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Gedichte - Marie Paschke-Diergarten


Krupp ist tot!

(22. Nov. 1902.) Krupp ist tot! Von
Mund zu Munde geht die düstre
Trauerkunde durch die Straßen, durch
die Gassen, in des Volkes breite
Massen, in die Hütten und Pa
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Zum Todestages Friedrich Alfred Krupps

(22. November 1903) An deinem Hügel
stand zum ersten Mal ich
schmerzbewegt im jungen
Lenzesweben, ich dachte all des Hasses,
all der Qual, die dir so früh den
Todes
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Mein Heimatland!

(Lied.) Dort wo im Tal und auf den
Auen nun tausend Blümlein wieder
blühn, wo unterm Himmelszelt, dem
blauen, die Lerchen jubelnd feldwärts
ziehn;     wo
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Zum Silberhochzeitsfeste

(verbunden mit einer Verlobung) Kaum
zog hier eine junge Braut hinaus, das
Glück zu gründen sich im eig`nen
Neste, da füllet wieder Jubel dieses
Haus und wieder sammeln si
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Wie ich dich liebe, weiß nur Gott!

Ach ich betrat ihn wieder, jenen
Pfad, darauf ich Zaghaft dir zuerst
genaht, als mich dein warmempfund`ner
Freundschaftsbrief mit ernstem Wort an
deine Seite rief` von lauter wicht`g
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Vergieb!

Ach, daß ich Dich mit meinem Stolz
gekränkt, Daß ich im Leben nur ein
einzig Mal Ein lieblos Wort Dir tief
ins Herz gesenkt, Das macht mir
Qual! Du trugst mein trotzig Wes
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Einsam

Als du mich zum ersten Male geküßt,
wie war mir das Herz so beklommen, ich
habe nur leise als wie im Traum dein
süßes `ich lieb` dich`
vernommen. Der silberne Mond mit d
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Osterglocken

Als einst die Osterglocken klangen so
feierlich vom Kirchlein dort, da trieb
ein mächtiges Verlangen dich jäh von
meiner Seite fort. Du kamst, mir
Lebewohl zu sagen,
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Ich zürne nicht

Als einst mein Herz in Liebe dich
erkannte, daheim zur schönen goldnen
Maienzeit, als mich dein Mund mit
süßen Namen nannte und ich empfand
der Liebe Seligkeit, da nahmst du schü
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Das größte Leid

Als in der Sterbekammer im Sarg die
Mutter lag, hob sich in Angst und
Jammer des Herzens bange Klag`. Mir
däucht`, es könnt` nicht geben auf
Erden größern Schmerz,
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Mutterherz

Als Lieb` und Freundschaft mich
verlassen, das Glück entschwand, das
ich besaß, da durft` ich, Mutter, dich
umfassen, du bliebest treu ohn`
Unterlaß. Und meines Herzens ti
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Als mir an einem jungen Frühlingstag

Als mir an einem jungen
Frühlingstag ein süßer Mund zuerst
von Liebe sprach, als in des Lebens
schönstem Augenblick mir aus Zwei
Augen leuchtete das Glück, da baut`
ich leise
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Allein!

Als mir die Welt um das, was ich
verlor, umwunden schien mit düsterm
Trauerflor, da reichtest zu der
Freundschaft festem Vand mit
Trostesworten du mir warm die
Hand, weißt du es no
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Muttergrab

Am Friedhofshügel sitzet die Jungfrau
still und bleich, in ihren Augen
blitzet die Träne, Perlen
gleich. In bangen Gram
versunken, blickt scheu sie
erdenwärts,
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Am Geburtstage ...

Am Geburtstage meiner lieben
verstorbenen
Freundin Friedhofsstille! Unter
Trauerzweigen rings ein tiefes
gottgeweihtes Schweigen` nur ein leises
Wiegen grüner Bäume, flüst
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Begrüßungsworte

an ihre Majestät die deutsche
Kaiserin bei Allerhöchstihrem Besuche
der Stadt Essen am 8. August
1896, gesprochen bei Ueberreichung
eines Blumenstraußes von einer
Schüler
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Andre Städtchen, andre Mädchen!

