A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

Gedichte - Herrmann


Epistel

     
          Reich
sei der Mensch      
          Und
rücksichtslos,      
      &

... weiterlesen

Anzeigen





König Manfred

(Aus einem Drama.) Um
König Manfred weinen Sizilien und
Tarent; Es ragt ein Mal aus Steinen An
der Brücke von Benevent. Ein Held,
wie größer keinen

... weiterlesen


Der Erbfolgekrieg

(Bericht des
Reichspostreiters.) Warum ward also
scharf Beschafft durch alle Reiche So
reicher Kriegsbedarf? Den Erisapfel
warf Ein Kind auf eine Leiche! Es
sta

... weiterlesen


Der Komet

(Fragment) In des
Weltraums hängenden Gärten wehn Die
Geburten des All, die dem Äther
entstehn, Die der Lichtstoff zeugt –
am erlöschenden Stern, Am verödeten
jagt noc

... weiterlesen


Julius Cäsars Bestattung

(Nach Suetonius.) Zur
Leichenfeier stund ein Holzstoß
aufgeschichtet, Beim Grabmal Julias im
Feld des Mars errichtet, Dabei von
Elfenbein und Gold der Sarkophag. Da
hing das

... weiterlesen


Kreuzabnahme

(Zu einem
Bilde.) Errungen war des Mittlers
Sieg, Erlegen die Gewalt des
Bösen; Als dann sein Geist zur Hölle
stieg, Die Aelterväter zu
erlösen; Verklärt und sieg

... weiterlesen


Nachtgedanken

1. Am lang
verschleierten Gemälde bleichen Die
Farben endlich ab, welk wird die
Blüte, Die sich umsonst nach Licht und
Sonne mühte, Die Kraft versiegt, kann
sie nicht Ruhm

... weiterlesen


Distichen aus Pompejis Gräberstraße

1. Mächtiger Stein,
du bedeckst den Letzten seines
Geschlechtes, Und für ewige Zeit
schlossen die Parzen das
Haus. 2. Dies hochragende Grab
enthält den Sta

... weiterlesen


Herbsttag

1. Nicht nur der Nebel
ist`s, der heute So düster an den
Bergen hängt, Der Herbst ist`s, der
mich einst erfreute Und jetzt mit
Schwermut mich bedrängt. Denn

... weiterlesen


Nordöstlicher Divan

1. Sieh dort den alten
Berggeist pochen Hoch auf der Felswand
im Gestein! Und blutroth fallen von den
Jochen Die Splitter in den See
hinein. Schwarz wogt es un

... weiterlesen


Abendsternghaselen

1. Von dem Flammenmeer
umgeben, Das die Abendgluten
weben, Stern der Liebe, scheinst du
doch! Wie so mild und sanft
daneben Und wie siegreich scheinst du
doch!

... weiterlesen


Die Tanzwut

1374 Bald nach des
schwarzen Todes Zeiten Geschah`s, daß
eine wilde Lust Zu Tanz und Spiel und
Üppigkeiten Durchzuckte vieler
Menschen Brust. Es kam ein Not- und
Hun

... weiterlesen


An St. Gertruds Tag

17. März O Gertrud,
erste Gärtnerin, Warum im weißen
Kleide? Weit besser wär` nach deinem
Sinn Ein Kleid von grüner Seide. Ein
grünes Kleid, das stünde dir

... weiterlesen


Am Nil

1798 - 1820. Im
Mondenglanze schliefen Umwölbt vom
reinsten Blau, Die Gräber der
Kalifen, Und Sphinx und
Säulenbau; Ein Heer von Frankreichs
Söhnen Zog durc

... weiterlesen


Morgen- und Abendland

1846. Nur ein
prunkvoll Leichenbegängniß Ist die
Geschichte des Orients, Schatten wirft
ein schwer Verhängniß Ueber die
Länder voll ewigem Lenz. Ueberall

... weiterlesen


Serbien

1877. Hat die Kunst
der Diplomaten, Hat das Schwert nicht
mehr vermocht? Wieder auf verheerten
Saaten     Trotz der
Thaten Wird ein tapf`res Volk
verrathen,

... weiterlesen


Fest-Ode bei Einweihung der Schiller-Statue in Mü

5. Mai 1863 Bringet,
ihr Wogen des Lebens, wieder jene
begeisterten Stunden zurück, Wo vor
dem harrenden Volk zum erstenmal Aus
ehernem Gusse das Standbild seines
Dichters leuchten

... weiterlesen


Sappho

Ueber einem Bild der
Sappho wob Ihr Gewebe fleißig eine
Spinne, Wie sie so die Fäden band und
hob, Brachte sie so Manches mir zu
Sinne. Zwischen den Geweben nach und
nach

... weiterlesen


Bauernkrieg

Acht und Bann Über den
Bauersmann Sprachen die Herrn im Land
herum, Schickten zu allen Burgen und
Höfen, Allen Fürsten und Bischöfen.
– Hilf uns, Evangelium!

... weiterlesen


Zum Ganzen

Ahnst du ein Gesetz der
Welt, Das Gesetz der Geisteswerke? Nur
im Band, das Alle hält, Ruht auch
jedes Einzeln` Stärke. Keiner kann
für sich bestehn, Keiner auf
sic

... weiterlesen


Kolibri

Alles wird dir gern
verziehen, Schöner Vogel, selbst dein
Neid, Weil dir Schönheit ward
verliehen, Flügel, funkelnd wie
Geschmeid, Gold, Rubin, Topas, Smaragd,
Saphir Halte

... weiterlesen


Prometheus

Als das Brautnachtlied
mit des Nereus Tochter Peleus sang,
unsterbliche Götter schwangen Auf des
dunklen Pelion Höh`n in
Waldnacht Reigen und Chortanz, Da
zur Hochzeit gabe

... weiterlesen


Geiserichs Abzug von Rom

Als nun mit ungeheuern
Beutelasten Die Flott` ins Meer ging
durch den Tiberstrom, Daß alle Schiffe
kaum den Reichtum faßten Und wie
verwaist schien und erstorben Rom, Da
standen Ma

... weiterlesen


Als wie ein Frühling mich entzückte ...

Als wie ein Frühling
mich entzückte Dein erster Gruß, als
ich die Lust Von allen Himmeln an mich
drückte, Und Jauchzen war in meiner
Brust; Da rief ich meines Glückes
voll,

... weiterlesen


Weinlese

Alt und jung und groß
und klein Kommt zu Fuß und kommt zu
Wagen, Alles eilt, dabei zu sein, Und
ein Jeder will was tragen. Volle
Körbe schleppt man her Vor des
Tork

... weiterlesen


Alte Träume

Alte Träume kommen
wieder In dem fernen fremden Land, Und
die alten lieben Lieder Nehm` ich
wieder in die Hand. O ihr schönen
Jugendtage, Wundervolle
Frühlingszeit,

... weiterlesen


Capri

Am Abend kamen die Winde
frischer, Wir fuhren das holde Capri
vorbei. Die Barcarole sang ein
Fischer Und hing sein tropfend Ruder
bei. Zwei Vorgebirge, die Bucht
umragend,

... weiterlesen


Sommermorgen im Gebirg

Am Gebirg, dem dunklen
wogen Wolken nach den Höhn, Rosig
schon vom Licht umflogen, Denn der Tag
wird schön. Frisch gemäht die
feuchten Auen Duften lieblich
her,

... weiterlesen


An der Ostsee

Am Ufer, eh` der Tag
anbricht, Hört man die Welle
klagen, Zum Nix schleicht dann der
Nebelwicht, Erzählt von alten
Tagen. Wie Eis und Flut
zusammenkracht, Wie Nordli

... weiterlesen


Das Grab der Aturen

an den Wasserfällen des
Orinoko (Nach Humboldt`s Ansichten der
Natur) »Wenn dieser weiße Strom
einst seine Fluten Einmünden wird in
diesen blauen See, Dann wird das Herz

... weiterlesen


Lebewohl

An letzten Rosenblättern
hing Des Sommers letzter
Schmetterling, Und ihn umfing zum
letztenmal Der Abendsonne müder
Strahl. Da ging ich durch die
Dämmerung Mit eine

... weiterlesen


Winterritt

An meines Rosses Brust
und Mähne Gefriert der Hauch zu Duft
im Schnee, In meinem Auge quillt die
Träne, Ich dacht` an dich heut` mehr
als je. Mir klang`s heut` früh wie
So

... weiterlesen


Widmungsgedicht zur Völkerwanderung

an Seine Majestät König
Ludwig II. von Bayern Erhabner Herr,
der König du zugleich In deinem Lande
bist, von Gott berufen, Und König in
der Ideale Reich, Empfang dies
Lie

... weiterlesen


Gentiana

Angeweht vom
Morgenhauch Aus der Scesaplana Blühst
du bei dem Felsenstrauch Blaue
Gentiana. Wie Azur der
Himmelsluft Wie die Fee
Morgana Tauchst du aus dem Sch

... weiterlesen


Göttersaal im Renaissancestil

Apollo jagt der Nymphe
nach, Und dort, wo sich zum
Laubgemach Die Reben üppig
dehnen, Lacht Bacchus mit
Silenen. Es füllt der Faun den
braunen Schlauch, Es kommen di

... weiterlesen


Vorahnung

Atome meines Wesens,
Leben, Vom Augenblick des Werdens
an Mir als Gefährten mitgegeben, Ihr
Geister meiner Erdenbahn – Wie zag
kommt ihr mir heut entgegen! Ist`s
wa

... weiterlesen


Das Geisterschiff

Auf einem Geisterschiffe
bin Auch ich einmal gefahren, Vor
vielen Jahren - Ich seh es noch die
Fluth durchziehn. Es war im blauen
Joniermeer, Unfern von Corfus
Küste;

... weiterlesen


Mexiko

Auf Tempeln Mexikos
glüht im Versinken Die Sonne noch, was
zaudert sie so lange? Sie lauscht der
Priester blutigem Gesange, Zum
Opferfest beim Schall der hellen
Zinken. Auf

... weiterlesen


Fahrt des Lebens

Auf wilder Strömung,
eingeschlossen Von dunklen Felsen, kam
ein Boot     Die Wellen
hergeschossen, Von Klippen überall
bedroht; Ein Wunder, daß es nicht
zerschellte,

... weiterlesen


Wiederfinden

Aus Gärten ragt mit
Thurm und Thor Ein hochgegiebelt Haus
empor; Unheimlich flüsterts in den
Zweigen ...     Es flüstert
und rauscht,     Und
lauscht, U

... weiterlesen


Neue Liebe, 08. Aus längst vergessnen Augen...

Aus längst vergessnen
Augen seh` ich fließen Viel
stillgeweinte Tränen,
schwermutreich, Aus fernen Zeiten seh`
ich mich begrüßen Von scheuen
Blicken, Wangen schmerzhaft
bleich.

... weiterlesen


Aus Tagen, die verschollen sind ...

Aus Tagen, die
verschollen sind, Winkt`s mir mit
Geisterhand, Wie grüßend regen sich
im Wind Verwelkte Blumen an der
Wand Und längst vergilbtes Band. Wo
sie das Lie

... weiterlesen


Vorgänge

Aus weiter Ferne tost der
Föhn, Man hört es auch, wenn von den
Höhn Sich loslöst die
Lawine; Erdbeben spürte man
voraus, Man hört vom Werk des
Gegenbau`s Das Pochen in d

... weiterlesen


Bald fühl ich mich zu dir gezogen ...

Bald fühl ich mich zu
dir gezogen, Bald wieder flieh` und
haß` ich dich, Heut sag` ich, daß du
mich betrogen, Und morgen, nein du
liebtest mich! So streiten sich
getrennt

... weiterlesen


Lepanto

Bang schon vor dem
Schlachtengotte Lag das weite Meer und
schwieg, Und die große
Türkenflotte Träumte sich schon Ruhm
und Sieg. Von des Nil und Euphrat
Wogen Waren Schiffe

... weiterlesen


Beklagenswerthes

Beklagen muß man`s, geht
zu Grunde, Was uns als schön und groß
entzückt, Wird dort zu Stall für
Pferd und Hunde Ein Raum, den edle
Kunst geschmückt. Doch ach, wie soll

... weiterlesen


Auszug

Bestaubten Epheu, einen
Kasten, Verscholl`ne Sessel,
halbgeknickt, Ein Bett und andre
Hausrathlasten Auf einen Karren
hingeflickt, So kam ein Zug mir heut
entgegen, Der Mann,

... weiterlesen


Bewegt durchglitzert Mondenschimmer ...

Bewegt durchglitzert
Mondenschimmer Die weite weite See, Da
schwant es mir, daß ich dich nimmer Im
Leben wiederseh`. Die Wellen brausen
her, und wühlen Ans Ufer aufg

... weiterlesen


Herbsttag - I.

Blumensamen, Zwiebel,
Knollen Schmücken meinen
Gartentisch, Ueberragt von
traubenvollen Rebgezweigen duftig
frisch. Hie und da ein Blatt vom
Hage Jagt der Herbstwind

... weiterlesen


Rosenzeit

Blühet, rote Rosen,
bald, Blühet für die Hand der
Süßen! Wo sie weilet, wo sie
wallt, Will ich sie mit Rosen
grüßen. Blühet ja recht bald dies
Jahr, Meine Lieb

... weiterlesen


Pästum

Brütend liegt der Mittag
über Pästum`s öder
Fiebergegend, Schwüle Nebel
niederlegend, Selbst die Sonne
schimmert trüber, Und die alte Stadt
Poseidon`s, Stumm und einsam

... weiterlesen


Abendstern-Ghaselen - X.

Darf ich in der
Dämmerstunde Sie noch heimbegleiten
hie und da, Worte blühn ihr dann vom
Munde Liebreich, wie vor Zeiten hie und
da, Und beleben welche Wunde, Ach und
welche

... weiterlesen


Das Glück

Das Glück, die stolze
Dirne, Die über Gräber tanzt, Hat
ihr Panier im Hirne Der Thoren
aufgepflanzt. `Das Glück folgt,`
schrei`n sie höhnend, `Nur breiter
Wege Sp

... weiterlesen


Neujahrsgruß

Das Jahr mit seinen
Frühlingsblicken Und Tagen voller
Sonnenschein Entflog zu neuen
Weltgeschicken, Um auch in Zukunft noch
zu sein. Verloren geht ja nichts den
Jahren,

... weiterlesen


Liebe, 11. Das Köpfchen still und sanft gesenkt..

Das Köpfchen still und
sanft gesenkt, Wohin sie sich wohl
träumt und denkt? Wohin die dunkeln
Augen schauen, Da blühen, ist`s ein
fernes Land, Gewiß nur Palmen, und auf
Auen

... weiterlesen


Das Unglück lieben

Das Unglück lieben – o
das heißt, Durch Dorngestrüppe, das
uns blutig, Das uns das Kleid vom Leibe
reißt, Im Dunkel gehn, am Abgrund
mutig; Es heißt nicht gehn im
Sonnenschein

... weiterlesen


Im Kloster Obermarchthal

December 1848. Vom
Klostergarten aus, an dessen
Bäume Sich statt der Blüthen im
December jetzt Schneeflocken hell und
duftig angesetzt, Blick ich hinab in
weite Thälerräu

... weiterlesen


Ode an die Dioskuren

Dein in Nacht
eindunkelndes Land, o Rom, und Alles
ruht schon, aber am Himmel zuckt
es Wetterschwül herauf und erhellt die
beiden Erznen Kolosse. Euch
begrüß` ich, mächti

... weiterlesen


Gottesbraut

Deinem Haupt entsank die
Locke; Eingesegnet wie die Glocke, Die
nur Gott ertönt, bist nun auch du. Wie
ihr Klang nur Andacht kündet, Gleich
der Kerze, am Altar
entzündet, S

... weiterlesen


Abendstern-Ghaselen - V.

