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Gedichte - Michel Berend


Und eine Stimme hör ich schallen

... Und eine Stimme hör ich
schallen, Bei der die Engel scheu
entfliehn: Vergebung wird den Sündern
allen, Nur dir wird nie, wird nie
verziehn. Du trugst des Geistes
kühns
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Sie sind mir alle längst gestorben

.... Sie sind mir alle längst
gestorben, Die mich so wie ich sie
geliebt, Und wenig nur hab` ich
erworben Von dem, was Welt und Leben
giebt. Nichts kenn` ich mehr, das ich
b
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So rief mir eine innre Stimme

.... So rief mir eine innre Stimme, Da
mich der Schmerz berauschen wollt` Und
ich mit Schlimmerem das Schlimme In
krankem Wahn vertauschen wollt`. Oft
wird das Leben wol zur
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Und wenn es noch so lange regnet

.... Und wenn es noch so lange
regnet, Die Zeit kommt wo das Wetter
fällt, Wo neu die Sonne wieder
segnet Mit warmem Liebesblick die
Welt. Und wenn du noch so lang
geweinet,
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Auch dir ward wol, was du geliebet

Auch dir ward wol, was du geliebet, Zum
allerschlimmsten, ärgsten Feind Und
deine Augen sagen`s deutlich, Wie oft
und heiß sie schon geweint. O sieh,
auch mein Herz ist geb
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Da geht ein junger Bursch vorüber

Da geht ein junger Bursch
vorüber, Summt vor sich hin ein
deutsches Lied Und trüber wird`s um
mich und trüber, Da Lied und Bursche
weiterzieht. Ich wollte mich doch
nimmer
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Des Todes Klage

Da hab` ich nun wieder `ne Blüte
geknickt, Die so hoffnungsselig gen
Himmel geblickt In unbewußten
Gebeten; Und hab` einem Reiter im
Donner der Schlacht Ein frühes
blutiges Ende g
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Da singen sie das alte Lied

Da singen sie das alte Lied Auch hier
wie allerwärts, Daß es zur Heimat
lockt und zieht Ein herdverwaistes Herz
— Und wenn das Herz sich etwas
kennt, Treu und unwandelbar,
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Das ist des Ozeans Geisterstund

Das ist des Ozeans Geisterstund, Die
Möwen zittern und schweigen, Der Hay
tief unten im Meeresgrund Hält mit dem
Walisisch den Reigen. Hoch geht des
Meeres Wellenbrust,
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Eine Bettelgeschichte

Der Abend war schneidig kalt und
naß, Es kreischten die
Wetterhähne, Da stand ein Junge, elend
und blaß, Auf dem Pont des Samts Peres
an der Sewe; Der streckte die Hand aus
und fl
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Die alte Sage

Die alte Sage Von den verzauberten
Göttern Kennst du sie, Kind? Die
Nacht und Tag Mußen weilen auf
Erden Wie sterbliche Menschen, Aber
Eine Stunde Dürfen kehr
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Du hast den Gedanken, daß ich dich liebe

Du hast den Gedanken, daß ich dich
liebe, Niemals in innerster Seel`
erfaßt, Und das ist mir der sicherste
Zeuge, Daß du mich selbst nicht
geliebet hast. Du hast sie niema
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Weckt ihn nicht auf, o laßt ihn schlafen

Er hat gesungen Und geträumt — Beim
Singen und Träumen Die Zeit
versäumt. ... Weckt ihn nicht auf,
o laßt ihn schlafen, Er hat so lang,
so schwer gewacht
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Es giebt lange, lange Nächte

Es giebt lange, lange Nächte, Wo dich
von dem späten Bette Deines Herzens
Furien grinsend Peitschen fort mit
glüher Kette. Und `ne bange Stunde
giebt es, Wo die Eul
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Es ist mir nicht um Weh und Leid

