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Gedichte - Max von Schenkendorf


Kriegslied (1)

1806. N.d.W.: Auf, auf ihr Brüder
etc. Sing` Heldenlieder,
Preußenvolk, Daß sich dein Krieger
freut. Der König steckt sein Banner
auf Und Alles läu
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An eine Orangenblüte

1807. Was willst du in den kalten
Zonen, O Blume, die aus Süden kam? Auch
ich muß in der Fremde wohnen Voll
Sehnsucht und voll Gram. Und beide nur
ein klägl
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Gebet bei der Gefangenschaft des Papstes

1810. Hör` auf deines Volkes
Flehen, Heiland, laß vorüber
gehen Deiner Kirche Todeswehen. Was ihr
deine Huld gespendet, Ach ihr Kleinod
ist entwendet,
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Auf den Tod der Königin

1810. Rose, schöne Königsrose, Hat
auch dich der Sturm getroffen? Gilt kein
Beten mehr, kein Hoffen Bei dem
schreckenvollen Loose? Seid ihr,
hochgeweihte Gli
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Auf den Tod von John Motherby, Königl. Regierungs

1813. Ach! es ist ein Mann
gesunken, Einer aus der Treuen
Schaar, Den mit hellen
Himmelsfunken Jüngst entzündet dieses
Jahr. Wie ein Held auf seinem Schilde
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Soldaten-Abendlied

1813. An Carl von
Bardeleben. N.d.W.: Befiehl du deine
Wege etc. So zündet nun die Feuer In
Gottes Namen an, Es hat wol keiner
treuer
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Soldaten-Morgenlied

1813. An Friedrich Baron de la Motte
Fouqué. N.d.W.: Auf auf zum wackern
Jagen. Erhebt euch von der Erde, Ihr
Schläfer aus der Ruh`; Sch
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Landsturm

1813. Die Feuer sind entglommen Auf
Bergen nah` und fern, Ha, Windsbraut,
sei willkommen, Willkommen Sturm des
Herrn. O zeuch durch unsre Felder Und
rein
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Freiheit

1813. Freiheit, die ich meine, Die
mein Herz erfüllt, Komm` mit deinem
Scheine, Süßes Engelbild. Magst du
nie dich zeigen Der bedrängten Welt?
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Romanze von dem Prinzen von Homburg

1813. Fürstenblut geflossen In der
Lütznerschlacht - Wie so gern
vergossen, Willig
dargebracht. Kattenblut,
Hessenblut, Schönes deutsches Blut!
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Studenten-Kriegslied

1813. Ich bin Student gewesen, Nun
heiß` ich Lieutenant, Fahr wohl,
gelahrtes Wesen, Ade, du
Büchertand. Zum König will ich
ziehen, Ins grüne Waffenfeld,
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Kriegslied

1813. In besonderer Veranlassung
gedichtet. Mel. Mir nach, spricht
Christus unser Held. Wie lieblich
klang das Heergebot, Die hohen Fahnen
walle
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Auf Scharnhorst`s Tod

1813.


Nach der Weise: Prinz Eugen der tapfre Ritter.
Auf dem Marsch nach Franken

1813. Nach Franken hin, nach
Franken Zum kühlen Werrastrand; Dort
weilen die Gedanken An alter Hügel
Rand. Wo deutsche eben blühen Und
deutscher Mädc
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An Goethe

1813. Nun hab` ich dich gesehen, Du
hohes Heldenhaupt, In fernen, sel`gen
Höhen, Von frischem Kranz
umlaubt. Apollo`s goldner Bogen Der
Stirne lichter B
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Der Bauerstand

1813. O Bauerstand, o Bauerstand, Du
liebster mir von allen, Zum Erbtheil ist
ein freies Land Dir herrlich
zugefallen. Die Hoffart zehrt, ein
böser Wurm,
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Roncevall

1813. Singet von Roncevall, Brüder im
Jubelschall Singet ein Lied. Freudiger
Heldenspeer Hob sich aus wildem
Meer, Mächtiges Franzenheer Scheut sich
und
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Scene aus der Lützner Schlacht

