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Gedichte


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Gedichte - Ludwig August Frankl-Hochwart

Dreizehn Lieder - I.

1.

Zu Venedig im Palaste,
Wo die Dogenbilder hängen,
Zeigt man auch ein Bild dem Gaste,
Von Gestalten welch` ein Drängen:

Myriaden sel`ger ... weiterlesen


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Dreizehn Lieder - X.

10.

Das Leben schlug mir Wunden zwanzigfach -
Wie Cäsar sank in [?] Ruh
Den Mantel faltend, fragt mein leises Ach,
Bei deinem, deinem Streich: `Auch du?`


Dreizehn Lieder - XI.

11.

`Ich wollt`, es wäre Schlafenszeit
Und Alles schon vorüber.`
Schiller`s Wallenstein.

O Schlaf, traumvoller Tod!
Ich möchte mich an deinen ... weiterlesen


Dreizehn Lieder - XII.

12.

Wie stolz der Sttom an sei
nem StrandeHinzieht den hellen Pfad,
Ihn kümmert nicht, baß fern vom lande
Der Frost ihm schleichend naht.

Sein ... weiterlesen


Dreizehn Lieder - XIII.

13.

Es muß das scharf geschliffne Herz,
Zerreißen erst der Erde Herz,

Daß es den künft`gen Lenz empfange
Und dann mit Saat und Blumen prange.
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Dreizehn Lieder - II.

2.

Kranke giebt es, die von Rosen
Noch voll Lebenshoffnung träumen,
Wenn sie am erbarmungslosen
Abgrund schon des Todes säumen.

Kranke Schiffer ... weiterlesen


Dreizehn Lieder - V.

5.

So hab` ich auch den Schmerz erfahren,
Wenn lieb` uns stirbt und untergeht,
Die angewohnt seit manchen Jahren
Als Lebensodem uns umweht;

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Dreizehn Lieder - VI.

6.

Sie kann, ich kann es noch nicht fassen,
Es blitzt ein scharfer Dolch mir zu:
Du hast vermocht mich zu verlassen,
Du hast`s vermocht? Du Mädchen? Du?
... weiterlesen


Dreizehn Lieder - VII.

7.

Wie wogst du, Herz, mit so wilder Gewalt,
Was soll dein Pochen und Schlagen?
Ich sehe der Liebe Leiche kalt
Von des Blutes Wellen getragen.

Des ... weiterlesen


Dreizehn Lieder - VIII.

8.

Ich war die Wolke, du der Strahl,
Ich glänzte hell in deinem Schimmer,
Seit er sich treulos von ihr stahl,
Zeigt sie des Friedens Bogen nimmer.


Dreizehn Lieder - IX.

9.

(In der Christnacht.)

Wie weit hinaus die Landschaft flimmert,
In Schnee gehüllt ist alles Feld,
Aus finstrem Blau der Vollmond schimmert
... weiterlesen


Pechkranz

Ach schreite durch den finstern Hain,
Schon zog der Herbst als Gast hinein.

Abweht die Blätter seine Schwinge,
Die gelben, tobten Schmetterlinge.

... weiterlesen


An die Uhr

Alles um mich her ist stille,
    Niemand außer dir und mir;
Ewig wallst du, doch dein Wille
    Hält und treibt doch nicht von hier.

Oft ... weiterlesen


Dolce far niente

Alller Sorgen leicht entbunden,
Hingestreckt im weichen Moose,
Fliehen ungezählt die Stunden,
Gleich den Düften einer Rose.

Glühende Orangen hängen
... weiterlesen


Allerseelentag

Auf dem Kirchhofe zu Währing, bei Wien.

Am Himmel jagten graue Wolkenschatten,
Der Wind fuhr rauschend durch entlaubte Bäume,
Ein herbstlich` Märchen ihnen zu ... weiterlesen


Nachtbild

Auf des Teiches leisen Wellen
Spielt des Mondes milder Schein,
Senken an den Uferstellen
Weiden ihre Schatten ein.

Sanft gezogne Silbergleise
Durch die ... weiterlesen


Berglied

Auf die Berge will ich steigen,
In die Thäler will ich schauen,
Wandelnd mit der Wolken Reigen
Und mit der Gewitter Grauen.

Will des dumpfen Thals vergessen
... weiterlesen


Frühlingsauferstehung

Aus dem Luftgebiete
Fährt herab ein West,
Eh noch eine Blüte
Rings sich schauen läßt.

Und dem luftig Losen
Wird es bang allem,
Niemand ist zu ... weiterlesen


Der Wüstenwanderer

Das Kameel zieht langsam dmch die Wüste
Und ernährt sich kühlend, von den Fluthen,
Die es trank und wieder trinkt in Gluthen,
Bis ihm winket der Oase Küste.

