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Gedichte - Hoffmann

Altes und Neues

- die Deutschen sind entzweit;
denn die Einen streben zu erhalten,
und die andern schwören Tod dem Alten.
(König Ludwig I. von Bayern, Ged. 3,8.)

Tod dem ... weiterlesen


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Scheiden und Wiedersehn

1

Ach Gott, wie weh tut Scheiden
Von ihr, der Liebsten mein!
In Schwarz will ich mich kleiden,
Will alle Freuden meiden.
Bis ich bei ihr mag sein.
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Liebe und Frühling

1

Dein Auge hat mein Aug erschlossen,
Du sahst mich an, da ward es Tag;
Mit Licht und Farbe war umflossen,
Was einst im Graun der Nächte lag.

Zur ... weiterlesen


Abend wird es wieder

Abend wird es wieder,
über Wald und Feld
legt sich Frieden nieder,
und es ruht die Welt.

Nur der Bach ergießet
sich am Felsen dort,
und er braust ... weiterlesen


Aria eines deutschen aus Frankreich heimkehrenden

Aber was hilft mir alle Freiheit, wenn ich keinen Tabak habe ? Ich bin überzeugt, daß wenn mir noch sechs Monate der Tabak fehlte, ich ein vollkommener Aristokrat würde. (Börne, Schriften, 9, ... weiterlesen


Das heilige römische Reich

Ach ! hättest du vom römischen Wesen
und von der römischen Literatur,
o Vaterland, doch nichts gelesen,
nichts als die römischen Münzen nur !

Doch hat uns Rom ... weiterlesen


Ordenssehnsucht

Ach ! was nützt, daß ich so viel geworden,
und daß ich so vieles nenne mein ?
Großer Gott, mir fehlet noch ein Orden,
könntest du mir solchen doch verleih‘n !

... weiterlesen


An die Gegenwartvergötterer

Ach ! wir sind zu sehr befangen
in der eigenen Schlechtigkeit,
daß wir immer noch verlangen
immer nach der besseren Zeit.

Doch wir wollen uns bestreben,
... weiterlesen


Ach, es treibt mich hin und wieder...

Ach, es treibt mich hin und wieder,
Wie ich liebe, dir zu klagen;
Könnten`s doch nur meine Lieder,
Ach, und könnten sie`s dir sagen!

Frühe brach ich diese ... weiterlesen


Der Hausorden

Ach, gar zu bescheiden sind doch ihre Freuden
und kaum von Leiden zu unterscheiden. (Tieck im Zerbino)

Dem Verdienste seine Kronen!
Also denket mancher Mann,
und ... weiterlesen


Kriegslied

Alle:

Hört, wie die Trommel schlägt!
Seht, wie das Volk sich regt!
Die Fahne voran!
Wir folgen Mann für Mann.
Hinaus, hinaus
von Hof und Haus!
... weiterlesen


Wiegenlied

Alles still in süßer Ruh,
Drum mein Kind, so schlaf auch du.
Draußen säuselt nur der Wind,
Su, su, su, schlaf ein mein Kind!

Schließ du deine Äugelein,
... weiterlesen


Jusqu á la mer

Als die Diplomaten tranken
`Blücher hoch und hoch das Heer!
Dem wir Freiheit jetzt verdanken
und des Friedens Wiederkehr!`

Nun, da sprach der greise Krieger
... weiterlesen


Als du blickest in die Wiesenquelle...

Als du blickest in die Wiesenquelle,
Hätte sie gern entführt dein Angesicht;
Als du sahest in des Spiegels Helle,
Hat er neidlich getrübt sein reines Licht.

... weiterlesen


Von

An meine Heimat dacht‘ ich eben,
da schrieb ich mich von Fallersleben.
Ich schrieb‘ s und dachte nie dabei
an Staatscensur und Polizei.

So schrieben sich viel ... weiterlesen


Von und aus

Auf Burgen saßen Edelleute,
wo aber sind die Burgen heute ?
Es wohnt oft ohne Hab` und Gut
im Tale manches adlig Blut.

Und von der Gütern ihrer Lieben
Ist ... weiterlesen


Trinklied

Auf Gesundheit unserer Feinde,
stoßet an Mann für Mann !
Sie, die Gründer unseres Strebens,
die Entwickler unserer Kraft,
unseres höhern geist‘ gen Lebens
... weiterlesen


Das bescheidene Glück

Bescheidenheit führet zum Höchsten der Welt,
zu Ehren und Ansehen und Adel und Geld.

Wie viel die Bescheidenheit endlich vermag,
das lehret uns Rothschild jeglichen ... weiterlesen


Was ist denn zollfrei?

Besteuert ist die ganze Welt
und alles drum und dran:
Gewerbe, Handel, Gut und Geld,
Weg, Wasser, Weib und Mann.
Wem wäre nicht das Leben teuer,
wofür man zahlt ... weiterlesen


Bäume blühen überall

Bäume blühen überall,
die Blumen blühen wieder,
und wieder singt die Nachtigall
nun ihre alten Lieder.
O glücklich, wer doch singt und lacht,
daß auch der ... weiterlesen


Trost der Erinnerung

Dankbar sei mit Herz und Munde!
Und so kehret leicht zurück
jede schöne, frohe Stunde,
alles, was dir war ein Glück.

Und die dunklen Tage malen
schön ... weiterlesen


Petitionsrecht

Das Beten und das Bitten ist erlaubt,
ja, und erlaubt ist alles überhaupt,
was niemals nützt den armen Untertanen.
Wenn wir an ein Versprechen etwas mahnen,
gesetzlich ... weiterlesen


Die Abtrünnigen

Das Wasser sprach zum Eise: `Kind,
so bleib doch nicht so stehn!
Der Weg ist weit, die Zeit verrinnt,
wir müssen weiter gehn`

`Leb wohl, ich kehre nicht ... weiterlesen


Ausländerei

Daß wir so das Fremde lieben!
Zu dem Fremden hingetrieben
sind wir selbst uns fremd geblieben -
Deutsch will keiner sein.
Nur von Auslands Gnaden sollen
wir ... weiterlesen


Dein Lieben scheint...

Dein Lieben scheint noch gar gering,
O rede nicht vom Schmerze!
Die Sehnsucht lernt vom Schmetterling
Und Liebe von der Kerze.

Genügt´s dem Schmetterling, am ... weiterlesen


Winters Flucht

Dem Winter ward der Tag zu lang,
Ihn schreckt der Vögel Lustgesang;
Er horcht und hört`s mit Gram und Neid,
Und was er sieht, das macht ihm Leid.

Er sieht der ... weiterlesen


Verwöhnung

Den Teufel sah man eines Tags mit einer Seel` entschweben,
das war ein ungeratener Sohn vom Flecken Fallersleben.
Die Sonne brannte fürchterlich, schwül war es allerorten,
als ... weiterlesen


Sum ergo cogito

Der Deutsche reflektiert über alles, sieht alles aus der Vogelperspektive
und ist darum nie in der Mitte der Sache. Der Deutsche
hat alles und ist nichts. (Börne, Gesammelte Werke, ... weiterlesen


Frühlingslied

Der Frühling hat sich eingestellt,
wohl an, wer will ihn seh´n?
Der muss mit mir ins freie Feld,
ins grüne Feld nun gehen.

Er hielt im Walde sich versteckt,
... weiterlesen


Eine Berliner Novelle

Der Frühling kommt hernieder,
der Winter muß entfliehen,
und Frühling wird es wieder
sogar auch in Berlin.

Im milden sonnigen Wetter
kann man spazieren ... weiterlesen


Schnaderhüferl

Der Fürst und der Adel
stehen immer im Bund,
der Fürst ist der Jäger
und der Adel der Hund.