1813. Wer sprenget auf dem stolzen
Roß Bis in die vordern Reihen, Und will
dem Eisen, dem Geschoß Das muntre Leben
weihen? Das ist ein junger
Königssohn, Der
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Königsberg`sche Wehrlieder - 1. Lied der Maurer

1813.Mit drei gewaltigen SchlägenRief
uns der Meister auf:Herbei von allen
Wegen,Gesellen kommt zu Hauf!Was hilft
uns alles bauen?Wir bau`n am Sitz der
Not
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Königsberg`sche Wehrlieder - 3. Zimmergesellen

1813.Zimmergesell, Zimmergesell,Wirf es
hin, das braune Fell,Richtscheid hin und
Winkelmaß,Weil der Feind das Recht
vergaß.Nimm die Waffen schnellStarker
Zimmer
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Seiner Freundin

1814. Als wir zum Schlagen
rückten Und nun die Stadt
erblickten, Bei der man künftig
schwört; Da dachten wir im Herzen Auch
an den zweiten Mai, Und deine Wit
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Auf der Wanderung in Worms

1814. An Friedrich Freiherrn de la
Motte Fouqué. Wo blüht der
Rosengarten? Wo weilt die süße
Maid? Ich bin ihr aufzuwarten, In Ehren
hier bereit.
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Der Schwarzwald

1814. An K.F. Eichhorn. Wie
fröhlich hier im reichen Thal Die
lieben Bäume stehn. Gereift an Gottes
mildem Strahl, Geschützt von jenen
Höh`n.
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Antwort

1814. Es ist kein falsches
Wähnen, Kein loses Bilderspiel, Ein
tief gewurzelt Sehnen Treibt mich nach
meinem Ziel. Mögt ihr mich Träumer
schelten, Beweinen m
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An das Haus Habsburg

1814. Hohenstaufen und Ottone Zogen
gen Italia, Der Lombarden ehrne
Krone Blendete die Deutschen da. Und
ihr hohes Recht erwiesen Schien seit
grauer Vät
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Festlied

1814. Nun singt, von Andacht hoch
durchglüht, Der Freiheit Lobgesang! Im
Himmel und auf Erden klang Noch nie ein
schönres Lied. Denn Freiheit war das
Meisterwort,
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Frühlingsgruß an das Vaterland

1814. Wie mir deine Freuden
winken Nach der Knechtschaft, nach dem
Streit! Vaterland, ich muß
versinken Hier in deiner
Herrlichkeit. Wo die hohen Eichen
sausen,
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Erinnerungen auf dem alten Schlosse zu Baden

1814. Wir stehen hier und schauen In
ein gelobtes Land. Ringsum die deutschen
Gauen, Gebaut von deutscher Hand. Doch
dort an den Voghesen Liegt ein verlornes
Gu
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Vater Stillings Tisch in Baden-Baden

1815. Hier steht ein Tisch, Und stark
und frisch Ein gutes Wort zu
schreiben, Auch andres Werk zu
treiben. Ein jeder Tisch soll heilig
sein, Um welchen g
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Der Spaziergang

1816. Auf dem Leinpfad geht sie
gern Längs dem holden
Rheine, Angeblickt vom Abendstern Einsam
und alleine. Wie der Blick sich hebt
und senkt, Wie die W
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An das Herz

1816. Laß legen sich die
Ungeduld, Sei stille, Herz, nur
stille! Dort oben waltet Vaters
Huld, Der neige sich dein Wille. Was
schauest du so viel herum,
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Zur Hochzeit des Senators Gildemeister zu Bremen m

1816. Schön`res Bild wird nicht
gefunden, Süße Ruhe, stilles
Glück, Und kein Wandrer mag
erkunden Einen hellern Himmelsblick, Als
der Kranz der grünen Hügel,
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Seinem ältesten Freunde Karl Grafen von der Gröb

1816. Uns klingt aus alten Mären Viel
Wunders alter Zeit, Von Helden reich an
Ehren Und arbeivollem Streit. Es dringt
in Herz und Ohren Die Kunde wie ein
Pfeil
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Die gefangenen Sänger

1816. Vöglein, einsam in dem
Bauer, Herzchen, einsam in der
Brust, Beide haben große Trauer Um die
süße Frühlingslust. Um das Wandern,
um das Fliegen
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Am Weihnachtsabend

