelichtet, Wenn die
Frühlingsglocke schallt. Rosen blühen
in den Wäldern, Bäche rin
... weiterlesen


Geflüster

Flüstern dir die Blumen Still im
Abendschein, Kannst dus nicht
verschweigen - Muß verraten
sein. Bringst es gleich in Lieder,
Singst es laut hinaus, Kaum h
... weiterlesen


Naturstimmen

Fragment. I. Die freie Kraft, die
in der Schöpfung waltet, Die
allbelebend jeden Raum durchdrungen,
Hat mit dem ersten Blümlein sich
entaltet, Ist aus de
... weiterlesen


Naturstimmen

Fragment. I. Die freie Kraft, die in
der Schöpfung waltet, Die allbelebend
jeden Raum durchdrungen, Hat mit dem
ersten Blümlein sich entaltet, Ist aus
des ersten V
... weiterlesen


Blütenzeit

Frühling sprach zum Röslein rot Auf
der grünen Haide: Ach, du grämst
dich wol zu tot, Wenn ich von dir
scheide. Röslein sprach: O Frühling
hold, Wol hab ich d
... weiterlesen


Blütenzeit

Frühling sprach zum Röslein rot Auf
der grünen Haide: Ach, du grämst dich
wol zu tot, Wenn ich von dir
scheide. Röslein sprach: O Frühling
hold, Wol hab ich dich gerne
... weiterlesen


Aus der Wartburg

Ganz Deutschland ist eine Wartburg wol
Wir sitzen und stumm und
warten, Statt auszuwetzen mit Kraft und
Mut Die alten schmählichen
Scharten! 2. Der Sänger
... weiterlesen


Geheimes Flüstern hier und dort...

Geheimes Flüstern hier und
dort, verborg´nes Quellenrauschen, o
Wald, o Wald, geweihter Ort, laß mich
des Lebens reinstes Wort, in Zweig und
Blatt belauschen! Und s
... weiterlesen


Ein Albumblatt

Geschrieben für Andersen und Jenni
Lind. Märchenrose! die du oftmal
mich entzückt mit süßem Duft, Sah
dich ranken um die Särge in der
Dichterfürstengruft.
... weiterlesen


Bekenntniß

Glauben möcht ich, daß die Liebe, Die
für dich mein Herz durchglüht, Aus
den Rosen deiner Wangen Mir als
Gegenliebe blüht. Bange möcht ich
hoffen können Auf ein einzi
... weiterlesen


Bekenntniß

Glauben möcht ich, daß die Liebe, Die
für dich mein Herz durchglüht, Aus den
Rosen deiner Wangen Mir als Gegenliebe
blüht. Bange möcht ich hoffen
können Auf ein einzig leise
... weiterlesen


Liederhain

Hab sie nicht, herbeigerufen Meine
Seele — meine Lieder, Wie die Flöte
von den Felsen Tönen Herz und Seele
wider. Hab gesungen, wie sie waren
Mir ins Herz gesä
... weiterlesen


Ungewitter

Hell durchblinkt die Frühlingsauen
Sonnengold und Blütenpracht, Doch
am Himmel, wie ein Räuber Schleicht
herauf Gewitternacht. Und mit wildem,
dunklem Blicke Sp
... weiterlesen


Für ein Denkmal

Herbei und horchet alle, die ihr aus
deutschem Land Und reicht zu festem
Bunde euch brüderlich die Hand, Es
gilt ein edles Streben— es gilt den
Ruhm der Zeit, Herbei! es gilt ein
Denk
... weiterlesen


Am Königsstuhl

Hier traten sie zusammen Die Fürsten
in alter Zeit, Geschmückte Schifflein
schwammen Daher von nah und
weit. Bewegte Wellen
schlugen Blitzend ans Uferland,
... weiterlesen


Zeitgedichte

Hochgeschwungen!
Hochgeschwungen! Unsrer Lieder blankes
Schwert, Daß der Kampf der
Dämmerungen Sich in hellen Sieg
verkehrt. Jeder, dem es mag gelingen,
Sei zu lau
... weiterlesen


Zeitgedichte

Hochgeschwungen! Hochgeschwungen! Unsrer
Lieder blankes Schwert, Daß der Kampf
der Dämmerungen Sich in hellen Sieg
verkehrt. Jeder, dem es mag
gelingen, Sei zu lautem Sang
... weiterlesen


Fromme Lieder

I. Ein Gott Steig herab von deinem
Thron, Alter Gott der Welten, Steig
herab mit deinem Sohn - Nur der Geist
soll gelten. Und das neuernde
Geschlecht Is
... weiterlesen


Fromme Lieder

I. Ein Gott Steig herab von deinem
Thron, Alter Gott der Welten, Steig
herab mit deinem Sohn - Nur der Geist
soll gelten. Und das neuernde
Geschlecht Ist darum
... weiterlesen


Minnelieder

I. Nach Otto von Turne Freuet euch
der lieben Zeit, Werthe, frohe Jungen,
Schauet auf die Fluren weit —
Knospen sind gesprungen. Um des
lichten Maien Schein
... weiterlesen


