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Gedichte - Karl Mayer


Die Schifferin

(Am Achensee, im
nördlichen Tyrol.) Wie mir der See
entgegenschauert, Mit seinem klaren
Abgrundsblau Von hohen Alpen still
ummauert! Hier wohnt die Einsamkeit; o
schau!

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Das Kaiserbild

(Am Ulmer
Münstre.) Drei Säulen und ein
spitzes Dach Sind manch Jahrhundert
dein Gemach, Aus dem du von des
Münsters Wand Herabblickst auf der
Menschen Tand.

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Unweit Werrnwag

(An der Donau.) O
Heiliger von Nepomuk, Ich sah dich
schon auf mancher Bruck‘ Und blieb
noch immer bei dir stehn, Mit dir das
Tal hinabzusehn. Wie hier, in diesen
Fe

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Sonnenleben

(Auf dem Dache der
Waldburg.) Wie seid ihr kleinen
Tierchen klug, Ihr Fliegen, Schnacken,
Bienen, Hummeln, Die Sonnenluft zur
Höhe trug, In Schwärmen hier euch
umzutummeln!

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Auf dem Lochenstein

(Bei Ballingen.) Auf
im Sonnenregengolde! Wie im Tal der
farbenholde Irisbogen überlacht Des
Gebirges ernste Pracht! Doch, o
Schönheit kurzer Dauer, A

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Die Schlössergruppe

(Beim Anblick von
Hohentwiel, Hohenkrähen, Mägdberg,
Hohenstauffen *, Hohenstoffeln und
Hohenhöwen.) Die Gruppe dort
betürmter Zacken Auf Wald- und
Hochgeländes Nacken

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Der neue Freund

(Meersburg.) Wir zogen
durch den Göttermorgen. Was dachten
wir an deutsche Sorgen? Und doch –
wir waren kaum im Gange, So folgten wir
schon gleichem Drange. Mein ne

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Im Donautal

(mit den Schlössern
Kallenberg, Brunnen, Wildenstein,
Werrnwag, Hausen und
Falkenstein.) Einst hast du, Strom,
dir Bahn erzwungen Durch dieses wilde
Felsenland Und mancher

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In Ludwigshafen

(Sernadingen.)

Das Windgeheul, der Wellenbraus,
Die Sorg‘ um Weib und Kind zu Haus,
Sie haben diese lange nacht
Zu Drei’n mich um den Schlaf gebracht.
Bei der Wiederkunft

(Ulm.) Herzlose
Häuser, alte Stadt, Die einst auch
mich beherbergt hat, Und wo ich mir
verhaltner Träne Nach zwei Gestorbenen
mich sehne, Ihr steht, wie
ehma

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Der Bergknabe

(Über dem Schussentale.)

Du jodelst hell ins Abendrot,
Bergknabe, dort hinaus,
Als gäb‘ es niemals einen Tod
Für dich und für dein Haus!
Der Ölberg

size='4'>(Überlingen.) Größre
Liebe gibt es nicht, Keinen tiefern
Schmerz, Als wenn jeder Schuld
Gericht Auf sich lädt ein
Herz. Alter Bildner, wie
erfasst,
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Der Brunnenritter

size='4'>(Überlingen.) Steinern
sahst du, Brunnenritter, Welcher bei so
langem Stehn Vieles sah
vorübergehn, Auch auf mancher Liebe
Flitter; Weißt es, wie der Vorzeig
Mädch
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Das alte Fenster

(Überlingen.) Welch
alte schmucke Steinmetzsitte! Ein
höher Fenster in der Mitte, Zwei
niedrere zu jeder Seite; Viel graue
Häuser zeigten heite So sein
befenstert s

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Schmetterlingsart

1. Falter, dir zum
Eigentume Trägst du nur ein schwaches
Leben, Der Bewegung preisgegeben, Eine
abgetrennte Blume! 2. Wohl ein
zart verschämte

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Kindheitsmahnung

1. Kindheit macht die
Blumenwiese Sich zum kleinen
Paradiese. Zu der Kindheit
Paradiese Ruft mich heim die
Blumenwiese. 2. Ihr besondres
Bachran

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Die Lieblingsdichter

1. Kommt Einer mir zur
Thür` herein, So prüft mein Aug`:
wer mag es seyn? Gleichgültig nehm`
ich den in Acht, Wenn mir das Herz
beim Andern lacht, Der, noch
die

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Herbstfriede

1. Mild hat der Nebel
abgeteilt; Wenn er als leicht Gewölk
hier weilt; So hat er dort sich
weggezogen Vor dem Azur am
Himmelsbogen. Dass sie so gütlich sich
geschied

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Ländliche Anmut

1. Scherzende Mädchen
auf Wiesengrund, Hüpfende Wellchen,
kristallgesund, Waldige Berge, dem
Bilde zum Rahmen, Weißt du was
Holderes? nenn` es mit
Namen! 2.

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In den Dörfern

1. Vergnügt hab‘
ich die Drescher drinnen, Mit ihnen
junge Drescherinnen Auf mancher Tenne
angegrüßt. Auch dies hat mir den Weg
versüßt, So, dass der Blick
noch

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Herzenstrost

1. Ward ein Herze
krank und wund, Kummer deiner Liebe
Sold, Schaue draußen dich
gesund! Glaube, dass im Sonnengold, In
der Landschaft frischen Farben Viele
sch

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Die Kukuke

1. Weshalb in
vermehrter Hast Habt ihr Vögel ohne
Rast Am gewohnten Ruf: Kukuk! Heute
selten nur genug? Denn wohin der Wald
mich trug, Schallt es nicht:
Kukuk!

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Das Sprichwort

1. Sprichwörter mehr
oft, als Sentenzen, Sind geisterfüllte
Sprachessenzen. 2. Es ist kein
Sprichwort gut, es sei Denn etwas
Schelmerei dabei. 3.

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Am Lebensabend

Abends schließen ihre
Kelche Viele Blumen. Fragt ihr,
welche? Kann ich sie so schnell nicht
nennen, Auch kein Vorbild drin
erkennen; Denn mein Geist soll offen
stehn, Auch de

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In einem Hohlwege

Abhänge ragen steil und
schräg, Um die sich Wurzeln
spannen, Wohl über meinen
Wanderweg Und drüber sausen Tannen.
– Als sie die Hohle gruben
hier, Fern war ich, ungebore

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Sonnenzauber

Ach Blumengold!
Das Blut mir rollt
Von neuem voller Wonne,
Wenn ich die alte Sonne
Den neuen Schmelz verbreiten seh`.
Der wieder glänzt aus Gras und Klee!
Erdenleid

Ach Erde, hier in deinem
Gras Sie einsam mich
dahingestreckt! Ist’s deine Näh‘?
Ich weiß nicht, was Das ganze
Erdenleid mir weckt. Mein Himmlisches
herniedertaut Als Tr

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Im Nebel

Ach Nebel, der das Land
umgibt, Durchhaucht von frischem
Morgenduft, Nicht minder bist du mir
geliebt, Als schönen Morgens blaue
Luft. Denn die Natur hat solche
Fülle Und so

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Die eilende Schönheit

Ach! wie kehrt das wilde
Hag Rosen ohne Zahl zu Tag! Blühend
lacht sogar der Fluss Unter
Wasserrosenkuss. – Morgen sind die
Rosen halb Schon verwelkt und braun und

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Das hohe Lied

Ach, armer Dichter, dir
beschied Natur wohl dieses, jenes
Lied; Wie macht sein Klang dich froh
und reich, Und wie verrauscht er doch
sogleich! Trittst du heran zum
Wasserfall

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Abschied

Ach, beim Wanderabschied
steht Still beiseit der Tod, Der den
Augenblick erspäht Und uns Freunden
droht, Dass er fasse eines Han Und ihn
führ‘ in’s dunkle Land.

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Waldgang im Vorfrühling

Ach, blüht nicht hier
die Anemone, Ob sie auch frischer
Schnee umwohne? Und horch dem Specht,
wie froh er schreit! Er merkt nicht,
dass es wieder scheint. Schon schlägt
sich durch

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Bedauerniss

Ach, dass vieler Blumen
Namen Mir so unbekannt! Viele stehn
schon bald in Samen, Die ich nie
genannt, Und doch möchte‘ ich all
der Lust, Die enthüllt der Erde
Brust,

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Bei sonnigem Himmel

Ach, den Fleiß, den
immern schwächern, Tilgst du
nächstens ganz; Himmel, ruhst du auf
den Dächern In so blauem Glanz! Ja,
ich geh`, ein Stubenhasser; Von dem
Fest

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Der fehlende Gast

Ach, der Storch blieb
Heuer aus Und vom First des
Kirchenbaus Trauert leer herab sein
Nest. Waren wir doch so gewöhnt
Dessen, der den Lenz verschönt! Ist
der Frühling

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Bachgeleite

Ach, der Wald will sich
nicht trennen Von des Blumenbaches
Lauf. Kann er ganz nicht nach ihm
rennen, Bricht viel junges Volk doch
auf, Esch‘ und Erlen, und
begleiten Längs

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Die fernen Ruheplätze

Ach, des Berges
Baumgelände Böten manchen
Ruhesitz, Wo mir glücklich ferne
stände Menschentorheit,
Menschenwitz. Doch die Blumen droben
blühen Nur für Tau und So

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Schicksalsgenossen

Ach, die Schneck‘ in
sichrem Haus Weicht dem Fußtritt doch
nicht aus, Und der Mensch im stolzen
Schloss Ist ihr
Missgeschicksgenoss. Beiden ist
verwehrt die Flucht Vor des

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Das hinsterbende Gewitter

Ach, erfrisch von diesem
Regen, Blitz und Donner noch
bestaunend, Der nun hinstirbt, fernher
raunend, Kann ich innern Dank nur
hegen! Das Getreid‘ mit frischem
Duft Dankt hi

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Was ist zu tun?

Ach, es begegnet uns so
oft: Das Glück, von dem es sich
gehandelt, Auf das wir lange schon
gehofft, Wird schnell in Unglück
umgewandelt. Was ist zu thun? geschehn
zu lassen,

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Forderung und Leistung

Ach, Leben, Leben, Wie
viel, - wie viel zu viel von mir Hast
du gefordert, wie wenig dir Hab‘ ich
geleistet! Ach, Leben, Leben, Soll ich
die Überforderung dir, Wirst du
der

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Dank dem Leben

Ach, lein Schlummer
würde sinken Auf mein Aug`, es bliebe
hell, Wenn ich ewig müßte trinken
Aus der Schönheit
Götterquell! Selber muß ich
widerstreben, Wenn

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Wechsel ohne Ende

Ach, mit welcher süßen
Hast Schon die Rosen sich
erschließen, Wenn mich am
Syringenast Welke Kelche schon
verdrießen! Will uns jede Stunde
fast Schon ein andrer Fr

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Beim Wiederfinden

Ach, sieh da, du
beblümtes Kraut! Als Kind hab‘ ich
dich oft geschaut. Du hast geblüht an
jenem Quell; Er schien, wie meine
Zukunft hell. Die Zukunft ward
Vergangenheit

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Die Durstlosen

Ach, was zur Labung schmiegt
Sich meiner Zungenqual?
Der Waldbach ist versiegt
Von heißem Sonnenstrahl!
Und ihr seid guter Dinge,
Durstlose Schmetterlinge?
Jung und dankbar bleibend

Ach, wenn so mancher Alte
jammert, Daß Jugend ihn verlassen
hat, An meine Jugend noch geklammert,
Wann fühl` ich doch mich
lebensmatt? Den Arm um ihren Hals
geschlagen,

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Die geschlossenen Blicke

Ach, wie schallt zum
Bienenlied, Das durchsumset Ros‘ und
Flieder, Ferner Silberklang! Wie
zieht Glockenton mein Auge
nieder! Ja, ihr Augen,
treugesinnt, Sinket, las

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Die lebendige Natur

Ach, wie still die Saaten
sprießen! Deren Frucht wir bald
genießen! Jeder Augenblick belebt
Keime, deren Wuchs sich
hebt. Heimlich reifende Gestalten
Birgt der K

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Die getrübte Vorstellung

Ach, wäre recht das Bild
mir blieben Abwesender und toter
Lieben, So hätte einen Halt das
Herz. Doch fehlt dem Bild die
Umrissschärfe, Dem Blick, nach dem ich
Blicke werfe,

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Zueignung

Achte niemand dieser
Lieder; Du, Natur, doch flüsterst
wieder, Lies ich eines kaum
erklingen, Sanften Gegenlaut mir
zu: Darum lass mich dir nur
singen, Die mir Liebe schenkt

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Der Habicht

All dies Laub- und
Blumensprossen Wird erst innig
nachgenossen, Wenn man still im Walde
ruht. Ja es wird uns dann so gut,
Thiere selbst heranzuziehen, Die die
Menschensti

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Sommertrübe

All dies Rieseln, diesen
Duft, Diese tränenlinde Luft, Das
erquickte Wiesenbildnis, Diese Busch-
und Kräuterwildnis In der frischen
Regennässe Und des Himmels feuchte
Bläs

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Der Fischende.

Aller Lieb` und Lust
ermangelnd, Saß ich einsam draußen
angelnd, Wo das Bächlein eilt
hervor; Und, mit hingesenktem
Blicke, Denkend an mein
Missgeschicke, Schauend, wie dur

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Ergebung

Aller Millionen
Ähren Lässt die Sichel kein‘ im
Feld. Die Geschlechter kann dies
lehren, Still zu schwinden von der
Welt. Schneide, Zeit, ich sinke
mit Willig unter deinem

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Im Spätjahr

Aller Vogelflüge Leeres
Himmelszelt. Unbespannte Pflüge Ruhn
im Ackerfeld. Still die Waldung
zeiget Nur entlaubtes Reis Und das
Bächlein schweiget, Ü

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Das schöne Land

Alles ist mit Ruh`
umfangen, Wälder, Hügel, Berg und
Tal; Nur noch Herzen müssen
bangen, Wissen noch von
Sorgenqual. Ach! wo sind die schönen
Lande, Die ein Himmel

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Beim Abschied vom Straßburger Münsterturme

Als hättet ihr euch
manch Jahrhundert An diesem Turme müd
gewundert, So, Krähenscharen, flattert
ihr Mit heis`rem Ruf um seine
Zier. Hat euer Tun nichts
Neidenswertes?

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Verzichtleistung

Als ich in mein Tal
getreten, Um mich einsam zu
ergehn, Sah ich einen Mann dort
wandeln, Traurig wieder stille
stehn. Und ich selbst stand
verweilend, Und zu wissen, l

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Auf einen Hirtenknaben

Als wie von kecker
Alpenhöh` Johlt hier ein Knabe im
Marais. Mit gutem Grund. Die Heerde
traut, Riedgräser, gleich dem
Alpenkraut, Erfreuen ihn auf reiner
Spur Der stet

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Der alte Bote

Alter Bote, du mit
weißem Haar, Nimmst der Botenschaft
noch wahr, Trägst noch immer Mahn- und
Liebesbrief Und Gepäckesbürde beugt
dich tief. Alter Bote, du mit weißem
Ha

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Das alte Kirchlein

Altes Kirchlein,
andachtleer Wardst du, ohne
Wiederkehr! Wo Gebet und Sang
geklungen, Ist Verödung
eingedrungen, Des Altares Pracht
verwittert Und der Beichtstuhl bleibt
verg

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Seufzend im Vorübergehn

Am Baum, in schwüler
Mittagszeit, Entschlief, ein Bild von
Dürftigkeit, Ein bärt`ger Mann; in
seiner Hand Ist eine Scheere
ausgespannt. Die schwarze Schnauz` auf
seinem Knie,

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Wandermorgen

Am gluck, gluck, gluck!
der Henne In ihrer Küchlein Zahl Mein
Schritt vorbei nicht renne Im jungen
Morgenstrahl! Das Haar noch
ungeschlichtet, Sehn Kinder dort
heraus

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Spiegelung

Am grünen Laubdach ob
dem Fluss Zurückgestrahlte Wellen
tanzen, Wie luftbewegte Büsch‘ und
Pflanzen Der Fluss hinwieder spiegeln
muss. Zum Dank für manchen trauen
Gruß

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Die verlorene Gabe

Am Hage blühen
Rosen, Im Grase Skabiosen, Im Felde
roter Klee Und Blumen voller
Sterne, Gelb leuchtend in die
Ferne, Doch farblos meinem Weh. Mein
Weh ist, das

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Widmung

Am Himmel hängt der
Weih Mit kargem Schwung der
Flügel; Es hängt die Herd‘ am
Hügel. Herz, dir auch steht es
frei: Häng mit im Meer, dem
blauen, Am Schmelze dieser Auen

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Der überhangende Quell

Am Klippenufer sieht
versengt Vom Brand der Sonne Blum‘
und Kraut; Doch, wo der Quell dort
überhängt, Wird frisches Grün von
ihm betaut. – So mache mir, o
Sangesquell,

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Sorgenbefreiung

An dem kühlen Bächlein
sitzt In der Weiden grünem
Schatten, Der noch kaum auf weiten
Matten Sich mit Wandern
abgehitzt. Sorgen, sagt er, gute
Nacht! Seid den Wellen

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Hinter dem Chore

An dem Pfeilerkreis des
Chores Kenn` ich jedes Jahr voll
Flores Einen alten Rosenstock, Und
dahinter aufgerichtet Hebt sich ein
bemosster Block, Dem ein Grabvers
eingedichtet.

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Auf einem Ruheplatze

An der Eich‘ ein Kind
sich reibt Und ein anderes
vertreibt Sich die Mücken mit dem
Schweife; Jenes grast im
Sonnenstreife, Dies in grüner
Schattenpracht; Glockend sind
dav

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Mond und Dorf

An diesem
Menschenfeierabend Gar freundliches
Gefallen habend, An Vesperglock‘ und
Kuss und sang, Setzt hier sich ob des
Dorfes Hang Das Mondlicht fest in guter
Ruh Und sieh

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Mein Innerstes

An L. U. Tief in mich,
du enges Leben, Hast du meinen Sinn
gepreßt; Willst die Worte frei nicht
geben, Innen hältst du streng sie
fest. Manchem kann ich mich

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Dem entfernten Freunde

An Lenau. Im
Deingedenken atm` ich Lebensluft Und
glaube, mit dir über Ferneduft Und
über niedrer Lüste Mischung Zu ruhn
in trauter Herzerfrischung; Der
Kalrheit, w

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Die Freunde

An Lenau Wir gingen
Hand in Hand vorüber; Der Tag war gar
ein regentrüber, Doch amsellaut der
feuchte Wald. Ein Händedruck verriet
uns bald, Dass Ein Gefühl für
d

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Der blühende Apfelbaum

Apfelbaum, Blumenbaum!
Andre Bäume mögen rühmen,
Was sie wollen;
So mit vollen
Duft’gen Rosen dich beblümen
Kannst nur du, o Blumenbaum!
Der scheidende Schnee

Armer Schnee, schon ohne
Gnade Weichst du schmelzend, auch im
Schatten! Über meinem
Wildnispfade Hängen bald nur grüne
Matten. Droben hieltst du dich
geborgen, Doch

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Spatz und Spätzin

Auf dem Dache sitzt der
Spatz, Und die Spätzin sitzt
daneben, Und er spricht zu seinem
Schatz: `Küsse mich, mein holdes
Leben!` Bald nun wird der Kirschbaum
blühn,

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Beim Schall der Frühlingspeife.

Aus deiner Gänschen
gelber Schar, Mit jungen Stimmchen,
zart und klar, O Knabe, pfeifst du
künstlerstolz, Dein Lied mir vor aus
grünem Holz! So wohl der kecke Schall
dir tut,

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Lebensmischung

Aus dem Wasserklar, dem
frischen, Sieht der Mai das Fischlein
springen Und der Vogel nun bei
Fischen Netzt die fluggewohnten
Schwingen. Alles Leben will sich
mischen,

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Herbstbilder

Aus den Nebeln
Sonnenküsse Auf den buntverfärbten
Baum, Auf die blau` und goldne
Traube, Halbversteckt im grünem
Laube! Frühling! ach, du hast wohl
kaum Bilder solcher Wun

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An die Waldvögelein.

Aus den tiefsten
Waldesklingen, Wo ich mich am Astwerk
halte Ob dem Rand der
Felsenspalte, Schallt ein zauberisches
Singen. Einsam dich
hinabzuschwingen, Eiltest du,
Waldvöge

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Zutunlichkeit

Aus der Wiese
zugeschickt, Die ich liebend
überblickt, Fliegend über
Herbstzeitlosen, Sonnenfäden mich
umkosen. Willst du denn, o
Herbstnatur, Das erfreute Herz
nic

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Im Morgennebel

Aus der Wälder
Nebelgrund Tun sich Kuckucksrufe
kund. Nun wohlan! dem Maienklang Macht
das Nebelmeer nicht bang, Das die
Waldung rings umhüllt, Doch sich schon
mit Sonne fü

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Der Waldbrunnen

Aus einer Teichelrinne
Ein Brunn im Walde quillt,
In Rosen mitten inne
Und wie die Rosen wild.
Dort möchte‘ ich, wie die Eichen,
Nicht von der Stelle weichen.
Des Frühlings Durchgang

Aus grüner
Lindenangernacht Trifft dort der Mai
ins Fenster sacht Und durch das Fenster
stellt sich klar Schon gleich ein
Gegenfenster dar. Aus Grün und
Abendlicht heraus Kl

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Der Silbersee

Aus nebelfreiem
Sonnenstrahl Blickt‘ ich hinab in’s
Nebeltal. Wie schmiegt ein sanfter
Silbersee, Sich um die morgengoldne
Höh‘! Doch aus dem See, so gern
geschaut,

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Nachglanz

Aus seinem Nachglanz
lässt sich lesen, Wie licht der
Sonnentag gewesen. Die nun erstehn in
Abendkühle, Die gottbeseligten
Gefühle, Soll ich den Tiefen ohne
Schranken Der Se

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Im Zwielicht

Bald ruht die Nacht auf
weitem See. Wie Feier von der Erde Weh
Ist Abendruhe ausgegossen. — Die
letzte Thrän`, ist sie
zerflossen? Der letzte
Menschenschmerz, entschlie

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Unerfreulicher Anblick

Befestigt hängt von
roher Hand Ein Falk‘, am Hoftor
ausgespannt. Die Luft, die diesen
Starken trug, Vermisst mit Wehmut
seinen Flug. Mir scheint es, dass sie
Kummer fühlt,

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Eindruck der Größe

Bei Tag und Sonnenglanz
Bin ich Bewundrung ganz.
Doch glühn die Sterne neu,
So bin ich nichts, als Scheu.
Sind Gott und Welt so groß,
Wie blieb‘ ich schreckenlos?
Gesetz und Leben

Beiderseits am
Wiesenpfade Sorgen frische
Dornenbogen, Quer durch’s junge Gras
gezogen, Dass der Durchgang dort nicht
schade. Doch wenn ich bei nassem
Pfade Sündige

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Die Hummel

Bepelztes Tierchen, dein
Gebrumm Ist guter Ding‘. Im Kopf
herum Geht dir, es sei so gut zu
sein, So warm im
Wiesensonnenschein; Gemächlich,
Hummel, sei der Raub Am unverweh

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Zur Entschuldigung

Berg und Tal kommt nicht
zusammen. Freunde sind nicht zu
verdammen, Wenn sie, regungsvoll
geschaffen Immer wieder auf sich
raffen, Heut zu schütteln dem die
Hand, Mor

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Das gewundene Tal

Berg‘ und Wald
beschreiben Bogen Rings um dich, o
Wiesental, Und des Flusses stilles
Wogen Wendet sich
unzähligmal. Immer hinter einer
Ecke, Die den Weiterblick mir

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Was ist beglückender?

Beschlossen war
Spazierengehn; Doch lange zweifelnd
blieb ich stehn: Bald mocht` ich nach
dem Thalgrund ziehn, Nun drängt
mich`s nach dem Berge hin. Bald lockte
mich das Flußge

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Mairegen

Besonnten Perlen hüpft
entgegen Der Teich in Wald und
Maienregen; Die Schönheit selbst hier
niedertropft. O Herz, das mir so
freudig klopft, Der Schönheit hüpf‘
auch du entgege

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Die Mücke am Fenster

Bis zum Taumeln und
Verschmachten Klopft die Mück‘
an’s Fensterlicht! Trügend Glas
empfängt ihr Trachten, Lichter
Spielraum wird ihr nicht. Spannt sich
denn nicht eine

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Morgeneindruck

Blank in die Landschaft
aufgenommen, Wie Gottes eigner Hand
entglommen, Glänzt Stadt und Dorf im
Frühling her. Lacht solch ein Bild,
so zweifle mehr, Ob nicht in holdem
Aug

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Die langsame Reife

Blaudunkler als die
Lüfte blühn, Sah`n Nelken aus dem
Saatengrün. Den schönsten Farbengruß
enbet Durchsichtig,
feuerpurpurrot, Der Ackermohn dem
Sonnentag Und oben das En

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Sommerreise

Blaudunkler, als die
Lüfte blühn, sahn Nelken aus dem
Saatengrün. Den schönsten Farbengruß
entbot Durchsichtig,
feuerpurpurrot der Ackermohn dem
Sonntag, und ob das Entz

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Scheidegruß

Blaulich wirft sich
Abendschatten Durch des Mühltals
Tannenmatten; Doch noch sonnig Vögel
schießen Durch den Schattengrund der
Wiesen. Vögel, tragt im letzten
Strahl Meine

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Auf nächtlicher Wanderung.

Blicke mich nur diese
Gegend Fremd und nächtlich
an; Dennoch kann ich Liebe hegend Und
vertrauend nahn. Bietet doch ihr
deutschen Lande Milden Sinns so
viel,

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Der Habicht

Blickt nur auf Fäng‘
und Schnabel hin, So kennt ihr schon
des Habichts Sinn. Der Mensch
allein, Von glattem Schein, Ist sanft
von Hand und Angesicht, Ein friedlos
Ich der g

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Die Blumen

Blumen, eure lieben
Augen Sollten nicht zum Sehen
taugen? Lieblinge des
Angesichts, Schautet ihr vom Maie
nichts? Ihr entzückt Erd‘ und
Lüfte Und entbehret Blick u

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Der frohe Ausruf

Blumenwiesen im
Gesicht Und den Wald im
Hintergrund, Schweig‘ ich oder
schweig‘ ich nicht? – Heut‘
entschlüpfte meinem Mund, Nur ein
freudetrunknes Ach! Das
hinabeilt

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Die Ackerblumen

Blutströpflein und
Rittersporn Sind dem Landmannsaug‘
ein Dorn; Blaue Nelken im
Getreid‘, Roter Mohn auch tun ihm
leid; Und zumal die gelben
Raden Rechnet er sich stets z

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Das Novemberblümchen

Blümchen, buhlst du um
ein neues Lied von mir,
novembertreues? Ach, wo Liebesboden
war, Ist schon Alles
unfruchtbar; Schon mein Herz zu
winterkrank, Schon zu tot für Lied
un

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Trieb des Wechsels

Blüten flocken auf die
Erde. Federleicht, doch zur
Beschwerde Wurden sie dem grünen
Baum Und die Zeit erharrt er kaum, Um
sie in das Gras zu streun Und des
Wechsels sich zu

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Das stille Fest

Blätter, grün und rund,
wie Tische, Hell von goldnen
Wasserrosen, Schwimmen auf des Flusses
Frische, Und aus Waldgestein und
Moosen Seh‘ ich, wie zu stillem
Feste Wasserju

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Auf der Welt

Campanula, Da nickst du
ja Mir neu der Pflanze Frieden zu, Den
Frieden eurer Wiesenruh`, Der so von
Anmuth ist getränkt, Daß sich das
Herz in ihn versenkt Und daß

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Umherirrend

Das Gebirge, wie ist’s
hier Einsam und verödet! Rabe, ach,
wie oft mit dir Hab‘ ich schon
geredet! Rabe, Freund dort, rate
mir; Bin ja ein Verirrter, Sei
k

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Spiel der Wonne

Das Gewölke und die
Sonne Spielen hier ein Spiel der
Wonne Mit des Sees Grün und
Blau; Rändern ihn dort fern mit
Gold, Allzulicht für lange
Schau, Mildern ihn, den Augen h

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Aufbruch

Das Insekt, wie
frühlingsfertig, Golden schillernd,
schwebt dahin! Wer der Lenzeslust
gewärtig, Lichte selbst den trüben
Sinn! Auch die Blütenzeit hat
Flügel, Darum auf!

