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Gedichte - Martin Opitz


Ach Liebste lass uns eilen

Ach Liebste, laß uns eilen, Wir haben
Zeit, Es schadet uns verweilen Uns
beyderseit. Der edlen Schönheit
Gaben Fliehen Fuß für Fuß, Daß
alles, was wir haben,
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Sonett

Aus dem Italienischen Petrarchae. Ist
Liebe lauter nichts, wie daß sie mich
entzündet? Ist sie dann gleichwohl was,
wem ist ihr Tun bewußt? Ist sie auch
recht und gut, wie bri
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Sonnet XXXII

AV weh! ich bin in tausend tausend
Schmertzen Vnd tausend noch! die
Seufftzer sind vmbsunst Herauff geholt;
kein Anschlag / List noch
Kunst Verfengt bey jhr. wie wann im
kühlen Mertzen
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Ode I. Galathee.

Coridon der gieng betrübet An der
kalten Cimbersee / Wegen seiner Galathee
/ Die er vor so sehr geliebet / Die jhm
vor so sehr behagt Eh` er ward von jhr
verjagt. Seit d
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Beschluß Elegie.

Das blinde Liebeswerck / die süsse
Gifft der Sinnen / Vnd rechte
Zauberey hat letzlich hier ein End`: Es
wird das lose Kind so mich verführen
können / Gott lob / jetzt gantz vnd
gar
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Glückwündschungs-Lied

Die schöne Sonne steiget, Die Lufft
kriegt neue Zier, Fast kein Geflügel
schweiget, Die Blumen scheinen für, Die
grünen Hügel lachen, Die Saate gehet
auff, Wald, Wild un
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Bindebrieff

Diese Sitten, diese Gaben, Diese keusche
Freundlichkeit, Welcher Glantz euch hat
erhaben, Daß ihr Liebens würdig
seyd, Uebertrifft der Sachen Preiß, Die
man sonst zu finden wei
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Echo oder Wiederschall.

Diß Ort mit Bäumen gantz vmbgeben / Da
nichts als Furcht vnd Schatten schweben
/ Da Trawrigkeit sich hin verfügt
/ Da alles wüst` vnd öde liegt
/ Da auch die Sonne nicht hin
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Vom Wolffesbrunnen bey Heidelberg

Du edler Brunnen du, mit Rhu und Lust
umbgeben, Mit Bergen hier und da als
einer Burg umbringt, Printz aller
schönen Quell`, auß welchen Wasser
dringt, Anmutiger dann Milch, und
köstlicher
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Sonnet XXXVIII

Du güldne Freyheit du / mein wündschen
vnd begehren / Wie wol doch were mir /
im fall ich jederzeit Mein selber
möchte seyn / vnd were gantz
befreyt Der Liebe die noch nie sich
wollen vo
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Sonnet XI

Du schöne Tyndaris / wer findet deines
gleichen / Vnd wolt’ er hin vnnd her
das gantze Land durchziehn? Dein’
Augen trutzen wohl den edelsten Rubin
/ Vnd für den Lippen muß ein Türc
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Sonnet XXXIX

Ein jeder spricht zu mir / dein Lieb ist
nicht dergleichen Wie du sie zwar
beschreibst: ich weiß es warlich nicht
/ Ich bin fast nicht mehr klug; der
scharffen Sinnen Liecht Vermag gar kau
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Über den Abschied einer Edelen Jungfrawen

Gleich wie zu Sommerszeit wann alles
frölich blühet / Vnnd man sich Wald /
Feld / Berg vnnd Thal verjüngen sihet
/ Vor aller Blumen Schar / so jrrgend
mögen seyn / Die zarte Lilie leßt
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Vber den Abschied einer Edelen Jungfrawen. Vnter e

Gleich wie zu Sommerszeit wann alles
frölich blühet / Vnnd man sich Wald /
Feld / Berg vnnd Thal verjüngen sihet
/ Vor aller Blumen Schar / so jrrgend
mögen seyn / Die zarte Lilie leßt bl
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Carpe diem

Ich empfinde fast ein Grauen, dass ich,
Plato, für und für bin gesessen über
dir. Es ist Zeit hinauszuschauen und
sich bei den frischen Quellen in dem
Grünen zu ergehn. w
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Ode XVIII

Ich empfinde fast ein Grawen Daß ich /
Plato / für vnd für Bin gesessen
über dir; Es ist Zeit hinauß zu
schawen / Vnd sich bey den frischen
Quellen In dem grünen zu erge
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Sonnet XXXVII

Ich gleiche nicht mit dir deß weissen
Mondens Liecht: Der Monde fellt vnd
steigt; du bleibst in einem Scheine: Ja
nicht die Sonne selbst: die Sonn’ ist
gantz gemeine / Gemein’ auch ist
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Sonnet XLI

Ich machte diese Verß in meiner
Pierinnen Begrünten Wüsteney / wie
Deutschland embsig war Sein Mörder
selbst zu seyn / da Herdt vnd auch
Altar In Asche ward gelegt durch
trawriges begin
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Sonnet XXXV

Ich wil diß halbe mich / was wir den
Cörper nennen / Diß mein geringstes
Theil / verzehren durch die Glut / Wil
wie Alcmenen Sohn mit vnverwandtem
Muth’ Hier diese meine Last / den sch
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Der 51. Psalm

In deinem grossen Zoren Herr, richte
dein Gemüthe, Nach deiner grossen
Güte Und nicht nach meiner That; Laß
meine schwere Sünden Barmhertzigkeit
empfinden, Die kei
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Elegie.