Feuerrosen

I. Begeistert von der Freiheit
Jubelschall Flammt in das Aug des
Herzens Lustgeberde; Erweckt vom
ersten warmen Frühlingsschwall,
Entkeimt die Blume froh der grünen
Erde
... weiterlesen


Drei Könige

I. Das ist der König Ludewig, Von
Gottes Gnaden voll, Den jedes fromme
Sängerherz In Treue singen soll. Ich
sing ihm gern mit treuem Mut Ein lautes
Lobgedich
... weiterlesen


Eisblumen

I. Im Winter, wenn sich
erdenwärts Die eisigen Flocken
schwingen, Da soll das liebende
Sängerherz In Liedern hell
erklingen. Da sollen die Freuden der
Früh
... weiterlesen


Unter der Linde

I. In einem grünen, grünen Thal
Da liegt ein Dorf im Abendstral; Die
Hügel glühn in hellem Glanz, Ums
Dörflein, wie ein goldner Kranz, Die
Wolken sehn mit lic
... weiterlesen


Feuerrosen

I. Begeistert von der Freiheit
Jubelschall Flammt in das Aug des
Herzens Lustgeberde; Erweckt vom ersten
warmen Frühlingsschwall, Entkeimt die
Blume froh der grünen Erde.
... weiterlesen


Drei Könige

I. Das ist der König Ludewig, Von
Gottes Gnaden voll, Den jedes fromme
Sängerherz In Treue singen soll. Ich
sing ihm gern mit treuem Mut Ein lautes
Lobgedicht,
... weiterlesen


Eisblumen

I. Im Winter, wenn sich erdenwärts Die
eisigen Flocken schwingen, Da soll das
liebende Sängerherz In Liedern hell
erklingen. Da sollen die Freuden der
Frühlingszei
... weiterlesen


Vorgefühl

Ich ahnte deine Nähe Schon längst im
Herzen mein, Wenn ich dich kommen
sehe, Du goldner
Frühlingsschein. Sobald der Flur im
Stillen Das Blütenaug entkeimt, Hat auc
... weiterlesen


Nächtliches Wiederfinden

Ich habe dich gehört, doch nicht gesehn
— Die Nacht wand neidisch dich in
ihre Schleier, Mich traf nur deiner
Worte süßes Wehn, Mein Auge glühte,
und — mein Herz schlug freier.
... weiterlesen


Die Nacht

Ich könnt ein Lied euch singen Von
einer großen Schmach — ES müßte
das Herz euch springen Wie mir der
Glaube brach. Doch will ich lieber
schweigen, In düster
... weiterlesen


Herzklopfen

Ich lag auf der Wiese In Blumen und
Duft, Und es zogen die Sterne Hell
durch die Luft! Die Ruhe, die
Stille War nimmer gestört — Kaum
hab ich das Bächlei
... weiterlesen


Herzklopfen

Ich lag auf der Wiese In Blumen und
Duft, Und es zogen die Sterne Hell durch
die Luft! Die Ruhe, die Stille War
nimmer gestört — Kaum hab ich das
Bächlein Fl
... weiterlesen


Im Rosengarten

Ich lag bei Worms in grüner Au, Im
alten Rosengarten, Und rief: O
Freiheit, du schöne Frau, Du läßt
uns lange warten! Und ich dachte der
alten, der alten Mär`,
... weiterlesen


Herzlied

Ich saß an einem Bache, Der rieselte
so mild, Und neben blühten die
Bäume Mit Vogelsang erfüllt. Mein
Haupt es lag am Busen Der Allerliebsten
mein, Da hö
... weiterlesen


Herzlied

Ich saß an einem Bache, Der rieselte so
mild, Und neben blühten die Bäume Mit
Vogelsang erfüllt. Mein Haupt es lag
am Busen Der Allerliebsten mein, Da
hört ich ih
... weiterlesen


Am Ufer

Ich schaute bang in die Wellenflut, Auf
der du fortgezogen, Ich dachte dein
— und mir war zu Mut Wie den
lautaufrauschenden Wogen. Die
stürzten wie Liebensboten heran,
... weiterlesen


An Heinrich Heine

Ich weiß, was es soll bedeuten, Daß
ich so traurig bin, — Die grose
Schmach der Zeiten, Die kommt mir nicht
aus dem Sinn. Die Lieb ist kalt und
es dunkelt Am Don
... weiterlesen


Ein Augenblick

Ich wüßt es lange, daß in einem Blick
Ein ganzer Himmel liegt voll
Seligkeiten, Daß eines ganzen Lebens
Mißgeschick Ein Augenblick vermöge
zu bereiten. Ich wüßt es
... weiterlesen


Im Dom

Ihr groserdachten, groserbauten
Räume, Du himmelanerhobner Wunderbau,
— Mir ist als müßt durch diese
Säulenbäume So wie im Wald es
rauschen hell ins Blau. Mir ist, als
müß
... weiterlesen


Ein Pole

Im Arme seiner Tochter liegt Ein
blinder Polengreis - Das Haupt ans
junge Herz geschmiegt In kaltem
Todesschweiß. Ich sterbe gern —
was soll ich hier, Seitdem ich
... weiterlesen


Ein Pole

Im Arme seiner Tochter liegt Ein blinder
Polengreis - Das Haupt ans junge Herz
geschmiegt In kaltem Todesschweiß. Ich
sterbe gern — was soll ich
hier, Seitdem ich schwach
... weiterlesen


