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Gedichte - Karl Rudolf Hagenbach


Auf dem Etzel

(Abends) Vorwärts schau` ich in das
Zürcherland, In das Land, gebaut von
Menschenhand, Wo zu mehren all den
Erdensegen Bauern sich und Fabrikanten
regen; Seh
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Kirchgeläute

(Auf dem Zürcher-See.) Tonntag ist
es, Sonntag heute, Klingend trägt von
Ort zu Ort Ein vernehmliches
Geläute Dieses liebe
Sonntagswort. Sonntag, Sonntag, s
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Kindes Neujahrswünsche

(Baseldeutsch.) Am Morge bin i frich
verwacht, Und wo ni d` Aigli uf ha
gmacht, Isch `s Wiehnachtkindli nimme
do, `s alt Iohr hets ebe mit em
gnoh. Doch isch e
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Der Wandrer in der Christnacht

(Berlin 1821.) Frisch zu durch Frost
und Winternacht, So hat`s der Wandrer
gern, Wenn unter ihm das Schneefeld
kracht, Und über ihm in goldner
Pracht Sich reihet Ster
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Abschied vom Rhein

(Bonn 1821 im Herbst.) Wenn ich,
Edler! dein gedenke, Wehmuthsvoll die
Blicke senke In dein still bewegtes
Blau, Wenn ich deine Ufer schau`, Von
der Rebe Grün begrenz
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Frühlings-Kollegien

(Bonn 1821) Nun, wird es euch nicht
bald zu enge In diesen Mauern rings
herum? Mich locken tausend
Wunderkllnge In unsers Lenzes
Heiligthum; O, Brüder! kommt und laß
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Frühlings-Wanderung am Niederrhein

(Bonn 1821.) Frei wallet,
geleitet Von Genius Hand, Der Singer
durch`s Leben Im leichten Gewand; Ihn
drücken nicht Sorgen, Viel weniger
Geld, Doch heute
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Schulmeisters Ferienlied

(Hundstag-Ansang.) Ach lieber Gott,
mein täglich Brot, Ein Brot, mit
Hummer, Müh` und Noth, Im Schweiß
verdient, im Schweiß verzehrt, Hast du
mir armen Mann beschert.
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Jenseits

(Im Herbste) Siehst du von den Blumen
allen Rings im Herbst die Blätter
fallen, Die der Wind zu Haufen
fegt; Herz! willst du`s verschmerzen
lernen, Richte nach den bl
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Der Schweizer in der sächsischen Schweiz

(In Schweizermundart 1822.) Was
brucht die Sachse Schwyz? Was brucht
das Sachse Schwyzerland, Bis daß es
isch e Vatterland, Was brucht die
Sachse Schwyz?
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Fabel

(Nach einem Spruche Bacos) Ameisen
hatten ihren Haufen Im Gartenwinkel
aufgethürmt; Das war ein Laufen,
Raufen, Schnaufen, Als würde der Olymp
erstürmt. Was jedes a
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Die Roßtrappe

(Sage vom Harz 1821) Huurrah! hurrah!
ln vollem Trab, Thal aus, Thal ein,
Berg auf, Berg ab Und Felsen nieder,
Klippen an, Durch Sumpf und Moor und
Dornenbahn! Wohin m
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Trommellied

(Vor Fastnacht.) Die Schlitten weg,
die Trommeln vor, Auf! Knaben! lustig
vor das Thor, Rom bom! rom bom!
hinaus; Im Winde laßt die Sträuße
wehn, Im Winde sich die
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Das Friedensmahl bei Kappel.

1. Der Krieg entbrennt, die Banner
sind entrollt, Die Schwerter blitzen
durch den Wald der Lanzen, Gilt`s dem
Delphin, gilt`s dem Leopold? Will vor
dem Tross ein Häuflein si
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Die Felsberger

1. Hoch in den Lüften, Ueber den
Klüften Schwebet in sicherem Fluge der
Aar; Stolz, ohne Grauen Mag er sich
bauen Felsige Burgen, und ohne
Gefahr.
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Mutter und Kind

1. So eben eingeschlafen sind Im
Bett die Mutter und das Kind, Die
Mutter schläft — so scheint es —
fest, Als bald das Kind sich hören
laßt. Auf wacht d
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Aus Zinzendorfs Leben - II.

