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Gedichte - Karl Hermann Schauenburg

Sah ein Jüngling rauchende Altäre

  Sah ein Jüngling rauchende Altäre,
Viele Priester, in dem Arm die Leier,
Mehren emsiglich des Festes Feier,
Einer hohen Göttlichen zur Ehre.

  Und ... weiterlesen


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Frühlingsgruß an eine Braut

    Die zierlichen Maiglöckchen läuten
Zum Frühlingsfest der Natur - -
Doch was singt man lieblichen Bräuten,
Was singt man Liebliches nur?

  ... weiterlesen


An eine Braut

    Lieblich lacht, Geliebte, in deiner Locken
Dunkler Pracht die bräutliche Myrtenkrone,
Schöner noch in deinem beseelten Blick die
    Wonne der Liebe.
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Im Lauterbrunner Thale


Wie wogt und stürmt`s in mir! und immer weiter
Und weiter treibt mich`s in die Ferne fort;
Nicht kann ich rasten an dem schönsten Ort,
Wo`s klingt und blüht, wo Erd` ... weiterlesen


Allzeit vergeblich Schmachten

Allzeit vergeblich Schmachten
Ist all mein Lohn geblieben,
Wonach ich mochte trachten
Und was ich auch betrieben.
Dem Höchsten nachzustreben,
Ist wohl mein Wunsch ... weiterlesen


Als ich vor dir gekniet im grünen Gras

Als ich vor dir gekniet im grünen Gras
Und nur dein blaues Auge sah
Und den blauen Himmel vergaß,
Als ich dich hielt umschlungen,
Meine Lieder vor dir gesungen,
... weiterlesen


Als wärs der Lenz, möcht ich den Herbst begrüß

Als wär`s der Lenz, möcht` ich den Herbst begrüßen,
Leer ist der Hain, doch hör` ich süßes Klingen,
Es fällt das Laub, doch seh` ich Knospen springen,
Und Ros` und Lilie ... weiterlesen


So lebe wohl! Die bangen Worte

An Augustine

So lebe wohl! Die bangen Worte,
Sprech` ich sie nun auch schon zu dir?
Bleibt mir verschlossen nun die Pforte,
Die du so oft geöffnet mir?
... weiterlesen


Einem jungen Paare

An L.

I.

Du schläfst - - o warum schläfst du, liebes Kind?
Des Frühlings Voten gehen um, der Wind
Durchschauert frisch und süß den Morgen,
Das ... weiterlesen


Es rauscht und plaudert der Wasserfall

An L.

II.

Es rauscht und plaudert der Wasserfall,
Mit Apfelblüthen schäkert der Wind,
Ich lausche der ersten Nachtigall
Und denke an dich, mein ... weiterlesen


Es kehrt der Lenz mit Klang und Lust

An M.

Es kehrt der Lenz mit Klang und Lust
Zurück in`s Moselthal,
Auch meine stillgewordne Brust
Erwärmt sein milder Strahl,
Es späht mein Blick den ... weiterlesen


Heut, wo zu deinem Wiegenfeste

An Mutter B.
Zum 2. Dezember 1852

Heut`, wo zu deinem Wiegenfeste
Die Kinder nah`n mit Gruß und Kuß,
Wo drum sich auch der Mutter beste
Der Gunst des ... weiterlesen


Auf Bergeshöh

Auf Bergen ist Freiheit.

Wohl war es schön! Es wirbelte der Schnee
In dichten Flocken kosend um uns zu;
Wir aber standen auf des Berges Höh`
Und sahn uns Aug` in ... weiterlesen


Bin ich gebannt in dieses Thal?

Bin ich gebannt in dieses Thal?
Muß ich, wie in den Felsenritzen
Der Schutz, vor dem Sonnenstrahl
Mich bergen und im Schatten sitzen?
Jetzt, wo die frischen Winde ... weiterlesen


Darf sich der Geist den Sinnen also paaren

Darf sich der Geist den Sinnen also paaren,
Daß er von ihrem Leide trägt das Zeichen?
Kann er dem Kreuz der Stunde nicht entweichen,
Nicht sicher stehn im Flug des ... weiterlesen


Daß du mir hold bist, möcht ich fast beklagen

Daß du mir hold bist, möcht` ich fast beklagen,
Da du dein Herz an Einen weggegeben,
Den oft anwidert dieses ganze Leben,
Und der nur düster sieht den Morgen tagen.