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Neue Freundschaft

Das Korn gewann schon
Sommerart; Es streift im Feld mir um
den Bart, Ich lass es freundlich
walten. Ja, freuen soll mich
Rittersporn Und Ackermohn und Nelk` im
Korn, Statt sü

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Die alte Burg

Das Schloß dort über
wald`ger Schlucht Umsonst nach alten
Zeiten sucht. Ich will nicht deren
Wiederlehr, Und dir, o Burg, verzeih`
ich`s sehr, Blickst du nun kleinlaut,
fremd u

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Winterlied

Das Schneeland und der
Himmel weiß, Der Eichen dürrbelaubtes
Reis, Selbst hier der grüne
Tannenwald Begrüßen mich empfindlich
kalt. Der Hütten Rauch qualmt ohne
Spur

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Herbstruhe

Das Storchennest ist leer
des Kunden, Der schon seit Wochen ist
verschwunden. Man hört den Hanf nun
wieder brechen, Man sieht gefallne
Blätter rechen Und Rinder in das Gras
getrieb

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Wandern und Leben

Das Wandem gleicht dem
Lebenslauf, Am Himmel steigen Wollen
auf; Bald sehn wir uns davon
durchnäßt. Ob uns das Leben trocken
läßt? Komm Einer, sey es auch der
Neste,

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Bekanntschaften

Dass reisend ich Besuche
mache, Ist keine mir geläuf’ge
Sache, Auch selten, dass ich dafür
passe. Der hat mich tiefer schon
berührt, Zu welchem mich die fremde
Gasse, Die

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Der Weltgeist

Dein Sumsen streift mein
Ohr vorbei! Als ob es hohen Inhalts
sei, O Biene, muss ich lauschend
stehn; Von Gott und Welt, Sein und
Vergehn Treibt doch nicht Kunde durch
die Luft;

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An ein Mädchen

Dem Frühlingsbild im
weiten Land Eröffnest du das
Fensterlein; Den Sims auch stellt die
kleine Hand Voll Rosen und
Gelbveigelein, Ach, unbewusst der
Frühlingszier, Die du,

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Morgenlaufen

Dem Morgen saust
entgegen Der grüne Tannenfirst. Ob du
auf Waldeswegen, Mein Herze, schweigen
wirst? Entsend‘ auch deine
töne, Wirf sie in Wald und
Wind, Ob

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Der Wilderer

Dem Wilderer am
Waldestrauf Geriet ich vor den
Flintenlauf. Da sagt‘ ich ihm
vorübertrabend, Wie ein Kam’rade:
Guten Abend! – Ein flüchtig Wild,
ein wildes Lied Ist un

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Am Grabe Ludwig Uhlands,

den 13. November
1862. Noch war beglänzt vor wenig
Tagen Von goldner Leier Uhlands Haus;
* Sie drückte ihm mit stillem Klagen
Der Vaterstadt Empfindung
aus.

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Die Familie

Den Baum umgibt ein
holder Kreis: Der Landmann will mit
Frau und Kindern Den Durst am
Erntekruge lindern; Die Lippen Aller
glühen heiß. Ihr Eltern, bald im
Tod erkalten

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Der Teilnahmslose

Den Käfer stell‘ ich
auf die Beine, Der hilflos auf dem
Rücken liegt, Und der Triumph wird
mir, der kleine, Dass er getrost von
dannen fliegt. Doch, wenn ein Mensch im
Argen lieg

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Der Erwählte

Den still mein Herz
erwählt, Der Gute hat gefehlt. In
Schadenlust geschäftig, Zeigt mir die
Welt es kräftig; Mein Blick sinkt
erdenwärts, Doch bleibt dem Freund
mein Herz.

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Der Strandläufer

Den Tierchen scheint der
Sinn gemeinsam, Zu meiden heut‘ des
Sees Graus. Strandläufer, du spazierst
nur einsam Und horchst mit mir dem
Wellenbraus. Sei auf des Ufers
Kieselpfade

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Abendwanderung

Der Abend legt sich
stille Auf die entlegne Feld Wo kaum
noch eine Grille Das Ohr geschäftig
hält. Viel tausend Schatten
weisen Tief rings in
Wäldernacht. Wo

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Morgen!

Der Alpen Ruh, des Seees
Ruh, Im Ulmenkreis die Ruhebank, Nie
theilen sie mir Ruhe zu Und stimmen
mich zu sanftem Dank! Doch morgen
reis` ich und dahin Ist der
geträumte

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Die stille Weide

Der Anger hier im
Birkenwald Ist aller Falter
Aufenthalt; Im
Allzeit-Festtagskleide Erfreun sie sich
der Weide. Die Stille ihrer
Weide Entlockt dem Lebensleide

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Gottesnähe

Der Atmosphäre blaue
Luft Wird höher oben ew`ge
Nacht. Durchdring` der blauen Lüfte
Pracht, Noch liegst du nicht an Gottes
Brust. Geh` zur Natur, bestürme
sie, Das

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Genügsamkeit

Der Bildersprache einst
beflissen, Will ich im Alter gern sie
missen Und froh sein, wenn für’s
Herz ich habe Nur noch die reine
Redegabe, Nur noch ein
Sterbenswörtchen finde

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Aus Payerne im Waadtland

Der blaue Jura blickt
herein Zum offnen Fenster, goldner
Schein Bestrahlt die Bäum` und grüne
Flur. O theure Töchter, spielet nur
Und singet neue Lieder mir Hinaus
in`

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Der Zwiespalt

Der Buchen Grün, die
Sonnenluft, Tief himmelblau, des Waldes
Duft, Der Biene Lied, des Vogels
Ruf Sind herrlich noch, wie Gott sie
schuf. Doch ach! erdachte Gottes
Herz Auch

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Das ganze Glück

Der der Gedank ist und
die Kraft Und der im Denken schon
erschafft, O Gott, was ist mein ganzes
Glück? Daß ich mich denk` in dich
zurück, Als ich noch dein Gedanke
war.

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Der neue Blick

Der Dichter ändert stets
die Blicke, Die er in Welt und Gegend
schicke. Der Mühe überhoben
heut‘, Nimmt er den Herbst, wie er
sich beut. Ein Blick, vor dem das Grün
verglimmt,

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Spätherbstmorgen

Der Dörfchen
Morgenräuche Umklammern das
Geländ, Braun stehen die
Geträuche, Still ruht das
Firmament! Woht tut der
Herbsttagsfriede, Der diese Höh’n
umrauscht;

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Der Sonnentag

Der Eigentümer weilt
daheim Bei Mittagsmahl und
Ruhgelag; Indes der Garten
insgeheim Ergibt sich ganz dem
Sonnentag, Der mit dem Flor in freiem
Walten Lässt Schmetterling un

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Der Eisgang

Der Eisgang ist in vollem
Rollen; Doch was beflattert seine
Schollen? Bachstelzchen setzen sich
darauf Und gleiten hin mit deren
Lauf. Die Flugesfröhlichen
begriffen, Vergnü

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Zorn und Zank

Der Fehlende weiß dir noch Dank
Für Zorn und Zank.
Sein Fehler wird geschwind zum kleinen,
Vergleicht er deinen.
Dein Schuldner, nach des Zankes Glut,
Bekommt noch gut.
Der Unschlüssige

Der Fluss hat Eile Indem
ich weile An seinem grünenden
Gestad Und sinne für mein Tun auf
Rat, Sucht schon der Wellen vordrer
Teil In großer Ferne dort sein
Heil: So,

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Der sterbende Freund

Der Freund ist sterbend,
wie ich sehe. Tritt er in Wohlsein nun,
in Wehe? Tritt er hinaus in ödes
Nichts? – Ich wär‘ ein Kind des
sel’gen Lichts, Wenn mich die Frage
nicht be

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Das Blütenreis

Der Frühling fast sich
selber stört! Wo er so eben wird
gehört Als Lerche, Quell und
Nachtigall, Lacht dem Aug‘ als
Blumenschwall Und wird als
Schlummerluft gefühlt, Die

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Drang des Daseins

Der Herbst gestattet
keine Weile; Zu blühn, zu blühen nur
in Eile, Dringt die Zeitlose noch
hervor, Lässt alles grüne
Blättertreiben Im Drang des kurzen
Daseins bleiben,

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Verschiedne Anlage

Der holden Blumen blickt
nicht jede Mit freiem Haupt in’s
Sonnenlicht. Das blaue Glöcklein ach!
wie blöde Senkt es ins’s Gras sein
Angesicht! Die Blicke muss es
niederschlagen,

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Hügel und Landschaft

Der Hügel hier, zur
Hälfte Wald, Zur Hälfte Obsthain,
Wies‘ und Feld, Worin ein Kirchdorf
sich gefällt, Ist so holdseliger
Gestalt, Dass es kein Ausdruck wieder
sagt, Wi

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Frühling und Regenluft

Der Kuckuck dennoch heute
ruft Durch all die graue
Regenluft, Und ich desgleichen sage:
nein! Der Lenz liegt nicht im
Sonnenschein. Der Frühling liegt schon
im Gemüth, Wenn

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Der beneidete Landmann

Der Landmann kann`s nicht
missen, Er kann nicht anders ruhn:
Am Morgen muß er wissen: `Was hab`
ich heut` zu thun?` Da gibt ihm
täglich Lehre Die wechselnde
Gest

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Wald und Höfe

Der Mensch gesteht hier
unverhohlen, Hier wohn‘ er gern. Der
Knaben Johlen Durch Tannenwald Und
Wies‘ erschallt. Er hat hier seines
Bleibens Stätten In Dörfern w

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Großes und Kleines

Der Mensch hat Geist und
Armeskraft, Womit er Höchstes an sich
rafft; So diese stolzgewalt’gen
Fichten, Um sie als Masten
aufzurichten. Da scheint ein Träumer
wohl sich träg,

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Gefühl des Abstands

Der Mensch sei Gottes
Denkgenoss? Warum will dann im
Waldgespross Kein heilig
schöpferisches Leben Das Herz im Busen
mir durchbebeb? Kommt, messet eures
Geistes Macht Mit Got

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Das Brücklein

Der Mensch, nachhelfend
der Natur, Wenn nur in ihrem
Sinn, Schafft ihrer grünend freien
Flur Nur reizenden Gewinn. Wie stimmt
zum Erlenbach hier ein Als Brück‘
ein unbehau

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An den Mond eines Sommertages

Der Mond, in weißer Scheibe
Den Sommertag durch bleibe
Und find‘, o Nachtgeselle,
Im Lichtblau eine Stelle,
Wie oft ein halbvergessner Traum
Im wachen Geiste findet Raum!
Morgens auf der Wanderung

Der Nebel auf der Wiese
dämmert, Durch den schon süße Sonne
dringt. Die Luft ist fern vom Specht
durchhämmert, Der aus dem Wald
herüberklingt. Ich nenne wenig, o
Natur,

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Ungewisser Ausgang

Der Nebel weicht, der
Nebel weht, Die Sonnenscheib‘
erscheint, vergeht. Es ist am Himmel
großer Streit, Des Ausgang schwer sich
prophezeit; Der Wandrer sich darin
gefällt,

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Das Feld der Geschichte

Der Pflug hat
aufgeschnitten Das dunkle Ackerfeld.
Ich stehe still inmitten Und sind`
es wohlbestellt. Es läht mich
Früchte ahnen, Wie sie uns bringt das
Jahr.

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Ablenkung

Der Rosenast wankt hin
und wieder, Durch sanfte Last
geneigt, Weil in die volle Rose
nieder Ein goldner Käfer
steigt. Gern hätt` ich all der
Aussicht Zauber Am Fenst

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Bilderwahl

Der Schwan, der Pfeil,
der Jura rennen, Und wie die Boote
sonst sich nennen, Alltäglich,
dampfend, durch den See, An dem ich
gerne schauend steh. Da will des
Wassers Spiegeklar,

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Regenlandschaft

Der See erscheinet
silberblaulich, Die Berggeschiebe
düster graulich, Bis in das Weißliche
verregnet. Frischgrüner Baum, sei mir
gesegnet; Es schwimmt der Landschaft
Geisterbild

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Augenweide. Bei Neuchatel

Der See ist wild und
schiffeleer, Ein silbern
düstergrünes Meer, Durchzogen weiß
von Wellenschäumen Die überschlagend
stets sich bäumen. Die Alpenhöhn
sind unsichtb

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Der Telegraph

Der Telegraph leis in der
Luft Gleich einer Aeolsharfe ruft.
Ich wußte nicht, daß ihm dies eigen.
Dem Freund des Schönen will er
zeigen, Daß er, der Börse
preisgegeben,

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Verdrossenheit

Der Topfen Zahl, die
niederwallen, Kann in die Augen uns
nicht fallen. Wenn Land und Himmel
regengrau Verschwimmt zu Einer düstern
Schau. So will ich mich umsonst nicht
quä

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Auf einem Glockenturme

Der Türm‘ und Giebel
dieser Stadt, Der Ferne wird mein Blick
nicht satt. – Wie grell nun durch
mein Träumen fährt Der Schlag der
Uhr, ein tönend Schwert! Erschrak
ich

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Was ists?

Der Wartthurm dort und
die Kapelle Behaupten traut noch ihre
Stelle. Doch fehlt dem Thurme längst
der Zweck; Und der Kapelle? — kommt
sie weg, Was ist`s? vielleicht ein
Wandrer

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Der Lustwandler

Der Weg ist
geschlängelt, Durch welchen
gegängelt Die Schritte mir gehn Und
ringsum zu sehn Ist grünes Gelände;
Wohin ich mich wende, Lacht
Schönheit mich an

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Der weiße Mond

Der weiße Mond am Himmel
steht, Dem tageshellen, blauen, Gleich
einem Wölkchen, das vergeht, Den
Maientag zu schauen. Nicht will das
Wölkchen, das vergeht, Dass man

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Die Waldtäler

Der Wind und die Würzen
Waldblumiger Täler
Die Zeit mir verkürzen
Als holde Erzähler,
Wie himmlische Freude
Der Frühling vergeude.
Der zurückgekehrte Storch

Der Winter zögernd
schwindet hin; Nun prangt der Storch
dort beim Kamin. Schon klappert er von
stolzer Höh‘ Und steht in seinem
Kleid, wie Schnee, Mit Flügeln,
schwarz, wie Ofen

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Das Wendtal

Des Angers Mulde trägt
verworren Ein Felsmeer; Birken wehn
herein Und dort von alten
Buchenknorren Zeigt sich umklaftert das
Gestein. Wie seltsam hat in diesem
Kalke

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Der Liedertag

Des Dichters Büchlein in
der Hand, Am blumig grünen
Wellenrand, Bei Dichterwort und
Flussesrauschen, Was soll ich? singen
oder lauschen? Und was mir singt, war
es erlauscht?

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Die offenen Fenster

Des Dorfes Fenster stehen
auf. Lenzlüfte nehmen ihren Lauf, Mit
leichtem Rosenduft beschwert, Bis an
der Menschen Tisch und Herd! Des
Frühlings Dasein ist ein Fest,

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Zum Ziele

Des Dorfes Rauch und
Sonnenschein Lädt mich zu Tal so
gastlich ein. Wohl labte drunten mich
im Tal Des Wirtes Trunk, der Wirtin
Mahl. Doch bin ich nicht nach
Speis‘ und Tr

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Ruhepunkt

Des Dörfleins Glocke
kindlich schellt; Sanft tönt sie mit
aus ferner Welt, Die in der Unruh
dieser Frist Weit, weit
zurückgeblieben ist. So Manches
däucht mir lang entzwei

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Vorbild

Des Froschfangs, wie es
scheint, vergaß Der Storch und stolzes
durch das Gras. Er setzt mit Lust und
rotes Bein Um’s andere bedächlich
ein Und lehrt dich durch sein Beispiel
nun

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Über Tag

Des Morgens trägt die
große Straße Des Lands oft meinen
frohen Schritt, Kein Gruß, den ohne
Dank ich lasse, Und Viele geben mir
ihn mit. Ich denke mir der Menschen
Zwe

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Beim Wiedersehen

Des Pfarrers Glück, des
Dorfes Glück, Ach! waren so aus Einem
Stück, Dass ich es kaum begreifen
kann, Wie ohne jenen werten Mann, Der
tot ist, noch das Dorf besteht, Das
ih

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Die wilde Weise

Des Waldes Bäume, die
wilden, rauhen Erregen gern ein
unwirtlich Grauen. Aus euer Anblick, o
Birken, hat, Blickt ihr entgegen so
weiß und glatt, Gar eine höfliche,
milde Weise

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Während der Überfahrt

Des Weidenlaubes
Silberseite Schwankt hin im
Regenwind. Gewitter stürmt; o
Schiffer, leite Den Nachen doch
geschwind! Jenseits, beim Wirte, lass
mich trinken, Dort, wenn es N

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Winterart

Des Winterschnees weißer
Grund Tut mehr es, als der Frühling
kund, Der alles mengt in seinen
Schmelz, Was uns an Bäumen, an
Gehölz Und an den Gegendbildern
allen Beschert

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Bild und Rahmen

Dich umrahmt ein Kranz
von Ähren, Von der Luft
gefächelt, Die die Anmuth noch
vermehren, Welche dich
umlächelt. Liebes Dorf, sie
auszudrücken, — Diese Anmuth, —
muß m

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Im Abendlichte

Die Abendsonne sendet
schräg Streiflichter durch’s
Gebüsch am Weg, Die drüben noch am
Tann zusammen Verglühen lassen ihre
Flammen. O reizendes
Hinüberblühn Des Tags in

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See- und Luftzauber

Die Alpenmauern, diese
stolzen, Lichtblaulich ruhn sie dort
verschmolzen In Mittagsglut, nur zarter
Duft. Dies sind die Zauberei’n der
Luft, Die mit des Sees Zaubern
still I

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Vor dem Walde

Die Amsel hat den dunkeln
Wald Am Tag durchschallt. Doch
draußen dünkt der stille Abend Ihr
süßer labend. Heraus zum
Zitterespensaum Und letzten Baum Des
Wa

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Die freie Blüte

Die andern Blumen stehn
gedrängt, Aus denen sich die Wiese
mengt. Ihr Blühn erfolgt, als wie aus
Pflicht. Zeitlosenweise ist dies
nicht; Den Menschen nicht, dem Herbst
zu lieb

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Die sichelnde Arme

Die Arme sichelt, sammelt
ein Des Futters hier am Blumenrain Und
wird daheim mit frohem Muh Begrüßt
von ihrer kleinen Kuh. Die Frau ward
glücklich, dass sie fand F

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Ewiger Friede?

Die ganze Luft ein
Bienensang! War je ein Menschenkrieg im
Schwang? Hat je von Not das Land
erdröhnt? Seit wann ist denn die Welt
versöhnt? Stellt sich in diesem
Bienenchor

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Das treue Geleit

Die Glocken sprechen:
seid entlassen, Zieht hin in unsres
Klanges Frieden! Schnell teilst du,
Volk, dich in die Gassen, Aus ernstem
Gottesdienst geschieden! Doch
heimwärts v

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Die alte Mühle

Die graue Mühl ist
alterskrank, Zerfetzt am Giebel,
Plank‘ an Plank‘, Durchlöchert
Fensterglas und Dach. Sie zeigt sich
sterbend dort am Bach. Und ihre
Scheune steht nu

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In der Fremde

Die Heimat war durch
fernen Raum Und Nacht zu mir
gedrungen, Bis mir der Wächterruf den
Traum So fremd hinweggesungen. Dann
klang aus Bach und Brunnenrohr Mir gar
ein

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Zufallswitz

Die Heuschreck‘ hüpft
hier von dem Rain In einer Distel
starre Nadel Zu langsam herber
Todespein Natur, erlaube mir den
Tadel: Du bist notwend’ger Schmerzen
Sitz; Wozu no

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Die höchste Wohltat

Die höchste Wohltat ist
Erlösen, Gottwürdig, wem vor Allem
nötig, Als dir, dem schwer
verstrickten Bösen! Drum sei dazu, sei
nicht erbötig, Spott‘ oder wehre
deinen Spott,

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Mittag kam, die Falterstunde

Die ich gerne mag
verbringen Mit des Waldes
Schmetterlingen, Lauschend stiller
Sonnenkunde. Du nur kennst dann die
Gefühle, Wie ich für die
Lebenswärme, für die Sc

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Das Schifflein

Die ihr die Luft der
Sonne suchtet Im spiegelklaren
Wellennass, Ihr Vögel, ruht nun
eingebuchtet. Nur ferne draußen ist
noch was, Wo kaum der Abendstrahl
verglommen: Ein nah

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Der Kirchenweihtanz

Die Kirchweihgeig‘
erscholl; Der Tanz, von Mutwill
voll, Entwickelte Humor. Und wer noch
nicht verlor Den Sinn für dich,
Natur, Der lächelt ruhig nur Und
hält zu s

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Liebeswärme

Die Lerchen hängen ob
der Flur, Als wenn sie drübre brüten
sollten, Als ob sich alle Blüten
nur Bei ihrem Sang erschießen
wollten. Gesang und Sonne brütet
fort Bald blü

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Waldlichter

Die Lichter sind Geschosse
Im dichten Sommerwald
Sie zielen, kleine, große,
Aus grünem Hinterhalt.
Dem Waldesdunkel gilt der Zwist,
Das siegreich schon durchbrochen ist.
Abendschwere

Die Luft ist weiß und
regungslos; Der Rauch aus der Kamine
Schoß Hält über jedem Dorfe
still, Von dem er träg nicht lassen
will. O Luft, wie ein Gewölbe
fest, Di

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Frühlingaufforderung

Die Lüftchen wehn, Die
Quelleil fließen, Die Stauden
stehn In vollem Sprießen. Was weht,
was sproßt, was fließt, Es ruft uns
zu: genießt Den jungen
Lebenshauch,

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Das deutsche Münster

Die Menge in den
Gassen Drängt sich vorbei an mir. Zu
wem Vertrauen fassen Soll ich im Volke
hier? Wie? nach verwandter
Seele Siehst du dich, Wandrer, um, Als

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Das Alpenglühen

Die Mittelhöh’n, der
See, die Matten Sind schon versenkt in
Dämmrungsschatten; Doch dein Gebirg,
erhabne Schweiz, Ist nun umgossen erst
von Reiz. Ein rosenschimmernd
Feue

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Sonne und Nebel

Die Morgensonne beutet
Den Nebel reizend aus.
Dort in der Ferne deutet
Sie auf Gebüsch und Haus.
Doch neuer Nebel allerwärts
Verschlingt den holden Morgenscherz.
Der Morgengang

Die Morgensonne ist
entglommen, Landleite mir
entgegenkommen Auf ihrem Weg zur nahen
Stadt. Ihr Morgengrüßen klingt nicht
matt; Denn Lerche, Luft und Sonne
strömen

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Tun und Nichtstun

Die Müßigkeit mit
weichen Schwingen Tanzt vor mir her in
Schmetterlingen. Es sumsen mir beladne
Bienen, Eintragen mög‘ ich frisch
mit ihnen. Bei
Schmetterlingsmüßiggan

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Naturverschwendung

Die Puppe hier in Einem
Schluck Fährt durch des Vogels
Kehle Und es genügt am kleinsten
Zuck Dass er ihr Leben stehle, Und
wie viel wunderbare Kraft War vorher
zuger

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Die beiderlei Herzen

Die rechte Fern‘ ist
jene blaue, Die ich von hohem Gipfel
schaue, Wo über Fluss- und
Landesstrecken Die Berg‘ in zartem
Duft sich recken. Die andre Fern‘
hat Talesbrei

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Eine Ähnlichkeit

Die reine Sonne im
Gesichte Macht unsre Sehkraft ganz
zunichte. So blendete die volle
Wahrheit Und sanften Schirm erheischt
die Klarheit. Dient uns nicht so die
Offenbarung Zu

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Nahe Hoffnung

Die Schneeflur steht
Gebüsches voll, Das um die weißen
Dörfer zweigt Und schon in braunem
Flechtwerk zeigt, Wie alles bald hier
grünen soll. O Bach, wie wird dir’s
Freude bring

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Das belebte Bild

Die schwarze Erd‘ ist
durchgebrochen Da, dort aus weißer
Landschaft Schnee; Ein feines Bild, wie
stahlgestochen, Liegt vor mir, Tal und
Wald und Höh‘. Schwarz, weiß,
i

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Wellenlaut

Die Sonne sank und die
Libelle Ist schlafen in das Laub
gegangen; Noch sitz‘ und horch‘
ich, was die Welle Mit ew’gem
Rauschen mag verlangen. Wie oft mein
Herz befragt ich scho

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Der Fremdling

Die Sonne strahlt von
Wald und Hügeln; Dorfgänse fröhlich
tauchen, flügeln Im Flusse dort; das
blaue Klar Durchstreift der Tauben
weiße Schar. Der Tag will sich zur
Heim

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Ländliche Einrichtung

Die Uhr ruft Kukuk! von
der Wand, Die Bibel steht am Sims zur
Hand, Herauf zum Fenster Rosen
blühen; Zur Kürzung vieler
Sammlermühen Ist dicht dabei der
Bienenstand Das Lan

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Fluch des Schönen

Die Vergänglichkeit des
Schönen Zeigt sich mir in diesen
Tönen. Voltsgesang zog vor mir her!
Macht er nicht das Herz mir
schwer? Denn wie schnell hat
ausgeklungen,

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Bemühte Gegenwart

Die Vögel lockten mich
zu Wald Von deinem Ufer, See; Doch
siehst du, dass ich wieder bald An
deiner Brandung steh‘! Die Vögel
sangen mir zu Haus Schon manches
trau

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Sommerlärm

Die Wachtel schlägt, die
Grille Durchschrillt die
Abendstille Der sommerlichen
Saat, Und, wie sich
zugewunken, Erklagt der Gang der
Unken Dort aus dem Teich am
Pfad.

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Hausarrest.

