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I-a!

- Gedicht von Adolf Glaßbrenner

I-a!

Ein Esel dacht: den schweren Sack
Willst du nicht länger tragen;
Er wurde hager, blaß und spack
Und stöhnte und thät klagen;
Jedoch, sobald der Müller da,
So rief er blos I-a, I-a!

Es ging ein Jahr um`s andere hin.
Der Esel mußte tragen;
Doch trüb und trüber ward sein Sinn,
Er thät erbärmlich klagen.
Jedoch, wenn er den Müller sah,
So rief er bloß I-a, I-a!

Doch endlich kommt er nicht mehr fort,
Konnt` nicht den Sack mehr tragen;
Drauf gab er sich sein Ehrenwort,
Sein Leiden laut zu klagen;
Jedoch, als er den Müller sah,
So rief er blos I-a, I-a!

Er wurde alt, er wurde krank,
Thät immer heft`ger klagen,
Jedoch sein ganzes Lebelang
Hat er den Sack getragen.
Als sterbend er den Müller sah,
Da röchelt er I-a, I-a!

In Stokau, Augs- und Lüneburg,
In Cassel und in Wesel!
Was einmal Esel durch und durch,
Das ist und bleibt ein Esel!
Was auch geschieht und was geschah,
Der Esel schreit I-a, I-a!

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