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Gedichte - Joseph von Eichendorff


Der Götter Irrfahrt

(Nach einer Volkssage der
Tongainseln) 1 Unten endlos nichts
als Wasser, Droben Himmel still und
weit, Nur das Götterland, das
blasse, Lag in Meeresein
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Der Umkehrende

1. Du sollst mich doch nicht
fangen, Duftschwüle Zaubernacht! Es
stehn mit goldnem Prangen Die Stern auf
stiller Wacht, Und machen überm
Grunde, Wo du verirret bist,
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Klage

1809 O könnt ich mich
niederlegen Weit in den tiefsten
Wald, Zu Häupten den guten Degen, Der
noch von den Vätern alt, Und dürft
von allem nic
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Zorn

1810 Seh ich im
verfallnen, dunkeln Haus die alten
Waffen hangen, Zornig aus dem Roste
funkeln, Wenn der Morgen
aufgegangen, Und den letzten Klang
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An meinen Bruder

1815 Was Großes sich
begeben, Der Kön`ge Herrlichkeit, Du
sahsts mit freudgem Beben, Dir wars
vergönnt, zu leben In dieser
Wunderzeit. Und üb
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Meeresstille

1837 Ich seh von des Schiffes
Rande Tief in die Flut hinein: Gebirge
und grüne Lande Und Trümmer im falben
Schein Und zackige Türme im Grunde, Wie
ich`s oft im Trau
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Deutschlands künftiger Retter

1857 Kein Zauberwort kann
mehr den Ausspruch mildern, Das
sündengraue Alte ist gerichtet, Da Gott
nun selbst die Weltgeschichte
dichtet Und auf den Höhen zür
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Der Umkehrende (2)

1 Du sollst mich doch
nicht fangen, Duftschwüle
Zaubernacht! Es stehn mit goldnem
Prangen Die Stern auf stiller Wacht, Und
machen überm Grunde, Wo
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Die Lerche

1 Ich kann hier nicht
singen, Aus dieser Mauern dunklen
Ringen Muß ich mich schwingen Vor Lust
und tiefem Weh. O Freude, in klarer
Höh Zu sinken u
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Nachklänge (2)

1 O Herbst, in linden
Tagen Wie hast du rings dein
Reich Phantastisch aufgeschlagen, So
bunt und doch so bleich! Wie öde, ohne
Brüder, Mein
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Auf meines Kindes Tod (2)

1 Was ist mir denn so
wehe? Es liegt ja wie im Traum Der Grund
schon, wo ich stehe, Die Wälder
säuseln kaum Noch von der dunklen
Höhe. Es
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Jugendandacht

1 Was wollen mir
vertraun die blauen Weiten, Des Landes
Glanz, die Wirrung süßer Lieder, Mir
ist so wohl, so bang! Seid ihr es
wieder Der frommen Kindheit s
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Der Pilger

1 Man setzt uns auf
die Schwelle, Wir wissen nicht,
woher? Da glüht der Morgen
helle, Hinaus verlangt uns sehr. Der
Erde Klang und Bilder, Ti
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Der verliebte Reisende

1 Da fahr ich still im Wagen, Du bist
so weit von mir, Wohin er mich mag
tragen, Ich bleibe doch bei dir. Da
fliegen Wälder, Klüfte Und schöne
Täler tief,
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Trennung

1 Denkst du noch jenes Abends, still
vor Sehnen, Wo wir zum letztenmal im
Park beisammen? Kühl standen rings des
Abendrotes Flammen, Ich scherzte wild -
du lächeltest durch Trä
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Wandersprüche

1 Es geht wohl anders, als du
meinst: Derweil du rot und fröhlich
scheinst, Ist Lenz und Sonnenschein
verflogen, Die liebe Gegend schwarz
umzogen; Und kaum hast du dich aus
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Sonette

1 Es qualmt` der eitle Markt in Staub
und Schwüle, So klanglos öde wallend
auf und nieder, Wie dacht ich da an
meine Berge wieder, An frischen Sang,
Felsquell und Waldeskühle!
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Der Soldat

1 Ist auch schmuck nicht mein
Rößlein, So ists doch recht
klug, Trägt im Finstern zu `nem
Schlößlein Mich rasch noch genug. Ist
das Schloß auch nicht prächtig:
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Liebe in der Fremde

1 Jeder nennet froh die Seine, Ich nur
stehe hier alleine, Denn was früge wohl
die Eine: Wen der Fremdling eben
meine? Und so muß ich, wie im Strome
dort die Welle,
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Erinnerung

1 Lindes Rauschen in den
Wipfeln, Vöglein, die ihr fernab
fliegt, Bronnen von den stillen
Gipfeln, Sagt, wo meine Heimat
liegt? Heut im Traum sah ich sie
wieder,
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Der wandernde Musikant

1 Wandern lieb ich für mein
Leben, Lebe eben wie ich kann, Wollt ich
mir auch Mühe geben, Paßt es mir doch
gar nicht an. Schöne alte Lieder weiß
ich, In de
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Abendlich schon rauscht der Wald

Abendlich schon rauscht der Wald Aus den
tiefsten Gründen, Droben wird der Herr
nun bald An die Sternlein zünden. Wie
so stille in den Schlünden, Abendlich
nur rauscht der Wald.
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Valet

Ade nun, liebe Lieder, Ade, du schöner
Sang! Nun sing ich wohl nicht
wieder Vielleicht mein Leben
lang. Einst blüht` von Gottes Odem Die
Welt so wunderreich, Da in d
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Der Vögel Abschied

Ade, ihr Felsenhallen, Du schönes
Waldrevier, Die falben Blätter
fallen, Wir ziehen weit von
hier. Träumt fort im stillen
Grunde! Die Berg stehn auf der
Wacht, Die
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Seemanns Abschied

Ade, mein Schatz, du mochtst mich
nicht, Ich war dir zu geringe. Einst
wandelst du bei Mondenlicht Und hörst
ein süßes Klingen, Ein Meerweib singt,
die Nacht ist lau, Die stille
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Der Isegrim

Aktenstöße nachts
verschlingen, Schwatzen nach der Welt
Gebrauch, Und das große Tretrad
schwingen Wie ein Ochs, das kann ich
auch. Aber glauben, daß der
Plunder Eben nic
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Die Sperlinge

Altes Haus mit deinen Löchern, Geizger
Bauer, nun ade! Sonne scheint, von allen
Dächern Tröpfelt lustig schon der
Schnee, Draußen auf dem Zaune
munter Wetzen unsre Schnäbel wi
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Der Bote

Am Himmelsgrund schießen So lustig die
Stern, Dein Schatz läßt dich
grüßen Aus weiter, weiter Fern! Hat
eine Zither gehangen An der Tür
unbeacht`, Der Wind ist g
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Die Zigeunerin

Am Kreuzweg, da lausche ich, wenn die
Stern Und die Feuer im Walde
verglommen, Und wo der erste Hund bellt
von fern, Da wird mein Bräutigam
herkommen. »Und als der Tag graut`, d
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Heimweh (2)

An meinen Bruder Du weißts,
dort in den Bäumen Schlummert ein
Zauberbann, Und nachts oft, wie in
Träumen, Fängt der Garten zu singen
an. Nachts dur
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Die Heimat

An meinen Bruder Denkst du
des Schlosses noch auf stiller Höh? Das
Horn lockt nächtlich dort, als obs dich
riefe, Am Abgrund grast das Reh, Es
rauscht der Wald
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Das Ständchen

