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Gedichte - Theodor Däubler


Verloren

Ach, ich habe dich auf einem Stern
verloren. Seiderauschend zogst du einst
an mir vorbei, Und ich war und wußte
bloß den wehen Schrei: Wo wirst du
für mich und ich in dir geboren?
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Wesen

Alice Berend zugeeignet Aus Sonne ist
mein Wesen hergesponnen : Empfohlen
ward ein Leib in seine Hut, Und er
gedeiht, denn eifrig quillt das
Blut, Mein Auge nun hat fromm sei
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O Sonne

Alice Berend zugeeignet O birg in
kühnem Leben Sonnenstunden , Dein
Wesen bleib um Wonne hold in
Sorgen; Die Sonne schenkt sich
fordernd: borg zu borgen, Laß eignen
Übersc
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ALKMENE harrt ...

ALKMENE harrt - verheiratet, doch nie
begattet - Amphítryon übt erst an
ihren Feinden Rache; Wann kommt er
heim, daß ihr Geblüt zu Glut
erwache, Wo ringt er um den
Hochzeitskuß, den si
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An die Verlorene

Als deine grauen Augen mich
erweckten, War unser Ölbaum voll von
schwerem Tau. Er trug sein
Lilaperlenkleid zur Schau, Wie Flitter
schwirrten silberne Insekten. Und als
wir
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Als Morgens Mann und Weib im Wüstensand erwachten

Als Morgens Mann und Weib im Wüstensand
erwachten, Betrachteten sie rings die
Welt und blieben stumm, Das war, weil
sie ihr Träumen langsam
überdachten, Dann blickten sie sich an
und wie
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Als sich die Seele ihrem Körper angegossen,

Als sich die Seele ihrem Körper
angegossen, Da trieb sie Wanderlust
stets tiefer in den Wald, Denn ihrer
Tage Einsamkeit hat sie verdrossen, Und
Weiterschreiten ist des Menschen
Grundgewal
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Als sich im Menschen jener goldenen Zeiten

Als sich im Menschen jener goldenen
Zeiten Der Wesen Fortpflanzung langsam
geklärt, Als er erkannt, wie Menschen
sich verbreiten, Daß die Natur uns
Schöpferkraft gewährt, Bekamen
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Altes Rom, der große Geist Deiner Cäsaren

Altes Rom, der große Geist Deiner
Cäsaren, Dein erfrühtes Glück und
Deine Lustgelüste Übertrotzten jeden
Wuchttrumpf der Barbaren, Nur Dein
Marstag ging im Sturmgebrüll zur
Rüste.
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Dämmerung

Am Himmel steht der erste Stern, Die
Wesen wähnen Gott den Herrn, Und Boote
laufen sprachlos aus, Ein Licht
erscheint bei mir zu Haus. Die Wogen
steigen weiß empor,
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Der rothe Schimmer

Am klaren Meer unter den letzten
Sternen Kann sich ein Zauberschiff mit
goldenen Masten, Auf denen die
verscheuchten Albe rasten, Aus einem
rothen Wolkenschoos entkernen. Doc
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Am Volksplatze vereinen sich die Karawanen

Am Volksplatze vereinen sich die
Karawanen. Von Rom befreite Sklaven
aller Welt Erscheinen mit geweihten
Siegerfahnen Und haben sich auf Rampen
ringsum aufgestellt. Die Sklaverei wur
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Der Gesandte des heiligen Antonius

An hellen Tagen, wenn die Stunden gelber
blinken, Befährt ein Mönch in einem
kleinen Segelboote Die braune Fluch,
die just in vollem Golde lohte, Und er
vermag es, Fische sanft herbeizuwi
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Der Überfluss

Apollos Delphine umwogen im
Bogen Triptólemos` Schiff mit
ergoldetem Korn: Poseidons Verwundrung
zu plötzlichem Zorn Besänftigt
Athena, der Ausfahrt gewogen. Ein
Zauber, d
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Arkadien meiner Seele, nun erwache!

Arkadien meiner Seele, nun erwache! Ich
harre auf den Wind, der mich
versteht, Ich warte, daß er meinen
Lenz entfache: Erscheine, Geist, der
durch die Wesen weht! Es werden
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Ergöttlichung

Athenerinnen sehn des Friedens Freude
, Als Göttin ihrer Stadt, nach altem
Streit: Sie bringen Opfer, kommen
dienstbereit, Daß lang der Krieg kein
schweres Gut vergeude! Di
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Auch ich will wandern, immer weiter heimwärts sch

Auch ich will wandern, immer weiter
heimwärts schreiten, Mein Geist wird
sich im Eis von seiner Furcht
befrein, Um meinen Leib ein blonder
Süden hold sich weiten, Das Meer in
meiner Seele
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Auf dem Markusplatze in Venedig finden

Auf dem Markusplatze in Venedig
finden Seit Jahrhunderten sich stets
die gleichen Gruppen, Denn der Tod kann
wirtlich gar nichts überwinden, Aus
den Bengeln müssen Eltern sich
entpuppen.
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Auf des Tages Abendschleppe

Auf des Tages Abendschleppe Streut der
Mond sein Lichtgeschmeid, Über ferner
Alpentreppe Funkelt noch das
Purpurkleid. Doch ein
Ruhestundenschleier Glitzert jetzt all
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An Goethe

Auf Höhen Unerreichbarer, o Goethe
, Gewahrte einst dein Blick den
Taurer-Strand, Und Iphigenia im
Trauerland Verklärte sich der Heimat
Abendröte. Den Lorbeerhain entzück
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Die Auferstehung des Fleisches - VIII.

Auferstandene! Die glühenden Wünsche
des Südens umbranden Das dunkelnde
Nordmeer. Frenetische Frauen Enthüllen
die Brüste in Brunstsarabanden. Die
Küste umrauschen Gelüste der
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Aus dem Schäumen des Gesagten und den Rhythmen ..

Aus dem Schäumen des Gesagten und den
Rhythmen, die mich trugen, Aus den
Wogen des Gewagten, die mich
leidenschaftlich schlugen. Zog mich
Halberschöpften plötzlich Ra empor,
mit starkem Arm:
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Aus den Häusern, von den Schollen

Aus den Häusern, von den
Schollen Reißen sich jetzt trage
Haufen, Denn der Weckruf ist
erschollen, Wilde Bestien werden
raufen. Ja, im Zirkus giebt es
heute, Einen Kampf von
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Aus einer Wolke Glastportalen

Aus einer Wolke Glastportalen Besonnt
die Glut das Herz der Welt Und spannt
mit ihren goldenen Strahlen, Hoch über
Rom, ein Riesenzelt. Die Nebel, die
sich fest verkneten, Um
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Aphrodite

Aus tausend Brüsten aufgeschäumten
Meeres Erperlt der Aphrodite seltnes
Licht: Sie schwebt am Mittag
schattenlos im Licht, Du sahst noch nie
- gegeistert - ein so hehres Ge
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Die Göttin im Garten

Begegne der Göttin der Liebe im Garten
! Sie sei dir das sonniglich sorgsame
Weib! Sie wolkte vom Meere - verhüllt
war der Leib - Und trat zu den
Pflanzen, die bang ihrer harrten.
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An Sappho

Berühmte Sappho, Künderin des
Feuers Verzückter Liebe um ein
schlankes Wesen, Du hast so zarte
Silben sacht erlesen, Verklärter Sang
zu sein des Abenteuers, Das hin, vor
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Die Wasserschlange

Besorgniß überkommt mich beim
Gedanken, Daß eine ungeheure
Wasserschlange, In sich verschlungen,
bis zum Weib gelange, Vor dessen
Fenstern meine Wünsche kranken. Ich
möc
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Die Alexandrinische Phantasie - V.

Beständig verfärben sich jetzt die
Seiltänzer. Nur einige Luftturner
schwenken Prachtfackeln. Wo sind die
geschwänzten
Ringsumsichscherwenzer? Da fängt schon
ein Flammengerüst an zu w
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Da Deine Sternenaugen nie erblinden

Da Deine Sternenaugen nie erblinden, Oh
Liebe, Seele aller Weltnaturen, So
flüstre sacht, kann ich die Todte
wiederfinden, Verspürst Du noch der
Vielgeliebten Spuren! Ist a
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Die Alexandrinische Phantasie - II.

Da rast ja ein rastloser Haufe zum
Hafen. Unsagbar viel Menschen erklimmen
die Molen. Was giebt es, daß heute die
Leute nicht schlafen? Man gafft in die
Prachtnacht und freut sich am Johle
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Frieden

Das blaue Meer verliebt sich in das
Leben, Und tausend Augen sind uns
wohlgesinnt: Ja, schon beginnt der
Hauche Tausch, der Kräuselwind! Und
lauter Herzen fangen an zu beben.
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Das Eiland

Das Eiland meiner Wünsche ist
vergessen, Verträumt der Hauch seiner
Nachmittagswärme, Hinweg der Trauer
traute Bienenschwärme, Umsonst muß
ich die Lider niederpressen. I
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Das schnelle Ende

Das Grauen meines Wesens will
erbleichen, Es ist, als ob es in der
Seele schneite: Das Lied ist krank, dem
ich die Perle weihte, Der milde
Schimmer scheint mir kalt zu weichen.
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Hades

Das Haupt im Hintergrund der heißen
Hauche Befällt Besinnung an der Hestia
Herd: - Wer bin ich? - Gott - den nie
das Opfer ehrt? Gefangener und Herr im
Reich der Rauche! O
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Den Griechen

Das Inselmeer zertrümmert eine Sonne
, In zärtlicher Umblauung, jeden
Tag, Beschenkt mit ihren Splittern Wald
und Hag, Beschert auch uns
Verwundertheit und Wonne. Der Mann
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Die Iranische Rhapsodie - I.

Das ist das Land, wo alle Vöge gerne
weilen Das ist das Land, wo alle Vöge
gerne weilen, Die Zone, wo die
Erdbewohner Nester schonen, Die Höhe,
wo die Arten ihre Lücken heilen Un
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Die Saat

Das ist der Augenblick der
Dämmerung. Ich staune unter einer
Pforte. Nun kommt des Tages letzte
Hämmerung: Aus Narben blutumwolkte
Worte. Am Acker, der die Nacht
erhascht,
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Die Dogaressa

Das ist ein Weib mit morgenrothen
Wangen: Der Mund gewöhnt, daß man ihm
ernsthaft traue, Verschwendet lächelnd
Schimmer wie im Thaue, Und diese Nase
wittert unser Bangen.
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Das Weib

Das Kind ruft im Fieber: »Der Vater ist
böse, Beschütze mich, Mutter, er
schimpft mich und droht, Er ballt seine
Fäuste, er naht mir im Boot Und johlt
durch das heulende Wogengetöse.«
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Odysseus

Das Leid, in dem ich willenlos
ertrinke, Entfernt und wellt mich oft
an einen Strand, Vielleicht in aller
Sehnsucht Mutterland, Von dem aus ich
den andern Träumen winke: Und
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Das Meer

Das Meer beginnt ringsum zu
brausen: Ich horche auf und tauche tief
in Qualen, In Schlünde, ohne Licht und
Eigenstrahlen, Wo nichts als grüne
Schatten hausen. Den bleichen
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DAS Meer umbraust den Felsen ...

DAS Meer umbraust den Felsen, wo ich
raste, Und über Thymiandüfte summen
Bienen. Vom Himmel wolkt sich sachte
goldne Quaste, Ein Segel ist, auf
Eiland-See, erschienen. Hyme
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Hesperien (5)

DAS Meer vergewaltigt das eigene
Schweigen: Was gischtet wie
Tunfischtumulte ins Freie? Kein Hauch
auf der See, um das Blau zu
zerteigen! Was schaudert, damit sich
das Meer selbst e
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Stilleben

Das Mondlicht fällt auf eine alte
Geige, Und braun im Schatten lungert
eine Laute. Es ist, als ob ein Zeichen
dort ergraute, Damit sein Winken sich
ins Dunkel neige. Was sch
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Ritt

Das Reiten ist ein Heimgang zum
vertrauten Sterne. Den Menschen hat das
Pferd ins schwarze Tal begleitet. Der
Gaul entstammt wie du der tiefsten
Schwebeferne: Nun wird der Reiter zum
Komete
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Perseus

Das Schlangenhaupt der Zweifelfurcht ist
abgeschlagen. Nun stehst du nackt,
geburthaft nackt, in wüsten Weiten. So
gehe fort, auch ohne
fortzuschreiten! Du mußt das
Feindeshaupt bis an de
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Das Taggerüst steht jetzt in Flammen

Das Taggerüst steht jetzt in
Flammen, Die Ordnungswelt scheint zu
verlohn, Profile, die von Phoebos
stammen, Entweichen vor Hephaistos
Thron. Den Marmor haben Abendstrahlen
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Das Wasser scheint vom Lande eingesogen

Das Wasser scheint vom Lande
eingesogen, Es reift ein Nachmittag auf
dem Moraste, Von Purpurfurchen ist der
Sumpf durchzogen, Die Segel hängen
schlaff von ihrem Maste, In Tr
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Der Wasserfall

Das Wasser wandert durch die blauen
Thäler, Der Wind verliebt sich in die
stillen Dinge: Es will das Licht, daß
Alles Hymnen singe. Und seht, die
Wälder werden rings Erzähler.
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Das Weltgenie von Rom war todt

Das Weltgenie von Rom war todt. Der
Löwe hatte kurz geröchelt, Die Leiche
aber weiter fort die Welt
verpestet. Ihr voller Rumpf, der sich
durch lauter Raub gemästet, Schwoll
an, u
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Die indische Symphonie - V.

Den Gipfeln und Riegeln, die rings sich
belaubten Den Gipfeln und Riegeln, die
rings sich belaubten, Entschnellen auf
einmal unendliche Kegel. Was will sich
vor mir gluthentfesselt behaupte
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Spenden

Den holden Wohlstand gab, mit guten
Händen Die Mutter Demeter, wo sie
geweilt; Wer bei ihr blieb, wo sie
vorbeigeeilt, Erreichte Segnung
zwischen kargen Wänden. Ihr Spruch
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Die Sorge

Den Händen Demeters entgleiten Garben
, Der Finger krümmt sich, der die
Sichel hält: Besorgtheit wogt das
Feld. Verzweiflung. Viel Geknicktheit
wettert hin, wo Schwache starben.
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Orpheus

Den Inselkranz bewachsen kalte
Farren. Der Thauwind weht vom Süden
und vom Meere. Der Regen stürzt sich
in die Wintersleere. Die Farren aber
müssen weiter harren. Auf einm
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Den Meisten scheinst Du, Rom, dazu erkoren

Den Meisten scheinst Du, Rom, dazu
erkoren, Den Frieden immer wieder zu
verleihn, Hat man die Ruhe in der Welt
verloren, So will man Rom, dem
Erdenherz, sich weihn! O Sonnens
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Der Abend hält die Welt umschlungen

Der Abend hält die Welt
umschlungen, Der Dinge Lichtringe
zerrinnen, Und lauter goldene
Wolkenzungen Beginnen Stimmung zu
gewinnen. So stiegt denn fort, Ihr
Himmelszeichen,
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Eindruck

Der Abend überglüht das
Türkenlager, Nun wird der Halbmond
voller Ernst erglimmen. Umzaubern mich
Ägyptens Priesterstimmen? Ein nackter
Riese überragt uns mager. Die Tr
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Der Ararat speit. Der Ausbruch.

