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Gedichte - Ludwig Uhland


Du kamst, Du gingst mit leiser Spur

(Ewigkeitslied)

Du kamst, Du gingst mit leiser Spur,
ein flücht`ger Gast im Erdenland;
woher? Wohin? Wir wissen nur:
Aus Gottes Hand in Gottes Hand.
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Der Königssohn

1  Der alte, graue König
sitzt Auf seiner Väter Throne; Sein
Mantel glänzt wie Abendrot, Wie
sinkende Sonn’ die Krone. »Mein
erster und mein zweiter Sohn!
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Wanderlieder

1. Lebewohl Lebe wohl, lebe wohl, mein
Lieb! Muß noch heute scheiden. Einen
Kuß, einen Kuß mir gib! Muß dich
ewig meiden. Eine Blüt, eine Blüt
mir brich V
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Die Lieder der Vorzeit

1807 Als Knabe stieg ich in die
Hallen Verlaßner Burgen oft
hinan; Durch alte Städte tät ich
wallen Und sah die hohen Münster
an. Da war es, daß mit stillem Mahne
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Der Student

Als ich einst bei Salamanca Früh in
einem Garten saß Und beim Schlag der
Nachtigallen Emsig im Homerus las: Wie
in glänzenden Gewanden Helena zur Zinne
trat Und so herrlic
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Dichtersegen

Als ich ging die Flur
entlang, Lauschend auf der Lerchen
Sang, Ward ich einen Mann
gewahr, Arbeitsam mit greisem
Haar. »Segen«, rief ich, »diesem
Feld, Das so treue
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Die neue Muse

Als ich mich des Rechts beflissen Gegen
meines Herzens Drang Und mich halb nur
losgerissen Von dem lockenden
Gesang: Wohl dem Gotte mit der
Binde Ward noch manches Lied geweih
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Die neue Muse

Als ich mich des Rechts beflissen Gegen
meines Herzens Drang, Und mich halb nur
losgerissen Von dem lockenden
Gesang: Wohl dem Gotte mit der
Binde Ward noch manches Lied geweiht,
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Der wackere Schwabe

Als Kaiser Rotbart lobesam zum
heil’gen Land gezogen kam, da mußt
er mit dem frommen Heer durch ein
Gebirge wüst und leer. Daselbst erhub
sich große Not, viel Steine gab
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Der wackere Schwabe

Als Kaiser Rotbart lobesam zum heil`gen
Land gezogen kam, da mußt er mit dem
frommen Heer durch ein Gebirge wüst und
leer. Daselbst erhub sich große
Not, viel Steine gab`s und w
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Ein Abend

Als wäre nichts geschehen, wird es
stille, Die Glocken hallen aus, die
Lieder enden. Und leichter ward mir in
der Tränen Fülle, Seit sie versenket
war von frommen Händen. Als noc
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Der Sieger

Anzuschauen das Turnei, Saßen hundert
Frauen droben; Diese waren nur das
Laub, Meine Fürstin war die
Rose. Aufwärts blickt ich keck zu
ihr, Wie der Adler blickt zur Sonne.
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Die Bidassoabrücke

Auf der Bidassoabrücke Steht ein
Heil`ger, altergrau, Segnet rechts die
span`schen Berge, Segnet links den
fränk`schen Gau. Wohl bedarf`s an
dieser Stelle Milden Trostes him
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Der Ungenannten

Auf eines Berges Gipfel, Da möcht ich
mit dir stehn, Auf Täler,
Waldeswipfel Mit dir herniedersehn; Da
möcht ich rings dir zeigen Die Welt im
Frühlingsschein Und sp
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Der Waller

Auf Galiciens Felsenstrande Ragt ein
heil`ger Gnadenort, Wo die reine
Gottesmutter Spendet ihres Segens
Hort. Dem Verirrten in der
Wildnis Glänzt ein goldner Leitstern
dort,
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Einkehr

Bei einem Wirte, wundermild, da war ich
jüngst zu Gaste; ein goldner Apfel war
sein Schild an einem langen Aste. Es
war der gute Apfelbaum, bei dem ich
eingekehret;
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Einkehr

