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Gedichte - Karl Rudolf Hagenbach

Auf dem Etzel

(Abends)

Vorwärts schau` ich in das Zürcherland,
In das Land, gebaut von Menschenhand,
Wo zu mehren all den Erdensegen
Bauern sich und Fabrikanten regen;
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Kirchgeläute

(Auf dem Zürcher-See.)

Tonntag ist es, Sonntag heute,
Klingend trägt von Ort zu Ort
Ein vernehmliches Geläute
Dieses liebe Sonntagswort.

Sonntag, ... weiterlesen


Kindes Neujahrswünsche

(Baseldeutsch.)

Am Morge bin i frich verwacht,
Und wo ni d` Aigli uf ha gmacht,
Isch `s Wiehnachtkindli nimme do,
`s alt Iohr hets ebe mit em gnoh.

... weiterlesen


Der Wandrer in der Christnacht

(Berlin 1821.)

Frisch zu durch Frost und Winternacht,
So hat`s der Wandrer gern,
Wenn unter ihm das Schneefeld kracht,
Und über ihm in goldner Pracht
Sich ... weiterlesen


Abschied vom Rhein

(Bonn 1821 im Herbst.)

Wenn ich, Edler! dein gedenke,
Wehmuthsvoll die Blicke senke
In dein still bewegtes Blau,
Wenn ich deine Ufer schau`,
Von der Rebe ... weiterlesen


Frühlings-Kollegien

(Bonn 1821)

Nun, wird es euch nicht bald zu enge
In diesen Mauern rings herum?
Mich locken tausend Wunderkllnge
In unsers Lenzes Heiligthum;
O, Brüder! ... weiterlesen


Frühlings-Wanderung am Niederrhein

(Bonn 1821.)

Frei wallet, geleitet
Von Genius Hand,
Der Singer durch`s Leben
Im leichten Gewand;
Ihn drücken nicht Sorgen,
Viel weniger Geld,
... weiterlesen


Schulmeisters Ferienlied

(Hundstag-Ansang.)

Ach lieber Gott, mein täglich Brot,
Ein Brot, mit Hummer, Müh` und Noth,
Im Schweiß verdient, im Schweiß verzehrt,
Hast du mir armen Mann ... weiterlesen


Jenseits

(Im Herbste)

Siehst du von den Blumen allen
Rings im Herbst die Blätter fallen,
Die der Wind zu Haufen fegt;
Herz! willst du`s verschmerzen lernen,
Richte ... weiterlesen


Der Schweizer in der sächsischen Schweiz

(In Schweizermundart 1822.)


Was brucht die Sachse Schwyz?
Was brucht das Sachse Schwyzerland,
Bis daß es isch e Vatterland,
Was brucht die Sachse ... weiterlesen


Fabel

(Nach einem Spruche Bacos)

Ameisen hatten ihren Haufen
Im Gartenwinkel aufgethürmt;
Das war ein Laufen, Raufen, Schnaufen,
Als würde der Olymp erstürmt.
... weiterlesen


Die Roßtrappe

(Sage vom Harz 1821)

Huurrah! hurrah! ln vollem Trab,
Thal aus, Thal ein, Berg auf, Berg ab
Und Felsen nieder, Klippen an,
Durch Sumpf und Moor und Dornenbahn!
... weiterlesen


Trommellied

(Vor Fastnacht.)

Die Schlitten weg, die Trommeln vor,
Auf! Knaben! lustig vor das Thor,
Rom bom! rom bom! hinaus;
Im Winde laßt die Sträuße wehn,
... weiterlesen


Das Friedensmahl bei Kappel.

1.

Der Krieg entbrennt, die Banner sind entrollt,
Die Schwerter blitzen durch den Wald der Lanzen,
Gilt`s dem Delphin, gilt`s dem Leopold?
Will vor dem Tross ein ... weiterlesen


Die Felsberger

1.

Hoch in den Lüften,
Ueber den Klüften
Schwebet in sicherem Fluge der Aar;
Stolz, ohne Grauen
Mag er sich bauen
Felsige Burgen, und ohne ... weiterlesen


Mutter und Kind

1.

So eben eingeschlafen sind
Im Bett die Mutter und das Kind,
Die Mutter schläft — so scheint es — fest,
Als bald das Kind sich hören laßt.

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Aus Zinzendorfs Leben - II.

