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Gedichte - Novalis


Der Himmel war umzogen...

Der Himmel war umzogen, Es war so trüb
und schwül, Heiß kam der Wind
geflogen Und trieb sein seltsam
Spiel. Ich schlich in tiefem
Sinnen, Von stillem Gram verzehrt
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Der müde Fremdling ist verschwunden...

Der müde Fremdling ist
verschwunden Und hat dem Freunde Platz
gemacht, Der aus so vielen trüben
Stunden Ein treues Herz
davongebracht. Auf immer nun mit euch
verbunden, Von
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Die Liebe ging auf dunkler Bahn...

Die Liebe ging auf dunkler Bahn Vom
Monde nur erblickt, Das Schattenreich
war aufgetan Und seltsam
aufgeschmückt. Ein blauer Dunst
umschwebte sie Mit einem goldnen Ra
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Der Teufel

Ein loser Schalk, in dessen Beutel Es
just nicht allzu richtig stand, Und der
den Spruch, daß leider alles eitel Auf
unserm Runde ist, nur zu bestätigt
fand, Zog einst voll Spekula
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Die Quelle

Ein Sonett Murmle stiller, Quellchen,
durch den Hain, Hold durchflochten von
der Sonne Schimmer, Singe deine süßen
Lieder immer Sanft umdämmert von den
Frühlingsmai’n.
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Es färbte sich die Wiese grün...

Es färbte sich die Wiese grün Und um
die Hecken sah ich blühn, Tagtäglich
sah ich neue Kräuter, Mild war die
Luft, der Himmel heiter. Ich wußte
nicht, wie mir geschah, U
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Geistliche Lieder X. Es gibt so bange Zeiten

Es gibt so bange Zeiten, Es gibt so
trüben Mut, Wo alles sich von
weiten Gespenstisch zeigen tut. Es
schleichen wilde Schrecken So
ängstlich leise her, Und ti
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Geistliche Lieder II. Fern im Osten wird es helle

Fern im Osten wird es helle, Graue
Zeiten werden jung; Aus der lichten
Farbenquelle Einen langen tiefen
Trunk! Alter Sehnsucht heilige
Gewährung, Süße Lieb in göttlicher
V
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Eins nur ist, was der Mensch zu allen Zeiten gesuc

Freiberg, 11. Mai 1798 Eins nur ist,
was der Mensch zu allen Zeiten gesucht
hat;   Überall, bald auf den
Höhn, bald in dem Tiefsten der Welt
– Unter verschiedenen Namen –
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Gottlob! daß ich auf Erden bin...

Gottlob! daß ich auf Erden bin Und
Leib und Seele habe; Ich danke Gott in
meinem Sinn Für diese große
Gabe. Der Leib ist mir doch herzlich
lieb Trotz seiner Fehl un
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Walzer

Hinunter die Pfade des Lebens
gedreht Pausiert nicht, ich bitt euch so
lang es noch geht Drückt fester die
Mädchen ans klopfende Herz Ihr wißt ja
wie flüchtig ist Jugend und Scherz.
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Geistliche Lieder VII. Wenige wissen

Hymne Wenige wissen Das Geheimnis
der Liebe, Fühlen
Unersättlichkeit Und ewigen
Durst. Des Abendmahls Göttliche
Bedeutung Ist den Irdischen Sinnen Rä
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Geistliche Lieder IX. Ich sag es jedem, daß er le

Ich sag es jedem, daß er lebt Und
auferstanden ist, Daß er in unsrer
Mitte schwebt Und ewig bei uns
ist. Ich sag es jedem, jeder sagt Es
seinen Freunden gleich,
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Geistliche Lieder XV. Ich sehe dich in tausend Bil

Ich sehe dich in tausend
Bildern, Maria, lieblich
ausgedrückt, Doch keins von allen kann
dich schildern, Wie meine Seele dich
erblickt. Ich weiß nur, daß der
Welt Getümme
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Ich sehe dich in tausend Bildern

Ich sehe dich in tausend Bildern, Maria,
lieblich ausgedrückt, Doch keins von
allen kann dich schildern, Wie meine
Seele dich erblickt. Ich weiß nur,
daß der Welt Getümmel
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Geistliche Lieder XI. Ich weiß nicht, was ich suc

Ich weiß nicht, was ich suchen
könnte, Wär jenes liebe Wesen
mein, Wenn er mich seine Freude
nennte, Und bei mir wär, als wär ich
sein. So Viele gehn umher und suchen
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Elegie auf einen Kirchhof

Kirchhof, werter mir als
Goldpaläste, Werter einem jeden
Menschenfreund, Birgest manches Edlen
Überreste Aber auch wohl manchen
Tugendfeind. Trink die Tränen,
welche meine
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Die Kahnfahrt

Knaben, rudert geschwind, haltet den
raschen Takt; Jener Insel dort zu,
welche der Lenz bewohnt,   Wo die
Grazien tanzen     Bei
Apollos gefällgem Spiel. Seht
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Laßt die Libellen ziehn

Laßt die Libellen ziehn; unschuldige Fremdlinge sind es,
Folgen dem Doppelgestirn froh, mit Geschenken, hieher.
Die Quelle

Murmle stiller, Quellchen, durch den
Hain, Hold durchflochten von der Sonne
Schimmer, Singe deine süßen Lieder
immer Sanft umdämmert von den
Frühlingsmai`n. Philomele ruft Akk
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Hymnen an die Macht, 2.

