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Gedichte - Wilhelm Friedrich Waiblinger


Dante

1. Alle beten dich an, und keiner
versteht dich, die Frage Ist es nun
einzig, was sie thäten, verstünden sie
dich. 2. Sage mir redlich, mein
Freund, wie gef
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Michel Angelo Buonarotti

1. Deiner Brust hat die güt`ge Natur
nicht den Frieden gegeben, Der, wie der
Frühling so zart, alles erheiternd
verjüngt. Du verschmähest den sanften
Verkehr mit dem Genius, zürnen
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Fra Giovanni da Fiesole

1. Dir ist die Kunst ein Gebet, worin
du die liebende Seele Immer nach Gottes
Thron, immer zum Himmel erhebst. Als ein
getreuer Knecht dem Herrn und dem Reiche
des Sohnes Weihtest
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Sonettendichter

1. Eins wie das andre! Journal und
Almanach, Zeitung und
tausend Uebersetzungen macht nun man auf
deutschem Parnaß. Was ist Apoll
geworden? Ein Spekulant, und
Fabriken Legt er si
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Vasi

1. Einst war dem herrschenden Rom zu
eng die lebendige Erde, Heutigen Tages
ist`s kaum noch für ein Büchlein
genug 2. Hannibal fürchtete sich vor
Roma`s ew
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An die Mißgünstigen unter den Künstlern

1. Er ist ein Künstler? - »Ein Maler!
« - In Rom gewesen? - »Versteht
sich!« Ist es möglich? - »Ja wohl,
sehen Sie, hier ist mein
Paß.« 2. Lorbeer wo
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Alfieri

1. Gäbe dir Shakespeare nur von seiner
Kenntniß des Herzens, Tauschtest du
reinern Geschmack, klassische Formen ihm
ein. 2. Es ist wahr, du bleibst in
Itali
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Gegensatz

1. Italiäner und Deutscher sind nie
vereinbare Pole, Jener ist immer ein
Kind, dieser dagegen es nie. 2. In
Hesperien preist der Greis noch die
glückliche Jugend,
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Schwäbische Magister in Rom

1. Kommt nur alle herbei! Es ziehn
süddeutsche Magister Jetzt in Menge
nach Rom, wie ins Collegium ein. Das ist
ein Reisen, und das ist ein Kurs! Ein
halb Dutzend nun hat sich Wo
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Weibliche Minente

1. Lieber drei Wochen gehungert, und
dann mit wallender Feder, Tamburin und
Gesang nur zum Testaccio
hinaus! 2. Nur geprügelt den Mann,
wenn er murrt! Am Car
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An die Supranaturalisten in der Kunst, Fiesolaner,

1. Meinet ihr wohl, weil der Heiland
der Welt an der Krippe geboren, Sei auch
ein Eselsstall eben genug für die
Kunst? 2. Arme Bethlehemiten, es
kommt der kr
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Ariosto

1. Schwing` auf den Hippogryphen dich
auf, und waffne mit Zauber, Waffne mit
magischer Kraft Sinn und Verstand dir
und Geist. Denn es droht dir die
wimmelnde Welt, die begeisterte Willk
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Pantheon

1. Sei mir gegrüßt, ehrwürdiges Haus
des alten Olympus, Götter und Menschen,
umsonst such` ich sie wieder, du
bliebst! Aber warum? Man hat dich mit
Eselsohren geheiligt, Und n
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Goldoni

1. Spendet der Gott der Freude dir
einen Becher voll Weines, Halt ihn
beisammen und wirf nicht in den Ocean
ihn. So auch wäre Goldoni mir viel,
doch Talent und Gedanken Seh` ich
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Die - - - -

1. Wir sind Herren von Rom, wir dringen
sogar ins Geheimste, Und ihr Heiligthum
schließt selber die Ehfrau uns
auf. 2. Wir sind die Herrn, wir haben
den Schl
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Friedenstempel

1. Wirklich, des Friedens Tempel ist
noch der Tempel des Friedens, Und die
heutige Welt schließt an die alte sich
an. Wo der Römer bejahte, da hört man
»Yes Sir« die Menge, U
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Guido`s Aurora

Abendröthe der Kunst ist deine Aurora geworden,
Warum brachte sie nicht neuen unsterblichen Tag?
Thorwaldsen (9)

Aber ich schweige. Schon naht in der
Kraft der Jugend und Schönheit Aus der
Wohnung des Zeus mir der geflügelte
Gott. Das ist die ewige Jugend, ein
himmlischer Leib - und er kündet, Eben
vo
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Sicilianische Lieder (11) - Palermo

Aber warum von Palermo du schweigst?
Normännischer Baukunst,Gothischer
Kirchen ist dort, maur`scher Paläste so
viel.Denke des Domes nur in Monreale,
des alten,Frommer Mosaik, des Styls, der

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Drittes Lied

Aber was am schönsten wäre, Was am
würdigsten, des Sängers Lied ein
Gegenstand zu werden, Was es
schmückte, wie ein Frühling Mit der
wunderreichsten Blüte, Wär` es lei
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Lieder des Römischen Carnevals - Drittes Lied

Aber was am schönsten wäre, Was am
würdigsten, des Sängers Lied ein
Gegenstand zu werden, Was es schmückte,
wie ein Frühling Mit der
wunderreichsten Blüte, Wär` es leicht
n
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Lied der Liebe in die Heimath

Ach warum in dieser Ferne, Süßes Herz,
so weit von dir? Alle Sonnen, alle
Sterne, Oeffnen ihre Augen mir, Nur die
schönsten blauen Strahlen, Nur das
reinste tiefste Licht,
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Der Abendstern

Alle Freud` und Trauer, o du
holdselig Wesen, so voll züchtigen
Lichts und süßer Keuscher Klarheit,
wohnet in dir, im sanften Sterne
der Liebe. Schön warst du, wenn eins
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Wechselgesang

Alle. Alles Volk der Griechen hebe Hand
und Herz zu Gott empor! Grieche räche,
Türke bebe! Kühne Stärke, brich
hervor! Geist der Freiheit! steige
nieder, Du der al
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Getäuschte Erwartung

Alles dacht` ich mir schöner, eh` ich`s
mit Augen gesehen, Und erstaunte, wie
klein alles in Wirklichkeit ist. Wie hat
nur mich St. Peter getäuscht, nach der
Reisebeschreibung Sollt` er noch
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Tempel des Antoninus Pius

Alles in unserer Zeit ist archäologisch
geworden, Und das Alterthum gilt mehr
als im Alterthum einst. Vetturine sind
nun von klassischem Schwindel
ergriffen: Alsbald, wie sie dein Thor,
ewige
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An die Veilchen des Albanersees

Alles Schöne feiern die Dichter,
Alles So im Schooß der Mutter Natur,
und so im Menschenherzen schlummert,
warum nicht euch auch, Duftende
Wesen, Die ihr mein Elysium schmückt,
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Mumien im Vatican

Alles sind` ich in dir, Laokoon, Zeus
und Apollo, Aus dem gestürzten Olymp
flohen die Götter zu dir. Welt der
Griechen und Römer, du zeigst auch
ägyptische Götzen, Und Brittania
versorgt
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Römische Frauen

Alte Sitt` ist heilig: die Frau gab dem Manne den Schlachthelm
Einst auf das Haupt, und noch jetzt reicht sie den Kopfputz ihm dar.
Die Nacht in St. Peter (1)

Am Tage, da St. Petrus einst in Rom Den
heil`gen Stuhl der Christenheit
bestiegen, Sieht man das Volk in seinem
Riesendom Vorm heil`gen Vater auf den
Knieen liegen. Und wie sie alle glä
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Das Vaterland

An stillem Sommermorgen walle So gern
ich durch die Einsamkeit, Wo sich des
Tempels Säulenhalle, Dem Göttervater
einst geweiht, Wo sich in
tausendjähr`ger Trauer Der Eintracht n
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Tempel der Minerva Medica

Armer Tempel, wie droht dein
Rundgewölbe zu stürzen, Nur das
mächt`ge Gebälk hält dein verwittert
Gebäu. Wenn die Weisheit nichts gilt,
die heilende, fällt auch der
Tempel, Und aus Sond
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Lieder aus Capri (10)