Bei einem Wirte, wundermild; da war ich
jüngst zu Gaste; ein goldner Apfel war
sein Schild an einem langen Aste. Es
war der gute Apfelbaum, bei dem ich
eingekehret; m
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Die versunkene Krone

Da droben auf dem Hügel, Da steht ein
kleines Haus, Man sieht von seiner
Schwelle Ins schöne Land hinaus; Dort
sitzt ein freier Bauer Am Abend auf der
Bank, Er dengel
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Der Sommerfaden

Da fliegt, als wir im Felde gehen, Ein
Sommerfaden über Land, Ein leicht und
licht Gespinst der Feen, Und knüpft
von mir zu ihr ein Band. Ich nehm ihn
für ein günstig Zeichen,
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Zimmerspruch

Das neue Haus ist
aufgericht`t, Gedeckt, gemauert ist es
nicht, Noch können Regen und
Sonnenschein Von oben und überall
herein: Drum rufen wir zum Meister der
Welt, Er wolle
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Der Königssohn (1)

Der alte, graue König sitzt Auf seiner
Väter Throne; Sein Mantel glänzt wie
Abendrot, Wie sinkende Sonn die
Krone. »Mein erster und mein zweiter
Sohn! Euch teil ic
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Der Leitstern

Der ausfuhr nach dem Morgenlande, Des
fremden Schiffes leichte Last, Schon
führt er zu der Heimat Strande, Von
Golde schwer, den eignen Mast. Er hat
so oft nach keinem Stern
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Die Bekehrung zum Sonett

Der du noch jüngst von deinem
krit`schen Stuhle Uns arme Sonettisten
abgehudelt, Der du von Gift und Galle
recht gesprudelt Und uns verflucht zum
tiefsten Höllenpfuhle: Du
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Die sterbenden Helden

Der Dänen Schwerter drängen Schwedens
Heer Zum wilden Meer. Die Wagen
klirren fern, es blinkt der Stahl Im
Mondenstrahl. Da liegen sterbend auf
dem Leichenfeld Der schöne S
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Der Königssohn (2)

Der Jüngling steht auf dem
Verdeck, Sieht seine Schiffe
fahren, Die Sonne strahlt, es spielt
die Luft Mit seinen goldnen
Haaren. Das Ruder schallt, das Segel
schwillt,
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Die Rache

Der Knecht hat erstochen den edeln
Herrn, Der Knecht wär selber ein
Ritter gern. Er hat ihn erstochen im
dunkeln Hain Und den Leib versenket im
riefen Rhein. Hat ang
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Der Königssohn (8)

Der König und die Königin, Sie stehen
auf dem Throne, Da glüht der Thron wie
Morgenrot, Wie steigende Sonn die
Krone. Viel stolze Ritter stehn
umher, Die Schwerter
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Der Schäfer

Der schöne Schäfer zog so
nah Vorüber an dem
Königsschloß; Die Jungfrau von der
Zinne sah, Da war ihr Sehnen
groß. Sie rief ihm zu ein süßes
Wort: »O dürft i
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Die Königstochter

Des Königs von Spanien Tochter Ein
Gewerb zu lernen begann. Sie wollte
wohl lernen nähen, Waschen und nähn
fortan. Und bei dem ersten
Hemde, Das sie sollte gewasche
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Frühlingsglaube

Die linden Lüfte sind erwacht, Sie
säuseln und weben Tag und Nacht, Sie
schaffen an allen Enden. O frischer
Duft, o neuer Klang! Nun, armes Herze,
sei nicht bang! Nun muß sich a
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Die teure Stelle

Die Stelle, wo ich auf verschlungnen
Wegen Begegnete dem wunderschönen
Kinde, Das, leicht vorübereilend mit
dem Winde, Mir spendete des holden
Blickes Segen: Wohl möcht ic
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Des Sängers Wiederkehr

Dort liegt der Sänger auf der
Bahre, Des bleicher Mund kein Lied
beginnt, Es kränzen Daphnes falbe
Haare Die Stirne, die nichts mehr
ersinnt. Man legt zu ihm in schmucken
R
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Drei Fräulein (1)