2. Der Jüngling auf der Galerie zu Düsseldorf.

Was steht der Jüngling dort und sinnet,
Und will nicht weichen von dem Bild?
Der Wehmuth stille Thräne rinnet
... weiterlesen


Luthers Bibel

Als sich vom römischen Tyrannen
Johannes ließ nach Patmos bannen,
Da ward das Aug im aufgetan,
Der Himmel ließ sich zu ihm nieder,
Ja, auf des Adlers Glanzgefieder
... weiterlesen


Das Kochbuch und der Almanach

An die Braut.

(Bei Ueberreichung des Musenalmanachs
und des oberrheinischen Kochbuchs.)

In Küch` und Keller wohlerfahren,
Getreu dem strengen Dienst der ... weiterlesen


Einem Taubstummen bei seiner Confirmation

Auch den Stummen, auch den Tauben
Ist die Huld des Herrn erschienen,
Daß sie freudig an ihn glauben,
Ihm von Herzens Grunde dienen.

Dir auch, taub und stumm ... weiterlesen


Auf den ersten warmen Regen

Auf den ersten warmen Regen
Kommt der rechte Sonnenschein,
Kommt der Frühling uns entgegen
Nach des langen Winters Pein.

Auf den ersten warmen Regen
Dringt ... weiterlesen


Auf den Gräbern

Auf den Gräbern blüh`n die Rosen,
Auf den Gräbern schwillt das Grün,
Geister flüstern, Geister tosen,
Durch die Lüfte her und hin.

Zu dem Grabe meiner ... weiterlesen


Rector Quand

Auf ernstem Haupt die schwarze Mütze,
Das Haselzepter in der Hand,
Halt seine Schule Rector Quand.
`Wer kommt?` `Herein!` Der König Fritze;
Doch die Mütze
Bleibt ... weiterlesen


Servus Servorum Dei

Auf Petri heil`gem Stuhle saß
Der Papst, zu hören und zu richten;
Was kein Gericht auf Erden, das
Soll er im Namen Gottes schlichten.

Ein Weiblein, das gar lange ... weiterlesen


Der Organist. 1528.

Auf und nieder wogt die Gassen
Dort die aufgeregte Schaar,
Und es dringen ein die Massen
In die Kirchen, wo verlassen
Steht der Hochaltar.

`Nieder`, ruft ... weiterlesen


Molkenkur in Gais

Auf! es klingt die Küherschelle,
Kommt und naht der Wunderquelle,
Trinkt das grüne, warme Naß
Aus dem reinen Butterfaß.

Das erquickt und stärkt die Glieder ... weiterlesen


An Schleiermacher

bei seinem Besuche in der Schweiz

(Herbst 1830.)

Aufs Neu` hab` ich geschauet
Dein liebes Angesicht,
Mich still und tief erbauet
An deines Geistes ... weiterlesen


Der Mutter Kirchgang

Den ersten Gang ins Haus des Herrn,
So hielten`s unsre Alten,
Und fromme Frauen mögen gern
An diesem Brauche halten.

Tönt auch die Glocke kümmerlich
Zum ... weiterlesen


Der Osterhase

Der Has, der Has, der Hase,
Hat uns gelegt im Grase
Viel Eilein, gelb und roth,
Will hinter Stauden und Hecken
Er eilig sich verstecken,
So hat es keine Noth,
... weiterlesen


Wahrheit und Dichtung

Der Jüngling lag am treuen Mutterherzen
Der großen Allbeglückerin, Natur,
Und bald mit heiterm Sinne, bald mit Schmerzen,
Erforscht` er, liebewarm, der Wahrheit Spur,
... weiterlesen


Der alte Ziethen

Der König macht` ein großes Mahl,
Es war Charfreitag eben;
Der König hatt` nen General,
Der war ihm treu ergeben.

Wer kennt den tapfern Ziethen nicht
... weiterlesen


Des Vaters Segen

Des Vaters Segen bauet den Kindern Häuser, aber
der Mutter Fluch reißet sie nieder.

Bei voller` Schüssel weilet,
Ihm schwillt das Herz im Leib,
Der reiche ... weiterlesen


Vögel des Himmels

Die ihr zaget, die ihr fraget,
Leib, was essen wir?
Die ihr klaget und euch plaget,
Herz, was trinken wir?
Die am Abend, wie am Morgen
Ihr euch quält mit taufend ... weiterlesen


Beim Lichte

Die Mutter hat das Licht gebracht,
Nun, Kinder! flugs herbei,
Den runden Tisch zurechtgemacht,
Die Stadt, das Lager und die Jacht,
Und auch die Schäferei.

