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Gedichte - Johann Aloys Blumauer

An das neue Jahr

1783.

Warum, o neues Jahr! soll ich
Mich deiner Ankunft freuen?
Man weiß ja niemals, soll man dich
Mehr wünschen, oder scheuen.

Du trittst, ohn` ... weiterlesen


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Amor, als französischer Sprachmeister

Als Amor jüngst kam aus Paris,
Lehrt` er die schöne Dorilis
Die Sprache aller Sprachen:
Courage, rief er, liebes Kind,
Sie werden unter mir geschwind
Den besten ... weiterlesen


Die Wahl

An Frau Josepha von ** zum Geburtstage.

Einst stritten Cybele und Zeus sich in die Wette:
Wer an der Menschen Glück mehr Antheil hätte,
Die Gattin, oder Mutter? ... weiterlesen


O-Tahiti

An Georg Forster.


O glücklich Land! auf das, wie`s heißt, hernieder
So reichlich Gottes bester Segen quoll,
Bist du`s, auf dem ein Theilchen uns`rer Brüder
... weiterlesen


Aufmunterung zur Lieb und Lebensfreude

An Lilla.

Keine bange Sorge, liebes Mädchen,
Kränke dein mich liebend Herz,
Nur am sanften, bunten Freudenfäd`chen
Gängle dich der Liebe Scherz!

... weiterlesen


Die Kunst zu lieben

An Lydia.

Mädchen, will man recht sich freu`n
Wie sich`s ziemt, so muß man fein
Amors Spiele kennen;
Also, Mädchen, höre mich,
Im vertrauen Ton will ... weiterlesen


Tischlied

Auf, Brüder, geniesset des Lebens!
Nie winke die Lust euch vergebens;
Denn wisset, die Freud` ist ein Weib.
Sobald wir den Blick von ihr wenden,
Entschlüpft sie aus ... weiterlesen


Brief eines strengen Vaters an seinen Sohn

Aus dem Französischen.

Ein strenger Vater schrieb an seinen Sohn:
»Durch gegenwärt`gen Postillon
Erhältst du einen Beutel - wohlbespicket
Mit Thalern, den dir ... weiterlesen


An ***

bei Ueberreichung eines Paars weisser Handschuhe.

Weiß ist die Farbe der Freude,
Weiß der Unschuld Gewand,
Und diese Farbe bekleide
Immer Herz dir und Hand!
... weiterlesen


An Fräulein Nannette v. Spielmann

Bei Uebersendung eines Zupfkästchens.

Dem Liebenswürdigsten der Mädchen
Schickt dies Behältniß gold`ner Fädchen
Ein Freund zum neuen Jahr;
Allein, statt Gold ... weiterlesen


Die Sehnsuchtsthräne

Bänglich wird mir, und der Minne
Leiden wachen auf in mir; -
Rinne, warmes Thränchen, rinne,
Sieh, noch viele folgen dir.

Warum weilet ihr so lange
An den ... weiterlesen


In das Stammbuch des Fräuleins Gabriele von Baumb

Deine frühesten Gefühle
Lösten schon beim Saitenspiele
Auf in Harmonien sich:
Liebe reichte dir die Leyer
Liebe gab dir Kraft und Feuer -
Liebe kröne - lohne dich!


Schmauchlied

Dem edlen Schmaucherorden
In Ost, Süd, West und Norden
Stimm` ich dies Loblied an:
Es soll den Schmaucher lehren,
Wie er mit allen Ehren
Und Vortheil schmauchen ... weiterlesen


Lied, gesungen auf der Landpfarre zu B

den 21. Junius 1786.

Auf laßt uns ein Liedchen beginnen;
Denn lieblicher, Freunde! verrinnen
Beim Sange die Zeit und der Wein.
Wir füllen beim Sang die ... weiterlesen


Epilog auf die Abreise Pius VI. von Wien

den 22sten April 1782.

