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Gedichte - Johann Rist

Die Schlacht bei Hameln

1633.

Ihr Himmel, triumphirt und thut für Freuden springen!
Du helles Firmament, laß Lob und Dank erklingen!
Aurora, zeig uns nun dein lieblichs Angesicht,
Komm, ... weiterlesen
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Als der Herzog von Friedland zu Eger war ermordet

25. Febr. 1634.

Was ist dies Leben doch? Ein Traurspiel ists zu nennen:
Da ist der Anfang gut, und wie wirs wünschen können,
Das Mittel voller Angst, das End ist ... weiterlesen Daphnis der Lärchenfänger

Als Daphnis einst spazieren gieng
Und ohngefähr zwo Lerchen fieng,
Gedacht er an die Galatheen,
Sprach: »Allerliebstes Täubelein,
Ach, daß du möchtest bei mir ... weiterlesen Die Einnahme Wesels

am 18. Aug. 1629.

Wann Maro, der Poet, das Lob der großen Helden,
Der Helden, die bei uns hoch steigen, sollte melden
Und möchte denn die Kron der theuren Prinzen ... weiterlesen Bekümmerte Liebesgedanken

Daphnis gieng für wenig Tagen
Ueber die begrünte Heid`,
Heimlich fieng er an zu klagen
Bei sich selbst sein schweres Leid,
Sang aus hochbetrübten Herzen
Von den ... weiterlesen Frühlingsgedicht

Daphnis wolte Blumen brechen,
Als der Merz den Frühling bracht;
Ach, sagt er, wer kan aussprechen
Meiner bittern Liebe Macht,
Liebe, die mich hat betrogen,
Daß ... weiterlesen An eine sehr schöne Blume im Frühling

Daß der Himmel dich schön geschmücket,
Daß die Sonne dein Kleid gesticket,
Daß du prangest für Gold und Seiden,
Muß mein` Adelwitz itz zwar leiden.
Daß die Bienen ... weiterlesen Der Kaiser von Byzanz

Der Kaiser von Bysanz saß einsmals sonder Sorgen
Bei seinen Räten bis schier an den lichten Morgen,
Vom Wein und Freuden voll, stund endlich auf und kam
Zu einem klugen Rat, ... weiterlesen Auf die Heuchler

Der kluge Satyrus der konte nicht erleiden
Des falschen Bauren Maul, das fertig war in beiden,
Versteh`, in kalt und warm; er wuste, daß zween Brei
In einem Topf gekocht ein ... weiterlesen Abendlied

Der Tag ist hin, der Sonnen Glanz
Hat nunmehr sich verloren ganz:
Itz bricht die finstre Nacht herfür
Und öffnet uns die Sternenthür.
Auf, meine Seel`, und hab` itz ... weiterlesen Auf die Winterszeit

Der Winter hat sich angefangen,
Der Schnee bedeckt das ganze Land,
Der Sommer ist hinweggegangen,
Der Wald hat sich in Reif verwandt.

Die Wiesen sind von Frost ... weiterlesen Auf die Winterszeit

Der Winter hat sich angefangen,
Der Schnee bedeckt das ganze Land,
Der Sommer ist hinweggegangen,
Der Wald hat sich in Reif verwandt.

Die Wiesen sind von Frost ... weiterlesen Diogenes

Diogenes der pflag ohn` alle Ross` und Wagen
Sein ganzes Hausgerät stets mit sich umzutragen,
Das war ein` alte Tasch`, ein Gerstenmus, ein Stab,
Dazu ein Becherlein, das nannt` ... weiterlesen Drei guter alter Dinge

Drei Dinge soll man stets in diesem kurzen Leben
Weit über Alles zwar, was irdisch heißt, erheben,
Jedoch nicht über Gott. Das erste wird genannt
Ein alter Freund, an Treu` ... weiterlesen Auf den herannahenden Frühling

Ei, nun wil ich lassen schwinden
Alle Sorg` und Traurigkeit,
Weil die schöne Frühlingszeit
Sich nun bald wird lassen finden,
Weil der Winter wird vergehen,
Eis ... weiterlesen Scherzlied

Freund des Himmels, steht das wol,
Fremde Müh` und Arbeit stehlen?
Solches pfleg` ich zu befehlen
Einem, der bald kläglich sol
Seine Sünd` im Regen büßen
Und uns ... weiterlesen An Nicolaum Göttling