Auf jähen Felsen grauen alte
Thürme, Es gähnt der Abgrund unter
ihren Füßen, Ein halb Jahrtausend wehn
um sie die Stürme. Kaum schwingt der
leichte Vogel sich zu ihnen, Doch
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Deutscher Kopist

Beefsteaks haben das Geld, und der Deutsche den Beutel, ich male
Wüthend drauf los und so fällt doch in den Beutel das Geld.
Capitol

Berg der Götter und Helden,
Triumphatoren und Sieger, Welche
Gedanken du mir, welche Erinn`rungen
weckst! Denk` ich der Scipionen und all`
der alten Heroen, Wie der Feldherr, das
Heer dich im
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Lieder aus Capri (3)

Besteig` ich nach des Sommertages
Schwühle Mein südlich Dach, auf
traulichem Gesteine Mich dein zu freuen,
holde Abendkühle, Betracht` ich so in
wohlgefäll`gen Träumen Die St
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Tempel in Cori

Bist du des Helden Tempel, der hier dem
blumigen Felsen, Einem Elysium hier,
Myrthen und Rosen entragt, Wahrlich dann
bauten die Grazien dich, zum
lieblichsten Denkmal, Daß dir die
Göttin de
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Letztes Lied aus Capri

Capri werde mir stets der
Edelsteine Wundervollster genannt, den
Vater Ocean Mit der Wogen Azur umfängt;
kein Eiland Sei ihm gleich, ob`s mit
Weinlaub Bacchus kränze, Ob`s in
furchtbar
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Römischer Ehekontrakt

Cazzo! ihr nehmet ein Weib, und könnt euch selbst nicht ernähren? -
»Das ist`s eben, mein Freund, darum ernähret sie mich.«
Römische Freuden

Corso, Theater und Akademie, Oktober und Giostra,
Essen und Trinken, man lebt einzig, damit man`s genießt.
Thorwaldsen (3)

Darum irrtest du nicht, in der
sinnlichen Hülle dich
täuschend, Sinnen erscheint nur der
Sinn, aber dem Geiste der Geist. So
erkanntest du sie, wie sie ist, die
Göttliche, Ernste, So begeis
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Engländer im Miserere

Das ist ein Jammer, mit Lady und Miß
erst durch sich zu kämpfen, Und drei
Stunden und mehr steh` ich und wart` ich
nun schon. Traun das Reisen ist doch
beschwerlich, ich wär` es zufrieden,
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Architekt

Das ist schlimm, wie die Architektur so
schrecklich gefallen, Darum bin ich nach
Rom, bess`res zu lernen,
gereist. Jahrlang hab` ich daselbst das
Pantheon und den Farnese, Tempel,
Basiliken un
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Tizian`s Venus

Das ist Venus, die Göttin, die hohe olympische Schönheit?
Nicht die Venus ist das, aber der Venus Geschöpf.
An den Grafen Platen (3)

Daß ich`s aber nur gestehe, Dieser
Lieder heitre Weise, Dieses schlichte
Spiel der Leier Ruft dich auf zum
Wiederklange. Sei`s daß in gewicht`gem
Ernste Du ein Dichterwort mir sa
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Lieder der Untreue - Sechstes Lied

Dein gedenk` ich, Nazarene, Wenn das
Schiff mich nach dem Eiland Theokrits,
auf griech`sche Erde, Nach der Heimat
des Ulysses, Ueber`s weite Meer
entführt. Aber unsre Wüns
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Cori

Deine Berge sie blühn in
parthenopäischer Fülle, Südliche
Lüfte, wie froh grüßt` euch mein
Auge, mein Herz! Ja, hier bin ich
bezaubert, und wär`s auch ein Wunder,
vom Meere Lockt ja di
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Palestrina

Deine Berge sind nackt. Kaum ragt aus
dem Schutt noch die Pinie, Aermlich
baust du und wild über die Trümmer
dich hin. Deine größte Ruin` ist der
Tempel der alten Fortuna, Stolzes
Pränest
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Carzoli

Deine cyclopischen Mauern, die Burg und
die maurischen Häuschen, Längst
vergaß ich sie schon, häßliches
marsisches Nest! Aber noch schaudert
mich vor dem Wein, vor Essig und
Oele, Deinen
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Lieder aus Capri (8)

Dem Fischer, der das Netz den falschen
Wellen So manches Jahr geduldig
anvertrauet, Mag ich mich gern am
Strande zugesellen. Fast ist er nackt:
vom heißen Sonnenscheine Gedunkelt
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Lieder aus Capri (1)

Dem Horizonte nähert sich die
Sonne. Versinke sie im Meer, in goldnen
Bergen, Ich fühle stets die reinste
Herzenswonne. Doch welche Lust, wie
alle Lüfte schweigen, Und die Natu
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Lieder aus Capri (2)

Der Feinde hatt` ich immer
allzuviele; Oft seh` ich sie, gleich
zaubrischen Figuren, Vorüberziehn im
stillen Schattenspiele. Ich habe viel,
und wurde viel beleidigt, Ich fühlte
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Oden an seinen Eser (4)

Der Städte Raffael ist Neapel,
Freund! Das fühlten wohl Roms alte
Tyrannen, das Des fels`gen Capris
Ungeheuer, Jener bepurpurte blöde
Wahnwitz, Der auf vermeß`ner Brücke
Pute
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Lieder der Untreue - Zweites Lied

Deutsches Liebchen. Sie. Wilhelm, ach
so lange Jahre Hab` ich deiner nun
gewartet, Meine Freuden dir
geopfert, Meine Schmerzen dir
verziehen, Meine Seele
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Späte Einsicht

Die Lieb` ist wie die Sonne, Verwegner
Uebermuth, Der schaudernd in der
Wonne Der heißen Lebensgluth, Den
Lichtquell zu ergründen, In seine Tiefe
blickt, Muß da zuletzt er
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Der Kirchhof

Die Ruh` ist wohl das Beste, Von allem
Glück der Welt, Mit jedem
Wiegenfeste Wird neue Lust
vergällt, Die Rose welkt in
Schauern, Die uns der Frühling
giebt; Wer haßt, is
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Canova (3)

Diese Vermählung erkanntest du nicht:
dir genügte die Weichheit, Und der
weibliche Theil ohne den schöpfrischen
Bund. Darum wirkst du auch nur mit dem
Reiz, dem entartenden, selten Näherst
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Tempel des Jupiter Stator

Dir erbaute das siegende Rom, o Jupiter
Stator, Dankbar ein Säulenhaus, weil du
es siegen gelehrt. Herrscher, durch
deine Macht triumphirte der Römer und
beugte Seinem Scepter die Welt, die
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Thorwaldsen (2)

Dir ist die Grazie erschienen in hoher
schweigender Weihe, All` ihre Seele hat
sie, all` ihren Ernst dir
enthüllt. Denn zur Seite ging ihr der
Schönheit Schwester, die Weisheit, Und
erschlo
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Olevano - Zweites Lied

Doch nicht immer der Berge
melanchol`sche Wälderschauer, der
Felsschlucht altes Dunkel, Wo des
Räubers Auge dem Wandrer lauert, Und
der fliegende Dolch so manchen Busen Von
den Qualen
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Canova (2)

Doch wie der Griech` am natürlichsten
ist, so gesellet er weise Weiblichem
Reize den Ernst männlicher Stärke zur
Hand. So entsteht ein vollkommnes
Geschlecht aus der herrlichen
Paarung, Und
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Fucinersee

Drohend umstarren die spiegelnde Fluth
apenninische Felsen, Und acherontisches
Grau`n schattet ins Wasser herab. Doch
Avezzano, es lockt mich zum Strand, ich
schweb` auf dem Lethe, Und das lie
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Canova (5)

Du bist reizend und üppig, ich leugn`
es dir nicht, und die Sinne Fühlen es,
schwach ist das Fleisch, ist er auch
willig der Geist. Aber ich sorge denn
doch, es ist kein uranischer Nektar, I
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Gaspard Poussin

