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Gedichte - Johann Gottfried Herder

Meine Blume

  Sei gegrüßet, kleine Blume,
Blume der Vollkommenheit,
Die die Heiligen und Weisen
Namlos preisen;
Denn des Herzens schönste Zier
Wohnt in Dir.

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Annchen von Tharau

Das samländische Original wurde übertragen von Johann Gottfried Herder

Annchen von Tharau ist, die mir gefällt,
Sie ist mein Leben, mein Gut und mein Geld.

Annchen ... weiterlesen Dein Schwert, wie ist’s von Blut so rot

Dein Schwert, wie ist`s von Blut so rot?
Edward, Edward!
Dein Schwert, wie ist`s von Blut so rot?
Und gehst so traurig da? O!

Ich hab geschlagen meinen Geier tot,
... weiterlesen Die Sonne blickt...

Die Sonne blickt mit hellem Schein
So freundlich in die Welt hinein.
Mach´s ebenso! Sei heiter froh!
Der Baum streckt seine Äste vor;
Zur Höhe strebt er kühl empor.
... weiterlesen Amor und Psyche auf einem Grabmal

Ein Traum, ein Traum ist unser Leben
Auf Erden hier.
Wie Schatten auf den Wogen schweben
Und schwinden wir
Und messen unsre trägen Tritte
Nach Raum und Zeit;
... weiterlesen Das Kind der Sorge

Einst saß am murmelnden Strome
Die Sorge nieder und sann:
Da bildet im Traum der Gedanken
Ihr Finger ein leinernes Bild.

”Was hast du, sinnende Göttin?”
... weiterlesen Träume der Jugend

Fliegt, Ihr meiner Jugend Träume,
Flattert, leichtbeschwingte Reime,
In mein frohes Jugendland,
Wo ich unter dichten Bäumen,
In der Muse sel´gen Träumen
... weiterlesen Lied des Lebens

Flüchtiger als Wind und Welle
Flieht die Zeit; was hält sie auf?
Sie genießen auf der Stelle,
Sie ergreifen schnell im Lauf;
Das, ihr Brüder, hält ihr Schweben,
... weiterlesen Gleich als hätte Gott...

Gleich als hätte Gott zuletzt noch
In sein schönes Haus, die Schöpfung,
Deshalb nur die Frau geführet,
Daß durch sie und für sie alles,
Alles je geschehen sollte,
... weiterlesen Herr Oluf

Herr Oluf reitet spät und weit,
Zu bieten auf seine Hochzeitleut`.
Du tanzen die Elfen auf grünem Strand,
Erlkönigs Tochter reicht ihm die Hand:
`Willkommen, Herr Oluf, ... weiterlesen Die zehnte Muse

Hohe Lehrerin, Noth, und treffliche Schülerin, Armuth,
  Zehnte Muse der Welt, o Du erfandest so viel.
Nicht nur schärfetest Du den Witz der Pflegebefohlnen;
  Noch ... weiterlesen Weisen mit der Wissenschaft...

Ihr Weisen mit der Wissenschaft,
die Welten zu bewegen,
gebt einem matten Herzen Kraft,
ein Fünkchen neu Vermögen,
ach, einen Tropfen Lebenssaft,
sich jugendneu ... weiterlesen In Mitte der Ewigkeit

Johann Gottfried Herder

Ein Traum, ein Traum ist unser Leben
auf Erden hier.
Wie Schatten auf den Wegen schweben
und schwinden wir.
Und messen unsre trägen ... weiterlesen Die Fahrt zur Geliebten

Lappländisch

Sonne, wirf den hellesten Strahl auf den Orra-See!
Ich möchte steigen auf jeden Fichtengipfel,
Wüßt ich nur, ich sähe den Orra-See.

Ich stieg ... weiterlesen Verklärung

Lebensfunke, vom Himmel entglüht,
Der sich loszuwinden müht!
Zitternd, kühn, vor Sehnen leidend,
Gern und doch mit Schmerzen scheidend!
End`, o end` den Kampf, Natur!
... weiterlesen An mein Auge

Mattes Auge, Du trübst!
Fliehst vom Strahl ins Dunkle,
Birgst Dich, leidendes Auge,
Ins Dunkle!

Matter Dämmrer, woher
Trübst Du? bist verweinet,
... weiterlesen Der Neid

Neide nicht, o junges Mädchen,
Deiner Schwester Lieblichkeit!
Ahme nicht mit heißem Eifer
Nach, was die Natur verbeut!

Eine Blume, noch im Werden,
Sah die ... weiterlesen Nichts verliert sich

Nicht der brausende Strom zürnt mit dem rieselnden Bache,
  Nicht der rieselnde Bach zürnt mit dem fallenden Thau;
Alle rollen vereint zum weiten, unendlichen Meere,
... weiterlesen Leben

Nur ein Leben leben wir aus in manchen Gestalten;
  Unser Schauspiel, es ruft Scene nach Scenen hervor.
Und doch binden so selten in uns sich Alter und Scenen;
  ... weiterlesen Murrays Ermordung

O Hochland und o Südland!
Was ist auf euch geschehn!
Erschlagen der edle Murray,
Werd´nie ihn wiedersehn.
Weh dir! Weh dir, Huntley,
So untreu, falsch und ... weiterlesen So schlage fröhlich...

So schlage fröhlich, denn, mein Herz, du schlägst
Im Quell der Lieb´und dieser schlägt in dir!
Auf, atme frei, mein Geist, du atmest nicht
Im Erdendunst, du atmest Äther - ... weiterlesen Das Flüchtigste

Tadle nicht der Nachtigallen
Bald verhallend süßes Lied;
Sieh, wie unter allen, allen
Lebensfreuden, die entfallen,
Stets zuerst die schönste flieht.

... weiterlesen Der Mond

Und grämt dich, Edler, noch ein Wort
Der kleinen Neidgesellen?
Der hohe Mond, er leuchtet dort,
Und läßt die Hunde bellen
Und schweigt und wandelt ruhig fort,
... weiterlesen Und grämt dich...

Und grämt dich, Edler, noch ein Wort
Der kleinen Neidgesellen?
Der hohe Mond, er leuchtet dort,
Und läßt die Hunde bellen,
Und schweigt und wandelt ruhig fort,
... weiterlesen Abendlied

Und wenn sich einst die Seele schließt
  Wie diese Abendblume;
Wenn Alles um sie Dämmrung ist
  Von Lebens Licht und Ruhme,
Und ihre letzten Blick` umher
... weiterlesen Warum denn...

Warum denn währt des Lebens Glück
Nur einen Augenblick?
Die zarteste der Freuden
Stirbt wie ein Schmetterling
Der hangend an der Blume
Verging, verging. Bruchstücke

Übersetzer: Johann Gottfried Herder

Ach, die gliederlösende böse Liebe quält mich,
  lieblichbitter singt der untreffbare Vogel.
  Liebster Artis, du warst ... weiterlesen

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