Ans deutsche Volk

Im August 1845 Ich könnt ein Lied
euch singen Von einer großen Schmach,
— Es müßte das Herz euch springen,
Wie mir der Glaube brach. Doch will
ich lieb
... weiterlesen


Ans deutsche Volk

Im August 1845 Ich könnt ein Lied euch
singen Von einer großen Schmach, — Es
müßte das Herz euch springen, Wie mir
der Glaube brach. Doch will ich lieber
schwei
... weiterlesen


Gesang der deutschen Oesterreicher

Im Dezember 1848. Wir wollen Deutsche
bleiben, Ihr Brüder, froh und frei!
Wir lassen uns nicht treiben Ins
Joch der Slaverei! Es war kein eitles
Ahnen,
... weiterlesen


Waldesmorgen

Im dunklen Tannenwalde Da wogt ein See
im Gestein, Da ftüstern die schattigen
Zweige Wie Märchen zur Flut
hinein. Des Morgens helles Gefunkel
Ergießt sich ins gr
... weiterlesen


Waldesmorgen

Im dunklen Tannenwalde Da wogt ein See
im Gestein, Da ftüstern die schattigen
Zweige Wie Märchen zur Flut
hinein. Des Morgens helles
Gefunkel Ergießt sich ins grüne Thal
... weiterlesen


Gruß aus Österreich

Im Frühling 1842. Ihr Brüder dort
in fernem Reich, Die ihr  im
Lichte schreitet, Die ihr, an Geist und
Liebe gleich, Die Freiheit kühn
erstreitet. Ic
... weiterlesen


Gruß aus Örterreich

Im Frühling 1842. Ihr Brüder dort in
fernem Reich, Die ihr im Lichte
schreitet, Die ihr, an Geist und Liebe
gleich, Die Freiheit kühn
erstreitet. Ich grüß auch
... weiterlesen


Neueste Geschichte

Im Frühling 1848 Als in den
Julitagen Paris in Flammen stand, Da
hat der Brand geschlagen Weit in das
deutsche Land. Es ward zum Kampf
geblasen, Zur
... weiterlesen


Neueste Geschichte

Im Frühling 1848 Als in den
Julitagen Paris in Flammen stand, Da hat
der Brand geschlagen Weit in das
deutsche Land. Es ward zum Kampf
geblasen, Zur heißen Ge
... weiterlesen


Am Wolfgang-See

Im grünen Ufer am Wolfgang-See Ein
stiller Friedhof liegt, Ich ging
vorüber mit tiefem Weh, Das Herz in
Träume gewiegt. Da kniete ein altes
Mütterlein An einem g
... weiterlesen


Ein Baum

Im grünen Walde steht ein alter Baum
So wie versenkt in schmerzliche
Gedanken; Sein Frühling schwand,—
nur wie ein Jugendtraum Umarmen seinen
Stamm noch grüne Ranken.
... weiterlesen


Ein Baum

Im grünen Walde steht ein alter Baum So
wie versenkt in schmerzliche
Gedanken; Sein Frühling schwand,— nur
wie ein Jugendtraum Umarmen seinen Stamm
noch grüne Ranken. Ihn rü
... weiterlesen


Auf Helgoland

Im Herbst 1845 Da bin ich nun am
roten Fels Im weiten, grünen
Meer, Nichts als der Wolken wilde Jagd,
Und Brandung ringsumher. Die Möve
schritt, die Seegel
... weiterlesen


Auf Helgoland

Im Herbst 1845 Da bin ich nun am roten
Fels Im weiten, grünen Meer, Nichts als
der Wolken wilde Jagd, Und Brandung
ringsumher. Die Möve schritt, die
Seegel wehn,
... weiterlesen


Die freie Schweiz

Im Jänner 1845 Ein freies Volk, ein
freies Land Darf keine Fessel dulden,
Und hebt es nicht zur Wehr die Hand,
Verdient es alle Schmach und
Schand Durch eigenes Ver
... weiterlesen


Die freie Schweiz

Im Jänner 1845 Ein freies Volk, ein
freies Land Darf keine Fessel
dulden, Und hebt es nicht zur Wehr die
Hand, Verdient es alle Schmach und
Schand Durch eigenes Verschulden
... weiterlesen


An Steiger

Im Mai 1845. Du Mann der Freiheit,
Mann der Treu, Es grüßt dich mein
Gesang, Er grüßt dich laut und ohne
Scheu —  Der Treue wird nicht
bang. Die L
... weiterlesen


An Steiger

Im Mai 1845 Du Mann der Freiheit, Mann
der Treu, Es grüßt dich mein
Gesang, Er grüßt dich laut und ohne
Scheu — Der Treue wird nicht
bang. Die Liebe, die dich
... weiterlesen


Wandlung

Im Osten will es leise schon ergrauen,
Die Sonnenstrahlen sich dem Thal
entringen, Die Lüfte wehn, die Blumen
zu bethauen, Und neubelebt die klaren
Bächlein springen. De
... weiterlesen