Du erkanntest sie nicht, die Natur, wie
in seliger Ruhe Lächelnd ihr Kind sie
im Schoß lieblicher Frühlinge
wiegt, Aber sie hat dir dafür gewaltige
Wunder verliehen, Auch in der Schwermuth
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Mädchen`s Vaterlandslied

Du liebes theures Vaterland! Was ich
genoß und was ich fand, Das dank` ich
deiner Liebe! Es liebt der Mann dich
nicht allein: Dir darf sich auch das
Mädchen weih`n Mit heilig-zar
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Tasso

Du wirst bleiben, so lange Musik und
melodischer Wohllaut Dein entzückendes
Welsch noch sich zur Wiege bestimmt, Und
so lange die Lieb` in zärtlichem Feuer
die Sprache Der Musik, und des Rei
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Lied der Weihe

Ein Sänger, der in weiter Ferne Vom
deutschen Vaterlande lebt, In dessen
Geist und Herz so gerne Der Heimat Bild
herüberschwebt, Singt unter
Frühlingslaub und Blüte Zum ersten
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Olevano - Viertes Lied

Eine Stunde des Tages aber weiht`
ich Dir, o Loggia! Des Morgens, wenn die
Sonne Aus den Hernikerfelsen, überm
kahlen Sanft umdufteten Haupte des
Serone Sich erhüb`, und die Purpurflam
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Canova (7)

Eine treffliche That des edeln
fühlenden Herzens, Wenn sie auf
blumigem Weg schon in den Himmel uns
führt, Dann, Canova, hat dich dies
einz`ge unsterbliche Bildwerk Auch aus
des Irrthums Gew
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Ponte rotto

Eine zerbrochene Brücke, was ist`s,
kein Wunder am Ende! Alles vergeht, und
der Welt wird`s nicht viel besser
geschehn. Dererlei merkt man sich nicht,
auch wenn die Brücke sich weigert, Mit
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Lieder des Römischen Carnevals - Viertes Lied

Einen traurigen Gedanken, Siehe da, das
Kind des Nordens! Doch wohlan, mit
Pulcinella Lach` ich schon, und der
Doctoren Weisheit hör` ich an, die
Suada Eines Charlatans begeistert
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Cimabue

Einer begann, es erschien der Sinn und die Kraft, doch es fehlten
Noch die Mittel, und so fehlt die vollendete Kunst.
Sittenveränderung

Eingezogen und sittsam verfließt die Zeit mir als Jungfrau,
Ist die Hochzeit vorbei, fängt das Commercium erst an.
Ostia

Einsam graut das Kastell in weiter
schweigender Wildniß, Trümmer der
mächtigen Stadt liegen wie Gräber
umher. Einst umspülte sie Meer, nun zog
sich`s zurück, und die Erde Müssen wir
jeg
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Colosseum

Einst ereiferten sich auf weiter Arena die Bestien.
Heut zu Tage dafür eifern die Prediger drin.
Zweites Bruchstück

Einst führte mich in einem Traum der
Geist Zum Tiber: mondhell stieg das
Kaisergrab Gleich einem Schreckensbild
der Unterwelt, Am stillen Ufer
riesenhaft empor: Und schweigend
wandelt`
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Campo Vaccino

Elegie. Götter, wohin durch die
Nacht? ich folge mit bebender
Seele, Ueber die Sinne habt ihr Nebel
und Schleier gehüllt. Götter, wohin?
ich glaub` es noch nicht, nur begeiste
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Deutscher Künstler in Rom

Elegie. O wann kehret die Zeit, die
unschätzbare, alte, vergangne, Wann der
Frühling der Kunst wieder ins Leben
zurück? Allgemein, wie die Sonne, war
einst die Kunst, es erfre
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St. Onofrio

Elegie. Wahrlich, o Roma, du bist an
bezauberndem Wechsel ein Wunder, Nur wer
dich siehet, erkennt, was du dem
Glücklichen bist. Selbst der
schweigende Gott, wenn der staunende
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Sicilianische Lieder (10) - Weine

Endlich wundert ihr euch, ihr begreifet
nicht, wie der Sänger So Verhaßtes,
wie er euch im Gedichte bedenkt. Denn
unwürdig, ihr fühlet es selbst,
unwürdig der Muse Seid ihr ja ganz und
ve
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Jüngling und Mädchen

Er. Noch einmal, Liebe, komm in meine
Arme; Mich ruft das stolze Vaterland zum
Streit; Hinüber mit dem wilden
Brüderschwarme! Wir alle, Mädchen,
sind dem Tod geweiht! La
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Lieder aus Capri (5)

Es baut der Mensch im wohlbepflanzten
Garten, Und zieht der Rebe fruchtbares
Gewinde Von Baum zu Baum in freudigem
Erwarten. So grünt denn selbst, vom
Menschenfleiß bebauet, Der
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Raffael (1)

Es giebt Seelen, doch wen`ge, die,
reiner als andre, vom Urquell Sich, vom
unendlichen Grund alles Lebend`gen,
gelöst. Jedes Räthsel der Welt es
scheint in ihnen gefunden, Jeglicher
Widerstr
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Hymne

Es webt und waltet Ueber den
Wassern, Ueber der Erde, Ein
unergründbarer, Kaum geahnter, Ewiger
Geist In Ruhe. Ihn lobt die Blume, Die
zarte auf dem Hüge
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Schlachtgesang

Feldherr. Griechen! hoher Väter
Enkel! Zieht die Schwerdter, Laßt die
Fahnen Wirbeln, flattern Durch die
Lüfte! Rasch wie
schwarze Wetterwolken St
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Civitella

Felsen hast du genug, und umher gewaltig
Gebirge, Hernikern nicht, du gehörst
fast nur den Lüften hier an. Großes
erblickst du, erhab`nes hier, und ist es
dir möglich Arm mit den Armen zu
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Grotta ferrata

Flohn einst Griechen hierher, in
friedlichem Kloster sich bergend, Ein
Arkadien hier, Tempe vergaßen sie
leicht; Eure Natur hat euch der mildeste
Himmel gesegnet, Eure Kapelle hat euch
Domini
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Fiumiccino

Freude gewährt dir die Ebne des weiten
unendlichen Meeres, Trauernd blickst du
von hier in die Campagna
zurück, Bettler und Fischer umgeben,
Matrosen, Verbrecher, Mönche, Soldaten,
und kurz
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Lieder aus Sorrent (3)

Freunde glaubt` ich im Vaterland nur
einen, Dich zu haben, o großes Herz.
Der Jugend Irrthum deutet die Welt zu
schwer, und wenig Wird, wer größer als
sie, erkannt. O Alles, Alles tha
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Die Töne

Freundinnen der flüchtigen Horen seid
ihr Töne doch vor allen, geheim im
Bunde Steht ihr, und das Schönste, die
Seele nach dem Traurigen
Tode Lassen jene Genien zurück i
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Avezzano

Freundliche Hügel umgeben das Dorf, den
dankbaren Boden Hat ein fleißiger
Schlag südlicher Leutchen
bepflanzt. Heimathlich fühl` ich mich
hier, und kehr` ich nach Hause zum
Heerde, Sagt mi
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Olevano

Freundliche Leute, sie locken dich an,
und reizende Wälder, Welch ein
entzückend Geländ` schimmert und
duftet vor dir! Feigen blicken dir zu,
und Reben und selige Berge, Doch ein
Sabinische
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Landschaftmaler - Französischer

Fürchterlich saust der Orkan; es
schäumt das Meer aus dem Grund
auf, Wolken bersten, es scheint heut`
die Natur zu vergehn. Regen schüttet,
es zittert die Erd`, es wüthet der
Donner, Eiche
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Benvenuto Cellini

Gerne bekenn` ich, du bist der Ulyß der
Künste, so vielfach Trug dich dein
guter Humor, Kraft und Genie durch die
Welt. Längst schon sperrte die Zeit,
die schwarze Zauberin Circe Deine Geno
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Subiaco

Gerne bliebst du im Kloster, im
Rosengärtchen, das lieblich Wie ein
Märchen so hoch über dem Anio
hängt. Aber ein Frauengeschlecht von
vollendeter üppiger Schönheit Zieht
aus dem Himmel,
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Der Thurm des Nero