Die Wiesenberge sind
durchschnitten Von Pfaden, die zu Gast
mich bitten, Schon lusterweckend
abzusehn, Und wie viel leckrer zu
begehn! Das Leiden eines trocknen
Zechers

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Hausarrest

Die Wiesenberge sind
durchschnitten Von Pfaden, die zu Gast
mich bitten, Schon lusterweckend
anzusehn, Und wie viel leckrer zu
begehn! Das Leiden eines trocknen
Zechers

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Die schöne Ordnung

Die Wäldern lagern sich
schon braun Entlang den sanften
Wiesenau’n, Wo nicht mehr bunte
Blumenpracht, Doch noch die Zeitlos‘
herbstlich lacht. Was freut mich
heut‘ im

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Traulichkeit

Die Ähren sind schon
traulich; Denn wenn ich still
beschaulich So durch die Äcker
schlendre hin, So fassen sie mich sanft
an’s Kinn; Auch mir ist dann fürwahr
zu Mut, Als

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Die Klosterglocken

Dies Läuten klang vordem
für Nonnen. Was haben sie, die Welt
gewonnen, Die ihnen spät den
Pilgerstab Nach der entwöhnten
Freiheit gab? – Ein frohes
Vöglein, früh gefa

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Flüchtiger Reiz

Diese Rosen mahnen heute:
Pflück` uns heute!
Nimm das Heute froh zur Beute!
Denn du wirst schon morgen sehn
Uns vergehn
Und dabei betroffen stehn!
An den Specht

Diesen Morgen, lieber
Specht, Riefst du mir im Walde. Hast
du auch ein Bürgerrecht An des Dorfes
Halde, Dass du Abends rufst so
frisch, Offnem Fenster nahe? Nu

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Zwischen Wäldern

Dir ruht ein eigenes
Metall, O Kuckuck, m der Kehle! Drum
liebt den Laut, wie Glockenschall, Die
horchsam stille Seele. Wie der aus
heil`ger Kirche dringt In unsres
H

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Im Dome

Dom und Hymne!
Andachtsleute! Wenn sie Alle stürben
heute, Möchte‘ ich nicht der Richter
sein Ihrer Mängel, groß und
klein. Doch den Gottesgruß
Erbarmen Möchte‘ ich

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Die ruhende Wolke

Donnerwolke, die
gegrollt Und nun ausruht glänzend
hold, Die so abendruhig schweigt, Sich
dem Kuckuck horchend neigt Über
grüner Wälder Kern, Kaum erst
angestürmt von fer

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Die Dorfkinder

Dorfkinder, zwischen
Hecken Entflieht ihr mir so
schnell. Wer wollt‘ euch denn
erschrecken? Blickt nicht mein Auge
hell? Ein unnatürlich Wesen Der
Städter euch ers

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Ländliche Langeweile

Dort am Bauernhaus vor
Wonne Gähnt ein Kätzchen in die
Sonne! Mehr, als zwischen
städt’schem Tande, Tat ich’s
selbst wohl auf dem Lande; Doch dies in
die Sonne Gähnen

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Die Ruhestunde

Dort ein Haus im Sonnenschein
Zieht die grünen Läden ein.
Glücklicher Bewohner du
In des Zimmers kühler Ruh!
Denn vom Sommertag das Beste
Bleibt doch immer die Sieste.
Die drei Sterbenden

Dort in dem Waldtal fiel
ein Schuss, Durch den ein Wild
verbluten muss. Die Echo-Felsen, denen
trau Und lieb der Hirsch ist, schrieen
laut; Auch fand ihr Weheklagen bang In
me

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Alpenglühen

Dort in der hintern Alpen
Kern, Dort im Tiroler Lande
fern, Glüht hoch am Schnee das
Abendrot, Das in der Nähe lang ist
tot Und selbst am Säntis schon
ergraut. Nun ich dies

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Die neue Ansiedlung

Dort lehnen neue Hütten
traut Sich an den Wald, noch kaum
gebaut Und Wirbeln seh` ich jungen
Rauch Zuerst empor nach Wald und
Strauch. Habt Dank, ihr lieben
Siedler dort,

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Das nahende Vergnügen

Dort macht die Sonn` auf
Farben Halt, Die sich, nach
unbestimmter Schau, Zu einer weiblichen
Gestalt, Zum Lichtbild einer schlanken
Frau, Im Waldgang fern
zusammenfügen. Nun

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Die Ritterschlösser

Dort ob dem
Wasserbette Ragt eine Felsenkette Aus
Tannenwald empor, Die noch mit Turm und
Zinnen Nicht jedes Schloss, doch
drinnen Die Tapfern längst
verlor. L

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Der beneidete Mond

Dort sitzt sie bei der
Kerze Licht, Zum Nähzeug neigt sich
ihr Gesicht; Nun geht sie schlafen
stillgemut; Der Mond am Kammerfenster
ruht. – Er nimmt, der gute Mond, sich
Zeit

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Anmahnung

Dort über dem
Zeitlosental Raucht ein Kamin am
Wald. Was ist es, das mit einemmal So
traulich ihm entwallt? Mir ist, als
steig‘ im Rauch heran Die traute
Winterzeit

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Der Beneidete

Dort zieht ein ferner
Wandrer hin. Ich wollt`, ich hätte
seinen Sinn, In meinem Kopfe seinen
Plan Und setzte meine Kraft daran:
Die Welt war` lachend von Gesicht
Mir abe

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Dorf und Feld

Draußen an dem letzten
Haus Blick‘ ich froh in’s Feld
hinaus, Blick‘ ich froh in’s Dorf
zurück, Wählend zwischen Beider
Glück, Und zufrieden ganz
gesellt Durch den

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Die drei Freunde

Drei Freunde dort im
Schattengang Verfolgt mein stiller
Blick schon lang. Viel Glück euch
liebenden Genossen! Die Rosen von des
Hages Sprossen Begleiten euch mit
süßem hauch

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Die drei Burgen

Drei Schlösser in
Ruinen! Wie ward wohl zwischen
ihnen Von Fels zu Felsen einst
verkehrt? Hielt eine Burg die andre
wert? Schwang Liebeshand ihr
Linnen Hin nach der N

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Drescher-Rhythmus

Drescher-Rhythmus aus den
Scheunen Tönt mir hinter Busch und
Zäunen. Einfach, klingt er doch auch
so Nicht den Klang von leerem
Stroh. Ja, ich könnt‘ ihn lieben
lernen,

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Die Glücklichen

Droben schwebt ein
Weihenpaar, Wiegt sich sanft im blauen
Klar. Ihnen ward ein freudig Los;
Doch auch mir im Gräserschoß.
Beide sehn wir, hell und munter, Ich
hinauf und

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Dankesschuld

Du batst um nichts. Doch
einen Groschen Dir, Bild der Armut, bot
ich dar; Da ward dein Auge, halb
erloschen, Vor Dank und Freude wieder
klar. In dein Gebet mich
einzuschließ

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Antwort auf ihre Nachschrift

Du beklagtest des
Briefchens Eile, Dass die Fehler nicht
der Feile Bessrem Fleiß gewichen
sind. Lass dich nur ein Andres
lehren: zwischen schwere goldne
Ähren Wehte fremdes

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Verwandlung

Du bist nicht mehr das
alte Land, Wo Farb` und Wohllaut war
verbannt, Wie stumm und braun es vor
mir lag: Du huldigst laut dem
Frühlingstag! Nelebt sich deine
Scholl, o

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Der Landmann als Frühlingsmusiker

Du blättelst auf dem
jungen Blatt, Das dir der Lenz
gespendet hat. Recht aus der grünenden
Natur Greifst du dein Lob der
Maienflur. So steh` ich hinter deinem
Glück Mit mei

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Zu frühe

Du da, meine
Augenluft, Zeitlos‘? – aber im
August! Frühe, warum kommst du
schon Und entziehst dir selbst den
Lohn, Mich zu stimmen wehmutslind Für
des Jahrs verlassnes

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An einen Schmetterling

Du drangst mit Lust und
Blütendüften, O Schmetterling, herein
zur Stadt, Unwissend, was dich aus den
Lüften Des Feldes her verschagen
hat. Du weilst an jedem
Blumenbrette,

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Kleinmut

Du Eichlein und du
Buchenbäumlein, Klein, dünnbestielt,
zweiblättrig noch, Wie wählet ihr ein
kleines Räumlein Dort unter jenem
Busche doch! Wenn ihr nun aufschießt
jug

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Zu belauschen

Du forderst, Kukuk, ohne
Ruh` Aufmerksamkeit für dein
Kuku! Ist doch im Wald auch ohne
dich Belauschenswert noch manches
Ding; Schon lange hier umgaukeln
mich Ein Laubfrosch

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Mittagsschläfer

Du fällst auf mich aus
einer Rose Herab im Traume, goldner
Käfer, Und weckst aus süßem
Traumgekose Auch mich, den zweiten
Mittagsschläfer. Doch wohl uns beiden
Aufgeschreckten,

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Der gewünschte Leser

Du Gesunder, sei ein
Gänger Selbst durch Berg und Wald und
Gegend. Selber wanderfroh, nicht
länger Immer nur des Lesens
pflegend! Wirst du krank, dann magst
du lesen

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Malerdrang

Du Herde dort im
Abendlicht, Befriedige den Durst noch
nicht! O schlürf am grünen Ufer
immer Aus blauem Flusse goldnen
Schimmer! Ich muss, auch ohne
Farbenschalen Und Pinsel

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Unwissenheit

Du irrst hernieder, Fall
an Fall, Mit holdem Murmeln, frischem
Schall, Du trauter Bach, im
Überhang Der Büsche, voller
Lebensdrang. Wohin? wohin? Ich weiß
es wohl in meinem

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Die beiden Glücklichen

Du Knabe ziehst das Tal
entlang, Hell singend, deinen
Weg; Verborgen lausch` ich dir schon
lang In Wald und Buchgeheg. Der
blaue Himmel hier umfasst Zwei
Glückliche z

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Der wandernde Geselle

Du lachst, o Lenz, zur
Welt herein Mit Luft und
Farbenhelle; Doch singet nur vom
`Schätzelein` Der wandernde
Geselle. Als Frühling fühlt er
selber sich, Als Welt di

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Dorf und Tal.

Du lächelst wieder, Dir
unbewusst, O Dörfchen nieder In meine
Brust. Die roten Dächer Aus grünem
Saum, Des Wehres Fächer Im
Wellenschaum!

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Die Nonne – I.

Du Rose meiner
Einsamkeit, Die mir ihr duftig Mitleid
weiht, Auch du, so kerkerlich
umschlossen, Musst hier in
Kreuzgangmauern sprossen! Ein
zugemessner Abschnitt nur

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An einen Nichtleser meiner Gedichte

Du sagst mit Recht: genug
der Plage, Die ich vom Wetter selber
trage. Der plagte sich noch durch
Gedichte, Die sich befassen immer
nur Mit jedem Wechsel der
Natur; Les‘ euch

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Natur und Menschenfleiß

Du schöne Erd‘, in
kurzer Frist Verlass‘ ich deine
Auen. Was kann mir’s frommen, ob du
bist Gleich herrlich stets zu
schauen? Und doch, uneigennützig
bang Wird

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Der vorausfliegende Falter

Du schöner, bunter
Schmetterling, Auch Menschenglück ist
solch ein Ding, Fliegt uns, Gefild und
Busch entlang, Voraus auf unserm
Sommergang; Wir lassen gern uns
leiten, Und

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Beim Scheiden

Du schönheitsvolles
Land, So soll ich dich verlassen? Den
letzten Baum am Rand Des Tannentals
umfassen? Das Bergschloss soll mir
nicht Im Sonnenstrahl mehr
glänzen?

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Rückerinnerungen - I.

Du sprachst nicht lang
vor deinem Tod: „Ich muss euch,
fühl‘ ich wohl, verlassen.“ Doch
wir, noch minder bang, vergaßen Voll
Hoffnung die gedrohte Not. Die
Trennung w

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Bergesstille

Du stiller Berg, hast
deine Freude Gern an das Menschen Wort
und Ton. Du trägst den Schall weit
durch die Heide Als Gruß von deinem
liebsten Sohn. Auch meine Stimme lass
ich steige

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An den Ostwind

Du wehst mich, frischer
Ostwind, an, Wie aus der Menschheit
schönem Morgen, Wo ihr die holde Zeit
verrann Noch ohne Tadel, ohne
Sorgen. O wehe nicht so rasch
vorbei D

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Der schöne Morgen

Du wölbst empor das
Himmelblau, Wirfst hin des Duftes
Silbergrau Und blitzest Strahlen durch
den Tau Der morgengoldnen
Wiesenau. Der Geist, der nichts als
Schönheit trinkt,

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Das Zanken

Du zürnst und zankst; o
wirf mir nicht Die Rose Wahrheit ins
Gesicht, Die so an mir nur
niederfällt! Dem, der sie sanft
entgegenhält, Nehm‘ ich sie ab in
stiller Achtung

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Im Sturme

Durch all dies
stürmische Gestöhne Vernehm` ich
ferne Glockentöne. Vom Winde nicht
hierhergeführt, Hätt` all ihr Laut
mich nie berühtr. O sanft
verschwimmendes Getöne,

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Der goldne Morgen

Durch das Morgengold
Schallt die Glocke hold
Und zum Schneegebirg sich ballt
Leichter Wolken Duftgestalt.
Mit dem goldnen Tun vermähle
Dich, o Klang und Duft der Seele!
Die fallenden Früchte

Durch das stille Dunkel
schallen Äpfel, die in
Zwischenräumen Von des Weges vollen
Bäumen In die Herbstnacht
niederfallen. Zeit ist’s nun der
letzten Reife. Todes

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Der Nachen

Durch des Flusses stille
Räume, Um des Hügels
Schattenbäume Treibt ein Vater seinen
Nachen; Bei der kleinen Kinder
Lachen Schöpft die Mutter aus dem
Flusse Laues Nass; mit

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Geist und Ferne

Durch des Waldes offne
Lücken Schauen blaue
Bergesrücken, Kennbar kaum, aus
fernstem Duft. Sind sie Körper? sind
sie Luft? Dorthin träum` ich; sind
einander, Geist

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Hinweisung

Durch die Natur nur
hinzugehn, Sich da um Bilder
umzusehn, Scheint euch mein Sinn allein
und Trachten: Darauf jedoch will
niemand achten, Daß doch durch diesen
Bilderkram Des

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Betretenheit

Durch grüne Wipfel floh
Ein schneller Vogel hin.
Ich horcht` ihm lange froh,
Ja, mit beglücktem Sinn.
Nun hat er, möcht` ich klagen,
Mein Glück davongetragen.
Ländliche Gefühle

Durch wie manches
„Guten Abend!“ Bin ich aus dem Dorf
gegangen, Und durch Wohlgeruch, wie
labend! Ward ich im Gefild
empfangen! Wie hat süße
Abendkühle Den Ger

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Der Widerwärtige

Dünkt euch ein Mensch
rech widerwärtig, So seid nicht zank-
und tadelfertig; Dankt Gott für eure
bessre Art! Und da der Mensch durch
Widerwart Vor euch verkürzt scheint
von oben,

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Von nun an

Edler Toter, schönes
Haus! Ach, nun trägt man ihn
hinaus, Neben seinem Gut und
Garten, Die nun andrer Pfleger
warten! Welch ein Glück, mit Geist
genossen, All von Stund‘

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Die entlaubte Eiche

Eiche, nach gefallnem
Laub Zeigst du Astwerk ohne
Zahl; Deine Laubpracht ward zum
Raub Grimmer Zeit; du stehest
kahl. Doch nun erst in ihrer
Blöße Macht mich staunen deine
G

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Das alte Gesicht

Ein alt Gesicht spricht
lehrend an. Man fragt wohl still, was
hat der Mann Jahr aus, Jahr ein
erleben müssen, Um unser Auge so zu
grüßen, Daß es nur zweifelnd auf
ihm weilt

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Anklang

Ein Anklang treffe nur
das Herz, So nimmt den Weg es
himmelswärts; Klein Glockenklang ist
aufgedrungen, Wie hoch der Hörer sich
geschwungen. Mein Liebesanruf will
allein:

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Der Berghof

Ein Bauerhof, statt
Ritterschlosses, Schmückt nun des
Berges grünes Haupt, Das statt
verwilderten Gesprosses Des Gartens
junges Hag umlaubt. Haus, Hof hat
hier erwünschte

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Geburtstagsfeier im Sommer

Ein blauer Erntetag
erstand Und rief die Welt zum
Fleiß; Uns aber, deine Kinder,
mahnt Er zu der Mutter Preis. Er
brach uns feiertäglich an Und müßig
rasten wir

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Im Talesgrund

Ein Blumental
herniedersteigt, Vom Erlenbach
durchschnitten, Von Eichenwäldern
überneigt; Dort bin ich gerne
mitten, Wenn hüben bald Und drüben
bald Bald überall d

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Bei der Annäherung

Ein Dom aus vieler Giebel
Rauch Ragt hochbetürmt hervor, Und
durch des Abends stillen
Hauch Erschallt der Glocken Chor. Wann
grüßt sich Ohr und Auge satt An einer
alten deu

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Die Insel der Poesie

Ein Eiland, busch- und
blütenvoll, Wo stets das Lied der
Vögel scholl, Erhebt sich aus dem
blauen Strom. Ob’s wohl allmählig
aufwärts klomm, Ein Sammelberg aus
Flusses Sand?

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Die Lichtseite

Ein einsam Wandernder —
wie oft Bin ich es einst gewesen!
Ich Hab` gefürchtet und gehofft —
Gewußt hat es kein Wesen. Auch
dies hat eine Seite Licht. Man
mac

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Der traurige Kuckuck

Ein einzeln trauriges
Kuku! Durchtönt die tiefe
Wälderruh; Die Luft ist von Gewittern
schwül, Kein Lied beseelt mich, kein
Gefühl! O Kuckuck nimm die Antwort
hin, Dass ich

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Stille! Stille!

Ein Eisvogel, blau, in
Wonne, Mustert Fluss und
Abendsonne, Selbst ein Prachtbild, dort
vom Zweig. – Schau, bewundre, doch
schweig! Herz, ein Vogel sitzt dort
still, Der nic

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Der seltene Kuss

Ein Freund – es war der
Kerner, Der Welt war er noch
ferner, Einsam sein Aufenthalt Auf
Welzheims weitem Wald, -- Ist einst
mit mir gegangen; Da küsst‘ er auf
die

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Die bewegte Landschaft

Ein gar zu ruhig Schauen
Auf weite Landschaftsauen Könnt`
endlich mich ermatten. Drum Dank dem
Wolkenschatten, Der schnell das Land
verdunkelt, Daß dann es lichter
funk

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Die alte Stadt

Ein jedes Tor der alten
Stadt Ruft türmend: schau und
merk‘, Was sie für Kunst und Sitte
hat, Am ehrenfesten Werk! Dazwischen
auch die Mauer spricht, Von Türmen
s

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Das Glockenhaus

Ein Kirchturm dort sich
hoch erhebt, Aus dem Geläute
schütternd bebt. Der Durchblick durch
das Glockenhaus Des finstern Turmes
führt hinaus In’s Abendrot, das hold
umringt

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Die Fensterruine

Ein Kreuzstock ragt von
Stein Hoch an der Schlossruin‘ Und
Wolken sehn herein Ernst im
Vorüberziehn. Der Pfeiler in der
Luft Steht längst entfenstert
da; De

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Wald und Fluss

Ein Kuckuck ob den Wellen!
Es freut den Waldgesellen,
Dass er mit Berg und Wald
Hier an den Fluss geriet.
Sein Gruß entgegenschallt
Dem neuen Schallgebiet.
Waldfreude

Ein Kukuk aus dem Wald
heraus Hat sich genähert Dorf und
Haus; Heut sieht er sich hier außen
um, Doch lobt er nur sein
Wäldertum Und ruft durch Wiesen, Tal
und Feld Sein Wa

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Der ferne Laut

Ein Lenzlaut ferne
draußen ruft; Kaum ist er noch zu
kennen, Kaum von der blau ergross’nen
Luft, Kaum mehr vom Nichts zu
trennen! Solch leis Gemisch von
Nichts und Ton

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Sternentrost

Ein Rosenschimmer kämpft
im Tal Mit vorgeschrittnem
Dunkelblau. Blickst du hinunter noch
einmal So harrt auf dich nur düstres
Grau. Doch über dir in
Himmelsferne Erglimmt a

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Lichteszauber

Ein Schatten erjagte den
grünen Wald Und dunkelt ihn, färbet
ihn ernst und kalt. Doch sieh, schon
ruht die Sonnenflamme Erneut auf
weißem Birkenstamme! – Ja, girre
dort nur, wil

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Die blaue Luft

Ein Schatten wirft herab
sich kalt Von Felsenzack‘ und
Buchenwald. Dazwischen färbt die
Herbstzeitlosen Der Wies‘ und
Morgenstrahl wie Rosen. Ich bin von
Seligkeit umglänzt,

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Verschönerung

Ein Schuss gefallen
In Waldeshallen!
Der stille Genuss,
Der lärmende Schuss,
Was schweigt und was tönt,
Wird drinnen verschönt.
Der neckende Baum

Ein schwacher Rest der
Regennacht Aus eines Baumes
Sonnenpracht Hat plötzlich säuselnd
mich begossen. Was sollen diese
Sommerpossen? Steht unter dir, o
stiller Baum, Nicht s

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Die Spätjahrssonne

Ein schwacher Schein der
Spätjahrssonne Dringt durch das
Baumgezweig. Ich bringe nicht
Begeistrungswonne. Mit mir von Feld und
Steig, Ich bringe nur
Entsagungsfrieden

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Weiter wandelnd

Ein schwarzer Meiler
hier, Dort weiß im Alprevier Gebirge,
himmelklar, Schneetragend immer
dar! Dann wieder hält der grüne
Tann Den Blick mir in willkommnem
Bann.

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Die braune Wiese

Ein Sommerwind durchwebet
bang Die Wiese, braun von Samen. O
Zeit, bald wird es dir zu lang Beim
holden Sommernamen! Das Reich, das du
vom Frühling erbst, Vergibst du bald
sc

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Unerreichbar

Ein stilles Uebertragen
Des Hauches der Natur In meines
Liedes Klagen, Ach, gönnte sie es
nur! Was sagt das Wort, das scharfe?
Ihm fehlt der Saite Klang,

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Ein toter Vogel

Ein toter Vogel! Blumen
sehn Mild auf des Leichnams
Vergehn, Sanftherzig ihrer Würze
Duft Vergeugend in die
Totenluft. Wie wenden wir entsetzt
uns ab Von Tod, Verwesu

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Regenverkündigung

Ein Vöglein rufet:
schütt! schütt! schütt! Den Regen
kündend. Haus und Hütt‘ Sind weit
entfernt; Allein es lernt Im Mai so
frohen Sinn der Geist, Dass er auf
grünen W

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Am Gebirgsrande

Ein Waldpfad, steil und
schmal, Entlang den Felsen lief; Auf
Küh‘ im grünen Tal Blickt‘ ich
hinunter tief. Geglocke fern und
klar, Kennbar der Gaisen Sprung,

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Dorf und Tanne

Ein waldverirrter
Tannenbaum Entwuchs des Dorfes
Grunde; Er nimmt sich gern vom
Lebenstraum Der Menschen stille
Kunde. Auch er gibt Kunde Alt und
Jung Vom Wald, vom Le

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Begnügung

Ein Wohnsitz bist du nicht der Engel,
O Welt der Mängel!
Doch Gutes unter Schlimmem finden,
Es warm empfinden,
Ist eines Menschenlebens wert.
Undankbar ist, wer mehr begehrt.
Landmannsmut

Ein Zwiegespräch mit
Winzern, Bauern Hat oft mir wieder
Kraft gegeben, Nach ihrem Vorbild
auszudauern Und mit Vertrauen
fortzuleben. O hielt‘ ich stets doch
an das Gute Im

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Au‘gelände

Eine weite, blaue
See, Nussbaumvolle
Wiesenhöh‘, Au’gelände,
Fischerhütten, Wellen, die an’s Ufer
schütten, Weißer Alpen Felsenzinne
– Komm‘ und werd‘ des Zau

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Wart und Pflege

Einen Garten nie besaß
ich; Doch, o Freunde, nie vergaß ich,
Daß die Welt der Garten ist, Der
von dem zu warten ist, Welchen Gott
der schönen Welt Mit zum Gärtner
ha

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Malerischer Ausblick

Einen Sack um dich
geschlagen, Braunen Schlapphut auf dem
Haupt, Lässt du deine Ziegen
nagen, Kauernd, vom Gestrüpp
umlaubt. Hirtenmädchen, wie
getrost Wehrst du ab des Her

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In einem Kurorte

Einer jugendlichen
Zimmernachbarin. Bald mit dem
schönen Aufenthalt, Mit dem Genuß
von Thal und Wald Hat mir die Zeit auch
hingerafft, Verehrte, deine
Nachbarschaft.

