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Gedichte - Karl Hermann Schauenburg


Sah ein Jüngling rauchende Altäre

  Sah ein Jüngling rauchende
Altäre, Viele Priester, in dem Arm die
Leier, Mehren emsiglich des Festes
Feier, Einer hohen Göttlichen zur
Ehre.   Und er höret
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Frühlingsgruß an eine Braut

    Die zierlichen
Maiglöckchen läuten Zum
Frühlingsfest der Natur - - Doch was
singt man lieblichen Bräuten, Was
singt man Liebliches nur?  
  Es zer
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An eine Braut

    Lieblich lacht, Geliebte,
in deiner Locken Dunkler Pracht die
bräutliche Myrtenkrone, Schöner noch
in deinem beseelten Blick die  
  Wonne der Liebe.
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Im Lauterbrunner Thale

Wie wogt und stürmt`s in mir! und
immer weiter Und weiter treibt mich`s
in die Ferne fort; Nicht kann ich
rasten an dem schönsten Ort, Wo`s
klingt und blüht, wo Erd` und Himmel h
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Allzeit vergeblich Schmachten

Allzeit vergeblich Schmachten Ist all
mein Lohn geblieben, Wonach ich mochte
trachten Und was ich auch
betrieben. Dem Höchsten
nachzustreben, Ist wohl mein Wunsch
allein,
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Als ich vor dir gekniet im grünen Gras

Als ich vor dir gekniet im grünen
Gras Und nur dein blaues Auge sah Und
den blauen Himmel vergaß, Als ich dich
hielt umschlungen, Meine Lieder vor dir
gesungen, Hab`s nicht
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Als wärs der Lenz, möcht ich den Herbst begrüß

Als wär`s der Lenz, möcht` ich den
Herbst begrüßen, Leer ist der Hain,
doch hör` ich süßes Klingen, Es
fällt das Laub, doch seh` ich Knospen
springen, Und Ros` und Lilie blüh`n zu

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So lebe wohl! Die bangen Worte

An Augustine So lebe wohl! Die bangen
Worte, Sprech` ich sie nun auch schon
zu dir? Bleibt mir verschlossen nun die
Pforte, Die du so oft geöffnet
mir? Du hießest fr
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Einem jungen Paare

An L. I. Du schläfst - - o warum
schläfst du, liebes Kind? Des
Frühlings Voten gehen um, der
Wind Durchschauert frisch und süß den
Morgen, Das Sonnenauge
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Es rauscht und plaudert der Wasserfall

An L. II. Es rauscht und plaudert
der Wasserfall, Mit Apfelblüthen
schäkert der Wind, Ich lausche der
ersten Nachtigall Und denke an dich,
mein Kind! —
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Es kehrt der Lenz mit Klang und Lust

An M. Es kehrt der Lenz mit Klang und
Lust Zurück in`s Moselthal, Auch
meine stillgewordne Brust Erwärmt sein
milder Strahl, Es späht mein Blick den
Knospen nach,
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Heut, wo zu deinem Wiegenfeste

An Mutter B. Zum 2. Dezember
1852 Heut`, wo zu deinem
Wiegenfeste Die Kinder nah`n mit Gruß
und Kuß, Wo drum sich auch der Mutter
beste Der Gunst des Lebens freuen m
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Auf Bergeshöh

Auf Bergen ist Freiheit. Wohl war es
schön! Es wirbelte der Schnee In
dichten Flocken kosend um uns zu; Wir
aber standen auf des Berges Höh` Und
sahn uns Aug` in Auge, ich
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Bin ich gebannt in dieses Thal?