So sah`n wir denn - was wir wohl nimmer sehen werden -
Der Kirche sichtbar Haupt, das Ebenbild von dem,
Der, als er seine Kirche hier auf Erden
... weiterlesen


In das Stammbuch eines Reisenden

Der Mensch gleicht einer Münze, Freund!
Ist er von gutem Korn, und scheint
Dir ächt sein Schlag, und ist noch scharf sein Rand,
Dann reich` ihm unverweilt die Hand:
... weiterlesen


Der Rechenmeister Amor

Der Tausendkünstler Amor ließ
Sich bei der jungen Dorilis
Zum Rechenmeister dingen,
Und wußt` in einer Stunde da
Die ganze Arithmetika
Ihr spielend ... weiterlesen


An die deutschen Mädchen

Deutsche Mädchen höret mich!
Eu`rer Mütter Art will ich
Schlecht und recht im Sang euch lehren,
Wunderdinge sollt ihr hören:
Mädchensitte, alt und neu,
Will ... weiterlesen


Ich und Du

Dich führet Mars in`s blut`ge Feld,
Mich Amor zu den Hirten:
Du krönst mit Lorbeern dich als Held,
Ich kränze mich mit Myrten.

Dich störet früh der Pferde ... weiterlesen


Meine Wünsche

Die Erde ist so groß und hehr,
Man sieht mit Lust sie an,
Und wer sie ganz besässe, wär`
Ein überreicher Mann:
Doch hätt` ich g`nug für meinen Sinn
An einem ... weiterlesen


Widersprüche der Liebe

Die Tyrannin, die so viele Sklaven
Zählt als Menschen auf der Erde sind,
Und mit ihren sieggewohnten Waffen
Alles zwingt, ist doch der Freiheit Kind.

Sie, an ... weiterlesen


Eingang des zweiten Gesangs des Mädchens von Orle

Dreimal beglückt ist der, der eine Jungfrau findet,
Er hat ein grosses Gut; allein nach meinem Sinn
Ist ein uns liebend Herz ein süsserer Gewinn,
Weil wahres Glück sich nur ... weiterlesen


Lob des Ochsen

Du edles Thier, von dessen Fleisch wir essen,
Auf dessen Haut wir geh`n,
Du, den die Dichter, ach, so ganz vergessen!
Dich soll mein Lied erhöh`n.

Man kann Orest ... weiterlesen


Lob des Esels

Du gutes Thier, auf dessen Haut wir schreiben,
Das uns bald trägt, bald führt,
Nein, länger will ich dir nicht schuldig bleiben
Das Lob, das dir gebührt.

Man ... weiterlesen


Lob des Flohs

Du kleiner Nero, Compagnon der Läuse,
Blutgieriger Tyrann!
Für dich stimm` ich, nach Meister Linguets Weise
Nun auch ein Loblied an.

Dein ganz brünetter Teint, ... weiterlesen


Ode an den Leibstuhl

Du kleiner Sitz, von dessen eig`nem Namen
Man mit Respekt nur spricht,
Den täglich doch die eckelste der Damen
Besieht und fühlt und riecht.

Du bist der größte ... weiterlesen


Beitrag zu den Leichengedichten auf den Tod Marien

Du liebe Zeit!
Was Kopf hat, brütet,
Und kreißt und schüttet
Heraus, und schreit
In Vers und Prosa
Laut und sub Rosa
Gar manches Ach
Der Fürstin ... weiterlesen


Wunderseltsame Klage eines Landmädchens in der St

Du lieber Gott, bald dankt` ich dir
Wohl nicht für deine Gabe;
Noch nie war mir`s so ärgerlich,
Als in der grossen Stadt, daß ich
Ein hübsch Gesichtchen habe.
... weiterlesen


Lied an der Toilette der Geliebten zu singen

Dürft` ich Huldin, dich umfangen,
Gleich der Luft, die dich umfließt,
Und mit zitterndem Verlangen
Jeden deiner Reize küßt!
Schwebt` ich, ach mit Wohlgefallen,
... weiterlesen


Der Geizhals

Ein Geizhals fiel in einen Fluß, der tief
Und reissend war. Ein Fischer, der das Leben
Ihm retten wollte, sprang hinein und rief:
Er möchte nur die Hand ihm geben;
... weiterlesen


Empfindungen...

