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Gedichte - Maria Luise Weissmann

Robinson sucht Gott

  1. Fassung

Bist Du denn überall der Erste? Warst
An jedem Ort, den je ein Mensch betritt,
Vorher? Denn sieh, daß Du Dich offenbarst,
Geh ich in Hoffnung. ... weiterlesen


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Das Mädchen spricht

1.

Es spürt mich Einer in allem Rosenduft,
Ahne ich manchmal. Und er sucht mich auch
In Fliederblüten und den blauen Glocken.
Aber ich weiß mich selber nicht.
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Robinson ruht unter seinem Laubgezelt

Aber mit einem Male erstrahlen
Tage der Nähe wie selige Segel,
Die auf dem Blau des Wassers sich malen.
Aber der Glückliche kennt nur Beharren.
Ach, er vergaß ganz die ... weiterlesen


Robinson ruht unter seinem Laubgezelt

Aber mit einem Male erstrahlen
Tage der Nähe wie selige Segel,
Die auf dem Blau des Wassers sich malen.
Aber der Glückliche kennt nur Beharren.
Ach, er vergaß ganz die ... weiterlesen


Aber öffne...

Aber öffne nur die Türe,
Aber tritt nur auf die Schwelle,
Hebe kaum den Blick und spüre
Schon die ungeheure Helle,
Schon den Glanz der leeren Räume,
Die wie ... weiterlesen


Aber öffne...

Aber öffne nur die Türe,
Aber tritt nur auf die Schwelle,
Hebe kaum den Blick und spüre
Schon die ungeheure Helle,
Schon den Glanz der leeren Räume,
Die wie Wiese ... weiterlesen


Karneval des Unbeschwingten

Ach, ich war mir ganz entlaufen,
Tanzte fremd im fremden Land
Und sie wollten mich schon taufen:
Einer doch den Namen fand,

Der mich rief, wie sie mich nannten
... weiterlesen


Karneval des Unbeschwingten

Ach, ich war mir ganz entlaufen,
Tanzte fremd im fremden Land
Und sie wollten mich schon taufen:
Einer doch den Namen fand,

Der mich rief, wie sie mich nannten
... weiterlesen


Der wandernde Stab

Ahasvers war ich einst,
Tannhäusers auch.
Ich grünte und ich schlug
Wurzeln einmal und wuchs und wurde Strauch.

Nun ist die Welt besät
Mit meiner Brut:
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Robinson und der Papagei

Als ich dich traf mit dem gefiederten Pfeil,
Du schönes Farbenspiel von Blau und Grün,
Langsam genasest du. Dein Fuß war heil;
Doch mochtest du nicht ganz mir mehr ... weiterlesen


Robinson und der Papagei

Als ich dich traf mit dem gefiederten Pfeil,
Du schönes Farbenspiel von Blau und Grün,
Langsam genasest du. Dein Fuß war heil;
Doch mochtest du nicht ganz mir mehr entfliehn:
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Cephalocereus Senilis

Auch diesem weißen Haar entstiegest Du
Unfaßbar, ein verhangenes Gesicht.
Ich beugte mich ganz überstürzt ihm zu
Von einem fremden vielgespaltnen Licht

Und sah ... weiterlesen


Cephalocereus Senilis

Auch diesem weißen Haar entstiegest Du
Unfaßbar, ein verhangenes Gesicht.
Ich beugte mich ganz überstürzt ihm zu
Von einem fremden vielgespaltnen Licht

Und sah ... weiterlesen


Die Gezeichneten

Auf ihrem Haupt stand früh der Stern, vergilbt und äschern;
Aber dann blieb durch Jahre alles ungeschehn.
Fast schon glichen sie Jenen, die unter Sonnen gehn.
Nur daß manchmal ... weiterlesen


Robinson sucht Gott (1. Fassung)

Bist Du denn überall der Erste? Warst
An jedem Ort, den je ein Mensch betritt,
Vorher? Denn sieh, daß Du Dich offenbarst,
Geh ich in Hoffnung. Jahre. Schritt um Schritt.
... weiterlesen


Don Quichote kämpft mit Gott

Da Du mich segnen sollst, was frommt Dir dies,
Daß Deine Hand, Gewaltger, mich verstieß,
Daß Deine Kraft, Gesegneter, mich ließ,
Daß mich Dein Atem, Zürnender, verbließ?
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Dann, wenn du gehst...

Dann, wenn Du gehst, scheinst Du mir nie gewesen.
Ich finde mich, wie der vom Traum erwacht,
Versehnt nach einer nächsten tiefern Nacht,
Zur alten Lüge lächelnd zu genesen.
... weiterlesen


Dann, wenn du gehst...