Der Ausbruch Seitdem der Reim in
unser Lied geflogen, Hat mein Gespenst
den Daseinsflug erwogen. Der Abend
nahte mir, mit einem Weibe. Ich weiß,
wir haben uns nie an
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Die Auferstehung des Fleisches - X.

Der Baum Es spielt der Wind mit
vielen tausend nassen Blattern, Und
alle winken immer wieder anderm
Wind, Und Waldeswalzer höre ich im
Schatten schmettern. Auch mein
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Der Boden ist verdorrt und braun wie Ocker

Der Boden ist verdorrt und braun wie
Ocker, Die Hütten und Gebüsche siehst
Du kaum, Die Häuser sind aus Lehm
gebaut und locker, Das ist der nahen
Großstadt gelber Saum. Was leuch
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Der Dichter hat kaum diese Worte gesprochen

Der Dichter hat kaum diese Worte
gesprochen Und knickt schon zusammen;
er weiß es bestimmt, Er kann nicht
mehr hoffen, er bleibt ganz
gebrochen, Er fühlt wie sein Leben
schon langsam verg
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Der Dogenpalast, den Phantome bewohnen

Der Dogenpalast, den Phantome
bewohnen, Behorcht Domgebote, die Rom
streng erwogen, Und alle die blutlosen
Staatsabstraktionen Beleben die
Rhythmen der rollenden Wogen. Der V
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Die Efeuranke

Der Efeu dort am gotischen
Palaste Verschlängelt sich zum
marmornen Balkone, Sein Schattenwesen
gleicht einem Spione, Den irgendwie ein
Rachewunsch erfaßte. Du lauerst, ob
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Die Epheuranke

Der Epheu dort am gothischen
Palaste Verschlängelt sich zum
marmornen Balkone, Sein Schattenwesen
gleicht einem Spione, Den irgendwie ein
Rachewunsch erfaßte. Es ist, als o
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Die Fichte

Der Fichte nächtlich sanftes
Tagbetragen Belebt Geschickeswürde
kühn im Wald. Kein Zweiglein kann in
ihrer Waltung zagen, Die ganze Nacht
gibt ihrem Atem Halt. Es scheint
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Meine Erde

Der Freundin Toni Sussmann Zu große
Sonne fand ich auf den Wegen , Uns
holde Erde, hin zur offnen See; In
deinen Grotten schrie ich auf, vor
Weh, Doch bald betraf mich sacht
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Der Frühling ist da und am Korso erscheinen

Der Frühling ist da und am Korso
erscheinen Die lieblichsten Frauen in
offenem Wagen, Es wollte ganz Rom seine
Grazien vereinen, Das Wetter erlaubt,
lichte Kleider zu tragen.
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Der geile Brunnen mit den steilen Wasserwürfen

Der geile Brunnen mit den steilen
Wasserwürfen, Der zwischen Thürmen
sich nach Eigenhöhe sehnt, Mit seinen
Erzfiguren, die nackt Austern
schlürfen, Erscheint mir jetzt einer
versunkenen
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Schwur

Der Gipfel hat die Männer aus dem Tal
versammelt. Sie wollen sich der
Abendhimmlichkeit ergeben. Von ihrem
Greise wird ein Beten
angestammelt. Dann fangen Herzen an im
Silbenwind zu beben.
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Der Ararat speit. Der Lenz.

Der Lenz Es wirft der Herr sich in
das volle Leben, Drum Gärtner in mir
selber, stehe auf Und steh der Dinge
Seele sich erheben. Der Bach beginnt
den stillen Pilgerl
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Roland - I.

Der letzte Himmelsstern beginnt sich zu
ereifern, Die Nacht wird sich nicht
lange mehr zu weichen sträuben! So
spricht der Nachhut Hauptmann jetzt zu
seinen Pfeifern: »Drum fangt zu spiel
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Das Sternenkind

Der Mensch muß fliegen! der Mensch muß
fliegen! verbreitet den Sturm! Vertilgt
im Herzen, vertilgt im Leibe den
furchtsamen Wurm! Ersehnt im Winde,
erhofft im Winde den wehenden Geist! Be
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Der Mittag strahlt in krystallener Klarheit

Der Mittag strahlt in krystallener
Klarheit, Und Orpheus erbaut einen
Sonnenaltar, Dabei aber spricht er von
Weisheit und Wahrheit, Und aufmerksam
lauscht eine friedliche Schaar.
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Der Morgenrothstrauß hat sich lang schon erhoben

Der Morgenrothstrauß hat sich lang
schon erhoben. Wie Bluttropfenrosen im
sammtigen Moose Ihr Knospen verbergen,
verglüht nun dort oben Im Dunkel der
Dünste die letzte Frührose.
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Der Petrustempel bleibt hienieden

Der Petrustempel bleibt hienieden Zum
Einbruch ferner Geister frei, Es birgt
den zweckefremden Frieden Des Domes
aufgerecktes Ei. In Völkern, die im
Kampf gewonnen, W
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Der Ararat speit. Der Pfad.

Der Pfad Du sollst Dich unterwegs zur
Duelle bücken, Es wird Dich oft nach
holder Labung dürsten, Dann träume
hingestreckt auf Deinen Rücken! Die
Olbäume sind gu
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Kalte Nacht

Der Schnee auf den Bergen ist kindlich
und heilig. Er scheint mir des Flutens
verzücktes Erschaudern. Die
flüchtigen Vögel berühren ihn
eilig; Ihr Ruhen auf Schnee ist ein
fiebriges Zau
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Erfüllung

Der Schwester Else Perséphone
erscheint in Silberschleiern , Um
sanfte Mutter schlingt sie zart den
Arm, Entdüstert das geweihte Herz von
Harm Und sorgt sich, eigne Wiederk
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Der Ruf

Der Sturm erfüllt das ganze
Meeresdunkel, So horcht, von Osten
kommt das große Tosen, Es möchte
rufen, doch im
athemlosen Sichüberstürzen hörst Du
blos Gemunkel. Nun br
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Die Auferstehung des Fleisches - VII.

Der Tartarus klafft. Wir erwachen im
Schachte. Verwolkt ist der Himmel. Die
Frommheit ist todt. Gebote, durch die
uns der Tag sonnwärts
brachte, Verkümmern, verschrumpfen!
Die Innengluht
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Die Auferstehung des Fleisches - V.

Der Tartarus Das wiechert und wimmelt,
das schlingt Wirbelschlippse Und sucht
seine Ohnmacht in Fassung zu
bringen. Das Bild, das ich sehe,
gleicht stockendem Gipse. Was wird sich
de
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Der Ararat speit. Der Untergang.

Der Untergang Ich zweifle: soll ich
Gott für mich verlassen? Denn ich bin
Er, und Er ist Ich zugleich! Bestimmte
sich ein urverfluchtes Reich? Oh Gott
in mir, wie könnte ic
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Der Verstand ist Mann und Wüstenkönig

Der Verstand ist Mann und
Wüstenkönig Und begreift das Leben
fast im Sprung, Irrte er beim kühnen
Satz ein wenig, Wagt er kaum noch einen
andern Schwung. Er verfolgt die t
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Zauber

Der Vollmond ist schon da! Hinter den
Feigen Siehst Du ihn kupferroth und
kalt erscheinen. Der Himmel hat das
Blau von echten Weinen: Und seht, der
Mond erblaßt beim raschen Steigen.
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Der Vollmond naht des Meeres Silberrande

Der Vollmond naht des Meeres
Silberrande Und geile Lippen schwellen
ihm entgegen, Ertrunkene siehst Du sich
am Seegrund regen: Gespenster lösen
alle Leichnambande. Das Todte
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Die Leiche

Der Wandermond erscheint vor einer
Leiche. Er überglimmt die ganze
Jungfernbahre, Er küßt den gelben
Mund und streicht die Haare Und wächst
hinan, daß er das Kreuz erreiche.
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Der Löwe

Der Werktag schleppt sich fort in
dichtem Regen, Ein Schiff wird in der
Werft zurecht gemacht, Es drehn sich
Krahne unentwegt mit Fracht, Und auch
der Regen will sich gar nicht legen.
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Der Zauber, den ringsum die Nacht aufgerufen

Der Zauber, den ringsum die Nacht
aufgerufen, Beginnt sich vernehmlich am
Meere zu regen, Im Schatten verblauen
die marmornen Stufen Der stillen
Paläste an wogenden Wegen. D
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Hesperien (3)

DER Ölbaum trägt bereits die schwarzen
Früchte: Die langen Nächte bringen
sie zu dunkler Reife. In ihre Herbheit
tropfen herbstliche Gerüchte: Ich
zage, wenn ich in die zarten Zweige g
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An Pindar

Des Barden Ruhm vollendest du beim
Ringen Gebräunter Jünglinge um holden
Preis, Bescherst dem Herrlichsten
gesungnes Reis, Nach Wettkampf und des
Läufers Sieg-Erspringen.
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Des Lebens große Sonnerklärung

Des Lebens große
Sonnerklärung Erwacht im menschlichen
Verstand, Sie ist die reinste
Lustgewährung Der Gluth, die sich im
Glück erkannt! Die Brandung, die uns
tief durchw
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Des Meeres Wellenstufen...

Des Meeres Wellenstufen klimmen bis vor
meine Treppen. Vor einem Traum aus
Marmor schlummern sie verrauschend
ein. Mein Feuerleu behütet brüllend
die umschäumte Schwelle: Es wagt sich
ke
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An Foscolo

Des Morgenlandes maibetaute Blume , Das
Eiland Zákynthos auf stolzem
Meer, Gebar den Leib für deinen
Lichtbegehr: Der Wunsch blieb still auf
duftbewehter Krume. Verliebter
... weiterlesen


Des Weibes Seele ist ein tiefer Bronnen

Des Weibes Seele ist ein tiefer
Bronnen, Der klar und rein dem Mann
entgegenstrahlt, Und wenn sich
Glücksgefühle drinnen sonnen, Erwacht
des Wassers stille Schreckgewalt. D
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Die Auferstehung des Fleisches - I.

Die Apokalypse Mein Grab ist keine
Pyramide, Mein Grab ist ein
Vulkan! Das Nordlicht strahlt aus
meinem Liede, Schon ist die Nacht mir
Unterthan! Verdrießlich wird mir
dieser
... weiterlesen


Diadem

Die Bogenlampen krönen
Sonnenuntergänge, Ihr lila Scheinen
wird den Abend überleben, Sie geistern
schwebend über lärmendem
Gedränge. Es muß verglaste Früchte
andrer Welten geben!
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Die Buche

Die Buche sagt: Mein Walten bleibt das
Laub. Ich bin kein Baum mit sprechenden
Gedanken, Mein Ausdruck wird ein
Ästeüberranken, Ich bin das Laub, die
Krone überm Staub. De
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Die Iranische Rhapsodie - IV.

Die Burg prangt auf Irans gewaltigster
Lehne Die Burg prangt auf Irans
gewaltigster Lehne. Es weidet der
Geist, der sie schuf,
Glücksgefühle Den Schloßbau entlang,
denn es ruht jede Sehn
... weiterlesen


Die Dirnen erscheinen als büßende Nonnen

Die Dirnen erscheinen als büßende
Nonnen, Pierrots, häufig
Ladenverkäufer, sind stumm, Und Diebe,
als Richter, zu Strenge gesonnen: Als
schwanger ziehn alternde Fräulein
herum.
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Die dunkelsten Gluthen des Juli verbluten

Die dunkelsten Gluthen des Juli
verbluten, Es scheint ein
entschwundenes und kurzes
Vermuthen Glückssprühenden Lebens der
Welt zu entsteigen, Sie fühlt ihrer
Spannung tiefrhythmisches Sc
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Die Erde braust dem Sonnenlicht entgegen,

Die Erde braust dem Sonnenlicht
entgegen, Als flöge sie in des
Geliebten Arm, Sie will sich eng an
seine Fülle legen, Denn sie ergibt
sich ihm bewußt und warm. Die
Schöpf
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Die Erde treibt im Norden tausend blaue Feuerblüt

Die Erde treibt im Norden tausend blaue
Feuerblüthen Und übermittelt ihren
Sehnsuchtstraum der Nacht, Drum soll
der Mensch auch seinen Flammenkelch
behüten, Wenn er, durch ihn belebt und
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Die Fluren singen ihre frischen Sonnenlieder

Die Fluren singen ihre frischen
Sonnenlieder. Die letzten Nebel legen
sich, wie müde Kinder, In tiefen
Schluchten, ihren kühlen Pfühlen,
nieder, Und die Briefe weht stets
wonniger und li
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Die Auferstehung des Fleisches - IV.

Die Freiheit will ich. Und mein Wesen
wird ein Bauer. Ich gebe es nicht aus:
ich sprenge die Kultur! Ich kämpfe
wieder gegen Hitze, Fluth und
Schauer: In aller Trauer, steh mir bei,
Natur!
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Die Glocken, Vögel und die Zwielichtzitterluft

Die Glocken, Vögel und die
Zwielichtzitterluft Hat nun die Nacht,
die stumm erwacht, zur Ruh
gebracht: Die Sterne zeigen sich in
jeder Wolkenkluft, Und auch in mir
herrscht eine stille Wun
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Die Gnade will, daß wir die argen Dinge hassen

Die Gnade will, daß wir die argen Dinge
hassen. Der Brand entsteht, damit das
kalte Licht besteh! Der Friede kommt,
damit wir uns zusammenraffen, Der Engel
aber, der uns liebt, birgt Krieg
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Der Ararat speit. Die Heerstraße.

