WISSENSWERTES
Das Gedicht - Eine alte Kunstform

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Gedichte - Hermann Rollett

Pfingsthymne

    Komm, heiliger Geist!
Flamme nieder in feurigen Zungen, —
Sturmgetragen, funkensprühend, —
Küsse die Menschheit heiß auf die Stirn!
Und willst du ... weiterlesen


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Ein Traumbild

(Baden.)

So bin ich fortgezogen
Frei in die Welt hinaus,
Viel heiße Wünsche flogen
Mir nach vom Heimathaus.

Viel Hoffen und viel Sehnen
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Eine Menschenblüte. Lyrische Novelle

1.

Was doch eine Menschenblüte
Das Herz berauschen kann, —
Der Himmel dich behüte
Vor solchem Zauberbann.

Der Himmel mög dich bewahren
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Ritornelle

1.

Wenn sich der Geist geheimnisvoll verborgen
In Herzensnacht, da feiern die Gedanken
Im Liede ihren Auferstehungsmorgen.

2.

Aus zarten ... weiterlesen


Wanderjahre

Als ich noch froh, mit junger Lust,
Den Blick ins Leben schwang,
Da sang die lieberfüllte Brust
Ein Lied, das also klang:

`Mir ward noch nicht die Seligkeit, ... weiterlesen


Nachtschmerz

Als laut an der Grube
Der Schmerz geglüht,
Da hat die Sonne
Ihn heiß umsprüht.

Sie lachte so stralend,
Sie glühte so hell.
Und strömte wie ... weiterlesen


Ein Festmal

Am 17. Juli 1844.

Wir geben ihm ein festlich Mal
Dem Dichterfürsten aus Norden,
Correggios Sänger, der durch sein Lied
Ein Deutscher, ein Unsrer geworden.
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An einem lichten Morgen...

An einem lichten Morgen,
Da klingt es hell im Tal:
wach´auf, du liebe Blume,
ich bin der Sonnenstrahl!

Erschließe mit Vertrauen
dein Blütenkämmerlein
... weiterlesen


Ein Festgesang

An Kranz Schuselka.
Jena, am 15. August 1845.

Wenn Eins im Leben heilig ist,
So ist es der Gesang,
Und weil der Tag mir heilig,
An welchem du geboren ... weiterlesen


Abschied

An Marie.

Noch einen heißen, heißen Kuß,
Noch einen tiefen Blick,
Weil ich auf lang verlassen muß
Dein Glück und dein Geschick.
Weil ich dich lang ... weiterlesen


Auf einem grünen Hügel...

Auf einem grünen Hügel,
da steht ein Röslein hell,
und wenn ich rot, rot Röslein seh`,
so rot wie lauter Liebe,
möcht´weinen ich zur Stell´!

Auf ... weiterlesen


Geheimniß

Ausgeglühet hat die Flamme,
Ausgeschlagen hat das Herz,
An des Kreuzes dürrem Stamme
Weint sich aus des Lebens Schmerz.

Totenstill? — trübes Schweigen,
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Auf der Bastei

Bevor ich scheide, dunkles Wien,
Aus deinem schwülen Traum,
Muß ich noch einmal lauschend ziehn
Zu jenem Lindenbaum.

Zu jenem Baum, der einst erklang
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Zweifel

Bin ein Sänger
Im grünen Wald,
Singe wol jubelnd,
Doch — ob es schallt?

Der Baum meiner Lieder
Wol Blüten treibt,
Doch ob die Frucht,
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Die Rosen

Bin in meiner Kindheit Tagen
Froh ins Leben eingegangen,
Rosen keimten mir im Herzen
Und entblühten rot den Wangen.

Und ich horchte und ich lauschte -
... weiterlesen


Weihe

Bist du schon einmal ruhevoll gelegen
An einem frischbegrünten Wiesenhang,
An dem durch silberklaren Perlenregen
Des Baches Nymphe aus den Wellen sprang?

Das ... weiterlesen


Stolzenfels

Da klang ein Lied mit hellem Ton
Ins grüne Land hinein:
Das wür ein wahrer Königsthron,
Der Stolzenfels am Rhein!

Im weiten Thal, voll Majestät,
Des ... weiterlesen


Unter den Linden

Das also ist das gelobte Land
Am Weisheitswasser der Spree?
O streut mir Ins Auge nur euren Sand
Ihr wehrt nicht, daß ich seh!

Diese steifen Straßen, erfüllt ... weiterlesen


Kühle mein Herz!

Das Gras auf der Heide, so grün und voll,
Spricht ewig, daß ich hoffen soll.

Die Rosenflur ruft glühend rot:
Liebe, liebe bis in den Tod!

Und der ... weiterlesen


Das ist ein Tag, der klingen mag...

Das ist ein Tag, der klingen mag -
die Wachtel schlägt im Korn,
die Lerche jauchzt mit Jubelschlag
wohl überm hellen grünen Hag,
der Jäger bläst in´s Horn.
... weiterlesen


Angedenken

Das Kissen, auf dem sie sterbend
Ihr schönes Auge bewegt,
Hab ich zum Angedenken
Mir an das Fenster gelegt.

Da seh ich vom hohen Fenster
Hinein in der ... weiterlesen


Frühlingsgesang

Das Leben ist erstanden
Mit Glanz und Frühlingspracht
Das hat aus starren Banden
Die Liebe frei gemacht.

Die Blütenkeime treiben
Zum Himmel unbewußt — ... weiterlesen


Frühlingsgesang

Das Leben ist erstanden
Mit Glanz und Frühlingspracht
Das hat aus starren Banden
Die Liebe frei gemacht.

Die Blütenkeime treiben
Zum Himmel unbewußt —
... weiterlesen


Ein Sonntag

Das Leben will sich neu gestalten —
Ein unaufhaltbar freier Drang
Zerreißt als Blitz die Nacht der alten,
Versunknen Zeit mit lautem Klang.

Ein Sonntag wars. ... weiterlesen


Wacher Traum

Das Lied der Nacht war ausgesungen,
Verklungen mit dem Sternenchor,
Und aus des Morgens Dämmerungen
Floß stilles Sonnengold hervor.

Noch war die Knospe mild ... weiterlesen


Wacher Traum

Das Lied der Nacht war ausgesungen,
Verklungen mit dem Sternenchor,
Und aus des Morgens Dämmerungen
Floß stilles Sonnengold hervor.

Noch war die Knospe mild ... weiterlesen


Brief

Das war ein Balsam für mein wundes Herz,
Das war ein kühler Thau für meine Seele,
Die, schon verschmachtend, trank den heißen Schmerz,
Daß nicht der kalte Gram zu Tod sie ... weiterlesen


Elbefahrt

Das war ein frischer Morgenwind,
Mit dem wir aus der Moldau sind,
Der um des Dampfers Wimpel pfiff,
Als in die Elbe trieb das Schiff.

Ich saß verhüllt auf dem ... weiterlesen


Eine Begegnung

Das Wetter zog vorüber — noch ein Stral
Aus fliehendem, besiegtem Wolkendunkel, —
Und siegesfreudig glänzten Berg und Thal
In hellem, abendlichem Goldgefunkel.

... weiterlesen


Siegespreise

Das Zeichen war erklungen —
Da sprengten sie herbei.
Die Lanzen hoch geschwungen,
Zum festlichen Turnei.

Es waren rings im Kreise
Der schmucken Gäste ... weiterlesen


Liebesgruß

Dein dunkles Auge hat mich angelacht,
So wie die zaubervollste Frühlingsnacht.

