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Gedichte - Jacob Burckhardt


Palazzo Doria

(Genua) Leise rauschen die
Cypressen In dem Abendwind, Unter
denen Er gesessen, Er, des Mittelmeeres
Lieblingskind. Immernoch an die
Terasse Wirft die d
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Isola bella

- Juni 1800- Wolken über den Himmel
jagen, Des empörten See’s
Wogen Unten an die Terrassen
schlagen Und ein Sturm kommt
hergezogen. Horch! Cypress’ und
Lorbeer r
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In Neapel

Auf E. W. Ackermanns Tod, 1846. O
sieh Neapels Golf im goldnen
Abendschimmer, Sieh tausend Barken
ziehn, der Segel weiß
Geflimmer,   Die Stadt am Strande
meilenlang, Di
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E gheimi Underhandlig.

Cousine, Sie händ`s gmerkt! ach goldeni
Cousine, Sie händ`s am Frytig gmerkt,
i gseh`s an Ihrer Miene. Nit wohr, Sie
sage nyt? Es isch mer nit um mi . . . I
bin us Yfersucht e rechte Dolb
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Am Wiehnachtsfraufastemärt.

Der neu Kalender! b`schau en mit
Respekt! Am Rand stehnd d`Märt, und
d`Gricht, und d`Landesvätter, Und in
der Mitti zwölfmol dryssig Tag Und
schwarzi Neumönd mit bikanntem Wetter.
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Im Kabinetli.

Do isch me-n-um der steine Tisch Bis
fast um achti gsesse; Vom Dischcuriere
händ sie d`Nacht Und d`Küehli ganz
vergesse. Du bisch mer gegenüber
gsi Und hesch nur gl
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By Liecht.

Do liege neui Büecher uf em Tisch, Und
d`Lampe brennt – i soll e wenig
lese, Händ d`Tante gseit, i heig e
gueti Stimm, – Und gegenüber sitzt
das liebsti Wese! Es stric
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Genua

Draußen donnert die Flut, gejagt vom
Sturme des Märzmonds, Hoch an den
Fels, am Ende der Stadt, der jenes
erhellte Häuschen trägt. Welch
brausende Nacht! es mischt sich dem
Regen Zische
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Monte Argentaro

Eine Nacht auf Sturmeswellen war
geflogen unser Boot, Und ob schwarzem
Felsgebirge stieg herauf das
Morgenrot; Eine Insel war’s, mit
steilen Gipfeln und mit schroffen Talen
– Gruß dir,
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Das Saitenspiel

Erster Gondolier Schön ist der
Abend, und die Wogen blitzen, Wenn
leiser West die grüne Fläche
kräuselt. Fern sinkt die Sonne an den
Alpenspitzen, Ein sanftes Wehen um di
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Vorgsicht.

Es gitt en Ahnung, und sie nimmt
mengmol E sichri Gstalt a und erschynt,
me mag Sie wölle-n-oder nit. I weiß
dervo. Emole-n-amme heisse
Summertag Do sim mer unser drei wyt
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Am Jenfersee.

Ganz einsam schlych i dur das
Wunderland, Es treit nu, wie me meint
im Traume z`schwebe. I glaub mengmol, i
faß Dy kleini Hand – S`isch au nur
Traum, doch dä isch jetz my Lebe.
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Fontana nuova

Gruß dir, o heller Silberstrahl, Der
auf verborg’nen Wegen Durch stille
unterird’sche Nacht Geeilt dem Licht
entgegen! Mutwillig nun entprudelst
du Granit’nem L
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Castagnola

Heil dir, gastfreundlich schönes
Gelände, Heil! Du, dessen Ufer neben
den rauschenden Kastanienhainen stolz
sich spiegeln In des kristallenen
See’s Wogen. Dir schickt die
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Fiesole

Heiß ist im Sommer Florenz, bezeug’
es jedglicher Fremdling, Der im Zeichen
des Löwen, im Zeichen der glühenden
Jungfrau In der etruskischen Stadt
Paläst’ und Tempel bewundert. Sonn
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Monte Cenere

Hier laßt mich schlummern,
Gefährten, Im Farrnkraut, weich und
lind, Ueber mir wogt die
Kastanie, Bewegt vom
Mittagswind. Und neben mir rauscht
die Quelle Kühl aus
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Aus Venedig

Ja, Cyperwein und schöne Frau’n Und
Gang und Klang bis Mitternacht, In
Gondeln liegend anzuschaun Bei
Mondlicht der Paläste Pracht, Und von
Canale zu Canal So still und pf
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Im Maie.

