A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

Gedichte - Louise Franziska Aston


Berlin

am Abende des 12. November 1848Wilde
kriegerische KlängeTönen in die Nacht
hinaus,Schweigend harrt des Volkes
MengeVor dem königlichen Haus;Manches
Auge blitzt in Thränen
... weiterlesen

Anzeigen



Die wilde Rose

Da droben auf einsamer Höhe Die wilde
Rose blüht, Und wer sie von Ferne
gesehen, In heißer Sehnsucht
erglüht. Zu ihr über Felsen und
Klüfte Ein kühner Jäger klimmt.
... weiterlesen


Harmonie

Das ist der Tag, der leuchtend
aufgegangen! Nicht mehr verworr`ner
Traum hält mich umfangen! Die
Schattenbilder seh` ich rings
zerfließen, In`s weite Meer des Lichtes
sich ergießen, K
... weiterlesen


Nach der ersten Vertreibung der Berliner Volksvert

Das Schauspiel ist zu Ende - Der Henker
hat sein Theil; Das Haupt Maria
Stuart`s Fiel unter seinem
Beil! »Elisabeth von England, Nur sie
ist souverain; Wer nach der K
... weiterlesen


Letzter Trost

Du gold`ne Zeit, du Traumbild der
Poeten! Wann leuchten wieder deine
Morgenröthen? Jetzt ist des Menschen
Eigenstes geknechtet; Wer selbst sich
lebt, verspottet und geächtet. Ob allem

... weiterlesen


Kerker-Phantasie

Es liegt vor mir das Wort des Herrn, Die
Bibel, aufgeschlagen; Daraus gemahnt
mich, bleich und fern, Der Geist von
alten Tagen. Du hast Erlösung
prophezeit! Erlösung bringst du n
... weiterlesen


Lebensmotto

Fromme Seelen, fromme
Herzen, Himmelssehnend, lebenssatt; Euch
ist rings ein Thal der Schmerzen, Eine
finst`re Schädelstatt! Mag in
schreckenden Gesichten Bang vor mir das
Schicks
... weiterlesen


Dithyrambe

Glücklich, wem der Gott der Reben Seine
süßen Gaben beut, Hüllend um das
ganze Leben Selige Vergessenheit! Alle
finstern Geister weichen, Aller Fesseln
sind wir los, Herr
... weiterlesen


Wilde Rosen

Ich begrüße euch, ihr Rosen, In der
Freiheit wilder Pracht, Eingewiegt von
Sturmestosen, Großgesäugt vom Thau der
Nacht! Nicht im traulichen Gehege, In
des Gartens Mutterschoß
... weiterlesen


Nachtphantasien

Ich sah mich in Träumen der
Mitternacht Verlassen und verachtet! Des
Auges milde Glut und Pracht, Das liebend
einst über mir gewacht, Ich sah es von
Haß umnachtet! Mir ma
... weiterlesen


Den Frauen

Ihr richtet streng, der Sitte heil`ge
Vehm`, Und schleudert auf mein Haupt das
Anathem! Mögt ihr zu Boden stürzen
eure Kerzen Und schlagen an die Brust,
so tugendreich: Ich fühl` es m
... weiterlesen


Weihe

Ja, ihr les`t in meinen Blicken Keine
Sternenschrift der Seligkeit! Denn dies
Aug` hat das Entzücken Schon verlernt
seit langer, langer Zeit. Mahnend
spricht es nur von Opfertod,
... weiterlesen


An Ihn

Kann ich lindern dieses Sehnen, Das mich
träumend Dir vereint? Dir verhaßt sind
diese Thränen, Die der blasse Kummer
weint; Die ein Opfer des
Geschickes Weint am Grab entschwund
... weiterlesen


Die Türkin

Leise Abendwinde necken Buhlerisch den
Myrthenhain, Bergen sich in
Lorbeerhecken, Wiegen dort die Blüthen
ein; Flattern weiter dann zum Meere, Das
in einer wilden Nacht Gott
... weiterlesen


Ein heil`ges Fest

O dieser Tag der höchsten Feier, Der
mir das Herz im Busen bricht; Der
höhnend durch der Zukunft Schleier Mir
zeigt des Schmerzes Angesicht! Ein
Schmerz, der nicht in leichtem Beben,
... weiterlesen


An George Sand

O naht mit Lorbeerkränzen, naht mit
Palmen! Der Freiheit Majestät ist neu
erwacht; Ein Evangelium kam über
Nacht, Herniederrauschend in
Gewitterpsalmen; Und was vom alten Wahn
umnacht
... weiterlesen


Hinaus

Seh` ich die Vögel fliehn in die
Nester, Ist eine Träne dem Auge
erlaubt; Denn nur die Sorge ist meine
Schwester, Nirgends bett` ich mein
heimatlos Haupt. Drum denn hinaus ins F
... weiterlesen


Flucht

Soll ich nicht brechen die engen
Schranken? Kurz ist der Jugend blühende
Lust! Länger ertrag` ich den Sturm der
Gedanken, Trage den Kampf nicht der
sehnenden Brust! Wild wie Bäche von
... weiterlesen


Im October

Trübe Bilder ziehn vorüber, Und es
bluten alte Wunden! Völker schüttelt
rings das Fieber: Kann ein krankes Herz
gesunden? Seit der heil`gen Nacht des
Märzen Ging manch`
... weiterlesen


In Potsdam

Vom Dome hallen Glockenklänge - Stille
Andacht überall, Gläubig singt des
Volkes Menge Zu der Orgel hellem
Schall; Dort in einsamer Kapelle An des
Altars heilger Schwelle
... weiterlesen


Barrikadenklänge

Warum mein Herz nicht freudig
schlägt Zu all` dem Jubel, diesen
Festen? Mir ist`s wie Ahnung stumm
bewegt, Ich traure mit des Volkes
Besten. Denn wer um Freiheit muthig
rang,
... weiterlesen


Der Linken

Weit in die Ferne mögt Ihr
flüchten, Die einst das Volk hierher
gesandt, Ein stattlich Wohnhaus zu
errichten, Wo sonst der Willkür
Zwingburg stand. Auf freier Schweizer
freien Bergen
... weiterlesen


Den Mördern Robert Blum`s

Wenn einst der Freiheit Hymnen
schallen, Die Schwerter wieder rein von
Blut; Dann will ich zu der Stätte
wallen, Wo Robert Blum, der Edle,
ruht; Dann schmück` ich unter Thränen
... weiterlesen


Lied einer schlesischen Weberin

Wenn`s in den Bergen rastet, Der
Mühlbach stärker rauscht, Der Mond in
stummer Klage Durch`s stille Strohdach
lauscht; Wenn trüb die Lampe
flackert Im Winkel auf dem Schrein:
... weiterlesen