Drei Fräulein sahn vom Schlosse Hinab
ins tiefe Tal. Ihr Vater kam zu
Rosse, Er trug ein Kleid von
Stahl. »Willkomm, Herr Vater,
gottwillkomm! Was bringst du deinen
Kindern?
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Die drei Schlösser

Drei Schlösser sind in meinem
Gaue, Die ich mit Liebe stets
beschaue; Und ich, der wohlbestellte
Sänger, Durch Feld und Wald der rasche
Gänger, Wie sollt ich schweigen von
den dre
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Die Kapelle

Droben stehet die Kapelle, Schauet
still ins Tal hinab, Drunten singt bei
Wies und Quelle Froh und hell der
Hirtenknab. Traurig tönt das
Glöcklein nieder, Schauerlic
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Die Kapelle

Droben stehet die Kapelle, Schauet still
ins Tal hinab. Drunten singt bei Wies`
und Quelle Froh und hell der
Hirtenknab`. Traurig tönt das
Glöcklein nieder, Schauerlich de
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Drei Fräulein (3)

Ein Fräulein sah vom Schlosse Hinab
ins tiefe Tal. Ihr Vater kam zu
Rosse, Er trug ein Kleid von
Stahl. »Willkomm, Herr Vater,
gottwillkomm! Was bringst du deinem
Kinde?
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Das versunkene Kloster

Ein Kloster ist versunken Tief in den
wilden See, Die Nonnen sind
ertrunken Zusamt dem Pater, weh! Der
Nixen muntre Scharen, Sie schwimmen
stracks herbei, Nun einmal zu erfah
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Wintermorgen

Ein trüber Wintermorgen war`s, Als
wollt` es gar nicht tagen, Und eine
dumpfe Glocke ward Im Nebel
angeschlagen. Und als die dumpfe Glocke
bald, Die einzige, verklungen,
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Wintermorgen

Ein trüber Wintermorgen war’s, Als
wollt’ es gar nicht tagen, Und eine
dumpfe Glocke ward Im Nebel
angeschlagen. Und als die dumpfe
Glocke bald, Die einzige, verk
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Der Räuber

Einst am schönen Frühlingstage Tritt
der Räuber vor den Wald. Sieh! den
hohlen Pfad hernieder Kommt ein
schlankes Mädchen bald. »Trügst du
statt der Maienglocken«, Spri
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Des Dichters Abendgang

Ergehst du dich im Abendlicht – Das
ist die Zeit der Dichterwonne –, So
wende stets dein Angesicht Zum Glanze
der gesunknen Sonne! In hoher Feier
schwebt dein Geist, Du sc
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Die Elfen

Erste: Kommt herbei, ihr luft`gen
Schwestern! Seht! ein holdes
Erdenkind! Sputet euch, bevor sie
fliehet! Solch ein Hexchen ist
geschwind. Alle:
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Der Ring

Es ging an einem Morgen Ein Ritter
über die Au. Er dacht in bangen
Sorgen An die allerschönste
Frau. »Mein wertes Ringlein
golden! Verkünde du mir frei, Du
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Die Vätergruft

Es ging wohl über die Heide Zur alten
Kapell empor Ein Greis im
Waffengeschmeide Und trat in den
dunkeln Chor. Die Särge seiner
Ahnen Standen die Hall entlang,
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Der weiße Hirsch

Es gingen drei Jäger wohl auf die
Birsch, Sie wollten erjagen den weißen
Hirsch. Sie legten sich unter den
Tannenbaum, Da hatten die drei einen
seltsamen Traum. Der
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Legende

Es ist `ne Kirche wohlbekannt, Sankt
Michael vom Berg genannt; Am Ende vom
Normannenlande Auf eines hohen Felsen
Rande, Umschlossen überall vom
Meer, Nur daß von einer Seite her,
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Der Kranz

Es pflückte Blümlein mannigfalt Ein
Mägdlein auf der lichten Au; Da kam
wohl aus dem grünen Wald Eine
wunderschöne Frau. Sie trat zum
Mägdlein freundlich hin, Si
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Des Sängers Fluch