Leb wohl, du schönsti Nacht vom
Maie Die je vergoht mit Wy und
Gsang! Mer grüesse dyni
Sternereihe Mit unsrem letschte
Gläserklang; Mer grüesse selbe
Morgeschimmer,
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Ends October.

O liebe Herbst, bisch scho vorby, Und
alli Trübel gunne? Wahrhaftig, d`Bäum
sind halber bruun Und goldgäl in der
Sunne! Von alle Matte ghört me
Glüt, `S sind Much
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Red und Antwort.

Sag was isch uf der liebe Welt Noch
azfoh, Mensch, mit Dir? De stuunsch
in`s Blau, wie d`Wulke ziehnd Und bisch
bald hinterfür. »So loß mi stuune.
Denk, i suech »E
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Dantes Traum

Still von Florenz her nahte Dante
sich Der ew’gen Roma, wo er
Wissenschaft Erlernen sollte, aber
trauervoll Beachtet’ er der Tempel
Trümmer nicht, Die ernsten Schweigens
jeden W
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Im Agnotale

Süße Waldnacht von den Bergen
steigt Und es rauscht der Fluß in
Träumen, Und die Sonne, die zum Abend
neigt, Will die Talschlucht golden
säumen. Drüben schwebt ein Dorf
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Uf der Gaß.

S` isch spoti Nacht, und d`Läde zue
– Me ghört doch Gsang und
Saite, Und s`Schubert`s Lieder kennt
me-n-au, Und s`Gritli mueß
bigleite. I kenn Dy Herz, wie`s Othem
zieht
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Alles vergebeds.

S`sind alli Gasse still und
s`Morgeliecht Stygt hübschli über
Muur und Dächer; Der Brunne ruuscht;
de trinksch noch, eb de gohsch, E
Gsundheit us dym Lederbecher. Jetz
sel
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Asyl

Versenkt mich ins Tyrrhenische
Meer! Das ist die stillste
Grabesgrotte! Dort liegt von alten
Zeiten her Manche karthag’sche
Silberflotte. Von türkischem Erze
mancher Schil
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Ein Stück römische Nacht

Vor dem Triton-Brunnen auf Piazza
Barberini O steinerner Götze, der
Wasser speit In die kühle, die
duftende Nachtluft, Es regt sich der
Neid, wenn still man erwägt Was du
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Nyt Eiges meh.

Was wie-n-e Flamme-n-uf mym Scheitel
rueht, Du bisch die Glueth! Was
wie-n-e helli Wulke-n-um mi wallt, Du
bisch die Gwalt! Und s`Morgeroth
schynt dur e Rosehag, Du bi
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Seebad

Wehet weiter, Abendwinde, Weiche Wellen
mir entgegen, Daß sie wallend und
gelinde Tau´n auf mich den milden
Regen; Daß, geschaukelt von der
süßen Warmen Wucht thyrrhenisc
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Deheime.

Wie isch mer jetz die grossi Stube
z`eng, Syt selbi Schmerze-n-yziehnd mit
Gidräng! Wie luege mi die Büecher
wo-n-i ha Vo dene Schäfte trurig
a! Kei Arbet ruckt, und eb i`
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Am Golf von Neapel

– auf einem Briefbogen mit Bild
– Die Dame und der schmucke
Cavalier, Die du so kunstreich siehst
gebildet hier Im wechselseitigen
Herzensrappel – Südländer sind’s,
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