Die Heerstraße Das ist ein Wunsch
und doch ein Lied vom Wahren! Die
Freiheit ist Gebot, und wenn auch
ferne Muß einst der Mensch sie
leidvoll offenbaren. Erschaut v
... weiterlesen


Halimus

Die Heimat des Thukydides, im
Grollen Der See von Salamis, hat mich
empfangen: Ein kühnes Stürmen purpurt
unsre Wangen, Dem Augenblick
entschleiern sich die Schollen: Heroe
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Eiland

Die Kinder dieser Insel sind
dahingegangen, Doch ihr Vermächtnis
lächelt durch die leichte Luft. Wo
fromme Mädchen keusche Götterhymnen
sangen, Berauscht uns Lorbeerluft,
umhaucht dich
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Die Kuppen der Berge sind Eisgötterzelte

Die Kuppen der Berge sind
Eisgötterzelte, Und rings auf den
Felsen liegt überall Schnee, Im Thale
erdrosselt der Frühling die
Kälte, Und oben verschanzt sich die
Winterarmee.
... weiterlesen


Der Ararat speit. Die Leidenschaft.

Die Leidenschaft Oh Weiblichkeit in
mir, ich liebe, liebe! Ich halte Dich,
sonst gingst Du ganz zu Grunde. Noch
lächelt meine Gottheit ja zum
Bunde, Drum liebe mich, damit i
... weiterlesen


Der Ararat speit. Die Liebe.

Die Liebe Ich weiß: ich habe mich
entzweit, verloren! Ich bin bereits der
Schöpfung Leiden inne. Und Ich, mein
anderes Ich, verlangt die Minne: Oh
Gott, warum ward ich so f
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Die Menschen kamen fast allein in steinige Lande

Die Menschen kamen fast allein in
steinige Lande, Und dann erst wucherte
die Lebensfülle nach: Sie hungerten
und dursteten im Gluthensande, Denn
Sturm und Sonne lüfteten nun allgemach
... weiterlesen


Der Bernstein

Die Menschen lesen gerne in den
Sternen Und denken an die herbe Schrift
des Herrn: Ich aber wähle keine
Weltenfernen Und wähne das Geschick im
Wesenskern. Ich nehme einen S
... weiterlesen


Der kurze Tag

Die Pferde bleiben auf dem kahlen Sattel
stehen. Es hat der Schweiß die Tiere
wolkenweiß gemacht. Erscheint ein
Wandervolk für sein
Nach-oben-gehen? Ist das der Tag in
alter Blutgewimmel
... weiterlesen


Grünes Elysium

Die Pflanzen lehren uns der Heiden
sanftes Sterben. Die Leisen reichen
ihre Hand, ein Blatt, herüber. Wie
kalt du bist! Du willst um meine Flamme
werben? Verhauch im Grün: auch meine
Stra
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Die Purpursonne war schon tief hinabgesunken,

Die Purpursonne war schon tief
hinabgesunken, Und dunkle Schatten
schwankten nun den Fluß entlang, Es
glühten hoch die allerschönsten
Himmelsfunken, Und da begann das Weib:
der Abend mac
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Die schaumgeborenen Nixen sind übersprudelnd heit

Die schaumgeborenen Nixen sind
übersprudelnd heiter, Sie schnellen
sich im Meere, in wilder Lust
empor, Delphine und Tritone sind meist
ihre Begleiter, Gesellig ist ihr Wesen,
voll Leichts
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Steingebete

Die schlichten Heiligen sind weiße
Marmorträume; Sie stehen urverzückt
auf ihren weiten Brücken. Die letzten
Weltgebete übermurmeln Schäume, Und
stets gebückt umschleicht sie Bettelv
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Der Ararat speit. Die Seele.

Die Seele Der Geist ist Freiheit,
volles Daseinswollen. Die Seele sein
Bestand unter Gesetzen, Die unerfaßt
ihre Gewalt entrollen. Es ist das
Leid des Geistes Erdent
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Hesperien (4)

DIE Silbertage werden blaue Hochzeit
feiern; Erst sind es zwei, einander
jugendlich zu freien Und immer blauere
im Frühling zu entschleiern, Denn dann
erperlen Reihen blau, auf blauen Reih
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Die Sinne, die uns in die Höhe führen,

Die Sinne, die uns in die Höhe
führen, Durch die das Licht in unser
Inneres bricht, Durch die wir selbst
die Sternenwelt berühren, Durch die
das Weltgeräusch zur Seele spricht,
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Die Sonne glüht die Weltgesetze

Die Sonne glüht die Weltgesetze, Ihr
strenges Antlitz giebt sie
kund, Gebote, die man nie
verletzte, Verkündet sie mit
Feuermund! Doch ihre großen,
goldenen Strahlenarme
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Regen

Die Sonne hat nur kurz das nasse Tal
umschlungen, Die Pappeln rauschen
wieder, neckisch spielt der Wind. Des
Baches Schwermut hat gar lang allein
geklungen, Der Wind ist pfiffiger als
ein v
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Millionen Nachtigallen schlagen

Die Sterne. Blaue. Ferne. Ein
Fiammensang der Sterne! Millionen
Nachtigallen schlagen. Es blitzt der
Lenz. Myriaden Wimpern zucken glühend
auf. Das grüne Glück von Frühlin
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Die Strahlen der Sonne sind blutige Speere

Die Strahlen der Sonne sind blutige
Speere Im Kampfe mit Wolken und
Finsternisgraun, Die Ruhe versinkt in
dem dunkelnden Meere, Ich kann kaum
hinab in den Grababgrund schaun.
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Die Sturmfluth des Lenzes, des Lichtes, der Gluthe

Die Sturmfluth des Lenzes, des Lichtes,
der Gluthen Umbrandet die Hügel als
reifendes Korn, Es steigen die
Blutdasein fordernden Fluchen Stets
höher, es speist sie ein Ewigkeitsborn,
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Mittag

Die Sümpfe verglühen ihr
Hühnergeflügel, Die Enten beschwingen
den flockigen Glast, Sie tragen die
Seele vom alten Morast Empor in die
jugendlichgrünenden Hügel. Ein Na
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Gesicht

Die Träume werden von den Fischen
fortgetragen. Wir strömen schlafend in
die Zuflucht der Kristalle. Du wandelst
dich in einer klaren Wanderhalle: Das
Wogen um den Fisch ist eigensanftes
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Die Verschwenderin der Liebe, unsere Sonne leuchte

Die Verschwenderin der Liebe, unsere
Sonne leuchtet wieder, Und das Meer ist
von der Wonne ihres Goldes
überstrahlt, Ganze Rudel von Delphinen
tauchen auf und tauchen nieder, Ob das
Wasser
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Der Ararat speit. Die Vorsonne.

Die Vorsonne Ich bin der Glaube an
die Macht der Sonnen, Und meine
Inbrunst zeitigt alle Strahlen! Ich
walle aus mir selber in die Zahlen Und
halte mich von Ewigkeit umsponne
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Späte Nacht

Die Weiden entleuchten dem mondholden
Weiher, Begehrliche Windwünsche
silbern heran, Verschmiegbare Äste
durchfunkelt die Leier, Denn hoch steht
die Stunde, die taublau begann.
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Die Welt kann sich durch Liebe nur erhellen

Die Welt kann sich durch Liebe nur
erhellen, Da treu ein Stern des andern
Leben hegt, Ein Weltlichtherz
entschnellt nur Schwesterwellen, Das
Lebenslicht, das Liebe trägt und
wägt.
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Die Windesschlangen lispeln schadenfroh von Eden

Die Windesschlangen lispeln schadenfroh
von Eden Und fiebern goldig dort durch
einen Lorbeerhain, Es will der Abend
mit den Blattern freundlich reden Und
Dämmer zieht in die verborgenen Se
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Die Einladung

Die Wolken glitzern um die höchste
Stunde , Ein jüngster Wind versilbert
sacht den Wald; Die Ölbäume bekennen
sich zur Gottgewalt Und zittern von
Athenas Nahen Kunde. Ihr
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Die Wüste hat schließlich von Menschen gewimmelt

Die Wüste hat schließlich von Menschen
gewimmelt, Die Wildniß sich
sämmtlicher Seelen bemächtigt, Das
Licht und die Geistigkeit wurden
verhimmelt, Das Leben jedoch mit
Dämonen geträc
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Dir Artemis, der Erstgeborenen

Dir Artemis, der Erstgeborenen Von
Letos hohem Zwillingspaar, Dem reinsten
Weib, dem zuchterfrorenen, Bringt mein
Gemüth den Nachtsang dar. Dein Speer
und Silberpanzer blink
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Doch früher schon fühlte ein Mann sich erkoren

Doch früher schon fühlte ein Mann sich
erkoren Und plötzlich von Göttern zum
Handeln gedrängt; Der Angstschweiß
bedeckte des Predigers Poren, Es war
seine Sprache von Geistern gelenkt
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Die Sonnenblume

Du Blume, die sich hold zur Sonne
wendet, Ich wollte einstens Deinem
Wesen gleichen, In mir die Sonnenzukehr
fromm erreichen, Doch etwas sagte mir:
Du bist verblendet! Ich ha
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Du dunkle See, vertraue Nachts der Sonnenwärme

Du dunkle See, vertraue Nachts der
Sonnenwärme, Nur was der klare Tag
erschafft ist stark und wahr, Oh
Muttermeer, dem Licht gebierst Du
Wolkenschwärme, Denn es befeuchtet und
begehrt Dic
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Du freudige Stadt, ein ensetzliches Klagen

Du freudige Stadt, ein ensetzliches
Klagen Durchwühlt Deinen Boden.
Vernimmst Du das Klagen? Oh Rom, horche
auf, unterscheide das Bohren, Es wird
unterirdisch ein Lichtgott geboren!
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Du herrschendes Kind im erwachsenen Leben

Du herrschendes Kind im erwachsenen
Leben, Du strahlender Knabe,
unglaubliches Meer, Du hast Dich für
ewig Dir selber ergeben, Drum bist Du
so furchtbar unnahbar und hehr. E
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Du holdes Weib, verliebte, lyrische Gedanken

Du holdes Weib, verliebte, lyrische
Gedanken Berauschen mich im Augenblicke
voller Lust, Es will mein Wesen Dir in
jedem Kusse danken, Und doch, der Liebe
Abgrund wird uns nie bewußt!
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Du Lebenskrampf, nun wirst Du Klarheit wollen

Du Lebenskrampf, nun wirst Du Klarheit
wollen. Das Sonnenmuß erscheint als
Lust zu leben. Das letzte Volk
entklettert zäh den Stollen, Und
Vollbewußtsein kann sein Haupt
erheben.
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Verstumpfen

Du meine Seele, sei nicht so
erschrocken! Wird auch Dein krankes
Wehmuthswort verstummen, So müssen
doch die Bienen weitersummen. Und
surren, surren wird es stets um
Rocken.
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Du siehst die Eos kaum im Traum erzittern

Du siehst die Eos kaum im Traum
erzittern, Bevor sie plötzlich schön
und rasch erwacht, Von Helden träumte
ihr und Lichtgewittern, Vom Sonnengott,
der sie zum Weib gemacht.
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An Hölderlin

Du warst in Hellas, ehrfürchtiger
Dichter , Nur zagte vor Athenas Land
der Fuß; Du flügeltest wie Hermes,
sachten Schuhs, Als heimlich
hochgesichteter Beschwichter Von Son
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Die Auferstehung des Fleisches - XI.

Dunkeldämmerung Was sagt auf einmal
warnungsblaß im Wesen: »Oh Mensch,
beherrsche Deine Überflüsse Und
glaub, daß man auf mich verzichten
müsse! Ich nenne mich: Ich bi
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Durch den Zitteräther blinken

Durch den Zitteräther blinken Riffe
traumhafter Gestalt, Oftmals glaubst
Du, sie versinken Als ein Trugbild ohne
Halt. Silberschwingeninseln
schweben Ferner als der H
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Die Auferstehung des Fleisches - III.

Durch die Vernunft mag ich das
Menschenleid besiegen. Es schwelgt mein
ganzes Wesen im Erkenntnißraum. Ich
will die Wildnißzweige auseinander
biegen, Die tausend Zufallseinfälle
beacht i
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Durch Schlucht und Schlund brach jäh der Sturm

Durch Schlucht und Schlund brach jäh
der Sturm: Er brauste lang am grauen
Meer Und schleppte seinen
Trubelthurm, Aus Schlamm und Wasser,
hin und her. Nun drang er zwischen
Bergen ei
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Ein blendendes Treppenhaus hält mich umfangen

Ein blendendes Treppenhaus hält mich
umfangen. Ich weiß nicht, wie recht
durch die Knäule und Schlangen Von
Masken und Schleppen zum Saal zu
gelangen. Treppauf und treppab seh ich
Domino
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Roland - IV.

Ein Kirchenlied klingt tief, zu tief mir
zum Herzen! Ein ganzer Choral wird im
Walde gesungen. Turbin wird es sein,
denn es ist »Thal der Schmerzen!« Der
liebste Gesang meines Bischofs er
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Zur Feier

Ein Kytharöde singt zur Hochzeitsfeier
: So holder Hymenäos, Argos` Sohn, Wo
Töchter Attikas, vor altem Thron Der
Demeter, sich wiegten nach der
Leier, Erschienen Jünglin
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An die deutsche Sprache

Ein mächtiger Mond überwältigt
Gestalten , In Stummheit um
schauderndes Spüren gebaut, Gebeut
ihnen: Sagt! Und da hör ich den
Laut Der Vorfahren freundlich im
Wunderwald walten.
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Ein schweres Grau...

Ein schweres Grau vernebelt meine
seltnen Träume. Und doch, in diesem
Nebel lebt auch Nebelgaukelei. Bewegen
sich, verhandeln unter sich verhüllte
Bäume? Sie packen mich vielleicht. Ein

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Auf sonniger See

Ein Segel wird zur
Meereswanderblüte, Mit
Plätscherblättern silbert es
dahin, Dir kommen Lotosblumen in den
Sinn, Doch plötzlich untertulpt sich
eine Tüte. Dir wird, als
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Ein Stier mit einem Silberhorn

Ein Stier mit einem Silberhorn Trägt
die Nacht aus Nebelfugen, Durch
Wolkenritzen windverworren Siehst Du
kaum die Sterne lugen. In schwüle
Dünste eingehüllt Schw
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Die Droschke

Ein Wagen steht vor einer finstern
Schenke. Das viele Mondlicht wird dem
Pferd zu schwer. Die Droschke und die
Gassenflucht sind leer; Oft stampft das
Tier, daß seiner wer gedenke.
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Ein Wildbach kam von einem fernen Gletscher.