Auf die Dächer zwischen blassen Wolken
scheint der Mond herfür, Ein Student
dort auf der Gassen Singt vor seiner
Liebsten Tür. Und die Brunnen rauschen
wieder Durch die s
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Der Schreckenberger

Aufs Wohlsein meiner Dame, Eine Windfahn
ist ihr Panier, Fortuna ist ihr
Name, Das Lager ihr Quartier! Und
wendet sie sich weiter, Ich kümmre mich
nicht drum, Da drau
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Seliges Vergessen

Aus dem Spanischen Im Winde
fächeln, Mutter, die Blätter, Und bei
dem Säuseln Schlummre ich ein. Über
mir schwanken Und spielen die Winde,
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Der irre Spielmann

Aus stiller Kindheit unschuldiger
Hut Trieb mich der tolle, frevelnde
Mut. Seit ich da draußen so frei nun
bin, Find ich nicht wieder nach Hause
mich hin. Durchs Leben jag ich ma
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Der Maler

Aus Wolken, eh im nächtgen Land Erwacht
die Kreaturen, Langt Gottes Hand, Zieht
durch die stillen Fluren Gewaltig die
Konturen, Strom, Wald und
Felsenwand. Wach auf,
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Der wandernde Student

Bei dem angenehmsten Wetter Singen alle
Vögelein, Klatscht der Regen auf die
Blätter, Sing ich so für mich
allein. Denn mein Aug kann nichts
entdecken, Wenn der Blitz auc
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Todeslust

Bevor er in die blaue Flut
gesunken, Träumt noch der Schwan und
singet todestrunken; Die sommermüde
Erde im Verblühen Läßt all ihr Feuer
in den Trauben glühen; Die Sonne,
Funken sp
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Waldmädchen

Bin ein Feuer hell, das lodert Von dem
grünen Felsenkranz, Seewind ist mein
Buhl und fodert Mich zum lustgen
Wirbeltanz, Kommt und wechselt
unbeständig. Steigend wild, Neig
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Elfe

Bleib bei uns! Wir haben den Tanzplan im
Tal Bedeckt mit
Mondesglanze, Johanniswürmchen
erleuchten den Saal, Die Heimchen
spielen zum Tanze. Die Freude, das
schöne leichtgläubi
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Bei Halle

Da steht eine Burg überm Tale Und
schaut in den Strom hinein, Das ist die
fröhliche Saale, Das ist der
Gibichenstein. Da hab ich so oft
gestanden, Es blühten Täler und H
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Vom Berge

Da unten wohnte sonst mein Lieb, Die ist
jetzt schon begraben, Der Baum noch vor
der Türe blieb, Wo wir gesessen
haben. Stets muß ich nach dem Hause
sehn, Und seh doch nic
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Hippogryph

Das ist ein Flügelpferd mit
Silberschellen, Das heitere
Gesellen Empor hebt über Heidekraut und
Klüfte, Daß durch den Strom der
Lüfte, Die um den Reisehut melodisch
pfeifen, D
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Das Kind ruht aus vom Spielen

Das Kind ruht aus vom Spielen, Am
Fenster rauscht die Nacht, Die Engel
Gottes im Kühlen Getreulich halten
Wacht. Am Bettlein still sie
stehen, Der Morgen graut noch kaum,
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Dein Bildnis wunderselig

Dein Bildnis wunderselig Hab ich im
Herzensgrund, Das sieht so frisch und
fröhlich Mich an zu jeder Stund. Mein
Herz still in sich singet Ein altes
schönes Lied, Das
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Zum Abschied meiner Tochter

Der Herbstwind schüttelt die Linde, Wie
geht die Welt so geschwinde! Halte dein
Kindelein warm. Der Sommer ist
hingefahren, Da wir zusammen waren
- Ach, die sich lieben, wie arm!
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An die Freunde

Der Jugend Glanz, der Sehnsucht irre
Weisen, Die tausend Ströme durch das
duftge Land, Es zieht uns all zu seinen
Zauberkreisen. - Wem Gottesdienst in
tiefster Brust entbrannt, Der sieh
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Der Lenz mit Klang und roten Blumenmunden

Der Lenz mit Klang und roten
Blumenmunden, Holdselge Pracht! wird
bleich in Wald und Aue; Tonlos schweift
ich damals durchs heitre Blaue, Hatt
nicht das Glühn im Tiefsten noch
empfunden.
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Der Liebende

Der Liebende steht träge auf, Zieht ein
Herr-Jemine-Gesicht Und wünscht, er
wäre tot. Der Morgen tut sich prächtig
auf. So silbern geht der Ströme
Lauf, Die Vöglein sc
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Die späte Hochzeit

Der Mond ging unter - jetzt ist`s Zeit.
- Der Bräutgam steigt vom Roß, Er hat
so lange schon gefreit - Da tut sich auf
das Schloß, Und in der Halle sitzt die
Braut Auf diamantne
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Der stille Grund

Der Mondenschein verwirret die Täler
weit und breit, die Bächlein, wie
verirret, gehn durch die Einsamkeit. Da
drüben sah ich stehen den Wald auf
steiler Höh`, die
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Wahl

Der Tanz, der ist zerstoben, Die Musik
ist verhallt, Nun kreisen Sterne
droben, Zum Reigen singt der Wald. Sind
alle fortgezogen, Wie ists nun leer und
tot! Du rufst v
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Ratskollegium

Der Vorsitzende: Hochweiser Rat,
geehrte Kollegen! Bevor wir uns heute
aufs Raten legen, bitt‘ ich, erst
reiflich zu erwägen, ob wir vielleicht,
um Zeit zu gewinnen,
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Im Herbst

Der Wald wird falb, die Blätter
fallen, Wie öd und still der Raum! Die
Bächlein nur gehn durch die
Buchenhallen Lind rauschend wie im
Traum, Und Abendglocken schallen Fern
von d
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Lustige Musikanten

Der Wald, der Wald! daß Gott ihn grün
erhalt, Gibt gut Quartier und nimmt doch
nichts dafür. Zum grünen Wald wir
Herberg halten, Denn Hoffart ist nicht
unser Ziel, Im Wirtshau
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Letzte Heimkehr

Der Wintermorgen glänzt so klar, Ein
Wandrer kommt von ferne, Ihn schüttelt
Frost, es starrt sein Haar, Ihm log die
schöne Ferne, Nun endlich will er
rasten hier, Er klopft an s
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Vesper

Die Abendglocken klangen Schon durch das
stille Tal, Da saßen wir zusammen Da
droben wohl hundertmal. Und unten wars
so stille Im Lande weit und breit, Nur
über uns
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So oder so

Die handeln und die dichten, das ist der
Lebenslauf, der eine macht
Geschichten, der andre schreibt sie
auf, und der will beide richten; so
schreibt und treibt sich`s fort, d
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Gute Nacht

Die Höhn und Wälder schon
steigen Immer tiefer ins Abendgold, Ein
Vöglein fragt in den Zweigen: Ob es
Liebchen grüßen sollt? O Vöglein, du
hast dich betrogen, Sie wohn
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Die Studenten

Die Jäger ziehn in grünen Wald Und
Reiter blitzend übers Feld, Studenten
durch die ganze Welt, So weit der blaue
Himmel wallt. Der Frühling ist der
Freudensaal, Viel tau
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Der Schiffer