In deinem Antlitz eine Helle lag,
So wie im allerschönsten Frühlingstag.

... weiterlesen


Liebesgruß

Dein dunkles Auge hat mich angelacht,
So wie die zaubervollste Frühlingsnacht.

In deinem Antlitz eine Helle lag,
So wie im allerschönsten Frühlingstag.

Dein ... weiterlesen


Marie

Der Abend sank hernieder
Ins grüne, stille Thal,
Die Glocken sangen leise
Mit liebevollem Schall.

Marie, sei nicht so traurig,
Schließ auf den bleichen ... weiterlesen


Erröten

Der dunkle Raum, in den die Sonne steigt,
Errötet in des Lichtes ersten Stralen,
Und wenn im Herzen sich die Liebe zeigt,
Muß sie ihr Glück mit roten Wangen zahlen.
... weiterlesen


Die Blume

Der Frühling war im Thale,
Es blühte im grünen Hag,
Und Alles vom Sonnenstrale
Glühend umfangen lag.

Da kam ein stilles Mädchen
Traurig ins ... weiterlesen


Die Blume

Der Frühling war im Thale,
Es blühte im grünen Hag,
Und Alles vom Sonnenstrale
Glühend umfangen lag.

Da kam ein stilles Mädchen
Traurig ins Wiesengrün,
... weiterlesen


Natur und Leben

Der Himmel weiß nichts Schöneres zu geben.
Als seiner Sterne zauberhafte Glut,
Als schönster Schmuck der Meerestiefe heben
Sich Perlen aus geheimnisvoller Flut.

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Begräbniß

Der Leichenträger schwarze Schaar
Zieht trauernd aus dem Haus,
Sie trägt ein Mädchen auf der Bahr
Ins stille Grab hinaus.

Mit schwerem Herzen, trüb und ... weiterlesen


Mondliebchen

Der Mond hat ein Liebchen,
Ich hab ihn belauscht,
Jüngst hat es ein Abend
Im Walde gerauscht.

Es sproß aus den Blättern
Ein Blümchen empor,
... weiterlesen


Jahrestag

Der Morgen dämmert trüb empor,
Der Blick ist kaum erhellt, —
Ein Jahr ist hin, seit ich verlor
Mein Liebstes in der Welt.

Das war ein trübes, banges Jahr, ... weiterlesen


Im Bahnhof

Der Reisebündel war geschnürt,
Es dampfte schon der Wagen,
Der aus der Heimat mich entführt,
Der mich ins Leben getragen.

Ich stieg beklommen in den Raum
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Rast

Der Sänger schließt sein Wanderbuch —
Doch bricht zu guter Stunde
Wol einst noch manch ein Wanderspruch,
Und manch ein Preis und manch ein Fluch
Hervor aus des ... weiterlesen


Einer Jungfrau

Der Zauber, der in einer Knospe ruht,
Der stille Drang zu vollem Blütenleben,
Der Ahnungstraum von naher Lebensglut,
Ist wol im Lenz das heiligste Erheben.

Vor ... weiterlesen


Sternblumen

Die Augen sind Bienen,
Die Sterne sind Blumen
Im nächtlichen Blau.
Da fliegen die Blicke
Wie Bienen zu Blumen
Zur himmlischen Au.

Und oftmal ... weiterlesen


Idylle

Die Hirtin geht im Thale,
Das braune Köpfchen gesenkt,
Und singt ein Lied von der Liebe,
Die an ewige Treue denkt.

Im Walde singt der Jäger
Ein ... weiterlesen


Den Fürsten

Die Krone wankt, der Purpurmantel sinkt —
Ein Sturm der Freiheit noch — und beide fallen,
Des neuen Tages neue Sonne blinkt,
Des neuen Frühlings neue Lieder schallen.
... weiterlesen


Den Fürsten

Die Krone wankt, der Purpurmantel sinkt —
Ein Sturm der Freiheit noch — und beide fallen,
Des neuen Tages neue Sonne blinkt,
Des neuen Frühlings neue Lieder schallen.

... weiterlesen


Das letzte Wort

Die Mutter lag im Sterben —
Sie sprach ihr letztes Gebet:
Mein Sohn, bewahre die Liebe,
Die ich dir ins Herz gesät.

Denn Liebe ist das Leben,
Denn ... weiterlesen


Schwanengesang

Die Rose deiner Liebe ist verblüht,
Doch hat mein Sang sie klagend überdauert,
Und Eins erhebt im Schmerze mein Gemüt,
Daß dir mein Lied die Seele tief durchschauert.
... weiterlesen


Antwort

Die Sonne stieg zum Himmelsraum
Mit heller Glut hinauf,
Und alles wacht aus stillem Traum
Zu lautem Leben auf.

Woher hast du die Feuerpracht,
Du lichte ... weiterlesen


Antwort

Die Sonne stieg zum Himmelsraum
Mit heller Glut hinauf,
Und alles wacht aus stillem Traum
Zu lautem Leben auf.

Woher hast du die Feuerpracht,
Du lichte ... weiterlesen


Die stolze Eiche

Die stolze Olche.
Arme Blume -
Spricht der Baum
Bald vorüber
Ist dein Traum.

Meiner Zweige
Grüne Kraft
Ewig blüht und
Ewig ... weiterlesen


Der hohe See

Die Welle sprang munter ans Ufergrün,
Sie wußte der Abend sei nah,
Weil glühend ein goldenes Sternlein erblühn,
Den Mond am Himmel sie sah.

Am grünen Ufer da ... weiterlesen


Drei Husaren

Drei Husaren auf öder Haid
Singen im Reiten von Lust und Leid,
Singen ein Lied vom Ungarwein,
Von Schlacht und Liebchen fein.

Der Eine, der vom Lieben sang, ... weiterlesen


Scheidespruch

Du banges Herz! du möchtest wol noch gern
Im letzten Liede froh zum Himmel schlagen,
Und hoffend spähn nach einem goldnen Stern.
Du möchtest wol im hellen Sonnenwagen
... weiterlesen


Herbstlied

Du hast den Frieden mir geraubt,
Du Herbstwind trüb und kalt,
Die grünsten Bäume hast entlaubt,
Das Jüngste wurde alt.

Die Blumen hast du totgeküßt,
... weiterlesen


Herbstlied

Du hast den Frieden mir geraubt,
Du Herbstwind trüb und kalt,
Die grünsten Bäume hast entlaubt,
Das Jüngste wurde alt.

Die Blumen hast du totgeküßt,
... weiterlesen


Am Grabe Frauenlobs

Du hast den Namen `Frauenlob`
Durch Singen dir erworben,
Und es trugen dich zarte Frauen drob
In die Gruft, als du gestorben.

So möcht ich den Namen ... weiterlesen


Drang

Du hohe Macht, die mir im Herzen waltet!
Du Feuerglut der ewigen Liederlust!
Du glühst wol fort, bis mir das Herz erkaltet,
Bis nimmer schlägt des Sängers treue Brust.
... weiterlesen


Metternich

Du sollst dein Leben fristen noch
Bis zu des Volks Erstehn,
Bis laut es ruft: Wir siegten doch
Trotz deines Athems Wehn!

Ja leb`, so lang noch mag dein Herz
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Heiligenschein

Dunkle Wolken in der Luft —
Und des Waldes Bäume schweigen,
Und die Blumen alle neigen
Tief ihr Haupt voll süßem Duft.

Und die Erde schwebt im Traum -
... weiterlesen


Wasserfall

Durch den dunklen Fichtenwald
Führt der Weg so grün und still,
Leise nur die Luft erschallt
Wie ein Kind; das reden will.