Gerne, wenn der Abend aus
Schattenthälern Aus dem Felde steigt,
das des Capitoles Majestät und finster
des Kaiserhügels Trümmer
umragen, Gerne dann im einsamen Hause
sitz` ich
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Der Mond

Gestirn der Trauer, liebliche
Schutzgottheit Gestürzter Tempel, du
der Ruinenwelt Schwermüth`ge Freundin,
wie zur Heimath Hast du erkoren die
stille Roma! Du selbst ja gleichst
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Die Tempel von Agrigent

Glanzreichste Tochter, dor`sche, des
Ruhmes voll Und Goldes, stolz am Ufer
des Akragas, Am Heerd, dem nährenden,
der Waffen Blut`gen Triumph mit der Lust
vertauschend, Die aus ol
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Sicilianische Lieder (4)

Glaub` ich`s, daß ihr nun auch mein
trinakrisch Glück mir beneidet? Eifrer
der Heimath, ihr seid, heilige
Frömmler, gemeint. »Unersättlich nach
Sinnengenuß, von Freude zu Freude Jagt
er
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Canova (1)

Großer Bildner, es öffnete dir die
verschlossene Vorwelt, Deinem
gelichteten Blick, alles verborgene
Gold. Liebliche Rundung und Fülle, die
sinnliche Lust und die
Weichheit, Ueppige Formen
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Thorwaldsen (1)

Größerer Bildner, es öffnete dir die
verschlossene Vorwelt, Deinem
gelichtetern Blick, tiefer verborgenes
Gold, Und nicht den sinnlichen Reiz, den
erhabenen Sinn und die Hoheit, Geist und
S
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Venus des Capitols

Götter steigen herab in menschliche
Hülle sich bergend, Und dem Sterblichen
mischt gern sich das Himmlische
bei. Sinnlicher Fülle hast du,
uranische geistige Schönheit, All` dein
Wesen und
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Apollo von Belvedere

Göttlicher Sieger, du zürnst, dein
Angesicht flammet von Unmuth? Ist`s,
weil die bessere Welt, weil der Olymp
dir entflohn? Ach dir nahen die Musen
nicht mehr, du zürnst zu gewaltig, Ach
da
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Alba

Göttliches bietest dem Auge du dar in
Thal und Gebirgen, Hier der Velino, und
dort strahlt aus der Tiefe der
See! Einst als Gefangener saß der
König Syphax in Alba, Mir auch hat es,
dem Fre
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Tivoli

Haine glänzen, es donnern die Stürze
des Anio, es stäuben Kaskatellen, es
grau`n Tempel und Villen umher. Wunder
bietet die Vorwelt dir an, und Wunder
die Mitwelt, Ueber die schäumende
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Landschaftmalerische Hyperbel

Hast du den Himmel gesehn heut` Abend?
– »Nein, und wie war er?«
– O welch herrlicher Claud, ach
welch ein himmlischer Ton! »Und die
Campagna, wie war sie?« – Nur
Cl
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Ora pro nobis

Heil`ge Dämm`rung waltet durch der
Rotunda Tausendjähr`ge Wölbung, der
Geist des Abends Mahnt zum Beten, mahnet
zur letzten Andacht, Ora pro nobis. Auf
den Knieen umher in des
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Porträtmaler

Herrlich getroffen, mein Freund! Der Fernhintreffer Apollo
Wirkt in homerischer Zeit, wie in der heutigen noch.
Filippo Bruneleschi

Herrliche Zeiten, da einst in geselligem
Bunde die Künste Sich in Einem zum Werk
Aller so thätig vereint! Deinem Florenz
zu nützen, hat Rom dich gelehrt, und
dein Lohn war Nachruhm, dein Pa
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Sicilianische Lieder (6) - Der Berg von Trapani

Heut, Mißgünst`ge, vernehmt`s, bestieg
ich den wolkigen Eryx. Aber fragt ihr
warum? geb` ich die Antwort euch
gern. Schön zwar ist`s vom felsigen
Haupt, dem taubenbewohnten, Nieder zu
blick
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Thorwaldsen (7)

Hoh` und göttlich erscheint der Lehrer
der Erde den Jüngern, Wie sie auch
seien, du siehst immer den Einzigen
an. Also blendet den sterblichen Blick
unsterbliche Größe, Also stehst du
alle
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Landschaftsmaler - Italiänischer

Hurtig, Postillon! Cospetto die Bacco!
Die Pferde Laufen wie Mähren und ich
habe nicht länger Geduld. Das will
Eile! Der Hügel in Rom sind sieben, und
alle Muß ich haben, und noch jeden vo
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Guido und Tizian

Hätte Tizian`s Pinsel die Seele Guido`s geführet,
Säh` ich Vollendung im Bund geist`ger und sinnlicher Kraft.
Lieder aus Capri (4)

Ich habe dich geliebt, Und Treue bis zum
Grabe dir geschworen, Und doch hab` ich
dein Herz so schwer betrübt. So oft
vergaß ich dein, Denn andre Länder
bringen andre Freuden,
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Lieder aus Capri (11)

Ich hab` es hundertmal erfahren, Daß
mir die reinsten Herzensfreuden Ein
blut`ger Quell von Schmerzen waren. Mit
Herz und Leib, mit Geist und Sinnen, Als
Schönheit und Genuß ve
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Lieder der Nazarena - Drittes Lied

Ich. Aber eines, Nazarena, Könntest du
mir nun gewähren: Wir sind ganz allein;
die Mutter Draußen sitzt sie auf der
Treppe; Menschen sind Verräther,
Tauben Sind es
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Lieder der Nazarena - Erstes Lied

Ich. Ja, gesteh` ich`s, deinetwegen Bin
ich, schöne Nazarena, Im Olivendorf
geblieben. Daß von allen süßen
Töchtern Weit umher in Civitella, In
Sanct Viso und Ser
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Lieder der Untreue - Fünftes Lied

Ich. O wie gern, mein zartes
Liebchen, Macht` ich dich zu meinem
Weibe; Zwar ich bin noch jung an
Jahren, Aber ziemlich alt am Herzen, Bin
allein, der Freunde viele Ha
... weiterlesen


Lieder der Untreue - Drittes Lied

Ich.Ja, mein Kind, ich fühl`s mit
Freuden,Was du einmal mir gewesen,Und
mit Schmerz und bittrer Rene,Was du noch
mir bist, von allemMenschlichen bist du
das LiebsteMir
... weiterlesen


Landschaftmalerische Kuriosität

Ihr seid närrische Leute, da wandelt
ihr durch die Campagna, Wie durch die
Gallerie, immer mit kritischem
Blick. Das sind Linien, Gründe,
Gebirge, Beleuchtungen, Tinten, Aber das
ist nicht n
... weiterlesen


Ehesymbol

Immer spricht man vom Joch des Ehstands, wann denn vertauscht man
Endlich das Bild und setzt Hörner des Ehstands dafür?
Chiron

Immer zu Pferde; schon kehret der Mond,
schon füllt er die Scheibe Und der
sikulische Herbst sieht mich noch immer
zu Pferd. Fast ein Centaur erscheinet
sich selbst der wandernde Sänger.
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Sicilianische Lieder (7) - Chiron

Immer zu Pferde; schon kehret der Mond,
schon füllt er die Scheibe Und der
sikulische Herbst sieht mich noch immer
zu Pferd. Fast ein Centaur erscheinet
sich selbst der wandernde Sänger. Woh
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Raffael (7)

In den Himmel erhaben, zur Königin
herrlich verkläret, Blieb dir das Herz,
wie es war, aber es wuchs dir der
Geist. Denn man betet dich an, du
umgiebst dich mit strahlender
Hoheit, Und der V
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Raffael (2)

In die glänzenden Himmel in
überschwänglicher Glorie Hebt sich der
Heiland der Welt über den Tabor
empor. Wie er im Lichte zumal der
enthüllten Herrlichkeit Gottes, Nicht
als den Menschen
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Lieder aus Capri (13)

In solcher Einsamkeit, wer sollt` es
meinen, Daß mir zuweilen auch der
heitre Eros, Und alle Grazien lächelnd
mir erscheinen. Jüngst fuhr ich von
Parthenope herüber, Und sieh
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Raffael (4)

