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Gedichte - Leo Sachse


Am Waldesrand und Meeresstrand

(Heiliger Damm) Waldvöglein war noch
eben wach, Nun träumt`s schon von der
Brut; Nachtfalter unter`m
Flügeldach Auf duft`ger Blume
ruht. Unheimlich durch das Waldre
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Ergebung

Ach mit mir, dem Armen, Hat kein Mensch
Erbarmen, Bin in Schmerz und Elend ganz
allein! Meiner Lebensgeister Bin ich
nicht mehr Meister, Angst und Ohnmacht
stellen oft sich ei
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Wieder mein

Ach, wie wär`s möglich dann, Daß ich
dich lassen kann! Komm` an mein Herz
geschwind, Mein
Herzenskind! Fühltest Du, teures
Lieb, Nicht, daß ich treu Dir blieb?
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Sonst und jetzt

Als ich in Deine Augen Durst` meine
Blicke tauchen — Tief auf den
Grund, War ich so selig trunken, Im
tiefen See versunken, — O so
gesund! Mir bleibt`s ein
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Der Künstler und sein Ideal

Am Kämmerlein So eng und klein Ist
doch ein trautes Wohnen. Ich kann und
mag Im Prunkgemach Des Königs nimmer
thronen. Das Fensterlein So morsch
und kl
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Bitte

Auf hartem, scharfen Urgestein Welch`
weiches zartes Leben! Viel Gräser
schlank und Glocken fein Sie wiegen,
biegen, schweben. Welch`
wunderlieblich` Himmelsbild Im G
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Im Mai

Aus Ast und Zweiglein drangen In Fülle
Blatt und Blüt`, Und alle Vöglein
sangen Und wurden nimmer müd` — So
sangerglüht. Waldvögleins
Herzenssprache Erk
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Unstet und flüchtig

Bald möcht` ich sein Allein, allein
— Allein mit meinem Harme, Und
wieder bald Wo`s hallt und schallt In
froher Menschen Schwarme. Und bin ich
mein, A
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Lenzlob

Blauer Äther, grünes
Thal, Frühlingsodem,
Frühlingsstrahl, Waldesnacht und
Wellenglanz, Rings der Berge
Kronenkranz! Heimat, Heimat, trautes
Land! Zauberschön im Lenzgewa
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Herr und Herrin

Da droben die Sterne Sind nimmer so
fern, Und einer ist meiner, Dem folg`
ich so gern. Ich sag` es mit
Freuden: Hab` Herrin und Herrn, — Im
Herzen das Liebchen,
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An die Lindenblüte

Das Herzblatt ist Dir eigen, D`rum
lieb` ich, Linde, Dich; Mit Deinen
reichen Zweigen Beschütz` und schirme
mich! — — Ihr tausend, tausend
Blüten, Wie hangt ihr
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Das Lerchenlied im Himmelszelt

Das Lerchenlied im Himmelszelt, Das
Lied der Nachtigall, Die Blumen all` in
Wald und Feld: Wem singt und blüht das
all? Nur wem im Herzen es
wiederklingt, Für den es singt;
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Der Fels

Das Meer hat brausend sich
erhoben, Schlägt wütend an den
Felsenwall; Doch wie auch all` die
Massen toben, Stets stürzt zurück der
Wogenschwall. Hoch wälzt heran die
Wel
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Mein Herzblatt-Immergrün

Der Freunde Jubel ist verrauscht, Bin
wieder ganz allein, Hab` wieder still
mein Herz belauscht: `s ist nicht mein
Herz, `s ist Dein. Wohl liegt jetzt
zwischen Dir und mir
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Stets bei Dir

Der Himmel so heiter! Die Luft so
klar! Wie glänzen die Berge So
wunderbar! O könnt` ich wandern Mit
Dir allein Auf Bergeshöhen Im
Morgenschein!
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Am Bach

Der Himmel war so schwarz bedeckt, Der
Sonne Glanz verborgen; Ich hatt` am
Bach mich hingestreckt, Das bange Herz
voll Sorgen. Und als das müde Haupt
sich neigt, Als schweige
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Strände

