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Gedichte - Rosa Maria Assing

Abendlüfte

    In der Silberpappel wehen
Abendlüfte mild, und kosen
Bald mit kleinen Wiesenblümchen,
Bald mit der halboffnen Rose,

    Auf des Baches ... weiterlesen
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Das seltene Blümlein

    O Mädchen, sprich, was suchest du
Wohl auf der duft`gen Au?
Ich sah der Blumen mancherlei.
Die glänzen schon im Thau.

    Doch gehest ... weiterlesen Volksmähr

    Zu Straßburg an dem Katzensteg
Wohnt` einst `ne schöne Frau.
Ihr Eheherr ein Schuster was,
Der gem beim Wein im Bären saß.
    Miau, Miau, ... weiterlesen Genrebilder

1.

Am Hochzeitsmorgen.

Heut` geht es zum Altare,
Gottlob! nun werd` ich frei;
Ein Ja! und dieses endet
Die trübe Sklaverei,

... weiterlesen Die Ahnenbilder sehn hernieder

1.

Die Ahnenbilder sehn hernieder
Auf mich im düstern Waffensaal
So kalt und stumm; ob sie wohl ahnen
Des Herzens tief verschwiegne Qual?

Du, ... weiterlesen Drei süddeutsche Lieder

1.

Du hast ja versprochen:
Im Mai über`s Jahr
Dann führst du mich,
Trauter, Als Braut zum Altar!

Der Mai ist vergangen,
Der Sommer ... weiterlesen Des Seemanns Braut

1.

Horch, Meta, horch, Kanonen dröhnen,
Im Hafen laufen Schiffe ein.
Schon wieder! O wie schlägt mein Herze,
O möcht` es doch der Liebste seyn!
... weiterlesen Distichen

1.

Nennen sollt` ich ihn euch, zu dem ich in Liebe mich wende?
Wahrlich, viel ist`s begehrt; nenn` ich mir selber ihn kaum!

2.

Immerhin wiss es ... weiterlesen Die Wahrsagerin

1.

Siehst du in polnischer Tracht dort den Herrn?
Seine Geheimnisse wüßte ich gem.

Schon streift den Handschuh er ab von der Hand,
Was sie dir kündet, ... weiterlesen Gedichte aus Juliens Nachlaß

1.

Viel hör` ich von der reichen Braut
Und ihrem Glück erzählen.
Der Bräutigam beschenkte sie
Mit Perlen und Juwelen.

Die Mutter kauft das ... weiterlesen Angst und Beruhigung

1.

Wie ängstlich, ach, toben die Stürme,
Die Nacht ist so finster und kalt,
Der Regen ergießt sich in Strömen,
Gepeitscht von des Windes Gewalt.

... weiterlesen Auf mein früh gestorbenes Kind

1.

Wir sahn entzückt aus unsrer Liebe Feuer
Sich zwischen uns ein Flämmchen rein erheben
In des geliebten süßen Kindes leben;
Und uns begann des höchsten ... weiterlesen Beim Feste

1.

Wohl hatte recht der weise Mann:
Viel schöner ist`s allein
Im stillen Thal, im grünen Wald
Mit dem Geliebten seyn.

Doch treffen wir uns auch ... weiterlesen Gedichte nach dem Altfranzösischen der Klotilde d

1.
Rondeau.  Als sie ihren Geliebten das erstemal gesehen hatte einen jungen Wolf führend.

`Des Wolfes wegen geh` ja nicht alleine!`
So hört` ich öfters meine ... weiterlesen Am Neujahrstage 1828,

als ich eine aufgeblühte Rose an meinem
Rosenstocke fand.

Wie bist du unter Schnee und Eise
Im kalten Winter hold erblüht,
Du Sommerkind, deß lichte Farbe ... weiterlesen An Johanna Steinheim

An Johanna Steinheim mit einem ausgeschnitte-
nen Elfenwagen zu ihrem Geburtstage
dem 13 October 1839.

Ein wunderbares reges Leben
Belebte diese Nacht den Wald, ... weiterlesen Die Flüsse

An Julie.
Kindheit.
Schaukelnd entgleitet der Kahn auf sanften, murmelnden Wellen,
Ach, wir sehen zu spät, wie sie so lieblich sind, ein!

Freude.
Nur der ... weiterlesen Rückblick

Bin nicht mehr, was ich früher war,
Und kann es wohl nicht zweimal werden;
Mein Jugendglanz, mein Sommer klar
Entsprang durch`s Fenster von der Erden.
Dir, Amor, ... weiterlesen Frühling

Bräutlich geschmückt seh` ich umstrahlt von Segen
In vollem Frühlingsglanz die Erde prangen;
Von Liebeshauch und hellem Licht umfangen,
Erglühet Blumenschmelz auf allen ... weiterlesen Sonett

Das Herz, mit Phantasie im Bunde, fliehet
Zu dir, mit Reben schön umkränzter Strand!
Was ist es, das mit unsichtbarer Hand
Mich stets zu deinen schönen Ufern ziehet?
... weiterlesen Romanze

Das Mädchen.

