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Gedichte - Peter Auzinger


Gedankenspäne

        Liebe, du
Perle des Daseins,      
  Geschenk aus dem himmlischen
Reich,         Wie
machst du oft namenlos glücklich, &
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Nach 1866

(Bei Verleihung einer
Tapferkeitsmedaille.) Ein ernstes
Wort in unsern ernsten Zeiten Sei dem
Beginn des Festes nun geweiht, Deß
tiefer Sinn, deß trauriges
Bedeuten Wohl Ke
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König Max II.

(Epilog) Ernst ist die Zeit. Vom
Schicksal schwer getroffen Und tief
erschüttert ist der Bayern Herz; In
Trauer eingehüllt, mit Schmerz und
Hoffen Blickt jedes Auge thräne
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Zum Rhein

(Juli 1870) Zum Rheine, zum Rhein! so
tönet`s im Land, Die Fackel des
Krieges ist wieder entbrannt; Der alte
Vernichter von Wohlstand und Glück, Er
warf nach dem Rheine den
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Deutschland 1870, 1871

(Männerchor) Frisch auf, ihr
Deutschen! zu Kampf und Strauß, Der
gallische Hahn ruft uns heraus; Mit
giftgeschwängerter Lüsternheit Brach
er vom Zaun den wilden Streit.
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Stiftungsfest

(Männerchor) Meid gegrüßt, ihr
Lieben Alle, Die das Fest
herbeigeführt! Tön` begeistert durch
die Halle Deutsches Lied, das Herzen
rührt! Schweres, was die Zeit
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Das erste deutsche Theater in Metz

(Prolog.) Als ruht die Schlacht. —
Die Kriegstrompeten schweigen Mit
tiefstem Schmerze schweift ein
Trauerblick Auf blutgetränkte Felder,
die sich zeigen; Und führet jün
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Des Liedes Preis

(Quartett mit
Soli.) Quartett: Willkommen, ihr
Freunde, in traulicher Stund`, Ihr
Sangesgenossen, Willkommen! Nun lasset
erklingen aus Herzensgrund Das Lied un
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An die Schauspielkunst

1. Schauspielkunst! edle, erhabene!
Himmlische Reinheit Thront auf der
leuchtenden Stirne, dich ewig
verjüngend Selber frei, wirst du stets
heben zur geistigen Freiheit, Tr
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Auf da Eisn‘boh‘

A Bauer steigt in d` Eis`nboh`, `Für
Frauen` — steht am Thürl dro`: `Ob
D` rausgehst,` schreit da
Kondukteur, `Aus`n Frau`nkoufte, da
g`hörst net her!` — ``J mog mt;``
sagt da
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‘s Standesamt

A Burgamoasta draust am Land, Hat Gmoa`
z`sammkema lass`n, Und red`t da übers
Standesamt, Daß Bauern leichta
faß`n: Von neua Reichsg`setz habt`s
schon g`hört, Da steht, so
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Da oanzige Fehla

A Dirn — sagt d’ Stasl, frisch und
keck, Dees bin i, schaugts mi’
o’! Mi’ g’freut mei’ Leb’n,
ob d’ Sunna scheint, Ob bei da Nacht
da Mo’; I hon aa ‘s Herz am r
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A G’moa’huat

A G’moa’steg über an Waldbach is A
mal recht runtakema; Da muaß da
Burgamoasta naus Und muaß an
Aug’nschei’ nehma, — Und wira
grod so übalegt, Was dee Sach kost
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A Jagdvognüagn

A Herr vo Münga roast auf d`Jagd
— Er hätt` halt gern a Gams dafragt
— In a schiachs G`wänd, selm is a
nei`, Da Iaga mit, dees muaß so sei`.
— Der stellt`n o` und sagt zum
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Umg’schnitt’n