2. Der Jüngling auf der Galerie zu
Düsseldorf. Was steht der Jüngling
dort und sinnet, Und will nicht weichen
von dem Bild? Der Wehmuth stille
Thräne rinnet Ihm über Aug
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Luthers Bibel

Als sich vom römischen
Tyrannen Johannes ließ nach Patmos
bannen, Da ward das Aug im
aufgetan, Der Himmel ließ sich zu ihm
nieder, Ja, auf des Adlers
Glanzgefieder Schwang
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Das Kochbuch und der Almanach

An die Braut. (Bei Ueberreichung des
Musenalmanachs und des oberrheinischen
Kochbuchs.) In Küch` und Keller
wohlerfahren, Getreu dem strengen
Dienst der Laren,
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Einem Taubstummen bei seiner Confirmation

Auch den Stummen, auch den Tauben Ist
die Huld des Herrn erschienen, Daß sie
freudig an ihn glauben, Ihm von Herzens
Grunde dienen. Dir auch, taub und
stumm geboren,
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Auf den ersten warmen Regen

Auf den ersten warmen Regen Kommt der
rechte Sonnenschein, Kommt der
Frühling uns entgegen Nach des langen
Winters Pein. Auf den ersten warmen
Regen Dringt es sich he
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Auf den Gräbern

Auf den Gräbern blüh`n die Rosen, Auf
den Gräbern schwillt das
Grün, Geister flüstern, Geister
tosen, Durch die Lüfte her und
hin. Zu dem Grabe meiner Lieben Zie
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Rector Quand

Auf ernstem Haupt die schwarze
Mütze, Das Haselzepter in der
Hand, Halt seine Schule Rector
Quand. `Wer kommt?` `Herein!` Der
König Fritze; Doch die Mütze Bleibt
auf ihrem
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Servus Servorum Dei

Auf Petri heil`gem Stuhle saß Der
Papst, zu hören und zu richten; Was
kein Gericht auf Erden, das Soll er im
Namen Gottes schlichten. Ein
Weiblein, das gar lange schon
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Der Organist. 1528.

Auf und nieder wogt die Gassen Dort die
aufgeregte Schaar, Und es dringen ein
die Massen In die Kirchen, wo
verlassen Steht der
Hochaltar. `Nieder`, ruft es, immer
wil
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Molkenkur in Gais

Auf! es klingt die Küherschelle, Kommt
und naht der Wunderquelle, Trinkt das
grüne, warme Naß Aus dem reinen
Butterfaß. Das erquickt und stärkt
die Glieder — Sc
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An Schleiermacher

bei seinem Besuche in der
Schweiz (Herbst 1830.) Aufs Neu`
hab` ich geschauet Dein liebes
Angesicht, Mich still und tief
erbauet An deines Geistes Licht:
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Der Mutter Kirchgang

Den ersten Gang ins Haus des Herrn, So
hielten`s unsre Alten, Und fromme
Frauen mögen gern An diesem Brauche
halten. Tönt auch die Glocke
kümmerlich Zum Werkeltagsg
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Der Osterhase

Der Has, der Has, der Hase, Hat uns
gelegt im Grase Viel Eilein, gelb und
roth, Will hinter Stauden und
Hecken Er eilig sich verstecken, So
hat es keine Noth, Wir suche
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Wahrheit und Dichtung

Der Jüngling lag am treuen
Mutterherzen Der großen
Allbeglückerin, Natur, Und bald mit
heiterm Sinne, bald mit
Schmerzen, Erforscht` er, liebewarm,
der Wahrheit Spur, Und dürsten
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Der alte Ziethen

Der König macht` ein großes Mahl, Es
war Charfreitag eben; Der König hatt`
nen General, Der war ihm treu
ergeben. Wer kennt den tapfern
Ziethen nicht An seinen grau
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Des Vaters Segen

Des Vaters Segen bauet den Kindern
Häuser, aber der Mutter Fluch reißet
sie nieder. Bei voller` Schüssel
weilet, Ihm schwillt das Herz im
Leib, Der reiche Nachbar Frühlin
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Vögel des Himmels

Die ihr zaget, die ihr fraget, Leib,
was essen wir? Die ihr klaget und euch
plaget, Herz, was trinken wir? Die am
Abend, wie am Morgen Ihr euch quält
mit taufend Sorgen,
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Beim Lichte

Die Mutter hat das Licht gebracht, Nun,
Kinder! flugs herbei, Den runden Tisch
zurechtgemacht, Die Stadt, das Lager
und die Jacht, Und auch die
Schäferei. Wie steht d
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Die schweizerischen Naturforscher ...