Empfindungen in dem neu
angelegten Lustgarten Sr. Excellenz
des Grafen von Kobenzl

Kein Garten hat mich je vergnügt,
Wo jedes Sprößchen, das kaum ... weiterlesen


An den Wind

Er, pleno Titulo, Regent
Von uns`rer Atmosphäre,
Macht wahrlich seinem Regiment
Am Himmel wenig Ehre.
D`rum, Herr Spavento! hör` er mich:
Frisch von der Leber weg ... weiterlesen


An die Sonne

Frau Sonne, diesmal trifft sie`s nicht,
Wenn sie von meinem Liede
Sich nichts, als Schmeichelei, verspricht;
Ich bin des Lobens müde.
D`rum höre sie: Trotz ihrem ... weiterlesen


Trinklied

Gesungen im Brühl den 18. Mai 1783.

Hört Brüder, die Zeit ist ein Becher,
D`rein giesset das Schicksal dem Zecher
Bald Galle, bald Wasser, bald Wein.
Was ... weiterlesen


Am Geburtsfeste der Gräfin E.v.T

Gesungen von ihrer Freundin.

Wir alle freuten uns des Tag`s,
Der dich zur Welt gebracht,
Und dachten an den Umstand nicht,
Der dir des Lebens süsse Pflicht
... weiterlesen


Wunsch eines Mahlers, dessen Kunst nach Brod geht

Graf.

Ich hab`, o Herr, von ihrem Werth
Schon sehr viel Rühmliches gehört.
Man saget mir: die Kunst der Götter, zu beleben,
Sei ihrer Meisterhand gegeben.
... weiterlesen


Lob der Gans

Großmächtige, zu Wasser und zu Lande
Gleich wohl behauste Frau!
Dir bring` ich hier im festlichen Gewande
Mein Lobgedicht zur Schau.

Man stellt uns in der ... weiterlesen


An den Magen

Großmächtigster der irdischen Despoten,
Tyrann, vor welchem man
En Galla nur gebraten und gesotten,
Sich präsentiren kann!

Du bist - und dies macht unsern ... weiterlesen


Liebeserklärung eines Kraftgenies

Ha, wie rudert meine ganze Seele
Nun in der Empfindung Ozean?
Laute Seufzer sprengen mir die Kehle,
Die man auf zehn Meilen hören kann.

Gleich Kanonenkugeln ... weiterlesen


Gegenstück zu Bürgers Lied

Herr Bachus ist ein braver Mann, u.s.w.

Herr Bachus ist ein schlechter Mann,
Ein schmutz`ger, grober Bengel,
Und Herr Apoll, der Leyermann,
Ist gegen ihn ein ... weiterlesen


An den Mond

Herr Mond, von mir erwart` er nicht,
Daß ich nach Dichterweise
Nun auch sein Alletagsgesicht
Aus vollen Backen preise.
Ich habe lang ihn observirt,
Und wahrlich ... weiterlesen


Der Freier aus Religionsgründen

Hinweg von mir, ihr Furien,
Ihr sieben Katechismus-Sünden!
Ein junges Weibchen, fromm und schön,
Soll mir euch helfen überwinden.

Du schnöde Hoffahrt trolle ... weiterlesen


An die Weisheit

Holde Himmelstochter, deren Klarheit
Jeden Geist, der frei ist, an sich zieht,
Allgetreue Führerin zur Wahrheit,
Die den Sterblichen bald äfft, bald flieht!