Ein Wildbach kam von einem fernen
Gletscher. Laut jubelnd, sprang er
über manche Wand. Die Menschen
lauschten auf sein
Schaumgeplätscher Und sahn, wie er im
Wüstensand verschwand.
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Einer Frucht, die reif ist, ähnlich

Einer Frucht, die reif ist,
ähnlich, Stürzt die Sonne in die
See: Unerdenklich, unerwähnlich, Ist
es Abends Abschiedsweh. Schatten, die
uns überraschen, Da das let
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Einst trug der Mond Geschöpfe

Einst trug der Mond Geschöpfe, Die
wurden immer bleicher, Denn oben
kargten plötzlich Die vollen
Lebensspeicher! Nun ist man dort
verdorben; Durch Kampfe und Entbehr
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Enthüllt sich mir ein Glücksempfinden

Enthüllt sich mir ein
Glücksempfinden, Kann ich an Deiner
Herznatur Die Seelenruhe
wiederfinden, Oh Rom, befreit mich Dein
Azur? Ein Sonnentag ist eine
Freude Und wi
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Roland - VII.

Entsetzlich! Das da sind nur
Blutdurstgespenster. Sie lösen sich
auf, hoch im Schlundkuppeldome. Die
Wahrheit ist da! Ein Grab
gradumgrenzter Bedürfnisse, Wecker
erregter Phantome
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Erscheine, Pan, tritt auf im erdbewußten Kreis,

Erscheine, Pan, tritt auf im
erdbewußten Kreis, Kein Sieg gelingt,
doch nichts verschrumpft, um zu
verderben! Im eigenen Kreis gefühlt zu
sein, ist das ein Preis? Was uns
entschwand, wei
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Ertöne nochmals ...

ERTÖNE nochmals, neugefügte
Strophe! Bei Sonne bin ich Wogen froh
entschwommen, Zu sanftem Myrteninselein
gekommen: Es glänzte wie der Mond mit
weitem Hofe. Der See geschäumte He
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Erweckt mich Lärm...

Erweckt mich Lärm? Es heißt bestimmt
noch Welterträumen! Entsunken aber bin
ich finstrer Schwermutspein. Wenn ich
noch leben will: bergan! Ich soll nicht
säumen. Jetzt kommt das Steinge
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Serenissima

Es beben die Schwalben wie Herzen, die
toben, Sie singen hinein in den
siegenden Lenz, Sie feiern den Herzog
der Seeresidenz, Der ausfährt, sich
hehr mit dem Meer zu verloben.
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Es blickt der Mond schon skeptisch auf die Dinge n

Es blickt der Mond schon skeptisch auf
die Dinge nieder. »Er fühlt sich«,
sagt mein Weib: »als ganzes
Element, Es regen Thierbeginne ihre
Ringelglieder, Erwirbeln sich und
werden wieder
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Es blickt nun der Fremdling empor zu den Bergen

Es blickt nun der Fremdling empor zu den
Bergen, Die Wolken, wie Raubvögel,
furchtbar umwittern, Zu Schluchten, wo
Dunsteulen scheu sich verbergen Und
schon vor Gewittern des Tages erzitte
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Der holde Mönch vom Monte Oliveto

Es denkt der Mönch: Die Seele konnt ich
wahren, Ich hoffe, Gott erhält mich
keusch in Frieden, Der Liebe Grauen hab
ich fromm vermieden, Und etwas mag sich
stets mir offenbaren.
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Es grüßt sie Athene mit blitzender Lanze

Es grüßt sie Athene mit blitzender
Lanze, In himmlischen Augen erblaut
ihre Seele, Sie schaut auf ihr Hellas
im traumgrauen Glanze, Auf
Elfenbeinburgen und Lichtseejuwele.
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Es haben die meisten ihr Viertel verlassen

Es haben die meisten ihr Viertel
verlassen, Es schleichen jetzt Diebe,
verwegen und dumm, Durch öde und
schmutzige, brennende Gassen Und
schleppen die Beute fortplündernd
herum.
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Es hebt die Sonne uns, in Ichbewußte Kreise

Es hebt die Sonne uns, in Ichbewußte
Kreise Des Weltendaseins, wo sie voll
ergänzt, Durch Erdensinnetäuschung
wunderbarerweise, Ein Sonnenwesen sich
erschuf, das engbegrenzt Und l
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Es ist mir oft, als müßte ich...

Es ist mir oft, als müßte ich den
Grund der See erschauen. So sehr
beschwichtigt sie, wenn wellenlos um
mich, die schwanke Seele. Vor
dunkelblauen Tiefen faßt mich selten
nur ein Grauen:
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Das Lied vom Tierkreis

Es ist noch nie ein Mond so leicht durch
mein Gesicht geschwebt. An stille Engel
mahnen mich die blaß entzückten
Sterne. So kindlich seid ihr,
Lichtgeschwister meiner eignen
Ferne: Beherz
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Es ist nun die Sonne gesunken

Es ist nun die Sonne gesunken, Das
Licht in den Fluchen ertrunken. Es
rauschen der Wind und das Meer. Das
Brausen tönt doppelt und schwer. Der
Tag hat durch Übel verdrossen
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Es ist, als ob ein Traum zu sein sich schäme

Es ist, als ob ein Traum zu sein sich
schäme. Trägt jegliche Idee in sich
Verzicht? Denn sonderbare, große
Bergprobleme Besonnen sich in meinem
Innerlicht. Versteinert sic
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Es jubelt die Flur. Eine kühlende Briese

Es jubelt die Flur. Eine kühlende
Briese Durchflattert das flimmernde,
flatternde Haar Vergnügter Gespielen,
auf blühender Wiese: Und plötzlich
erscheint eine tanzende Schaar.
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Die Auferstehung des Fleisches - II.

Es klimmt die Sehnsucht nach der
Erdenfreude, Aus meinem ganzen Wesen,
hin zum Licht. Dort wandle ich durch
weite Traumgebäude, Als ein maskirter,
eigenmächtiger Wicht. Ich führe
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Es lebt in Dir, oh Zeus, wie Menschen Dich erfasse

Es lebt in Dir, oh Zeus, wie Menschen
Dich erfassen, Die Rumpfnatur und unser
Trumpf, die Götterwelt. In Dir sieht
man die Riesen, die Du haßt,
erblassen, Sie klammern sich an Dich,
wenn
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Es lodern die Thürme, es lohen die Masten

Es lodern die Thürme, es lohen die
Masten, Die Menschen sind ringsum von
Flitter umzittert; Um gothische
Eckgibel drängen sich Quasten, Das
Meer scheint mit Quecksilberdraht
übergittert.
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Die Iranische Rhapsodie - III.

Es mag die Taggestalt in mir langsam
verdämmern Es mag die Taggestalt in
mir langsam verdämmern, Der Eindruck
bleibt an tausend Seelenecken
haften, Das Traumgeschaute läßt sich
gern zum
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Die Auferstehung des Fleisches - VI.

Es naht jetzt die Aussaat des Adams der
Reife. Wir wollen nun alle den
Lichttribut zollen. Es bilden Lebendig
und Todt eine Schleife, Um nackt das
Geschlecht vor dem Tag aufzurollen.
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Sommergebet

Es prangen Granatäpfelranken im
Garten Und blühen so warm wie das
Tagesverglühen. Zypressen wie riesige
Schattenstandarten Beginnen im Garten
die Nacht zu verfrühen. Wir
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Gewißheit

Es rollt der Löwe zweiunddreißig
Sonnen, Zu seinen Füßen und im
eigenen Leibe, Im Sommer nahe vor die
Sonnenscheibe, Und alle Wolken sind
sogleich zerronnen. Die Erde abe
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Es ruft mein Weib. Du darfst im Singen nicht ermat

Es ruft mein Weib: »Du darfst im Singen
nicht ermatten, Es hat Florenz die
jungen Werthe angefacht, Und Mancher
darf sich hier ein Heimathlied
gestatten! Oh sieh das Paradies, das
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Ehe

Es sagt die Nacht: Durchschwinge mich,
ersinge mich, Du hast mich nie genug
genossen. Ein Auge wacht Und sagt es
nicht. Doch ist sein Stern in mich
geflossen. O du, dem
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Es scheint, daß eine schillerreiche

Es scheint, daß eine
schillerreiche Nachnebelbrunst dem Meer
entschwebt: Und alles schweigt in
dieser Bleiche, Aus Mondlicht und aus
Dunst verwebt! Die fahlen
Silbersträhne
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Es schlingen durch Liebe verkettete Stunden

Es schlingen durch Liebe verkettete
Stunden Ein wonniges Band durch die
innere Nacht, Nun können sich Sterne
der Unschuld bekunden, Doch trüben wir
gerne, was ferne erwacht.
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Es schreckt mich die Wüste, die rings sich entrol

Es schreckt mich die Wüste, die rings
sich entrollt: Sie zeigt mir kein Ende
im flimmernden Gold. Die Sonne blickt
traurig, als dunkler Opal, Auf
blendende Felsen, wie starrende Qual.
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Die Alexandrinische Phantasie - VI.

Es schweben jetzt in sich erhellte Engel
stille Herbei, um meine Nachtvision zu
klären. Der Friede quillt aus jeder
englischen Pupille, Und Christi
Schmerzen spiegeln sich in ihren Zähren
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Flügellahmer Versuch

Es schweift der Mond durch ausgestorbne
Gassen, Es fällt sein Schein bestimmt
durch bleiche Scheiben. Ich möchte
nicht in dieser Gasse bleiben, Ich leid
es nicht, daß Häuser stumm erbla
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Es siebt die Erdengluth durch Kathedralenranken

Es siebt die Erdengluth durch
Kathedralenranken, Sie hat sich rings
in kühnem Schnörkelwerk
verkrustet, Das Lebensfieber sprengt
nun alle Leibesschranken! Erschaut
die Gluth, die
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Katzen

Es silbern Mondflocken durchs Fenster
nieder. Auf bleichem Teppich spielen
weiße Katzen, Mit silberblauen Augen,
Seidentatzen. Beinah gebrechlich sind
die feinen Glieder. Ic
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Es sind die Sonnen und Planeten, alle

Es sind die Sonnen und Planeten,
alle, Die hehren Lebensspender in der
Welt, Die Liebeslichter in der
Tempelhalle Der Gottheit, die sie aus
dem Herzen schwellt. Nur Liebe sin
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Das Sonnett

Es sollte mein Sonnett den Sternen
gleichen, Die blutigblau aus ihren
Kernen leuchten, Zuerst den Augen
Feuerkreuze deuchten Und dann auf
einmal Lichtgeschimmer weichen. Doch
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Es steigt mit der goldenen Leier

Es steigt mit der goldenen Leier Apollo
empor in die Welt, Das Licht ist an
sich eine Feier, Und wer sie empfindet
ein Held. Es lüften sich duftige
Schleier, Es trenn
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Die indische Symphonie - III.

Es streben die Felsen stets fester und
steiler Empor aus der Sagen
entathmenden Erde, Und Ahnungen wallen,
wie wandernde Meiler, Umher mit
gespenstiger Sehergeberde. Mein Bau
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Das ist das Lied der großen Liebe

Es tönt: »Das ist das Lied der großen
Liebe, Die in den Seelen ewig
aufersteht: Denn alle Wesen sind die
Sehnsuchtssiebe Des Feuerwunsches, der
die Flur besät. Aus allen
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Es war das kein Brand, sagt sich selber Chuenaten

Es war das kein Brand, sagt sich selber
Chuenaten, Und was da noch aufflammt
kann keiner mehr werden, Ich wurde vom
eigenen Anhang verrathen, Was hilft da
ein Anruf, was Menschenbeschwerden
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Es war einmal. Der Wald war halb entblättert,

Es war einmal. Der Wald war halb
entblättert, Und Gold hat sich in
alles eingewoben, Die Vögel aber haben
noch geschmettert, Sie konnten nie
genug die Sonne loben! Es klang
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Sonderbar

Es wird der Mond in sieben Tagen erst
verscheiden. Die Ratzen hörst Du
haßerfüllt und brünstig miauen, Im
Wasser todte Silberfratzen sich
beschauen Und ringsum hörst Du, hörst
Du, Hun
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Es wurde Nacht. Verdeckt sind Sterne und Mond

Es wurde Nacht. Verdeckt sind Sterne und
Mond. Die Hirten liegen um Orpheus
lauschend gelagert. Es wird alle
Schroffheit ringsum schwarz betont. Es
scheinen Cypressen beinah abgemagert.
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Die Alexandrinische Phantasie - IV.

Es zeigt sich jetzt Apammon selbst auf
dem Platze. Der Herr Alexandrias tragt
goldene Kleider. Es folgt ihm, zum
Schutz, eine riesige Katze, Und neben
ihm schreiten die Staatshalsabschneide
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Der Schiffer

Es ächzen die Flanken und Taue wie
Kinder, Das Meer bäumt sich auf, wie
ein fiebernder Kranker, Es wird jeder
Wirbelsturm rascher und schlanker, Die
Hosen entstehn und vergehn stets gesch
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Roland - III.

Fanfaren melden uns die Ankunft der
Gesandten. Gefangene, Geiseln, stark
bewaffnete Trabanten Von Monarchen
kommen stolz aus Elephanten, Als
Vortrab weiser Staatsrepräsentanten.
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An Plato

Florens Christian Rang zugeeignet Es
trafen sich die Sonnen auf der Stirne
, Die Plato schwer zur innern Hut
geneigt; Er wußte, durch des Leibes
Blutbusch zweigt Ursprüngli
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Florenz, am Himmel stehen weiße Lilien

Florenz, am Himmel stehen weiße
Lilien Und strömen Pollengold zu Gott
empor, Es schlingen Bäche sich wie
Lichtreptilien Durch manches
burggekrönte Felsenthor. Der Arno br
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Florenz, das ist ein kühner Frühlingstag

Florenz, das ist ein kühner
Frühlingstag, Ich stoße überall auf
heiteres Glück, Wohin ich auch die
Blicke wenden mag, Es fallt in mich ein
Eindruck stets zurück. Die So
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Florenz, das sind die Erzstunden des Tages!