Die schweizerischen Naturforscher bei
ihrer Versammlung in Basel (Den 14.
September 1838.) Es gleiten von
Bergen und Hügeln Die rieselnden
Bäche zu Thal, Es wandern
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Die Uferpredigt ...

Die Uferpredigt auf der Vitte bei Ankona
auf der Insel
Rügen. (1821.) `Dem lieben Gotte
weich` nicht aus, Findst du ihn an dem
Weg.` Schiller.
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Der dürre Baum im grünen Lande

Dürr und abgestorben stand Dort ein
Baum im grünen Land, Stand, ein
ästiges Gehäge, Freier Aussicht
scheel im Wege. Soll ihn fällen
unsre Hand? Ihn verzehren Feue
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Der Christbaum

Ein schmuckes Bäumlein grünet
heute Im Kinderstübchen armer
Leute, Wie in des reichen Mannes
Haus, Die Früchte sind für all` die
gleichen, Den Jungen, Alten, Armen,
Reichen
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Der Christbaum

Ein Vater rüstet seinen Knaben Zum
frohen Fest den Weihnachtsbaum, Und
trunken noch von süßem
Traum Empfangen sie die holden
Gaben. Doch, als im Lauf von wenig
Stunden Der
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Am Wintermorgen

Eingegraben in der Bücher Menge Saß
ich einsam bei der Lampe
Schein, Während durch der Ladenritzen
Enge Brach der Morgen ein. Bald
hätt` ich ob dem erborgten Lichte
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Reisetrost

Eingezwänget in der Mitten Zwischen
Welschen, zwischen Britten, Saß ich
rückwärts im verhaßten Engen
Postkutsch-Rumpelkasten. Und ich
wollte hadern eben Mit dem S
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Vaterunser der Blumen

Es blühen viel Blümlein wunderhold Im
lieblich prangenden Garten, Auf hoher
Alpe, da glühet ihr Gold, Sie
schimmern im Thale, die zarten; Ein
holder Engel schwebt über der Au,
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Wandrers Osterlied

Es grünt das Feld, es blüht der
Baum, Und Geisterhauch durchweht den
Raum, Es jubelt, was vorhanden; Die
Lerche schwingt sich` hoch empor, Und
singt` es Land und Leuten vor:
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Die Lateiner

Es kam der Mai so liebevoll, Und von
dem süßen Triebe schwoll Die
Blüthen- und die Knospenwelt Im engen,
düftern Treibhauszelt, Wann kommt an
uns die Reihe? Hinaus! hinaus
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Schein trügt

Es thät sich weiland schicken, Daß
Habsburg edler Graf Zu Zürich auf der
Brücken Ein altes Männlein
traf. Die kahle Scheitel
kränzet Der Locken Silberhaar,
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Lanfrank

Getrost an seinem Pilgerstabe Zog durch
ein dichtes Waldrevier Der Mönch
Lanfrank mit seiner Habe, Dem
Paternoster und Brevler. So ganz
versenkt in seinem Gotte Folgt
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Zu St. Johannistage

Gs war ein Mann, von Gott
gesandt, Johannes war der Mann
genannt, Zum starken Herold
ausersehn, Dem Heil der Welt
voranzugehn. Weit durch die Wüste
schallt sein Wort,
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Komm aufs Land

Hast du selber dich verloren In der
Städte Staub und Sand, Komm` aufs
Land, komm` aufs Land Werde neu
geboren! Auf dem Lande wehn die
Lüfte, Frisch aus Gottes freier
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Wandrers Morgenandacht

Hier wo Gottes Altar vor mir
steht, Hier will ich verrichten mein
Gebet, Hier wo wallt der Berge
Opferrauch Wallet über meine Seele
auch. Fest, wie dieser Berge
Riesenfuß,
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Wettlauf

Hinan, hinan, Die dunkle Bahn Beim
rochen Fackelschein! Du hehres stolzes
Sonnenlicht Sollst andremal, doch heute
nicht Vor mir dort oben sein. Und
wie sie`s h
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Im Advent

