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Gedichte - Sigmund von Birken


Das Herz ist weit...

Das Hertz ist weit von dem/ was eine
Feder schreibt. Wir dichten im Gedicht/
dass man die Zeit vertreibt. In uns
flamt keine Brunst/ ob schon die
Blätter brennen von liebender Begier.
Es ist
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Beständigkeit

Feige Sinnen weiche sind, Weichen, wie
von jedem Wind Wird ein Wetterhahn
gedrehet. Großer Muth steht
unverwandt, Fest gegründet auf
Bestand, Den kein Nordensturm umwehet.
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Morgenandacht

Frisch auf, mein Sinn, ermuntre
dich,Weil dort die Morgensonne sichZeigt
auf vergüld?tem Hügel.Es hüpfet ob
den Büschen ümm,Und singet Gott mit
krauser Stimm?Das leichte Luftg
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Friedenslied

Nun, so bist du endlich kommen, O du
langgewünschter Tag, Der uns alles Leid
benommen Und geendet unsre
Plag`! Tausend Seelen mit
Verlangen Hofften tausend Tag` auf
dich. Nu
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Gleichmuth

O wie wohl ist der daran, Der da
kann Sich begeistern, Seine Feindin
Sorge meistern, Ist bei Glücke trotzig
nicht, Zag im Leiden, Der behält in
Leid und Freuden Ein G
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Floramor oder Tausendschön

Wann die Nymphen sich ergötzen, Und sie
etwan in dem Hetzen Eines Dornes Stachel
ritzt: Wo der Ritz sich hin
ergossen, Macht er Floramoren
sprossen, Blutes Purpur auf sie spritzt.
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Schäfers Klage

Wie wird mir nun geschehen, Da ich dich
lassen muß, Und dich nicht mehr soll
sehen? Ach, bittrer Scheidegruß! Du
reißest dich von mir, O Hirtin, meine
Zier! Ich möcht` in
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Pilgerlied

Ziehet hin! spricht zu den Seelen, Der
dem Adam Odem gab. Geht, ihr Kinder, in
die Hölen, Die ich euch gebauet
hab`. Wandert hin! Kommt wieder
her! Sucht durch Elend Sternenehr`!
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