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Gedichte - Mathilde Kaufmann


Die Entführung

(Nach dem Englischen.) Siehst du
jenes Thurmes Trümmer In dem einsam
wilden Grunde? Dieser war`s, aus dem
Lord William Lady Margaret
entführt`. Siehst du
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Ein Traum

(Nach einem alldeutschen Gedichte
weiblichen Ursprungs.) Es war in
einem Haine, Wo tiefe Ruhe wohnte.
An einem Wiesenbache, An dessen
holdem Borde Geschwelltes gr
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Klein Christel

(Schwedische Ballade) Klein Christel
tritt zum Stall hinein. Beschaut sich
hier die Stoffe fein; Die weißen und
die schwarzen all, Die braunen und
scheckigen allzu
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Albani

Blickt mir dein Auge, tönet deine
Stimme mir, Gelichtet ist der Seele
stacht, die schaurige, Die mein
Geschick; geschlichtet ist der Streit in
ihr; Der Genius der Ruhe dehnt, der
himmli
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Eingang

Blüten der Nacht — so heißen sie mit
Fug. So oft ja, da sie keimten, ward
die Nacht In Thränen ohne 
Schlummer hingebracht; Und glänzet`
in des Tages hellem Schein Die
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Das schöne Gedicht

Der Liebste zu der Liebsten
spricht: `Dir mitzutheilen, süßes
Herz, Hab` ich ein allerliebst
Gedicht.` Und sie: `Ich habe mir`s
gedacht, Du habest Etwas auf dem
Plan. Ich sa
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Natur der Liebe

Die Liebe, wer erklärt sie? -  
  Wir stammeln nur von ihr. Ein
Geist des Himmels ist sie,  
  Nicht rohe Sinnengier; Die
Flöte sie, nach welcher
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Albani

Die Rose, die ich sende, Ist schön;
allein sie lachet Nur eine kurze Zeit.
Die schönere, die ich spende, Die
Rose meines Herzens, Die blühet dir
ohn` Ende Heut
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Botschaft

Eile, Lüftchen, liebliches, Hin zu
ihm, der mir so theuer; Sage, daß er
kommen soll, Meinem Harm zu süßer
Steuer! Sagt er Ja, so trage dich
Rasch zurück dein
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Alma

Ein armes Kind, verstoßen Aus holder
Heimat Luft, Wo es der Liebe Rosen
Genährt mit ihrem Duft — Wie
fühlt es sich verödet In dieser
kalten Pracht, W
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Wie gerne wiederhaben möchtest du’s!

Ein nahe dir verbundnes Wesen hast
du Wol oft gescholten, oft vielleicht
mishandelt In deinem Zorn — nun hat
es Der Tod hinweggerafft; da draußen
liegt es, Hineingesenkt ins kalte
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Verschiedenes Urteil

Ein rasches Urtheil spricht die Welt;
Sie meint, es sei ganz sicherlich
Dasselbe, was die Gottheit fällt.
Könnt` aber die nicht anders meinen?
Könnt` ihr nicht etwas von der W
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Bewährte Liebe

Entzücken nur und Seligkeit Die
liebliche Helene war, Da sie der
schöne Wilhelm freit, Der Fremde mit
dem blonden Haar. All` reicherer
Bewerber Schwarm Nicht reizt er ihre
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Die Totenblume als Predigerin

Es hub einmal im Blumenstaat Zu
predigen an die Todtenblume; Sie
hielt, zu säen eine Saat Des Heiles
in dem Lenzrevier, Gar manchen
herrlichen Sermon; So zum Exempel die
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Der kleine Napoleon

Es war der Neine Napoleon Unruhig einst
die ganze Nacht Und quälte seine
Pflegerin, Die alte, gute
Saveria; `Sei ruhig`, sprach
Saveria, `Ich schenke dir, wofern du
still,
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Albani

Ich kenne sie, die Wetter, Die
feindlichen, die mich
daniederblitzen: Ich werde dich, du
Engel, Du himmlischer, wol nimmermehr
besitzen. Doch soll in all` dem
Harme. Dem ich g
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Geschiedensein

Ihr Wolken, ihr ziehet — Ach, zög`
ich mit euch! Ihr Winde, ihr stiebet
— Ach, flög` ich mit euch! Fort,
fort in die Weite Voll heißer Begier;
Denn hier, w
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Ein Dieb

In mein Auge schwang sich ein Dieb,
Sagte nicht: `O gönne mir, o gib!`
Schwang sich in mein Herz hinab, wo
tief, Tief geborgen eine Perle
schlief; Und dahin ohn` alle Müh` und

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Ein Abend

In Purpur und Golde der Himmel glüht;
Die Quelle, sie murmelt ihr ewiges
Lied. Die Matte, sie breitet ihr
holdes Grün; Vergißmeinnichtchen am
Bache blühn. Vom Lager am
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Vision

Jüngst im Monde sah und lauscht` ich:
Auf den niedlich weißen Bächlein
Abgefallner Lindenblüten Schifften
Elfen in dem Büchlein. Mondenlicht-
und liebetrunken
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Friedrich

O eile, schmiege Dich an mein Herz;
Das bange Pochen In ihm beschwichte;
Die Flammenqualen, Die es verzehren,
In Schlummer wiege; Und komm zur
Ruh,
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Nachtigall im Käfig

O süßer Schall! O Nachtigall: — Da
hat sie dich, die Rotte, Die
menschliche, hineingepfercht In winzig
engen Stall; Da dir doch war vom
Gotte, Den sie nicht ehrt un
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Friedrich

So krank, so bleich, so schmucklos
Liegt sie dahingebettet, Und Alles
ist doch magisch An ihren Wink
gekettet. Die schönsten aller
Blüten Im Kreise jungen Lebens
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Sonst und jetzt

Sonst, wenn sich eine Qual In meine
Liebe mischte, Da war`s der Muse Hand,
Die sie mir sanft
verwischte. Weckt` ein zerstörtes
Glück In mir ein herbes Sehnen,
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Eine Bejahrte

Tönt sanfter Abendglocken Geläute zu
mir her, Da steigen meine Seufzer So
traurig und so schwer. Und dringt das
heitre Singen Der Kinder an mein Ohr,
So
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An meine Blumen

Was habet ihr, geliebte Blüten? Was
neigt ihr euch so matt danieder? Ihr
trauert, daß der Winter wieder So
schonungslos beginnt zu wüthen. Ach,
Blümchen, gebet euch zu
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Todesahnung

Wenn die Sonne scheiden geht, Wenn der
Wind so schaurig weht, Wenn die Nacht
so kalt — Ach, da greift es hart ans
Herz, Und es ruft ein tiefer Schmerz:
`Bald vergeht de
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Tongefühl

Wenn die süßen Melodien Magisch nur
die Brust umziehn, Wenn die vollen
Harmonien Mir im tiefen Herzen glühn
— Ist es mir, es müsse brechen
Dieses enge Lebens
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Fragen

Wird es denn nie im Menschenbusen
lichte? Wird edles Hoffen ewig zum
Gedichte? Gibt es denn nichts, was
einmal doch den Mächten Der
Menschlichkeit ein dauernd Reich
errichte? Nichts
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Albani

Zwei himmlische Perlen sah ich In
deinen Augen stehn; Ich sah sie nicht
entrollen Und doch so schnell
vergehn. Ich meine zu errathen. Wie
das gekommen ist:
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