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Der Kamm

- Gedicht von Rudolf G. Binding

Der Kamm

Du Bändiger der liebsten losen Flechten
den ich erwacht in meinem Kissen fand
was sprichst du tags noch von verschwiegenen Nächten,
von Glut und Kuss und aufgegebenen Rechten
die schon der graue Morgen mir entwand?

Nun wirst du gehn und wirst sie wieder zwingen
die braunen Schlangen, die mit scheuer Pracht
von mir gelöst mich schmeichlerisch umspringen.
Nun wissen sie nicht mehr von all den Dingen --

Wie seltsam spricht der Tag doch von der Nacht.

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