Der Sommer schwand, Verödet steht die
Flur, Entlaubt und stumm Der sonst so
schöne Wald. Sie sind dahin Die
Freuden der Natur; Die Wolken
zieh`n, Die Luft weht
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Des Menschen Leben ist ein Buch

Des Menschen Leben ist ein Buch; Die
Blätter sind die Tage, D`rauf schreibt
das Schicksal Zug um Zug Und schließt
mit einer Frage. — Dein Leben und das
meine sind Zwei Bü
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Unnötige Sorge

Die Linde über hundert Jahr, Die
übervoll von Blüten war, Ward über
Nacht vom Blitz erschlagen. `Wie werden
die armen Vöglein klagen!` So dacht`
ich und besah den Baum; D
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Abend am Meer

Die Winde schweigen, Die Welle
ruht, Die Sterne steigen Aus kühler
Flut. Mit mildem Glanze Der traute
Mond Im Sternenkranze So lieblich
thront.
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Am Meer

Die Wolken wandern, Die Sonne
verglüht, Gold-purpurn leuchtet die
See. Die Woge wälzt sich Schäumt und
bäumt Am Felsen in die Höh`.  
  Die Dämm`rung n
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Lenzluft

Du Lerche in Lüften Was trillerst Du
so? Du flatternder Falter, Was
schillerst Du so? Ihr Blätter und
Blüten An Baum und Gesträuch, Ihr
Kräuter und Gräser,
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Das Volkslied

Du Maid im losen Lockenhaar, Mit Deinen
Augen groß und klar, Von dunklen
Brauen überzogen, Mit Deiner Lippen
Liebesbogen, Mit weicher Wang` und
rundem Kinn, Mit Deinem träu
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Mein Dichten

Eh` sich der Brust ein Lied
entrang, War`s mir im Herzen oft so
bang`, Empfand ich leises Weh`n. Und
hoch und höher stieg die Glut: Aus
dunkler Tiefe quoll die Flut. - Ich he
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Anna!

Ein Lied, das meiner Brust
entstammt, Hat mir das Herz von Druck
befreit, Hat meine Seele neu
entflammt, Hat höhern Zielen mich
geweiht; Das ist mein Glück. — Doch
mehr entzückt
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Spätröslein

Ein Röslein blühte frisch und rot In
meinem Garten ganz allein: All` andern
Blumen waren tot; Denn längst zog
Sturm und Kälte ein. Das Röslein aber
stand versteckt Und di
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Erdacht, erlebt, empfunden - I.

Erdacht, erlebt, empfunden, Im losen
Reim verbunden. I. Am
Fels Scheinleben und Scheintod Ich
klomm mit Fuß und Stock und Hand Empor
an schroffer Ufer
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Am Abend

Es glänzt der Mond im Ätherblau, Viel
bunte Blumen blüh`n auf der Au`, Die
Vöglein singen im Lindenbaum, Durch
meine Brust zieht Lenzestraum; Ich
denk` an meiner Heimat Thal,
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Gruß und Kuß

Gruß und Kuß von Lenz und
Liebe. Küßt Frühlingsstrahl Das
Erdenthal, Muß Schnee und Eis
entweichen. Weht Lenzesluft Und
Blütenduft, So tö
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Hast, Herz, Dich auch gefraget?

Hast, Herz, Dich auch gefraget, Ob`s
nun nicht schon zu spät? Hast`s Lieben
lang vertaget, Wer ist`s, der nun Dir
rät? — — Es war in später
Stunde, In tiefer Winternach
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Bester Tausch

Hoch hinter mächt`ger Felsenwand Zwei
Seen sind gelegen; Ich klomm hinan mit
Fuß und Hand Auf nie begangenen
Wegen. Als ich dem Ziele ziemlich
nah`. Fand ich kein Fl
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An die Sonne

Holde Königin des Himmels, Gold`ne
Sonne sei gegrüßt, Die die Nacht des
Erdgetümmels Hell mit Strahlen
übergießt, Die der Wolken Flor
zerrissen, Die der Erde freundlich
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Herbst-Bilder