In dem die Sonne sich hat in das Meer
begeben / Vnd das gestirnte Haupt der
Nacht herausser bricht / Sind Menschen /
Vieh vnd Wild wie gleichsam ohne Leben
/ Der Monde scheinet auch gar kaum m
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Sonnet XXXVI

In mitten Weh vnd Angst / in solchen
schweren zügen / Dergleichen nie
gehört / in einer solchen Zeit Da Trew
vnd Glauben stirbt / da Zwietracht Grimm
vnd Neidt Voll blutiger Begier gehäu
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Vielguet

Indessen daß mein Sinn der Welt
gemeines Ziel Vernichten / vnd sein Lob
auff etwas stellen will Das gut ist vnd
die Zeit deß Lebens gut kan machen
/ So komm O Höchstes Gut / du Vrsprung

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Sonnet XXXIV

Jhr / Himmel / lufft vnd wind / jhr
hügel voll von schatten / Jhr Hainen /
jhr Gepüsch’ / vnnd du / du edler
Wein / Jhr frischen Brunnen jhr so
reich am Wasser seyn / Jhr Wüsten die
jh
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Ode XVII

Jhr schwartzen Augen / jhr / vnd du /
auch schwartzes Haar / Der frischen
Flavien / die vor mein Hertze war
/         Auff die
ichpflag zu richten / Mehr als ein
weiser
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Ode XX

O wol dem der die rechte Zeit In allen
dingen siehet / Vnd nicht nach dem was
allbereit Hinweg ist sich bemühet
/ Der kennet was er lieben soll / Vnd
was er soll verlassen;
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Schönheit dieser Welt vergehet

Schönheit dieser Welt vergehet, Wie ein
Wind, der niemals stehet, Wie die Blume,
so kaum blüht, Und auch schon zur Erden
sieht, Wie die Welle, die erst kimmt Und
den Weg bald wei
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An diß Buch.

So wiltu dennoch jetzt auß meinen
Händen scheiden Du kleines Buch vnnd
auch mit andern seyn veracht? Gewiß du
weissest nicht wie hönisch man jetzt
lacht / Wie schwerlich sey der Welt
Spitz
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An eine Jungfraw.

Vnd du wirst auch bey meiner Buhlschafft
stehen / O Delia / du Bildnuß aller
Ziehr: Ich wil auch dich durch meine
Verß` erhöhen; Ich wil dein Lob
erweitern für vnd für. Sey nicht er
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Auff Herrn Doctor Johann Geißels Hochzeit.

Vnd jhr / Herr Bräutigam / vermeynet
frey zu bleiben Durchs Regiment der
Lieb` / vnd laßt bey jhr euch schreiben
/ In dem gantz Teutschland fast anjetzt
zu Felde liegt / Vnd vnser schönes R
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Über Herrn Andreas Hindenberges new erfundenen Ze

Wer sind die Leute doch die gäntzlich
darvor halten Daß wir bey weitem nicht
zugleichen sind den Alten / Was Kunst
vnd Witz belangt? sie leben in der Welt
/ Vnd wissen nicht was Gott mit
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Vber Herrn Andreas Hindenberges new erfundenen Zeh

Wer sind die Leute doch die gäntzlich
darvor halten Daß wir bey weitem nicht
zugleichen sind den Alten / Was Kunst
vnd Witz belangt? sie leben in der Welt
/ Vnd wissen nicht was Gott mit jhr
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Vom Abwesen seiner Liebsten

Werd ich die Zeit wohl sehn / daß doch
der Tag anbreche / Darinnen ich mein
Lieb noch endlich schawen soll? Jhr
Stunden laufft doch fort / fliegt weg
als Wasserbäche: Weil jhr so langsam
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Vom Abwesen seiner Liebsten.

Werd ich die Zeit wohl sehn / daß doch
der Tag anbreche / Darinnen ich mein
Lieb noch endlich schawen soll? Jhr
Stunden laufft doch fort / fliegt weg
als Wasserbäche: Weil jhr so langsam
sey
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Trost-Lied

Zehnde von den Pierinnen, Vierdte Charis
dieser Zeit, Andre Venus, laß den
Sinnen Keinen Fug zur Traurigkeit: Die
mit Threnen Saamen streuen, Werden
frölich Korn abmeyen.
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An Asterien.

Zweymal ist jetzund gleich der schöne
Früling kommen / Vnd zweymal hat der
Frost deß winters abgenommen Der bäume
grünes kleid / als Venus zu mir kam
/ Vnd mich / Asterie / von Phebus Sei
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