Die Lüfte linde fächeln, Aus stillen
Meeres Schaum Sirenen tauchend
lächeln, Der Schiffer liegt im
Traum. Da faßt der Sturm die
Wellen, Durchwühlt die Einsamkeit:
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Sonntag

Die Nacht war kaum verblühet, Nur eine
Lerche sang Die stille Luft entlang. Wen
grüßt sie schon so frühe? Und
draußen in dem Garten Die Bäume übers
Haus Sahn we
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An der Grenze

Die treuen Berg stehn auf der
Wacht: »Wer streicht bei stiller
Morgenzeit Da aus der Fremde durch die
Heid?« - Ich aber mir die Berg
betracht Und lach in mich vor großer
Lust, U
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Dort in moosumrankten Klüften

Dort in moosumrankten Klüften, Wo der
Kühlung Weste wehn, Und den Kranz um
Schläf und Hüften Elfen sich im Tanz
ergehn. Dort harr ich des lieben
Mädchens, Wenn durchs G
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Spruch

Drüben von dem sel`gen Lande kommt ein
seltsam Grüßen her, warum zagst du
noch am Strande? Graut dir, weil im
falschen Meer draußen auf verlornem
Schiffe mancher frische Segler
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Jugendsehnen

Du blauer Strom, an dessen duftgem
Strande Ich Licht und Lenz zum
erstenmale schaute, In frommer Sehnsucht
mir mein Schifflein baute, Wann Segel
unten kamen und verschwanden. Von
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Nachruf

Du liebe, treue Laute, Wie manche
Sommernacht, Bis daß der Morgen
graute, Hab` ich mit dir
durchwacht! Die Täler, wieder
nachten, Schon sinkt das Abendrot, Doch
die
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Schlimme Wahl

Du sahst die Fei ihr goldnes Haar sich
strählen, Wenn morgens früh noch alle
Wälder schweigen, Gar viele da im
Felsgrund sich versteigen, Und weiß
doch keiner, wen sie wird erwählen.
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Wunder über Wunder

Du wunderst wunderlich dich über
Wunder, Verschwendest Witzespfeile,
blank geschliffen. Was du begreifst,
mein Freund, ist doch nur Plunder, Und
in Begriffen nicht mit einbegriffen Ist
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In Danzig

Dunkle Giebel, hohe Fenster, Türme wie
aus Nebel sehn. Bleiche Statuen wie
Gespenster Lautlos an den Türen
stehn. Träumerisch der Mond drauf
scheinet, Dem die Stadt gar w
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Jagdlied

Durch schwankende WipfelSchießt
güldner Strahl,Tief unter den
GipfelnDas neblige Tal.Fern hallt es am
Schlosse,Das Waldhorn ruft,Es wiehern
die RosseIn die Luft
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Zwielicht

Dämmrung will die Flügel
spreiten, Schaurig rühren sich die
Bäume, Wolken ziehn wie schwere Träume
-- Was will dieses Graun bedeuten? Hast
ein Reh du lieb vor andern, L
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Durch! (2)

Ein Adler saß am Felsenbogen, Den
lockt` der Sturm weit übers Meer, Da
hatt er droben sich verflogen, Er fand
sein Felsennest nicht mehr, Tief unten
sah er kaum noch liegen Verd
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Morgenlied (2)

Ein Stern still nach dem andern
fällt Tief in des Himmels Kluft, Schon
zucken Strahlen durch die Welt, Ich
wittre Morgenluft. In Qualmen steigt
und sinkt das Tal; Verödet
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Auf einer Burg

Eingeschlafen auf der Lauer Oben ist der
alte Ritter; Drüber gehen
Regenschauer, Und der Wald rauscht durch
das Gitter. Eingewachsen Bart und
Haare, Und versteinert Brust u
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Übermut

Ein` Gems auf dem Stein,
Ein` Vogel im Flug,
Ein Mädel, das klug,
Kein Bursch holt die ein.
Der Kehraus

Es fiedeln die Geigen, Da tritt in den
Reigen Ein seltsamer Gast, Kennt keiner
den Dürren, Galant aus dem
Schwirren Die Braut er sich faßt. Hebt
an, sich zu schwenke
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Mariä Sehnsucht

Es ging Maria in den Morgen hinein, Tat
die Erd einen lichten Liebesschein, Und
über die fröhlichen, grünen Höhn Sah
sie den bläulichen Himmel stehn. »Ach,
hätt ich ein Brautkleid
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Trost

Es haben viel Dichter gesungen Im
schönen deutschen Land, Nun sind ihre
Lieder verklungen, Die Sänger ruhen im
Sand. Aber so lange noch kreisen Die
Stern um die Erde rund,
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Der Winzer

Es hat die Nacht geregnet, Es zog noch
grau ins Tal, Und ruhten still
gesegnet Die Felder überall; Von
Lüften kaum gefächelt, Durchs
ungewisse Blau Die Sonne verschlafen l
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Der Wegelagerer

Es ist ein Land, wo die Philister
thronen, Die Krämer fahren und das
Grün verstauben, Die Liebe selber
altklug feilscht mit Hauben - Herr Gott,
wie lang willst du die Brut verschonen!
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Gedenk

Es ist kein Vöglein so gemein, Es
spürt geheime Schauer, Wenn draußen
streift der Sonnenschein Vergoldend
seinen Bauer. Und du hast es vergessen
fast In deines Kerkers Spangen,
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Herbst

Es ist nun der Herbst gekommen, Hat das
schöne Sommerkleid Von den Feldern
weggenommen Und die Blätter
ausgestreut, Vor dem bösen
Winterwinde Deckt er warm und sachte
zu M
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Lorelei

Es ist schon spät, es wird schon
kalt, Was reit`st du einsam durch den
Wald? Der Wald ist lang, du bist
allein, Du schöne Braut, ich
führ‘ dich heim! `Groß ist der
Männ
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Eldorado

Es ist von Klang und Düften Ein
wunderbarer Ort, Umrankt von stillen
Klüften, Wir alle spielten dort. Wir
alle sind verirret, Seitdem so weit
hinaus Unkraut die Welt
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Schöne Fremde

Es rauschen die Wipfel und schauern, Als
machten zu dieser Stund Um die
halbversunkenen Mauern Die alten Götter
die Rund. Hier hinter den
Myrtenbäumen In heimlich dämmern
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Der Riese

Es saß ein Mann gefangen Auf einem
hohen Turm, Die Wetterfähnlein
klangen Gar seltsam in den Sturm. Und
draußen hört` er ringen Verworrner
Ströme Gang, Dazwischen
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Es schienen so golden die Sterne...

Es schienen so golden die Sterne, Am
Fenster ich einsam stand Und hörte aus
weiter Ferne Ein Posthorn im stillen
Land. Das Herz mir im Leib
entbrennte, Da hab ich mir heimlich ged
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Frühlingsgruß

Es steht ein Berg in Feuer, In feurigem
Morgenbrand, Und auf des Berges
Spitze Ein Tannbaum überm Land. Und
auf dem höchsten Wipfel Steh ich und
schau vom Baum, O We
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Der Umkehrende (1)

Es wandelt was wir schauen, Tag sinkt
ins Abendrot, die Lust hat eignes
Grauen, und alles hat den Tod. Ins
Leben schleicht das Leiden Sich heimlich
wie ein Dieb, wir a
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Es wandelt...