Der Aar wird nur vom
Sonneflügen trunken, Doch singt, von
seligem Genügen trunken, Die
Nachtigall aus tiefer Brust, Sie singt
und schlürft in vollen Zügen,
trunken Vom Kelch der

... weiterlesen


Die Zahl

Der Buchstab ist der
Pharusstab gewesen, Worin Prometheus
barg den Feuerstrahl, Doch jenes alte
Buch ist ausgelesen, Ersatz gibt unsrer
Zeit dafür die Zahl. Sie, die
beherrscht des

... weiterlesen


Frühlingslied

Der Frühling
verschleiert nun wieder Die Erde
ganz Mir zartem Laubgefieder, Mit
Blütenglanz; Nun eilet zum Tanz Hier
unter dem blühenden Flieder! Von
schwell

... weiterlesen


Chäronea

Der Löwe Chäroneas
ragt In stolzem Todesschmerz, Und noch
sein brechend Auge sagt: So stirbt ein
tapfres Herz. Es liegt ein Hauch voll
düstrer Gluth Rings auf dem

... weiterlesen


Liebe, 23. Der Morgen ist so rein...

Der Morgen ist so rein,
so schön, Es wogt in den Wellen der
brausende Föhn. Ich seh` einen Stern,
er sinkt in die Flut, Der Stern und
ich, wir kennen uns gut. O hätte mir

... weiterlesen


Allein

Des Dunkels Vorhang senkt
sich dicht Herab in
Nebelfeuchte, Durch Wolken scheint des
Mondes Licht Wie eine
Grabesleuchte. Weh, wer heut Nacht
allein muß sein! Wer geg

... weiterlesen


Leichenverbrennung

Die Festigkeit, die Kraft
in meinen Knochen Böt` lang noch
Trotz, im Sarg noch dem Vergehn, Und
würde doch zuletzt in Staub
zerbrochen; Laßt sie dem Feuer, laßt
sie rasch verwehn!

... weiterlesen


Fabeln - I.

Die giftgeschwollene
Spinne saß Und fing den schönen
Schmetterling. `Ist die gepries`ne
Schönheit das? Dies plumpe
Ding?`` `In deinem Netze freilich
nicht,` Rief während s

... weiterlesen


Die großen Städte

Die großen Städte
schleppen Durchs Meer und über
Steppen sich fort, und ihren
Fluch, Sie haben ihre Narren Und
hinter sich Erstarren Und Schutt und
Leichentuch.

... weiterlesen


Trauerweide und Reben

Die Heimat hatte mich
beschenkt mit Reben, Die pflanzt` ich
ein an meine Gartenmauer Und bat den
Himmel, ihnen Schutz vor Schauer Und
ihrer Blüte Sonnenschein zu
geben. Da s

... weiterlesen


Liebe, 17. Die Liebste mit lieblichem Lächeln...

Die Liebste mit
lieblichem Lächeln Hat meinen
Schlummer bewacht. O hellgestirnter
Äther, O einzig schöne Nacht! Ich
sah sich über mich neigen Im Traum ihr
holdes G

... weiterlesen


Die Nacht ist eines bösen Dämons Zelt ...

Die Nacht ist eines
bösen Dämons Zelt, Der unsre Seelen,
wenn wir schlafen, Am Boden und in
Fesseln hält, Um für ihr Denken sie
zu strafen. Er schleppt sie durch das
öde Reich

... weiterlesen


Das Dauernde

Die zuerst Gedanken
trugen In die blinde Menschenwelt, Aus
dem Steine Feuer schlugen, Und das Wort
zum Wort gesellt, Lange blieb noch
ihr Gedächtniß In der Völker
T

... weiterlesen


Abendstern-Ghaselen - VII.

Dir scheint die Rose
frisch und roth zu sein, Mir aber
scheint in ihrer Brust der Tod zu
sein, Weil sie der Wurm in ihrem Grund
umschleicht; Was diesem Gift, scheint
jenem Brot zu sein,

... weiterlesen


Völkerwanderung

Doch wenn ein Rom den
Erdenkreis erschüttert, Indem es
stürzt, wenn durch die finstern
Zeiten Ein Bahrtuch über die Gefallnen
breiten Befreite Völker, deren Joch
zersplittert:

... weiterlesen


Weltumschau

Dort möcht` ich weilen
an des Ganges Bronnen Auf Himalaja`s
Höh`n und ungeblendet Schaun, wie den
Bergaltären Feuer spendet Das ewig
neugeborne Licht der Sonnen. Ich
schau

... weiterlesen


Spiel

Du bittest, Kind: o spiel
mit mir! Wie gern hör` ich dich
schmeicheln! Ich will nur deine Locken
dir, Die sanften Locken
streicheln. Spielt einst die Welt,
die kalt verletzt

... weiterlesen


Ein armes Brautpaar

Du brauchst kein Kleid
von Seide, Und keinen Kranz ins
Haar, Wir treten dennoch
beide Vergnügt zum Traualtar. Wir
brauchen keine Wagen Und keinen langen
Zug, D

... weiterlesen


Die Treue

Du frugest mich, was ist
die Treue? Sie ist die Liebe selbst,
als Zeit, Als die sich ewig wieder
neue, Die Sonne der
Beständigkeit; Das Trostwort in der
Trennungsstunde, Und

... weiterlesen


Persergebet

Du hast gestürzt, o
Tagespracht, Die Nacht zum
Meeresgrunde, Du wandelst deine helle
Wacht Und machst die
Segensrunde. Und Alles atmet
Seligkeit, Da wieder du erschie

... weiterlesen


Bekenntnisse

Du hast mir oft davon
erzählt, Wie hübsch du schon als Kind
gewesen, Wie böse Krankheit dich
gequält, Und wie du langsam nur
genesen. Bald kamen in dein
Elternhaus

... weiterlesen


Schneckengang

Du kommst, o Schnecke,
deines Weges eben Vom Blatt, das vor
dir niederfiel, zu mir, Nun liegt auch
dies, und welch ein buntes Leben, Welch
vielbewegtes hinter dir! Du hast
de

... weiterlesen


Der Bannstrahl

Du Stadt der Neu`rung,
deinen Mauern Verkünd` ich diesen
schweren Bann: Dein Weichbild soll
verschleiert trauern, Dein Weh
begann! Ihr Reinen noch und
Unbefleckten, E

... weiterlesen


Neue Liebe, 09. Gruß in die Ferne

Dunkelnd über dem See
dämmert das Abendrot, Nur die
höchsten Gebirge Krönt noch Glut,
doch es sinkt, düstrer allmählich,
nun Auch ihr Bild zu den
Schatten. Dort ach, fern in de

... weiterlesen


Nachtfahrt im Gebirg

Dunkle Felswände die
Berghöh`n entlang, Taleinwärts fuhren
wir, es zogen Die Nebel mit uns in
hellen Wogen, Ein wildes Heer, das sich
auf und nieder schwang, Ein Meer, das
mit den

... weiterlesen


Herbstabend

Durch die halbentlaubten
Bäume Glimmt der Mond, und still
umflicht Siegreich die verlassnen
Räume Seiner Trauer falbes Licht. So
dem Blick der Schwermut offen Liegt des
Mens

... weiterlesen


John Hawkwood

Durchs Kloster ras`t der
Söldnerschwarm; Ein frecher Räuber
schleppt am Arm Hervor die junge
Nonne: `Nun sei du meine Lust und
Wonne!` `Halt!` ruft ein Kamerad ihm
zu,

... weiterlesen


Herbstabend (II)

Durchs Stoppelfeld auf
Nebelstreifen Weht traurig kalt
Novemberwind; Dort wankt am Wald mit
Reisighäufen Ein armes Weib und führt
ihr Kind. Dort sucht man die
vergessne Tra

... weiterlesen


Egeriagrotte

Egeria, lieblicher Name,
du lebst Im Hain noch, im Felsen der
Quelle, Im Dunkel der Eichen! Du
weilst, du webst Am Brunnen, im Eppich
der Schwelle. Hier ward, o Nymphe,
mit R

... weiterlesen


Urzeit

Ein Dämmrungsfalter,
kaum entschlüpft den Puppen Des Stein-
und Pflanzenreichs, sieh, da
vertraute Die junge Tierwelt, als ihr
Morgen graute, Den Flügeln sich, noch
ganz in harten Schupp

... weiterlesen


Einziges

Ein eigner Schauer hält
mich stets beklommen, Wenn ich an Jene
denk`, die das gesehen, Was niemand
mehr, so lang die Welt wird stehen, In
der Vollendung mag zu schau`n
bekommen.

... weiterlesen


Die Schlacht auf den katalaunischen Feldern

Ein grauer Tag erhebt
sich trüb im Osten Der Flur, wo jetzt
Campaniens Traube reift, Da sehn des
Gotenheeres erste Posten Beim
Dämmerlicht, das um die Höhen
streift, Wachfeuer fer

... weiterlesen


An meine Mutter

Ein Maitag war`s, doch
trüb und tot, Schwer auf den Ländern
lag die Not, Auf allen Völkern lag ein
Kummer, Da schlossest, treue Mutter,
du Die sorgemüden Augen zu Zum
lang

... weiterlesen


Hoch und niedrig

Ein Reiter, blank und
blitzend, Sprengt aus dem Wald
heran, Ein Hirt, am Wege
sitzend, Sieht ihn bewundernd
an. Wär` ich so groß und
trüge Solch Prachtkleid, denkt

... weiterlesen


Verspäteter Frühling

Ein Wächter thront, ein
grauer, Auf hoher Wolkenwart, Der
Winter, der im Schauer Auf uns
herunterstarrt. Er nimmt im ew`gen
Eise Am Schlagbaum seinen Zoll Vom

... weiterlesen


Ausblick

Eine eigne Stadt hab` ich
gesehen Über unsrer stehen, Als ich
von des Hauses Giebel heut` Überschaut
die Dächer, rings zerstreut, Diese
alten Mauern, Zinnen, Türme,

... weiterlesen


Am Fenster

Eine Mücke, weiß
gekleidet, Will hinaus durchs
Fensterglas, Ist mein Zimmer ihr
entleidet? Sucht sie draußen
was? Achtet sie so hoch die Ehre, Daß
sie dort ein Frosch verz

... weiterlesen


Alte Briefe

Eine Schrift gibt`s,
deren Züge Ohne Tränen ich nicht
sehen kann, Denn sie redet keine
schöne Lüge, Die ein leeres Herz
ersann. Alle Worte sind nur
Zeugen Einer Liebe, tie

... weiterlesen


Einer

Einer lebt, der in
Bettlertracht Einhergeht und bedeckt
von Wunden, Mit Koth beworfen,
verhöhnt, verlacht, Und angebellt von
den Hunden; Doch steigt das Dunkel der
Nacht herauf,

... weiterlesen


Begegnung

Eines Bettlers Hand war
offen, Beide gaben wir zugleich. Blick
und Blick hat sich getroffen, O wie
fühlten wir uns reich! Von einem
See Im schönen Hellas gin

... weiterlesen


Der Krake

Einmal im Jahr vom
Grunde Des Meeres wird nach oben, Aus
eines Wirbels Schlunde Der Krak
heraufgehoben, Gleich einem
Inselrunde, Um das die Wasser
toben. Eisbä

... weiterlesen


Liebe, 02. Entrungen hat sich ihrer Hülle...

Entrungen hat sich ihrer
Hülle Die Blüte vom Orangenbaum, Ihr
Wohlgeruch in süßer
Fülle Durchströmt den dunklen
Gartenraum. Es leuchtet aus dem Grund
des Kelches,

... weiterlesen


Finsterniß

Erdbeben wüthen, Stürme
rollen, Und blindlings trifft der
Blitz. Der Stein Erkennt nicht, was die
Blumen sollen - Und wissen die, was
Thiere wollen? Ja, auch der Mensch ist
nur all

... weiterlesen


Erinnre dich der schönen Tage ...

Erinnre dich der schönen
Tage, Als unsre Liebe war
erblüht, Als unsrer Herzen große
Frage Verborgen noch und still
geglüht. Wie zart war jedes Wort
gesprochen, Wie

... weiterlesen


Das Letzte

Erkenntniß in so reicher
Weise Erringt der Mensch, er dringt mit
Muth Hinauf an des Polarmeers Eise Und
durch der Palmenküste Gluth. Er
sieht der Erde letzte Grenzen,

... weiterlesen


Völkerfrühling

Erloschen sind Gestirne,
Nationen, Ihr Nachglanz leuchtet in die
fernste Nacht. Zur Freiheit sind nach
jahrelangen Fronen Schon halbversunkne
Völker neu erwacht. Sie blicken nach
de

... weiterlesen


Heerbannlied

Ernst ist mein Sinn und
schlicht und recht, Mein Bart ist
gleich dem Flachse. In Dün` und Wald
blüht mein Geschlecht, Daß übers
Meer es wachse – Ich bin der
Sachse.

... weiterlesen


Gähnen

Erste
Lebensäußerung Du, der Menschheit
nebst den Thränen Ewige
Beglaubigung, Dich lobpreis` ich, edles
Gähnen! Wenn der erste Trank uns
schwellt An der Weisheit G

... weiterlesen


Liebe, 20. Erster Schnee und Abendschimmer

Erster Schnee und
Abendschimmer Blinkten durch die
Fenster ein, Zum Klavier erklang durchs
Zimmer Deine Stimme voll und
rein. So, so war`s, in solchen
Stunden Hat der

... weiterlesen


Abendstern-Ghaselen - II.

Erster Stern, der Nacht
entblühend, Stern der Liebe, zittre
nicht! Ihre Schleier, goldig
sprühend Und in die sie Rosen
flicht, Hält die Dämm`rung hoch
erglühend Vor dein

... weiterlesen


Der schwarze Tod

Erzittre Welt, ich bin
die Pest, Ich komm` in alle Lande Und
richte mir ein großes Fest, Mein Blick
ist Fieber, feuerfest Und schwarz ist
mein Gewande. Ich komme von

... weiterlesen


Im Spätherbst

Es fallen von den
Bäumen Die welken Blätter ab, Ich
wandle still in Träumen Den Felsenpfad
hinab. Die Wolken, wie sie jagen, Im
Abendgolde blühn, Von Stürm

... weiterlesen


Der Bahnzug

Es glänzt im
Lichtgewimmel Der Bahnhof und die
Bahn, Ein wahrer Sternenhimmel, Da
rollt der Zug heran. Vielleicht zur
gleichen Stunde Wie vor Cairos
Thor, Jetz

... weiterlesen


Heilige Zeit

Es ist eine heilige Zeit,
es streiten Die Männer im Kriege fürs
Vaterland, Die Frauen indeß zu Hause
bereiten Die Pflege der Wunden und
ordnen Verband. Des Bräutigams
den

... weiterlesen


Es ist nicht wahr, die Zeit heilt nicht ...

Es ist nicht wahr, die
Zeit heilt nicht, Der Schmerz ist
stärker, er verwandelt Den Menschen,
er zernagt und bricht Die Herzen, die
die Welt mißhandelt. Die Zeit
schließt

... weiterlesen


Lilith

Es ist sie, sprach,
verhüllt von Schatten, Der Engel, als
er Eden nah, Im Garten wandelnd mit dem
Gatten Das Weib des ersten Menschen
sah; Es ist sie, sie ach einst vor
Alle

... weiterlesen


Verrath

Es lebe der Verrath! Im
Frieden wie im Kriege, Durch ihn nur in
der That Erblühen alle Siege. Das
Licht - man muß es froh Verrath am
Dunkel nennen, Am blinden

... weiterlesen


Liebe, 12. Es sank ein Tag zur Ruhe nieder...

