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Gedichte - Therese Dahn

Zorn

Beschüttet mich mir eurem Haß und Spotte
Und scheltet und verdammt: ich trag` es gern;
Doch meiner Seele Heiligtum und ihrem Gotte,
Unfreundliche Bedränger, bleibet fern!
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Wie lange noch

Die Sonne verglüht, es verrinnen die Stunden,
Da brechen sie auf, die brennenden Wunden:
Stumme Sehnsucht im pochenden Herzen
Weckt und entfacht die zehrenden Schmerzen.
... weiterlesen Verbannt

Die Wolken zieh`n, die Winde wehen,
Auf hohem Berge möcht` ich stehen
Und ach! noch einmal schau`n das Land,
Wo ich zuerst Dich sah - und fand.

Wie magst in ... weiterlesen Wunsch für ihn (1870)

Gedulde dich! Es kommt der Tag,
da wird es dir gewähret,
Was du mit jedem Herzensschlag,
so überheiß begehret.
Dir funkelt`s aus dem Adlerblick,
dir sprüht`s um ... weiterlesen Treue

Geächtet, verbannt von Kaiser und Land,
Verschollen im Kerker und Ketten,
Und alle Freunde von ihm gewandt,
Und sein Schwert kann ihn nicht erretten! -
Doch fern im ... weiterlesen Sorge

Ich wand`re rastlos getrieben, voll Weh
Um dich, du geliebter Mann,
Wie von der Meute gehetzt, das Reh
Durchfliegt den ertosenden Tann.
Den stechenden Stachel tief in der ... weiterlesen Desselben Weges wandern wir

Langsam und spät stieg ich empor,
nun steh ich hoch und frage:
`Bin wohl auch ich ein Meteor
am Himmel deiner Tage?
Läßt mich das Schicksal vor der Zeit
dir im ... weiterlesen Wasserfahrt

Manchmal nachts an Meereswogen
Steht ein Kind, des Sehnens voll:
Dann kommt ein Delphin gezogen,
Trägt das Kind durchs Flutgeroll.
Meerfrau`n steigen auf im Kreise,
... weiterlesen Wilde Rose

Sie ist nicht strahlend, ist nicht schön,
Die Rose wild auf Bergeshöh´n: -
In Wind und Wetter, Sturm und Regen
Kein freundlich Obdach, sie zu hegen:
So steht sie ... weiterlesen Anemonen

Sie sprießen licht aus Waldesnacht,
Ohne reichen Duft, ohne Farbenpracht,
Unter den großen, alten Bäumen,
Über das Moos wie flutend Träumen:
Wann der Wind vorüber ... weiterlesen Auf der Haide.

Ueber die Haide jagt ein Reiter:
Immer wilder und immer weiter
      Fliegt er dahin.

Wallender Schweif und flatternde Mähne,
Knirschend drückt ... weiterlesen Zu dir

Und fällt ein Reif auf all` mein Wagen,
Und seufzt ein angsterfülltes Fragen
In mir:
Und schüttelt Schmerz mir wild die Glieder, -
Trägt`s mich doch hoch auf ... weiterlesen Herr Olaf.

Was gehst Du, Herr Olaf, so ganz allein
    In den dunklen Wald bei`m Mondenschein?
Hörtest Du von dem Mädchen nicht,
    Das einsam wandelt im ... weiterlesen Sehnsucht

Wohl ward noch nie in Menschentagen
Solch` Sehnen hin- und hergetragen,
Als zwischen dir und mir.

Auf heißer Lieder hohen Wellen
Im Rhythmus uns`re Seelen ... weiterlesen Lebensdrang

Zerre nicht ferner am bergenden Schleier,
Hüllt sich in Dunkel doch ewiges Sein!
Ladet das Leben zur bunten Feier,
Thörichtes Herz, uns nicht lockend ein?
Heija! ... weiterlesen

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