Bin ich gebannt in dieses Thal? Muß
ich, wie in den Felsenritzen Der
Schutz, vor dem Sonnenstrahl Mich
bergen und im Schatten sitzen? Jetzt,
wo die frischen Winde wehn, Wo he
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Darf sich der Geist den Sinnen also paaren

Darf sich der Geist den Sinnen also
paaren, Daß er von ihrem Leide trägt
das Zeichen? Kann er dem Kreuz der
Stunde nicht entweichen, Nicht sicher
stehn im Flug des Wandelbaren?
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Daß du mir hold bist, möcht ich fast beklagen

Daß du mir hold bist, möcht` ich fast
beklagen, Da du dein Herz an Einen
weggegeben, Den oft anwidert dieses
ganze Leben, Und der nur düster sieht
den Morgen tagen. Vorüb
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Der Fluch, in meiner Brust bezwungen

Der Fluch, in meiner Brust
bezwungen, Der, ob bezwungen, doch
nicht flieht, Der Fluch, der diese Welt
umschlungen Und immer fester sie
umzieht, Wohl könnt` er mich
verdüstern,
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Der Freunde denk ich oft mit stillem Grauen

Der Freunde denk` ich oft mit stillem
Grauen, Die ich errang, besaß und ach!
verloren, Denn wie ein jeder seinen Weg
erkoren, Blieb` ich allein, um ihnen
nachzuschauen. Die
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Am ersten Mai

Der Frühling ist erwacht, der holde
Knabe, Und strömet reichen Segen durch
die Räume, Der Vögel Sang erklingt
durch Büsch` und Bäume; Es jauchzt
das Kind, es jauchzt der Greis am Stab
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Der Poet

Der Gestirne sichre Straßen Kreuzt
verloren der Komet, Durch die Welt mit
seinen Liedern Wandert einsam der
Poet, Tritt als Fremdling an die
Schwelle, Kalt begrüßt man sein
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Trostlied

Der Rest ist Schweigen. Hamlet. Wie
magst du nur, du liebes Herz, Bei jedem
kleinen Lebensschmerz So ängstlich
gleich verzagen? Ist jede Pein nicht
bloßer Schein,
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Der stolzen Kraft hab ich mich stets beflissen

Der stolzen Kraft hab` ich mich stets
beflissen, Frei und meineigen durch die
Fährlichkeiten Der Tage meinen
Lebenskahn zu leiten, Von keiner
Leidenschaft dahingerissen. Und
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Die Freuden alle hab ich durchempfunden

Die Freuden alle hab` ich
durchempfunden, Die uns der Jugend
volle Freiheit spendet; Ob sich der
stolze Sinn auch nicht gewendet, Kein
Trunk will noch aus diesem Kelch mir
munden.
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Die Knospen schwellen, die Bäche gehn

Die Knospen schwellen, die Bäche
gehn Im Thale mit Scherzen und
Grüßen, Alle Noth will das kräftige
Frühlingswehn Verscheuchen oder
versüßen. O Stern meiner Nächte, d
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Doch hatt ich alle Wünsche nicht bezwungen

Doch hatt` ich alle Wünsche nicht
bezwungen! Wenn süß die frische
Frühlingswinde wehen, Der Vögel Sang
ertönt, der ewig jungen, Möcht` ich
in einem Buchwald einsam gehen, Frei
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Ein dunkler Schatten folgt mir, wo ich gehe

Ein dunkler Schatten folgt mir, wo ich
gehe, Er heftet seinen Schritt an meine
Schritte, Er läßt nicht los, wie
heiß ich es erbitte, Er ruft mir
nicht, doch höre ich sein Wehe.
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Auf dem Grabe Wilhelms von Blomberg

Ein ernster Mahner tret` ich an die
Schollen, Die gestern auf die
staubgewordne Hülle Von einem hohen
Geist wir hörten rollen. Zerstoben
ist nun der Gedanken Fülle, Die un
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Ein halbes Leben hat mich nicht ermattet

Ein halbes Leben hat mich nicht
ermattet, Wie manche Hoffnungen mir
auch gelogen, Denn Nichts hat mir den
keuschen Sinn gebogen, In dem sich mit
der Freiheit Liebe gattet. Un
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Die weiße Friedenstaube möcht ich sein

Ein Ölblatt Die weiße Friedenstaube
möcht` ich sein, Von der es heißt in
jener schönen Fabel, Sie kommt vom
Land der Seligen herein Und trägt ein
Oelblatt zart in ihrem
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Erwägend das Verhängniß dieser Zeiten

Erwägend das Verhängniß dieser
Zeiten, Die Stolz, Zorn, Schuld und
Ungeduld zerspalten, Die, kaum durch
morsche Banden noch gehalten, Voll
Ahnung sind von blutig wildem
Streiten:
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Es ist ein eigen Ding um Menschenzähren

