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Gedichte - Justinus Kerner


Wer machte dich so krank?

Daß du so krank geworden, Wer hat es
denn gemacht? - Kein kühler Hauch aus
Norden Und keine Sternennacht. Kein
Schatten unter Bäumen, Nicht Glut des
Sonnenstrahls,
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Der Wanderer

Die Straßen, die ich gehe, So oft ich
um mich sehe, Sie bleiben fremd doch
mir. Herberg`, wo ich möcht weilen, Ich
kann sie nicht ereilen, Weit, weit ist
sie von hier.
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Der Wanderer in der Sägemühle

Dort unten in der Mühle Saß ich in
guter Ruh Und sah dem Räderspiele Und
sah dem Wasser zu. Sah zu der blanken
Säge, Es war mir wie ein Traum, Die
bahnte lange Weg
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Stille Tränen

Du bist vom Schlaf erstanden Und
wandelst durch die Au. Da liegt ob allen
Landen Der Himmel wunderblau. So lang
du ohne Sorgen Geschlummert
schmerzenlos, Der Himmel bi
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Auf das Trinkglas eines verstorbenen Freundes

Du herrlich Glas, nun stehst du
leer, Glas, das er oft mit Lust
gehoben; Die Spinne hat rings um dich
her Indes den düstren Flor
gewoben. Jetzt sollst du mir gefüllet
sein
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Erstes Grün

Du junges Grün, du frisches Gras! Wie
manches Herz durch dich genas, Das von
des Winters Schnee erkrankt, Oh wie mein
Herz nach dir verlangt! Schon wächst
du aus der Erde Nacht,
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Alphorn

Ein Alphorn hör` ich schallen, Das mich
von hinnen ruft, Tönt es aus wald`gen
Hallen? Tönt es aus blauer Luft? Tönt
es von Bergeshöhe, Aus blumenreichem
Tal? Wo ich nur
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Der lustige Geiger

Es war ein Spielmann zu Weinsberg, Der
lustige Peter genannt, Er spielte die
Geige, das Hackbrett Und hinkte benebelt
durchs Land. Es war in der Fastnacht zu
Weinsberg, Da t
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Alte Laute

Hörst du den Vogel singen? Siehst du
den Blütenbaum? Herz! kann dich das
nicht bringen Aus deinem bangen
Traum? Was hör` ich? Alte
Laute Wehmüt`ger Jünglingsbrust,
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Stille Liebe

Könnt` ich dich in Liedern
preisen, Säng` ich dir das längste
Lied. Ja, ich würd` in allen
Weisen Dich zu singen nimmer
müd`! Doch was immer mich
betrübte, Ist, daß i
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Gesanges Erwachen

Könnt` ich einmal wieder singen, Wär`
ich wiederum gesund, Aber noch will`s
Herz zerspringen, Und im Trauern
schweigt der Mund. Kaum, daß die so
leise Klage Aus dem volle
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An Anna

Lange harrt` ich, aber endlich
breiten Auseinander sich des Fensters
Flügel Und an seinem weißen Kreuze
stehs du, Berg und Tal ein stiller
Friedensengel. Vöglein ziehen nah` an
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Sängers Trost

Weint auch einst kein Liebchen Tränen
auf mein Grab, Träufeln doch die
Blumen Milden Tau hinab; Weilt an ihm
kein Wandrer Im Vorüberlauf, Blickt auf
seiner Reise
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Lust der Sturmnacht

Wenn durch Berg und Tale draußen Regen
schauert, Stürme brausen, Schild und
Fenster hell erklirren, Und in Nacht die
Wandrer irren, Ruht es sich so süß
hier innen, Aufgelöst i
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Wanderung

Wohlauf und frisch gewandert ins
unbekannte Land! Zerrissen, ach
zerrissen, ist manches teure Band. Ihr
heimatlichen Kreuze, wo ich oft betend
lag, Ihr Bäume, ach, ihr Hügel, oh
blickt mir s
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Wanderlied

Wohlauf! noch getrunken den funkelnden
Wein! Ade nun, ihr Lieben! geschieden
muß sein. Ade nun, ihr Berge, du
väterlich` Haus! Es treibt in die Ferne
mich mächtig hinaus. Die S
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Frage

Wärst du nicht, heil`ger
Abendschein! Wärst du nicht,
sternerhellte Nacht! Du Blütenschmuck!
Du üpp`ger Hain! Und du, Gebirg`, voll
ernster Pracht! Du Vogelsang aus Himmeln
hoch!
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Sehnsucht nach der Waldgegend

Wär` ich nie aus euch
gegangen, Wälder, hehr und
wunderbar! Hieltet liebend mich
umfangen Doch so lange, lange Jahr`. Wo
in euren Dämmerungen Vogelsang und
Silberquell,
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