Der Fürst ist der Jäger,
das Volk ist das Wild,
weil ... weiterlesen


Goethescher Farbenwechsel

Der Goethe war fürs Vaterland
und deutsche Freiheit einst entbrannt:
Er schrieb den Egmont, Götz und Faust,
daß manchen Fürsten jetzt noch graust.

Doch Herr ... weiterlesen


Onze et demi

Der Kaiser hat die bisherigen sehr strengen Adelsproben für den Kammerherrenschlüssel dahin geändert, daß die Kandidaten nur 12 Ahnen darzutun haben. (Leipzig. Adelszeitung, 6. Februar 1842)
... weiterlesen


Der erste Kuhaustrieb

Der Kuhhirt bläst – ihr Ochsen, Küh‘ und Kälber,
Frisch auf Victoria !
Ihr seid jetzt reif – frisch auf ! erfahrt es selber:
Der Freiheitstag ist da.

Ihr ... weiterlesen


Der Mond

Der Mond zieht durch die Wolken,
Er kommt so hell heran.
Ihr Kinder, eilt ins Freie!
O seht den Mond euch an!

Da streckt das kleinste Knäbchen
Die Arm` ... weiterlesen


Vieh - und Virilstimmen

Der Ochse brüllt, es grunzt das Schwein,
die Schafe bläken, die Frösche schrein -
Ob schön das lautet ? wird wohl keiner fragen;
was läßt sich auch von Bestiensprachen ... weiterlesen


Wächterlied

Der Wächter sang herab von hoher Zinnen:
Die Nacht sie eilt von hinnen !
Wacht auf ! Wacht auf und lasset nicht
das süße Licht
des neuen Tags verrinnen !

... weiterlesen


Salvator Mundi

Des deutschen Kaisers Kammerknechte
sind jetzt Europas Kammerherrn
Am Himmel aller Erdenmächte
O Israel, wie glänzt dein Stern

Es ward die Zeit wohl immer ... weiterlesen


Deutsche Freiheit

Deutsche Freiheit lebet nur im Liede.
Deutsches Recht - es ist ein Märchen nur!
Deutschland´s Wohlfahrt ist ein Friede
voll von Willkür und Zensur!

Drum zieh´n ... weiterlesen


Grün

Deutsches Volk, wie gut beraten!
Hoffnung sprießt in deinen Gau`n:
Grün sind stets noch deine Saaten,
deine Wälder, deine Au`n.

In der Hoffnung ruht dein ... weiterlesen


Das Lied der Deutschen

Deutschland, Deutschland über alles,
Über alles in der Welt,
Wenn es stets zum Schutz und Trutze
Brüderlich zusammenhält,
Von der Maas bis an die Memel,
Von der ... weiterlesen


Deutschland, was fehlt dir?

Deutschland, was fehlt Dir? Was klagest du so ?
Bist ja so glücklich, und dennoch nicht froh !
Deutschland, so klage, so traure doch nicht!
Hast Du nicht alles was vielen ... weiterlesen


Höchst und Allerhöchst

Die allerhöchsten Herrschaften bestiegen den höchsten Gipfel des Berges, knieten nieder und flehten zum Höchsten. (Östl. Zeitungen)

Gott ist nur der Höchste auf Erden,
doch ... weiterlesen


Untersuchung und Gnade ohne Ende

Die Demagogenfängerei
sei wieder allgemein !
Man denkt und spricht doch gar zu frei:
Das soll und darf nicht sein !

Laßt dem Gesetze freien Lauf !
Ihr ... weiterlesen


Frühlingsverkündigung

Die Erde sagt es den Lerchen an,
Daß der Frühling gekommen sei,
Da schwingen sie sich himmelan
Und singen es laut und frei.
Es hört`s der Wald, es hört`s das Feld,
... weiterlesen


Die Trauernden Esel nach Murillo

Die Esel gingen im Leide,
drob staunte die ganze Welt,
weil grün noch war die Heide,
und Disteln noch trug das Feld.

Sie gingen tief gebücket
und ließen ... weiterlesen


Heraldisches

Die Fürsten voller Güt` und Milde,
was führen sie in ihrem Schilde?
Gemeiniglich ein wildes Tier,
ein Tier voll Raub und Mordbegier,
wovon gottlob! Nichts weiß die ... weiterlesen


Schulpoeten

Die ganze deutsche Literatur
Ist leider für Gelehrte nur.
Gelehrte haben sie gemacht,
Und nie dabei ans Volk gedacht.

Was nützet Wissenschaft und Kunst?
... weiterlesen


Die theologischen Daguerotype

Die Herrschaft, oder besser, die Tyrannei des Verstandes, vielleicht die eisernste von allen, steht der Welt noch bevor.

Ihr wollt im Licht und in der Wahrheit leben
auf Licht ... weiterlesen


Hunde und Katzen

Die Hunde und Katzen, die stritten sich
und zankten sich um die Wette,
wer unter ihnen urkundlich
den ältesten Adel hätte.

„Wir haben ein ururaltes Diplom,
... weiterlesen


Wächterlied 8.12.1840

Die Hähne krähten durch das Land,
und wer in Schlafes Banden ruht
sei munter jetzt und wohlgemut!
Der Tag beginnt, die Nacht verschwand

Der Wächter auf der ... weiterlesen


Morgenlied

Die Sterne sind erblichen
mit ihrem gülden Schein:
bald ist die Nacht entwichen,
der Morgen dringt herein.

Noch waltet tiefes Schweigen
im Tal und ... weiterlesen


Sturmnacht

Die Sturmnacht hat uns vermählt
In Brausen und Toben und Bangen:
Was unsre Seelen sich lange verhehlt,
Da ist´s uns aufgegangen.

Ich las so tief in deinem ... weiterlesen


Schwabenkrieg

Die Trommel schlagt, zum Krieg hinaus
mit Spießen, Degen, Flinten !
Fürwahr, es ist ein harter Strauß !
Wir ziehen hinaus mit Mann und Maus,
und keiner bleibt ... weiterlesen


Das alte Lied

Die Verschiedenheit der christlichen Religionsparteien kann in den Ländern und Gebieten des deutschen Bundes keinen Unterschied in dem Genuße der bürgerlichen und politischen Rechte begründen. ... weiterlesen


Ein Weltgericht

Die Weltgeschichte ist das Weltgericht,
doch kein Gericht für jeden Magen,
Denn solche herbe Speise würde nicht
ein jeder Herr und Knecht vertragen.

Drum hat man ... weiterlesen


Humanitätsstudien

Dies Geschlecht, das in Vokabeln
wie der Ochs` im Joche zieht,
das vor grauen Götterfabeln
keine Gegenwart mehr sieht

Dies Geschlecht, es schien geboren
... weiterlesen


Die unmündigen Aufgeklärten

Dort Freie und Knechte, während wir unmündig sind,
unter Vorherrschaft. (Stenzel, Fränk. Kaiser 2,559)
Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus
seiner selbst ... weiterlesen


Du bist die Sonne, die nicht untergeht...

Du bist die Sonne, die nicht untergeht;
Du bist der Mond, der stets am Himmel steht;
Du bist der Stern, der, wenn die andern dunkeln,
Noch überstrahlt den Tag mit seinem ... weiterlesen


Unfruchtbar

Du möchtest allen alles ein !
Konservativ und liberal,
aristokratisch, radikal,
und demagogisch auch einmal.