Dunkler wird der Waldesraum,
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Ein Wunsch

Ehe noch mein irdisch Leben
Kehret in den Staub zurück,
Möcht ich Eines noch erstreben
Als ein eignes, stilles Glück.

Mtöcht an einen Strand gelangen,
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Offenbarung.

Ein jeder Baum, der braust in Wettern,
Und jede Blume auf der Flur,
Und jeder Zweig ist voll von Blättern
Der Offenbarung der Natur.

Auf jedem Blatt steht licht ... weiterlesen


Aus dem Koran

Ein Lied im Koran meines Herzens steht,
Geschrieben wie mit blutigroten Lettern,
Ich weine immer, wenn mein Auge geht
Im Schmerzensbuche wehmutvoll zu blättern:

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Rosenmärchen

Ein Märchen hört — den Lüften abgelauscht,
Die uns umklingen oft an hellen Tagen —
Vielleicht hat es der grüne Wald gerauscht,
Ders Niemand konnte als den Lüften ... weiterlesen


Lyrische Epistel

Einem Beurtheiler meiner `Liederkränze.`

Hast geschaut in meines Herzens Grund,
Und sahst den Frühling meiner Lieder schweben,
Und liebend gabst du deine Freude kund, ... weiterlesen


Abschied

Einen Druck noch deiner Hand,
Einen Blick noch tief und schwer,
Und du ziehst vom Vaterland,
Wandernd an das weite Meer.

Freund! du mußt mir viel besorgen,
... weiterlesen


Ein Dichtergreis

Er nahm die Harf in seine welken Hände
Und griff begeistert in die straffen Saiten,
Von Jubel widerhallten laut die Wände,
Und Engel sich er licht durch Blumen schreiten.
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Wanderlied

Es bricht aus allen Zweigen
Des Lebens voller Drang,
Entzückte Lerchen steigen
Mit Auferstehungsgesang.
Erwachende Keime streben
Freudig zum Licht empor,
... weiterlesen


Ein Schmerzgesang

Es hat ein wehmutvolles Lied
Den stillen Wald durchklungen,
Das hat voll Trauer, als sie schied,
Die Nachtigall gesungen:

Leb wol, leb wol, du kühler Wald,
... weiterlesen


Ein Schmerzgesang

Es hat ein wehmutvolles Lied
Den stillen Wald durchklungen,
Das hat voll Trauer, als sie schied,
Die Nachtigall gesungen:

Leb wol, leb wol, du kühler Wald,
... weiterlesen


Neue Weise

Es klang in deutschen Landen
    Ein lieblicher Gesang
Von süßen Liebesbanden,
    Von grünem Frühlingsdrang.

Das war ein sorglos ... weiterlesen


Neue Weise

Es klang in deutschen Landen
Ein lieblicher Gesang
Von süßen Liebesbanden,
Von grünem Frühlingsdrang.

Das war ein sorglos Reimen,
Da kam nur ... weiterlesen


Ein Königsgrab

Es klingt ewe alte Sage,
Die lange vergessen schlief —
Von einem guten König,
Der also im Sterben rief:

Wenn jch erbleichet liege
Im stillen ... weiterlesen


Thränenlust

Es kommt die Nacht im schwarzen Kleid
So düster hergegangen,
Im Herzen Qual, und Schmerz und Leid
Auf mondesbleichen Wangen.

Ins Sternentuch gehüllt den Leib ... weiterlesen


Für Jordan

Es lag in stillem Grimme
Das deutsche Vaterland,
Der Zorn als heiße Thräne
In jedem Auge stand.

Du hast das Volk betrogen,
Du lügend Fürstenwort ... weiterlesen


Für Jordan

Es lag in stillem Grimme
Das deutsche Vaterland,
Der Zorn als heiße Thräne
In jedem Auge stand.

Du hast das Volk betrogen,
Du lügend Fürstenwort —
... weiterlesen


Lebenstraum

Es saß ein Kind, ein Jüngling und ein Greis
In einer Laube, abendscheinumflossen,
Die Frühlingslüfte wehten schlummerleis
Durch des Geheges lebensgrüne Sprossen.
... weiterlesen


In der Schenke

Es trat in die dunkle Schenke
Ein Wanderer müd hinein,
Der sprach zum Wirt:
Ich tränke, O lieber Wirt, ich tränke
So gern einen Becher Wein!

Der Wirt ... weiterlesen


Siegeslied

Es ward der Geist Gedanke,
Der aber ward zum Wort,
Das Wort brach seine Schranke
Und wuchs zum Liede fort.

Das Lied ward laut gesungen
Und formte sich ... weiterlesen


Siegeslied

Es ward der Geist Gedanke,
Der aber ward zum Wort,
Das Wort brach seine Schranke
Und wuchs zum Liede fort.

Das Lied ward laut gesungen
Und formte sich zur ... weiterlesen


Sängers Grab

Es ward ein Sänger begraben,
Der sang mit treuem Mut,
Doch fiel keine einzige Thräne
Aufs Grab, in dem er ruht.

Da steigt aus dem grünen Hügel
Ein ... weiterlesen


Godesberg

Es will der Rhein bei Drachenfels
Den Bergeshöhn entfliehn,
Und freihinwogend in den Schoos
Des deutschen Meeres ziehn.
Doch manch ein Hügel steigt noch auf,
Mit ... weiterlesen


Dämmerung

Es wird ein Tag erscheinen,—
    Und er ist nimmer weit -
An dem wir uns vereinen
    Zu einer Seligkeit.

An dem wir froh begehen
... weiterlesen


Dämmerung

Es wird ein Tag erscheinen,—
Und er ist nimmer weit -
An dem wir uns vereinen
Zu einer Seligkeit.

An dem wir froh begehen
Ein Fest in guter Rund:
... weiterlesen


Froher Empfang

Es zog ein wandernder Sänger
Nach seinem Heimathaus —
Sein Mütterlein trug schon lange
Der Tod zum Friedhof hinaus.

Sein Liebchen schlief schon lange,
... weiterlesen


Gottesacker

Ewige Stille,
Ewiges Schweigen
Weht um der Leiche
Modernden Sarg;
Ob sie auch einst
Ein glühendes Leben,
Ob sie ein Herz
Voll Liebe auch ... weiterlesen


Heiliges Feuer

Fest den Blick hinaufgerichtet,
Wenn das Leben trüb und kalt,
Bald ist Herz und Flur gelichtet,
Wenn die Frühlingsglocke schallt.

Rosen blühen in den ... weiterlesen


Heiliges Feuer

Fest den Blick hinaufgerichtet,
Wenn das Leben trüb und kalt,
Bald ist Herz und Flur gelichtet,
Wenn die Frühlingsglocke schallt.

Rosen blühen in den Wäldern,
... weiterlesen


Geflüster

Flüstern dir die Blumen
Still im Abendschein,
Kannst dus nicht verschweigen -
Muß verraten sein.

Bringst es gleich in Lieder,
Singst es laut hinaus,
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Naturstimmen

Fragment.

I.

Die freie Kraft, die in der Schöpfung waltet,
Die allbelebend jeden Raum durchdrungen,
Hat mit dem ersten Blümlein sich entaltet,
... weiterlesen


Naturstimmen

Fragment.

I.

Die freie Kraft, die in der Schöpfung waltet,
Die allbelebend jeden Raum durchdrungen,
Hat mit dem ersten Blümlein sich entaltet,
Ist aus ... weiterlesen


Blütenzeit

Frühling sprach zum Röslein rot
Auf der grünen Haide:
Ach, du grämst dich wol zu tot,
Wenn ich von dir scheide.