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In Regenwetter

Eingeregnet hat`s mich
Armen In dies giebelreiche
Städtchen; Müßig harr` ich; zeigt
Erbarmen, Ihr, des Ortes liebe
Mädchen! Ach, verschmähet ihr so
lange Meines s

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Das Jägerhaus

Einsam durch das
Berggestein Folgt‘ ich einem gähen
Steig; Über mir hing traut
herein Ahorn-, Esch- und
Buchenzweig. Wer die Höhe dort
erreicht Auf dem holden Mü

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Aufrichtung

Einsam ist es um mich
her, Meine Stimmung auch ist schwer,
Gleich, als war` es meine Sache,
Daß mein Denken klar sich mache,
Was als Dunkel mich umgibt Und in`s
Herz mir

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Auf einsiedlerischem Wege

Einsamer Anger, traulich
öde, Wo mich des Flüsschens Buschwerk
schützt, Frei bin ich hier von fremder
Rede, Die meinem Herzen nicht
genützt. Ich schau‘ unweit die
Häus

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Des Vogels Schatten

Einst war mein Blick so
unbeschränkt, Nun ruht er, auf den Weg
gesenkt, Als ob ein trüber Geist ihn
banne Auf dieses Pfades nächste
Spanne. Sonst schwärmt‘ er mit dem
V

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Frühlingswirkung

Emporgereckt zum
Lerchensang, Hinabgebückt zum
Frühlingsflor, Im Streit mit dichter
Zweige Drang, Dann in die Aussicht
tretend vor, Bei jedem Tun und Ruh`n
der Glieder, Geri

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Die Heimkehrenden

Endlich nimmt die Stadt
mich auf. Bald zum Münster geht mein
Lauf, Das mich immer staunen macht Mit
des Turmes alter Pracht. Wasserspeier
an ihm dräun, Adler, Drache

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Die erreichte Ferne

Entfernten Landes manche
Stunden Hat nun mein Tagmarsch
überwunden. Was wiegt mir vor? Der
Ahnung Blau, In dem mein Morgenblick
geschwommen? Was mir als bunte
Abendschau In s

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An die Grille

Erdfarbenes Wesen, kleine
Grille, Lass immer tönen dein
Geschrille, Sing deine
Erdenmelodie! Verströmt das Lied der
Nachtigallen, So muss uns bald auch sie
gefallen; Es stil

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Wunsch

Erlen, Weiden Wehn im
Wind, Seufzen, wie im Ton von
Leiden, Langsam bald und bald
geschwind. Könnt‘ ich diese Töne
haschen, Tragen in mein stummes
Herz, In

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Die Wohlgerüche

Erwacht ist der Gerüche
Leben; Es blühn ja Rosen, Saat und
Reben. Nicht Blüt‘ allein, das
Welken auch Des Heues, wird zum
Würzehauch. In Garten, Weinberg, Gras,
Getreid‘

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Frühlingswehen

Es blüht das Gras, es
blühn die Träume Und Lüfte wehn mir
zu, wie Träume. Was mich berührt so
hold und frisch, Ach, wie verweht es
träumerisch! Ist es — ich
unterscheide kau

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Waldfrage

Es freut mein schüchtern
Herz, zu lauschen Auf dieses Waldes
kräftig Rauschen. Das Rauschen frägt
mich bis in’s Mark: Freund, bleibst
du freigesinnt und stark? Von
neuem

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Vaterländischer Anblick

Es hängt vom Stockbrett
manche Nelk‘ Herunter nach dem
Hausgebälk Und hinterm Birnbaum
schimmert vor Als Fensterschmuck
Levkojenflor. Milchtöpfe liegen nach
der Schnur,

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Ständerlinge

Es ist der schwäb’sche
Ständerling Ein aller Welt bekanntes
Ding. Denn überall macht Jung und
Alt, Sich kennend und begegnend,
Halt; Man feiert beim Vorübergehn Im
Still

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Suchen und Finden

Es ist ein schönes
Suchen Im Hain ergrünter Buchen: Es
ist ein freudig Finden Im Dufte
blüh`nder Linden, Wenn sich die
Frühlingszeit verflicht Dir wie von
selber zum G

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Das Weinlaub

Es knallt der Schuss, der
Schwärmer pufft Und nichts als
Jauchzen trägt die Luft. Die Zeit
erlaubt nicht, still zu sein; Wir
schneiden Trauben, keltern Wein. Ein
Land, das

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Das gestörte Paar

Es kosten zwei Vöglein
am Walde, Dort, wo er heraustritt zur
Halde; Da schritt ich voran in den
Hain Und flog nun das Eine
waldein, Das Andere, ach, mir zum
Graus, Flog fern

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Der Allbelebende

Es lebt zu andrer Leben Speise
Der Wurm allein,
Und doch auf seine Lebensreise
Ward Lust und Pein
Auch ihm vom Schöpfer mitgegeben
Gott wird nicht fertig, zu beleben.
Vater und Sohn

Es mühen Vater, Sohn Im
Tagwerk hier sich ab: Wo, Vater, blieb
der Lohn, Den dir das Schicksal
gab? Du hast an Arbeit schwer Zu
tragen schon geglaubt Und siehs

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Wind und Wasserfall

Es möchte gern der
Wasserfall Die weite Luft
durchrasen; Doch ach, wie wird sein
Zornesschall Auf frischer Tat
zerblasen! Ergrimmt tritt er zum
Abgrund vorn, Wohl sch

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Beklemmung

Es ruht der Weg in tiefer
Stille; Die Luft ist grau, kein
Wanderwille Zeigt heute sich im dunkeln
Tal; Der Bach nur will von seinem
Leben In Sehnsuchtslauten Kunde
geben, Ein

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Kind und Greis

Es scheint der Unschuld
Glorie Durch’s goldne
Knabenhaar. Gott gebe, sie
durchschimmerte Es immer sonnig
klar! Wie froh das Kind den Greis
umhüpft Des Silberhaare l

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Naturauffassung

Es träum‘ ein Gott in
der Natur, Im Menschen sei er
aufgewacht! So freut nicht der Erwachte
nur, Mich freut auch seiner träume
Pracht. Bei Sonnenschein und
Himmelblau

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Das alte Handwerk

Fabrike an
Fabrike! Vorüber, schaue Blicke! Das
alte Handwerk hält euch fest. Wie
seinen Hammer treffen lässt Der
Schmied da drin, der wackre Mann! Er
heimelt wie ein Freun

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In Waldesdickicht.

Fasst mich ein
Furchgefühl, O Wald, in deinem
Kühl, Weil süßes goldnes Licht Mir
Einsamem gebricht? Was sagt so hehr, so
düster Unendliches
Geflüster? Ist

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Am Rand eines Erntefeldes

Feldflasch‘ und Wämser
sieh abseiten, Die Leute selbst im
Erntefeld! So mahnt uns ein Gerät zu
Zeitn, Ein trautes Kleid, das in der
Welt Als Merkmal ist
zurückgeblieben V

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In der Wasserferne

Fern regen schwarze
Punkt‘ in Reih’n Sich auf des
Wasser stillen Spiegeln. Wie Vögel
dort des Bads sich freu’n, Zeigt nun
ein aufgerichtet Flügeln. Ein andrer
badet d

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Abendfeuer

Feuerstämmchen dort und
hier Sind im Feld zu sehn Und
Vergnügen macht es mir, Wie die
Räuche wehn. Das umpflügte
Herbstgefild, Berg und Thal und
Wald, Grü

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Morgens ausgehend

Fischreiher auf die
Morgenpfeife Sind dort am Fluss umsonst
bedacht, Indes zu meiner
Morgenreise Hat mir Erquickung schon
gelacht. Der Mensch, genießend nach
der Uhr,

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Segensduft

Flachs, Wiesenklee und
Ackerbohnen, Getreid‘ und Reben in
der Blüte! O Land und Luft, wer kann
euch lohnen Für all die Spenden eurer
Güte! O Sommreland, o blaue
Luft, Ihr

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An einem Freundestische

Fliegt Red‘ und
Gegenrede frisch Von teuren Menschen um
den Tisch, So denk‘ ich wohl
dazwischen bang: Der Tisch der Liebe
steht nicht lang. Der Tisch des
Elternhauses, wo

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Das bleibende Bild

Fluß und Mühle,
Morgenschein Und ein holdes Enkelein,
Das vom Arm der Alten lacht Und dem
Wanderer schon weiht Süße
Mädchenfreundlichkeit, Alle seyd ihr
wie gemacht,

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Die Spinnenwebe

Flößt dir
Morgensonnenschein Nicht die gute
Meinung ein: Wo es dir so Wohl
gefällt, Sey die schönste, beste
Welt? Blick umher! gefällt dir auch
Das Geweb` am

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In nächtlicher Stunde

Frisch bläst ein
Postillon zum Trab Der nachtumgebnen
Pferde. Der Totengräber gräbt ein
Grab In nächtlich tauige Erde. Der
Wächter horch! im Städtchen ruft Mit
f

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Öfters vorkommend

Frisch hat mir manchesmal
gedeucht Und lachend, was ich
aufgeschrieben, So lang des Verses
Tinte feucht. Doch ist es mir lebendig
blieben? Ich fühl‘ es manchmal still
erschrocken:

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Der weise Rat

Frischrosig horcht ein
deutsches Mädchen Von seinem Nähzeug,
seinem Rädchen Am Fensterlein aus
altem Haus Zum Nachtigallenlied
heraus. Und dort der greise Turm der
Mauer

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Der Jahrmarkt

Froh gebärdet sich die
Welt In des Städtchens Runde Und der
Lärm des Marktes gellt Schon seit
früher Stunde. Nach dem Jahrmarkt
geht es streng Meines alten
Städtc

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Das verlorene Frühstück

Frühstücken fliegt nach
kurzer Nacht Die Hummel froh zur
Wiesenpracht. O Himmel! Die ist
abgemäht! Und der Verstand ihr stille
steht. Teilnehmend hör‘ ich um und
um Ach!

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Ungetrübte Lust

Futter- und doch sorgenleer,
Hungernd und doch ohne Weh,
Hüpft ihr Meisen vor mir her
Im besonnten festen Schnee.
Heil euch, denen Gott die Brust
So gewölbt für reine Lust!
Nächtlicher Gruß.

Fülle der Geliebten
Zimmer, Sanfter, goldner
Mondenschein, Und mit seinem blauen
Schimmer Sendet, Blumen ihr
hinein Euer nächtlich süßes
Düften! Spend` ihr, teure
Nachtig

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Auf der Eisenbahn

Für diesmal weist mein
Reiseplan Mich in den Zwang der
Eisenbahn: Doch Morgenduft und
Morgenthau Erglänzen so auf weiter
Au, Daß Schmelz und Perlenglanz und
Schein In

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Zur Verständigung

Für meine Dichtung war
erlesen Ein Allgemeines, die
Natur: Warum verließ ich ihre
Spur, Sprach oft von mir, von meinem
Wesen? Mein Büchlein ward dadurch
Erzähler

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Herbstempfindung

Für wen, o Luftblau, du
dich wölbst? Wen feierst du, Natur?
dich selbst? Was ruht für warmes
Lichtgefunkel Dort auf der Waldung
grünem Dunkel? Ist es denn wirklich
Werkta

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Zur Erntezeit

Garbenwagen ziehn
herein Bei der Abendglocken Ton. Bald
wird Ruh‘ im Felde sein, Unter Dach
der Arbeit
Lohn. Arbeit[s]lohn, Glockenton, Still‘
und Ruh‘ im

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Der Blumengarten

Garten drunten an der
Mühle, Hell von Dahlien und
bunt, Gern durch Farben machst du
kund Des Besitzers
Lustgefühle. Schön und löblich!
farbreich blicke, Was da sch

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Innres Genügen

Gedichte, sind sie
nicht Wie kleine, gute Taten? Ich kann
der Welt entraten Für Tat und, für
Gedicht. Wenn dies mir je
gelang, Soll gleich die Welt es
wissen?

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In einem alten Kirchenchor

Geflüchtet aus des
Sommers Hitze Zum kühlen Schoß des
Altertumes, Auf eines Chorherrn braunem
Sitze Dem Werk erloschnen
Bildnerruhmes, Im Anblick glühend
bunter Scheiben,

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Über dem Donautal

gegen Gundelsingen,
Lauingen und Dillingen Endlose
Eb’ne, düster Blau Den Fluss hin!
Doch fern außen schau Mild schimmern
aus dem Wetterhimmel Ein sonnentweißes
Turmgewi

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Zur Vesperstunde

Gegrüßt zur
Feierstunde Sei mir die alte
Stadt! Nun macht die
Straßenrunde, Was sich gemühet
hat. Der Tag hat sich geneiget, Das
Handwerk Ruhe pflegt; Das K

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Mittagsduft

Gelagert in uralter
Reihe, Umruht vom blauen
Mittagsduft, Wie schimmerst du mir
durch die Luft, Gebirge, Anblick hoher
Weihe! Wie hast entgegen du
geblauet So manchem

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Das Ernteland

Gelbe Strecken selbst im
Blau Duftumfloss’nen Landes! Selbst
aus Fernen dringt die Schau Vollen
Erntestandes! Warum ich fort, nicht
fort Mit der Lerche dringen

... weiterlesen


In gemischter Gesellschaft

Gelbe Wasserlilien
lachen Aus dem Sumpf am
Waldestrauf. Fräulein hat ein Aug‘
darauf. Was, ihr Herrn, ist da zu
machen? Da ist leider nichts zu
raten, Als galant hinzuwaten

... weiterlesen


Wunsch

Geliebte, ja vom
Erdenkleid Bist du vergeblich nicht
befreit, Erhöht in schönre
Welten! Wenn gliederrasch, der Erd‘
entweckt, In Mailuft glänzet das
Insekt, Was mag für

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Sicherung

Geranium,
Basilikum Steht an des Bauern Sims
herum; Vor seinem Fenster sind
Narzissen Und Tulipanen nicht zu
missen. So bringt er sich in
Sicherheit Des Schönen etwas

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Der Gartenliebhaber

Gern öffnete sich meine
Brust, O Bürger, deiner
Gartenlust! Unwissend ganz im
Baumbeschnitt, Genöss‘ ich doch sie
gerne mit. Du führst bei heitrem
Sonnenstand Am

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Der einsame Weg

Gerodet hat einst vieler
Hand Den Wald, um Weg hier
durchzuschaffen; Doch sei‘ ich
heut‘ hier unverwandt Nur Leere mir
entgegenklaffen. Oft bahn die Welt nur
ihre Straßen,

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Die Stimmefrohen

Gesang, Gelächter,
Kinderlallen Schallt, wo wir durch die
Gärten wallen. Der Mai hat es im
Brauche so; Er macht die Bien‘ im
Blütental, Den Waldesvogel und
zumal Den gute

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Die Feierstunde

Gesegnet sei die
Feierstunde! Nun geht, das Pfeifchen in
dem Munde, Der Meister auf und ab am
Strand, Des Kindes Fragen an der
Hand. Der Worte weniger
verlierend, Freu

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Gewöhnung

Gewohnheit, ach,
Gewohnheit nur Durchwürzt und färbt
die Frühlingsflur Und macht sie von
Gesängen laut, Und ich, mit ihrer Lust
vertraut, Komm` als ein
Schmerzentrückter wieder

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Gewünschter Tausch

Gib, Schiffer,
Meeresrauschen Zu hören mir
einmal! Will dir dafür
vertauschen Mein Halmenmeer im
Tal. Im Binnenlande lassen Sollst du
dein Herz in Ruh; Mich s

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Waldende

Glattes Grün, wie kann
es trösten! Und wie lacht der
Wiesenplan Den von Waldespracht
Erlösten Mit der Ruhe Grüßen
an! Welche ersehntes Augenrasten Nach
des Tages Wonnelas

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Heimkehr vom Grabe

Glocken läuten, Schüler
dehnen Leichgesänge bis zum
Grab; Laute Schollen, leise
Tränen Fallen auf den Sarg
hinab. Nach bestelltem Schmerz
zurücke Kommt der Zug sc

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Nach Sonnenuntergang

Gold ward zum Rot und
Violette; Noch küssen wir an grüner
Stätte, Indem es oben schwärzlich
blaut Und neues Gold aus Sternen
taut. Sprich, Liebste, was wir
wünschen sollten,

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Das Hanfspreiten

Grasige Halden! wie
zierlich gereiht Zeigt sich auf ihnen
des Hanfes Gespreit! Sei mir mit Ehren
genannt, Ordnende weibliche
Hand! Holdestes Bild, wie die rüstige
Frau Emsig

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Abendbeleuchtung

Große, blaue Glocken
leuchten Noch zuletzt in
Feuerpracht Abendsonnig aus der
feuchen, Krautdurchgrünten
Erlennacht. Schönern Abschied gibt es
nicht, Als ihn nimmt das Sonn

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Glückliche Stunde

Großes, tiefes
Himmelblau, Gott und ich nur auf der
Au! Jener still in tausend
Zeichen, Ich in Ehrfurcht ohne gleichen
– Wie verlebt in solchem Bunde Sich
so selig diese St

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Die Liebeskette

Großmutter küsst das
Enkelein; Wie gleichen sie sich, groß
und klein! Die Mutter lehnt dort auch
nicht weit, Zulächelnd und voll
Ähnlichkeit; Natur, es bannt mich an
die Stätte

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Vergessenheit

Grünend Buschwerk, still
entlegen! Furchtlos hier die Vögel
pflegen Ihres Sangs im
Abendlich, Achten froh des Fremden
nicht, Singen auch in seine
Brust Selbstvergessenheit u

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Der bemooste Baum

Grünes Moos, o Baum, du
greiser, Schmiegt sich dir um Stamm und
Reiser. Junges Leben dich umgibt, Den
die ganze Landschaft lieb. Streust du
nur noch wenig Schatten, H

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Die schöne Nacht

Gute Nacht, o Mond und
Fluss! Scheidend, weil ich endlich
muss, Bitt‘ ich Wiese, Hain und
Garten, Eurer Schönheit
abzuwarten; Nächtlich schau’n an
meiner Statt Sich an e

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Waldlabyrinth

Ha! wie rauscht es in den
Föhren, Glüht der Wald in süßen
Tinten! Ach! in solchen
Labyrinthen Würde mich ein Ausweg
stören. Sonnenschein, nicht zur
Entwirrung, Leuchte m

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Grabesklänge

Ha! wie schüttern
Grabesklänge Draußen
mittelalterlich! Bis in düstre
Klostergänge, Immer ferner ziehn sie
mich. Händefaltend, stumm
geworden, Lehnend an der Kre

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Freier Gedankenlauf

Hab‘ ich in Schranken
mich zu halten, Wenn ich dein Los mir
will gestalten Als ein genuss- und
schönheitsvolles? Wenn dir dein
ird’scher Freund, dein Mann, Die
reinste Freude w

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Das Kind im Winde

Halb die Glieder
eingezogen, Strebst du zaghaft durch
den Wind? Alle Locken sind
entflogen Deiner Stirne, liebes
Kind, Bis desselben Windes
Streichen Sie dir wirft in

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Hamlet

Hamlet! welch ein Trauerspiel!
Hamlet, eine von den Rollen,
Die im Leben, ach, so viel
Menschenherzen spielen sollen!
Wie so Manchem hat das Leben
Zu viel Handlung aufgegeben!
Die Köhlerei

Harz- und Rußduft,
Bienensang, All den Nadelwald
entlang! Häherschrei und
Spechtgehämmer Klingt aus süßem
Waldgedämmer. Bald wie sonnig grünt
das Moos, Bald wie

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Bei der Rückkehr in ein gastliches Haus

Hat die Trist mich lang
erfreut Und des Walds einsame
Muße, Ach, so wird der Wunsch
erneut Nach der Augen
Liebesgruße, Der an trautem
Freundestisch Mich erwartet doppelt
fri

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Das Kindervolk

Hemdig, Kindlein, oder nackt,
Von nichts Engendemgeplackt,
Scherzt ihr mir in Dorf und Flur
Seliger die Lenznatur.
Liebes Kindervolk vom Land,
Komm und reiche mir die Hand!
Herbstgang

Herbst, in Farben
mannigfalt, Mit dir streif ich durch
den Wald! Mein Gefühl ist auch nicht
frei Von der Farbenmengerei, Welcher
Beides, Welt und Grün, Tod und Leben,
g

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Frühlingspflicht

Herz, was sollst du tun
und lassen Dieses Frühlingsglück zu
fassen? Nur die Sorgen sollst du
meiden, Doch der Freuden Andrang
leiden, Von den blütenvollen
Tagen Jede Schmei

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Nachempfindung

Heuschrecken springen
durch die Wiese Und zeigen, wie die
Zeit verfließe, Ein Uhrwerk, das nicht
stille steht, Ein sichtbar Hüpfen der
Sekunden, Auch von der Zeitlos‘ still
empfu

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Stille Bewegung

Heuschrecken, wie sie
zahllos springen, Und welche Schaar
von Schmetterlingen! Wie kreuzt in
jenen und in diesen Sich stilles Leben
in den Wiesen! Das Leben der Natur
wird still;

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Sommerausblick

Heut‘ dient zur
Augenweide Der Wind mir im
Getreide. Es wogt und schwanket um mich
her Das Korn, ein trocknet, stummes
Meer. Hier sinkt, dort hebt es sich
vom Fall;

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Baumesknarren

Heut‘ im Walde welches Knarren
Alter Tannen?
Wind, von wannen
Lässt du schlimme Botschaft schnarren?
Bang‘ ich doch, wie angesteckt,
Was noch werde ausgeheckt?
Im Einschlummern

Hier am Bächlein im
Gehölz Kühlt die Hummel sich den
Pelz; Denn die Blumen, bunt und
weiß, Glühten draußen
sommerheiß. Welch ein schattig
Trinkgemach Beut dies

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Zurückgezogenheit

Hier auf verschwiegner
Sorgenflucht, Im Grund geheimer
Waldesschlucht, Erspäh` ich von der
Oberwelt Nichts, was mir in die Augen
fällt, Als Buchen, die dort
sonnengrün Viel

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Warnung

Hier ist
Waldverborgenheit Und das letzte Licht
der Schlucht Hat ergriffen scheue
Flucht, Ließ mich stehn in innrem
Streit. Scheidend warnt es: laß es
seyn! Dringe nicht in

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Betrachtung

Hier zur Linken rauscht
der Bach, Und hier recht, noch heute
wach, Ragt die alte Wart`
empor, Streben kühne Trümmer
vor. Hochumschlossnes
Tannental, Zeit auf Zeiten

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Nachts in einem Bergschlosse

Hinstarben Ritter und
Gesind; Es klagt der Schuhu, stöhnt
der Wind Durch diese ausgestorbnen
Mauern, Im Einklang mit der Vorzeit
Schauern. Der Schuhu flog vom Fels
herzu,

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Trügender Schein

Hinter der entlaubten
Buche Steigt der Vollmond rot
heran, Gleich als ob auf seiner
Bahn Er zur Glut sich Reiser
suche. Könnt‘ ich mir die Finger
halten An die Glut

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Die goldene Freiheit

Hinträumen ob dem Lied,
dem holden, Die Abendwölkchen rot und
golden, Das du, o Drossel, vom
Geäst Des höchsten Wipfels schallen
lässt. In Lüften nur und
Baumeskronen Ma

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Beispiel

Hoch sind es in
Begeisterung, Dann tut es mi dem
Weibchen jung, Verfolg es in die
Ackerbohnen. Im Himmel und auf Erden
wohnen, Wie’s Lerchlein tut, mit
ganzem Sinn, Nimm es

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Der wilde Birnbaum

Holzbirnen trägt ein
alter Baum, Der sich erhebt am
Waldessaum, Ein Luftsitz für des
Forstes Raben, Die oft das laute Wort
hier haben. Gar gern‘ ich dran
vorübergeh‘, O

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Freudenreste

Horch! noch Winters geht
im Schwang Bunter Meisen kurzer
Sang, Und noch grün geblieben
fast Nach dem Bach ein
Brombeerast. Purpurfarbne
Rosenfrucht Wiegt noch ihre le

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In Einsamkeit

Horch! was war’s? –
ich lief so weit, Froh zu sein der
Einsamkeit. – War’s Jemand, der
Stimme gab? – Eicheln raschelten
herab. Nur getrost! Kein menschlich
Wort

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Frost und Freude

Hüpfst du vor Frost, vor
Munterkeit, O Rabe, vor mir durch den
Schnee? Auch mit entlüpfen Fuß und
Zeh Gar leicht sich in des Frostes
Zeit. Ich weiß nicht, ob sie durch das
Feld

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Sonntagspause

Hörst du dort den
Betgesang, Heilig eins mit
Orgelklang? Tauben, sonst so
flügelwach, Sonnen sich am nahen
Dach, Gleich als beteten sie
mit. Hemm‘ auch du den
Weiterschrit

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Stille Erwartung

Ich bin ein Rätsel
selber mir; Doch einsam wandelnd,
folg‘ ich dir, Du herrlich ruhende
Natur! Auch du bist wohl dir
rätselhaft, Doch, wie dies keine Sorge
schafft Dir, de

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Der versäumte Brief

Ich bin zum Freund
gekommen: Doch wünscht` ich fast es
nicht, Denn minder kann mir frommen,
Was er zu flüchtig spricht. War`
ich zu Haus geblieben, So schrieb
er

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Veränderung

Ich blick‘ heraus in
die Natur Aus meines Hauses
Glück; Sein ruhig Licht floss auf die
Flur, Floss auf die Welt zurück. Da
war die Luft erst himmelblau Und frisch

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Die zwei Farben

Ich denk‘ an Lieb‘
und Kosen Beim Rot der
Frühlingsrosen, Und bei des Flachses
Bläue An Hauswirtschaft und
Treue. Sie so beisammen hier zu
sehn, Macht, dass ich freundli

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Betroffenheit

Ich feh`s und bin darob
erschrocken: Ringsum mit Weißen
Blütenfiocken Ist schon bestreut der
ganze Weg; Obschon man noch auf Weg
und Steg Sich um das Eine nur bemüht.

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Bedenken

Ich gehe immer noch Und
frage oft mich doch: Nach was denn geht
mein Gang? Da wird mir`s manchmal
bang; Denn immer noch aus jeder
Ecke Verhöhnen mich verschiedne
Zwecke,

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Auf ein paar Nachtverse

Ich habe diese lange
Nacht Gar viel gewacht. Die alte
Freundin Poesie Trug aber Mitleid;
denn, ach sieh! Ein Sträußlein Verse
legt sie frisch Am Krankenbett mir auf
den Tisc

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Persönlichkeit

Ich lebe, zur Person
gestaltet; Doch Er, der segnend für
mich waltet, Soll Gott Person nicht
heißen können. Die unsre Zeit ihm
nicht will gönnen? In’s Weltenall
soll er zerflie

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Liebhaberei

Ich liebe sehr die
reinste Luft; Doch alter
Bibliothekenduft, Verschwistert mit der
Vorzeit Kunst, Dann eines düstern
Kreuzgangs Moder, An alten Glauben
mahnend, oder Ein sum

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Das Stübchen

Ich lobte nur die freie
Flur, Vergäße, Stübchen, dich? Und
wie gespiegelt die Natur In deinen
Fenstern sich? Und wie an deiner
Deck` ein Tanz Still funkelnd sich
en

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Die Wirtshäuser

Ich merke, dass als
Schilder Statt der gewohnten
Bilder Der Wirte bloße Namen Bald in
die Mode kamen. Doch, dieser Sitte
Tadler, Vermiss‘ ich Löwen,
Adler, Lamm, Oc

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Das gegenwärtige Schöne

Ich müsste Ewigkeiten
haben, An allem Schönen mich zu
laben. Was nützte alles
Herzverlangen Auch Schönem, welches
untergangen? Nach Schönem, welches mir
entrückt, Entfer

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Wahrnehmung

Ich nahe, Liebste, dir
mir Scheu Aus meinem tiefen Weh; Im
Himmel, ewig hehr und neu, Umfängt
dich heil’ge Näh‘. Dein Geist,
die nahe Gotteswelt, Wie ziehen sie

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Mitklang

Ich sag‘ es ohne Röte:
Mir fehlt die Dichterflöte.
Doch Eines hat mir bereitet
Natur: mein Herz besaitet
Zum Mitklang, wenn den Strauch
Durchspielt ein Windeshauch.
Tue desgleichen!

Ich schlummert‘ im
Grase; Herauf mir zur Nase Ragt‘
eine der duftigsten Blumen am
lustigsten, Schattigsten Ort. Wie
haucht‘ ich in fröhlichen Träumen
den selige

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Bitte an Sie

Ich schreibe Lieder dir
hinüber Als Briefe nach der schönern
Welt. Mein Wandel ist ein gar zu
trüber, Wenn mir das Wort mit dir
entfällt. Du kannst, ich weiß ja,
nichts

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Verhalten zur Natur

Ich sehe täglich die
Natur. Doch an beglücktem Tage
nur Wirft sie von ihrem holden
Seyn In`s Herz mir einen
Wiederschein. Wer sie besieht mit
Herzensöde, Dem bleibt sie stu

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In der Wildnis

Ich und das
Abendsonnenlicht Sind still hier
eingekehrt. Entlegner Wildnis
Angesicht Zu schau`n, ist uns
beschert. Kaum werden wir des Sehens
satt, Wir zögern, still

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Die Weggenossen

Ich ziehe freundlich
meine Straße; Wie unbekümmert ist
mein Schritt! Indes vielleicht in
bitterm Hasse Zieht meine Zukunft
feindlich mit. Ich singe frohe
Wanderlieder;

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Die müden Vögel

Ihr müden Vögel flieget
husch Vor mir; o bleibt im
Erlenbusch; So schön ist hier zu
bleiben! Der Flimmerschein der
Scheiben Erstarb am Wiesendörfchen
dort; Die Nacht brich

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Abschreckung

Ihr strafet scharf und
hart, Ja selber mit dem Tod. Lasst
sehn, was diese Art Euch für Erfolge
bot! Glücksspiel gefällt dem
Geiz In mancher
Menschenbrust; D

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Ein Anblick unserer Tage

Ihr Türme habt, ihr
ernsten Mauern, Jahrhunderte den Fluss
erblickt. Ich seh‘ mich schmerzlichem
Bedauern, Zu welchem Werke man sich
schickt. Zerstörung droht. Es wird
en

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Ich und unser Echo

Ihr wisset, wie wir
jedesmal Durchrufen unser
Echothal. Heut ließt ihr mich
verlassen gehn; Doch blieb ich bei dem
Echo stehn, Kam aber mit ihm
überein In Schweigen und in T

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Nach dem Abschied

Im Abschied wird die
Lieb` erst Liebe. Wenn Brust an Brust
so ruhen bliebe, Wie sie sich an
einander preßt, Wo Scheidende sich
halten fest: — Es wäre aller Himmel
Glück!

