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Gedichte - Maria Clementine François


Ballklänge

1. In der Jugend Die Saiten klingen so
lieblich, Die Säle sind prachtvoll
geschmückt; So komm` denn zum Tanze,
mein Liebchen, Und fühle, was wonnig
entzückt. Sonst
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Ausgleichung

Amor hat Flügel – Hymen hat Fesseln
- Beides, ach beides gefährlich mir
scheint - Dieser wird binden, und Jener
wird fliehen, Wenn nicht ein freundlich
Geschick sie vereint. Daß
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Amors Binde

Amor ist blind. Willst du`s
beklagen? Lerne doch lieber Die
Ursach` erfragen. Weislich wohl hat es
das Schicksal gemeint, Als es die Binde
der Liebe vereint. Am
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Amor

Amor, du von allen Göttern Bist der
reizendste zu schau`n; Dir, nur dir
möcht` ich vor Allen Gern mein Leben
anvertrau`n! Du allein vermagst zu
geben Unsers Daseyns höchste
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Blau

An dem Tag, wo wir uns trennten, Reicht
er mir ein Blümchen dar, Und die Farbe
dieser Blume Eine himmelblaue war. Und
er sprach mit düsterm Blicke: `Dieses
Zeichen, nimm es
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Zwei Rosen

Auf prangendem Beete erblüht, stand
lieblich lächelnd die Rose, Allen zur
Freude und Lust, balsamische Düfte
verhauchend, Gepflückt dann von
liebender Hand, verwelkend
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Des Frühlings Erinnerung

Der Frühling entzog mich Dem düstern
Haus; Ich schlenderte einsam In`s
Freue hinaus, Wo lieblich durch
Wiesen Die Quelle hier rinnt, Da
dacht` ich der Zeiten,
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Der Frühling

Der Frühling kommt; und tausend Stimmen
rufen Zu neuer Lust, die neu erwachte
Flur; Er küsset Blumen wach, die lange
schliefen Und wecket Wonne rings in der
Natur. Der Frü
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Noch ein Frühlingslied

Der Frühling war wieder gekommen, Die
Erde war wieder so schön. Auf`s Neue
prachtvoll geschmücket Erschienen die
Thäler und Höh`n. Ich wandelte
zwischen den Fluren,
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Die Rose

Die Rose ist das Sinnbild süßer
Liebe, Drum nimm als Weihgeschenk sie
heute an. Mit Rosen soll sich deine
Stirne schmücken, Und Rosen kränzen
deine Lebensbahn. Wo Liebe blüht, d
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Im Frühling

Die Welt ist so schön, Mein Herz ist
so traurig. O thörichtes Herz, Wie
soll ich`s versteh`n? Wie lachen die
Fluren - Was pochst du so bang? Sieh`
– Alles i
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In der Ferne

Du bist mir fern, doch nicht
verloren, Du bist mir fern, doch
bleibst du mein; Was ich so warm im
Busen halte, Das kann mir nicht
genommen sein! Und könntest du mich
auch ve
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Widerlegung

Du nennst des Herzens Schwäche, die
Lieb`, die es empfindet? O such` ein
and`res Wort für meine
Leidenschaft. Kann schwach sein ein
Gefühl, das so allmächtig bindet, Das
selbst die zart
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Entschuldigung

Du sprachst: ich will dich lieben! Ich
hörte still dir zu. Ach solche Worte
sprechen Ein wildes Herz zur Ruh. Ich
hörte Liebe flüstern, Und Liebe ist
so süß! So ha
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Der Ritter

Ein Ritter liebt ein Mädchen; Das
Mädchen ist ihm treu. O, schöne Zeit
der Liebe, Wie eilst du schnell
vorbei! Wie ist so leicht
beweglich Des Mannes eitler Sinn!
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Erloschenes Feuer

Eine Flamme in dem Herzen, Tief, ach!
tief - Lang genährt von bangen
Schmerzen Verborgen schlief; Doch ob
sie nur verborgen zehrt, Dem Herzen war
sie dennoch werth.
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Der Frühling im Innern

Es blüht mir eine Blume Im Herzen
wunderbar, Die an dem
Schöpfungstage Von Gott gepflanzet
war. Da lag sie still und
lieblich, Im zarten Keim
versteckt, Bis s
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Fort

Hör` ich nicht die Klingel
ziehen? Ach, gewiß kommt er zu mir! -
Aber nein! welch thöricht Hoffen!
- Weit, ach weit ist er von hier.
- Draußen hör` ich Rosse stampfen;
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Liebe und Hass