A Stadtherr, der schier alle Jahr Bein
Dax’nbauern zuakehrt war, Dem fallt
‘s a mal halt wieda ei’, Drum geht
a in den Baurnhof ‘nei’. Da steht a
Büawei in da Stub’n
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‘s Zitherng‘spiel

A Zitherng`spiel is so viel fein In
Brust klingts oan` ganz hoamli `nein;
Und `s Herz, dees fangt zum fiebern
o`, Als obs a Soat`n waar davo`; Drum
moan i, schau, dees Zitherng`sp
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Das Denkmal auf dem Niederwald

Als Zwietracht noch die deutschen
Stämme trennte Und ihre Kraft in jener
Fesseln lag, Wer glaubte da, daß er
noch sagen könnte: „Die Nacht ist
um, es kommt der helle Tag!` Und d
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A’ Nachtschicht

Am Land dräust, wia a Jeda
woaß, Beleucht’n s gar net
gern, Und bal’ net grod a Mo’schei
is, Na’ hab’n s’ fei’ koa’
Latern, — So geht aa bei
stockfinst’ra Nacht
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Heimkehr

Am Wanderer ziehet die Straße
entlang, Das Herz schlägt ihm freudig
und wieder so bang, Er zählet die
Schritte in eilender Hast; Denn, was er
ereilet, ihm gönnt es nicht Rast. Ei
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‘s Hoamweh

An` Deandl vo` recht arme Leut San d`
Eltern all zwoa g`storb`n bei Zeit Und
Gmoa` muaß `s aufziag`n; dees is
hart, Die bös`n Wort wer`n da net
g`spart. So oft`s was braucht der ar
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Der Pilot

Auf mächtig bewegtem und brausendem
Meere, Da schaukeln die grollenden
Wellen das Schiff, Schwer ist zu
erspähen die richtige Fähre, Die
Tiefe, sie birgt manch gefährlichen
Riff.
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Da Preuß z‘Partenkirchen

Auf Part`nkirch`n kimmt a Preuß Und
auf da Post drinn laart er oo`; A
Menge Kufa, Kist`n, Schacht`ln Dees
raamas Alls von Stellwag`n roo`. Da
Posthalta — da Alt war`s no` —
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Verloren

Auf rauhem Fels, dem Meeresgrund
entstiegen, Um den die Flut mit wildem
Brausen spielt, Ruht ernst ein Mann;
auf seinen bleichen Zügen Malt sich
der Gram, der ihm die Brust durchwühlt.

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Kampflust

Auf! hinaus in`s freie Leben, In das
wilde Schlachtgetös`. Wem ein
deutsches Herz gegeben Fürchte nichts
und opf`re es; Laßt die
Kriegstrompeten tönen, Wollt` nicht
Ruh` d
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Auf dem Kesselberge

Beim Anblicke des Walchen- und
Kochel-See`s. Freundlich und ernst,
zwei tief in das Leben greifende
Pole! Nennest das Eine du lieb, zieht
dich das Andere an: So diese beiden.
Stimme
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Maienlust

Chor: Der Mai ist da! der holde
Mai! Fort ist des Winters Qual; Da
zieht in`s frohe Menschenherz Ein
lichter Sonnenstrahl. Wie Lerchenjubel
schallt`s empor: „
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A’ Ochs’nhandl

Daß unsane Pfarra da draußt’n am
Land, Aa Oekonomie ham, dees is ja
bikannt; Und so hat halt Oana zwoa
Ochs’n in Stall; Da handlt a Bauer
drum, scho’ etlismal; Und heunt
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Keglbuamschmerz’n

Dein Keglscheib’n springt Kug’l aus,
An Buam am Fuaß grud no’; „Au
weh’ mei’ Fuaß, o mei, o mci’!“
So fangt der ‘s Heanao’.
„„Da hast a Fufz’gerl, iat
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Bein’ Scheib’nschiaß’n