Ist dir der heilige Bund, der alte, nicht klar, o so grüble
Nicht darüber und sieh Sanzio`s Logen nur an.
Petrarca

Ist dir die Liebe der Faden, woraus das
Weltall gesponnen, Der alles Wesen und
selbst Gräschen und Sterne
verknüpft, Dann in Francesco vielleicht
hast du den Dichter gefunden, Der das
geheim
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Vatican

Ist`s denn wirklich so groß, das
vatican`sche Museum, Wie viel hätte man
denn nöthig, es ganz zu
durchgehn? »Wohl drei Stunden, mein
Herr, doch die Kunst -« Ich bin ein
berühmter Läufer
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Syrakus

Ja ganz, Marcell, hast du die
Gewaltige Zermalmet, oder glaub` ich der
Thräne, die Du ihr geweint, war`s nicht
dein Adler Doch, dein gefürchteter
Bote, Vater, Der Blitze schleud
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Raffael (3)

Ja schon dem Lichte vertraut und dem höheren Reiche des Lebens
Schwand er der Erde nun satt, plötzlich den Jüngern hinweg.
Classisches in Tibur

Jagst du dem Classischen nach, und ist`s
dem Barbaren Entzücken, Nun so sieh,
wie mich hier Vorwelt und Mitwelt
erfreut! Ueber der Grotte Neptuns wird
gezecht, im purpurnen Becher Spiegelt si
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Thorwaldsen (6)

Jubelnde Völker, sie ziehen dem
Völkerbesieger entgegen, Um den
Einzigen reiht sich zum Triumphe die
Welt. Groß ist des Helden Triumph, und
verewigt hat ihn die Geschichte, Einen
größeren
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Olevano - Drittes Lied

Kehrt` ich müde von Fels und Berg nach
Hause,Schlüge freilich kein liebend
Herz dem Wand`rerUngeduldig entgegen;
von der TreppeMeines friedlichen Hauses
streckte freilichMir die Arme k
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Thorwaldsen (4)

Keusch war sie dir, sie nahm nur zum
Schein, zum lieblichen Sinnbild Einen
weiblichen Leib, einen unsterblichen
um. Nur als Priester bist du in ihrem
Tempel, und stellest Auf dem Altar ihr
Bil
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Der Knabe und die Mutter

Knabe. Mutter, wo der
Vater? Mutter. Glücklicher Knabe, Der
du lächelnd träumest, Wonneworte
lallest, Nicht denkst, daß wir Bald
entwandern dem
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Oden an seinen Eser (3)

Komm, Freund, Geleiter bin ich und
Führer dir, Komm nach Pompeji. Willig
hast du mir stets Geöffnet manchen
Quell der Schönheit, Manchen Gedanken
von höh`rer Weisheit Enthüll
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Kunsturtheil

Kommen Sie doch, welch Gepinsel ist das,
das ist ja erbärmlich, Welch eine
Farbe! - `Mein Herr, das ist ein Tizian
doch!` - Richtig - ein Tizian - es ist
wahr - ich erkenn` es, ja freilich -
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An die Berge von Latium

Könnt` ich mit Worten, könnt` ich mit
Thaten auch, Die euer würdig, zeigen,
wie dieses Herz Euch liebt, ihr ewig
theuren Berge, Blumige Kette vom Fuß
des Cavo, Bis wo ihr sanf
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Genzano

Köstlichen Wein, du findest ihn hier,
und junonische Frauen, Artemis floh,
doch sie ließ uns ihre Nymphen
zurück. Glücklicher Wanderer, wenn am
Blumenfeste der Göttin Venus auch dir
einen
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Sicilianische Lieder (9) - Die Frauen

Lasset Schul` und Katheder und
Beichtstuhl, Kanzel und
Hörsaal, Bücher und Bibliothek, laßt
sie und höret mich an. Eifrer der
Frömmigkeit, euch preis` ich Siciliens
Frauen; Denn ein herrl
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Abruzzesische Räuber

Lauert mir nur im Gebirg und schreckt
mit Dolch und Pistole, Ziert mit dem
blutigen Schmuck glänzender Opfer euch
nur. Mich erschrecket ihr nicht, die
unsterbliche Gabe der Lieder, Aber kein
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Boccaccio

Laß in den Garten mich ein, wo deine
Versammlung erzählet, Immer hab` ich ja
gern lustige Schwänke
gehört; Glücklich sind die, so dir
lauschen, gewiß der olympische
Vater Schämte sich n
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An den Grafen Platen (1)

Laß mich, Freund, in meiner Weise Dir
ein artig Liedchen singen! Zürne nicht,
wenn meine Muse Nicht als ernste hohe
Gottheit, Nur als Schmetterling der
Dichtkunst Blumenhöhen he
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Sicilianische Lieder (3) - Religionen

Laßt mich schwärmen und quälet mich
nicht; im Lande der Fabel Leb` ich, so
sei auch mein Herz, sei auch mein Lied
ihr geweiht. Bleibt in den Fesseln und
glaubt was euch die Amme gelehret; A
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Abschied von Olevano

Leb` wohl, du unvergeßliches
Felsendorf, Leb` wohl! Mit heiter
scherzendem Lied nicht mehr Will ich
dich preisen, wie`s den
Kindern, Göttern und Glücklichen ist
gegeben. Der le
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Metastasio

Lieblich bist du, ich lese dich gern,
ich höre dich lieber, Wenn dich ein
römischer Mund, wenn der Gesang dich
beseelt. Dir fehlt`s nicht an treuer
Natur und artiger Einfalt, Immer das
Näch
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Monte Compatri

Lob` ich den Blick in das reizende Land,
bis zum blauen Oreste, Bis zu Tibur, die
Lust schatt`gen Kastanienhains, Wo mich
die Nachtigall in schallenden Chören
umjauchzet, Oder schau` ich das
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Frascati

Lorbeer grünt und Cypresse, die Myrthe
blüht, die Fontaine Plätschert und
rauscht, aus dem Haine glänzet der
stolze Palast. Alles that die Natur, ein
Paradies zu erschaffen, Schade, daß K
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Minente

Mein Vergnügen ist Spiel, Burratini, ein Pranzo, der Stierkampf,
Hab` ich kein Geld mehr, so pflanz` ich an die Ecke mich auf.
An den Leser

Meine Zahl ist vollkommen: ich schließe. Sei günstig, o Leser,
Triffst du nur wenigen Witz, thu von dem deinen hinzu.
Venus von Milo

Menschen steigen zum Himmel: zur
schönen olympischen Blume Schließet
der irdische Keim drüben im Lichte sich
auf. Geist verschmilzt sich mit Geist,
und im freier entfalteten Leben Wird die

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Lieder aus Sorrent (1)

Nein! Apulien hat der
Hohenstaufen Letzten Sprößling geraubt
dem Vaterlande, Nicht den Dichter, o
Kaiserhaus von Schwaben. Nein,
hochherziger Freund, in gold`ner
Strömung Flossen Jahr
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Märtyrer im Vatican

Nein, das nenn` ich Tortur, das ist eine Strafe, so schrecklich,
Daß sie der Maler allein, der sie gebildet, verdient.
Thorwaldsen (5)

Nenn` ich dich einen Hero`n? Hast du
nicht den rohen Barbaren, Hast du das
goldene Vließ ihnen der Kunst nicht
geraubt? Wahrlich, du mußtest`s zuvor,
und eine Zauberin half dir, Denn wie hä
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Raffael (5)

Nenn` ich euch wohl den Tempel der
Kunst? So erscheint die
Geschichte: Meinen Tempel hab` ich,
spricht sie, hierin mir erbaut. Aber die
Philosophie eröffnet die Schule der
Weisheit, Zeigt mit
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Lieder des Römischen Carnevals - Siebentes Lied

Nicht ermüden und ermatten, Auch wenn
kaum ein Stündchen Schlummer Gegen
Morgen dich erquicket! So die lustige
Gefährtin, Heut` am letzten
Freudentage Mir als trefflicher Paino,
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Oden an seinen Eser (2)