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Widerstand

Im Bache Forellen, Im
Busche Libellen Sind beide
geschäftig Und drehe sich
kräftig Entgegen den Wellen, Den
Lüftchen, den schnellen, Frohsinnig
und scherzend,

... weiterlesen


Bei Eröffnung des Liederheftes

Im Feld, zufällig
eingepresst In’s Heft, auf eines
Liedes Schrift, Die ich entworfen mit
dem Stift, Schläft hier ein Mückchen,
still und fest. Die Sonnenluft ihm
Leben gab,

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Naturstille

Im Gang von
Hagebuchen, Von Eichen überragt, Will
ich die Stille suchen, Von deren Glück
man sagt. Wohl schläft in
Waldeslauben, Im lauten
Gurruku Versteckte

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Waldfriede

Im Kreis von Wald und
Binsen Bedeckt mit Wasserlinsen, Wie
ruht der kleine See! Zu den geheimnsten
Stellen, Umgaukelt von Libellen, Tritt
hier ein badend Reh. O

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Der willkommene Regen

Im Regendufte
hingestreut, Manch Dörfchen nah und
fern mich freut. Sie sind jetzt alle
regenfroh; Es regnet Heu und Frucht und
Stroh. Dies hält auch mich Umgoßnen
wacker, O

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Die Bestattung im Sommer

Im Sommer zur
Beerdigung Des Freunds war ich
gegangen. Wo blieben da
Begeisterung Für’s Jenseits und
Verlangen? Die Erdenschönheit war zu
groß Und herb schien mir

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Unweit Mühlheim an der Donau

Im Wald hier eine Kirche,
schau! Doch wie der ausgedehnte
Bau, So wild zertrümmert, Mein Herz
bekümmert! Noch ist hier Vogelsang
nicht stumm; Doch nicht mehr soll
di

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Immer langsam!

Immer langsam, liebe
Schnecke! Hoch die Augen fühlend
recke! Wohl dir, Kind des
Blumentaus: Durch des Grases Glanz und
Düfte Auszufühlen in die
Lüfte, Gilt auch dir für S

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Ausbruch

In aufrührischem
Gewimmel, Das auf einmal droben haust,
Hängm nieder dort vom Himmel
Schwarze Wolken, wild
zerzaust. Könnten Wünsche Frieden
stiften, Wünscht`

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Das ferne Wort

In der Kirche
Segensort Sind sie jetzt erbaut vom
Wort. Dass der Lehrer schon es
spende, Zeigt des Ferngeläutes
Ende. Einsam von dem Wald
umwürzt, Seh‘ ich mich um

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Der Hohlweg

In einem Hohlweg wandl‘
ich hin Und jede Umsicht fehlt
darin; Doch eine Lerch‘ in blauer
Luft Ob meinem Haupt
herunterruft, Dass droben goldnes
Saatenfeld Auflache nach de

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Die einsame Burg

In einen Winkel wie
verkrochen Liegt manche deutsche Burg,
gebrochen, Und steht noch manche unter
Dach In Waldgewind, am
Felsenbach. Hier trauert so ein
herverlornes,

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Wohlgefallen

In ew’ger Unruh‘,
einst, wie jetzt, Rinnt hin der blaue
Fluss; Das Waldgebirg in Ruhe
setzt Auf’s stille Tal den Fuß, Und
beiden lächl‘ ich innig zu, Ein
Freund von

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Vorzug

In ferne Höh‘
emporgestiegen Ist jener Berge
Blau; Doch Einer will vor allen
siegen In unumschränkter Schau. Er
ruht als Gipfel über allen, Zuvor- und
nachbesonnt

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Abendfeier

In grünen
Bergesgipfeln Auf eine Welt von
Wipfeln, Fern, fern hinauszusehn, Bis
alle Glorienscheine Der abendgoldnen
Haine In blaue Nacht vergehn, Dies
gibt mir Priest

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Mitgefühl

In kaltem Armutschatten
wandern, Tut weh, wenn man erblickt den
Andern Froh in des Reichtums
Sonnenschein. Man frägt sich: „Muss
es denn so sein? Des Andern Sonne,
streifet sie

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Nach verschwundenem Nebel

In Nebel lag der ganze
See; Doch schnell entwich das graue
Weh. Die Wasser wieder farbig blühn
Und Alpenhörner drüber glühn. —
Daß so doch alles Nebelhafte Einst

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Die Rosenhecke

In stolzer Gärten
Rosenhagen Kann ich mich kalt
vorübertragen; Doch nimmt die
Rosenheck‘ in Arm Des Landmann
Wiesensiedelei, So schlägt das Herz
mir liebewarm, Die Schrit

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Reine Lust

In wie reiner
Daseinslust Schwebt ihr euren
Tanz! Mückchen, tut ihr’s
unbewusst Oder fühlt euch
ganz? Tierchen, ist ein
Daseinsglück Für das Lied zu
klein,

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Bittre Lust.

Irrend durch des Waldes
Pfade, An des Baches
Felsgestade, Find` und such` ich kein
Geleit. Selbst nicht Lichtestrahlen
dringen, Wo sich Äste nicht
verschlingen, Zu mir in die

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Der geförderte Fußwanderer

Ist bis dorthin zu jenem
Stein Mein Wanderschritt gedrungen, So
ist voran, nicht allzuklein, Ein
Fortschritt mir gelungen. Von jenem
Stein an setz‘ ich dann Ein
ähn

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Erfüllung

Ist dies der Hoffnung
junges Grün, Wo Blumen aller Enden
blühn? Bei aufgeschlossnen
Blütensternen Soll ich nun erst zu
hoffen lernen? Ach! dies ist mehr,
als Hoffnungsglan

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Entzücken

Ist nicht genug des
Himmels Pracht Auf dieses Wassers
klarem Spiegel? Der Alpen milderhabne
Macht Im Duftgebiete der
Uferhügel? Bedarf’s noch ferner
Glockenhalle, Dass Aug

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Änderung

Ja, es waren schöne
Zeiten, Als es in des Landes
Weiten Ging an`s Pflügen,
Wälderlichten, Häuserbauen,
Turmerrichten. Die Natur, ein wilder
Traum, Gab dem Menschenglücke

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Beweglichkeit.

Ja, sprosst` ich wie ein
Baum Im stillen Waldesraum, Wie
wurzelt` ich so gerne, Uneingedenk der
Ferne. Ich triebe Blatt und
Blüten Und würd` in Freude
hüten Den ange

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Der Pfarrhausgarten

Je länger blühn, Je
lieber hier Im ländlich trauten
Pfarrhausgarten, Auch duftverbreitende
Gelbveilchen, Und Apfelbäumchen im
Spalier. Schon sitz‘ ich da ein
ganzes Weilchen;

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Immer noch

Jüngst Hab` ich eine
Hand gedrückt, Die ich schon einst in
meiner hatte, Und war die Lieb` auch
eine matte, Die mir dabei im Herzen
zückt`; So war doch die Erinnerung

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Sonnenregen

Kann auch ein Herz
gleichgültig seyn Für Regen bei der
Sonne Schein? Das meinige muß Liebe
hegen Für Saatengrün im Sonnenregen!
O strahlendes Zusammenblühn In
süß

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Beim Glockenklang

Kann sein, dass dich die
Andacht reut, Wenn du zergliederst das
Geläut, Weil, was dir sonst das Herz
bezwungen, Nur tönendem Metall
entsprungen. Doch denke, diese Töne
sch

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Die Kartoffeln

Kartoffeln stehen auf dem
Tisch; Ihr Kinder wählt und schälet
frisch! Es fordert des Genusses
Kürze, Dass man zuerst durch Wahl ihn
würze Und dass man habe, nächst dem
Wählen,

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Kuckuck und Eichhorn

Kaum kann ein Blick den
Kuckuck haschen, Der neckend durch die
Wipfel schwebt. Dagegen ließ sich
überraschen Das Eichhorn, das dort
lauschend klebt, Bis es den Fremdling
satt betra

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Der Novembertag

Kaum scheint noch
grüngelb eine Weide Da, dort in kargem
Blätterkleide Aus dieses Tags
Novembergrau; Dort recht schon eine
arme Frau Ein Bündel dürres Laub
zusammen; Matt

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Die Knaben

Knaben froh auf Schlitten
schießet Den beschneiten Rain
herunter! Eh‘ noch kurze Zeit
verfließet, Ist der Schnee den Bach
hinunter. Doch, was kümmert’s
euch? dieselben

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Frühlingsregister

Knabenkraut, gefleckt und
hell, Fleisch- und Schmalzblum‘,
Küchenschell‘, Erdrauch, ach, wie
zart und fein, Steinrech und
Waldmeisterlein, Löwenmaul, gelb, rot
und weiß,

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Die blumenlose Zeit

Kornnelken schon und
Ackerschnallen War das Gefilde
heimgefallen; Bald war die Zeitlos‘
an der Reih‘ Und dann das Blumenreich
vorbei. Nun, Jahrszeit, nach des
Himmels Lose

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Namensunglück

Krähwinkel (dort im
hintern Amt), So rein idyllisch
anzusehn, Durch die Komödie
verdammt, Als Klatschnest durch die
Zeit zu gehn! Wie ging es, süßes
Dörfchen, zu? Wie üb

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Die Uferwüste

Kräuterwildniß,
Baldrian, Seifenkraut, Resed` und
Dill, An`s Vergangne mahnt ihr still!
Was des Flusses Wuth gethan, Der
zerstört des Landmanns Mühen, Zeigt
mir euer

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Das tote Feldhuhn

Körner finden tief im
Schnee Für des Hungers scharfes Weh,
Thierchen, war für dich zu schwer.
Ach, da trat ein Jäger her, Nahm
dein Leben sich aufs Korn, Stillte
dein

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Der Lebemann

Las dich doch dem
Lebemann, Nie, o Leben, traurig
an! Düstre Leute traun dir
nicht, Selbst, wenn Hoffnung für dich
spricht. Nur der Lebemann, der
Gute, Gibt sich dir mit Kin

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Wanderers Regenlied.

Lass schütten, als
sinke Der Himmel herein! Kein Regen
kann löschen, Der Lieblichen
Schein! Es zaubert aus Tropfen Und
Tränen ihr Bild Den farbigen
Bogen

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Mittags

Laub und Schatten, deckt
mich hold! Senget, warme
Mittagsstrahlen! Lasst im Grünen hier
mich zahlen Der Natur den
Schlummersold, Den sie lange schon
gewollt! -- Ach, was war

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Ohneruh

Laubschatten hier und
Sonnenschein Umtanzen froh mich im
Verein, Von holdem Windhauch
aufgeweht, Der schaukelnd auf- und
niedergeht, Ein angenehmes Ohneruh,
Dem ich in Ru

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Beruhigung

Laut hör` ich lachen,
höre scherzen, Mit Heller Stimme,
nicht zu ferne. Mein Trübsinn
widerstrebte gerne, Die Welt ist ihm
zu voll von Schmerzen. Er meint, die
Luft sey

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Der Murtner See

Leb wohl, du silbernster
der Seen, Von deines sanften Vuillys
Reben, Vom mildesten Geländ umgeben!
Du siehst mich ungern von dir
gehn. Wo ehmals stand das Beinerhaus,

... weiterlesen


Haltung

Lebe, Mensch, dem
Augenblick! Leb` ihm, doch mit innrer
Kraft, Daß nicht Glück, nicht
Mißgeschick Edler Haltung dich
entrafft! — Leben für ein ew`ges
Leben, Wird auc

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Das Formenjoch

Lebt nicht die Seele doch
Sehr unterm Formenjoch?
Im Enkel noch Gewalt
Übt seines Ahns Gestalt,
Der, von dem Jungen ungekannt,
In ihm sein Bild und Wesen bannt.
Beim Aufstehen

Leh wohl! Du lieber
Schatten hast Mit trauter Kühlung mich
erfrischt! Wenn ich dir danke süße
Rast, So bleibt mein Dank so
unverwischt, Dass er noch immer, immer
währt, We

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An die Libelle

Libelle, Jungfrau ohne
Tadel, Die das metallne Blau der
Nadel Am Bachgebüsche heftet an, Was
Wunder, dass dein Tun der Freude, Den
Mai zu schmücken mit Geschmeide, Am
jungen

... weiterlesen


In einem Pfarrhause

Liebes dörfliches
Geläute, Ost vom nahen Turm
gehört, Gast im Dorfe, bin ich
heute Neu im Pfarrhaus
eingekehrt. Du versetzest mich mit
Schmerzen Heut‘ in künft

... weiterlesen


Aus Stuttgart

Linquenda. Diese Inschrift hat
Ein Haus in Schwabens erster Stadt.
Ach! welche Mahnung liegt im Worte
Horazens über jener Pforte! *

* Horat. Carm. L. 2. O. 14.
An meine Freunde

Ludwig Uhland und
Justinius Kerner. Man sagt uns viel
von Amors Pfeilen Und Mancher hat ihr
Werk zu heilen; Doch auch die
Freundschaft kann uns drängen, Das
Herz uns schwell

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Zug und Halt

Luft’ge Bäume
beiderseits Stehn am Uferwege; Stolze
Türme sein bereits Aus dem
Buschgehege; Wenn sie fern zur Stadt
mit locken, Macht der schöne Weg mich
stocken U

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Wunscherfüllung

Längst von Wellen unterwaschen,
Alter Eschenbaum,
Wirst du endlich doch erhaschen
Deines Lebens Traum.
Wo sich längst dein Bild getränkt,
Siehst du liebend dich versenkt!
In nächtlicher Einsamkeit

Macht mich zu des
Schreckens Raub Nacht und Wind im
Espenlaub? Plötzlich laut aufschreiend
haben Die von mir geweckten
Raben Durch den Aufruf wild und
fremd Mir des Blutes La

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Die Pfarrtochter

Mag sich ein Park nach
Englands Weise In Baum- und Wegpartien
verwickeln; Hier freun mich
schnurgerade Gleise Durch Buchsrabatten
und Aurikeln. Da ist verzichtet auf
Ideen;

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Die Felsenwand

Mag sich um diese
Felsenwand Bald stürmisch wolkiges
Gewand, Bald warmer Sonnenschimmer
legen, Sie steht in Ruh der Zeit
entgegen Und zeuget hoch und fest und
stet Seit je vo

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Der alte Dichter

Maienwies` und Maienwald
Waren einst mein Aufenthalt;
Doch die alten Leute sterben
Und der Dichtkunst junge Erben
Haben Anderes zu thun,
Als in Wies` und Wald zu ruhn.
Die Lebenskunst

Man frägt: an dieser
Erdenstätte Soll tch den Lebensrest
vollbringen? Vielleicht an einer
andern hätte Mein Werk des Lebens
mehr Gelingen? Doch, Schicksal, zeige
dich d

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Der Blumenrand

Manch bunter
Blumenknaul, Gelblöwenmaul, Ein Trupp
Vergissmeinnicht In blauem Licht, Dann
zwischen grünem
Reis Maiglockenweiß, Bachnelken-Amarant Umblühn
den

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Unbestand der Empfindung

Manchmal tritt aus seiner
Hülle Gott mit seiner Liebesfülle.
Doch Gewölk ist neu im Kommen,
Reiner Blick aufs neu benommen, Neu
verwaist ist unser Thun. Vater, Gott,
w

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Besänftigung

Mann mit finstrer
Ernstesstirn`, O gestatte mir die
Frage: Ob erlittnes Leid dein Hirn, Ob
begangnes dich plage? Dass du keinem
ganz entrannst, Lag in deinem
Menschenl

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Die Gewölke

Masse Wolken ob den
Wäldern, Nasse Pfad in Tahl und
Feldern, Alles üppig
somerlich! Üppig traurig bin auch
ich; Hängt doch ach ob meinem
Volke Schwarze, schwere
Unglücksw

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Betrachtend

Mehr als der Augen heller
Tag Hält ihr vertiefter
Niederschlag Oft den Betrachter
festgebannt. Die Seel` ist dann in
Gottes Hand Still häuslich wieder
eingekehrt, Nach allem

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Epilog

Mein Leben liegt in
diesen Versen. Wohl liegt’s darin in
guter Rast. Ein jeder trägt auf seinen
Fersen Sich selten gern mit fremder
Last. – So schrieb‘ ich denn in Tag
hinein?

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Nach langem Leben

Mein Los ist, viel zu
überleben, Und, werd‘ ich einst
vorüberschweben, So sei der Rückblick
mir gepriesen Auf’s Schöne, was mir
Gott gewiesen! Ist dann vorbei der
Deutschen S

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Naturanschauung

Mir ist das Schauen der
Natur Ein unaufhörlich Staunen
nur, Das Blume, Quell und Wolke
frägt, Woher sie Art und Leben
trägt? Von Gott! von Gott! doch wer
ist Gott?

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Bedauern

Mir zum wahren Engel
würdest du, Störte nicht ein Zug mich
in der Ruh, Der aus deinem
Unschuldsangesicht, Knabe, mir von
deinem Vater spricht! Die Besorgnis
raunt darum mir

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Am Sonntagmorgen auf einem Berge!

Misston aus des
Kirchleins Enge Triffst wohl dort im
Tal mein Ohr; Doch es schallen die
Gesänge Wohllautsvoll zur Höh`
empor. Auf kristallner Lüfte
Leiter Steigen sie verkl

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Augenweh

Mit Augenweh
Durch Sonn‘ und Schnee
Der Landschaft schreit‘ ich fröhlich hin!
Es hat der Blick
Nicht das Geschick,
Den Glanz zu fassen, wie der Sinn.
Der Wartende

Mit deinem Schrei voll
Lebenslust Aus straffer, bunter
Federbrust Vertreibst du, Hahn, ein
gutes Teil Von meines Wartens langer
Weil! Und wenn du deiner Henne
lockst,

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Gegendeindruck

Mit manchem Turm, als
lichtem Punkt, Das grünende Gelände
prunkt, Doch Seufzer schatten drüber
her: Das Land ist meiner Lieben
leer; Verstorben sind sie,
weggezogen, Des La

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An Eduard Mörike

Mit meinen
Gedichten Ob dir es ungesehen
bliebe, Mein Auge blickt dir
Gegenliebe, Dem Dichter, Spender
süßer Lieder. Auch blicke ich nicht
schüchtern nieder, Entgeg

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Ohne Unterschied

Mit Recht ist dir zur
Überlast Der freche
Waldinsektenschwarm; Der Anspruch, den
du draußen hast, Macht diesem Volke
keinen Harm. Durchbrennt es selbst
doch – zürne nur!

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Die Nachteule

Mit silbern monderhellten
Flügeln Fliegt schweigend zwischen
Wald und Hügeln Vor meinem Haupt die
Eule hin. Warum nicht schwirrt dein
Nachtruf heute? So trauernd schiffest
du nach

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Der neue Schmuck

Mit Sommerfäden zu
umstricken Sucht sich das weite
Herbstgebild Und lächelt dann der
Freude Blicken Ein sonnig zartes
Glanzgebild. Der Schönen gleich
kannst du nicht enden

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Der Vergessene

Mit vollem recht Der
Städter Geschlecht, Die Welt mich
vergisst. Denn Dorf und Hain Und
blumiger Rain, Ihr Freundlichen,
wisst, Wie ganz im Scherz Und Ernst
nur

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In den Mittagsstunden

Mittag ist es auf dem
See; Kaum ein Fisch hüpft in die
Höh‘, Kaum ein Lüftchen rauscht im
Rohr. Dank dem Glück, das mich
erkor, Euer wärmstes
Liebetauschen, See und Him

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Die Falterstunde

Mittag kam, die
Falterstunde, Die ich gern mag
verbringen Mit des Waldes
Schmetterlingen, Lauschend stiller
Sonnenkunde. Du nur kennst dann die
Gefühle, Wie ich für

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Der Dinge Lauf

Muntre Fische, habet bang!
Denn schon sonnen Fischernetze
Sich am Buch zu neuem Fang.
Ach! so sind der Welt Gesetze:
Ihr und euer Netz am Fluss
Teilen Einen Sonntagsgruß.
In stiller Luft

Mückchen geigen auf und nieder
Ihre leifen Sommerlieder
Und der Wasserspinnentanz
Kräuselt still des Teiches Glanz.
Amsel, ohne deinen Schlag
Wäre überstill der Tag!
Die Waldmücke

Mückchen, nicht nur
schön zu sein, Ist ein Glück; es auch
zu wissen, Und du denkst es nicht zu
missen; Deines Leibs goldgrünen
Schein Stäubst du ab mit zartem
Fuß, Bis e

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Die entbehrten Tränen

Mühsam steig‘ ich auf
An der Kirchhofmauer; Kreuz und Stein
mit Schauer Misst der Blicke
Lauf. Dort nur Einem Grab Gilt die
Gräberspähe, Das vom Lebensweh

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Rückkunst.

Nach der Heimat fort und
fort! Über goldnen Ähren dort Seh`
ich meine Türme ragen. Herz, du pochst
und machst mich zagen, Ob mir wohl am
trauten Ort Wieder klingt der
Liebe

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Der eigene Herd

Nach fühl‘ ich dem
Triumphgefühle Des Landmanns dort auf
grünem Bühle. Die Wohnung droben lieb
er zimmern Und von dem Dach die Namen
schimmern Von Mann und Frau in hellern
Zieg

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Apfelblüte

Nach oben in den blauen
Himmel Ragt deiner Blüten froh
Gewimmel, Nach unten in das
Wiesengras. O Apfelbaum, ich frage,
was Wohl lachender verschönert
werde, Die blaue Luft,

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Erinnerung an die Ostsee

Nach sanftem Steigen steh
ich oben! Was ragt denn dort so steil
erhoben? Wie blaut dort fern – doch
so gerade? – Ein lang Gebirg vor
meinem Pfade! Gebirg? die Augen muss

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Nacht und Gebirge

Nacht ward es;
Waldgebirge schwellen Aus tiefem Grund
in schwarze Wellen. O rette, banger
Mut, dich ferne Aus der verfinsterten
Natur, Durch Wolkenlücken, in die
Flur Der tra

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Die Eidechsen

Nah war ich dran, zu
überschau’n Dich, zartes Tierchen,
erdenbraun! Du, grünes, bliebest mir
fast ganz Verborgen in des Grases
Glanz. Ihr sonnt euch hier mit Erd‘
und Pflanzen,

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Triefend

Nassgrün erglänzt vom
Regenbad Der Wald mit allen
Bäumen; Feuchtrote Schnecken ziehn den
Pfad Mit minder trägem Säumen. Mir
tropft das Haar um das Gesicht; Ich
we

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Der Ausbruch

Natur, in deinem
Kraftgefühl Wird es dir oft zu schwer,
zu schwül, So, dass dich wohl ein Zorn
durchzückt, Wie dich die eigne Fülle
drückt. O Schrecken, wie die bange
Kraft

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Umschlag

Natur, Natur,
Vergessenheit Hast du mir sonst
verliehen. Zurück soll ich in dieser
Zeit Nun wieder zu dir
fliehen, Vergessen, dass ich
Deutschlands Flur Als Ein‘ un

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Am Wasserfalle.

Nenn` ich Jubel, nenn`
ich Grausen Der Gewässer Donnern,
Brausen? Sturm und Streit des
Wasserfalles, Ihr ersticket in mir
Alles, Atem, Sinn und
Stimmeschall! Eines nu

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An den Leser

Nicht alle fließen sie,
die Tränen Des weichen Dichters,
Freund, zu denen Dein zartes Mitgefühl
sich neigt: Doch ach, es sorgt das arme
Leben, Dass es auch Tränen möge
geben,

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Zur Zeit der Blüten

Nicht das Welken macht
dir Angst, Herz! Es ist ja Alterns
Zeit; Nur der Blüten
Herrlichkeit Siehst du still bewegt und
bangst. Da du gern dann wieder
prangst Auch im

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Luftgezitter

Nicht die weiße Wolke
nur Schwebet durch die
Himmelsflur; Nicht der Schmetterling
allein Tanzt in Schmelz und
Sonnenschein. Nicht der Vogel huscht
nur quer Durch das

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Leben und Wirklichkeit

Nicht Wesen, nur
Erinn’rung, Traum, Wär‘ ach von
dir, mein Lieb‘, erhalten? Kein
Wohnsitz mehr, kein
Wirkungsraum Erblickte mehr dein Tun
und Walten? O nein, du lebst

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Maienglück und Maienwunsch

Nicht, nur hier im
Schatten liegen, Oder durch die Wiesen
streichen. Schwimmen möcht` ich,
möchte stiegen Ach, was möcht` ich
nicht erreichen, Wenn ich nur so
wünschen könnt

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Die Dorfglocken

Nicht, wie aus nächstem
Dorfe schallt Dies alte
Glockenläuten. Hätt` es denn sonst
so viel Gewalt Und ein so tief
Bedeuten? Warum nicht? ist denn nicht
auch hier

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Waldschatten

Nichts kann die Luft am
Grün mir schärfen, Wie dieses dunkle
Schattenwerfen Vom Wald herab auf Wies`
und Staud`, Auf die die Sonne
niederschaut. Da blüht mir auf mein
ganz Gemüth

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Bestärkung

Nie die Welt so grün
doch ward, Eh` ich recht nur
aufgemerkt! Eilen ist des Frühlings
Art Und ich werde drin bestärkt:
Keine Stunde soll`s verschieben. Wer
ihn sehen w

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Windeswirkung

Nie schmiegt der Wind,
der Zeitvertreiber, Die Kleider heute
an die Leiber! Schon bin ich mancher
Wohlgestalt Verlegner Mädchen, junger
Weiber Mit kurzem Blick vorbeigewallt.

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Unter den Tannen.

Niedersink! entfallne
Nadeln Leih`n ein Bett hier, nicht zu
tadeln. Denke, lagernd unter
Stichen, Aller Lust, die dir
erblichen! Mische hier dein innres
Brausen In der

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Waldesstille

Nimm mich auf in deinen
Frieden, Wiese duftiger
Orchiden, Labyrinthisch
Waldesdüster, Blauen Sees
Rohrgeflüster, Rückt mir aus dem
Herzen weit Mich, mein Selbst, die
Welt,

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Des Sommers Macht

Noch immer hab‘ ich
gern belauscht, Den Sommer, wo ein
Wasser rauscht. Dadurch wird Sommers
Übermacht Auf schönes Ma ß
zurückgebracht. In Wies` und Wald
und wenn

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An einem Spätjahrsmorgen.