Es sank ein Tag zur Ruhe
nieder, Ein Tag, der uns gar hold
gelacht, Wir fanden uns so innig
wieder, Wie stets ich mir das höchste
Glück gedacht; Nun schließe dir die
Augenlider

... weiterlesen


Waldeinsamkeit - II.

Es schaut die Traumwelt
dieses Blumenreichs Im Spiegel sich der
zauberhaften Tiefe, Und zu den Lilien
dämmert dieses Teichs Was oben blüht,
als ob es unten schliefe. Das Murmeln
ei

... weiterlesen


Es war ein Wort im Scherz...

Es war ein Wort im
Scherz, Ein Kuß in Scherz
gegeben, Der Blitz schlug in mein
Herz Und traf ein ganzes Leben. Es
war ein Augenblick, Nur ein
Vorübergleiten,

... weiterlesen


Wilde Rose

Es war eine
sternenlose, Von Blitzen schwang`re
Nacht, Da ist die wilde Rose Zum
vollen Blühn erwacht. Da kamst du
still gegangen, Da flogst du auf mich
zu. Ic

... weiterlesen


Jurga

Fakellichter sprühn im
Saal Auf dem Schloß des
Wojewoden, Ballmusik und
Kerzenstrahl, Und es dröhnt vom Tanz
der Boden; Säbelklirren,
Sporenklang, Blumenkränze, lose
Schl

... weiterlesen


Abend auf den Bergen

Fern hinunter in die
Flut Taucht das Licht, sich nochmals
wendend Zu den Bergen, eine Glut Ihren
Alpenblumen sendend. Da schon Dunkel
liegt im Tal, Flattern hier noch

... weiterlesen


Fern von der Stadt, in einem Garten drauß...

Fern von der Stadt, in
einem Garten drauß, Der still und
dämmernd liegt und
alterthümlich, Bewohnt die schönste
Maid ein einsam Haus. Zum Ball, zur
Oper fährt sie niemals aus, D

... weiterlesen


Brandung

Festball haben heut die
Wogen Um die schwarzen Klippen
her, Schäumend und in weiten
Bogen, Kreuz und quer Und in
Schleppgewanden schwer Kommen sie zum
Strand gezogen.

... weiterlesen


Nokturne

Find ich euch, ihr
Stunden wieder, Stunden tiefer
Mitternacht? Steigt ihr wieder zu mir
nieder Aus der hellen
Sternenpracht? Lang wart ihr mir
fremd geblieben, Und nun

... weiterlesen


Das Leblose

Folianten liebt der
Eine, Bildern ist ein Andrer hold, Der
erglüht für seltne Steine, Der fürs
altgeprägte Gold. Wer sich freut an
Tand und Flimmer, Ich beneid` ih

... weiterlesen


Cuba

Freibeuter! gegen
Cuba! Die rothen Flaggen auf! Der
Freiheit letzte Tuba Tönt uns`rem
Siegeslauf. Havanna heißt die
Prise Nehmt Flinten auf Accord, Wenn
nicht

... weiterlesen


Girgenti

Fremd ist mir Alles hier,
aber auch du Bist mir ja fremd
geworden; die dich umgeben, Wer sind
sie? Wem neigst du dich zu? Wer
schützt dich, wer verschönt dir das
Leben? Ich weiß e

... weiterlesen


Die Höhen

Früh noch, eh` der Tag
erwacht, Als die ersterhellten
wieder Aus dem Schoß der
Nacht, Schau`n die Berghöhn
nieder, Und es flammt um sie noch
Licht, Wenn in Nacht die Thäle

... weiterlesen


Frühling! der Glücklichen Wünsche ...

Frühling! der
Glücklichen Wünsche gewährst
du, Stürmischer du, vom Sturme
geboren, Aber mit Thränen nur
verklärst du Jenen die Tage, die Alles
verloren. Lächelnd zu T

... weiterlesen


Weihnachtsgedicht

Für euch, o Kinder,
blüht das Fest der Feste, Was bringt`s
wohl diesmal? Welch ein Meer von
Licht? Könnt ihr`s erwarten? Wißt,
das Allerbeste, Das habt ihr schon. Das
ist`s: ihr wißt`s

... weiterlesen


Weihnachtsgedicht

Für euch, o Kinder,
blüht das Fest der Feste, Was bringt`s
wohl diesmal? Welch ein Meer von
Licht? Könnt` ihr`s erwarten? Wißt,
das Allerbeste, Das habt ihr schon. Das
ist`s: ihr wißt`

... weiterlesen


Zweiflers Nachtgedanken

Für Traum in Traum soll
ich dies Dasein halten, Für eines
Schemens bleichen Widerschein, Und wie
mit Herbstlaub wilde Stürme
schalten, So soll`s verweht vom Hauch
der Zukunft sein?

... weiterlesen


Hymnus an Aphrodite

Gaben dir und Opfer
bringend, Nahn den Stufen deines
Throns, Hymnen deiner Schönheit
singend, Fromme Frauen Sikyons. Die
du über allem waltend, Alles lenkst
nach dei

... weiterlesen


Dumnus an Aphrodite

Gaben dir und Opfer
bringend Nah`n den Stufen deines
Throns, Hymnen deiner Schönheit
singend Fromme Frauen Sikyons. Die
du über Allem waltend, Alles lenkst
nach dein

... weiterlesen


Liebe, 15. Gebrochen ist dein Herz...

Gebrochen ist dein Herz,
ich weiß es wohl, Ich hör` ja die
zerrissne Saite schwirren, Ich seh` den
Wahnsinn, o ich seh` ihn wohl Durch
deiner Wimpern Nacht im Dunkel
irren.

... weiterlesen


Fürbitte

Gedenke, daß du
Schuldner bist Der Armen, die nichts
haben, Und deren Recht gleich deinem
ist An allen Erdengaben. Wenn jemals
noch zu dir des Lebens Gesegnet goldne
Ströme

... weiterlesen


Fabeln - IV.

Gefallene Größe. Vom
Bergjoch war ein Felsenbrocken Zu Thal
gerollt, ein Riesenstück, Am Anfang
war man sehr erschrocken, Doch bald
erkannte man das Glück. Das Sch

... weiterlesen


Die Antiken

Gefesselt schläft ein
stilles Leid In euren schönen
Zügen, Ein Trauern der
Unsterblichkeit Verklärt zu holdem
Selbstgenügen; So selig blickt und
lächelt ihr Nur Licht un

... weiterlesen


Die Verlobte

Gestern stellte man aus
Frankreichs Städten Die eroberten
Kanonen auf, Fahnen wehten über den
Lafetten, Traurig `wie Gefangene mit
Ketten` Hingen Kränze vom metall`nen
Lauf.

... weiterlesen


Abendstern-Ghaselen - III.

Gesundes Leben kann
erkranken über Nacht, Ein Fels, auf
den wir bau`n, kann wanken über
Nacht, Es kommen, wenn wir fest
entschlossen scheinen, Uns oft ganz
andere Gedanken über Nacht,

... weiterlesen


Hochsommer

Goldbeschwingte süße
Stunden Ungestörter Träumerei, Wie
zu schönem Kranz gewunden Schwebt ihr
über uns verbunden, Eilet nicht so
bald vorbei! Waldher locken
Voge

... weiterlesen


Grüße

Grüße biet ich,
theure Hingeschied`ne euch, Nur
erwidernd Eure Aus dem
Geisterreich! Schatten von
Cypressen, Weht ihr in den Tag, Der
uns schon vergessen,

... weiterlesen


Vesta

Grüßt, Vestalinnen, den
Morgen! Heil dem Licht, das
obgesiegt! Ihr habt es bewahrt in
Sorgen, Wie ein Kind die Mutter
wiegt. Seid gedenk, welch heilig
Feuer Eurer Wa

... weiterlesen


Ersatz der Natur

Hat jahrelanger Krieg ein
Land durchwütet Und Not verzehrt und
Hagelschlag geschlagen, Dann kommt doch
einmal noch von Segenstagen Ein
Sonnenjahr, das jeden Schmerz
vergütet.

... weiterlesen


Haidebild

Heim führt die Braut der
glückliche Mann, Der seinen Gegner
erschlagen, Noch braust sein Siegslied
durch den Tann Vom Schalle der Hörner
getragen. Doch bei des Verhaßten

... weiterlesen


Einer Violinspielerin

Heimlich schlägt dein
zartes Herz Durch den Zauber deiner
Töne, Suchend, wie es jeden
Schmerz In des Hörers Brust
versöhne. Alle Lust und alles
Ach Rufst du auch in meiner

... weiterlesen


Einer Violinspielerin

Heimlich schlägt dein
zartes Herz Durch den Zauber deiner
Töne Suchend, wie es jeden Schmerz In
des Hörers Brust versöhne, Alle Lust
und alles Ach Rufst du auch in meiner

... weiterlesen


Hekubas Klage

Hekuba, des Jammers
Bild, Ihren todten Enkel legend In des
tapfern Sohnes Schild, Sprach, der
Griechen Herz bewegend: Führt mich
nicht als Sklavin fort, Laßt mich hier
bei m

... weiterlesen


Der Kreuzritter

Herauf, herauf, mein
treues Roß! Da stund es einst, mein
Ahnenschloß, Nun ist es Schutt und
alles tot, Was mir einst Lust und Liebe
bot. O Vaterland, du teures
Land!

... weiterlesen


Hermes

Hermes führt die Schaar
der Seelen Zu der Schatten dunklem
Haus, Und von dort zurück,
heraus, Ohne je des Wegs zu
fehlen: Ineinander überfließet Sein
und Nichtsein immerda

... weiterlesen


Meerfest

Hoch ging es her in jenem
sonst so stillen Palaste zu Venedig,
öd` seit Jahren. Vergessen stand er,
unbewohnt, doch heute, Nach diesem
schwülen Tag, wo selbst die
Nacht Nicht Kühl

... weiterlesen


Chorgesang

Hoch wohnen Götter, hoch
im Himmel oben, Auf Teppichen von Licht
gewoben Umreigend goldner Tische
Brot; Sie wandeln lachend auf und
nieder, Sie singen weithinschallend
reine Lieder

... weiterlesen


Abendstern-Ghaselen - IX.

Holder trauter Stern im
Schoß der Welle, Wenn dein licht sich
zeigt im Schoß der Welle, Tauchen
glänzend, wie zum Festempfang, Tausend
Flammen auf im Schoß der Welle, Und es
brei

... weiterlesen


Liebe, 07. Holdseliger Mund...

Holdseliger Mund der
Liebsten mein! Du bist so sanft
gebogen, so fein, Wie der Mond am
Himmel; dich müssen Bewundern, die
dich schau`n, – doch ich allein, Ich
darf dich küssen.

... weiterlesen


Horch! Mitternacht ...

Horch! Mitternacht - die
Stunde, Mit ihrem Mund vom Erz Bewegt
im tiefsten Grunde Mit bangen Träumen
mein Herz. Denk` dir - mit jedem
Schlage Sänk` auch ein Jahr hin

... weiterlesen


Gesang der Blinden

Horch, aus tiefstem
Lebensabgrund, Drin kein Lichtstrahl je
hinabtaucht, Sucht die Stimme frommer
Blinden Aufzutönen Nach dem
Schönen, Im Gesang ein Licht zu
finden.

... weiterlesen


Warnung

Hüte sich, wer klug ist,
sehr, Götzen böslich
anzurühren, Denn er büßt den Frevel
schwer, Wird es lange noch
verspüren! Dann erst, wenn die Erde
bebt, Blitzstrahl fähr

... weiterlesen


Ein Schicksal

Ich fiel im Kampf für
eine Sache, Die mir verhaßt war; im
Geschrei Der Schlachtwuth, im Geheul um
Rache War ich ein Ach nur und
vorbei. Ich war in einer
fehlgeschrieb`nen

... weiterlesen


Liebe, 13. Ich fühls mit Stolz...

Ich fühl`s mit Stolz,
daß ich nicht wohlverwahrt Wie Jene
bin, die stets verschont geblieben Im
Leben, wie im Lieben, Daß keinen
Schmerz das Schicksal mir
erspart. Erfinderisch, m

... weiterlesen


Kränzewinderin

Ich hab vor einem
Blumenstand Gar oft dem Mädchen
zugeschaut, Das drinnen mit geschickter
Hand, Für jeden Ball, für jede
Braut, Daß Schönheit schöner noch
erglänze, Die

... weiterlesen


Lied des Betrunkenen

Ich hab` getrunken, Mir
scheint, zu viel, Ich bin
gesunken, Ich glaub, ich fiel! Ich
fiel im Gehen, Die Axe wich, Ich will
nun stehen, Begleitet mich!

... weiterlesen


Ich liebte dich

Ich liebte dich, wie
konnt` ich schweigen? Mein tiefst
Gemüt lag frei vor dir. Ich wagt` es,
dir mich ganz zu zeigen, Du aber
ließest doch von mir. Doch ach, wie
konnt` ich

... weiterlesen


Nächtlicher Ritt

Ich ritt vom Berg herab
nach Hause Spät Nachts, es blitzte
dann und wann, Ein Sturm mit wachsendem
Gesause Ging durch den hohen dunklen
Tann. Ich sah nur bei der Blitze
Glim

... weiterlesen


Mondmythus

Ich sah heut` früh im
Brunnen tief Zwei Liebende allein: Die
schöne Morgenröte schlief Beim
bleichen Mondenschein. Sie küßten
sich von Herzen Mit lichtem
Purpurmund,

... weiterlesen


Ich soll nicht dein vergessen ...

Ich soll nicht dein
vergessen...? Was sagt dies arme
Wort? Ins Buch des Lebens pressen Ein
Blümchen, halb verdorrt? Wenn deiner
nicht vergessen Dich wahrhaft lieben
h

... weiterlesen


Geibels Tod

Ich weiß es jetzt. In
jener Nacht, Die unsres Freundes letzte
war, Bin ich aus schwerem Traum
erwacht, Aus einem Traum gar
wunderbar. Mein Lagernachbar rief
mich an:

... weiterlesen


Dichters Vorhersage

Ich weiß schon, wenn ich
nicht mehr lebe, Dann wird geschmückt
mit Eichenlaub, Mit Kränzen von dem
Laub der Rebe Ein Standbild über
meinem Staub. Wie wünscht` ich mir
da

... weiterlesen


Lied der Städte

Ihr Bürger, auf von nah
und fern, Schwingt gleich den Männern
von Luzern Den Morgenstern, Laßt
wallen die Paniere, Laßt fallen die
Visiere, Auf gegen die Herrn!

... weiterlesen


Rückblick

Ihr wußtet nicht, was
ich gedacht, Als Ihr mich saht, Ihr
Wohlbehausten, Auf Klippen schreiten in
der Nacht, Wo Wasserstürze
niederbraus`ten. Ihr hattet Recht,
daß Ihr das

... weiterlesen


Abschied vom Karneval

Ihr zierlichen Füßchen
in silberner Seide Von Rhythmen des
Tanzes so reizend bewegt, Ihr holden
Gestalten im blumichten Kleide, Vom
Taumel der Freude so lieblich
erregt, Ihr zünde

... weiterlesen


Im Bergwald ruht, im Eichenhaine ...