Du möchtest allen alles sein!
Wärst du ein ... weiterlesen


Die liberalen Modegecken

Du schwörest allem Untergang
was je dich hemmt in deinem Frieden,
verfluchest den Gewissenszwang
und Geistesdruck hienieden;

Du schreist nach Freiheit, schreist ... weiterlesen


Tod und Leben

Du sollst so dünn gefoltert werde, daß die Sonne durch dich scheint. (Grimms Rechtsaltertümer 95)

Wenn du erzählest, Deutsche Geschichte,
Hexenprozesse, Hexengerichte,,
... weiterlesen


Nach dem Abschiede

Dunkel sind nun alle Gassen,
Und die Stadt ist öd und leer;
Denn mein Lieb hat mich verlassen,
Meine Sonne scheint nicht mehr.

Büsch und Wälder, Flüss und ... weiterlesen


Papier ohne Ende

Durch Papier bestehen wir:
Menschenherrschaft ist Papier.
Ja, Papier sind alle Pakte,
auch sogar die Bundesakte,
alles, alles ist Papier.

Durch Papier ... weiterlesen


Kuhschnappelsche Volksrepräsentation

Ei, was soll noch Kunst und Witz?
Hier gilt nur der Grundbesitz.
Für den Landbau, fürs Gewerbe
schweigt kein Volksrepräsentant;
doch des Geistes Gut und Erbe
... weiterlesen


Das Lied vom deutschen Ausländer

Ein Knabe lernte ein Gebet,
das sprach er täglich, früh und spät,
Er sprach es wo er ging und stand,
zu Gott empor für´s Vaterland:
Kein Österreich, kein Preußen ... weiterlesen


Das Ährenfeld

Ein Leben war`s im Ährenfeld
Wie sonst wohl nirgend auf der Welt:
Musik und Kirmes weit und breit
Und lauter Lust und Fröhlichkeit.

Die Grillen zirpten früh am ... weiterlesen


Stille Messe

Ein Pfaffe bin ich nie gewesen,
ihr aber sollt mich doch verstehn:
Ich will euch heute Messe lesen,
für euch zu Gott dem Herrn flehn !

Und steh ich hier auf ... weiterlesen


Vorwärts

Ein Vorwärts war sein ganzes Streben
Ein Vorwärts für sein Vaterland
Drum war er auch bei seinem Leben
der Marschall Vorwärts nur genannt

Ein Konnte nie ein ... weiterlesen


Voreilige Totenfeier im Lande Nebucadnezars

Eine wahre Geschichte

Es gingen zwei fremde Gesellen
in einer Schenke zu Wein,
sie wollten gerne trinken
den deutschen Wein vom Rhein.

Da saßen ... weiterlesen


Das deutsche Nationalgefühl

Eine wahre Geschichte

Wie könnt ich mich doch nennen
Gänsdarm, das bin ich nicht !
Ich bin ja eine Gensdarme,
wie jeder weiß und spricht.
`Was, meint ... weiterlesen


Der Polizeiliche Gegenbeweis

Eine wahre Geschichte

`Die Still auf unseren Straßen
ist doch bewunderswerth !
Hier geht ein Mensch doch sicher,
und scheu wird nie Pferd.

`Das ... weiterlesen


Kuhschnappelsche Torsperre

Einen Leibzoll zu entrichten
für das Vieh, mag menschlich sein:
Ochsen dürfen doch mitnichten
ungestraft zur Stadt hinein !

Doch daß man dem Ochsen ... weiterlesen


Flora Germanica

Es grünt und blüht im Vaterlande
zum Heil und Segen jedem Stande:
Denn jedem Deutschen bringt fürwahr
der Frühling eine Gabe dar

Der Frühling kommt uns zu ... weiterlesen


Ein Staatsgericht

Es hat die Welt wohl ihre Mucken,
doch leider ihre Mucker auch;
Die Mucken könntest du verschlucken,
vom Mucker platzte dir der Bauch.

Doch wär ein Staatsbauch ... weiterlesen


Das Lied der Freiheit

Es lebe, was auf Erden
nach Freiheit strebt und wirbt
von Freiheit singt und saget,
für Freiheit lebt und stirbt.

Die Welt mit ihren Freuden
ist ohne ... weiterlesen


Lied der Unfähigen

Es saust der Wind, es braust das Meer,
wir wollen nicht erzittern:
Das Recht ist unsere Waff` und Wehr`,
wir stehen wie der Fels im Meer
trotz Sturm und Ungewittern
... weiterlesen


Entweder - Oder

Es waren einmal zwei Drohnen,
die wollten nicht werken und fronen.
Sie quälten beide sich
um Nahrung gar nicht sehr;
die eine tat gar nichts,
die andere nicht viel ... weiterlesen


Der kranke Löwe

Es wird allenthalben tyrannisch und übel regiert.
Gott schick` s zu Besten. (Schärtlins Leben, S. 173)

Der Löwe lag in letzten Zügen,
halb starr und ganz erblaßt,
... weiterlesen


Germania.

Et pertransivit Clericus
Durch den Teutoburger Wald.
Quid vidit ibi eminus?
Ein Mägdlein wohlgestalt.

`Salve mi dilectissima!
Du sollst mein Schätzlein ... weiterlesen


Neujahrslied aller Deutschen für 1845

Freut euch des Lebens,
weil noch das Lämpchen glüht!
Pflücket die Rose,
eh sie verblüht!

Wir wollen lieben Gottes Wort, Weib,
Kind und Eltern ... weiterlesen


Der Guten Sache

Frisch auf ! frisch auf mit Sang und Klang,
daß Herz und Sinn erwache!
Ein freudig Hoch! Ein dreifach Hoch!
Es gilt der guten Sache.
Wir sind dieselben immer noch,
... weiterlesen


Liebe

Früher durft ich nicht auf Erden
Nahen dir durch Zeit und Raum,
Durfte weiter dir nichts werden
Als dein Sehnen und dein Traum.

Freundlich tret ich jetzt ... weiterlesen


Mein Geburtstag 1843

Fünf Jahre noch - ein halb Jahrhundert
ist dann mit mir dahingerollt;
Ich staun‘ und frage mich verwundert:
hast du erreicht, was du gewollt ?

Die Kinder ... weiterlesen


Raudener Geburtstags-Calender auf das Jahr 1866.

Für das Herzogthum Ratibor und Fürstenthum Corvey.
Schloß Corvey.
Selbstverlag von Hoffmann von Fallersleben
Herzoglichem Hofbibliothecar.
Victor Amalia
10. und ... weiterlesen


Meiner Ida.

Geb. 11. April 1831 zu Bothfeld.
28. October 1849 vermählt zu Braunschweig mit H. v. F.
28. October 1860 gestorben zu Corvey.

Heidelieder.
Bothfeld 1849.
... weiterlesen


Stand und Stände

Ha! Eure Mauern, eure Wände,
hat sie nicht längst die Zeit zerstört?
Wo blieb der Unterschied der Stände?
hat jeder Stand nicht aufgehört?

Wir haben keine ... weiterlesen


Deutscher Nationalreichtum

Hallelujah, hallelujah
wir wandern nach Amerika
was nehmen wir mit ins neue Vaterland,
wohl allerlei, wohl allerhand:
Viele Bundestagesprotokolle,
manch Budget und ... weiterlesen


MISSHEIRAT

Haltet rein das edle Blut !
Hat mein Vater oft gesagt.
Ach, was nun mein Enkel tut !
Ach ! Dem Himmel sei‘s geklagt !

Eine Bürgerliche freien !
Nein, das ... weiterlesen


Das Osterei

Hei, juchei! Kommt herbei!
Suchen wir das Osterei!
Immerfort, hier und dort
und an jedem Ort!
Ist es noch so gut versteckt.
Endlich wird es doch entdeckt.
... weiterlesen


König Wilhelm

Heinrich Marschner`s Melodie:
`Wer ist der Ritter hochgeehrt?`

Wer ist der greise Siegesheld,
Der, uns zu Schutz und Wehr,
Für`s Vaterland zog in das Feld
... weiterlesen


Beichte eines Hoflakaien

Herr Pfarr, noch Eines tut mich quälen
und quälet mich in einem fort;
doch nein – ich kann‘ s euch nicht erzählen,
zwar ist es nur ein einzig Wort.