Dann, wenn Du gehst, scheinst Du mir nie gewesen.
Ich finde mich, wie der vom Traum erwacht,
Versehnt nach einer nächsten tiefern Nacht,
Zur alten Lüge lächelnd zu genesen.
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Die fremde Stadt

Der Himmel ist aus viel Zement gemauert,
Sehr nah. Und grell mit Tünche übermalt
Von jenem Blau, das Litfaßsäule strahlt;
Aus Winkeln, dumpf und schwer, Verhängnis lauert,
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Juni 1919

Die dunkle Frühe trägt mich schwer im Schoß,
Sterbend die mich gebar dem blassen Morgen;
Mit Heckenrosen werd ich langsam groß,
Berg muß mir seine blauen Schatten borgen,
... weiterlesen


Juni 1919

Die dunkle Frühe trägt mich schwer im Schoß,
Sterbend die mich gebar dem blassen Morgen;
Mit Heckenrosen werd ich langsam groß,
Berg muß mir seine blauen Schatten borgen,
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Ebene Landschaft

Die Erde kam, ein grauer Strom, geflossen.
Kein Damm, der ihre Flut zusammenhält,
Sie hat sich über Berg und Tal und Haus ergossen.
Fern, wo ein schmaler Strich den Horizont ... weiterlesen


Der Sterbende

Die Grenzen fallen ab von mir, ich ward
Ganz unermeßlich Hingegebener.
Und so mir tief und brüderlich vertraut
Atmen in mir die fernen Dinge
Und decken mich mit aller Nähe ... weiterlesen


Wald

Die Toten meiner Jahrtausende
Sind auferstanden. Meiner Väter Blick
Ging über mich, es wandelte
Leicht die Nähe der Erwachenden.

Im Abend aber entschliefen ... weiterlesen


Wald

Die Toten meiner Jahrtausende
Sind auferstanden. Meiner Väter Blick
Ging über mich, es wandelte
Leicht die Nähe der Erwachenden.

Im Abend aber entschliefen sie
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Cereus Flagelliformis

Die Züchtigung: dies aber bist Du auch,
Du bist die harte, die umdornte Rute
Aus einem bitteren verfluchten Strauch;
Wo Du auch triffst, da triffst Du tief im Blute.

... weiterlesen


Cereus Flagelliformis

Die Züchtigung: dies aber bist Du auch,
Du bist die harte, die umdornte Rute
Aus einem bitteren verfluchten Strauch;
Wo Du auch triffst, da triffst Du tief im Blute.

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Möwe über der Brücke

Dir unterm Fuß,
Zwischen den Ufern Schreitender, spannt
Sich der Brücke gewölbter Bogen.

Und eine Möwe,
Wie ein Gedanke fernher blitzend,
Schießt auf ... weiterlesen


Möwe über der Brücke

Dir unterm Fuß,
Zwischen den Ufern Schreitender, spannt
Sich der Brücke gewölbter Bogen.

Und eine Möwe,
Wie ein Gedanke fernher blitzend,
Schießt auf dich ... weiterlesen


Doch dann zuletzt...

Doch dann zuletzt bist Du das gute Gleiten
Ins Schlafende, das ohne Sprache ist
Wie ohne Traum. Das sich so tief vergißt,
Daß Namen schon es mit sich selbst entzweiten.
... weiterlesen


Doch dann zuletzt...

Doch dann zuletzt bist Du das gute Gleiten
Ins Schlafende, das ohne Sprache ist
Wie ohne Traum. Das sich so tief vergißt,
Daß Namen schon es mit sich selbst entzweiten.

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Freitag findet seinen Vater

Doch war es frühe, daß dies Ich entglitt,
Das Spiegelbild sich wandelte zum Du:
Da war ein alter Mann, und Freitag litt
Angst und ertrug Gefahr und fand nicht Ruh
... weiterlesen


Robinson - Freitag findet seinen Vater

Doch war es frühe, daß dies Ich entglitt,
Das Spiegelbild sich wandelte zum Du:
Da war ein alter Mann, und Freitag litt
Angst und ertrug Gefahr und fand nicht Ruh
Um diesen ... weiterlesen


Das frühe Fest

Du bist die silberne Weide am Bach.
Schatten der Wolke Du schwimmend.
Du gehst über die mondenen Wege.
Die Städte-Straßen kennen Dich.
Tiere spürten Deiner Fährte all.
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Gesang an die Stadt

Du brachst im schönen Leib der Landschaft auf.
Wie eine Eiterbeule aufbricht, brachst du
Auf in den Tag und liegst du gleißend nun
Unter den Sternen nachts.

Nun ... weiterlesen


Gesang an die Stadt

Du brachst im schönen Leib der Landschaft auf.
Wie eine Eiterbeule aufbricht, brachst du
Auf in den Tag und liegst du gleißend nun
Unter den Sternen nachts.

Nun gehen ... weiterlesen


Jahres-Ende

Du greises Jahr: du eilst, dem Ziele zu
Rascher und rascher, sehnst dich nach der Ruh
In einem tiefen grenzenlosen Tod.
Doch sieh: ich eile schneller, nach dem Rot
Des ... weiterlesen


Jahres-Ende

Du greises Jahr: du eilst, dem Ziele zu
Rascher und rascher, sehnst dich nach der Ruh
In einem tiefen grenzenlosen Tod.
Doch sieh: ich eile schneller, nach dem Rot
Des neuen ... weiterlesen


Robinson zeichnet in den Sand

Du Palme, leicht, daß dich die Winde wiegen
Zärtlich in ihrem Atem! Strahlen biegen
Des Lichtes deinen Stamm zur süßen Melodie
Geschweifter Harfe. Seliger ward nie
Noch ... weiterlesen


Fährte

Durch allen Tag muß ich Dich suchend gehn
Und ist so viel, was rings Dich mir verheißt,
Mich mit Gewißheit Deiner schimmernd speist:
Ein Vogelrufen, Glanz des Golds, ... weiterlesen