... weiterlesen


Die schweizerischen Naturforscher ...

Die schweizerischen Naturforscher bei ihrer Versammlung in Basel

(Den 14. September 1838.)

Es gleiten von Bergen und Hügeln
Die rieselnden Bäche zu Thal,
... weiterlesen


Die Uferpredigt ...

Die Uferpredigt auf der Vitte bei Ankona
auf der Insel Rügen.

(1821.)

`Dem lieben Gotte weich` nicht aus,
Findst du ihn an dem Weg.`
Schiller.
... weiterlesen


Der dürre Baum im grünen Lande

Dürr und abgestorben stand
Dort ein Baum im grünen Land,
Stand, ein ästiges Gehäge,
Freier Aussicht scheel im Wege.

Soll ihn fällen unsre Hand?
Ihn ... weiterlesen


Der Christbaum

Ein schmuckes Bäumlein grünet heute
Im Kinderstübchen armer Leute,
Wie in des reichen Mannes Haus,
Die Früchte sind für all` die gleichen,
Den Jungen, Alten, Armen, ... weiterlesen


Der Christbaum

Ein Vater rüstet seinen Knaben
Zum frohen Fest den Weihnachtsbaum,
Und trunken noch von süßem Traum
Empfangen sie die holden Gaben.
Doch, als im Lauf von wenig ... weiterlesen


Am Wintermorgen

Eingegraben in der Bücher Menge
Saß ich einsam bei der Lampe Schein,
Während durch der Ladenritzen Enge
Brach der Morgen ein.

Bald hätt` ich ob dem erborgten ... weiterlesen


Reisetrost

Eingezwänget in der Mitten
Zwischen Welschen, zwischen Britten,
Saß ich rückwärts im verhaßten
Engen Postkutsch-Rumpelkasten.

Und ich wollte hadern eben
... weiterlesen


Vaterunser der Blumen

Es blühen viel Blümlein wunderhold
Im lieblich prangenden Garten,
Auf hoher Alpe, da glühet ihr Gold,
Sie schimmern im Thale, die zarten;
Ein holder Engel schwebt über ... weiterlesen


Wandrers Osterlied

Es grünt das Feld, es blüht der Baum,
Und Geisterhauch durchweht den Raum,
Es jubelt, was vorhanden;
Die Lerche schwingt sich` hoch empor,
Und singt` es Land und Leuten ... weiterlesen


Die Lateiner

Es kam der Mai so liebevoll,
Und von dem süßen Triebe schwoll
Die Blüthen- und die Knospenwelt
Im engen, düftern Treibhauszelt,
Wann kommt an uns die Reihe?
... weiterlesen


Schein trügt

Es thät sich weiland schicken,
Daß Habsburg edler Graf
Zu Zürich auf der Brücken
Ein altes Männlein traf.

Die kahle Scheitel kränzet
Der Locken ... weiterlesen


Lanfrank

Getrost an seinem Pilgerstabe
Zog durch ein dichtes Waldrevier
Der Mönch Lanfrank mit seiner Habe,
Dem Paternoster und Brevler.

So ganz versenkt in seinem ... weiterlesen


Zu St. Johannistage

Gs war ein Mann, von Gott gesandt,
Johannes war der Mann genannt,
Zum starken Herold ausersehn,
Dem Heil der Welt voranzugehn.

Weit durch die Wüste schallt sein ... weiterlesen


Komm aufs Land

Hast du selber dich verloren
In der Städte Staub und Sand,
Komm` aufs Land, komm` aufs Land
Werde neu geboren!

Auf dem Lande wehn die Lüfte,
Frisch aus ... weiterlesen


Wandrers Morgenandacht

Hier wo Gottes Altar vor mir steht,
Hier will ich verrichten mein Gebet,
Hier wo wallt der Berge Opferrauch
Wallet über meine Seele auch.

Fest, wie dieser Berge ... weiterlesen


Wettlauf

Hinan, hinan,
Die dunkle Bahn
Beim rochen Fackelschein!
Du hehres stolzes Sonnenlicht
Sollst andremal, doch heute nicht
Vor mir dort oben sein.