Im Bergwald ruht, im
Eichenhaine Der Nemi-See; wohl hieß er
auch Dianas Spiegel, seine
reine Tiefblaue Woge trübt kein
Hauch. Und so den reinen Spiegel
nennen Der echten Lie

... weiterlesen


Freunde

Im ersten frohen
Jugenddrang, In frischem Muth und
Sinnen, Da wirst du für dein
Lebenlang Die Freunde dir
gewinnen. Die stärksten Bande knüpft
man nur Auf frühen Lebensweg

... weiterlesen


Lose der Dauer

Im Gletschereis wird kein
Atom verwesen, Im dürren Sand bleibt
unversehrt die Leiche; Der taube Stein
bleibt ewig sich der gleiche, Und nur
die Blüte wird vom Tod
gelesen.

... weiterlesen


Das Krokodil zu Singapur

Im heil`gen Teich zu
Singapur Da liegt ein altes
Krokodil Von äußerst grämlicher
Natur Und kaut an einem
Lotosstil. Es ist ganz alt und
völlig blind, Und wenn es e

... weiterlesen


Das Krokodil

Im heil’gen Teich zu
Singapur, Da liegt ein altes Krokodil
Von äußerst grämlicher Natur Und
kaut an einem Lotosstiel. Es ist ganz
alt und völlig blind, Und wenn es

... weiterlesen


Eismeer und Südsee

Im höchsten Nordmeer
liegt ein Schiff, an Schollen Eises
festgeschraubt, Die Mannschaft auf dem
Decke schläft, der Schnee liegt über
ihrem Haupt. Wie gellend auch der
Nordwind pfeift, die Sege

... weiterlesen


Das Kloster

Im Klosterhof, im stillen
Raum Singt eine Nachtigall, Sie singt
in einem Lorbeerbaum - Fern rauscht ein
Wasserfall. Das Kloster lehnt sich
hingeschmiegt An Felsen in d

... weiterlesen


Der Schwan

Im letzten
Sonnenstrahl, Von Felsen
eingeschlossen Liegt einsam still ein
Thal, Vom breiten Strom
durchflossen. Mit seiner Wellen
Bahn Zieht auch ein Schwan, und
leise

... weiterlesen


Nordlandssee

Im Norden liegt ein See,
gebirgumschlossen Und fast das ganze
Jahr bedeckt vom Eise. Der Frühling,
wenn er kommt, geht hier so leise, Daß
nur die kleinsten Blumen ihm
entsprossen.

... weiterlesen


Normannenzug

Im Nordland auf dem
Felsenhügel Glänzt hell im Mond der
tiefe Schnee, Da ruft ein Aar und
schwingt die Flügel: »Wo seid ihr,
Könige der See? Seid ihr zum
Speerkampf nach den Sun

... weiterlesen


Schweizer und Landsknechte

Im Rheintal gegen die
Schweizer hielt der Landsknechte
Schar, Des Feindes fester Stellung
nahmen sie ungern wahr; Sie sahn aus
ihrem Lager mit Grimm die Höhn
hinauf, Stolzierend in roten W

... weiterlesen


Schweizer und Landsknechte

Im Rheinthal gegen die
Schweizer hielt der Landsknechte
Schaar, Des Feindes fester Stellung
nahmen sie ungern wahr; Sie sahn aus
ihrem Lager mit Grimm die Höhn
hinauf, Stolzirend in rothen

... weiterlesen


Im tiefsten Herzensschrein ...

Im tiefsten
Herzensschrein Da hielt ich
stillverborgen     Die Liebe
mein, Und wahrte sie mit Sorgen. Ich
durft` sie nicht ans Licht, Nicht vor
die Menschen

... weiterlesen


Immer leiser wird mein Schlummer

Immer leiser wird mein
Schlummer, Nur wie Schleier liegt mein
Kummer Zitternd über mir. Oft im
Traume hör ich dich Rufen drauß vor
meiner Tür, Niemand wacht und öffnet
di

... weiterlesen


Letzte Bitte

Immer leiser wird mein
Schlummer, Nur wie Schleier liegt mein
Kummer Zitternd über mir. Oft im
Traume hör` ich dich Rufen draus vor
meiner Tür, Niemand wacht und öffnet
di

... weiterlesen


Finale

In der Kerze falschen
Tag Sank der Abendfalter Flug, Als mit
großem Flügelschlag Einer in die
Flamme schlug; Und er stürzt mit
solcher Macht In das Leuchten, das er
liebt,

... weiterlesen


Der Magier

In des Magiers
Bücherkammer Tritt ein holdes Mädchen
ein, Prächtig winkt ihr Spang` und
Klammer An den Bänden tief im
Schrein. Und des alten
Nekromanten     Grö

... weiterlesen


Ex ovo

In diese Welt voll
Sturmeswehen, Wo nie die wilden Kräfte
ruhn, Kamst du herein, dich
umzusehen, Du kleines, winzig kleines
Huhn. Du hast die Schale
durchgebrochen, D

... weiterlesen


Mediceer Tafel

In einem glänzenden
Palaste Am Arno war es, Schmach Lag
auf Florenz, Giuliano faßte Sein
Trinkgefäß und sprach: Wem bring
ich`s, wem mit dieser Schaale Aus Erde
vo

... weiterlesen


Cherapne

In einem Grabmal mit dem
Gatten, Mit Menelaos` hohem
Ruhm Schläft Helena. Versöhnte
Schatten, Wie sanft ist euer
Heiligtum! Hier ruhn die Lanzen und
die Schalen, Der

... weiterlesen


Unter einer Eiche

In
Hergensweiler Eiche, deine dunkeln
Zweige ragen Stolz empor aus längst
vergangnen Tagen, Geister wandeln durch
dein ästig Haus; Sieben Menschenalter
sahst du schreiten,

... weiterlesen


Heimkehr

In meine Heimat kam ich
wieder, Es war die alte Heimat
noch, Dieselbe Luft, dieselben
Lieder, Und alles war ein andres
doch. Die Welle rauschte wie
vorzeiten, Am Waldw

... weiterlesen


Helena

In Menelaos` goldnem
Saale Saß Nestor`s Sohn und
Telemach. Sie freuten sich mit ihm beim
Mahle, Doch als er von Odysseus
sprach, Barg in des Mantels
Purpurhülle Der Jünglin

... weiterlesen


Neue Liebe, 05. In sonniger Ferne...

In sonniger Ferne flog
der Traum Von einem Himmel auf
Erden Und schien im wehenden
Blütenflaum Zur Wirklichkeit in Busch
und Baum Rings um uns her zu
werden. Es war e

... weiterlesen


In Sturm und Fluthgerolle ...

In Sturm und
Fluthgerolle, In Nacht am Felsen
hier Gedenk ich dein, ich grolle, Ja
dir, du Zaubervolle!     Ich
grolle dir. Du sahest mich
entsagen, D

... weiterlesen


Die Götzen

Innen sind die Götzen
Nacht, Nacht und entsetzliches
Grausen, Wenn auch freundlich ihr
Antlitz lacht, Und ihre Priester
herrlich schmausen. Vor dem Lichte
haben sie Scheu, Wi

... weiterlesen


Alhamedins Klage

Ins Zelt zu mir in
früher Stunde Blickt noch der
Dämm`rung letzter Stern, Er blickt in
meines Herzens Wunde, Ach du, Geliebte,
bist mir fern! Nicht fern im Raum nur,
auch im Leben,

... weiterlesen


Ein Etwas

Ist`s nur ein Blümchen
zwischen Steinen, Worauf dein Blick mit
Freude ruht, Bei dem du kannst dein
Loos beweinen, Es nährt doch deinen
Lebensmuth: Du kannst noch nicht die
Menschen

... weiterlesen


Ausgrabungen

Ja grabt sie aus, ans
Licht empor Die untergangnen
Lichtweltsöhne, Die eine stumpfe Zeit
verlor, Daß unsre jetzt den Staub
bekröne! Zeigt uns der Leidensreste
Spur

... weiterlesen


Liebe, 08. Ja, einmal nimmt der Mensch...

Ja, einmal nimmt der
Mensch von seinen Tagen Im voraus schon
des Glückes Zinsen ein, Und spricht:
ich will den Kranz der Freude
tragen, Mag, was darauf folgt, nur noch
Asche sein. D

... weiterlesen


Jetzt weiß ich auch dein Haus

Jetzt weiß ich auch dein
Haus, Jetzt weiß ich, wo du
lebst, Und wo du ein und aus, Du holde
Fremde, gehst. Es wird zum
Heiligthume Das Fenster, wo du
weilst, Wo du mi

... weiterlesen


Sei getrost

Junge Seele, sei
getrost, Wenn in frühen Tagen Dich
der Lebenssturm umtost, Und dich heißt
entsagen: Höre, was dein Genius
spricht Dir im
Herzensgrunde: Jung

... weiterlesen


Lied

Kalt und schneidend Weht
der Wind, Und mein Herz ist bang und
leidend Deinetwegen, schönes
Kind! Deinetwegen, Süße
Macht, Ist mein Tagwerk ohne
Segen,

... weiterlesen


Deinetwegen

Kalt und schneidend Weht
der Wind, Und mein Herz ist bang und
leidend Deinetwegen, schönes
Kind! Deinetwegen, Süße
Macht, Ist mein Tagwerk ohne
Segen

... weiterlesen


Pausanias und Kleonice

Kalt war die Nacht,
Schneeregen fiel, Er saß am
Kolcherstrande, Da kamen zu ihm die
Männer vom Nil, Thebäer im dunklen
Gewande; Sie warfen in rauchende
Pfannen das Kraut Vo

... weiterlesen


Zweifel

Kann zwei Seelen je so
ganz Einigen die höchste Liebe, Daß
in ihrem vollen Glanz Nicht ein Hauch
von Schatten bliebe? Nah am dunklen
Firmament Scheinen sich die sch

... weiterlesen


Nächtlicher Ausblick

Kein Lüftchen hör` ich
Athem holen, Matt scheint im
Wolkenviolett Ein Glanz, wie wenn durch
Nachtviolen Der Glühwurm sucht sein
leuchtend Bett. Eines fallenden Sternes
Feuerspur

... weiterlesen


Olympia

Kein Staub blieb von der
Frevlerhand, Die auf Olympias
Tempeldächer Geschleudert einst den
Feuerbrand; Die Flamme ward ihr eigner
Rächer. Und nun seit sich dem
Schuttgefild

... weiterlesen


Pompeji (II)

Komm! Auch nur auf eine
Stunde, Komm herauf, versunkne
Welt, Aus dem düstern
Säulengrunde, Hier vom Abendlicht
erhellt! Wölbet euch, ihr
Prachtgebäude, Glimm durch
Lorbeer

... weiterlesen


Nachtigall

Komm, Nachtigall, schwing
dich hernieder Zum Garten im blühenden
Hag, Komm, liebliche Sängerin,
wieder, Sing deine melodischen
Lieder Hinüber dem scheidenden
Tag. N

... weiterlesen


Lachenden Muthes sind wir geschieden ...

Lachenden Muthes sind wir
geschieden, Ahnten nicht, daß es für
immer war. Werd` ich dich nie mehr
sehen hienieden? Seltsam ist es und
wunderbar! Scherzend den letzten Kuß
dir vom

... weiterlesen


Der junge Invalide

Leb wohl, du guter
Reiterdienst, Zu Fuß muß ich nun
wandern! Leb wohl, mein Rößlein, du
gewinnst Zum Reiter einen
Andern. Nimmer führ` ich dich zum
Trank, Nimmer mit dem

... weiterlesen


Neue Liebe, 11. Sommernacht

Leicht und leise
nur Schlummert Feld und
Flur, Ahnungsvolle Stille! Schon den
neuen Tag Ruft der Wachtelschlag, Hell
zirpt noch die Grille. Halb vom
Schlaf erwa

... weiterlesen


Manche Literaturgeschichten

Literarhistorien
sind Keine Bücher zur
Zerstreuung, Sondern Molochsrachen,
Kind! In beständ`ger
Wiederkäuung. Lessing - (hätt` euch
der erwischt!) Goethe, Schiller

... weiterlesen


Unterschiede

Lobpreisen hört man hier
und dort Mit lautem Ruf und großem
Wort, Befehlen hört man, daß es
gellt, Als gält`s zu retten eine
Welt. Es ist ein Lärm, ein
Wichtigthun, Ein

... weiterlesen


Fabeln - III.

Lohn. Gefangen lag in
Eisenschlaufen Der Löwe, diesmal
rettungslos, Das Mäuschen kam
herbeigelaufen, `Ach,`` rief es, `Herr!
die Noth ist groß. Ich kann die
Maschen

... weiterlesen


Rosamunde

Lüfte bewegen
kaum     Den schweren
Saum Am Vorhang von Damast Im dunklen,
schweigenden Palast. `Männer in
Eisentracht     Halten dir
Wacht,

... weiterlesen


Wetterleuchten

Längs der dunklen Berge
fährt Wetterleuchten durch die
Nacht, Ein gezücktes
Racheschwert, Eine stumme
Geisterschlacht. Recht und Freiheit
blühen kaum Auf Momente n

... weiterlesen


Lästerzungen, selbst die frommen ...

Lästerzungen, selbst die
frommen, Stimmen rührend
überein, Wie du herrlich dich
benommen, Alle Schuld trifft mich
allein. Eins nur wird dich still
verklagen, Wenn a

... weiterlesen


Furchtlos

Lösch aus die
Trauerkerzen! Die Welt auf ihrem
Gang Fragt nichts nach deinen
Schmerzen Und deinem
Klaggesang! Kämpf`, sagt sie,
kämpfe weiter; Dein letzter
Athemzug

... weiterlesen


Madeira

Madeira blaut, vom Ozean
umschrieben, Zuerst entdeckt von einem
Liebespaare, Das Vaterfluch vom
heimischen Altare Auf leichtem Kahn
durchs wilde Meer getrieben. Hier
starben

... weiterlesen


Der Aufbruch der Hunnen

Man sagt, zum Lager des
Nomadenstamms Kam wandernd einst durch
die verbrannten Strecken Ein großer
Hirt im grauen Elenwams. Sein Antlitz
war entstellt von Pockenflecken, Sein
Leib v

... weiterlesen


Die Römerstraße

Man spricht im Dorf noch
oft von ihr, der Alten drauß` im
tiefen Walde, sie zeiget sich noch dort
und hier, am Feldweg und am Saum der
Halde. Sie zieht herauf uns steigt
hin

... weiterlesen


Erste Lieder

Manches Lied von meinem
Lieben, Das hervordrang ungehemmt, Eh`
ich`s ganz noch aufgeschrieben, War`s
von Tränen weggeschwemmt. Manches
hab` ich hingegeben Dem und jen

... weiterlesen


Auf eine Kanone

Mein Blitz und
Schall Wirft Schanz` und Wall. Donner
sprech` ich, Mauern brech`
ich, Städte schirm` ich, Leichen
türm` ich, Alles zerreiß`
ich, Kriemhild hei

... weiterlesen


Frühlingssegen

Mein Herz, aus goldnen
Jugendtagen, Aus glücklicher
Vergangenheit In grünes Laub ist`s
ausgeschlagen, Da lebt`s und atmet und
gedeiht. Die Sehnsucht aber, die ich
hatte,

... weiterlesen


Frau Reineke

Mein Mann ist auf der
Vogeljagd, Er schießt Hühner und
Hähne; Er hat eine Büchs, die nie
versagt, Er hat auch lange, scharfe
Zähne. Wo ist er? Auf der Heide
draus,

... weiterlesen


Gold und Eisen

Mit dem zuerst der Mensch
ein Bündnis machte, Das war der Berge
starker Sohn, das Eisen, Das half ihm
treu auf Land- und Wasserreisen Und als
er unters Joch die Tiere
brachte.