Mutter! Mutter! lieblich blühen
Bunte Blumen, herrlich prangen
Sie im hellen Sonnenglanze, —
Laß mich, Mutter, in den Garten!

... weiterlesen An Assing

Den 6 April 1825.

Veilchen, zarte Frühlingskinder,
Hast du heute mir gebracht,
Mir gepflückt zur Frühlingsgabe,
Liebend mein dabei gedacht.

... weiterlesen Lied

Du gingst dahin zu Lust und Spiel,
Dein Mädchen blieb allein,
Du denkst nicht mein dort im Gewühl,
Ich denke immer dein.

Du hörest dort im hellen Saal
... weiterlesen Wiedersehen

Du warst meinen Blicken entschwunden,
Die Monde schnell kommen und gehn,
Viel flossen der Wellen zum Meere,
Seit ich dich nicht wiedergesehn.

Auf einmal stehest ... weiterlesen Ja und Nein

Ein sanftes Nein aus freundlich süßem Munde
Ist so voll Reiz, und will ich lieber hören
Dich sagen als ein Ja, das ich zur Stunde
Dir tadeln müßt` als all zu rasch ... weiterlesen Sonett

Es ist vorbei, es ist um uns geschehen!
Nicht könnt` uns Freiheit unser Volk erringen;
Zu feig zum Kampfe, ließ es sich bezwingen,
Statt kühn und mannhaft Feinde zu ... weiterlesen Rückblick

Es waren schwere Zeiten,
Die Welt bedränget hart,
Kein Lichtblick wollt` erhellen
Die trübe Gegenwart.

Den Menschen, schwer bedrücket
Durch ... weiterlesen Die Wallfahrer

Es ziehet nach Walldüren
Der Pilger fromme Schaar
Um Ablaß und zur Buße
Frohnleichnam jedes Jahr.

Mit lautem Bußgesange
Zieht ernst der Zug einher, ... weiterlesen Jahreszeiten der Liebe

Frühling.
Als uns im innersten Herzen die Liebe sich regte und keimte,
Sahen die Erde wir rings um uns mit Blumm geschmückt.

Sommer.
Als von der bebenden kippe ... weiterlesen Der Nachtwächter

Hört ihr Leute, laßt euch sagen,
Zwölfe hat die Glock` geschlagen!
Wer nicht ist in bösem Bund,
Fürchtet nicht die Geisterstund`!

Das Sprüchlein hab` ich ... weiterlesen Das seltene Haus

Ich geb` euch frohe Kunde
Von einem schönen Land,
Darin auf meiner Reise
Ein seltnes Haus ich fand.

Drin wohnt ein edler Singer
Mitsammt dem edeln ... weiterlesen Andenken

Ich kann der süßen Hoffnung nicht entsagen,
Dich hier im Leben einmal noch zu sehen!
Wenn sich in Fernen Phantasie`n ergehen,
So wollen sie dich liebend zu mir tragen.
... weiterlesen Sonett

Im Innern wollten Blumen schön erblühen,
Der jugendlichen Phantasie entsprossen;
Von keinem milden Himmelsthau begossen,
Mußt` ach! der schönste Farbenschmelz ... weiterlesen Wanderlied

In die Ferne zieht ein Wandrer
Leichten Sinns am Wanderstab,
Singt ein Wanderlied, dazwischen
Pflückt er sich manch Blümchen ab.

`Was du hinter dir gelassen, ... weiterlesen Die Mutter mit dem kranken Kinde

Komm`, ich will in`s frische Grün dich tragen,
In die laue, warme Frühlingsluft,
Daß sie stärke mit dem Blüthenduft
Dir das kleine Herz zu fernen Tagen!

... weiterlesen Abschied und Bündniß

Leise kam die Dämmerstunde,
Fand uns im Gespräch allein;
Still durch`s Grüne sah verstohlen
Nur der Mond zu uns herein.

Dir entströmten ernste Worte,
... weiterlesen Das Fräulein und der Fischer

Lieder des Fräuleins

1.

Mein Vater thront auf hohem Schloß
Im reich verzierten Saal,
Es beugen sich vor seinem Wink
Vasallen groß an Zahl.
... weiterlesen Lieder, die du einst gesungen

Lieder, die du einst gesungen
In deines süßen Lebens Glanze,
Nicht hast du sie zu einem Kranze
Mit lieben Händen selbst geschlungen.

Nun soll ich sie zum ... weiterlesen An***

Manches haben wir gesungen
In der frühen Jugendzeit,
Manches ist schon längst verklungen,
Manches uns noch jetzt erfreut,
In Sonetten, Assonanzen,
Wie`s die ... weiterlesen Am Hochzeitsmorgen

Mich preisen Alle glücklich,
Begrüßen froh mich heut`,
Die Tanten und Gespielen
Erscheinen hocherfreut.