I. Sens` und Sichel rasten Unter`m
Scheunendach, Gold`ner Ähren
Lasten Füllen Fach um Fach. Frucht
der Halm` und Bäume Lagert Schicht auf
Schicht,
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Kühler Trank

Ich hab` es fest nun ausgemacht: Mich
darf kein Schmerz entmannen; Kommt er
bei Tag, kommmt er bei Nacht! Ich jag`
ihn flugs von dannen. Wie drückte
mich der Wolken Grau,
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Traum im Schiff

Ich schlief im Schiff in dunkler
Nacht, Von hoher Flut getragen, Da
hört` im Traum ich ängstlich,
laut Ein Mägdlein weinend
klagen. Ich ging auf Deck, die Nacht
war still;
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Der alte Schiffer

Ich steh` am Strand Und pfeif` ein
Lied; Schon schwand das Abendrot. Leis
über`n Sand Die Welle zieht, Es
schwankt mein Ruderboot. Gegliedert
fein Die P
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Ich suche Ruh

Ich suche Ruh`; Zu läßt`s nicht
zu. Ich stand im Felde Sonntags
früh, Andächtigem Schau`n
ergeben. Ich sah der Erde süße
Müh`, Der Kräfte stilles Weben
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Trübe Stimmung

Ich war ein Narr, Du warst ein Kind, Ob
wir nun anders geworden sind? Wir beide
liebten allein nur Dich; Liebt jetzt
vielleicht ein Wesen mich? Ich wollte,
ich hätte nie wieder geh
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Gleich und Gleich

Ihr armen Vöglein im Gesträuch, Was
soll das laute Klagen? Seht Ihr den
Adler über Euch? Will Euch der Hunger
plagen? Das Futter ist doch gar nicht
rar, Und leblos
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Herbst im Saalthal

Ihr Blätter, wie so traurig! Ihr
Nebel, wie so schaurig! Der
Sonnenstrahl so lau! Dahin die milden
Lüfte, Dahin die Blumendüfte, Das
tiefe Himmelsblau! Kein
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Erdacht, erlebt, empfunden - II.

II. Am Wege Ein Weidenbaum, ein
Pflanzengreis, Am Wege stand, der Tag
war heiß; Stock, Hut und Rock selbst
ward zur Last, Im kargen Schatten
sucht` ich Rast. Die Weid
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Erdacht, erlebt, empfunden - III.

III. Auf See Im Osten prangt noch
prächtig Rot, Im West der
Wiederschein; Nun trage, treues
Ruderboot, Mich in die Flut
hinein! Hoch wirft empor der
Morgenwin
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Ein Erinnerungstag

Im Buch der Schöpfung steht
geschrieben: `Die Menschen sind
erlesen, Hoch über allen
Wesen Einander treu zu lieben!` Und
als wir Beide uns geseh`n, Da war`s
nach dem Gesetz
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In Schöneberg bei Innsbruck

Im tiefen Thale rauscht der Inn Dahin
im wilden Lauf, Und jodelnd steigt die
Sennerin Zur hohen Alm hinauf. Der
Senne singt mit Hellem Sang, Daß rings
das Echo schall
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Nimm, Herz, zurück Dein Götterbild!

In Deinen Füßen hab` ich geweint Und
flehte um Gnade und Liebe: — O daß
ich ewig liegen bliebe, Bis mir ein
Hoffnungsstrahl erscheint! Zu Deinen
Füßen hab` ich gekniet
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Lenzestraum

Kehrt nun der Frühling wieder In unser
Thal zurück, Dann sing` auf`s Neu` ich
Lieder Und freue mich im
Glück. Dann steig` ich auf die
Berge, Wo Lust und Freiheit we
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Waldröslein

Langweilen Dich die
Wochentagsgeschichten: Kind, lausche
mir, ich will von Rosen dichten! Komm`
mit, komm` mit! ich will sogar Dir
zeigen, Die Stelle, wo die schönste
Rose blüht; A
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Los alles Irdischen