Noch klang die
Morgenglocke nicht; Noch nirgend sonst
gewahr ich Licht: Nur aus der Esse
sprüht`s in Menge Von Funken, schallen
Hammerklänge. Ja, hämmre, Meister,
rüstig

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Der Schlagschatten

Noch sitz` ich hell im
Sonnenlicht: Doch schwarzen Schattens
Bollgewicht Hat dort sich in die
Schlucht gelegt, Vor dem mein Herz
fast Schauer hegt. Soll abendschön
das Be

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Nach dem Scheiden

Noch wirbelt lind Sich
nach dem Wind Das Abschiedstuch de
Lieben, Die dort
zurückgeblieben. Zurückgewandt, Schwenkt
Hut und Hand Ihr Grüße zu. Das
Scheiden

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Das ruhige Bild

Nur Bauernhöf‘ und
Tannenhaine; Manch Trüppchen Vieh
dazwischen schweift; Sonst hat vom
gras’gen Bergesraine Die Schönheit
glättend weggestreift, Was Unruh‘
bräch‘ in di

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Der Sommerschreck

Nur Frohsinn, reines
Himmelblau Und Stille ruhn auf grüner
Au. – Was schlägt auf Einmal mir
an’s Ohr? De Hummel brummt an mir
empor. Doch wie, du derber
Sommerschreck, S

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Zuflucht

O Bach, o Bach, So
lebenswach, Von Freudensprudel
überlaut, Durchschießend Stein und
wildes Kraut: In deinen
buschversteckten Schlüften Lass mich
die Angst des Busens lüft

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Bei Payerne

O Bertha, Burgunds
Königin! Du spannst mit
volksgemäßem Sinn: Daher du heut`
noch hören kannst Aus deiner heil`gen
Himmelsferne, Wie du in deiner Stadt
Payerne Lob un

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Wiederholter Eindruck

O Deutschland, welch ein
süßer Abend Senkt sich auf deine
Schönheit labend! Mir ist, als
müsst‘ ich singen, Den Stock vor
Jubel schwingen! Doch dein Geschick
auch diese

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Auf einem Frühlingsganze

O Dorf, von jungem Grün
umhüllt, Von Apfelblütenduft
erfüllt, Du scheinst im Mai mir einzig
hold. Doch wie die Landschaft sich
entrollt, So scheint mir’s, dass zu
dieser Frist

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Nächtlicher Ausgang.

O du weite, weite
Stadt, Die mir keine Heimat
hat! Deiner Türm` und Kirchen
Schwärze Blickt mir fremd und kalt
in`s Herze. Nächtlich schweif` ich
hin und her, So al

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Ein Vorbild

O Erde, aufgepflügt und
braun, Wie läßt du so bereit dich
schaun, Des Guten Samen zu empfangen,
Als trügst du selbst danach
Verlangen! Fruchtbare Erde, mürb und
mild,

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An die Einsamkeit

O Freundin Einsamkeit,
wie traut War unterwegs einst deine
Rede! Ich liebte dich, wie eine Braut;
Nun scheint mit dir die Welt mir öde.
Wie ich mit dir das Land
durchschlendre,

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Das Liederbuch im Frühlingswinde

O Frühlingswind, du hast
durchwühlt Des Dichters zartbesaitet
Herz. Neugierig, was er wohl
gefühlt Bei deinem schmeichlerischen
Scherz, Durchblätterst du nun Blatt
für Blatt

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Frühlingsübersicht

O fühlet, wie die Freude
wächst! Noch tanzt der Schmetterling,
zunächst Den stillen Blumen,
schweigend; Die Lerch‘ hingegen,
steigend, Gewinnt des Frühlings
Übersicht U

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Verlangen

O ginge wieder meine
Bahn Durch des Gebirges
Enzian! Kurzstielig schöff‘ und
düfteleer Mein Lied in Meng‘ empor
wie er, Doch auch vielleicht mit
Farbenkraft, Wie reine B

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Ernste Mahnung

O Glocke, dein ehrwürdig
Erz Ist voll von aller Tode
Schmerz, Die dieser Städter Herz
durchbebt Und die ich selber schon
erlebt. Von Sterblichkeit ein ganzer
Sturm Dröhnt m

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Die lauschende Natur

O Glockenlaut im
Morgenduft, Wie dringst du durch den
Glanz der Luft, Durch’s frische
Taugefild heran! Bringt uns der schöne
Sommertag Nur stilles Blau?
Gewitterschlag? Was

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Der Grabstein

O Grabstein voll von
Liebesklage, Du legtest mir an’s Herz
die Frage, Wo die sind, deren trauernd
Herz In Verse hier ergoss den
Schmerz? Sie sind vorbei, vorbei ihr
Leid, Si

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An den Herbst

O Herbst, du Zeit der Reife,
Wenn ich das Land durchstreife,
Auf dem im Sonnenschimmer
Dein sanfter Segen ruht,
Wie träumt` ich mich für immer
So mild, so froh, so gut!
Die letzten Kinder

O Herbst, sei nicht so
grausam rau: Denk‘ dieser zarten
Kelchgebilde! Sie rechneten auf deine
Milde, Sind nackt emporgeklommen,
schau! Das Jahr soll, hofften die
Zeitlosen,

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Reisebeginn

O Himmelblau
Und Grün und Au!
O Morgentau!
Nun endlich frei
Von Sorgenblei
Und Müherei,
Schwing‘ ich den Hut,
Durch Wandermut
Verjüngt und gut.
Das laute Lied.

O hätte` ich eines
Vogels Kehle, Dass sie, von Klagen
aufgeschwellt, Verkündete der grünen
Welt, Was mich von innern Schmerzen
quäle! Die Stille sollte dann
vernehmen Ein

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Das lächelnde Kind

O Kind, du lächselst,
zaubre mir Doch keine Miene auf’s
Papier; Dann sähst du wohl in spätern
Tagen In diesen deinen Blick
hinein Und dir im Herzen würd‘ es
schlagen:

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O Kinder!

O Kinder! ihr seid große
Fragen, An Zeit und Ewigkeit
gestellt, Und ach! kein Blatt liegt
aufgeschlagen, Das Los eröffnend, das
euch fällt! O bleib‘ euch fern, was
euch versehrt

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Die treue Sängerin

O Lerche, du hältst
aus; Der Landmann zog nach Haus, Dem
du den Tag durchsungen. Dein Lied, noch
unverklungen, Verschönt nun auch die
Rast, Die nach der Arbeit
Last M

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Die Lerche

O Lerche, könnt` ich mit
dir dringen In jenes lichte Blau, So
froh wie du, so innig singen Zur
blütenvollen Au! Vom Sänger wäre
nichts zu schauen, Man horchte
sein

... weiterlesen


O Licht!

O Licht, nicht
überschütte Die ganze Landschaft
heut`! Sonst lob` ich Haus und Hütte,
Wo sich mir Schatten beut. Dem Licht
mein Herz entgegeneilt, Das mit dem
Schatten

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Waldabend

O liebe Blumen, stellet
ein, Den Glanz im Abendlicht! Ihr
Blätter, mit dem Abendschein Schmückt
euch so lachend nicht! Wo fände Raum
die Menschenbrust, Zu spiegeln
Waldesab

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Maienweinen

O Mai, du kommst
geweint! Ward dir ein Wunsch
verneint? Ward dir ein Wunsch
gestillt? Dass süßer Dank die
quillt? Was deuten dieses Regens
Tränen? Erfülltes oder n

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An den Mond

O Mond, du bist ein
Bot‘, Jahr aus, Jahr ein beladen Auf
deinen Himmelspfaden Mit unsrer
Erdennot! Viel Seufzer trägst du
fort, Bestellst sie droben
munter;

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An eine Mutter

O Mutter, du hast schön
geliebt; Dies zeigt dein frischer
Töchterkranz. Die Schönheit welket
und zerstiebt, Erlöschen will dein
eigner Glanz; Doch nicht nur die
Erinnerun

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Die Mühle

O Mühle dort im
Blumenthal, So gerne wandl` ich noch
einmal Wo eine Mühl` in Wiesen steht
Und rasch ihr Rad am Bache
dreht. Denkt mir vielleicht der alte
Sinn An

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Die Natur im Herbste

O Natur, von deinem Segen
Räumt die Hand das weite Feld.
Schon nicht mehr auf allen Wegen
Wird das Herz davon
geschwellt. Spende, spende deine
Gaben, Gute Mutter,

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Der Falter

O Schmetterling,
vorüberjag‘ Durch diese Landschaft,
diesen Tag! Kaum merk‘ ich in dem
reichen Bild Dein wechselnd Nahen und
Entschweben, Und doch mein Staunen dir
auch gilt,

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Blumenflucht

O schnelles
Vermissen! Dass Tulpen,
Syringen, Jazinthen, Narzissen Den Mai
nicht verbringen Im grünenden
Garten, Mit ihnen zu welken, Nicht
Rosen erwarten Und L

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Der gefangene Uhu

O Schuhu, der im hohlen
Kalke Hoch in des Berges Fels
gehaust; Dem kühnen Menschen, diesem
Schalke, Hat’s vor dem Abgrund nicht
gegraust. Er hat dich frechen Muts
entrisse

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An die Schönheit

O Schönheut, die dies
Farrenkraut Und nun beim Ausblick aus
dem Wald Das blaue Ferngebirg
gebaut Und die den süßen
Duftgehalt In’s Maienglöckchen hier
gelegt, Die in der

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Lob des Sommers

O Sommer, du bist so
durchdrungen Von Fülle, Kraft und,
süßer Macht, Daß es noch keinem
Mund gelungen. Zu schildern deine
Segenspracht! Den besten Ausdruck dir
gegeben

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O Sommerzeit!

O Sommerzeit, ich will ja
nicht, Dass du im Fliehen stehen
bleibest; Doch, was mir fast das Herze
bricht, Ist, dass du mich
vorübertreibest; Dass ich nicht
stehen bleiben so

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Sommerhitze

O Sonn‘, o Wald, wie
sprüht ihr Hitze! Wie treibt es, dass
er öfter sitze, Nach mattem Flug den
Schmetterling, Dem Ruhe sonst ein
fremdes Ding. Der Schatten, überall
ent

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Verödung

O Stadt voll Lebens einst,
Wenn du dein Los beweint,
Ich traure gerne mit!
Gedräng` in deinen Gasen
Hätt` einst kaum durchgelassen
Den nun umgrasten Schritt.
Würdiger Anblick

O Storch, dein
Philosophenschnabel Dient doch nicht
zur Begriffesgabel Dir steifbebeinten
Forschungsmann! Gewürm ist`s was er
dir gewann: Doch gibt er dir der
Weisheit Air;

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An ein Städtchen

O Städtchen drüben
überm Fluß, Auf deinen trauten
Glockengruß Antwort` ich dir mit
Wanderlust, Antwort` ich dir aus
deutscher Brust! Ich denke immer
hoffnungsvoll,

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Aussöhnung

O Tag, nun bin ich ganz
versöhnt! Kapell‘ und Fels im
Feuerglanz! Wer hätt‘ im Regen dies
gewähnt? und ist die Glut erloschen
ganz, So will nun ob dem
Weißlichgrün De

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Lebenserfahrung

O Tod und Schicksal!
Freudenarm Habt ihr mich oft
gemacht, Bis Leben und Geschick mich
warm Von neuem angelacht. Der Himmel
selbst es so beschied: Entflieht das
eine G

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Das bereitwillige Opfer

O treue Muttererde, Dass
ich ein Bessrer werdem Soll ich
verlassen dich; Ich soll, ich muss mich
retten Aus all den Liebesketten, Womit
du fesselst mich. Du tre

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Selbstgefälligkeit

O Vöglein, wie hast Du
gezwitschert vom Ast! Nun tret‘ ich
herzu Und du schweigest im
Nu. Fragzeichen nun ganz Von dem
Schnabel zum Schwanz, Besiehst du
mich

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In der Morgenfrühe

O Wandrer, schau Im
Wiesentau, Am überbüschten Bache
hin Den lichten Morgennebel
ziehn! Doch, kaum gegrüßt, Schon
aufgeküsst, Hat der Beglückte nun
gewäh

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Der Spiegel

O Wasser, dichterisches
Naß, Wie spiegelst du ohn` Unterlaß
Die Schöpfung um dein Ufer her! Des
Dichters Geist, was will er mehr, Als
daß die Welt ihm wiederglänze
A

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Genossenschaft

O Wasserglanz in
Weidenschatten, O sanftgeschwellte
Ufermatten, Lasst eine Stunde hier mich
weilen, Mein Leben mit dem euren
teilen! Die duft’ge Ferne sieht
darein Und will

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Durchwandel

O weiße Wolken ob
grünem Wald, Durch welchen Kuckuck und
Amsel schallt, Ihr ziehet langsam nur
drüber hin Und teilt des Wanderers
stillen Sinn, Der langsam, langsam nur
immer durc

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Der Feldsegen

O welch ein hoher
Feldersegen! Genug, um ganz mich
einzuhegen, Wenn so ich wandle
durch’s Getreid‘. Man sieht mir
nichts von Leib und Kleid; Nur meinen
Hut noch sieht man

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Stilles Leben

O welch ein laubig
Waldesdunkel, Mild angesonnt vom
Wiesenplan! O welche stille
Wandelbahn Für dieses
Schmetterlingsgefunkel! Da schwebt es
her, da schwebt es hin In
Frühlin

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Wind und Zeit

O Wind, nicht nur von dir
umweht, Ich bin es von der Zeit! Was
hälfe, wenn im Flug sie geht, Mir
aller Widerstreit? Jedoch, was klag`
ich, Zeit und Wind, Wenn all

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Der Wintertag

O Wintertag, wie farblos
klar Zeigst du mir jedes Ding so
wahr, Die Luft, den Busch, das Tal, den
Berg, Wie reiner Denker
Geisteswerk Mir jeglichen Begriff
erhellt, Der auftau

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Wer weiß?

O Zeit, mir zugezählt,
Ich fühl` es nur zu sehr, Von Tag
zu Tage quält Mich deine Kürze
mehr. Vor mir stehn Welt und Gott;
Kunst lockt mich und Natur:

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Gesichtseindruck

O, Mensch, dir war nicht
sanft gebettet; Doch hast ein Antlitz
zu gerettet Aus deines Lebens
Wüstenei’n, Dem ich nicht möchte
abhold sein. Von mir wird dir nicht
widerstrebt,

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An die Natur.

Oft ach! Fruchtlos
dien‘ ich nur Schnödem Menschenvolk;
schon lange Ward ich fremd dir, o
Natur, Und es wird mir ernsthaft
bange, Ob ich fürder bin der
Deine. Bin

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Der Überbürdete

Oft fehlt dem armen
Menschenkinde Ein scheinbar unbedeutend
Glück. Ein Zweiglein schwankt im
Frühlingswinde, Ich schau nach ihm mit
Harm zurück. Um was jetzt alle Wesen
bu

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Schreckenserneuerung

Oft konnt‘ ich neu mich
freuen lernen An Wiesen, voll von
goldnen Sternen, Von blauen Glocken,
rotem Klee; Beim friedlichen Gesang der
Grillen, Im Hauch der Sommerlüfte
stillen

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Anklänge.

Oft wie ein Wohllaut
hör‘ ich’s gleiten Durch des
Himmels blaue Weiten; Wie von ferne
hör‘ ich Klänge Heilig holder
Festgesänge. Doch das Wort
vorüberrauscht,

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Hoffnung

Ostwind,
Herbstesheiterkeit Gibt im Feld mir das
Geleit. Laut gefreut hab‘ ich mich
oft, Doch wie heute nie
gehofft. Treues Blau und sanftes
Grün, All mein Glück wird wied

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Die Palmkätzchen

Palmkätzchen, süßes
Kinderglück! Als Gerte bracht‘ ich
oft zurück Euch von des Wiesenbaches
Rand. Ihr tatet wohl dem Strich der
Hand, Zum Sehen sanft, zum Fühlen
weich,

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Gegendpreis

Preist eure Gegend
meinethalb! Ich sehe, wenn ich steige,
bald Den Schwarzwald und die
Schwabenalb, Im Fernduft Frankens
Odenwald. Ich denk‘ herum auf ihren
Höh’n Und fü

... weiterlesen


Meine Gegend

Preist eure Gegend
meinethalb! Ich sehe, wenn ich steige,
bald Den Schwarzwald und die
Schwabenalp, Im Fernduft Frankens
Odenwald. Ich denk herum auf ihren
Höhn Und fühle de

... weiterlesen


Das blühende Mohnfeld

Purpurn, weiß und
rosenrot Als Gesellschaft mir sich
bot Eines Mohnfeldes bunte Schar, Die
des Hügels Zierde war. Weit
durch’s grüne Landschaftsbild War
vom Sonnt

... weiterlesen


Bewunderung

Ranunkelgold,
Vergissmeinnicht Mir sanftem, edlem
Blau, Des Morgentaus
Juwelenlicht Schmückt dieses Baches
Au. -- Mag ich, von süßem Schimmer
trunken, Schon lange stehen, s

... weiterlesen


Der Spaziergänger

Recht Sonntagsfreude
spüren Mag nur der Handwerksmann. Die
Seinigen spazieren In Feld und Flur zu
führen, Ach, sieh, wie liegt’s dem
Wackern an! In dumpfen Werksta

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Die Ruine

Regenflor um deine
düstern Zinnen, Liebst du, nassgrau
ganz dich einzuspinnen, Alte Burg! Was
war dein Daseinszweck, Wo du trotzest
dort am Felseneck? Ach, wie traurig
blick

... weiterlesen


Wetterzweifel

Regenwolken schwer und
ziehend, Blaue Durchsicht, oft
entfliehend Hinter schnellen, finstern
Dunst, Schwarze Drohung, lichte
Gunst Wechseln heut am Himmel
oben, Halten Blick u

... weiterlesen


An einen Alten

Rosen wohl in schönern
Tagen Hast du hinterm Ohr
getragen, Mancher Dirn‘ im
Wanderleben Auch wohl einen Kuss
gegeben, Treu dem Satz: Was sollte
wehren Einen Jugendkuss in E

... weiterlesen


Das versammelte Glück

Rosen, Freund, aus
grünem Schatten Bieten Schönheit uns
und Duft Und der Lufthauch labt den
Matten, Der erstiegen Berg und
Kluft. Mein erglänzt; ist denn
versammelt

... weiterlesen


Die Stoppelblümchen

Rote, blaue, lila
Sternchen, Aus den kleinsten
Samenkernchen Spät im Ackerfeld
geborne, Unter Stoppeln wie
verlorne, Ackerblumen, winzig
klein, Der Dreifarbenveilchen
kleinst

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An eine Ruhebank

Ruhebank! für meine
Schritte Könnt ich füglich dich
entbehren; Dennoch Hab` ich eine Bitte
Und du wirst sie mir gewähren. In
des Gehens rüst`gem Drangs Find`

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Sonntags

Ruinen blicken
sonnenwarm Aus Morgennebeln her; Es
schwebt ein froher Rabenschwarm Durch`s
blaue Lüftemeer. Am freisten schwebt
der Menschengeist Im unbegrenzten
Raum

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Das alte Kloster

Rundbogenstyl ist noch zu
sehn Am Klosterturme. Bleibe stehn Und
bau‘ des Christentumes Glück In jene
Vorzeit dir zurück, Wo in Germaniens
wildem Wald Zuerst der Lichtung

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Der stille Streit

Sanft wechseln manch
geheimes Wort Der Dörfer ferne
Kirchenglocken; Ich horche drauf am
Blumenbord, Beim Fallen süßer
Blütenflocken. So spielt um mich in
stillem Streit Ve

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An ein Landmädchen

Schaden Sommerflecken,
Kind, Deren viele an dir sind, Deinem
Reiz wohl unanwendlich?
– Herzgewinnend, lieb und
ländlich Zeugen sie nur von der
Wonne Eines Lebens in der Son

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Das Kindheitsland

Scheint dir ein Ort zu
öd und leer, So nah‘ dich ihm von
ferne her Und lass dir, wie beim
Wiedersehn, Als traute Heimat ihn
erstehn. Denk dir: es sind die Fluren
dies,

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Felsengegend

Schlag, ihr Berge, tiefen
Schatten, Schäume, Fluss, durch Wald
und Matten! Krümme dich nach kurzen
Strecken Zwischen schroffen
Felsenecken! Tos`, in Klippen
eingezwängt, Un

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Überfließende Liebe

Schmetterling und
Blumenlichter Färben Busch und Wiese
bunt Und nur fröhliche
Gesichter Geben sich im Dorfe
kund. O Gesichter, seid dem
Frohen Alle brüderlich gegr

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Schneegestöber

Schnee am
Himmelszelt, Schnee im weiten
Feld! Kraft erneuter
Windesstöße Deckt er jede
Waldesblöße. Des Gebirges
Joch Überklimm‘ ich doch Und den
Schneew

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Wanderklage.

Schnell von hinnen! Ruh`
gewinnen Darf ich nicht in Stadt und
Land! Der Erkennung Beut die
Trennung Traurig schon die
Abschiedshand. Heimisch
weilen, Mit

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Vorteil

Schon auf morgen dengeln
heute Spät im Dorf noch
Ackerleute; Sensen machen sie noch
scharf. Ich, der Mann der Feder,
darf Auf der Abendbank hier
sitzen, Ohne sie voraus zu sp

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Der Kirschenbaum

Schon Finger und
Daume Von ragender Leiter Sich nahten
dem Baume Voll Kirschen, die
heiter, Unendlich an Zahl, Anlachen
das Tal. Die Amsel im Walde Und
i

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An die Reben.

Schon lacht die Flur im
Blumenkleide, Die Waldung prangt in
jungem Grün, Nur ihr verschiebt die
Lenzesfreude, O Reben, zögert,
mitzublühn. Doch schön! wann
ernster schon

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Der Lichtblick

Schon war zum Fall die
Träne reif, Von trüber Stund‘
erpresst; Nun hält ein schneller
Sonnenstreif Sie als Entzücken
fest. Neufarbig blüht, o
Wiesengrund, Dein

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Der Kirchhof

Schwarz- und
goldbekreuzter Acker, Hochgelegen,
heiter, wacker Blickst du in den See
hinaus, Fern, bis zu den
Alpenbergen, Gleich, als wäre nicht zu
Haus Finstre Ruh‘ in de

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Beruhigung

Schwarzer Wetterwolken
schwere Masse Hängt mit lautem Donner
ob der Straße; Blitz nur und weiße
Birken leuchten Aus der Waldnacht mir
hervor, der feuchten. Vieles fehlt
de

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Im Seeland

Schweizerland, wohin ich
seh`, Ist es schön, auch im `Marais`!
Fern hinaus begegnen mir Zwar nur
falbe Gräser hier; Doch dies Land
kann es nicht lassen, Sich mit
Hügel

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Mond und Blütenduft

Schwerer Käfer wild
Geschwärm Und im Flussbad
Knabenlärm! Doch der Mond, dort
aufgestiegen, Macht demnächst die
Stille siegen; Nur sein Licht und
Blütendüfte Teilen dann

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Altweibermäre

Schwäbisch-Haller
Anblick Drei alte Weiblein dort im
Strahl Der Sonne sitzen am
Spital; Drei alte Wappen
ausgehau’n Sind je ob ihrem Kopf zu
schau’n, Als wenn sie

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Heimkehr

Schäkern hör‘ ich
durch die Wiesen Und die Mühle
klappert schon. Einsamkeit recht zu
genießen, Floh ich lang der Menschen
Ton; Doch nun wie ein
Liebesbote Klingt er mir

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Das Nägelein

Schön hinterm Nelkenbret
heraus Sah’s Mädchen aus dem
Bauernhaus Und ich mit wahrem
Bettlersinn Warf ihr vom Weg die Worte
hin: „Ein fremder Wandrer bitte
fein,

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Im Heraustreten

Schön ist das Leben,
ruft der Hahn, Den Satz vertretend,
laut mich an. Ist es nicht so? frägt
mich die Taube Dort bei der Rosenlaube
stiller Und dreht des Halses bunten
Schiller

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Brandung

See, des Mittags warst du
still; Was nun wohl dein Branden
will? Lag vom Strahl der
Mittagssonne Still gefesselt deine
Wonne, Die beim Nahen freier
Nacht Losgebunden nun erwac

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Einfaches Treiben

Sei reich und schleppe
dich Mit Allerweltsanliegen; Sei arm
und dürfe dich Nur der Natur
anschmiegen; So bürgt die Armut
dir Für mehr der Lebensfreuden, Als
Reichtum

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Virtuosität

Sei Virtuos! Ein selig
Los! Doc dass ein Paganini zeige Im
Lande sich zu jeder Geige, Verlangt die
Kunst des Klanges nicht, Und zu der
Pracht Gestirnter Nacht Ge

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Die stillen Grüße

Seid auf dem Weg mir
Unterhalter, Ihr bunten Blumen,
Sommerfalter, Gesellen meiner
Einsamkeit! Ihr bietet freundlich mir
die Zeit. Wie Viele euch
vorübergehn, Selbst

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Seidelbast

Seidelbast betäubt das
Haupt, Blühend, eh‘ der Wald
belaubt, Mir zum Wunder. Welche
Kraft Muss es sein, die sich
entrafft Winterlichen Bodens
Gruft, Noch im Schnee, zu Far

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Der freundliche Vogel

Seinen Sitz ein Vogel
hat Dort unweit der Ruhestatt, So ein
kleiner Menschenfreund, Der es gut mit
ihnen meint. Eine Dirn‘ hier hat
vom Feld Ihre Graslast
abgestellt

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Zerstreuung

Seit Geißblatt und
Jasmin Sich um die Laube ziehn Und
draußen Rosen blühn In frischem
Grasesgrün; Seit all der würz’ge
Duft Durchdrang die
Sonnenluft, Tu

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Auf dem Kirchhofe

Sie sind gestorben alle
wacker, Die hier uns nennt der
Gottesacker. Da ist zu finden Keiner
mehr, Dem noch das Sterben würde
schwer. Ihr Ende haben sie gefunden,

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Die Art der Natur

Sieh, da ein
Brennnesselbusch! Wer ihn anrührt,
ach, wie husch! Fährt er mit der Hand
zurück! Nicht nur schmeichelnd und
empfindsam Ist ja die Natur zum
Glück, Die nichts

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An die politischen Dichter

Singt fort für
Mündigkeit und Ehre, Für Einheit
deutscher Nation! Und fordert auf zu
gleicher Wehre, Und Fehde jeden
deutschen Ton! Ihr habet Recht; das
Wort wird Tat,

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Der vergessene Streit

So altkatholisch klingt
ihr Glocken Und so voll
Überredungskunst, Dass ich empfinde
halb erschrocken Für Eine Kirche, neue
Gunst. Ihr schallt, ihr schallt mir
nichts als Fr

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Des Wandrers Reue

So hab` ich nun mich
eingesetzt In des Eilwagens
Kasten, Doch mein Gefühl damit
verletzt; Ich kann darin nicht
rasten. Der Wachtelschlag, der
Wachtelschlag In Nacht u

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Die jammernde Herde

So jammernd, Schaf- und
Lämmerherde, Blökt dein Geschrei;
trägt denn die Erde Dir Gras und
Blumen nicht in Menge? – Wie? grämt
die Tierheit dich, die enge? Scheint
dir der Hirt

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Aufblick

So jung empfind‘ ich
noch Und wurde doch ein Greis, Schon
halb im Altersjoch, So wenig reif und
weis‘! Zu jung in jenem Sinn, Wie
Erdenjugend denkt, Auf ewi

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Am Ziele

So manches
Rettungsunterpfand, Der eichne Tisch,
die Bank der Wand, Der Kerze
Licht, Bei Speis‘ und Wein, Auf
freundlich wirtschaftlichem Gesicht Der
trauten Helle Wiedersch

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Wasserglanz

So schön du überwölbst
Den Glanz des Baches selbst, O
blütentragendes Gebüsch, Die ganze
Seele wird nur frisch, Der Zauber wird
nur voll und ganz, Senkt sich mein
Au

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Zuflucht im Kummer

Soll ich innre Trauer
hegen, O so laßt den Gram mich
pflegen, Wo die Bäume laublos
ftehn Und mich rauhe Wind`
umwehn. Dann wird sanfter mir zu
Muthe, Gleich, als wen

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Am Luftweg

Soll mein Blick am Himmel
weilen, In dem endlos tiefen
Blau? Soll er froh hinuntereilen Mit
dem Bächlein durch die Au? Soll er
Wies` und Busch unfangen Und der
süße

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Zur Beherzigung

Sollt` ich einmal
verloren gehn Und Treue wollte nach mir
sehn, So lasse sie von Stadt und
Welt, Wo`s frischen Herzen nicht
gefällt! Sie dring` in grüne
Wildnis ein

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Die Winterrosen

Sollt‘ ohne Rosen der
Winter sein? Die Mädchen schaun ja wie
Rosen drein. Aus Kirchenstühlen, vom
Markt empor Und Gassen blüht uns ihr
Rosenflor. Anstatt umschlingender
Knospenh

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Sommersäuseln

Sommersäuseln, ach, wie
bald Wirst du Herbstgesaus‘ und
kalt! Doch, für jetzt und guter
Dinge, Folg‘ ich deinem
Schmetterlinge, Der in sanfter Luft
vergisst, Wie so nah

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Aprilschauer

Sonne schien so
frühlingslinde, Doch, als ob ich
nichts empfinde, Ließ sie unentzückt
den Kalten. Mag denn nun
Aprilenschauer, Der dort hängt auf
schwarzer Lauer, Den Vers

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Der Regenbogen

Sonnengrün blinkt das
Gebüsch Und das Turmdach rot und
frisch. Strahlen dingen, neu
erweckte, Durch die blaue
Regenschwärze, Wie wenn selig Lust mit
Schmerze Oder Leid mit

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Zum Schillerfeste

Sonst weiht der Alte sich
Erinnerungen, Nicht dem Geräusch
belebter Gegenwart. Erinnrung noch hat
eben mich bezwungen, Wie Schillers Tod
der Welt zum Schrecken ward. Wie war
des Jü

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Sonst!