Horch! was klirrt an Thür und
Fenstern, Horch! was rieselt durch den
Wind? Seid nur ruhig, vor
Gespenstern Fürchtet sich kein frommes
Kind; Nur der Englein
Flügelrauschen H
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Ein Gang ums Tor

Ich nehm` mir alle Tage vor, Ein
kleines Stück zu wandern, Und wär`s
auch nur von einem Tor Bis wieder zu
dem andern. So wandert` gestern ich
allein Erst über grün
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Zimmerspruch bei Aufrichtung eines Landarmen-Schul

Ihr seid gekommen, uns zu fragen, Was
wir gebaut an diesem Ort; Wohlan, ihr
Freunde! laßt`s euch sagen, Und merket
auf mein schlichtes Wort: Ein Tempel
ist`s, den wir gebaue
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Ergebung und Übung.

Immer ernster wird das Leben, Immer
näher rückt der Tod, Herz! was kann
die Welt dir geben, Als den Tod, womit
sie droht? Du, mein Gott! nur du
allein Kannst des Lebens Spen
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Immanenz

In einen hohlen Schädel kroch die
Maus, Und fand den alten Weg nicht mehr
hinaus; Nun kollert auf dem Estrich
fort der Kopf, Endlos getrieben von dem
armen Tropf. So hab` ic
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Das Ende des alten Ziegenbalg

In einer Stadt im
Sachsenland, Pulsnitz, so ist die Stadt
genannt, Da wohnt` ein Bürger schlecht
und recht, Ein freier Wann und Gottes
Knecht. Kein Silber blinkt ihm in den

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Die Zionswächter

In einer Stadt verbreitet sich die
Mähr, Es wiederfahr` ihr heut` vor
andern Gar eine seltsam große
Ehr`; Es soll der Fürst durch lhre
Thoro wandern. Der Magistrat, der au
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Das Studierzimmer

In freier Luft Hab` ich mein Pult mir
aufgeschlagen, Da mag es besser mir
behagen In Waldesluft, Im
Erlenlaub, Als drin im alten dumpfen
Bücherstaub. Schön ta
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Curriculum philosophicum

In goldpapier`ner Kappe, Den Besenstiel
zum Speer, Mit einem Schild von
Pappe Zog Karl, der Held,
einher. Die Wangen, roch von
Ziegel, Von Kohlen schwarz der Bart,
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Der Sängers Wanderstab

Kennt ihr des holden Stabes Kraft, Der
alle Wunder thut, Aus Wüsten Paradiese
schafft, Aus Grillen leichtes
Blut? Beflügelt trägt er
himmelan Und husch! ins Thal hinab,
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Gras und Gerber

Kommt einst Herr Rudolf wohlgemuth Vor
Basel hingeritten, Am Steinenthor bei`m
Gerber thut Er um den Imbis
bitten. `Seid mir gegrüßt, mein
werther Gast, `Wollt ihr e
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Graf und Gerber.

Kommt einst Herr Rudolf Wolgemut Vor
Basel hergeschritten, Am Steinentor
bei`m Gerber tut Er um den Imbiss
bitten. `Seid mir gegrüßt, werter
Gast, Wollt ihr euch so
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Elegie aus den Gottesacker zu Herrnhut

Laß, o laß mich verweilen auf
steinbesäetem Acker, Laß den
wankenden Fuß streifen das wogende
Gras: Sage nicht: `Horch, wie der Wind
so kalt die Linden
durchsauset!` Lieblich klingt mi
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Die schweizerische Musikgesellschaft

Laßt ruhen nun die Flöten und die
Geigen Und spannet ab der Saiten
Strang; Doch wenn auch Erz, wenn Harf`
und Pauken schweigen, Es schwelge
nimmer der Gesang:    
Feierli
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Vergnügliches

Mein Mattlein ist so grün, als meines
Nachbars Matten, Des Baumleins Schatten
kühl, wie vieler Bäume Schatten, Mein
kleiner Heerd so warm, als Ball- und
Opernsaal, Des Lämpchens Schein
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Lesestunde

Mit dem Buch in`s Freie ging
ich, Wählt` mir einen
Schattensitz, Eifrig an zu lesen fing
ich, Und mich fing des Autors
Witz. Aber sieh! der Wind, der
lose, Will, man soll ihn
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Schlittenlied