Und ... weiterlesen


Im Advent

Horch! was klirrt an Thür und Fenstern,
Horch! was rieselt durch den Wind?
Seid nur ruhig, vor Gespenstern
Fürchtet sich kein frommes Kind;
Nur der Englein ... weiterlesen


Ein Gang ums Tor

Ich nehm` mir alle Tage vor,
Ein kleines Stück zu wandern,
Und wär`s auch nur von einem Tor
Bis wieder zu dem andern.

So wandert` gestern ich allein
Erst ... weiterlesen


Zimmerspruch bei Aufrichtung eines Landarmen-Schul

Ihr seid gekommen, uns zu fragen,
Was wir gebaut an diesem Ort;
Wohlan, ihr Freunde! laßt`s euch sagen,
Und merket auf mein schlichtes Wort:

Ein Tempel ist`s, den ... weiterlesen


Ergebung und Übung.

Immer ernster wird das Leben,
Immer näher rückt der Tod,
Herz! was kann die Welt dir geben,
Als den Tod, womit sie droht?
Du, mein Gott! nur du allein
Kannst des ... weiterlesen


Immanenz

In einen hohlen Schädel kroch die Maus,
Und fand den alten Weg nicht mehr hinaus;
Nun kollert auf dem Estrich fort der Kopf,
Endlos getrieben von dem armen Tropf.

... weiterlesen


Das Ende des alten Ziegenbalg

In einer Stadt im Sachsenland,
Pulsnitz, so ist die Stadt genannt,
Da wohnt` ein Bürger schlecht und recht,
Ein freier Wann und Gottes Knecht.

Kein Silber blinkt ... weiterlesen


Die Zionswächter

In einer Stadt verbreitet sich die Mähr,
Es wiederfahr` ihr heut` vor andern
Gar eine seltsam große Ehr`;
Es soll der Fürst durch lhre Thoro wandern.

Der ... weiterlesen


Das Studierzimmer

In freier Luft
Hab` ich mein Pult mir aufgeschlagen,
Da mag es besser mir behagen
In Waldesluft,
Im Erlenlaub,
Als drin im alten dumpfen Bücherstaub.

... weiterlesen


Curriculum philosophicum

In goldpapier`ner Kappe,
Den Besenstiel zum Speer,
Mit einem Schild von Pappe
Zog Karl, der Held, einher.

Die Wangen, roch von Ziegel,
Von Kohlen schwarz ... weiterlesen


Der Sängers Wanderstab

Kennt ihr des holden Stabes Kraft,
Der alle Wunder thut,
Aus Wüsten Paradiese schafft,
Aus Grillen leichtes Blut?
Beflügelt trägt er himmelan
Und husch! ins Thal ... weiterlesen


Gras und Gerber

Kommt einst Herr Rudolf wohlgemuth
Vor Basel hingeritten,
Am Steinenthor bei`m Gerber thut
Er um den Imbis bitten.

`Seid mir gegrüßt, mein werther Gast,
... weiterlesen


Graf und Gerber.

Kommt einst Herr Rudolf Wolgemut
Vor Basel hergeschritten,
Am Steinentor bei`m Gerber tut
Er um den Imbiss bitten.

`Seid mir gegrüßt, werter Gast,
Wollt ... weiterlesen


Elegie aus den Gottesacker zu Herrnhut

Laß, o laß mich verweilen auf steinbesäetem Acker,
Laß den wankenden Fuß streifen das wogende Gras:
Sage nicht: `Horch, wie der Wind so kalt die Linden durchsauset!`
... weiterlesen


Die schweizerische Musikgesellschaft

Laßt ruhen nun die Flöten und die Geigen
Und spannet ab der Saiten Strang;
Doch wenn auch Erz, wenn Harf` und Pauken schweigen,
Es schwelge nimmer der Gesang:
  ... weiterlesen


Vergnügliches

Mein Mattlein ist so grün, als meines Nachbars Matten,
Des Baumleins Schatten kühl, wie vieler Bäume Schatten,
Mein kleiner Heerd so warm, als Ball- und Opernsaal,
Des ... weiterlesen


Lesestunde

Mit dem Buch in`s Freie ging ich,
Wählt` mir einen Schattensitz,
Eifrig an zu lesen fing ich,
Und mich fing des Autors Witz.
Aber sieh! der Wind, der lose,
Will, ... weiterlesen


Schlittenlied

Munter, munter,
Berg hinunter
Gleitet schnell des Schlittens Lauf,
Schwer und sauer,
Längs der Mauer,
Ziehen wir ihn wieder `rauf.