Es ist ein eigen Ding um
Menschenzähren, Der Freude bald, dem
Leide bald vergossen, Doch immer sind
als Opfer sie geflossen, Um dieses
dunkle Leben zu verklären. Wenn
Wunsc
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Es streut der schönste Herbst mit vollen Händen

Es streut der schönste Herbst mit
vollen Händen Purpurne Farben rings
auf Berg` und Thale, Als blühte es, so
glüht im Sonnenstrahle Das rothe Laub
rings an den Weingeländen.
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Von Lieb und Lieblichkeit und süßem Lächeln

Flucht und Rückkehr Von Lieb` und
Lieblichkeit und süßem Lächeln, Von
holder Red` und zaub`rischem
Gesang, Von lauer Nacht, von duft`ger
Lüfte Fächeln, Von Ruderschlag
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Gertrud, heut ist dein Namenstag

Frau Gertrud P. Gertrud, heut` ist
dein Namenstag, Und wer dich liebt, von
Fern` und Nah` Zum Festesgruß eilt er
herbei, Ich bin mit Liedesworten da
— Das ist ja de
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Frei ist der Geist von jenem wirren Streben

Frei ist der Geist von jenem wirren
Streben, Der mir des Lebens
Frühlingstheil verbittert: So athmet
auf die Flur, wenn ausgewittert Der
Sturm, von dem nur noch die Gipfel
beben.
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Freude strömte nicht nach meinem Herzen

Freude strömte nicht nach meinem
Herzen, Als ich in das Leben ward
berufen, Doch die Tage voller Mitleid
schufen Lieder mir dafür und große
Schmerzen. Meine Lieder scheine
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Widmung

Freunden ein liebevoll
Geschenk! Nicht tret` ich auf den
Markt hinaus, Um euch die Lieder zu
verhandeln, Nicht, um damit ins
Tempelhaus, Geweihten Priestern gleich,
zu wandel
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Sahst du voraus mit Seherblick

Geschrieben auf das letzte Blatt von
Otto dem Schütz. Sahst du voraus mit
Seherblick Dein trüb verworrenes
Geschick; Hast du dich gern vom
Vaterland, Vom Freundeskr
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Gleichmüthig sah ich sonst die Tage eilen

Gleichmüthig sah ich sonst die Tage
eilen, Denn um verlorne hatt` ich nicht
zu klagen; Das war ein stetes Forschen,
Kämpfen, Wagen, Nichts dürft` im
Vorwärtsdringen mich verweilen.
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Heißts, dem Mannesstolz entsagen

Heißt`s, dem Mannesstolz entsagen, Der
in meiner Seele lebt, Wenn das Herz mit
leisen Klagen Nach verwandtem Herzen
strebt? Weil ich lebte dreißig
Jahre, Tod begehre
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Horch, das Signal!

Horch, das Signal! Der Anker fliegt
empor Vom Meeresgrund, und seinen
Eisenzahn, Den eben noch die schwache
Hand beschwor, Schlägt jetzt das
Triebrad in die glatte Bahn. In weiße
S
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Höret, wie in Busch und Hag

Höret, wie in Busch und Hag Tönt der
Nachtigallenschlag Und das Echo, Echo
ach! Und das Echo hallt ihn
nach. Windeswehn und
Sternenschein, Duft und Klang aus Flur
un
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An J.B.

I. Bevor du gehst, entblöße dein
Haupt dem Zeus Und auf den Marmor
schuldige Opfer geuß. So ziemt`s dem
Edlen. Wer wie ein Sclav bedacht, Hat
nie des stolzen Danks vor dem
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An eine Freundin

I. Nie hab` ich so die ganze Lieb`
empfunden, Mit der ich immerfort dich
hielt umschlungen, Als jetzt, wo dir
der Brautgesang gesungen Und in dein
Haar die Myrthe sich gewund
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Ich habe einen seltnen Schatz gewonnen