... weiterlesen


Der Fluch, in meiner Brust bezwungen

Der Fluch, in meiner Brust bezwungen,
Der, ob bezwungen, doch nicht flieht,
Der Fluch, der diese Welt umschlungen
Und immer fester sie umzieht,
Wohl könnt` er mich ... weiterlesen


Der Freunde denk ich oft mit stillem Grauen

Der Freunde denk` ich oft mit stillem Grauen,
Die ich errang, besaß und ach! verloren,
Denn wie ein jeder seinen Weg erkoren,
Blieb` ich allein, um ihnen nachzuschauen.
... weiterlesen


Am ersten Mai

Der Frühling ist erwacht, der holde Knabe,
Und strömet reichen Segen durch die Räume,
Der Vögel Sang erklingt durch Büsch` und Bäume;
Es jauchzt das Kind, es jauchzt der ... weiterlesen


Der Poet

Der Gestirne sichre Straßen
Kreuzt verloren der Komet,
Durch die Welt mit seinen Liedern
Wandert einsam der Poet,
Tritt als Fremdling an die Schwelle,
Kalt ... weiterlesen


Trostlied

Der Rest ist Schweigen.
Hamlet.

Wie magst du nur, du liebes Herz,
Bei jedem kleinen Lebensschmerz
So ängstlich gleich verzagen?
Ist jede Pein nicht bloßer ... weiterlesen


Der stolzen Kraft hab ich mich stets beflissen

Der stolzen Kraft hab` ich mich stets beflissen,
Frei und meineigen durch die Fährlichkeiten
Der Tage meinen Lebenskahn zu leiten,
Von keiner Leidenschaft dahingerissen.
... weiterlesen


Die Freuden alle hab ich durchempfunden

Die Freuden alle hab` ich durchempfunden,
Die uns der Jugend volle Freiheit spendet;
Ob sich der stolze Sinn auch nicht gewendet,
Kein Trunk will noch aus diesem Kelch mir ... weiterlesen


Die Knospen schwellen, die Bäche gehn

Die Knospen schwellen, die Bäche gehn
Im Thale mit Scherzen und Grüßen,
Alle Noth will das kräftige Frühlingswehn
Verscheuchen oder versüßen.

O Stern meiner ... weiterlesen


Doch hatt ich alle Wünsche nicht bezwungen

Doch hatt` ich alle Wünsche nicht bezwungen!
Wenn süß die frische Frühlingswinde wehen,
Der Vögel Sang ertönt, der ewig jungen,
Möcht` ich in einem Buchwald einsam ... weiterlesen


Ein dunkler Schatten folgt mir, wo ich gehe

Ein dunkler Schatten folgt mir, wo ich gehe,
Er heftet seinen Schritt an meine Schritte,
Er läßt nicht los, wie heiß ich es erbitte,
Er ruft mir nicht, doch höre ich sein ... weiterlesen


Auf dem Grabe Wilhelms von Blomberg

Ein ernster Mahner tret` ich an die Schollen,
Die gestern auf die staubgewordne Hülle
Von einem hohen Geist wir hörten rollen.

Zerstoben ist nun der Gedanken Fülle,
... weiterlesen


Ein halbes Leben hat mich nicht ermattet

Ein halbes Leben hat mich nicht ermattet,
Wie manche Hoffnungen mir auch gelogen,
Denn Nichts hat mir den keuschen Sinn gebogen,
In dem sich mit der Freiheit Liebe gattet.
... weiterlesen


Die weiße Friedenstaube möcht ich sein

Ein Ölblatt

Die weiße Friedenstaube möcht` ich sein,
Von der es heißt in jener schönen Fabel,
Sie kommt vom Land der Seligen herein
Und trägt ein Oelblatt ... weiterlesen


Erwägend das Verhängniß dieser Zeiten

Erwägend das Verhängniß dieser Zeiten,
Die Stolz, Zorn, Schuld und Ungeduld zerspalten,
Die, kaum durch morsche Banden noch gehalten,
Voll Ahnung sind von blutig wildem ... weiterlesen


Es ist ein eigen Ding um Menschenzähren

Es ist ein eigen Ding um Menschenzähren,
Der Freude bald, dem Leide bald vergossen,
Doch immer sind als Opfer sie geflossen,
Um dieses dunkle Leben zu verklären.