Auf und ... weiterlesen


Nach den Bergen

Nach den Bergen lass mich schauen,
Wo mit Schatten spielt das Licht,
Wo das Grüne sich am Blauen,
Sich das Blau am Grünen bricht;
Wo in leisen Übergängen
Hohes ... weiterlesen


Nach den Bergen

Nach den Bergen laß mich schauen,
Wo mit Schatten spielt das Licht,
Wo das Grüne sich am Blauen,
Eich das Blau am Grünen bricht;
Wo in leisen Uebergängen
Hohes ... weiterlesen


Der Unfruchtbare

Nein, nicht länger hier im Garten
Duld` ich diesen argen Baum,
Darf ich keine Frucht erwarten,
Mach` er billig andern Raum;
Zwar im Frühling strotzt er immer
Von ... weiterlesen


Die Jungfrau auf dem Drachenfels

Noch hielt in diesen heitern Rheines Landen,
Die froh dein Aug` im Sonnenglanz erblickt,
Des Satans Macht in finstern Todesbanden
Der blinden Heiden armes Volk verstrickt;
... weiterlesen


Johann Wessel

Noch immer lag an schnöder Fessel
Gebunden Gottes freies Wort,
Da zog nach Rom den Johann Wessel
Ein mächtiges Verlangen fort.

Ihm sind die Schnee- und ... weiterlesen


Am Murtensee

Ob noch so klar, und heiter
Dein glatter Spiegel lacht,
Her ist es nicht, der weiter
Das enge Herz mir macht;
Wie sollt` ich an dem Flachen
In flacher Luft mich ... weiterlesen


Die Winterrose

Rings in meinem Gärtchen wehte
Rauher Wind die Blätter ab,
Einsam steht auf ihrem Grab
Noch die Ros` im Blumenbeete.

Und an ihrem Blick erfreut sich
Jeden ... weiterlesen


Die hohle Gasse

Seht in der hohlen Gasse
Ein Denkmal aufgericht`t,
Das Hohle und die Gasse,
Die machen`s aber nicht.

Die hohlen Worte gellen
Wohl Gassen auf und ab,
... weiterlesen


Dampfschiff

Seh` ich durch des Sees Wellen
Hin und her den Dämpfer streichen,
Seh` ich wie ihm schon von Weitem
Aus die Schiff und Schifflein weichen;

Wohl naht hie und da ... weiterlesen


Gott ist mein Lied

Sie mögen singen von der Liebe,
Von treuer Liebe sing auch ich,
Sie mögen seufzen, dass sie bliebe,
S e i n  Lieben bleibet ewiglich.

Sie mögen singen von ... weiterlesen


Liebe und Treue

Sie reden von alter Lieb` und Treu`,
Und doch ist die Liebe stets jung und neu.
Der Grund ist der eine und alte, der bleibt,
Doch neu ist der Trieb, wenn er wirket und treibt.
... weiterlesen


Des Lebens Schule

So lange von der Parzen Spule
Des Lebens krauser Faden rinnt,
Geh`n wir auf Erden in die Schule,
Wo gar verschied`ne Lehrer sind;
Und Freuden und Leiden, und Finden, ... weiterlesen


Reiterlied

Trib! trab! mein Pferdchen munter
Durchs helle Rosenthal,
Die Blümelein, je bunter,
Je schöner ist die Wahl,
Husch, husch, es flieht der Rasen,
Die schönen ... weiterlesen


An die Perspektivischen

Trübe Fernen mögt ihr suchen
Durch das trübe Fernrohrglas,
Lieber leg` ich unter Buchen
Mich ins frische, weiche Gras;
Nach dem Weiten mögt ihr spähen,
Lugen ... weiterlesen


Die schweizerischen Geschichtsforscher.

Vereint sind wir zum schönen Werke,
Es schlingt sich freudig Hand in Hand,
Der Freiheit Hort ist unsre Stärke,
Und unser Stolz – das Vaterland.

Ihm weihen wir ... weiterlesen


Die schweizerischen Geschichtsforscher

Vereint sind wir zum schönen Werke,
Es schlingt sich freudig Hand in Hand,
Der Freiheit Hort ist unsre Stärke,
Und unser Stolz — das Vaterland.