Andre Städtchen, andre
Mädchen` Hört` ich einen Dichter
singen, Warum mußtest du o
Schicksal Ihn hinauszuwandern
Zwingen? Wohl hat er mit tausend
Küssen Immer wie
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Das Frauenherz

Das Frauenherz mit seinem treuen
Lieben Ist wie ein Buch, draus spricht
der Frauen Wesen, Ach daß so wenig
Männer nur geblieben, Die seine
engbeschriebnen Seiten lesen; Daß
viele
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Eis aber bleibt

Das Rad der Zeit eilt über Thal und
Hügel, Nichts hält in seinem kühnen
Flug es auf, Der Weltenlenker selbst
regiert die Zügel, Und vorwärts gehts
in ewig gleichem Lauf.
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Wechsel

Das war ein sonniger Maientag, in
goldigen Mädchenlocken verfingen sich
tanzend in grünem Hag die schneeigen
Blütenflocken. Wir standen am
blumigen Wiesenrain und s
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Nachruf,

dem verstorbenen Herrn Friedrich
Diergarten Nun schaufelt man im
dunklen Erdenschoß dein Grab, wie mich
das düstre Wort durchschauert! Ich
fühl es tief, der Deinen Schmerz ist gr
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Dich aber sah ich niemals, niemals wieder

Der Abend senkte seine grauen
Schatten hernieder auf die winterliche
Flur, ein blasser Stern am dunklen
Himmel nur beleuchtete die
schneebedeckten Matten. Wir gingen
jenen Pfad, den
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Der erste Blick

Der erste Blick in Liebchens Augen hat
mich in dieser Welt belehrt, daß eine
reine Frauenseele weit mehr als Gold
und Schätze wert. So klar wie`s
Bächlein dort im Tale,
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Tränen der Nacht

Der Himmel weinte leise über
Nacht, nun strahlt er hell in junger
Morgenpracht, an jedem Hälmchen,
schimmernd auf der Au, glänzt noch ein
Tropfen Himmelstränentau; weg küßt
ein
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Scheiden

Der Regen fällt, der Wind singt
Abschiedslieder, Nur Stunden noch, dann
ist mein Liebster fern, Vom Auge rinnt
der Liebe Thräne nieder, Ich hab den
blonden Jungen gar zu gern.
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Der Tag, an dem Du von mir gingst

Der Tag, an dem Du von nur gingst, Das
war ein grauer Regentag, Die düstre
Abschiedsstimmung war`s, Die ernst ans
Welt und Fluren lag. Der Tag, an dem
Du von mir gingst,
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Zum Tod des kleinen Prinzen Heinrich

Der Todesengel zog auf leisen
Schwingen durchs schneebedeckte,
winterliche Land, und unbarmherzig
streifte seine Hand ein Fürstenkind.
Wie dumpf die Glocken klingen! Am
Osts
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Freundschaft

Die Liebe windet Kränze von Rosen, sie
blühn und verwehn, oft nur ein Lenz,
ein flüchtiges Kosen, dann - Herbst
und Vergehn! Der Freundschaft Kränze
sind schmucklos, sie tragen
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Wie kommt es?

Die Rose spendet süßen Duft, im
Sonnengolde wogt die Aehre, die Lerche
singt in blauer Luft ein Jubellied zu
Gottes Ehre. Ich wandle still durch
die Natur und grüß
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Ein welker Kranz aus Blütentagen!

Die Rosen blühten einst in voller
Pracht am Heimatsort in meiner Mutter
Garten, da trat durch`s kleine
Pförtchen ein ganz sacht er, den in
süßer Lieb` ich wollt` erwarten.
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April

Die Stunden schleichen ernst und
still, An`s Fenster klopft der
Regen, In meinem Herzen ist`s
April, Der Sturm will sich nicht
legen. Ob längst auch schon der
Winter schied
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Zur Verlobung

Dort wo Amors süße Bande nun zwei
Herzen eng verbunden wo der Treue
heil`ge Pfande alle Zweifel
überwunden` Wo im Schatten grüner
Bäume selig Zwei Verliebte scher
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Klage

Dort wo unter Trauerweiden still das
Herz der Mutter ruht, hat er Treue mir
geschworen, sprach so warm: `Ich bin
dir gut! `Sollst nicht einsam sein im
Leben, laß mich
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Begegnung

Du bist an mir vorbeigegangen, als
hättest du mich nie gekannt, als
hätte nie in süßem Bangen mein Auge
deinen Blick gebannt. Als hätten
nimmer wir empfunden der
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Du sprichst von einem großen Leide