Florenz, das sind die Erzstunden des
Tages! Jetzt sehe ich die
Steingespenster kaum, Doch zittert nun
ein seeliges und vages Erleben, aus den
Bronzen in den Raum! Es einen Fe
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Florenz, Du wirst in meiner Wirklichkeit bestehen

Florenz, Du wirst in meiner Wirklichkeit
bestehen, Erglühe, strahle ferner
monderleuchtet fort, Mein Seelensturm
wird Deinen Lilienstaub verwehen, Ich
trage Kinder Deiner Huld von Ort zu O
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Florenz, es kämpfen Riesenwolken mit dem Äther

Florenz, es kämpfen Riesenwolken mit
dem Äther, Noch sind sie haltlos über
Fluren hingestreckt, Doch heller,
windgeblähter, lauern rings
Verräther, Am Marmor haben Schatten
jäh emporg
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Florenz, wie herrlich ragen Deine Burgenthürme

Florenz, wie herrlich ragen Deine
Burgenthürme, Toskanas Gluth wölbt
Deine Kuppeln stolz empor: Im hohen Dom
vertoben erst die Erdenstürme, Und
oben lobt Dich still der Sterne
Engelschor
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Florenz, wie selbstverständlich still sind die Pa

Florenz, wie selbstverständlich still
sind die Paläste, Vor denen einstens
große Fackeln grell geloht – Die
Feste sind vorbei, nur selten seh ich
Gäste, Und nirgends zeigt sich mehr e
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Kore

Frau Elsbeth Peterich zugeeignet Die
Tochter Demeters, in weichen Schleiern
, Erblickt ein Nymphenpaar zum
Blumenspiel: Ach, das entsternt den
zarten Kranz vom Stiel, Befragt
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Oh Frühjahrsfrüh, hoch oben auf Arkadiens Bergen

Frühjahrsfrüh, hoch oben auf Arkadiens
Bergen, Erscheine mir in deiner blaffen
Glut, Du sollst mir keine Zauberkraft
verbergen, Die noch behutsam in den
Keimen ruht. Das Li
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Pegasus

Für Carl Schmitt Auf großen Wogen,
Sohn der Gorgo, fliege , Beschwingtes
Roß, ins Tagesgold empor! Ich blicke
hin, aus buntem Bogentor Der Sonne,
nach bedrohtem Wolkensieg
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An Shelley

Für Erhard Buschbeck Der Liebe tief
verletzbarem Verkünder , Dir Shelley,
kett ich dankbar mein Sonett: Ein
Licht, dein zart entschleiertes
Violett, Ward großer Sonne feie
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Die Mutter

Für Frau Elsbeth Peterich Vor
Demeter, der besten, schwand die Tochter
. »Mein Kind!« war der Verletzten
Scheidungs-Schrei. Der Göttin Geist
ergriff sich Raserei: Sie str
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Anbruch

Für Jopsa, Graf Matuschka Zur
Pflugschar tritt, von ferngebautem Wagen
, Triptólemos, ein nackter Knabe
noch; Sein Schlangenpaar entledigt er
vom Joch, Denn fröhlich mag e
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Der Sieger

Für Lukas Peterich Athen bejauchzt
seinen berauschten Sieger , Dem in
Olympia Ruhmestat gelang; Von Lauf und
Ringen kündet leicht der Gang: Er
glich, beim Hinsprung, Ikaros
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Hellas

Für Lukas Peterich In Hellas ward
die Gottheit hold gestaltet ; Auf Meer
und Inseln sehne dich hinaus! Nie faßt
dich dort vor Menschen alter Graus: Sie
haben sich zur Sonne
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Wohlhabend

Für Max Sidow Athenern brachte
Demeter den Frieden : Sie tritt zum
Herde, wo die Ehe glückt, Ihr
Weiheheim bleibt gabenreich
geschmückt, Denn Wohlstand ward den
Auen mitbe
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Die Au

Für Max Sidow Die Apfelbäume
blühen sanft wie Wangen : Im Winde
lachen Knaben vom Geäst; Die kleinen
Nackten suchen laut ein Nest Und legen
Eilein unters Blütenprangen.
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Ein Zug

Für meine Schwester Edith Sehr
fromme Frauen ziehen fort zum Meere -
Von Demeter ergriffen, weich gehüllt
-. Ein Wünschen, das Durchbangte lang
erfüllt, Beseligt sie, zu
... weiterlesen


Beruf

Für Toni Sussmann Geliebte Menschen,
schwach durch alte Plagen , Ihr seid
von Gott enttäuscht und seiner
Welt: Wie brauch ich euch und unser
Himmelszelt! Ein Weib vernimmt
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Die Göttin der Gestirne

Für Will Frieg Wir müssen, als
Mond, zu der Sternen-Vertrauten , - Uns
funkelnde Göttin - den Aufschwung
beflügeln, Gehimmelter Weltwunsch
entwand sich aus Zügeln, Die b
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Ganz erschöpft vom Bacchanale findet Nero keinen

Ganz erschöpft vom Bacchanale findet
Nero keinen Schlaf, Und es dringt aus
fernen Räumen sanft verklingende
Musik Bis zum Kaiser noch herüber,
weil sie keine Thüren traf. Und da
flücht
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Ganz plötzlich ward ein blondes Mädchen irgendwo

Ganz plötzlich ward ein blondes
Mädchen irgendwo geboren. Sie reizte
durch ihr Haar, und Kinder hatten sich
verschworen, Bei jedem wilden Spiel ihr
junges Leben zu gefährden. Drum hätte
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Ganz stille wirds in Neros finsterm Garten

Ganz stille wirds in Neros finsterm
Garten, Wo die Zypressen auf die Winde
warten, Um laut zu ächzen und zu
stöhnen. Und in den Nischen giebt es
Marmorbecken, Aus denen Flammen auf
... weiterlesen


Gar traurig zog der frühe Mann mit seinem Weibe,

Gar traurig zog der frühe Mann mit
seinem Weibe, Durch Ginster und durch
Sand, im wüsten Lande ein, Es schien
zuerst, daß er die Thiere rings
vertreibe, Und ach, da fühlten beide
sich s
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Gebilde von Schleiern, Gestalten und Lichter

Gebilde von Schleiern, Gestalten und
Lichter, Wie selten sie Dichter im
Überschwang sahn, Umwallen den
Schmachter. Mänadengesichter! Sie
trachten ihm ringsum mit Vorsicht zu
nahn.
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Gedeihe, großes Rom, bestelle Dir Konzile

Gedeihe, großes Rom, bestelle Dir
Konzile, Verknüpfe alles was Du irgend
schlau vermagst, Es gilt Dein Wollen
einem großen Lebensziele, Dem Werk, in
dem Du selber unvergleichlich tagst.
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An Homer

Gedichteter, noch mächtiger, weil
freier Als der Kronide, Herr im großen
Meer, Umplätschre uns, Besänftiger:
Homer, Dir sei, in Hellas, blauer Tag
die Feier! Drei Musen l
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Winter

Geduldig ist der Wald, Behutsamer der
Schnee, Am einsamsten das Reh. Ich
rufe. Was erschallt? Der Widerhall
macht Schritte. Er kehrt zurück zu
seinem Weh, Das kommt he
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An Keats

Geheimer Mondschein unter
Mittagsstrahlen , Mit sachter Muschel,
fahl wie Dämmerung, Erstaunt dich
Aphrodites naher Schwung Auf eigner
Rhythmen Flügeltum bei Qualen. Es
dun
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Geheimnisse in meiner Kinderseele

Geheimnisse in meiner
Kinderseele, Erklärt Euch, denn was
habe ich erfahren? Du Ruhe, während
ich mich sinnend quäle, Ich will ein
räthselloses Ich gewahren! Ich bin
mit
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Geier der Verzweiflung krallen

Geier der Verzweiflung
krallen Plötzlich sich in Orpheus
Herz, Rücklings wird er
überfallen, Nie empfand er solchen
Schmerz. Taumelnd schließt er seine
Augen, Eine
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An die Heimat

Geliebte Heimat, bleiches Bild im Winde
, Olivenhain in der Zypressen
Hut, Beseeltes Meer, so voll
Bestürmungsglut, Betrau mit Wohllaut
mich - zum Angebinde, Dem eingehändi
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Geliebte

Geliebte, nimm uns hin mit schweren
Schwächen ! Ich bin bloß Mensch aus
eigner Leidenschaft: Auf deinen
Flechten goldet mir geborgne Kraft, Als
schlürft ich Glut aus hold besonnten
Bäch
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Die Erscheinung

Geliebtes Bild, du sollst bei mir
erwarmen : Du Weib und Wesen, weil in
mich verliebt! Ihr Wunder wäret nicht,
wenn ihr verbliebt; Und doch, mein
Weib, noch halt ich dich in Armen.
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Gespenster

Gespenster sind Kometenköpfe unter
Leuten. Sie stehn bei uns und schleppen
Sterne in die Stuben. Der Schneider
flickt. Sie spielen stumm mit seinem
Buben. Der Arzt tritt auf: Gesunde
werde
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Die Flöte

Geweihter Hades, deiner Urkraft
Flamme Umfächert uns mit Feuerfingern
fürchterlich; Doch bangt mir kaum vor
Stachels nahem Stich: Mein Blicken
rings auf Düsterung zum Stamme,
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Kap Kolias

Geweihtes Kap gewährt den Frauen
Staunen . Es staut vor hohen Wogen sich
der Zug. Ein Pilger ruht durch eigner
Brust: Genug! Gesang verklärt der
Brandung schweres Raunen, D
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Das Gebet

Gewogner Hades, Spender alter Gnade
, Der Mensch, durch Not, zum Opfer tief
bereit, Erfleht für eine Göttin, wirr
im Leid, Der Tochter Wiederkunft auf
schwerem Pfade. Gesta
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Glocken erschallen!

Glocken erschallen! Von ruhmvollem
Dom Locken und hallen Die Rufe von
Rom! Es folgen die Leute Dem
klingenden Strom. – Sonntag ist heute
– Frohlockende Glock
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Herz, mein Herz, sei wieder demuthvoll und offen

Herz, mein Herz, sei wieder demuthvoll
und offen Und komme Dir und andern
Feinden gütig bei, Du darfst und
sollst noch mehr als ein Florenz
erhoffen, Doch manche Dich zuerst von
Wuth und D
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Hier lacht die Nacht: das ist die Stadt der tollen

Hier lacht die Nacht: das ist die Stadt
der tollen Nächte, Das ist das Land
der Liebe und der Liebesrechte, Es
fürchtet Niemand hier die großen
Zweifelsmächte, Da weilt die
Kindlichkeit
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Goldene Sonette

I Vertändelt ist das ernste Gold der
Garben. Auf alten Mauern schlafen rote
Schlangen. Die Jagd auf Wanderwild hat
angefangen, Der Tagesabgang schweißt
durch Wolkennarben.
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Die indische Symphonie - VI.

Ich aber sage allen
Lebensüberwindern Ich aber sage allen
Lebensüberwindern: Laßt von der
Schönheit Euch jetzt nimmermehr
verführen! Ich will die Leiden Eures
Erdendaseins lindern,
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Die Alexandrinische Phantasie - VII.

Ich bin ein Christ und schwebe auf dem
Ätherpferde, Wie einst, empor in
hehren Träumesweiten, Wo es nur
Geister giebt und Gottes ewige
Heerde. Ich lasse mich beim Flug von
Gluthge
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Ich fühl den Blick von einem Sterne

Ich fühl den Blick von einem
Sterne Seit meiner frühesten
Jugendzeit, Ich spielte kaum und bangte
gerne, Und nur das Leid war mir nicht
weit. Ich hing an mir und kaum am Le
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Ich gab meinen Wahnsinn dem wandernden Wasser

Ich gab meinen Wahnsinn dem wandernden
Wasser, Das schlaflose Schmachten bekam
ja die Nacht, Ich habe das Lachen der
Schwachen erdacht Und achte als
wallender, unsichtbar blasser Erb
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Schwäbische Madonna

Ich glaube fest an Gott und an die ewige
Gnade! Jungfrau Marie, auch dich, o
Mutter, liebt mein Herz. Du bist in mir
ein Traum und eine Wehmutslade: Voll
Demut lege ich vor dich die Furcht,
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Ich habe einst Giganten langsam wandeln sehen

Ich habe einst Giganten langsam wandeln
sehen Und nun vergesse ich das
Schauspiel nimmermehr, Dann konnten sie
auf einmal nicht mehr auferstehen Und
ich war froh, denn sie bedrückten mich
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Ich kann ihn schon genau im Wald vernehmen

Ich kann ihn schon genau im Wald
vernehmen, Selbst seine Worte werde ich
verstehn, Zurück! ich muß mich vor
dem Sänger schämen, Von weiterher
soll mich sein Lied umwehn:
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Ich kenne in mir selbst ein Thal, wo alle Bäume

Ich kenne in mir selbst ein Thal, wo
alle Bäume, In Fliederbleiche, zu
einander Grüße wehn, Wo
längsterlebte, starrgewordene
Schreckensträume Wie Gletscher über
Wolken in die Tiefe se
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Lothos

Ich liege im Kahne und fahre nach
Theben Und sinne, wie Dinge sich
sorglos verweben, Es träumt und es
lächelt ein Mädchen daneben, Sie
schläft nun, da Winde sich kühlend
erheben.
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Heidentum

Ich möchte wandern. Nackt verschwinden,
schwimmen. Stets weiterschwimmen,
Frauen treffen, minnen. Mich geben wie
das Wasser: abwärtsrinnen. Die Flut
befragen. Schwimmend immer weiter klim
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Roland - VI.

Ich reite in rother Gewandung zum
Grale. Da steht Montsauvage, aus sich
selber erleuchtet. Was glüht dort im
Saale! man sitzt wohl beim Mahle. die
Bäume sind Träume, mit Perlen
befeuchte
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Einsam

Ich rufe! Echolos sind alle meine
Stimmen. Das ist ein alter, lauteleerer
Wald. Ich athme ja, doch gar nichts
regt sich oder hallt. Ich lebe, denn
ich kann noch lauschen und ergrimmen.
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Die Alexandrinische Phantasie - III.

Ich sage fanatisch: »Ihr Huren und
Memmen, Ihr dürft die Dreieinigkeit
nimmermehr nennen, Den Fluchausspruch
brauch ich in Euch nicht zu hemmen, Ihr
werdet gar bald Eure Gluthbrunst ausre
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Ich sah einmal in einen Regenbogen

Ich sah einmal in einen Regenbogen, Er
schien mir aller Stürme stilles
Thor, Dann ward ein Karren plötzlich
durchgezogen, Es zerrten Büffel ihn
stets weiter vor. Es gingen
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Der Garten

Ich sah meine Heimat durch blühende
Ranken, Durch schneeweiße Kirschbäume
leuchtet das Heim. Der Flieder
verinnigt uns
Frühlingsgedanken; Narzissen am
Nesterrain lächeln geheim.
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Die Russin

Ich sah sie einst. Sie stand auf dem
Mondlichtbalkone. Der Frühling
verblühte in Beeten und Töpfen. Ihr
goldenes Haar, eine luftige
Krone, Verrankte, verlor sich in
offenen Zöpfen.
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Wunsch

Ich schlürfe Freude aus des Freundes
Schale , Dir, Sonne, bring ich kühnes
Feuer dar; Aus wo-gebundner,
ungenannter Schar, Verkünden wir dein
Lob, in offnem Saale. Du läd
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Die Alexandrinische Phantasie - I.

