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Gedichte - Matthias Claudius

Als der Sohn unsers Kronprinzen...

, gleich nach der Geburt, gestorben war

Mit den vielen andern, Groß und Kleinen,
Klag’ ich schmerzlich Deinen Tod;
Will bei Deinem Sarge satt mich weinen
Und die ... weiterlesen


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Ich danke Gott

1. Ich danke Gott und freue mich
Wie`s Kind zur Weihnachtsgabe,
Daß ich hier bin! Und daß ich dich
Schön menschlich Antlitz habe.

2. Daß ich die Sonne, Berg und ... weiterlesen


Ein gülden A B C

A

Armut des Geistes Gott erfreut;
Armut, und nicht Armseligkeit.

B

Besprich dich nicht mit Fleisch und Blut,
Fahr zu, gleich zu, wie Paulus tut,
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Der Tod

Ach, es ist so dunkel in des Todes Kammer,
Tönt so traurig, wenn er sich bewegt
Und nun aufhebt seinen schweren Hammer
Und die Stunde schlägt.


Frau Rebekka mit den Kindern

an einem Maimorgen

Kommt Kinder, wischt die Augen aus,
Es gibt hier was zu sehen;
Und ruft den Vater auch heraus...
Die Sonne will aufgehen! –

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Auf O--o R--s Grab

Aus einer Welt voll Angst und Not,
Voll Ungerechtigkeit, und Blut und Tod
Flüchtete die fromme reine Seele
Sich ins beßre Land zu Gott;
Und der Leib in diese dunkle ... weiterlesen


An Frau Rebekka

bei der silbernen Hochzeit, den 15. März 1797

Ich habe Dich geliebet und ich will Dich lieben,
Solang’ Du goldner Engel bist;
In diesem wüsten Lande hier, und ... weiterlesen


Der Tod und das Mädchen

Das Mädchen:
Vorüber! Ach, vorüber!
Geh, wilder Knochenmann!
Ich bin noch jung, geh Lieber!
Und rühre mich nicht an.

Der Tod:
Gib deine Hand, du schön ... weiterlesen


Das schöne große Taggestirne

Das schöne große Taggestirne
Vollendet seinen Lauf;
Komm wisch den Schweiß mir von der Stirne,
Lieb Weib, und denn tisch auf!

2. Kannst hier nur auf der Erde ... weiterlesen


Am Grabe Anselmos

Daß ich dich verloren habe,
Daß du nicht mehr bist,
Ach! daß hier in diesem Grabe
Mein Anselmo ist,
Das ist mein Schmerz!
Seht, wie liebten wir uns beide,
Und, ... weiterlesen


Wir Wandsbecker an den Kronprinzen

den 10. Julius 1787

Mit Freuden, unsern Brüdern gleich,
Empfangen wir Dich hier;
Dich lieben viel’ in Deinem Reich,
Doch keiner mehr als wir.

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Ich wüßte nicht warum?

Den griechischen Gesang nachahmen?
Was er auch immer mir gefällt,
Nachahmen nicht. Die Griechen kamen
Auch nur mit einer Nase zur Welt.
Was kümmert mich ihre Kultur?
... weiterlesen


Der Eine

Der Mensch lebt und bestehet
Nur eine kleine Zeit;
Und alle Welt vergehet
Mit ihrer Herrlichkeit.
Es ist nur Einer ewig und an allen Enden,
Und wir in Seinen Händen.


Der Mensch lebt und bestehet

Der Mensch lebt und bestehet
Nur eine kleine Zeit;
Und alle Welt vergehet
Mit ihrer Herrlichkeit.
Es ist nur Einer ewig und an allen Enden,
Und wir in Seinen Händen.
... weiterlesen


Abendlied

Der Mond ist aufgegangen,
Die goldnen Sternlein prangen
Am Himmel hell und klar;
Der Wald steht schwarz und schweiget,
und aus den Wiesen steiget
Der weisse Nebel ... weiterlesen


Der Mond ist aufgegangen

Der Mond ist aufgegangen,
die goldnen Sternlein prangen
am Himmel hell und klar;
der Wald steht schwarz und schweiget,
und aus den Wiesen steiget
der weiße Nebel ... weiterlesen


Der Säemann säet den Samen

Der Säemann säet den Samen,
Die Erd empfängt ihn,
Und über ein kleines
Keimet die Blume herauf.