Fährte

Durch allen Tag muß ich Dich suchend gehn
Und ist so viel, was rings Dich mir verheißt,
Mich mit Gewißheit Deiner schimmernd speist:
Ein Vogelrufen, Glanz des Golds, Kakteen,
... weiterlesen


Kindheit

Ein glasgeschnittner Würfel füllte das Zimmer
Sobald es wieder Abend war, den trug
Er oft und stand umtaut von Schimmer.
Draußen ging dunkler Vögel schwerer Flug
... weiterlesen


Kindheit

Ein glasgeschnittner Würfel füllte das Zimmer
Sobald es wieder Abend war, den trug
Er oft und stand umtaut von Schimmer.
Draußen ging dunkler Vögel schwerer Flug
Flatternd ... weiterlesen


Ballade vom Schatten

Engte mich mein kleiner Schatten ein,
Kleiner Schatten, der mich streng umschrieb,
Mir drei Schritt voraus, zur Seite ging
Oder drei in meinem Rücken blieb.

... weiterlesen


Ballade vom Schatten

Engte mich mein kleiner Schatten ein,
Kleiner Schatten, der mich streng umschrieb,
Mir drei Schritt voraus, zur Seite ging
Oder drei in meinem Rücken blieb.

Sprach ... weiterlesen


Der Gorilla

Er atmet ihre Schwüle längst nicht mehr,
Doch lastet seinem Nacken immer noch der Traum der großen Seen
Und läßt ihn tief zum Sand gebückt und schwer
Im Takt zur Wiederkehr ... weiterlesen


Robinson findet Freitag

Er blieb, da er mich sah, erschrocken stehn,
Ich stand, der ihn erblickte, Stein, verblieben
In der Gebärde: himmlischem Vergehn.
O Menschen-Wohlgestalt! O Glück, zu lieben
... weiterlesen


Robinson findet Freitag

Er blieb, da er mich sah, erschrocken stehn,
Ich stand, der ihn erblickte, Stein, verblieben
In der Gebärde: himmlischem Vergehn.
O Menschen-Wohlgestalt! O Glück, zu lieben
... weiterlesen


Der Einsiedler

Er hatte seit Jahren nicht menr gesät
Verstreut noch reifte ihm das Getreide
Zuletzt ließ er den Hafer ungemäht
Sein Pferd verlor sich auf der Weide.

Er brach eine ... weiterlesen


Ballade vom Namenlosen

Er lebte weil er geboren war,
Er fand keinen anderen Grund.
Die Mutter liebte ganz früh sein Haar,
Einmal Eine dann seinen Mund,
Doch war es nicht wichtig und verging
... weiterlesen


Ballade vom Namenlosen

Er lebte weil er geboren war,
Er fand keinen anderen Grund.
Die Mutter liebte ganz früh sein Haar,
Einmal Eine dann seinen Mund,
Doch war es nicht wichtig und verging
... weiterlesen


Das Erdbeben

Erkenne nun: du konntest ärmer sein
Stets noch um vieles. Nicht das Moos zur Nacht,
Der Quelle Trunk, ein Schatten, die allein
Verlierbar noch; o hier ward mehr vollbracht
... weiterlesen


Robinson - Das Erdbeben

Erkenne nun: du konntest ärmer sein
Stets noch um vieles. Nicht das Moos zur Nacht,
Der Quelle Trunk, ein Schatten, die allein
Verlierbar noch; o hier ward mehr vollbracht
... weiterlesen


Gebet der Kindheit

Es ist ein schwarzer Hund bei Nacht, Herr Jesus,
Der auf seinen Krallen die hölzerne Stiege abwärtsgeht.
Es ist ein weißer Schatten manchesmal, Herr Jesus,
Der früh am ... weiterlesen


Gebet der Kindheit

Es ist ein schwarzer Hund bei Nacht, Herr Jesus,
Der auf seinen Krallen die hölzerne Stiege abwärtsgeht.
Es ist ein weißer Schatten manchesmal, Herr Jesus,
Der früh am Wegrand ... weiterlesen


Auszug der Tiere

Es waren eingekreist die ahnungslosen
Verirrten Tiere eh sie sich versahn
Von Wand und Wand. Ganz fern im Grenzenlosen
Zog noch von Himmel eine blasse Bahn.

... weiterlesen


Auszug der Tiere

Es waren eingekreist die ahnungslosen
Verirrten Tiere eh sie sich versahn
Von Wand und Wand. Ganz fern im Grenzenlosen
Zog noch von Himmel eine blasse Bahn.

In einer ... weiterlesen


Nächtliche Insel

Frauenwörth

Der See fließt langsam zu dem fernen Land.
Vielleicht, er findet irgendwo das Land.
Die blasse Küste weint Verlassenheit.
Im Röhricht ist so viel ... weiterlesen


Nächtliche Insel

Frauenwörth

Der See fließt langsam zu dem fernen Land.
Vielleicht, er findet irgendwo das Land.
Die blasse Küste weint Verlassenheit.
Im Röhricht ist so viel ... weiterlesen


An den Vater

Ganz früh: Du tauchtest Dampf der morgendlichen Gärten
In meine Seele. Der blauen Sichel des Mondes
Namen gabst du, verwandt. Es reihten die Tiere
Dir sich gehorsam, Zauberer, ... weiterlesen


An den Vater

Ganz früh: Du tauchtest Dampf der morgendlichen Gärten
In meine Seele. Der blauen Sichel des Mondes
Namen gabst du, verwandt. Es reihten die Tiere
Dir sich gehorsam, Zauberer, der ... weiterlesen


Geh nicht vor mir...