Lenzeshauche sprangen Die Knospen über
Nacht. Von zweier Augen Prangen Mein
Herz war aufgewacht. Der Lenz zog
durch die Fluren, Die Liebe durch mein
Herz; —
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Das vierblättrige Kleeblatt

Mein Schatzel ging auf grüner Au` Zu
suchen mir `ein Glück`, Sie fand`s mit
ihren Äuglein blau Und kehrte froh
zurück. Sie barg es sorglich in
Papier, Berührt`s m
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Lieb Schatzel

Nicht breiten die Bäume ihr schattig
Geäst Auf Arlbergs Höh`n; Es brütet
kein Vöglein im zierlichen Nest: Und
dennoch — wie schön! Die Lüfte
wie wonnig! Der H
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Traumerlauscht, glückberauscht

Schlich mich in den Garten sacht Hin zu
Busch und Bäumen, Stand in stiller
Winternacht, Wo die Blumen
träumen. Alles Träumen war
Gesang, — Lauter Lenzeslieder,
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Frühlingsankunft

Schon schwebt der Frühling
wieder Herab auf die Natur. Schon
schallen laut die Lieder Auf unsrer
trauten Flur. Er zieht mit sanften
Schwingen Hin über`s weite Land,
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Die Dorflinde

Sei froh gegrüßt, traut` Linde, So
stark, so hoch, so alt! Ich Deines
Gleichen finde Wohl nie im dichten
Wald. Dich pflanzten hier die
Ahnen Vor altersgrauer Zeit,
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Neigung

Siehe die Winde im Feld, Wie sie die
Ähre umschlinget! Sieh` auch des Epheu
Gelock, Wie es die Eiche
umgürtet! Oder die Rebe wie fest Sie
um die Ulme sich ranket! Inn
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Zum Osterfest

Sieh` wie die Sonne lacht! Langsam nach
Winternacht Ist die Natur
erwacht. Wind weht aus Süd und
West, Schnell schmilzt des Schneees
Rest Zum Osterfest. Ostern
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Ergebung und Bitte

So sitzt man da Und quält sich nun Um
so ein thöricht` Kind. Ich lieb` dich
ja, Doch laß mich ruh`n, Ich bitte:
Flieh` geschwind! Ich will nicht
nach Dem Wald
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Der dürre Strauch

Sprecht, wo ist der Frühling hin? Ist
er nicht gewesen? Sollte doch mein
trüber Sinn Nur durch ihn
genesen! Nun die Sonne brennt so
stark, Und ich muß es leiden,
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Letzte Klage, letzter Trost

Streckst Dich wieder auf die
Folter, Armes Herz, zu eig`ner
Pein? Laß das Quälen, laß das
Quälen, Herz, mein Herz, o laß es
sein! Fern in Deinem
Heimatthale Grün
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Immerblüt

Traulich winkt am Wiesenrand Jahres
letzte Blüte. Bunte Schar der
Schwestern schwand Waren matt und
müde. Maßlieb, Du mein
Tausendschön, Stern mit weißem
Strahle:
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Horch! Horch!

Von all` den kleinen
Festgeschenken, Womit man heute Dich
beglückt, Wirst Du am meisten — darf
ich`s denken? Von diesem Liedlein wohl
entzückt. Es ist das Beste, was ich
habe;
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Pilz und Herbstzeitlose

Von Erl` und Esche Blatt um Blatt Fallt
ohne Windeshilfe, Es knickt die Dolde,
müd` und matt, Tief hängt das Rohr im
Schilfe. Und schnell, eh`s grüne
Gras verblich,
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Ich denke Dein

Von ferne klinget sanft Geläut` Herein
in mein Gemach. Es weht der Wind wie
selten heut` Und rüttelt an dem
Dach. So friedlich wie der
Heerdenklang War`s in der Seel
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Stets bekriegt - nie besiegt

Von steter Arbeit kraftbenommen, Floh
ich zu Dir, mein Hochlandsee. Heil ward
das Haupt, das Herz beklommen: Erwacht
ist drinnen altes Weh. Ihr Wellen,
die ihr mich umspület
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Lenzlied