Ich schwebe in des Pferdes hellem
Flügelthale, Im Schwingenzwielichte
verschiedener Symphonieen, Empor durch
Gottes hehre SternenKathedrale. Ich
lasse still das Roß die Mutterfluc
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Grau

Ich singe, wenn die seltenen Sterne
glänzen, Der Halbmond sich dem Meer
entgegen neigt, Das dunkle Friedensblau
der Au entsteigt, Und alle Fluren sich
mit Thau bekränzen. I
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An Timon von Athen

Ich suchte, Timon, nicht deiner
Verbannung Gefundnen Ort, am
launenreichen Meer; Um Einsamkeit blieb
meine Seele leer, Der Ägäis Sturm
bewog mich zu Ermannung. Des Geistes
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Ich wandle nun, als urbesorgter Mensch und Dichter

Ich wandle nun, als urbesorgter Mensch
und Dichter, Als Riese, unerreichbar
hoch, über Florenz, In meiner Hand ist
alles, selbst die Himmelslichter, Ihr
Grund gewährts und mein Beschluß
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Ich will in einem Park den goldenen Abend feiern

Ich will in einem Park den goldenen
Abend feiern Und träumen, wenn die
ersten Sterne sich erschaun. Dann
blickt auch mein Gemüth aus
Amethystenschleiern Und fängt im
Traume an Erlebtes z
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Inder

Ihr Menschen, wir sind Wanderer im
Tale, Unbestimmt entwandern wir uns
alle. Am Tage wallen wir zum
Sonnenfalle, Nachts verfallen wir dem
Nordlichtstrahle. Die Inder aber gehn
durch
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Ihr Seelen, haltet Euch in trauter Lust umfangen

Ihr Seelen, haltet Euch in trauter Lust
umfangen, Was Ihr an Güte habt, das
legt in Euren Kuß, Entzündete die
Keuschheit früher Eure Wangen, So
glüht auch Euer Glück nun einen
Seeleng
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Ihr Wasserträgerkaryatiden

Ihr Wasserträgerkaryatiden, Einst wart
Ihr Romas Ziegelsklaven Und heute seid
Ihr Invaliden, Die früh mit hohen
Architraven Sich fort und fort in sich
verschlangen, Bis sie
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Im Erdgeschoß tragen die Ganzunbekannten

Im Erdgeschoß tragen die
Ganzunbekannten, Die Massen des Volkes,
die Last des Palastes, Im Stockwerk
darüber, die
friedlichverwandten Geschlechter des
großen SanMarkoMorastes.
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Die Glanzperle

Im Halbmond, wenn die Sterne sich
verdichten, Der Wasserathem langsam
dann verzieht, Enttaucht ein Kahn, so
traumhaft wie ein Lied, Und scheint die
letzten Wellen zu beschwichten.
... weiterlesen


Der Strom

Im Mondlicht schwimmen lauter
Kinderleichen, Es halten viele zwar die
Augen offen, Doch im Krystallsarg kann
man nimmer hoffen Und sucht blos
Friedensmeere zu erreichen. Vers
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Im Norden aber scheinen sich Gerippe gegen Fleisch

Im Norden aber scheinen sich Gerippe
gegen Fleisch zu wehren, Der Geist, der
sich von Roms Bestimmtheit weg und 
weiterkritisierre, Vermochte
plötzlich eine Form nach eigener Artung

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Der Hymettos

Im Winde Fichten sind Poseidons Gabe An
Zeus, der den Hymettos grau
umdräut, Weil er mit Wolkungen den
Berg betreut, Und um Gewitterkünfte
kreist der Rabe. Daß Regengegenw
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In einem Land, das von der Fluth fast unberührt g

In einem Land, das von der Fluth fast
unberührt geblieben, Begann der Boden
sich auf einmal bebend zu
verschieben: Das Meer hat hohe
Wasserhosen an den Strand
getrieben, Die bald beim Stur
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Des Liedes Wesen

In einem Land, wo alle Dinge traumhaft
schauen, An einem blauen Wundermeer kam
ich zur Welt. In einer Au, die ihre
Pracht verborgen hält, Begann mein
Wesen seinen Räthselthurm zu bauen.
... weiterlesen


Herkunft

In einem Land, wo alle Wesen traumhaft
schauen, An einem blauen Wundermeer kam
ich zur Welt. In einer Au, die ihren
Tag verborgen hält, Begann mein
Schauen seinen Rätselturm zu bauen.
... weiterlesen


Vision

In meinem Traumesgrau erscheinen
Lilien: Unendlich groß und doch in
meiner Seele Wird ihr Erguß zu manchem
Prachtjuwele, Und plötzlich gießt es
Licht wie auf Sizilien. Im
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Irr nicht ab, oh Geist, vom Pfad auf dem Du wandel

Irr nicht ab, oh Geist, vom Pfad auf dem
Du wandelst, Frage nicht, ob Du, so wie
Du glaubst, auch handelst, Schwärm
Dich aus, Du magst es wie die Andern
treiben! Spätere mögen sich Dein
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Jetzt fühle ich der Schönheit Flügelschläge

Jetzt fühle ich der Schönheit
Flügelschläge, Im Norden ist die
Lilie Frankreichs aufgegangen, Die
Christenliebe wird in Marmorblöcken
rege. Es scheint der Fels nach
Sonnenforme
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Jetzt greift der Sänger wieder sinnend in die Lei

Jetzt greift der Sänger wieder sinnend
in die Leier, Es tönt: »Die kurzen
Schritte, die mir noch
gegeben, Vollende ich, fast tastend
schon, bei dieser Feier, Ihr könnt sie
dann nach jed
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Jetzt mag der Mond auf Mosaiken spielen

Jetzt mag der Mond auf Mosaiken
spielen, In stillen Kirchen, die man
schüchtern meidet, Beweint sein Licht
den Heiland wohl, der leidet, Weil die
Geschöpfe ihrem Nichts verfielen.
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Die Iranische Rhapsodie - II.

Jetzt regnet es! Ich kann bereits die
Tropfen zählen! Jetzt regnet es! Ich
kann bereits die Tropfen zählen! Mein
Bruder ist schon patschenaß und denkt
entschieden, Sich nimmermehr mit se
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Junger Mond Du gießt die Stille

Junger Mond Du gießt die Stille Deines
Wesens auf die See, Denn ein letzter
Wellenwille Wiegt des Meeres weiches
Weh. Wo sich Nacht und Naß
umfassen, Träufeln Thrä
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Porzellan

Kamelien staunen unter Edelfichten In
Tau verträumt um einen
Pflanzenteich. Der Mond verschleicht
aus letztem Silberreich, Ein Morgen
kommt von goldnen Sterngedichten. Die
R
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Die indische Symphonie - II.

Kann die Nacht heut nimmermehr
vergrauen? Hält die Welt die
Sternenträume wacht Sind es Wolken die
sich ringsum stauen? Wann entstammt das
ganze Himmelsdach? Was erschau ic
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KOLKRABE ...

KOLKRABE: Anfangsnacht.
Traumgewolk? Hékate sichelt
sichs: Bleichheit und
Weib-Gespenst. Licht: tiefster
Stich, Trennst oder
kennst Kernes-Ernst -
Gnomenvolk. Fälschg
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Lebensgold ist jedes Blatt und es kann nicht sterb

Lebensgold ist jedes Blatt und es kann
nicht sterben, Nichts als Same, selbst
der Stiel edles Sichverschwenden: Was
da weste, werden wir urbewußt
ererben, Ja, wir folgen immerdar
inneren P
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Lichter müssen rings zersplittern

Lichter müssen rings
zersplittern, Gold erschimmert im
Geäst, Und die Lispelblätter
zittern, Weil die Sonne uns
verläßt. Lauter dunkle
Seelenfunken Schweifen Aben
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Die Irrsinnige

Madonna, ich sah Dich am sternhellen
Meere Da kamen im Winde die Todten zu
mir, Dann wuchs eine Sichel mit
grausamer Gier Und schnitt in die Weihe
der Seelenverkehre. Ich suc
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Mein Gedanke hat mir Weib und Kind getödtet

Mein Gedanke hat mir Weib und Kind
getödtet, Mörder! Mörder! dröhnt es
um mich her, Nein, es ist das kein
Gesicht eines Phantasten, Meine Seele
ist ein wilderregtes Meer. – –
... weiterlesen


Mein Rom, in Deinen Kirchen, Friedhöfen und Haine

Mein Rom, in Deinen Kirchen, Friedhöfen
und Hainen Ergeht sich meine Seele,
wenn ihr bangt, so oft, Wie könnte sie
dann noch um ihre Todten weinen, Da
alles doch in Rom die Ewigkeit erhof
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Die Iranische Rhapsodie - V.

Mein Weib ist gesunken. Mein Weib ist
gefangen Mein Weib ist gesunken. Mein
Weib ist gefangen Und schmachtet
bewacht im Palast der Kastraten. Mein
Weib! Als Bacchantinnen Tanzlieder
sangen,
... weiterlesen


Mein Weib und ich, wie glücklich sind wir doch ge

Mein Weib und ich, wie glücklich sind
wir doch gewesen, Sie folgt uns noch,
die goldene Wonne von Florenz, Es ist
in jenem Traum ein anderer Mensch
genesen, Oh glaube, danke doch dem
licht
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Mein Weib, mein Weib, wie Du Dich tapfer sträubte

Mein Weib, mein Weib, wie Du Dich tapfer
sträubtest! Du bist so schwer, so
bitter schwer, dahin gegangen. Du
Schmerz, als Du das liebste, holde Sein
betäubtest, Da konnte es der Tod noch
... weiterlesen


Aus Verlorenheit

Meinem Vater Gelobtes Land der Eltern
mir, des Sanges , Einst wähnt ich mich
verträumt an deinen Rhein, Erzählte
Nordgold, dort gehört zu sein: Ein
Horn so vollen Sonnen
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An Leopardi

Meiner Schwester Elena Des
Mittelmeeres Schwermut war dein Sagen
, Nach der Versunkenheit verlorner
Ruf; Was Hellas wagte und Italien
schuf, Verwunderte das Herz durch altes

... weiterlesen


Die Indische Symphonie - I.

Milde Winde warmer Nächte, Streift die
Fieberträume fort, Wenn der Schlaf mir
Frieden brachte, Glühte ich ein
Flammenwort. Morgen, morgen will ich
sagen, Was mich j
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Mir ist es oft, als sehnten sich die Blumenwiesen

Mir ist es oft, als sehnten sich die
Blumenwiesen, In heitrem Lenzesschmuck,
nach einem Fernenflug, Als wähnten
sie, als hofften sie, die Winde
bliesen Sie munter fort, als
traumhaftbunten
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Mir ist es oft, wenn ich die Augen schließe

Mir ist es oft, wenn ich die Augen
schließe, Als ob die Welt der eigenen
Phantasie In einem Strom von mattem
Golde fließe Und traumhaft durch die
wache Seele zieh. Das ist
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Mir träumte nun, uns allen träumte

Mir träumte nun, uns allen
träumte, Daß, was da zuckte,
vorwärtsglitt Und so die Welt
zusammenräumte, Denn jeder Abfall
hupfte mit. Das Blut, das noch aus
Schrammen schäumte,
... weiterlesen


Eleusis

Mit deinen Fackeln, Demeter,
entsteigen Wir Sterblichen, dem Hades
zu, der Erde. In Fieberfinsterung
beschnuppern Pferde Der
Heißverheimlichten, bei Heil und
Schweigen, Nun
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Weg

Mit dem Monde will ich
wandeln: Schlangenwege über
Berge Führen Träume, bringen
Schritte Durch den Wald dem Monde
zu. Durch Zypressen staunt er
plötzlich, Daß ich
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Morgen wird es! Wie verfleischlicht schweigt die F

Morgen wird es! Wie verfleischlicht
schweigt die Frühe. Langsam athmen
blos die hellen, gelben Lehnen, Und es
ist, als ob der Geist sich Formen
glühe. Oh Du Weib in mir, wonach wirst
Du D
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Nach Ruhe geht das Weltverlangen

Nach Ruhe geht das Weltverlangen Und
alles strebt nach einem Kern, Doch gar
nichts kann ans Ziel gelangen, Denn
nirgends glänzt ein
Ankunftsstern. Der Himmelsbau ist
ohne En
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Der Nachtwandler

Naht mir gar nichts auf den
Spitzen, Leise wie ein
Geisterhauch? Licht fällt durch die
Mauerritzen, Was du fühlst ist grauer
Rauch, Jedes Ding kriegt
Silberschlitzen, Und es
... weiterlesen


Die indische Symphonie - IV.