Geh nicht vor mir in dieses unbesungne
In dieses dunkle Reich, das Keiner kennt;
Damit Dein Name, dieser lang verklungne,
Wenn ich ihn ruf, noch Dich mit Namen nennt.

... weiterlesen


Geh nicht vor mir...

Geh nicht vor mir in dieses unbesungne
In dieses dunkle Reich, das Keiner kennt;
Damit Dein Name, dieser lang verklungne,
Wenn ich ihn ruf, noch Dich mit Namen nennt.

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Gebet des taubstummen Knaben

Gott, der du schwer auf meiner Lippe ruhst,
Und ist kein Tun, das du nicht tust,
Du schläfst im Ohr mir diesen tiefen Schlaf.
Da ich dich unter Mandelbäumen traf,
... weiterlesen


Gebet des taubstummen Knaben

Gott, der du schwer auf meiner Lippe ruhst,
Und ist kein Tun, das du nicht tust,
Du schläfst im Ohr mir diesen tiefen Schlaf.
Da ich dich unter Mandelbäumen traf,
Du gingst ... weiterlesen


Robinson tanzt

Heut aber grüß ich dich, o Gott, im Brand
Des frühen Morgens, da ich mich befreit
Aufschwang im Tanz wie eine Welt, verwandt
Dir Gleichgewicht; da, ein vermorschtes Kleid,
... weiterlesen


Robinson tanzt

Heut aber grüß ich dich, o Gott, im Brand
Des frühen Morgens, da ich mich befreit
Aufschwang im Tanz wie eine Welt, verwandt
Dir Gleichgewicht; da, ein vermorschtes Kleid,
... weiterlesen


Robinson füttert sein Lamm

Hier sind nicht Städte mehr, die rufen: bau!
Nicht Wein auch, der betörte: komm und schlürfe!
Kein Trug der Sehnsucht um die fremde Frau
Und keiner Tat, daß sie mein Tun ... weiterlesen


Robinson füttert sein Lamm

Hier sind nicht Städte mehr, die rufen: bau!
Nicht Wein auch, der betörte: komm und schlürfe!
Kein Trug der Sehnsucht um die fremde Frau
Und keiner Tat, daß sie mein Tun ... weiterlesen


Anrede

Ich atme Dich mit Sehnsucht, süßer Duft.
Wo Du verschwebst, ging aller Frühling enden,
Wo Du verhauchst, da weht von Schatten-Wänden
Herbstlichen Atems die bereifte Luft.
... weiterlesen


Anrede

Ich atme Dich mit Sehnsucht, süßer Duft.
Wo Du verschwebst, ging aller Frühling enden,
Wo Du verhauchst, da weht von Schatten-Wänden
Herbstlichen Atems die bereifte Luft.
... weiterlesen


Mund

Ich bin nur noch ein Mund, der zu Dir spricht,
So schwand ich hin, verlor sich mein Gesicht
Und all der Leib, zu dem ich mich versammelt.
Ich bin nur noch ein Mund, der zu Dir ... weiterlesen


Mund

Ich bin nur noch ein Mund, der zu Dir spricht,
So schwand ich hin, verlor sich mein Gesicht
Und all der Leib, zu dem ich mich versammelt.
Ich bin nur noch ein Mund, der zu Dir ... weiterlesen


Ein Leichnam ist ans Land gespült

Ich grüßte ihn vertraut. Und seinen Namen
`Tod` sprach ich brüderlich. Da hob er sich,
Da fing er mich am tödlicheren Hamen,
Da warf er Diesen hin, da bog er mich
... weiterlesen


Robinson - Ein Leichnam ist ans Land gespült

Ich grüßte ihn vertraut. Und seinen Namen
`Tod` sprach ich brüderlich. Da hob er sich,
Da fing er mich am tödlicheren Hamen,
Da warf er Diesen hin, da bog er mich
An das ... weiterlesen


Nachts

Ich kaure immer
Und höre mein Blut
Rauschen, den dunkeln Strom.

Sucht meiner Seele
Müder Fährmann
Deinen Schatten auf mondener Bucht.

Aber ... weiterlesen


Nachts

Ich kaure immer
Und höre mein Blut
Rauschen, den dunkeln Strom.

Sucht meiner Seele
Müder Fährmann
Deinen Schatten auf mondener Bucht.

Aber Du ... weiterlesen


Robinson zimmert einen Stuhl

Ich lehre schwer die ungeübten Hände,
Die von nichts wissen. Und mein Mund ward stumm,
Als ob Erinnerung ihm langsam schwände.

Ich hab ein Ding, behindert, schief und ... weiterlesen


Robinson zimmert einen Stuhl

Ich lehre schwer die ungeübten Hände,
Die von nichts wissen. Und mein Mund ward stumm,
Als ob Erinnerung ihm langsam schwände.