... weiterlesen


Friedrich und Ezelin

Mit dem zweiten Kaiser
Friedrich ritt dereinst Held
Ezelin, Fröhlich ritten beide Fürsten
längs beblümter Au`n dahin, Und
sechshundert Ritter sprengten im Gefolg
des Kaisers vor, Und mi

... weiterlesen


Bajä

Mit Purpursegeln fliegt
nach der Küste zu Ein reizend
Prachtschiff. Ist es ein
Geisterboot Aus einer alten
Heideninsel, Eine der goldenen Gondeln
Nero`s? Nach seiner marmors

... weiterlesen


Die großen Stämme

Mongole, deine Herden
sollst du grasen Im Norden, wo der
Steppe Nebel grauen, Zu Rosse sollst du
sein und Zelte bauen Und oft wie Sturm
durch alle Völker blasen. Zum
höchst

... weiterlesen


Bacchus und Semele

Mutter, wo werd ich dich
finden? Soll ich dort dich
wiedersehn Bei den unterirdisch ewig
Blinden, Wo Aeonen wie ein Tag
vergehn? Goldne Bänder, komm ich,
goldne Binden Um die

... weiterlesen


Müder glimmt herab und dunkler immer ...

Müder glimmt herab und
dunkler immer, All die Liebe, die ich
einst dir bot, Wie am Fenster einer
Kerze Schimmer, Die der Nachtwind
auszulöschen droht. Rede nicht von
frohem

... weiterlesen


Tag und Nacht

nach der nordischen
Sage Wenn Abends vom glutroten
Himmel Der Sonne Roß
heruntersteigt, Der Sohn des Lichts,
der tageshelle Schimmel, Und seinen
Hals, den schön gebognen, n

... weiterlesen


Friedrich der Große

nach der Schlacht bei
Torgau. Schon spät war`s, als von
Ziethens Reitern Gewonnen ward die
schwere Schlacht, Das Dorf war voll von
wunden Streitern Und eisig die
Novembernac

... weiterlesen


Abnehmende Tage

Nach langen sonnighellen
Wochen Wie hat es heut mich
überrascht, Ich sah das Sonnlicht wie
gebrochen, Schon von der Dämmrung Flug
erhascht! Es lag ein hold und sanft
Vergli

... weiterlesen


Einkehr

Nach langer Irrfahrt kehr
ich wieder Ein Fremdling bei mir selber
ein, Und blick` auf meine Tage
nieder; O Wand`rer, bist du auch noch
dein? Lebt deine Kraft noch
unzersplitt

... weiterlesen


Ball der Armen

Nach Müh` und Noth
vereint uns hier Die Lust zu frohem
Tanze, Nur eine leichte
Flitterzier, Ein Blümchen nur
erhaschen wir Vom vollen
Lebenskranze. Vergessen wir
den

... weiterlesen


Hüte dich

Nachtigall, hüte
dich! Singe nicht so lieblich! Ach,
dein allzuschönes Singen Wird dich um
die Freiheit bringen. Hüte
dich! Schöne Blume, hüte
dich, Blühe

... weiterlesen


Hüte dich!

Nachtigall, hüte
dich, Singe nicht so lieblich! Ach,
dein allzuschönes Singen Wird dich um
die Freiheit bringen. Hüte
dich! Schöne Blume, hüte
dich, Blühe

... weiterlesen


Konstantin der Paläologe

Nah bei Sparta`s alten
Mauern Ragt ein Schloß - durchs hohe
Thor, Um dem Schakal
aufzulauern, Sprengt ein Griechenfürst
hervor; Als er setzt in kühnem
Ritte Ueber eine tief

... weiterlesen


Nicht immer schließt wie auf der Bühne ...

Nicht immer schließt wie
auf der Bühne Das Schicksal mit
vollkommnem Schluß, Nicht immer findet
Schuld die Sühne, Die Liebe süßen
Todeskuß. Viel öfter wird ein Herz
zersplitt

... weiterlesen


Liebe, 04. Nicht jenes Zaubernetz...

Nicht jenes Zaubernetz,
gesponnen Aus deinem schönen
Lockenhaar, Auch nicht dein leuchtend
Augenpaar Hat so mein Herz für dich
gewonnen, Nein, eine Schönheit
höh`rer Art,

... weiterlesen


Frühlied

Nicht mir ein hohes
Alter! Nicht mir im Abendrot Des
Lebens letzten Psalter, Nicht mir den
Greisentod! Die Blume meiner
Freuden War irdisch ja, ich trank Vom
go

... weiterlesen


Nie hab ich von dir gesprochen ...

Nie hab ich von dir
gesprochen, Deinen Namen nie
bekannt; Du, die meinen Stolz
gebrochen, Wurdest nie der Welt
genannt. Längst ist jene Zeit
verflossen Deiner ersten

... weiterlesen


Nie mit dir in einem Kahn ...

Nie mit dir in einem
Kahn, Wie es meine Wünsche
sahn, Sollt` ich durch die Welle
gleiten, Wenn entlang der feuchten
Bahn Sich des Mondes Schimmer
breiten; Nie vor mir im Seew

... weiterlesen


Eckernförde

Nie, wenn noch so alt ich
werde, Nie vergess` ich jenen
Tag, Jenen Tag von Eckernförde, Da
der Dänenstolz erlag; Am
Gründonnerstag des
Jahrs Achtzehnhundertneunundvierzig
w

... weiterlesen


Stoßseufzer im April

Nimm vom elenden
Menschengeschlecht Nimm, o Gott, die
Sorgen, Gib uns für Kirchen- und
andres Recht Heitere
Frühlingsmorgen! Nimm uns Krieg und
Weltgeschick, Aber an

... weiterlesen


Briefpost

Noch auf der Post in Ruhe
tief Verpackt, und noch nicht
ausgetragen, Liegt wohl versiegelt
jetzt dein Brief Im kleinen Städtchen
auf dem Wagen. Und mit ihm liegt noch
manch`

... weiterlesen


Erinnerung an den Süden

Noch im Herbst, wie wart
ihr schön, Blumen über den
Ruinen, Wenn in lichten
Ätherhöh`n Früh der erste Stern
erschienen! O wie gerne
stundenlang Weilt` ich bei den

... weiterlesen


Kürzeste Nacht

Noch sprüht des
längsten Tages warme Quelle Lebendig
fort, es wagen sich verstohlen Die
Träume nur und nur mit scheuen
Sohlen Die Stern` auf dieser Nacht
saphirne Schwelle.

... weiterlesen


O laßt uns noch den Glauben an die Herzen

Noch tagt es nicht, noch
strahlt das Licht Des schönsten
Traumes durch die Dämmerungen, Noch
hat vom blühenden Granatbaum nicht Die
Nachtigall ihr letztes Lied
gesungen, Noch ist

... weiterlesen


Ein Nachruf

Noch um seine Berge,
seine Freuden Schwärmte seine letzte
Lebensgluth, Und zu ihnen aus dem
Leiden     Hob noch im
Verscheiden Sich empor sein letzter
Lebensmuth.

... weiterlesen


Nordische Sommernacht

Nordische Sommernacht
leuchtet im Schnee, Leuchtet im
flutenden Hertasee. Rosige
Dämmerung, ruhiger Schein Tropft in
die Wellen wie funkelnder
Wein. Zwischen erglüh

... weiterlesen


Nun herbstlich von Stürmen es schäumt ...

Nun herbstlich von
Stürmen es schäumt, Und es braust an
den felsigen Küsten, Nun will ich, der
lange gesäumt     Und lange
geträumt, Zur Fahrt in die Berge mich
rüste

... weiterlesen


Pompejanische Heminiscenz

Nun ich wieder deine
Mauern, Sonniges Pompeji, seh`, Faßt
mich unermeßlich Trauern, Faßt mich
unaussprechlich Weh. Nicht weil
einstmals ein Zerstören Deine frohen

... weiterlesen


Nebeltag

Nun weicht er nicht mehr
von der Erde, Der graue Nebel,
unbewegt; Er deckt das Feld und deckt
die Herde, Den Wald und was im Wald
sich regt. Er fällt des Nachts in
schweren

... weiterlesen


Perikles

Nur Wen`ge waren noch am
Leben Von seinen Freunden, ihre
Schaar Hielt treu sein Krankenbett
umgeben; Und als er nah dem Sterben
war, Gedachten sie der
Schlachttrophäen, Der T

... weiterlesen


Hochsommer (II)

O Frühling, holder
fahrender Schüler, Wo zogst du hin?
Die Linden blühn, Die Nächte werden
stiller, schwüler, Und dichter
schwillt das dunkle Grün. Doch ach!
die schön

... weiterlesen


Hermelin

O Kind des Reichen, dem
die Locken Die Hand der Liebe schmückt
und pflegt, Vor deinem Fenster tanzt in
Flocken Der helle Schnee, vom Sturm
gefegt. Blick nicht so finster!
Al

... weiterlesen


Liebe, 19. O stumm ist die Ferne...

O stumm ist die Ferne, da
dringt Kein Gruß mehr ans sehnende
Herz, Und kein Gedanke bezwingt Den
tödlichen Schmerz. Kein
Händedrücken, kein Wort Scheucht vor
dem h

... weiterlesen


Lied auf dem Marsche

O tagesfrühe Wonne! Wie
wird dem Herzen leicht! Wir haben vor
der Sonne Den frischen Wald
erreicht. Marschieren wir am
Morgen, Dann schwinden alle
Sorgen, Und alles Du

... weiterlesen


Neue Liebe, 10. Fernsprache

O wie du mir fehlst, Wie
ich dich vermisse! Doch du hellst,
beseelst Mir auch Finsternisse. Wenn
du mir erscheinst, Wir im Traum uns
finden, Hör` ich`s, wie du

... weiterlesen


Letzter Gewinn

Ob wir im süßen
Müßiggange Die Tage verlebt, Ob wir
in hohem Drange Geschafft und
gestrebt, Ob wir verträumt die Zeit im
Lieben, Oder ob wir tüchtig
geschanzt, Ob

... weiterlesen


Oftmals kommt mir auf den Wegen ...

Oftmals kommt mir auf den
Wegen, Wo wir beide sonst
gewallt, Eine tiefverschleierte
Gestalt In der Dunkelheit
entgegen. Schatten! möcht` ich sie
wohl fragen, Bist aus Träume

... weiterlesen


In Palermos Dom

Orgelklang und Gesang
durchwogen Den Dom und seine
Säulenpracht, Die hohe Wölbung und
der Apsis Bogen; Vom Meer her rollt
gewitterschwer die Nacht. Durch bunte
Fenster, dä

... weiterlesen


Belagerung von Paris

Paris ist ruhig, nur
zuweilen flackert Ein Blitz auf aus dem
Häuserchaos, nur Ein Glockenschlag
ertönt, und draußen ackert Der
Pflüger die vom Krieg zerstampfte
Flur. Auf

... weiterlesen


Gang der Dinge

Reißt hie und da die
Lucken Ein Sturm vom Erdball auf, So
sieht man`s bang sich ducken, Und bei
der Blitze Zucken Ums Dasein das
Gerauf. Man sieht dann in die
Kammern

... weiterlesen


Seerose

Rote Rosen, stolz und
prächtig, Blühen in der Gärten
Rund, Eine weiße wiegt sich
nächtig, Wurzelnd in der Welle
Grund. Ihre zarten bleichen
Wangen Färbte nie der

... weiterlesen


Waldeinsamkeit - I.

Röthlich schimmern
durchs Tannengrün Ragende Stämme der
Föhren; Fern die Berge, die duftigen,
glühn, In den Lüften läßt sich
hören Eines Falken heller Schrei, Und
sum

... weiterlesen


Waldeinsamkeit

Rötlich schimmern durchs
Tannengrün Ragende Stämme der
Föhren; Fern die Berge, die duftigen,
glühn, In den Lüften läßt sich
hören Eines Falken heller Schrei, Und
summ

... weiterlesen


Unnütze Furcht

Schauderst du,
hinabzusteigen Von den bunten Tagen
fort In das niegelöste
Schweigen? Fürcht` es nicht, du bist
schon dort! Alles Große, das wir
ehren, Lebt in jener dunklen

... weiterlesen


Brienzer See

Schickt Italiens Sonne
Küsse, Schöner See, zu dir
herein? Trauben glühn, es reifen
Nüsse Auf dem schroffen
Felsgestein. Mildes Abendrot mit
Rosen Schmückt der Gle

... weiterlesen


Der Kranken Trost

Schlaflos seufzt im Bett
der Kranke, Träge rinnt der Stunden
Lauf, Immer düst`rer drängt
Gedanke An Gedanke sich ihm
auf. Doch die Morgennebel
steigen, Und die Däm

... weiterlesen


Alhambra

Schlangen brüten nun und
nisten, Wo beseelt von hohem Mut Rache
brütend allen Christen Einst des
Mauren Stirn geruht. Und wo lieblich
wie die Sonne Sang sein schwarz

... weiterlesen


Schneeflocke im Frühling

Schneeflocke, Verirrte
von Gletschersee`n, Du Gespiele des
Tanzes der Eisluftfee`n, Dich brachte
noch spät uns ein Winterorkan Im
Frühling zur Welt, und er trug dich
heran Mit dem

... weiterlesen


Weinlied

Schon grüßt ein
scharfer Hauch von Ost Die sternhell
frühen Nächte, Da rauscht und braust
der junge Most, Ein Herold neuer
Mächte! Ob Laub an Laub vom Baume
fällt,

... weiterlesen


Asträa

Schon hat zu schwer
verletzt, verkannt, Asträa sich von
uns gewandt, O möcht` es ihrem Flug
gefallen, Mit einem Lichtstrahl aus dem
Sternenheer     Uns leuchtend
noch vor

... weiterlesen


Die Phantasie vor Gericht

Schon lange war sie sehr
verdächtig, Gekleidet ging sie
wunderprächtig Und schweifte frei
durch Wald und Flur; Man kam ihr
endlich auf die Spur. Sie zogen aus mit
Spieß und Stange

... weiterlesen


Proserpina

Schon Lethe, dem
düsteren Ufer, nah Auf Plutos ehernem
Wagen, Noch immer vernahm
Proserpina Der Schwestern nachrufende
Klagen. Sie sah hinab zur dunklen
Fluth, Gelehn

... weiterlesen


Leuchtturm

Schwarz an die
Meerbucht Schleudert der
Südsturm Schäumende Brandung. Hoch
von der Berghöh`n Trotzigem
Felshaupt Flammt wie von
hundert Fackeln der Leuchtturm,

... weiterlesen


Liebe, 01. Schwebst du mit den Erosflügeln...

Schwebst du mit den
Erosflügeln, Erste Liebe, noch
einmal Von der Jugend Sonnenhügeln In
dies düstre Todestal? Erste Liebe,
du dem Leben Als der Engel zum
Geleit

... weiterlesen


Verfall

Schwer ist der Völker
Schlaf, wenn eingeschlafen Fern im
Gebirg der Adler ihrer Taten, Wenn ihre
Banner Fremde niedertraten, Wenn ihre
Schiffe ruhn im seichten Hafen. Auf
Tr

... weiterlesen


Der Reiter

Schön Sommerzeit war`s,
und wie ein See Der Himmel so blau und
so heiter, Da, vor der französischen
stolzen Armee Blies ein Trompeter, ein
Reiter. Er blies in die Welt den Krieg,
d

... weiterlesen


Liebe, 03. Schön, wie auf griechischen Inseln der

Schön, wie auf
griechischen Inseln der Tag, Wäre mit
dir mir das Leben, Doch nur dem Mut,
der das Kühnste vermag, Wird auch die
Blüte, die schönste,
gegeben. Mitten im S

... weiterlesen


Pfingsten

Schöne Zeit von
Himmelfahrt Bis zum nahen
Pfingsten, Wo der Geist sich
offenbart Groß auch im
Geringsten. Glockenklang erschallt
vom Dom, Und zur Lust des Maien

... weiterlesen


Die Zigeunerin

Sechzehn Jahr alt ist die
kleine Sittah, die Zigeunerin. Wild
wie sie tanzt keine, keine Schwingt wie
sie das Tamburin. Kauernd an der
alten Mauer Vor des Mohrenkönig

... weiterlesen


Vorfrühling

Seelenvoll neigt
dämmernd des Himmels Lichtblau Sich
zur Erdnacht nieder im
Blumenkelche, Laub an Laub,
schwerthauende Blätter, wie sie  
  Flüstern im Schlafe!