Ich ging ... weiterlesen


Heugabel und Besenstil

Heugabel und Besenstil
die wollten sich vermählen;
Da gab‘s im ganzen Land gar viel
und mancherlei zu erzählen.

Was ist das für ein Paar !
Wie die ... weiterlesen


Variatio delectat

Heute rot, heute rot,
Heute rot und morgen tot.
Daß ein Wort dich könnte fällen,
schien sich niemand vorzustellen,
aber, aber es geschah.

Nur ein Wort, ... weiterlesen


Unmenschliche Liebhaberei

Hängt nicht an Hund und Katzen eure Herzen,
An Blumen, Pferd und Papagei´n -
O lernt doch erst der Menschheit Freud´und Schmerzen
Und unter Menschen Mensch zu sein!

... weiterlesen


Frühlingslied eines Verbannten

Ich geh auf den sonnigen Hügel
und schau in die grüne Welt.
Es hat sich in Freud` und Hoffnung
gekleidet der Wald und das Feld.

Ich steh` auf dem sonnigen ... weiterlesen


Frühlingslied an der Saale

Ich habe nicht umsonst gerungen
umsonst gedichtet und gestrebt
ich habe etwas mir errungen
was noch den Dichter überlebt.

Und wenn ich nichts behalten werde,
... weiterlesen


Der Traum

Ich lag und schlief; da träumte mir
Ein wunderschöner Traum:
Es stand auf unserm Tisch vor mir
Ein hoher Weihnachtsbaum. 

Und bunte Lichter ohne Zahl,
... weiterlesen


Die Patrioten

Ich saß in einer alten Schenke,
verräuchert waren Tisch und Bänke,
kaum sah man Ohren, Aug‘ und Nase,
ein jeder saß vor seinem Glase.

Und als sie so im ... weiterlesen


Rokokos Glaubensbekenntnis

Ich stimme für die Monarchie,
da gibt‘ s noch Rang und Stände;
mit Republik geht Poesie
und alles Glück zu Ende.

Ich stimme für die Monarchie,
wenn ... weiterlesen


Ich will von dir, was keine Zeit zerstöret...

Ich will von dir, was keine Zeit zerstöret,
Nur Schönheit, die das Herz verleiht;
Ich will von dir, was nie der Welt gehöret,
Die engelreiche Kindlichkeit.

Das ... weiterlesen


Ja, Du bist mein!

Ich will´s dem blauen Himmel sagen,
Ich will´s der dunklen Nacht vertrau´n,
Ich will´s als frohe Botschaft tragen
Auf Bergeshöh´n, durch Heid´und Au´n.
Die ganze ... weiterlesen


Dort wie hier

Ich wollt‘ es wäre Schlafenszeit
und alles schon vorbei
Wir werden von der Fronarbeit
doch nun und nimmer frei
Zur Arbeit sind wir hier allein
dort wird es auch ... weiterlesen


Die Denkmalwütigen

Ihr denket jetzt: uns blieb nur das Gedächtnis
der weiland großen Taten zum Vermächtnis,
und haben wir ein Denkmal nur gesetzt,
ist Großes auch von uns geschehen zuletzt.
... weiterlesen


L Allemagne partout

Ihr Freunde, so lasset das Fremde doch ruhn !
Wir haben genug noch zu Hause zu tun.

Das Fremde bewundern kann jedermann;
macht Eigenes, was man bewundern kann !
... weiterlesen


Michelsode

Ihr habet Anno 13 den Michel gewecket
und ihn aus dem bleiernen Schlaf geschrecket:
Wache nur, bis den Feind du gejagt übern Rhein -
Doch den Michel den schläfert ihr nie ... weiterlesen


Häutiges

Ihr habt gehoffet und vertraut:
Im Wechsel sprießt ein Heil empor !
Ihr habt den Wechsel nun geschaut,
sagt an, was sproß daraus hervor?

Personen wechseln Jahr ... weiterlesen


Notabene

Ihr könnt die Welt nicht retten
mit Hals- und Hochgericht
mit des Gefangenen Ketten
hemmt Ihr sein Laster nicht

Im Arbeitshaus erwachet
nicht Fleiß und ... weiterlesen


Die T-Deutschen

Ihr könnt nicht unterscheiden d und t,
und wollt uns lehren wie man schreibt und spricht ?
Ihr macht doch sonst ein b und sprechet p,
Warum doch macht ihr‘s d in deutsch denn ... weiterlesen


Lauriger Horatius, quam dixisti verum

Ihr müßt durch alle Schule wandern
und schon von Kindesbeinen an,
von einem Lehrer zu dem andern,
zu lernen, was man lernen kann.

Ihr müsset immerfort ... weiterlesen


Sie und Ich

Ihr seid die Herrn der Schlösser und Paläste,
zu Haus bei Gold und Edelstein:
Ich bin ein Fremdling, bin ein Gast der Gäste,
nicht einen Grashalm nenn ich mein.

... weiterlesen


Pfaffen

Ihr seid nicht Christen, seid nur Pfaffen,
seid nicht des Heilands Ebenbild;
ihr führte nicht der Liebe Waffen
und traget nicht der Demut Schild.

Der Heiland hat ... weiterlesen


Die historische Schule

Ihr stützt euch auf Geschichte
und sucht nicht, was ihr suchen sollt,
und findet, was ihr finden wollt -
Das nennet ihr Geschichte !
Und das Alte gehet doch zunichte.
... weiterlesen


Die monarchischen Frommen

Ihr wollt, es soll nur hier auf Erden
ein Hirt und eine Herde sein,
die ganze Welt soll dienstbar werden
dem Wort des Herrn, nur ihm allein.

Ihr habt die Bibel in ... weiterlesen


Schuleifer

Im Winter, wenn es frieret,
Im Winter, wenn es schneit,
Dann ist der Weg zur Schule
Fürwahr noch mal so weit.

Und wenn der Kuckuck rufet,
Dann ist der ... weiterlesen


Mailied

In des Maies schönen Tagen,
Auf, frisch auf ! und laßt uns jagen
durch den Wald und durch` s Gefild.
Unsere Jagd gilt nicht den Füchsen,
nicht den Hasen, Rehen und ... weiterlesen


Deklamierübung

In einem schönen Land ein Völkchen war,
das lebt` in tiefem Frieden manches Jahr.
An einem König hatten sie genug,
gemein war allen, was der Boden trug,
nur daß sich ... weiterlesen


Liebesglück

In jedes Haus, wo Liebe wohnt,
Da scheint hinein auch Sonn und Mond;
Und ist es noch so ärmlich klein,
So kommt der Frühling doch hinein.

Der Frühling schmückt ... weiterlesen


Lapidarstil

Ist das Deutsch schon so verdorben,
daß man‘s kaum noch schreiben kann ?
Oder ist es ausgestorben,
daß man‘s spricht nur dann und wann ?

Oder habet ihr ... weiterlesen


Ja, die Schönst´! Ich sagt´es offen...

Ja, die Schönst´! Ich sagt´es offen,
Und ich war´s mir frisch bewußt.
Kühnes Wagen, süßes Hoffen,
Frischer Mut und Wanderslust!

Und nun möcht´ich schier ... weiterlesen


Gebet

Ja, immer Friede mit dem Guten
und mit den Bösen immer Krieg !
Herr, führ uns in der Hölle Gluten,
nur immer führ uns, Herr, zum Sieg !
Laß Recht und Wahrheit nicht ... weiterlesen


Eile mit Weile

Ja, immer größer wird die Eile:
Man sucht Gewinn, man will Genuß,
Doch bleibet uns an Langeweile
noch immer großer Überfluß.