Es stand in alten Zeiten ein Schloß so
hoch und hehr, Weit glänzt` es über
die Lande bis an das blaue Meer, Und
rings von duft`gen Gärten ein
blütenreicher Kranz, Drin sprangen
frische
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Des Sängers Fluch

Es stand in alten Zeiten ein Schloß, so
hoch und hehr, Weit glänzt es über die
Lande bis an das blaue Meer, Und rings
von duft`gen Gärten ein blütenreicher
Kranz, Drin sprangen frische Br
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Der Königssohn (7)

Es steht ein hoher, schroffer
Fels, Darum die Adler fliegen, Doch
wagt sich keiner drauf herab, Den
Drachen sehen sie liegen. In alten
Mauern liegt er dort Mit seinem
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Der Pilger

Es wallt ein Pilger hohen Dranges, Er
wallt zur sel`gen Gottesstadt, Zur
Stadt des himmlischen Gesanges, Die ihm
der Geist verheißen hat. »Du klarer
Strom, in deinem Spiege
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Die Siegesbotschaft

Es war so trübe, dumpf und schwer, Die
schlimme Sage schlich umher, Sie
krächzte, wie zur Dämmerzeit Ein
schwarzer Unglücksvogel schreit. Die
schlimme Sage schlich im Lan
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Der Wirtin Töchterlein

Es zogen drei Bursche wohl über den
Rhein, Bei einer Frau Wirtin, da
kehrten sie ein. »Frau Wirtin! hat
Sie gut Bier und Wein? Wo hat Sie Ihr
schönes Töchterlein?«
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Der Königssohn (3)

Fischer: Versunken, wehe, Mast und
Kiel! Der Schiffer Ruf
verschollen! Doch sieh, wer schwimmet
dort herbei, Um den die Wogen
rollen? Er schlägt mit starkem A
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Der Königssohn (4)

Fischer: Was spähest du nach der
Angel Von Morgen bis zur Nacht Und
hast mit aller Mühe doch Kein
Fischlein
aufgebracht? Jüngling: Ich angle
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Frühlingslied des Rezensenten

Frühling ist`s, ich laß es gelten, Und
mich freut`s, ich muß gestehen, Daß
man kann spazieren gehen, Ohne just sich
zu erkälten. Störche kommen an und
Schwalben, Nicht
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Seliger Tod

Gestorben war ich
Vor Liebeswonne:
Begraben lag ich
In ihren Armen;
Erwecket ward ich
Von ihren Küssen;
Den Himmel sah ich
In ihren Augen.
Die sanften Tage

Ich bin so hold den sanften Tagen, Wann
in der ersten Frühlingszeit Der
Himmel, blaulich aufgeschlagen, Zur
Erde Glanz und Wärme streut; Die
Täler noch von Eise grauen, Der
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Schäfers Sonntagslied

Ich bin so hold den sanften Tagen, Das
ist der Tag des Herrn! Ich bin allein
auf weiter Flur; Noch eine Morgenglocke
nur, Nun Stille nah und fern. Anbetend
knie ich hier. O s
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Des Knaben Berglied

Ich bin vom Berg der Hirtenknab, Seh
auf die Schlösser all herab; Die Sonne
strahlt am ersten hier, Am längsten
weilet sie bei mir; Ich bin der Knab
vom Berge! Hier
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Der gute Kamerad

Ich hatt einen Kameraden Einen bessern
findst du nit. Die Trommel schlug zum
Streite, Er ging an meiner Seite In
gleichem Schritt und Tritt Eine Kugel
kam geflogen, Gi
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Der Schmied

Ich hör meinen Schatz, Den Hammer er
schwinget, Das rauschet, das
klinget, Das dringt in die Weite Wie
Glockengeläute Durch Gassen und
Platz. Am schwarzen Kam
... weiterlesen


Der Schmied

Ich hör meinen Schatz, Den Hammer er
schwinget, Das rauschet, das
klinget, Das dringt in die Weite, Wie
Glockengeläute, Durch Gassen und
Platz. Am schwarzen Kamin,
... weiterlesen