Nicht Schlachten will ich preisen, noch
Könige Noch forschen, wer Rom`s
würd`ger, ob`s Cäsar ist, Ob Brutus,
Namen der Geschichte, Glänzende nicht
und gerühmte Schatten. Ich
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Sicilianische Lieder (8) - Die Tochter von Carini

Nicht von Heroen und Kriegern, von
Königen oder Tyrannen, Dion und Dionys
und von Timoleon nicht, Nicht von Roger
dem Grafen, von Arabern oder
Normannen, Nicht von Staufen ertönt
oder von Fr
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Venus von Medicis

Nie ist die Göttin geworden, von Anfang
ist sie, vollkommen Stieg sie der Welt
aus des Meers rauschenden Wassern
empor. In der flücht`gen Natur ist sie
die dauernde Seele, Und im Wechsel der
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Sicilianische Lieder (12) - Rückkunft nach Messin

Nimmer, dünkt mir, vergönnt es der
Gott von Zankle zu scheiden. König der
Winde, vernimm, König der Wasser, mein
Lied. Wieder bin ich zum Strudel gekehrt
der wilden Charybdis; Meiner Wande
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Die Muse

Noch bin ich nicht allein, wenn auch
mein Herz Den Menschen längst verlor,
den einst so heiß, So lang geliebten,
und vom bunten Kreis Des Lebens und der
Gegenwart zur Nacht Und Einsamk
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An den Grafen Platen (2)

Noch gedenk` ich jenes Morgens, Da wir
uns zum erstenmale So von ohngefähr
gefunden, Auf dem Esquilin! Des
Klosters Stillem Garten sahn wir
mächtig Sich der Palme Wuchs entheben,
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Römische Freiheit

Noch sind wir Römer, noch leben wir frei nach Sitte der Väter,
Keiner geniert sich und kehrt offen die H... sich um.
Lieder des Römischen Carnevals - Achtes Lied

Noch umflattern mich die
frohen Saturnalischen Gestalten, Noch
von jenem Rosenscheine Fühl` ich selig
mich umwittert, Noch von kindisch
muntrer Schalkheit Bald geschmeichelt,
bald
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Grotte der Egeria

Numa Pompil, noch wölbt sich die
heilige Grotte der Nymphe, Und der
lebendige Quell sprudelt noch immer in
ihr, Wo mit Unsterblichem einst der
Sterbliche traulich verkehrte, Und die
Weisheit
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Gothischer Architekt

Nun auch vom Friedenstempel, was ist Ihr Urtheil von diesem?
Ei, er gefiele mir wohl, wär` er nur gothisch gebaut.
Sistinische Kapelle

Nun so seh` ich doch endlich einmal die
berühmte Kapelle, Aber das närrische
Zeug, dort an der Decke, was
ist`s? »Wie? ich verstehe Sie nicht,
das sind Angelo`s große Propheten!«
- Spaß
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Abschied von Sicilien

O Brautgeschenk, das einst am
Hochzeittage Proserpinen der große
Vater gab, Der Ceres Liebe wie der Ceres
Klage, Dianens Wieg` und der Giganten
Grab, O schönste Heimath frommer
Götter
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Die Grotte der Diana am Albanersee

O du vom heil`gen Boden der
Fabelwelt, Vom Frühlingsgarten meines
Hesperiens, Von meiner Sehnsucht Grab
und Wiege Süßestes, theuerstes
Schattenplätzchen! Wohin die
Schwermuth
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Lieder aus Capri (9)

O Einsamkeit, wo ihre schweren
Sünden Des Weltbeherrschers Tochter
einst beweinte, Wie läß`st du ganz
mich ihre Qual empfinden! Die einst ihr
der Verbannten Haus umgrauet, Schr
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Der Monte Pincio

O hätt` ich Farben, Aether und Seel`
und Geist, Du unaussprechlich himmlische
Luft, getaucht In deiner Schönheit
süßen Abgrund, Wär` ich dein
Priester, dein reinster Säugling,
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Die Nacht in St. Peter (2)

O hört mein Lied! Nicht Tand und
Spielwerk nur, Nicht Reim und Klang und
Schall ist, was ich singe. Nicht, wie
gefaßt vom Fluche der Natur Im
Vaterlande jetzt der Dichterlinge, Der
got
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Der Tiber

O Lethe, dessen Strome der alten
Kraft Und Weltherrschaft Vergessenheit
Rom entschlürft, Roms Schatte nur, wie
oft den Fluthen, Da ihn die Mitwelt
begrub, ersteht er Gleich einem
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Niobe

O so lang` eine Mutter noch heilig ist,
und nur Eine Mutterbrust noch fürs Kind
ihrer Umarmungen glüht; Eine Seele noch
leidet, und Eine den Schmerz noch der
Liebe Den unsäglichen fühlt, E
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Cività la Vigna

Ob Lavinia`s Enkel dem troischen Ahn zu
vergleichen, Schwerlich gäb` es Virgil,
wenn er sie kennte, dir zu; Aber hat
sich das teukrische Blut in Reben
verwandelt, Wahrlich, so stammen sie sel
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Das Pantheon

Oft in der Mitternächte SchweigenPfleg`
ich mit leisem GeistertrittDas Kapitol
herabzusteigen,Und schnell beflügelt
sich mein Schritt,Die dunkeln Wege
wandl` ich schnelle,Die nur
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Historienmaler - Englischer

Original vor allem, und voll der
tiefsten Gedanken, Unergründlich und
groß sei dein erstaunliches
Werk; Führ` es gigantisch aus, und
vierzig Schuhe sind wenig, Denn ein
gewaltiger Geist wil
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Colossen des Phidias und Praxiteles

Quirinalischer Stolz, Colossen des Monte
Cavallo, Wie ihr mir täglich ersteigt,
seid mir im Liede gegrüßt! Ewiger
Jugend Bilder, der Kraft erhabne
Gestalten, Blieb euch die Jugend, und
blie
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Historienmaler - Deutscher

Religion ist die Seele der Kunst und
heil`ge Geschichte, Und die Bibel allein
bringt ihr Gedeihen und Heil. Glauben
und Frömmigkeit sei`s und stille
christliche Demuth, Und der heilige
Geist,
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Lieder der Untreue - Erstes Lied

Sabinerin. Bald, Geliebter, schickt der
Vater Mich nach Rom ins
Nonnenkloster, Täglich bitt` ich ihn,
es bittet Täglich auch die gute
Mutter, Endlich naht das Wiedersehen
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Aquädukte

Sage mir doch, was hab` ich mir wohl von
den Bögen zu denken, Die so entsetzlich
hinaus in die Campagna sich
ziehn? »Aquädukte nennt man`s, mein
Freund, womit man in Rom so Wie auf dem
deut
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Stanzen des Raffael

Sagen Sie mir, um Vergebung, was stellt
das Ding an der Wand hier Eigentlich
vor? - »Ei das ist ja die Schul` von
Athen!« - So, die Schul` von Athen? Nun
führen Sie doch mich, ich bitte, We
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Die Engländer über den Vatican

Schad` ist`s wahrlich, daß doch das
vatican`sche Museum Eingesperrt ist in
Haus, Zimmer und Saal und Gemach. Besser
stünd`s auf dem Corso in Einer Reihe,
so könnte Man`s mit weniger Zeit do
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Das Mädchen auf dem Eurotas

Schwankend auf der Spiegelwelle Tanzt
der leichtbewegte Kahn: Wie so
freundlich, klar und helle! Bald
hinunter, bald hinan! Wie die alte liebe
Sonne Nieder aus dem Aether quillt,
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Rückkunft nach Rom

Seine Beute, die Schätze der Welt, hat
der Feldherr, der Cäsar, Dankbar aufs
Kapitol einst im Triumphe
gebracht, Kronen bring` ich dir nicht,
mir mangelt selbst noch der
Lorbeer, Nimm meine
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Sgricci

Sicherlich ist`s zum Erstaunen, er
improvisirt mir im Fluge Wie der Wind so
ein Ding, wie `ne Tragödie, her. Jahre
studieren andre daran, ein Abend genügt
ihm, Wie sie an Einem entsteht, so
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Lieder der Nazarena - Fünftes Lied