... weiterlesen


Die Autorpolitik

Ich kenn` ein Künstchen,
Das spielt gar gern
Mit blauen Dünstchen;
Das lehrt die Herr`n,
Genannt Autoren -
Versteht sich die
Mit langen Ohren -
Sich ... weiterlesen


Eingang des ersten Gesangs des Mädchens von Orlea

Ihr wollt, daß ich die Heiligen euch preise, -
Schwach ist mein Ton, und meines Liedes Weise
Fast zu profan. Doch weil ich folgsam bin,
So sing ich euch die Wunderthäterin
... weiterlesen


Dem Fräulein L

Im Mai 1783.

Wiesen, Auen grünen wieder,
Blümchen prangen auf der Flur,
Und es tönen Finkenlieder,
Neu erwacht ist die Natur.

Auf zu frohen, ... weiterlesen


Sehnsucht eines Liebenden

Immerdar mit leisem Weben
Schwebt dein süsses Bild vor mir,
Und ein liebesehnend Beben
Zittert durch die Seele mir.

Weg aus deinem Zauberkreise,
Wo du mich ... weiterlesen


Lob- und Ehrengedicht...

Lob- und Ehrengedicht für die sämmtlichen neuen schreibseligen Wiener Autoren

Ridiculum acri
Fortius et melius magnas plerumque secat res.

Horatius.

... weiterlesen


An den Teufel

Man will dir, Armer, jetzt den Abschied geben,
Und läugnet deine Macht:
Man führt bei Tag ein teufelloses Leben,
Und scheut dich nur bei Nacht.

Dir geht`s, wie ... weiterlesen


Die beiden Menschengrößen

Menschengrössen gibt es zwei hienieden,
Eine jede kleidet ihren Mann.
Das Verdienst webt beide, doch verschieden
Sind die Fäden und die Farben d`ran.
Eine hüllet sich ... weiterlesen


An Lesbien

Nach Catull.

O Mädchen, mehr als Götterglück,
Ja mehr noch fühlt der Mann,
Der dir gen über, Blick an Blick
Geheftet, sitzen kann.

Von deines ... weiterlesen


Mein System

Nach dem Französischen
des Verfassers der Rhapsodien.

In meines Lebens Flitterjahren
Bestürmt` ich Paphos, Heiligthum,
Doch kaum als die vorüber waren,
... weiterlesen


Die neue Pfründe

Nach dem Französischen.

Als jüngst der junge Pfarrer Kant
Mit seiner Dulcinea schmollte,
In deren Liebesold er stand,
Und sie sogar verlassen wollte,
... weiterlesen


Der Aberglaube

Nach dem Französischen.

Ein Mann, dem eine Maus des Nachts den Schuh zerbiß,
Erzählte einst dem weisen Kato dies,
Als ein Ereigniß, das ihn sehr beängstigt ... weiterlesen


Die Verwandlung

Nach dem Französischen.

Es wundert dich, daß ein so garstig Ding,
Als eine Raupe ist, zum schönsten Schmetterling
In wenig Wochen wird: - mich wundert`s nicht;
... weiterlesen


Grabschrift eines Spaniers für seinen gehenkten V

Nach dem Französischen.

Hier schloß mein Vetter Raps die Augen zu.
O Wand`rer, blick` hier in die Höhe,
Und wünschest du dem armen Sünder Ruh`,
So wünsche - ... weiterlesen


Das wahre Glück

Nach dem Französischen.

Man rühmt hienieden, wie ich sehe,
Bald Freundschaft, und bald Lieb` und bald die Ehe
Uns Menschen als beglückend an,
Obgleich uns keine ... weiterlesen


Die letzten Worte eines Sterbenden

Nach dem Französischen.

Nackt ward ich zur Welt geboren,
Nackt scharrt man in`s Grab mich ein:
Also hab` ich durch mein Sein
Nichts gewonnen, nichts verloren.


Der Vater als Nebenbuhler seines Sohnes

Nach dem Französischen.