Wacht auf, Ihr Schläfer groß und
klein, Du Blüte, Halm und
Blatt! Heraus aus seinem
Kämmerlein, Was Bein` und Flügel
hat! Erklingt nicht Euer
Lieblingslied, Des L
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Sehnsuchtsschmerz

Warum so fern, Mein Glück, mein
Stern? Mir bricht das Herz Vor
Sehnsuchtsschmerz! Wie ist die Welt so
freudenleer! Ich irr` allein, allein
umher! Ich bitte Dich, Du li
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Des Lebens Kleinod

Was acht` ich Geld und Würden, Des
Lebens schwere Bürden Mit
trügerischem Schein? Mir ward als
Erdensohne Des Lebens schönste
Krone: Ein treues Weib ward mein!
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Das deutsche Volkslied

Was ist Dein Schatz, Du Heimat mein? Wo
wahrt mein Volk sein höchstes Gut? Ist
es nicht Gold und Edelstein, Beschützt
durch eines Drachen Wut? Ist es nicht
was im grünen Rhein,
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Thränen im Mai

Welch` Jubelruf, welch`
Freudenschrei Erfüllt die ganze
Welt? Erschienen ist der holde
Mai, Und grün ist Wald und
Feld, Und Alles schwärmt und jauchzt
und singt, Un
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Gefunden

Wenn droben auch die Wolken
hangen, Wenn Thal und Höhen
nebelgrau: Mir ist mein Himmel
aufgegangen, Wenn ich in Deine Augen
schau`. Des Himmels Blau erfreut das
Auge,
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Thüringen

Wenn ich so auf Bergen stehe, Unter mir
die grüne Au`, Fluß und Wald und
Felder sehe, Über mir des Himmels
Blau, Sonnengold um
Bergesgipfel, Purpurglut am
Himmelsrand,
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Ich und Du

Wer wohl das Wörtlein hat
erfunden, Das Wörtlein mit dem
Zauberklang, Was längst den Erdkreis
überwunden, Was Erd` und Himmel hat
verbunden, Was mich begeistert zum
Gesang?
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Am Fenster

Wie die Flocken fliegen Vor dem Hause
dicht! Wie die Pappeln biegen, D`ran
der Wind sich bricht! Wie die
Menschen laufen, Dicht und tief
verhüllt! Wie der Schn
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Vergeblich

Wie doch die Menschen schwärmen!
Das Sehnen und das Härmen
Bringt bittersüßes Leid.
— Umsonst ist alles Lehren,
Vom Lieben zu bekehren,
Gelang zu keiner Zeit.
Vergißmeinnichtsknospe und Blüte

Wie Morgenrot die Knospe glüht, Wie
himmelblau die Blume blüht; Doch eh`
der Sommer noch verstrichen, Ist sie
verfall`n, verwelkt, verblichen. Wie
Morgenröte und Himmelbläue
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Wir

Wir schlagen Ball und treiben Rad Und
laufen um die Wette, Erstürmen kühn
den steilsten Pfad Und spielen Schlang`
und Kette. Wir ziehen in den
wild`sten Strom Mit na
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Womit ich die Braut in Briefen erbaut - I.

Womit ich die Braut In Briefen
erbaut. 1. Herzblättchen Ich
hab` ein Schätzchen zart und fein, Das
mir so ganz gefällt; Und ist es erst
das Weibchen
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Womit ich die Braut in Briefen erbaut - II.

Womit ich die Braut In Briefen
erbaut. 3. Die armen Amseln Am
Fliederbaume, vor dem Fenster Da Hausen
allerlei Gespenster Und zausen Zweig`
um Zweig en
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Am Wege

Zigeuner zieh`n seit aller Zeit Unstät
von Land zu Land; Ob durch Tyrol, sagt`
ich im Streit, Das ist mir
unbekannt. Der Freund war still, wir
stiegen dann Bergauf st
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Mein Schild

Zwei Dinge hab` ich heut`
gefunden, Und, was sie sprachen,
reimverbunden: — Hie Fichtenzweig,
hie Lindenblatt. `Mich treibt ein
ungebändigt Sehnen, Ich muß mich in
die Br
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