Wandlung

Im Osten will es leise schon
ergrauen, Die Sonnenstrahlen sich dem
Thal entringen, Die Lüfte wehn, die
Blumen zu bethauen, Und neubelebt die
klaren Bächlein springen. Der Himmel
... weiterlesen


Vom Taunus

Im Taunus liegt der Königsstein Mit
alten, zerfallenden Mauern, Da kann man
tief ins Land hinein Singen sein
Träumen und Trauern. Da kann man in
süßem Liebestraum
... weiterlesen


Die Brüder

Im Walde hängt eine Leiche An einem
verdorrten Ast, — Der hat seinen
Bruder gemordet, Drum ist er am Strang
erblaßt. Und wenn der Tag versunken,
Und wenn es dun
... weiterlesen


Der heilige Kuß

In den Bergen ist ein Gnadenort, Der
heißt Maria Zell, Da thront ein
Muttergottesbild — Ein ewiger
Gnadenquell. Die Berge sind dort gar
so schön, Die Tage so gol
... weiterlesen


Schutz

In der Nacht, wenn alles ruht,
Träumend von der Ferne, Hat der
Himmel auf der Hut Nur das Aug der
Sterne. Doch wenn in die Welt zurück
Kehrt des Tages Wüten,
... weiterlesen


Schutz

In der Nacht, wenn alles ruht, Träumend
von der Ferne, Hat der Himmel auf der
Hut Nur das Aug der Sterne. Doch wenn
in die Welt zurück Kehrt des Tages
Wüten, Brauch
... weiterlesen


Sieg

In Dämmerung die Erde ruht, Und leise
strömt die Wellenflut, Und alles
schweigt im dunklen Raum Und
schlummert tief und athmet kaum. Da
rauscht es von den Feldern auf,
... weiterlesen


Sieg

In Dämmerung die Erde ruht, Und leise
strömt die Wellenflut, Und alles
schweigt im dunklen Raum Und schlummert
tief und athmet kaum. Da rauscht es von
den Feldern auf, Und
... weiterlesen


Wiener Märzlied

In Tyrannei und Pfaffentrug War lang
das Volk gelegen; Da kam in brausend
lichtem Flug Der Geist der Freiheit
und er trug Dem Volk ein Schwert
entgegen.     &nb
... weiterlesen


Nach Wiens Fall

In Wien, der riesigen Sclavin Banden,
War flammend der Geist der Freiheit
erstanden; Er läutete Sturm am
Stefansdom, Und färbte mit Blut den
Donaustrom. Da bebte der Thr
... weiterlesen


Eine Rose

Ist der Frühling über Nacht Aus dem
Land gegangen, -- Einer Rose lichte
Pracht Seh ich ewig
prangen. Tausendschön und
Veilchenkraut, Dürft euch nicht
bemühen,
... weiterlesen


Neue Waffen

Ja, es muß sich umgestalten,  
  Und die alte Wolkennacht Muß
ein blitzend Schwert zerspalten,  
  Muß vergehn im Kampf der
Macht! Also tönt aus taus
... weiterlesen


Neue Waffen

Ja, es muß sich umgestalten, Und
die alte Wolkennacht Muß ein blitzend
Schwert zerspalten, Muß vergehn im
Kampf der Macht! Also tönt aus tausend
Kehlen Wuter
... weiterlesen


Im Herbste

Kalte Luft durchzieht die Bäume, Welke
Blätter wehn herab, Und des Lenzes
Blütenträume Fanden früh ihr stilles
Grab. Nebel lagern feucht im
Thale, Scheues Wild r
... weiterlesen


Im Herbste

Kalte Luft durchzieht die Bäume, Welke
Blätter wehn herab, Und des Lenzes
Blütenträume Fanden früh ihr stilles
Grab. Nebel lagern feucht im
Thale, Scheues Wild rauscht
... weiterlesen


Zwei Dichter

l. Ein Sterbender Er lag so bleich,
so todeskrank In heißen
Fiebergluten, Der Hoffnung letzter Anker
sank In bodenlose Fluten. Da sah er
einmal noch hinaus —
... weiterlesen


Zwei Dichter

l.  Ein Sterbender Er lag so
bleich,  so todeskrank In heißen
Fiebergluten, Der Hoffnung letzter
Anker sank In bodenlose Fluten. Da
sah er einmal
... weiterlesen


Sankt Elisabet

Leuchtend strahlt ihr Angesicht! Milde
Himmelsbläue Strömt aus ihrem
Augenlicht, Als ein Bild der
Treue. Wenn der Armut Not und
Qual Sie mit Schmerz erfüllet,
... weiterlesen


Gottvertrauen

Mit stillem Gottvertrauen Erringst du
keinen Lohn, Du magst zum Himmel
schauen - Was weiß der Himmel
davon. Du mußt im Sturm des Lebens
Thatkräftig erringen das G
... weiterlesen


Abendmal

Nacht ists, mondenhelle Nacht! Alles
schlummert, Alles träumt, Nur mein
Auge, lichtumsäumt, Hoch im stillen
Thale wacht. Ging heraus zum grünen
Hain Zu belausche
... weiterlesen


Zimmermanns Begräbniß

Neige dein Haupt, geliebste der Musen,
Zieh durch dein blond Gelocke schwarze
Schleier, Und schwing dein schlagend
Herz im Liederbusen Als Grabgeläute
zu der Totenfeier.
... weiterlesen