Ich habe einen seltnen Schatz
gewonnen, Wie kaum das Leben bietet
einen zweiten; Trotz allen Ungemachs
der Wirklichkeiten Ist er des Trostes
unerschöpfter Bronnen. Sind Hoff
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Ich sende dir tausend Grüße

Ich sende dir tausend Grüße Und
tausend Küsse dazu; Meine Braut, meine
namenlos süße, Meine Seelenwonne bist
du. So lang` war ich einsam
gewesen Und traurig war i
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Ich sitze wieder grübelnd manche Nächte

Ich sitze wieder grübelnd manche
Nächte Und forsche nach dem Stern, der
mich beglücke, Und sinne, wie ich mich
der Qual entrücke, Die mir
heraufgesandt die finstern Mächte.
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Ihr Fraun, die ihr von Liebe habet Kunde

Ihr Frau`n, die ihr von Liebe habet
Kunde, Und all ihr süßes Wehe habt
ertragen, Wird nie euch eine inn`re
Stimme sagen, Daß nicht geweiht sie
wird vom Priestermunde, Daß
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Ihr zürnt dem Sänger, daß er zum Sonette

Ihr zürnt dem Sänger, daß er zum
Sonette So düsterernste Stoffe mag
verflechten, Daß er zum Kampf
entsendet mit dem Schlechten Ein Lied,
das sonst verliebter Seufzer Bette.
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Ihr zürnt, daß meine Lieder

Ihr zürnt, daß meine Lieder, Statt
froh und leicht zu scherzen, Nur gelten
tiefen Schmerzen, Die gern mein Mund
verschweigt. Laßt mich dem Liede
beichten, Was ich in jungen
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Du schwärmst mit Stab und Muschelhut

II. Du schwärmst mit Stab und
Muschelhut, Mein Bruderherz, im Land
der Wunder, Beschaust mit keckem
Künstlermuth Der Römervorzeit morsche
Plunder; V
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An eine Freundin

II. Ein fester Bündniß knüpfet
unsere Herzen, Als daß demselben
Stamme wir entsprossen, Daß unsre
Jugendfreuden wir genossen An einem
Tisch` und bei denselben Kerzen.
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An Alexander Kaufmann - II.

II. Müde des Werks, dem lange der
Geist mit schweigendem
Fleiße Nachsann, lehn` ich zurück und
banne dich in der Gedanken Kreise, dem
Zauberer gleich, zu leihn mir traute
Gesells
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Im Geist zerquält ich mich an manchem Dinge

Im Geist zerquält` ich mich an manchem
Dinge, Und litt von manchem ungestümen
Drange, Bis jeden Zufall in des Lebens
Gange Ich fürchtete als feingelegte
Schlinge. Und jede
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Im Geiste wohnt ein ewiger Durst, zu schauen

Im Geiste wohnt ein ewiger Durst, zu
schauen, Was innen fei, tiefunten und
hochoben, Den innern Schleier hab ich
halb gehoben, Doch würde Manchen ob
des Anblicks grauen. Zum
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Im Innersten trennt sich von den Genossen

Im Innersten trennt sich von den
Genossen Ein jeder Mensch, und ob er es
verneine, Zu Zeiten muß er fühlen,
wie alleine Und wie für sich er Leid
und Lust genossen. Ich hab
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Im Traum stand ich vor einer Klosterpforte

Im Traum stand ich vor einer
Klosterpforte, Ein bleicher,
liebeflehender Geselle, Mit leisem
Finger rührt` ich an der
Schelle; Nicht lange harrend an dem
stillen Orte. Bald
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Kaum weiß ich, was mich treibt, im Vers zu schild

Kaum weiß ich, was mich treibt, im Vers
zu schildern Die düstre Qual, der ich
mich nicht entschlage, Es müsse doch
beim Fortgang solcher Tage Dies
strenge, stolze Herz zuletzt verwildern
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Längst ist der Täuschung holder Traum verschwund

Längst ist der Täuschung holder Traum
verschwunden, Wo ich das Wesen
schätzte nach dem Scheine, Wo
allzuleicht ich wähnte Edelsteine Im
bunten Kehricht dieser Welt gefunden.
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Mehr als der Schmerz, war mir die Lust verderblich