Ich hab ein Ding, behindert, schief und ... weiterlesen


Jugend des Propheten

Ich liebte Linnen und die sanften Seiden
Strich meine Hand mit Lust. ER flüsterte:
`Das harte Fell des Hirsches wird dich kleiden.`

Ich saß beim Mahle und mein Blick ... weiterlesen


Jugend des Propheten

Ich liebte Linnen und die sanften Seiden
Strich meine Hand mit Lust. ER flüsterte:
`Das harte Fell des Hirsches wird dich kleiden.`

Ich saß beim Mahle und mein Blick war ... weiterlesen


Opuntia Monacantha

Ich nahte mich, wie einem frommen Brot
Ein Pilger naht, mit sehnsuchtvollem Munde.
Du stießest ihn, Dir aufgetane Wunde,
In eine tiefre nie gestillte Not:

... weiterlesen


Opuntia Monacantha

Ich nahte mich, wie einem frommen Brot
Ein Pilger naht, mit sehnsuchtvollem Munde.
Du stießest ihn, Dir aufgetane Wunde,
In eine tiefre nie gestillte Not:

Du höhntest ... weiterlesen


Ich sah dich an...

Ich sah dich an, o daß ich dich
Niemals gesehn, nun bin ich blind,
Nun bist du groß, nun führst du mich
Ein irres Kind.

Und wo das Haus, das sichre Haus
... weiterlesen


Ich sah dich an...

Ich sah dich an, o daß ich dich
Niemals gesehn, nun bin ich blind,
Nun bist du groß, nun führst du mich
Ein irres Kind.

Und wo das Haus, das sichre Haus
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Unendlicher Frühling

Ich seh dich wieder, Frühling, steigen ins Geäst.
Ich seh den dürren Zweig, von deiner Faust umpreßt,
Nun wieder glühn und blühn, ich seh den Wiesenpfad
Bergauf dir unterm ... weiterlesen


Unendlicher Frühling

Ich seh dich wieder, Frühling, steigen ins Geäst.
Ich seh den dürren Zweig, von deiner Faust umpreßt,
Nun wieder glühn und blühn, ich seh den Wiesenpfad
Bergauf dir unterm ... weiterlesen


Mit einer Uhr

Ich wollt` sie erst mit diesem Wunsch geleiten,
Ich wollte sagen: `Liebster, laß Dir scheinen
Bittere Stunden jene, die uns scheiden,
Und süße Stunden, solche, die uns ... weiterlesen


Mit einer Uhr

Ich wollt` sie erst mit diesem Wunsch geleiten,
Ich wollte sagen: `Liebster, laß Dir scheinen
Bittere Stunden jene, die uns scheiden,
Und süße Stunden, solche, die uns einen.`
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Robinson - Die Fahrt

Ihn trug das Schiff. Und seine Lippen sangen
Hin über Weite, Wasser und den Wind:
O Ferne! Flucht! Entgleitendes Verlangen!
Augen, o Augen, immer noch zu blind,
O Atem, niemals ... weiterlesen


Schwester

Immer sind die dunkeln Abenteuer
Zwischen uns, wir können oft
Keines der vielen blauen Worte finden,
Die uns geschenkt sind.

Dann, wenn ich die schmalen ... weiterlesen


Schwester

Immer sind die dunkeln Abenteuer
Zwischen uns, wir können oft
Keines der vielen blauen Worte finden,
Die uns geschenkt sind.

Dann, wenn ich die schmalen Krystalle
... weiterlesen


Robinson sucht Gott

Ists darum, daß du schweigst, Gott, weil du haust
In dem Verstummenden? Bist du der leere
Schallose Raum, in dem es schweigt, und baust
Dich rund um uns? Bist, den ich kniend ... weiterlesen


Der Kranke

Manchmal hebe ich meine Hände von der Decke ins Licht.
Nicht lange, denn sie sind schwer; und sehe wie das Licht
Sie umflicht mit einem roten Geäst von Blut.
Ich fühle eine ... weiterlesen


Ich bin sehr müde

Mein Fenster lehnt sich weit in den Abend hinaus,
Die Wolken stehen über den Dächern, ein Blumenstrauß,
Die Luft streichelt mich und ist sanft und voll großer Güte.
Ich aber ... weiterlesen


Ich bin sehr müde

Mein Fenster lehnt sich weit in den Abend hinaus,
Die Wolken stehen über den Dächern, ein Blumenstrauß,
Die Luft streichelt mich und ist sanft und voll großer Güte.
Ich aber ... weiterlesen


Der Heilige

Meine Schritte schreiten mir entwandt,
Meine Finger gehen nach der Frau,
Doch im Muttergottesmantel stirbt die Hand.
Bläue meines Blicks lockt Meer ins Blau,
Das in Sturm dem ... weiterlesen


Mich ergriff der Schmerz und sprach

Mich ergriff der Schmerz und sprach:

Nun bist du mein.
Ich bin das starke Haus, das dich behaust,
Ich bin im Haus der stärkste Stein.
Wenn du vertraust -
Ich bin ... weiterlesen


Nenn ich dich Glück

Nenn ich dich Glück? Entsetzen? nenn ich dich
Heil oder Folter? Ich weiß keinen Namen
Zu fassen dich; ich fügte keinen Rahmen
Um dich, daraus dein Bild nicht löste sich
... weiterlesen


Nenn ich dich Glück?