Aachen 1814. Willkommen, trautes
Dämmerlicht! Willkommen,
Mondenschein! Ihr bleibt getreu,
verlaßt mich nicht, Sonst bin ich ganz
allein. »Wie magst du klag
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Am See

Aachen, im August 1815. Und wenn ich
hier am Wasser steh`, In diesem klaren
Spiegel seh` Den Himmel und die
Bäume, So zieht mich`s wol hinab,
hinab, Gern sänken in
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Todessehnen

Ach, wer nimmt von meiner Seele Die
geheime schwere Last, Die, je mehr ich
sie verhehle, Immer mächtiger mich
faßt? Möchtest du nur endlich
brechen, Mein gequältes, bang
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Frühlingstrost

Am 12. April 1810. Es weht um mich
Narzissenduft, Es spricht zu mir die
Frühlingsluft: Geliebter, Erwach` im
rothen Morgenglanz, Dein harrt ein
blütenreicher Kranz,
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Die Rosenknospen an ihre Königin

Am 16. Jänner 1808. Die Stürme
durchwüthen Im Winter den Baum; Doch
schlummern wir Blüten Im seligen
Traum. Von Blättern umgeben, Von
Göttern bewac
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An ein Gemach

Am 16. Jänner 1808. O schmücke dich
mit heiligem Geräthe, Gemach, das einen
Himmel bald umhüllt, Das bald, wie Duft
an einem Rosenbeete, Die Herrliche mit
ihrer Gotthei
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Zur Stilling`schen silbernen Hochzeitsfeier

Am 19. November 1815. Licht und Recht
strahlt weit und breit, Vater Stilling
sieht mit Wonne, Wie nach schwerer
Prüfungszeit Glänzt die unbewölkte
Sonne, Die vers
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Beichte

am 28. October 1813. Wir haben alle
schwer gesündigt, Wir mangeln allesammt
an Ruhm, Man hat, o Herr! uns oft
verkündigt Der Freiheit Evangelium; Wir
aber hatten un
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Eleonoren

Am Himmelfahrts-Abend. Beauté, c`est
donc-là ton dernier asyle! - Noch
weil` ich in der Frühlingslaube, Und
gebe mich der Glut gefangen, Die nicht
des We
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Als der König sein Heer grüßte

Am Morgen der Erstürmung von
Leipzig. Willkommen hier im
Waffenfeld, Willkommen lieber Herr und
Held, Wo deine Mannen Den Sieg
gewannen. Wie herrlich strahlt
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Teufelskanzel bei Baden-Baden

An dem Fest der Sonnenhöhe Wall` ich
hin zu dir, o Stein, Daß mich alte Luft
umwehe In dem schauerlichen Hain. Wo
die tapfern Väter knieten Demuthsvoll
im starken Muth,
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Das Münster, 1814

An E.M. Arndt. In Straßburg steht ein
hoher Thurm, Der steht viel hundert
Jahr`, Es weht um ihn so mancher
Sturm, Er bleibet fest und klar. So war
auch wol di
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Seiner Herrin

An F. von Schrötter. 1814. Von
einer ist mein Herz entzündet, Die
läßt mir Tag und Nacht nicht Ruh`; Der
hab` ich ewig mich verkündet, Ihr thu`
ich
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Erneuter Schwur

An Friedrich Ludwig Jahn. Juni
1814. Wenn alle untreu werden, So
bleib` ich euch doch treu, Daß immer
noch auf Erden Für euch ein Streiter
sei.
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Die deutschen Städte

An Smidt, Senator, und Gildenmeister,
Bürger in Bremen. 1814. Es war ein
Band gewoben Im heil`gen deutschen
Land, Das fest und wohl den Proben Des
Teuf
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Die altdeutschen Gemälde

An Sulpiz und Melchior Boisserée von
Köln. Heidelberg, Juli 1814. Mir
winkt ein alter schöner Saal, Zwei
Brüder haben ihn gebaut, Da hab` ich in
dem reins
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Bei den Ruinen der Hohenstaufen-Burg