Zauberin voll Liebreiz! ach vergebens
Fesseltest du meinen Sohn und mich;
Ich bin schon am Abhang meines Lebens,
Und mein Sohn ist noch zu ... weiterlesen


An Lydien

Nach dem Johannes Secundus.

Jüngst bat ich dich, mir einen Kuß zu geben:
Du liefst herzu, berührtest mir
Die Lippe kaum, und flohest. O mein Leben,
Das heißt ... weiterlesen


Wunder der Liebe

Nach dem Spanischen.

Liebe traf mich, meine Augen weinen,
Und im Herzen brennt ein wüthend Feuer mich,
Durch der Liebe Allgewalt vereinen
Elemente selbst zu ... weiterlesen


Nicolais Reise, ein Lied

nach der bekannten Melodie:
Es waren einmal drei Schneider gewest etc.

Herr Nicolai macht den Schluß, o je,
Als ein berühmter Kritikus, o je,
Es reiste sich mit ... weiterlesen


Stutzerlied

Närrchen, sey nicht spröde,
Komm, und küsse mich!
Jünger, warst du blöde,
Aelter, zierst du dich.

Wisse, nur ein Weilchen
Sind die Mädchen schön,
... weiterlesen


Lehren an ein Mädchen

O Mädchen, schaue nicht zu viel
Auf jeder Mode Fratzenspiel!
Ein Mädchen, das nur Blonden mißt,
Und dessen Buch der Spiegel ist,
Dem ob dem Putz der Nachbarin
... weiterlesen


An die Donau

O wohl mir, daß ich, deutscher Strom,
Dich unser nennen kann!
Ist wer, der`s läugnen will, der komm,
Er komm, und seh dich an.

Er seh` die deutsche Grösse, ... weiterlesen


Freude des Wiedersehens

O, wie süsse
Lebt es sich!
Ich geniesse
Wieder mich.
In der Nähe
Hab` und sehe
Ich mein All;
Wer sie kennet,
Der durchrennet
Berg und ... weiterlesen


Nach Horaz

Ode 15.

Hell über`s Sterngewimmel
Ergoß sich Lunens Schein,
Und hüllte Erd` und Himmel
In stille Feyer ein;
Als du von Wonneweben
Durchschauert, ... weiterlesen


Die Donaufahrt

Sag` an, mein Lied! wo fern und nah`
Ich Gottes hohe Wunder sah,
Wo ich die Erde, schön geschmückt,
In ihrem Feyerkleid` erblickt:
Du Donau, du zeigtest die Holde ... weiterlesen


Loblied auf den Hauptpatron der männlichen und we

Schöpfer aller reizenden Gewänder,
Ew`ger Forscher auf der Schönheit Spur,
Unerschöpflich neuer Reizespender,
Bändiger der häßlichen Natur!

Du nur bist`s, ... weiterlesen


Der Mann, am letzten Tage seiner Wünsche

Sie naht, sie naht die süsse Stunde,
Vom bängsten Wunsch nur langsam hergeführt,
Die Lieb` und Lust in ihrem schönsten Bunde
An mir und ihr erblicken wird.
Hernieder, ... weiterlesen


An Minna

Sieh, wie der Mond, die Sterne prangen,
So klar auf ihrer dunklen Bahn;
D`rum komm`, und stille mein Verlangen,
Und eile bald zu mir heran.

Dorthin zu jenen ... weiterlesen


Dem Fräulein von L*** zum Namensfeste

So nah` ich denn zu diesem Feste
Recht herzlich heute auch heran,
Und wünsche, wünsche alles Beste,
Nun für die ganze Lebensbahn.

