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Gedichte - Hugo Zuckermann

ALS WIR DIE GRENZE ÜBERSCHRITTEN

(25. August 1914)

Radetzky schau vom Himmel drein
Und segne deine Streiter!
Kein Fußbreit Boden darf russisch sein,
Wir machen die Grenzen breiter.
Wir ... weiterlesen


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SÜNDE

(Deinen Lippen gewidmet)

Der Tag verglomm als wie ein dunkles Band
Und starb wie einer Orgel tiefer Ton
In einen Hauch verebbend und verschwand,
Doch stieg die ... weiterlesen


AN EINER BAHRE

(Dem Andenken des Reichsratsabgeordneten
Dr. Heinrich Gabel gewidmet)

Und wieder ist ein Mund verstummt,
Der unserem Recht das Wort gesprochen.
Die Knospe, eben ... weiterlesen


EIN BEGRÄBNIS

(Dem Andenken Otto Neumanns gewidmet)

Die Schulter bog sich krumm.
Schwer drückte uns die Last
Der harten Totenbahre;
Sie beugte mich zu Boden fast.
Damit ... weiterlesen


KIRSCHEN

(Dem Jüdischen des S. Schneir nachgebildet)

Reifende Kirschen und knospende Mädchen
Mit Augen, tief dunkler als Schwarzkirschen sind;
Flink klettern die Mädchen am ... weiterlesen


WIDMUNG

(Dir, die mir Flügel gab, gewidmet)
Ich war ein Sünder, sündhaft, weil ich schwieg,
Und meine Seele drückte wie ein Mord
Ein ungesprochenes, gewürgtes Wort,
Das jede ... weiterlesen


PURIM

(Ein Prolog)

Ein Königstraum! so zaubermärchenschön
Wie Blütenkeimen einer Frühlingsnacht,
Ein halbvergeßnes, windverwehtes Lied,
Das silbern klang auf ... weiterlesen


DAS LÄMMLEIN

(Eine uralte Geschichte für unsere Kleinsten)

Ein Lämmlein zart und silberweiß,
Der Vater bracht`s vom Markte heim —
Zwei Groschen galt sein Preis.
Ein ... weiterlesen


AN SALOME

(Ihren Augen zugeeignet)

Wir müssen lernen zu schauen
Mit Augen, denen kein Flor
Von Tränen unter den Brauen,
Wob dunkle Schleier vor.

Mit ruhigen ... weiterlesen


DIE ÖSTERREICHISCHE LANDWEHR

(In memoriam meines lieben Freundes k. k. Oblt. Richter,
gefallen bei Radymno am 22. Oktober 1914.)

Die österreichische Landwehr hat keine Fahn` —
Und doch flog ihr ... weiterlesen


BEIM PARKGITTER

(Kein Ständchen)

Auf dem Meer deiner Launen Stürmt mit vollen Segeln
Mein Schiff mit zerhau`nen Seilen, die Bohlen mit Nägeln
Verschlagen, ein kampfmüdes Wrack. ... weiterlesen


EIN SONNENUNTERGANG

(Seiner geliebten Salome)

Der Himmel war wie ein Brautgemach
Verhängt mit rosa Gardinen
Und durch die Wolkenjalousien
Fiel Sonn`gefunkel auf das grüne Dach.
... weiterlesen


EINE NACHT

... Eine Fackel ist entflammt —
Purpurroter, faltenschwerer Samt
Fließt breit von den Wänden.
Mit blassen Händen
Dienen die Stunden ihr schweigendes Amt.
Durch ... weiterlesen


HINTERBRÜHL

Auf einem Hügel sanft gelehnt,
Der schüchtern sich zum Wäldchen sehnt,
Saß ich im Abendsinken.
Wo sich der Weg im Busch verlor,
Probierte ein gemischter Chor
... weiterlesen


ABRAHAMS ENKEL

Das hab` ich vom Urvater Abraham,
Der lehrte mich Götzen zertrümmern,
Ich bin ein Sohn vom verlorenen Stamm,
Der mußt` aus des Niles zähestem Schlamm
Paläste der ... weiterlesen


JESAJA

Das Wort des Herrn erging an seinen Knecht:
Nimm deinen Stab und gürte deine Lenden,
Ich will dich heim zu deinem Volke senden,
Zu richten, was gerecht und ungerecht.