O Lust, o Lust

O Lust, o Lust, vom Berg ein Lied in´s
Land hinab zu singen! Der kleinste Ton
hinunter zieht, so wie auf
Riesenschwingen! Der stillste Hauch
aus lauter Brust, in Leid
... weiterlesen


Schmuck

O Menschenherz, du sturmbewegtes
Meer, Mit deinen stillen,
märchenhaften Gründen, In deine
Wogen, trüb und kummerschwer, Darf
selten nur ein Strom der Freude münden.
Und wie da
... weiterlesen


Rheingruß

O nimm den Gruß des Sängers, Du
grüner, grüner Rhein, Und schließe
meine Trauer In deine Wogen
ein. Nimm auf in deine Fluten Der
Seele tiefes Weh, Auf d
... weiterlesen


An Alfred Meißner

O schönes Angedenken, O freudiges
Versenken In jenen hellen Tag, Wo
unste Herzen schwammen In Dichterglut
zusammen In deinem hehren Prag! Nie
wird es mir en
... weiterlesen


Blumensprache

O wie glücklich, der des Lebens
Seligkeit und Leebeswahn, Der die
Qualen jedes Strebens Sprechend sich
versüßen kann. Arme Blumen, arme
Bäume, Die ihr ewig schw
... weiterlesen


Zur Ruhe

Ringsum des Waldes Bäume, Unter mir
das dunkle Thal, In mir meines Herzens
Träume, Ueber mir des Mondes
Stral. Waldesgrün! was soll dein
Toben In der stillen Fr
... weiterlesen


Frühling

Rosenschein und Blütenregen Lacht von
allen grünen Wegen, Jede Blume, jeder
Baum Schwelgt in süßem
Blütentraum. Und es glüht das
goldne Licht Klar vom blauen
... weiterlesen


Frühling

Rosenschein und Blütenregen Lacht von
allen grünen Wegen, Jede Blume, jeder
Baum Schwelgt in süßem
Blütentraum. Und es glüht das goldne
Licht Klar vom blauen Himmel wi
... weiterlesen


Morgengesang

Schwing dich auf, du
Sonnenglanz Neuerwachten Lebens Lange
schon, erbittert ganz, Harren wir
vergebens. Brich herein, du lichter
Tag, Durch die letzten Schleier,
... weiterlesen


Sehnsucht

Sehnsucht ist ein süßes Wesen, Hat
die Freude stets im Bund, Wenn das Aug
in Thränen schimmert, Lächelt doch
der bleiche Mund. Denn die Freude der
Erfüllung Si
... weiterlesen


Zwei Blumen

Seht, wie dort die Trauerweide Aus dem
Totenhügel steigt, In der Hoffnung
grünem Kleide Weint sie, übers Grab
geneigt. Welke Blüten drehen Kreise
Durch, des Wal
... weiterlesen


Gruß

Sei gegrüßt, du schöner Morgen,
Blauer Himmel— sei gegrüßt, Den,
im Traum der Nacht verborgen,
Sonnenliebe wachgeküßt. Strale
mir mit neuem Feuer In die l
... weiterlesen


Gruß

Sei gegrüßt, du schöner
Morgen, Blauer Himmel— sei
gegrüßt, Den, im Traum der Nacht
verborgen, Sonnenliebe
wachgeküßt. Strale mir mit neuem
Feuer In die laute Brust
... weiterlesen


Sei nur getrost!

Sei nur getrost, du stilles Herz Es
kommt der Tag der Liebe, Der weck zur
Blüte allerwärts Der Sehnsucht
grüne Triebe. Es bringt des Lenzes
Sonnenschein Den tie
... weiterlesen


Der tote Vater

Sie trugen den Sarg zum Friedhof hinaus
— Gar düster ist nun das verlassene
Haus. Die Wehmut nur weint wie ein
finsterer Geist Durchs öde Gemach,
das leer und verwaist.
... weiterlesen


Stilles Grab

Tief im Schatten kühler Bäume Lag
ich still im Waldesgrün, Uns den
Blättern sahn, wie Träume, Blüten
hell im Abendglühn. Und die Zweige
hingen nieder, Liebea
... weiterlesen


Stilles Grab

Tief im Schatten kühler Bäume Lag ich
still im Waldesgrün, Uns den Blättern
sahn, wie Träume, Blüten hell im
Abendglühn. Und die Zweige hingen
nieder, Liebeathmend, a
... weiterlesen


Sterne

Tiefversunken in des Himmels
Zauberhafte Pracht der Sterne,
Schwelg ich traumvoll, wonnetrunken
In der endlos weiten Ferne. Doch
wenn ich die Blüte senkt, zeigt m
... weiterlesen


Sommer

Ueberall der Sonne Glut —  
  Wald und Wiese
trocken, Lebensqnell und Wellenflut
    Will im Laufe
stocken. Nur im Friedhof, lachend
grün, &n
... weiterlesen


Sommer

Ueberall der Sonne Glut — Wald und
Wiese trocken, Lebensquell und
Wellenflut Will im Laufe
stocken. Nur im Friedhof, lachend
grün, Lebensvolle Sprossen -
... weiterlesen