Es wandelt, was wir schauen, Tag sinkt
ins Abendrot, Die Lust hat eignes
Grauen, Und alles hat den Tod. Ins
Leben schleicht das Leiden Sich heimlich
wie ein Dieb, Wir
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Mondnacht

Es war, als hätt der Himmel Die Erde
still geküßt, Daß sie im
Blütenschimmer Von ihm nun träumen
müßt. Die Luft ging durch die
Felder, Die Ähren wogten sacht,
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Es weiß und rät es doch keiner

Es weiß und rät es doch keiner, Wie
mir so wohl ist, so wohl! Ach, wüßt es
nur einer, nur einer, Kein Mensch es
sonst wissen soll! So still ist`s nicht
draußen im Schnee,
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Im Walde

Es zog eine Hochzeit den Berg
entlang, Ich hörte die Vögel
schlagen, Da blitzten viel Reiter, das
Waldhorn klang, Das war ein lustiges
Jagen! Und eh ichs gedacht, war alles
verh
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Die zwei Gesellen

Es zogen zwei rüstge Gesellen Zum
erstenmal von Haus, So jubelnd recht in
die hellen, Klingenden, singenden
Wellen Des vollen Frühlings
hinaus. Die strebten nach hohen Din
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Die Hochzeitsänger

Fernher ziehn wir durch die
Gassen, Stehn im Regen und im Wind, Wohl
von aller Welt verlassen Arme Musikanten
sind. Aus den Fenstern Geigen
klingen, Schleift und dreht sichs bunt u
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Der Morgen

Fliegt der erste Morgenstrahl Durch das
stille Nebeltal, Rauscht erwachend Wald
und Hügel: Wer da fliegen kann, nimmt
Flügel! Und sein Hütlein in die
Luft Wirft der Mensc
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Auf meines Kindes Tod (1)

Freuden wollt ich Dir bereiten;Zwischen
Kämpfen, Lust und SchmerzWollt‘
ich treulich dich geleitenDurch das
Leben himmelwärts.Doch du hast`s allein
gefunden,Wo kein V
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Die Spielleute

Frühmorgens durch die Klüfte Wir
blasen Viktoria! Eine Lerche fährt
durch die Lüfte: »Die Spielleut sind
schon da!« Da dehnt ein Turm und reckt
sich Verschlafen im Morgengrau
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Aus schweren Träumen

Fuhr ich oft auf und sah durch
Tannenwipfel Den Mond ziehn übern
stillen Grund und sang Vor Bangigkeit
und schlummert wieder ein. Ja,
Menschenstimme, hell aus frommer
Brust! Du
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Dichterlos

Für alle muß vor Freuden
Mein treues Herze glühn,
Für alle muß ich leiden,
Für alle muß ich blühn,
Und wenn die Blüten Früchte haben,
Da haben sie mich längst begraben.
Mädchenseele

Gar oft schon fühlt ichs tief, des
Mädchens Seele Wird nicht sich selbst,
dem Liebsten nur geboren. Da irrt sie
nun verstoßen und verloren, Schickt
heimlich Blicke schön als Boten aus,
... weiterlesen


Entschluss

Gebannt im stillen Kreise sanfter
Hügel, Schlingt sich ein Strom von ewig
gleichen Tagen, Da mag die Brust nicht
nach der Ferne fragen, Und lächelnd
senkt die Sehnsucht ihre Flügel.
... weiterlesen


Mahnung

Genug gemeistert nun die
Weltgeschichte! Die Sterne, die durch
alle Zeiten tagen, ihr wolltet sie mit
frecher Hand zerschlagen und jeder
leuchten mit dem eigenen Lichte. Doch
unau
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Abend

Gestürzt sind die goldnen Brücken Und
unten und oben so still! Es will mir
nichts mehr glücken, Ich weiß nicht
mehr, was ich will. Von üppig
blühenden Schmerzen Rausch
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Gebet

Gott, inbrünstig möcht ich beten, Doch
der Erde Bilder treten Immer zwischen
dich und mich, Und die Seele muß mit
Grauen Wie in einen Abgrund
schauen, Strenger Gott, ich fürcht
... weiterlesen


Neue Liebe

Herz, mein Herz, warum so fröhlich, So
voll Unruh und zerstreut, Als käm über
Berge selig Schon die schöne
Frühlingszeit? Weil ein liebes
Mädchen wieder Herzlich an de
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Der junge Ehemann

Hier unter dieser Linde Saß ich viel
tausendmal Und schaut nach meinem
Kinde Hinunter in das Tal, Bis daß die
Sterne standen Hell über ihrem
Haus, Und weit in den stillen
... weiterlesen


Das Alter

Hoch mit den Wolken geht der Vögel
Reise, Die Erde schläfert, kaum noch
Astern prangen, Verstummt die Lieder,
die so fröhlich klangen, Und trüber
Winter deckt die weiten Kreise.
... weiterlesen


Anklänge

Hoch über stillen Höhen Stand in dem
Wald ein Haus; So einsam war`s zu
sehen, Dort übern Wald hinaus. Ein
Mädchen saß darinnen Bei stiller
Abendzeit, Tät seidne
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Lockung

Hörst du nicht die Bäume
rauschen Draußen durch die stille
Rund? Lockts dich nicht,
hinabzulauschen Von dem Söller in den
Grund, Wo die vielen Bäche
gehen Wunderbar im Mondens
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Nachtzauber

Hörst du nicht die Quellen
gehen Zwischen Stein und Blumen
weit Nach den stillen Waldesseen, Wo die
Marmorbilder stehen In der schönen
Einsamkeit? Von den Bergen sacht
hernieder,
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Der Glückliche

Ich hab ein Liebchen lieb recht von
Herzen, Hellfrische Augen hats wie zwei
Kerzen, Und wo sie spielend streifen das
Feld, Ach, wie so lustig glänzet die
Welt! Wie in der Waldnac
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In der Fremde

Ich hör die Bächlein rauschen Im Walde
her und hin, Im Walde in dem
Rauschen Ich weiß nicht, wo ich
bin. Die Nachtigallen schlagen Hier in
der Einsamkeit, Als wollt
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Der letzte Gruß

Ich kam vom Walde hernieder, Da stand
noch das alte Haus, mein Liebchen, sie
schaute wieder Wie sonst zum Fenster
hinaus. Sie hat einen andern
genommen, Ich war draußen in
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Ich kann wohl manchmal singen

Ich kann wohl manchmal singen, Als ob
ich fröhlich sei, Doch heimlich Tränen
dringen, Da wird das Herz mir frei. Es
lassen Nachtigallen, Spielt draußen
Frühlingsluft,
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Vom Strande

Ich rufe vom Ufer Verlorenes Glück, Die
Ruder nur schallen Zum Strande
zurück. Vom Strande, lieb` Mutter, Wo
der Wellenschlag geht, Da fahren die
Schiffe, Mein
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Täuschung

Ich ruhte aus vom Wandern, Der Mond ging
eben auf, Da sah ich fern im Lande Der
alten Tibet Lauf, Im Walde lagen
Trümmer, Paläste auf stillen Höhn Und
Gärten im Mondessch
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Nachts

Ich wandre durch die stille Nacht, Da
schleicht der Mond so heimlich sacht Oft
aus der dunklen Wolkenhülle, Und hin
und her im Tal Erwacht die
Nachtigall, Dann wieder alles grau u
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Wandernder Dichter

