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Gedichte - Karoline von Günderode


Der Nil

Aber ich stürze von Bergen
hernieder, Wo mich der Regen des Himmels
gekühlt, Tränke erbarmend die
lechzenden Brüder Daß sich ihr
brennendes Bette erfüllt. Jauchzend
begrüß
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Ägypten

Blau ist meines Himmels Bogen, Ist von
Regen nie umzogen, Ist von Wolken nicht
umspielt, Nie vom Abendtau
gekühlt. Meine Bäche fließen
träge, Oft verschlungen auf dem We
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Hochroth

Du innig Roth,
Bis an den Tod
Soll meine Lieb Dir gleichen,
Soll nimmer bleichen,
Bis an den Tod,
Du glühend Roth,
Soll sie Dir gleichen.
Piedro

Dunkel ruhet auf den Wassern, Tiefe
Stille weit umher, Piedro`s Schiff nur
theilt die Wellen, Seine Ruder schlägt
das Meer. Aber Piedro steht am
Maste Und sein Aug` in trü
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Der Luftschiffer

Gefahren bin ich in schwankendem
Kahne Auf dem blaulichen Oceane, Der die
leuchtenden Sterne umfließt, Habe die
himmlischen Mächte begrüßt. War, in
ihrer Betrachtung versunken,
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Die Töne

Ihr tiefen Seelen, die im Stoff
gefangen, Nach Lebensodem, nach
Befreiung ringt; Wer löset eure Bande
dem Verlangen, Das gern melodisch aus
der Stummheit dringt? Wer Töne öffnet
eurer
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Ist Alles stumm und leer

Ist Alles so öd und hin, Bange mein
Geist und Sinn, Wollte, nicht weiß ich
was Jagt mich ohne Unterlaß Wüßt ich
wohin? - Ein Bild von Meisterhand Hat
mir den Sinn
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Wunsch

Ja Quitos Hand, hat meine Hand
berühret Und freundlich zu den Lippen
sie geführet, An meinem Busen hat sein
Haupt geruht. Da fühlt ich tief ein
liebend fromm Ergeben. Mußt ich
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Liebst du das Dunkel...

Liebst du das Dunkel Tauigter
Nächte? Graut dir der Morgen, Starrst
du ins Spätrot, Seufzest beim
Mahle Stößest den Becher Weg von den
Lippen? Liebst du nicht Jagdl
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Des Knaben Abendgruss

Mitternacht! Mitternacht! Ich bin
erwacht, Der Mondenschein Schaut hell
herein In mein Kämmerlein; Da muß ich
traurig sein. Denn sonst im
Mondenschein War mit mir am
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Liebe

O reiche Armuth! Gebend, seliges
Empfangen! In Zagheit Muth! in Freiheit
doch gefangen. In Stummheit
Sprache, Schüchtern bei Tage, Siegend
mit zaghaftem Bangen. Lebendiger
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An Eusebio

Vergib, o Freund! daß ich mit
kind`scher Sprache, Aus deines Herzens
tiefem Heiligthume, Akkorde leise
nachzulallen wage, Beim Höchsten aber
schülerhaft verstumme. Und reden m
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Die eine Klage

Wer die tiefsten aller Wunden hat in
Geist und Sinn empfunden, bittrer
Trennung Schmerz; Wer geliebt, was er
verloren, lassen muß, was er
erkoren, das geliebte Herz,
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Die Einzige

Wie ist ganz mein Sinn befangen, Einer,
Einer anzuhangen; Diese Eine zu
umpfangen Treibt mich einzig nur
Verlangen; Freude kann mir nur
gewähren, Heimlich diesen Wunsch zu
nähren
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Wild verwirrt sind mir die Sinne

Wild verwirrt sind mir die Sinne; Steig
herauf, eh ich beginne, Dich am
Schlangenhaar zu greifen, Wüthend an
den Tag zu schleifen. Weh wenn du mit
Antwort geizest, Schwer mir so d
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Wo erfrag ich den Freund

Wo erfrag ich den Freund, wo find ich,
was ich verlohren, Sage es Morgenroth
mir, wo mein Geliebter verweilt! Weihet
der Priester den Schleier, der den, dich
mir o Lieber vereinigt, Hält ein
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Zwei Augen wie Sterne

Zwei Augen wie Sterne Die sähen so
gerne Das wonnige Licht, Und dürfen es
nicht; Die hellen Karfunklen Die
könnten verdunklen Das sonnige
Licht, Und dürfen es nicht
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