Röslein sprach: O Frühling hold,
... weiterlesen


Blütenzeit

Frühling sprach zum Röslein rot
Auf der grünen Haide:
Ach, du grämst dich wol zu tot,
Wenn ich von dir scheide.

Röslein sprach: O Frühling hold,
Wol hab ich ... weiterlesen


Aus der Wartburg

Ganz Deutschland ist eine Wartburg wol
Wir sitzen und stumm und warten,
Statt auszuwetzen mit Kraft und Mut
Die alten schmählichen Scharten!

2.

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Geheimes Flüstern hier und dort...

Geheimes Flüstern hier und dort,
verborg´nes Quellenrauschen,
o Wald, o Wald, geweihter Ort,
laß mich des Lebens reinstes Wort,
in Zweig und Blatt belauschen!
... weiterlesen


Ein Albumblatt

Geschrieben für Andersen und Jenni Lind.

Märchenrose! die du oftmal
mich entzückt mit süßem Duft,
Sah dich ranken um die Särge
in der ... weiterlesen


Bekenntniß

Glauben möcht ich, daß die Liebe,
Die für dich mein Herz durchglüht,
Aus den Rosen deiner Wangen
Mir als Gegenliebe blüht.
Bange möcht ich hoffen können
... weiterlesen


Bekenntniß

Glauben möcht ich, daß die Liebe,
Die für dich mein Herz durchglüht,
Aus den Rosen deiner Wangen
Mir als Gegenliebe blüht.
Bange möcht ich hoffen können
Auf ein ... weiterlesen


Liederhain

Hab sie nicht, herbeigerufen
Meine Seele — meine Lieder,
Wie die Flöte von den Felsen
Tönen Herz und Seele wider.

Hab gesungen, wie sie waren
Mir ins ... weiterlesen


Ungewitter

Hell durchblinkt die Frühlingsauen
Sonnengold und Blütenpracht,
Doch am Himmel, wie ein Räuber
Schleicht herauf Gewitternacht.

Und mit wildem, dunklem Blicke ... weiterlesen


Für ein Denkmal

Herbei und horchet alle, die ihr aus deutschem Land
Und reicht zu festem Bunde euch brüderlich die Hand,
Es gilt ein edles Streben— es gilt den Ruhm der Zeit,
Herbei! es ... weiterlesen


Am Königsstuhl

Hier traten sie zusammen
Die Fürsten in alter Zeit,
Geschmückte Schifflein schwammen
Daher von nah und weit.

Bewegte Wellen schlugen
Blitzend ans ... weiterlesen


Zeitgedichte

Hochgeschwungen! Hochgeschwungen!
Unsrer Lieder blankes Schwert,
Daß der Kampf der Dämmerungen
Sich in hellen Sieg verkehrt.

Jeder, dem es mag gelingen,
... weiterlesen


Zeitgedichte

Hochgeschwungen! Hochgeschwungen!
Unsrer Lieder blankes Schwert,
Daß der Kampf der Dämmerungen
Sich in hellen Sieg verkehrt.

Jeder, dem es mag gelingen,
Sei zu ... weiterlesen


Fromme Lieder

I. Ein Gott

Steig herab von deinem Thron,
Alter Gott der Welten,
Steig herab mit deinem Sohn -
Nur der Geist soll gelten.

Und das neuernde ... weiterlesen


Fromme Lieder

I. Ein Gott

Steig herab von deinem Thron,
Alter Gott der Welten,
Steig herab mit deinem Sohn -
Nur der Geist soll gelten.

Und das neuernde Geschlecht
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Minnelieder

I. Nach Otto von Turne

Freuet euch der lieben Zeit,
Werthe, frohe Jungen,
Schauet auf die Fluren weit —
Knospen sind gesprungen.
Um des lichten Maien ... weiterlesen


Feuerrosen

I.

Begeistert von der Freiheit Jubelschall
Flammt in das Aug des Herzens Lustgeberde;
Erweckt vom ersten warmen Frühlingsschwall,
Entkeimt die Blume froh der ... weiterlesen


Drei Könige

I.

Das ist der König Ludewig,
Von Gottes Gnaden voll,
Den jedes fromme Sängerherz
In Treue singen soll.
Ich sing ihm gern mit treuem Mut
Ein ... weiterlesen


Eisblumen

I.

Im Winter, wenn sich erdenwärts
Die eisigen Flocken schwingen,
Da soll das liebende Sängerherz
In Liedern hell erklingen.

Da sollen die ... weiterlesen


Unter der Linde

I.

In einem grünen, grünen Thal
Da liegt ein Dorf im Abendstral;
Die Hügel glühn in hellem Glanz,
Ums Dörflein, wie ein goldner Kranz,
Die Wolken ... weiterlesen


Feuerrosen

I.

Begeistert von der Freiheit Jubelschall
Flammt in das Aug des Herzens Lustgeberde;
Erweckt vom ersten warmen Frühlingsschwall,
Entkeimt die Blume froh der grünen ... weiterlesen


Drei Könige

I.

Das ist der König Ludewig,
Von Gottes Gnaden voll,
Den jedes fromme Sängerherz
In Treue singen soll.
Ich sing ihm gern mit treuem Mut
Ein lautes ... weiterlesen


Eisblumen

I.

Im Winter, wenn sich erdenwärts
Die eisigen Flocken schwingen,
Da soll das liebende Sängerherz
In Liedern hell erklingen.

Da sollen die Freuden der ... weiterlesen


Vorgefühl

Ich ahnte deine Nähe
Schon längst im Herzen mein,
Wenn ich dich kommen sehe,
Du goldner Frühlingsschein.

Sobald der Flur im Stillen
Das Blütenaug entkeimt,
... weiterlesen


Nächtliches Wiederfinden

Ich habe dich gehört, doch nicht gesehn —
Die Nacht wand neidisch dich in ihre Schleier,
Mich traf nur deiner Worte süßes Wehn,
Mein Auge glühte, und — mein Herz ... weiterlesen


Die Nacht

Ich könnt ein Lied euch singen
Von einer großen Schmach —
ES müßte das Herz euch springen
Wie mir der Glaube brach.

Doch will ich lieber schweigen,
... weiterlesen


Herzklopfen

Ich lag auf der Wiese
In Blumen und Duft,
Und es zogen die Sterne
Hell durch die Luft!

Die Ruhe, die Stille
War nimmer gestört —
Kaum hab ich ... weiterlesen


Herzklopfen

Ich lag auf der Wiese
In Blumen und Duft,
Und es zogen die Sterne
Hell durch die Luft!

Die Ruhe, die Stille
War nimmer gestört —
Kaum hab ich das ... weiterlesen


Im Rosengarten

Ich lag bei Worms in grüner Au,
Im alten Rosengarten,
Und rief: O Freiheit, du schöne Frau,
Du läßt uns lange warten!

Und ich dachte der alten, der alten ... weiterlesen


Herzlied

Ich saß an einem Bache,
Der rieselte so mild,
Und neben blühten die Bäume
Mit Vogelsang erfüllt.

Mein Haupt es lag am Busen
Der Allerliebsten mein,
... weiterlesen


Herzlied

Ich saß an einem Bache,
Der rieselte so mild,
Und neben blühten die Bäume
Mit Vogelsang erfüllt.

Mein Haupt es lag am Busen
Der Allerliebsten mein,
... weiterlesen


Am Ufer

Ich schaute bang in die Wellenflut,
Auf der du fortgezogen,
Ich dachte dein — und mir war zu Mut
Wie den lautaufrauschenden Wogen.