Mehr als der Schmerz, war mir die Lust
verderblich, Da jede schöne Farbe bald
erblich, Da stets der flücht`gen Lust
die Klage erblich, — Doch nach dem
Kampfe mit dem Schmerze schlich
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Mit dem Sonette möcht ich mich versöhnen

Mit dem Sonette möcht` ich mich
versöhnen, Das ich mit Liebe früher
oft gesungen, Doch schaltet ihr die
Zweiglein zu verschlungen, Um an solch
Kunstgeflecht euch zu gewöhnen.
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Nicht gar so einsam ists in dem Verließe

Nicht gar so einsam ist`s in dem
Verließe, Der Freiheit Genius steigt
zu mir hernieder, Gedanken weckt er in
der Brust und Lieder, In die ich, was
mein Herz bewegt, ergieße.
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Nicht könnt ich mit dem süßen Pöbel gehen

Nicht könnt` ich mit dem süßen Pöbel
gehen, Der lärmend sich erfreut an
eitlen Possen, Drum ist die Jugend mir
dahin geflossen, Als hätt` ich nie das
Licht der Welt gesehen.
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Nun kommt die Frühlingssonne hell und warm

Nun kommt die Frühlingssonne hell und
warm, Die Nachtigall hat schon im Busch
gesungen, Ich aber denke dein mit
tiefem Schmerz. — Ein einfach
Bretterhaus ist eingegraben In fernem
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Nun ziehts mit Sing und Sang aus vielen Thoren

Nun zieht`s mit Sing und Sang aus vielen
Thoren, Aus vielen auch mit Sorg` und
ernsten Schmerzen; Nun senkt viel Klage
sich in viele Herzen, Weil sie den
Liebling wähnen schon verloren.
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Nur Muth!

Nur Muth und ob auch rings dir
droht Scharfkrallige Gefahr. Den Mann,
Deß Selbstvertrauen fröhlich loht, O
sage mir, was ficht ihn an? Stell` in
die Welt dich, wie du bist,
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Nur Wenig wars, was mir die Welt geboten

Nur Wenig war`s, was mir die Welt
geboten, Nur Wenig war`s, was ich der
Welt gebracht, — Ich lebt` und litt.
Was ich gehofft, gedacht, Und was
gewollt, — mein Loos hat mir`s
verboten.
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Nur über Glück, nur über bittres Leiden

Nur über Glück, nur über bittres
Leiden Hört jubeln man die Menschen
oder klagen, Kaum Einer kennt dies
muthige Entsagen, Das ernst verscheucht
auf ewig jene Beiden. Mag
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O du süße, erquickende Frühlingsluft

O du süße, erquickende
Frühlingsluft, Du gemahnst mich wie
Traum aus der Kinderzeit, Und der
Himmel ist blau und die Lerche, sie
ruft, Und der Blüthen Aug` und der
Blüthen Duft,
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Terzinen

O grüner Wald, o holdes
Waldesrauschen,     Umfanget
mich und wollt mir im Gemüthe  
  Den Schmerz mit hehrer
Götterruhe tauschen! - Es faltete
zusammen sich
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O holder Traum, wie bald bist du verflogen

O holder Traum, wie bald bist du
verflogen, O süßes Bild, wie schnell
bist du erblichen! Die Zauberwelt ist
trügerisch entwichen, In die mich
meine Sehnsucht fortgezogen.
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O Nacht, du senkst dich still und mild

O Nacht, du senkst dich still und
mild Und segnend auf die Welt; Mit
einem Blick voll Huld durchglänzt Der
Mond dein Purpurzelt. O Leben, jetzt
erfahr` ich es, Du bis
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O weh euch um mein holdes Lieb

O weh euch um mein holdes Lieb, Das ich
mir hatt` erkoren, Sie war so fromm und
treu und lieb, Nun hab` ich sie
verloren. O Antlitz, süßes,
blasses, Gedenk` ich dein
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Ob auf schwarzen Wolkenrossen

Ob auf schwarzen Wolkenrossen Wild um
ihn die Winde jagen Und die riesigen
Waldeseichen Ausgewurzelt
niederschlagen; Oder ob mit sanftem
Fächeln Süße Düfte ihn umw
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Palmyra sank dahin in Schutt und Staub