Du sprichst von einem großen
Leide, Das Deine Seele tief
bewegt, Ich habe meine Hände
beide Dir tröstend auf die Stirn
gelegt. Ich habe oft in stillen
Stunden Mir`s
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Die liebste Zuflucht

Du warest stets die liebste Zuflucht
mir, Du stiller Hügel unter
Trauerlinden, In meinen schwersten
Stunden könnt` ich hier Für eine
kleine weile Frieden finden. Mir
wars,
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Ein armes Mägdlein bin ich zwar

Ein armes Mägdlein bin ich zwar, ich
sag es frei und offen, doch hat damit
mich just fürwahr das Schlimmste nicht
getroffen. Und mögen manche Männer
auch nach hohe
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Zur heiligen Taufe!

Ein Gruß von Gott! Dein zartes
Angesicht, die reine Stirn, die blauen
Augensterne, sie grüßen uns wie
hehres Himmelslicht, dem jedes Dunkel,
jedes Trübe ferne! Ein Gruß
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Erinnerung!

Ein hoffnungsloser Tag, ein grauer, an
dem kein Vöglein singen mag, das ist
mit seiner stummen Trauer alljährlich
Mutters Todestag. Da treibt die
ersten welken Blätter
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Einem jungen Mädchen

Ein lachender Frühlingshimmel, von
wolkenlosem Blau, im Kirchhofgrase die
Träne, der perlende Morgentau, am
Dornstrauch die knospende Rose, die
dem Leben entgegen träumt,
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Das Herz

Ein zartes Buch mit weißen Seiten Gab
Gott das Herz in unsere Brust, Des
Schicksals Finger leise
gleiten Hindurch, bis sie mit Leid und
Lust Abwechselnd Blatt um Blatt
beschrieben
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Einst

Einst standen wir traulich dort unten zu
Zwei`n, dein Arm hielt mich innig
umschlungen, nun schau` ich hinab vom
Fensterlein .... mein Glück ist
verrauscht und verklungen! E
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Das Vaterhaus

Es kehrt ein Jüngling aus der
Fremde zurück ins traute
Elternhaus, weil er da draußen nicht
gefunden das Glück, nach dem er
schaute aus. Nach langem, ruhelosem
Wandern
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Zur Osterzeit

Es mischte jüngst der
Glockenklang sich in den ersten
Lerchensang, da traf aus blauem
Augenpaar ein Blick mich, treu und
wunderbar; du faßtest leise meine
Hand, du, der mir
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Traumbild

Es zog des Lebens trügerisches Bild in
dunkler Nacht an meinem Geist
vorüber, von banger Schwermut war mein
Herz erfüllt, vor meinen Augen ward es
trüb und trüber. Auf m
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Liebesboten

Euch liebe kleine Vögelein send ich
als Voten aus, umstrahlt von goldnem
Sonnenschein schaut ihr ein friedlich
Haus. Kein Schloß ist es und kein
Palast, in dem mein
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Ein Traum

Ferner Kindertage längst entfloh`nes
Glück brachte jüngst ein Traum mir
märchenhaft zurück, helles
Kinderlachen drang mir traut an`s
Ohr und ich sah die Mutter, die ich
längst verlor.
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Zur diamantenen Hochzeit

Froh und glücklich trat ein junges
Paar in des Lebens goldnen
Blütetagen mit der Myrte Zier zum
Traualtar, Glück und Leid gemeinsam zu
ertragen. Lichte Stunden, Tage ernst
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Die Lebensreise

Gleicht nicht unser Erdenleben einer
großen, weiten Reise? - Alt und Jung,
wir alle reisen, jeder Zwar auf eig`ne
Weise. - So verschieden wie die
Menschen in des Lebens buntem
Spiele sind
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Sehnsuchtsboten

Guter Mond, dein milder Schimmer ruft
des Herzens Sehnen mach, den Geliebten
seh ich nimmer, langsam rinnt der
Stundenschlag. Grau und farblos sind
die Tage, seit der
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Sein Hochzeitstag!

