A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

Gedichte - Marie Luise Büchner


Lieder

1. Kam die Liebe in mein Herz
gezogen, Kam nicht wie ein heitrer
Sommertag, Kam nicht wie das junge
Grün im Walde, Wie die duft`ge Blume
auf der Halde, Kam wie Noth u
... weiterlesen

Anzeigen



Sonette

1. Wie oft gedenkt mein Herz der
schönen Sage Von Phaëthon`s
Schwestern, welche – voll
Erbarmen Mit der Verzweiflung und dem
Schmerz der Armen – Der Götter Einer
schuf
... weiterlesen


Am Rheine

Abend sinkt mit seinem Frieden Auf die
Berge, in das Thal – Holdes Bild! das
mir beschieden Ist, im letzten
Tagesstrahl! An den blauen, duft`gen
Höhen Dehnt sich gl
... weiterlesen


Einer Jugendfreundin

Albumblatt. Die Blume, die aus ihrem
stillen Thale Verpflanzt wird in ein
fernes, fremdes Land, Prangt dort wie
hier in holder Anmuth Fülle, Ist sie
gepflegt von zarter Lieb
... weiterlesen


Die Buche

Allein steht eine Buche Entfernt vom
Waldesplan, Von Sträuchern nur
umgeben Zu klein, sie zu erstreben, An
die sie sich nicht lehnen kann. Doch
wie sie so alleine
... weiterlesen


An Auguste

Als du gestorben, hab` um`s Haupt ich
dir Den letzten Schmuck gewunden, Aus
Rosen, Myrthen und Cypressengrün Von
meiner Hand gebunden. Sanft wirst du
ruh`n in deiner stillen
... weiterlesen


Ein Felsenherz

Als Moses in der Seele höchstem
Zagen, Um Hülfe flehend, an den Fels
geschlagen, Da fühlte Mitleid selbst
mit ihm der Stein; Er öffnete des
Busens starre Rinde, Und segensreich e
... weiterlesen


Am Baume

Am Baum` hab` ich gestanden, Der war so
hoffnungsgrün, Nicht lange mehr kann`s
dauern Und freudig wird er
blüh`n. Ein Zweiglein nur streckt
trauernd Die Arme nach mi
... weiterlesen


Charfreitag

Charfreitag ist`s – da trauert Die
ganze Christenheit, Ich traure mehr als
die Andern, Mein Herz trägt doppelt
Leid. An diesem Tag der
Schmerzen Ein theures Herz mi
... weiterlesen


Eine trübe Stunde

Das hab` ich wohl erfahren In manchen
bitt`ren Jahren, Es giebt für mich
kein Glück! Wo Andre Rosen
brechen, Mich nur die Dornen
stechen: So will es mein Geschick.
... weiterlesen


Der Sclavin Teppich (2)

Der Morgen graut im heim`schen
Abendlande, Ein Kauffartheischiff naht
dem sich`ren Port, Des Kaffees Frucht
von jenes reichen Pflanzers Plantagen
trägt es wohlverwahrt an Bord; Gepa
... weiterlesen


Der Sclavin Teppich (1)

Der Morgen graut in jener fernen
Zone, Wo sich um Palmen die Liane
schlingt, Wo in dem Schatten grünender
Bananen Am klaren Quell das schlanke
Lama trinkt; Und aus des reichen Pflan
... weiterlesen


Rechtes Streben

Der Schläfer, der im Grase träumend
liegt, Bis hoch am Himmel schon der
Sonnenwagen, Er kann, wenn dann empor
sein Auge fliegt, Des Lichtes helle
Klarheit nicht ertragen, Es blende
... weiterlesen


»Die Glockenstimmen erschallen«

Die Glockenstimmen erschallen, Mild
leuchtet der Abendstern, Und feierlich
kündet ihr Hallen Die Auferstehung des
Herrn. Ihr hellen Osterglocken, Ich
hört` euch scho
... weiterlesen


Lorenzo di Medici (1)

Die niedren Hütten, wie die stolzen
Hallen Firenze`s sind erfüllt von Gram
und Schweigen, Die schönste Jungfrau,
edel sonder Gleichen, Die dort
gewohnet, ist dem Tod gefallen,
... weiterlesen