Sie. Horch! es läutet, gehst du
heute Nicht zur Messe, willst du
immer Bei mir bleiben? Traun es
wäre Hohe Zeit, die Mutter mahnte, Noch
hab` ich mich nicht gewaschen,
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Lieder der Nazarena - Sechstes Lied

Sie. Ja, so laß es uns
bestellen, Besser ist`s, ich bin im
Kloster Als in meines Vaters
Hause; Nimmer kannst du hier mich
sehen, Denn der böse Vater
zürnet, Ach! un
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Lieder der Nazarena - Zweites Lied

Sie. Jeden Tag an meinem Hause Seh` ich
dich vorüber wandeln, Kaum bin ich am
Webestuhle Früh des Morgens, sieh da
kommst du Schon herauf die
Felsentreppen, Und nach
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Lieder der Nazarena - Viertes Lied

Sie. Und du scheidest! - ach ich
fürchte, Schon in Palestrina hast
du Nazarenens Bild vergessen, Und die
Schönheit Roms und deiner Reizend
holden Römerinnen - Siche
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Lieder der Untreue - Viertes Lied

Sie.Aber willst du deinem
LiebchenWirklich wohl, warum denn hast
du`sSo allein zurückgelassen?Ach, du
bist so gut und freundlich,Und so
grausam doch, so wenigSchontest
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Triumphbogen des Septimius Severus

Siegesbogen errichtete man den Heroen
zum Denkmal, Was sie vor andern, so wie
was sie für andre gethan. Steig` ich
vom Capitol, so steht mir einer vorm
Auge, Den uns Kronion, doch nein, den u
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Zweites Lied

Siehe doch die Stadt der Gräber In
bacchantischer Entzückung! Rom
verjüngt sich, Kindertage Lebt es
wieder, und ich folgte Nicht dem Strome
dieser Freude, Die in allen Stra
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Lieder des Römischen Carnevals - Zweites Lied

Siehe doch die Stadt der Gräber In
bacchantischer Entzückung! Rom
verjüngt sich, Kindertage Lebt es
wieder, und ich folgte Nicht dem Strome
dieser Freude, Die in allen Straßen
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Ariccia

Sikuler bauten die Stadt, Jahrtausende
sind`s, und die Bürger Rief im
benachbarten Hain Latiums König zum
Rath. Deine Wälder sind kühl und die
Lüfte gesund, und du rühmst dich Darum
den
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Kaiser Friedrichs des Zweiten Sarg

So je im Tempel Ernstes und Heiliges Das
Herz mir traf in großen Entfaltungen,
Des Gottes dunkle Offenbarung
Schauer mir goß in des Geistes
Tiefen, Und wär` es Blut und L
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Stutzer

Sonntags bin ich im Staat und im Putz auf dem Corso zu sehen,
Doch auf dem Capitol war ich am Carneval nur.
Fischpredigt

St. Anton hat den Fischen gepredigt, aber ich wette,
Kamen sie vor aus dem Meer, staken sie sämmtlich im Netz.
Monte Porzio

Stehst du auf Tusculums Höh` in der
aufgegrabenen Vorwelt, Suchst du in
Trümmern und Schutt Cicero`s Villa hier
auf, Dann zum Rebenhügel hinab ins
lustige Dörfchen, Und wie Cicero bald
mac
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Nemi

Suchest du schattiges Grün, so lockt
dich der Hain der Diana, Willst du dich
kühlen, so lockt hier dich zum Bade der
See. Suchst du Weisheit, Egeria lehrt!
Am Ruder des Staates Saß sie mit
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Sicilianische Lieder (1)

Tage verstreichen an Tage; noch immer im
heiteren Zankle Hält mich die Sonne,
die Lust, hält mich die Laune
zurück. Runzle die Stirn, dich ergreife
der Ernst altgriechischer Vorwelt, Dank
e
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Schlachtfeld von Tagliacozzo

Thal der Imele, dich grüß` ich! In
deinen weiten Gefilden Sank im
verzweifelten Kampf unser
Heroengeschlecht Drum verehr` ich dich
auch, du bist schön, doch gefielst du
mir besser, Hätte C
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Grab der Cäcilia Metella

Thurm der Einsamkeit, den ich lieb`, o
festes Uralt rundes Römergebild, du
Seufzer Byrons, der Campagna gerühmt
als Capo di Bove! Dich lobpreisend
singet ein Lied der Dichter,
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Canova (4)

Traurige Zeit, es ist wahr, die
griechische Kunst war dem Leben Nah`,
und es borgte der Gott sich von dem
Menschen die Form. Aber vorüber ist`s
nun, Canova`s Götter, sie lernten Nur
die Tanz
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Rosa Taddei

Träumt` ich die Muse zu sehn, so laß mir den Wahn! auf Papier nur,
Doch auf lebendigem Mund sah ich noch nie ein Gedicht.

Uebersetzung

Uebersetzest du gern, verwegener Deutscher, so wisse,
Daß eine Ohrfeig` in Rom wörtlich ein Messerstich heißt.
Lieder des Römischen Carnevals - Fünftes Lied

Und als allerliebste Bäurin Naht sie
mir des andern Tages, Gestern neckte
Stab und Glocke, Heut` ein artig
Blumenkörbchen, Und im weißen
Seidenhemde Hüpft heran die wohl erkann
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Erstes Lied

Und warum nicht, heitere Muse, Lied und
Lob dem Carnevale? Bienen konntest du
besingen, Konntest schöne Frauen
ehren, Selbst den Duft der Blumen
preisen – Und warum nicht a
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Lieder des Römischen Carnevals - Erstes Lied

Und warum nicht, heitere Muse, Lied und
Lob dem Carnevale? Bienen konntest du
besingen, Konntest schöne Frauen
ehren, Selbst den Duft der Blumen
preisen - Und warum nicht all die
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Velino

Unerschütterlich glänzt die
Schneepyramide zum Himmel, Römer kamen,
es kam selber der Deutsche, sie
blieb! Ja, sie ist ewig, und wäre sie`s
nicht, sie stürzte zusammen, Als du die
Feldsch
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Lieder des Römischen Carnevals - Sechstes Lied

Unter Spiel und Scherz und Possen Ist
die Nacht herangekommen, Doch im sanften
Sternenscheine Läßt es sich nur besser
schäkern, Und gespensterhafte
Schalkheit Lacht und spukt du
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Ave Maria

Untersank, o Roma, die Sonne
deinen Siebenhügeln. Langsam erscheint
die Nacht schon, Und ein Tag
verschwindet von deinem Leben, Ave
Maria! Deinem Leben! welch` ein
Gedank`, o Rom
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Oden an seinen Eser (1)

Verschied`nes Lob ist jedem. Mir sei der
Kranz, Der weinlaubduft`ge, den mir die
Götterhand Des holden schöpferischen
Jünglings Drückt in die Schläfe, mir
sei Begeist`rung! S
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Triumphbogen des Titus

Vieles erzählt die Geschichte von
Titus` menschlicher Güte, Und das
dankbare Rom hat ihm dies Denkmal
geweiht. Noch verehrt die liebende Welt
den liebenden Heiden, Hat vor der Liebe
ja nun a
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Rossini

Wahrlich, es ist zuweilen, als hätte
der Schöpfer vor Unmuth Ueber das
Menschengeschlecht und seine Frechheit
gesagt: Nun denn, weil so vernünftig
ihr sein wollt, geb` ich dem
Hohlkopf Gro
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Der Wanderer zu Athen

Wanderer. Knabe, was streckt
dort Ueber`s Gesträuch Das graue Haupt
empor? Beweglos, kühn
aufstrebend, Starrt es in`s Auge Mit
riesigen Formen. Knabe.
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Sicilianische Lieder (2) - Die Felsen der Cyklopen

Wandle die Gärten, die blühenden, hin
am Fuße des Aetna, Purpurn bietet dir
noch Indiens Feige die
Frucht. Schwellend drängt sich zur Erde
die Traub` und rankt um die
Säule, Ueber dem nie
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Blandusische Quelle

Wandre nur vor, es umgrünen dich wild
der Sabiner Gebirge, Folge dem Strom, es
entragt einsam Licenza dem Fels, Unter
Kastanien erreichst du den Kies, wo der
dicht`rische Quell rinnt; Trink!
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Michel Angelo Caravaggio