I. Lieb` ist eine Sonne, Haß ist
kalter Wind. Liebe weckt Blumen der
Wonne, Die Haß entblättert
geschwind. II. Seht doch an die
Erde, Wie sie herrlich
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Treue Liebe

Ich habe einen Traum gehabt, So wirr
und sonderbar: Von mir gewiesen hatt`
ich dich, Obgleich ich gut dir
war. Und in dem bunten
Weltgewühl Stand ich nun einsam so;
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Vergißmeinnicht

Ich kenne ein Blümchen, Das blühet so
schön, Das habe zum Liebling Ich aus
mir ersehn. Es stehet an Bächen, Auf
grünender Au`, Sein Kleid trägt die
Farbe V
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Erinnerung

Ich kramte heute in meinen Papieren Da
kam mir ein Blättchen zur Hand; Es war
wohl die Schrift schon erblichen, Doch
schien sie dem Auge bekannt; Und also
ich die Züge erbl
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Mein Ring

Ich trag` an meinem Finger Ein gold`nes
Ringelein; Ich trag`s zu allen
Zeiten, Nie schlief ich ruhig
ein, Könnt` ich nicht immer
fühlen Ihn an dem Finger dort -
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Leidenschaftlichkeit

Ihr staunet oft, daß alle meine
Lieder So tiefe Sehnsucht nach dem Grab
durchweht, Da doch, von Hoffnung und
von Liebe singen, Der Jugend, wie der
Dichtkunst, näher steht.
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Das Bild

Im bunten Treiben dieses Lebens, Durch
der Gewohnheit Allgewalt, Da ist mir
nun dein Bild entrissen, Da schlägt
mein Herz nun arm und kalt. Da hab`
ich Alles nun vergessen,
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Jugend und Liebe

Lieb` und Jugend hört` ich
preisen Jeden, der davon nur
sprach; Schade daß nur ich
alleine, Einzustimmen nicht
vermag. Meine Liebe – ach, was war
sie? - Hingegange
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Der Traum

Nein, ich will nicht länger
klagen, Daß mein Herz nicht Freude
fand, Daß von meinen Jugendtagen Mir
das schönste Glück
entschwand. Sieh`, es ist noch nicht
entflohen,
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Der Lore-ley Felsen

Rheinische Sage Ringsum herrschet
sel`ge Stille, Leise sinkt die Nacht
hernieder; Auf die burggekrönten
Felsen Gießt der Mond sein weißes
Licht. In des Rhei
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Mein Herz

Sonett Nicht immer war mein Herz so
kalt und still; Einst schlug es freudig
dieser Welt entgegen. Viel Blumen
pflückte ich auf meinen Wegen; Die
schönsten aber ließ die Li
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Licht und Finsterniß

Sonnet. So bricht denn nun, der
dunkeln Nacht entschwebend, Des Geistes
Morgen glänzend uns heran; Der
Wahrheit öffnet siegend sich die
Bahn, Die Freiheit nahet, ihr Panier
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Der Gruß der Liebe

Ueber das Leben des Menschen gebietet
ein eisernes Schicksal, Und er wählet
nicht selbst die Bahnen, nicht selbst
die Begleiter; Denn es trennet der Tod,
es trennet das Leben die Liebe. Do
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Zwei Lieder

von Frühling und Liebe Das
erste Wenn der Frühling kommt
gezogen, Steigt mit spielend heiter`m
Sinn, Amor vom Olympe nieder Zu der
Erde Freuden hin; Unter vol
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Amors Macht

Warum ich ihn geliebt? hör` ich Euch
fragen, Ihr staunet meines Herzens
Starrsinn an, Das, ob des Lieblings
eignen Unwerth fühlend, Ihn dennoch
liebt, nicht von ihm lassen kann.
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Der Frühling (II)

Was lockst du mich Frühling, Voll
Wonne und Lust? Kannst doch mir nicht
schmelzen Das Eis in der Brust? Was
schauet ihr Blumen So still nach mir
her? Eu`r Blü
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Frage

Wenn sich zwei Herzen entfremden, Die
einst sich innig geliebt, Wer kann sich
die Kälte erklären, Die plötzlich
die Beiden umgiebt? O sage, wie ist es
nur möglich, Selbst,
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Die Augen

`Liebchens Augen, die
blauen, `Bezaubern mir Herz und
Sinn, `Kann ich in`s Auge ihr
schauen, `Glänzt mir der Himmel
darin!` ``Der Liebsten Augen, die
dunkeln, ``Umstr
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