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Gedichte - Joseph von Lauff


Die zweite Flasche

Bald saßen wir in neuem Kreise, Vom
linden Sommerhauch umweht; Denn diesem
Vierblatt hatte leise Sich angehäkelt
der Poet. Doch kaum, daß wir das Glas
erhoben, Mit ihm geta
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Die siebente Flasche

Bislang, wo mir die Wundergabe Des
Zauberers noch nicht verliehn, Ließ
ich behaglich und im Trabe Mein
Flügelroß des Weges ziehn. Jetzt
aber, wo die Geister riefen, Wo mich
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Die erste Flasche

Ein Juniabend läßt euch
grüßen! Vergoldet lag der
Himmelsdom, Und ein Gewirr von
Strahlenfüßen Umtrippelte den breiten
Strom. Gefesselt lagen Wunsch und
Wille, Und Rosen
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Die elfte Flasche

Ihr habt von Valandinnen Gar Wunder
viel gehört, Die mit unseligem
Minnen Die Männerherzen betört, Die
leuchtend das Tägliche färben, Vom
Himmel euch geben ein Stück,
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Die zwölfte Flasche

Ihr kennt ihn nur aus stillen
Nächten, Wo lieblich er im Blauen
schwimmt Und im Verein mit hohen
Mächten Die Menschenseelen weicher
stimmt, Wie er aus silberlichten
Bächen
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Die dritte Flasche

Jetzt muß ich mich manierlich
geben Und etwas sinnig angebleicht, So
etwa, wie durch junge Reben Des Weges
ein Verliebter schleicht. Nicht aber
soll mein Lied euch tragen Ges
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Die fünfte Flasche

Kategorien, das sind Dinge, Die der
Philosophie entliehn Und gleichsam wie
mit einem Ringe Die denkerische Welt
umziehn. Zwar nicht der göttliche
Lukullus, Indessen schon Pyt
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Die zehnte Flasche

Man kann nicht immer ernsthaft
bleiben Auf dem Kothurn nicht immer
stehn Und immer nicht von Dingen
schreiben, Die seriös ins Leben
sehn. Zum Beispiel nicht von
Sterbelinnen,
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Ausklang

Nun hab` ich mein Lied gesungen, Ein
fahrender Gesell; Dem Herzen ist es
entsprungen, Gleichwie dem Felsen der
Quell. Geboren aus kernigem
Stamme, Vom Segen der Kelter umtrauf
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Die neunte Flasche

Nun müßt ihr wie auf
Blütenflocken Und wie auf
Plüschpantoffeln gehn, Und habt ihr
keine, tun`s auch Socken, Falls sacht
zu wandeln sie verstehn. Ihr müßt
euch von der Weltlust
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Die vierte Flasche

O Kortum, in Apoll mein Bruder, O
sel`ger Kortum, kranzumlaubt, Ich bin
gewiß, ein Freudenpuder, Er würde
stieben dir vom Haupt, Falls Gott, der
Herr, durch seine Mächte Di
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Die achte Flasche

Und es schlug eins . . . Die
Geisterstunde War hiermit eigentlich
vorbei; Doch in der braven
Tafelrunde Begann erst recht die
Spukerei. Denn das Geschnalze nahm kein
Ende, Es
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Die sechste Flasche

Wer nie mit einem Moselglas In
monddurchglänztem Laubgeflechte Bei
gleichgesinnten Menschen saß, Der
kennt euch nicht, ihr Moselnächte. Der
kennt nicht den berühmten Zauber,
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Auftakt

»Ihr mögt den Rhein, den stolzen,
preisen . . .« Singt Rittershaus in
seinem Lied Und rühmt die Stätte, wo
das Eisen Sich hin durchs Land
Westfalen zieht. Drum zieh` ich selber
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