... weiterlesen


Vorfrühling

Seelenvoll neigt
dämmernd des Himmels Lichtblau Sich
zur Erdnacht nieder im
Blumenkelche; Laub an Laub,
schwertauende Blätter, wie
sie Flüstern im Schlafe! Will es
Frühli

... weiterlesen


Das Halali

Sein Jagdschloß war auf
viele Meilen weit Von Forst umgeben,
und er jagte da Vom ersten Frührot bis
zur Dunkelheit Auf alles, was er leben
sah. Er schoß den Hirsch, das Reh, den
R

... weiterlesen


Abendstern-Ghaselen - XI.

Selten sehn, o Glück, in
deinem Reich Selten zwei begünstigt
sich zugleich, Selten, daß gleich hoch
zwei Adler fliegen, Selten zeigt das
Schicksal sich so weich, Daß es hier
nich

... weiterlesen


Kleines Glück

Sie geht in aller
Frühe, Noch eh die Dämmrung
schwand, Den Weg zur Tagesmühe Im
ärmlichen Gewand. Die dunklen Nebel
feuchten Noch in der Straße
dicht, Sonst sähe

... weiterlesen


Kleines Glück

Sie geht in aller
Frühe, Noch eh die Dämm`rung
schwand, Den Weg zur Tagesmühe Im
ärmlichen Gewand; Die dunklen Nebel
feuchten Noch in der Straße
dicht, Sonst sähe

... weiterlesen


Der Kinder Kreuzfahrt

Sie gingen, Gottes Reich
zu erben, Die zarten Herzen riß der
Wahn In Elend hin und in
Verderben, Die Wallfahrt ging mit Kreuz
und Fahn`. Sie hofften, wie der Ernte
Halmen Der

... weiterlesen


Eudoxia

Sie saß, gestützt das
Haupt auf ihre Linke, Ins Zimmer brach
ein trüber Sonnenschein. Still traten
und erwartend ihre Winke Mit Brot und
Früchten ihre Diener ein. Doch ob
Granat`

... weiterlesen


Neue Liebe, 06. Sinkend schwebt der Mond...

Sinkend schwebt der Mond
in Schleiern Trüber Wolken durch die
Luft, Rosen und Jasminblüt`
feiern Seinen Glanz mit süßem
Duft. Unbegrenzte Wünsche
dehnen Meine Bru

... weiterlesen


Abendstern-Ghaselen - VI.

Sitzt ein Vöglein unter
meinem Dach, es singt, Wenn ich Morgens
noch so früh erwach`, es singt, Und am
Abend, wenn die Blumen alle Sich zum
Schlummer legten müd am Bach, es
singt,

... weiterlesen


Neue Liebe, 03. So fest von Gold umwunden...

So fest von Gold
umwunden, Wie dieser Edelstein, So
wollen wir verbunden Fürs ganze Leben
sein. Denn nicht für Glanz und
Schimmer Hast du mir ihn
geschenkt, D

... weiterlesen


So lang am Himmel tief verhüllt ...

So lang am Himmel tief
verhüllt Die Zeit des späten Herbstes
währte, So lang blieb auch mein Wunsch
erfüllt, Ich sah dich Süße,
Schmerzverklärte! Nun seit der
Frühlin

... weiterlesen


Urania

So sah ich die Hehre
scheiden, Daß sie mich verließ im
Glück, Und hinwegging zu den Leiden
- Und nur einmal sah zurück. Mit
halb abgewandtem Blicke Stund die
schö

... weiterlesen


Liebe, 06. So selig zu plaudern...

So selig zu plaudern,
daß Stunden Wie Träume vergehn, Wie
rasch dann die Zeit entschwunden, Am
Dunkeln der Kerze nur sehn, Das ist`s,
was so traulich uns macht Die
sausende,

... weiterlesen


Treuegelöbnis

So soll es sein: Ich
lebe dein, Dein Stab und deine
Stütze, Daß jederzeit In Sturm und
Streit Dich meine Treu`
beschütze. In Streit und
Schmerz Ein tr

... weiterlesen


Nächtliche Stille

So still ist jetzt die
weite Welt! Die Frucht, die reif vom
Baume fällt, Hat kaum die Ruhe zu
stören gewagt, Und heimlich erst noch
angefragt, Ganz still ist geworden, und
selber l

... weiterlesen


Liebe, 25. So trostlos muß ich von dir gehn...

So trostlos muß ich von
dir gehn? Du sagtest nicht »auf
Wiedersehn!« Ich fühle mich wie
schuldbewußt, Ich fühl` mich dir so
ferne; Die Nacht ist schwül, wie
meine Brus

... weiterlesen


Sommer! schwermüthiger Liebe Vertrauter! ...

Sommer! schwermüthiger
Liebe Vertrauter! Wo durch die Schatten
dein Sternlicht geblickt, Weht nun der
Morgen, ein thränenbethauter, Nacht
und Vergessen, das holde,
versinkt.

... weiterlesen


Lied im Süden

Sonnenuntergang! Lautlos
ruhen Säulengang Und verlassne
Marmorbäder, Wo den stillen Weg
entlang Noch antiker
Wagenräder Furchen trägt der
Lavastein. Rot im Abendsch

... weiterlesen


Anmerkungen - II.

Spalten sind im
Gletschereise, Schnee fällt über
Nacht, Und bedeckt sie leicht und leise
- Auf den Höhn nimm dich in
Acht! Ich hoffe, meine Hand ist rein
- Ich hab

... weiterlesen


Nach Mitternacht

Sprecht, ihr
mitternächt`gen Sterne, Neigt ihr euch
zum Untergang? Weht schon Morgenluft
von ferne? Sinkt der Mond am
Bergabhang? Laßt mich wachen, laßt
mich schauen,

... weiterlesen


Späte Liebe

Späte Liebe – glänzt
sie nicht, Wie in Mitternacht ein
Licht, Das auf weites
Schneegefild Einsam leuchtet, still und
mild? Man wähnt, man hofft, Klug zu
werden un

... weiterlesen


Einsamkeit

Stern und Sternbild
funkeln, Schwarze Wolken ziehn, Tief
vereinsamt dunkeln Mir die Stunden
hin. Fernher schallt ein
frohes Fremdes Glücklichsein; Mich
beseelt

... weiterlesen


Einsamkeit

Stern und Sternbild
funkeln, Schwarze Wolken ziehn, Tief
vereinsamt dunkeln Mir die Stunden
hin. Fernher schallt ein
frohes Fremdes Glücklichsein; Mich
beseelt

... weiterlesen


Herbsttag - II.

Still harren, ihres
Schmucks entkleidet, Die Buchenhöhn
der Abendruh`, Die Wiese liegt schon
abgeweidet, Den Weiher deckt der Nebel
zu. Vor Jahren unter diesen
Bäumen

... weiterlesen


Bergode

Stille Nacht herrscht
feierlich ernst ringsum noch, Nur der
Waldbach braust im Geklüft hin
schäumend, Nur der Frühwind weht und
verheißt des Morgens Grauende
Dämmrung. T

... weiterlesen


Freunde

Stoß an, die Freuden
hoch, die reinen, Die unverbittert sind
von Weh, Die lächelnd nur vor uns
erscheinen, Und licht sind wie der
Blüthenschnee! Man kann nur reine
Freuden

... weiterlesen


Bemooster

Studenten, wie wir damals
waren, Nicht einen Plaid, ein Ränzchen
um, So kamen wir vor vielen Jahren Zur
Musenstadt, noch ziemlich dumm. Es
war ein Tag im Herbst, wie heute,

... weiterlesen


Maja

Süße Täuschung, holder
Trug, Immer hast du mich
begleitet, Meinem Lebensweg
genug Freuden und Genuß
bereitet. Nicht der Andern plumpe
Kost Gabst du mir vom Glück der
Ding

... weiterlesen


Ixion

Tantalus büßt in
endloser Qual, Ewig bietet Prometheus
die Wunde Für des Geiers unersättlich
Mahl, Und die Felsen rüttelnd im
Feuerschlunde Stöhnt der Titanen
Geschlecht.

... weiterlesen


Torpedos

Taste der Torpedos
Ehre Ja nicht an, du
Menschenkind! Wisse, daß sie unterm
Meere Was zu Land die Minen
sind. Sind sie drum nicht
hochgeborner, Doch es gleicht sich
a

... weiterlesen


Frühlingsmorgen

Tief im Winter hör`
ich`s gerne, Eh` die Sonn`
hervorgewallt, Wie durchs Dunkel aus
der Ferne Eine Morgenglocke
schallt. Im August, wenn Donner
rollen, Freut mich`s w

... weiterlesen


Leichenfeier

Traurig mit gesenkten
Flügeln Schwebt der Legionen Aar Von
der Tiber dunklen Hügeln Um den
flammenden Altar. Auf dem Sarg mit
Lorbeerzweigen Liegt der Kaiser bleich
und stum

... weiterlesen


Bundeswort

Treu dem Geist, den wir
verehren, Wollen wir durchs Leben
gehn, Unsre Brust mit Stolz
bewehren Und Gemeinem
widerstehn. Vor der Dummheit
schnödem Eifer, Wie sie breit

... weiterlesen


Urbestimmungen

Tritt ein Volk ein in die
Geschichte, Weise mit Kronen schreiten
voran, Ihrer Führung erstem
Lichte Reihen Zug an Zug sich
an, Immer gedrängter wogt es, je
länger Helden er

... weiterlesen


Urbestimmungen

Tritt ein Volk ein in die
Geschichte, Weise mit Kronen schreiten
voran, Ihrer Führung erstem
Lichte Reihen Zug an Zug sich
an, Immer gedrängter wogt es, je
länger Helden er

... weiterlesen


Liebe, 14. Tritt her ans Licht der Sterne...

Tritt her ans Licht der
Sterne! In ihrem sanften
Licht Erblick` ich gar so gerne Dein
liebes Angesicht. Tritt her ans Licht
der Sterne! Mit ihrem sanften
Licht

... weiterlesen


Töchter des Gebirgs

Töchter des Gebirgs, die
braunen Indiermädchen nahn zum
Baden Sich des Stromes
Felsgestaden. Wie sie lauschen, wie sie
staunen Vor den schäumenden
Kaskaden! Ungewoh

... weiterlesen


Töchter des Gebirgs

Töchter des Gebirgs, die
braunen Indiermädchen nahn zum
Baden Sich des Stromes
Felsgestaden. Wie sie lauschen, wie sie
staunen Vor den schäumenden
Kaskaden! Ungewoh

... weiterlesen


Mond im See

Ueber Höhn, die dunkel
liegen Leuchtend in sein
Geisterreich, Kommt der Mond
heraufgestiegen, Einer Feuerlilie
gleich. Höher schwebend, immer
blasser Wird sein Licht

... weiterlesen


Adonisklage

Um den Adonis, um den
Attys Weinen die Jungfrauen und
Frauen     Auf den
Auen, Alle wollen ihn noch einmal
schauen, Eh` sie ihn zu Grab
bestatten,     Ihre

... weiterlesen


Akelei

Um der Frühlingszeit
Verscheiden, Unter Blumen
mancherlei, Auf den Weiden Blühst du
schön und frank und
frei, Akelei! Sommerschwül ist`s,
und im Walde Hört

... weiterlesen


Frühlingsbild

Um die Maiensonne
stets Dunkelt noch ein
Wolkensaum, Ueber die Narcisse
weht`s Schneeig her vom
Apfelbaum. Wie so bleich das
Sonnenlicht, Und wie kühl ist noch die
Lu

... weiterlesen


Frühlingsbild

Um die Maiensonne
stets Dunkelt noch ein
Wolkensaum, Über die Narzisse
weht`s Schneeig her vom
Apfelbaum. Wie so bleich das
Sonnenlicht, Und wie kühl ist noch die
Lu

... weiterlesen


Das rothe Kreuz im weißen Felde

Und immer weht sie hoch
und weht Die roth und weiße
Fahne, Ein Sternbild, das nicht
untergeht Im wüthendsten
Orkane. Das milde Wort der
Menschlichkeit Strahlt über

... weiterlesen


Mahomed

Unter der Platane, Um
den Brunnen ruht Meine Karawane Mit
Chadidscha`s Gut. Die zum Schlafen
taugen, Ruhn vom Zelt bedacht, Aber
meine Augen Öffnete die

... weiterlesen


Attilas Schwert

Unterm Eichbaum auf der
Heide Liegt ein Riesenschwert
uralt; Oft in seiner dunklen
Scheide Zuckt es durch den
Felsenspalt. Heimlich warten Gnom und
Elfe Wachsam bei de

... weiterlesen


Phrygiergesang

Urgöttin des Alls, o
vernimm in den Höh`n Korybantengesang
zu der Zimbeln Getön, In der waldigen
Nacht zu der Ströme Gebraus! O wie
sehnt uns nach dir in die Stürme
hinaus, Durc

... weiterlesen


Dank im Glücke

Vergiß es, daß du einst
im Schoß Der Armut bist gelegen, Und
daß des Jammers Träne floß In deinen
Morgensegen! Vergiß es, da du
glücklich bist, Wie Träume man am Tag

... weiterlesen


Stern und Irrlicht

Vergnüglich flog ein
Irrlicht durch die Moore, Da rief aus
Wolkenhöh`n herab ein Stern: Wer bist
du? Welcher Raum hat dich
verloren? Komm doch zu mir herauf, ich
seh` dich gern!

... weiterlesen


Jugurtha

Vergnügt durchfuhr den
Tiberstrom, Indem er allen Göttern
dankte, Jugurtha, wieder frei von
Rom, Durch das er jüngst in Ketten
wankte. Er blickt nun mehrmals ohne
Wort

... weiterlesen


Die Ausgesöhnten

Verhallend bebten in sich
zusammen Die letzten Harfenklänge
durchs Haus, Da schritten zwei Liebende
beim Flammen Erlöschender Lichter ins
Dunkel hinaus. Sie schritten
hinau

... weiterlesen


Winter im Gebirg

Verklungen sind die
holden Schwüre, Die hier gar oft der
Mond belauscht, Statt Flüstern vor der
Kammerthüre, Ist`s nur der Brunnen,
der da rauscht. Wo keine Schöne kalt
geblieben

... weiterlesen


Winter im Gebirg

Verklungen sind die
holden Schwüre, Die hier gar oft der
Mond belauscht. Statt Flüstern vor der
Kammertüre, Ist`s nur der Brunnen, der
da rauscht. Wo keine Schöne kalt
geblieben,

... weiterlesen


Spartacus

Versammelt hielt sein
Sklavenheer Der Thracier Spartacus am
Meer, Und auf zum rauchenden
Vesuv Erklang der wilde
Freiheitsruf: Von nun an Männer, nicht
mehr Sklaven Erheben w

... weiterlesen


Der Moment

Versprühn in
Freudefunken muß Ein langes
Gramgeschick, Zu Grunde gehn im
Vollgenuß Von einem Augenblick. Es
prägt kein Leben seine Spur Der Welt
auf ewig ein,

... weiterlesen


Neue Liebe, 07. Verstummt sind nun die Wogen...