Dein Scheib’nschiaßat z’ Groanau
drinn, Da schaug i a mal zua, Dees war
a lusti’s Umatreib’n Und
Schütz’n geit’s grod
gnua. Viechdokta, Bauern, geistli
Herrn, Sc
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Das 700jährige Wittelsbacher-Jubiläum

Der ewige Geist, der Meere schuf und
Berg und Fluren, Der die Gestirne
setzt` mit allgewalt`ger Hand, Er gab
das höchste Kleinod seinen
Kreaturen: Es ist die Treue, ist die
Lieb` zum Heima
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Mimenlos

Der Mime wirkt: Begeisterung ergreift
die Menge; Das Publikum wiegt seinen
Liebling in dem Schoß — Da kommt der
Tod: und mit dem Künstler sinkt der
Lorbeer In Lethes düst`res Grab; —
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Das Gastmahl

Der Reichtum saß in seinem
Prunkgemache Und gab ein glänzend,
köstlich duftend Mahl; Damit der Witz
entsprudle und erwache, D`rum kreist
gar frisch der schäumende Pokal. Es
waren
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König Ludwig II., der Deutsche

Deutsche Treu` im
Königsherzen Bayernlandes höchster
Schatz: Laßt nicht von dem deutschen
Herzen, Treuer Bayern bester
Platz. Faßten Angst und
Schreckgestalten Manches sch
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Mag’nbitta

Die Bötin, dee bringt aus da Stadt A
Flasch’n, wo s’ was drinna hat, Und
d’ Bäuerin stellt’s as Kastl
‘nauf Und geht an ihm Arbat drauf.
— Da Bauer, der kimmt hoam auf
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Da Eh’stand

Die Eh’ is wia a’ Bleamistock, Da
muaßt fei’ draufschaug’n alli Tag;
— Dee Erd’, wo ‘s Bleami
Wurz’ln schlagt, Dees san zwoa Leut,
dee d’ Liab o’packt, Und ‘s
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Da Herr Graf

Die Kirchbäurin steht vorn Hans Und
wascht an Buttaküb’l aus; Auf’s
Haus zua limmt a Herr durch’s
G’möös, Kreuzsakra! denkt’s, wer
is iatz dees, An’ Hennahund und sun
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Heimliche Liebe

Die Nacht ist still; der Sterne
Heer Zieht hoch an dem Himmel
empor; Der Nixen Sang aus tiefem
Meer Rauscht auf zu des Sterblichen
Ohr. Die Wellen plaudern im friedlichen
Kreis,
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Da Schnackler

Du, ha Steffi, sag! Warum sag’n denn
d’ Leut, Ma’ werat mit vierz’g
Jahr erst a mal g’scheidt, Und na’
sollt’ ma’ Acht geb’n, wia da
Spruch deutli’ lehrt, Daß Oana an
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Haideröslein

Ein Haideröslein blüht allein So
ernst, so lieb und still Und selbst
dein goldigen Sonnenschein Vertraut es
nicht, was es will; — Nur träumend
sinnt`s und wiegt das Haupt
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An alt’n Krama sei’ Abschiedslehr

Ei’rucka muaß da Kramasuhn Und
richt’t sei’ Packl her; — Da Alt,
der stellt fi’ für eam
hi’, Geit’ eam a n’
Abschiedslehr: — „Balst
nei’kimmst zu da Milidär,
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Gemütlichkeit

Erhab`ner Sinn flößt Achtung
ein, Bewunderung die Stärke; Die
Kunst, sie drängt Verehrung
ab Beschaut man ihre Werke. Die
Strenge schüchtert meistens ein Und
bringet Furc
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Der Natur Tagewerk

Erwachen. Wie bist du erhaben, du
herrliche Welt! Ei, laß uns dein
Schönes genießen! Die duftigen Blumen
auf Fluren und Feld, Die munteren
Vöglein dich grüßen. S
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Maiglöcklein

