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Gedichte - Martin Greif


Hoher Mittag am Meer

Alles Meer und Gestade ruht in Stille,
Nur die Sonne allein am Himmel wandert;
Fern, dem Auge verborgen rückt sie
tiefer In das einsame Blau des hohen
Aethers. Rings unendliches Lic
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Barbarazweige

Am Barbaratage holt` ichDrei Zweiglein
vom Kirschenbaum,Die setzt` ich in eine
Schale,Drei Wünsche sprach ich im
Traum:Der erste, daß einer mich
werbe,Der zweite, daß er n
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Die schöne Blumenverkäuferin

Am Marktplatz bei der Ecke Da hab` ich
niemals Eil`, Da sitzt ein schönes
Mägdlein Und bietet Blumen feil. Im
Frühjahr waren`s Veilchen, Jetzt
Maienglöcklein fein,
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Hymnus an den Mond

Auch Du bist wirkendes Licht, Prangender
Mond, Und Deinen Nächten gebietest
Du Froh als unbestrittener
Herrscher. Wauu Du voll
heraufsteigst Ueber die Kuppen des
Gebirgs
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Vertauschte Liebhaber

Bergwasser rauscht voll Wildgetos`
-- Ein Holzknecht steht darin, Wo`s
stockt, macht er die Scheiter los, Die
tanzen wirr dahin. Wohl aus den Bergen
hoch und frei Der Regen
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Bewöllkter Abend

Der Klee hat sich gefaltet, Die Sonne
geht zur Ruh`, In Wolken wie
erkaltet Sinkt sie der Tiefe zu. Noch
ehe sie geschieden, Ihr Blick sich schon
verlor, Der Seele sel
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Turmchoral

Die Stadt liegt noch im
Werktagsrauche Und spiegelt trüb im
Fluß sich ab, Da tönt uralt mit
sanftem Hauche Der Sonntagsgruß vom
Thurm herab. Des Erzes weitgetrag`ne
Stimmen
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Ihr Grab

Es blüht ein Grab in treuer Hut, Das
beste Herz darinnen ruht. Zu oberst
blühen Rosen rot- Dein Mund so manchen
Kuß mir bot. Und weiter ab die Lilie
blüht- Dein H
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Husarendurchmarsch

Es sprengen durch die Straßen Rothe
Husaren in hellem Galopp; Sie wollen aus
der Stadt hinaus Und finden nicht das
Thor. Sie reiten in
Winkelgäßlein, Sie reiten wieder hi
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Abend

Goldgewölk und
Nachtgewölke, Regenmüde still
vereint: Also lächelt eine welke Seele,
die sich satt geweint. Doch die Sonne
sinkt und ziehet Nieder alle eitle
Pracht,
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Seufzer der Sehnsucht

Größer kein Herzeleid,
Als in der Rosenzeit
Einsam verkünunern.
Lieber von Menschen weit
Im Alter verwimmern,
Als in der Rosenzeit
Einsam verkümmern.

Deutsches Gebet

Herr , der Abend macht uns bange , der
allmählich uns beschleicht , deine
Stimme schweigt schon lange und die
Schmach hat uns erreicht . Krieg und
Zwietracht allerwege hat
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Morgengang

Ich geh` auf stillen Wegen Frühtags ins
grüne Feld, Wie lacht mir da
entgegen Die junge Morgenwelt! Wohl
tausend Blüthen schauen Von Wald und
Wiesen her, Die alle t
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Fremd in der Heimat

In der Heimat war ich wieder, Alles hab
ich mir besehn, Als ein Fremder, auf und
nieder, Mußt ich in den Straßern
gehn. Nur im Friedhof fern alleine Hab
ich manchen Freund
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Juninächte

Juninächte, sternenlose, In dem
Blüthenmond der Rose! Da das bange Herz
dazu Lieb` durchstürmte ohne
Ruh`, Blitzgezuck und
Wetterleuchten! Und die Nachtigall im
feuchten,
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Ritt zum Tajo

Kann Sennora mit uns reiten? Sprach der
Treiber früh, Wo wir Abends
überschreiten, Wohnt am Tajo sie. Auf
das Maulthier schwangen Beide Leicht die
schönste Frau, Ka
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Fremd in der Fremde