Nenn ich dich Glück? Entsetzen? nenn ich dich
Heil oder Folter? Ich weiß keinen Namen
Zu fassen dich; ich fügte keinen Rahmen
Um dich, daraus dein Bild nicht löste sich
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Mich ergriff der Schmerz und sprach:

Nun bist du mein.
Ich bin das starke Haus, das dich behaust,
Ich bin im Haus der stärkste Stein.
Wenn du vertraust -
Ich bin das sichre Haus und schließ dich ein.
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Abenteuer

Nun hat der weite Weg mich ganz verloren,
Wie floh mich Anfang, Ende und die Mitte!
Ich bin in einem tiefen Kreis geboren,
Ich höre meine leichten Schritte
In einem ... weiterlesen


Abenteuer

Nun hat der weite Weg mich ganz verloren,
Wie floh mich Anfang, Ende und die Mitte!
Ich bin in einem tiefen Kreis geboren,
Ich höre meine leichten Schritte
In einem fernen ... weiterlesen


Robinson nimmt Abschied von der Insel

Nun lehrst du mich das Letzte: lehrst zu gehn -
O schwerer Abschied! - kleine Insel, Land,
Das mir erwuchs: ich küsse deinen Strand.
In dich gebettet, in dir zu bestehn
... weiterlesen


Robinson nimmt Abschied von der Insel

Nun lehrst du mich das Letzte: lehrst zu gehn -
O schwerer Abschied! - kleine Insel, Land,
Das mir erwuchs: ich küsse deinen Strand.
In dich gebettet, in dir zu bestehn
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Robinson ist müde

Nun will ich fallen. Fallen wie ein Stein,
Den einer warf. Wollüstig sinken ein
Ins tiefe Gras. Wie in die Nacht ein Tag
Ins weite Un-Sein gleiten. Ach, ich trag
In mir ... weiterlesen


Robinson ist müde

Nun will ich fallen. Fallen wie ein Stein,
Den einer warf. Wollüstig sinken ein
Ins tiefe Gras. Wie in die Nacht ein Tag
Ins weite Un-Sein gleiten. Ach, ich trag
In mir ... weiterlesen


Weg im Nebel

Nun wird die Spur der Füße langsam ungetan,
Und aus der Tiefe, aus der tiefen Tiefe steigt
Das Trübe, schwadengrauer Nebel himmelan.

Nun wird der Augen-Aufblick ... weiterlesen


Weg im Nebel

Nun wird die Spur der Füße langsam ungetan,
Und aus der Tiefe, aus der tiefen Tiefe steigt
Das Trübe, schwadengrauer Nebel himmelan.

Nun wird der Augen-Aufblick langsam ... weiterlesen


Park im Vorfrühling

O halte dich, aus dir nicht zu entgleiten
Ins Grenzenlose! Folg der Hunde Spiel
Nicht mit dem Blick, wies weiß in dunkeln Weiten
Der Büsche schwindet. Lausch nicht auf ein ... weiterlesen


Park im Vorfrühling

O halte dich, aus dir nicht zu entgleiten
Ins Grenzenlose! Folg der Hunde Spiel
Nicht mit dem Blick, wies weiß in dunkeln Weiten
Der Büsche schwindet. Lausch nicht auf ein Ziel
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Robinson findet Spuren der Kannibalen

O Insel: faß ich dich zum ersten Mal?!
Eiland mit Fluß, mit Bergen, einem Tal
Und Wasser ringsum, Wasser ringsumher.
Mein Schritt versinkt, mein armer Schritt wird schwer,
... weiterlesen


Robinson findet Spuren der Kannibalen

O Insel: faß ich dich zum ersten Mal?!
Eiland mit Fluß, mit Bergen, einem Tal
Und Wasser ringsum, Wasser ringsumher.
Mein Schritt versinkt, mein armer Schritt wird schwer,
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Oft aus den tiefen Schächten der Nacht...

Oft aus den tiefen Schächten der Nacht
Steigst Du empor: Dir trieft
Dunkel Schweigens Gewässer
Aus dem verworrenen Haar.

Oft vor der Röte des Morgens
... weiterlesen


Oft aus den tiefen Schächten der Nacht

Oft aus den tiefen Schächten der Nacht
Steigst Du empor: Dir trieft
Dunkel Schweigens Gewässer
Aus dem verworrenen Haar.

Oft vor der Röte des Morgens
Steht das ... weiterlesen


Ode an Sebastian

Oh, Du warst Baum! Darinnen Vögel schliefen.
Winde sich hold vermählten. Leoparden bogen kühl.
Ein Lamm, Gewölk, lag leicht an Dich gebettet,
Auch warst Du weit, daß fernster ... weiterlesen


Uralt...

Schweig, mein Geliebter; Mund auf Mund
Wurden wir groß, wurden wir alt
In einem nie gestillten Bund,
Alt wie der uralte Wald.

Alt wie der Mond, mein ... weiterlesen


Uralt...

Schweig, mein Geliebter; Mund auf Mund
Wurden wir groß, wurden wir alt
In einem nie gestillten Bund,
Alt wie der uralte Wald.

