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Gedichte - Jens Peter Jacobsen

Faustina und Faust

(Ein Fragment)

Erstes Kapitel

Eine Zelle in einem Nonnenkloster. Im Hintergrunde
ein einfaches Lager, auf dem ein Totenkopf und eine
Geißel liegen. Im ... weiterlesen


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Monomani

(Eine Arabeske)

Ich bin irr.
Doch ich kenn meines Wahnsinns
Ursprung und Wesen.
Ich bin irr, und jetzt will ich singen;
Doch ich weiß, daß ich stumm ... weiterlesen


An Agnes

Alle meine Wünsche sind von dir entfacht,
Alle meine Träume sind dir dargebracht,
Alle meine Worte nehm ich von deiner Lippe.
Doch wünsche ich wild
Und denke ich ... weiterlesen


Genrebild

Auf dem Turme ganz allein
Saß der Page lange,
Dichtete von Liebespein
Dort mit heißer Wange,
Konnte es nicht fertig bringen
In dem Ringen
Jetzt mit ... weiterlesen


Landschaft

Die weite Heide mit moosigem Fels,
Sanft schimmernder See in der Ferne,
Ein roter Streif, wo die Sonne versank,
Und einige flimmernde Sterne.

Und seltsam ... weiterlesen


Ellen

Eine Tür geht auf,
Ein Hemd wird hell
Im gedämpften Mondlicht.
Und es flattert fort
Zum Stall des Bauern,
Wo die Hufe der Pferde
Aus steinernem Estrich
... weiterlesen


Namenlos

Eines Abends denke ich vor allen,
Denk an ihn klar, wehmütig-stolz,
In jubelnder Demut –
Still war es im Zimmer,
Singendes Schweigen;
Klar und mild fiel der ... weiterlesen


Irmelein Rose

Geht, es war einmal ein König,
Viele Schätze waren sein,
Doch der allerbeste, wußte
Jeder, das war Irmelein.
Irmelein Rose,
Irmelein Licht,
Irmelein ... weiterlesen


(Die wilde Jagd)

Hat dein Auge je gesehen
Sonnenspiel auf Feld und Wellen,
Während bang die Ohren lauschten
Hufgeklirr und Hundebellen
Von der wilden Jagd,
Nächtlich wilden ... weiterlesen


Hochzeitslieder

I

Ranken des Lebens prangen voll und strotzend,
Schwer ist ihr Tanz;
Strahlendes Licht der Hoffnung schlingt sich trotzend
Zu einem Kranz.
Farben vom Leben ... weiterlesen


Reime

I

Schneidet, schneidet Hafer,
Jedes Hälmchen klein!
Wer wird Hafer binden,
Wer wird oben sein?
Wer nimmt mich,
Und wer nimmt dich,
Wer wird ... weiterlesen


Turmwächterlied

Jetzt ist es Nacht,
Die Scheide, selbst gebracht
Von Gott, dem Herrn, bevor die Zeit noch war,
Sie, zwischen klarer See des Lichts
Und dunklem Meer der Nacht,
Sie ... weiterlesen


Man büßet dafür...

Man büßet dafür so manches Jahr,
Was ärmliche Freuden waren;
Man lächelt es vor in dem Augenblick,
Doch weinen muß man in Jahren.
Es rinnet Leid, rinnet Harm von ... weiterlesen


(Ohne Titel)

Redemüde ist der König,
Dürstet nach Gesang.

– – – – – – – – – – – –

Ein Lied, Herr König!
Ein Lied sollst du hören,
... weiterlesen


Im Garten des Serails

Rosen senken die Häupter, schwer
Von Tau und Duft,
Und Pinien wehen so still und matt
In schwüler Luft.
Quellen wälzen die schwere Flut
In müder Ruh,
... weiterlesen


(Um mein Bild)

Sarglinnen als Girlanden um mein Bild,
Und auch Zypressen, aber keine Palmen,
Ein Handvoll Lilien ohne ihre Stengel,
Mit grauer Asche auf den weißen Blättern;
Zerbrochne ... weiterlesen


Hochzeitslied

So voll und reich wand noch das Leben
Nimmer euch seinen Kranz,
Und auf den Trauben spielt in kühnem
Schimmer der Hoffnung Glanz.
Im Laube welch ein Glüh´n des farbigen ... weiterlesen


Polka

Tendrée und fein,
Geht sie hin
Wie frisch entsprungne Bäche,
Mit Augen rein,
Leicht Karmin
Auf runder Wangen Fläche.

Im Haare Rosen,
... weiterlesen


Marine

Unter des Haares tiefschwarzer Hut
Augenpaars blinkende Zwillingsglut
Leuchtet und ruht.
Atemzugsdünungen Stille verheißen,
Über des Schulterpaars Klippen, die ... weiterlesen


Griechenland

Weiß ist der Marmor,
Doch leuchtet er nicht.
Schlank sind die Säulen,
Doch ragen sie nicht.
Üppige Pracht der Kapitäle ist verschwunden.
Zusammengerollt ist das ... weiterlesen


Ohne Titel

Zeit ists jetzt zum Stelldichein!
Als ein großer, goldner Schein
Streicht das Licht von meiner Lampe
Über Gärten, über Hecken, über weit, weit fort.
Und das locket ... weiterlesen


Arabeske

zu einer Handzeichnung von Michelangelo

(Frauenprofil mit gesenktem Blick, in den Uffizien)

Nahm Land die Woge?
Nahm sie Land und zog sich langsam,
Rollend ... weiterlesen



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Gedichte vom Autor Jens Peter Jacobsen

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