Herbststürme wehn, - der Tag ist kalt
und schaurig, ich heb` den Blick zum
Himmel tränenschwer, im Herzen -
lebensmüd und todestraurig - ist`s wie
da draußen, öd` und freudenleer.
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Nachruf,

Herrn H. W. Crone gewidmet Nun
blickt aus deines lieben Blattes
Spalten mich auch dein Name
todesdüster an, Zu plötzlich nur, als
daß ich`s fassen kann, du, den ic
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Nachruf,

Herrn Sanitätsrat Dr. Th.
Pielslicker in Altenessen
gewidmet. Ich hab` dich nur ein
einzigmal gesehn in deinem
segensreichen Erdenleben, noch seh dies
Bild ich freun
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Zur Erinnerung an die Hundertjahrfeier Kaiser Wilh

Heut schallt aus deutschem Munde ein
heller Jubelklang, weil rings die frohe
Kunde in alle Herzen drang: Es war vor
hundert Jahren, da kam für
Deutschlands Thron Zum R
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Am Allerseelentage

Hinaus zu jenem stillen Orte, da wahrer
Frieden wohnt allein, dringt heute
durch die Kirchhofpforte ein großer
Strom von Menschen ein. Was will denn
hier das rege Leben?
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Sehnsucht

Hörst du nicht die Klagen, die ich
sende nächtlich zu dem Sternenmeer
empor, daß der Himmel mir den Frieden
sende, den mit deiner Liebe ich
verlor? Fühlst du nicht mein u
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Ich bleibe treu!

Ich bleibe treu! - Wie ein verlor`ner
Traum klingt jenes Wort, das du mir
einst gesprochen, nun hat nach kurzen,
sel`gen Wochen kaum das Schicksal
deiner Seele Schwur gebrochen!
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Und meine Liebe konnte dich nicht halten

Ich fühlte es, ich konnte dich nicht
halten, es haben dich die wilden
Lebenswogen nur tiefer in die Flut
hinabgezogen, mit ihren bunten,
lockenden Gestalten. Ich litt um dic
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Vom Rosentraum blieb mir ein Dornenreis

Ich hab dir alles, Seligkeit und
Leben in kindlichem Vertrauen
hingegeben, die stillen Lieder, die mit
warmem Klang das Herz dem jungen,
stolzen Glücke sang? du nahmst es wie
ein Si
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Zwei Worte!

Ich habe oft auf meinem Pfade In
heißem, innigem Gebet Um das Geschenk
der höchsten Gnade, Um Liebe meinen
Gott gefleht. Es faßte mich im
wilden Drange Des Lebens m
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Ich bin versöhnt!

Ich möchte nun nach Jahren banger
Qual noch einmal tief dir in die Augen
blicken, in stummer Seligkeit, wie
dazumal versöhnend deine lieben Hände
drücken. Ich möcht` dic
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Der Glaube

Ich stand in einsam kalter
Herbstesnacht im kleinen Stübchen bang
und traumverloren, vorbei das Glück,
das mir so hold gelacht, und tot die
Mutter, die mich einst geboren.
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Ich stand mit Dir an Mutters früher Gruft

Ich stand mit Dir an Mutters früher
Gruft. — Auch mein geliebter Vater
schlief daneben, - Es füllte weißer
Rosen süßer Duft Den stillen Ort, an
dem nur Blumen leben. D
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Verlassen!

Im Elternhaus, das wilder Wein und
Geisblatt grün umlaubte, in dem ich
nur an Sonnenschein, an Glück und
Frohsinn glaubte, da reichtest du mir
still die Hand, gelobt
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Ich möchte heim

Im Frühling, wenn daheim im stillen
Tal die ersten Blümlein weckt ein
Sonnenstrahl, wenn Wald und Wiese
prangt im grünen Kleid, durch`s junge
Buchenlaub der Kuckuck schreit, dann
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Erinnerung!

Im Lenze war`s, rings blühte
Flieder, da senkten sich in stiller
Glut Zwei Augen in die meinen
nieder und fragten leis: Bist du mir
gut? Ich hab` die Antwort nicht
gefunden,
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Ein heißer Wunsch!

In all mein Sehnen unter
Schmerzen schleicht sich ein heißer
Wunsch hinein: von einem treuen, warmen
Herzen nur einmal ganz verstanden
sein. Noch einmal wie in Kindertagen
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Da kamst Du!

In einem rauhen Leben voll
Gefahren Ging ich den Weg des
Schicksals still für mich, Der Heimat
fern seit meinen Kinderjahren, Stand
ohne Schutz und ohne Liebe ich. Da
kämes
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In stiller Waldeseinsamkeit

In stiller Waldeseinsamkeit da gibt es
Trost für alle Schmerzen, dort trägst
du leichter jedes Leid, es weicht der
Kampf aus deinem Herzen. Es flüstert
leis - du hörst es
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Ich werde Dich ewig vermissen!