Die stürzten wie ... weiterlesen


An Heinrich Heine

Ich weiß, was es soll bedeuten,
Daß ich so traurig bin, —
Die grose Schmach der Zeiten,
Die kommt mir nicht aus dem Sinn.

Die Lieb ist kalt und es dunkelt
... weiterlesen


Ein Augenblick

Ich wüßt es lange, daß in einem Blick
Ein ganzer Himmel liegt voll Seligkeiten,
Daß eines ganzen Lebens Mißgeschick
Ein Augenblick vermöge zu bereiten.

... weiterlesen


Im Dom

Ihr groserdachten, groserbauten Räume,
Du himmelanerhobner Wunderbau, —
Mir ist als müßt durch diese Säulenbäume
So wie im Wald es rauschen hell ins Blau.
Mir ... weiterlesen


Ein Pole

Im Arme seiner Tochter liegt
Ein blinder Polengreis -
Das Haupt ans junge Herz geschmiegt
In kaltem Todesschweiß.

Ich sterbe gern — was soll ich hier,
... weiterlesen


Ein Pole

Im Arme seiner Tochter liegt
Ein blinder Polengreis -
Das Haupt ans junge Herz geschmiegt
In kaltem Todesschweiß.

Ich sterbe gern — was soll ich hier,
Seitdem ... weiterlesen


Ans deutsche Volk

Im August 1845

Ich könnt ein Lied euch singen
Von einer großen Schmach, —
Es müßte das Herz euch springen,
Wie mir der Glaube brach.

Doch ... weiterlesen


Ans deutsche Volk

Im August 1845

Ich könnt ein Lied euch singen
Von einer großen Schmach, —
Es müßte das Herz euch springen,
Wie mir der Glaube brach.

Doch will ich ... weiterlesen


Gesang der deutschen Oesterreicher

Im Dezember 1848.

Wir wollen Deutsche bleiben,
Ihr Brüder, froh und frei!
Wir lassen uns nicht treiben
Ins Joch der Slaverei!

Es war kein eitles ... weiterlesen


Waldesmorgen

Im dunklen Tannenwalde
Da wogt ein See im Gestein,
Da ftüstern die schattigen Zweige
Wie Märchen zur Flut hinein.

Des Morgens helles Gefunkel
Ergießt ... weiterlesen


Waldesmorgen

Im dunklen Tannenwalde
Da wogt ein See im Gestein,
Da ftüstern die schattigen Zweige
Wie Märchen zur Flut hinein.

Des Morgens helles Gefunkel
Ergießt sich ins ... weiterlesen


Gruß aus Österreich

Im Frühling 1842.

Ihr Brüder dort in fernem Reich,
Die ihr  im Lichte schreitet,
Die ihr, an Geist und Liebe gleich,
Die Freiheit kühn erstreitet.
... weiterlesen


Gruß aus Örterreich

Im Frühling 1842.

Ihr Brüder dort in fernem Reich,
Die ihr im Lichte schreitet,
Die ihr, an Geist und Liebe gleich,
Die Freiheit kühn erstreitet.

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Neueste Geschichte

Im Frühling 1848

Als in den Julitagen
Paris in Flammen stand,
Da hat der Brand geschlagen
Weit in das deutsche Land.

Es ward zum Kampf geblasen, ... weiterlesen


Neueste Geschichte

Im Frühling 1848

Als in den Julitagen
Paris in Flammen stand,
Da hat der Brand geschlagen
Weit in das deutsche Land.

Es ward zum Kampf geblasen,
... weiterlesen


Am Wolfgang-See

Im grünen Ufer am Wolfgang-See
Ein stiller Friedhof liegt,
Ich ging vorüber mit tiefem Weh,
Das Herz in Träume gewiegt.

Da kniete ein altes Mütterlein
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Ein Baum

Im grünen Walde steht ein alter Baum
So wie versenkt in schmerzliche Gedanken;
Sein Frühling schwand,— nur wie ein Jugendtraum
Umarmen seinen Stamm noch grüne Ranken.
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Ein Baum

Im grünen Walde steht ein alter Baum
So wie versenkt in schmerzliche Gedanken;
Sein Frühling schwand,— nur wie ein Jugendtraum
Umarmen seinen Stamm noch grüne Ranken.

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Auf Helgoland

Im Herbst 1845

Da bin ich nun am roten Fels
Im weiten, grünen Meer,
Nichts als der Wolken wilde Jagd,
Und Brandung ringsumher.

Die Möve schritt, ... weiterlesen


Auf Helgoland

Im Herbst 1845

Da bin ich nun am roten Fels
Im weiten, grünen Meer,
Nichts als der Wolken wilde Jagd,
Und Brandung ringsumher.

Die Möve schritt, die ... weiterlesen


Die freie Schweiz

Im Jänner 1845

Ein freies Volk, ein freies Land
Darf keine Fessel dulden,
Und hebt es nicht zur Wehr die Hand,
Verdient es alle Schmach und Schand
Durch ... weiterlesen


Die freie Schweiz

Im Jänner 1845

Ein freies Volk, ein freies Land
Darf keine Fessel dulden,
Und hebt es nicht zur Wehr die Hand,
Verdient es alle Schmach und Schand
Durch eigenes ... weiterlesen


An Steiger

Im Mai 1845.

Du Mann der Freiheit, Mann der Treu,
Es grüßt dich mein Gesang,
Er grüßt dich laut und ohne Scheu — 
Der Treue wird nicht bang.
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An Steiger

Im Mai 1845

Du Mann der Freiheit, Mann der Treu,
Es grüßt dich mein Gesang,
Er grüßt dich laut und ohne Scheu —
Der Treue wird nicht bang.

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Wandlung

Im Osten will es leise schon ergrauen,
Die Sonnenstrahlen sich dem Thal entringen,
Die Lüfte wehn, die Blumen zu bethauen,
Und neubelebt die klaren Bächlein springen.
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Wandlung

Im Osten will es leise schon ergrauen,
Die Sonnenstrahlen sich dem Thal entringen,
Die Lüfte wehn, die Blumen zu bethauen,
Und neubelebt die klaren Bächlein springen.

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Vom Taunus

Im Taunus liegt der Königsstein
Mit alten, zerfallenden Mauern,
Da kann man tief ins Land hinein
Singen sein Träumen und Trauern.

Da kann man in süßem ... weiterlesen


Die Brüder

Im Walde hängt eine Leiche
An einem verdorrten Ast, —
Der hat seinen Bruder gemordet,
Drum ist er am Strang erblaßt.

Und wenn der Tag versunken,
Und ... weiterlesen


Der heilige Kuß

In den Bergen ist ein Gnadenort,
Der heißt Maria Zell,
Da thront ein Muttergottesbild —
Ein ewiger Gnadenquell.

Die Berge sind dort gar so schön,
Die ... weiterlesen


Schutz

In der Nacht, wenn alles ruht,
Träumend von der Ferne,
Hat der Himmel auf der Hut
Nur das Aug der Sterne.

Doch wenn in die Welt zurück
Kehrt des Tages ... weiterlesen


Schutz

In der Nacht, wenn alles ruht,
Träumend von der Ferne,
Hat der Himmel auf der Hut
Nur das Aug der Sterne.

Doch wenn in die Welt zurück
Kehrt des Tages ... weiterlesen


Sieg

In Dämmerung die Erde ruht,
Und leise strömt die Wellenflut,
Und alles schweigt im dunklen Raum
Und schlummert tief und athmet kaum.