... weiterlesen


Es streut der schönste Herbst mit vollen Händen

Es streut der schönste Herbst mit vollen Händen
Purpurne Farben rings auf Berg` und Thale,
Als blühte es, so glüht im Sonnenstrahle
Das rothe Laub rings an den ... weiterlesen


Von Lieb und Lieblichkeit und süßem Lächeln

Flucht und Rückkehr

Von Lieb` und Lieblichkeit und süßem Lächeln,
Von holder Red` und zaub`rischem Gesang,
Von lauer Nacht, von duft`ger Lüfte Fächeln,
Von ... weiterlesen


Gertrud, heut ist dein Namenstag

Frau Gertrud P.

Gertrud, heut` ist dein Namenstag,
Und wer dich liebt, von Fern` und Nah`
Zum Festesgruß eilt er herbei,
Ich bin mit Liedesworten da —
... weiterlesen


Frei ist der Geist von jenem wirren Streben

Frei ist der Geist von jenem wirren Streben,
Der mir des Lebens Frühlingstheil verbittert:
So athmet auf die Flur, wenn ausgewittert
Der Sturm, von dem nur noch die Gipfel ... weiterlesen


Freude strömte nicht nach meinem Herzen

Freude strömte nicht nach meinem Herzen,
Als ich in das Leben ward berufen,
Doch die Tage voller Mitleid schufen
Lieder mir dafür und große Schmerzen.

Meine ... weiterlesen


Widmung

Freunden ein liebevoll Geschenk!

Nicht tret` ich auf den Markt hinaus,
Um euch die Lieder zu verhandeln,
Nicht, um damit ins Tempelhaus,
Geweihten Priestern ... weiterlesen


Sahst du voraus mit Seherblick

Geschrieben auf das letzte Blatt
von Otto dem Schütz.

Sahst du voraus mit Seherblick
Dein trüb verworrenes Geschick;
Hast du dich gern vom Vaterland,
Vom ... weiterlesen


Gleichmüthig sah ich sonst die Tage eilen

Gleichmüthig sah ich sonst die Tage eilen,
Denn um verlorne hatt` ich nicht zu klagen;
Das war ein stetes Forschen, Kämpfen, Wagen,
Nichts dürft` im Vorwärtsdringen mich ... weiterlesen


Heißts, dem Mannesstolz entsagen

Heißt`s, dem Mannesstolz entsagen,
Der in meiner Seele lebt,
Wenn das Herz mit leisen Klagen
Nach verwandtem Herzen strebt?

Weil ich lebte dreißig Jahre,
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Horch, das Signal!

Horch, das Signal! Der Anker fliegt empor
Vom Meeresgrund, und seinen Eisenzahn,
Den eben noch die schwache Hand beschwor,
Schlägt jetzt das Triebrad in die glatte Bahn.
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Höret, wie in Busch und Hag

Höret, wie in Busch und Hag
Tönt der Nachtigallenschlag
Und das Echo, Echo ach!
Und das Echo hallt ihn nach.

Windeswehn und Sternenschein,
Duft und Klang ... weiterlesen


An J.B.

I.

Bevor du gehst, entblöße dein Haupt dem Zeus
Und auf den Marmor schuldige Opfer geuß.
So ziemt`s dem Edlen. Wer wie ein Sclav bedacht,
Hat nie des stolzen ... weiterlesen


An eine Freundin

I.

Nie hab` ich so die ganze Lieb` empfunden,
Mit der ich immerfort dich hielt umschlungen,
Als jetzt, wo dir der Brautgesang gesungen
Und in dein Haar die Myrthe ... weiterlesen


Ich habe einen seltnen Schatz gewonnen

Ich habe einen seltnen Schatz gewonnen,
Wie kaum das Leben bietet einen zweiten;
Trotz allen Ungemachs der Wirklichkeiten
Ist er des Trostes unerschöpfter Bronnen.