April 1813. Schnee und Regen haltet
ein! Nimmer zwingt ihr mein Gebein; Aber
nicht mit kühler Flut, Nein mit Feuer
und mit Glut, Soll man hier die Ritter
taufen.
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Bei dem Wittelsbacher Stammschloß

April 1813. Wittelsbacher,
Wittelsbacher! Schlaft ihr denn so
eisern fest? Hält euch, welche keinen
läßt, Bindet euch die Hand der
Rache? Horch` - es wandel
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Das eiserne Kreuz

Auf der Nogat grünen Wiesen Steht ein
Schloß in Preußenland, Das die frommen
deutschen Riesen Einst Marienburg
genannt. An der Mauer ist zu
schauen Bildniß leuchtend gro
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Die Preußen an der kaiserlichen Grenze

August 1813. Wir grüßen dich mit
Waffentänzen, Wir neigen uns an deinen
Grenzen, Du klangreich Böhmenland! O
Heer im Schmuck der grünen Reiser, Wir
rufen Sieg un
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Der Scheidenden

Aus dem Tempel willst du fliehen, Den
dir hier die Liebe baut? Meinen Armen
dich entziehen, Meines Geistes holde
Braut? Richtest du nach deiner
Heimat, Pilgerin, den müden Lauf?
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Thränen

Aus dem Urquell rannen Tropfen, Seelen,
die gleich hellen Thränen, Farben
spiegeln und sich sehnen Nach den
Schwesterthränen, Nach dem
Thränenmeer. Aus dem Urquell rannen
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Der Burggeist

Baden 1814. Hoch auf dem Felsen, auf
dem Thurm Da steht ein alter Geist; Er
weht mich an, das ist ein Sturm, Der
mich von dannen reißt. Das ist aus
alter küh
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Das Bergschloß

Baden-Baden 1814. Da droben auf jenem
Berge, Da stehet ein altes Haus, Es
schreiten zu Nacht und am Mittag Viel
Rittergestalten heraus. Die weilten in
herrlich
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An einen Herrn

Bist noch immer nicht erwacht? Und es
hat so hell geklungen Stahl, von
Männerhand geschwungen, In der finstern
Nacht. Bist noch immer nicht
erwacht? Ketten klirrten kühn z
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Gruß aus der Fremde

December 1814. Du liebes frommes
Wesen, An dem dies Herz genas, Das ich
mir nicht erlesen, Das mir mein Gott
erlas. Du Holde, Schöne, Süße, Du
meines
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Sie siegende Kraft

Dem Vaterlande geweiht am 3. August
1807. Fernher hört man noch den
Donner grollen, In der Ferne klingt des
Kriegers Speer - Wir sind glücklich:
unter uns erschollen Ist
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An Vater Stillings Geburtstage

den 12. September 1814. »Dem
Büchlein dein bin ich so hold« Sang
Stolberg vor gar langer Zeit; Auch mich
hat früh das reine Gold Aus diesem
klaren Bach erfreut.
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Gesang zu Vater Stillings Fest

Den 12. September 1815. Erschalle laut
aus frommer Brust, O heller Klang der
Lieder! Der Herr, der Ursprung unsrer
Lust, Blickt segnend auf uns nieder. Der
nimmer von
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An Heinrich Jung, genannt Stilling, zu dessen sieb

den 12. September 1816. Der Herbst hat
seinen Thron genommen Die liebe
Blumenzeit verschwand, Auch du bist
wieder heimgekommen Von Badens mildem
Quellenrand. So kehre
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Bei seines Vaters Tod

Den 24. Jänner 1813. Schlaf` in
deiner engen Kammer, Lieber alter Vater,
schlaf`, Glücklich, daß nach langem
Jammer Noch dich frohe Zeitung
traf. Dank dir,
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Am Rhein

Den 26. October 1814. Ich bin
herausgekommen, Von Worms, der alten
Stadt, Ich habe wohl vernommen, Daß es
gerufen hat. Am Ufer dort, am
rechten, Erschei
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Zur Vermählung des Amtmanns Kinzinger in Carlsruh

den 29. August 1816. Blümlein von der
Gottesaue Ist so fröhlich
aufgeblüht, Gleich der Ros` im
Morgenthaue An Gestalt und an
Gemüth. Kommt ein fremder Mann geschr
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An ein Bild