... weiterlesen


Ebbe und Fluth

Das laute Leben schweigt im Hafen,
Die Wimpel, müde wie sie sind,
Sind alle nickend eingeschlafen,
Zuweilen nur geneckt vom Wind.

Der Mond hängt klar im ... weiterlesen


Sonntag auf dem Meere

Das Meer liegt glatt und athmet kaum
In heißer Sonnengluth,
Nur meine Barke weckt den Schaum
Der blaulich hellen Fluth.

Sonst ist es still, kein Windeshauch,
... weiterlesen


Dornbusch

Dein schönes Auge starb in bangen Thränen,
Als ich zum letzten Lebewohl dich sprach.
Du irrst, es weint dem Liebsten nicht dein Sehnen,
Du weinst der Liebe süßen Freuden ... weiterlesen


Grund zur Andacht

Der du grünend noch an Jahren
In dem Leben stehst;
Achte, daß du nicht an weißen Haaren
Stumm vorübergehst.

Neige mit dem Angesichte
Fromm dich jedem ... weiterlesen


Getrübtes Glück

Der Herbst begrüßte schon die Hügel,
Die Rebe beugte sich bekränzt,
Die Bäume schwangen grüne Flügel,
Von Gold und Purpur leicht beglänzt.

Der Sonne goldne ... weiterlesen


Lerchenschlag

Der Himmel blau, die Erde grün
Nach langen Wintertagen —
Du darfst, mein Geist, auch hoffnungskühn
Die Aetherflügel schlagen.

So schwinge dich empor, empor ... weiterlesen


Nächtliche Landschaft

Der Mond hingt leuchtend an dem Himmel,
Muthwill`ge Kinder rings um ihn:
Der Wölkchen störendes Gewimmel,
Er kann nicht ruhig weiter ziehn.

Da wirft, sie von ... weiterlesen


Herbstbild

Des Herbstes kalter Nebel deckt die Auen,
Es glänzen einsam schimmernd in der Arne
Nur Hirtenfeuer durch das feuchte Grauen,
Wie Seelen durch bethränte Augensterne.

... weiterlesen


Waldkirchhof

Des Waldes Bäume stehn in bunten Farben,
An seinem Rande dehnt sich ein Gelände,
Das bildet leichtgefugte Kirchhofwände
Aus Bäumen, die im nahen Walde starben.

... weiterlesen


Faschingsmärchen

Die Gondel schwankt, die Welle rauscht
Im blassen Sternenschein,
Und in die Welle sinnt und lauscht
Mein Auge tief hinein.

Da regt sich`s in der Einsamkeit
... weiterlesen


Abendglocke

Die Nacht schaut finster durch die Luft,
Am finstern Rand des Waldes steigt
Der Herbstesnebel feuchter Duft,
Zu sinnen scheint die Welt und schweigt.

Ich fühle ... weiterlesen


Wolken

Die See, durchglüht vom Sonnenstrahl,
Bewegt ein heißes Wogen,
Sie sendet Wollen ohne Zahl
Empor zum Himmelsbogen.

Schwarz zieht die eine durch das Blau,
... weiterlesen


Sturm

Die Segel fort, bald wird es toben —
Ein bleiches Flämmchen spielt am Mast,
Bist du des Schiffes Seele droben,
Die vor dem Sturm ein Zittern faßt?

Und ... weiterlesen


Sonnenuntergang

Die Sonn ist herabgefallen,
Die goldne Kugel auf Meer;
Die blauen Wogenriesen wallen
Um`s helle Spielzeug lustig her.

Und rotten sie auf ihrem Rücken,
... weiterlesen


Wogentäuschung

Die Woge zieht es hin in raschem Flusse,
Wo See und Himmel ruhn in sel`gem Kusse;

Wo die verschwistert ineinanderrauschen,
Dort will als Gast die stille Woge ... weiterlesen


Mahnung

Dieser Stunden Seligkeit
Trinke kühn mit durst`gem Munde,
Nimm sie auf die schöne Zeit
In dem tiefsten Seelengrunde.

Nah an Wonne gränzt das Leid
Sollten ... weiterlesen


Eigne Schrift

Doch oben auf luftigem Bergrevier
Schaut` ich hinaus in die Ferne,
Das Rauschen der Ströme tief unter mir
Und über mir die Sterne.

Der helle Blick unendlich ... weiterlesen


Schnee

Dort hinaus, in jenen Fernen
Wohnt der Heimath stilles Glück,
Ach wie sehnt nach ihren Sternen
Sich mein Auge trüb zurück.