Munter, munter, Berg hinunter Gleitet
schnell des Schlittens Lauf, Schwer und
sauer, Längs der Mauer, Ziehen wir
ihn wieder `rauf. Auf und
nieder, Hin u
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Nach den Bergen

Nach den Bergen lass mich schauen, Wo
mit Schatten spielt das Licht, Wo das
Grüne sich am Blauen, Sich das Blau am
Grünen bricht; Wo in leisen
Übergängen Hohes sich zum Ti
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Nach den Bergen

Nach den Bergen laß mich schauen, Wo
mit Schatten spielt das Licht, Wo das
Grüne sich am Blauen, Eich das Blau am
Grünen bricht; Wo in leisen
Uebergängen Hohes sich zum Ti
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Der Unfruchtbare

Nein, nicht länger hier im
Garten Duld` ich diesen argen
Baum, Darf ich keine Frucht
erwarten, Mach` er billig andern
Raum; Zwar im Frühling strotzt er
immer Von der reichst
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Die Jungfrau auf dem Drachenfels

Noch hielt in diesen heitern Rheines
Landen, Die froh dein Aug` im
Sonnenglanz erblickt, Des Satans Macht
in finstern Todesbanden Der blinden
Heiden armes Volk verstrickt; So oft
ein
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Johann Wessel

Noch immer lag an schnöder
Fessel Gebunden Gottes freies Wort, Da
zog nach Rom den Johann Wessel Ein
mächtiges Verlangen fort. Ihm sind
die Schnee- und Felsenpfade D
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Am Murtensee

Ob noch so klar, und heiter Dein
glatter Spiegel lacht, Her ist es
nicht, der weiter Das enge Herz mir
macht; Wie sollt` ich an dem
Flachen In flacher Luft mich freu`n,
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Die Winterrose

Rings in meinem Gärtchen wehte Rauher
Wind die Blätter ab, Einsam steht auf
ihrem Grab Noch die Ros` im
Blumenbeete. Und an ihrem Blick
erfreut sich Jeden Morgen neu
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Die hohle Gasse

Seht in der hohlen Gasse Ein Denkmal
aufgericht`t, Das Hohle und die
Gasse, Die machen`s aber nicht. Die
hohlen Worte gellen Wohl Gassen auf und
ab, Doch rufen
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Dampfschiff

Seh` ich durch des Sees Wellen Hin und
her den Dämpfer streichen, Seh` ich
wie ihm schon von Weitem Aus die Schiff
und Schifflein weichen; Wohl naht hie
und da ein Nachen
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Gott ist mein Lied

Sie mögen singen von der Liebe, Von
treuer Liebe sing auch ich, Sie mögen
seufzen, dass sie bliebe, S e i n 
Lieben bleibet ewiglich. Sie mögen
singen von den Sternen
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Liebe und Treue

Sie reden von alter Lieb` und
Treu`, Und doch ist die Liebe stets
jung und neu. Der Grund ist der eine
und alte, der bleibt, Doch neu ist der
Trieb, wenn er wirket und treibt. Die
Tr
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Des Lebens Schule

So lange von der Parzen Spule Des
Lebens krauser Faden rinnt, Geh`n wir
auf Erden in die Schule, Wo gar
verschied`ne Lehrer sind; Und Freuden
und Leiden, und Finden, Verlassen,
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Reiterlied

Trib! trab! mein Pferdchen
munter Durchs helle Rosenthal, Die
Blümelein, je bunter, Je schöner ist
die Wahl, Husch, husch, es flieht der
Rasen, Die schönen Seifenblasen,
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An die Perspektivischen

Trübe Fernen mögt ihr suchen Durch
das trübe Fernrohrglas, Lieber leg`
ich unter Buchen Mich ins frische,
weiche Gras; Nach dem Weiten mögt ihr
spähen, Lugen euch die Aug
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Die schweizerischen Geschichtsforscher.

Vereint sind wir zum schönen Werke, Es
schlingt sich freudig Hand in Hand, Der
Freiheit Hort ist unsre Stärke, Und
unser Stolz – das Vaterland. Ihm
weihen wir die schöns
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Die schweizerischen Geschichtsforscher

Vereint sind wir zum schönen Werke, Es
schlingt sich freudig Hand in Hand, Der
Freiheit Hort ist unsre Stärke, Und
unser Stolz — das Vaterland. Ihm
weihen wir die schöns
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König und Hufschmidt

Vermummet kommt geritten Im Mantel ein
Reitersmann Und bindet an rußiger
Schmitten Den schäumenden Braunen ihm
an. Gar lustig die Funken
sprühen, Es keuchen die Bä
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Verschwimmen?