Den 29. März 1816. Was schaust du
mich so freundlich an, O Bild aus weiter
Ferne, Und winkest dem verbannten
Mann? Er käme gar zu gerne. Die ganze
Jugend thu
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Frühlingsgesang an Sulamith

Den Bäumen wachsen Augen Im Garten und
im Hain Und tausend Leben saugen Des
Gottes Athem ein. Die Liebe fließt in
Bächen, Sie weht im
Blütenduft, Verborgne Stimmen
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Kinderträume

Der Himmel offenbart sich nur in
Träumen, So lang wir noch im Erdenthale
wallen: Entfesselt schweben wir durch
Wolkenhallen Und brechen Blüten von den
Lebensbäumen. Hörst du das Kind
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Am Sonnabend

Die Woche ist geendet,
Das Tagewerk vollendet,
Vergessen Noth und Schmerz -
Es kömmt ein heil`ger Morgen,
Am Sabbath ruhn die Sorgen,
So ruhe nun, mein Herz.
Zum Geburtstag seiner Hausfrau 1814

Drei Güter hat die milde Hand Der
Vorsicht mir gegeben: Die Freiheit und
das Vaterland, Und dich geliebtes
Leben! Wie glänzen in der Freiheit
Strahl Die Thäler und die H
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Als der Prinz von Brasilien Europa verließ

Ein frischer Wind mag deine Segel
schwellen, Du wackrer frommer Held! Dich
tragen stolz die leichten Wellen Nach
deiner neuen Welt. Schon hebt sie sich
in Werdetags-Entzücken
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Der Kaiser Alexander

Ein Held ist ausgezogen, Ein Held der
Freundlichkeit, Ihn trug auf rauhen
Wogen Die wildbewegte Zeit. Er nahm zu
Schwert und Schilde Den Glauben und die
Treu, Sein Gürtel he
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Schill

Eine Geisterstimme. 1809. Klaget
nicht, daß ich gefallen, Lasset mich
hinüberziehn, Zu der Väter
Wolkenhallen, Wo die ew`gen Freuden
blühn.
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Der verwandten Seele

Eingangsgedicht in dem Stammbuch des
Dichters. Komm` in den Garten, komm`,
es laden Der Frühling und die Nacht uns
ein, Sie kamen von des Wests
Gestaden, Um Zeugen unsres
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Auf seines Bruders Tod

Er focht in sieben Schlachten, Er war
ein deutsches Blut, Gefahr hieß ihn
verachten Sein stiller Kriegesmuth. Das
Schwert an seiner Linken, Er nannt es
seine Braut; G
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Künstlerleben

Erhabner, seliger Beruf, Zu dem der
Geist, der Alles schuf, Mich vor der
Zeit und Ewigkeit Als seinen Priester
eingeweiht! Ein Tempel, wo der
Künstler lebt, Wo rings um ihn
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Das Lied vom Rhein

Es klingt ein heller Klang, Ein schönes
deutsches Wort In jedem Hochgesang Der
deutschen Männer fort: Ein alter König
hochgeboren, Dem jedes deutsche Herz
geschworen - Wie
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Der Durlacher Thurm

Es lacht die grüne Wiese, Es lockt der
Sonnenstrahl; Vom Hügel schaut ein
Riese Ins liebe grüne Thal. Ein edler
Heldenschatten Hat sich der Thurm
gebaut, Und rings
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An die Freunde in Baden-Baden

Frankenberg bei Aachen den 16. Juli
1815. Wenn ihr wandelt auf den
Matten An des Oelbachs klarer Flut, Wenn
ihr in dem Eichenschatten An dem Fuß
der Berge ruht;
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Frauenlob

Frauenlob nur mag ich singen, Sing` ein
Andrer Krieg und Ruhm; Myrthenkränze
will ich bringen, Cypris, in dein
Heiligthum. Frauen haben mich
erzogen, Ihrem Dienst mich früh gewei
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Am ersten Mai 1816

Hast du den Mai gesehen In seinem hellen
Strahl? Da steht er auf den Höhen Und
schaut ins grüne Thal. Er zog in
leichten Träumen Um deine
Lagerstatt, Nun streut er
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Die Todtenuhr

Hat das Geisterreich mich
auserlesen, Hab` ich seinen Winken je
gelauscht, Irdisches mit Ewigen
vertauscht - O so laß mich jetzt das
Räthsel lösen! Wie dem Jüngling die
erharr
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Am 30. September 1813 - Honiglippe, Rosenmund...