Daß sich in schönster ... weiterlesen


Der politische Kannengießer

Star weiß alle Neuigkeiten,
Weiß, was man zu allen Zeiten
Und in allen Ländern spricht;
Doch was inner seinen Pfählen
Laut sich Knecht und Magd erzählen,
Dies ... weiterlesen


Lied, in Abwesenheit des Geliebten zu singen

Teuthold, mein Trauter, ist gangen von hier,
Wälder und Berge verbergen ihn mir;
Sonst wohl erzielte noch fern ihn mein Blick:
Winkt` ich, dann winkt` er mir wieder zurück.
... weiterlesen


Auf das Lustgärtchen der Frau Gräfin von Egger

Thallenstein in Kärnthen

1784.

Ein Plätzchen, wo auf nackten Felsenstücken
Das karg genährte Wintergrün
Nur mühsam fortzukriechen schien,
Auf ... weiterlesen


Amors Waffen

Traut, Mädchen, Amor`n nicht, er zieht
Zwar auf als wie ein Krieger;
Doch wenn man näher ihn besieht,
Ist er nur ein Betrüger.

An seinen Waffen, die er ... weiterlesen


An die Langeweile

Unsterbliche, geliebte Schöne,
Bei deren Lob ich jetzt schon gähne,
Dich preise heute mein Gesang:
Was uns kein Aesculap kann geben,
Gibst du uns; denn du machst das ... weiterlesen


Der evangelische Bauernjunge, in der katholischen

Vater hört`s nur Wunder an!
Wann is nur erzählen kann,
Was darnächst an Feiertägen
In der grossen Stadt is g`schegen,
Woas nit, wo i z`erst anheb,
Was ihm vor ... weiterlesen


Lob des Hahns

Verleihe mir nun auch, du aller Hühner
Erlauchter Großsultan
Ein gütig Ohr, und höre deinen Diener
In hohen Gnaden an!

In deinen starken, ungeschwächten ... weiterlesen


Joseph der Zweite

Vorgelesen bei dessen Namensfeier

1783.

Joseph baut, und seinen Tempel gründet
Hohe Weisheit; Schönheit schmücket ihn;
Stärke, die mit beiden sich ... weiterlesen


Lied der Freiheit

Wer unter eines Mädchens Hand
Sich als ein Sklave schmiegt,
Und von der Liebe festgebannt,
In schnöden Fesseln liegt,
Weh dem! der ist ein armer Wicht,
Er kennt ... weiterlesen


An die Muse

Wer, Muse, dein göttliches Angesicht sieht,
Dem lodert`s im Busen, dem zittert und glüht
Im Auge die brünstige Liebe;
In dreimal gedoppelten Schlägen geht hoch
Das ... weiterlesen


Dem Fräulein von L*** bei Ueberreichung einer Ros

Wie aus Florens Blüthenkranze
Diese Blum` an Duft und Glanze
Alle andern überstrahlt;
So prangst du an Seelenadel,
Herzensgüte, frei von Tadel,
Wie sich mir ein ... weiterlesen


Der Blick der Liebe

Wie die Sonne das, was Mutter Erde
Todt in ihrem Schoosse trägt,
Mächtig, wie des hohen Schöpfers Werde,
Auf in`s neue Leben weckt;

Wie sich alle Lebenspulse ... weiterlesen


Lied eines Landmannes

über den Fluch:
Im Schweiß seines Angesicht`s sein Brod zu essen


Bei meinem Eid! mir schmecket nichts,
Als was im Schweiß des Angesichts
Ich selbst ... weiterlesen


Minas Augen

Zwei Augen sind`s, aus deren Blicken
Die Sonne selbst ihr Feuer stahl,
Seht, Männerherzen, gleich den Mücken,
Dreh`n taumelnd sich in ihrem Strahl.

O sonnt` ich ... weiterlesen


Glaubensbekenntniß eines nach Wahrheit Ringenden

Zwei Kräfte sind es, die den Menschen lenken,
Sie leiten ihn bald süd-, bald nordenwärts;
Natur gab ihm Verstand, um recht zu denken,
Um recht zu handeln gab sie ihm das ... weiterlesen



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Gedichte vom Autor Johann Aloys Blumauer

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