Verstummt sind nun die
Wogen, Die lärmend uns getrennt, Die
Wolken sind verzogen, Rein strahlt das
Firmament, Und wie in jenen
Räumen Wird`s hier im Busen
still, Ich

... weiterlesen


Antwort

Vertraue! Zürne nicht
mit mir! Wie könnt` ich dich
verraten! Was deine Blicke
baten, Erfüll` ich dir. Die
Sehnsucht wogt und stürmt in mir. Ich
hab` im Traum geseh

... weiterlesen


Beschränkung

Verödet
stehen Prachtbauten, aufgeführt Von
stolzer Prahlsucht, sobald das
Wehen Eines neuen Geistes die Welt
berührt; Es schauen dann wie stille
Klage Aus Saal und glänze

... weiterlesen


Liebe, 05. Voll von Gold und edlen Stoffen

Voll von Gold und edlen
Stoffen, Von Juwelen wunderbar Liegt
die weite Welt mir offen, Als ein
prächtiger Bazar. Könnt` ich, was
ich wollte, wählen, Wählt` ich
woh

... weiterlesen


Frühlingsankunft

Vom Berg herunter saust
der Föhn, Die kalten Lüfte
weichen, Er donnert durch die
Alpenhöh`n Und macht die Nächte
wieder schön Und rüttelt aus dem
Schlaf die Eichen.

... weiterlesen


Philomache

Vom Gipfel des Berges
Sunium Zeigt sich den Schiffern und
Wandrern Ein Tempel Minervas, ein
Heiligthum, Berühmt vor allen
andern. Wer hier vorbeifährt oder
wallt Nac

... weiterlesen


Neapel

Vom Golf Neapels bis zur
Nordsee klaffen Die Länder auf in Haß
– hie Ghibellinen, Hie Welfen, hie
Verwüstung und Ruinen! Hie Flammen,
Sturmlauf, Rosse, Banner,
Waffen! C

... weiterlesen


Abendstern-Ghaselen - IV.

Vom Himmel fallen die
Gedanken nicht, Sie duften aus der
Blume Ranken nicht, Sie quellen auch
nicht aus dem Purpurwein Und aus den
Zeiten, die versanken, nicht; Man
schöpft sie aus

... weiterlesen


Vermächtniß

Vom letzten Funken Seele
vor dem Sterben Setz ich den
Telegraphen ein als Erben; Und diesen
Funken Seele, dieses Wort, Er leit es
rasch zu dir, Geliebte, fort. Dich
l

... weiterlesen


Spätherbst

Vom Winter ist der
Vortrab schon Im Sturmschritt
angekommen, Der Schnee, sein Marschall,
hat den Thron Der Felsen
eingenommen. Der Nebel ist ins Feld
gerückt Und lage

... weiterlesen


Abendstern-Ghaselen - I.

Von dem Flammenmeer
umgeben, Das die Abendgluthen
weben, Stern der Liebe, scheinst du
doch! Wie so mild und sanft
daneben Und wie siegreich scheinst du
doch! Wolken seh` ich s

... weiterlesen


Ablösung

Von der Metzer Kathedrale
hallte Viermal aus die Thurmuhr.
`Abgelöst!` Abgelöst die Schuld, die
alte - Mächtig Reichsschwert,
deutsches, wieder walte Achtung, wie du
einst sie ein

... weiterlesen


Kränze

Von Kränzen, die
gewunden In unser Dasein sind, Sind
die einen aus Rosen gebunden, Die
andern aus Dorngewind. Auf stolzen
Locken blühen Die Rosen voll goldenen
Thau`

... weiterlesen


Neue Liebe, 04. Von Sehnsucht und von Mitgefühl..

Von Sehnsucht und von
Mitgefühl erfüllt, Wird niemals dich
mein Geist verlassen, Er würde dich
auch nacht- und sturmumhüllt Mit
liebender Gewalt umfassen. Und wärst
du noch so f

... weiterlesen


Die Seestädte

Vor allen Städten seid
ihr Meeresbräute Die herrlichsten; der
Tiefe Schätze quellen Zu euch empor,
des Glückes Segel schwellen An euren
Strand der fernsten Länder
Beute.

... weiterlesen


Mittagszauber

Vor Wonne zitternd hat
die Mittagsschwüle Auf Tal und Höh`
in Stille sich gebreitet; Man hört
nur, wie der Specht im Tannicht
scheitet, Und wie durchs Tobel rauscht
die Sägemühle.

... weiterlesen


Dunkle Fragen

Vorüber war schon
längst die Stunde, Wo sich der Müde
schlafen legt, Da, fern von jeder
frohen Stunde, Da zechten wir noch
tiefbewegt. Schon wob sich um die
Lichtergarben

... weiterlesen


Walpurgisnacht

Walpurgisnacht
vorbei! Es stürmt und
wetterleuchtet, Den Einzug hält der
Mai, Von Dämmergrau`n
umfeuchtet. An Felsen
Flutgeroll, Verglimmend
Sterngefunkel, I

... weiterlesen


Walpurgisnacht

Walpurgisnacht
vorbei! Es stürmt und
wetterleuchtet, Den Einzug hält der
Mai, Von Dämmergrau`n
umfeuchtet. An Felsen
Fluthgeroll, Verglimmend
Sterngefunkel,

... weiterlesen


Die Schwalbe

Warum, geliebte Schwalbe
du, Warum fliegst du dem schwarzen
Süden, Warum dem Ungewitter zu? Der
Sturm wird deinen Flug ermüden, Der
Blitz wirft dich zur Erde todt, Die
Welle

... weiterlesen


Was dir gefällt ist schön...

Was dir gefällt ist
schön, da du Die Schönste bist, ich
fänd die Lüge Noch reizend, gern
gesteh` ichs zu - Entlehnte sie von dir
die Züge. Hätt` Undank mich von dir
be

... weiterlesen


Prospero

Was edel, groß und hold
erscheint, Kann nicht zum Sieg
gelangen; Umsonst, gefall`ner Engel,
weint Dein Blick voll
Lichtverlangen! Kein Ariel lenkt
unsre Welt, Umjubel

... weiterlesen


Herbst

Was hab` ich nicht alles
dem Himmel verziehn, Nur weil er auf
Hügeln die Rebe läßt blühn! Ich
liebe den Herbst und im ersten
Schnee Die Tannen im Nebel, im Berge
den See.

... weiterlesen


Initiale

Was mir gegeben, Die
Welt und das Leben, Segen wie
Fluch, Was ich gefunden, In Schrift
und in Buch, Was ich empfunden, Was
mir gelang, That wie Versuch: W

... weiterlesen


Napoleons I. Beisekung

Was sichert ihm wohl
tiefern Frieden: Sankt Helenens
Zypressenlaub? Im stolzen Dom der
Invaliden Der Marmor über seinem
Staub? Ob wohl beim Gruße des
Geschützes Der Weltsta

... weiterlesen


Abendstern-Ghaselen - VIII.

Was Unglück scheint, ist
oft ein Heil. Du glaubst zu hassen -
und du liebst. Du glaubst dich frei -
im Gegentheil, Du bist gebannt! Auf
andre schiebst Du gern die Schuld zum
größt

... weiterlesen


Chor der Achselträger

Was wir schmähten, laßt
uns loben, Was wir lobten, sei
geschmäht, Weil vielleicht der Wind
von oben Anders heut als gestern
weht. Leise, Freunde, leise
treten Ziemt dem Ach

... weiterlesen


Aristodemos

Wehvoll sind alle
Mythen, Sie bilden einen
Baum Berauschend schöner Blüthen Mit
dunklem Purpursaum, Sie sind, wie
Träume, gaukelnd Und furchtbar wie die
Nacht, Und w

... weiterlesen


Weil du mir zu früh entschwunden ...

Weil du mir zu früh
entschwunden, Blieb ein unerfülltes
Glück Ungenoss`ner schöner
Stunden Ruhelos in mir
zurück. Ungeküßte Küsse leben In
getrennten Herzen fo

... weiterlesen


Capriwein

Wein von Capri, du
Feuerblut, Küssen möcht` ich deine
Trauben, Von der Geliebten Lippe dich
rauben, Küssend dich rauben, du süße
Gluth! Freudige Sonne, bachantische
Lust

... weiterlesen


Philisterium

Weisheit aus den Büchern
lesen Kann man auch nicht
immerfort, Was darin steht, ist
gewesen, Nur lebendig wirkt das
Wort. Lass` uns drum nicht länger
harren, Geh` und bring`

... weiterlesen


Norne

Weiß es wer,
Geheimnißvolle, Was du Tiefes schaffst
und webst? Was du gräbst in erzne
Rolle, Und nach welchem Ziel du
strebst? Alles Große wird auf
Erden Nur durch deinen

... weiterlesen


Stiller Schmerz

Wem nach langer
Kerkernacht, Wem nach heißen
Fieberwochen Wieder neu das Leben
lacht, Frühlingsfrisch die Pulse
pochen, Selig wie das Sonnenlicht Ist
sein Herz und weiß es

... weiterlesen


Arm und elend

Wen trägt man dort so
blutig heraus? Er fiel vom Gerüst am
Herrenhaus. Man legt den Sterbenden
auf sein Stroh, `Wo ist mein Weib,
meine Kinder, wo?` Dein Weib ging

... weiterlesen


Arm und elend

Wen trägt man dort so
blutig heraus? Er fiel vom Gerüst am
Herrenhaus. Man legt den Sterbenden
auf sein Stroh: »Wo ist mein Weib,
meine Kinder, wo?« Dein Weib
gin

... weiterlesen


Einmütig

Wenn auch nur Einer
lebt, Der nicht sich beugt, Mit uns
für Wahrheit zeugt, Wie das
erhebt! Wenn nur ein einz`ger
Mann Noch mit uns klagt, Mit uns des
Schweige

... weiterlesen


Im Gegensatz

Wenn blutend du dich
selbst bezwungen, Und mit dem Besten
deiner Kraft Den Sieg hast über dich
errungen, Und über Qual und
Leidenschaft, Dann wirst du wohl auch
das ertragen,

... weiterlesen


Im Gegensatz

Wenn blutend du dich
selbst bezwungen Und mit dem Besten
deiner Kraft Den Sieg hast über dich
errungen Und über Qual und
Leidenschaft, Dann wirst du wohl auch
das ertragen,

... weiterlesen


Wenn das Laub im Sturme nieder ...

Wenn das Laub im Sturme
nieder Von der Mauer Ranken
weht, Sieht man mit dem Stein auch
wieder, Was auf ihm geschrieben
steht; Und was mir ins Herz
geschrieben, Immer wird mir`

... weiterlesen


Frühlingsanfang

Wenn die Tage länger
werden, Wächst das Herz auch in der
Brust; Leichter wird es dann auf
Erden, Alles atmet Lust. Alles atmet
Lust und Sehnen, Heimlich nur im
junge

... weiterlesen


Lied (II)

Wenn etwas in dir leise
spricht, Daß dir mein Herz
ergeben, So zweifle, Holde, nicht, Du
leuchtest in mein Leben! Doch nie
wirst du von mir begehrt; Wo schön`re
Ster

... weiterlesen


Februartag

Wenn mit den ersten
Strahlen siegreich ein Der Tag nun
wieder rückt ins Reich der Erde, So
sieht er trauernd sich noch ganz
allein, Und zögert, ob er weiter
dringen werde.

... weiterlesen


Liebe, 16. Wenn um die Burgruine...

Wenn um die
Burgruine Der Drossel Schlag
verstummt Und nur noch eine Biene Um
ihre Blumen summt, – Wie streif`
ich dann so gerne Durch Dickicht und
Gestein, N

... weiterlesen


Friedensbild

Wenn über Eichen Sturm
und Donner schnauben, Singt unter
Blumen ungestört die Grille; Im
Bergtal lebt und webt noch die
Idylle, Wenn rings die Länder Krieg
und Pest durchrauben.

... weiterlesen


Die weiße Weihnachtsrose

Wenn über Wege tief
beschneit Der Schlitten lustig
rennt, Im Spätjahr in der
Dämmerzeit, Die Wochen im
Advent, Wenn aus dem Schnee das junge
Reh Sich Kräuter sucht und Moo

... weiterlesen


Anmerkungen - I.

Wenn zu denken wir
beginnen, Scheint die Welt uns
räthselhaft, Wenn wir aber tiefer
sinnen, Ahnen wir was von der
Kraft, Die unendlich wirkt und
schafft. Bitter ist e

... weiterlesen


An die Sterne

Wer es nicht
wüßt`, Ihr Sterne dort, Daß ihr
auch müßt Vom Dasein fort! Ihr
wandelt hinab Aus Fülle des
Lichts Ins große Grab, Ins ewige
Nichts. Mi

... weiterlesen


Andenken

Wer gekränkt ist, liebt
zu hassen, Und ins Unglück ist
verliebt, Wer, vom holden Glück
verlassen, Seiner Trauer sich
ergibt. Du liebst in dem
Heiligthume Deiner Tre

... weiterlesen


Andenken

Wer gekränkt ist, liebt
zu hassen, Und ins Unglück ist
verliebt, Wer, vom holden Glück
verlassen, Seiner Trauer sich
ergibt. Du liebst in dem
Heiligtume Deiner Treu

... weiterlesen


Tilly

Wer ist Der dort vor dem
Lager, Jenes steinerne Gesicht, Jener
Reiter, hoch und hager? – Was? Du
kennst den Tilly nicht? Auf dem Hut
die rote Feder Gibt ihm rechten

... weiterlesen


Die Natur

Wer kennt denn wirklich
die Natur? Wer Berge sah und blaue
Seen? - Wen sie entzückt, der hat doch
nur Ihr Kleid und nicht sie selbst
gesehen, Der kennt sie, wie das Kind
sie kennt,

... weiterlesen


Gegenmächte

Wer kühn empor des
Lebens Höhen schreitet, Auf Jeden
lauert endlich ein Bezwinger; Der
klarste Geist, der Wahrheit treuster
Jünger Dringt vorwärts, rastlos, bis
er wankt und gleitet.

... weiterlesen


An meine pompejanische Lampe

Werd` ich von dir mich
müssen scheiden, Trauliche Leuchte,
holdes Licht? Wie mild dein Glanz in
meine Leiden Versöhnung bringt und
ruhig spricht: Verzage nicht! Ich

... weiterlesen


Scenenwechsel

Wie blickt die Sonne so
sanft herab, Die Kinder spielen im
Grünen, Und draußen sinken ins
blut`ge Grab Die Männer der That, die
kühnen;     So wechseln
ab Der We

... weiterlesen


Liebe, 18. Wie blinkte durch die Nacht...

Wie blinkte durch die
Nacht Um deinen Hals gewunden Der
goldnen Kette Pracht! Wie flogen uns
die Stunden! Durch heller Bäume
Glanz Erklang Musik herüber Und
g

... weiterlesen


Frühlings Abschied

Wie blitzen im Tau die
Blumen, Wie hell die Sonne scheint! Es
haben Nachts die Sterne So goldene
Tränen geweint. Was mochte sie
betrüben So tief und insgeheim?

... weiterlesen


Frühlings Abschied

Wie blitzen im Thau die
Blumen, Wie hell die Sonne scheint! Es
haben Nachts die Sterne So goldene
Thränen geweint! Was mochte sie
betrüben, So tief und
insgeheim,

... weiterlesen


Wie das Leuchten im Juwele...