Honiglippe, Rosenmund, Küsse mich zu
jeder Stund`! Arme weich und
wonniglich, Liebesketten, bindet
mich. Dunkel ist das Felsenthal Und der
Steg ist schwank und schmal;
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Als er in Frankenberg bei Aachen wohnte

Ich zieh` in euch, ihr Mauern, Mit
Wehmuth und mit Lust, O Vorzeit reich an
Schauern, Du ziehst in meine Brust. Ihr
Wände habt belauschet Des alten Kaisers
Glück, Vo
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Warum er ins Feld zog

Ich zieh` ins Feld, mich hat geladen Ein
heiliges geliebtes Haupt; O Dank den
ew`gen Himmelsgnaden, Mein König hat
den Kampf erlaubt. Ich zieh` ins Feld
für meinen Glauben,
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Erinnerung

Ihr wunderschönen Augenblicke, Die
Lieblichste der ganzen Welt Hat euch mit
ihrem ew`gen Glücke, Mit ihrem süßen
Licht erhellt. Ihr Stellen, ihr
geweihten Plätze, Ihr t
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An die Schweiz

Im December 1813. Es tönt in allen
Landen Ein Ruf zum heil`gen Streit; In
ihrer Kraft erstanden Ist neu die
Christenheit. Die Stürme Gottes
fahren Und wecken
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Auf dem Schloß zu Heidelberg

Im Juli 1814. Es zieht ein leises
Klagen Um dieses Hügels Rand - Das
klingt wie alte Sagen Vom lieben
deutschen Land. Es spricht in solchen
Tönen Sich Geister
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An Jacob Böhme`s Grabe

Im Mai 1813. Ich komm` aus weiter
Ferne Ein müder Wandersmann, Mir
zeigten lichte Sterne Zu dir die liebe
Bahn. Als Knabe schon vernommen Hab`
ich ein W
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An die Tauben

Im Spätjahr 1815 aus Koblenz. Fliegt
nur aus, geliebte Tauben! Euch als Boten
send` ich hin; Sagt ihr, und sie wird
euch glauben, Daß ich krank vor Liebe
bin.
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Häusliches Stillleben - Der Garten

In den Garten muß ich blicken, In das
frische stille Grün, Tausend Wünsche
muß ich schicken Fernhin wo die
Schwalben ziehn. Fliegt nur mit den
Morgenwinden, Mit den Wolk
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Die Deutschen an ihren Kaiser

Juli 1813. Deutscher Kaiser! deutscher
Kaiser! Komm` zu rächen, komm` zu
retten, Löse deiner Völker
Ketten, Nimm den Kranz, dir
zugedacht. Kannst ja doch ni
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Jägerlied

Juli 1813. N.d.W.: Sei Lob und Ehr
etc. Nach grüner Farb` mein Herz
begehrt, Zur süßen Augenweide. Wann
wird mir solche Lust gewährt, Zu gehn
im gr
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Lied für die Badensche Landwehr

Jänner 1814. N.d.W.: Freude, schöner
Götterfunken. Langer Knechtschaft
Joch und Schanden Hat der Herr von uns
gewandt, Und in Ehren aufgestanden Ist
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Zum Geburtstage meiner Herrin

Karlsruhe, am 25. Jänner
1814. Willkommen mir im jungen
Jahr, Du schönster Schmuck der
Erde! Schließ auf die Augen fromm und
klar, Daß mir es Morgen werde.
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Die Tafel am Rhein

Koblenz 1816. Der Sänger kommt zur
guten Stunde Und ihn empfängt ein
holder Gruß, Den Feldherrn und die
Tafelrunde Erblickt er an dem grünen
Fluß. Der Feldherr l
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An Wilhelm von Scharnhorsts Geburtstage