Alt wie der Mond, mein Lichtgesicht,
... weiterlesen


Gewissheit

Sei geduldig! Nimm gelassen,
Wie der Tage Kette gleitet:
Anfang, der nicht zu erfassen,
Ende nicht. Und die sich breitet,
Mitte, ziellos, offner, enger,
Laß sie ... weiterlesen


Gewissheit

Sei geduldig! Nimm gelassen,
Wie der Tage Kette gleitet:
Anfang, der nicht zu erfassen,
Ende nicht. Und die sich breitet,
Mitte, ziellos, offner, enger,
Laß sie ... weiterlesen


Die Katzen

Sie sind sehr kühl und biegsam, wenn sie schreiten,
Und ihre Leiber fließen sanft entlang.
Wenn sie die blumenhaften Füße breiten,
Schmiegt sich die Erde ihrem runden Gang.
... weiterlesen


Das Karussell

Sie standen stumm und lauschten dem Getön
Verstimmter Instrumente tief in Schlaf:
Die starren Tiere, bunt und wunderschön.
Da sie ein Kinderblick in Schmerz betraf,

... weiterlesen


Mamillaria Pusilla

Sie stehen fremd in einem reinen Rund,
Tief in sich eingehüllt wie in Gefieder.
Sie gehn in sanfter Wölbung auf und nieder,
Sie bergen Zärtlichkeit in ihrem Grund,

... weiterlesen


Mamillaria Pusilla

Sie stehen fremd in einem reinen Rund,
Tief in sich eingehüllt wie in Gefieder.
Sie gehn in sanfter Wölbung auf und nieder,
Sie bergen Zärtlichkeit in ihrem Grund,

... weiterlesen


Kakteen

Sie stehen jahrelang im Topf aus Ton,
Verstockte in sich, selbstverliebte Käuze,
In einer rätselhaft verbißnen Fron
Der Form: sind Kugel, Kegel, Kreuze,

Sie ... weiterlesen


Kakteen

Sie stehen jahrelang im Topf aus Ton,
Verstockte in sich, selbstverliebte Käuze,
In einer rätselhaft verbißnen Fron
Der Form: sind Kugel, Kegel, Kreuze,

Sie gleichen ... weiterlesen


Sonett

So bin ich nun verführt von jedem Schatten,
Der niederglitt aus eines Vogels Flug,
Als träfe mich mit tödlichem Ermatten
Dein Wimpernaufschlag. In dem wilden Zug

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Auf ein Paket mit Briefen

So jahrlang totgesagt, daß ich es hob
Wie eine Aschenurne, Und gefaßt
Daß nicht der Staub aus dem Verblichnen stob
Wollt ich sie tragen. Doch mich bog die Last:

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Insekten

Tagsüber bargen die Blätter,
Bäume und Blum ihr Gesicht.
Schatten war ihnen und Retter
Wieder ein flatterndes Licht.

Aber im Abend fiel fahle
Blässe ... weiterlesen


Insekten

Tagsüber bargen die Blätter,
Bäume und Blum ihr Gesicht.
Schatten war ihnen und Retter
Wieder ein flatterndes Licht.

Aber im Abend fiel fahle
Blässe ... weiterlesen


Schnee

Träne des Himmels: der Regen fiel
Tödlich wie Schwermut fällt
Auf das geliebte zerbrochene Spiel
Auf die verwesende Welt.

Herbst schon rollte sie schwelgend ... weiterlesen


Schnee

Träne des Himmels: der Regen fiel
Tödlich wie Schwermut fällt
Auf das geliebte zerbrochene Spiel
Auf die verwesende Welt.

Herbst schon rollte sie schwelgend ... weiterlesen


Robinson findet sich am Strand der Insel

Und dies war alles, was er fand, erwacht:
Es lag ein Leib, voll Schmerz, an einem Strand.
Hin floß ein Meer in hyazinthne Nacht,
Aufbrach in Blau ein unergründlich Land.
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Robinson findet sich am Strand der Insel

Und dies war alles, was er fand, erwacht:
Es lag ein Leib, voll Schmerz, an einem Strand.
Hin floß ein Meer in hyazinthne Nacht,
Aufbrach in Blau ein unergründlich Land.
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Robinson siedelt sich am Rand der Insel an

Und mit dem Wort wars, daß er dann begann
Die lange Zwiesprach mit sich selbst. Denn, sieh,
Er war allein. Er war im Ozean
Ein kleines Eiland. Und es kam ihm nie
Von ... weiterlesen


Robinson siedelt sich am Rand der Insel an

Und mit dem Wort wars, daß er dann begann
Die lange Zwiesprach mit sich selbst. Denn, sieh,
Er war allein. Er war im Ozean
Ein kleines Eiland. Und es kam ihm nie
Von draußen ... weiterlesen


Die Einsamen

Uns sind der Häuser viele umgestellt.
Die goldenen Gemache blenden manchmal
Der großen Feste, manchmal verweilt
Um uns die Zelle, die Klause des Eremiten,
Leise bei ... weiterlesen


Die Heimkehr

Vielleicht, daß mich der schlanke Schaft der Birke trug?!
Nun wurzelt Fuß ins Wurzelwerk der Brombeerranken.
Auf blauem Teiche meines Blicks: Libellenflug,
Gräser im Südwind ... weiterlesen


Die Dämonen fassen Robinson

Warum hab ich dies Eiland so erfahren,
Daß nichts mir fremd blieb? Ach, ein Baumgesicht,
Verhängt von feuchten, windzerfetzten Haaren,
Ich traf es einmal - fault es nun mir ... weiterlesen


Tote Liebe

Was mir erwarb
Ihr süßes Licht
Was ihr verdarb
Mein Angesicht
Warum sie starb
Ich weiß es nicht.

