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Gedichte - Julius Sturm


Der liebe Gott ist tot

Bei Meister Martin war die Not zu
Haus, Aus jedem Winkel guckte sie
heraus, Sie machte sich in Küch` und
Keller breit, Sie aß am leeren Tisch
zur Mittagszeit Und legte selbst am
Abend
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Zu späte Reue

Da geht er wieder, der bleiche
Knabe, Dem ich die Treue gebrochen
habe; Und trägt noch immer, ob es auch
bleichte, Am Hut das Röslein, das ich
ihm reichte. Weh`, daß ich Schätze um
L
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Fern von dir, o Welt

Daß, o Welt, o laß mich sein! Zieh`
mich nicht in deine Kreise; Laß mich,
fern von dir, allein Leben still nach
meiner Weise. Locket nicht mit
Liebesgaben, Denn sie reize
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O pflegt das Heimgefühl in euren Kindern

Den preis` ich glücklich, der am eignen
Herd Genüge fand, und dem mit lautem
Schlage Das Herz tief in der Brust
klopft, wenn ihm winkt Des festgebauten
Hauses blanker Giebel; Ihm wird
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Der Bauer und sein Kind

Der Bauer steht vor seinem Feld Und
zieht die Stirne kraus in Falten: `Ich
hab` den Acker wohl bestellt, Auf reine
Aussaat streng gehalten; Nun seh` mir
eins das Unkraut an! Das ha
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Im Frühling

Der Frühling kam, der Frühling
rief Vom Berg in`s Tal hinunter: `Wär`
euer Schlaf auch noch so tief, Ihr
Schläfer, werdet munter!` Da regten
tausend Keime sich Und wurde
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Auf ihre Hand

Du treue Hand, die ohne Beben Einst
meiner Hand so fest vertraut, Hast mit
mir ein zerfall`nes Leben Zu neuer
Schönheit aufgebaut. Du weiche Hand,
in trüben Tagen Hast du
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Der Wanderbursch

Ein duftig Sträußlein auf dem Hut Und
frischer Mut und junges Blut, So läßt
sich`s fröhlich wandern; Das
Sträußlein kam von ihrer Hand Und um
den Hut das grüne Band Kam auc
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Aus der Kindheit

Ein Hügel war`s, wo ich im Gras Zur
Sommerzeit am liebsten saß Als frohes
Kind allein; Weit um mich her die grüne
Au` Und über mir nur tiefes Blau Und
goldner Sonnenschein.
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Der Wanderer

Ein Wanderer schreitet durch die
Nacht, Sein Auge sucht die Sterne; Der
Heimat hat er still gedacht In weiter,
weiter Ferne; Das Herz schlägt ihm so
sehnsuchtsbang, Er lauscht, ei
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Ein deutscher Postillion

Es fuhr der Herr von Zavelstein Gar
lustig in die Welt hinein, Und vor ihm
auf dem Kutscherthron Saß Michel hoch
als Postillion, Ein Kern als wie ein
Riese. Und fort gings durch d
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Gott grüße dich!

Gott grüße dich! Kein andrer
Gruß Gleicht dem an Innigkeit. Gott
grüße dich! Kein andrer Gruß Paßt so
zu aller Zeit. Gott grüße dich! Wenn
dieser Gruß So recht vom
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Zum Ziele

Keiner kann im leichten Spiel Dieses
Lebens Preis erjagen; Fest ins Auge
fass` dein Ziel, Bis die Pulse höher
schlagen Und sich dir an Fuß und
Hand Wieder straff die Sehne spannt
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Frühling der Liebe

Rosen, die die Luft mit Düften
würzen, Halme, die im Wind sich
flüsternd neigen, Quellen, die ins Tal
sich rauschend stürzen, Lerchen, die
zum Himmel jubelnd steigen, Junge
Herzen, r
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Die junge Mutter

Spät am Abend, früh am Morgen Schafft
das liebe Mütterlein. Für die Kinder
muß es sorgen, Immer muß es fleißig
sein. Was der Mutter Lieb und
Treue, Liebes Kind, an di
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Wie schön leuchtet der Morgenstern

Wie schön leuchtet der
Morgenstern! Hab` doch kein andres Lied
so gern! Mit Tränen füllt sich jedes
Mal Mein Auge, spiel` ich den Choral. `s
war damals, als der alte Fritz Noch
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