... weiterlesen


Ich sende dir tausend Grüße

Ich sende dir tausend Grüße
Und tausend Küsse dazu;
Meine Braut, meine namenlos süße,
Meine Seelenwonne bist du.

So lang` war ich einsam gewesen
Und ... weiterlesen


Ich sitze wieder grübelnd manche Nächte

Ich sitze wieder grübelnd manche Nächte
Und forsche nach dem Stern, der mich beglücke,
Und sinne, wie ich mich der Qual entrücke,
Die mir heraufgesandt die finstern ... weiterlesen


Ihr Fraun, die ihr von Liebe habet Kunde

Ihr Frau`n, die ihr von Liebe habet Kunde,
Und all ihr süßes Wehe habt ertragen,
Wird nie euch eine inn`re Stimme sagen,
Daß nicht geweiht sie wird vom Priestermunde,
... weiterlesen


Ihr zürnt dem Sänger, daß er zum Sonette

Ihr zürnt dem Sänger, daß er zum Sonette
So düsterernste Stoffe mag verflechten,
Daß er zum Kampf entsendet mit dem Schlechten
Ein Lied, das sonst verliebter Seufzer ... weiterlesen


Ihr zürnt, daß meine Lieder

Ihr zürnt, daß meine Lieder,
Statt froh und leicht zu scherzen,
Nur gelten tiefen Schmerzen,
Die gern mein Mund verschweigt.
Laßt mich dem Liede beichten,
Was ... weiterlesen


Du schwärmst mit Stab und Muschelhut

II.

Du schwärmst mit Stab und Muschelhut,
Mein Bruderherz, im Land der Wunder,
Beschaust mit keckem Künstlermuth
Der Römervorzeit morsche Plunder;

... weiterlesen


An eine Freundin

II.

Ein fester Bündniß knüpfet unsere Herzen,
Als daß demselben Stamme wir entsprossen,
Daß unsre Jugendfreuden wir genossen
An einem Tisch` und bei denselben ... weiterlesen


An Alexander Kaufmann - II.

II.

Müde des Werks, dem lange der Geist mit schweigendem Fleiße
Nachsann, lehn` ich zurück und banne dich in der Gedanken
Kreise, dem Zauberer gleich, zu leihn mir ... weiterlesen


Im Geist zerquält ich mich an manchem Dinge

Im Geist zerquält` ich mich an manchem Dinge,
Und litt von manchem ungestümen Drange,
Bis jeden Zufall in des Lebens Gange
Ich fürchtete als feingelegte Schlinge.

... weiterlesen


Im Geiste wohnt ein ewiger Durst, zu schauen

Im Geiste wohnt ein ewiger Durst, zu schauen,
Was innen fei, tiefunten und hochoben,
Den innern Schleier hab ich halb gehoben,
Doch würde Manchen ob des Anblicks grauen.
... weiterlesen


Im Innersten trennt sich von den Genossen

Im Innersten trennt sich von den Genossen
Ein jeder Mensch, und ob er es verneine,
Zu Zeiten muß er fühlen, wie alleine
Und wie für sich er Leid und Lust genossen.

... weiterlesen


Im Traum stand ich vor einer Klosterpforte

Im Traum stand ich vor einer Klosterpforte,
Ein bleicher, liebeflehender Geselle,
Mit leisem Finger rührt` ich an der Schelle;
Nicht lange harrend an dem stillen Orte.
... weiterlesen


Kaum weiß ich, was mich treibt, im Vers zu schild

Kaum weiß ich, was mich treibt, im Vers zu schildern
Die düstre Qual, der ich mich nicht entschlage,
Es müsse doch beim Fortgang solcher Tage
Dies strenge, stolze Herz zuletzt ... weiterlesen


Längst ist der Täuschung holder Traum verschwund

Längst ist der Täuschung holder Traum verschwunden,
Wo ich das Wesen schätzte nach dem Scheine,
Wo allzuleicht ich wähnte Edelsteine
Im bunten Kehricht dieser Welt ... weiterlesen


Mehr als der Schmerz, war mir die Lust verderblich

Mehr als der Schmerz, war mir die Lust verderblich,
Da jede schöne Farbe bald erblich,
Da stets der flücht`gen Lust die Klage erblich, —
Doch nach dem Kampfe mit dem Schmerze ... weiterlesen