Aufschwung

Umfange mich du Liebesarm,  
  Du freier Geist der Zeit, Und
drück mich an den Busen warm  
  In stiller Seligkeit. Drück
mich in deine Arme lind
... weiterlesen


Aufschwung

Umfange mich du Liebesarm, Du freier
Geist der Zeit, Und drück mich an den
Busen warm In stiller
Seligkeit. Drück mich in deine Arme
lind In weihendem Verein
... weiterlesen


Oestrich

Und als ich zu Oestrich ans Ufer
stieg Aus des Kahnes fröhlichem
Schwanken Da hatt` ich vergessen wol
Kampf und  Sieg Da war ich
entflohn aus dem ewigen Krieg Und ich
hatte
... weiterlesen


Schlechte Reime

Und daß mir Keiner verdammend spricht
Von schlechten Reimen im Gedicht
- Ich mag sie so wenig leiden, Als
immer sie vermeiden. Der Himmel mit
seinem goldnen Schein
... weiterlesen


Waldeszauber

Und schreit ich in den Wald hinaus, Da
grüßen mich die Bäume. Du liebes,
freies Gotteshaus, Du schließest mich
mit Sturmgebraus In deine kühlen
Bäume. Da sin
... weiterlesen


Waldeszauber

Und schreit ich in den Wald hinaus, Da
grüßen mich die Bäume. Du liebes,
freies Gotteshaus, Du schließest mich
mit Sturmgebraus In deine kühlen
Bäume. Da sink ich an d
... weiterlesen


Lied

Und wenn es dunkel werden will In
meinem Kämmerlein, Da neig ich tief
und schlummerstill Das Haupt und denke
dein. Da wird es rings so
flammenlicht, So glühend um mi
... weiterlesen


Vergebens

Und wie du auch dein schönes Angesicht
Mit stillem Ernste leise von mir
wendest, Dem tiefen Blick gebieten
kannst du nicht, Den du mir unbewußt
entgegensendest. Und wie
... weiterlesen


Vergebens

Und wie du auch dein schönes
Angesicht Mit stillem Ernste leise von
mir wendest, Dem tiefen Blick gebieten
kannst du nicht, Den du mir unbewußt
entgegensendest. Und wie du auch
... weiterlesen


Ewig

Und wieder zieht mit Duft, und
Glanz Der junge Frühling ein, Und
wieder macht uns trunken ganz Des
Jubels Feuerwein. Und wieder sind wir
voller Lust Und froh und wol
... weiterlesen


Ewig

Und wieder zieht mit Duft, und Glanz Der
junge Frühling ein, Und wieder macht
uns trunken ganz Des Jubels
Feuerwein. Und wieder sind wir voller
Lust Und froh und wolgemut;
... weiterlesen


Handwerkerlied

Uns weckt zu Mühsal, Sorg und Plag Des
Morgens Auferstehn, Doch, wenn
verglüht der heiße Tag, Dann lassen
wir des Lebens Klag In Liedern
untergehen. Da ziehn wir
... weiterlesen


Handwerkerlied

Uns weckt zu Mühsal, Sorg und Plag Des
Morgens Auferstehn, Doch, wenn verglüht
der heiße Tag, Dann lassen wir des
Lebens Klag In Liedern untergehen. Da
ziehn wir durch di
... weiterlesen


Mondlied

Von deinem Auge still bewacht Hat mir
das Leben einst gelacht, Ich fühlte
einst der Liebe Macht, Von deinem Muhe
still bewacht. Oft schlummerte ich
selig ein In d
... weiterlesen


Ein Waldmärchen

Von den Höhen stieg ich nieder, Deren
Haupt die Wartburg schmückt, In den
grünen, grünen Frühling,
Zweigumrauscht und
duftentzückt. War so froh und war so
freudig,
... weiterlesen


Weinsberg

Von Weinsberg sind der Sagen Der
Wunder viel erzählt, Aus
längstverklungnen Tagen, Mit Sang und
Klang vermählt. Das Lied der
Weibertreue Erklingt von Mund zu Mun
... weiterlesen


Weinsberg

Von Weinsberg sind der Sagen Der Wunder
viel erzählt, Aus längstverklungnen
Tagen, Mit Sang und Klang
vermählt. Das Lied der
Weibertreue Erklingt von Mund zu Mund,
... weiterlesen


Metternichs Linde

Vor seinem Haus auf der Bastei Da
steht ein Limdenbaum, Der träumt mit
jedem jungen Lenz Den schönsten
Frühlingstraum. Er stralt vor seinem
Fenster still Zu Wien
... weiterlesen


Metternichs Linde

Vor seinem Haus auf der Bastei Da steht
ein Limdenbaum, Der träumt mit jedem
jungen Lenz Den schönsten
Frühlingstraum. Er stralt vor seinem
Fenster still Zu Wien auf der
... weiterlesen


Spielberg

Vorbei! vorbei! an diesem Berg So
schnell die Rosse gehn, Nicht weil
vielleicht ein finstrer Scherg Im Flug
mich könnt erspähn; Und nicht darum,
als fehlte mir — Wollt man
... weiterlesen


Winterlied

Warum so düster, Erdenraum? Warum so
kalt, so fremd? Es deckt dich Schnee,
du regst dich kaum In deinem
Totenhemd. Mir glühts im Herzen
immer licht — Ob Sturm, o
... weiterlesen


Winterlied

Warum so düster, Erdenraum? Warum so
kalt, so fremd? Es deckt dich Schnee, du
regst dich kaum In deinem
Totenhemd. Mir glühts im Herzen immer
licht — Ob Sturm, ob Sonnen
... weiterlesen


Mutterschooß

Warum weinst du, liebes Kind? Laß das
Weinen! Laß das Klagen! Was wird deine
Mutter sagen, Wenn die Aeuglein trübe
sind? Doch das Kind, es halt nicht
ein! Unter i
... weiterlesen


Liebe das Leben!