`Ist dir nicht dein Wunsch ... weiterlesen


Verschwenderin

Du bist an Geist und süßen Reizen hold,
In ihren Perlen wühle ich zu Zeiten,
Und zürne nicht, daß an dem Fadengold
Der Treue nimmer sie die Götter reihten.

... weiterlesen


Die brennende Kerze

Du lichte Seele dunklen Raumes,
Wehmüthig stammst du durch die Nacht!
Bist des verlornen Himmelstraumes
Wie meine Seele du bedacht?

Du warst ein lichter Punkt der ... weiterlesen


Magnete

Du saßest still und lieblich vorgebogen,
Das holde Haupt madonnenhaft gesenkt,
Erinnrungsvolle Wehmuth war verflogen,
Die gerne sonst aus deinen Zügen denkt;
Und ... weiterlesen


Schmetterling

Du taumelst stets in engern Ringen
Um einer Kerze helles Licht —
Gieb Acht, gieb Acht auf deine Schwingen!
Die Flamme läßt vom Sengen nicht.

Und du kannst ... weiterlesen


Kirchhoffeier

Durch Meer und Himmel ist es Nacht,
Und einz`le Sternenbilder nur erhellen
Die Finsterniß mit ihrer Pracht,
Bewegte Gräber schwanken rings die Welten.

Auf ihnen ... weiterlesen


Sühne

Einst bist du fest an mir gehangen,
    Nur fester, weil du es geahnt,
Daß seelentiefer dein Verlangen,
    Daß unstät mich das Leben mahnt.

... weiterlesen


Erzähle mir

Erzähle mir.
Geflüchtet aus des Tages Lärmen,
Erfüllt von Sehnsucht nur nach dir,
Ich komm` als Kind mit dir zu schwärmen.

Erzähle mir,
In deiner ... weiterlesen


Dämon

Es hält mich fest, ich kann ihr nicht entrinnen,
Wie auch die Seele mich im Busen warnt;
Sie halt mein Fühlen fest, mein Thun, mein Sinnen,
Mit ihrer Reize süßem Netz ... weiterlesen


Lidokahrt

Es schimmert die Lagune hell
Ein Spiegel aus Metalle;
Ha, wie ich mit der Gondel schnell
Durch`s weiche Silber wallet

Ein rüst`ger Greis mit weißem Haar
... weiterlesen


Überall und nirgend

Es war so mild, ein süßes Wehen
Floß durch den frischen Gartenwald;
Da hab` ich, Liebe! dich gesehen,
In immer wechselnder Gestalt.

Jetzt kamst du lächelnd mit ... weiterlesen


Waldtrost

Hast du ein tiefes Leid erfahren
Im wild bewegten Lebensdrang,
Dann flüchte aus der Menschen Schaaren,
Zum Walde richte deinen Gang.

Die Bäume und die Felsen ... weiterlesen


Allseitig

Himmel nur und Meer,
Keine Wolken scheiden
Die vermälten Beiden,
Stille ringsumher.

Ihr nur euch bewegend,
Wogen! sagt wohin?
Jeder Himmelsgegend ... weiterlesen


Am Strande

I.

Ocean, du tiefer, dunkelblauer,
Dem im Busen Himmel ruht,
Ob du Flotten auch bei Sturmesschauer
Schon verschlungen mit der Fluth.

Deinen ... weiterlesen


Die Einsame

Ich bin allein und trüb und trüber
Hüllt sich die Seele mir in Leid,
Nun dunkle Wolken ziehn vorüber
An meiner bangen Einsamkeit.

Ihr stummen Wandrer in den ... weiterlesen


Planet

Ich hing an dir mit Wonne,
Du hast es nicht verschmäht,
War dir, du liebe Sonne,
Gehorsamer Planet.

Wie fixe Sterne sollen,
Ein Fixstern bliebst du ... weiterlesen


Frühlingsregen

Ich lausche in [?] Schweigen
Mein Auge wacht —
Es rauscht der Regen in bewegten Zweigen,
So heimlich sacht.

Natur weint wieder, voll von süßen Schmerzen,
... weiterlesen


Hornklang

Ich ruh` in tiefem Waldesschoos
Und auf den Wipfeln ruht
Die Nacht des Himmels still und groß,
Mit ihrer Sternengluth.

Das Zwiegespräch von Baum und Wind
... weiterlesen


Bündnis

Ich warnte dich, und willst du doch es wagen?
Ich warnte, Mädchen, dich, du willst? es sei!
Und sollt` es aus sein, mußt du drum nicht klagen —
Man liebt, weil er ... weiterlesen


Des Verlassenen Wanderlied

Ich zog zur hellen Stadt hinaus,
Im Bündel all das Meine.
Die Fenster hell an jedem Haus
Im klaren Morgenscheine.