Und fliegst du wie ein Vogel, ... weiterlesen


Tragische Geschichte

Jüngst ist ein General erwacht,
ein tapferer General,
dem hat ein Traum um Mitternacht
gemacht viel Angst und Qual.

Er war im Leben noch erschreckt
durch ... weiterlesen


Vom Honigkuchenmann

Keine Puppe will ich haben-
Puppen gehn mich gar nichts an.
Was erfreu´n mich kann und laben
Ist ein Honigkuchenmann.
So ein Mann mit Leib und Kleid
durch und ... weiterlesen


Das Rätsel unserer Zeit

Klar ist es jetzt ausgesprochen vor ganz Europa, nicht durch das schreiende Volk, sondern durch die verbündeten Fürsten selbst, daß eine jede Regierung ohne repräsentative Verfassung ein ... weiterlesen


Frühlingsliebe

Komm zum Garten, zu dem wohlbekannten,
Komm zum Rasensitz, dem oft genannten,
Wo zum Maitrank Schmetterling` und Bienen
Sind erschienen;
Komm zum Herzen Herz, komm Mund ... weiterlesen


Frühlingsbotschaft

Kuckuck, Kuckuck rufts aus dem Wald:
Lasset und singen,
Tanzen und springen!
Frühling, Frühling wird es nun bald.

Kuckuck, Kuckuck lässt nicht sein ... weiterlesen


Zum 6. November 1871

Lasst uns SENEFEEDER preisen,
Der den Stein der Weisen fand!
Es ist auch ein Stein der Weisen.
Der als Steindruck weltbekannt.
Was er sucht` in stillen Stunden,
... weiterlesen


Wegebesserung

Laßt uns Gottes Güte preisen,
die uns gab den Fürstenstand:
nur wenn unsere Fürsten reisen,
bessert sich der Weg durchs Land.

Sind auch solche Reisen teuer,
... weiterlesen


Maitres de Danse (1842)

Le patriotisme des nations
doit étre égoiste. (Mme. De Stael)

Ja, es war ein tolles Tanzen
ohne Rast und ohne Ruh;
Von den Wällen, aus den Schanzen
... weiterlesen


Vaterländisch Rosenkranz

Lieber tot als ein Verräter !
Lieber tot als schlechtgesinnt !
Stehet fest, ihr Volksvertreter,
weil der Tag des Kampfs beginnt !

Schar der Guten, auf ! Erwache ... weiterlesen


Maiglöckchen und die Blümelein

Maiglöckchen läutet in dem Tal,
das klingt so hell und fein,
so kommt zum Reigen allzumal,
ihr lieben Blümelein!

Die Blümchen, blau und gelb und weiß
... weiterlesen


Gradus at Parnassum

Mancher kommt zu großem Unglück durch sein eigenes Maul. (Sprüche Salomonis, 16, 26.) Melodie: Auf Brüder laßt uns lustig leben

Ihr Dichter, wollt ihr Lieder singen,
... weiterlesen


Mauskätzchen gab ein großes Fest

Mauskätzchen gab ein großes Fest
und hatte dazu geladen
Bekannt` und Verwandte von Ost und West
und lauter Ihro Gnaden
Miau Miau Miau

Sie trieben ... weiterlesen


Makintosh

Mel. Mit dem Pfeil und Bogen.

Freunde, geht ins Seebad!
Jedes Leid und Weh
Lindert und beschwichtigt,
Scheucht und heilt die See.

Jedem wird ... weiterlesen


Ich liebe dich

Mir ist, als müßt` ich immer sagen:
Ich liebe dich,
Und mag nicht auszusprechen wagen:
Ich liebe dich.
Die Maienlüfte säuseln wieder,
Ich lausche hin,
... weiterlesen


Vox Dei Vox Populi

Mit eueren siebzig Stimmen habet
Ihr uns gar manchen Sang gemacht
Doch hat der Sang uns nie gelabet
nie gute Stimmung uns gebracht

Und wenn ihr auch in allen ... weiterlesen


Die Interessen

Mit jedem neuen Anlehen mehrte
der Staat nun seine Schulden zwar,
doch wird er immer mehr geehret
und mehr geliebt von Jahr zu Jahr.

Das lassen wir uns gern ... weiterlesen


Morgen kommt der Weihnachtsmann

Morgen kommt der Weihnachtsmann,
Kommt mit seinen Gaben,
Trommel, Pfeifen und Gewehr,
Fahn` und Säbel, und noch mehr,
Ja, ein ganzes Kriegesheer
Möcht` ich gerne ... weiterlesen


Wanderlust

Morgen müssen wir verreisen,
und es muß geschieden sein.
Traurig ziehn wir unserer Straßen,
lebe wohl, Herzliebchen mein!
Kommen wir zu jedem Berge,
schauen wir ... weiterlesen


Nach trüben Tagen

Nach trüben Tagen,
wie ist so hell das Feld!
Zerrissene Wolken tragen
die Trauer aus der Welt.
O Herz, das sei dein eichen:
Herz, werde froh und kühn!


Nachtigallen schwingen

Nachtigallen schwingen
Lustig ihr Gefieder,
Nachtigallen singen
Ihre alten Lieder.
Und die Blumen alle,
Sie erwachen wieder
Bei dem Klang und Schalle
... weiterlesen


Heute mir, morgen dir

Nichts will bei uns mehr gehen,
weil wir auf‘s Stehen nur sehen,
drum lassen wir auch unsere Heere stehen.

Nur ihnen ist zu danken,
daß wir in unseren ... weiterlesen


Rechts und Links

Norden, Süden, Wein und Bier,
plattdeutsch dort und hochdeutsch hier,
Katholik und Protestant,
mancher Fürst und manches Land -

Wer das nicht vergessen kann,
... weiterlesen


Mein Traum

November 1866

Ich hab im Traum gepflücket
Ein liebes Röslein mir.
Wie hat es mich entzücket
In seiner Frühlingszier!

Es strömte neues Leben
... weiterlesen


Die Verbrüderung

Nur im Osten kann es tagen,
und es tagte wunderbar
und im Osten ward geschlagen
Frankreichs sieggewohnte Schar.

Und die Moscowiterhorden
haben uns das Heil ... weiterlesen


Nußknacker

Nußknacker, du machst ein grimmig Gesicht-
Ich aber, ich fürchte vor dir mich nicht:
Ich weiß, du meinst es gut mit mir,
Drum bring ich meine Nüsse dir.
Ich weiß, du ... weiterlesen


Trutznachtigall

O der alte böse Winter
hat uns Eis und Schnee gebracht,
Finstre Tage, lange Nächte
und das Leben stumm gemacht.
Doch der Frühling ist gekommen,
jagt zum Teufel ... weiterlesen


Frühlingslied 1840

O des Maies schöne Tage!
Wann die Erd` ist wieder grün,
wann im Felde, Wald und Hage
alle Bäum` und Blumen blühn -
O des maies schöne Tage!
Wann der Hoffnung ... weiterlesen


Stammbaum

O des Schicksals böse Tücke,
o das böse Spiel der Zeit!
Einst wohl saßen wir im Glücke,
jetzo sitzen wir im leid.

Nur der Anblick meiner Felder,
meiner ... weiterlesen


O glücklich, wer ein Herz gefunden

O glücklich, wer ein Herz gefunden,
das nur in Liebe denkt und sinnt,
und mit der Liebe treu verbunden
sein schönres Leben erst beginnt!

