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Gedichte - Wilhelm Jordan


Beichte

1. Ich liege,
den Kopf in die Rechte gestützt, Mein
eigenes Herz hör` ich pochen, Und
grüble, womit ich geschadet,
genützt Und was ich gefehlt,
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Sei mitleidsvoll

Sei mitleidsvoll, o Mensch!
Zerdrücke Dem Käfer nicht die goldne
Brust Und gönne selbst der kleinen
Mücke Den Sonnentanz, die kurze
Lust. Ein langes mütterliches Bilden
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Das Gesicht der Natur

Was unsern Sinn gefangen hält, Das
spiegelt uns zurück die Welt. Wir
schauen unsre Lust und Pein In`s Antliz
der Natur hinein, Als wechsle
Sonnenschein und Regen Am Himmel einzig
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Dunkle Betrachtung

Wer weiß es, ob nicht doch Aegypten In
seinen kühlen Felsenkrypten, Im Bauch
granitner Pyramiden Ersann den besten
Grabesfrieden? Wer weiß wie schwer die
Theile tragen An der Ve
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Mittsommerabendlied

Wie sich Lust mit leiser Klage Wunderbar
im Herzen mischt Wann der längsten
Sommertage Spätes Abendroth
erlischt! Goldne Dämmerstreifen
säumen Nordwärts nur den Erdenra
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Rastlos

Wie voll Hast
Alles rennt.
Für die Rast
Kein Moment. Glücklos
fühlt sich wer ein Glück
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Zuruf

Wollt ihr denn immer nur seufzen und
klagen Daß am vergänglichsten eben das
Schöne? Laß wie im Lenz bis zum
Herbste sie schlagen – Zauberlos
würden der Nachtigal Töne. Heute noch
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