Es ist mir nicht um Weh und Leid, Nur
um der Seelen Kraft, Die mir das Tun
der falschen Maid Für immer hat
entrafft; Daß ich zum Weib geworden
bin, In Tränennacht versenkt,
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Glück auf, du altes Zauberbuch

Glück auf, du altes Zauberbuch, Dank
dir, Johannes Faust, Ich spreche dir
nach den Bannungsfluch, Dabei die Nacht
ergraust. Komm an, du alte
Räthselnacht, Wenn dir v
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Was giebt es Schlimmres wol auf Erden

Hätt` er dies Monument gehabt Zu
seines Lebens Qualzeit — Vielleicht,
daß er es abgetauscht Für eine
Mittagsmahlzeit. Was giebt es
Schlimmres wol auf Erden, Wa
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Ich glaubte, die Rosen blühten noch

Ich glaubte, die Rosen blühten noch
— Sie waren schon lang verdorrt, Ich
glaubte, die Sterne glühten noch
— Sie waren schon wieder fort. Ich
glaubte, dein Eidschwur bli
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O laßt uns jauchzen und frohlocken

Ich habe keine Rast und Ruh`, Es treibt
mich immer und immer zu Hinaus, hinaus
und weiter; Doch immer kommt mir
nachgereist Der alten Zeiten stummer
Geist. Ein trauriger Begle
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Ich habe Steuer und Mast verloren

Ich habe Steuer und Mast verloren Auf
meiner wüsten Lebensfahrt Und habe vor
des Sturmes Tosen Den Kompaß selber
nicht gewahrt. Da sah ich dein, dein
Auge schimmern
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Seekrank

Ich! da lieg` ich in der
Koje, Fühllos, kraftlos, stumm und
dumm, Und der Magen wandert langsam In
dem Bauche mir herum. Weiß nicht, ob
es Nordsturm draußen Oder Wi
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In leisem Wehn ist der Tag verhallt

In leisem Wehn ist der Tag verhallt, Es
geht durch die Lüfte wie Glocken
— Die Nachtigall singt mit wilder
Gewalt, Als wollt` sie die Sterne
verlocken. Die Blume regt sich
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In stillen Träumen die Erde liegt

In stillen Träumen die Erde liegt, Es
sang sie in Schlaf die Nachtigall, Auf
weißem Fittich vorüberfliegt Des
Friedens Geist Und All` Er beten,
ruhen, träumen heißt.
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Mein Auge trübe wie der Himmel

Mein Auge trübe wie der Himmel, Mein
Herz wie der November kalt, So horch`
ich still auf das Getümmel, Das von
der Straße lärmend schallt; Mit
Trauern denk` ich an die Stunde,
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Muß denn der Stern ins Meer

Muß denn der Stern ins Meer, Wenn er
am hellsten flammet, Warum so oft eine
Träne schwer Auf der schönsten Wange
Sammet! Warum der ekle giftige
Wurm Just an der üp
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Nein, nicht mit Weinen und mit Klagen

Nein, nicht mit Weinen und mit
Klagen Sei diese Stunde
hingebracht, Nur Eine Träne laß dir
sagen, Wie dunkel meines Herzens
Nacht! Laß tief mich dir ins Auge
sehen, Von lan
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Ave Maria!

Nun ist der laute Tag verhallt Und
Frieden dämmert wieder, Der Abend sing
durch Feld und Wald Die leisen
Schlummerlieder; Die Luft durchzieht
ein weicher Klang, Wie der Natur
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O daß du mein geworden wärst

O daß du mein geworden wärst, Ich
hatte dich so lieb, Der Hafen warst du,
dem ich zu Durch wüste Wogen
trieb. Der Himmel hat es nicht
gewollt, Mein Kahn treibt stil
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O gebt mir vom glühendsten, duftigsten Wein

O gebt mir vom glühendsten, duftigsten
Wein Und den Becher von blinkendem
Golde laßt sein, Ich will ihn dem
Leben ja bringen, Der Jugend, der
Liebe, der Hoffnung und Lust Und allem
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O Gott, wie ist der Himmel so blaß