Es blühet ein Blümlein im
Walde, Geschmückt mit der Unschuld
Kleid, Und kündet mit wonnigem
Athem Die nahende Frühlingszeit. Es
flüstern die Zweige, die Vögelein
leis`:
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Da z’widaste Mensch

Es is was Alt’s, wir wissen ‘s
scho’, Wia ‘s drauß am Land halt
is: Für ‘n Bauern is da z’widast
Mensch Da Steuerbot’ ganz
g’wiß. Vua, der bal’ timmt, der is
Nix
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Goldrige Hochzeit

Es is was b`sunders Schöns im
Leb`n, Zwoa alte, brave Leut, Die
fufzig Jahr All`s theil`n mit`nand, Die
guat und schlechte Zeit. — A große
Liab g`hört wohl dazua Und oft
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Ein wandelnd Haus

Es ist ein Haus hienieden, Drinn wohnen
Zwei bequem; Der Eine unter`m
Dache, Der And`re unter dem. Es ist
Der unterm Dache Zur Arbeit wohl
bestellt, Er fördert viel de
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Verändert

Es wollt` ein Bursche wandern, Die Welt
ist ja so schön; Von einem Ort zum
andern, So will er sie beseh`n. Die
Thräne bitt`rer Schmerzen Aus
Liebchens Auge bricht; Un
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Maß der Freude

Fliehe den Jubel berauschender
Freuden, Drücke den Stempel
`Vergessen` darauf; Denn aus den
Freuden erwächst oft das Leiden, Das
dich verfolgt im unendlichen
Lauf. Jugend erheischt
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Akrostichon

Fortuna, herbei! Sei rüstig zur
Stunde! Rief Zeus, der gewaltige, von
seinem Thron; Alle ihr Götter,
vernehmet die Kunde: Nieder zur Erde
send` ich den Sohn. — Zeige Euterpe
ihm
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Liebeserklärung

Freudetrunken, froh im Wahne, Lebt der
Menschen frohe Schaar; Ich nur steh`
vor`m lecken Kahne, D`rauf mein Glück
geladen war. Und ich zähle meine
Schmerzen, Hab`s ertragen
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Neues Jahr

Herüber ist das alte Jahr, Zu Grab`
wird es getragen Und mit der Glocke
nächsten: Ton Wird uns ein neues
schlagen. Was dieses Alte uns
gebar, Wohl Jeder hat`s empfunden;
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Auf dem Wittelsbach

Hoiho! Hoiho! Die See geht hoch! Der
Steuermann am Rad Blickt kühn hinaus
in das Gebraus — Gott, schenk ihm
Deine Gnad`! Seht ihr die schwarze
Wolke dräu`n? Hoiho! Matrose
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A passionirta Jaga

I Graseck da is a Fremda drinn, Der
sitzt beim Förschta dort Und schmaatzt
halt über d` Jagerei Und führt dees
große Wort. — Auf oamal steht da
Förschta auf Ziagt`s Per
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Sängers Liebe

Ich bin ein armer Sängersmann, Allein
im großen Lebenskahn; Das Einz`ge, was
mir noch verblieb, Ist meine Zither und
mein Lieb`. Du lieber Engel! dir
allein Soll all` mein S
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Der Räuber

Im finstern Wald, im tiefsten Haine, Da
sitzt ein Jüngling
geisterbleich, Gestützt die Hand auf
Felsgesteine, So blickt er trüb in`s
Sternenreich, Und sucht, was er schon
lang ent
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Da Kaschba vo’ Boarisch-Zell in da Predi

In Boarisch-Zell predigt a Kapazina, Da
Kaschba is aar in da Kircha drinna Und
luust halt, was der da drob’n
fürbringa thuat, Denn dees is scho’
g’sagt wor’n, der macht sei’ Sach
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Zigarrnspitzln