Da rauscht es von den ... weiterlesen


Sieg

In Dämmerung die Erde ruht,
Und leise strömt die Wellenflut,
Und alles schweigt im dunklen Raum
Und schlummert tief und athmet kaum.

Da rauscht es von den Feldern ... weiterlesen


Wiener Märzlied

In Tyrannei und Pfaffentrug
War lang das Volk gelegen;
Da kam in brausend lichtem Flug
Der Geist der Freiheit und er trug
Dem Volk ein Schwert entgegen.
  ... weiterlesen


Nach Wiens Fall

In Wien, der riesigen Sclavin Banden,
War flammend der Geist der Freiheit erstanden;
Er läutete Sturm am Stefansdom,
Und färbte mit Blut den Donaustrom.

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Eine Rose

Ist der Frühling über Nacht
Aus dem Land gegangen, --
Einer Rose lichte Pracht
Seh ich ewig prangen.

Tausendschön und Veilchenkraut,
Dürft euch nicht ... weiterlesen


Neue Waffen

Ja, es muß sich umgestalten,
    Und die alte Wolkennacht
Muß ein blitzend Schwert zerspalten,
    Muß vergehn im Kampf der Macht!

Also ... weiterlesen


Neue Waffen

Ja, es muß sich umgestalten,
Und die alte Wolkennacht
Muß ein blitzend Schwert zerspalten,
Muß vergehn im Kampf der Macht!

Also tönt aus tausend Kehlen
... weiterlesen


Im Herbste

Kalte Luft durchzieht die Bäume,
Welke Blätter wehn herab,
Und des Lenzes Blütenträume
Fanden früh ihr stilles Grab.

Nebel lagern feucht im Thale,
... weiterlesen


Im Herbste

Kalte Luft durchzieht die Bäume,
Welke Blätter wehn herab,
Und des Lenzes Blütenträume
Fanden früh ihr stilles Grab.

Nebel lagern feucht im Thale,
Scheues ... weiterlesen


Zwei Dichter

l. Ein Sterbender

Er lag so bleich, so todeskrank
In heißen Fiebergluten,
Der Hoffnung letzter Anker sank
In bodenlose Fluten.

Da sah er einmal noch ... weiterlesen


Zwei Dichter

l.  Ein Sterbender

Er lag so bleich,  so todeskrank
In heißen Fiebergluten,
Der Hoffnung letzter Anker sank
In bodenlose Fluten.

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Sankt Elisabet

Leuchtend strahlt ihr Angesicht!
Milde Himmelsbläue
Strömt aus ihrem Augenlicht,
Als ein Bild der Treue.

Wenn der Armut Not und Qual
Sie mit Schmerz ... weiterlesen


Gottvertrauen

Mit stillem Gottvertrauen
Erringst du keinen Lohn,
Du magst zum Himmel schauen -
Was weiß der Himmel davon.

Du mußt im Sturm des Lebens
Thatkräftig ... weiterlesen


Abendmal

Nacht ists, mondenhelle Nacht!
Alles schlummert, Alles träumt,
Nur mein Auge, lichtumsäumt,
Hoch im stillen Thale wacht.

Ging heraus zum grünen Hain
... weiterlesen


Zimmermanns Begräbniß

Neige dein Haupt, geliebste der Musen,
Zieh durch dein blond Gelocke schwarze Schleier,
Und schwing dein schlagend Herz im Liederbusen
Als Grabgeläute zu der Totenfeier.
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O Lust, o Lust

O Lust, o Lust, vom Berg ein Lied
in´s Land hinab zu singen!
Der kleinste Ton hinunter zieht,
so wie auf Riesenschwingen!

Der stillste Hauch aus lauter Brust,
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Schmuck

O Menschenherz, du sturmbewegtes Meer,
Mit deinen stillen, märchenhaften Gründen,
In deine Wogen, trüb und kummerschwer,
Darf selten nur ein Strom der Freude münden.
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Rheingruß

O nimm den Gruß des Sängers,
Du grüner, grüner Rhein,
Und schließe meine Trauer
In deine Wogen ein.

Nimm auf in deine Fluten
Der Seele tiefes Weh, ... weiterlesen


An Alfred Meißner

O schönes Angedenken,
O freudiges Versenken
In jenen hellen Tag,
Wo unste Herzen schwammen
In Dichterglut zusammen
In deinem hehren Prag!

Nie ... weiterlesen


Blumensprache

O wie glücklich, der des Lebens
Seligkeit und Leebeswahn,
Der die Qualen jedes Strebens
Sprechend sich versüßen kann.

Arme Blumen, arme Bäume,
Die ... weiterlesen


Zur Ruhe

Ringsum des Waldes Bäume,
Unter mir das dunkle Thal,
In mir meines Herzens Träume,
Ueber mir des Mondes Stral.

Waldesgrün! was soll dein Toben
In der ... weiterlesen


Frühling

Rosenschein und Blütenregen
Lacht von allen grünen Wegen,
Jede Blume, jeder Baum
Schwelgt in süßem Blütentraum.

Und es glüht das goldne Licht
Klar ... weiterlesen


Frühling

Rosenschein und Blütenregen
Lacht von allen grünen Wegen,
Jede Blume, jeder Baum
Schwelgt in süßem Blütentraum.

Und es glüht das goldne Licht
Klar vom ... weiterlesen


Morgengesang

Schwing dich auf, du Sonnenglanz
Neuerwachten Lebens
Lange schon, erbittert ganz,
Harren wir vergebens.

Brich herein, du lichter Tag,
Durch die letzten ... weiterlesen


Sehnsucht

Sehnsucht ist ein süßes Wesen,
Hat die Freude stets im Bund,
Wenn das Aug in Thränen schimmert,
Lächelt doch der bleiche Mund.

Denn die Freude der Erfüllung ... weiterlesen


Zwei Blumen

Seht, wie dort die Trauerweide
Aus dem Totenhügel steigt,
In der Hoffnung grünem Kleide
Weint sie, übers Grab geneigt.

Welke Blüten drehen Kreise
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Gruß

Sei gegrüßt, du schöner Morgen,
Blauer Himmel— sei gegrüßt,
Den, im Traum der Nacht verborgen,
Sonnenliebe wachgeküßt.

Strale mir mit neuem Feuer
... weiterlesen


Gruß

Sei gegrüßt, du schöner Morgen,
Blauer Himmel— sei gegrüßt,
Den, im Traum der Nacht verborgen,
Sonnenliebe wachgeküßt.

Strale mir mit neuem Feuer
In die ... weiterlesen


Sei nur getrost!

Sei nur getrost, du stilles Herz
Es kommt der Tag der Liebe,
Der weck zur Blüte allerwärts
Der Sehnsucht grüne Triebe.

Es bringt des Lenzes Sonnenschein
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Der tote Vater

Sie trugen den Sarg zum Friedhof hinaus —
Gar düster ist nun das verlassene Haus.

Die Wehmut nur weint wie ein finsterer Geist
Durchs öde Gemach, das leer und ... weiterlesen


Stilles Grab

Tief im Schatten kühler Bäume
Lag ich still im Waldesgrün,
Uns den Blättern sahn, wie Träume,
Blüten hell im Abendglühn.

Und die Zweige hingen nieder,
... weiterlesen


Stilles Grab

Tief im Schatten kühler Bäume
Lag ich still im Waldesgrün,
Uns den Blättern sahn, wie Träume,
Blüten hell im Abendglühn.

Und die Zweige hingen nieder,
... weiterlesen


Sterne

Tiefversunken in des Himmels
Zauberhafte Pracht der Sterne,
Schwelg ich traumvoll, wonnetrunken
In der endlos weiten Ferne.