Der letzte Pfalzgraf

Ich Pfalzgraf Götz von
Tübingen Verkaufe Burg und Stadt Mit
Leuten, Gülten, Feld und Wald, Der
Schulden bin ich satt. Zwei Rechte
nur verkauf ich nicht, Zwei Rechte
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Die Zufriedenen

Ich saß bei jener Linde Mit meinem
trauten Kinde, Wir saßen Hand in
Hand. Kein Blättchen rauscht` im
Winde, Die Sonne schien gelinde Herab
aufs stille Land.
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Die Glockenhöhle

Ich weiß mir eine Grotte, Gewölbt mit
Bergkristalle, Die ist von einem
Gotte Begabt mit seltnem Halle: Was
jemand sprach, was jemand sang, Das
wird in ihr zu Glockenklang.
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Der Traum

Im schönsten Garten wallten Zwei
Buhlen Hand in Hand, Zwo bleiche,
kranke Gestalten, Sie saßen ins
Blumenland. Sie küßten sich auf die
Wangen Und küßten sich auf
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Die Nonne

Im stillen Klostergarten Eine bleiche
Jungfrau ging; Der Mond beschien sie
trübe, An ihrer Wimper hing Die
Träne zarter Liebe. »O wohl mir,
daß gestorben De
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Waldlied

Im Walde geh ich wohlgemut, Mir graut
vor Räubern nicht; Ein liebend Herz
ist all mein Gut, Das sucht kein
Bösewicht. Was rauscht, was raschelt
durch den Busch? Ein
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Der Königssohn (6)

Im Walde läuft ein wildes Pferd, Hat
nie den Zaum gelitten, Goldfalb, mit
langer, dichter Mähn, Schlägt Funken
bei allen Tritten. Der Königssohn,
er fängt es ein,
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Verborgenes Leid

Im Walde wohnt mein Leid, Ich darf es
niemand klagen, Zum Walde muß ich`s
tragen Zur tiefsten Einsamkeit. Kommt
je in künft`ger Zeit Ein Mensch zu
jenen Gründen, Im
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Die drei Lieder

In der hohen Hall saß König
Sifrid: »Ihr Harfner! wer weiß mir
das schönste Lied?« Und ein Jüngling
trat aus der Schar behende, Die Harf in
der Hand, das Schwert an der Lende.
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Der nächtliche Ritter

In der mondlos stillen Nacht Stand er
unter dem Altane, Sang mit himmlisch
süßer Stimme Minnelieder zur
Gitarre. Dann auch mit den
Nebenbuhlern Hat er tapfer sich
geschlagen
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Der Rosenkranz

In des Maien holden Tagen, In der Aue
Blumenglanz Edle Knappen fechten,
jagen Um den werten Rosenkranz. Wollen
nicht mit leichtem Finger Blumen
pflücken auf dem Plan,
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Der Überfall im Wildbad

In schönen Sommertagen, wann lau die
Lüfte wehn, Die Wälder lustig
grünen, die Gärten blühend stehn, Da
ritt aus Stuttgarts Toren ein Held von
stolzer Art, Graf Eberhard der Greiner,

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Die Bildsäule des Bacchus

Kallisthenes, ein Jüngling zu
Athen, Kam einst, nach einer
durchgeschwärmten Nacht, Den welken
Efeukranz ums wilde Haar, Hintaumelnd
in der Dämmerung, nach Haus, Er
selber, wie di
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Die Jagd von Winchester

König Wilhelm hatt ein` schweren
Traum, Vom Lager sprang er auf, Wollt
jagen dort in Winchesters Wald, Rief
seine Herrn zuhaut. Und als sie kamen
vor den Wald, Da hä
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Die verlorene Kirche

Man höret oft im fernen Wald Von
obenher ein dumpfes Läuten, Doch
niemand weiß, von wann es hallt, Und
kaum die Sage kann es deuten. Von der
verlornen Kirche soll Der Klang
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Der Sänger

Noch singt den Widerhallen Der Knabe
sein Gefühl; Die Elfe hat Gefallen Am
jugendlichen Spiel. Es glänzen seine
Lieder Wie Blumen rings um ihn; Sie
gehn mit ihm wie B
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Sonnenwende