Was hat dich so tief ergriffen, Du,
mein geliebtes Kind, Daß deine
schönen Augen So feucht geworden
sind? Was hat dich bewegen müssen
Im tiefsten Herzensgrund,
... weiterlesen


Genesung

Was ist das für ein Wogen Von den
Bergen ins Thal hinein? Der Frühling
kommt angezogen Mit Blumen Und
Sonnenschein. Die Wälder und
Laubgehege Hat er mit Grün e
... weiterlesen


Genesung

Was ist das für ein Wogen Von den
Bergen ins Thal hinein? Der Frühling
kommt angezogen Mit Blumen Und
Sonnenschein. Die Wälder und
Laubgehege Hat er mit Grün erfreut,
... weiterlesen


Die nordische Nachtigall

Was soll ich sagen und singen Von der
nordischen Nachtigall — Das war ein
leeres Klingen Nach ihres Liedes
Schall. Das war ein schwaches Mahnen
An ihren Zauberges
... weiterlesen


Was weinst du, Blümlein...

Was weinst du, Blümlein, im
Morgenschein? Das Blümlein lachte: Was
fällt dir ein! Ich bin ja fröhlich,
ich weine nicht - die Freudenträne
durch´s Aug´mir bricht. Du Mo
... weiterlesen


Stille Freude

Was weinst Du, Blümlein, Im
Morgenschein? Das Blümlein lachte:
Was fällt dir ein! Ich bin ja
fröhlich, Ich weine nicht - Die
Freudenthräne Durchs A
... weiterlesen


Stille Freude

Was weinst Du, Blümlein, Im
Morgenschein? Das Blümlein lachte: Was
fällt dir ein! Ich bin ja
fröhlich, Ich weine nicht - Die
Freudenthräne Durchs Aug mir br
... weiterlesen


Leichte Luft

Wenn der Frühling wiederkehrt, Kehr
ich wieder auch ins Thal, Und ich
blicke wie verklärt Auf zum jungen
Sonnenstral. Und wie ich so einsam
schreite, Kommen lach
... weiterlesen


Leichte Luft

Wenn der Frühling wiederkehrt, Kehr ich
wieder auch ins Thal, Und ich blicke wie
verklärt Auf zum jungen
Sonnenstral. Und wie ich so einsam
schreite, Kommen lachend, frisc
... weiterlesen


Im Verborgenen

Wenn der Himmel noch so rein, Wenn die
Sonne golden stralt, Gibt es 
immer feuchte Stellen Dort im Anger,
hier im Wald. Und wenn Blick und
Miene heiter Und we
... weiterlesen


An Justinus Kerner

Wenn der Lenz im Thal erwacht, Da
ergrünen frisch die Matten, Da
entringt sich Licht und Schatten, Heben
sich die Keime sacht. Und der grüne
Rosenstrauch Harret s
... weiterlesen


An Justinus Kerner

Wenn der Lenz im Thal erwacht, Da
ergrünen frisch die Matten, Da entringt
sich Licht und Schatten, Heben sich die
Keime sacht. Und der grüne
Rosenstrauch Harret schon, geb
... weiterlesen


Du weißt es nicht

Wenn du es wußtest, was ich dir bin, Du
nähmst mich ganz und freudig hin. Ich
bin dein Sänger, schöne Frau! Du bist
die Blume, ich bin der Thau. Du bist
die Seele, ich
... weiterlesen


Todesmorgen

Wenn einst der Morgen, lichtumweht,
Auf meinem Grabe aufersteht, Dann
möcht ich wol die Blumen sehn, Wie
sie dem Glanz entgegenwehn. Dann
möcht ich sehn die Rosenglut,
... weiterlesen


Johannisberg

Wenn Gott vom Zauber wüßte, Der hier
umzieht den Rhein, — Bei Gott — im
Himmel müßte Es also herrlich
sein! Denn was dir nur mag taugen
Für einen Himmelstr
... weiterlesen


Mitgefühl

Wenn ich im Frühling sehe, Wie Alles
keimt und blüht, Da flammt auch hell
mein Auge — Mein Leben neu
erglüht. Wenn ich im Walde höre
Der Nachtigallen Sang,
... weiterlesen


Gedanken

Wenn ich in des Himmels Bläue
Stillerhoben aufwärts schaue, Denke
ich an blaue Augen, Und ich denk an
Lieb und Treu. Und wenn ich im
trüben In dein blaues Auge
... weiterlesen