O Gott, wie ist der Himmel so
blaß, Wie atmet so bang die Erde; Ihr
Blumenauge ist trüb und naß, Als ob
es schier brechen werde. Die Bäume
flüstern geheimnißvoll,
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O könnt ich doch noch ein einzig Mal

O könnt ich doch noch ein einzig
Mal In dein blinkendes Auge sehen Und
dir all` die selige Liebesqual Und die
brennende Lust gestehen. Noch einmal
träumerisch unbewußt Dir
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Da fällt der Dichter in die Saiten

O laßt uns jauchzen und
frohlocken, Der Frühling macht ihn
wieder jung Und in die alten goldnen
Zeiten Trägt ihn zurück
Erinnerung. .... Es waren auch ja
solche Tage,
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O sag mir nicht, daß du mich liebest

O sag mir nicht, daß du mich
liebest, Gieb mir die Hand und sieh
mich an Und in den Augen will ich`s
lesen, Was ich dem Wort nicht glauben
kann. Doch nein, schließ auch die
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O wenn dir Gott ein Lieb geschenkt

O wenn dir Gott ein Lieb
geschenkt, Behalt` es treu im
Herzen, Und was dich quält und was
dich kränkt, Mit ihr kannst du`s
verschmerzen; Es schwindet jedes Leid
der Welt, We
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Schon eine frühe Lerche schwang

Schon eine frühe Lerche schwang Sich
auf trotz Schnee und Kälte Und sang
voll Klang den Frühlingsdrang, Von dem
das Herz ihr schwellte. Sie sang so
lang, bis selbst die So
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Sein Traum sah blühn und glühn die Rose

Sein Traum sah blühn und glühn die
Rose, Des Frühlings bunten
Weihnachtsbaum — Als eine
Lenzapotheose Von einer Jugend
Göttertraum. Von Liebe träumt` er
und von Wonne,
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So sei es denn! die träge Feier

So sei es denn! die träge
Feier Durchbrech` ich mit gewalt`ger
Faust, Der Schleier fällt, es klingt
die Leier, Und neues Leben mich
umbraust. So laß mich einmal noch
erwar
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Und doch ists schmählich, so zu enden

Und doch ist`s schmählich, so zu
enden, Als ob du nie gewesen
seist, Wolan, du kannst es jetzt noch
wenden, Auf, auf noch einmal, kühn und
dreist! Du hast noch Hoffnung, ha
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Und haben die Andern das Rechte gesagt

Und haben die Andern das Rechte
gesagt Mit ihren Jubelakkorden, So sei
es Gott im Himmel geklagt Das
Schicksal, das mir geworden. Daß es
mein Herze nimmer verstand, I
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Und hat dich ein treulos blauäugig Kind

Und hat dich ein treulos blauäugig
Kind Verlaßen um einen Andern, So
pack` das Leid zu den Strümpfen
geschwind Und gehe geschwind auf`s
Wandern. Und trinke gut und füll`
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Und in den allerschlimmsten Nöten

Und in den allerschlimmsten
Nöten Bleibt ihm Ein Trost, Ein fester
Hort: Den Dichter selber könnt ihr
töten, Jedoch es bleibt und treibt
sein Wort. Es bleibt in urgewalt`g
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Und prunket der Wald in grüner Pracht

Und prunket der Wald in grüner
Pracht Und schlagen die
Nachtigallen, Es kommt über Nacht, es
kommt über Nacht Ein Frost und die
Blätter fallen. Und hast du so lange
gelie
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Und wenn es Gott nicht anders will

Und wenn es Gott nicht anders will Und
muß es denn geschehen, Wolan, so laß
mich stumm und still Aus deinen Armen
gehen. Und sage mir kein
Abschiedswort Und wein` au
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Unheimlich ächzt es durch den Wind