Ich weiß nicht, was das sagen
will! Kaum tret ich von der Schwelle
still, Gleich schwingt sich eine Lerche
auf Und jubiliert durchs Blau
vorauf. Das Gras ringsum, die Blumen
gar
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An Luise

Ich wollt in Liedern oft dich
preisen, Die wunderstille Güte, Wie du
ein halbverwildertes Gemüte Dir liebend
hegst und heilst auf tausend süße
Weisen, Des Mannes Unruh und verworrnem
... weiterlesen


Der Unverbesserliche

Ihr habt den Vogel gefangen, Der war so
frank und frei, Nun ist ihms Fliegen
vergangen, Der Sommer ist lange
vorbei. Es liegen wohl Federn neben Und
unter und über mir,
... weiterlesen


Frühlingsnetz

Im hohen Gras der Knabe schlief, Da
hört` ers unten singen, Es war, als ob
die Liebste rief, Das Herz, wollt ihm
zerspringen. Und über ihm ein Netze
wirrt Der Blumen leise
... weiterlesen


Frühe

Im Osten grauts, der Nebel fällt, Wer
weiß, wie bald sichs rühret! Doch
schwer im Schlaf noch ruht die Welt, Von
allem nichts verspüret. Nur eine
frühe Lerche steigt, E
... weiterlesen


Morgenständchen

In den Wipfeln frische Lüfte, fern
melod`scher Quellen Fall durch die
Einsamkeit der Klüfte, Waldeslaut und
Vogelschall. Scheuer Träume
Spielgenossen steigen all beim Mor
... weiterlesen


Frühlingsdämmerung

In der stillen Pracht, In allen frischen
Büschen und Bäumen Flüsterts wie
Träumen Die ganze Nacht. Denn über den
mondbeglänzten Ländern Mit langen
weißen Gewändern Z
... weiterlesen


Mandelkerngedicht

In einem geselligen Kreis bei
Gelegenheit einer verlorenen
Wette Zwischen Akten, dunklen
Wänden bannt mich
Freiheitbegehrenden nun des Lebens
strenge Pflicht,
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In einem kühlen Grunde

In einem kühlen Grunde, Da geht ein
Mühlenrad, Mein Liebchen ist
verschwunden, Das dort gewohnet
hat. Sie hat mir Treu` versprochen, Gab
mir ein` Ring dabei, Sie hat
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Das zerbrochene Ringlein

In einem kühlen Grunde Da geht ein
Mühlenrad, Meine Liebste ist
verschwunden, Die dort gewohnet
hat. Sie hat mir Treu versprochen, Gab
mir ein`n Ring dabei, Sie hat
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Der Gefangene

In goldner Morgenstunde, Weil alles
freudig stand, Da ritt im heitern
Grunde Ein Ritter über Land. Rings
sangen auf das beste Die Vöglein
mannigfalt, Es schüttelte
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Der neue Rattenfänger

Juchheisa! Und ich führ den Zug Hopp
über Feld und Graben. Des alten
Plunders ist genug, Wir wollen neuen
haben. »Was! Wir gering? Ihr vornehm,
reich? Planierend schwirrt
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Der alte Garten

Kaiserkron‘ und Päonien rot,die
müssen verzaubert sein,denn Vater und
Mutter sind lange tot,was blühn sie
hier so allein?Der Springbrunnen
plaudert noch immerfortvon
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An eine Tänzerin

Kastagnetten lustig schwingen Seh ich
dich, du zierlich Kind! Mit der Locken
schwarzen Ringen Spielt der sommerlaue
Wind. Künstlich regst du schöne
Glieder, Glühendwild, Z
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Morgenlied (1)

Kein Stimmlein noch schallt von allen In
frühester Morgenstund, Wie still ists
noch in den Hallen Durch den weiten
Waldesgrund. Ich stehe hoch überm
Tale Stille vor große
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Komm, Trost der Welt

Komm, Trost der Welt, du stille
Nacht! Wie steigst du von den Bergen
sacht, Die Lüfte alle schlafen, Ein
Schiffer nur noch, wandermüd, Singt
übers Meer sein Abendlied Zu Gottes
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Der Einsiedler

Komm, Trost der Welt, du stille
Nacht! Wie steigst du von den Bergen
sacht, Die Lüfte alle schlafen, Ein
Schiffer nur noch, wandermüd`, Singt
übers Meer sein Abendlied Zu Gottes
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Sängerfahrt

Kühlrauschend unterm hellen Tiefblauen
Himmelsdom Treibt seine klaren
Wellen Der ewgen Jugend Strom. Viel
rüstige Gesellen, Den Argonauten
gleich, Sie fahren auf den
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An die Waldvögel

Könnt mich auch sonst mit
schwingen Übers grüne Revier, Hatt ein
Herze zum Singen Und Flügel wie
ihr. Flog über die Felder, Da blüht`
es wie Schnee, Und herauf d
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Echte Liebe

Lau in der Nacht mag ich nimmer sein,
- Kalt oder brennend wie ein lohes
Feuer! O, Lust und Leiden sind nur
farblos, klein, Wo Liebe nicht ergriffen
hat das Steuer! Wer noch bei S
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Frische Fahrt

Laue Luft kommt blau
geflossen, Frühling, Frühling soll es
sein! Waldwärts Hörnerklang
geschossen, Mutger Augen lichter
Schein; Und das Wirren bunt und
bunter Wird ein magisch
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Durch! (1)

Laß dich die Welt nicht fangen, Brich
durch, mein freudig Herz, Ein ernsteres
Verlangen Erheb dich
himmelwärts! Greif in die goldnen
Saiten, Da spürst du, daß du frei,
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Umkehr

Leben kann man nicht von Tönen, Poesie
geht ohne Schuh, Und so wandt ich denn
der Schönen Endlich auch den Rücken
zu. Lange durch die Welt getrieben Hat
mich nun die irre
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Die Zeit geht schnell

Lieb Vöglein, vor Blüten Sieht man
dich kaum! Vom dämmernd
beglühten Flüsternden Baum, Wann von
blitzenden Funken Sprühn Täler und
Quell, Singst du frühlingstrunken -
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Liebe, wunderschönes Leben

Liebe, wunderschönes Leben, Willst du
wieder mich verführen, Soll ich wieder
Abschied geben Fleißig ruhigem
Studieren? Offen stehen Fenster,
Türen, Draußen Frühlingsbo
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Verlorene Liebe

Lieder schweigen jetzt und Klagen, Nun
will ich erst fröhlich sein, All mein
Leid will ich zerschlagen Und Erinnern -
gebt mir Wein! Wie er mir verlockend
spiegelt Sterne und der
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Der Nachtvogel

Liegt der Tag rings auf der
Lauer, Blickt so schlau auf Lust und
Trauer: Kann ich mich kaum selbst
verstehen. Laß die Lauscher schlafen
gehen! Nur ein Stündchen unbewacht Laß
in
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Läuten kaum die Maienglocken

Läuten kaum die Maienglocken, leise
durch den lauen Wind, hebt ein Knabe
froh erschrocken, aus dem Grase sich
geschwind. Schüttelt in den
Blütenflocken, seine feinen blonden Loc
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Man setzt uns auf die Schwelle

Man setzt uns auf die Schwelle, Wir
wissen nicht, woher? Da glüht der
Morgen helle, Hinaus verlangt uns
sehr. Der Erde Klang und
Bilder, Tiefblaue
Frühlingslust, Verlockend
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Weihnachten