Kaum schauten in liebeseel‘ger
Stund Wir tief uns in`s Auge, wir
beiden, Da spricht, der mich küßte so
innig, der Mund Das grausame Wort schon
vom Scheiden. Schon fühl` ich das
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Komm einmal noch

Komm einmal noch, du wilder, trotz`ger
Knabe eh` dich des Lebens laute Flut
umtost, du, dem ich mich im Glück
geopfert habe, versag` im Leid mir
nicht den letzten Trost. Kom
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Zur Jahreswende

Lenkst du in eines Jahres letzter
Stunde den Blick zurück in die
Vergangenheit, so führt Erinn`rung
schweigend dir zum Munde den Becher,
angefüllt mit Lust und Leid. Da
grüßen d
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Blauveilchen

Mag Königin man auch die Rose
nennen im unermeßlich reichen
Blumenmeer, mag dunkle Glut aus ihrem
Kelche brennen, die kleinen Veilchen
lieb ich dennoch mehr. O Bild der Ros
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Nur eins

Mein kaltes Lächeln, dein hartes
Wort, die trieben aus deiner
Nähe mich einst an einen weltfernen
Ort, daß keiner mein Elend
sähe. Doch wie ich kämpfte gar
manches Jahr,
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Erinnerungsworte,

meinem lieben Lehrer beim Ausscheiden
aus dem Amte in dankbarer Liebe
gewidmet. Du warst`s, der einst in
frohen Kindertagen die erste Saat in
meine Seele legte, der m
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O treuer Gott, beschütze meine Liebe

Mir ist im Leben wenig Glück
begegnet, Doch einmal hab` ichs warm
und rein empfunden Als mich der Liebe
schönster Traum gesegnet, Das waren
meines Daseins Sonnenstunden, Ic
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Ein gleiches Leid!

Mir sagt`s das stumme Flehn in deinen
Blicken, der herbe Zug um den
verschloss`nen Mund, daß dich des
Lebens heiße Wunden drücken, daß
krank dein Herz und deine Seele wund.
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An meine Heimat!

Muttersprache! Süßes Wort! Klingst
wie Gruß am fremden Ort! Einsam nun in
ferner Weite tönt es mahnend in mir
nach, jenes Wort, das zum Geleite, als
ich schied, die Mutter
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Gleiche Seelen

Muß sich die Sonne noch dem Tag
verschwören? Verbürgt der Mond sich
seinen stillen Nächten ? — So
trotzen fest des Schicksals finstern
Mächten Zwei Seelen, die einander
angehören.
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Nach langen Wochen...

Nach langen Wochen zum ersten
Mal trafen sich uns`re Blicke, mir war
es, als ob die alte Qual den Dorn ins
Herz mir drücke. Nach langen Wochen
zum ersten Mal reichtes
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Mein Lohn!

Nicht wollt` ich mit der Gunst der Menge
glänzen, nein wahrlich, so vermessen
war ich nicht, ich strebte nicht nach
flücht`gen Ruhmeskränzen, wie man sie
um die Stirn des Dichters flicht
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Einer kranken Freundin zum Wiegenfeste!

Nimm`, heut, o Freundin, diesen
Blumenstrauß als meines Herzens
stummen Gruß entgegen, sie plaudern
sinnig jene Wünsche aus, die ich
erfleh` auf deinen Lebenswegen. Im
Blu
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Nur einmal noch

Noch einmal möcht` ich in die blonden
Locken dir drücken einen maienfrischen
Kranz, nur einmal noch beim Klang der
Osterglocken die Liebe schau`n in
deiner Augen Glanz. Nur
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Totenfest

Nun ruht der letzte
Herbstessonnenstrahl auf stillen
Gräbern, denn in ernsten Stunden hat
heut den stillen Schläfern noch
einmal Erinn`rung einen frischen Kranz
gewunden. H
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Pfingsten

Nun schmückt sich zu dem Fest der
Pfingsten Mit frischen Blumen jedes
Haus, Selbst in den Hütten der
Geringsten Sieht‘s heute
feiertäglich aus. Die allerärmsten
Siebens
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Herbst

Nun sind in dunkler Herbstesnacht die
ersten Blätter leis
gefallen, versunken ist des Sommers
Pracht, verstummt das Lied der
Nachtigallen. Fühlst du, o
Menschenherz, nicht
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Nun ziehst Du in die weite Welt

Nun ziehst du in die weite Welt, es
nahen dir Gefahren, die Träne mir vom
Auge fällt, o mög` dich Gott
bewahren. Kein Blick, kein Trostwort
wurde mir als treuer Lie
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Zur Maienzeit!