Unheimlich ächzt es durch den
Wind, Die Luft ist schaurig trüb und
kalt — Das ist die wilde Jagd, mein
Kind, Die nächtlich brauset durch den
Wald. Hörst du der Meute ge
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Von Allem was besteht und bestand

Von Allem was besteht und bestand Darf
Nichts zu Grunde gehen: Die Flamme,
hier unten ausgebrannt, Muß droben als
Stern erstehen. Des Mädchens seliger
Traum entschwirrt
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Was ist das Ziel, wonach auf Erden

Was ist das Ziel, wonach auf Erden Der
Dichter sehnt und strebt und irrt: Daß
Dichtung soll zur Wahrheit
werden, Dadurch, daß Wahrheit Dichtung
wird. Daß alle Herzen solle
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Wenn du am Weg eine Lilje schauest

Wenn du am Weg eine Lilje schauest, So
halt` das Antlitz abgewandt Und reiche
einem reinen Wesen Niemals die
schuldbefleckte Hand. Hast du`s
vergehen, wie du einstens
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Die Woge schläft, es schweigt das Meer

Wenn du ein Mädchen dein eigen
nennst, So halte sie treulich in
Wache Und wenn sie dich dennoch verrät
und verkauft, So schieße dich tot oder
lache. Die Woge schl
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Wenn eine arme schüchterne Taube

Wenn eine arme schüchterne Taube Die
Kugel getrieben aus sicherm
Versteck, So flattert sie ängstlich
mit blutendem Flügel An den
allerstillsten dunkelsten Fleck. Und
macht
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Wer hat sie geahnt, wer hat sie ergründet

Wer hat sie geahnt, wer hat sie
ergründet Die stille gewaltige
Zauberkraft, Wo hat es ein Sänger im
Liede verkündet, Was die Liebe, die
Liebe für Wunder schafft! Ist Lieb
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Wie sie weithinein in die Wellen höhnt

Wie sie weithinein in die Wellen
höhnt Die tückisch weiße
Klippe, Die gräßlich schäkernd der
Tod bekrönt Mit eines Schiffes
Gerippe. So wie ein Herz noch lange
nachher
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Wie undankbar sind doch die Leute

Wie undankbar sind doch die Leute, Wir
machen`s ihnen ja so leicht — Von dem
sie sagen, daß sie`s freute. Das ist
so einfach doch erreicht! Wenn Einer
Freunde sich erwerbe
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Wir hatten geschwelgt

Wir hatten geschwelgt In rasendem
Taumel Bis tief in die Nacht; Trunken,
betäubt schlief ich ein Und im Schlaf
noch Wälzt` ich mich umher auf dem
Lager Und weinte
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Wir schwammen über das weite Meer

Wir schwammen über das weite Meer, Die
Segel flatterten lose; Es schwieg der
Wind und am Steuerrad Stand läßig
gelehnt der Matrose. Die Wellen
atmeten sanft und sacht
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Wol haben mir einst die Rosen geblüht

Wol haben mir einst die Rosen
geblüht Und die Nachtigallen
gesungen, Wol sind mir im jugendlich
frischen Gemüt Die Glocken der Liebe
erklungen — O weh, was ich war und
was ich bi
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Wollte einst was Rechtes werden

Wollte einst was Rechtes werden, Doch
mein Vater sagt` es oft, Daß man nie
erreicht auf Erden, Was man wünscht
und was man hofft. Und mein Vater war
im Rechte; Wen`g
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Es war als ob aus Himmelsräumen

— Es war als ob aus
Himmelsräumen Mich andre Lüfte
angeweht, Mein ganzes Denken war ein
Träumen Und all mein Träumen ein
Gebet. Und doch wie Vieles, das ich
dachte,
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Seht, er erwacht, sein Blick ist heiter

— Seht, er erwacht, sein Blick ist
heiter, Ein Lächeln schmückt die
Stirn so bleich - Ein holder Traum war
sein Begleiter In Morfeus
märchenhaftem Reich. Träumt` er vie
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