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Gedichte - Paul Fleming

An Anna aus der Ferne

Aurora, schlummre noch an deines Liebsten Brust,
es ist der tiefen Nacht kein Morgen noch bewußt.
Diana führt die Sternen
noch höher in die Luft,
will weiter von mir ... weiterlesen


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Daß er habe unbillig getan

Daß er habe unbillig getan, indem er ihm
vorgesetzt, sie in zweien Tagen nicht zu besuchen


Ich dachte, laß doch sehn, was denn die Liebe kan,
wiewol sie sich noch ... weiterlesen


An Elsabe

Es ist umsonst, das Klagen,
Das du um mich
Und ich um dich,
Wir umeinander tragen.
Sie ist umsonst, die harte Pein,
Mit der wir itzt umfangen sein.

Laß das ... weiterlesen


An seine Boten

Geht, ihr meine Tränen, geht
und erweichet der ihr Herze,
die wie eine Klippe steht,
unbewegt von meinem Schmerze,
die das, was mein Herze bricht,
sieht und wills doch ... weiterlesen


Gedanken über der Zeit

Ihr lebet in der Zeit und kennt doch keine Zeit;
so wißt, ihr Menschen, nicht von und in was ihr seid.
Diß wißt ihr, daß ihr seid in einer Zeit geboren
und daß ihr werdet auch ... weiterlesen


Er redet der Liebsten Augen an, die er umfinge

Ihr seid es, die ihr mir die meinen machet blind,
ihr lichten Spiegel ihr, da ich die ganzen Schmerzen
leibhaftig kan besehn von mein und ihrem Herzen.
Ihr Werkstat, da die Gunst ... weiterlesen


An Deutschland

Ja, Mutter, es ist wahr: ich habe diese Zeit,
Die Jugend, mehr als faul und übel angewendet.
Ich hab es nicht getan, wie ich mich dir verpfändet.
So lange bin ich aus, und denke ... weiterlesen


An die Liebste

Laß uns blühen, wie wir blühn,
Eh der Winter welker Haare
Dir die goldgemengten Haare
Wird mit Silber überziehn,
Eh mir dieser Mund erblasset,
Der dann haßt und wird gehasset.


Wie er wolle geküsset seyn

Nirgends hin / als auff den Mund /
da sinckts in deß Hertzens Grund.
Nicht zu frey / nicht zu gezwungen /
nicht mit gar zu fauler Zungen.

Nicht zu wenig / nicht zu ... weiterlesen


An sich

Sei dennoch unverzagt! Gib dennoch unverloren!
Weich keinem Glücke nicht, steh höher als der Neid,
vergnüge dich an dir und acht es für kein Leid,
hat sich gleich wider dich ... weiterlesen


Als sie sich im Schnee erlüstirete.

Spiel immer, wie du tust, doch denke diß darbei,
daß unter diesem Scherz auch etwas Ernstlichs sei!
Du übertriffst, mein Lieb, des liechten Schnees Brauch:
so viel du weißer ... weiterlesen


Er redet ihre Halsperlen an

Was bildet ihr euch ein, ihr Muscheltöchter ihr?
Vermeint ihr, daß mein Lieb euch trägt zu ihrer Zier?
Nein, darum trägt sie euch, darmit ihr selbsten schaut,
wie viel ihr ... weiterlesen


Über eine Leiche

Wer jung stirbt, der stirbt wol. Wen Gott zu lieben pflegt,
der wird in seiner Blüt` in frischen Sand gelegt.
Der Tod hält gleiches Recht. Wer hundertjährig stirbet,
verweset ja ... weiterlesen



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