O grüner Wald, du kennst den süßen
Traum, den ich mir einst zur Maienzeit
ersonnen, nur du, aufs neu` erblühter
Lindenbaum, sahst, wie mein Herz ein
zweites Herz gewonnen.
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O laß mich einmal noch vergessen

O laß mich einmal noch vergessen an
deiner Brust mein ganzes Leid, nimm
schützend mich in deine Arme wie einst
in alter, schöner Zeit. Laß einmal
noch von deinem Herzen
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Sei still!

Ob auch der Himmel dicht verhangen, mit
finstern Wolken ganz bedeckt, ob dir im
Herzen auch, dem bangen, kein
Sonnenstrahl die Freude weckt, ob
deinem Leben nichts geblieben a
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Ob er wohl wiederkommen mag?

Ob er wohl wiederkommen mag Wenn sich
die Blätter färben, Wenn in der
Heimat Blütenhaag Die letzten Astern
sterben? Ob wohl des Herbstes ernster
Sang Mit seinen Abs
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Uns hat Gott selbst einander zugedacht!

Oft drängt auf meine Lippen sich die
Frage, Wie`s möglich ist, daß ich
nach so viel Leid Dies hohe, reine
Glück im Herzen trage Und diese
unbegrenzte Seligkeit? Wie`s mö
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Oft hab ich mit dem Leben heiß gerungen

Oft hab ich mit dem Leben heiß
gerungen, Und wenn`s auf meinem Pfad
gestürmt, getobt, Vom Schicksal mutig
nur den Sieg erzwungen, In stolzer
Kraft mein eignes Herz erprobt; Doch al
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Oft suchten schöne Worte...

Oft suchten schöne Worte, wie sie der
Schmeichler spricht, Den Weg zu meinem
Herzen, doch fanden sie ihn nicht, Nur
oder wards dadrinnen, wenn mich das
Leben zwang, Zu lauschen solchen Red
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Mein Trost!

Oft wenn des Daseins Kampf mich schwer
gedrückt, ein müder Blick aus meinen
Augen sprach, wenn mir der Sieg in
weite Fern` gerückt, und stumme Klage
auf den Lippen lag, da hab ich
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Ein Märztag

S ist`s, das wie ein Traum aus fernen
Tagen erinnernd heut durch meine Seele
weht, ich hör` den Regen an die
Fenster schlagen, von meinen Lippen
drängt sich`s wie Gebet: Ei
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Zum Gedächtnis Friedrich Alfred Krupps!

Schon deckt des Winters frischgefall`ner
Schnee das Grab, d`rin unter Blumen du
gebettet, und noch ist nicht verstummt
das heiße Weh der Herzen, die in Treue
dir verkettet. In manch
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Seid still

Seid still, daß ihr den bangen Schmerz
nicht stört, den meine Lieder in den
Schlaf gesungen, was einst so süß
mein junges Herz betört, ist wie ein
schriller Ton in mir verklungen...
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Sein Brief

Sein Brief von meinem blonden
Knaben Und kaum ist er zur Fremde
fort! Was mag ihn nur bewogen
haben, An mich mit trostbereitem
Wort Zu schreiben schon nach wenig
Tagen? Ich ha
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Und kehrt er nie zu mir zurück

So einsam nun am fremden Ort, hör ich
im Herzen immerfort daheim die Linden
rauschen; da hat er mich zuerst
geküßt, ich hab`s so oft, so schwer
gebüßt, o wundersel`ges La
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Tote Blumen

So oft mir auch von lieber Hand Ein
Blümlein ward verehrt, Ich hielt es
als ein heilig Pfand, Als treu Gedenken
wert. In einem Kästchen schmuck und
fein, Von wunderb
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Es ist blühende, goldene Pfingstenzeit!