Sie brachten Band und Spitzen
Und viel ... weiterlesen Madrigal

Nach dem Französischen des Bernard.

Aus dem Olymp floh jüngst der kleine Knabe,
Und in mein Herz hat sich der Schalk versteckt.
Drei Küsse bietet Venus dem zur Gabe, ... weiterlesen Legende

Nach Hans Sachs.

Daß unser Heiland, Herr Jesus Christ,
Oft weit und zu Fuß gewandert ist,
Das wissen wir aus manchen Legenden,
Die uns viel fromme Bücher ... weiterlesen Minnetrost

Nach so vielen trüben Hindernissen,
O Geliebter, werd` ich endlich dein!
Trüb von bangem Zweifelmuth zerrissen,
Zagt` ich oftmals: nimmer wird er mein!

Auf ... weiterlesen Meinem Bruder den 21 Februar 1806

Nur wenig hat mir das Geschick gegeben.
Mein Herz das höchste Lebensgut entbehret,
In dunkler Nacht verstießt mein junges Leben,
Wenn gleich mich innre heiße Gluth ... weiterlesen Auf einen verstorbenen Knaben

O du mein lieblicher Knabe!
Wie liefst du so froh einst im Wald,
Wie blühte im Kreis der Gespielen
So hold deine liebe Gestalt!


Du klettertest hoch in ... weiterlesen Sonett

O dürft` ich dir doch meine Sehnsucht sagen,
Mit welcher liebend ich mich zu dir wende!
Nein, sehnender schaut nicht die Sonnenwende
Nach Phöbus hin in glanzerfüllten ... weiterlesen Frühlingslied

O Frühlingszeit!
Wie machst du das Herze so groß und weit!
Wie regt sich Alles munter da drinnen,
Wie werden so wach und lebendig die Sinnen!
Es haben die süßen ... weiterlesen Gehorsam

O nimmer ahnte ich das süße Bangen,
Das hohe Glück, solch Brieflein zu empfangen,
Wie du mir, edle Frau, eins thätest senden!
Von Heil`gen las ich goldene Legenden,
... weiterlesen Das Schwesternpaar

Räthsel.

Schwester, willst du immer müßig bleiben,
Immer zusehn, wenn ich ganz allein
Mich stets mühe in der Arbeit Treiben,
Willst du stets dich nur der ... weiterlesen Verschliessung

Still verschlossen steht im Herzen,
Was mein Mund nicht zu dir spricht;
Ewig will geheim ich`s denken,
Dir es sagen kann ich nicht.

Kalt und ruhig kann ich ... weiterlesen Lied. Nach dem Französischen. (III)

Von meinem Ungetreuen
Hör` ich die Flöte schon;
Wie könnt` es mich erfreuen!
Nicht mir gilt dieser Ton.
Er trillert süße Laute
Ach! einer Andern vor;
... weiterlesen Was treiben seltsam fremde Mächte

Was treiben seltsam fremde Mächte
Mit meinem Herzen für ein Spiel!
Nur einmal hab` ich dich gesehen,
Nur einmal ach! und doch zu viel!

Es streift ein Glück in ... weiterlesen Sonett

Wenn bange Zweifel mir im Busen toben,
Und mir die schönsten Hoffnungen entrücken,
So wendet mit vertrauensvollen Blicken
Mein Geist sich zu der Sternenwelt dort oben.
... weiterlesen Lied. Nach dem Französischen.

Wenn in dem schauerlichen Thurme
Der Jüngling klagt mit trübem Sinn,
Zieht mit des Mitleids regem Triebe
Natur mein Herz stets zu ihm hin;
Mit Wehmuth füllen mich ... weiterlesen An zwei Franziskaner

Wie glücklich seyd ihr, fromme Brüder!
Man speiset euch um Gotteslohn,
Als kämet ihr vom Himmel nieder.
Wär` ich wie ihr so glücklich schon!
Wie ihr dann lebt` ... weiterlesen Lied. Nach dem Französischen. (II)

Wo kühle Lüfte wehen
Am Bach im stillen Hain,
Hab` ich ein Hüttchen stehen —
O ziehe zu mir ein!
Der Wipfel einer Linde
Versteckt des Hüttchens Dach,
... weiterlesen Meiner Amalia

Zum 9. Oktober 1808

Des Lebens Kränze hab` ich nicht errungen,
Es welkten früh mir manche Lebensblüthen,
Nicht sähe ich zum schönen Kranz geschlungen
Die ... weiterlesen Als Helene von Tonrnou zur Ader ließ

Zur Ader ließ das schöne Kind im Maien,
Darob ich ihn, dm strengen Doctor, schelte:
Das warme Blut entziehst du sonder Scheuen
Ihr, die mich quilt durch ihres Herzens ... weiterlesen Wunsch

`Die Sterne, die begehrt man nicht,
Man freut sich ihrer Pracht.`
Der Dichter sagt`s, und manchesmal
Hab` ich`s ihm nachgedacht.

Am reichen Himmel dieser Welt ... weiterlesen

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