Ihm weihen wir ... weiterlesen


König und Hufschmidt

Vermummet kommt geritten
Im Mantel ein Reitersmann
Und bindet an rußiger Schmitten
Den schäumenden Braunen ihm an.

Gar lustig die Funken sprühen,
... weiterlesen


Verschwimmen?

Verschwimmen, liebes Herz! willst du, verschwimmen,
An Sonnenstäubchen in dem Liebesmeere?
Ich weiß, es haben Viele diese Lehre,
Doch nimmer will mein Glaube dazu stimmen.
... weiterlesen


Amandus

Vertieft in göttlicher Gedanken Regung
Zog über Feld Amandus seine Straßen,
Nichts stört der Seele heilige Bewegung.

Vom Himmel troff der Regen sonder Maaßen,
... weiterlesen


Das Kirchlein auf dem Berge

Von dem Berg herüber läutet`s,
Das ist nicht der Herden Klang,
Sonntagsruhe, das bedeutet`s,
Und das Volk, den Berg entlang,
Strömt in buntgeputzter Menge
Nach ... weiterlesen


Der Mythen

Von Pilatus weiß ein Jeder,
Was die Sage hat berichtet,
Aber wer hat von dem Mythen
Einen Mythus je gedichtet?
Von dem Mythen, der gen Himmel
Strecket seine beiden ... weiterlesen


Wanderlied

Weiter fort und immer weiter
Durch die große Welt,
Mit dem Herzen frisch und heiter,
Gott anheimgestellt.

Weiter fort und immer weiter
Sonder Noth und ... weiterlesen


Einsame Wanderung

Wenn ich so einsam wandle
Durch Flur und Feld und Hain,
Und da mit mir verhandle
Was mir gehört allein:
Ist mir als ob ein Andrer
Mit seinem Hauch mir nah`,
... weiterlesen


Octoberlied

Wie ein grober,
Rauher Bauer,
Also sauer,
Tritt herein der Herr Oktober.

Komm nur Alter,
Ob auch tropfe
Auf dem Kopfe
Dir der graue ... weiterlesen


Wiegenlied

Wie mit glühend rothen Wangen,
Leben saugend aus dem Baum,
Aepfel an den Zweigen prangen,
Liegt daß Kind auf weichem Flaum;
Engel hüten seine Wiege
Mit ... weiterlesen


Lilien des Feldes

Wie sie spinnen,
Wie sie weben,
Wie sie sinnen,
Zu gewinnen —
Und das nennen sie ein Leben!

Wie gesponnen,
So zerronnen,
Wie gewoben,
... weiterlesen


Altes Räthsel

Wie viele Ellen Tuch der liebe Gott,
Ich frag` es wahrlich nicht in losem Spott,
Wie viel er wohl zu einem Mantel brauch`,
Sag`, liebe Seele! weißt du`s auch?

Der ... weiterlesen


Der Kinder Weihnachtslied

Wir danken dir du gutes,
Du liebes Weihnachtskind,
Daß wir so frohen Muthes
Am heil`gen Abend sind.

O warst du nicht gekommen
In jener heil`gen Nacht,
... weiterlesen


Des Liedes und der Liebe Macht

Wo nahm` ich Luft und Odem her,
Wenn nicht die Macht des Liedes wär`?`
Des Liedes Nacht
Die Tag und Nacht
Zum reinen Quell der Freuden macht.

Wo nähm` ich ... weiterlesen


Das erste Grün

Wohl sind die grünen Decken
Gebreitet übers Land,
Doch dürre sind die Hecken,
Und auch die Blume strecken
Gar kläglich aus die kahle Hand.

Was soll dem ... weiterlesen


Die Gebetskammer

`Geh, wen du beten willst, geh` in dein Kämmerlein!`
Wo soll, so fragst du mich, die rechte Kammer sein?
Wär`s eine Kammer wohl, im Hause schön gelegen,
Von der ein jeder ... weiterlesen


Wandergruß

`Gelobt sei Jesus Christ;`
So tönt der Gruß im Lande,
Du achte nicht der Schande,
Und wie es bräuchlich ist,
So sprich: in Ewigkeit Amen.

`Gelobt sei ... weiterlesen


Kreuz am Wege

`Mißt die Kreuze aus der Erde.`
Herwegh.
— `Das werden sie wohl bleiben lau.`
Luther.


Mich soll es freuen jedesmal
Tritt mir auf meinen Wegen
... weiterlesen



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