Sonst wohl in frohern
Lenzestagen Euch Vöglein selber konnt`
ich sagen Vom Sinn, der eurem Lied
entquoll. Euch, Frühlingssänger,
lasst nun fragen, Was wohl mein Lied
aus schönern

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Die Sperlinge

Sperlinge, wie seid ihr
niedlich! Schaden habt ihr viel
getan, Aber hüpft so
seelenfriedlich, Gaukelt noch um Gunst
uns an, Ob nicht Mutwill, Gier und
Minne Uns durch Zierlic

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Die Ufertreppe

Staffeln führen hier
hinunter, Wo die Gießerin sonst
munter Aus dem See die Kanne
füllt. Doch nun auf und nieder
brüllt Hohe Brandung und es
zischt Auf und aber nu

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Der willkommene Leser

Statt Jenes, dem ein Lied
ist leer, Wird wohl ein Leser auch
gefunden, Der noch hineinempfindet
mehr, Als selbst der Dichtende
empfunden. Dem schönen Geist bin ich
verpflichtet,

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Das gestörte Eden

Steinbrecher,
Holzacker Entpochen euch wacker Mit
Axt und mit Schlegel Dem Glauben, o
Vögel, Als ihr im Wald Ein Eden
durchschallt! Doch ist ja euch
Lieben

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Der Übergang

Steine sind im Fluss
gelegt, Die als Steg mir dienen; Ob
und wie mich jeder trägt, Prüfen
meine Mienen. So durch’s Leben
meinen Gang Find‘ ich mir
bereitet;

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Eintönigkeit

Stets ein lieblich
Einerlei Singst du, Vöglein, frank und
frei; Tadle niemand deine Weise, Rosen
nur von seinem Reise Kann der
Rosenstock verleihn; Ruhig lässt er
Andres bl

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Im Hochwald

Stets wird der Wald
gedrängter, Das Herz dadurch
beengter. Verwund`rung hat mich
hingerafft All dieser hohen
Pflanzenkraft. Mach` mich zu einem
dieser Stämme, Natur, da

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Der Gefällige.

Still schweift` ich im
Gefild; Doch, lästiger Gefährte, Du
kamst mir auf die Fährte, Der Jäger
seinem Wild. Was hilft die innre
Luft? Durch des Verfolgers Nähe

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Gefühl des Kontrasts

Stille ruht auf deiner
Flur! Wünsch` ich Stille, o Nawr,
Wenn das Herz sich will gefallen
Täglich noch im Überwallen? Wohl
empfindet sich die Last; Alles um
mic

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Stille, Bach!

Stille, Bach, mit deinem
Rauschen Klang die Stimme nicht der
Lieben? Und du hinderst mich, zu
lauschen. -- Ach! die Luft hat Scherz
getrieben! Rauscht, ihr Wasser,
ungestört!

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Einsamkeit mit Unterschied

Stille, einsame Natur
Lieb` ich in der wilden Flur, Wenn
mein Herz das Schweigen bricht,
Lebhaft mit sich selber
spricht. Hat das Herz sich nichts zu
sagen, Fühlt

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Die Felsecke

Stillumwohnte
Tannenwiesen Und des Baches rauschend
Fließen, Sanftes Bild und süßer
Ton, Eurem heimlischen Beglücken Soll
mich dieser Fels entrücken. Nun. Noch
eins! - ih

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Vogelfreude

Stoßvögel treiben Spott
und Tand An himmelsteiler
Felsenwand Dort ob dem See mit Graus
und Wind Und dieser bläst fürwahr
nicht lind. Braungelbe Schwingen
blicken her Aus d

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Verkümmerung

Sturmregen warf zu
Landmanns Leid Danieder grünendes
Getreid‘. So hingedrückt von
Fürstenzorn Trägt manches Volk
verkümmert Korn; Es strotzte, wenn es
aufrecht wäre, V

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Sommergefühle

Störche auf dem Kirchendach,
Tauben auf der Mühle!
Rosen, Lilien, blüht gemach!
Sommrige Gefühle,
Eilet nicht aus meinem Sinn,
Aus der Welt so schnell dahin!
Sommerfrage

Störche, glänzend
schwarz` und weiße, Schreiten durch
den blauen Tag; Zahllos, nach der Lust
Geheiße, Winken Rosen uns vom
Hag. Bilderglanz, Gesang und
Düfte Teilen sich

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Sommerempfindung

Sumsen und
Flimmer Füllet den
Himmel; Fliegengewimmel Tanzes im
Schimmer. Waldiges Dunkel Schwimmt in
Gefunkel. Glühendes Weben Zittert
durch’s Leben.

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Mein Schiffchen

Sängerschiff, an deinen
Borden Segeln Hohe nur gesellt; Nur
aus kleinem Nachen fällt Ruderschlag
mir in Akkorden. Segler, dir auf
deinem Gleise Folgt nicht meines
Sc

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Sommerblumen

Tausend Blumen in dem
Busen Trag ich heimlich still, Die das
Lied der holden Musen Nich beschwatzen
will. Saatengold mit blauen
Nelken, Purpurmohn
beblümt, Ble

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Mitleidsliebe

Thier` und Pflanzen, arme
Wesen, Denen der Gedanke fehlt! Nur
der Mensch ist auserlesen Und durch
Geisteskraft beseelt. Wie aus eignem
Glück vertrieben, Fühl` ic

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Regentagsabend

Tief durch der Tannen
Sausen Des Sees Grün und Brausen Und
jenseits bei dem Waldesschloss Des
Abendstrahles Goldgeschoss, Noch kaum
so schwarz verschleiert— Wohl mir!
der R

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In Ludwig Uhlands Stammbuch.

Tief in mich, du enges
Leben, Hast du meinen Sinn
gepresst, Willst die Worte frei nicht
geben, Bannst im Innern sie mir
fest. Manchem kann ich mich
ergießen Ohne Sche

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Hinabschauend

Tiefer
Tannenwiesengrund, Grüne fort, so
still, gesund! Dir und deinem
Silberbach Blickt mein Herz gar
heimlich nach. Wenn`s ein Waldesvogel
wär`, Schwebt` es hier nur hin
u

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Im Wandern

till ist`s genug in der
Natur, Von einem Laute leine Spur!
Und doch es sollte mir zum 
Frommen Ein Wahrheitslaut
entgegenkommen. Wohl horcht der
Mensch nach ihrem Ton

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Bachesrauschen.

Trifft sich`s,
lieblichster der Bäche Dass ich
abermals dich spreche Hier auf grüner
Wiesenflur? Und es gilt dein liebes
Rauschen Wieder, wie mein
Redetauschen, Unsrer heili

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Die stillen Fragen

Umschlossen ruht ein
Rasengarten, Grün von gesunkner
Gräber Moos; Man blickt von Zinn` und
Mauerscharten In des bebuschten Tales
Schoß. Und unten brausen
Wehreswellen,

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Ohrenzweifel

Umsummt hier, frag` ich
lange schon, Mich Bienenlust bei
Honigseimen? Entschallt ein leiser
Orgelton Der Kirch` in jenen
Blütenbäumen? Was auch das zarte
Brausen sei, Ein he

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Der glücke Schmerz

Unsel’ger, hast du noch
ein Herz, Dein Leiden daran
auszuweinen, So wird als
Frühlingsdrang dein Schmerz, Als warme
Wolke dir erscheinen, Die niedertaut
in’s Grün der Au’n;

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Am Fenster

Unter weitem
Strohhutschutz Und in leichtem
Frühlingskleide Gießen meine
Jüngsten beide, Strengem Sonnenstrahl
zum Trutz, Mit den lieben, runden
Händchen Drunten ihre Blum

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Die Schwalbe

Unterm Fenster
liegend Träum‘ ich mich zu
Wald, Wenn vorüberfliegend Vogeljubel
schallt. Gern wir
Menschenkinder Flögen mit
hinaus; Doch um so geschwinder

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Seegrund

Unter’s Fenster
schlägt der See, Funkelt mir die Augen
weh. Strahlen tief
hinunterschwanken, Wo am Seegrund
Kräuter wanken. Doch, wie macht‘
ich staunend Halt Hi

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Vergissmeinnicht

Vergissmeinnicht am
Waldesdach! Ich stehe still, ich sinne
nach: Schon brach mir ach! so manches
Herz, So manches weilt mir
fernewärts. Für welches Herz nun zu
mir spricht D

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Strafjustiz

Verirrung ist vom
Lebensweg Beim Menschen das
Verbrechen. Zurück zum rechten Weg und
Steg Soll die Justiz ihn
sprechen. Doch, wenn sie mit dem
Richtschwert nur Den M

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Naturleben

Verschlungnes Thier- und
Pflanzenleben! Es schreit der Frosch,
von Schilf umgeben; Es singt ein
ganzer Fröschechor: Ein ganzes
Röhricht wuchs empor. Ich einsam
menschliche Natu

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Not der Kreatur

Verwundet kannst du nicht
entfliehn. Fühlhörner, Augen,
lebenskräftig, Die vordern Füße noch
geschäftig, Kannst du dich nicht der
Not entziehn. Nimm, armer Käfer,
nimm

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Angelegenheit

Verzeichung, wenn du
mich, Verklärte, Unedlen Herzen jemals
sandst, Ich je den Schatz von Glück
nicht ehrte, Mit dem du mir von hinnen
schwandst! – Es wäre deiner
Ruh‘

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Spät im Walde

Vom Abend schattiger
getuscht, Vom Stoß der Lüfte schnell
durchbuscht, Freund Wald, in all mein
Herzvertraun Mengst du denn wirklich
leises Graun? -- So führt die
Freundschaft zur

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Das schönste Bild

Vom See in’s
nussumlaubte Stübchen, O Wirtin mit
dem holden Bübchen, Folg‘ ich und
sehe, freudewarm, Mich wärmer noch am
schönsten Bilde, Das die Natur
verleiht, die milde,

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Ergebnis

Von den Herzen euch
gerissen, Menschen, seht ihr wieder
Einen! Wieder einen Treuen
missen Sollt ihr, die sein Grab
umweinen! Immer neuer Tode
Schmerzen Fordern endlich

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Grußeswirkung

Von fernem
Peitschenklange schallt Der einsam lang
durchschrittne Wald. In Hoffnung
nahender Gesichter Wird schnell der Mut
des Wandrers lichter Und allen
Wegesüberdruss Bezw

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Die kleine Schafherde

Von Schäflein eine
kleine Zahl Kam mir vorbei am
Eichenanger; Sie standen stille
allzumal, Als läg‘ ich für sie hier
am Pranger. Wie sich der Fremdling
her verlorn

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Hilfeleistung

Von Waldgras einen
schweren Bund Hatt’ ich ihr
aufgelüpft; Sie dankte mir mit Aug‘
und Mund Und ist dem Wald
entschlüpft. Ihr Haupt belud ich
düsteschwer, Sie m

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Buchan,

vordem am
Federsee Nach allen Seiten eine
Stunde War ausgespannt hier in die
Runde Ein stiller See vor dieser
Zeit. Sanft hat es einst auch mich
erfreut, Wie S

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Vorüber

Vorüber, Donner, Sturm
und Blitz! Es sonnt am Himmel wieder
Friede! Der Vogel aus umgrüntem
Sitz Verkündigt ihn in frohem
Liede, Uns freut nun nicht
Düftenaschung In abgek

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Die Wintergäste

Vögelchen, ihr bettelt
sittig Vor den schneeumhäuften
Scheiben: Da, da habt ihr! Doch nun
bitt` ich, Überlasst mich meinem
Treiben! Tragt mir die
Gedankenreihen, Kaum in Wi

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Die holde Last

Vögelein, nicht Baum und Wald
Suchst du dir zum Aufenthalt.
Blumenstengel geben Rast
Deinen zarten Füßen;
Eine gern getragne Last
Wiegen dich die süßen.
Anhänglichkeit

Vöglein, wenn ich
Flügel hätte, Blieb ich dann an
dieser Stätte? Heimlich ist sie mir
und treu, Aber nie dem Auge
neu. Vöglein, ob ich Flügel
hätte, Hing‘ ich

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Nichts als Schönheit

Wahr ist`s, daß ein
blauer Tag Allzuschön mir dünken
mag, Um ihm Ausdruck zu verleih;
Schweigend muß ich Dank ihm
weihn. Doch nun Wind und Regenfall
Auf des Wa

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Waldland

Wald um das ganze Tal
herum, An Halden und auf
Gipfeln Anhaltenderes
Wäldertum, Nicht Haine nur im
Schnipfeln – Wie zeigt hier,
waldbeglückt, mein Mut Die Abkunst aus
germ

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Wald und Amsel

Waldamsel, deut‘ es mir
doch an, Wo kommt es her, Dass mich
der grüne Wald so sehr Bezaubern
kann? Wie klingt die Antwort voll und
rund! Ich weiß es schon,

... weiterlesen


Ernst der Natur

Waldbäume starren, ein
ernstes Geschlecht, Die Luft darüber
ist finster und grau. Gern wüsst‘
ich, wem ich mich anvertrau‘, Was ist
es, das den Mut mir schwächt? Natur,
für

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Das feste Herz

Waldeinsam bin ich;
einsam war Auch der einst, welcher
scharf und klar Den Namen seines
Mädchens mitten In’s Glatt der Buche
eingeschnitten. Mein Herz ist ruhig;
war auch

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Waldeinsamkeit

Waldeinsamkeit, Ich bin
bereit, Bei deinem wilden
Vogelrufe Hinabzusteigen eine
Stufe In’s Leben grünender
Natur. Lass mich’s mitleben heute
nur Recht unzerstreut,

... weiterlesen


Frucht und Blume

Waldesblumen sah ich
stehn, Herrlich, labend zum
Ergreifen; Doch ihr Leben sollt‘ erst
reifen Und nicht unverhüllt
vergehn. Farbe strahlen, Düfte
streun Will die B

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Das Nachttal

Waldeskuppen, schwarz und
rund, Schließen einen engen Bund Um
des tiefen Tales Lichter, Die dort
einzeln und hier dichter Aus des
Städtchens dunkler Nacht, Eifernd mit
der S

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Wahrnehmung

Waldgräser schmiegen
sich dem Wind Gar leis‘ und
lind; Das Waldlaubmit erhobnem
Rauschen Gibt mehr zu lauschen. Im
brausenden Entgegenstreben, Im
Gräserbeben,

... weiterlesen


Auf dem Waldgebirge

Waldhöhen auf und Gipfel
an! Nicht lichtet sich ein
Blick: Lacht Sonne doch die Landschaft
an, Als wie mit goldnem Glück. Doch
glänzt, ihr Städt` und Dörfer,
nur

... weiterlesen


Das besonnte Kloster

Waldkloster in des Tales
Mitte, Kaum tat ich steigend noch drei
Schritte, So glänzt von dir nur noch
ein Rest Hellsonnig durch das
Waldgeäst. Nun hast du für mich
ausgestrahlt,

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Die rechte Mitte

Waldung rechts und Wald
zur Linken. Wälder gradaus, die mir
winken! Von des Waldes Da und Dort
Spricht zugleich des Kuckucks Wort.
Wo ist da die rechte Mitte, Daß sie
su

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Die beneidete Arbeit

Waldwiesentau in leichten
Schobern Liegt dort am Waldtrauf
hin; Der Mähder, mehr noch zu
erobern, Greift an mit frischem
Sinn. Froh muss sein Herz dem Wackern
klopfen,

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Aufruf.

Wanderer! Im Tal voll
Blüte Stehst du still mit reger
Liebe. Ist denn nichts, das zum
Gemüte Des Begegnenden dich
triebe? Lichte Landschaft muss dir
taugen, Deine Fr

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Die flinke Dirne

Wann bei der Heumad
Sonnenbrand Der flinken Dirne milde
Hand Das Blumengras zerstreuet, Das
man zuvor geheuet, So freut die sanfte
Hand mich doch Für’s Gras in seinem
Sterb

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Überwältigung

Wann einst ich
auferstehen werde Und mir das Leben
dieser Erde Nach all den Rätseln auf
sich klärt, Wird mich die Lösung froh
umbrausen, Wie hier des Sturmes hehres
Sausen,

... weiterlesen


In einer Mondnacht.

Wann hoch aus mildern
Bläuen Das volle Mondlicht winkt, Im
Tal, um Bergesreihen Ein goldnes Meer
erblinkt; Wann über mir die
Sterne Gedämpften Strahles
ziehn,

... weiterlesen


Das fliegende Licht

Was fliegst du, jagender
Sonnenschein, Dort tief in das
grünende Land hinein? Schwarz ist ja
der Himmel, die Erde, der Sinn; Du
seliger Lichtblick, was willst du
darin? Du hast wohl

... weiterlesen


Dankessehnsucht

Was fühlt mein Herz? –
es fühlt nur Dank Für Gaben und
Geschicke. Ein Herz ist oft von Liebe
krank, Lechzt nach geliebtem
Blicke; O quälte mich die
Dankbarkeit,

... weiterlesen


Der Urwald

Was für ein Anblick mir
sich bot Im Urwald hier! Die Tannen
tot, Das starke, riesige
Geschlecht Erstickt von wildem
Moosgeflecht Und selbst die Moose meist
erstorben, Die die

... weiterlesen


Das Petrefakt

Was gelebt hat, einst
verwest, Wenn es nicht, wie durch
Erhaschung Fremder Stoff durch
Überraschung Und Verhüllung zaubert
fest. Leben einst, nun
Petrefakt, Wie, von

... weiterlesen


Die freie Flur

Was hat mein Herz mit ihr
gemein, Dass es in freier Flur will
sein Und dass es gar so viel
entbehrt, Wenn es nicht still mit ihr
verkehrt? – Wenn hier nicht, trifft
es anderswo

... weiterlesen


In später Lebenszeit

Was ist das Gute, das ich
lebte? Und wo das Ganze, fest
Erstrebte? Muß nicht die Frage mich
erschrecken, Wenn ich nur Stückwerk
kann entdecken? Nur dies kann mich
das Le

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Die sichere Antwort

Was ist die Welt? wie
ward die Welt? Ist Einer Gott im
Himmelszelt? Ist Gott das All? Gott
überall? — Ward Antwort uns im
Schooß der Zeit? Gibt Ruhe die
Unendlichkeit? —

... weiterlesen


Allgemeiner Eindruck

Was Jeder denkt an diesem
Tag, Gewiß, es ist von Einem Schlag:
Durch Himmelblau und Wiesenmaden
Zieht sich zu dieser Jahresfrist
Alleinzig der Gedankenfaden, Wie
jetzt d

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Selbstermahnung

Was kann manch
abgeschlossnes Ich Vor Gott am Ende
gelten? Mit welchem Rechte sieht es
sich Ein Mitglied hehrer Welten?
-- Die Frag` ist gut; doch frag` auch
dich, Eh` du will

... weiterlesen


Herzendwidmung

Was nimmt mir so den stillen Sinn
Von einem Tag zum andern hin?
Ein Liederdienst, wie Minnesang!
Doch geht kein Hang
Und Minnen nur
Auf dich, Natur!
Abgeschiedenheit

Was seh` ich, ob dem
Felsengrund, Gibt dort sich eine
Wohnung kund! -- Wer mochte so in
Einsamkeiten Der Wildnis sich ein Dach
bereiten? Gefiel dem finstern
Menschenhass So wa

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Unter einer alten Linde

Was seufzt die Dryas
dieser Linde Zum Glockenklang im
Frühlingswinde? Sie sinnt zurück.
Einst hat zu deuten Sie nicht gewusst
das erste Läuten. Da hing man an,
trotz ihres

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Der Zusammenlaut

Was Stimme hat, das
stimmt sie an An diesem
Frühlingstag. Die Lerche singt sich
himmelan Aus frohem
Wachtelschlag. Und Nachts! Wie kurze
Zeit nur schläft Der Kuckuck

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Das Schneckenhaus

Was stößt dein Fuß
hier vor sich hin? Was schätzet so
gering dein Sinn? – Ein leeres
Schneckenhaus im Gras! Und doch – ein
Lusthaus war auch das, Als es noch
wandelt‘ in de

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Kurzweil oder Langeweile?

Was verleiht ihr mir zum
Lohne, Kurzweil oder Langeweile, Wenn
ich waldbeschattet teile Eure Freuden,
Papillone, Wie im
Wiesensonnenscheine Ihr euch jaget,
große, kleine?

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Der Raben Wehgeschrei

Was weckt den Wehschrei?
was verdross Euch Raben? hab‘ ich es
gefunden? Gefällt, ein wahrer
Waldkoloss, Liegt hier ein Eichbaum,
abgeschunden, Sein Riesenastwerk ohne
Rinde,

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Bei regnerischem Wetter

Weichen Regens Wollen
betten Sich um des Gebirges Ketten
Und der See ist matt gestreift, Den
mein Auge lang durchschweift. Bis
vermehrte, größre Tropfen Zu
gebieterisch

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Weide

Weiden lasst mich! weiden
heißt: Stille, dem entbundnen
Geist Sich dem freien Lüsteleben Und
der Blumenwelt ergeben. Wenn ein Wild
wir weiden sehn, Bleiben wir
belau

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Vergessene Schönheit

Weihrauch mir
entgegenführen Hehrer Kirche offne
Türen Und der Orgelpsalm
erschallt. mit der süßesten
Gewalt, Mit der Kindheit
Glaubenssonne, Fasst mich, wärmt
mi

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Siegeshoffnung

Weih’n Deutschlands
Kirchenglocken alle In Einer Stund‘,
in Einem Schalle Bald nun die deutsche
Freiheit ein Und wird das Volk
durchdrungen sein Vom Vollgefühl
befreiter Kraft,

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Der weinerliche Tag

Weinerlich aus
Lämmermund, Regenlustig gibt sich
kund Heut` der Frühling. Lass ihn
weinen! Veilchen blühn an allen
Rainen Könnt` ich unter ihren
Düften Auch des Herzens S

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Kindesleid

Weinst Du? – Weine,
kleines Kind, In den Lenz hinaus
geschwind! Schöne Kunst, sich
auszuweinen, Herz und Augen neu zu
klären Für der Sonne süßes
Scheinen! Ach! du wirst

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Stilles Grauen

Weit nieder steigt das
Hüttendach. Wie blinkt die Ampel drin
so schwach! Und was erhellt ihr matter
Schimmer? Nenn‘ ich es noch mit Fug
ein Zimmer? In dieser Höhle
trübe

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Vorempfindung

Weißgedeckte Güterwagen
Seh` ich fern durch. Bäume ragen;
Fuhrnannsblusen, Hund und Pferde
Heben ab sich von der Erde Und der
Anblick freut mein Herz. Nicht erwäg`
ich

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Der Sommerwanderer

Weiß‘ und rote kleine
Winden, Die gedrängt am Rand sich
finden Meiner sonnenheißen
Bahn, Lächeln, wie verwandt, mich
an, Dass ich mich, wie einst, noch
immer, Umtreib‘

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Schmetterlingsweihe

Welch bunte Falterweide,
Auf dieses Gipfels Heide. Gilt etwa
ihr Bemühn Bergblümchen, die hier
blühn? Nicht Blümchen gilt ihr
Schweben Und keinem Ruheleben.

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Schwüle

Welch ein Gewölke von
Staub Seh‘ ich, beschattet von
Laub, Drüben die Straße
umruhn! Traben die Pferde
vorbei, Decket doch Schlummer, wie
Blei, Kutscher und Reisende nun.

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Der schöne Tag

Welch ein Menschenfreund,
o Tag! Erzeigst du dich voll
Huld! Wenn heute noch wer trauern
mag, Es ist nicht deine Schuld. Am
Himmel ungetrübtes Blau, Auf Erden
Blumens

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Im Gebüsche

Welch ein reizend
Buchgehege, Lacht uns, Liebste, hier am
Wege, Wo wir ganz uns nach
Verlangen Liebreich sehen
eingefangen! ja, hier winkt uns Kusses
Glück. Wie? nich hielten

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Frühlingszweifel.