In Herrnstübei, in Wirthshaus
drunt`n Hab`n heunt viel Herrn si`
z`sammag`fund`n, Da singans und zwoa
spiel`n Guitarr`n, Die Meist`n raachan
aa Zigarrn. — Am Tisch, da hab`ns a
Sc
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Bein’ Kreuzgang

In Lanks, wenn d’ Acker san all’
b’stellt, Da geht ma’ mit’n Kreuz
auf’s Feld Und thuat für’s
Troad’ an Seg’n dabitt’n. Da
Kaplo’ geht in der Mitt’n, Dee Man
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A’ guat’s G’schäft

In Münga bei’n Oktobafest, Da is da
Mich’! aa drinn g’west; Geht
umanand, macht seine Aug’n Und
schaugt, no, wia halt Bau’rnleut’
schaug’n. So kimmt a an a’ Glosthü
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Da Platt’n-Peta

Ins Wirthshaus kimmt da Peta
nei’, Der hat — nix Mas sixt net
glei’ — A hoche Stirn bis noo
in’s Gnack; Drum ziag’n ihn
Bursch’n auf allwei’: „He! Peta!
Hock Di’
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Wia da Hansei von Kriag vazählt

Ja, selm anna siebazge, selm hats keiff
kracht, Woaßt scho’, wia ‘s da
geht; mir ham aa nimma g’lacht; Aba
g’schoss’n und g’haut is wor’n,
dees war a Leb’n — Graafft hab
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Da Zeug’n

Kranzler, sagt da Präsident, Ihr
wart’s Zeug’ der
Schlägerei? „Freili’, freili’,
sagt da Kranzla, „I’ ho’ ‘s
g’seg’n, war selm dabei.“ Nun,
wie ist’s denn
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Einer Künstlerin

Kunst sei wahres frisches
Leben, Sprache, die zum Herzen
spricht, Sei das göttlich` reine
Streben, Dem die Wahrheit nie
gebricht. Wenn die Darstellung
entschwindet, Uns`re Br
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Moderne Kunst

Moderne Kunst` gibts jetzt auf jedem
Gebiet, Theater, Malerei und Musik. O
Göttliche! Zeig, nicht verstimmt dein
Gemüt, Und schau es nicht mit grimmem
Blick; Kein Hauch trübt daro
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Mahnung

Nebelbilder, Traumgestalten Gaukeln
heiter vor uns her, In der Jugend
frohes Walten Schaut nur Glück — ein
ganzes Meer. Willst du haschen die
Gebilde Kinder eines falschen
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1866

Nehmt Gott zum Gruß! ihr braven
tapferen Helden, Ihr echten Söhne
Bayerns, Gott zum Gruß! Ein Dankgebet
dem Lenker aller Welten, Daß er uns
gönnt des Wiederseh`ns Genuß. Aus de
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Üble Laune

O Poetlein Armes Wesen! Schuf zur
Strafe dich dein Gott? Bist du wirklich
auserlesen Zu des eig`nen Denkens
Spott? Würmlein du! im Staub
geboren, Wähnest Flügel dir am Leib
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Der Weihnachtsabend

Schnee bedecket Flur und Dächer, Kalt
und schaurig weht der Wind. Einsam auf
der Straße wandern Eine Mutter und ihr
Kind. Aermlich sind sie
ausgestattet, Beide schüttelt Wi
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Das Röslein

Träumend ging ich durch die Auen; Und
von düst`rem Ernst umgeben Schwand mir
Hoffnung und Vertrauen, Daß mich Lust
soll noch umschweben.    
Traf so einen kleinen Garten
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Das Glück

Vom Glück träumt das Kind, Das das
Leid kaum empfindet, Und der Traum
zerrinnt, Die Jugend entschwindet.
— Es kommen die reiferen Jahre, Die
Sorgen reich entsteh`n,
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‘s Maiglöckerl