Markt und Straßen stehn
verlassen, still erleuchtet jedes
Haus, sinnend geh ich durch die
Gassen, alles sieht so festlich aus. An
den Fenstern haben Frauen buntes
Spielzeug
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Auf der Feldwacht

Mein Gewehr im Arme steh ich Hier
verloren auf der Wacht, Still nach jener
Gegend seh ich, Hab so oft dahin
gedacht! Fernher Abendglocken
klingen Durch die schöne Einsamkei
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Dank

Mein Gott, Dir sag ich Dank, Daß Du die
Jugend mir bis über alle Wipfel In
Morgenrot getaucht und Klang, Und auf
des Lebens Gipfel, Bevor der Tag
geendet, Vom Herzen unbewacht
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Dryander mit der Komödiantenbande

Mich brennts an meinen Reiseschuhn, Fort
mit der Zeit zu schreiten - Was wollen
wir agieren nun Vor so viel klugen
Leuten? Es hebt das Dach sich von dem
Haus Und die Kulisse
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Nachklänge (1)

Mir träumt‘, ich ruhte wiederVor
meines Vaters HausUnd schaute fröhlich
niederIns alte Tal hinaus.Die Luft mit
linden SpielenGing durch das
Frühlingslaub,Und Blüten
... weiterlesen


Winterlied

Mir träumt`, ich ruhte wieder Vor
meines Vaters Haus Und schaute fröhlich
nieder Ins alte Tal hinaus, Die Luft mit
lindem Spielen Ging durch das
Frühlingslaub, Und Blüten
... weiterlesen


Rückkehr

Mit meinem Saitenspiele, Das schön
geklungen hat, Komm ich durch Länder
viele Zurück in diese Stadt. Ich ziehe
durch die Gassen, So finster ist die
Nacht, Und alles
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Möcht wissen, was sie schlagen

Möcht wissen, was sie schlagen So
schön bei der Nacht, `s ist in der Welt
ja doch niemand, Der mit ihnen
wacht. Und die Wolken, die reisen, Und
das Land ist so blaß,
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Die Nachtigallen

Möchte‘ wissen, was sie
schlagen So schön bei der
Nacht, ‚s ist in der Welt ja doch
niemand, Der mit ihnen wacht. Und die
Wolken, die reisen, Und das Land ist
... weiterlesen


Nachtigall

Nach den schönen Frühlingstagen, Wenn
die blauen Lüfte wehen, Wünsche mit
dem Flügel schlagen Und im Grünen Amor
zielt, Bleibt ein Jauchzen auf den
Höhen; Und ein Wetterleuc
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Wanderlied der Prager Studenten

Nach Süden nun sich lenken Die Vöglein
allzumal, Viel Wandrer lustig
schwenken Die Hüt im Morgenstrahl. Das
sind die Herrn Studenten, Zum Tor hinaus
es geht, Auf ihren Ins
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Die Nachtblume

Nacht ist wie ein stilles Meer, Lust und
Leid und Liebesklagen Kommen so
verworren her In dem linden
Wellenschlagen. Wünsche wie die Wolken
sind, Schiffen durch die stillen
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Die Hochzeitsnacht

Nachts durch die stille Runde Rauschte
des Rheines Lauf, Ein Schifflein zog im
Grunde, Ein Ritter stand darauf. Die
Blicke irre schweifen Von seines
Schiffes Rand, Ein
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Trauriger Winter

Nun ziehen Nebel, falbe Blätter
fallen, Öd alle Stellen, die uns oft
entzücket! Und noch einmal tief
Rührung uns beglücket, Wie aus der
Flucht die Abschiedslieder schallen. W
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Der Wächter

Nächtlich macht der Herr die
Rund, Sucht die Seinen
unverdrossen, Aber überall
verschlossen Trifft er Tür und
Herzensgrund, Und er wendet sich voll
Trauer: Niemand ist, der mit
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Symmetrie

O Gegenwart, wie bist du
schnelle, Zukunft, wie bist du
morgenhelle, Vergangenheit so
abendrot! Das Abendrot soll ewig
stehen, Die Morgenhelle frisch drein
wehen, So ist die Gegenw
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Unmut

O Herbst! betrübt verhüllst du Strom,
Wald und Blumenlust, Erbleichte Flur,
wie füllst du Mit Sehnsucht nun die
Brust! Weit hinter diesen Höhen, Die
hier mich eng umstel
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Kirchenlied

O Maria, meine Liebe! Denk ich recht im
Herzen Dein: Schwindet alles Schwer und
Trübe, Und, wie heller
Morgenschein, Dringts durch Lust und
irdschen Schmerz Leuchtend mir durchs g
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Abschied

O Täler weit, o Höhen, O schöner,
grüner Wald, Du meiner Lust und
Wehen Andächt`ger Aufenthalt! Da
draußen, stets betrogen, Saust die
geschäft`ge Welt, Schlag noch ein
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Morgengebet

O wunderbares, tiefes Schweigen, Wie
einsam ists noch auf der Welt! Die
Wälder nur sich leise neigen, Als ging`
der Herr durchs stille Feld. Ich fühl
mich recht wie neu geschaff
... weiterlesen


Oh wunderbares, tiefes Schweigen...

Oh wunderbares, tiefes Schweigen, wie
einsam ist`s doch auf der Welt! Die
Wälder nur sich leise neigen, als ging
der Herr durchs stille Feld. Ich fühl
mich recht wie neu erschaffen.
... weiterlesen


Kurze Fahrt

Posthorn, wie so keck und
fröhlich Brachst du einst den Morgen
an, Vor mir lags so
frühlingsselig, Daß ich still auf
Lieder sann. Dunkel rauscht es schon im
Walde, Wie so
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Prinz Roccocco

Prinz Roccocco, hast dir
Gassen Abgezirkelt fein von Bäumen Und
die Bäume scheren lassen, Daß sie
nicht vom Wald mehr träumen. Wo sonst
nur gemein Gefieder Ließ sein b
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Der Blick

Schaust Du mich aus Deinen
Augen lächelnd wie aus Himmeln
an, fühl` ich wohl, daß keine
Lippe solche Sprache führen
kann. Könnte sie`s auch wörtlich
sagen was dem Herz
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Abendständchen

Schlafe Liebchen, weils auf Erden Nun so
still und seltsam wird! Oben gehn die
goldnen Herden, Für uns alle wacht der
Hirt. In der Ferne ziehn
Gewitter; Einsam auf dem Schi
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Wünschelrute

Schläft ein Lied in allen Dingen,
Die da träumen fort und fort,
Und die Welt hebt an zu singen,
Triffst du nur das Zauberwort.
Schläft ein Lied in allen Dingen...