Welch ein selig
Schimmern, Tönen, Die uns wald und
Flur verschönen In des Frühlings
lindem Strahl? Darf dich hier ein Gram
beschleichen? Findest du auch nur ein
Zeichen Irg

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Auf einer Ruheband

Welch ein süßer
Stundenraub! Schatten spielen mir von
Laub, Windgefächelt, auf der Bank.
Wie mein Herz hier Ruhe trank Bei
dem Spiel von Frühlingswinden Mit des
Schat

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Auf Hoheneuffen

Welch erhabne
Mauerzinnen! Und auf welchem festen
Grund! Doch von außen und von innen
Alles in Zerfall und wund! Dach und
Fach in Schutt zerschlagen, Keller
aufge

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Jugendlust

Welch nächtlich Singen
dort am Fluss! Bei aller Rosen
Dufterguss, In nassem Blau und
Mondenschimmer Labt mit den Freunden
sich ein Schwimmer. Dem Jüngling
wird es freudeban

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Das unbewohnte Schloss

Welch stolzer, mächtiger
Koloss! Wer zählt die Fenster hier im
Schloss! Sind sie des Nachts erleuchtet
wohl? – Sie bleiben finster, öd und
hohl! – Wenn Armut solche
Schlösser

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Auf Waldeshöhen

Welch wilde,
menschenferne Schlucht! Ein Bach kommt
her auf seiner Flicht Und dienet
murmelnd mir als Leiter; Auf nassen
Steinen klimm` ich weiter. Wohl mir
nun oben! Lieber

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Landesfülle

Welche Füll‘ an’s
Herz mir legen Weingebirge, halb
verhüllt Von des Nebels feuchtem
Segen, Und das Tal,
getreiderfüllt! Dank den Bergen und
den Bäumen Unser He

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Weg der Gedanken

Welches Regen, welches
Streben Treibt sein unermüdet
Spiel! Wind und Schiff und Vogel
schweben Und der Wandrer eilt zum
Ziel. Um beglückte, sichre
Reise Fleht man sc

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Volksbildung

Welch‘ schöner
Schloss- und Kirchenbau Im Stil
erneuter Kunst! o schau! Doch Genien
und Karyatiden Ward hier ein herbes Los
beschieden: Zerschlagen Hände,
Brüst‘ und Rasen!

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Die Kinder des Lichts

Wenn alle Blumen
aufgericht`, Mit unverwandtem
Angesicht, Die roten, gelben,
blauen, In`s Lich der Sonne
schauen, So gönne Kindern reinen
Lichts Ihr Glück und fühle: dir
ge

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Dank der Mutter Natur

Wenn auch zum Ohr kein
Lüftchen trug Ein Wort, Natur, aus
deinem Mund: Doch ist dein stiller
Sinn genug Und thut als Frage mir sich
kund. Du, gute Mutter, mein` ich,
frag

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Frühling und Kindheit

Wenn Blüten jung dem
Busch entschlpfen Und Lämmer um die
Mütter hüpfen, Der Gänschen gelbes
Flaumenkleid Noch zum Gefieder nicht
gedeiht; Wenn Veilchendüft‘ in
Kinder

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Der feste Bund

Wenn Brust der Brust sich
bot In einer innern Not, Wenn Tränen
tief von innen Von Männeraugen
rinnen, Wenn sich die Freunde so
vereint, Dann ist die Freundschaft
festgeweint

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Waldrufe

Wenn der Kuckuck nicht
riefe Und die Amsel dazu, So glaub‘
ich, es schliefe Manch Blümchen in
Ruh. Weil der Kuckuck euch
wecket Und die Amsel euch
ruft, Maig

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Der wahre Mai

Wenn die Springen
welken, So kommen duft`ge Nellen Und
Rosen süß herangeblüht. Doch schon
zerstreut ist mein Gemüth: Denn der
voll blaum Holders hing, Der rechte
Mai, ach!

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Hinausgerissen

Wenn du, von der Sonn`
erweckt, Wie ein Pfeil die Luft
durchpfeifst Und, o schwebendes
Insekt, Derb wir an die Schläfe
streifst, Stößt ein Heimweh mich
auch weit In de

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Der große Trost

Wenn etwa unsern innern
Sinn Getanes Unrecht still
beschwert, Liegt nicht ein weiter Trost
darin, Dass unser Treiben doch nicht
mehrt, Nicht mindert Gottes
Herrlichkeit, Dass

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Ins Ferne?

Wenn hier dich im
walde Und drüben im Garten An
dörflicher Halde Maiblumen
erwarten, Syringen und Sterne, Was
treibst du in’s Ferne? O schlürf‘
erst die Düfte

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Entsagung

Wenn ich der Blüten
Füll erschau; Der Lichtgewölke
stolzen Bau, Des Stromes silberblaue
Wellen Und sanfter Wiesen
Wonnestellen Nebst all der Wälder
grünem Prangen, So fas

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Unmöglichkeit

Wenn ich dich wusste
ausgegangen Zur Kirch‘, in einen
Frauenkranz, So war mein Herz voll von
Verlangen, Ich fühlte mich verlassen
ganz, Mich und die lieben Kinder
alle.

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Einseitige Liebe

Wenn ich liebend mich
versenke In das weite
Schöpfungsall, Forschend, ob einst
meiner denke Jener ferne
Glockenschall, Den ich so voll Andacht
hörte, Und die bunte Blumenau,

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Froher Klang

Wenn ich so den Wald
durchklimme, Dringt mir mehr, als
Vogelsänge Oder andre
Frühlingsklänge, Eine helle
Menschenstimme, Die vom fremden
Dämmergeist Der Natur empor mich
r

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Wiedersehn

Wenn ich zur bessern Welt
gelangte, Die mir von tausend Wundern
prangte, — Ich wanderte durch sie von
Ort zu Ort, Doch nirgend, nirgend,
Liebste, fand` ich dort Den holden
Anblick

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Der Vielgegrüßte

Wenn ich, ein alter
Wandrer, walle, So grüßen mich so
freundlich alle! Woher wohl diese
Sympathie Der guten Leute? Denken
sie: Der kennt wohl auch des Lebens
Noch; Der hat n

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Gunst der Zukunft

Wenn mein Herz hat
ausgeschlagen, Sollen zu verwandten
Seelen Winde meine Lieder
tragen. Nimmer soll sich`s dann
verhehlen, Ob sich milder
Freundessinn Zu dem Toten wendet
hin

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Der Veränderte

Wenn mich die Waldung
rings umfängt, Um die das braune
Herbstlaub hängt, Ach, ist es da noch
jenes Wandern Bei Amsellied und
Kuckuckswort? Bin ich’s noch selbst?
wie einen Andern

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Gewissheit

Wenn schweigend ich an
deiner Seite, O Freund, durch diesen
Frühling schreite, So wissen`s beide,
du, wie er: Mein Herz ist doch nicht
wonneleer. In Lenz und Freundschaft
tief gebor

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Abspannung

Wenn schwer auf mir das
Leben liegt, In Hoffnungen mich nichts
mehr wiegt, Da klingt mir auch die
Antwort hohl, Die sonst Natur mir
gönnte wohl; Es ist nicht mehr der
Lüfte Weh

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Ein Lied des Dankes

Wenn tief ich in die
Uhlands-Fichte Den Sinn vom Boden
aufwärts richte, Preis` ich den Wuchs,
den reinen, kühnen, Das Rauschen,
Düften, Immergrünen? Und wälzt
dort Lenau

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Frühlingsbürde

Wer denkt des Winters
nicht: Im Frühling wird dir`s
leicht? Doch wo ist ein Gewicht, Das
dem der Wonne gleicht? Macht mir der
Lenz nicht bang, Mit seinem
Freudendrang?

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Maienheimat

Wer eine liebe Heimat
hat, Dem ist das Heimgehn wert; Doch
jetzt, des Feldes nimmersatt, Fühl‘
ich mich ganz verkehrt. Mein Sinn im
Maie bleibt dabei, Dass meine Heimat
dra

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Bitte an die Wolken

Werdet nicht zu Wolken,
Wölkchen! Denn für heute zieht ein
Völkchen Froher Leut‘ in Berg und
Tal, Die ein Dach verschmähn zu
suchen, Aber unterm Grün der
Buchen Gerne s

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Auf eine Aprilwanderung

Wetteifer ist nun rings
im Feld. Kaum geht das Landvolk mehr
nach Haus, Eh` dort es jeden Fleck
bestellt, Und grünes Wachsthum dringt
heraus Schon neben all den fleiß`gen
Händen.

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Die verschiedenen Lichter

Wie allerliebst das
kleine Licht Aus Rebenranken
strahlt! Wie klar der Mond durch Bäume
bricht, Die Hütte blaulich malt! Du
Mondenglanz, du Menschenlicht In
rötlich

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Veränderter Anblick

Wie bewegten Qualm
Zeigt mir Busch und Halm! Wilder
Windhauch überfährt Alles, was dem
Sommer werth. Wie, du lichtes
Sommerthal, Fällst du anders auf
einmal,

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Reiselust.

Wie blaulich, wie
wonnig Erquickend und sonnig Lacht
Himmel und Land! Wie hält das
Entfalten Soe neuer Gestalten Die
Seele gespannt! O Heimat,
verzeihe,

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Auf der Felshöhe

Wie blickt der Fluss so
strahlend Aus Berg und Wald
herauf! Wie gerne zeigt` ich
malend Dir seinen
Schlangenlauf! Doch die
Gedankenmenge, Gedacht ob diesem
Grund,

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Am grünen Ufer

Wie breite Kräuterblätter!
Wie zartes Weidenlaub!
O Fluss! o Frühlingswetter!
O süßer Stundenraub!
Natur, ist stiller Liebeshang
Für deine Bilder Müßiggang?
Aufspielung

Wie bunt gepresster Zitz
Scheint mancher Liederwitz,
Zerrbilder, Modelblüten,
Schon recht für’s Ladenhüten,
Auch nicht vergleichbar nur
Mit Blumen der Natur.
Sonnenglanz

Wie das Bächlein die
Steine durchrauschet! Oft schon hab‘
ich den Platz hier getauschet, Immer
vertreibst du mich Sonne, Herrin der
Wonne! Jagst den Schatten hinweg aus
de

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Die Nonne – II.

Wie diese Hallen mir und
Mauern Bei jedem Schritt
entgegenschauern! Fort rauscht der
Klosterbrunn in’s Becken, Um endlos
meine Qual zu wecken. Wie ich den Tod
dem Röschen

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In den Wiesen

Wie dort im Gras sich
Kinder mühen, Beschwert von
Blumenbüscheln glühen! Ach! Kinder
seh` ich immer gerne, Zumal so warm
hervorgehoben, Wie hier, von einer
lichten Ferne Un

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Herbeilassung

Wie du liefst, bis du
mich Alten Schnellen Schrittes holtest
ein! Lieber Landmann, unterhalten Vom
Erreichten willst du sein Und da
folgt nun Frag‘ auf Frage Um’s

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Verirrung

Wie feucht ward’s schon
im Abendwald, Wie düster! Kein Gesang
erschallt; Nur wild noch eine Taube
girrt: O Wanderer, du bist
verirrt! Auch staunt die Birke weiß
dort drin

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An die Luft

Wie find‘ ich dich so
hold bedacht, O blaue Lenzluft,
abzuschütteln Durch sanftes Laub- und
Ästerütteln Die Tropfen einer
Regennacht! O rüttle goldne Luft nicht
nur An d

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Heimatgefühl

Wie flattert purpurnes
Gefieder, Wie gleitet hin der Schlane
Pracht! Wie jagt sich schäckernd auf
und nieder Das Affenvolk in
Waldesnacht! Wie in der Palmen
stolzes Prangen

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Auf dem Gebirge.

Wie frei ist`s mir um
Herz und Kopf In dieser hohen
Himmelsnähe, Wo kaum ein niedrer
Tannenschopf In`s Öde vorragt, das ich
sehe, Mich Quellen, leise murmelnd,
laben Und Her

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Das Entgegengehen

Wie freut uns das
Entgegengehn Beim Selbergehn und
Kommensehn! Begegnung durch des Zufalls
Spiel Ist oft uns lieber, als das
Ziel. Doch seine Lieben sich
bestellen Auf

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Bei Sonnenuntergang

Wie goldne Wärme liegt
im Feld, Das lichter Abendstrahl
erhellt: Wie fasst mich im Gebüsche
kühl Hier noch ein süßes
Wohlgefühl! Schön Dank das ganze Land
noch sagt Dem

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Feldschrecken

Wie Has‘ und Lerche
sich erschreckten, Zu Flug und
Seitensprung sich weckten, Dies hab‘
ich heut‘ mit angesehn Und musst‘
in Ährengrün und Hecken Ob diesem
panischen Erschr

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Ergebniß

Wie ich nun auch
verflochten bin Nach meinem ganzen
Wesen Zu Gut und Schlimm: ich nehm` es
hin Mit Dank und bin erlesen, Viel
doch zu fühlen in der Welt, Was
Manchem sie verb

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Sommerglanz

Wie ist die Sommerflut so
ganz Getaucht in reinen
Sonnenglanz! Der Mücke Kopf ist
augenvoll, Dass jedes Strahlen sammeln
soll. Für mich im Einem Augenpaar Ist
fast die Welt

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Unter Fremden

Wie ist mir das Wort
gehemmt, Sind die Menschen mir so
fremd! Andre Sprache fernt mich
ihnen, Doch der Blumenbach, die
Bienen Und die trauten Vögel
fragen: Alter Freund, was

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Kein Ausweg

Wie kommt es, daß wir
unsre Klagen So gern in Waldesdickicht
tragen? Den Ausweg scheint`s für Gram
und Leiden Im Waldgewirr uns
abzuschneiden. Kein Ausweg! dies
gefällt der Klage,

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Der Häher

Wie kreischt der
Häher! Nicht allzuschön! Doch tret`
ich näher: Hat das Getön` Mich nicht
geweckt zur süßen Schau Vom
wunderschönsten Flügelblau? Das Ohr
lässt

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Mitgefühl

Wie liegt der prächt`ge
Eichbaum hier. Vom Beile jüngst
geschlagen! Wie gern er lebte, konnt`
er dir, Stumm, wie er war, nicht
sagen. Ich nur muß überall den
Pfad,

... weiterlesen


Vergessensein

Wie mancher Geber
starb, Eh` man ihn dankbar
pries; Nicht immer Dank erwarb, Was
Andern er erwies. Es that ihm
freilich leid; Vergefsensein macht
arm. Doch legt

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Wild und mild

Wie mild und wild! die
Apfelbäume Des Dorfs bei düstrem Fels
und Wald! Raubvögelschrei die blauen
Räume Mit frohem Lerchensang
durchschallt. Am Wasserfall, der
tosend rau

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Waldwohlgeruch

Wie Patscholi riecht`s
hier im Wald, Ein Duft von
schmeichelnder Gewalt, Der sonst von
einem Putztisch kommt Und holdem
Damenschmucke frommt, Hier aber, wenn
ich recht versteh`,

... weiterlesen


Wiederglanz

Wie ruh‘ ich still im
Tannenhain! Die Sonne sucht sich
Wiederschein, Wo niemand es wohl
meint. Ha, wie sie funkelnd
scheint Hoch an dem grünen Zapfen
dort, Der still herabh

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Das Hüttenpförtlein

Wie schlingen zierlicher
Gestalt Um’s Dörflein einen Kranz
von Wald Die heimatlichen
Zwetschgenbäume, Wohin ich mich so
gerne träume! Welschlands Olivenhaine
selber Sind

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Die Abendglocken

Wie schwammen die Augen
in frischem Glück Und hallt` es dem
Ohre so friedlich zurück! Die
Abendglocken erhoben ihr Lied, Das der
Himmel mir so zu verstehen
beschied: Wohl b

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Weg und Ziel

Wie schönes Los mir
heute fiel! Indes die Lerch‘ am
Himmel hängt Und Hasen, von mir
aufgesprengt, Das weite Saatgefild
durchjagen, Darf ich zum Freund auf’s
Land mich tragen,

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Wald und Wiese

Wie sind wir beide, Wald
und Wiese, Zu so vertrautem Grün
gesellt! Wie froh ich schattig sie
umschließe, Wie leicht und sanft ihr
Plan sich schwellt! Ach! so in unserm
Eins

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Die kurze Gunst

Wie steht der Dichter so
allein Mit seiner Lieblingskunst!
`Laß deiner Lieder wenig seyn!` So
räth ihm selbst die Gunst. Statt
daß er jedes sieht begrüßt Mit
t

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Das stille Plätzchen

Wie still ist’s hier!
ach ich erschrecke, Wenn ich nur denke,
dass ein Schall Mich aus dem Schweigen
ringsum wecke. Und wär‘ es eines
Blättchens Fall, Es könnte irren hier
der

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Bei unruhigem See

Wie stürmt der See! Die
Wäscherin Schafft im Geschäume
mitteninn, Das, wie es ankämpft, wie
es spritzt, Dem hübschen Weibchen
gerne nützt. Der Schaum nimmt sie
wie l

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Waldheimlichkeit

Wie stöhnt die
Nachtigall im Dunkeln, Wie äugelt das
Vergissmeinnicht! Und wie zum Tag
hervor mit Funkeln Die bunte
Falterherde bricht! O Wald, in deinen
Buschverstecken

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Das Insekt

Wie viel, wie mehr ich
doch umfasse! Dein Dasein treibt auf
kurzer Straße. Ich seh‘, Insekt,
dich blindlings ziehn. Kurzsichtiges,
wo strebst du hin? „In’s All
zurück

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Apathie

Wie wird der Gang
durch’s Leben Uns manchmal doch so
schwer! Doch, kann das Herz noch
streben, So klag‘ es nicht zu
sehr! Wenn aber Wunsch und
Streben Zuletzt auch

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Das Blumenbrett

Wie wohl dir deine Luft
gerät, Levkojen, Nelken auf dem
Brett, Selbst balsamlose
Balsaminen Durch Farbenherrlichkeit dir
dienen. O Landmann, sieh hier einen
Mann, Den

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Schwermut

Wie zieht der Regen grau
dahin In des Gebirgs Grund! Wie starrt
mich an ein fremder Sinn Aus aller
Klüfte Schlund! Ausweinet euch, ihr
Wolken, dort In Kluft und Felse

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An den Kuckuck

Wieder ohne Rast und
Ruh` Rufst du drüben dein Kuku! Wie
so kräftig ziehest du Mich hinaus mit
diesen Klängen, Die zum grünen Wald
mich drängen! Welchen Sinn ich

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Das Himmelsmeer

Wieder schwand die Zeit
mir ganz! Kommt durch grüner Wipfel
Sprossen Ewigkeit mir zugeflossen Dort
als blauer Himmelsglanz? -- Ach! nur
stets des Durstes mehr Fühl`

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Schwankendes Sehnen

Wiesen hab` ich, Berg und
Wald, Wasser, Reben, Ackerfiur, Alles
reich an Wohlgestalt: Doch es ist die
Heimath nur Und mein Herz ist nur auf
Reisen, Um dann jene, deren Bild

... weiterlesen


Das laute Gemälde

Wiesen in des Morgens
Weihe, Wald gelehnt an ihren
Plan, Weiße Dörfer nach der
Reihe Grüßen frischbetagt mich
an. Zum Gemälde wird mir
Alles, Hingezaubert vor das

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Windestosen

Wind, dein Zausen,
Wald, dein Saufen
Stellst du heut‘ einmal nicht ein.
Nun, so zauset,
Saust und brauset,
Gute Laune singt darein!
Windeswehen

Wind, woher auf deiner
Reise? Kostest du des Mädchens
Wange? Machte dem beklemmten
Greise Dein zu frisches Grüßen
bange? Hast du Botschaft treuer
Worte Von der Sehn

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Winterrührung

Winterrührung Auf die
weisbeeisten Bäume Trifft durch blaue
Himmelsräume Goldner
Sonntagssonnenstrahl, Betgeläute
füllt das Tal. Wirke, holde
Gottessonne!

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Die Unterhaltung

Wir waren voll von
Anekdoten, Die Unterhaltung stockte
nicht. Und doch — sie zählte zu den
todten. Wer nicht aus eigner Seele
spricht. Der unterhält uns nur mit
Schatten,

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Männliche Gesinnung

Wirf dein Leben in den
Wind, Wenn dein Grundsatz dann
gewinnt! Statt den Grundsatz
aufzugeben, Gib noch eher auf dein
Leben! Dir am Grabe sagt man dann, Und
nur dann: hier lie

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In den Wind hinaus

Wo beginnst, wo hörst du
auf, Wind, in deinem schnellen Lauf?
Ohne Ziel und Ursprungsstätte, Bist
du nur ein Glied der Ketten Die sich
schon seit ew`ger Zeit Streckt
du

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In der Ferne

Wo blieb der Lüfte
klares Blau? Nur grau in Grau Und
braun in Braun Lässt Land und Himmel
sich erschaun. Wo blieb der
rosenhelle Mut, Womit ich Hut Und
Stock

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Dank dem Kuckuck

Wo doch, Kuckuck, wo im
Forst Magst du seßhaft seyn? Nach
dem waldgeheimsten Horst Spornst du
mich hinein! Hier aus jenem Schopf
nun dort Ruft dein Muthwill` mir

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Waldnachbarschaft

Wo Hahn und Amsel früh
sich wecken Und, springend aus der
Schule Hast, Die Knaben laut den
Kuckuck necken, Der ihre Lernbegier
entrafft, Da hab‘ ich gerne mein
Quartier In

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Trost eines Freundes der Natur und der alten Zeit

Wo jetzt die letzten
Segel schwellen, Teilt bald der Dampfer
nur die Wellen. Auf vielbereisten
Alpenstegen Herrscht künftig nur
verlassnes Schweigen. Ein Trost nur!
Daran kn

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Schläfrigkeit

Woher auf meine
Rast Sich senkt so schnelle Last? Das
Gras durchschweigen Falter, Durchsumset
Bienenpsalter. Die Lust ist licht; es
streicht Der Hauch des Windes
leich

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Waldeseindruck

Wohl bleibt der edle Wald
mir fremd: Mein Alltagsleben wird
gehemmt, Sobald ich ihn betrete nur.
Ich bin da ganz auf andrer Spur.
Wenn Gott durch Menschen schaffen will
I

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Bei blauer Luft

Wohl gerne
hinunter Lustwandl` ich, wo bunter Die
Wiese schon mait Und Vogelgesang mich
aus Blüten erfreut. Doch haben sich
oben Goldwölkchen gewoben, So
schw

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Das mitleidige Herz

Wohl Hab` ich ein
mitleidig Herz, So sehr, daß oft der
eigne Schmerz Mich wie ein fremder
übernimmt Und eine Thrän` im Aug`
mir schwimmt, Daß von dem mir
gegönntm Glück

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Antwort auf eine Rezension

Wohl meint der gute
Rezensent, Ich habe bloß für ihn
geschrieben, Und sein gerechter Zorn
entbrennt, Dass ich nich bin zu Haus
geblieben. Ich konnte wissen, dass
der Mann

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Aus der früheren Zeit des Jahres 1848

Wohl war uns Deutschland
ganz entrückt; In Herrenländer
war’s zerstückt; Vom Rat der Völker
war’s verbannt. Wo war des Deutschen
Vaterland? Doch wenn mein Schritt, o

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Ebenmaß

Wohl wäre hier im Tale
Raum An Berges-, Wald- und
Bachessaum, Zu diesen Wohnungen, den
schlichten, Noch manch ein Häuschen
hinzudichten. Doch nein! ich bin voll
Eifersucht

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Des Dichters Traum

Wollt‘ jedem Dichter
Gott einräumen, Dass ihm erfülle sich
sein Träumen, Ach! was gewänne 
m e i n e  Brust, Die jetzt nur
träumet Frühlingslust? Ich käme

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Der zögernde Hase

Wunderbar Still und
klar Fesselt goldner Abendschein Jeden
Blick an Wies‘ und Hain. Selbst der
Hase, Der dem Grase Eben vor mir ist
entronnen, Hat sich

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Herbstklage

Wäldergruppen
allerseits Gelben herbstlich falb
bereits Um die braunen
Stoppelfelder. Doch durchklage nicht
die Wälder, Lied der Wehmut! Schon ein
Weih‘ Füllt die Luft mi

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Voraussicht

Zartumwollte Samen
stiegen Rings hier um die
Rasenbant. Wenn auch einer niedersank,
Läßt die Luft Wohl kaum ihn liegen.
Wurzel fassen soll er nicht; Neu
entschwebt der l

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Zeitlosenblühn

Zeitlosenblühn Aus
Angergrün! Doch drüber nichts, als
Regenluft Und an den Bergen feuchter
Duft! Zeitlosenblühn Aus glattem
Grün! Doch abgestorben Lieb‘

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Die getötete Taube

Zerfiedert,
ausgebrochen Ruhn hier die
Flügelknochen Von einer blut’gen
Taube, Des wilden Stößers Raube. Vom
Los, das ird’schen Dingen fiel, Wie
sagt der Anblick uns so

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Einhalt

Ziehet nicht so schnell
dahin, Feuerkäfer, eure Straße, Weil
ich in getrübtem Sinn Diesmal nicht so
schnell erfasse, Neu befreundet, all
die alten, Trauten Lenz- und
Glanzg

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Auf ein Mädchen

Zu ihr zieht die Lieblichkeit
Reiner Herzensinnigkeit,
Wie die kleinen, weißen Glocken
Mich zum Maienwalde locken
Wo sie in beglückte Lüfte
Senden der Erfrischung Düfte.
Schöne Sitte

Zu Korb im Remstal ist es
Sitte, Zu pflanzen in der Reben
Mitte Viel weiße Lilien
sittsamlich. Ein schöner Takt der
braven Leute: Der Wein soll, wenn ich
richtig deute, Nie

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Rückerinnerungen - II.

Zum Fenster liest du noch
dich führen Am Abend, eh‘ dich rief
der Tod; Denn immer war dein Herz zu
rühren Von Landschaft, Lenz und
Abendrot. Da streifte, teure
Sterbenskr

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Die lächelnden Fräulein

Zum Lächeln öffnen noch
den Mund Drei Königsfräulein aus
Burgund Zu Worms im Dom an grauer
Wand, Als wäre die Geschichte
Tand, Das Los, das Stadt und Reich
erfuhr, Dahing

... weiterlesen


Begegnung

Zusammen liefen ich und
er, Ein Wandersmann, weiß nicht,
woher? Wohl eine gute
Wegesstreck`, Durch offnes Thal, durch
Waldversteck. Wir haben sonst uns nie
geschaut,

... weiterlesen


Die Ruhebank.

Zwei Linden, eine
Ruhebank Stehn dort auf grüner
Höh` Und diesen süßen Ort
verdank` Ich all mein
Herzensweh. Noch glaubt` ich hold sie
angelehnt Im Sonnenhute dort

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Im Nachblicken

Zwei Reiter traben durch
das Tal, Auf welchem glüht der
Mittagsstrahl. Mein Auge folgt
durch’s gelbe Korn. Treibt jenen
nicht der Liebe Sporn? Und zeigt nicht
der, was Freundschaf

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Die Äolsharfe

Äolsharfe, ach, wie
du Weg mit klagst des Herzens
Ruh! Stöhnen will es mit dir,
weinen, Zittern, Lust und Wehmut
einen; Bald verhauchen still und
lind Alle Schmerzen

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Liebesgruß

`Ach hin ist hin und tod
ist tod!` Wo steht dies doch
geschrieben? Das Lied, das solchen
Gruß entbot, Ist mir vergessen
blieben. Ach, tot ist tot und hin ist
hin! Der Gruß k

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Alte Liebe

`Alte Liebe rostet
nicht.` Dieses Sprüchlein hat am Stahl
Meines Sinnes manchesmal Sich
bewährt in blankem Licht.. — Fragt
ihr wohl mit wie viel Frauen Stand der
Mann

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Vorrecht

`Sieh am Berg der Wohnung
Schimmer Unter jenes Wäldchens
Hut; Hinter jenre Scheiben
Flimmer Wird bei Gluten dir es
gut.` Nein, o nein, es sucht die
Weite, Flieht die

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Das alte Lied

„Wie groß ist es
Allmächt’gen Gute! Ist der ein
Mensch, den sie nicht rührt?“ Ein
altes Lied, doch im Gemüte Noch immer
wärmend nachgespürt! Die
Morgenbienen lang

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