Da dacht` ich still im Herzen mir:
Aus ... weiterlesen


Entgötterung

In der Jugend wars —
Und mit stürmendem Flug
In des Äthers unendliche Räume
Hob, wie auf Schwingen des Aars,
In das Heimathland der Trimm
Mich des Geistes ... weiterlesen


Unendlich und begränzt

In die Nacht hinauf,
In die unendliche Nacht
Wie Sterne
Send ich die Blicke auf,
Gezogen von Sehnsuchtsmacht
Zur Ferne;
Gedankenstrahlen fließen
In`s ... weiterlesen


Jubel im Schmerz

Ist die Wetterstunde wieder,
Thöricht Herz, hereingebraust?
Wolken, Blitz und Sturmeslieder -
Ach wie bist du unbehaust!

Lagst so ruhig still vor Anker
Und ... weiterlesen


Vergeblich

Ist es nicht ein banges Quälen,
Eine ew`ge Geisterschlacht:
Träume denken, Thaten zählen -
Und doch ewig unvollbracht!

Der Erkenntniß Felsen rolle
Nur ... weiterlesen


An die Schwalben

Lustige Gesellen!
In dem Wolkenreich,
Wenn ihr nahet, schwellen
Alle Knospen gleich.

Ihr glücksel`gen Schwärmer!
Wenn es um euch kalt,
Zieht ihr, ... weiterlesen


Portrait

Lächelnd kam sie hergegangen,
Stille Wehmuth in dem Blick,
Bleichen Vorwurf auf den Wangen
Von geheim erfülltem Glück.

Nur die Lippen sanft gezogen
... weiterlesen


Nächtlicher Ritt

Mein wilder Rappe sprenge fort,
Thu`s nach dem Rappen der Nacht!
Wie deine Mähne, sträubt sich dort
Die trotzige Wolkenmacht.

Von deinen blanken Hufen ... weiterlesen


An einen alten Stamm

Mit deinem blüthenüberschneiten
Und jugendlichen umgrünten Aste,
Gleichst du nicht einem fremden Gaste,
Geputzt mit Schmuck aus frühern Zeiten?

Du greiser ... weiterlesen


Danae

Mit schlummernder Geberde,
Die blühend schönen Glieder
Üppig geschwellt, Ruht die Erde.
Den Busen auf und nieder
Wogt eine süße Welt
Von Frühlingsweh —
... weiterlesen


Luftmusik

Nachts, wenn Pilger still auf Ceylon wallen,
Plötzlich innehalten sie und lauschen:
Wehmuthtiefe Laute weh`n und rauschen
Durch die todesstillen Himmelshallen.

... weiterlesen


Der Genius

Noch zieht der Genius als Schlange
Auf seinem dunklen Erdengange.

Urplötzlich zwischen Domgehegen
Blitzt euch sein Auge kühn entgegen.

Er naht, wo ... weiterlesen


Rede nicht

Rede nicht,
Wenn ich mich in Träumen wiege;
Worte sind zu kalt, zu schlicht —
Künden, wenn ich an mich schmiege,
Worte, was die Seele spricht?

Rede ... weiterlesen


Die Elemente

Sanft weht mit itherblaum Schwingen
Die Luft dir frisches Leben zu;
Doch wage nicht empor zu dringen
Zu kühn, sie tödtet dich im Nu.

Die Flamme spendet ihren ... weiterlesen


Südenfahrt

Schöner Südenfahrt gewärtig,
Fest geankert noch im Port,
Liegt die Seele segelfertig,
Wünsche flattern fort, nur fort!

Rauschen durch die blauen Räume
... weiterlesen


Letzte Liebe

Sei nicht wie jener Prinz, dem Gold gegeben ward,
Als man ihn frug: Wo ist`s? `Ich hab` es mir gespart.`

Da sprach sein Lehrer streng: `Das ziemt nicht Fürsten eben,
... weiterlesen


Erloschen

So finster blau, so dunkel rein
Liegt wellenlos das Meer,
Nur meine Barke rauscht hinein
Und Nacht ist ringsumher.

Ein ferner Donner unterbricht
Die Still` ... weiterlesen


Friede

Still lag die See, die endlos unbewegte,
Ein blauer Schild, den hier ein Götterheld
Vom Arme gebend auf die Erde legte,
Zum Friedenszeichen für die ganze Welt.

... weiterlesen


Waldgruss

Tret` ich in den grünen Wald
An dem Wanderstabe,
Wo es lustig hallt und schallt,
Kommt mir frische Labe.