Von alle Bleamin, die i kenn, Win ma`
`s aa hoaßt und nennt, Bin i am
allermeisten no` In `s Maiglöckerl
vabrennt. `s is vo` dee schönsten
Bleamin oans, Blüaht b`scheid`n
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Boshafti

Vota! I ho’ was
z’sammg’studiert! Sagt ‘s
Büawei; I ho’s z’naachst
probiert, Wia daß ma’ d’
Stodtfrack irgern ko’ Und ko’ Dir
dengerscht koana o’. — Da stel
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Mein Ludwig

Warum hab` ich Dich verloren? Kind! Was
fliehest Du die Welt? Hat man Dir, noch
kaum geboren, Ihre Leiden schon
erzählt? Gönn`st Du`s nicht dem
Vaterherzen, Daß es
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Bei’n Kumpanie-Rapport

Weil da Hans Steiner als Soldat D’
Erlaubniß übaschritt’n hat, Muaß a
zum Kumpanie-Rapport; Da steht a halt
bei’n Hauptmann dort: „Sie hab’n
bis zwölf Erlanbniß g’ha
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Gefährten des Lebens

Wem Schmerz nie in der Brust
gewühlt, Wer noch kein bitt`res Weh
gefühlt, Deß` Lippen keine Klag`
entfloh`, Der wird auch nie von Herzen
froh! Ist Einer, der sich rühmen kann,
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Erinnerung an Sedan

Wem sind sie nicht bekannt die schweren
Zeiten, Als Frevelmut uns zu den Waffen
rief; Es galt die Ehre, galt für`s
Recht zu streiten, Das fühlte der
Germane ernst und tief. — Da
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Einer Freundin ins Stammbuch

Wenn eitle Gecken mit gelernten
Phrasen Umtänzeln Dich, von Hochmut
aufgeblasen, Von Deiner Schönheit —
ihrer Liebe sprechen Und Dich
versichern, daß ihr Herz wird
brechen, Wenn
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Weinlied

Wenn ich des Abends ruhend sitze Und
bei dem Saft der Reben schwitze; Wenn
ich im Herzen fühl` die Kraft, Die mir
das Blut der Traube schafft, Dann muß
ich auf zum Rebenschöpfer s
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Am Hochzeitstage

Wenn sich edle Herzen finden Um für`s
Leben sich zu binden, Kommen alle
Wahlverwandten: Vetter, Basen, Onkel,
Tanten, Und was sonst sich mag
begegnen, Um zu wünschen und zu
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Zwoa schöne Ding

Wia ‘s Schicksal d’ Mensch’n
z’sammaführt, Und wia sie ‘s wieda
trennt — Dees is ja scho’ a’n
alte G’schicht, Die Jeder von uns
kennt- Wia d’ Liab oft einkehrt b
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Ein Traumbild

Wie die Schwalbe, frei von
Qualen, Durch den Hauch der Lüfte
schwirrt, Muß der Geist sein Bild sich
malen, Freiheit ihm zuerst
gebührt. Also sich ein Jüngling
dachte,
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An Charlotte

Wie Sonnenstrahlen das Gefild Mit
schön`rem Glanz umgeben, So ist ein
liebes Frauenbild Ein Sonnenstrahl im
Leben. — Dich aber sandte Gott zu
Thal, Den Menschen all zur Won
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An Klara

Wie wäre doch öde die herrliche
Welt, Von Sternen und Sonnen
durchschwärmt, Wenn sie nicht des
Menschen Geist erhellt, Des Menschen
Herz sie erwärmt. — Die Gottheit
aber, gewal
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Am Kirta

Will is ‘s denn z’naachst am Kirta
g’we’n? So fragt da Sepp an
Hans. Ah, sagt da Hans, Bua, da war
‘s scho“ All’sz’samm war da
beim Tanz Und Rausch’ hat ‘s geb’
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Zu spät