Wahrhaftigkeit

Dies war mir oft ein Trost im
Leben, Ein Glück, das Keiner rauben
wird – Daß sich noch niemals eine
Seele In meinem Wesen hat
geirrt. Verrathen manchmal, oft
betrogen,
... weiterlesen


Frühling

Du schöner Frühling, o, wie lieb` ich
dich! Mehr als der Bräutigam die holde
Braut; Er weiß, sie wird ihm einstens
angetraut, Doch ich muß lieben dich
mit Furcht und Beben, Kaum
... weiterlesen


Vergebens

Du weißt es wohl, ich bin kein starker
Geist, Der frei für sich erschafft ein
eig`nes Leben, Kein mächt`ger Baum,
sich selbst genug, der wagt Sein
stolzes Haupt hoch in die Luft zu heben
... weiterlesen


An Viele

Eines weiß ich, ob ihr mir auch
grollt, Daß ich stets das Beste nur
gewollt! Sprecht, warum war ich euch
denn einst lieb, Welch ein Reiz war`s,
der euch zu mir trieb? Schönheit bl
... weiterlesen


Die Ehekämpen (1)

Einst zu Turin am Hofe versammelte zum
Feste Der Herzog Karl der Dritte gar
viele edle Gäste; Man trank in vollen
Zügen den rothen Veltlinwein Und rings
im Kreise scholl es von lust`gen N
... weiterlesen


Segen der Natur

Es giebt so stille Feierstunden Der
Seele, wo sie Alles trägt, Wo sie
trotz allen ihren Wunden Des Friedens
Athem nur bewegt. Wie blieb er lange
mir so ferne, Der Ruh
... weiterlesen


Todte Freundschaft

Es ist vorbei – auch dieser Traum ist
aus, Auch diesen Kelch hat leer das
Herz getrunken, Auch dieser Stern ist
in den Staub gesunken – Hinweg,
hinweg – es führt in dieses Haus
... weiterlesen


Frühlingslied

Es kam der Frühling mit
Herrschermacht, Da wollt` ich ein Lied
ihm singen; Er strahlte so hold in
lieblichster Pracht – Wie sollt` es
da nicht gelingen? Ich sah mir die Bl
... weiterlesen


Herbstlied

Es liegt der Herbst auf allen Wegen, In
hundert Farben prangt sein Kleid, Wie
seine Trauer, seinen Segen Er um sich
streut zu gleicher Zeit. Es rauscht
der Fuß im welken Lau
... weiterlesen


Stille Frage

Es quillt des
Abendsterns Geheimnißvoller
Schein, So nah` und auch so fern, Mir
in das Herz hinein. Drin glüht ein
and`res Licht, So nah` und auch so
fern, Da
... weiterlesen


Zweifel

Es spricht dein Blick, es spricht so
manches Wort: Ich liebe dich! und
dennoch treibt mich`s fort. Du willst
nicht lügen, nein, doch was mich
quält, Ist, ob nicht selber dir die K
... weiterlesen


»Es trat Alltäglichkeit«

Es trat Alltäglichkeit Zur
Poesie: »Gib mir dein buntes
Kleid!« Sprach herrisch sie, »Gib
aus den Locken mir Den gold`nen
Kranz, Nur die poet`sche Zier Verle
... weiterlesen


Die Ehekämpen (2)

Es war am zwölften Mai Um
funfzehnhundertvier, Der Herold rief
herbei Die Herrn zu dem
Turnier. Vorm Schlosse zu
Turin Ließ man die Schranke
bau`n, Der ganze
... weiterlesen


Die Ehekämpen (8)

Frisch wie des Gletschers
Quelle Hervorspringt in das
Thal, Entzückt, daß ihre
Welle Begrüßt des Tages Strahl, Und
brausend nun zerschläget Ihr Bett von
Felsgestein,
... weiterlesen


Sanfter Trost: Einer Freundin

Geschieden ist die Sonne, Kein
Blümlein mag mehr blüh´n, Und nur
des Epheus Blätter Schmückt noch ein
sanftes Grün. Und freudig uns´re
Seele Darauf die Hoffnung
... weiterlesen