Du liebtest sie. Was auch dies Leben
Sonst für Gewinn hat,
... weiterlesen


Bauernlied

Der Vorsänger:
Im Anfang war´s auf Erden
Nur finster, wüst, und leer;
Und sollt was sein und werden,
Mußt es woanders her.

Refrain:
Alle gute Gabe
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Winter

Der Winter ist ein rechter Mann,
Kernfest und auf die Dauer;
Sein Fleisch fühlt sich wie Eisen an
Und scheut nicht Süß noch Sauer.

Er zieht sein Hemd im Freien an
... weiterlesen


Ein Lied hinterm Ofen zu singen

Der Winter ist ein rechter Mann,
kernfest und auf die Dauer;
sein Fleisch fühlt sich wie Eisen an
und scheut nicht süß noch sauer.

War je ein Mann gesund, ist ... weiterlesen


Die Liebe

Die Liebe hemmet nichts; sie kennt nicht Tür noch Riegel,
Und dringt durch alles sich;
Sie ist ohn Anbeginn, schlug ewig ihre Flügel,
Und schlägt sie ewiglich.


Bei ihrem Grabe

Diese Leiche hüte Gott!
Wir vertrauen sie der Erde,
Daß sie hier von aller Not
Ruh’, und wieder Erde werde.

Da liegt sie, die Augen zu
Unterm Kranz, im ... weiterlesen


Der Philosoph und die Sonne

Du edler Stern am hohen Himmelszelt,
Du Herr und König deiner Brüder!
Du bist so gut gesinnt – du wärmest uns die Welt,
Und schmückst mit Blumen uns das Feld,
Und ... weiterlesen


An eine Quelle

Du kleine grünumwachsne Quelle,
An der ich Daphne jüngst gesehn!
Dein Wasser war so still! so helle!
Und Daphnes Bild darin, so schön!

Oh, wenn sie sich nochmal am ... weiterlesen


Sterben und Auferstehn

Du Menschenkind, sieh um dich her...
Und weißt du eine Lehre,
Die größer und die tröstlicher
Für uns hienieden wäre? –

Dort, wo die Siegespalmen wehn,
... weiterlesen


Fuchs und Pferd

Einst wurden Fuchs und Pferd,
warum, das weiß ich nicht, auch hat es mich verdrossen,
denn mir sind beide Tiere wert,
in einen Käficht eingeschlossen.
Das Pferd fing ... weiterlesen


Der Mensch

Empfangen und genähret
vom Weibe wunderbar,
kömmt er und sieht und höret
und nimmt des Trugs nicht wahr;
gelüstet und begehret
und bringt sein Tränlein dar;
... weiterlesen


Er liegt und schläft an meinem Herzen...

Er liegt und schläft an meinem Herzen,
Mein guter Schutzgeist sang ihn ein;
Und ich kann fröhlich sein und scherzen,
Kann jeder Blum´und jedes Blatt mich freun.
Nachtigall, ... weiterlesen


Christiane

Es stand ein Sternlein am Himmel,
Ein Sternlein guter Art;
Das tät so lieblich scheinen,
So lieblich und so zart!

Ich wußte seine Stelle
Am Himmel, wo es ... weiterlesen


Die Henne

Es war mal eine Henne fein,
Die legte fleißig Eier;
Und pflegte denn ganz ungemein Wenn sie ein Ei gelegt zu schrein,
Als wär im Hause Feuer.
Ein alter Truthahn in dem ... weiterlesen


Bei dem Grabe meines Vaters

Friede sei um diesen Grabstein her!
Sanfter Friede Gottes! Ach, sie haben
Einen guten Mann begraben,
Und mir war er mehr;

Träufte mir von Segen, dieser Mann,
... weiterlesen


Der Bauer, nach geendigtem Prozeß

Gottlob, daß ich ein Bauer bin;
Und nicht ein Advokat,
Der alle Tage seinen Sinn
Auf Zank und Streiten hat.

Und wenn er noch so ehrlich ist,
Wie sie nicht ... weiterlesen


Der Frühling, am ersten Maimorgen

Heute will ich fröhlich, fröhlich sein,
Keine Weis’ und keine Sitte hören;
Will mich wälzen und für Freude schrein,
Und der König soll mir das nicht wehren;

... weiterlesen


Ein Seliger an die Seinen in der Welt

Hier ist alles heilig, alles hehr!
Und die kleinen Erdenfreuden,
Und die kleinen Erdenleiden
Kümmern uns nicht mehr.
Doch wir denken hier an die da drüben,
Denken ... weiterlesen


Zufriedenheit

Ich bin vergnügt, im Siegeston
Verkünd´es mein Gedicht,
Und mancher Mann mit seiner Kron´
Und Zepter ist es nicht.
Und wär er´s auch: nun, immerhin!
Mag er´s ... weiterlesen


Die Sternseherin Lise

Ich sehe oft um Mitternacht,
Wenn ich mein Werk getan
Und niemand mehr im Hause wacht,
Die Stern` am Himmel an.