Muß immer der Morgen
wiederkommen? Endet nie des Irdischen
Gewalt? Unselige Geschäftigkeit
verzehrt Den himmlischen Anflug der
Nacht. Wird nie der Liebe geheimes
Opfer Ewig brenn
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An meine Freunde

Sind wir denn hier das Spiel des
Glückes Das sich bald hier bald dorthin
neigt, Und liegen auf der Waage des
Geschickes, Die vorhin sank, nun
steigt? Und sollen immer denn Tyrann
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Geistliche Lieder IV. Unter tausend frohen Stunden

Unter tausend frohen Stunden, So im
Leben ich gefunden, Blieb nur eine mir
getreu; Eine wo in tausend
Schmerzen Ich erfuhr in meinem
Herzen, Wer für uns gestorben sei.
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Vergiß mein nicht

Vergiß mein nicht, wenn lokre kühle
Erde Dieß Herz einst dekt das zärtlich
für dich schlug Denk das es dort
vollkomner lieben werde, Als da voll
Schwachheit ichs vielleicht voll Fehler
tr
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An Adolph Selmnitz

Was paßt, das muß sich ründen, Was
sich versteht, sich finden, Was gut ist,
sich verbinden, Was liebt,
zusammensein. Was hindert, muß
entweichen, Was krumm ist, muß sich
gleic
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Geistliche Lieder I. Was wär ich ohne dich gewese

Was wär ich ohne dich gewesen? Was
würd ich ohne dich nicht sein? Zu
Furcht und Ängsten auserlesen Ständ
ich in weiter Welt allein. Nichts
wüßt ich sicher, was ich liebte,
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Geistliche Lieder VIII. Weinen muß ich, immer wei

Weinen muß ich, immer weinen: Möcht
er einmal nur erscheinen, Einmal nur
von Ferne mir. Heilge Wehmut! ewig
währen Meine Schmerzen, meine
Zähren; Gleich erstarren möcht i
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Hymne

Wenige wissen Das Geheimnis der
Liebe, Fühlen Unersättlichkeit Und
ewigen Durst. Des Abendmahls Göttliche
Bedeutung Ist den irdischen Sinnen
Rätsel; Aber wer jemals
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Geistliche Lieder VI. Wenn alle untreu werden

Wenn alle untreu werden, So bleib ich
dir doch treu; Daß Dankbarkeit auf
Erden Nicht ausgestorben sei. Für
mich umfing dich Leiden, Vergingst für
mich in Schmerz; Dr
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Geistliche Lieder V. Wenn ich ihn nur habe

Wenn ich ihn nur habe, Wenn er mein nur
ist, Wenn mein Herz bis hin zum
Grabe Seine Treue nie vergißt: Weiß
ich nichts von Leide, Fühle nichts,
als Andacht, Lieb und Freude
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Geistliche Lieder XIII. Wenn in bangen trüben Stu

Wenn in bangen trüben Stunden Unser
Herz beinah verzagt, Wenn von Krankheit
überwunden Angst in unserm Innern
nagt; Wir der Treugeliebten
denken, Wie sie Gram und Kummer dr
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Wenn nicht mehr Zahlen und Figuren

Wenn nicht mehr Zahlen und Figuren sind
Schlüssel aller Kreaturen wenn die, so
singen oder küssen, mehr als die
Tiefgelehrten wissen, wenn sich die Welt
ins freie Leben und in di
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Geistliche Lieder XIV. Wer einmal, Mutter, dich er

Wer einmal, Mutter, dich erblickt, Wird
vom Verderben nie bestrickt, Trennung
von dir muß ihn betrüben, Ewig wird
er dich brünstig lieben Und deiner
Huld Erinnerung Bleibt
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Geistliche Lieder III. Wer einsam sitzt in seiner

Wer einsam sitzt in seiner Kammer, Und
schwere, bittre Tränen weint, Wem nur
gefärbt von Not und Jammer Die
Nachbarschaft umher erscheint; Wer in
das Bild vergangner Zeiten
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Geschichte der Poesie

Wie die Erde voller Schönheit
blühte, Sanftumschleiert von dem
Rosenglanz Ihrer Jugend und noch
bräutlich glühte Aus der
Weihumarmung, die den Kranz Ihrer
unenthüllten Kindheit
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Geschichte der Poesie

Wie die Erde voller Schönheit
blühte, Sanftumschleiert von dem
Rosenglanz Ihrer Jugend und noch
bräutlich glühte Aus der Weihumarmung,
die den Kranz Ihrer unenthüllten
Kindheit raub
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Geistliche Lieder XII. Wo bleibst du Trost der gan

Wo bleibst du Trost der ganzen
Welt? Herberg ist dir schon längst
bestellt. Verlangend sieht ein jedes
dich, Und öffnet deinem Segen
sich. Geuß, Vater, ihn gewaltig aus,
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Die Erlen

Wo hier aus den felsichten Grüften Das
silberne Bächelchen rinnt, Umflattert
von scherzenden Lüften Des Maies die
Reize gewinnt, Um welche mein
Mädchen es liebt Da
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Die Erlen

Wo hier aus den felsichten Grüften Das
silberne Bächelchen rinnt, Umflattert
von scherzenden Lüften Des Maies die
Reize gewinnt, Um welche mein Mädchen
es liebt Das Mäd
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Gedicht zum 29. April

Zum 29. April, dem Tage des
Gartenkaufs In diesem Saeculo im
Jahre Siebenneunzig Starb hier ein
Advokat, in seiner Rasse einzig, In
praxi wohlgeübt ein Phönix seltner
Art,
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