Rodomonte

Graf Bojardo ritt zum Jagen Aber nicht
auf Hirsch` und Rehe, Denn in seinem
Innern nagen Eines Dichters Gram und
Wehe. Er, der kühne
Rolandsänger, Sonst um Namen nic
... weiterlesen


Höchstes Leid

Hart ist`s an dem Grab zu steh`n Derer,
die du heiß geliebet, Hart auch, wie
am Fels der Zeit Traum um Traum in
Nichts zerstiebet. Bittrer als des
Todes Raub, Und was
... weiterlesen


Erinnerung

Hier will ich sitzen und ruhen An
diesem lieblichen Ort, Will schweifen
lassen das Auge In`s Weite von Ort zu
Ort. Will stille sitzen und
denken An Alles was ich gelie
... weiterlesen


Bei Ueberreichung einer Turnerfahne

Hoch empor in blaue Lüfte, Turner,
laßt die Fahne wehen, Hebt sie auf,
daß weithin Alle Ihre hohe Deutung
sehen: Wie ein Adler drauf
erhebet Sich zur Sonne stolz und groß,
... weiterlesen


»Hoffe doch nicht«

Hoffe doch nicht – du mußt es
bezahlen Mit der Enttäuschung
bittersten Qualen, Wiege dich
Hoffnung auch noch so schön, Tückisch
wird sie doch untergeh`n! Wünsc
... weiterlesen


Einsamkeit

Ich bin allein – wie oft mit kaltem
Schauer Trifft mich dies Wort, mit
namenloser Trauer – Ob sich auch laut
das Leben um mich regt; Allein – mit
meinem Streben und Bemühen, A
... weiterlesen


Weiser Vorsatz

Ich will nicht dein gedenken, Sollst
nicht mehr bei mir sein In allem meinem
Denken, In meinem ganzen Sein. Die
Rose wird gepflücket Vom Sturm, an
einem Tag, D
... weiterlesen


Treue

Ihr müßt dies Herz nicht
schelten, Das sich so schwer
ergiebt, Könnt` schneller es
gesunden, Dann hätt` es nie
geliebt. Es gliche dann sein
Fühlen Ja nur dem Morg
... weiterlesen


Den Kranken

Im Griechenlande, bei den großen
Alten, Den geistig freien, pries man
als beglückt Den Mann, dem von des
Schicksals ernstem Walten Ein Leid voll
Segen ward auf`s Haupt gedrückt. N
... weiterlesen


Die Ehekämpen (5)

Im Schatten dieser Bäume, Auf weichem
grünen Gras Herrn Simon’s schöne
Gattin Mit ihrer Base saß. Sie
hielt ihr junges Kindlein Fest an der
jungen Brust,
... weiterlesen


»Im schmerzlichsten Gefühle«

Im schmerzlichsten Gefühle Schwankt in
mir Sinn und Denken, Und spottet aller
Kühle, Die sich, wie es auch
blutet, Dies Herz hat
zugemuthet. Wohin soll es sich lenken?
... weiterlesen


Die Rosen

In dunkler Gartenlaube ein bleiches
Mädchen stand, Sie hielt zwei
duft`ge Rosen in ihrer weißen
Hand; Und in den Kelch der rothen
schaut sie mit trübem Schmerz: S
... weiterlesen


Jugendträume

Kalt ist, wer nicht Liebe
suchet, Spricht der Menschen große
Zahl, Elend ist, wer nie
empfunden Ihre Lust und ihre
Qual! Und das Letzte was sie
sagen, O, ich glaub` e
... weiterlesen


Kam die Liebe

Kam die Liebe in mein Herz gezogen, Kam
nicht wie ein heitrer Sommertag, Kam
nicht wie das junge Grün im Walde, Wie
die duftge Blume auf der Halde, Kam wie
Not und bittres Ungemach.
... weiterlesen


Am See

Leise wie ein Traumgesicht Hält
Erinn`rung mich umfangen, Leise, wie
die Morgenluft Mir umspielet Stirn und
Wangen. Und der klare, blaue
See Blickt mich an wie Mensch
... weiterlesen