Sie gehn da, hin und her zerstreut
Als Lämmer auf ... weiterlesen


Phidile

Ich war erst sechzehn Sommer alt,
Unschuldig und nichts weiter,
Und kannte nichts als unsern Wald,
Als Blumen, Gras und Kräuter.

Da kam ein fremder Jüngling her;
... weiterlesen


Immer ein Lichtlein mehr...

Immer ein Lichtlein mehr
im Kranz, den wir gewunden,
dass er leuchte uns so sehr
durch die dunklen Stunden.

Zwei und drei und dann vier!
Rund um den Kranz welch ... weiterlesen


Fuchs und Bär

Kam einst ein Fuchs vom Dorfe her,
früh in der Morgenstunde,
und trug ein Huhn im Munde;
und es begegnet’ ihm ein Bär.
`Ah! Guten Morgen, gnädiger Herr!
Ich bringe ... weiterlesen


Klage um Ali Bey

Laßt mich! laßt mich! ich will klagen,
Fröhlich sein nicht mehr!
Aboudahab hat geschlagen
Alie und sein Heer.
So ein muntrer kühner Krieger
Wird nicht wieder ... weiterlesen


Fritze

Nun mag ich auch nicht länger leben,
verhaßt ist mir des Tages Licht;
denn sie hat Franze Kuchen gegeben,
mir aber nicht.


Die Mutter bei der Wiege

Schlaf, süßer Knabe, süß und mild!
Du deines Vaters Ebenbild!
Das bist du; zwar dein Vater spricht,
Du habest seine Nase nicht.

Nur eben itzo war er hier
... weiterlesen


Das Lied vom Reifen

Seht meine lieben Bäume an,
Wie sie so herrlich stehn,
Auf allen Zweigen angetan
Mit Reifen wunderschön!
Von unten an bis oben ´naus
Auf allen Zweigelein
... weiterlesen


Hochzeitlied

Stand ein junges Veilchen auf der Weiden,
Lieb und herzig, in sich, und bescheiden;
Und ein wackrer Jüngling über Land
Kam hin, da das Veilchen stand.

Und er sah ... weiterlesen


Auf einen Selbstmörder

Videre verum, atque uti res est dicere.


Er glaubte sich und seine Not
Zu lösen durch den Tod.
Wie hat er sich betrogen!

Hier stand er hinterm Busch ... weiterlesen


Eine Fabel

Vor etwa achtzig, neunzig Jahren,
Vielleicht sinds hundert oder mehr,
Als alle Tiere hin und her
Noch hochgelahrt und aufgekläret waren,
Wie jetzt die Menschen ... weiterlesen


Ein Lied für Schwindsüchtige

Weh mir! Es sitzt mir in der Brust,
Und drückt und nagt mich sehr;
Mein Leben ist mir keine Lust
Und keine Freude mehr.

Ich bin mir selber nicht mehr gleich,
... weiterlesen


Alle gute Gabe

Wir pflügen und wir streuen
den Samen auf das Land,
doch Wachstum und Gedeihen
steht in des Himmels Hand;
der tut mit leisem Wehen
sich mild und heimlich auf
... weiterlesen


Till, der Holzhacker

Zur Erläuterung der neuen philosophischen Methode:
die Reinheit in unsre Willkür aufzunehmen

Till hackte Holz auf Mord und Brand,
(Der Mond am Himmel vor ihm stand)
... weiterlesen


Urians Reise um die Welt

[mit Anmerkungen]

Wenn jemand eine Reise tut,
So kann er was verzählen;
Drum nahm ich meinen Stock und Hut,
Und tät das Reisen wählen.
[Tutti]
Da hat Er ... weiterlesen


Kriegslied

`s ist Krieg! `s ist Krieg! O Gottes Engel wehre,
Und rede du darein!
`s ist leider Krieg - und ich begehre
Nicht schuld daran zu sein!

Was sollt ich machen, wenn im ... weiterlesen



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