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Gedichte - Wilhelm Müller


Griechenlands Hoffnung

Brüder, schaut nicht in die Ferne nach
der Fremden Schutz hinaus, Schaut, wenn
ihr wollt sicher schauen, nur in euer
Herz und Haus. Findet ihr für eure
Freiheit da nicht heilige Gewähr,
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Mein!

Bächlein, laß dein Rauschen
sein! Räder, stellt eur Brausen
ein! All ihr muntern
Waldvögelein, Groß und klein, Endet
eure Melodein! Durch den Hain Aus und
ein
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König Wein

Der König, dem ich diene, Als treuer,
tapfrer Held, Er ist der größte
König In Gottes weiter Welt. Die
Fahne, der ich folge, Sie ist ein
grüner Zweig, Der
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Frühlingseinzug

Die Fenster auf, die Herzen auf!  
  Geschwinde! Geschwinde! Der alte
Winter will heraus, Er trippelt
ängstlich durch das Haus, Er windet
bang sich in der Brust, Un
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In vino veritas

Die Wahrheit lebt im Wein. Laßt diesen
Spruch uns ehren, Und von dem
Heuchelschein Der Zeit uns nicht
betören. Laßt uns, was recht, was
schlecht, Mit seinem Namen nennen,
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Halt!

Eine Mühle seh ich blinken Aus den
Erlen heraus, Durch Rauschen und
Singen Bricht Rädergebraus. Ei
willkommen, ei willkommen, Süßer
Mühlengesang! Und das H
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Im Dorfe

Es bellen die Hunde, es rasseln die
Ketten. Die Menschen schnarchen in
ihren Betten, Träumen sich manches,
was sie nicht haben, Tun sich im Guten
und Argen erlaben: Und morgen früh
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Jägers Lust

Es lebe, was auf Erden Stolziert in
grüner Tracht, Die Wälder und die
Felder, Die Jäger und die Jagd! Wie
lustig ist’s im Grünen, Wenn’s
helle Jagdhorn schallt
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Mut!

Fliegt der Schnee mir ins
Gesicht, Schüttl ich ihn
herunter. Wenn mein Herz im Busen
spricht, Sing ich hell und
munter. Höre nicht, was es mir
sagt, Habe keine Ohren
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Mut

Fliegt der Schnee mir ins
Gesicht, Schüttl’ ich ihn
herunter. Wenn mein Herz im Busen
spricht, Sing’ ich hell und
munter. Höre nicht, was es mir
sagt, Habe keine
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Gute Nacht

Fremd bin ich eingezogen, Fremd zieh
ich wieder aus. Der Mai war mir
gewogen Mit manchem Blumenstrauß. Das
Mädchen sprach von Liebe, Die Mutter
gar von Eh` – Nun is
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Gefrorne Tränen

Gefrorne Tropfen fallen Von meinen
Wangen ab: Und ist`s mir denn
entgangen, Daß ich geweinet hab? Ei
Tränen, meine Tränen, Und seid ihr
gar so lau, Daß ihr
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Morgengruß

Guten Morgen, schöne Müllerin! Wo
steckst du gleich das Köpfchen
hin, Als wär dir was
geschehen? Verdrießt dich denn mein
Gruß so schwer? Verstört dich denn
mein Blick so sehr
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Guter Wein, gut Latein

Guter Wein lehrt gut Latein. Sitz ich
bei dem vollen Glase, Mein ich, ein
Apoll zu sein, Und es hebt sich meine
Nase In die Wolken fast
hinein. Zöpfe, Beutel und Perücken
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Letzte Hoffnung

Hier und da ist an den Bäumen Noch ein
buntes Blatt zu sehn, Und ich bleibe
vor den Bäumen Oftmals in Gedanken
stehn. Schaue nach dem einen
Blatte, Hänge meine Hoff
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Hydra

Hoher, steiler, fester Felsen, darauf
Hellas` Freiheit ruht! Seh ich deine
Wolkengipfel, steigt mein Herz und wallt
mein Blut. Hoher, steiler, fester
Felsen, den des Meeres Wog umbraust, Ü
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Erstarrung

Ich such im Schnee vergebens Nach ihrer
Tritte Spur, Hier, wo wir oft
gewandelt Selbander durch die
Flur. Ich will den Boden
küssen, Durchdringen Eis und Schnee
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Frühlingstraum

Ich träumte von bunten Blumen, So wie
sie wohl blühen im Mai, Ich träumte
von grünen Wiesen, Von lustigem
Vogelgeschrei. Und als die Hähne
krähten, Da ward mein
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Irrlicht

In die tiefsten Felsengründe Lockte
mich ein Irrlicht hin: Wie ich einen
Ausgang finde, Liegt nicht schwer mir
in dem Sinn. Bin gewohnt das
Irregehen, ’s führt ja
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Fastnachtslied

Mägdlein mit den goldnen
Zöpfen, Mägdlein mit dem goldnen
Haar! Oder ist es wohl von Seide, Oder
ist’s von beiden gar? Nenn ich’s
goldgediegne Seide? Nenn ich’s seide
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Kinderlust

Nun feget aus den alten Staub Und macht
die Laube blank! Laßt ja kein
schwarzes Winterlaub Mir liegen auf der
Bank! Die erste weiße Blüte
flog Mir heut ins Angesich
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Erster Schmerz, letzter Scherz

Nun sitz am Bache nieder Mit deinem
hellen Rohr, Und blas den lieben
Kindern Die schönen Lieder vor. Die
Lust ist ja verrauschet, Das Leid hat
immer Zeit: Nun
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Freiheit im Wein

Und wüßt ich, wo es besser wär, So
zög ich aus der Welt. `s ist wahrlich
keines Bleibens mehr In diesem
Erdenzelt! Hab mit dem Teleskop von
fern Des Himmels Rund b
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Morgenlied

Wer schlägt so rasch an die Fenster
mir Mit schwanken grünen Zweigen? Der
junge Morgenwind ist hier Und will sich
lustig zeigen. Heraus, heraus, du
Menschensohn, So
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Erlösung

Wie dem Fische wird zumut, Wenn des
Flusses Rinde springt, Und des jungen
Lebens Glut Durch des Eises Decke
dringt, Also wie aus
Kerkerqual Fühlet meine Brust sich fr
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Einsamkeit

Wie eine trübe Wolke Durch heitre
Lüfte geht, Wann in der Tanne
Wipfel Ein mattes Lüftchen weht: So
zieh ich meine Straße Dahin mit
trägem Fuß, Durch hell
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Meeresstille

Wirf Rosenblätter in die Flut, sie ist
so spiegelglatt. Ich fische sie mit
meinem Hut und küsse jedes Blatt, und,
und küsse jedes Blatt. Und streust
du Blätter auf das Me
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Kinderfrühling

Wollt euch nicht so schnell
belauben, Wälder, und mir wieder
rauben Diesen lieben Sonnenschein, Den
so lang ich mußte missen, Bis die
Schleier er zerrissen, Die den Himmel h
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Mit dem grünen Lautenbande

»Schad um das schöne grüne
Band, Daß es verbleicht hier an der
Wand, Ich hab das Grün so gern!« So
sprachst du, Liebchen, heut zu
mir; Gleich knüpf ich`s ab und send es
dir:
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Meine Muse

»Und willst du, meine Muse, denn gar
zur Megära werden? Du sangst noch
jüngst im stillen Hain den Hirten und
den Herden, Und nun schwingst eine
Geißel du laut durch die lauten
Gassen, U
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