Schläft ein Lied in allen Dingen
die da träumen fort und fort,
und die Welt hebt an zu singen,
triffst du nur das Zauberwort.
Der Abend

Schweigt der Menschen laute
Lust: Rauscht die Erde wie in
Träumen Wunderbar mit allen
Bäumen, Was dem Herzen kaum
bewußt, Alte Zeiten, linde Trauer, Und
es schweifen leise Schau
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Bei einer Linde

Seh ich dich wieder, du geliebter
Baum,In dessen junge TriebeIch einst in
jenes Frühlings schönstem TraumDen
Namen schnitt von meiner ersten
Liebe?Wie anders ist seitdem der Äst
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Parole

Sie stand wohl am Fensterbogen Und
flocht sich traurig das Haar, Der Jäger
war fortgezogen, Der Jäger ihr Liebster
war. Und als der Frühling
gekommen, Die Welt war von Bl
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Jahrmarkt

Sinds die Häuser, sinds die
Gassen? Ach, ich weiß nicht wo ich
bin! Hab ein Liebchen hier gelassen, Und
manch Jahr ging seitdem hin. Aus den
Fenstern schöne Frauen Sehn m
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Reiselied

So ruhig geh` ich meinen Pfad, So still
ist mir zu Mut; Es dünkt mir jeder Weg
gerad` Und jedes Wetter gut. Wohin mein
Weg mich führen mag, Der Himmel ist
mein Dach,
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Memento

Solange Recht regiert und schöne
Sitte, Du schlicht und gläubig gehst in
sichrer Mitte, Da trittst du siegreich
zwischen Molch und Drachen, Und wo du
ruhst, da wird ein Engel wachen. D
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Lieber alles

Soldat sein ist gefährlich, Studieren
sehr beschwerlich, Das Dichten süß und
zierlich, Der Dichter gar possierlich In
diesen wilden Zeiten. Ich möcht am
liebsten reiten,
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Durcheinander

Spatzen schrein und Nachtigallen, Nelke
glüht und Distel sticht, Rose schön
durch Nesseln bricht. Besser noch hat
mir gefallen Liebchens spielendes
Augenlicht; Aber fehlte auch n
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Stammbuchvers

Stammbuchvers, der, von links nach
rechts und von oben nach unten gelesen,
entgegengesetzte Rathschläge
giebt Habe nur deine Lust - mein
Freund, an seltnen Gaben An eines Mäd
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Adler

Steig nur, Sonne, Auf die Höhn! Schauer
wehn, Und die Erde bebt vor
Wonne. Kühn nach oben Greift aus
Nacht Waldespracht, Noch von Träumen
kühl durchwoben.
... weiterlesen


Verloren

Still bei Nacht fährt manches
Schiff, Meerfey kämmt ihr Haar am
Riff, Hebt von Inseln an zu singen, Die
im Meer dort untergingen. Wann die
Morgenwinde wehn, Ist nicht Riff
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Der verzweifelte Liebhaber

Studieren will nichts bringen, Mein Rock
hält keinen Stich, Meine Zither will
nicht klingen, Mein Schatz, der mag mich
nicht. Ich wollt, im Grün
spazierte Die allerschöns
... weiterlesen


Nachtlied

Vergangen ist der lichte Tag, Von ferne
kommt der Glocken Schlag; So reist die
Zeit die ganze Nacht, Nimmt manchen mit,
ders nicht gedacht. Wo ist nun hin die
bunte Lust, De
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Mittag

Vergeht mir der Himmel
Vor Staube schier,
Herr, im Getümmel
Zeig Dein Panier!

Wie schwank ich sündlich,
Läßt Du von mir;
Unüberwindlich
Bin ich mit Dir!
Winternacht

Verschneit liegt rings die ganze
Welt, Ich hab` nichts, was mich
freuet, Verlassen steht der Baum im
Feld, Hat längst seien Laub
verstreuet. Der Wind nur geht bei
stiller Nacht
... weiterlesen


Trinken und Singen

Viel Essen macht viel breiter Und hilft
zum Himmel nicht, Es kracht die
Himmelsleiter, Kommt so ein schwerer
Wicht. Das Trinken ist gescheiter, Das
schmeckt schon nach Idee,
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Viele Boten gehn und gingen...

Viele Boten gehn und gingen
Zwischen Erd und Himmelslust,
Solchen Gruß kann keiner bringen,
Als ein Lied aus frischer Brust.


Allgemeines Wandern

Vom Grund bis zu den Gipfeln, Soweit man
sehen kann, Jetzt blühts in allen
Wipfeln, Nun geht das Wandern an: Die
Quellen von den Klüften, Die Ström auf
grünem Plan,
... weiterlesen


Ostern

Vom Münster Trauerglocken klingen, Vom
Tal ein Jauchzen schallt herauf. Zur Ruh
sie dort dem Toten singen, Die Lerchen
jubeln: Wache auf! Mit Erde sie ihn
still bedecken, Das Grü
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Sprüche

Von allen guten Schwingen Zu brechen
durch die Zeit, Die mächtigste im
Ringen, Das ist ein rechtes
Leid. Gleichwie auf dunklem Grunde Der
Friedensbogen blüht, So dur
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Die stille Gemeinde

Von Bretagnes Hügeln, die das
Meer Blühend hell umsäumen, Schaute
ein Kirchlein trostreich her Zwischen
uralten Bäumen. Das Kornfeld und die
Wälder weit Rauschten im So
... weiterlesen


Der Kranke

Vögelein munter Singen so schön, Laßt
mich hinunter Spazieren gehn! »Nacht
ists ja draußen; `s war nur der
Sturm, Den du hörst sausen Droben vom
Turm.«
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Wann der Hahn kräht

Wann der Hahn kräht auf dem Dache,
Putzt der Mond die Lampe aus,
Und die Stern ziehn von der Wache,
Gott behüte Land und Haus!
Zur Hochzeit

Was das für ein Gezwitscher ist! Durchs
Blau die Schwalben zucken Und schrein:
»Sie haben sich geküßt!« Vom Baum
Rotkehlchen gucken. Der Storch
stolziert von Bein zu Bein;
... weiterlesen


Weltlauf

Was du gestern frisch gesungen, Ist doch
heute schon verklungen, Und beim letzten
Klange schreit Alle Welt nach
Neuigkeit. War ein Held, der legt`
verwegen Einstmals seinen
... weiterlesen


Frau Venus

Was weckst du, Frühling, mich von neuem
wieder? Daß all die alten Wünsche
auferstehen, Geht übers Land ein
wunderbares Wehen; Das schauert mir so
lieblich durch die Glieder. D
... weiterlesen


Der frohe Wandersmann

Wem Gott will rechte Gunst erweisen, Den
schickt er in die weite Welt; Dem will
er seine Wunder weisen In Berg und Wald
und Strom und Feld. Die Trägen, die zu
Hause liegen,
... weiterlesen


Der Schatzgräber

Wenn alle Wälder schliefen, Er an zu
graben hub, Rastlos in Berges
Tiefen Nach einem Schatz er grub. Die
Engel Gottes sangen Derweil in stiller
Nacht, Wie rote Augen
... weiterlesen


Schifferspruch

Wenn die Wogen unten toben, Menschenwitz
zu Schanden wird, Weist mit feurgen
Zügen droben Heimwärts dich der Wogen
Hirt. Sollst nach keinem andern
fragen, Nicht zurückschaun nac
... weiterlesen


Der Glücksritter

Wenn Fortuna spröde tut, Laß ich sie
in Ruh, Singe recht und trinke gut, Und
Fortuna kriegt auch Mut, Setzt sich mit
dazu. Doch ich geb mir keine Müh: `He,
noch ein
... weiterlesen


Marienlied

Wenn ins Land die Wetter hängen Und der
Mensch erschrocken steht, Wendet, wie
mit Glockenklängen, Die Gewitter Dein
Gebet, Und wo aus den grauen
Wogen Weinend auftaucht das Gefil
... weiterlesen


Treue (1)