Nirgend kann ich lange bleiben, Ruhelos
ist mir der Sinn, Wolken, Wind und
Wellen treiben Ohne viel Erinnrung hin.
Wenn im Herbst die letzten
Schwalben Fliehen, wird das He
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Vor der Ernte

Nun störet die Ähren im Felde Ein
leiser Hauch, Wenn eine sich beugt, so
bebet Die andre auch. Es ist, als
ahnten sie alle Der Sichel Schnitt - Die
Blumen und fremde
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Frühlingswunsch

O Sonnenstrahl in blauer Luft, Was
schaffest du für Leben? Zur Wiege
wandelst du die Gruft In deinem
Wunderweben. Die abgestorb`nen
Sträucher blühn, Verzagte Knospen spri
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Liebesnacht

Sie: O weile, süßer Geliebter! Es
trügt dich nur, es hellt, nur
wolkengetrübter, der Mond die
Flur. Er: Doch nimmer weilen und
halten die Wolken dort,
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Im Walde

So einsam ist es um mich her, so
friedlich und so still, wenn nicht das
Leid im Herzen wär`, das nimmer
schweigen will. Die Vöglein singen
dort und hier, im Wipfel lind es
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Ausblick aufs Meer

So still ist mein Haus Und
menschenleer, Durch Lauben und Buchten
hinaus Schau` ich in`s Meer. Ich schau`
mich nicht satt An seinem Glanz, Sein
Spiegel ist gleißend u
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Die einsame Wolke

Sonne warf den letzten Schein Müd im
Niedersinken, Eine Wolke noch
allein Schien mir nachzuwinken. Lange
sie wie sehnend hing, Ferne den
Genossen. Als die Sonne unter
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Hochsommernacht

Stille ruht die weite Welt, Schlummer
füllt des Mondes Horn, Das der Herr in
Händen hält. Nur am Berge rauscht der
Born Zu der Ernte Hut bestellt Wallen
Engel durch das K
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Abend im Tal

Tiefblau ist das Thal,
Ueber den Wäldern gehet
Die Sonne still zur Ruh`,
Im sinkenden Strahl
Der Wipfel Regung wehet
Den leisen Sternen zu.

Die Schnitterin

Vor einem grünen Walde, Da liegt ein
sanfter Rain, Da sah ich auf der
Halde Ein rosig Mägdelein. Das fährt
mit ihrer blanken, Geschliffnen Sichel
`rum Und mähet in
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Welke Rosen

Weiße Rose, weiße Rosen, Ach, wie
blüht ihr doch so spät, Längst zu
küssen und zu kosen Nimmermehr dies
Herz versteht! O wie stand es, o wie
stand es Anders in der Mai
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Herbstgefühl

Wie ferne Tritte hörst du `s
schallen, Doch weit umher ist nichts zu
sehn, Als wie die Blätter träumend
fallen Und rauschend mit dem Wind
verwehn. Es dringt hervor wie leise Kl
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Frühlingsnähe

Wieder seh ich jenen Schimmer, jenen
Schimmer an den Bäumen, der mir sagt,
es könne nimmer lange mehr der
Frühling säumen. Ja, es ist ein
holdes Zeichen, und, bevor wir
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Rheinfahrt

Wimpel grüßen , Böller krachen
, lustig schwimmen wir im Rhein , tiefe
Boote , leichte Nachen wollen uns
Geleite sein . Wohl , nun geht es
rauschend weiter , lachend Bild
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Der Wanderer und der Bach

Wohin, o Bächlein, schnelle? `Hinab ins
Tal.` Verhalte deine Welle! `Ein
andermal.` Was treibt dich so von
hinnen? `Ei, hielt ich je?` Willst du
nicht ruh`n und sinne
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Das treue Paar

Zwei Liebste waren so traurig Uud gingen
viel allein, Sie sind zusammen
ertrunken Zu Nacht im tiefen Rhein. Man
hat sie beide gefunden Weit unten im
fremden Land, Sie
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Der Bergsee

Zwischen Wäldern eingebettet, Traf ich
seinen Wellenschoß, Zitternd kaum, wie
fast geglättet, Und er ließ mich immer
los. Wohl erschien mir fremd sein
Schweigen, Bis ich
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