Kommen Grüße überal
Freundlich mir ... weiterlesen


Pflanze und Seele

Versenkt in stille Erde,
Du dunkler Pflanzenkeim,
Erfüllst du bald das `Werde`,
Das in dir ruht geheim.

Wie wird sich mild enttollen
Und lieblich dein ... weiterlesen


Siesta

Viole und Reseda haucht Gerüche —
    Ich sitze in des Kreuzgangs kühlen Schauern,
    Und lese rings auf Boden und auf Mauern
Mit Wehmuth tief der ... weiterlesen


Menschenloose

Vom Himmel zogen rauschend
Viel runde Tropfen sacht;
Ich hörte lauschend, lauschend
Ihr Lied in dunkler Nacht:

`Wie wir so traulich wallen,
So hell, so ... weiterlesen


Libussa

Von der Libussa melden uns die Sagen,
    Daß sie, an Anmuth reich und Schönheitschimmer,
    Ein lieberfülltes Männerherz doch nimmer
Beseligte, wie viel ... weiterlesen


Probebehältigkeit

Von manchem Kuß und süßen Seligkeiten
Trägst du im Angesicht die Spur;
Das deutet mir aus heiße Sommerzeiten
In deinem weichen Herzen nur.

Ich bin dir gut, ... weiterlesen


Allleben

Wandelst du am Bache
Durch den Wald gemach,
Sinne du der Sprache
Seiner Wellen nach.

Wmn die Blume traulich
Dir entgegenlacht,
Weile du ... weiterlesen


Vampir

Weil meine Stimme klar und mild,
    Dir in die Seele klingt,
Und als Gedanke, Lied und Bild
    Mein Geist in deinen dringt;

Weil süß ... weiterlesen


Mit den dreizehn Liedern

Wenn Dreizehn wo zusammen
An einer Tafelrunde,
Muß Einer in dem Jahre
Noch sterben aus dem Bunde.

Hier hast du dreizehn Lieder,
Doch kein`s davon wird ... weiterlesen


Der Kuss aufs Auge

Wenn oft bei abendspäter Gluth
In stillen Dämmerungen Mein
Haupt an deinem Busen ruht,
Von deinem Arm umschlungen;

Dann weht vom Munde mancher Traum,
... weiterlesen


Auferstehung

Wie du daliegst mit dem bangen,
Mit dem bleichen Antlitz still,
Weil der Tod von deinen Wangen
Lebensrosen brechen will.

Deine Pulse werden stocken
Und ... weiterlesen


Verschiedene Andacht

Wie glänzt im grünenden Gefild
Der Hügel in der Abendsonne,
Auf seinem Gipfel prangt das Bild
Der heilandseligen Madonne.

Und vor dem Bilde knien vereint,
... weiterlesen


Verstimmung

Wie ist mein Frohsinn plötzlich fort
    Und aller Unmuth losgebrochen,
Ein einzig, leise treffend Wort
    Hast du, im Scherze fast, gesprochen.

... weiterlesen


Bienenbegräbnis

Wie sichs bewegt und regt
Im kleinen Bienenstaat,
Das klettert, fällt und trägt
Und eilet fort und naht.

Welch Summen, Fliegen, Wallen,
Das hat nicht Ruh, ... weiterlesen


Regen

Wie stehst du bleich, o Wolke, dort,
Du armes Kind der See!
Am Morgen zogst du selig fort
Und warst noch ohne Weh.

Du Thörin, dir gefiel der Wind,
Der ... weiterlesen


Rath

Willst durchs Leben wandern,
Froh und leicht ans Ziel?
Hoffe nichts von andern,
Von dir selbst nicht viel.

*

Was dich leicht bewahre
Vor der ... weiterlesen


Ins Meer

Wo fern verhallt der Erde Schmerz,
Wo Sturm und Woge sich befehden,
Zu dir allein nur Sterne reden,
Hinaus zur See, mein stolzes Herz!

Sie ebbt und fluthet, hat ... weiterlesen


Phosphorescenz

Zur Barke still hinaus gelehnt
Schau ich hinab in`s Meer,
Das finster durch die Nacht sich dehnt,
So stumm, so groß, so leer.

Da in der weiten Einsamkeit
... weiterlesen


Merkmal

`Ich schwöre dir, mein Freund! ich kann nicht von dir lassen —
Es schließt Unendlichkeit mein Herz im Busen ein.`

`Ich schwöre nicht; doch muß ich liebend dich umfassen ... weiterlesen



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Gedichte vom Autor Ludwig August Frankl-Hochwart

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