... weiterlesen


DER HERR HAUPTMANN

Der Herr Hauptmann hat gesagt:
Wenn die Glocke neune schlagt,
Wird Retraite geblasen!
Ist das Bier auch kühl und braun,
Mädchen hinterm Gartenzaun,
Jetzt muß ich ... weiterlesen


SEHNSUCHT

Die Nacht ist dunkelfliederblau
Und zittert leis` wie Harfensaiten,
Als ließ die blasse Mondenfrau
Den Mantel von den Schultern gleiten
In langen Falten in die dunkle ... weiterlesen


REITERLIED

Drüben am Wiesenrand
Hocken zwei Dohlen —
Fall` ich am Donaustrand?
Sterb` ich in Polen?
Was liegt daran?!
Eh` sie meine Seele holen,
Kämpf ich als ... weiterlesen


DANK

Du hast mich heute
Mit einem Kuß bezahlen wollen!
Und ich habe prahlen wollen
Mit meiner Beutel
Ach, wie reut
Mich meine Eitelkeit!
Die Sonne verstreut
... weiterlesen


PFINGSTMONTAG IM PRATER

Durch`s bunte wimmelnde Gewühl der Menge,
Die sich durch die bemalten Buden zwängte,
Die gaffend sich zur Wunderdame drängte,
Soldaten, Burschen, Mädchen, Wurstelmänner,
... weiterlesen


ASCHERMITTWOCH

Ein dünner Schatten vom Laternenpfahle
Liegt auf dem feuchten, spiegelnden Asphalt.
Wie eines Zöllners Schlagbaum ruft er: Halt!
Der Weg ist abgesperrt!
Und durch die ... weiterlesen


DER KARST

Ein nackter Stein,
Kein Strauch — kein Baum,
Kein Blümelein
Am kahlen Saum,
Kein grüner Halm,
Kein junger Stamm,
Nur trüber Qualm
Am Uferdamm.
... weiterlesen


SOLDATENGRAB

Ein schlichtes Kreuz
Zwischen zwei Ackerfalten.
Bald schneit`s
Und deckt die letzte Spur
Von einem, der zur Fahne schwur
Und seinen Schwur gehalten.
Der ... weiterlesen


MIZPAH

Einst dröhnte von klirrenden Waffen dein Feld,
Einst schmetterte wilder Trompetenschall,
Einst war dein Bach von Blut geschwellt,
Einst ward hier der mächtige Feind gefallt.
... weiterlesen


EINST...

Einst, einst,
Wenn du wieder scheinst,
Segnende Sonne, auf unser Gestade,
Dann stehen taufrische, kerzengerade
Halme und harren, daß du sie bräunst.
    ... weiterlesen


SALZBURGER DIARIUM

Es war ein Tag ohne Zusammenhang,
Kein Vorspiel und kein Nachgesang.
Ein dies intercalaris.
Da lag wie ein trunkener Winzer der Tod,
Und ein Kirchlein schämte sich ... weiterlesen


ZEITLIED

Es war eine Zeit,
Da ich mein Leid
Liebte,
Weil mir kein Lieb
Übrig blieb
Als meine betrübte
Seele, die leidgeübte.
Es gab eine Zeit,
Da ich ... weiterlesen


LIED ANS MASCHINENGEWEHR

Hast tausend Kugeln in deinem Leib
Und Pulver viele Pfund.
Heil dir, du eisenschwang`res Weib,
Jetzt schlägt die erlösende Stund`.
      Gib deine Kinder ... weiterlesen


MAKKABÄER

Heute darf ich den Genossen
Makkabäerlieder sagen,
Weil ich selbst ein Schwert getragen
Und mein rotes Blut vergossen.

Heute keine Siegeslieder,
Heute ... weiterlesen


DER WANDERER

Ich aber war der Wanderer in der Wüste!
Das Wort verhallt` im todesstarren Schweigen.
Ich sah die Sterne gegen Mitternacht sich neigen,
Eh` noch mein Blick das Land der ... weiterlesen


VERLORENE JUGEND

Ich glaub`, ich war wohl nie ein Kind,
Ein Kind, wie andre Kinder sind,
Das keine Sorgen kannte.
Ich freut` mich nie am Sonnenschein,
Ich freut` mich nie am blumigen ... weiterlesen


ZUM GEBURTSTAG

Ich hab` der Gaben holdeste erhalten
An jenem Tage, der der Welt dich gab, —
Um sie durch dich noch schöner zu gestalten.