Koblenz, den 16. Januar 1816. Wie wir
uns hier gefunden In diesem holden
Thal, So bleiben wir verbunden In einem
heil`gen Strahl. Wir freuen uns der
Flammen, Di
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Vorgefühl

Kurz vor einer schweren
Krankheit. Neigst du dich zum
Untergange Meines Lebens schöner Stern?
- Sink` ins Meer! mir ist nicht
bange, Und ich sterbe froh und gern.
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Bernsteinfischerlied

Königsberg 1808. Preis dem heil`gen
Küstenhüter, Der die wunderbaren
Güter Uns gereicht aus tiefer Flut! Bei
dem ersten Morgenstrahle Füllen wir mit
Gold die Sch
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An Ferdinand Delbrück, beim Schlusse seiner ästh

Königsberg 1812. So sind wir
fröhlich denn zum Ziel
gekommen! Durchzogen ist ein weites,
reiches Land, Wo wir so manch lebendig
Wort vernommen; Es war ein tiefer Strom,
a
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Das Bad Ems

Letztes Gedicht des Verfassers
1817. Den leichten
Morgenträumen Enteil` ich froh und
schnell, Und nahe sonder Säumen Dem
wunderbaren Quell. Zur Tiefe steig`
... weiterlesen


Rippurr

Liebes Kirchlein an der Straßen, Wer
dich einsam hier erbaut, Hat in
Sehnsucht ohne Maßen, Hat, wie ich,
hinausgeschaut Nach den Bergen, nach
dem düstern Schauerlichen Wa
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An den Mond

Lächle, lächle lieber Mond In der
Zelle Nacht, Wo die stille Liebe
wohnt, Wo die Sehnsucht wacht. Meines
Herzens ew`gen Drang Bring` ihn doch zur
Ruh, Sing` ihm sü
... weiterlesen


Brief einer Mutter nach Paris

Mai 1814. Gott grüße dich, mein
deutsches Blut, Mit Siegeslust und
Ehren, Er wolle dir den Heldenmuth Mit
edler Speise nähren. O wandle muthig
weiter fort
... weiterlesen


Brief eines Vaters nach Paris

Mai 1814. Höre mich, du Sohn der
Eichen, Deines Landes Stolz und
Hort, Bis in Babels Mauern reichen Soll
das ernste deutsche
Wort. Freiheitsheld, ich muß dic
... weiterlesen


Häusliches Stillleben - Das Fenster

Mein Fenster geht nach Morgen, Nach
Morgen geht mein Sinn; Da ziehen meine
Sorgen Und meine Sehnsucht hin. Ihr
Mitternachtsgesichte, Nun weichet weit
zurück; Mich gr
... weiterlesen


Das Lied von den drei Grafen

N.d.W.: Der Mond ist aufgegangen. Wir
singen von drei Grafen, Die unterm Rasen
schlafen, So lust- und liebevoll; Du
mußt nun sanfter klingen, O Lied! wir
alle bringe
... weiterlesen


Der versunkene Ring

Nach dem Litthauischen. Königsberg
1808. Der Ring ist mir entfallen, Ins
tiefe Meer versenkt, Den einst im
Taubenmonat Lieb` Anka mir geschenkt.
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Volkslied

Nach der Rückkehr des königlichen
Hofes von Memel nach Königsberg,
daselbst im Theater gesungen am 11.
Februar 1809. O heilig, heilig
Band, Liebe zum Vaterland Heb` unsre
Brus
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Tedeum

nach der Schlacht bei Leipzig. Herr
Gott, dich loben wir, Herr Gott, wir
danken dir; Es schallt der Freien
Lobgesang Vom Aufgang bis zum
Niedergang. Wir fochten mit d
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Auf der Wanderung am Rhein

Nonnen-Eiland in dem Flusse, Rolandseck
auf steiler Höh`, Seid gegrüßt mit
gutem Gruße, Weil ich hier vorüber
geh`. Muß ich stets vorüber
ziehen, Brech` ich keine Fr
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Am 28. Jänner 1814