Doch wenn ich die Blüte senkt,
... weiterlesen


Sommer

Ueberall der Sonne Glut —
    Wald und Wiese trocken,
Lebensqnell und Wellenflut
    Will im Laufe stocken.

Nur im Friedhof, lachend grün, ... weiterlesen


Sommer

Ueberall der Sonne Glut —
Wald und Wiese trocken,
Lebensquell und Wellenflut
Will im Laufe stocken.

Nur im Friedhof, lachend grün,
Lebensvolle ... weiterlesen


Aufschwung

Umfange mich du Liebesarm,
    Du freier Geist der Zeit,
Und drück mich an den Busen warm
    In stiller Seligkeit.

Drück mich in deine Arme ... weiterlesen


Aufschwung

Umfange mich du Liebesarm,
Du freier Geist der Zeit,
Und drück mich an den Busen warm
In stiller Seligkeit.

Drück mich in deine Arme lind
In ... weiterlesen


Oestrich

Und als ich zu Oestrich ans Ufer stieg
Aus des Kahnes fröhlichem Schwanken
Da hatt` ich vergessen wol Kampf und  Sieg
Da war ich entflohn aus dem ewigen Krieg
Und ... weiterlesen


Schlechte Reime

Und daß mir Keiner verdammend spricht
Von schlechten Reimen im Gedicht -
Ich mag sie so wenig leiden,
Als immer sie vermeiden.

Der Himmel mit seinem goldnen ... weiterlesen


Waldeszauber

Und schreit ich in den Wald hinaus,
Da grüßen mich die Bäume.
Du liebes, freies Gotteshaus,
Du schließest mich mit Sturmgebraus
In deine kühlen Bäume.

... weiterlesen


Waldeszauber

Und schreit ich in den Wald hinaus,
Da grüßen mich die Bäume.
Du liebes, freies Gotteshaus,
Du schließest mich mit Sturmgebraus
In deine kühlen Bäume.

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Lied

Und wenn es dunkel werden will
In meinem Kämmerlein,
Da neig ich tief und schlummerstill
Das Haupt und denke dein.

Da wird es rings so flammenlicht,
... weiterlesen


Vergebens

Und wie du auch dein schönes Angesicht
Mit stillem Ernste leise von mir wendest,
Dem tiefen Blick gebieten kannst du nicht,
Den du mir unbewußt entgegensendest.

... weiterlesen


Vergebens

Und wie du auch dein schönes Angesicht
Mit stillem Ernste leise von mir wendest,
Dem tiefen Blick gebieten kannst du nicht,
Den du mir unbewußt entgegensendest.

... weiterlesen


Ewig

Und wieder zieht mit Duft, und Glanz
Der junge Frühling ein,
Und wieder macht uns trunken ganz
Des Jubels Feuerwein.

Und wieder sind wir voller Lust
Und ... weiterlesen


Ewig

Und wieder zieht mit Duft, und Glanz
Der junge Frühling ein,
Und wieder macht uns trunken ganz
Des Jubels Feuerwein.

Und wieder sind wir voller Lust
Und froh und ... weiterlesen


Handwerkerlied

Uns weckt zu Mühsal, Sorg und Plag
Des Morgens Auferstehn,
Doch, wenn verglüht der heiße Tag,
Dann lassen wir des Lebens Klag
In Liedern untergehen.

... weiterlesen


Handwerkerlied

Uns weckt zu Mühsal, Sorg und Plag
Des Morgens Auferstehn,
Doch, wenn verglüht der heiße Tag,
Dann lassen wir des Lebens Klag
In Liedern untergehen.

Da ziehn ... weiterlesen


Mondlied

Von deinem Auge still bewacht
Hat mir das Leben einst gelacht,
Ich fühlte einst der Liebe Macht,
Von deinem Muhe still bewacht.

Oft schlummerte ich selig ein ... weiterlesen


Ein Waldmärchen

Von den Höhen stieg ich nieder,
Deren Haupt die Wartburg schmückt,
In den grünen, grünen Frühling,
Zweigumrauscht und duftentzückt.

War so froh und war so ... weiterlesen


Weinsberg

Von Weinsberg sind der Sagen
Der Wunder viel erzählt,
Aus längstverklungnen Tagen,
Mit Sang und Klang vermählt.

Das Lied der Weibertreue
Erklingt von ... weiterlesen


Weinsberg

Von Weinsberg sind der Sagen
Der Wunder viel erzählt,
Aus längstverklungnen Tagen,
Mit Sang und Klang vermählt.

Das Lied der Weibertreue
Erklingt von Mund zu ... weiterlesen


Metternichs Linde

Vor seinem Haus auf der Bastei
Da steht ein Limdenbaum,
Der träumt mit jedem jungen Lenz
Den schönsten Frühlingstraum.

Er stralt vor seinem Fenster still
... weiterlesen


Metternichs Linde

Vor seinem Haus auf der Bastei
Da steht ein Limdenbaum,
Der träumt mit jedem jungen Lenz
Den schönsten Frühlingstraum.

Er stralt vor seinem Fenster still
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Spielberg

Vorbei! vorbei! an diesem Berg
So schnell die Rosse gehn,
Nicht weil vielleicht ein finstrer Scherg
Im Flug mich könnt erspähn;
Und nicht darum, als fehlte mir —
... weiterlesen


Winterlied

Warum so düster, Erdenraum?
Warum so kalt, so fremd?
Es deckt dich Schnee, du regst dich kaum
In deinem Totenhemd.

Mir glühts im Herzen immer licht —
... weiterlesen


Winterlied

Warum so düster, Erdenraum?
Warum so kalt, so fremd?
Es deckt dich Schnee, du regst dich kaum
In deinem Totenhemd.

Mir glühts im Herzen immer licht —
... weiterlesen


Mutterschooß

Warum weinst du, liebes Kind?
Laß das Weinen! Laß das Klagen!
Was wird deine Mutter sagen,
Wenn die Aeuglein trübe sind?

Doch das Kind, es halt nicht ein!
... weiterlesen


Liebe das Leben!

Was hat dich so tief ergriffen,
Du, mein geliebtes Kind,
Daß deine schönen Augen
So feucht geworden sind?

Was hat dich bewegen müssen
Im tiefsten ... weiterlesen


Genesung

Was ist das für ein Wogen
Von den Bergen ins Thal hinein?
Der Frühling kommt angezogen
Mit Blumen Und Sonnenschein.

Die Wälder und Laubgehege
Hat er ... weiterlesen


Genesung

Was ist das für ein Wogen
Von den Bergen ins Thal hinein?
Der Frühling kommt angezogen
Mit Blumen Und Sonnenschein.

Die Wälder und Laubgehege
Hat er mit Grün ... weiterlesen


Die nordische Nachtigall

Was soll ich sagen und singen
Von der nordischen Nachtigall —
Das war ein leeres Klingen
Nach ihres Liedes Schall.

Das war ein schwaches Mahnen
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Was weinst du, Blümlein...

Was weinst du, Blümlein, im Morgenschein?
Das Blümlein lachte: Was fällt dir ein!
Ich bin ja fröhlich, ich weine nicht -
die Freudenträne durch´s Aug´mir bricht.
... weiterlesen


Stille Freude

Was weinst Du, Blümlein,
Im Morgenschein?
Das Blümlein lachte:
Was fällt dir ein!

Ich bin ja fröhlich,
Ich weine nicht -
Die Freudenthräne
... weiterlesen


Stille Freude

Was weinst Du, Blümlein,
Im Morgenschein?
Das Blümlein lachte:
Was fällt dir ein!