Verschwimmen, liebes Herz! willst du,
verschwimmen, An Sonnenstäubchen in
dem Liebesmeere? Ich weiß, es haben
Viele diese Lehre, Doch nimmer will
mein Glaube dazu stimmen.
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Amandus

Vertieft in göttlicher Gedanken
Regung Zog über Feld Amandus seine
Straßen, Nichts stört der Seele
heilige Bewegung. Vom Himmel troff
der Regen sonder Maaßen, Nur mühsa
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Das Kirchlein auf dem Berge

Von dem Berg herüber läutet`s, Das
ist nicht der Herden
Klang, Sonntagsruhe, das
bedeutet`s, Und das Volk, den Berg
entlang, Strömt in buntgeputzter
Menge Nach dem Kirchlei
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Der Mythen

Von Pilatus weiß ein Jeder, Was die
Sage hat berichtet, Aber wer hat von
dem Mythen Einen Mythus je
gedichtet? Von dem Mythen, der gen
Himmel Strecket seine beiden Zacken
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Wanderlied

Weiter fort und immer weiter Durch die
große Welt, Mit dem Herzen frisch und
heiter, Gott anheimgestellt. Weiter
fort und immer weiter Sonder Noth und
Angst. G
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Einsame Wanderung

Wenn ich so einsam wandle Durch Flur
und Feld und Hain, Und da mit mir
verhandle Was mir gehört allein: Ist
mir als ob ein Andrer Mit seinem Hauch
mir nah`, Und spräc
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Octoberlied

Wie ein grober, Rauher Bauer, Also
sauer, Tritt herein der Herr
Oktober. Komm nur Alter, Ob auch
tropfe Auf dem Kopfe Dir der graue
Nebelspalter.
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Wiegenlied

Wie mit glühend rothen Wangen, Leben
saugend aus dem Baum, Aepfel an den
Zweigen prangen, Liegt daß Kind auf
weichem Flaum; Engel hüten seine
Wiege Mit geschwisterlichem Si
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Lilien des Feldes

Wie sie spinnen, Wie sie weben, Wie
sie sinnen, Zu gewinnen — Und das
nennen sie ein Leben! Wie
gesponnen, So zerronnen, Wie
gewoben, So zerstob
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Altes Räthsel

Wie viele Ellen Tuch der liebe
Gott, Ich frag` es wahrlich nicht in
losem Spott, Wie viel er wohl zu einem
Mantel brauch`, Sag`, liebe Seele!
weißt du`s auch? Der Himmel, sa
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Der Kinder Weihnachtslied

Wir danken dir du gutes, Du liebes
Weihnachtskind, Daß wir so frohen
Muthes Am heil`gen Abend sind. O
warst du nicht gekommen In jener
heil`gen Nacht, Wie viel
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Des Liedes und der Liebe Macht

Wo nahm` ich Luft und Odem her, Wenn
nicht die Macht des Liedes wär`?` Des
Liedes Nacht Die Tag und Nacht Zum
reinen Quell der Freuden macht. Wo
nähm` ich Trost und
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Das erste Grün

Wohl sind die grünen Decken Gebreitet
übers Land, Doch dürre sind die
Hecken, Und auch die Blume
strecken Gar kläglich aus die kahle
Hand. Was soll dem Erdenstaube
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Die Gebetskammer

`Geh, wen du beten willst, geh` in dein
Kämmerlein!` Wo soll, so fragst du
mich, die rechte Kammer sein? Wär`s
eine Kammer wohl, im Hause schön
gelegen, Von der ein jeder sagt, sie
sei d
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Wandergruß

`Gelobt sei Jesus Christ;` So tönt der
Gruß im Lande, Du achte nicht der
Schande, Und wie es bräuchlich
ist, So sprich: in Ewigkeit
Amen. `Gelobt sei Jesus Christ,`
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Kreuz am Wege

`Mißt die Kreuze aus der
Erde.` Herwegh. — `Das werden sie
wohl bleiben lau.` Luther. Mich
soll es freuen jedesmal Tritt mir auf
meinen Wegen Auf Ber
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