Wo liebend sich zwei ... weiterlesen


Nie ohne dieses!

O glücklich, wer noch Vettern hat,
dem glänzet noch ein Morgenrot:
Er wird, wenn nicht Geheimerath,
doch etwas noch vor seinem Tod.

Wohl tat`s dem armen Adam ... weiterlesen


Entwicklung auf historischem Wege

O lasset doch den Geist der Zeiten !
Ihn hemmt kein Wehr, kein Damm, kein Band;
Er wird tagtäglich vorwärts schreiten
frei wie der Fluß durchs ganze Land.

... weiterlesen


Die alte gute Zeit

O lernet doch ihr armen Knecht‘ und Wichte,
o lernt doch unseres deutschen Volks Geschichte,
und preist nicht groß und herrlich jene Zeit,
die Zeit der niedrigsten ... weiterlesen


Weihnachtszeit

O schöne, herrliche Weihnachtszeit!
Was bringst du Lust und Fröhlichkeit!
Wenn der heilige Christ in jedem Haus
teilt seine lieben Gaben aus.
Und ist das Häuschen noch ... weiterlesen


O schöne, herrliche Weihnachtszeit

O schöne, herrliche Weihnachtszeit,
was bringst du Lust und Fröhlichkeit!
Wenn der heilige Christ in jedem Haus
teilt seine lieben Gaben aus.
Und ist das Häuschen noch ... weiterlesen


Sehnsucht nach dem Frühling

O wie ist es kalt geworden
und so traurig, öd` und leer!
Rauhe Winde wehn von Norden,
und die Sonne scheint nicht mehr.

Auf die Berge möcht` ich fliegen,
... weiterlesen


Liebesleben

Oftmals lehnt sich der Verstand
Hin an meines Herzens Pforte,
Wie ein Lauscher an der Wand
Denkt er sich am rechten Orte.

Wie`s ihm bangt nach jedem Ton,
... weiterlesen


Philister

Philistervolk auf allen Wegen,
Philister vor und hinter mir,
Im Sonnenschein, im Schnee und Regen,
Philister dort, Philister hier !

Hast du noch Beine, so enteile ... weiterlesen


Kommerslied beim Erinnerungsfeste

Schenket ein und stoßet an:
Vivat was uns freute !
Ist es auch vor langen Jahren,
daß wir flotte Burschen waren,
ei, wir sind‘ s noch heute.

Auch noch ... weiterlesen


Der ewige Demagog

Schleppt den Frühling in den Kerker
denn er ist ein Demagog
weil er der gewohnten Herrschaft
seines Vaters entzog
Uns um unsere langen Nächte
und den schönen ... weiterlesen


Der deutsche Zollverein

Schwefelhölzer, Fenchel, Bricken,
Kühe, Käse, Krapp, Papier,
Schinken, Scheren, Stiefel, Wicken,
Wolle, Seife, Garn und Bier;
Pfefferkuchen, Lumpen, Trichter,
... weiterlesen


Seehandlung

Seht, wir wechseln, leihen, borgen;
seht, wir schaffen, mühen und sorgen,
das des Volkes Kraft erwache,
daß die Armut werde kleiner
und die Wohlfahrt allgemeiner.
... weiterlesen


Walhalla

Sei gegrüsst, du hehre Halle
Deutscher Größ` und Herrlichkeit!
Seid gegrüßt, ihr Helden alle
aus der  alt` und neuen Zeit!
O ihr Helden in der Halle
... weiterlesen


Mein Stern

September 1848

Ich fragt einen Stern am Himmel:
Willst du mein Glückstern sein?
So oft ich ihn sah und fragte,
Gab er gar lieblichen Schein.

Ich ... weiterlesen


Die privilegierten Geheimen

Sie mauern und sie bauen
im Tempel alles Lichts
Doch ist noch nichts zu schauen
sagt an, woran gebricht`s

Wird`s klar an jenem Tage
am Tage des Gerichts
... weiterlesen


Siehe, der Frühling währet nicht lang

Siehe, der Frühling währet nicht lang:
Bald ist verhallt der Nachtigall Sang.
Blühen noch heute Blumen im Feld,
Morgen ist öd und traurig die Welt.
Aber der Liebe ... weiterlesen


Ideen zur europäischen Völkergeschichte

Sind nur darum Europas Staaten,
daß die Soldaten grünen und blühen?
Müssen für drei Millionen Soldaten
unsere zweihundert Millionen sich mühen ?

Freilich, ... weiterlesen


Chatten

Sitte war‘s in alten Tagen
bei der edlen Chattenschar:
Bis man einen Feind erschlagen
ließ man wachsen Bart und Haar.

Auch noch heute gibt es Chatten,
... weiterlesen


Winter ade!

So hört doch, was die Lerche singt!
Hört, wie sie frohe Botschaft bringt!
Es kommt auf goldnem Sonnenstrahl
Der Frühling heim in unser Tal,
Er streuet bunte Blumen ... weiterlesen


Wiegenlied 1841

So schlaf in Ruh`,
mein Söhnlein du!
Dein Vaters sprach ein freies Wort,
da führten ihn die Schergen fort
in einen Kerker weit von hier,
weit weit weg von mir, ... weiterlesen


Die alte Leier

So tröstet euch nun mit diesen Worten
untereinander. (1.Thessalon. 4,18)

Der Edelmann, er schenkt sich fleißig ein:
Ich kenne nur noch diesen Gänsewein.
Mein ... weiterlesen


Licht und Schatten

So wäre es vielleicht manchem Schriftsteller vom Anfange des 19. Jahrhunderts in protestantischen Ländern nicht zu verdenken, wenn er sich einen schicklichen und bescheidenen Teil von derjenigen ... weiterlesen


Dichterstudie

Sprecht mir nicht von Pyramiden,
Mammuttierversteinerung !
Was dem Dichter ist beschieden,
lebt und atmet ewig jung.

Nicht antikenvolle Räume,
nicht ... weiterlesen


Stimme aus der Wüste

Stark sei dein Mut und rein dein Herz
Und tönt‘ s auf allen Seiten
Die schlimme Zeit! Die böse Welt !
Du wagst dich frisch hinaus ins Feld,
das Schlechte zu ... weiterlesen


Chinesisches Loblied

Stehende Heere müssen wir haben,
Stehende Heer` im himmlischen Reich.
Wär` es nicht wahrlich Jammer und Schade,
wenn wir nicht hätten manchmal Parade,
wenn wir nicht ... weiterlesen


Bienchen, summ herum!

Summ summ summ!
Bienchen, summ herum!
Ei, wir thun dir nichts zu Leide,
Flieg` nun aus in Wald und Heide!
Summ, summ, summ!
Bienchen, summ herum!

... weiterlesen


Der dreizehnte Artikel

Und seid ihr auch in Jugendfrische
noch ganz gesund, noch gar nicht alt -
wo einmal dreizehn sind bei Tische
stirbt einer von den dreizehn bald

So ging es, als der ... weiterlesen


Statistische Glückseligkeit

Unseres ganzen Wohlstands Quellen
siehst du alle hell und klar
Übersichtlich in Tabellen
Jahr für Jahr und bis aufs Haar.

Hier zehn Schafe mehr geschoren
... weiterlesen


Dunkelmannstracht

Unsre freuden, unsre Leiden
wollen wir in Schwarz nur kleiden
Schwarz ist Anstand überall
bei dem Grab und auf dem Ball

Tragt die Nacht nicht am Gewande
... weiterlesen


Auswanderungslied

Unsre Fürsten hatten viel versprochen,
Doch das Halten schien nicht ihre Pflicht.
Haben wir denn nun soviel verbrochen,
daß sie hielten ihr Versprechen nicht?