Lorenzo di Medici (2)

Lorenzo folgt dem allgemeinen
Drange, Er tritt herein, er schaut die
Engelreine, Rings um sie her kein Auge,
das nicht weine – Da schlägt das
Herz im Busen ihm so bange, U
... weiterlesen


Die Ehekämpen (4)

Manchen Tag noch zog der wackre
Reiter Durch der Berge Labyrinth, Bis
sie öffnen weiter sich und weiter, Und
als einst die Nacht zerrinnt, Als die
Morgenlüste frischer schw
... weiterlesen


Am Grab des Bruders

Nach langem, langem Sehnen An deinem
Grab ich stand, Nach vielen, bitt`ren
Thränen Sah ich dies Stückchen
Land, Das Alles kalt bedecket, Woran
voll Zärtlichkeit, Sei
... weiterlesen


Armins Klage

Nach Ossian. »Wissen willst du, was
ich leise seufze, Warum Trauer meine
Stirn umhüllt? Nicht gering, o Cormar,
ist mein Kummer, Meine Kinder ruh`n in
Todesschlummer
... weiterlesen


Dichtersegen

Nichts rührt die Seele an so göttlich
schön, Als sich in einem Andern selbst
zu fühlen, Gedanken, die gestaltlos in
uns wühlen, In edler Form verkörpert
vor uns seh`n.
... weiterlesen


Frühlingsgruß

Nur düstre Wolken seh` ich geh`n und
kommen, Und ewig droht der Winter
fortzuwähren – Die Seele war so
trüb mir und beklommen, Ich rief den
Frühling, ach! er will nicht kommen,
... weiterlesen


Die Zürcher Glocken

O, du wunderbarer grüner See, im
schönen Schweizerland, Wie so lieblich
sich die stolze Zürich schmiegt an
deinen Rand! Hüben sanfte
Rebenhügel Hingestreut wie ein Idyll,
... weiterlesen


Liebesklage

O, dürft` er dir`s doch laut
gesteh`n, Wie er dich liebet tief und
bang, Und sollst dies scheue Herz du
seh`n Denn niemals ohne Hehl und
Zwang? So lauscht der Alpenrose Glut
... weiterlesen


Der Liebestempel

O, ihre Liebe war ein stolzer Bau
– Der Freude Flagge weht` auf seinen
Zinnen, Und Kränze, feucht von süßer
Thränen Thau, Sie schmückten ihn von
außen und von innen.
... weiterlesen


An Marie

Ob ich dich liebe, wolltest du mich
fragen – Und was ich liebe, will ich
treu dir sagen: Das Blümchen lieb`
ich, das die würz`gen
Düfte Ausstreuet in die lauen
Frühlingslüfte
... weiterlesen


Duldung

Schwarzes Eisen, kalt und
spröde, Schelten möchte ich dich
nicht, Weil es dir an Lebenswärme Und
an Biegsamkeit gebricht. Bist du doch
in Feuersgluthen Zischend ein
... weiterlesen


Zu einer goldnen Hochzeit

Schweift der Geist zurück in jene
Tage Alter Zeiten, Schön`res er nicht
findet, Als das Schicksal, welches eine
Sage Uns von Philemon und Baucis
kündet. Treuerprobt im Gl
... weiterlesen


Die Mondesbrücke

Schweigend ruht des Rheines
Spiegel, Golden schwebt der Mond
darüber, Senket aus den blauen
Höhen Eine Strahlenbrücke
nieder. Und sie taucht die lichten
Pfeiler In
... weiterlesen


»So tief verwundet ist dies Herz«

So tief verwundet ist dies Herz
– Es möchte sich in Nacht
versenken, Nicht sehen, hören und
nicht denken, Nur fühlen seinen
bitt`ren Schmerz! So kostet` es ihn b
... weiterlesen


Guter Rath

Still mußt du werden, pochend
Herz, Still wie der Stern am
Himmelszelt, Wie er, mußt unberührt
du steh`n Vom nicht`gen Treiben dieser
Welt. Still mußt du werden wie der F
... weiterlesen