Göttling, alter werter Freund, Stuben-, Tisch- und Bettgeselle,
An der Stelle,
Wo die Warnou sich ergeußt,
Da sie fleußt
In das große Meer mit Freuden,
Sind wir ... weiterlesen Der Hirsch

Ihr Götter in den Feldren,
Sylvanus und du Pan,
Ihr Nymphen in den Wäldren,
Hört doch mein Klagen an!
Ich armer Held muß sterben
Und das wol tausendmal,
... weiterlesen Lied

Kann ich denn an diesem Ort`
Auf des schönen Hügels Spitzen,
Wo der ungestüme Nord
Kaum mich lässet sitzen,
Lauter nichts beständigs sehn?
Muß es gehn
... weiterlesen Lob der Poeten

Kaum gläub` ich, daß auf dieser Erd`
Ein höher Lob gegeben werd`
An allem Ort` und Enden,
Als denen, die mit Hand und Mund
Des Himmels Gaben machen kund,
Ja Lehr` und ... weiterlesen Blumen des Gartens

Liebster, wilst du meiner warten,
Bis die Sonne bricht herfür,
Und mich führen in den Garten
Durch der Andacht schöne Thür,
Zarter Blumen Lieblichkeit
In der ... weiterlesen Blumen des Gartens

Liebster, wilst du meiner warten,
Bis die Sonne bricht herfür,
Und mich führen in den Garten
Durch der Andacht schöne Thür,
Zarter Blumen Lieblichkeit
In der süßen ... weiterlesen Herbstliches Hochzeitlied

Lustig zu Felde mit Pferden und Wagen!
Holet die Früchte, so Tellus getragen,
Sparet das Feiern,
Füllet die Scheuern,
Weizen und Rocken und Gersten bringt ein!
... weiterlesen An einem schönen Frühlingstage

Nun sich Himmel und Erd` erfreut
In der lieblichen Frühlingszeit,
Nun die Vögelein stimmen an
Das die Menschen ergetzen kan;
Nun die Flüsse so sanft und fein
... weiterlesen Daphnis wünschet einmal frei zu sein

O wie so selig muß doch sein
Ein Vöglein in den Lüften,
Die Nachtigal beim Bächelein,
Der Fuchs im finstern Klüften,
Die Schlang` im Busch, ein Fisch im Meer,
... weiterlesen Daphnis und Galathe

O wie so selig muß doch sein
Ein Vöglein in den Lüften,
Die Nachtigall beim Bächelein,
Der Fuchs in finstern Klüften,
Die Schlang` im Busch, ein Fisch im Meer,
... weiterlesen Cupido unverdrossen

Scheußt aus mich ohne Zahl.
Wird schon der Hirsch verwundet,
Fühlt er doch wenig Schmerz;
Mir ist so gar entzündet
Mit heißer Glut mein Herz.
Dem Hirschlein ... weiterlesen An sein schlechtes Büchlein

Schlechtes Büchlein, wilt du reisen
Nunmehr in die große Welt,
Da die Sachen schlecht bestellt,
Wo man dich mit Schmach wird speisen,
Ja dir sauren Lästerwein
... weiterlesen Reisegesang

So brech` ich auf von diesem Ort
Und zieh` in deinem Namen fort,
Herr Gott, du wirst mich gleiten
Und über mich, dein liebes Kind,
Das gar nichts ist als Staub und Wind,
... weiterlesen Hirtenlied

Spielet auf und laßt uns singen,
Wie die kalte Zeit einbricht,
Die zwar alles kan bezwingen,
Nur verliebte Seelen nicht;
Luft und Wasser, See und Erden
Stehen ... weiterlesen An den dichten Wald

Spielet sanft, ihr schlanken Zweige,
Spielet, weil der Tag ist hell,
Eh` auch Phöbus läuft zur Neige,
Spielet meiner Florabell;
Helfet mir, mit süßen Weisen
... weiterlesen Zeit genug

Was andren Leuten in der Welt,
Ihr Haus betreffend, nicht gefällt,
Das bleibet mir zwar unbekant;
Mir aber komt ein Ding zur Hand,
Ein rechtes Elend, voll Betrug,
Mein ... weiterlesen An Meister Hämmerling

Wunder-Wunder-Wunderding!
Unser Meister Hämmerling
Treibt doch gar zu grobe Possen:
Daphnis muß ihm sein geschossen
Zweifelsfrei mit Liebespfeilen,
Weil er durch ... weiterlesen

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