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Gedichte - Karl Ziegler

Zwei Badende

Das ist ja wieder der holde Schall,
Laut klingend dahin durch die Frühlingsnacht,
Das sind die Töne der Nachtigall,
In hellaufschmetternder Dichtungspracht,
So oft ... weiterlesen
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Wieder von oben

Die Sphärenlyrik laßt sich wieder hören,
Die stets rauscht nieder frühlingsmitternächtig.
O diese Wundertöne sind allmächtig!
Doch würden wol des Laien Ohr sie ... weiterlesen Todbesieger

Du frech Geripp des Todes, das so wild
Selbst durch der schönsten Landschaft reichstes Bild
Den dunklen Schatten wirft, den tieferschreckenden,
Den weithin alle Pracht mit Nacht ... weiterlesen Elegische Rückfahrt

Erinnerung, du des Herzens Zauberschwan,
Segle zurück mich still ins Feenreich der Liebe!
Auf weichen Wogen Dufts geht deine Bahn.
Leise verhallt schon fern das wirre ... weiterlesen Sturmgesang

Es hebt sich der Wind;
Er heult durch die menschenverödeten Gassen.
Jetzt will ich geschwind
Die Wände, die dumpf mich umfangen, verlassen.
Jetzt will ich hinaus
... weiterlesen Lenz-Dithyrambe

Frühling, freundlicher Liebesgott, sinkest du schimmernd nieder?
Welch ein Gedränge voran dir wallt,
Kündend die himmlische Göttergestalt,
Veilchendüfte melden dich an, ... weiterlesen Im Abendglühen

Gebirgsgipfel, wolkenentragende, könnt` ich so kühn
Der Nacht trotzen, welche schon hüllt Thäler und Wald in ihr dunkel‘ Gewand,
Während euch muß herrlich des Tags Strahl noch ... weiterlesen Fantastische Rückfahrt

Heute bin ich frohbegeistert,
Meine Seele hexenmeistert
All die Bilder, die entschwundnen, fernster Jugend mir empor,
Welche scheu in ihren Särgen
Meinem Blick sich ... weiterlesen Frage

Ich muß, o Einsamkeit,
Dich leise sragen:
Ob nach so vielem Leid
In frühen Tagen,
An deiner Seite hier,
Der Lieblichholden,
Des Lebens Abend mir
... weiterlesen Die Gotterwecker

Ich will die Gottheit schauen!
Wer wird das Sprachrohr sein,
Durch das ich meiner Sehnsucht heißes Flehn,
Auf daß die Sternenpforten auf sich drehn
Ins Ohr des Himmels ... weiterlesen Emporruf

In meinem Haupte wälzen sich Gedanken,
Gleichwie in Urwalds Riesengras die Schlangen.
Was wälzt ihr euch so träg? Ihr sollt die schlanken
Palmbäum` umstricken, schnürend sie ... weiterlesen Morgenhymne

Laß dich wieder tief, du meine Seele, tauchen,
Tief in des Morgens purpurene Fluten!
Wenn die Alpen rings wie glühnde Rosen rauchen,
Magst du dich baden in duftigen Gluten.
... weiterlesen Dem Leser

Nicht Jedem ist gegeben,
Sich höchsten Schwunges kühn hinanzuheben,
Umkreisend Felshornspitzen,
Die silberblendend im Eispanzer blitzen.
Bequemer magst du ruhn im ... weiterlesen Gebt Töne!

O gebt Musik zur Sprache meinem Herzen,
Zu tönen seiner Liebe Lust und Schmerzen!
Soll denn die Blumen, die mein Herz umwinden,
In kalter Worte Todtenkränz` ich binden?
... weiterlesen Weit voran!

Welt, wie bist du zurück mir geblieben
Hinter des Geistes mächtigem Schwung!
Zwar, den Lenz sah bald ich zerstieben,
All sein Blühn und das Glühn und das Lieben,
Doch ... weiterlesen Gewitterhymne

Wenn ringsum flackert der Blitze Licht,
Und der Donner rollt das Gebirg entlang, —
Du vermeinst, daß geblendet dein Auge bricht,
Und du glaubst, daß das Himmelsgewölbe ... weiterlesen Die Vorfahren

Wo find` ich meine Ahnen?
Wo ist der prunkgeschmückte Rittersaal,
Drin meines edlen Hauses Bilder prangen,
Von Rahmengold umfangen,
Die stolzen Herrn mit schönem ... weiterlesen Unsere Brücke

Wölbst du dich wieder, du alte Verzückung,
Herrlich, ein mächtiger Irisbogen,
Hoch in den Himmel als Ueberbrückung
Schwarzhinflutender Todeswogen,
Deren Gedränge,
... weiterlesen

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