So tiefblau der Himmel, die Wiesen so
grün, Blaublümlein holdgrüßend am
Wege blühn, ein Bächlein stürzt sich
hinab in das Tal, durchfunkelt vom
goldigen Sonnenstrahl, es murme
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Soll mir ein Lied so recht von Herzen gehn

Soll mir ein Lied so recht von Herzen
gehn, so müssen Stürme meinen Pfad
umwehn, wenn Freudentöne durch die
Seele klingen, kann mein Gefühl ich
nicht in Worte zwingen. Da
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Vergib!

Traf dich ins Herz ein übereiltes
Wort, und fühlst du Haß und Groll in
dir erweckt, vergib und stoß` die Hand
nicht von dir fort, die sich
versöhnend dir entgegenstreckt.
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Gottvertrauen

Trau` nicht zu früh dem süßen
Glück, der Jugend flücht`gem
Triebe, es bleiben Trümmer nur
zurück nach kaum gewonn`ner
Liebe. Wohl ist es schön, ein
liebend Herz
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Lebwohl! In meines Lebens schwerster Stunde

Tret` ich zum letzten Male vor dich
hin, vernimm das Scheidewort von meinem
Munde und lösche nun mein Bild aus
Herz und Sinn. Und müssen wir im
Leben uns begegnen, führt u
... weiterlesen


Ach ich verwand es dennoch nicht

Und ob ich fremd und schweigsam auch an
deiner Seite ging, ob es von mir wie
Eiseshauch durch deine Seele ging, ob
kalt und stolz mein Angesicht, wenn ich
in deiner Näh` ...
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Einer Braut

Und tust du nun den ersten Schritt
hinaus ins künft`ge Leben aus dem
Vaterhaus, hast eines Herzens Treue du
erprobt, und am Altar ein gleiches ihm
gelobt, dann geh zuvor ins Stübch
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Und wollte mir der Himmel als Entgelt

Und wollte mir der Himmel als
Entgelt Des Gebens Güter all zu
Füßen legen, Den höchsten Reichtum
einer ganzen Welt Und ungetrübten
reinen Glückes Segen; Und sollte ich
statt M
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Zwei Gaben nur...

Und wär ich eine Königin Und er ein
Bettelknabe, Ich gäbe meine Krone
hin Und meine ganze Habe; Ich legte
alles als Tribut In seinen Füßen
nieder, Gab er — mich
... weiterlesen


Zu bitter ist, was ich vergessen will

Verbirg dein Antlitz, Mond, im
Wolkenflor, und blicke nicht so hell
durch meine Scheiben, du weißt ja
doch, daß ich mein Glück
verlor, willst du im Leid mein
Weggenosse bleiben?
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Vergaßest Du?

Vergaßest du, wie einst in sel`ger
Stunde zum erstenmal das süße `Du`
erklang, wie mir dein Trost wie
wunderbare Kunde ins arme,
schwergeprüfte Herze
drang? Vergaßest du
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An unsere deutsche Kaiserin

Vergänglichkeit! - So mahnt ein ernstes
Wort uns an des Lebens flüchtiges
Vergehen, nun sieht an unserm
festgeschmückten Ort man einzeln nur
noch Deutschlands Flagge wehen; der sc
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Lebwohl

Vom Abendhimmel leuchtet der Sterne
Schein, ich sitze bang am Fenster und
harre dein! Aus meinen wachen
Träumen schau ich empor, denn eine
traute Stimme
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Mein erstes Honorar

Von meiner Arbeit schaut` ich sinnend
auf, ich hörte fremde, unbekannte
Schritte, der Feldbriefträger kam zu
mir hinauf, schon stand er in des
Stübchens trauter Mitte. `Für mich?
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Abendstimmung!

Vorbei des Tages Treiben, Rings dunkle,
tiefe Nacht, Nun ist in meinem
Herzen Die Sehnsucht
aufgewacht. Möcht` Deiner Stimme
lauschen, Dem wohlbekannten Klang,
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Heimatfrieden

Was ist ein Tag voll Glück und
Sonnenschein, Ein Tag, wie er nur
selten uns beschieden, Fern von der
Welt mit Dir, mit Dir allein, Im
trauten Heim bei Deinem
Mütterlein, Kein fremd
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An meine Leser!

Was je an Leid ich tief im Herzen
trug, das schrieb ich nieder hier in
dieses Buch, nur schlichte Weisen
sind`s und ernste Klänge, entstanden
in des Lebens Sturmgedränge. N
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Was sinnst du?