... weiterlesen


Nein und Ja

Verneinend ist und bleibt mein Streben
zu allem Schlechten sag ich: nein !
Ich sag’s und sing’s mein ganzes Leben
und sollt‘ ich mich zu Tode schrei’n.

... weiterlesen


Vetter Michel

Verspottet nur den Vetter Michel!
Er pflügt und sät:
Einst sprießt die Saat, die keine Sichel
der löblichen Zensur ihm mäht.

Sie leben noch, die etwas ... weiterlesen


Knüppel aus dem Sack

Von all den Wüschen auf der Welt
nur einer mir anjetzt gefällt
KNÜPPEL AUS DEM SACK !
Und gäbe Gott mir Wunschesmacht,
ich dächte nur bei Tag und Nacht
... weiterlesen


Der Corporalstock

Von einem Helden will ich singen,
der einst die ganze Welt bezwang:
So konnt` es keinem noch gelingen,
so glorreich wie es ihm gelang.

Obschon im Waldesgrün ... weiterlesen


Klagelied

Wann einst die Flaschen größer werden
wann einst wohlfeiler wird der Wein,
dann findet sich vielleicht auf Erden
die goldene Zeit noch einmal ein

Doch nicht für ... weiterlesen


Die Fragenden

Warum so viel Stafetten jagen ?
Was hat sich denn wohl zugetragen ?
Nicht viel - die Diplomaten fragen.

Sie fragen in die Kreuz und Quere,
sie fragen über ... weiterlesen


Was bringt der Weihnachtsmann?

Was bringt der Weihnachtsmann dem Fränzchen?
Weihnachtsmann!
Eine Puppe mit dem Kränzchen
Bringt der Weihnachtsmann dem Fränzchen.
Weihnachtsmann!

Was ... weiterlesen


Die Adelszeitung

Was bringt die Adelszeitung Neues ?
Sie bringt die alte Herrlichkeit,
das alte Glück der alten Zeit,
der Deutschen alten Preis und Ruhm:
Das heilige Deutsche Adelstum.
... weiterlesen


Der geplagte Teufel

Was hat doch der Teufel zu thun:
nie darf er ja rasten und ruh’n
soll holen bald dies und bald das
er weiß ja oft selber nicht was.

Wie wird ihm bei Tag und bei ... weiterlesen


Licht- und Fensterrecht

Was ihr von Lichtrecht schreibt und sprecht !
Uns ward ja nur ein Fensterrecht:
Hinein darf wohl das Licht ins Haus,
doch leider darf kein Licht heraus.

O gute ... weiterlesen


Nur liebend ist dein Herz ein Herz

Was ist die Welt, wenn sie mit dir,
durch Liebe nicht verbunden?
Was ist die Welt, wenn du in ihr,
nicht Liebe hast gefunden?

Verklage nicht in deinem Schmerz
... weiterlesen


Ewige Grenzsperre

Was kann aus Rußland kommen
in unserem Nutz und Frommen?
Die russische Kultur,
die paßt für Rußland nur.

Da wachsen zu viel Ruten,
und Kantschu, ... weiterlesen


Brotstudium

Was macht der Bruder Studio
drei ganze Jahre lang?
Er lebt nach seinem Animao
und ziemlich ohne Zwang.
ER hört nach Vorschrift dies und das
und weiß davon doch ... weiterlesen


Virtus Philologica

Was rühmt ihr doch an Rom und Griechenland
stets Freiheit, Tapferkeit und Vaterland ?
O wäret ihr nur Sklaven dort gewesen,
von eurem Rühmen wärt ihr längst genesen !
... weiterlesen


Neueste Beschreibung des Wiener Kongresses

Was sie jeden Tag vollbrachten,
ob sie scherzten oder lachten
wird genau erzählt
wie sie standen, wie sie saßen,
daß sie tranken, daß sie aßen
wird auch nicht ... weiterlesen


Die Orthodoxen Royalisten

Was, Erdensöhne, wollt ihr noch von Gottes Sohn ?
Ihr setzt ihn auf und setzt ihn ab von seinem Thron.
Er läßt euch ruhig schreiben, disputieren und schreien,
Ihr wisset wohl, ... weiterlesen


DIE DEUTSCHGESINNTE POLIZEI

Weg mit welschem Ungeschmack
und dem schamlos offenen Frack !
Deutscher Rock und deutsch Barett,
Ei, wie steht`s so fein und nett !

Also sprach man Tag und ... weiterlesen


Café National

Welch ein Flüstern, welch ein Summen !
Welch ein stiller Lesefleiß!
Nur Marköre schreien und Brummen:
Tasse schwarz! Und Tasse weiß!

Und die Zeitungsblätter ... weiterlesen


Das neue Jerusalem

Welch ein kindlich frommes Streben!
Welch ein inniger Verein !
An dem Teetisch -
Welch ein heilig reines Leben !
Welch ein Gottversunkensein !
An dem Teetisch.
... weiterlesen


Auf der Bierbank

Welch ein Leben ! welch ein Streiten
für die Wahrheit und das Recht !
Auf der Bierbank -
Unsere Sitten, unsere Zeiten,
nein, sie sind fürwahr nicht schlecht!
Auf ... weiterlesen


Wenn alles schläft in stiller Nacht...

Wenn alles schläft in stiller Nacht,
Die Liebe wacht.
Sie wandelt leise von Haus zu Haus,
Und teilt die schönsten Gaben aus;
Sie bringet Trost für altes Leid,
... weiterlesen


Im Jahr 1812

Wenn der Kaiser doch erstände
Ach! er schläft zu lange Zeit
Unsere Knechtschaft hat kein Ende
und kein End hat unser Leid

Auf dem schönen deutschen Lande
... weiterlesen


Eine Frage an ein Hoch-, Hochwohl- und wohlgeboren

Wenn des Menschen größte Sünde ist,
daß er geboren war. (Calderon, `Das Leben ein Traum`)

Wir sind geboren, hochgeboren
hochwohl- und wohlgeboren wir:
Das ist ... weiterlesen


Stöpselzieher

Wenn es keine Flaschen gäbe,
würden keine Stöpsel sein,
und wie einst dem Zeus die Hebe
so kredenzt‘ ich Dir den Wein.

Aber leider wird gezogen
jetzt ... weiterlesen


Jacob Grimm

Wenn es unsere Fürsten wüßten,
was er tat für` s Vaterland.
Legionen Orden müßten
längst schon schmücken sein Gewand.

Und was war im Vaterlande
ihm ... weiterlesen


Angebinde

Wenn wir auch ohne Ahnen sterben
und ohne Adelsglück und Ruhm:
O glücklich, wenn wir dort ererben
ein Gotteslehen zum Eigentum !

Auch ist‘s ein Trost für ... weiterlesen


Weinlied

Wer fragte je nach deinem Glauben,
wenn er vor dir mit Andacht saß,
bei dir, du edler Sohn der Trauben,
die Zeit und alle Welt vergaß ?

Willkommen, reiner ... weiterlesen


Alles mit hoher obrigkeitlicher Erlaubniß

Wer hindert uns in unseren Zwecken und Entwürfen
– Dideldum, dideldum, dideldum – und unseren Ideen
Mit hoher obrigkeitlicher Erlaubis dürfen
– Dideldum, dideldum, ... weiterlesen


Des Zensors Klagelied nebst Chor der Laien

Wer nie ein Zensor ist gewesen,
der weiß nicht, wie es solchen geht;
was muß er doch nicht alles lesen,
und wenn er‘s auch gar nicht versteht !