Warum mir Caravaggio mißfällt? Weil mir das Gemeine
In der Natur nicht, und noch wen`ger gefällt in der Kunst.
Claude Lorrain

Was der Historie Raffael ist, das bist
du der Landschaft, Eine Seele hat euch
beiden den Pinsel geführt; Was der eine
von lauterem Licht in den Menschen
gezaubert, Hat der beseelten Natur die
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Trinker und Esser

Was ein Römer ißt, und ein Deutscher trinket, das, dünkt mir.
Wär` am Ende sogar Gullivers Riesen genug.
Römer und Deutscher

Was für ein Unterschied ist zwischen Römer und Deutscher?
Jener schafft nicht und lebt, dieser, er lebt nicht und schafft.
Oktoberfest

Weg mit der Arbeit! Man fährt an den Monte Testaccio, man jubelt,
Tanzet und spielet und trinkt, bis der Oktober vergeht.
Andrea del Sarto

Weil du die Hölle nur fand`st im Weibe, so hat die Madonna
Dir den Himmel dafür in ihrem Antlitz gezeigt.
Landschaftsmaler - Deutscher

Welche Natur! welch Studium ist`s, das
kostet des Schweißes, Kostet der Tage
so viel, ach und das Geld ist so
rar. Was nur der Ultramarin mich
geängstiget! Doch ist`s der Himmel, Ist
es das
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Albano

Wenn deine Seele so leicht wie ein
Sommervogel der Puppe Einmal dem
lästigen Zwang ärmlicher Fesseln
entflohn, Dann hinüber zum See! Die
entbundene Psyche verweilet Nur am
Lethe, sie schwel
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Olevano - Erstes Lied

Wenn der goldenen Loose mir das
Schicksal Eins vergönnte, wenn heitrer
Himmel wieder Ueberm Haupt mir die hohe
lautre Schönheit Bess`rer Tage
verjüngt ergöß`, und voller Mir die
hei
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Lieder aus Capri (12)

Wenn eures Neids und eurer niedern
Ränke, Scheelsücht`ge häm`sche
vaterländ`sche Feinde, Zuweilen ich in
meinem Lied gedenke, So scheint`s, daß
euer Haß auch mich verbittre,
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Lieder aus Capri (6)

Wer hätte je so schwesterlich
verbunden Die Kraft der ungesell`gen
Elemente In einem einz`gen schönen
Stern gefunden? Verklärt schien mir in
seinem Glanz die Erde, Das Irdische
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Agrigent

Wie aus heiterstem Grün, o erhabenste
Tempel Girgentis, Wie vom Himmel
umglänzt steigt ihr der Nachwelt
empor! Zwar in Trümmer schlug euch die
Zeit; wohin ich mich wende, Zu des
olympischen
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Italiänische Gärten

Wie ein Handbuch der Logik sind italiänische Gärten,
So nach Regel und Norm plagt man die frische Natur.
Freyheitslied

Wie glänzt auf dem Berge die goldene
Wolke So heiter und lauter dem heiteren
Volke! Da wallen und schweben Und
küssen und weben Die wankenden Bilder
im wechselnden Tanz Um silber
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Improvisatori

Wie sie singen, wie sie die Muse
befeuert, wie wüthend Sich im
entzündeten Kampf wechselnd beginnen
ein Lied: Bauern sind es zwar nur,
Sackträger und
Pizzicarole, Stiefelputzer und solch Lu
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Raffael (6)

Wie voll Unschuld du bist, du süß
jungfräuliches Antlitz, So befangen, so
sanft, kaum noch der Kindheit
entblüht. Schüchtern noch thust du,
obwohl schon Mutter geworden, so bist
du Dir`s
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Die Jungfrau unter den Propyläen

Wie wunderbar umfängst
mich Allliebend, Heiliges Licht? Aus
jungem Grün hebt Dunkel-einsam, wie ein
Geist, Grau verwittert Gestein, Säul`
an Säule Sich empor:
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Carneval

Wie, du wunderst dich, Freund, wie so
urplötzlich ein Volk sich Wochenlang
wie toll, närrisch und albern
beträgt? O mein Theurer, du irrest dich
sehr, schilt keinen, der heut sich Auf
dem C
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Trasteveriner

Wir sind die einzigen Römer, dem Montigianer Verachtung!
Wir sind noch frei, im Moment stößt man ihm`s Messer in Leib.
Nero`s goldner Palast

Wo der Tyrann die Schätze der Welt im Wahnsinn vergeudet,
Fressen die Esel auch jetzt noch aus dem Schober ihr Heu.
Colli

Wohin steig` ich, Italien noch, nicht
Helvetiens Wildniß Wär`s, wo in Wolken
und Schnee stöhnend der Wanderer
irrt? Aber noch sind wir im Süden! Es
feindet uns zwar die Natur an, Aber dies
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Das Grab der Scipionen

Wohin, o Wandrer, daß du die Appia So
einsam hin, die hochummauerte,
ziehst? Auf deiner Stirne seh` ich
Falten, Ernsthaft erscheinst du, und
tiefen Trübsinn Verräth dein suchen
... weiterlesen


Historienmaler - Französischer

Wähle den Stoff nur gut, er sei fein
klassisch, denn einzig Ist es das
Klassische nur, was mit der Kunst sich
verträgt. Römer und Griechen und
Mythologie sind klassische Quellen, Aber
verst
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Lieder aus Sorrent (2)

Wähle, Göttin der Liebe, mit den
Grazien Heute Paphos zum Sitz und morgen
Knidos, Ich beneide dich nicht; denn
bald lockt Capri`s Morgenländischer
Fels in seine Stille; Bald zu Ischia
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Tizian

Wäre nur sinnliche Wahrheit, und keine höhere geist`ge,
Käme Correggio dir nicht, Raffael selbst dir nicht gleich.
Canova (6)

Wär` es gewiß, und hättest du nur dem
entzückenden Leibe Seine Gewänder
verlieh`n, weil dir die Schaam es
gebot, Dann verehrt ich sie fast als
Höchstes, doch leider befürcht`
ich, Daß
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Thorwaldsen (8)

Wär` es möglich, versucht` ich`s zu
rühmen, was huldreich der Genius Deinem
Gedanken, was er all` deinem Meißel
vertraut, Dann auch wüßt` ich, wie
möglich, daß nun der Genius der
Vorzeit
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Monte Cavo

Wär` ich vielleicht im Olymp? Hier seh`
ich Fabel, Geschichte, Rom, Aeneas,
Ulyß und die homerische See, Ist es der
Pegasus, der den Wandrer zum Berge
herauftrug? Nein! die moderne Welt komm
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Die Villa des Timoleon

Wär`s eine Nymphe, die in der
Einsamkeit Dem Wandrer sich verräth? Im
Gebüsch vielleicht Verborgen lauscht
das holde Wesen Und dem Erschöpften
ertönt die Stimme: Komm, labe,
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Quelle der Nymphe Egeria in Nemi

Wär`s wahr, o Nymphe? hätte den
Dichter wohl Vielleicht des Felsquells
Lieblichkeit nicht getäuscht, Du wärst
es, ewig fließend Wesen, Das hier den
Verghang hinuntermurmelt,
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An Albert von Thorwaldsen

Zu seinem Geburtsfest am 8. März
1827. Als Stimme der Deutschen in
Rom. So sei gegrüßt zur heitern
Feierstunde, Wir nahen dir mit dankbarem
Gefühl, Nur Ei
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Moralische Differenz

Zucht und Sittlichkeit wohnt in
Deutschland, aber Italien Ist der
Freude, der Lust, üppiger Sinnlichkeit
Land. O welch ein Unterschied, ein
moralischer! Dort sind die H... Jungfern
und Mädch
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Römische Faulheit

Zwanzig Jahre wohn` ich nun schon auf dem Platze St. Peters,
Doch in die Kirche hinein kam ich per bacco noch nicht.

Lieder aus Capri (7)

Zwar keinen Freund, der gleich geliebt
den Musen, Begeisterung entzündend und
empfangend, Im schönen Taumel sänk` an
diesen Busen, Kein Mädchen hab` ich,
das am Arm mir gienge,
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