Huldigung

Wenn ich in des Himmels Bläue
Stillerhoben aufwärts schaue, Denke
ich an blaue Augen, Und ich denk an
Lieb und Treu. Und wenn ich im
trüben In dein blaues Auge
... weiterlesen


Gedanken

Wenn ich in des Himmels
Bläue Stillerhoben aufwärts
schaue, Denke ich an blaue Augen, Und
ich denk an Lieb und Treu. Und wenn ich
im trüben In dein blaues Auge schaue,
... weiterlesen


Huldigung

Wenn ich in des Himmels
Bläue Stillerhoben aufwärts
schaue, Denke ich an blaue Augen, Und
ich denk an Lieb und Treu. Und wenn ich
im trüben In dein blaues Auge schaue,
... weiterlesen


Perlen und Rosen

Wenn jede Perle eine Thrän, Im
Meeresgrund versteint, Dann trug die
Welt schon vielen Schmerz, Dann ward
schon viel geweint. Doch keimt ein
jeder Rosenstrauch Aus
... weiterlesen


An zwei Schwestern

Wenn schon der Zauber eines Angesichts,
Aus dem der Himmelsstral der
Schönheit dringt, Mit der Gewalt des
glühendsten Gedichtes Wie
Märchensang tief in die Seele klingt,
... weiterlesen


Die Phryne

Werwelkt und elend dehnte sich ihr Leib
Im letzten Hauch des hingeschäumten
Lebens Jüngst war sie noch ein
lebensfrohes Weib, Die nun sich
schnellen Tod ersehnt vergebens.
... weiterlesen


Grillparzer

Wie goldner Flammenreigen Aus
tieferglühtem Grund, Entzündend und
verklärend, Aufsteigt in dunkler
Stund. So schwang er seine Flügel
Hellleuchtend himmelwärts,
... weiterlesen


Ein Liebesklang

Wie lacht die Flur im Frühlingsschein,
— Die Rosenflammen glühen —
Doch möcht ich keine Rose sein,
Könnt ich nicht still am Busen dein
Mit süßem Duft erblühen.
... weiterlesen


Ein Liebesklang

Wie lacht die Flur im Frühlingsschein,
— Die Rosenflammen glühen — Doch
möcht ich keine Rose sein, Könnt ich
nicht still am Busen dein Mit süßem
Duft erblühen. Wi
... weiterlesen


Zugvögel

Wie süß ertönt der Amsel Lied Vom
neubelaubten Baum Wenn sie dem Lenz
entgegenzieht In frühlingsvollem
Raume. Wie öffnet sich des Vögleins
Brust In seines Lied
... weiterlesen


Stille Fahrt

Wiege uns in süße Träume,
Tiefbewegter, dunkler See, Nimm es
auf in deine Räume Unsrer Herzen
stilles Weh. Alles ruht — nur
Sterne wachen Badend sich in dunk
... weiterlesen


Drei Wanderer

Wir kommen aus der Fremde her, Aus
fernem Land, aus weitem Meer. Und hat
auch jeder heimgedacht, Und seinem
Lieb was mitgebracht? Ich dachte Helm
im fremden Land
... weiterlesen


Ahnung

Wir waren uns so gut im Leben, Wir
hatten uns so innig lieb, Was wir
besaßen, ward gegeben, So daß es
doch uns beiden blieb. Das ist nun
aus! Die Grubenerde Umschl
... weiterlesen


Die Sänger

Wir üben eine schöne Pflicht Wir
Sänger jung und alt, Dem Blumenduft,
dem Sternenlicht Gibt unser Sang
Gestalt. Wir finden für den
stillsten Traum Das Wort als
... weiterlesen


Die Sänger

Wir üben eine schöne Pflicht Wir
Sänger jung und alt, Dem Blumenduft,
dem Sternenlicht Gibt unser Sang
Gestalt. Wir finden für den stillsten
Traum Das Wort als Deuterin,
... weiterlesen


Flügelschläge

Wol trieb es mich zu singen Den Kampf
und Schmerz der Zeit, Doch wollt ich
den Gram bezwingen In des Frühlings
Seligkeit. Und ich schmückte mit
grünen Kränzen Me
... weiterlesen


Ein Volksfest

Zu Dresden auf der Vogelwies Da bin ich
bekannt geworden, Beim größten
Volksfest —wie es hieß — Mit dem
Volksgeist im deutschen Norden. Ich
zog mit Tausenden froh hin
... weiterlesen


Eine Stube

Zu Frankfurt auf der Hochstraß liegt
Ein Haus, das hochgebaut, Von
Trauerweiden grün umwiegt, Weit in
die Ferne schaut. Zur Nacht, wenn es
der Mondenstral Mit se
... weiterlesen


Der Kirchtag

Zum Kirchweihfest mit Sang und
Klang Zog Alles froh hinaus, Dem
Moslem aber war so bang — Die blieb
allein zu Haus. So geh doch mit, mein
liebes Kind! Sprach leis d
... weiterlesen


Im Grabe

`Gott schenk ihnen die ewige Ruh!` Da
schlugen sie die Särge zu, Und
weinten noch der Thränen viel Und
seufzten tief beim Orgelspiel. Es war
so trüb, es war so k
... weiterlesen