Zu spät! wie winzig klein die beiden
Worte, Und doch wie inhaltsschwer und
schreckenreich; Sie sind des Leid`s und
herbsten Schmerzes Pforte Und machen
Augen trüb und Wangen bleich.
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A richti‘s Kind

Zum Maxlbauern kimmt auf B`suach, Weil
Kindstaaf g`wes`n is, Die
Schradlbäuerin,  und bringt halt
A Weisat, dees is g`wiß. — Sie is
no` bei koan` Weisat g`wen, Ha
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Dee neua Stiefi

`Auf Jackl!` schreit da Bauer an
Knecht, `Hörst `s Betläut`n`) Du
net? `Ja Herrgott, flackt der Klaachl
gar `Mit dee Stiefi drinn im Bett! `So
Ebbas hon i no` net g`seg`n; `
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A große Zech

`Mellnerin, zahl`n!` so schreit da
Hias, `Geh, mach a wengerl
frisch!` Und drahdlt an Geldbeutl
ausanand Und haut`n nei` am Tisch.
— ``Glei!`` schreit dee Oa`, schenkt
aba z`erscht
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Dee truckan Nebeln

`Wia werd denn `s Wetta Roath`nhams,
Bleibt`s ebbat do` wohl schö`?` `A
freili,`` sagt da Roath`nhans,
``Möcht`s leicht auf d` Olma geh`?``
`Die Wolk`n aba in dee Berg,
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Einem Freunde zur Vermählungsfeier

„Als prüfe, wer sich ewig
bindet „Ob sich das Herz zum Herzen
findet!` Wenn verstummen alle
Lieder Hallen diese Worte
wieder. Liebe spendet Fried` und
Freuden, Ist ein Tr
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A’ Deixlsinstrament

„Du Hansel, laaf zum Schulg’hilf
noo’ Und sag’, es is a’
Gesellschaft doo, Er soll glei’
kemma, mir woll’n singa Und soll
sei’ Bilontschell mitbringa!“ So
schafft a
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Da neue Dokta

„Du Schmied, da neu’ Dokta, ha, dees
is a Mo’, „Da sixt, wia dees
schö’ is, bal Oana was ko’; —
„Den stoa’alt’n Darfmoar hot a
kuriert, „A Mo’ mit neunz’g Jahr
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D’ Uebafahrt

„Hoorrupfa-Dama! übafühm! „Mir
möchtn no’ auf Kochl nei’!“ So
schreit in Schleadorf drinn a
Pfarra, Der is mit an Kolleg’n heunt
rei’. ‘s is Sunnta g’wen und men
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Der Freundin

„Ich habe Dich lieb und denke
Dein!` Wie heller, goldiger
Sonnenschein, Wie Maienglöcklein,
duftig erblüht, Erquickt Deine Seele
— Dein zartes Gemüt. Die
Freundschaft, die Dic
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Z’ voreili’

„Mei’,“ sagt da Oa’, „wia dees
sei’ ko’. „Da Hacklbauer, der
junge Mo’, „Muaß sterb’n; ‘s
is trauri’; Bua, da
seit’s, „Für’s Wei’ und Kinda
is ‘s a Kre
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A g’spaßige Pürsch

„Sikra, sakra, grod kunnt’st
berscht’n, „All’s geht denggisch
heunt und lax!“ Schimpft da Inga
‘nel’ in d’
Wirthsstub’n; „Na, iatz werd ‘s
ma dengerst z’ waar!
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Des Liedes Reise und sein Heim

„Wach auf, o Lied! und rüste dich zur
Reise!` So rief der Geist, dem dieses
unterthan: „Durchzieh` die Länder in
dem Erdenkreise, „Durchbrich die
Schranken all` auf deiner Bahn!
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A Robla

„Wer hat a Schneid, wer traut si’
her? „Z’ groß is ma koana net!“
So rebellt rum da Kea’la-Lenz,
„Vom Fercht’n is koa’
Red!“ „„Geh,“„ spott’
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