Ich bin ja fröhlich,
Ich weine nicht -
Die Freudenthräne
Durchs ... weiterlesen


Leichte Luft

Wenn der Frühling wiederkehrt,
Kehr ich wieder auch ins Thal,
Und ich blicke wie verklärt
Auf zum jungen Sonnenstral.

Und wie ich so einsam schreite,
... weiterlesen


Leichte Luft

Wenn der Frühling wiederkehrt,
Kehr ich wieder auch ins Thal,
Und ich blicke wie verklärt
Auf zum jungen Sonnenstral.

Und wie ich so einsam schreite,
Kommen ... weiterlesen


Im Verborgenen

Wenn der Himmel noch so rein,
Wenn die Sonne golden stralt,
Gibt es  immer feuchte Stellen
Dort im Anger, hier im Wald.

Und wenn Blick und Miene heiter
... weiterlesen


An Justinus Kerner

Wenn der Lenz im Thal erwacht,
Da ergrünen frisch die Matten,
Da entringt sich Licht und Schatten,
Heben sich die Keime sacht.

Und der grüne Rosenstrauch
... weiterlesen


An Justinus Kerner

Wenn der Lenz im Thal erwacht,
Da ergrünen frisch die Matten,
Da entringt sich Licht und Schatten,
Heben sich die Keime sacht.

Und der grüne Rosenstrauch
Harret ... weiterlesen


Du weißt es nicht

Wenn du es wußtest, was ich dir bin,
Du nähmst mich ganz und freudig hin.

Ich bin dein Sänger, schöne Frau!
Du bist die Blume, ich bin der Thau.

Du bist die ... weiterlesen


Todesmorgen

Wenn einst der Morgen, lichtumweht,
Auf meinem Grabe aufersteht,
Dann möcht ich wol die Blumen sehn,
Wie sie dem Glanz entgegenwehn.

Dann möcht ich sehn die ... weiterlesen


Johannisberg

Wenn Gott vom Zauber wüßte,
Der hier umzieht den Rhein, —
Bei Gott — im Himmel müßte
Es also herrlich sein!

Denn was dir nur mag taugen
Für ... weiterlesen


Mitgefühl

Wenn ich im Frühling sehe,
Wie Alles keimt und blüht,
Da flammt auch hell mein Auge —
Mein Leben neu erglüht.

Wenn ich im Walde höre
Der ... weiterlesen


Gedanken

Wenn ich in des Himmels Bläue
Stillerhoben aufwärts schaue,
Denke ich an blaue Augen,
Und ich denk an Lieb und Treu.

Und wenn ich im trüben
In dein ... weiterlesen


Huldigung

Wenn ich in des Himmels Bläue
Stillerhoben aufwärts schaue,
Denke ich an blaue Augen,
Und ich denk an Lieb und Treu.

Und wenn ich im trüben
In dein ... weiterlesen


Gedanken

Wenn ich in des Himmels Bläue
Stillerhoben aufwärts schaue,
Denke ich an blaue Augen,
Und ich denk an Lieb und Treu.

Und wenn ich im trüben
In dein blaues Auge ... weiterlesen


Huldigung

Wenn ich in des Himmels Bläue
Stillerhoben aufwärts schaue,
Denke ich an blaue Augen,
Und ich denk an Lieb und Treu.

Und wenn ich im trüben
In dein blaues Auge ... weiterlesen


Perlen und Rosen

Wenn jede Perle eine Thrän,
Im Meeresgrund versteint,
Dann trug die Welt schon vielen Schmerz,
Dann ward schon viel geweint.

Doch keimt ein jeder Rosenstrauch ... weiterlesen


An zwei Schwestern

Wenn schon der Zauber eines Angesichts,
Aus dem der Himmelsstral der Schönheit dringt,
Mit der Gewalt des glühendsten Gedichtes
Wie Märchensang tief in die Seele klingt,
... weiterlesen


Die Phryne

Werwelkt und elend dehnte sich ihr Leib
Im letzten Hauch des hingeschäumten Lebens
Jüngst war sie noch ein lebensfrohes Weib,
Die nun sich schnellen Tod ersehnt ... weiterlesen


Grillparzer

Wie goldner Flammenreigen
Aus tieferglühtem Grund,
Entzündend und verklärend,
Aufsteigt in dunkler Stund.

So schwang er seine Flügel
Hellleuchtend ... weiterlesen


Ein Liebesklang

Wie lacht die Flur im Frühlingsschein, —
Die Rosenflammen glühen —
Doch möcht ich keine Rose sein,
Könnt ich nicht still am Busen dein
Mit süßem Duft ... weiterlesen


Ein Liebesklang

Wie lacht die Flur im Frühlingsschein, —
Die Rosenflammen glühen —
Doch möcht ich keine Rose sein,
Könnt ich nicht still am Busen dein
Mit süßem Duft erblühen.
... weiterlesen


Zugvögel

Wie süß ertönt der Amsel
Lied Vom neubelaubten Baum
Wenn sie dem Lenz entgegenzieht
In frühlingsvollem Raume.

Wie öffnet sich des Vögleins Brust
... weiterlesen


Stille Fahrt

Wiege uns in süße Träume,
Tiefbewegter, dunkler See,
Nimm es auf in deine Räume
Unsrer Herzen stilles Weh.

Alles ruht — nur Sterne wachen
Badend ... weiterlesen


Drei Wanderer

Wir kommen aus der Fremde her,
Aus fernem Land, aus weitem Meer.

Und hat auch jeder heimgedacht,
Und seinem Lieb was mitgebracht?

Ich dachte Helm im ... weiterlesen


Ahnung

Wir waren uns so gut im Leben,
Wir hatten uns so innig lieb,
Was wir besaßen, ward gegeben,
So daß es doch uns beiden blieb.

Das ist nun aus! Die Grubenerde
... weiterlesen


Die Sänger

Wir üben eine schöne Pflicht
Wir Sänger jung und alt,
Dem Blumenduft, dem Sternenlicht
Gibt unser Sang Gestalt.

Wir finden für den stillsten Traum
... weiterlesen


Die Sänger

Wir üben eine schöne Pflicht
Wir Sänger jung und alt,
Dem Blumenduft, dem Sternenlicht
Gibt unser Sang Gestalt.

Wir finden für den stillsten Traum
Das Wort ... weiterlesen


Flügelschläge

Wol trieb es mich zu singen
Den Kampf und Schmerz der Zeit,
Doch wollt ich den Gram bezwingen
In des Frühlings Seligkeit.

Und ich schmückte mit grünen Kränzen ... weiterlesen


Ein Volksfest

Zu Dresden auf der Vogelwies
Da bin ich bekannt geworden,
Beim größten Volksfest —wie es hieß —
Mit dem Volksgeist im deutschen Norden.

Ich zog mit ... weiterlesen


Eine Stube

Zu Frankfurt auf der Hochstraß liegt
Ein Haus, das hochgebaut,
Von Trauerweiden grün umwiegt,
Weit in die Ferne schaut.

Zur Nacht, wenn es der Mondenstral
... weiterlesen


Der Kirchtag

Zum Kirchweihfest mit Sang und Klang
Zog Alles froh hinaus,
Dem Moslem aber war so bang —
Die blieb allein zu Haus.

So geh doch mit, mein liebes Kind!
... weiterlesen


Im Grabe

`Gott schenk ihnen die ewige Ruh!`
Da schlugen sie die Särge zu,

Und weinten noch der Thränen viel
Und seufzten tief beim Orgelspiel.

Es war so trüb, ... weiterlesen



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