Wie das Leuchten im
Juwele Nicht vom Tag sein Licht
erhält, Aehnlich strahlt die schöne
Seele Nur aus ihrer eignen
Welt. Räthsel bleibt des Steines
Funkeln, Doch wa

... weiterlesen


Libelle

Wie die reizende
Libelle Ueber Wiese schwebt und
Welle, Schwebt dein Wesen stets um
mich. Hör` ich wo Musik
ertönen, Immer denk ich gleich an
dich, Wie denn auch am tiefsten

... weiterlesen


Novemberabend

Wie dort die kahlen
Bäume Von Schneegewand umhüllt, So
seh ich meine Träume, Die schönsten
unerfüllt. Die Wipfel hin und
wieder, Läßt doch der Sturm nicht
ruhn,

... weiterlesen


Wie durch die Felder Windeswehen ...

Wie durch die Felder
Windeswehen Die herbstlich rothen
Blätter treibt! Daraus, o Herz, kannst
du`s ersehen, Wie lang dir treu die
Liebe bleibt. Ach wie die Tage sich
verdüstern,

... weiterlesen


Zwielicht

Wie düster, wie in
Sterbgewanden, Im Dämmergrau die Berge
stehn! So dunkel sind und
unverstanden, Die tiefer als die Andern
sehn. Die Menge fährt nur
hocherschrocken Aus ih

... weiterlesen


Abendglühen im Winter - II.

Wie Erinnerung An
verblich`ne holde Träume Glüht noch
goldne Dämmerung Durch entlaubte
Bäume; Und ihr Widerschein Webt, von
Frost umschauert, Dort noch Flammen
ein,

... weiterlesen


Abendlied

Wie fern vom Land Ein
Segel schwand Im Abendschein, So gehst
auch du Bald ein zur Ruh`, Zur
Heimat ein! Wie fern im Wald Ein Lied
verhallt, So wir

... weiterlesen


Frühlingsgestirn

Wie flammst du heut so
mächtig wieder, Als zöge dich zur
Erde nieder Die Sehnsucht einer ew`gen
Macht. So herrlich sehn wir dich
entbrennen, Daß wir dich Stern der
Liebe nennen,

... weiterlesen


Später Chau

Wie funkelt noch dein
Glanz so schön, Du später Thau, du
Morgenkind, Da schon von Wiesen und von
Höhn Zerflossen all die Perlen
sind. Noch an des Waldes kühlem
Saum

... weiterlesen


Träumereien

Wie gerne schau ich
manche Stunde Zum Flug der grauen
Wolken hin, Die dort aus einem
Rauchfangrunde Ins Reich empor der
Lüfte ziehn. Gar mächtig ragen zwei
Kamine Wi

... weiterlesen


Der Tod des Kolumbus

Wie lieblich schien die
Sonne! Wie still ihr Berge war`t! Es
war ein Tag der Wonne, Der Tag der
Himmelfahrt. Da nahm vom
Sterbebette Kolumbus` Geist den
Flug Und ließ

... weiterlesen


Errungenschaft

Wie manchem Unstern hab`
ich Trotz geboten, Wie viel ging Rauhes
über mich dahin? Viel
Hoffnungsreich`re sanken zu den
Todten, Und ich, der für verloren
galt, ich bin. Zerb

... weiterlesen


Campagna Roms

Wie mild erleuchtend
längs der Ruinen dort Des Herbstes
frühaufstrahlender Mond erglänzt, In
goldnen Schlummerwellen
hinströmt Über den Hügeln der Öde
Roma`s, Der Bäd

... weiterlesen


Galileo Galilei

Wie mochte nur ein Geist
voll Kraft Mit feiger Bosheit
unterhandeln? Stets wird sie, was er
Gutes schafft, In Waffen gegen ihn
verwandeln. Er hofft mit Wahrheit und
Vernunft

... weiterlesen


Feuerwehrlied

Wie vom rüstigen
Schmied Durch die Essen es hallt, Also
töne dies Lied Mit besondrer
Gewalt! Wenn die Sturmglock`
dröhnt, Lebt die Zuversicht, Wo der
Hülfru

... weiterlesen


Sonnuntergang am See

Wie vor Jahren blick` ich
wieder Auf die braunen Wogen
nieder, Wie sie brandend mich
umsprühn. Immer seid ihr noch die
Gleichen, An die Wolken wollt ihr
reichen, Felsen stür

... weiterlesen


Sonnenuntergang am See

Wie vor Jahren blick` ich
wieder Auf die braunen Wogen
nieder, Wie sie brandend mich
umsprühn. Immer seid ihr noch die
gleichen, An die Wolken wollt ihr
reichen, Felsen stür

... weiterlesen


Ein Alter

Wie weit ich denk`
zurück in Jahre, An diesem
stillumhegten Haus Ging stets ein Mann
im Silberhaare, Ging stets ein Alter
ein und aus. Ich sah ihn seine Bäume
pflegen,

... weiterlesen


Haideritt

Wie wüthend jagt im
Wolkenflug Durchs Haideland der
Sturm, Geängstigt flieht der Dohlen
Zug Zum blitzerhellten Thurm. Es
flammt der Wald in grellem Schein, Der
Fels,

... weiterlesen


Die Dogengräber

Wie zum
Meeresschoß    
Wolkenlos Lächelt um der Kirche
Stufen     Hellster
Sonnenschein,      
  Fernherein Schallt der
Gondeliere R

... weiterlesen


Wieder schritt ich zu der Stätte ...

Wieder schritt ich zu der
Stätte Alter Liebe heut zurück, Ach,
als ob das Haus noch hätte, Was es
einst umschloß - mein Glück. Keine
spur blieb jener Tage - Und w

... weiterlesen


Lachenden Mutes

Wieder schritt ich zu der
Stätte Alter Liebe heut zurück, Ach,
als ob das Haus noch hätte, Was es
einst umschloß – mein
Glück. Keine Spur blieb jener Tage
– U

... weiterlesen


Heimatpfade

Wild umher, gleich im
Dickicht zerstreuten Waldblumen, sind
die Gaben Den Menschen versteckt. Es
deuten, Welchen Pfad wir zu wandeln
haben, Wo der Himmel ein Glück uns
erkor,

... weiterlesen


Weinlese (II)

Winzer, schwerbeladne,
schütten Ihre Trauben aus den
Bütten, Und wir stampfen tüchtig
ein; Auch ein Bienchen,
mitgefangen, Das am süßen Saft
gehangen, Wird mit eingestamp

... weiterlesen


Weinlese

Winzer, schwerbeladne,
schütten Ihre Trauben aus den
Bütten, Und wir stampfen tüchtig
ein; Auch ein Bienchen,
mitgefangen, Das am süßen Saft
gehangen, Wird mit eingestamp

... weiterlesen


Auf dem Vesuv

Wir hatten uns am
Kraterrand Die Fackeln angezündet Und
schwangen nun in unsrer Hand Die Glut
vom Feuerherde, Der aus dem Grund der
Erde In Flammen sich
entschlündet.

... weiterlesen


Die Schiffersfrau

Wir sahn dem Schiff am
Ufer nach, Bis Wind die Segel
fingen, Bis über die See das Dunkel
brach Und die Augen übergingen, Dann
kehrten wir heim, allein und
zerstreut, Wir Fra

... weiterlesen


Ausgleich

Wir tun so manches Böse
nicht, Das wir doch heimlich bei uns
nähren, Nur weil es uns an Mut
gebricht, Wenngleich dazu wir fähig
wären. Manch schwer Gewitter rückt
heran

... weiterlesen


Erwartung des Weltgerichtes

Wo bleiben nur die
Schnitter, wer keltert all den
Wein? Die Ähren auf den Feldern
verglühn im Sonnenschein, Die Trauben
in den Gärten, die Birnen in dem
Laub, Man pflückt sie nicht,
sie

... weiterlesen


Beatrice Cenci

Wo bleich das schöne
Haupt vom Hiebe Des Henkers lag im
Blut, da schwang Sich eine Taube hin,
die Liebe, Die nach der Opferstätte
drang, Sie tauchte sanft ins Blut die
Schwinge,

... weiterlesen


Liebe, 26. Wo deine Stimme klang...

Wo deine Stimme
klang, Wo dein Gesang Die Nächte mir
versüßte, Da hallt nun bang Mein
Seufzen in die Wüste. Es wächst an
jedem Ort Das Unkraut fort,

... weiterlesen


Die Propheten

Wo Geschicke
niedertreten, Gönnen Stimme dem
Propheten Strahlen ew`gen
Gnadenborns In den Pausen ihres
Zorns. In dem bangen
Zwischenraume, Zwischen Blitz und
Donnerschlag,

... weiterlesen


Unverloren

Wohl schmückt die
reichste Farbenpracht, Nachtfalter,
deine bunten Schwingen, Doch kannst du
vor der blinden Nacht Den Ruhm der
Schönheit nicht erringen, Und wird es
Tag, dann müd

... weiterlesen


Fabeln - II.

Wohlwollen. Ich war
ein Wurm und ward in Staub
getreten, Mein ganzes ganz geheimes
Leben lang, Ich hab um Regen oft die
Luft gebeten, Ich wurde nicht gehört -
die Grille san

... weiterlesen


Sommerbild

Wolkenloses Himmelblau!
- Leuchtend blühen Wald und Au; Nur
die Menschen, die da wallen, Blicken
finster und bedrückt, Denn der Krieg
ob ihnen Allen Hat die Geißel schon
ge

... weiterlesen


Liebe, 21. Wütend jagen Sturm und Schlossen...

Wütend jagen Sturm und
Schlossen Durch der Berge
Tannennacht, Mühsam mit den müden
Rossen Zieht durchs Tal ein Wagen
sacht. Mit den Nebelwolken
ringend Taucht der b

... weiterlesen


Mond im See

Über Höhn, die dunkel
liegen, Leuchtend in sein
Geisterreich Kommt der Mond
heraufgestiegen, Einer Feuerlilie
gleich. Höher schwebend, immer
blasser Wird sein Licht

... weiterlesen


Liebe, 22. Zerrisse je das Liebesband...

Zerrisse je das
Liebesband, Das unsre Herzen hält
verbunden, Dann bleib` kein welkes
Treuepfand Als Trauerrest der schönen
Stunden; Kein Katafalk, auf dem noch
lang

... weiterlesen


Im Schloßgarten

Zierlich aus dem
Brunnenbecken Nippt die Taube perlend
Licht, Das umgrünt von dunklen
Hecken Quillt aus einem
Steingesicht, Und des Vogels
Glanzgefieder Spielt der Welle
Farb

... weiterlesen


Im Schloßgarten

Zierlich aus dem
Brunnenbecken Nippt die Taube perlend
Licht, Das umgrünt von dunklen
Hecken Quillt aus einem
Steingesicht, Und des Vogels
Glanzgefieder Spielt der Welle
Farb

... weiterlesen


In düstrer Zeit

Zu Boden sinkt von meinen
Tagen Die Lust an allem, Blatt um
Blatt. Ich fühl`s mit Schmerz und mag
nicht klagen, Längst bin ich auch der
Klage satt. Verhüllt nur rollt ein

... weiterlesen


Der Taugenichts

Zu einem Bilde von
Vautier. `Hier, Herr Doctor (denn der
Schmied Ist auch Doctor auf dem
Lande) Hier seht ihr das faule
Glied Und das Haupt der ganzen
Bande. Gilt es e

... weiterlesen


Sympathien

Zu Freunden hat der
Dichter Die Unglücklichen nur, Die
Andern sind die Richter Mit Winkelmaß
und Schnur. Such keinen Freund, sonst
keinen, Als nur den armen Mann,

... weiterlesen


An Frau Helena Pettenkofer

Zu ihrem
Geburtsfeste Wenn noch ein Zweig in
meinem Leben Noch auf ein Blühen
hoffen läßt, So soll er seine Zierde
geben, Sie zu verweben Zu dieses Tages
Fest.

... weiterlesen


Geistersehen

Zu lautes Klagen um die
Toten Verstöre, sagt man, ihre
Ruh. Sie schweben dann wie
Friedensboten Dem Lager der Verlassnen
zu; Und unsrer Tränen
überdrüssig Erschein

... weiterlesen


Shakespeare

Zu seiner
dreihundertjährigen
Geburtsfeier 1. Zwei Felsen stehn
und werden stehn und ragen, Der Zeit
zum Trotz, und neben der
Geschlechter Und ihres Wegs Umwandlung

... weiterlesen


Zur Rückertfeier

Zu »Schwert und Leier«
in dem Sturme, In dem sich Deutschland
aufgerafft, Klang wie des Wächters Ruf
vom Turme Ein Taglied, kühn und
reckenhaft. Das war ein Rütteln an der
Kette

... weiterlesen


Prolog

zum Conzerte für ein
projektirtes Schwind-Denkmal. Dich,
himmlische Tonkunst, laden wir
ein     Von Höhn des
Gesanges, Geleite den Reigen
melodischen Ganges Und f

... weiterlesen


Winterbild

Zum forste geht des Raben
Flug, Ein Fuchs, der auf den Raub sich
wagte, Der kühn sich durch die Hunde
schlug, Erfroren lag er, als es
tagte. Er hatte schon den Wald
erblickt

... weiterlesen


Winterbild

Zum Forste geht des Raben
Flug. Ein Fuchs, der auf den Raub sich
wagte, Der kühn sich durch die Hunde
schlug, Erfroren lag er, als es
tagte. Er hatte schon den Wald
erblick

... weiterlesen


Mumie

Zum Leichnam sprach der
Priester: Schlafend Leben! Wir hüllen
dich in Bissus ein und Düfte, Und mit
dir wird hinunter in die Grüfte Die
Larve und das Saatenkorn
gegeben. Z

... weiterlesen


Neue Liebe, 01. Zum zweitenmal...

Zum zweitenmal Steigt
dieses Jahr der Frühling nieder Ins
Erdental. Die Rosen blühn, die Vögel
singen Lieder, Und ich, ach – liebe
wieder, Mit gleicher Lust und gleicher

... weiterlesen


Fest-Prolog

zur Albrecht
Dürer-Feier. Im Donner eines
Niagarafalles Ertönt der Menschenruf
wie Geisterlaut, Und in
ereignißreicher Zeit ist
Alles Bedeutungsvoll - da - gleichsam
einge

... weiterlesen


Dem Andenken Platens

Zur Feier der Enthüllung
seines Standbildes Wär`s nicht
genug, im Herzen
fortzudauern? Bedürft` er einer andern
Huldigung, Der Genius, als daß die
Besten trauern, Wenn se

... weiterlesen


Der ewige Spieler

Zwei Türme noch, Wall
und Graben, So ragt eine Burg im
Forst, Auf ihrer Zinne haben Die
Falken einen Horst, Und unten auf
düstern Schwellen Der ewige Spieler
haust,

... weiterlesen


Judas

`Göttlich bist du,
göttlich schön im Tod,` Sprach Judas
Ischarioth, Als er über
Golgatha Seinen Herrn am Kreuze
sah. `Mich,` so rief er aus, `mich
geißelt wund Ac

... weiterlesen


Ganymed

`Ich will nicht, Adler,
zu den Sternen!` Rief Ganymed
erschreckt empor, Als unter ihm in
bleiche Fernen, Des Ida Höhe sich
verlor. `Ich will zurück zu meinen
Heerden,

... weiterlesen


Israel

»Erbeb, o Israel, dein
Haupt vom Steine! Dein Tag in Zion wird
dir wieder kommen, Das Schwert wird
deiner Feinde Hand genommen Und wird
vom Herrn gegeben in die
deine. Dann,

... weiterlesen

Wörterbücher

Russisch Deutsch

Anzeigen