Trauer

Traurig, traurig, o das bist du
sehr, Armes Herz, so freudenlos und
schwer! Doch warum, warum darf ich
nicht fragen, Keine Antwort weißt du
mir zu sagen. Weiß der Himmel, w
... weiterlesen


Herbstesschwere

Trüb` die Sonne hinter Wolken
steht, Feucht der Westhauch über
Stoppeln weht, Herbstesöde ruht auf
dem Gefild, Herbstesöde – meiner
Seele Bild! Müßt ihr Fluren auch e
... weiterlesen


Die Ehekämpen (9)

Und wieder wogt`s geschäftig durch die
Hallen Des Schlosses, denn des Hauses
Herr ist nah, Noch einmal fast so
fröhlich hört man schallen Frau
Bertha`s helles, frisches Lachen da.
... weiterlesen


Die Ehekämpen (3)

Unwegsame, rauhe Pfade mußte nun Herr
Corsant zieh`n, Die Gigantenwelt der
Alpen thürmt sich furchtbar um ihn
hin, Wo der alte Bergesriese
geisterhaft das weiße Haupt Kühn und
trotzig b
... weiterlesen


»Warum o armes Herz«

Warum, o armes Herz, Willst du so tief
versenken Dich in
Erinnerungsschmerz, Und weinend nur
gedenken An Alles, was du je Geliebet
und besessen, Kannst der Enttäuschun
... weiterlesen


Die Ehekämpen (7)

Welch heitres Leben wogte auf dem
Schlosse Am andern Tag, ergötzlich
war`s zu schau`n; Von allen Seiten
kamen hoch zu Rosse Herbei die Ritter
und die Edelfrau`n. Der Herr von Greyer
... weiterlesen


Vittoria Colonna

Wenn Neid das Zeichen nicht gemeiner
Seelen, Vor allen Frauen müßt` ich
dich beneiden! Du lebtest in des
Geistes heil`gen Zeiten, Da Poesie
und Kunst sich neu vermählen;
... weiterlesen


Ein Traum

Wenn oft ich einsam saß und
allein, Dann wiegte der lieblichste
Traum mich ein, Sein weicher Arm mich
liebend umschlang, Sein Mund die
süßesten Lieder sang. Er legt`
auf`s
... weiterlesen


Schönes Bild

Wie bist du schön, o Rose, Und hold in
deiner Pracht, Vom ersten
Sonnenstrahle Geküßt nach thau`ger
Nacht; Von Thränen übergossen Dein
leuchtend Angesicht, Stehst
... weiterlesen


Ein Liebesbote

Wie du fliegst auf meine Hand, Bunter
Schmetterling, Bist du wohl ein Gruß
von ihr, Eh` sie weiter
ging? Süßer Gruß, und doch so
herb, Daß es überquillt,
... weiterlesen


»Willst ruhig du durchs Leben gehn«

Willst ruhig du durch`s Leben geh`n
– So frage nie, was es dir nahm, Wie
oft der Tod dir nahe kam, Wie oft dich
Täuschung überkommen. Du warst ein
frischer, junger Baum, D
... weiterlesen


Petrarch und Tasso

Zu Laura`s Preise schlug Petrarch die
Leier, Und all sein Denken war nur eine
Feier Für sie, der seine ganze Seele
lebt; Doch strebt` er nie nach
irdischem Besitze, Sie war die Göt
... weiterlesen


Schiller

Zum 10. November 1859. »Das
Höchste, was uns kann der Dichter
geben, Das ist sein Selbst – sein
Wesen nur allein! Vor denen, welche mit
und nach ihm leben, Sei dieses wü
... weiterlesen


Der erste Minnesänger

»Blanka, Blanka von
Kastilien, Herrscherin ob Frankreichs
Lilien, Rein wie sie und kalt wie
Schnee! Streng und ernst siehst du mein
Minnen, Keinen Blick selbst kann
gewinnen
... weiterlesen


Die Ehekämpen (6)

»Zu leben und zu sterben am reichsten
Glücke arm!« Es füllt Jolanthens
Seele dies Wort mit stillem Harm, Es
tönet in ihr weiter, wie eine Harfe
bebet Noch lange, wenn schon ferne die
H
... weiterlesen