Wenn schon alle Vögel schweigen In des
Sommers schwülem Drang, Sieht man,
Lerche, dich noch steigen Himmelwärts
mit frischem Klang. Wenn die Bäume all
verzagen Und die F
... weiterlesen


Der Freund

Wer auf den Wogen schliefe, Ein sanft
gewiegtes Kind, Kennt nicht des Lebens
Tiefe, Vor süßem Träumen blind. Doch
wen die Stürme fassen Zu wildem Tanz
und Fest, We
... weiterlesen


Der Jäger Abschied

Wer hat dich, du schöner
Wald, Aufgebaut so hoch da droben? Wohl
den Meister will ich loben, So lang noch
mein Stimm erschallt. Lebe wohl, Lebe
wohl, du schöner Wald!
... weiterlesen


Heimweh (1)

Wer in die Fremde will wandern,Der muß
mit der Liebsten gehn,Es jubeln und
lassen die andernDen Fremden alleine
stehn.Was wisset ihr, dunkele Wipfel,Von
der alten, schönen
... weiterlesen


Treue (2)

Wie dem Wanderer in Träumen, Daß er
still im Schlafe weint, Zwischen goldnen
Wolkensäumen Seine Heimat wohl
erscheint: So durch dieses Frühlings
Blühen Über Berg` und
... weiterlesen


Glück

Wie jauchzt meine Seele Und singet in
sich! Kaum, daß ichs verhehle, So
glücklich bin ich. Rings Menschen sich
drehen Und sprechen gescheut, Ich kann
nichts verstehe
... weiterlesen


Die Nacht

Wie schön, hier zu verträumenDie Nacht
im stillen Wald,Wenn in den dunklen
BäumenDas alte Märchen hallt.Die Berg
im MondesschimmesWie in Gedanken
stehn,Und durch ve
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Im Alter

Wie wird nun alles so stille wieder! So
war mirs oft in der Kinderzeit, Die
Bäche gehen rauschend nieder Durch die
dämmernde Einsamkeit, Kaum noch hört
man einen Hirten singen,
... weiterlesen


Waffenstillstand der Nacht

Windsgleich kommt der wilde Krieg
geritten, Durch das Grün der Tod ihm
nachgeschritten, Manch Gespenst steht
sinnend auf dem Feld, Und der Sommer
schüttelt sich vor Grausen, Läßt die
... weiterlesen


Im Abendrot

Wir sind durch Not und Freude Gegangen
Hand in Hand: Vom Wandern ruhen wir
beide Nun überm stillen Land. Rings
sich die Täler neigen, Es dunkelt schon
die Luft, Zwei
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Der verspätete Wanderer

Wo aber werd ich sein im künftgen
Lenze? So frug ich sonst wohl, wenn beim
Hüteschwingen Ins Tal wir ließen unser
Lied erklingen, Denn jeder Wipfel bot
mir frische Kränze. Ich
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Wo noch kein Wandrer gegangen

Wo noch kein Wandrer gegangen, Hoch
über Jäger und Roß Die Felsen im
Abendrot hangen Als wie ein
Wolkenschloß. Dort zwischen Zinnen und
Spitzen Von wilden Nelken umblüh
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Wo treues Wollen, redlich Streben...

Wo treues Wollen, redlich Streben Und
rechten Sinn der Rechte spürt, Das muß
die Seele ihm erheben, Das hat mich
jedesmal gerührt. Das Reich des
Glaubens ist geendet, Zer
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An die Dichter

Wo treues Wollen, redlich Streben Und
rechten Sinn der Rechte spürt, Das muß
die Seele ihm erheben, Das hat mich
jedesmal gerührt. Das Reich des
Glaubens ist geendet, Zer
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Wohin ich geh` und schaue

Wohin ich geh` und schaue, In Feld und
Wald und Tal, Vom Berg hinab in die
Aue; Viel schöne, hohe Fraue, Grüß
ich dich tausendmal. In meinem Garten
find` ich Viel`
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Leid und Lust

Wohl schaut ihr die Sterne Weit, ohne
Zahl Doch bleiben sie ferne Euch
allzumal. Mir leuchten zwei Sterne Mit
süßem Strahl, Die küss ich so
gerne Vieltausendm
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Intermezzo

Wohl vor lauter Sinnen, Singen Kommen
wir nicht recht zum Leben; Wieder ohne
rechtes Leben Muß zu Ende gehn das
Singen; Ging zu Ende dann das
Singen: Mögen wir auch nicht länger
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Glückliche Fahrt

Wünsche sich mit Wünschen
schlagen, Und die Gier wird nie
gestillt. Wer ist in dem wüsten
Jagen Da der Jäger, wer das
Wild? Selig, wer es fromm mag
wagen, Durch das Treiben dum
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Wär`s dunkel...

Wär`s dunkel, ich läg im Walde, im
Walde rauscht`s so sacht, mit ihrem
Sternenmantel bedeckt mich da die
Nacht, da kommen die Bächlein
gegangen: ob ich schon schlafen tu?
... weiterlesen


Die Einsame

Wär`s dunkel, ich läg` im Walde, Im
Walde rauscht`s so sacht, Mit ihrem
Sternenmantel Bedeckt mich da die
Nacht. Da kommen die Bächlein
gegangen, ob ich schon schlafen tu
... weiterlesen


Mittagsruh

Über Bergen, Fluß und Talen, Stiller
Lust und tiefen Qualen Webet heimlich,
schillert, Strahlen! Sinnend ruht des
Tags Gewühle In der dunkelblauen
Schwüle, Und die ewigen Gefü
... weiterlesen


Verschwiegene Liebe

Über Wipfel und Saaten In den Glanz
hinein - Wer mag sie erraten, Wer holte
sie ein? Gedanken sich wiegen, Die Nacht
ist verschwiegen, Gedanken sind
frei. Errä
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Frühlingsnacht

Übern Garten durch die Lüfte Hört ich
Wandervögel ziehn, Das bedeutet
Frühlingsdüfte, Unten fängts schon an
zu blühn. Jauchzen möcht ich, möchte
weinen, Ist mirs d
... weiterlesen


Vor der Stadt

Zwei Musikanten ziehn daher Vom Wald aus
weiter Ferne, Der eine ist verliebt gar
sehr, Der andre wär es gerne. Die
stehn allhier im kalten Wind Und singen
schön und geigen
... weiterlesen


Waldgespräch

`Es ist schon spät, es wird schon
kalt, Was reitst du einsam durch den
Wald? Der Wald ist lang, du bist
allein, Du schöne Braut! Ich führ dich
heim!` `Groß ist der Männer Tru
... weiterlesen


Schneeglöckchen

`s war doch wie ein leises Singen In dem
Garten heute nacht, Wie wenn laue Lüfte
gingen: `Süße Glöcklein, nun
erwacht, Denn die warme Zeit wir
bringen, Eh`s noch jemand hat ged
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Wegweiser

»Jetzt mußt du rechts dich
schlagen, Schleich dort und lausche
hier, Dann schnell drauf los im Jagen
- So wird noch was aus dir.« Dank`!
doch durchs Weltgewimmel, Sagt mi
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Die Zauberin im Walde

»Schon vor vielen, vielen Jahren Saß
ich drüben an dem Ufer, Sah manch
Schiff vorüber fahren Weit hinein ins
Waldesdunkel. Denn ein Vogel jeden
Frühling An dem grünen
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