Was sinnst du trauernd, armes Kind, und
klagst um verlorene Träume? Schon
grüßet der Frühling, schon lacht das
Tal, vergiß auch du nun die drückende
Qual, schon grünen und bl
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Trugbild

Weißt du, was mich so eigen oft
berührte? - `Daß uns ein Maskenfest
zusammenführte!` Noch trug die Larve
ich vor dem Gesicht, da ward es schon
in meiner Seele Licht, und unter La
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Tränen

Wenn einst in der Jugend bei fröhlichen
Spielen sich einmal entsponnen ein
kindlicher Krieg, Hab` oft ich, — ich
war ja das Kleinste von Vielen, - durch
kindliche Tränen erzwungen den S
... weiterlesen


Gebet

Wenn fromme Kinderhände sich falten
zum Gebet, ein rosig
Kindermündchen um Gottes Legen
fleht, Klingt es wie Friedensecho in
meiner Seele nach, es schwebt ein
... weiterlesen


Trost

Wenn hier im großen Weltendrange dir
nichts nach Wunsch und Hoffen
geht, wenn du geseufzet schwer und
bange: `Kein einzig Herz, das mich
versteht!` Wenn Menschenwort in dir
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Unmöglich!

Wenn man mir des Lebens unmöglichste
Sachen Erzählte, wahrhaftig, ich sagte
nicht nein, Ich zwäng mich zu einem
verbindlichen Lachen Und sagte nur: es
kann möglich sein.
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An meine Leser!

Wenn meine Lieder, arm und
ungereift, Mitleidig wohl der Blick des
Kenners streift, Die Lieder, die ein
Stück vom Menschenleben In
warmempfund`ner Sprache
wiedergeben, Obs ihnen an
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Wenn mich Dein Arm umschlungen hält

Wenn mich Dein Arm umschlungen
hält, Dann trotz` ich stolz der ganzen
Welt, Es mögen Sturm und Wetter
wüten, Du wirst mich treu und sicher
hüten; Und nahet Leid und kommen
Sorgen
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Warum?

Wenn nach des Tages heißem Ringen im
Stübchen ich verlassen steh, wenn
selbst der Glaube nicht bezwingen und
trösten will mein banges Weh- Wenn
leis verhallt der Welt Get
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Kurz ist des Lebens Blütentraum

Wenn sich die Bäume tiefer neigen zur
Erde und in Feld und Wald die
Nachtigallen trauernd schweigen, kein
frohes Echo mehr erschallt - wenn welk
die letzten Blätter fallen u
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Zu spät!

Wenn sich im Mai, im jungen
Lenzesweben das erste Grün an Baum und
Strauche zeigt, vom Winterschlaf
erwacht zu neuem Leben das Veilchen
grüßend aus der Erde steigt, dann
fasset au
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Seit ich Dir ins Auge gesehn!

Wie leuchtet die Sonne mir plötzlich so
hell Wie singen die Vöglein so
traut, Wie murmelt und plätschert so
fröhlich der Quell, Als habe das
Glück er geschaut; Und drinnen im He
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Mutters Sterbetag

Wieder decket welkes Laub ringsum die
Natur, und der Herbst hält seinen Raub
schon in Wald und Flur, Blumen neigen
nun zur Erd` ihre Köpfchen
matt, fühlend, daß der Winter kehrt
an des
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Zu Sonnenhöhen

Will dich mein Herz vergessen
wähnen, an den ich tausendmal
gedacht, dann weckt ein Traum in
dunkler Nacht die Sehnsucht auf und
ihre Tränen. Und ob ein Andrer mir
zu Füß
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Sehnen

Wochen sind nun schon vergangen, seit
ich dich zuletzt geseh`n, und es fragt
das Herz mit Bangen: Werd` ich dich
wohl wiederseh`n? Hast du achtlos
mich vergessen, hat
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Ostern!

Überall Glockenklang, trautes
Geläut, Lenzesnah`n,
Festgesang, Ostern ist
heut! Ueberall Sonnenschein, Jubel
und Glück. Warum bei mir
allein trübt si
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Zur Konfirmation

Zum Altar Gottes lenkt dein frommer
Glaube Zum ersten Mal heut` segnend
deine Schritte, noch bist du frei von
allem Erdenstaube im trauten Heim, in
der Geschwister Mitte. Doc
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