Mit dem Sonette möcht ich mich versöhnen

Mit dem Sonette möcht` ich mich versöhnen,
Das ich mit Liebe früher oft gesungen,
Doch schaltet ihr die Zweiglein zu verschlungen,
Um an solch Kunstgeflecht euch zu ... weiterlesen


Nicht gar so einsam ists in dem Verließe

Nicht gar so einsam ist`s in dem Verließe,
Der Freiheit Genius steigt zu mir hernieder,
Gedanken weckt er in der Brust und Lieder,
In die ich, was mein Herz bewegt, ergieße.
... weiterlesen


Nicht könnt ich mit dem süßen Pöbel gehen

Nicht könnt` ich mit dem süßen Pöbel gehen,
Der lärmend sich erfreut an eitlen Possen,
Drum ist die Jugend mir dahin geflossen,
Als hätt` ich nie das Licht der Welt ... weiterlesen


Nun kommt die Frühlingssonne hell und warm

Nun kommt die Frühlingssonne hell und warm,
Die Nachtigall hat schon im Busch gesungen,
Ich aber denke dein mit tiefem Schmerz. —
Ein einfach Bretterhaus ist eingegraben
... weiterlesen


Nun ziehts mit Sing und Sang aus vielen Thoren

Nun zieht`s mit Sing und Sang aus vielen Thoren,
Aus vielen auch mit Sorg` und ernsten Schmerzen;
Nun senkt viel Klage sich in viele Herzen,
Weil sie den Liebling wähnen schon ... weiterlesen


Nur Muth!

Nur Muth und ob auch rings dir droht
Scharfkrallige Gefahr.
Den Mann, Deß Selbstvertrauen fröhlich loht,
O sage mir, was ficht ihn an?

Stell` in die Welt dich, ... weiterlesen


Nur Wenig wars, was mir die Welt geboten

Nur Wenig war`s, was mir die Welt geboten,
Nur Wenig war`s, was ich der Welt gebracht, —
Ich lebt` und litt. Was ich gehofft, gedacht,
Und was gewollt, — mein Loos hat mir`s ... weiterlesen


Nur über Glück, nur über bittres Leiden

Nur über Glück, nur über bittres Leiden
Hört jubeln man die Menschen oder klagen,
Kaum Einer kennt dies muthige Entsagen,
Das ernst verscheucht auf ewig jene Beiden.
... weiterlesen


O du süße, erquickende Frühlingsluft

O du süße, erquickende Frühlingsluft,
Du gemahnst mich wie Traum aus der Kinderzeit,
Und der Himmel ist blau und die Lerche, sie ruft,
Und der Blüthen Aug` und der Blüthen ... weiterlesen


Terzinen

O grüner Wald, o holdes Waldesrauschen,
    Umfanget mich und wollt mir im Gemüthe
    Den Schmerz mit hehrer Götterruhe tauschen! -

Es faltete ... weiterlesen


O holder Traum, wie bald bist du verflogen

O holder Traum, wie bald bist du verflogen,
O süßes Bild, wie schnell bist du erblichen!
Die Zauberwelt ist trügerisch entwichen,
In die mich meine Sehnsucht fortgezogen.
... weiterlesen


O Nacht, du senkst dich still und mild

O Nacht, du senkst dich still und mild
Und segnend auf die Welt;
Mit einem Blick voll Huld durchglänzt
Der Mond dein Purpurzelt.

O Leben, jetzt erfahr` ich es,
... weiterlesen


O weh euch um mein holdes Lieb

O weh euch um mein holdes Lieb,
Das ich mir hatt` erkoren,
Sie war so fromm und treu und lieb,
Nun hab` ich sie verloren.
O Antlitz, süßes, blasses,
Gedenk` ich ... weiterlesen


Ob auf schwarzen Wolkenrossen

Ob auf schwarzen Wolkenrossen
Wild um ihn die Winde jagen
Und die riesigen Waldeseichen
Ausgewurzelt niederschlagen;

Oder ob mit sanftem Fächeln
Süße ... weiterlesen


Palmyra sank dahin in Schutt und Staub

Palmyra sank dahin in Schutt und Staub,
Verschwunden sind die Fahnen und Standarten,
Verschwunden Fürst und Volk und Kriegesraub,
Verweht der königliche Garten.