Natur, wie reich und hehr mußt Du in
uns erscheinen Natur, wie reich und
hehr mußt Du in uns erscheinen, Da
nur, was sich vertiefen wird, ins Dasein
stürzt: Und kann mit Fernem Durchempf
... weiterlesen


Nun bist Du mein! Denn wunderbar ist Liebe

Nun bist Du mein! Denn wunderbar ist
Liebe, Ein Tag von Stimmen, über uns
gekommen. Wir haben uns im trüben
Lautgetriebe Nur allzutief und klar und
ganz vernommen. Stets ü
... weiterlesen


Nun hallt es und schallt es schon wieder im Walde

Nun hallt es und schallt es schon wieder
im Walde, Und wiehernde Pferde
erscheinen am Feld. Bacchantische
Weiber durchtollen die Halde: Das
schwirrt und das zittert, das raschelt
und gellt.
... weiterlesen


Nun heißt es bauen, Schiffe bauen, Holz behauen

Nun heißt es bauen, Schiffe bauen, Holz
behauen, Sich Segel liefern lassen,
Bretter hobeln, leimen; Auch Abends
wirken; – furchtlos vor den
Dämmerbrauen –, Des neuen Leibes
Rippen ohn
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Nun schweige Du als Traum; sieh Welten westwärts

Nun schweige Du als Traum; steh Welten
westwärts träumen, Doch Du geh mit
der Erde ihnen ernst entgegen, Du mußt
mit Deinem Kern Dich gegen Sterne
bäumen; Sei friedlich und sei frei auf
... weiterlesen


Nun seh ich Menschen, von der Erde selbst gehoben

Nun seh ich Menschen, von der Erde
selbst gehoben, Zu ihrem Werke, wie zu
einem Feste, gehn, Und Tropenwälder,
in ihr Wirken eingewoben, In freier
Sonnenluft auf unserer Erde stehn.
... weiterlesen


Schnee

Nun setzt der Schnee sich leicht wie
Silberbienen Sehr stumm auf jedes
weggewelkte Blatt. Da ist auf einmal
auch der Mond erschienen, Er
überflügelt die gestirnte Stadt. De
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Die Göttin beim Volk

O bleib beim Volk, geliebte Aphrodite
! Zur Vorstadt und Gehöften schickst
du Tauben: Wenn stadtwärts Wagen mit
Berauschten stauben, Befügst du sie in
freudvolle Gebiete.
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An Anakreon

O Lober des Dionysos, Preiser des Weines
, Anákreon, Sänger so holder
Gestalt, Ich huldige auch des Bacchos`
naher Gewalt: Ach, gliche dem Lied
deiner Gottfeiern meines! En
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Oh Farbenstadt Venedig, dir zu Füßen

Oh Farbenstadt Venedig, dir zu
Füßen Verstreut und legt ein grüner
Strom Juwelen, Das Meer will jedes
Dogenhaus begrüßen, Es dürfen
nirgends Fluthgeflechte fehlen. Auf
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Oh Flora, du hast dein Italien der Kriege

Oh Flora, du hast dein Italien der
Kriege So herrlich mit Blüthen und
Träumen verschönt, Dich hätte das
römische Volk nach dem Siege Von
Herzen zur Göttin der Liebe gekrönt.
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Oh großes Rom, mit Deinen stolzen Marmorbauten

Oh großes Rom, mit Deinen stolzen
Marmorbauten, Versteckten
Backsteinhäusern und verruchten
Gassen, Als Deine Kinder ihrer
Weltmacht ganz vertrauten, Begannen sie
die Stadt beruhigt zu ve
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Oh Göttin, welches Weh durchzittert

Oh Göttin, welches Weh
durchzittert Dich sanft, da Du das Lied
erlauscht, Hat es die Keuschheit Dir
verbittert, Hat Dich der Traum vom Baum
berauscht? Von Ästen seh ich Neb
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Oh Mann und Weib, die Schrecken könnt Ihr überwi

Oh Mann und Weib, die Schrecken könnt
Ihr überwinden, Die aus dem Urwald Ihr
in Euch verpflanzt: Ihr wißt es,
Seelen tausendfältig zu
verbinden, Denn Ihr begeistert Euch,
wenn Ihr im Re
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Oh Meer, ach, ich brauche von Dir eine Thräne

Oh Meer, ach, ich brauche von Dir eine
Thräne, Es mag sie Dein Anblick der
Seele gewahren, Da lächelt mein Kind
durch den Schimmer der Fähren, Damit
ich sein Mündlein im Augenroth wähn
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Schicksal

Oh Morgenstern, ich wittere Deine
Strahlen, Du scheinst von einem Weib
emporgehalten, Du läßt auf Erden die
Empfängniß walten, Du bist das Ich
von allen Scheidensqualen.
... weiterlesen


Oh Nacht, oh unendliche, herrliche Nacht

Oh Nacht, oh unendliche, herrliche
Nacht, Bald wird Dir die Menschheit
Genesung verdanken! Du fügst ja, was
stürmisch vom Lichte
entfacht, Ursprünglich, lebendig, auf
Erden, erwacht,
... weiterlesen


Oh Natur, Du hast harmonisch,

Oh Natur, Du hast harmonisch, Welt –
und urarchitektonisch – Vor Äonen
schon beschlossen, Daß vollendet und
gegossen, Deine Schöpferhand die
Zwänge Deines Wirkens, tie
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Oh Pan,

Oh Pan, Ich trachte allseits Deine
Gegenwart zu finden, Doch in der Stille
nur hast Du Dich wahr gezeigt, Ich
wartete und fahndete nach Dir, und
Linden Im Walde haben sich dann still
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Oh Rom, Du Stadt des Heiles und der großen Wunder

Oh Rom, Du Stadt des Heiles und der
großen Wunder, Du Licht des Glaubens,
das die Christenheit durchleuchtet, Wir
alle fühlen uns durch Deinen Trost
gesunder! Ihr Aussatzkranken,
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Oh Rom, wer hat mit einer Wölfin Dich verglichen

Oh Rom, wer hat mit einer Wölfin Dich
verglichen, Die Nimmersatt die Völker
um sich her verschlang? Es hat die
Menschen stets ein Angstgefühl
beschlichen, Wenn Botschaft Deiner
Siege bis
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Ra

Oh Sonne, Dein Wesen ist ewiges
Siegen! Dein Wollen ist Licht, Deine
mystischen Flügel Erstrahlende Wärme,
Dein Siegen ist Fliegen Und hoch
überblickst Du die Thäler und
Hügel.
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Oh Sonne, Sonne, großer Lichtgedanke

Oh Sonne, Sonne, großer
Lichtgedanke, Der Du das Unding zur
Gestaltung raffst, Oh, wüßtest Du,
wie brünstig ich Dir danke, Daß Du
ein Kind durch meine Liebe
schaffst. De
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Oh Sonne, unsere holde Lebensmutter

Oh Sonne, unsere holde
Lebensmutter, Von Wolkenschwärmen bist
Du eng umdrängt, Es gleicht ein
Mädchen Dir, das Taubenfutter Und
volles Wohlwollen von Herzen
schenkt. Die w
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Übertreibung

Oh Stadt, in Deinem letzten
Dämmerlichte Verflattern Fackeln
langer Leichenzüge, Als ob jetzt
selbst die Fluch die Gluth
vertrüge, Sprühn alle Ufer nun in
stillem Lichte.
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Oh Urwald, Du Sinnbild von Lebensgedanken,

Oh Urwald, Du Sinnbild von
Lebensgedanken, Leibhaftiger Inbegriff
tiefer Gefühle, Die rings sich, vom
Mutterland, himmelwärts ranken, Du
seeliger Ausdruck vom
Waldesgewühle, Entwu
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Oh Weib, was mußtest Du am Wüstenweg erdulden

Oh Weib, was mußtest Du am Wüstenweg
erdulden, Du schmiegtest Dich ans
eigene räthselhafte Sein, Gleich
dunklen Winterwolken in verschlossenen
Mulden, Sank schwerer Kummer leise in
Dein
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Oh Weltenleu, oft sträubst Du Deine Flammenmähne

Oh Weltenleu, oft sträubst Du Deine
Flammenmähne, Entloht der Urbs der
Feuerabglanz Deiner Wuth? Oh jage
Löwe: was bedeuten
Purpursträhne? Es brüllt der
Mensch. Das Holzwrack k
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Oh Wißbegier, wann hast Du ausgetobt in meinem In

Oh Wißbegier, wann hast Du ausgetobt in
meinem Innern? Wann mildern der
Gefühle zartverwobene
Wehmuthsweben, Den Sonnenschleiern
gleich, die einen stillen Herbst
durchschweben, Das schlaf
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Oh Zeus, Du hehres Angesicht in Hellas Mythen

Oh Zeus, Du hehres Angesicht in Hellas
Mythen, Du blaue Himmelsjugend, die
sich voll verschenkt, Nun weichst Du
einem Wüstengotte der Semiten, Der in
der Menschheit seine eigene Pein beden
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Oh, nun leb auch ich der Freude

Oh, nun leb auch ich der Freude, In mir
selbst ist Karneval, Flaggen heiterer
Luftgebäude Wehen jetzt mit
einemmal. Seltenes Glück kann ich
erfassen, Worte hör ich
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Orpheus Blicke schweifen in die Weite

Orpheus Blicke schweifen in die
Weite, Feinde sieht er, doch er scheut
sie nicht, Hirten, weiß er, sind sein
Schutzgeleite, Und er singt, denn
singen ist ihm Pflicht: »Flam
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Orpheus fühlt sich ganz verlassen

Orpheus fühlt sich ganz
verlassen, Aber nirgend mehr
allein: Denn jetzt werden
Wolkenmassen Mit den Winden
handgemein. Schrecklich rauscht es in
den Pappeln. Streiten
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Orpheus fühlt sich müde und entkräftigt

Orpheus fühlt sich müde und
entkräftigt Und er läßt den Spuk
vorüberhinken, Da ihn eigener
Sorgenkram beschäftigt: Ja, er glaubt
in Schwermuth zu versinken. Jener
Duns
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Orpheus ist vielleicht in tiefen Schlaf gesunken

Orpheus ist vielleicht in tiefen Schlaf
gesunken: Oder haben die Gespenster
sich versteckt? Wie dem sei, betrunkene
Huren und Hallunken Haben ihn nicht
mehr gepeinigt und geschreckt.
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Orpheus sieht sich um. Der Unhold ist verschwunden

Orpheus sieht sich um. Der Unhold ist
verschwunden. Er bemerkt nun, daß er
selber laut gesprochen, Aller
Lebensekel scheint ihm
überwunden, Freude ist sogar in ihm
hervorgebrochen!
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Orpheus wandert ohne Ziel und Richtung

Orpheus wandert ohne Ziel und
Richtung, Plötzlich aber sieht er eine
Lichtung, Wo im Morgenrothe
Wolkenleiber Sich, wie rasch erwachte
junge Weiber, In bethauten
Blüthenpfühlen re
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Orpheus will im Wald erschauern

Orpheus will im Wald erschauern Und
noch einmal tief erbleichen, Denn er
weiß, des Morgens lauern Fabelwesen
unter Eichen. Wenn die todten Helden
wieder In den alten
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Orpheus zieht es nun zum Meere

Orpheus zieht es nun zum Meere, Das ihm
dumpf entgegengähnt, Und nach dessen
dunkler Leere Sich des Sängers Seele
sehnt. Lustig flimmern, schon die
Sterne, Denn der
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Pan, Pan, so öffne Deines großen Reiches Pforten

Pan, Pan, so öffne Deines großen
Reiches Pforten, Und was ich fühlen
muß, beschwere Du mit Worten. In
Deiner Welt wird sich der Geist in
Formen kleiden, Und wer Dich kennen
will, muß w
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Pan,

Pan, Was Du vom Weltall
festgehalten, Und dann in Daseinsformen
zwangst, Gabst Du, entwickelt und
gespalten In Wesen, die Du selbst
durchdrangst, Dem Licht zurück: doch
die G
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Hesperien (2)

Pastorale ITALIEN, große Wolken
warten auf dem Meere, Um dir zu
Füßen, wildumblitzt, den Herbst zu
legen. Noch ist der Wind zu schwach
für solche Regenschwere: Doch plöt
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Purpurschwere, wundervolle Abendruhe

Purpurschwere, wundervolle
Abendruhe, grüßt die Erde, kommt vom
Himmel, liebt das Meer. Tanzgestalten,
rot gewandet, ohne Schuhe, kamen rasch,
doch sie versinken mehr und mehr.
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Berauschter Abend

Purpurschwere, wundervolle
Abendruhe Grüßt die Erde, kommt vom
Himmel, liebt das Meer. Tanzgestalten,
rotgewandet, ohne Schuhe, Kamen rasch,
doch sie versinken mehr und mehr.
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An Phaidros

Rudolf Pannwitz zugeeignet Geliebtes
Taumbild, über mir in Schwebe
, Vielleicht mein Zwilling, sternhin
abgeneigt Von diesem Wesenswuchs, der
sich verzweigt, Doch fromm mach
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Mein Meer

Sapientum templa
serena. Lucretius Mein Meer,
Millionen holde Wesen pochen Um stummes
Eiland aus verloschnem Traum; Wie
wälzen sie sich schwer und wispern
kaum:
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Panik

Schon fühlen Nachtgestalten rings ihr
Walten. Des Tages Wangenwärme muß
enthauchen. Ihr Dinge wißt doch, daß
wir Frieden brauchen, Drum trachtet
nicht den Athem anzuhalten.
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Schon krallen sich Leiber hervor aus den Schluchte

Schon krallen sich Leiber hervor aus den
Schluchten. In Brunst sind die beiden
Geschlechter verbunden. Sie halten sich
krampfhaft beim Werden umwunden Und
müssen sich unbewußt kletternd b
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Schwindel packt mich, Bilder eilen

Schwindel packt mich, Bilder
eilen Ringsumher in wildem
Tanz, Hergeschleppt viel tausend
Meilen, Sprühn sie auf, in matten
Glanz: Keines mag um mich
verweilen, Jedes schwankt
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Siebenfache Bogengänge

Siebenfache Bogengänge Überwinden
ihre Schwere Und sie wölben über
Hänge Sich empor zum Belvedere, Wo
ein Kaiser ungezügelt Allen seinen
Lüsten fröhnt. Krauses
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Sieh Rom, es gleicht Dein rundes Prachttheater

Sieh Rom, es gleicht Dein rundes
Prachttheater, Das Du der
Volksbelustigung geweiht, Fürwahr dem
größten Menschenflammenkrater, Der
Gluthbrunst wuchtvoll rings um sich
verspeit.
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So flammt denn auf, ihr goldenen Hallen

So flammt denn auf, ihr  goldenen
Hallen, Erwache meiner Seele
Gold, Gewaltig mag die Blutfluth
wallen; Erstehe, was zum Tag
gewollt! Oh Sonnentempel, golddurchf
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An Byron

So großer Lord, der Sonne liebster
Dichter , Dich Byron, ehrten Menschen,
liebten Feeen; Gefeiter Jäger, Blicke
auch von Rehen Zerbrach dein Herz; du
sterntest sie als Lichter.
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Sonne, mildes Herrscherauge

Sonne, mildes Herrscherauge, Meine
Inbrunst wogt Dir zu, Wenn ich stumm
Dein Loderwollen sauge, Überkommt mich
sichere Ruh. Sonne, Du vergiebst die
Sünden, Die man W
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Hesperien (1)

SOWIE die Sonne rot und sichtbar
wird, So muß die Sonne sinken. Sowie
die blaue Nacht dem Tal
entschwirrt, Beginnen Berge streng zu
blinken. Umwolkte Höhen winken. Die
Bauer
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Theben ist eben dem Leben ergeben!