Nun die Sonne soll vollenden Ihre
längste, schönste Bahn, Wie sie
zögert, sich zu wenden Nach dem stillen
Ozean! Ihrer Göttin Jugendneige Fühlt
die ahnende Natur, Und mi
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Des Hirten Winterlied

O Winter, schlimmer Winter! Wie ist die
Welt so klein! Du drängst uns all in
die Täler, In die engen Hütten
hinein. Und geh ich auch vorüber An
meiner Liebsten Hau
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Der schwarze Ritter

Pfingsten war, das Fest der Freude, Das
da feiern Wald und Heide. Hub der
König an zu sprechen: »Auch aus den
Hallen Der alten Hofburg allen Soll
ein reicher Frühling brech
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Der schwarze Ritter

Pfingsten war, das Fest der Freude, Das
da feiern Wald und Heide. Hub der König
an zu sprechen: `Auch aus den Hallen Der
alten Hofburg allen Soll ein reicher
Frühling brechen!`
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Entschluß

Sie kommt in diese stillen Gründe, Ich
wag es heut mit kühnem Mut. Was soll
ich beben vor dem Kinde, Das niemand
was zu Leide tut? Es grüßen alle
sie so gerne, Ich
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Wunder

Sie war ein Kind vor wenig Tagen, Sie
ist es nicht mehr, wahrlich nein! Bald
ist die Blume aufgeschlagen, Bald
hüllt sie halb sich wieder ein. Wen
kann ich um das Wunder fragen?
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Freie Kunst

Singe, wem Gesang gegeben, In dem
deutschen Dichterwald! Das ist Freude,
das ist Leben, Wenn`s von allen Zweigen
schallt. Nicht an wenig stolze
Namen Ist die Liederkunst geb
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Die Abgeschiedenen

So hab ich endlich dich gerettet Mir
aus der Menge wilden Reihn! Du bist in
meinen Arm gekettet, Du bist nun mein,
nun einzig mein. Es schlummert alles
diese Stunde, Nur wir n
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Abreise

So hab ich nun die Stadt verlassen, Wo
ich gelebet lange Zeit; Ich ziehe
rüstig meiner Straßen, Es gibt mir
niemand das Geleit. Man hat mir nicht
den Rock zerrissen, Es w
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Wein und Brot

Solche Düfte sind mein Leben, Die
verscheuchen all mein Leid: Blühen auf
dem Berg die Reben, Blüht im Tale das
Getreid. Donnern werden bald die
Tennen, Bald die Mü
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Der Rosengarten

Vom schönen Rosengarten Will ich mit
Sang euch melden. Am Morgen
lustwandelten Fraun, Am Abend fochten
die Helden. »Mein Herr ist König im
Land, Ich herrsch im Gart
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Der Wald

Was je mir spielt` um Sinnen und
Gemüte Von frischem Grün, von kühlen
Dämmerungen, Das hat noch eben mich
bedeckt, umschlungen Als eines
Maienwaldes Lustgebiete. Was je i
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Württemberg

Was kann dir aber fehlen, Mein teures
Vaterland? Man hört ja weit
erzählen Von deinem
Segensstand. Man sagt: du seist ein
Garten, Du seist ein Paradies; Was k
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Württemberg

Was kann dir aber fehlen, Mein teures
Vaterland? Man hört ja weit
erzählen Von deinem
Segensstand. Man sagt: du seist ein
Garten, Du seist ein Paradies; Was k
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Die Lerchen

Welch ein Schwirren, welch ein
Flug? Sei willkommen, Lerchenzug! Jene
streift der Wiese Saum, Diese rauschet
durch den Baum. Manche schwingt sich
himmelan, Jauchzend a
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Am 18. Oktober 1816

Wenn heut ein Geist
herniederstiege, zugleich ein Sänger
und ein Held, ein solcher, der im
heil`gen Kriege gefallen auf dem
Siegesfeld, der sänge wohl auf
deutscher Erde ein scha
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Entsagung