... weiterlesen


Reich mir die Hand, laß mich an deiner Seite

Reich` mir die Hand, laß mich an deiner Seite
Aus diesem bunten Labyrinthe fliehen,
Wo mir fürwahr kein Paradies gediehen,
Wo Gram und Zorn mir gaben das Geleite.

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San Salvadore

San Salvadore ragt als Hesperiens Hort,
Ein Fels, kastanienbedeckt, umrauschet
Von des Luganerseees Fluthen; dort
Hat meinen Worten sie zuerst gelauschet.

— Und ... weiterlesen


Schon tief ists in der Nacht, an meinem Bette

Schon tief ist`s in der Nacht, an meinem Bette
Lehn` ich, ein Spiel erschreckender Gedanken,
Die grinsend sich und koboldartig ranken
Um der verlor`nen Stunde schwarze Kette.
... weiterlesen


Seitab von der Landstraße stehet

Seitab von der Landstraße stehet
Ein morsches Kreuz von Stein
Im Schatten wallender Buchen,
Umduftet von Waldblümlein.

Es ist von Moos überwachsen,
Mit ... weiterlesen


So laßt mich einsam meinen Weg vollenden

So laßt mich einsam meinen Weg vollenden,
Ich trachte nicht, den eurigen zu stören,
Nicht will von euch, ihr sollt von mir nicht hören, —
Frommt es, an euch ein Wort noch zu ... weiterlesen


Rückblick

So willst du ungenossen fliehen,
Du Lebensblüthe, holde Jugend,
Und um dein Haupt soll nur sich ziehen
Der blasse Ehrenpreis der Tugend,
Und all die heiße Liebeskraft
... weiterlesen


Ueber ferne Gränzen trieb michs fort

Ueber ferne Gränzen trieb mich`s fort
Weiter stets und weiter ohne Ruh,
Dort und hie klang mir manch gütig Wort,
Doch hat Eine mich beseelt, wie du?

Fremder ... weiterlesen


Um eitlen Lorbeer hab ich nie gesungen

Um eitlen Lorbeer hab` ich nie gesungen,
Nur in der Reime weiches Schlummerbette
Legt` ich der Schmerzen und der Wonnen Kette,
Die sich um meine Jugendzeit geschlungen.
... weiterlesen


Und denkend an das Unheil dieser Jahre

Und denkend an das Unheil dieser Jahre
Fiel ich in Schlaf, doch war`s nicht Schlaf zu nennen,
Denn deutlich sah ich tausend Feuer brennen
Und tausend Leichen sah ich auf der ... weiterlesen


Häng nicht die Larve um die starren Mienen

Und ist denn das Leben auch wohl
Einer Thräne werth?
(Grabbe)

Häng` nicht die Larve um die starren Mienen,
O holder Tod! Ich heiße dich willkommen,
Dir ... weiterlesen


Und wieder ist ein Jahr dahingeschieden

Und wieder ist ein Jahr dahingeschieden
Und wieder liegt ein neues vor uns offen,
Und wieder wagt das arme Herz zu hoffen —
Es fühlt sich stark zum Kampf und wünscht doch ... weiterlesen


Verhaßt ist mir das knabenhafte Schwärmen

Verhaßt ist mir das knabenhafte Schwärmen,
Ich stelle fern mich von den tollen Haufen,
Die feindlich sich um dunkle Zwecke raufen,
Noch unverständlicher durch all das ... weiterlesen


Vermag ichs, zu erwiedern je die Güte

Vermag ich`s, zu erwiedern je die Güte,
Die treue Elternhuld mir hat erwiesen,
Die, umzuwandeln mir zu Paradiesen
Die Plätze, wo ich weilte, stets sich mühte?

... weiterlesen


Voll Zuversicht ging ich der Welt entgegen

Voll Zuversicht ging ich der Welt entgegen,
Getrost hab` ich mit Jeglichem gestritten,
Was meine Pläne feindlich mir zerschnitten,
Und blieb getreu auf meinen ersten Wegen.
... weiterlesen


Wanderlied

Von Hause zieh` ich wohlgemuth,
Was ficht die Welt mich an?
Mit klarem Kopf und leichtem Blut
Bin ich ein freier Mann.