Nun sind es tausend Jahr, Daß Kaiser
Karl geschlafen. Wer zählt der Gräuel
Schaar, Die in der Zeit uns trafen? Hat
dir von unsrer Welt Im Grabe nicht
geträumet? O
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Am 30. September 1813 - O könnt` ich zu dir flieg

O könnt` ich zu dir fliegen, Ein
Vögelein, in Eil, An deine Brust mich
schmiegen, Da träfe mich kein Pfeil. O
gält es nur zu schwimmen Durch wilde,
weite See, Oder
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Liebe

O Liebe, du Morgentraum, Geboren
kaum, Und weise wie die Ewigkeit, Im
Greisenhaar Noch mild und klar, Noch
fühlend und spielend Wie Kindlein in
der Weihnachtszeit.
... weiterlesen


Schlachtgesang

Ob Tausend uns zur Rechten, Zehntausend
uns zur Linken, Ob alle Brüder
sinken, Wir wollen ehrlich fechten. Zur
Rechten nicht noch Linken, Gen Himmel
ist zu schau`n, U
... weiterlesen


Dasselbe

Oft wenn im wunderbaren Schimmer Des
Schlosses Trümmer vor mir stehn, Im
Sonnenschein, glaub` ich noch immer In
seiner Jugend es zu sehn. Mit seinen
Mauern, seinen Zinnen F
... weiterlesen


An das Thal zu Baden

Schmücke dich mit Laub und
Blüten, Mein geliebtes, schönes
Thal, Zartes Leben zu behüten Vor zu
heißem Sonnenstrahl. Durch den
Frühling hergetragen, Kommt ein liebes,

... weiterlesen


Königsberg`sche Wehrlieder - 2. Hans von Sagan

Schustergesellenlied.1813.Hans von Sagan
war geheißenEinst ein fröhlicher
Gesell,Der im schönen Lande PreußenHat
gefochten kühn und schnell.
... weiterlesen


Brief in die Heimat

Was locket ihr, was winkest du O Vaters
Hof und Garten? Wie darf ich nun in
schnöder Ruh Der stillen Felder
warten? Das wäre mir ein schlechter
Ruhm, An Haus und Gut und Eigenthu
... weiterlesen


Sehnen und Hoffen

Wenn wir an den Gräbern stehn Der
Geliebten, der Gespielen, Fühlen wir
ein mildes Wehn Unsre heiße Wange
kühlen, Und ein Licht, ein heller
Strahl, Leuchtet in dem Schauerthal.
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Häusliches Stillleben - Das Zimmer

Willkommen, stille Zelle! Wie fröhlich
zieh` ich ein In deine milde Helle, Du
trautes Kämmerlein. Ihr Bilder leicht
geflügelt, Bleibt immer draußen
stehn, Die Thü
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Gebet

Wir stehen hier aufs Sterben, Der Tod
ist uns ein Spott. Laß uns den Himmel
erben, Du ewig treuer Gott. Sind wir
gleich voller Schulden Und ohne großen
Ruhm, Wir sind dein
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Das Bild in Gelnhausen

Zu Gelnhausen an der Mauer Steht ein
steinern altes Haupt Einsam in dem Haus
der Trauer, Das der Epheu grün
umlaubt. Und das Haupt, es scheint zu
sprechen: Starb die ganze
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An Karl Graf Münchow

Zu seinem Geburtstage, den 1. October
1813. Wer reitet vor der grünen
Schaar Ein Schwert in starker Hand? Wer
schaut so fröhlich in Gefahr? Ein Graf
vom Ostseestrand.
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Unsrer Königin

Zueignung vor der Zeitschrift:
Vesta. 1807. In diesem Lande haust
und waltet Ein fremder, kalter
Schreckensgeist, Der Alles theilt und
Alles spaltet Und
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Meiner Liebsten

Zum 15. December 1815. Nie soll mich
die Wahl gereuen, Und ich sage
feierlich, Könnt` ich auch noch zehnmal
freien, Zehnmal frei`t ich, Liebste,
dich! Führt
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Wer alles Theil am Feste nimmt

Zum Geburtstage am 1. Februar
1808. Die Lieben sehnen sich wol
auch Und sandten uns der Sehnsucht
Hauch! Hast du gefühlt ein
Geisterwehen Im Morgenschlaf,
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