Wer entwandelt durch den Garten Bei der
Sterne bleichem Schein? Hat er Süßes
zu erwarten? Wird die Nacht ihm selig
sein? Ach! der Harfner ist`s, er
sinkt Nieder an des Turme
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Der Mohn

Wie dort, gewiegt von Westen, Des
Mohnes Blüte glänzt! Die Blume, die
am besten Des Traumgotts Schläfe
kränzt; Bald purpurhell, als
spiele Der Abendröte Schein, Ba
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Der Mohn

Wie dort, gewiegt von Westen, Des Mohnes
Blüte glänzt! Die Blume, die am
besten Des Traumgotts Schläfe
kränzt; Bald purpurhell, als spiele Der
Abendröte Schein, Bald wei
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Der Königssohn (5)

Wie schreitet königlich der
Leu! Schüttelt die Mähn in die
Lüfte. Er ruft sein Machtgebot Durch
Wälder und Klüfte. Doch werd ich
ihn stürzen Mit dem Speer in st
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Die Malve

Wieder hab ich dich gesehen, Blasse
Malve! blühst du schon? Ja! mich traf
ein schaurig Wehen, All mein Frühling
welkt davon. Bist du doch des Herbstes
Rose, Der gesunknen So
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Das alte, gute Recht

Wo je bei altem, gutem Wein Der
Württemberger zecht, Da soll der erste
Trinkspruch sein: Das alte, gute
Recht! Das Recht, das unsres Fürsten
Haus Als starker Pfeiler stüt
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Öder Frühling

Wohl denk ich jener sel`gen
Jugendträume, Obschon sich die
Gefühle mir versagen, Wann in den
ersten, milden Frühlingstagen Im Busen
sich mir drängten volle Keime. Die
Ahn
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Abendwolken

Wolken seh ich abendwärts Ganz in
reinste Glut getaucht, Wolken ganz in
Licht zerhaucht, Die so schwül
gedunkelt hatten. Ja! mir sagt mein
ahnend Herz: Einst noch werden, ob auch
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Die Ulme zu Hirsau

Zu Hirsau in den Trümmern, Da wiegt
ein Ulmenbaum Frischgrünend seine
Krone Hoch überm Giebelsaum. Er
wurzelt tief im Grunde Vom alten
Klosterbau, Er wölbt
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Die Ulme zu Hirsau

Zu Hirsau in den Trümmern, Da wiegt ein
Ulmenbaum Frischgrünend seine
Krone Hoch überm Giebelsaum. Er
wurzelt tief im Grunde Vom alten
Klosterbau, Er wölbt sich st
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Der Schenk von Limburg

Zu Limburg auf der Veste, Da wohnt` ein
edler Graf, Den keiner seiner
Gäste Jemals zu Hause traf. Er trieb
sich allerwegen Gebirg und Wald
entlang, Kein Sturm und auch
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Die Geisterkelter

Zu Weinsberg, der gepriesnen Stadt, Die
von dem Wein den Namen hat, Wo Lieder
klingen, schön und neu, Und wo die
Burg heißt Weibertreu: Bei Weib und
Wein und bei Gesang Wär
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Drei Fräulein (2)

Zwei Fräulein sahn vom Schlosse Hinab
ins tiefe Tal. Ihr Vater kam zu
Rosse, Er trug ein Kleid von
Stahl. »Willkomm, Herr Vater,
gottwillkomm! Was bringst du deinen
Kindern?
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Die zwo Jungfraun

Zwo Jungfraun sah ich auf dem Hügel
droben, Gleich lieblich von Gesicht,
von zartem Baue; Sie blickten in die
abendlichen Gaue, Sie saßen traut und
schwesterlich verwoben.
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Die Mähderin

»Guten Morgen, Marie! so frühe schon
rüstig und rege? Dich, treuste der
Mägde, dich machet die Liebe nicht
träge. Ja! mähst du die Wiese mir ab
von jetzt in drei Tagen, Nicht dürft i
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Des Knaben Tod

»Zeuch nicht den dunklen Wald
hinab! Es gilt dein Leben, du junger
Knab!« – »Mein Gott im Himmel, der
ist mein Licht, Der läßt mich im
dunkeln Walde nicht.« Da zeucht
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