Dein stolzes Herz lehnt jede Gabe ab,
... weiterlesen


DIE ZIONSBURG

Ich rage stolz und wetterhart
In die ziehenden Wolken empor.
Wo ist das Volk, das rings sich geschart?
Wo ist der Helden stürmende Fahrt?
Wo ist das Blut, das vergossen ... weiterlesen


DER MISRACH

In unsrer Stube hängt ein Bild
Im alten, wurmzerfreßnen Rahmen,
Ein goldpapierner Davidschild,
Von blauen Wolken eingehüllt,
Und drüber Gottes Namen.

... weiterlesen


II. MONDNACHT

Jetzt taucht der Mond aus dem Wolkenbad
Und läßt sein blankes Silberrad
Auf Wolkenbrücken rollen.
Tief aus den Wassern quollen
Die Nebel, die zum Tale schlichen.
... weiterlesen


HERBST IM PARK

Leichte Lichter lachen kokett
Von bleichen Blättern, rotgerändert;
Wie Mädchen lachen, schmalbebändert,
In einem losen Federbett.
Kein warmes Licht, kein ernster ... weiterlesen


III. LOVRANA

Lovrana liegt, umsäumt von Lorbeerhainen,
Von blauer Wogen sanftem Gruß umspült,
Ein Blumengarten zwischen nackten Steinen.
Von dichten Wolken ist der Berg umhüllt
Und ... weiterlesen


PSALM

Nach Osten neig` die Stirn`, dort schimmern Zions Reste
Im Abendrot.
        Erbaue Zion wieder!
Bau` deinem Volke eine neue Feste,
Sieh unsre Not!
... weiterlesen


SCHATTEN

Nun führt mein Weg über grüngold`ne Wiesen
Zu den fruchtprangenden Paradiesen,
Zu den Inseln der Verlangenden.
Durch alle Dornenranken
Spitzfindiger Gedanken
... weiterlesen


GHETTOLIEDCHEN

Rachel, o Rachel, die Welt ist so schön;
Rachel, sag`, hast du die Welt schon gesehn?
Rot blüht der Rosenstrauch, grün ist der Klee,
Blau sind die Veilchen auf blumiger ... weiterlesen


AN JUDAS JUGEND

Sei du das Schwert, ich will den Arm dir leihn!
Sei du der Schaft, den ich mit Erz bewehre!
Du sollst des Volkes Hort und Hoffnung sein,
Ein treuer Hüter vor dem Tor der ... weiterlesen


ADONAI MELECH

So aber spricht der Herr in seinem Grimme.
Wenn wetterschwer sich schwarze Wolken ballen,
Soll Bittgesang aus deines Tempels Hallen
Laut übertönen seines Donners Stimme.
... weiterlesen


WIR

Und eine stille Stunde trug
Den Abendschein als wie ein Kleid
Und wiegt ein weiches Klingen weit,
Wie einer fernen Wolke Zug,
Wie eines Vogels müden Flug,
Der ... weiterlesen


UND RAHEL SINGT

Und Rahel singt: Um Mitternacht,
Da schwiegen alle Sterne,
Die Rosenknospe ist erwacht,
Hat die Glutaugen aufgemacht,
Im Winkel bei der Zisterne.

Sie wiegt ... weiterlesen


THEODOR HERZL. III.

VISION

An einem Hügel wallt` der Zug vorbei,
Als Juda in die alte Heimat zog.
Und als der erste Schwarm vom Wege bog,
Verstummte jäh das jubelnde Geschrei.
... weiterlesen


SEDER IM GHETTO

Wer müde und beladen, trete ein
In meines Hauses engumgrenzten Frieden;
Ob sie auch ängstlich meine Schwelle mieden,
Heut` soll ein jeder hochwillkommen sein.

... weiterlesen


THEODOR HERZL. II.

ZUM 50. GEBURTSTAGE

Noch können wir uns des Tages nicht freuen,
Noch ist zu frisch dein Grab, das wir mit scheuen
Schritten besuchen, als wärest du eben entschlafen
... weiterlesen


ROSENSCHWESTERN

Zwei Knospen jung am Rosenstrauch
Erblühten lieblich gestern.
Der Morgen kam mit lauem Hauch
Und grüßte zart die Schwestern.
»Herr Morgen, was wirst du so rot,
... weiterlesen


DAS GOLDENE KALB

»Wer ist`s, der uns geführt durchs rote Meer,
Wer ist`s, der durch die Wüste uns geleitet,
Den starken Fittich über uns gebreitet,
Wer ist der Donnergott, der Weltenherr?
... weiterlesen



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