Palmyra sank dahin in Schutt und
Staub, Verschwunden sind die Fahnen und
Standarten, Verschwunden Fürst und
Volk und Kriegesraub, Verweht der
königliche Garten. Rings Wüst
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Reich mir die Hand, laß mich an deiner Seite

Reich` mir die Hand, laß mich an deiner
Seite Aus diesem bunten Labyrinthe
fliehen, Wo mir fürwahr kein Paradies
gediehen, Wo Gram und Zorn mir gaben
das Geleite. Hinaus, h
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San Salvadore

San Salvadore ragt als Hesperiens
Hort, Ein Fels, kastanienbedeckt,
umrauschet Von des Luganerseees
Fluthen; dort Hat meinen Worten sie
zuerst gelauschet. — Und sprich,
wer
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Schon tief ists in der Nacht, an meinem Bette

Schon tief ist`s in der Nacht, an meinem
Bette Lehn` ich, ein Spiel
erschreckender Gedanken, Die grinsend
sich und koboldartig ranken Um der
verlor`nen Stunde schwarze Kette.
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Seitab von der Landstraße stehet

Seitab von der Landstraße stehet Ein
morsches Kreuz von Stein Im Schatten
wallender Buchen, Umduftet von
Waldblümlein. Es ist von Moos
überwachsen, Mit Epheuranken
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So laßt mich einsam meinen Weg vollenden

So laßt mich einsam meinen Weg
vollenden, Ich trachte nicht, den
eurigen zu stören, Nicht will von
euch, ihr sollt von mir nicht hören,
— Frommt es, an euch ein Wort noch zu
verschwend
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Rückblick

So willst du ungenossen fliehen, Du
Lebensblüthe, holde Jugend, Und um
dein Haupt soll nur sich ziehen Der
blasse Ehrenpreis der Tugend, Und all
die heiße Liebeskraft Soll u
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Ueber ferne Gränzen trieb michs fort

Ueber ferne Gränzen trieb mich`s
fort Weiter stets und weiter ohne
Ruh, Dort und hie klang mir manch
gütig Wort, Doch hat Eine mich
beseelt, wie du? Fremder Völker
lernt`
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Um eitlen Lorbeer hab ich nie gesungen

Um eitlen Lorbeer hab` ich nie
gesungen, Nur in der Reime weiches
Schlummerbette Legt` ich der Schmerzen
und der Wonnen Kette, Die sich um meine
Jugendzeit geschlungen. Vom E
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Und denkend an das Unheil dieser Jahre

Und denkend an das Unheil dieser
Jahre Fiel ich in Schlaf, doch war`s
nicht Schlaf zu nennen, Denn deutlich
sah ich tausend Feuer brennen Und
tausend Leichen sah ich auf der Bahre,
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Häng nicht die Larve um die starren Mienen

Und ist denn das Leben auch wohl Einer
Thräne werth? (Grabbe) Häng` nicht
die Larve um die starren Mienen, O
holder Tod! Ich heiße dich
willkommen, Dir wird ja doch
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Und wieder ist ein Jahr dahingeschieden

Und wieder ist ein Jahr
dahingeschieden Und wieder liegt ein
neues vor uns offen, Und wieder wagt
das arme Herz zu hoffen — Es fühlt
sich stark zum Kampf und wünscht doch
Frieden.
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Verhaßt ist mir das knabenhafte Schwärmen

Verhaßt ist mir das knabenhafte
Schwärmen, Ich stelle fern mich von
den tollen Haufen, Die feindlich sich
um dunkle Zwecke raufen, Noch
unverständlicher durch all das
Lärmen.
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Vermag ichs, zu erwiedern je die Güte

Vermag ich`s, zu erwiedern je die
Güte, Die treue Elternhuld mir hat
erwiesen, Die, umzuwandeln mir zu
Paradiesen Die Plätze, wo ich weilte,
stets sich mühte? So seid aufs
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Voll Zuversicht ging ich der Welt entgegen

Voll Zuversicht ging ich der Welt
entgegen, Getrost hab` ich mit
Jeglichem gestritten, Was meine Pläne
feindlich mir zerschnitten, Und blieb
getreu auf meinen ersten Wegen.
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Wanderlied

Von Hause zieh` ich wohlgemuth, Was
ficht die Welt mich an? Mit klarem Kopf
und leichtem Blut Bin ich ein freier
Mann. Schnell geht es durch den
feuchten Wald, Frisch
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Vorüber sind die ruhelosen Tage!