Die Märchenbraut
Lag so im Tod
Dem ... weiterlesen


Tote Liebe

Was mir erwarb
Ihr süßes Licht
Was ihr verdarb
Mein Angesicht
Warum sie starb
Ich weiß es nicht.

Die Märchenbraut
Lag so im Tod
Dem Blick ... weiterlesen


Robinson hat einen Traum

Was war der Traum? Ich kann mich nicht besinnen
Und seh ihn rings: Er blüht von jedem Strauch,
Die milde Kokosnuß verschließt ihn innen
Im Duft der Milch, ihn weiß die ... weiterlesen


Robinson hat einen Traum

Was war der Traum? Ich kann mich nicht besinnen
Und seh ihn rings: Er blüht von jedem Strauch,
Die milde Kokosnuß verschließt ihn innen
Im Duft der Milch, ihn weiß die Schlange ... weiterlesen


Abend im Frühherbst

Weit ausgegossen liegt das breite Land.
Der Himmel taucht den Scheitel noch ins Licht,
Doch seitlich hebt gelassen eine Hand
Die dunkle Maske Nacht ihm ins Gesicht.

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Abend im Früh-Herbst

Weit ausgegossen liegt das breite Land.
Der Himmel taucht den Scheitel noch ins Licht,
Doch seitlich hebt gelassen eine Hand
Die dunkle Maske Nacht ihm ins Gesicht.

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Robinson schreitet den Zaun eines Geheges ab

Weiß einer sonst, wohin die Zeit ihm schwand?
Fand er wie ich sie je versammelt wieder?
Dies ist der Zaun um ein betreutes Land.
Wie eine Schar von Vögeln ließ sich nieder
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Robinson schreitet den Zaun eines Geheges ab

Weiß einer sonst, wohin die Zeit ihm schwand?
Fand er wie ich sie je versammelt wieder?
Dies ist der Zaun um ein betreutes Land.
Wie eine Schar von Vögeln ließ sich nieder
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Sonett (Wende den Blick hinweg...)

Wende den Blick hinweg! Er traf mich lang
Und traf mich tödlich. Zwar ich gleite nicht
Unwillig hin, nicht zu vergehen bang:
Nur nimm von meinem Tod dies dunkle Licht,
Nimm ... weiterlesen


Meine Augen

Wenn Du kommst
Müssen meine Augen
Ins Dunkel kehren
Wie in den Tod.

Seit sie Dich einließen:
Verräterinnen -
Nun leben sie immer
Unterm Beil.


Meine Augen

Wenn Du kommst
Müssen meine Augen
Ins Dunkel kehren
Wie in den Tod.

Seit sie Dich einließen:
Verräterinnen -
Nun leben sie immer
Unterm Beil.


Fluch

Wenn es Dich aufreißt, denk daran.
.  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .
Wie so das Herz zum ... weiterlesen


Fluch

Wenn es Dich aufreißt, denk daran.
..................................
Wie so das Herz zum Herzen schwoll
So ohne Maß, so übervoll.
Wo Du auch stehst, gedenk daran.
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Wie jenem König Midas...

Wie jenem König Midas: Er vernarrte
Zuletzt dem Schein von Goldenem sich so,
Daß was er griff zu gelbem Glanz erstarrte,
Speise und Trank; die Erde, drauf er floh

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Sonett (Wie schien die alte Feindschaft...)

Wie schien die alte Feindschaft nun besiegelt
In gültigem Vertrag: ein Lächeln hing
Geheimnislos von einem Lächelnden; verriegelt
Schloß sich der Mund dem Schweigenden, es ... weiterlesen


Sonett

Wie schien die alte Feindschaft nun besiegelt
In gültigem Vertrag: ein Lächeln hing
Geheimnislos von einem Lächelnden; verriegelt
Schloß sich der Mund dem Schweigenden, es ... weiterlesen


Gesang der Frühvollendeten

Wir denken euch im Gleiten manchmal, Lebende,
Durch Traum und Ahnung und die Flut des Abends:
Ihr Schmerzlichen, wenn ihr in schweren Taten
Zur Tiefe sinkt.
    ... weiterlesen


Gesang der Frühvollendeten

Wir denken euch im Gleiten manchmal, Lebende,
Durch Traum und Ahnung und die Flut des Abends:
Ihr Schmerzlichen, wenn ihr in schweren Taten
Zur Tiefe sinkt.
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Die Marionetten

Wir lieben unsre schlanken Puppen sehr
- Ihre weißen Gesichter sind einsam
Über Leibern, fromm von Zerbrechlichkeit -
Und spielen gern die seltsamen Verkettungen

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Traumbrücke

Über die Tage, über die hellen,
Wenn sie der Abend verdunkelt hat,
Schießen die langen, schießen die schnellen
Brücken des Traumes von Stadt zu Stadt.

Über ... weiterlesen


Traumbrücke

Über die Tage, über die hellen,
Wenn sie der Abend verdunkelt hat,
Schießen die langen, schießen die schnellen
Brücken des Traumes von Stadt zu Stadt.

Über die ... weiterlesen


Das Herz

Öfter ein Morgen, die sanfthinfließende Kühle,
Oder ein Mittag verweilt. Trifft dich der Schatten der Nacht.
Oft auch ein Abend, gelehnt in die bläulichen Hänge:
Immer tönt ... weiterlesen



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