Schnell geht es durch den feuchten Wald,
... weiterlesen


Vorüber sind die ruhelosen Tage!

Vorüber sind die ruhelosen Tage!
Und was in dieser Welt ich fürder suche,
Kann ich entbehren ohne große Plage;
Nicht mehr zum Fluche
Wird jetzt der bittre Seufzer und ... weiterlesen


Waldmeisterlein, Waldmeisterlein

Waldmeisterlein, Waldmeisterlein,
Nach dir schmacht` ich voll Herzenspein;
Du Kräutlein, schlank und zart und frisch,
O zeig` dich unterm Nußgebüsch;
Du wohlgeborner ... weiterlesen


Was mein Mund in stillem Schmerz

Was mein Mund in stillem Schmerz hier geklagt,
Daß vor Liebe dieses Herz schier verzagt,
Ach vielleicht, daß es der Wald
Weiter schallt,
Daß die Welle, die ihm ... weiterlesen


Wenn auch die tiefste Nacht sich vor dir breitet

Wenn auch die tiefste Nacht sich vor dir breitet
Und kein Gestirn dir milde Helle spendet,
Nur Muth! Zuletzt hat jede Nacht geendet,
Und milder Glanz den Wanderer geleitet.
... weiterlesen


Sei getrost

Wenn das Herz, das einsam klagt,
Einsam zittert, einsam schmachtet,
Einst nach seinem Rechte fragt,
Dem umsonst es nachgetrachtet,
Ach, dann fehlt die heiße Glut,
... weiterlesen


Wer auf des Lebens viel verschlungnen Bahnen

Wer auf des Lebens viel verschlungnen Bahnen
Die Ford`rung frecher Selbstsucht kühn bestritten,
Durch jedes Drangsal unbeirrt geschritten,
Getreu des ewigen Rechtes heil`gen ... weiterlesen


Wer harrend schmachtet hinter Eisengittern

Wer harrend schmachtet hinter Eisengittern
Und kaum, dem Leben, das er liebt, verborgen,
Den Abend dunkeln sieht und glühn den Morgen,
Dem mag zu Zeiten wohl das Herz ... weiterlesen


Wer nie dasselbe tiefe Weh empfunden

Wer nie dasselbe tiefe Weh empfunden,
Wird nicht verstehn, warum ich einsam klage,
Nur bittern Sinn`s hinsehe auf die Tage,
Die kommen werden und die schon entschwunden.
... weiterlesen


Wer scherzte je mit Schlangen

Wer scherzte je mit Schlangen,
Die Gift von Aug` und Lippe spei`n,
Wer trug nach Haß Verlangen,
Sich zu befrei`n?

Den Haß lernt` ich besiegen,
Verzeihend ... weiterlesen


Wer stolzen Muths, wie ich, sich in die Wogen

Wer stolzen Muths, wie ich, sich in die Wogen
Der Welt geworfen hat, sie ganz zu fassen,
Hier sie zu lieben und sie dort zu hassen,
Wie sie ihm hold war oder ihn betrogen;
... weiterlesen


Vorfrühling

Will Altes sich erneuen?
Es ruft mir, wie vor Zeiten
Aus Waldeseinsamkeiten
Ein süßvertrauter Ton;
ich folge ihm, mit scheuen ungewohnten Augen
Mir Trost aus dir ... weiterlesen


Wir werden All auf Labyrinthenpfaden

Wir werden All` auf Labyrinthenpfaden
Durch`s Leben schnell und ruhelos gerissen,
Und Jeder glaubt, den rechten Weg zu wissen,
Und knüpft drum nicht an`s Thor den ... weiterlesen


Wo soviel Kräfte durcheinander wühlen

Wo soviel Kräfte durcheinander wühlen,
So tausendfältig andre Ideale,
Wo wandre ich da nach dem heil`gen Graale,
Aus dem den Durst ein frischer Trunk mag kühlen?

... weiterlesen



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Gedichte vom Autor Karl Hermann Schauenburg

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