Vorüber sind die ruhelosen Tage! Und
was in dieser Welt ich fürder
suche, Kann ich entbehren ohne große
Plage; Nicht mehr zum Fluche Wird
jetzt der bittre Seufzer und die Klage.
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Waldmeisterlein, Waldmeisterlein

Waldmeisterlein, Waldmeisterlein, Nach
dir schmacht` ich voll Herzenspein; Du
Kräutlein, schlank und zart und
frisch, O zeig` dich unterm
Nußgebüsch; Du wohlgeborner
Frühlingsgei
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Was mein Mund in stillem Schmerz

Was mein Mund in stillem Schmerz hier
geklagt, Daß vor Liebe dieses Herz
schier verzagt, Ach vielleicht, daß es
der Wald Weiter schallt, Daß die
Welle, die ihm lauscht, For
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Wenn auch die tiefste Nacht sich vor dir breitet

Wenn auch die tiefste Nacht sich vor dir
breitet Und kein Gestirn dir milde
Helle spendet, Nur Muth! Zuletzt hat
jede Nacht geendet, Und milder Glanz
den Wanderer geleitet. D
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Sei getrost

Wenn das Herz, das einsam klagt, Einsam
zittert, einsam schmachtet, Einst nach
seinem Rechte fragt, Dem umsonst es
nachgetrachtet, Ach, dann fehlt die
heiße Glut, Die verschw
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Wer auf des Lebens viel verschlungnen Bahnen

Wer auf des Lebens viel verschlungnen
Bahnen Die Ford`rung frecher
Selbstsucht kühn bestritten, Durch
jedes Drangsal unbeirrt
geschritten, Getreu des ewigen Rechtes
heil`gen Fahnen,
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Wer harrend schmachtet hinter Eisengittern

Wer harrend schmachtet hinter
Eisengittern Und kaum, dem Leben, das
er liebt, verborgen, Den Abend dunkeln
sieht und glühn den Morgen, Dem mag zu
Zeiten wohl das Herz erzittern.
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Wer nie dasselbe tiefe Weh empfunden

Wer nie dasselbe tiefe Weh
empfunden, Wird nicht verstehn, warum
ich einsam klage, Nur bittern Sinn`s
hinsehe auf die Tage, Die kommen werden
und die schon entschwunden. Ich
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Wer scherzte je mit Schlangen

Wer scherzte je mit Schlangen, Die Gift
von Aug` und Lippe spei`n, Wer trug
nach Haß Verlangen, Sich zu
befrei`n? Den Haß lernt` ich
besiegen, Verzeihend Unrecht und
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Wer stolzen Muths, wie ich, sich in die Wogen

Wer stolzen Muths, wie ich, sich in die
Wogen Der Welt geworfen hat, sie ganz
zu fassen, Hier sie zu lieben und sie
dort zu hassen, Wie sie ihm hold war
oder ihn betrogen; Ge
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Vorfrühling

Will Altes sich erneuen? Es ruft mir,
wie vor Zeiten Aus
Waldeseinsamkeiten Ein süßvertrauter
Ton; ich folge ihm, mit scheuen
ungewohnten Augen Mir Trost aus dir zu
saugen,
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Wir werden All auf Labyrinthenpfaden

Wir werden All` auf
Labyrinthenpfaden Durch`s Leben schnell
und ruhelos gerissen, Und Jeder glaubt,
den rechten Weg zu wissen, Und knüpft
drum nicht an`s Thor den Theseusfaden.
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Wo soviel Kräfte durcheinander wühlen

Wo soviel Kräfte durcheinander
wühlen, So tausendfältig andre
Ideale, Wo wandre ich da nach dem
heil`gen Graale, Aus dem den Durst ein
frischer Trunk mag kühlen? Wird nie
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