Chor:
... weiterlesen


Die Modernen Heiden

Wie ein Vogel des Stricks kommt ab,
ist unser Seel entgangen:
Strick ist entwei und wir sind frei
(Dr. Martin Luther)

Was soll Pegasus noch springen
oben ... weiterlesen


Die sieben Sachen

Wie heißen doch die sieben Sachen,
die einen Mann vom Stande machen ?
Nichts lernen früh von Kindesbeinen
und alles doch zu wissen meinen,
die ganze Nacht beim Spiel ... weiterlesen


Staatsinquisition

Wie heißt die Schrecklichste der Listen
die ärger ist als Feindeslist
und auch sogar den span`schen Christen
noch unbekannt geblieben ist?

Ich will dir deine ... weiterlesen


Langweilig und schlecht

Wie ist die Willkür und Gewalt
doch in der Welt gemein!
Die Welt ist schon so klug und alt
und muß doch dienstbar sein!
Wann bricht der Freiheit goldener Strahl
... weiterlesen


Wie ist doch die Zeitung interessant

Wie ist doch die Zeitung interessant
für unser liebes Vaterland !
Was haben wir heute nicht alles vernommen !
Die Fürstin ist gestern niedergekommen,
und morgen wir der ... weiterlesen


Liebesfrühling II

Wie oft schon ward es Frühling wieder
Für die erstorbne öde Welt!
Wie oft schon schollen frohe Lieder
Ihm überall durch Wald und Feld!

Wie oft schon ward es ... weiterlesen


Deutsche Leidenschaft

Wie sie grübeln, wie sie dichten,
was das Gut` und Rechte sei!
Wie sie rasch ihr Werk verrichten,
eh` der Zeitpunkt geht vorbei!
Seht, wie sie so ernsthaft sitzen,
... weiterlesen


Abschiedslied der Zugvögel

Wie war so schön doch Wald und Feld!
Wie ist so traurig jetzt die Welt!
Hin ist die schöne Sommerzeit,
und nach der Freude kam das Leid.

Wir wussten nichts von ... weiterlesen


Der erste April

Wie wir als Knaben uns doch neckten!
Wie wir voll Schelmenstücke steckten!
Ich mach´s noch heute nicht bekannt,
Wonach ich einstmals ward gesandt,
Ich schweige still,
... weiterlesen


Herrnhuter in beiderlei Gestalt

Wie wollt ihr des Herrn vergessen
nicht beim Trinken noch beim Essen
und ihr tunkt in roten Wein
Ein biscuiten Lämmlein einSo erfüllt ihr Gottes Willen
im Geheimen und ... weiterlesen


Blitzableiter

Wilder Geist wie Wetterwolke
über uns zusammenzieht:
Ach, wie hilft man unserm Volke,
daß ihm nicht ein Leid geschieht ?

Wetterschäden zu verhüten,
gibt ... weiterlesen


Bienenlos

Wir geben und der König nimmt,
wir sind zum Geben nur bestimmt,
Wir sind nichts weiter als die Bienen,
arbeiten müssen wir und dienen.

Und statt des Stachels gab ... weiterlesen


Nunquam retrorsum!

Wir haben` s geschworen, nie tut es uns leid:
Geht alles auch verloren, wir halten unseren Eid.
Und ist sie vernichtet, die Konstitution,
ein Gott im Himmel richtet, hoch überm ... weiterlesen


Suum Cuique

Wir haben` s wahrlich trefflich weit gebracht:
Zur Strafe ward der Bürgerstand gemacht.
Verwirkt sein Adeltum ein Edelmann,
so wird und ist er bürgerlich fortan.

... weiterlesen


Türkische Liturgie

Wir müssen beten für den einen,
und nur für ihn und für die Seinen.
Wir taten` s gern und tun es gern
und flehen für ihn zu Gott dem Herrn.

Es steht ja in der ... weiterlesen


Herbstlied eines Chinesen

Wir sind nicht reif !
Das ist das Lied, das sie gesungen haben
jahrhundertelang uns armen Waisenknaben
womit sie uns noch immer beschwichten
des Volkes Hoffen immer ... weiterlesen


Zarte Rücksichten

Wir waren es ! o Heil, daß wir es waren,
die einst erfanden vor vierhundert Jahren
dich Pflegetochter hoher Gnad‘ und Gunst,
dich, weitberühmte edle Druckerkunst !

... weiterlesen


Unter des durchl. deutschen Bundes schützenden Pr

Wo kann der Dichter froher sein
und singen so von allerhand,
von Tugend, Freundschaft, Lieb‘ und Wein.
Von König, Gott und Vaterland,
als uns das Glück vergönnet,
... weiterlesen


Mützen

Wundertätig ward die Mütze,
die dereinst Francesco trug -
Das ist Wunder doch genug !

Die französische Freiheitsmütze
ward zur Kaiserkrone gar -
o wie ... weiterlesen


Niemandes Herr, Niemandes Knecht

Zum Amboß hielt ich mich zu schlecht,
zum Hammer war ich euch nicht recht.
So bin ich Amboß nicht noch Hammer
und rufe frei von Herzensjammer:
So ist es gut, so ist es ... weiterlesen


Die beiden Strauße

Zwei Strauße sind anjetzt vorhanden
zwei Strauße von verschiedener Art
Ein Paar wie sich`s in allen Landen
noch niemals hat geoffenbart

Man muß sie hören, muß ... weiterlesen


Frühlingsliebe (II)

Zwischen Blumen schlaf ich, bei des Baches
Und der Vögel süßem Kosen,
Unterm Schirme des Holunderdaches
Und im Dufte frischer Rosen.

Laßt mich schlafen, ... weiterlesen


Eine himmlische Ethymologie

`Ein großer Teufel ist schon Gog,
Ma-Gog ist ein viel größerer noch,
was aber ist der Demagog ?
Das ist der allergrößte doch.`

So sprach dereinst der Engel ... weiterlesen


Ständisches

`Ein jeder bleib‘ in seinem Stande,
ein jeder denke nur an sich;
das ist ein Segen unserm Lande,
das paßt sich gut für dich und mich!`

O weh, o weh, du ... weiterlesen


Syracusaise

`Gott erhalte den Tyrannen,
den Tyrannen Dionys !
Wenn er uns des Heils auch wenig
und des Unheils viel erwies,
wünsch` ich doch, er lebe lange,
flehe brünstig ... weiterlesen


Militärisch

`Ha ! was eilt die Straß entlang ?
Wie` s da blitzt im Sonnenglanz !
Trommelwirbel, Pfeifenklang !
Lustig, heißa ! wie im Tanz.`

Sind Soldaten, ziehen herein,
... weiterlesen


Eine Singstimme

`Ich bin ein Preuße,` singt nur einer,
die andern aber brummen drein.
Das klingt wahrhaftig, als ob keiner
so recht ein Preuße wollte sein.

O fände doch das ... weiterlesen


Mauskätzchen

`Mauskätzchen; wo bleibst du?
Mauskätzchen, was treibst du?
In unserem Häuschen
Sind schrecklich viel Mäuschen:
Sie pfeifen und rappeln,
Sie trippeln und ... weiterlesen


Spatz und Katze

`Wo wirst du denn den Winter bleiben?`
Sprach zum Spätzchen das Kätzchen.
`Hier und dorten, allerorten`,
Sprach gleich wieder das Spätzchen.

`Wo wirst du denn ... weiterlesen


Zu fernerem Bedenken

`Zu fernerem Bedenken!`
Du altes Reichstagswort!
Der Reichstag ist vergangen,
Der Bund hat angefangen,
du aber lebst noch fort.

Im ferneren Bedenken
... weiterlesen


Alpenröschen

»Lieder vom Kochelsee«
Sommer 1856

Die letzten Sonnenstrahlen bleichen,
Grau wird der See wie in der Nacht,
Und dichte Nebelwolken streichen
Und hüllen ... weiterlesen



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