Theben ist eben dem Leben ergeben! Wohl
hör ich sein Brausen, doch fehlt mir
das Auge, Mich vollauf mit all seinem
Rausch zu verweben. Ein Traum, der
mich würgt, dem ich Sphynxmil
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Tief unten, im schattigen windstillen Thale

Tief unten, im schattigen windstillen
Thale, Entstanden rings Hütten nach
ländlichem Brauch, Dort richten die
Mütter soeben zum Mahle, Denn über
den Bäumen verästelt sich Rauch.
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Aufschwung

Triptólemos hält Rast auf Kores Fluren
. Besinnt sich ihr Gemüt des Hades
schon? Erwacht, dem Schlafe zugedacht,
der Mohn? Bei Herbstzeitlosen mahnen
Plutos Spuren. Ob auc
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Höllensturz

Trovai un tal di voi, che per sua
opra In anima in Cocito già si
bagna Ed in corpo par vivo ancor di
sopra. Dante, Inferno: XXXIII,
155-157. .Begierig umgrinst mich das
schr
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Giganten

Träume fassen langsam meine Hand Oder
nehmen etwas flugleicht von den
Schläfen. Sie geben mir den
Teppichschritt zu andern Häfen. Durch
das Geträume hüpft, verknüpft sich
blau ein Ban
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Um Neumond ist traumblau mein Gatte erschienen

Um Neumond ist traumblau mein Gatte
erschienen, Sein Kommen verbreitete
heimliches Schweigen, Es wollte mein
Wesen sich ganz zu ihm neigen, Da war
er um mich, wie das Schwärmen von
Bienen.
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Unfaßbar viel Volk ist nach Theben gekommen

Unfaßbar viel Volk ist nach Theben
gekommen, Und immer noch folgen sich
Schiffe auf Schiffe: Da kommen schon
wieder Nilflotten geschwommen! Gar
viele umschifften gefährliche Riffe:
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Venedig, dankbar bringen dir die Götter Gaben

Venedig, dankbar bringen dir die Götter
Gaben, Geschenke, wie sie keine andre
Stadt empfangen; Du bist wie Aphrodite,
der du gleichst, erhaben, Du hast
erwachend stets ein trautes Brautver
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Venedig, deine Marmorsäulenwälder

Venedig, deine
Marmorsäulenwälder Durchstreif ich
tausendmal und gerne, Sie sind die
bleichen, steinernen
Vermelder Versunkenen Seins in Meer und
Nebelferne. Arkadien bist
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Venedig, es ergießt sich Deine Ernte

Venedig, es ergießt sich Deine
Ernte Aus Blumenseelen in die weite
Welt, Denn jeder Duft, der sich von Dir
entfernte, Trug Samen fort für
künftiges Blüthenfeld. Die Nelke
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Demeter

Verehrte Demeter, im Glück der Felder
, Beherzte Hirtin unter bangen
Seelen, Wer mag das Blut in deine Hut
empfehlen? Du thronst gewertig vor dem
Alp der Wälder, Vertraut s
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Das Drama

Verführerin, o Sonne, dein
Gestrahle Beblendet Kore, kühn im
Feld; An schwülem Tag, eine noch
heißre Welt Umfaßt das Kind
vieltausendmale. Ein Stern, der
herzt: der Kuß
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O Mond

Vergleichst du den Mond einem kindischen
Greise? Er braucht unsre Träume, die
Meere, zum Spiel Und holt sich die
Dichter zu lichtblauer Reise, Er freut
sich an Fahrten, entführt dich dem
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Verliebter Fluß

Verliebter Fluß, wie unbehelligt wir
uns gleichen. Zu Feld und Blumen
schmiegst du dich vergnüglich hin. Wir
sollen unsre Waldvertraulichkeit
erreichen, Da kommt mir froh und leicht
die S
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Der stumme Freund

Vermenschter Stern, mit allen deinen
Fluten Verlangst und bangst du blaß
hinan zum Mond. Wir können bloß die
Mondsehnsucht vermuten Und wissen wohl,
kein Mondgespenst hat uns verschont.
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Ums Mond-Meer

Vernarrter Alp - ob Mond? - in kühler
Liebe , Zerdrückst du das Gewölk und
wühlst ums Meer. Gewogne Unholde
beträum ich schwer Und reck mich
schräg: wie ich in Schwebe bliebe?
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Dem Sommernachtstraum

Verschwendete der Baum sein keusches
Blühen , So singt er sich: Zikaden
sind bereit. Verstummen sie, um ihre
Schlummerzeit, So möchten
Himmelszweige Sterne sprühen. Auch M
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Versteinerte Eichen am Grund der Lagune

Versteinerte Eichen am Grund der
Lagune Beginnen dem Sumpfe mit Wucht zu
entwuchern Es wachst schon die trutzige
Dünenkomune, Und Kunden erblühen von
Nordlandbesuchern. Es
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Der Dudelsack

Vertraut und traurig summt ein Dudelsack
im Haine, Das ruft wie Brunst, voll
guter Brunst, aus dumpfer Schluft. Die
Rosen bluten schwerbetaut im
Mondenscheine, Verliebte Junikäfer
blitzen
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Verworren scheint mir, was ich eben hörte

Verworren scheint mir, was ich eben
hörte, Doch in mein Wesen dringt der
alte Friede, Es war, als ob mein
LichtIch sich empörte, Daß uns die
Erde noch an schwere Ketten schmiede!
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Von Eris, der streitbaren Schwester geleitet

Von Eris, der streitbaren Schwester
geleitet, Von Hermes, dem Gotte der
Stürme befreit, Erscheint uns jetzt
Ares, der ungestüm reitet, Er fühlt
sich zu jeder Verheerung bereit.
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Von Flimmerlüften war das Nebelmeer verschlungen,

Von Flimmerlüften war das Nebelmeer
verschlungen, Die Thäler dampften
sonnvergoldet, frei, Doch alles, was
zum Sonnenglück emporgesprungen, Trug
in sich selbst ein Stück der
Daseinswüs
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Adria

Von Hellas kommt der Wind mit einem
Nachen, In reiner Sternesterbensstunde
her. Es perlen schon die Lüfte überm
Meer, Und ganz geringe Lichtdinge
erwachen. Das Sichverringe
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Jacopo Bellini

Wahrhaftig die Trauer der salzigen
Meere, Erwacht im Gemüth Deines
herrlichen Knaben, Verwundert wie alles
allmächtige Gehaben, Erfüllt sein
Erstaunen die glaubhafte Leere.
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Wahrhaftig, es wirbeln da blasse Figuren

Wahrhaftig, es wirbeln da blasse
Figuren. Sie schwingen den Tyrsusstab,
grüßen mit Bändern, Vielleicht ihren
Farben aus allerhand Ländern. Zuerst
gab es rhythmisch bewegte Konturen,
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Waren dies die Spinxfelsfibern

Waren dies die Spinxfelsfibern, Die da
schwollen und erstarrten? Wars ein Ruck
von Weltverschiebern, Die noch tief in
Grotten harrten? Oder kam ich selbst
ins Fiebern, Als um
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Oft

Warum erscheint mir immer wieder Ein
Abendtal, sein Bach und Tannen? Es
blickt ein Stern verständlich
nieder Und sagt mir: wandle still von
dannen. Dann zieh ich fort von gu
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Was soll mir diese Schaukelpantomine

Was dieser Spuk in feuchten, fetten
Lüften, Er trägt, verschiedentlich,
die gleiche Miene Und lüstern schwankt
er rings auf fixen Hüften: Ich aber
will, daß er mir redend diene!«
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Was mir erscheint, ist das der große Gotteshimmel

Was mir erscheint, ist das der große
Gotteshimmel, Ists Sternenglanz, der
sich im Traumesdome regt? Ist es die
Nacht auf wildbewegtem
Wolkenschimmel? Ists kühler
Wehmuthsschnee, der sich
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Einblick

Weine nicht, Jungfrau Marie, Du kannst
die Menschen nicht retten. Schaukle
dein Kind auf dem Knie, Als ob wir noch
Fröhlichkeit hätten. Doch sind wir
uns selbst überlassen
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Die hohe Botschaft

Wenn Wolken rings phantastisch
niederblicken, Entsteigt der
Mittagsadler ohne Regung, Doch meint
die Stille innerste Bewegung Und reicht
die Frühe fertigen Geschicken. An Qu
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Wer hat Euridikens Glanz beleidigt

Wer hat Euridikens Glanz
beleidigt, Warum graut Geträumtes
auf? Orpheus grämt sich und
verteidigt Ihre Scham beim
Traumverlauf. »Euridike, theures
Wesen,« Denkt er
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Der Blinde

Wer sagt es mir, ob ich schon lange
einsam harre: Verwalte ich ein
Geisterheer als blinder Greis? Ich sehe
nichts. Doch ahne ich des Daseins
Starre. Der Riesen Lockenhaar ist
weiß.
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Wie oft mußte das erste Menschenpaar erstaunen!

Wie oft mußte das erste Menschenpaar
erstaunen! Es widerlegte täglich eine
jüngere Gewahrung Was sich schon
mächtig eingeprägt hat als
Erfahrung: Es hatten Waldgötter
wahrhaftig eigen
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Wie still es ist. Wo sind der Seele tiefe Stürme?

Wie still es ist. Wo sind der Seele
tiefe Stürme? Sie gleicht dem Meere,
das die Fluch zur Ruhe bringt, Es ist,
als ob sie Leben, wie die See
beschirme, Sie kühlt und schützt die
Lenznat
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Wieder kam die Welt ins Schwanken!

Wieder kam die Welt ins
Schwanken! Berge stürzten jählings
ein: Und das Bersten aller
Schranken Nahm der Mensch in
Augenschein. Auf den Inseln, die
versanken, Konnten Völke
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Wildwabbernde Fackeln, die qualmend verglühen

Wildwabbernde Fackeln, die qualmend
verglühen, Beginnen die Bahre des Tags
zu entzünden; Es gibt im Gebirge kein
reifes Verblühen; Verbluten,
Verrauchen, soll Frieden verkünden!
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Gegen Abend

Will kein lieber Vogel singen? Alle
Büsche bleiben stumm. Nur ein Falter
mit beblümten Schwingen Tummelt sich
im Roggenfeld herum. Sonnenblumen
neigen sich zur Erde.
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Die Auferstehung des Fleisches - IX.

Überraschung Durch Pinien lustwandelt
der Mond, durch Glyzinien! Ein
blauendes Wasser bringt blauere
Blätter. Ein Windhauch verwiegt und
verschmiegt alle Linien, Das raschelt
und s
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Zu Wüstensand verbrannte

Zu Wüstensand verbrannte Der Erde
trockener Theil, Und in die Wildniß
sandte Apoll den ersten Pfeil. Der
Wüstenathem brachte Ihm nichts als
heißen Sand, Er
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Zum sternigen Himmel italischer Nacht

Zum sternigen Himmel italischer
Nacht, Versteigt sich der duftige Odem
Sorrents, Soeben sind Boten des Tages
erwacht Und überall freuen sich die
Rinder des Lenz. Es schwellt
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Zum Wind und Nebelreigen wehn

Zum Wind und Nebelreigen wehn Rings
Wiesenwische gar geschwind, Man sieht
sie durch die Fenster sehn, Ob Träume
etwa munter sind. Halloh, da folgt
ein loser Traum Dem
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Zur Pauluskirche geh ich täglich

Zur Pauluskirche geh ich täglich, Es
war zuerst blos Zeitvertreib, Doch
liebe ich sie jetzt unsäglich Und
suche dort nach meinem Weib. Zur
Kirche müßt es wiederkehren,
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Zwischen lauter lauten Unken

Zwischen lauter lauten Unken, Boten
naher Pein und Qual, Zieht nun Orpheus
urversunken, Westwärts durch ein
feuchtes Thal. In der heitern
Dämmerferne, Wo die Waldesw
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Zypresse, ach verlaß mich nicht

Zypresse, ach verlaß mich nicht, Wache
einst an meinem Grabe: Wenn ich
ausgerungen habe, Sehe Dich mein
Innerlicht! Greife mit den Wurzeln
noch Bis zu meinem Wundenhe
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Der Granatapfel

» Von diesem süßen Feuerkern genieße
!« Spricht Hades und gibt Kore sacht
die Frucht: »Sei furchtlos nun, tilg
mir die Eifersucht, Bis nie dein Wunsch
zur Mutter mich verdrieße!
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Ach, wenn doch meine bleiche Braut noch lebte

»Ach, wenn doch meine bleiche Braut
noch lebte, So hätte keine Ferne uns
getrennt, Wenn mir das Schicksal auch
entgegenwebte, So schützte uns das
gleiche Firmament. Nun ab
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Die Iranische Rhapsodie - VI.

»Asketisch ist das Wesenswachsthum ohne
Wüste!« Das höre ich synthetisch
jetzt in mir erklingen Und sehe unter
mir bereits die wuchtige
Satansbüste, Mit selbsterkannten und
geprägten
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Barbaren war der Warnungsruf

»Barbaren!« war der
Warnungsruf, »Die Feinde!« der
Verzweiflungsschrei, Dann traf mich
schon ein Pferdehuf, Und rings begann
die Metzelei! Nun bin ich wach und seh
genau:
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Chuenaten, rief Ti, dessen Mutter

»Chuenaten,« rief Ti, dessen Mutter:
»Chuenaten, Dein Morgengebet ist
fürwahr unbesonnen, Oh laß Dich, Du
thörichter Schwärmer, berathen! Das
Werk, das Dein herrlicher Vater begonnen
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Chuenaten, spricht Ti, dessen Mutter

»Chuenaten,« spricht Ti, dessen
Mutter: »Chuenaten, Der Kampf war
gewaltig, der Sieg ist errungen, Die
Feinde, die Amon und Theben
vertraten, Sind alle zerspalten,
beinahe bezwungen.
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Erkenne Dich in Deinen gelben Seelenhallen

»Erkenne Dich in Deinen gelben
Seelenhallen, In denen Du den
Sonnenmythus tief erlebst: Ersehnst Du
Wesen, die in Dich
herüberwallen, Ersteht ein stilles
Traumbild, daß Du ganz erbebst!
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Roland - V.

»Es ist mir peinlich, meinem Zwerge
nachzusteigen. So lang er mich
verfolgte, war der Spuk
erträglich, Doch so, scheint man dem
Boden geradezu leibeigen: Mit einem
Zerrbild ist selbst Hel
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Roland - II.

»Es leben die Quellen, sie rascheln und
rauschen, So trinkt doch, erschöpft
uns, um Menschen zu taufen, Ihr seht
uns, das Wasser, die Namen
vertauschen, Wir warten als Schnee, um
als Bach
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Oh, sei mein Lenz, ein ganzes neues Leben!

»Oh, sei mein Lenz, ein ganzes neues
Leben! Oh, lös den Reif, der meine
Seele zwangt, Fort aller Trotz, ich
will das Glück erstreben!« Ruft hold
mein Weib: »Die Welt ist gluthdurchträ
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Die Pyramide

»Verwegener was willst Du? Was
peitscht Dich aus der Ruh?!« Erscholls
in meinen Träumen, Als jähbewußter
Schrei. »Ich kann Dich nimmer
zäumen, Du Lichtbrunst schön und
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Was mag der Krawall im RaLager besagen

»Was mag der Krawall im RaLager
besagen, Es kappern wohl endlich die
krätzigen Fremden, Man will vielleicht
Aussatzbefallene verjagen Und kreischt
oder feilscht nur um prunkvolle Hemden.
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